Eileiterentzündung und Eierstockentzündung

Steckbrief: Eileiter- und Eierstockentzündung

  • Name(n): Eileiterentzündung; Eierstockentzündung
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Keine genauen Daten vorhanden
  • Behandelbar: Ja mit Medikamenten
  • Art des Auslösers: Bakterien; Viren
  • Wie viele Erkrankte: mehr ALS 60% der weiblichen Bevölkerung im gebärfähigen Alter
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gynäkologe
  • ICD-10 Code(s): N70; N70.1

Ernste Erkrankungen der Frau

In diesem Artikel dreht es sich um das Thema Eileiterentzündung oder Eierstockentzündung, medizinisch bekannt unter dem Fachausdruck Adnexitis. Beides sind ernsthafte gynäkologische Erkrankungen die bei einer Nichtbehandlung erhebliche Folgen mit sich bringen können.

Alle wichtigen Informationen zu diesen Erkrankungen finden Sie im nachfolgenden Artikel ausführlich Schritt für Schritt erklärt. Dabei ist es egal ob es sie gerade selbst erwischt hat oder ob sie Informationen für eine Bekannte sammeln möchten, hier erhalten Sie alles was Sie wissen müssen, um eine schnelle Linderung der Beschwerden erzielen zu können.

Definition Eierstock und Eileiterentzündung

Unter einer Eileiterentzündung oder einer Eierstockentzündung versteht man in den meisten Fällen eine akute bakterielle Infektion dieser beiden Organe. Nur selten sind andere Umstände für solch eine Infektion verantwortlich.

Unterschieden wird bei dieser ernst zu nehmenden Erkrankung der Frau zwischen einer akuten oder einer chronischen Infektion. Beide Formen können mit starken Schmerzen im Unterleib verbunden sein, aber auch untypischer, stark riechender Ausfluss kann ein Anzeichen für eine Eileiterentzündung oder einer Eierstockentzündung sein.

Wird beides nicht rechtzeitig oder gar nicht behandelt, kann die Folge hieraus im allerschlimmsten Fall Unfruchtbarkeit sein. Wichtig ist es aus diesem Grund schon bei der kleinsten merklichen Veränderung ihren Gynäkologen ihres Vertrauens aufzusuchen um recht bald Klarheit über diese Symptome zu erhalten und wenn nötig eine Therapie zur Linderung der Beschwerden in die Wege zu leiten. Was genau hinter dieser Infektion zu verstehen ist, erfahren Sie im nächsten Anschnitt detaillierter.

Was ist eine Eileiter- oder Eierstockentzündung?

Die Entzündung der Eileiter und des Eierstocks werden unter dem Begriff Adnexitis zusammen gefasst. Spricht man nur von den beiden Organen, werden diese als Adnexe bezeichnet, was nichts anderes als Anhangsgebilde bedeutet. Zu diesem Begriff kommt es weil beide Organe ein Anhängsel der weiblichen Gebärmutter darstellen.

Die beiden Eileiter der Frau sind in etwa bleistiftdicke Schläuche, welche sich seitlich von der Gebärmutter befinden und von dort abgehen. Das trichterförmige Ende dieser Stöcke mündet in den Eierstöcken. Kommt es bei diesen beiden Organen zu einer akuten oder chronischen Entzündung, kann diese mit einigen Komplikationen einhergehen. Wie bei fast jeder Erkrankung lässt sich auch diese in unterschiedliche Ausführungen mit verschiedenen Beschwerden unterteilen.

So zum Beispiel wie folgt:

  • Die alleinige Eileiterentzündung welche in der Fachsprache als Salpingitis bezeichnet wird
  • Die alleinige Eierstockentzündung welche als Oophoritis bezeichnet wird
  • Eine kombinierte Form beider Entzündungen. Zu finden unter dem Begriff Adnexitis

Zu einer Entzündung des Eierstocks kommt es in den meisten Fällen infolge einer zuvor hergegangenen Eileiterentzündung. Nur in sehr wenigen Fällen kommt diese Entzündung in isolierter Form vor. Da es in den meisten Fällen so ist, das beide Eierstöcke von dieser Entzündung gleichermaßen betroffen sind, wird allgemein nur von einer Adnexitis gesprochen. Diese Erkrankung verläuft meist über einen sehr langen Zeitraum. Betroffene Frauen sind häufig dadurch sehr eingeschränkt. Dies gilt sowohl für das private, wie auch das berufliche Leben.

Im späteren Verlauf dieser Erkrankung kann diese sogar zu einer Unfruchtbarkeit führen. Eine frühzeitige Behandlung kann diese Komplikationen in den meisten Fällen abwenden und zu einer raschen Linderung der Beschwerden führen.

Aus diesem Grund zählt eine Eileiter- und Eierstockentzündung zu den ernst zunehmenden gynäkologischen Erkrankungen, die auf jeden Fall ärztlich behandelt werden sollte. Auch nach einer ausgestandenen Erkrankung sollten sie sich regelmäßig von ihrem Gynäkologen untersuchen lassen um auf Nummer sicher gehen zu können.


Welche Ursachen gibt es?

Zu einer Entstehung einer Eileiter- oder Eierstockentzündung kommt es in den meisten Fällen durch eine bakterielle Infektion. Selten sind es Viren die zu einer solchen Entzündung bei der Frau führen. In den häufigsten bekannten Fällen sind folgende Bakterienarten der Auslöser für eine Entzündung der Eileiter oder des Eierstocks:

  • Gonokokken, welche auch einen Tripper verursachen können
  • Chlamydien, diese sind in mehr als 60% der Erkrankten der Auslöser für eine solche Infektion

Meist treten diese beiden Bakterienarten in Kombination auf. Es wird in diesen Fällen dann von einer sogenannten Mischinfektion gesprochen.

Weitere Ursachen für eine solche Entzündung können ebenfalls folgende Erreger darstellen:

  • Enterokokken
  • Staphylokokken
  • Mykoplasmen
  • Streptokokken
  • Anaerobier (sogenannte Bakterien die es schaffen ohne Sauerstoff zu überleben)
  • Mycobacterium tuberculosis kann im Rahmen einer bestehenden Tuberkulose ebenfalls dazu führen

Erkranken an einer Eileiter-oder Eierstockentzündung kann jede Frau. Aber ein besonders hohes Risiko haben Frauen, die

  • das 25 Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • noch sehr jung waren, als sie das erste Mal den Geschlechtsakt vollzogen haben
  • bei denen eine Schleimhautveränderung zwischen der Gebärmutter und dem Muttermund bekannt ist
  • mehrere Sexualpartner haben
  • orale Verhütungsmittel wie zum Beispiel die Anti-Baby-Pille benutzen

Desweiteren sind mehrere Wege wie es zu einer solchen Infektion dieser beiden weiblichen Organe kommen kann bekannt. Unterschieden wird bei dem sogenannten Infektionsweg zwischen einer aufsteigenden Infektion, welche von der weiblichen Scheide ausgeht, einer absteigenden Infektion und einer Infektion welche über die Blutbahn ausgelöst werden kann.

Bei der aufsteigenden Infektion gelangen die Erreger, welche zu einer solchen Entzündung führen können über die Scheide in die Gebärmutter und anschließend zu den weiblichen Eileitern. Zu einer Infektion kann es aber nur kommen, wenn sich die Erreger in der Scheide befinden. Grund hierfür kann eine vorherige Scheidenentzündung sein.

Folgende Faktoren könnten einen Auslöser darstellen:

  • Die monatlich wiederkehrende Regelblutung bei der Frau
  • Fehlgeburten oder Geburten
  • Das Einsetzen der Spirale
  • Veränderung der Schleimhäute am Gebärmutterhals
  • Vermehrter alkalischer Schleim der aus dem Gebärmutterhals austritt, sowie gutartige Tumore im Bereich der Gebärmutter

Diese Art der Infektion betrifft meist Frauen im geschlechtsreifen und sexuell aktiven Alter.
Von einer absteigenden Infektion wird gesprochen, wenn die dafür verantwortlichen Erreger von Nachbarorganen weiter gegeben werden.

Dadurch, dass die menschlichen Organe alle sehr nah beieinander liegen, ist es möglich, dass eine Entzündung mit diesen Erregern übergreifend stattfinden kann. Selten sind Operationen im Bauchbereich für eine solche Infektion verantwortlich. Auszuschließen ist dies aber leider nicht. Ein Grund für eine solche Art der Infektion kann die Entfernung des Blinddarms sein.

Die dritte und letzte Möglichkeit sich mit diesen Erregern zu infizieren stellt die hämatogene Infektion dar. Bei dieser Form findet die Infektion über die menschliche Blutbahn statt. Kommt es so zu einer Entzündung am Eileiter oder Eierstock, sind häufig Tuberkulose-Erreger der Auslöser dafür.
Schnellstens behandelt werden sollte aber jede Art der Infektion um mögliche spätere Komplikationen zu vermeiden.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome bei einer Eileiter-oder Eierstockentzündung hängen davon ab, wie weit die Entzündung schon fortgeschritten ist. Außerdem ist es wichtig in Erfahrung zu bringen ob es sich um eine akute oder eine chronische Adnexitis handelt. Wie ausgedehnt die Symptome sind, hängt ebenfalls davon ab wie schnell eine Therapie eingeleitet wird und wie schnell diese im Anschluss anschlägt.

Eine akute Adnexitis erkennt man meist an anfänglichen Schmerzen im Unterbauch. In den meisten Fällen, also ungefähr 75% aller betroffenen Frauen klagen circa sieben Tage nach der monatlichen Regelblutung über diese Schmerzen. Das Ausmaß dieser Schmerzen kann von Frau zu Frau variieren. Verstärkt werden diese Schmerzen meist durch Geschlechtsverkehr.

Ein weiterer Hinweis kann ein aufgeblähter Bauch und eine gespannte, harte Bauchdecke sein. Zusätzlich fühlen sich betroffene Frauen oft unwohl und verspüren ein Krankheitsgefühl. Zu diesen Symptomen kommt es in der Regel dann, wenn Bakterien wie zum Beispiel Gonokokken oder Chlamydien einen Auslöser darstellen. Untypisch ist es dann auch nicht, dass Betroffene Erhöhte Temperatur bekommen.

Andere Beschwerden für eine akute Adnexitis sind:

  • Übelkeit bis hin zum Brechreiz
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Schmerzen während des Urinierens
  • Blutungen zwischen den eigentlichen Monatsblutungen

Weitere Symptome können im weiteren Verlauf der Erkrankung folgen.
Diese wären zum Beispiel:

  • Vermehrter eitriger Ausfluss aus der Scheide
  • Vergrößerung der Gebärmutter. Diese kann schmerzhaft auf zu viel Druck reagieren
  • Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu geschwollenen, druckempfindlichen Eileitern oder Eierstöcken kommen
  • Wird während einer gynäkologischen Untersuchung der Gebärmutterhals bewegt, so empfinden betroffene Frauen dies als sehr schmerzhaft

Wird eine akute Adnexitis nicht schnell genug oder ausreichend behandelt wird, kann daraus eine chronische Adnexitis entstehen. Davon gesprochen wird dann, wenn die Beschwerden über einen sehr langen Zeitraum bestehen bleiben.

Auch wenn Sie zwischenzeitlich beschwerdefrei sein sollten, kann eine chronische Eileiter-oder Eierstockentzündung immer wieder neu entflammen. Die können dann zu Vernarbungen oder Veränderungen im Gewebe führen. Verwachsungen mit den benachbarten Organen können ebenfalls auftreten. Ein häufiges Symptom hierfür sind plötzlich auftretende Schmerzen im Rückenbereich.

Weitere Anzeichen können sein:

  • Verstopfung oder Blähungen
  • Stärkere Schmerzen während der Regelblutung
  • Verspätete oder gar nicht eintretende Regelblutung

Der chronische Verlauf einer solchen Eileiter-oder Eierstockentzündung kann sich über mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren hinziehen. Während dieser Zeit fühlen sich betroffene Frauen oftmals unwohl und ihre Lebensqualität ist extrem eingeschränkt. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Behandlung ratsam, damit es erst gar nicht zu einem chronischen Verlauf dieser Entzündung kommen kann.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Besteht ein Verdacht auf eine Eileiter-oder Eierstockentzündung beginnt der behandelnde Gynäkologe das Diagnoseverfahren um diesen Verdacht abzuklären und eventuell danach bestätigen zu können. Den Anfang macht in der Regel ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten selbst, um offene Fragen zu klären und im Anschluss leichter eine Diagnose stellen zu können. Wichtig ist es für den behandelnden Arzt rauszufinden ob bei dem Betroffenen grundsätzlich ein erhöhtes Risiko auf eine Adnexitis besteht oder nicht.

Hierzu werden unteranderem folgende Fragen abgeklärt:

  • Wie ALT ist die Patientin? Ist Sie unter 25 Jahre alt?
  • Gibt es häufiger wechselnde Geschlechtspartner oder befindet sich die Patientin in einer festen Beziehung?
  • Wie verhütet die Patientin? Benutzt sie die Pille oder wurde vor kurzen, eine Spirale eingesetzt?

Im Anschluss an dieses Gespräch folgt meist eine ausführliche gynäkologische Untersuchung. Bei dieser Untersuchung bekommt der Gynäkologe Klarheit, ob bei der Patientin körperliche Veränderungen vorliegen, welche auf eine Adnexitis hindeuten können.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Ist die Gebärmutter druckempfindlich und möglicherweise sogar vergrößert
  • Klagt die Patientin über Schmerzen im Unterbauch wenn der Muttermund bewegt wird
  • Wie sieht der Ausfluss aus und riecht dieser abnormal

Ein zusätzlicher Schwangerschaftstest gibt dem Gynäkologen Klarheit darüber, ob hinter den Beschwerden nicht vielleicht sogar eine Eileiterschwangerschaft steckt. Diese kann nämlich ähnliche oder gar gleiche Beschwerden hervorrufen.

Um heraus zu finden welcher Erreger der Auslöser für diese Infektion ist, nimmt der Arzt einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Mit Hilfe eines Mikroskops kann im Anschluss untersucht werden, ob sich vermehrt weiße Blutkörperchen oder irgendwelche Erreger in diesem Abstrich befinden. Zusätzlich wird ein Abstrich ins Labor geschickt, dies dient zur Resistenzbestimmung, um festzustellen welches Antibiotikum gegen die bestehenden Keime wirksam sein könnte.

Reichen diese Informationen dem Gynäkologen nicht aus, so wird ein zusätzlicher Urin-und Bluttest vorgenommen um weitere Ursachen genau abzuklären. Dieser liefert dem Arzt dann di benötigten Entzündungswerte.

Beim Verdacht auf eine Eileiter- oder Eierstockentzündung (Adnexitis), wird zur weiteren Diagnose ebenfalls ein Ultraschall der betroffenen Organe vorgenommen. Dort können alle Veränderungen, wie zum Beispiel Verdickungen der Eileiter oder Abszesse und Flüssigkeiten im Bauchbereich sofort erkannt werden.

Wenn es von Nöten sein sollte kann der Gynäkologe auch eine Spiegelung der Bauchhöhle veranlassen. Diese wird unter Narkose vorgenommen und schafft weitere Klarheit über den Zustand der Eierstöcke oder der Eileiter der betroffenen Frau. Während dieser Untersuchung kann benötigtes Adnexe Material als Erregernachweis entnommen und untersucht werden.

Zusammenfassend stehen folgende Untersuchungen zur Diagnose zur Verfügung:

  • Persönliche Patientengespräch
  • Ausführliche gynäkologische Untersuchung
  • Schwangerschaftstest um eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen
  • Abstrich vom Gebärmutterhals
  • Urin-und Bluttest
  • Ultraschalluntersuchung der betroffenen Organe
  • Spiegelung der Bauchhöhle unter Narkose

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die akute Form der Adnexitis betrifft vermehrt junge Frauen zwischen 16 und 25 Jahren die aktiv am Sexualleben teilnehmen. Ungefähr 10 von 1000 Frauen die sich im gebärfähigen Alter befinden, erkrankt an dieser Krankheit. Bei Mädchen vor der Pubertät kommt es nur sehr selten zu so einer Infektion. Das Gleiche gilt für Frauen die sich schon in den Wechseljahren befinden.

Die akute Adnexitis tritt laut Diagnosedaten noch häufiger auf als die chronische Variante. Diese kann umgangen werden, wenn sie frühzeitig einen Arzt hinzu ziehen. Werden die Beschwerden zu lange ignoriert oder nicht ernst genommen, kann es im späteren Verlauf schon zu spät für eine schnell Heilung sein. Aus diesem Grund ist es für jede Frau ratsam bei der kleinsten Veränderung, die sie an sich bemerken einen Arzt aufzusuchen und genaue Diagnosedaten zu erhalten.

Häufigkeitsaufteilung:

  • Die akute Adnexitis tritt am häufigsten bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Laut Diagnosedaten sind es circa 10 von 1000 Frauen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren.
  • Mädchen vor der Pubertät haben das geringste Risiko an einer Eileiter- oder Eierstockentzündung zu erkranken. Ganz ausschließen lässt es sich aber nicht.
  • Frauen nach dem Eintritt der Wechseljahre haben durch die hormonelle Umstellung im weiblichen Körper, ebenfalls ein sehr geringes Risiko an so einer Entzündung zu erkranken.

Genauer Daten sind bis heute bezüglich der konkreten Anzahl an Erkrankten leider nicht bekannt. Es sind alles nur ungefähre Schätzwerte, da es immer Frauen geben wird, die keinen Arzt hinzu ziehen und somit in keiner Diagnosedatenbank auftauchen. Für ihre eigene Gesundheit sollten Sie aber auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen falls Sie den Verdacht haben an einer Adnexitis zu leiden.


Komplikationen bei der Krankheit

Zu Komplikationen bei einer Eileiter- und Eierstockentzündung kann es kommen, wenn diese lange Zeit nicht erkannt wird. Werden Symptome zu lange nicht ernst genommen oder unterdrückt kann es zu Eiteransammlungen auch Abszesse genannt kommen. Diese entstehen dann in den Eileitern oder an den Eierstöcken. Zusätzlich ist es möglich, dass die bestehende, unerkannte Entzündung auch die benachbarten Organe angreift.

Zu extremen Komplikationen kann es kommen, wenn die Entzündung das Bauchfell angreift. Diese kann sich dann im gesamten Bauchraum ausbreiten. Dann spricht man in der Fachsprache von einer sogenannten Peritonitis. Greift die Entzündung die Blutbahnen an, so kann es zu einer Blutvergiftung kommen. Diese seltenen Komplikationen können für die betroffene Frau dann sogar lebensbedrohlich werden. Ein sehr hohes Risiko liefern Infektionen die durch ganz spezielle Bakterien hervorgerufen werden. Dazu zählen zum Beispiel, Anaerobiern und Haemophilus influenzae.

Eine weitere Spätfolge einer Eileiter-oder Eierstockentzündung können Verwachsungen in der Gebärmutter sein. Aber auch Verwachsungen oder Verklebungen die Organ übergreifend sein können, sind möglich. Diese führen meist zu unerträglichen Schmerzen im Bauchbereich. Diese Verwachsungen können im Ernstfall die Passage vom Eierstock blockieren. Kommt es dennoch zu einer Befruchtung, ist das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft sehr hoch.

Ist die Eileiter komplett verschlossen, kann es zu keiner natürlichen Schwangerschaft mehr kommen. Durch eine Operation können in den meisten Fällen Verwachsungen wieder gelöst werden. In diesem Fall ist das Risiko für eine Unfruchtbarkeit extrem hoch. Zu dieser Komplikation kann es kommen wenn eine bestehende Infektion die zum Beispiel durch Chlamydien hervorgerufen wurde, nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird.

Komplikationen bei einer Adnexitis:

  • Eiteransammlungen an den Eileitern oder Eierstöcken
  • Verwachsungen oder Verklebungen manchmal auch Organ übergreifend
  • Bauchfellentzündung als eine Spätfolge
  • Greift die Entzündung auf die Blutbahnen über, kann es zu einer Blutvergiftung kommen
  • Risiko Eileiterschwangerschaft
  • Spätfolge Unfruchtbarkeit

Diese Komplikationen können Sie umgehen, wenn Sie regelmäßige Kontroll-Untersuchungen bei ihrem Gynäkologen wahr nehmen. Zusätzlich kann eine konstante Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr, das Risiko einer Ansteckung senken.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Einen Arzt sollten Sie schon bei den kleinsten, merklichen Veränderungen die Sie an sich bemerken aufsuchen. Frühzeitig erkannte Eileiter-oder Eierstockentzündungen können mit Medikamenten erfolgreich therapiert werden. So kommt es in der Regel zu keinen Komplikationen und die Infektion kann ausheilen.

Zu ernsthaften Komplikationen kommt es in der Regel erst im späteren Verlauf der Erkrankung. Findet also frühzeitig eine Behandlung der Symptome statt, kommt es zu keinen späteren Folgen wie einer Unfruchtbarkeit oder verschiedene Verwachsungen. Befolgen Sie die Regel einer regelmäßigen gynäkologischen Untersuchung, so sollten Sie keine Schwierigkeiten bekommen, selbst wenn eine Infektion stattgefunden haben sollte.

Im Auge behalten sollten Sie für sich und ihre Gesundheit folgende Ratschläge:

  • Bei den kleinsten Veränderungen sofort zum Arzt
  • Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen mindern das Risiko ebenfalls. Alle halbe Jahr sollte ausreichend sein.

Behandlungsmethoden & Therapie

Sollte bei ihnen eine Eileiter-oder Eierstockentzündung diagnostiziert worden sein, wird im ersten Schritt eine konservative Behandlung mit Medikamenten eingeleitet. Den Anfang macht normalerweise ein sogenanntes Breitband-Antibiotikum. Dieses Präparat ist direkt gegen mehrere Erreger wirksam. Ist schon zu Anfang der auslösende Erreger bekannt, kann der Gynäkologe direkt das wirksamste Präparat verschreiben.

Zusätzlich zu diesen Antibiotika verschreibt der Arzt noch ein zusätzliches antiphlogistisches Medikament. Diese hat die Aufgabe, zusätzlich dem Entzündungsprozess entgegen zu wirken. So tritt schon nach kurzer Zeit eine schmerzlindernde Wirkung bei der betroffenen Frau ein.

So eine Behandlung umfasst in der Regel einen Zeitraum von drei Wochen. Auch wenn akute Beschwerden frühzeitiger abklingen, sollte diese Art der Therapie nicht unterbrochen oder gar von ihnen abgebrochen werden. Ansonsten kann die Adnexitis nicht vollständig ausheilen und es kann dennoch zu Spätfolgen kommen.

Leidet eine betroffene Frau zusätzlich an Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung, können diese nebenbei mit Hormonpräparaten behandelt werden. Bei der akuten Adnexitis ist es außerdem sinnvoll während der Therapie auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.

Des Weiteren sollte auch der Partner einer Behandlung unterzogen werden, damit eine erneute Ansteckung mit dem Erreger verhindert werden kann.
Damit die medikamentöse Therapie zusätzlich noch unterstützt werden kann, sollten Frauen mit einer akuten Adnexitis absolute Bettruhe einhalten. In einigen Fällen kann es sogar sinnvoll sein, die Patientin stationär ins Krankenhaus einzuweisen.

Dies kann besonders in folgenden Fällen sinnvoll sein:

  • Wenn zusätzlich zu der Entzündung hohes Fieber auftritt
  • Zusätzlich auch noch das umliegende Gewebe rund um die Eileiter und die Eierstöcke von der Entzündung angegriffen wurde
  • Wenn eine Schwangerschaft festgestellt wurde
  • Die eingeleitete medikamentöse Therapie nicht spätestens nach 72 Stunden anschlägt
  • Die gestellte Diagnose nicht eindeutig genug ist um eine Therapie einzuleiten
  • Die Patientin eine Unterstützung bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme benötigt

Während der Therapie sollten betroffene Frauen Wert auf eine ausgewogene, möglichst wenig belastende Ernährung achten. Außerdem sollten sie dafür sorgen, dass Sie ihren Darm und ihre Blase in regelmäßigen Abständen entleeren. Spezielle Tees können dabei eine wirksame Unterstützung bieten.
Kommt Fieber mit hinzu, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr äußerst wichtig. Am besten eigen sich hier Wasser oder Tees.

Behandlungsmethoden im Überblick:

  • Den Anfang macht die konservative Behandlung mit Medikamenten
  • An zweiter Stelle steht die unterstützende Therapie. Diese kommt bei der akuten Adnexitis in Betracht.
  • Eie weitere und dritte Art der Therapie bietet eine Operation. Diese kann sowohl im akuten, wie auch im chronischen Stadium durchgeführt werden

Eine operative Therapie ist dann von Nöten, wenn Komplikationen auftreten die nicht mit Medikamenten behandelt werden können.

Im akuten Stadium bedeutet das zum Beispiel, dass eine Operation unumgänglich ist, wenn sogenannte akute Abdomen auftreten. Ein Beispiel hierfür stellt die Bauchfellentzündung dar. Aber auch ein Darmverschluss oder eine Blinddarmentzündung können der Grund für eine solche Operation sein.
Aber auch Abszesse in der Bauchhöhle, Gebärmutter oder im Enddarm können zu einer solchen Operation führen.

Befindet sich die Adnexitis bereits im chronischen Stadium, kann eine Operation angebracht sein, wenn es immer wieder zu Beschwerden kommt. In einem solchen Fall werden dann in den meisten Fällen mindestens eine Eileiter oder die Eierstöcke entfernt. In manchen Fällen muss sogar die komplette Gebärmutter operativ entfernt werden.


Vorbeugung-Impfung & Prävention

Um einer Eileiter-oder Eierstockentzündung vorzubeugen sollten Sie sich zum Beispiel vor einer Scheidenentzündung schützen. Diese ist sehr häufig ein Vorläufer einer solchen Entzündung. Hierzu zählt zum Beispiel ein ausreichender Schutz mit Kondomen beim Geschlechtsverkehr.

Zusätzlich kann es wichtig sein mit dem potenziellen Geschlechtspartner im Vorfeld das Gespräch zu suchen. In diesem Gespräch sollte bei einer bestehenden Ungewissheit abgeklärt werden, ob irgendwelche Geschlechtskrankheiten die durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können vorliegen.

Auch wenn dies zu den absoluten Tauthemen zählt, ist es niemals verkehrt solche Informationen in Erfahrung zu bringen. So kann schon im Vorfeld einer solchen Eileiter-oder Eierstockentzündung vorgebeugt werden.

Eine Impfung gegen diese Entzündung gibt es leider nicht. Der Grund dafür ist womöglich, das es zu viele unterschiedliche Erreger gibt die zu einer solchen Entzündung führen können.

Eine weitere Vorbeugungsmaßahme kann der regelmäßige Besuch beim Gynäkologen sein. So gehen Sie immer auf Nummer sicher und bekommen mindestens einmal jährlich genaue Informationen über ihren gynäkologischen Gesundheitszustand.

Prognose zur Heilung

Wie schnell der Heilungsprozess bei deiner akuten Adnexitis verläuft, hängt vom Ausgangsstadium der Entzündung ab. Wird ziemlich früh die Diagnose einer Eileiter-und Eierstockentzündung gestellt, kann diese in einem relativ kurzen Zeitraum, mit Hilfe von Medikamenten welche der behandelnde Gynäkologe verschrieben hat, unter Kontrolle gebracht werden. Schlagen diese Medikamente recht schnell an, ist das Ganze bereits nach drei Wochen ausgestanden. Dies ist aber von Patientin zu Patientin unterschiedlich.

Wird der Gynäkologe erst zu einem etwas späteren Zeitpunkt auf diese Entzündung aufmerksam, kann eine vollständige Heilung sich etwas länger hinziehen. Das hängt davon ab ob neben einem Antibiotikum noch andere Präparate zum Heilungsprozess notwendig sind. Muss zusätzlich der Hormonhaushalt der betroffenen Frau behandelt werden, damit eine Therapie überhaupt anschlägt, können auch mehrere Monate bis zur vollständigen Genesung vergehen.

Wird eine Diagnose erst gestellt wenn bereits Komplikationen aufgetreten sind, kann eine vollständige Heilung sogar mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Sprechen wir bereits von einer chronischen Adnexitis, besteht leider ein hohes Risiko das dieselben Beschwerden immer wieder auftreten. In diesem Fall sollte überlegt werden, ob nicht eine Operation sinnvoll wäre.


Akute oder chronische Adnexitis

In diesem Abschnitt des Artikels befassen wir uns mit den Unterschieden zwischen einer akuten und einer chronischen Adnexitis. Auch wenn es zwischen den beiden Stadien nicht so gravierende Unterschiede gibt, so ist es dennoch wichtig diese zu erkennen.

Klagt eine betroffene Frau unter anhaltenden Unterbauchschmerzen kann dies ein Anzeichen für eine akute, aber auch chronische Eileiter- und Eierstockentzündung darstellen. In so einem Fall hängt es von der Intensivtät dieser Beschwerden ab. Aber egal wie ausgeprägt sich diese Symptome bei der betroffenen Frau äußern, einen Arzt sollte diese auf jeden Fall so schnell wie nur möglichst aufsuchen.

Hinter diesen Schmerzen können sich auch bereits entstandene Verwachsungen oder andere Entzündungen verbergen.

Wichtig ist es möglichst schnell heraus zu finden um welche Art der Adnexitis es sich handelt. Nur so kann eine geeignete Therapie gefunden werden.

Akute Adnexitis
Bei der akuten Adnexitis treten meist Symptome auf die anfänglich nicht direkt mit einer solchen Entzündung in Verbindung gebracht werden. Dies ist auch der Grund dafür, warum so viele Krankheitsfälle erst zu einem späteren Zeitpunkt erkannt werden.
Folgende Symptome sollten ernst genommen werden:

  • Schmerzen im Unterbauch
  • Unregelmäßigkeiten bei der Regelblutung unbedingt untersuchen lassen
  • Untypisch riechender Ausfluss aus der Scheide
  • Verstopfung oder Durchfall, wenn diese Beschwerden immer wieder vorkommen

Chronische Adnexitis

Zu dieser Form der Adnexitis kommt es erst dann wenn über einen sehr langen Zeitraum keine Therapie stattgefunden hat. Ist es bereits soweit, kommen verschiedene Arten von Komplikationen in Betracht, die es zu untersuchen gilt.

Dazu zählen unteranderem:

  • Verwachsungen oder Verklebungen in der Bauchhöhle oder sogar Organ übergreifend
  • Erhöhtes Risiko einer Eileiterschwangerschaft durch bereits entstandene Verengungen
  • Bei Nichtbehandlung kann diese Entzündung bis hin zur Unfruchtbarkeit führen

Eine chronische Adnexitis kann bei frühzeitiger Erkennung und einer erfolgreichen medikamentösen Behandlung in den meisten Fällen zum GlüCK vermieden werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei einer akuten Eileiter- und Eierstockentzündung ist es neben der medikamentösen und unterstützenden Therapie ebenfalls möglich alternative Behandlungsverfahren in Betracht zu ziehen. Hier reicht das Angebot von Wärmetherapien, bis hin zu speziell zusammen gestellten Tees, um eine rasche Linderung der Beschwerden herbei zu führen.

In wie weit diese bei der Heilung helfen hängt von Patientin zu Patientin ab. Pauschal lässt sich so etwas leider nicht sagen, da jeder Körper anders reagieren kann. Bewiesen ist nur das diese Alternative Medizin Erfolge bei der Therapie gegen eine Eileiter-oder Eierstockentzündung erzielen kann.

Dabei sollten Sie auch niemals aus den Augen verlieren, wie weit die Erkrankung schon fortgeschritten ist.

Folgende alternative Behandlungsmethoden kommen in Betracht:

  • Speziell abgestimmte Tees können entzündungshemmend wirken
  • Ätherische Öle können auch zu Therapiezwecken eingesetzt werden
  • Sitzbäder können ebenfalls eine Linderung herbei führen
  • Packungen und Auflagen zur Beruhigung
  • Naturheilanwendungen und Esoterik
  • Ausgewogene, gesunde Ernährung

Auch bei der chronischen Adnexitis können all diese alternativen Behandlungsmethoden zumindest eine kurzzeitige Linderung der Beschwerden herbeiführen. Meist ist es hier aber unumgänglich sich einer Operation zu unterziehen. Im Nachgang können diese Verfahren aber den Heilungsprozess unterstützen. So geht es betroffenen Frauen schneller wieder besser.

Welche Hausmittel können helfen?

Ein gutes Hausmittel gegen Eileiter-und Eierstockentzündung sind selbst zusammen gestellte Tees aus folgenden Kräutern:

  • 20 g Eibischwurzel
  • 30 g Queckenwurzel

Diese beiden Kräuter mischen sie mit 1 Liter Wasser zusammen und bringen das Ganze zum Kochen. Anschließend sieben sie die Kräuter ab. Diese Mischung dürfen sie dann dreimal täglich zur unterstützenden Therapie zu sich nehmen. Es entsteht eine beruhigende Wirkung.

Eine weitere hilfreiche Zusammensetzung bekommen sie aus folgenden Zutaten:

  • 10 g Küchenschelle
  • 10 g Bibernelle
  • 10 g Blutwurz
  • 10g Alantwurzel
  • 10g Mistel
  • 10g Zinnkraut
  • 10g Silbermantel
  • 10g Kamille
  • 10g Knöterich
  • 10g Bockshornsamen
  • 10g Ringelblumen
  • 5 g Leinensamen
  • und 10g Anserine

All diese Zutaten begießen sie mit 1 Liter Wasser und bringen diese Mischung zu kochen. Im Anschluss daran sieben sie das Ganze ab. Diese Mischung können sie bis zu dreimal täglich zu sich nehmen. Sie wirkt aber nur zur Vorbeugung und keinsten Falls zur Heilung dieser Entzündung.

Weitere hilfreiche Hausmittel zur Unterstützung der eigentlichen Therapie bietet zum Beispiel das Arnikaheilwasser. Diese besitzt eine hervorragende Heilwirkung zur Linderung der Beschwerden. Aber auch hier gilt, dass dieses alleine nicht zu einer vollständigen Heilung führen kann.

Zu einer Linderung der Beschwerden können ebenfalls Dampfkompressen verwendet werden. Diese können sich betroffene Frauen auf die schmerzenden Stellen am Unterbauch legen. Wärme hilft dabei, Spannungen zu lösen und die angespannte Bauchdecke zu entlasten. Auch sogenannte Moorpackungen können zu dieser unterstützenden Therapiemaßnahme zum Einsatz kommen. Diese haben eine ähnliche Wirkung wie die Dampfkompressen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Eine Eileiter- und Eierstockentzündung lässt sich auch mit verschiedenen Heilkräutern unterstützend behandeln. Wichtig ist hier nur der Aspekt, dass es nur eine zusätzliche Therapie zu der eigentlichen von Gynäkologen verschriebene Therapie darstellt. Patientinnen sollten auf gar keinen Fall davon ausgehen, dass diese Heilkräuter Wunder bewirken können.

Heilkräuter und Heilpflanzen dienen grundsätzlich nur zur entzündungshemmenden Unterstützung.

Folgende Heilkräuter & Heilpflanzen können bei einer Adnexitis eingesetzt werden:

Frauenmantel: Diese zarte Pflanze hat sich besonders in der Frauenheilkunde als nützliche Heilpflanze durchgesetzt. Richtig zubereitet hat diese Pflanze eine wohltuende, beruhigende Wirkung auf fast alle Bereiche des weiblichen Körpers.

Frauenmantel besitzt folgende Heilwirkung:

  • Krampflösend – bei einer Adnexitis also sehr empfehlenswert
  • Beruhigend – Löst Krämpfe und Verspannungen
  • Harntreibend – Bei Eier akuten Adnexitis auch ein sehr wichtiges Kriterium

Anwendungsgebiete von Frauenmantel:

  • Hilft gegen Eiteransammlungen(Abszesse)
  • Periodenschmerzen werden gelindert
  • Wirkt beruhigend gegen Durchfall oder Blähungen, die bei einer solchen Entzündung gerne mal in Erscheinung treten

Kamille:

Kamille zählt mit zu den bekanntesten Heilpflanzen die es gibt. Egal ob in frischer oder bereits getrockneter Form, Kamille kann wahre Wunder bewirken und gegen viele Symptome zur Beruhigung eingesetzt werden.

Kamille besitzt folgende Heilwirkung:

  • Antibakteriell – Bekämpft unterstützend die Bakterien im Körper
  • Beruhigend – Löst Krämpfe und Verspannungen
  • Harntreibend – Bei Entzündungen wie einer Adnexitis sehr wichtig
  • Entzündungshemmend – Unterstütz bei der Heilung einer Adnexitis
  • Schmerzlindernd – Wirkt beruhigend gegen die Schmerzen im Unterbauch

Anwendungsgebiete von Kamille:

  • Wirkt beruhigend gegen Blähungen oder Durchfall
  • Unterleibserkrankungen aller Art
  • Menstruationsbeschwerden/ Menstruationsfördernd

Mönchspfeffer:

In der heutigen Zeit wird der sogenannte Mönchspfeffer als Heilpflanze in der Frauenheilkunde als beruhigende Heilpflanze verwendet. Verwendet werden sowohl die Blätter, wie auch die eigentlichen Früchte.

Mönchspfeffer besitzt folgende Heilwirkung:

  • Schmerzlindernd – besitzt eine beruhigende Wirkung auf Schmerzen rund um die Menstruation und andere Frauenleiden

Anwendungsgebiete von Mönchspfeffer:

  • Unterleibserkrankungen bei der Frau
  • Menstruationsprobleme

Ringelblume:

Die Ringelblume ist nicht nur eine Heilpflanze, sondern auch in vielen deutschen Gärten findet man sie zur Frühjahrzeit wieder. Besonders die Blüten dieser Pflanze dienen in der Frauenheilkunde als hervorragendes Wundheilmittel.

Ringelblume besitzt folgende Heilwirkung:

  • Antibakteriell – Wirkt hervorragend gegen Bakterien im Körper oder auf der Haut
  • Entzündungshemmend – Wirkt unterstützend gegen Entzündungen wie einer Adnexitis
  • Krampflösend – Wirkt gegen krampfartige Schmerzen während dieser Entzündung
  • Reinigend – Befreit den Körper vor schädlichen Keimen

Anwendungsgebiete von Ringelblume:

  • Entzündungen innerlich und auch äußerlich
  • Menstruationsbeschwerden
  • Verstopfung welche im späteren Verlauf einer Adnexitis gerne auftritt

All diese Kräuter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Als selbst zubereiteter Tee sind sie alle sehr bekömmlich. Vor dem Einsatz aber auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt absprechen.

Ätherische Öle

Zur unterstützenden Therapie bei einer Eileiter- und Eierstockentzündung können sie Zypressen-Öl anwenden. Es dient aber nur zur innerlichen Einnahme und muss folgendermaßen verwendet werden.

Mischen sie folgende Zutaten zusammen:

  • 2-4 Tropfen Zypressen-Öl
  • 2 Esslöffel lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel Honig

Diese drei Zutaten bitte gut vermischen und anschließend dreimal täglich einnehmen. Ein wichtiger Hinweis ist, dass sie dieses Öl auf keinen Fall verwenden sollten wenn bei ihnen eine Schwangerschaft festgestellt wurde. Außerdem dürfen sie es nicht anwenden, wenn sie unter Epilepsie (Krampfleiden) leiden und regelmäßig Krampfanfälle auftreten.

Ein weiteres Ätherisches Öl zur unterstützenden Therapie bei einer Adnexitis ist das Teebaum-Öl. Dieses aber bitte niemals unverdünnt anwenden, da es sehr reizend wirken kann. Ganz besonders auf Schleimhäute.

Mischen sie circa 2 Tropfen Teebaum-Öl mit etwas Wasser und nehmen dieses im Anschluss oral zu sich. Am besten verwenden sie hierfür nur Öle aus der Apotheke.

Homöopathie & Globuli

In der Frauenheilkunde werden bei einer Eileiter-und Eierstockentzündung ebenfalls verschiedene homöopathische Mittel eingesetzt. Im Vorfeld sollten sie aber auf jeden Fall eine genaue Diagnose bei ihrem Gynäkologen stellen lassen, weil nicht jedes homöopathische Mittel gegen diese Entzündung verwendet werden sollte.

Bei einer akuten Adnexitis bei der besonders der rechte Eierstock angeschwollen ist, und dieses bei der betroffenen Frau zu stechenden und brennenden Schmerzen führt, lässt sich am besten folgendes homöopathische Mittel anwenden.

Apis mellifica D4: Dieses Mittel gibt es als Tabletten oder in Globuli-Form. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn sie dieses in Form von kalten Bädern anwenden. Am besten in Kombination mit frischer Luft.

Schlechter wirken tut es in Kombination mit Hitze, wenn die damit eingeriebene Stelle berührt wird oder zu viel Druck ausgeübt wird. Außerdem sollten sie diese Anwendung niemals am späteren Nachmittag oder in geschlossenen Räumen durchführen. Homöopathie lebt seine eigenen Gesetze.
Eine Tablette täglich oder bis zu dreimal in Globuli-Form. Tritt eine Besserung ein dann die Anzahl reduzieren.

Colocynthis D6: Diese homöopathische Mittel kommt zum Einsatz wenn die betroffene Frau sich vor Schmerzen krümmt und die Bauchdecke durch die akute Adnexitis hart und verspannt ist. Auch dieses Mittel gibt es in beiden Formen.

Verwenden sie dieses homöopathische Mittel entsteht eine Linderung der Beschwerden durch zusätzliche Wärme. Zum Beispiel in Form eines heißen Bades oder als warme Kompresse.

Eine schlechtere Wirkung wird erzielt wenn Stress oder Ärger sie belastet. Eine Tablette täglich oder 3-mal täglich in Globuli-Form. Bei Besserung die Einnahmeanzahl verringern.

Bryonia alba D4: Dieses homöopathische Mittel wird verwendet wenn die Eierstöcke einer Frau von der Entzündung betroffen sind und die entzündeten Stellen sehr berührungsempfindlich sind.

Wenn sie dieses homöopathische Mittel anwenden erzielen sie die besten Ergebnisse wenn sie während dieser unterstützenden Therapie Bettruhe einhalten. Aber auch kalte Bäder können zwischenzeitlich zu einer Linderung der Beschwerden führen.

Anstrengung und zu viel Wärme verschlechtert die Wirkung dieses homöopathischen Mittels drastisch.
Eine Tablette täglich oder bis zu 3-mal täglich in Globuli-Form. Tritt eine Besserung ein, bitte die Einnahmeanzahl verringern.

Lachesis D12: Ist bei der betroffenen Frau insbesondere der linke Eierstock von der Entzündung betroffen, kommt dieses homöopathische Mittel zum Einsatz. In Globuli-Form kann es als wärmende Auflagen oder Umschläge angewendet werden.

Schlechtere Ergebnisse während der Therapie mit diesem homöopathischen Mittel werden erzielt wenn sie zu enge Kleidung tragen oder zu viel Druck auf die betroffene Stelle ausgeübt wird. Auch heiße Getränke sollten sie während dieser Zeit möglichst meiden.

Cantharis vesicatoria D6: Dieses homöopathische Mittel kommt zum Einsatz wenn die betroffene Frau über brennendeSchmerzen im Bereich der Eierstöcke klagt. Meist sind diese betroffenen Stellen ebenfalls sehr berührungsempfindlich durch die bestehende Entzündung.

Die beste Wirkung wird durch Reibung erzielt.

Durch Trinken von kaltem Wasser oder Kaffe verringert sich die Wirkung. Auch zu häufiges Urinieren kann die Wirkung beeinträchtigen.

All diese homöopathischen Mittel dienen lediglich zu einer unterstützenden Therapie. Sie reichen keinesfalls aus um eine akute Adnexitis zu kurieren. Eine medikamentöse Therapie ist parallel zwingend erforderlich um eine vollständige Heilung zu erzielen.

Schüssler Salze

Leiden sie an einer Eileiter-und Eierstockentzündung können ebenfalls ausgewählte Schüssler Salze zu einer unterstützenden Therapie angewendet werden. Aber auch hier gilt, dass diese Therapie allein nicht zu einer Heilung dieser Entzündung führen wird.

Schüssler Salz Nr.12 – Calcium sulfuricum: Dieses Schüssler Salz wird eingesetzt um bei der Neubildung von Binde- und Stützgewebe unterstützend zu wirken. Es wird auch das Salz der Gelenke genannt. Es hat zudem eine reinigende und entzündungshemmende Wirkung. Zur Behandlung von Eiteransammlungen kann es ebenfalls unterstützend angewendet werden. Es besitzt eine austreibende Wirkung auf Schadstoffe im menschlichen Körper.

Für eine innerliche Reinigung entfielt es sich dieses Schüssler Salz in Tablettenform zu sich zu nehmen. Zur äußeren Anwendung ist es aber auch als Salbe erhältlich.

Schüssler Salz Nr.3 – Ferrum phosphoricum: Dieses Schüssler Salz wird eingesetzt um das angeschlagene Immunsystem wieder zu stärken, dies ist wichtig damit der Körper wieder mit allen für den Menschen wichtigen Vitaminen und Mineralien versorgt ist. Es wirkt gegen akute Erkrankung wie zum Beispiel einer akuten Adnexitis entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zusätzlich verhindert dieses Salz die Vermehrung der schädlichen Erreger im Körper und fängt an diese zu bekämpfen. Es empfiehlt sich dieses Schüssler Salz als Tablettenform zu sich zu nehmen.

Schüssler Salz Nr.4 – Kalium chloratum: Dieses Schüssler Salz wird eingesetzt um die weiblichen Schleimhäute wieder zu regulieren. Es dient als Hauptmittel zur Stärkung der Haut und der Schleimhäute welche von einer Infektion betroffen sind. Dabei ist es egal um was für Schleimhäute es sich handelt. Erhältlich ist dieses Schüssler Salz in Tablettenform, als Creme oder Gel, aber auch als Lotion. Soll es innerlich wirken, empfiehlt sich auch hier die Tablettenvariante.

Schüssler Salz Nr.7 – Magnesium phosphoricum: Dieses Schüssler Salz wirkt krampflösend und schmerzlindernd. Es kann somit zur unterstützenden Therapie gegen eine Eileiter-und Eierstockentzündung angewendet werden. Zusätzlich liefert es Energie für alle inneren Prozesse. Auch hier bietet sich die Tablettenform zur inneren Unterstützung am besten an.

Diät & Ernährung

Wenn sie an einer akuten Eileiter-und Eierstockentzündung erkrankt sind, spielt auch die Ernährung während dieser Zeit eine wichtige Rolle. Wurde bei ihrem behandelnden Gynäkologen eine solche Diagnose gestellt, wird dieser ihnen zu einer leichten, nicht all zu belastenden Kost während der benötigten Therapie raten.

Für sie bedeutet dies, dass sie während dieser Zeit viel Rohkost zu sich nehmen sollten. So unterstützen sie die Regulierung ihres angeschlagenen Immunsystems zusätzlich. Ihr Körper benötigt jetzt von allem etwas um gegen diese Entzündung ankämpfen zu können.

Folgende Lebensmittel sollten sie zu sich nehmen:

  • kaltgepresste Öle zum Kochen
  • verschiedenes Obst, wie zum Beispiel Äpfel, Birnen, Orangen oder Kiwi
  • verschiedenes frisches Gemüse, keine Tiefkühlware. Zum Beispiel Spinat, Tomaten, Paprika oder Möhren
  • verschiedene Nüsse

Vermeiden sollten sie in dieser Zeit auf jeden Fall vermehrt heiße Getränke wie Kaffee. Auch süße Getränke wie Cola oder Limonade sollten sie möglichst erst einmal nicht zu sich nehmen. Ebenfalls sollten sie auf Lebensmittel verzichten, die zu viele Fette enthalten.

Stellen sie sich am besten für jede einzelne Woche einen Essensplan zusammen und überlegen sie sich schonende Gerichte um die angegebenen Zutaten zu verarbeiten.

Als leichte Beilage empfiehlt sich zum Beispiel trockener Reis. Dieser belastet den Körper kaum und liefert wichtige Vitamine. Kartoffeln sollten sie erst einmal meiden, da diese durch die Stärke sehr belastend für ihren Magen sein könnten.

Sprechen sie das Ganze am besten zusätzlich mit ihrem Gynäkologen ab. Dieser kann ihnen mit Sicherheit noch einige wertvolle Tipps geben.

Auch nach einer ausgestandenen Adnexitis sollten sie nicht direkt wieder auf ihre alten Essensgewohnheiten umschwenken. Versuche sie auch weiterhin ihr Immunsystem stark zu halten, damit sie nicht so anfällig für Erkrankungen sind. Ein zu schwaches Immunsystem trägt nämlich dazu bei das sie schneller an solchen Entzündungen erkranken.


FAQ – Fragen & Antworten

Was für Ursachen sind für eine Eileiter und Eierstockentzündung verantwortlich?

Zu einer Eileiter-und Eierstockentzündung (Adnexitis) kann es kommen wenn das Immunsystem der Frau sehr geschwächt ist und sie dadurch sehr anfällig für eine Scheidenentzündung ist. Diese ist in vielen Fällen nämlich der Vorläufer einer solchen Entzündung. Zusätzlich kann ungeschützter Geschlechtsverkehr mit verschiedenen Geschlechtspartnern ebenfalls dazu führen. Aus diesem Grund ist eine sichere Verhütung sehr wichtig. Dies mindert zumindest das Risiko. Ganz ausschließen lässt sich eine Ansteckung aber nicht.

In welchem Alter ist das Risiko für eine Ansteckung besonders hoch?
Die meisten bekannte Fälle einer Eileiter-und Eierstockentzündung liegen bei Frauen im Alter zwischen 16-25 Jahren, die regelmäßigen Geschlechtsverkehr verüben. Vor der Pubertät ist das Risiko einer Ansteckung äußerst gering. Mit dem Beginn der Wechseljahre sinkt das Risiko ebenfalls. Ganz auszuschließen ist eine Ansteckung aber nicht. Frauen in dieser Alterspanne sollten aus diesem Grund regelmäßig einen Termin bei ihrem Gynäkologen wahrnehmen um auf Nummer sicher zu gehen. So besteht auch nicht die Möglichkeit, dass aus einer akuten Adnexitis, eine chronische Variante wird.

Was für Symptome können auf eine Adnexitis hindeuten?
Bemerken sie an sich Veränderungen wie zum Beispiel, vermehrter Ausfluss oder anhaltende Unterbauchschmerzen die sogar krampfartige Maße annehmen können, sollte sie einen Arzt aufsuchen. Besonders dann wenn diese Symptome nicht in Verbindung mit der monatlichen Regelblutung auftreten. Vermehrter Durchfall oder häufigere Verstopfung kann ebenfalls auf eine Eileiter- und Eierstockentzündung hindeuten. Ein weiteres Anzeichen für eine solche Entzündung kann Schmerz nach dem Geschlechtsverkehr sein. Dieser tritt in diesem Fall vermehrt im Rückenbereich auf. Kehren diese Symptome immer wieder, sollten sie dieses zur Sicherheit durch einen Arzt abklären lassen. Nur so bekommen sie die wirklichen Gründe für diese Symptome raus.

Was kann ich zusätzlich zu der medikamentösen Therapie noch machen?
Zusätzlich zu der medikamentösen Therapie, die ihnen ihr behandelnder Gynäkologe verschrieben hat, können sie alternative Behandlungsmethoden anwenden. Dies kann sehr wichtig beim erfolgreichen Behandlungsprozess sein. Hierzu zählen zum Beispiel verschiedene Heilkräuter oder Heilpflanzen aus denen sie sich einen Tee zubereiten können. Aber auch einige ausgewählte Schüssler Salze oder homöopathische Mittel können die Genesung vorantreiben. Wichtig ist hierbei nur, dass sie diese alternative Behandlungsmethode nur als zusätzliche Therapie ansehen. Erwarte sie keine Wunder. Im Vorfeld sollten sie das Ganze aber auf jeden Fall mit ihrem Arzt besprechen um die beste unterstützende Therapie zu finden.

Was für Konsequenzen kann eine zu späte Feststellung einer Adnexitis mit sich bringen?
Wird eine Eileiter- und Eierstockentzündung zu spät festgestellt, kann diese schon zu einigen Komplikationen geführt haben. Hierzu zählen unteranderem Verwachsungen in der Gebärmutter, aber auch welche die sogar Organ übergreifend sei können. Ist zu diesem Zeitpunkt schon eine Verengung des Gebärmutterhalses bekannt, ist das Risiko für eine Eileiterschwangerschaft extrem hoch. Außerdem können Eiteransammlungen im Bereich des Darms oder der Gebärmutter zu weiteren Problemen führen. Wird eine akute Adnexitis nicht früh genug erkannt, kann daraus eine chronische Variante entstehen. Die vollständige Heilung kann sich dann über mehrere Jahre erstrecken. Im schlimmsten Fall wird sogar eine Operation nötig um die Eierstöcke teilweise oder sogar ganz entfernen zu lassen. Auch das Entfernen der Gebärmutter kann vorkommen. Um genau so etwas zu vermeiden, sollten sie in regelmäßigen Abständen einen Gynäkologen aufsuchen.

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