Nagelbettentzündung

Steckbrief: Nagelbettentzündung

  • Name(n): Nagelbettentzündung; Nagelhautentzündung
  • Art der Krankheit: Hautinfektion
  • Verbreitung: Hautverletzungen; Vorerkrankungen; Hautreizungen; schlechte Nagelpflege
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Nicht bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien; Pilze; Viren
  • Wieviele Erkrankte: Jeder Sechste hatte schon eine Nagelbettentzündung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): L03.0

Infektionen von Händen und Füßen

Jeden Tag benötigen Sie Ihre Hände und Füße. Mit Ihren Beinen laufen Sie voran, schreiten Treppen hinauf oder unternehmen sportliche Aktivitäten.

Hände sind hingegen die Werkzeuge des Menschen und kommen in unendlich vielen Bereichen zum Einsatz. Umso schlimmer ist es, wenn es zu einer Nagelbettentzündung gekommen ist.

Diese Entzündung setzt sich an den Rändern der Nägel fest und sorgt für schmerzhafte und eiternde Wunden. Gerade die Infektionsgefahr ist jetzt sehr hoch, weshalb die Nagelbettentzündung schnellstmöglich von einem Arzt oder Hausmitteln behandelt werden sollte.

Definition von Nagelbettentzündung

Bei der Nagelbettentzündung handelt es sich um eine Entzündung rund um den Nagel an den Füßen oder Händen. Die Nagelbettentzündung kann sowohl vereinzelt an einem Finger oder Zeh auftreten, sich aber auch über die gesamte Hand oder den Fuß zeigen.

Typisch für diese Erkrankungen sind eine gerötete Haut, offene Wunden und Eiteransammlungen. In der Regel beschränkt sich die Nagelbettentzündung nicht nur auf die direkte Umgebung des Nagels, sondern kann sich über den gesamten Finger oder Zeh ausbreiten.

Die Gründe für eine Nagelbettentzündung sind schlechte körperliche Hygiene, eingewachsene Nägel oder feine Verletzungen.


Was ist eine Nagelbettentzündung?

In Fachkreisen wird die Nagelbettentzündung ALS Paronychie bezeichnet, wobei die Erkrankung das Nagelbett befällt. Als Nagelbett wird das Gewebe bezeichnet, welches direkt um den Nagel der Finger oder Zehen liegt. Der Nagel wächst aus dem Nagelbett hervor und bedeckt diesen teilweise. In den meisten Fällen wird das Nagelbett an sich von einer Entzündung betroffen. In einigen Fällen kann aber auch der Umlauf des Nagels befallen sein. Allgemein wird aber zwischen zwei Arten von Nagelbettentzündung unterschieden.

Die Panaritium paruguale bezeichnet eine Infektion, welche sich vor allem auf den hinteren und seitlichen Nagelwällen zeigt. Durch diese Erkrankung kommt es zu Schwellungen und Rötungen der Haut. Auch kleine offene Wunden sind keine Seltenheit, wobei die Behandlung meist über Salben und Cremes erfolgt.

Die andere Variante ist die Panaritium subunguale. Das bedeutet, die Nagelbettentzündung befindet sich unter den Nagel, was auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Eiterungen sind nun häufiger anzutreffen, wobei sich diese an der Nagelwurzel oder am freien Nagelwall zeigen. Diese Variante ist meist schmerzhafter und schwerer zu behandeln. Das liegt daran, dass nur selten ein direkter Zugang zur Infektion möglich ist, da diese unter dem Nagel liegt. Dennoch ist die Anwendung von Salben möglich, doch die Heilungsdauer wird erhöht.

Eine eher schwache Form der Nagelbettentzündung ist eine leichte Rötung. Diese kann auch auftreten, wenn es zu einer einfachen Überlastung der Haut gekommen ist. Es ist auch möglich, dass eine Kombination von beiden Arten auftritt. Das ist meist der Fall, wenn die Nagelbettentzündung lange unbehandelt blieb und sich die Erreger somit ausgebreitet haben.


Welche Ursachen gibt es?

Der häufigste Grund für eine Nagelbettentzündung sind die Erreger der Staphylokokken. Doch auch Hefepilze sowie Herpesviren können eine Nagelbettentzündung hervorrufen. Nur in seltenen Fällen sind andere Mikroorganismen für die Entzündung verantwortlich, weshalb diese in der Medizin keine große Bedeutung haben. Wichtig zu wissen ist, dass der Erreger auf der gesunden Haut keinen Schaden anrichten.

Erst durch kleine Wunden geschieht es, dass sich die Infektion ausbreiten kann. Diese Verletzungen befinden sich dabei oftmals in der Nagelpfalz, der Haut um den Nagel oder dem Nagelwall. Jetzt dringen die Krankheitserreger ein und es entwickelt sich eine akute Entzündung, die behandelt werden muss.

Der Grund für die Verletzungen kann vielfältig sein, wobei es sich meist um sogenannte Bagatellverletzungen handelt. Das bedeutet, bei der Nagelpflege oder Arbeit kommt es zu winzigen Rissen im Nagelbett, welche Sie vielleicht gar nicht bemerken. Dieser ist später ein wunderbarer Eingang für Infektionen.

Doch auch ein eingewachsener Nagel kann ein Grund für eine Nagelbettentzündung sein, denn die Haut wird bereits stark durch die fehlende Nagelpflege und die eventuellen Verletzungen durch den Nagel belastet, sodass eine Entzündung ein leichtes Spiel hat. Darüber hinaus spielen starke Hautreizungen, wie durch Putz- oder Reinigungsmittel, bei der Nagelbettentzündung eine wichtige Rolle. Sie belasten die Haut und bieten den Erregern somit passende Eintrittspforten.

Die Hautpflege an sich stellt eine große Gefahr bei der Nagelbettentzündung dar. Vor allem Frauen betreiben eine intensive Nagelpflege, wobei diese schnell zu Infektionen führen kann. Doch auch Trockene Haut muss vermieden werden, denn die mikroskopisch feinen Rissen sind ideal für Erreger.

Darüber hinaus sind Personen gefährdet, die über eine chronische Neurodermitis oder Diabetes mellitus verfügen. Selbst Menschen mit Durchblutungsstörungen bleiben vor einer Nagelbettentzündung nicht verschont. Weitere Risikogruppen sind Personen mit einem schwachen Immunsystem sowie Krebspatienten, die eine eGFR-Agonisten- oder Tyrokinase-Hemmer-Behandlung erhalten. In manchen Fällen führt die Einnahme von bestimmten Medikamenten zur Nagelbettentzündung.

Die Ursachen im Überblick:

  • Erreger der Staphylokokken
  • Hefepilze und Herpesviren
  • Falsche oder schlechte Nagelpflege
  • Eingewachsene Nägel
  • Bagatellverletzungen
  • Starke Hautreizungen
  • Geschwächtes Immunsystem
  • Krebsbehandlung
  • Neurodermitis
  • Diabetis mellitus

Symptome & Anzeichen

Sobald es zu einer Entzündung des Nagelbetts gekommen ist, zeigt sich dies durch eine mittelmäßige bis starke Rötung der infizierten Stelle. Zu Beginn der Nagelbettentzündung juckt die Haut um den Nagel herum stark, sodass es zum vermehrten Kratzen kommt.

Als Nächstes stellt sich eine Schwellung ein und die Haut glänzt rötlich. Ein weiteres klassisches Anzeichen für eine Nagelbettentzündung ist eine lokale Überwärmung. Das bedeutet, die Hautstelle ist besonders warm. Nicht unüblich sind mäßige bis starke Schmerzen, die nicht nur bei Druck aufkommen.

Schon nach wenigen Tagen tut der Finger oder Zeh weh, ohne dass dieser einem Reizung ausgesetzt wurden. Spätestens, wenn es zu Schmerzen ohne einem Druckreiz kommt, ist der Arzt aufzusuchen.

Sollte es sich um eine Panaritium subunguale handelt, also der Infektion des Nagelbetts unter dem Nagel, sammelt sich im Verlauf der Infektion Eiter unter dem Nagel. Diese eitrige Beule verursacht starke Schmerzen und kann bei Druck aufplatzen.

Der Eiter entleert sich anschließend über die Seiten des Nagels, sodass auch hier eine Infektion stattfinden kann. Sollte sich die Eiteransammlung nicht von alleine öffnen, ist es oftmals notwendig, diese operativ zu öffnen. Es kann aber auch passieren, dass sich die Nagelplatte aus dem Nagelbett löst, wenn es zu zusätzlicher Eiteransammlung gekommen sein sollte.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass aus einer akuten eine chronische Nagelbettentzündung wird. Dies geschieht aber meist nur, wenn noch andere Risikofaktoren vorliegen, wie beispielsweise bestimmte Erkrankungen oder ein eingewachsener Nagel. Typisch für eine chronische Nagelbettentzündung ist, dass diese weniger schmerzhaft ist. Jedoch kann sich das Nagelbett gelblich oder grünlich verfärben. Ein weiterer Unterschied zur akuten Form ist, dass meist mehrere Finger und Zehen gleichzeitig betroffen sind.

Typischen Symptome einer Nagelbettentzündung:

  • Rote Ränder um den Nagel
  • Leichte bis zur glänzender Rötung
  • Juckreiz am Nagelbett
  • Angeschwollene Hautstelle
  • Lokale Überwärmung
  • Mäßige bis starke Schmerzen
  • Druckempfindlichkeit
  • Eiteransammlung
  • Ablösen des Nagels

Diagnose & Krankheitsverlauf

Es ist nicht notwendig, dass sofort ein Arzt konsultiert wird, wenn sich eine leichte Rötung am Nagelbett zeigt. Kleine Verletzungen oder Entzündungen an den Nägeln sind heute beinah normal und heilen in der Regel von alleine wieder ab. Insofern sollte bei einem gesunden Immunsystem sowie keinen weiteren Erkrankungen einige Tage abgewartet werden, bevor ein Arzt aufgesucht wird.

Verschlimmert sich die Situation frühzeitig, ist direkt ein Termin beim Arzt zu machen. Bei Verdacht auf eine Nagelbettentzündung sollte am besten ein Hautarzt (Dermatologe) konsultiert werden. Das erste Gespräch fasst die Krankengeschichte (Anamnese) zusammen. Hier wird geklärt, ob irgendwelche Vorerkrankungen, Beschwerden oder Situationen bestehen, welche die Entwicklung der Nagelbettentzündung befürworten.

Diverse Fragen werden beim Gespräch geklärt, wie:

  • Leiden Sie öfter unter solchen Beschwerden?
  • Welchen Beruf üben Sie aus?
  • Liegen bei Ihnen Allergie vor?
  • Leiden Sie unter anderen bekannten Erkrankungen?

Nachdem das Gespräch abgeschlossen wurde, wird der Körper genaustens untersucht. Zunächst begutachtet der Arzt die betroffene Stelle und tastet diese ab. In der Regel reicht diese Beobachtung und die typischen Symptome aus, um eine Diagnose stellen zu können.

Um diese aber abzusichern und die Infektion beispielsweise von einer Plattenepithelkarzinomen zu unterscheiden, entnimmt der Arzt einen Abstrich. Unter dem Mikroskop wird nun ermittelt, um welche Art von Erreger es sich handelt, also Pilze oder Bakterien. Soll die Erkrankung genauer bestimmt werden, legt der Arzt im Labor eine Kultur des Abstriches an.

Jedoch benötigt die Analyse einer solchen Kultur mehrere Wochen. Aus diesem Grund reichen die typischen Symptome sowie die Voraussetzungen meist schon aus, damit sichergestellt werden kann, dass es sich um eine Nagelbettentzündung handelt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Rund 85 Prozent aller Fälle von Nagelbettentzündung können direkt diagnostiziert werden, sodass eine lange und umfangreiche Untersuchung oftmals nicht notwendig ist. Der Grund ist, dass die Nagelbettentzündung recht einfach erkannt werden kann.

Nur, wenn es sich um eine besondere Form oder eine Entzündung im Anfangsstadium handelt, sind manchmal weiterführende Tests notwendig. In Hinblick auf die Häufigkeit kann sich die Nagelbettentzündung den ersten Platz sichern.

Die Erkrankung stellt die häufigste Infektion der Finger dar, sodass rund jeder Sechste schon einmal unter einer solchen Entzündung gelitten hat.

Vor allem Frauen sind häufiger betroffen, was mit deren Nagelpflege verbunden ist. Es kann in einem solchen Fall schnell zu Verletzungen an und um den Nägeln kommen.

Männer sind zwar auch betroffen, doch seltener. Die Häufigkeit nimmt aber in dem Bereich von Vorerkrankungen stark zu. Immunschwäche, Durchblutungsstörungen, Neurodermitis oder Diabetes sorgen dafür, dass die Zahl der Nagelbettentzündungserkrankten ansteigt. In der Regel trifft es jetzt jeden Dritten, welcher zu dieser Risikogruppe zählt.

Darüber hinaus tritt eine Nagelbettentzündung häufiger im Erwachsenenalter auf, als es bei Kindern der Fall ist. Der Grund ist, dass Erwachsene die eigenen Finger oder Zehen oftmals mehr belasten und gefährlichen Situationen aufsetzen. Das Immunsystem von Kindern ist hingegen stärker und die Risikofaktoren geringer.


Komplikationen bei der Krankheit

Bleibt eine Nagelbettentzündung unbemerkt oder zu lange unbehandelt, kann sich dies in verschiedenen Komplikationen zeigen. Immerhin handelt es sich um eine bakterielle Hautinfektion, sodass sich diese ausweiten kann. Am häufigsten breitet sich die Erkrankung auf die seitlichen und hintere Haut rund um den Nagel herum aus. Mit der Zeit weitet sich diese aber auch auf die Umgebung aus, sodass der gesamte Finger oder Zeh betroffen sein kann.

Eine große Besonderheit ist, dass die Nagelbettentzündung nicht nur zu den Seiten wächst, sondern auch tiefer in den Finger oder Zeh eindringt. Die Bakterien können sich bis zum Knochen vorarbeiten und diesen in Mitleidenschaft ziehen. Eine schnelle Behandlung ist jetzt notwendig, denn der Befall der Knochen kann zu dauerhaften Schädigungen und Beeinträchtigungen führen.

Jedoch können nicht nur die Knochen betroffen sein. Die Bakterien gelangen in die Lymphbahnen und bewegen sich somit zu den Lymphknoten. Sollte es soweit gekommen sein, ist die Einnahme von starken chemischen Medikamenten ein Muss. Vor allem Antibiotika in Tablettenform ist notwendig, damit die Bakterien innerhalb des Körpers bekämpft werden können.

Sollte sich die eitrige Entzündung trotzt verschiedener Maßnahmen nicht verbessern, muss der Arzt zunächst ein Röntgenbild anfertigen. Hier sieht dieser, wie weit sich die Krankheit ausgebreitet hat und ob diese schon in angrenzendes Gewebe oder Knochen vorgedrungen ist.

Im schlimmsten Fall muss ein Chirurg die Eiteransammlung entfernen, um weitere Infektionen zu verhindern. Wichtig ist, dass nach der Behandlung die Anweisungen vom Arzt beherzigt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Nagelbettentzündung erneut aufkommen und das schon belastete Gewebe stärker schädigen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine leichte Nagelinfektion ist kein Grund, dass direkt ein Arzt aufgesucht werden muss. Dank eines gesunden Immunsystems heilt die Infektion nach wenigen Tagen ab, wenn Sie die verschiedenen Hausmittel sowie eine gute Pflege berücksichtigen. Vor allem mit Bädern und Salben kann der Finger oder Zeh entlastet werden.

Sollte sich der entzündete Bereich verschlimmern, ausbreiten oder starke Schmerzen herrschen, sollte das Nagelbett sicherheitshalber von einem Arzt untersucht werden. Nur so kann verhindert werden, dass sich die Nagelbettentzündung verschlimmert oder sogar ausbreitet.

 

Unbedingt sollten Sie zum Arzt, wenn die Nagelumgebung stark anschwillt, sich rötet oder sich Eiter bildet.

Auch, wenn Sie schon unter diversen Grunderkrankungen, wie Diabetes oder Neurodermitis leiden, sollten Sie direkt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann die Entzündung passend behandeln und Sie schnellstmöglich von dem Leiden befreien.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung und Therapie der Nagelbettentzündung unterscheidet sich je nach Stadium der Erkrankung. Eine ankündigende Nagelbettentzündung kann schnell durch desinfizierende Lösungen und Cremes zur Heilung verholfen werden.

Gerade bei einer Nagelbettentzündung ist es wichtig, dass schnell gehandelt wird. Eine leichte Rötung kann sich zügig verschlimmern, wenn Sie diese nicht passend behandeln. Deswegen empfehlen sich Bäder mit verschiedenen Zusätzen, die vom Arzt verschrieben oder rezeptfrei in der Apotheke erworben werden können. Durch diese Möglichkeiten kommt es im Normalfall zum Rückgang der Infektion.

Sollte es zu Rötungen, Schmerzen, eventuellen Funktionsbeeinträchtigungen oder Schwellungen kommen, sollte der Arzt zu Rate gezogen werden. Die anschließende Therapie ist vom Erreger abhängig, denn eine Nagelbettentzündung kann durch Hefepilze, Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Sollte es hingegen zu einer chronischen Nagelbettentzündung gekommen sein, müssen verschiedene Medikamente eingesetzt werden.

Bei einer fortgeschrittenen Entzündung, wobei sich diese in Fieber oder einer Anschwellung der Lymphknoten zeigt, sollte Antibiotika eingenommen werden. Bei einer Hefepilzinfektion ist es hingegen wichtig, dass antifugale Salben verschrieben werden. Die Nagelbettentzündung kann aber auch von Herpesviren stammen, sodass Virostatika in Form von Salben aufgetragen werden muss.

Allerdings sind nicht nur Bäder, Medikamente und Salben wichtig, sondern auch die allgemeine Ruhigstellung des betroffenen Bereichs. Durch kleine Schienen oder eine Hochlagerung kann die Infektion eingedämmt und besser behandelt werden. Lediglich, wenn sich die Nagelbettentzündung in einem weitergehenden Stadium befindet, ist eine Operation notwendig. Jetzt muss der Arzt unter Betäubung den Eiterherd öffnen und den Eiter ablaufen lassen. Danach ist es wichtig, dass die Wunde richtig gereinigt und behandelt wird, damit jene gut verheilen kann.

Ein weiterer Grund für die Nagelbettentzündung kann ein eingewachsener Nagel sein. Innerhalb einer Operation kann der Nagel verkleinert werden, sodass die Entzündung abschwillt. Sollte es im Zuge von Fehlstellungen des Fußes oder Verletzungen zu einer Nagelbettentzündung gekommen sein, sind orthopädische Einlagen eine große Hilfe.

Natürlich kann es Sie besonders schlimm getroffen haben. Lassen Sie beispielsweise die Nagelbettentzündung lange unbehandelt oder folgen Sie nicht den Anweisungen des Arztes, breitet sich diese aus und kann Knochen, Gewebe, Lymphbahnen und mehr beeinflussen.

Sollten Sie jetzt noch immer noch reagieren, kann dies zu einer Wundheilungsstörung führen. Das Gewebe stirb ab und im schlimmsten Fall muss eine Amputation stattfinden, um den Fortgang der Infektion zu verhindern. Dieser Krankheitsverlauf ist aber recht selten.

Die Behandlung im Überblick:

  • Bäder mit passenden Zusätzen
  • Abschwellende Salben und Cremes
  • Diverse Medikamente
  • Antibiotika
  • Virostatika
  • Operation gegen den Eiter
  • Orthopädische Einlagen
  • Amputation

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um eine Nagelbettentzündung zu verhindern, gibt es einige vorbeugende Maßnahmen. Impfungen sind hierbei keine große Hilfe, denn die Viren und Bakterien dringen durch die Haut ein und setzen sich hier fest. Da es aber sehr viele unterschiedliche Viren-, Pilz- und Bakterienarten gibt, kann eine Impfung keinen vollständigen Schutz bieten. Besser ist es, wenn Sie sich eigenständig um die Prävention kümmern.

Wichtig ist, dass Sie sich der Haut- und Nagelpflege zuwenden. Ihre Finger- und Fußnägel sollten regelmäßige geschnitten werden, sodass es nicht zum Einwachsen oder Abbrechen kommen kann. Seien Sie aber vorsichtig, wenn Sie Ihre Nägel feilen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu tief in den seitlichen Wall feilen, da es ansonsten zu Verletzungen kommt. Kleine Nagelhäutchen sollten Sie nicht abreißen oder schneiden, sondern mit einem abgerundeten Schieber entfernen.

Darüber hinaus ist es zu empfehlen, dass Sie regelmäßige Hand- und Fußbäder durchführen. Verwenden Sie zahlreiche Öle und Cremes, damit die Haut geschmeidig bleibt und nicht einreißt. Vor allem eine gute Feuchtigkeitsversorgung der Haut ist wichtig, damit es nicht zu feinen Rissen kommt.

Arbeiten Sie im Garten oder in Ihrem Beruf mit Chemikalien, sollten Sie stets Handschuhe verwenden. Im Bereich der Füße sind gutsitzende Schuhe ein Muss, sodass Druckgefühlen entgegenwirkt wird. Nach einem langen Tag ist es stets sinnvoll, wenn Sie Hände und Füße gründlich reinigen und eincremen.

Die Durchblutung spielt bei der Prävention eine weitere wichtige Rolle. Sie können spezielle Gymnastikübungen durchführen, welche die Durchblutung fördern. Gerade bei Diabetikern ist das zu empfehlen, denn diese leiden unter einem allgemeinen Risiko der Nagelbettentzündung. Sollte es dennoch zu Verletzungen gekommen sein, sollten Sie diese direkt reinigen und vor weiteren Schmutz bewahren. Pflaster oder ein Verband sind jetzt die richtige Lösung. Auch antiseptische Lösungen und Salben sind hilfreich.


Prognose zur Heilung

Im Grunde ist eine Nagelbettentzündung keine große Sache und kann von den körpereigenen Abwehrsystemen geheilt werden. Das bedeutet, eine leichte Rötung sollte nach etwa drei Tagen abgeklungen sein. Sollte sich die Nagelbettentzündung hingegen ausgebreiten, muss eine intensivere Behandlung stattfinden, welche wiederum mehr Zeit kostet.

Bei einer leichten Nagelbettinfektion ohne Eiterbildung benötigt der Körper sowie die angewandten Salben etwa eine bis zwei Wochen, bis die Krankheit besiegt ist.

Sollte sich hingegen schon Eiter gebildet oder sich die Krankheit in verschiedene Bereiche des Körpers ausgebreitet haben, liegen die Heilungschancen etwas schlechter. Vor allem wird mehr Zeit gebraucht, sodass die Nagelbettentzündung bis zu einem Monat anhalten kann.

Zudem müssen noch die weiteren Symptome bekämpft werden, welche mit der Ausbreitung der Nagelbettentzündung einherkamen. Alles in allem stehen die Heilungschancen für eine Nagelbettentzündung aber sehr gut und bei einer rechtzeitigen Behandlung klingt diese nach maximal zwei Wochen ab. Nur bei einer chronischen Nagelbettentzündung passiert es, dass die Leiden meist nur gelindert werden können, statt diese komplett zu heilen.


Die Pflege des Nagels

Um gute Heilungschancen zu erreichen sowie die Entzündungen des Nagelbetts vorzubeugen, ist die Pflege der Hand- und Fußnägel essenziell. Nur, wenn diese richtig durchgeführt wird, kann eine Entstehung oder Verschlimmerung der Symptome verhindert werden.

Wie oben erwähnt, ist es notwendig, dass die Finger- und Fußnägel regelmäßig geschnitten werden. Die Fingernägel sollten rund gefeilt werden, sodass keine scharfen Kanten am seitlichen Wall herrschen. Dennoch darf nicht in den seitlichen Wall gefeilt werden.

Bei den Fußnägeln sieht es ein wenig anders aus. Diese schneiden Sie gerade ab und feilen Sie nur leicht, damit keine scharfen Ecken oder Kanten hervorstehen. Diese sorgen nicht nur schnell für Verletzungen, sondern sehen auch nicht schön aus.

Sollte die Haut trocken oder rissig sein, dürfen Sie die Nagelhaut nicht einfach mit einem Schieber zurückschieben. Baden Sie zunächst Ihre Hände oder Füße und weichen Sie die Haut somit ein wenig auf. Dadurch lassen sich die Nagelhäutchen sehr viel einfacher zurückschieben, ohne dass es zu Verletzungen kommt. Danach ordentlich mit Ölen oder Cremes einreiben.

Sollte es schon zu einer Nagelbettentzündung gekommen sein, sollten Sie darauf verzichten die Nagelhaut zurückzuschieben oder Nagellack zu benutzen. Ansonsten halten Sie Ihre Hände und Füße immer trocken.

Natürlich kann es passieren, dass Sie altersbedingt oder körperlich nicht in der Lage sind, Ihre Hand- oder Fußpflege selbstständig durchzuführen. Dennoch sollten Sie darauf nicht verzichten, weshalb Sie sich am besten an Angehörige oder Pflegepersonal wenden sollten. Vor allem bei Senioren ist eine Nagelbettentzündung keine Seltenheit. Deswegen kann der regelmäßige Besuch bei der medizinischen Maniküre und Pediküre eine große Hilfe darstellen.

Gerade bei Diabetikern ist das notwendig, denn diese spüren aufgrund der geringen Schmerzempfindung in den Füßen nicht, wenn sich diese mit der Nagelschere schneiden. Um eine Infektion zu verhindern, ist die Kürzung der Fußnägel durch professionelles Personal zu empfehlen.


Alternative Behandlungsmethoden

Der Gang zum Arzt ist kein Muss, wenn eine Behandlung einer Nagelbettentzündung stattfinden soll. Schon diverse alternative Heilmethoden oder Hausmittel können gegen die Schmerzen und Infektion helfen. Besonders vielfältig sind Heilkräuter und -pflanzen vertreten, denn die enthaltenen Öle und Wirkstoffe wirken nicht nur gegen die Schmerzen, sondern lindern auch die Infektion und verhindern eine Ausbreitung.

Praktisch ist, dass eine große Vielzahl von alternativen Behandlungsmethoden im Handel erworben werden können. Dafür ist der Gang in die Apotheke nicht notwendig, denn schon in Drogeriemärkten oder Reformhäusern gibt es diverse Mittel, die helfen können.

Weniger hilfreich sind aber alternative Behandlungsmethoden, welche sich mit der Entspannung des Körpers befassen, wie beispielsweise eine Massage oder Ayurveda. Der Grund ist, dass nicht die Krankheit an sich behandelt wird, sondern nur dessen Folgesymptome wie beispielsweise Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Stress. Die Nagelbettentzündung würde sich aber ausbreiten.

Auch Akupunktur stellt keine große Hilfe in Hinblick auf die Nagelbettentzündung dar. Da die Krankheit nicht mit Muskeln, Sehen und ähnliches verbunden ist, könnten die kleinen Einstiche der Nadeln keine Wirkung zeigen.

Aus diesem Grund sollten Sie sich lieber an die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wenden. In diesem Bereich wird mit zahlreichen Heilkräutern und -ölen gearbeitet, welche die Leiden lindern und zugleich antiseptisch wirken.

 

Zu beachten gilt, dass die alternative Behandlung meist mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dafür sind jene aber wesentlich sanfter und schonender für den Körper.

Sollte sich die Nagelbettentzündung aber nicht verbessern oder sogar verschlimmern, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gerade deswegen, weil sich die Krankheit auf das nahe Gewebe ausbreiten kann, sodass nur schulmedizinische Möglichkeiten weiterhelfen.

Welche alternativen Behandlungsmethoden gibt es?

  • Heilkräuter und -pflanzen
  • Ätherische Öle
  • Antiseptische Umschläge
  • Traditionelle chinesische Medizin

Welche Hausmittel können helfen?

Auf der Suche nach einer alternativen Behandlungsmethode für eine Nagelbettentzündung kommen Sie zwangsläufig an alten Hausmitteln vorbei, welche Linderung oder Heilung versprechen. Wichtig ist, dass diese Hausmittel nicht zwangsläufig eine professionelle Behandlung ersetzen. Nur, wenn sich schon nach wenigen Stunden eine Linderung zeigt oder die Nagelbettentzündung noch nicht zu weit vorangeschritten ist, sollten die Hausmittel angewendet werden. Ansonsten ist immer die Hilfe eines Arztes zu konsultieren.

Apfelessig ist ein altbewährtes Hausmittel gegen eine Nagelbettentzündung und kann kleine Wunder wirken. Der Essig wirkt gegen Keime und Entzündungen und beruhigt zugleich die Haut. Die Beschwerden der Nagelbettentzündung werden gelindert und diese kann abheilen. Am besten tupfen Sie den Apfelessig auf den infizierten Bereich oder gönnen sich ein verdünntes Bad darin. Auch Auflagen aus Apfelessig sind sinnvoll, wobei es sich um Essig in Bio-Qualität und ohne Zucker oder künstliche Zusatzstoffe handeln sollte. Das könnte die Paronychie nur verschlimmern.

Ein weiteres altes Hausmittel sind Auflagen gegen die Nagelbettentzündung. Nutzen Sie antiseptische Wirkstoffe, die Sie wie eine Kompresse um die betroffene Stelle legen. Ob die Auflage kalt oder warm sein soll, bleibt Ihnen selbst überlassen. Manche verspüren bei einer Eispackung eine Linderung, wobei andere einen feuchtwarmen Waschlappen bevorzugen.

Gerade im englischsprachigen Raum ist es üblich, Bleiche gegen Nagelpilz, Hautpilz oder eine Nagelbettentzündung einzusetzen. In der Theorie ist das eine gute Idee, denn Bleiche wirkt desinfizierend. Dennoch sollte Bleiche nicht verwendet werden, denn selbst in einem stark verdünnten Zustand kann diese die Haut reizen.

Besser ist es, wenn Sie Heilerde verwenden. Diese gilt als Allround-Hausmittel und kommt in vielen Bereichen zum Einsatz. Vor allem gegen Juckreiz, Hautbeschwerden sowie Verdauungsstörungen wirkt sie Wunder. Für die Behandlung einer Nagelbettentzündung sollte eine hautfeine Form verwendet werden, woraus sich eine feine Paste herstellen lässt. Diese Paste anschließend dick auf die betroffene Stelle auftragen und für 20 bis 30 Minuten einwirken lassen. Die getrocknete Heilerde darf aber nicht abgerieben werden, denn dies würde die Haut zusätzlich reizen. Weichen Sie diese lieber vorsichtig auf. Die Wirkung der Heilerde ist vielfältig. Zum einen hilft sie der Haut bei der Heilung und zum anderen begünstigt sie den Abfluss von Eiter.

Besonders in den warmen Sommermonaten ist es eine wahre Wohltat, wenn Sie die Nagelbettentzündung mit Joghurt behandeln. Naturjoghurt wirkt natürlich gegen Hautpilze sowie Magenschleimhautentzündungen. Dazu muss nur eine dicke Schicht Joghurt auf die betroffene Stelle gerieben werden. Belassen Sie den Joghurt so lange auf der Stelle, bis sich dieser erwärmt hat. Spülen Sie diesen ab und tragen Sie eine frische Schicht auf. Dieser Vorgang sollte pro Sitzung dreimal wiederholt werden. Zwei bis drei Sitzungen sollten gegen eine leichte Nagelbettentzündung ausreichen.

Honig ist ein weiteres Hausmittel, das gegen eine Nagelbettentzündung hilft. Dazu muss Honig einfach auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, wobei Sie dies bis zu 15 Minuten einwirken lassen sollten. Spülen Sie ihn danach mit lauwarmen Wasser ab. Honig hat nicht nur eine beruhigende und pflegende Wirkung auf die Haut, sondern die Inhaltsstoffe wirken antibakteriell. Das beste Ergebnis erzielen Sie mit Manuka-Honig, denn dies gilt als natürliches Antibiotikum.

Die besten Hausmittel:

  • Apfelessig
  • Kompressen
  • Heilerde
  • Joghurt
  • Honig

Heilkräuter & Heilpflanzen

Ein absolutes Muss bei den alternativen Heilmitteln sowie Hausmitteln sind Heilkräuter und -pflanzen. Diese versprechen eine deutliche Linderung und können die Heilung beschleunigen. Die besten Heilpflanzen gegen eine Nagelbettentzündung sind Arnika, Kamille, Wirsing sowie Zwiebel.

Praktisch ist, dass die Anwendung sowie äußerlich wie auch innerlich erfolgen kann. Per Tee reinigen die Heilkräuter den Körper von den Erregern und helfen somit bei der Heilung. Auch als Tinktur sind diese praktisch, wobei dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen eingenommen werden sollten.

Äußerlich können die Heilpflanzen als Umschlag, Waschung und Spülung sowie Bad genutzt werden. Im Handel gibt es auch zahlreiche Kamillen- und Arnikasalben, die ebenfalls eine gute Lösung gegen eine Nagelbettentzündung darstellen. Sollte das Bad bevorzugt werden, sollten die Heilkräuter in verdünnter Form zum Einsatz kommen. Etwa 20 Minuten pro Tag reichen aus, damit die Schwellung abklingt und die Erreger abgetötet werden.

Die besten Heilpflanzen:

  • Arnika
  • Kamille
  • Wirsing
  • Zwiebeln

Ätherische Öle

Ätherische Öle stehen im engen Kontakt mit Heilpflanzen und -kräutern, wobei Sie auch hier die Öle von Kamille oder Arnika verwenden können. Jedoch ist das Angebot noch sehr viel größer.

Eine kleine Wunderwaffe gegen eine Nagelbettentzündung ist Teebaumöl. In schweren Fällen sollte ein StüCK Mull im Öl getränkt und über Nacht aufgelegt werden. Teebaumöl ist für seine antiseptische Wirkung bekannt und sorgt zugleich für eine verbesserte Heilung. In schwächeren Fällen reicht es aus, wenn ein Wattepad in dem ätherischen Ölen getränkt wird. Jetzt sollte mit dem Wattepad vorsichtig über die betroffene Stelle gefahren oder getupft werden. Wichtig ist, dass das Öl über die gesamte Fläche verteilt wird.

Es ist aber auch möglich, dass ätherische Öle nicht nur äußerlich angewendet werden. Für eine innerliche Anwendung eignet sich Zitronenöl. Etwa drei bis fünf Tropfen sollten mit zwei Esslöffeln lauwarmen Wasser und einem Teelöffel Honig vermischt und dreimal täglich eingenommen werden. Zitronenöl kurbelt die Durchblutung an und fördert zugleich das Immunsystem, sodass der Körper sich eigenständig gegen die Erreger wehren kann.

Kokosnussöl kann zwar nicht direkt als ätherisches Öl bezeichnet werden, ist aber dennoch wunderbar gegen Nagelbettentzündungen. Der Hautschutz wird gefördert, die Haut wird gepflegt und vor Austrocknung bewahrt. Einen besonders guten Effekt erreichen Sie, wenn Sie das Kokosnussöl mit den anderen ätherischen Ölen, Zimt oder einer Kamillentinktur vermischen.

Welche ätherischen Öle gibt es?

  • Arnika
  • Kamille
  • Teebaum
  • Zitrone
  • Kokosnuss

Homöopathie & Globuli

Die Homöopathie bietet eine große und bunte Auswahl an Produkten, die bei einer Nagelbettentzündung zum Einsatz kommen können. Wichtig ist, das bei den Angeboten je nach Symptomen und Beschwerden unterschieden wird. Beispielsweise kommt Belladonna zum Einsatz, wenn das Nagelbett heiß ist und sich eine Rötung zeigt. Auch klopfende Schmerzen werden mit Belladonna behandelt.

Apis mellifica ist gegen stechende Schmerzen und ein hellrot gefärbtes Nagelbett zu empfehlen. Sind die Nägel schon brüchig oder deformiert und es kommt zu einer Eiterung, sollte Silicea verwendet werden. Hepar sulfuris ist gegen stechende Schmerzen und den Beginn der Eiterung zu empfehlen.

Darüber hinaus kann Graphites eingesetzt werden, dass bei trockenem oder nässendem Eiterfluss sowie einer rissigen und spröden Haut zum Einsatz kommt. Die Homöopathie bietet aber auch Lachesis, das perfekt gegen eine schmerzhafte Nagelbettentzündung mit einer bläulichen Färbung eingesetzt werden kann. Es können natürlich auch andere homöopathische Mittel verwendet werden, was ganz vom Krankheitsverlauf und den eigenen Bedürfnissen abhängig ist.

Ein kleiner Überblick:

  • Belladonna
  • Apis mellifica
  • Silicea
  • Graphites
  • Hepar sulfuris
  • Lachesis

Schüssler Salze

In der Naturheilkunde sind Schüssler Salze ein Muss, denn diese bietet eine schnelle Heilung und simple Anwendung. Wichtig ist, dass Schüssler Salze oftmals für die innere Anwendung gedacht sind. Insofern unterstützen diese den Heilungsprozess und ermöglichen ein schnelles Abschwellen.

Einer der besten Schüssler Salze gegen Nagelbettentzündungen ist Silicea. Um einen bestmöglichen Effekt zu erhalten, sollte drei- bis sechsmal täglich eine bis drei Tabletten eingenommen werden. In besonders schweren Fällen, kann die Dosis auf eine Tablette alle ein bis zehn Minuten erhöht werden. Bei Kinder sollten nicht mehr als drei bis sechs Tabletten täglich eingenommen werden.

Neben der inneren Anwendung helfen auch Schüsslersalz-Salben weiter. Die beste Lösung sind ebenfalls Silicea sowie Calcium Fluratum. Die Salben werden mehrfach täglich dünn aufgetragen und einmassiert. Wichtig ist, dass in diesem Zusammenhang die Ruhigstellung der betroffenen Stelle erfolgt, sodass die Salben und Schüssler Salze bestmöglich wirken.

Passende Schüssler Salze:

  • Calcium Fluratum
  • Silicea

Diät & Ernährung

In Hinblick auf die Vorbeuge von Nagelbettentzündungen spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Doch auch beim Ausbruch kann eine veränderte Ernährung und Diät dafür sorgen, dass der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird, sodass die Heilung beschleunigt wird.

Vor allem Vitamin A ist nun wichtig, das beispielsweise in Karotten, Grünkohl oder Kürbis enthalten ist. Vitamin A bringt den Stoffwechsel in Schwung und regt die Heilung der Nägel an. Schon 0,8 bis 1 Milligramm pro Tag reichen aus.

Doch auch Biotin ist in der Nagelbettentzündungszeit essenziell. Haferflocken, Nüsse oder Sojabohnen festigen die Nägel und schützen diese vorm Abbrechen oder Splittern.

Vitamin B5, das in Vollkornprodukten, Avocados oder Pinienkernen gefunden werden kann, übt eine Schutzfunktion auf die Nägel aus. Der durchschnittliche Tagesbedarf liegt bei etwa sechs Milligramm, was rund 100 Gramm Steinpilzen entsprechen würde.

Unverzichtbar bei einer guten Ernährung gegen eine Nagelbettentzündung sind Zink und Eisen. Diese treffen Sie in Walnüssen, Pilzen, Linsen, Sesam oder Weizenkleie an. Sie verleihen dem Nagel mehr Stabilität und Elastizität.

Abschließend sollten Sie mehr Silizium aufnehmen, dass in Ackerschachtelhalm, Brennnesseln oder Gerste zu finden ist. Silizium beeinflusst das Wachstum der Nägel und besitzt eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grund ist es bei einer Nagelbettentzündung besonders wichtig, dass Silizium per Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird.

Die wichtigsten Punkte der Ernährung:

  • Vitamin A
  • Biotin
  • Vitamin B5
  • Zink
  • Eisen
  • Silizium

FAQ – Fragen & Antworten

Stellen Maniküre oder Pediküre eine Gefahr dar?

Es gibt viele Punkte, welche beachtet werden müssen, damit eine Infektion des Nagelbetts verhindert wird. Darunter fallen auch Maniküre sowie Pediküre. Pediküre ist dabei ungefährlicher, denn dieser wird lediglich zur Verschönerung der Fußnägel eingesetzt, sodass der Nagel gepfeilt und gepflegt wird.

Bei der Maniküre ist es meist nicht anders, doch nach dieser folgt bei Damen oftmals noch die Anbringung von Kunstnägeln oder Nagellack. Das kann hingegen gefährlich werden. Vor allem Kunstnägel sind wunderbare Brutstätten für Infektionen, weshalb diese nicht übermäßig lang getragen werden sollten. Zugleich ist es essenziell, dass die Maniküre und Pediküre von einem Fachmann/einer Fachfrau durchgeführt werden.

Ist dies nicht der Fall, kann es zu Verletzungen der Nagelhaut kommen, sodass sich Bakterien schnell ausbreiten. Darüber hinaus muss immer darauf geachtet werden, dass die Hilfsmittel gereinigt werden. Ansonsten sorgen Schmutz oder Erregern von vorherigen Kunden dafür, dass eine Nagelbettentzündung entsteht.

Leiden einige Berufsgruppen unter einem Nagelbettentzündungsrisiko?

Die Nagelbettentzündung ist eine Krankheit, die bei jeden Menschen auftreten kann. Dennoch ist es so, dass einige Berufsgruppen stärker gefährdet sind. Das liegt daran, dass die Nägel an den Händen und Füßen sehr empfindlich sind. Kommen diese jetzt in Kontakt mit Chemikalien, Reinigungsprodukten oder ähnliches, kann sich eine Nagelbettentzündung schnell ausbreiten.

Vor allem Friseure, Bäcker und Reinigungspersonal haben häufig mit einer Nagelbettentzündung zu kämpfen. Die aggressiven Chemikalien trocknen die Haut aus, wobei Mehl als Nahrungsgrundlage für Hefepilze gilt. Stehen Sie nun im dauerhaften Kontakt zu diesen Produkten, kann sich das Risiko der Nagelbettentzündung erhöhen.

Besitzen Sie sogar noch Vorerkrankungen, wie Diabetes oder Neurodermitis, kommt die Entzündung beinah von alleine. Deswegen ist vor allem bei diesen Berufsgruppen sehr wichtig, dass jene die eigenen Hände und Füße gut pflegen. Das Tragen von Handschuhen ist besonders hilfreich, denn somit kommt das Nagelbett nicht in Kontakt zu den verschiedenen Stoffen.

Ist eine Nagelbettentzündung bei Diabetes gefährlich?

Wie weiter oben erwähnt, ist die Haut von Diabetikern sehr empfindlich. Besonders die Füße leiden häufig unter trockener Haut, sodass eine optimale Grundlage für eine Nagelbettentzündung besteht. Besonders als Diabetiker sollten Sie jetzt vorsichtig sein, denn eine einfache Nagelbettentzündung kann sich ausbreiten und somit verschlimmern.

In der Regel sollte die Entzündung nach etwa drei Tagen von alleine abklingen. Damit dies gelingt, sollten Sie den Finger oder die Füße schonen und diverse Hausmittel verwenden. Bleibt die Nagelbettentzündung aber hartnäckig oder bildet sich sogar ein Eiterherd, sollten Sie als Diabetiker sofort einen Arzt aufsuchen.

Allgemein gilt, dass Sie schon in frühen Stadien lieber den Rat eines Arztes einholen sollten. Immerhin ist die diabetische Haut stark beansprucht und kann von einer Nagelbettentzündung stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Arzt kann schnell entgegenwirken und somit verhindern, dass aus einer simplen Nagelbettentzündung eine große Katastrophe wird.

Gibt es rezeptfreie Medikamente gegen die Nagelbettentzündung?

Viele Menschen unternehmen eine Selbstbehandlung und wollen keinen Arzt aufsuchen. Helfen die genannten Hausmittel oder alternativen Heilmethoden nicht weiter, gibt es im Handel einige rezeptfreie Medikamente, die gegen Nagelbettentzündung wirken.

Ein gutes Beispiel ist Nystatin, welches das Wachstum von Hefepilzen hemmt. Zugleich können Haut und Schleimhäute vom Pilzbefall befreit werden. Zwar kommt Nystatin auch in anderen Bereichen zum Einsatz, doch gerade gegen eine Nagelbettentzündung hilft dieses Medikament kleine Wunder.

Weiterhin ist Povidon-Jod im Handel erhältlich. Dessen Aufgabe ist das Wachstum von Keimen auf der Haut zu hemmen, weshalb die Lösung auch bei anderen Hautproblemen zum Einsatz kommen. Ebenso tötet das Povidon-Jod die Erreger ab. Darüber hinaus ist Benzethoniumchlorid hilfreich, sowie Medikamente, die mit Harnstoffen arbeiten. Diese hemmen das Wachstum von Keimen und töten diese selbst auf verletzter Haut ab.

Besonders gut ist, dass Harnstoffe die Arzneistoffaufnahme der Haut fördert, sodass es zu einer schnellen Abheilung kommt. Ganz nebenbei wird der Juckreiz gelindert und die Eigenheilung gefördert. Selbstverständlich gibt es im Handel noch mehr rezeptfreie Medikamente wie Ammoniumbituminosulfonat, Naftifin oder Polidocanol. Allerdings sollte auch mit diesen Medikamenten sparsam umgegangen werden.

Ändert sich die Behandlung der Nagelbettentzündung in der Schwangerschaft?

Gerade in der Schwangerschaft tritt eine Nagelbettentzündung häufig auf, denn die Reinigung der Füße und Hände ist nicht mehr so leicht. Sollte es dazu gekommen sein, müssen Sie mindestens einmal am Tag die Hände oder Füße waschen und reinigen.

Wichtig ist, dass die Entzündung ausgewaschen und eventueller Eiter entfernt wird. Gerade desinfizierende Bäder sind eine große Hilfe. Auf Medikamente, welche auch auf das ungeborene Kind wirken, sollte vollends verzichtet werden. Schwangere Damen sollte alleine durch passende Cremes und Salben der Nagelbettentzündung entgegenwirken. Besonders Jodbäder oder ein Bad mit Octenisept sind gute Lösungen. Nach dem Bad ist das Eincremen der Stelle sehr wichtig, damit die Haut nicht austrocknet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Maniküre und Pediküre während einer Erkrankung des Nagelbettes zunächst unterbunden wird. Gerade in einer Schwangerschaft könnte sich die Nagelbettentzündung ansonsten ausbreiten.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (64 Stimmen, Durchschnitt: 4,39 von 5)
Loading...
Top