Psychosomatik

Psychosomatik – neue medizinische Betrachtungsweise

 

Behandlung PsychosomatikErst in den vergangenen Jahren hat sich ein ganz neuartiger medizinischer Terminus durchgesetzt.

Vielen Patientinnen und Patienten könnte die Formulierung Psychosomatik mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Rehabilitationsmaßnahmen oder aus Kuren bekannt sein.

Im Alltag werden zudem die unterschiedlichsten Krankheiten behandelt, die mit psychosomatischen Auffälligkeiten einhergehen.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Psychosomatik.

 

Was ist Psychosomatik?

 

Ein potenzielles Problem in der Medizin waren Erkrankungen, deren Symptome nicht auf eindeutig nachweisbare Beeinträchtigungen an Organen und Organsystemen zurückzuführen waren. Die Psychosomatik versteht sich als die Lehre von der gegenseitigen Beeinflussung von Körper, Seele und Geist.

 

Oftmals wurden Betroffene, die bereits seit langer Zeit immer wieder zum Arzt kamen, als Hypochonder oder als Menschen mit eingebildeten Krankheiten abgestempelt. Mit der Psychosomatik hat sich das jedoch geändert.

 

Der Kern der Psychosomatik ist eine moderne Ansicht über die untrennbaren Zusammenhänge zwischen Seele und Körper.

 

Als Seele wird die Psyche verstanden, die im übertragenen Sinn mit Hauch oder Atem umschrieben werden kann. Der Körper in der Psychosomatik ist der Leib in Kombination mit Leben und Vitalität.

 

Die Lehre der Psychosomatik sagt praktisch, dass sich der Körper und die Seele gegenseitig beeinflussen und in Wechselwirkung miteinander stehen. Von der Psyche ausgehende Veränderungen sind mit den körperlichen Prozessen eng verflochten. Des Weiteren werden pathologische oder krankhafte Zustände ebenso durch ungünstige soziale Verhältnisse bedingt.

 

Im Unterschied zur Psychosomatik ist die Somatopsychologie ganz gegensätzlich ausgerichtet. beide Formulierungen sollten daher nicht verwechselt werden. Bei der Somatopsychologie liegt das Aufdecken der Einflussnahme der körperlichen Krankheiten auf die psychische Verfassung eines Menschen.

 

Ursprung und Entwicklung der Psychosomatik

 

Die Psychosomatische Medizin oder Psychosomatik geht bis in die Epoche um 400 vor Christus zurück. Schon Hippokrates von Kos war es ein Anliegen, die grundlegenden Konstellationen zu erklären.

 

 

 

Nachdem im Mittelalter der Körper und die Seele voneinander getrennt wurden, ergab sich im 17. Jahrhundert eine ganz andere Sichtweise. diese beruhte auf der Ansicht, dass Krankheiten durch Veränderungen in der chemischen und der physikalischen Zusammensetzung von Körpersäften und Körperzellen hervorgerufen. Gleichzeitig kamen bedeutende Erkenntnisse durch eine intensive wissenschaftliche Forschung hinzu.

 

Insbesondere Sigmund Freud sah die Psyche in Einheit mit der Physis. Er erklärte seine These so, dass eine seelische Erregung wird unter gewissen Umständen automatisch in eine körperliche Erkrankung umgewandelt wird. Dieser Grundsatz war das Fundament für eine neue Psychosomatik, die im 20. Jahrhundert von Franz Alexander, einem Psychoanalytiker, ins Leben gerufen wurde.

 

 

 

1977 wurde von dem amerikanische Psychoanalytiker George Engel ein modernes biopsychosoziales Modell von Krankheiten vorgestellt. Darin wurde die Gegenseitige Wechselwirkung zwischen Körper, Geist und Seele eindeutig klargelegt. Mittlerweile sind in der Psychosomatik zwei Strömungen populär. Ein bedeutsamer Meilenstein innerhalb der Psychosomatik war die Psycho-Neuroimmunologie.

 

Funktion, Wirkung und Ziele der Psychosomatik

 

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit der Erforschung und der Einflussnahme der psychischen, physischen und sozialen Bedingungen auf Krankheiten. Die Zielstellungen der Psychosomatik können so erklärt werden, dass die Patienten körperlich stabilisiert und ihre Symptome (Krankheitszeichen) gelindert oder behoben werden sollen.

Letztendlich begünstigt die Zielstellung der Psychosomatik die Teilnahme am Arbeits- und am gesellschaftlichen Leben. Die Wiedererlangung und die Erhöhung der Lebensqualität sind weitere Absichten, welche die Psychosomatik verfolgt.

 

Das Bestreben psychosomatischer Therapien impliziert:

 

  • Information der Patienten zu ihren individuellen Erkrankungen
  • Optimierung des gefühlsmäßigen (emotionalen) Ausdrückens und Erlebens
  • Stärkung des Selbstwerts
Das Ausdehnen von persönlichen Handlungskompetenzen (Zuständigkeiten) richtet sich auf:

 

  • Lernen von Entspannungstechniken zur Selbstberuhigung und zur inneren Harmonie
  • Strategien zur Stressbewältigung und zum Umgang mit belastenden Problemen verinnerlichen
  • Strategien zur Schmerzbewältigung erlernen
  • Steuerung von Impulsen und inneren Spannungszuständen verbessern
  • neue Möglichkeiten für die Lösung von Problemen erkennen
  • Selbstfürsorge und Genussfähigkeit verbessern
  • soziale und sportliche Aktivitäten entwickeln
  • soziale Kompetenzen erweitern
  • selbstbehauptende Fähigkeiten schulen
  • Kritik- und Konfliktfähigkeit optimieren
  • Team- und Beziehungsfähigkeit übenIntegrationsfähigkeit verbessern
Die Patienten erwartet weiterhin:

 

  • Klärung von Fragen im Zusammenhang mit dem beruflichen Fortkommen
  • Herstellung der Arbeitsfähigkeit
  • Aktualisierung einer bisherigen psychopharmakologischen (Medikamente zur Beeinflussung der seelischen Verfassung) Therapie
Weitere Indikationen (Begründungen) für eine psychosomatische Behandlung können sein:

 

 

 

  • Unwirksamkeit einer ambulant ausgeführten Psychotherapie
  • Krankheit neigt zur Chronifizierung
  • Notwendigkeit des vorübergehenden Herauslösens von Patienten aus einer privaten Belastung

Ist eine Erkrankung chronisch, dann entwickeln sich deren Anzeichen langsam, über einen langen Zeitraum hinweg ohne einen eindeutig bestimmbaren Entstehungszeitpunkt. Chronische Krankheitsbilder dauern in der Regel lange an.

 

Behandlungen durch die Psychosomatik

 

Psychosomatische Krankheiten entstehen durch anhaltend auftretende Faktoren, die sich belastend auf die Seele auswirken. Sowohl berufliche als auch private Sorgen drücken sich in physischen Erkrankungen aus. Obwohl sich die Patienten unwohl und krank fühlen, können die Mediziner keine passenden Auslöser nachweisen.

 

Von Nachteil ist außerdem, dass die physischen Beschwerden meist allgemeiner und eher unspezifischer Art sind. Typische Beispiele dafür sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebsmangel, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Rückenschmerzen, Unmut, Stimmungsschwankungen und weitere.

 

Alle psychosomatischen Krankheiten basieren auf unterschiedlichen Auslösern. Daraus ergeben sich wiederum gemischte Krankheitsmerkmale und Krankheitsarten:

 

 

 

  • physische Krankheiten und ihre biopsychosozialen Aspekte (Psychoonkologie = seelische Veränderungen von Patienten bei Krebs)
  • Gefühle (Emotionen) und Probleme als Ursache für physiologische (funktionelle) Einschnitte
  • krankhaft beeinträchtigte Funktion von Organen durch seelische oder körperliche Traumen (Erschütterungen, Verletzungen)
  • Störungen der Konversion (unbewusste Konflikte als Anstoß für körperliche Leiden)
  • Hypochondrie
  • Verflechtung psychischer Störungen mit physischen Anomalien wie Depressionen, Persönlichkeits- und Angststörungen
  • körperliche Krankheiten als Motiv für seelische Krankheiten
  • Auswirkungen einer ungesunden Lebensweise auf die persönliche Verfassung
  • Konflikte am Arbeitsplatz (Monitoring) und deren Auswirkungen auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit
  • Schmerzen mit einem chronifizierten Verlauf durch unklare Auslöser

Durchführung und Wirkungsweise der Psychosomatik

 

Die psychsomatischen Behandlungen werden in ambulante und teil- oder vollstationäre Bereiche verlegt. Dort werden mannigfaltige Methoden und Verfahren zur Verfügung gestellt. Die Therapeuten nutzen hierbei neben den nicht Konflikt aufdeckenden oder nicht Konflikt zentrierten Techniken die Konflikt aufdeckenden Prozesse.

 

 

 

Zur Erkennung von Konflikten dienen zwei Teilbereiche der Psychosomatik. Das sind die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

 

Um nicht Konflikt aufdeckend zu arbeiten, wenden sich die Therapeuten der Verhaltenstherapie sowie bewährten Entspannungsmethoden zu.

 

Das sind zum Beispiel:

 

 

 

  • das Autogene Training
  • die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Meditation
  • die Autosuggestion
  • das Biofeedback
  • Spannungen lösende Atemtechniken

Die Wirkung der Psychosomatik basiert außerdem aus kreativtherapeutischen Tätigkeiten innerhalb der Musik-. Gestaltungs- oder Kunsttherapie und der Tanztherapie. Des Weiteren können die Patientinnen und Patienten an einer Körpertherapie teilnehmen. Diese fördert die eigene Wahrnehmung.

 

Üblich sind derzeit Varianten wie:

 

 

 

  • Feldenkraismethode
  • Physiotherapie und konzentrative Bewegungstherapie
  • funktionelle Entspannung und Bioenergetische Analyse

Eine gezielte Traumabehandlung und die ärztlich dosierte und überwachte Abgabe von Psychopharmaka ergänzen die Therapiearten der Psychosomatik. Die Schwerpunkt bei der Durchführung und der Wirkung der Psychosomatik liegen unter anderem in den Einzel- und Gruppensitzungen sowie in der Partner- und Familientherapie.

 

Psychosomatik hilft gegen

 

 

 

chronische Schmerzzustände oder Dauerschmerzen wie:

 

 

 

  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Magenschmerzen

​​​​​​​​​​​​​​Essstörungen wie:

 

 

 

  • Anorexie (Magersucht)
  • Bulimie (Ess-Brechsucht)
  • Binge-Eating-Syndrom (massives Essen ohne Brechen)
  • Bulimarexie (Esssucht durch unkontrollierte Aufnahme von Appetitzüglern, Diuretika oder Entwässerungsmitteln sowie abführenden Arzneistoffen)

Ein Syndrom ist ein Komplex aus unterschiedlichen Krankheitsmerkmalen.

 

Diese Krankheiten stellen nicht nur aktuell für die Betroffenen eine Extrembelastung dar. Sie verursachen auf lange Sicht gesehen, verschiedene gesundheitliche Folgeschäden.

 

Dazu gehören unter anderem Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit, Fettsucht oder Adipositas, Mangelerscheinungen, Reizungen der Speiseröhre (Ösophagus) und Erkrankungen der Herz-Kreislaufsystems sowie der Knochen.

 

Menschen, die psychosomatische Beschwerden haben, leiden häufig mehrere Jahre unter ihren Symptomen. Mit mehr oder weniger geläufigen umgangssprachlichen Floskeln bringen sie zum Teil ihr Leiden zu Ausdruck.

 

Charakteristisch sind dabei Aussprüche wie:

 

  • „Ich kann nicht mehr.“
  • „Mir ist etwas auf den Magen geschlagen.“
  • „Dieses Problem macht mir Kopfschmerzen.“
  • „Ich habe Liebeskummer.“
  • „Das geht mit an die Nieren.“
  • „Das habe ich mir zu Herzen genommen.“
  • „Das raubt mir den Verstand.“
  • „Da läuft mir die Galle über.“
  • „Das liegt mir wie ein Stein im Magen.“

 

Die Floskeln kennt sicher schon jeder, der sich schon einmal geärgert, Sorgen gemacht, Wut, Verzweiflung, Angst und Trauer empfunden hat. Bleiben diese Emotionen und Schwierigkeiten über einen langen Zeitraum konstant oder nehmen sogar noch zu, können psychosomatische Beschwerden nicht ausgeschlossen werden.

 

Chronische Zustände, die mit Hilflosigkeit, Enttäuschung, Stress und Einsamkeit einhergehen, führen auf lange Sicht in der Regel zu einer Schwächung der körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte.

 

Diese Prozesse drücken sich darin aus, dass:

 

  • Haare ausgehen oder die vorzeitig ergrauen
  • sich häufiger Bagatellerkrankungen zeigen
  • die Hautalterung rascher als normalerweise zunimmt (Sorgenfalten an der Stirn)
  • Beschwerden mit der Wirbelsäule und der Muskulatur eintreten
  • das Herzinfarktrisiko steigt
  • Sodbrennen, Blähungen und Magengeschwüre entstehen
  • die Nieren schneller erkranken

Durch positive Emotionen oder Gefühle und Erlebnisse ist es möglich, diese unangenehmen Erscheinungen zu reduzieren oder durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte zu beheben. Dafür müssen die Patienten meist viele neue Dinge erlernen, sich selbst neu entdecken und mehr Selbstbeobachtung walten lassen. Hinzu kommen Veränderungen im sozialen Milieu.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Psychosomatik sinnvoll ist, weil Menschen unter:

 

 

 

  • Befindlichkeitsstörungen
  • funktionellen Beschwerden (Dissoziative Beschwerden, Somatoforme Auffälligkeiten)
  • psychosomatischen Symptomen im engeren Sinn
  • Verhaltensauffälligkeiten einschließlich körperlicher Leiden
  • somatopsychischen Krankheiten

 

 

leiden.

 

Psychosomatik fördert und stärkt

 

 

 

  • Heilungschancen bei Krebserkrankungen
  • Gesundung bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • körperliche Fähigkeiten nach einem Schlaganfall (Apoplexie)
  • Nachlassen oder Ausbleiben von Schmerzen
  • besseren Umgang mit Schmerzen
  • Abklingen von akuten und chronischen Allergien
  • Leben mit Depressionen
  • Genussfähigkeit
  • Entspannung
  • leichteren Umgang mit Stress
  • soziale Fähigkeiten

Die komplexen psychosomatischen Behandlungen greifen die in die unterschiedlichsten persönlichen Bereiche der Patienten ein. Dazu gehören sowohl die inneren (körperlicher, seelischer und geistiger Zustand) als auch die äußeren Faktoren (soziales Umfeld, Kontakte zu anderen Menschen und weitere). Die Psychosomatik kann dazu beitragen, dass die gesamte Persönlichkeit gekräftigt und aufgerichtet wird.

 

Diagnose und Untersuchungsmethoden bei der Psychosomatik

Die psychosomatische Diagnostik bezieht sich auf das sorgfältige Sichten aller relevanten Vorbefunde.

Behandlung PsychosomatikErweitert werden die diagnostischen Informationen durch die vom Patienten geschilderte Krankengeschichte oder Anamnese und die sogenannte Zuweisungsdiagnose.

Diese stammt in der Regel von den zuvor therapierenden Ärzten verschiedenster oder einer Fachrichtung. Ausgehend von diesen Daten kommt es zur Erarbeitung der Rehabilitationsdiagnose.

Um wirklich eindeutige Befunde zu erlangen, kann es unter Umständen zweckdienlich sein, eine tiefere Differentialdiagnostik zu betreiben.

Sie dient zur genauen Identifizierung der Erkrankung und zur eindeutigen Abgrenzung zu ähnlichen Pathogenesen. Die Pathogenese einer Krankheit beinhaltet deren Entstehung und deren Verlauf sowie alle kausalen Komponenten.

 

 

 

Die Körpermedizinische Befunderhebung stützt sich auf mehrere medizinische Fachdisziplinen wie die Gynäkologie oder der Frauenheilkunde, die Onkologie oder Krebsheilkunde, die Innere Medizin oder die Internistik, die Kardiologie oder Herz- und Gefäßheilkunde und die Orthopädie oder die Lehre vom Halte- und Stützapparat.

 

Die wichtigsten diagnostischen Untersuchungsmethoden sind:

 

  • allgemeine körperliche Untersuchung oder allgemein ärztliche Begutachtung
  • internistische Untersuchungen angestimmt auf die jeweilige Indikation
  • psychometrische Untersuchungen (Ausfüllen spezieller Fragebögen)
  • klinisch-chemische Laboruntersuchungen von Urin und Serum
  • hämatologische Laboruntersuchungen  (Bluttests) und Analyse der Blutgase

apparative oder technische Diagnostik wie:

 

  • Ruhe-EKG (Elektrokardiogramm) einschließliche Belastungsmessung im Stehen
  • Langzeit-EKG
  • Belastungs-EKG
  • Echokardigrafie einschießliche Farbdoppler-Verfahren
  • Sonografie oder Ultraschall des Bauches (Abdomen), der Harnblase (vesica urinaria), Speicheldrüsen (Glandula salivariae) und Schilddrüse (Thyroidea)
  • Farbduplexsonografie extrakranieller (außerhalb des Schädels liegender) Blutgefäße und der Arterien und Venen in den Armen und Beinen (Extremitäten)
  • Funktionstest der Lunge einschließlich der Resistancebestimmung (Resistenz oder nicht-elastischer Widerstand der Lunge beim Atmen)
  • Kernspinresonanzspektroskopie
  • Computertomografie
  • EEG

und das ​​​​​​​​​​​​​​sogenannte testpsychologische Screening

 

Ein maßgebliches Element psychosomatischer diagnostischer Maßnahmen stellt die psychiatrisch-psychotherapeutische Befundermittlung mittels EEG oder Elektroenzephalogramm, kranialer Computertomografie oder Kernspinresonanzspektroskopie zur bildgebenden Wiedergabe der Blutgefäße des Schädels.

 

Risiken und Nebenwirkungen der Psychosomatik

 

Im Zusammenhang mit der Aufklärung der Patienten über Behandlungsmethoden und Risiken sowie eventuell zu erwartende Risiken sind folgende Punkte signifikant:

 

 

 

  • Erstverschlechterung
  • keine Heilungsergebnisse
  • Selbstgefährdung (Suizid- oder Selbstmordverlangen) und Selbstverletzung
  • Nebenwirkungen von Psychopharmaka laut Beipackzettel

Die Nebenwirkungen und Komplikationen im Rahmen der Psychosomatik sind von Patient zu Patient variabel. Der entscheidende Vorteil einer medizinischen Basisversorgung der Psychosomatik ist, dass es sich überwiegend um integrative Zielstellungen handelt, bei denen jedoch immer auf die Individualität der Patienten Rücksicht genommen wird.

 

 

 

Sollten ungünstige Nebenwirkungen auftreten, dann sind diese nur von kurzer Dauer, weil die Behandlungen doch sehr anspruchsvoll sind und viel Kraft von den Patienten erfordern.

 

 

 

Sind die Nebenwirkungen positiv, dann sollten diese sogar so lange wie möglich anhalten, damit die Patienten soviel wie möglich von einer psychosomatischen Therapie profitieren.

 

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen der Psychosomatik

 

Bei allen Behandlungsarten müssen Wechselwirkungen und Gegenanzeigen  beherzigt werden. Dieser Kernpunkt ist gleichfalls bei der Psychosomatik bedeutsam. Gegenüber den Indikationen beziehungsweise den eine Behandlung bejahenden Gründen muss den Kontraindikationen beziehungsweise die verneinenden Aspekte ebenfalls Folge geleistet werden.

 

Dazu zählen in der Psychosomatik:

 

 

 

  • schwere physische Krankheiten
  • schwere geistige und körperliche Behinderungen
  • chronische oder akute Psychosen (psychische Veränderung, die mit einem Verlust des Bezugs zur Wirklichkeit verbunden ist)
  • akut bestehende Selbstmordgefährdung (Suizidalität)
  • hirnorganisches Psychosyndrom (Psychose, die vom Gehirn ausgeht)
  • an eine Substanz gebundene Sucht- oder Abhängigkeitserkrankung mit vollständig ausgeprägten Krankheitsmerkmalen
  • fehlende Motivation
  • Zwangsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen mit Drang oder Durchführung von selbst verletzenden Handlungen
  • Pflegebedürftigkeit ab der Pflegestufe 2
  • ansteckende Infektionskrankheiten

Diese Gegenanzeigen werden gemeinsam mit instabilen sozialen Bedingungen sowie dem sozialer Basiskompetenzen als Ablehnungsbegründung für eine psychosomatische Behandlung angesehen. Abweichungen gibt es allerdings in Hinblick auf die unterschiedliche Patientenkonstellation, innerhalb derer sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene zu einre Therapie eingeladen werden.

 

Fachleute für die Psychosomatik

 

 

 

Diese umfassend geschulten Spezialisten bieten ihre Leistungen in voll- und teilstationären Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen sowie in ihre ambulanten Praxen an.

 

Unser Fazit zur Psychosomatik

 

Die Psychosomatik bieten Patientinnen und Patientinnen eine enorme Bandbreite an Behandlungen an. Damit können die Betroffenen wieder den Weg in ein normales Leben zurück finden. Sowohl bei psychosomatischen Krankheiten als auch bei somatopsychischen Auffälligkeiten und bei sonstigen Störungen der Befindlichkeit kann die Psychosomatik Hilfe leisten.

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