Hautflechte

Steckbrief: Hautflechte

  • Name(n): Flechte; Hautflechte
  • Art der Krankheit: Hauterkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: teilweise
  • Art des Auslösers: Virus; Pilz; Allergie oder Stress
  • Wieviele Erkrankte: rund 2 Millionen Deutsche
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 l40-l45

Erkrankung der Hautoberfläche

Allgemein bezeichnet eine „Flechte“ eine Hauterkrankung. Meist sind sie leicht entzündlich und werden von einem Ausschlag begleitet. Je nach Ausprägung kann die Haut dabei auch stark schuppen und/oder jucken.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Flechten, die völlig verschiedene Ursachen haben können. Manche Flechten, wie die Röschenflechte, ist dabei kaum erforscht und ihre Entstehung ist noch immer nicht geklärt.

Hautflechte, wie die Schuppenflechte oder ein Hautpilz, sind für die Betroffenen oft sehr unangenehm. Sie sind nicht nur schmerzhaft, sondern führen häufig zu einer Scham in der Öffentlichkeit für die deutlich sichtbare Erkrankung. Aber es gibt Hoffnung. Viele Flechten können effektiv geheilt oder wenigstens gelindert werden.

Definition Flechte

Die Hautflechte ist der Überbegriff verschiedener Arten von Hauterkrankungen. Betroffen ist dabei immer die Hautoberfläche, die eventuell eine leicht schuppige Struktur entwickeln kann. Außerdem leiden viele Betroffene unter Entzündungen. Flechten sind auch für das eigene Umfeld deutlich zu erkennen, was den Leidensdruck für die Betroffenen oft stark erhöht.

Man unterscheidet zwischen einigen Flechtenarten. Darunter auch die Schuppenflechte, die von einem starken Juckreiz begleitet wird. Am häufigsten allerdings tritt die so genannte Knötchenflechte auf.

Etwas seltener kommt die Bartflechte vor. Sie umschreibt den Bereich, in dem normalerweise die Behaarung im Gesicht vorkommt (also dort, wo beim Mann eigentlich der Bart wächst). Typischerweise tritt sie auch nur bei Männern auf. Allerdings nicht nur bei jenen, die auch wirklich Bartwuchs haben.

Die Röschenflechte hingegen tritt nur bei Kindern zwischen etwa dem 10. und Erwachsenen bis zum 35. Lebensjahr auf. Weshalb das so ist, ist bislang nicht ausreichend erforscht, auch wenn zeitweise vermutet wurde, ein Herpesvirus sei der Auslöser. Bestätigt hat sich diese Theorie bisher nicht. Weshalb jüngere Kinder und ältere Menschen nie von der Röschenflechte betroffen sind, ist also ungeklärt.

Außerdem zählen auch Hautpilze zu den Hautflechten.

Was ist eine Flechte?

Die Flechte auf der Haut kann unterschiedlich ausgeprägt sein. Je nach Art bringt sie vielen bis überhaupt keine Beschwerden mit sich. Mal ist sie heilbar und mal kann selbst ein Arzt überhaupt nichts zur Heilung beitragen.

Hautflechten haben aber dennoch alle etwas gemeinsam: Sie verändern das Hautbild. Manchmal sind es eher vereinzelte Flecken, die entstehen und mal bilden sich Herde, die großflächig auftreten oder gar zusammen wachsen können. So erscheint es, als sei der gesamte Körper übersät. Manche Hauterkrankungen begleiten die Betroffenen schon fast ihr gesamtes Leben lang.

Schuppenflechte
An Schuppenflechte beispielsweise können schon Kinder leiden. Selbst Säuglinge haben direkt nach der Geburt eine ausgeprägt Schuppenflechte (Psoriasis). Das bestätigt, dass die Schuppenflechte erblich bedingt ist. Das Schlimme daran: Es bilden sich entzündete Stellen, vor allem an Ellenbogen und Kniebeugen, die stark jucken. Der Grund: bei Menschen mit Schuppenflechte erneuert sich die Haut wesentlich schneller.

Weil die Schuppenflechte auch manchmal auf der Kopfhaut auftritt, vermuten manche Menschen dahinter tatsächlich echte Schuppen. Das sind sie im Prinzip auch, allerdings hilft dagegen kein Schuppenshampoo. Recht häufig verläuft die Schuppenflechte chronisch, das heißt es treten immer wieder so genannte Schübe auf, die einem Ausbruch der Krankheit nahe kommen. Sie wechseln sich mit Phasen ab, in denen die Krankheit milde verläuft oder gar ganz verschwunden ist.

Hautpilz
Auch ein Hautpilz tritt ebenso häufig bei Kleinkindern wie auch bei Erwachsenen auf. Er ist hoch ansteckend. Er überträgt sich allerdings im Kindergarten deutlich schneller und einfacher als dies bei Erwachsenen der Fall wäre.

Der Hautpilz tritt in Form von runden Kreisen, meist dunkler gefärbt als die eigene Hautfarbe, am Bauch und Rücken auf und kann dezent jucken. Auslöser ist ein Hefepilz.

Röschenkrankheit
Die Röschenkrankheiten hingegen sieht zwar oft erschreckend aus, kann aber nicht auf andere Personen übertragen werden. Sie entsteht mit einer so genannten Mutterzelle: Ein Fleck, etwa mit dem Durchmesser einer Walnuss, der zunächst nur einzeln auftritt. Er juckt meist nicht.

Nach etwa 4 bis 7 Tagen treten dann die restlichen roten Flecken auf, die sich am gesamten Körper verbreiten. Sie sind nicht entzündlich, jucken meist nur wenig und bereiten den Betroffenen keinen Beschwerden. Die Röschenkrankheit verschwindet von selbst nach 6 bis 10 Wochen wieder. Sie muss und kann nicht behandelt werden. Das Gute daran ist, dass das Gesicht nur selten vom Ausschlag betroffen ist und außer den Flecken keine Probleme auftreten.

Hautflechte
Die Hautflechte wird ebenfalls durch einen Pilz (Schimmel-, Hefe- oder Fadenpilz) ausgelöst. Sie zählt zu den typischen Infektionskrankheiten und kann recht gut behandelt werden, wenn sie früh diagnostiziert wird.

Die Hautflechte ist auch unter dem Namen Mykose bekannt. Die Ursache ist meist eine Ansteckung mit dem Fadenpilz bei einer anderen Person. Das passiert vor allem dann, wenn das eigene Immunsystem bereits geschwächt ist.

Knötchenflechte
Sie ist auch bekannt als Lichen ruber planus und kann sogar Haarausfall auslösen. Die Knötchenflechte juckt stark und ist entzündlich. Ihre Ursache allerdings ist noch nicht geklärt. Nur Menschen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr erkranken daran und es trifft tatsächlich bis zu 4 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens. Damit tritt die Knötchenflechte unter den Hauterkrankungen recht häufig auf.

Auf der Haut bilden sich Papeln auf der Haut und im Mund und den Genitalien sind die Schleimhäute betroffen. Ist die Kopfhaut betroffen, fallen die Haare aus und wachsen in vielen Fällen an diesen Stellen nicht mehr nach.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen sind je nach Flechte unterschiedlich. Keine bekannte Ursache hat die Röschenflechte. Es ist unklar, weshalb sie bei manchen Menschen plötzlich auftritt und wie von selbst nach einigen Wochen wieder verschwindet. Ebenso steht es um die Knötchenflechte: Ihre Ursache konnte bislang nicht erforscht werden.

Die Hautflechte und der Hautpilz sind jeweils übertragbar und finden ihre Ursache daher in der Ansteckung bei anderen Menschen. Aber die Übertragung passiert meist nur dann, wenn auch andere Gegebenheit vorliegen:

  • Ein geschwächtes Immunsystem,
  • Vitamin– und Nährstoffmangel,
  • ein bereits angeschlagener Körper ohne ausreichend Abwehr (z.B. inmitten einer Chemotherapie,
  • eventuell auch starkes Schwitzen und starke Hitze sowie
  • die Verwendung sehr fetthaltiger Cremes, durch die das Wachstum des Pilzes begünstigt wird

Bei der Bartflechte ist zwar auch ein Fadenpilz der Überträger der Krankheit, aber betroffen sind dennoch meist Männer, die in ländlichen Gebieten leben. Der Pilz der Art „Trichophyton mentagrophytes“ wird nämlich meist durch Rinder und Kühe übertragen. Bereits ein kurzer Kontakt zu infizierten Tieren reicht für eine Ansteckung aus.

Die Schuppenflechte hingegen ist genetisch bedingt und nicht ansteckend. Dennoch kann sie erst im Laufe eines Lebens entstehen und hat verschiedene Ursachen. Neben der genetischen Voraussetzung können auch Risikofaktoren die Krankheit auslösen:

  • Infektionen mit Streptokokken (auch im Kindesalter möglich),
  • Nikotin und Alkohol,
  • Verletzungen der Haut,
  • Stress,
  • hormonelle Veränderungen z.B. in den Wechseljahren oder der Pubertät

Eventuell spielt auch die Ernährung eine Rolle. Wärme und Sonne mildern die Schuppenflechte meist, während die Beschwerden im Winter stärker sind.


Symptome & Anzeichen

Keinerlei Anzeichen unter den Flechten hat die Röschenflechte. Sie ist tatsächlich eine der wenigen Erkrankungen, die einfach da sind und auch ebenso plötzlich wieder verschwinden. Sie kündigt sich nicht an und hat auch – außer den Ausschlag selbst – meist keine Symptome. Typisch für die Röschenflechte ist aber die so genannte Mutterzelle. Dieser Primärfleck tritt immer einige Tage vor dem Ausbruch der Herde aus und von ihm aus verbreitet sich die Krankheit röschenartig am restlichen Körper. Nur sehr selten leiden Betroffene zusätzlich an Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen. Patienten sind stattdessen fast immer beschwerdefrei. Nicht einmal ein Juckreiz tritt auf.

Wer sich mit einem Hautpilz ansteckt, hat allerdings bereits vor dem Ausbruch erste Anzeichen. Die sollten auch ernst genommen und schnell ein Arzt aufgesucht werden. Typische Anzeichen für einen Hautpilz sind:

  • Ansteckung von Mensch zu Mensch,
  • entweder durch direkten Kontakt oder über dritte Objekte (Türklinken oder auch Nahrungsmittel,
  • rote und juckende Stellen,
  • nässende Haut, z.B. zwischen zwei Fingern oder zwei Fußzehen

Die Schuppenflechte hingegen zeichnet sich durch andere Symptome ab und kündigt sich bereits in einem früheren Stadium an:

  • starke Rötung,
  • sehr stark begrenztes Auftreten (nicht verlaufend),
  • starke Durchblutung der betroffenen Regionen,
  • starker Juckreiz,
  • Schuppenschicht, die manchmal etwas glänzt und
  • Risse oder Blasen, eventuell sogar mit Eiterbildung

Unter den Flechten ist die Schuppenflechte vermutlich jene, die am meisten Beschwerden für die Betroffenen verursacht. Da sie immer wieder in Schüben ausbricht, können aber erträgliche Phasen mit geringen Symptomen entstehen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Schuppenflechte

Sie kann bei den Betroffenen meist früh erkannt werden, da ihre Symptome sehr typisch sind. Die schuppende, oft glänzende Haut ist charakteristisch für die Schuppenflechte, was ein frühes medizinische Einschreiten möglich macht. Wird die Schuppenflechte nicht behandelt, wird sie meist nur schlimmer. Eine Selbstheilung durch Nichtstun ist im Prinzip ausgeschlossen. Ob allerdings wirklich starke Medikamente nötig sind hängt zu einem großen Teil von der Ausprägung ab und auch davon, wie groß der Leidensdruck für die betroffene Person ist.

Da die Schuppenflechte vermutlich auch durch Stress und falsche Ernährung verschlimmer wird, kann der Krankheitsverlauf auch durch eine veränderte Lebensweise positiv beeinflusst werden.

Hautpilz
Sind einzelne Hautbereiche rot und jucken stark, so sollte bereits ein Hautarzt aufgesucht werden. Je früher ein Hautpilz erkannt und behandelt wird, desto einfacher ist die Heilung möglich.

An der Haut ist außerdem auffällig, dass die Haare – also auch die Körperhaare – an jenen Stellen einfach abbrechen, an dem die Haut erste Symptome zeigt. So entstehen dann Abszesse, die zur Eiterbildung neigen können, wenn sie sich entzündet haben. Eine Diagnose ist aber meist einfach zu stellen, da der Hautpilz sich eindeutig zu erkennen gibt.

Röschenflechte
Sie verläuft problemlos und heilt von selbst wieder ab. Die Krankheit beginnt mit einem Primärfleck, um den sich viele kleine rote Flecken bilden, die keine bis sehr geringe Beschwerden auslösen. Nach rund 6 bis 8 Wochen verblasse dann alle Flecken und die Krankheit verschwindet von selbst wieder. Es gibt keine Cremes oder Lotionen zur Linderung oder zum schnelleren Abklingen. Selten dauert es mehrere Monate bis der Ausschlag vollständig verblasst ist.

Eine Diagnose ist einfach zu stellen, wenn der Primärfleck erkannt wurde. Die Röschenflechte hinterlässt außerdem keinerlei Narben, so dass Abwarten für die Betroffenen das Einzige ist, das sie tun können.

Hautflechte
Die Hautflechte befällt nicht nur die Haut des Menschen, sondern auch dessen Schleimhäute. Ein Dermatologe kann zur Findung der Diagnose einzelne Hautschüppchen unter dem Mikroskop untersuchen.

Außerdem kann der Erreger im Labor untersucht werden, so dass der Pilz exakt bestimmt werden kann. Wenn der Pilz genau bestimmt ist, ist eine exakte Behandlung möglich und die Diagnose ist eindeutig und verlässlich. Je früher die Hautflechte erkannt und behandelt wird, desto größer wird die Chance, dass ein chronischer Verlauf gestoppt werden kann.

Knötchenflechte
Die Knötchenflechte ist nicht ansteckend und wird nicht durch einen Pilz ausgelöst, daher ist eine Anzucht zur Bestimmung des genauen Pilzerregers im Labor nicht machbar.

Ein Dermatologe kann denn bereits über die äußeren Symptome einfach feststellen, dass es sich um Lichen ruber planus handelt. Die Papeln haben typischerweise ein netzförmige Streifen, die gut erkennbar sind. Zwar nicht mit dem bloßen Auge, aber das Mikroskop kann auch bei hier bei der Diagnosefindung unterstützen.

Außerdem kann der Arzt auch einzelne Knötchen entnehmen und auf eine Verdickung auf ihrer Oberfläche hin überprüfen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

An der Schuppenflechte leiden weltweit rund 125 Millionen Menschen. Mehr als die Hälfte der Patienten erkrankt noch vor ihrem 40. Geburtstag daran. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen. Häufig leiden auch schon Kinder darunter, ein kleiner Teil bekommt die Schuppenflechte sogar schon kurz nach der Geburt.

Der Hautpilz ist weit verbreitet. Etwa jeder dritte Deutsche hat irgendwann in seinem Leben wenigstens einmal damit zu kämpfen. Am häufigsten steckt man sich dabei mit Fußpilz an.

Die Röschenkrankheit betrifft meist fast nur junge Erwachsene bzw. Kinder ab dem 10. Lebensjahr. Ältere Personen erkranken so gut wie nie an der Röschenflechte.

Die Hautflechte, also die Mykose, betrifft nur rund 1 Prozent der Bevölkerung. Wird sie früh und effektiv behandelt, wird sie nicht chronisch und tritt daher oft kein zweites Mal auf.


Komplikationen bei der Krankheit

Schuppenflechte

Hierbei sind schwere Komplikationen möglich. Je stärker die Haut schuppt, desto größer sind oft auch die Beschwerden der Patienten. Während bei der Schuppenflechte einerseits die Pflege der Haut oberste Priorität zu haben scheint, muss zeitgleich aber auch die Psyche im Auge behalten werden.

Viele Betroffene schämen sich für ihre Erkrankung so sehr, dass sie damit beginnen sich von der Gesellschaft zu isolieren. Sie trauen sich kaum mehr nach draußen und gehen nur in langer Kleidung unter andere Menschen. Das wiederum kann die Krankheit noch verschlimmern, denn auch eine psychische Ursache wird hinter der Schuppenflechte vermutet. So kann im schlimmsten Fall eine Depression entstehen und die völlige Abkapselung von der Gesellschaft.

Je schlimmer das Hautbild, desto schlechter geht es den Betroffenen damit. Kinder werden oft gehänselt und erleben dann – neben den körperlichen Beschwerden – noch seelischen Leiden.

Hautpilz
Der Hautpilz verursacht einen starken Juckreiz und Rötungen. Der Kreislauf ist leider nur schwer zu durchbrechen: Je stärker es juckt, desto stärker wird gekratzt und das wiederum führt zu einem noch stärkeren Juckreiz. Allerdings kann dieser etwas gelindert werden.

Wenn die Abszesse bilden setzt auch bei den Betroffenen oft eine Scham ein und sie trauen sich kaum mehr unter andere Menschen. Die psychische Probleme dürfen nicht außer Acht gelassen werde. Eventuell kann auch Haarausfall einsetzen, der wiederum das seelische Leiden verschlimmert. Allerdings sind die Heilungschancen bei einer frühzeitigen Behandlung sehr gut.

Röschenflechte
Bei der Röschenflechte entstehen so gut wie nie Komplikationen. Sie ist damit die ungefährlichste aller Flechten, denn im Prinzip müssen weder Patient noch behandelnder Arzt tätig werden.

Sie heilt von selbst wieder ab und hinterlässt dabei noch nicht einmal Narben. Außerdem juckt die Flechte nur ganz dezent. Manche Betroffene schildern dennoch, dass der Ausschlag für Scham gesorgt hat. Nach etwa 6 bis 8 Wochen ist aber alles überstanden.

Hautflechte
Je früher die Hautflechte behandelt wird, desto weniger muss mit Komplikationen gerechnet werden. Normalerweise genügt eine lokale Therapie, also jene Therapie, die nicht in den Blutkreislauf des Patienten eindringt (Cremes oder Lotionen).

Die Heilungschancen sind gut und die Nebenwirkungen eher gering. Dennoch kann es im fortgeschrittenen Verlauf der Krankheit zu einer Ausbreitung des Pilzes kommen, der von starkem Juckreiz und Rötungen begleitet wird. Außerdem kann die Haut sich schuppen, was die Beschwerden meist deutlich verschlimmert.

Knötchenflechte
Der Lichen ruber planus heilt fast immer von selbst wieder ab. Das heißt, dass das Leid der Betroffenen meist absehbar ist und nur selten Komplikationen auftreten. Allerdings dauert die Krankheit dennoch 8 bis ca. 18 Monate lang.

In dieser Zeit sind dennoch Komplikationen möglich: Der starke Juckreiz führt dazu, dass die Betroffenen die einzelnen Papeln aufschürfen, so dass sich Narben bilden können. Ist dies auf der Kopfhaut der Fall, kann es sogar sein, dass die Haare an den betroffenen Stellen nie wieder nach wachsen. Kahle Stellen bleiben.

Die Knötchenflechte kann auch im Bereich der Schleimhäute auftreten. Dort könnte sie ein erstes Anzeichen für Krebs sein. Treten im Bereich der Genitalien und/oder des Mundes immer wieder Flechten auf, so ist eine regelmäßige Krebsvorsorge unerlässlich. Dort könnten sich im Laufe des Jahre bösartige Tumore bilden.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Egal um welche mögliche Flechte der Haut es sich handeln kann: Bei Hauterkrankungen ist immer ein Dermatologe zu Rate zu ziehen. Flechten sollten niemals selbst behandelt werden.

Es ist möglich, dass sich der Verlauf massiv verschlechtert und es zu Komplikationen kommt. Bei einem Pilz ist es beispielsweise nötig, ihn so früh wie möglich zu behandeln. Wird das nicht getan, besteht sogar die Möglichkeit, dass der Krankheitsverlauf chronisch wird – Das heißt, die Betroffenen werden dann ihr Leben lang unter der Krankheit leiden und sie nie wieder ganz loswerden.

Je früher mit einer Therapie und Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Heilungschancen. Lediglich die Röschenflechte muss nicht behandelt werden, ein Laie aber kann sie nur schwer eindeutig diagnostizieren. Zum Arzt sollte man also immer dann gehen, wenn das eigene Hautbild verändert scheint, juckt und gerötet ist.


Behandlungsmethoden & Therapie

Schuppenflechte
Leider ist die Schuppenflechte nicht heilbar. Aber sie kann so gelindert werden, dass die Betroffenen über einen längeren Zeitraum fast symptomfrei sind und keine Beschwerden leiden.

Die örtliche Therapie setzt auf Cremes und Lotionen. Sie wirken lokal. Eingesetzt werden Produkte mit Vitamin D und Kortikoide, die die Entzündungen unter den obersten Hautschichten beseitigen sollen. Außerdem wird gegen die Schuppenflechte häufig eine Lichttherapie angewandt, die gute Erfolge erzielt.

Ist der Verlauf der Schuppenflechte fortgeschritten und eher schwer, wird auf so genannte Immunsuppressiva gesetzt: Sie unterdrücken das eigene Immunsystem.

Außerdem muss die Hautpflege sehr akribisch befolgt werden. Weil die Haut bei der Schuppenflechte unter massivem Mangel an Feuchtigkeit leidet, sind Fettcremes zu empfehlen. Andere Betroffen wiederum haben trotz Flechte sehr fettige Haut und sollten exakt gegenteilige Produkte verwenden: Aso niedrigen Fett- und stattdessen ein hoher Gehalt an Wasser.

Jeder Patient muss individuell eingestellt werden.

Hautpilz
Wird der Hautpilz nicht behandelt, so gibt es keine Chance auf Heilung. Er verschwindet nicht von selbst wieder und breitet sich weiter aus.

Ist der Pilz früh erkannt worden und hat sich am Körper noch nicht weit verbreitet, so kann er oberflächlich mit Antimykotikum behandelt werden, z.B. mit Cremes, Salben oder Lotionen. Innerhalb weniger Tage kann dann die Heilung einsetzen und der Pilz verschwindet ohne Spuren zu hinterlassen.

Wenn allerdings bereits die tiefer liegenden Hautschichten betroffen sind, ist die Behandlung nicht so einfach und schnell abgeschlossen. Medikamente müssen dann oft in Form von Tabletten eingenommen werden und der Erreger wird im Körperinneren bekämpft.

Röschenflechte
Sie muss nicht behandelt werden. Wichtig ist dennoch, dass sie eindeutig diagnostiziert wird, damit andere Erkrankungen ausgeschlossen werden können. Da sie der Syphillis sehr ähnlich sieht und diese unbehandelt einen schweren Verlauf nehmen kann, sollte sie klar ausgeschlossen werden können.

Ist dies passiert, muss und kann nichts weiter getan werden. Die Krankheit verschwindet nach einigen Wochen wieder. Manchmal ist das für die Betroffenen schwer zu akzeptieren, wenn „Nichts“ tatsächlich das Einzige ist, das man tun bzw. nicht tun kann.

Hautflechte
Auch die Hautflechte kann zunächst in einem frühen Stadium lokal behandelt werden. Der Vorteil ist, dass dabei so gut wie keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen auftreten und die Cremes gut verträglich sind.

Wenn die Schleimhäute ebenfalls befallen sind, müssen Zäpfchen oder Säfte eingesetzt werden (systemische Behandlung). Aber zuvor muss der Pilz benannt werden, damit eine individuelle Therapie möglich ist.

In schweren Fällen es nötig sein, dass eine lokale und eine systemische Behandlung gemeinsam eingesetzt werden müssen.

Knötchenflechte
Grundsätzlich ist nicht Knötchenflechte nicht heilbar und klingt von selbst wieder ab. Dennoch verursacht sie starke Beschwerden, die gelindert werden müssen, auch wenn die Krankheit nach spätestens 18 Monaten oft von selbst wieder verschwunden ist.

Viele Patienten berichten aber auch davon, dass sie keinerlei Beschwerden haben. Insofern ist sie der Röschenflechte relativ ähnlich: Sie stört die Betroffenen kaum, hat eine ungeklärte Ursache und kann nicht behandelt werden.

Klassischerweise werden Cremes mit dem Wirkstoff Kortison eingesetzt, um die Beschwerden zu lindern. Gegen das Jucken hilft vor allem Kälte: Umschläge, Kompressen oder Eiswürfel lindern die Beschwerden. Die Patienten sollen aber vor allem eines: Nicht kratzen!


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Nicht schützen kann man sich gegen

  • Die Röschenflechte und
  • die Knötchenflechte

Sie haben einen unbekannten Auslöser und verschwinden von selbst wieder. Da nicht geklärt ist, weshalb sie überhaupt entstehen, aber dennoch erforscht ist, dass sie nicht ansteckend sind, gibt es keine Möglichkeiten zur Prävention.

Sowohl der Hautpilz- also auch die Hautflechte werden durch einen Pilz übertragen und sind somit ansteckend. Die Bartflechte wird über Tiere übertragen und tritt lediglich in ländlichen Regionen auf. Vorbeugend sollte auf Kontakt zu infizierten Menschen und Tieren verzichtet werden. Das bedingt aber, dass man selbst von der Erkrankung weiß.

Die Schuppenflechte wiederum hat zwar einen genetischen Ursprung, kann aber dennoch am besten vorgebeugt werden, weil sie einige Risikofaktoren hat. Übergewicht, Stress und falsche Ernährung scheinen aber dennoch eine Rolle zu spielen und die Erkrankung zu verschlimmern.

Impfungen gegen Flechten gibt es nicht.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung bei der Knötchen- und der Röschenflechte sind gut. Die Krankheit heilt immer von selbst ab, es kommt nur selten zu Komplikationen. Oft gibt es noch nicht einmal Beschwerden und außerdem Ausschlag bzw. den Papeln und leichtem Juckreiz müssen die Betroffenen vor allem etwas Geduld haben.

Die Schuppenflechte hingegen ist bislang überhaupt nicht heilbar. Die Betroffenen müssen also mehr oder weniger ihr gesamtes Leben lang mit der Krankheit zurecht kommen. Die Symptome können aber gelindert werden und es gibt sogar Phasen, in denen so gut wie überhaupt keine Beschwerden auftreten. Die Beschwerden können sich aber wieder verschlimmern. Die Schuppenflechte ist aber auch die einzige Flechte, deren Verlauf auch vom eigenen Tun oder Nichttun abhängt. So spielen bei ihr Ernährung, Gewicht und Gewohnheiten eine große Rolle. Das Gefühl „selbst Schuld“ an etwas zu sein, belastet die Betroffenen meist zusätzlich.

Wer sich mit einem Pilz angesteckt hat, hat wiederum gute Prognosen zur Heilung. Aber auch nur dann, wenn der Pilz bisher nur die oberflächliche Haut befallen hat und die Schleimhäute nicht betroffen sind. Viel eher ist hier darauf zu achten, dass niemand aus dem Umfeld sich ansteckt. Die eigene Familie sollte also geschützt werden, damit die Heilung nicht zeitgleich auch bedeutet, dass man währenddessen z.B. das eigene Kind angesteckt hat. Ansonsten könnte ein Kreislauf innerhalb der Familie entstehen.

Oft reicht aber, sich durch Kleidung und direkte Berührung zu schützen.


Hautflechten und psychische Folgen

Wer unter einer Hautflechte leidet hat ganz häufig schon große Probleme mit den eigentlichen Beschwerden. Die Haut juckt, es bilden sich Papeln, rote Flecken und zu alledem noch eine Schuppenschicht. Je nach Art der Flechte können die körperlichen Beschwerden schwerwiegend sein und sogar zu Schlafproblemen führen. Andere Flechten wiederum stören im Alltag kaum.

Dennoch haben alle Flechten eines gemeinsam: Sie sehen für das eigene Umfeld erst einmal erschreckend aus. Vielleicht vermutet Freunde und Bekannte dahinter gar eine hoch ansteckende, schlimme Krankheit und entfernen sich von einem. Manchmal haben sie damit sogar recht, denn ein Hautpilz bzw. die Hautflechte wird durch Pilze übertragen und ist wirklich ansteckend. Die Schuppenflechte hingegen ist es nicht. Doch was können Betroffene tun, um mit den begleitenden Problemen der plötzlich veränderten Optik umgehen zu können?

Kinder ernst nehmen
Kinder, die an einer Flechte leiden, haben es oft am schwersten. Sie werden in der Schule gemobbt und finden nur schwer Freunde. Den Eltern tut dies oft genauso weh wie dem Kind. Wichtig ist daher, dass offene Gespräche stattfinden. Das Kind muss sich seinen Eltern anvertrauen können, die Eltern wiederum müssen ihr Kind ernst nehmen. Denn es IST nun einmal wirklich schlimm, wenn man gehänselt wird und anders aussieht als die anderen. Das Kind soll über seine Ängste und Sorgen sprechen dürfen, denn sie sind wichtig. Vielleicht kann Kontakt zu anderen Betroffenen geknüpft werden, damit das Kind sich mit Gleichaltrigen austauschen kann. Gerade wenn das Selbstbewusst noch nicht stark entwickelt ist, kann es wichtig sein, sich austauschen zu können. Da sind die eigenen Eltern oft nicht die erste Wahl.

Früh Hilfe in Anspruch nehmen
Vielleicht mag es nicht jedem so leicht fallen, aber eine Psychotherapie kann helfen mit der Flechte umzugehen. Der erste Schritt ist immer der schwerste. Aber schon bald werden die Betroffenen merken, dass sie mit der psychischen Belastung nicht alleine bleiben müssen. Ihnen kann geholfen werden. Oft genügt eine Gesprächstherapie, ein Raum in dem man sich mitteilen und seine Sorgen loswerden kann. Je früher Hilfe in Anspruch genommen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine echte Depression entwickelt. Nicht immer muss diese auch wirklich mit starken Medikamenten behandelt werden. Hilfe ist aber immer nötig, wenn die Psyche leidet.

Depressionen müssen behandelt werden
Sobald jemand vermutet, unter eine echten Depression zu leiden, ist Handeln unerlässlich. Wer sich zu Hause verkriecht, kaum noch Kontakt zu anderen Menschen sucht und diesen auch nicht möchte, hat vermutlich eine depressive Erkrankung. Diese müssen immer behandelt werden, eventuell mit Medikamenten. Nur so kann die Lebensfreude wieder zurück kehren und neues Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Das Schlimmste wäre, wenn ein Mensch sogar über einen möglichen Suizid nachdenkt, weil das eigene Leben nicht mehr lebenswert erscheint. So weit sollte es gar nicht erst kommen müssen. Es muss wieder Lebensfreude empfunden werden und das ist nur mit therapeutischer Unterstützung möglich.

Offensiv gegen die Krankheit vorgehen
Es sagt sich so leicht und für Betroffene erscheint es an manchen Tagen schlicht nicht möglich: Aber der offensive Gang nach draußen kann helfen. Wer unter schuppiger, geröteter Haut mit Papeln neigt, wird die Blicke von anderen bereits kennen. Vielleicht aber ist das Hautbild gar nicht so schlimm wie man immer vermutet. Manchmal muss man sich einfach trauen, das Haus zu verlassen, etwas essen zu gehen oder einen Spaziergang zu machen. So schwer es auch erscheint: Man muss sich in regelmäßigen Abständen dazu zwingen. Je länger Betroffene am gesellschaftlichen Leben nicht teilnahmen, desto schwieriger erscheint dieser Gang irgendwann.

Alternative Behandlungsmethoden

Wichtig ist, dass eine Hauterkrankung immer ärztlich abgeklärt wird. Es ist wichtig exakt zu wissen, um welche Erkrankung es ist handelt und wie dies am besten behandelt wird. Es macht einen enormen Unterschied, ob sie heilbar ist oder nicht und ob sich andere Menschen damit anstecken können. Eventuell verzögert die Selbstbehandlung die Heilung in Wirklichkeit nur und kann sogar dazu führen, dass sich beispielsweise ein Pilz immer weiter ausbreitet.

Die Alternative Medizin kann aber ergänzend eingesetzt werden, wenn ein Dermatologe die Freigabe hierfür erteilt hat. Im schlimmsten Fall kann damit eine Verschlimmerung der Symptome eintreten, daher darf ohne ärztlichen Rat keine Maßnahme erfolgen.

Kühlende Massagen
Die Haut zu kühlen kann gegen Juckreiz helfen. Massagen sollten deshalb so gewählt werden, dass sie keine Wärme erzeugen, sondern die Haut kühlen. Eingesetzt werden kühlende Lappen oder auch Eiswürfel. Professionell muss diese Massage außerdem nicht erfolgen: Das kann auch der Partner am Abend vor dem Schlafen machen. So verbessert sich eventuell auch die Schlafqualität, wenn der Juckreiz nicht am Einschlafen hindert.

Diät und Saftkuren
Schuppenflechte scheint sich nach aktuellen medizinischen Forschungen immer dann zu verschlimmern, wenn die Ernährung „schlecht“ wird. Wer zu viel Zucker und Fett zu sich nimmt, wem es an Vitaminen und Mineralstoffen mangelt, neigt eher zu Schüben. Saftkuren können dabei helfen, den Körper kurzfristig von Giftstoffen zu befreien. Spezielle Diäten sollten am immer ärztlich begleitet werden. Wer unter Übergewicht leidet, sollte sich am besten an eine Ernährungsberatung wenden.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige Hausmittel gegen Flechten. Allerdings sollte hier explizit unterschieden werden, um welche Hauterkrankung es sich handelt. Ist jemand von einem Pilz befallen, sollten keine Experimente gewagt werden. Die Medikamentation sollte nicht individuell ergänzt werden, die ärztlichen Vorgaben eingehalten werden.

Bei der Schuppen- und Knötchenflechte hingegen können Hausmittel die Beschwerden lindern. So ist mittlerweile erwiesen, dass Sonne und Wärme die schuppige Flechte lindern kann. Auch wenn die Betroffenen sich für ihre Haut schämen, sollte die Sonne ausgenutzt werden. Wann immer es möglich ist sollte der Gang nach draußen erfolgen, am besten mit so wenig Kleidung wie möglich.

Weitere Hausmittel, die das Leiden bei einer Flechte etwas lindern, weil sie den Feuchtigkeitsmangel ausgleichen können, sind

  • Olivenöl auftragen (z.B. mit einem Wattestäbchen),
  • Leinöl (in der Apotheke erhältlich),
  • Apfelessig (gegen den Juckreiz oder
  • Lotion oder Gel aus Aloe Vera

Wichtig: Es kann zu Verschlechterungen kommen, teils sogar zu starken Verschlimmerungen der Beschwerden. Daher ist auch bei Produkten aus dem Bereich „Hausmittel“ immer Vorsicht geboten. Im schlimmsten Fall kann es zu Infektionen kommen, die wiederum eine langwierige Behandlung erfordern. Daher sollte der Arzt hinzugezogen werden und vorab wenigstens gefragt werden, ob ein Produkt eventuell schaden kann.

Heikräuter & Heilpflanzen

Aloe Vera
Die Aloe Vera Pflanze gilt als Wundermittel gegen Hautbeschwerden. Wer unter dauernden Schüben der Schuppenflechte leidet, kann seine Beschwerden so lindern. Es gibt die wohltuende Pflanze als Gel oder Lotion. Es kann auch Juckreiz lindern und wird ebenfalls bei Neurodermitis eingesetzt.

Brunnenkresse
Die Brunnenkresse kann verzehrt werden, wenn sie in den Joghurt oder Quark gegeben wird und gilt als wirksam gegen Ekzeme und Juckreiz. Sie wird auch als Bitterkresse bezeichnet. Getrocknete Kresse hat allerdings meist keine Wirkung mehr und muss daher frisch gezehrt werden. Sie schmeckt auch im Salat gut.

Meersalz
Das Baden in Meersalz kann bei Flechten helfen. So wird beispielsweise für viele Betroffene ein Urlaub am toten Meer zu einem echten Kur-Urlaub, denn der hohe Salzgehalt kann sich positiv auf die Erkrankung auswirken. Ein Meersalz-Bad kann aber auch zu Hause erzeugt werden. Vorsicht ist aber geboten, wenn die Haut bereits stark ausgetrocknet ist und eigentlich viel eher mit Fett versorgt werden müsste. Meersalz kann dann ungeeignet sein.

Ätherische Öle

Wirklich heilen können ätherische Öle keine Hauterkranknung. Vor allem Flechten zählen zu den teilweise komplizierten Hauterkrankungen, die mit Ölen alleine niemals behandelt werden sollten. Trotzdem können sie wohltuend sein, wenn sie beispielsweise als Badezusatz oder bei einer Massage verwendet werden.

Vorsicht ist aber geboten, wenn es sich um eine leicht entzündliche Flechte handelt. Es droht die Gefahr einer Infektion! Wer also offene Stellen, Eiter oder blutige Krusten hat sollte mit dem Einsatz von Ölen, die mit dem Arzt nicht abgesprochen sind, eher vorsichtig sein und sie meiden.

Kamille
Kamillen-Öl kann entzündungshemmend sein und in das Badewasser gegeben werden. Es pflegt die Haut und ist wohltuend. Auch Teebaumöl gilt als Entzündungshemmer.

Thymian
Effektiv soll der dezente Einsatz von Thymian sein. Allerdings sollten schwangere Frauen ihn nicht anwenden. Die Haut kann außerdem stark gereizt werden. Daher sollte das Öl zunächst an einer kleinen betroffenen Stelle über mehrere Tage getestet werden bevor eventuell eine großflächige Verwendung stattfindet.

Rosen
Das so genannte Rosen-Öl hat einen atemberaubenden Duft. Außerdem soll es antiseptisch und antibakteriell wirken. Es darf aber nicht pur, also nicht alleine, verwendet werden und sollte immer nur gering dosiert und gemischt eingesetzt werden, z.B. in Kombination mit anderen Ölen.

Lavendel
Lavendel-Öl wird von vielen Betroffenen der Schuppenflechte eingesetzt. Es soll den Juckreiz effektiv lindern. Außerdem beruhigt es die Sinne, löst Angst und Stress kann verringert werden. Das alles beeinflusst den Verlauf der Schuppenflechte außerdem positiv.

Homöopathie & Globuli

Berberis Aquifolium (Potenz: D12)
Wenn die Haut schuppt und juckt ist dies immer ein Zeichen dafür, dass sie unter Trockenheit leidet. Berberis Aquifolium kann

Cardiospermum (Potenz: D12)
Awendung findet Cardiosperum bei Meschen, die sehr häufig aufgrund ihrer Flechte gereizt sein. Das kann dann der Fall sein, wenn beispielsweise Schlafmangel aufgrund des Juckreizes entsteht.

Ichthyolum (Potenz: D4)
Kann allgemein bei Schuppenflechte zum Einsatz kommen.

Graphites (Potenz: D12)
Graphites kann seine volle Wirkung vor allem dann entfalten, wenn die betroffene Person zusätzlich viel an die frische Luft geht. Wärme und viel Schlaf wirken sich außerdem positiv aus. Auf regelmäßiges Essen sollte geachtet werden.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salz Nr. 6 (Kalium sulfuricum) Potenz D6 bis D12
Nr. 6 wird vor allem auch bei empfindlichen Schleimhäuten eingesetzt. Es kann also bei einem Pilzbefall, der auch auf die Schleimhäute übergangen ist (Mund und/oder Genitalien) unterstützend wirken und wird beispielsweise als Tabletten eingenommen.

Schüssler-Salze Nr. 1 (Calcium fluoratum) Potenz D6 bis D12
Wird auch als Calium Fluorid bezeichnet und kann auch bei einem schwachen Bindegewebe eingesetzt werden. Neigt der Körper zu übermäßiger Hornhautbildung kann Caliumfluorid helfen. Genau das passiert bei der Schuppenflechte: Die Haut erneut sich zu schnell und bildet daher Schichten von Hornhaut. Die eigentliche Entzündung ist daher schwer zu erreichen. Schüssler-Salze Nr. 1 kann dabei helfen die Hautschichten zu reduzieren.

Diät & Ernährung

Gegen einen Pilz auf der Haut in Form einer Hautflechte oder einem Hautpilz kann die Ernährung leider wenig ausrichten. Auch die Knötchen- und Röschenflechte lässt sich davon nicht beeindrucken. Sie heilt ohnehin in einem fest definierten Zeitraum von selbst wieder ab – völlig egal was Betroffene tun. Diese können sich daher etwas hilflos fühlen.

Anders sieht es bei der Schuppenflechte aus. Denn diese kann einen positiven Verlauf nehmen, wenn die Ernährung angepasst wird. Es gibt zahlreiche Tipps:

  • wenig bis keine Wurstwaren verzehren,
  • viel Wasser trinken und zeitgleich andere Getränke vollständig reduzieren,
  • Verzicht auf Koffein,
  • keinen Alkohol und Nikotin konsumieren,
  • viele natürliche öl- fetthaltige Produkte essen (z.B. Fisch),
  • Olivenöl als einziges Öl verwenden

Außerdem sollte auf übermäßigen Konsum von Zucker verzichtet werden. Die Schuppenflechte tritt gehäuft bei Meschen auf, die übergewichtig sind, weshalb die Ernährung durchaus auch erwiesen eine Rolle bei der Entstehung bzw. dem Ausbruch der Krankheit eine Rolle spielt.

Wer sein Übergewicht bekämpft und eine gesunde Ernährung etabliert, die keinen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen hat, kann auf sehr natürliche Weise das Krankheitsbild verbessern. Die Haut reagiert außerdem sehr schnell auf eine geänderte Ernährung. Sogar die Gesichtshaut kann positiv beeinflusst werden und Pickel oder Akne verschwinden.

Aber es kann eben auch exakt das Gegenteil passieren: Wer seine Ernährung ändert und plötzlich Lebensmittel konsumiert, die dem eigenen Hautbild nicht gut tun, kann dieses sich massiv verschlechtern. Bei der Ernährung gilt daher vor allem eines: Ausprobieren. Man muss vorsichtig probieren, was der eigenen Haut gut tut und was nicht und auch recht viel Geduld mitbringen. Denn manchmal dauert es Wochen bis die Flechte reagiert oder sich eventuell verbessert oder verschlechtert. Wer also vermutet, dass das Weglassen eines bestimmten Lebensmitteln der Gesundheit schadet, kann nicht nach zwei oder drei Tagen bereits Ergebnisse erwarten.

Sobald das Übergewicht reduziert wurde, zeigen sich aber schnell Ergebnisse.

FAQ – Fragen & Antworten

Muss jede Flechte behandelt werden?
Manchmal kann eine Flechte nicht behandelt werden, weil sie nicht geheilt werden kann. Manchmal heilt sie sich auch selbst und es ist kein Zutun nötig. die Röschenflechte und Knötchenflechte reagiert nicht auf Cremes oder Salben. Dennoch ist bei jeder Hauterkrankung nötig, dass sie eindeutig diagnostiziert wird.

Denn es kann ansonsten passiere, dass eine Behandlung nicht durchgeführt wird, obwohl sie zwingend notwendig wäre. Ein Pilz beispielsweise heilt sich niemals von selbst und bleibt einfach erhalten, verbreitet sich sogar noch weiter. Auch wenn man selbst also vermutet, es sei kein Pilz, ist das nur von einem Dermatologen eindeutig festzustellen. Laien können das nicht und sollten sich in jedem Fall ärztlich behandeln lassen.

Wie muss man sich bei einer ansteckenden Flechte verhalten?
Wenn man sich mit einem Pilz angesteckt hat, dann ist man selbst auch für andere Menschen ansteckend. Das kann natürlich den Alltag sehr stark einschränken. Aber für Hautflechte und Hautpilz gilt, dass sie mit den richtigen Medikamenten innerhalb weniger tage wieder abklingen und dann auch nicht mehr ansteckend sind. Es kann aber dennoch einige Wochen dauern bis von einer Heilung gesprochen werden kann.

Man sollte darauf achten, dass andere Menschen die betroffenen Hautstellen nicht berühren. Schwimmbad und Sauna sind zu dieser Zeit tabu. Eventuell kann das bedeuten, dass man auch im Sommer die Arme mit langen Ärmeln bedeckt halten muss.

Wird mein Kind von mir die Schuppenflechte erben?
Betroffene Eltern haben oft Angst. Wenn Mutter und Vater bereits unter einer Schuppenflechte leiden wissen sie, wie stark die Beschwerden sind und haben Angst, dass sie die Krankheit auf ihre Kinder übertragen. Ganz unbegründet ist diese Sorge allerdings nicht.

Sind beide Eltern von der Schuppenflechte betroffen, so besteht ein Risiko von 60 %, dass auch die eigenen Kinder die Krankheit erben. Ist nur ein Elternteil betroffen ist das Risiko allerdings deutlich kleiner. Dass beide Eltern betroffen sind ist außerdem ein recht seltener Fall und selbst dann ist nicht sicher, dass das gemeinsame Kind die Krankheit auch bekommt. Da die Eltern die Beschwerde aber kennen und auch wissen, wie groß das Leiden sein kann, ist es völlig normal, dass die Krankheit auch den eigenen Kinderwunsch beeinflusst.

Ich hatte bisher keine Flechte – Kann ich dennoch eine bekommen?
Wer über 35 Jahre alt ist muss zum Beispiel mit der Knötchenflechte und der Röschenflechte nicht mehr rechnen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie im Laufe des Lebens noch ausbricht.

Einen Pilz allerdings kann man sich immer einfangen. Fußpilz beispielsweise können auch sehr alte Menschen noch bekommen, z.B. bei einer Ansteckung im Schwimmbad. Auch die Schuppenflechte kann man im fortgeschrittenen Alter noch entwickeln. Wer 40 Jahre alt ist und bisher keine Schuppenflechte hatte, muss nicht davon ausgehen, dass diese noch ausbricht, aber es kann dennoch passieren. Allerdings besteht dann meist vorab bereits ein Problem mit der Haut (Allergien oder Neurodermitis).

Ältere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene hingegen können die Knötchenflechte und Röschenflechte tatsächlich ohne Vorwarnung einfach so bekommen. Sie sind eines Tages plötzlich da, verlaufen aber nicht chronisch und verschwinden wieder.

Darf man eine Flechte überschminken?
Wenn eine Flechte auf der Haut auftritt, ist das kein schöner Anblick. Verständlich also, dass die Betroffenen die Stellen gerne abdecken möchte, aber empfehlenswert ist dieses Vorgehen dennoch nicht.

Vor allem ist es fast unmöglich wirklich alle betroffenen Stellen so abzudecken, dass sie nicht mehr sichtbar sind. Es würde schon starkes Make-Up erfordern. Und das wiederum kann der Haut schaden und im schlechtesten Fall eine Entzündung hervorrufen, wenn eine offene Wunde vorhanden ist. Von Make-Up sollte man also lieber die Finger lassen.

Abdecken kann man stark betroffene Stellen besser mit Kleidung. Aber auch das ist eher kontraproduktiv, denn gerade frische Luft und Sonne tun der Haut gut und lindern die Beschwerden häufig.

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