Hautpilz

Steckbrief: Hautpilz

  • Name(n): Hautpilz; Dermatomykose; Tinea
  • Art der Krankheit:Pilzinfektion
  • Verbreitung: 3 bis 5 Prozent der Bevölkerung
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Pilze
  • Wieviele Erkrankte: über 50 Prozent der älteren Bevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): B36.9

Das Krankheitsbild von Hautpilz
Der Hautpilz, in der Fachsprache Dermatomykose genannt, ist eine der am häufigsten auftretenden Hautkrankheiten. Der Hautpilz befällt nicht nur gern die Haut des Betroffenen, sondern ebenfalls die Nägel, wobei hier von Nagelpilz gesprochen wird. Vor allem die Hände, Füße und Schleimhäute können von der Pilzinfektion betroffen sein.

Auf der gesamten Welt leiden Personen jeden Alters unter der Infektion, sodass ihre weltweite Verbreitungsrate äußerst hoch ist. Hautpilz besitzt verschiedene Formen wie Nagel- und Fußpilz, wobei die Lokalisation und Erreger die Hautpilzarten unterscheidet. Jede Form wird allerdings durch die Infektion mit Pilzen verursacht. Vor allem ältere Personen leiden unter den verschiedenen Formen von Hautpilz. Die Behandlung muss stets durch einen Arzt erfolgen, da Hautpilz nicht von alleine abklingt.

Definition Hautpilz

Hautpilz, ebenfalls unter Dermatomykose oder Tinea bekannt, ist eine infektiöse Erkrankung der Haut. Die Krankheit wird durch den Kontakt mit Hefepilzen verursacht, wobei sich der Pilz auf die gesamte Haut sowie einige Schleimhäute ausbreiten kann. Je nach Lage der Infektion werden verschiedene Hautpilzformen unterschieden. Gängig sind unter anderem der Nagelpilz, Fußpilz, Mundsoor und Scheidenpilz. Auch die Haare können vom Pilzbefall betroffen sein. Sämtliche Formen des Hautpilzes müssen jedoch immer vom Arzt untersucht werden, da der Hautpilz ohne passende Behandlung nicht von alleine abklingt.

Der Hautpilz ist eine Krankheit, welche weltweit auftritt. Vor allem Personen im höheren Alter leiden unter ihm, wobei der Hautpilz allerdings keine Altersgrenze kennt. Typische Symptome für Hautpilz sind hauptsächlich Schuppen, Röten und Jucken an den betroffenen Hautstellen. Beim Hautpilz handelt es sich um eine oberflächliche Infektion. Dennoch können gewisse Formen des Hautpilzes auch in die tieferen Hautschichten vordringen. In sehr seltenen Fällen gelangt der Pilz in den Blutkreislauf, sodass er die innen liegenden Organe befallen kann.


Was ist der Hautpilz?

Bei einem Hautpilz bzw. einer Dermatomykose oder Tinea liegt eine Pilzinfektion der Haut vor. Die Infektion geschieht hierbei durch bestimmte Hefepilze und ist in der Regel oberflächlich. Nur selten gelangt der Hautpilz in tiefere Hautschichten oder in den Blutkreislauf. Typische Symptome für den Hautpilz sind Jucken, Schuppen und Röten. Betroffene kratzen sich meist vermehrt an der betroffenen Stelle, wobei die Ausbreitung bzw. Größe des Hautpilzes stets unterschiedlich ist.

Je nach Stelle besitzt der Hautpilz verschiedene Formen. Häufig treten hierbei Nagelpilz, Fußpilz, Scheidenpilz und Mundsoor auf, da der Pilz sowohl die Haut wie Schleimhäute befallen kann. Der Hautpilz wird standardmäßig von Hefepilzen erzeugt. Hierbei existieren drei verschiedene Pilzarten, welche die Erkrankungen auslösen. Neben dem Trichophyten verursachen ebenfalls Mikrosporen und Epidermophyten die Pilzinfektion. Im mitteleuropäischen Raum treten in ungefähr 70 Prozent der Hautpilzfälle Trichophyten ALS Erreger auf.

Beim Hauptpilz wird zwischen eine oberflächlichen und einer tiefer gehenden Form unterschieden. Der oberflächliche Hautpilz, Tinea superficialis genannt, kann an sämtlichen Körperstellen auftreten. Er äußert sich durch deutlich sichtbare Hautveränderungen. Die Tinea profunda hingegen kann in die tieferen Hautschichten eindringen. Dies geschieht an behaarten Körperstellen, wobei der Kopf- und Bartbereich besonders von ihm betroffenen sind.

Selten, dennoch am meisten gefürchtet, ist die systemische Mykose. Hierbei gelangen die Pilze nicht nur auf die oberste bzw. die darunter liegenden Hautschichten, sondern ebenfalls in den Blutkreislauf. Durch den Transport im Blut können sich die Erreger in die inneren Organe ausbreiten. Allerdings leidet eine vergleichsweise niedrige Anzahl an Personen unter einer systemischen Mykose, da vor allem ein allgemein geschwächtes Immunsystem die Ausbreitung der Pilze bzw. der Erreger begünstigt. Ist ein Mensch gesund, besteht ein geringes Risiko, an einer systemischen Mykose zu erkranken. Die anderen Hautpilzformen jedoch können auch gesund erscheinende Personen betreffen.

Welche Ursachen gibt es?

Hautpilz wird immer von verschiedenen Pilzen verursacht. Diese werden meist in drei große Gruppen, die Dermatophyten, Hefepilze und Schimmelpilze, eingeteilt. In der Regel erfolgt die Übertragung der Pilze von Mensch zu Mensch. Die Übertragung von Tier zu Mensch hingegen ist in Mitteleuropa relativ selten. Bei der Übertragung kann sowohl direkter Körperkontakt wie die Berührung mit kontaminierten Gegenständen bestehen. Obwohl zahlreiche Pilze zu Hautpilz führen können, entsteht der Großteil der Fälle durch Dermatophyten oder Hefepilze.

Damit der Pilz sich auf der Haut ausbreiten und die Krankheit folglich entstehen kann, muss der Erregerpilz zunächst mit den Hautstellen in Kontakt treten. Sobald der Erregerpilz sich auf der Haut befindet, dringt er in diese ein. Hierbei breiten sich die Erreger nicht am gesamten Körper, sondern lediglich um den Eintrittsbereich herum aus. An der Eintrittsstelle wird nun eine Entzündung der Haut ausgelöst, aus welcher Hautpilz resultiert.

Verschiedene Faktoren können zudem die Entstehung von Hautpilz beschleunigen bzw. begünstigen. Häufig tritt der Hautpilz an den Füßen als sogenannter Fußpilz auf. Durch das feuchtwarme Klima, welches in Schwimm- und Freibädern herrscht, kann sich der Pilz leicht ausbreiten. Laufen Personen dort barfuß herum, tritt der Pilz in Kontakt mit der Haut und löst die Pilzinfektion aus.

Bezüglich kontaminierte Objekte dienen nicht nur Fußböden als Hauptverbreitungsort bzw. Nährböden für die unterschiedlichen Pilzarten. Auch andere verseuchte Gegenstände, an welchen die Pilze haften, lösen verstärkt die Hautkrankheit aus. Zu diesen zählen Kleidungsstücke, Badematten und Schuhe. Ebenfalls gelten zahlreiche Orte als Gefahrenherd für eine Hautpilzinfektion. Diese sind unter anderem Sportanlagen, Saunen, öffentliche Toiletten, Schulen und Sonnenstudios. Gleichfalls wird die Bildung von Hautpilzerkrankungen durch luftundurchlässige Bekleidung und falsches Schuhwerk begünstigt.

Obwohl in Mitteleuropa selten, kann sich der Pilz ebenfalls via Kontakt mit Tieren verbreiten. Hierbei besteht der Kontakt sowohl beim Berühren der Tiere wie beim Reinigen der Käfige. Die Tiere zeigen hierbei keine Symptome, welche auf die Erreger zurückweisen können, obwohl diese lange im Hornmaterial der Tiere bleiben und überleben können.

Gewisse Personengruppen besitzen ein erhöhtes Risiko, an Hautpilz zu erkranken. Hierbei spielt die familiäre Veranlagung eine wichtige Rolle. Ebenfalls können Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen sowie vermehrte Schweißbildung in den Hautfalten aufgrund von Übergewicht die Bildung begünstigen. Ist eine Hautpilzinfektion vorhanden, muss sich der Pilz außerdem nicht nur auf die betroffene Körperstelle beschränken. Die Infektion kann sich in manchen Fällen auf andere Körperregionen ausbreiten und dort ebenfalls für ein Auftreten von Hautpilz sorgen.


Symptome & Anzeichen

Ein typisches bzw. wesentliches Symptom von Hautpilz ist ein stark erhöhter Juckreiz an der Entzündungsstelle. Zudem kann der Pilz nach der Infektion optisch ausfindig gemacht werden, da sich die Hautstelle rötlich verfärbt. Der Grad der Verfärbung sowie der Juckreiz hängen ist für alle Formen des Hautpilzes gleich. Zugleich treten eine leichte Rötung, Bläschen sowie eine schuppende Haut bereits zu Beginn der Infektion auf.

Typisch für den Beginn einer Hautpilzerkrankung sind warmfeuchte Hautstellen. Hierbei besitzen Zehen, Finger, die Analfalte, Achselhöhlen, die Leistenbeuge, der Intimbereich sowie die Unterseite der weiblichen Brust einen deutlichen Risikofaktor. An allen Hautstellen tritt zunächst eine Rötung und Reizung der Haut auf. Schließlich verfärben sich die Hautpartien, werden weißlich und schwammig. Darauffolgend setzt die Bildung von Schuppen und Wundflächen ein. Ebenfalls können eitrige Entzündungen oder schmierig-übelriechende Beläge entstehen. Bläschen und Hautrisse müssen nicht zwangsläufig auftreten, können sich aber ebenfalls bemerkbar machen.

Liegt ein oberflächlicher Hautpilz vor, zeigt sich dieser stets durch schuppende, stark juckende und gerötete Hautstellen. Ebenfalls brechen die Haare an der betroffenen Stelle ab. Ist die Infektion hingegen tiefergehend, breitet sich die Infektion nicht über die Haut, sondern entlang der Haarwurzeln aus. Hierbei entstehen Entzündungen mitsamt Abszessen. Ebenso bilden sich Ansammlungen von Eiter, welche sich im weiteren Verlauf durch eine Krustenbildung bemerkbar machen. Die entzündeten Haare besitzen keinen Halt in der Haut mehr, sodass sie sich leicht herausziehen lassen. Viele Betroffene leiden deshalb unter kahlen Stellen an den betroffenen Hautstellen.

Obwohl der Juckreiz zum Kratzen verleidet, sollte dies unbedingt unterlassen werden. Wird die betroffene Stelle gekratzt, sorgt das Kratzen für keine Linderung. Hingegen verschlimmern sich die typischen Symptome, sodass ein noch stärkeres Jucken und eine stärker gerötete Haut auftreten. Ebenfalls haften die Erreger der Krankheit an den Fingerkuppen. Werden andere Hautstellen mit den kontaminierten Fingerkuppen berührt, kann sich der Hautpilz auf diese Stellen ausbreiten.

Gleichfalls sorgt das Kratzen für kleine Verletzungen. Durch diese kann der Pilz in die tieferen Hautschichten eindringen, sodass die Krankheit wesentlich schwieriger zu behandeln wird. Zudem kann eine sogenannte Sekundärinfektion stattfinden. Hierbei gelangen andere Bakterien in die verwundete Haut. Diese sorgen nicht nur dafür, dass der Heilungsverlauf der Krankheit erschwert wird, sondern zugleich, dass die Pilzinfektion unnötig schwer behandelt werden muss.

Zusammenfassung der Symptome und Anzeichen von Hautpilz

  • Hautrötungen
  • Ringflechte
  • Juckreiz
  • eitrige Entzündungen
  • Schuppen
  • Reizung der Haut
  • Verfärbung der Haut – rot / weiß
  • Bildung von Bläschen und Hautrissen
  • schmierig-übelriechende Beläge

Diagnose & Krankheitsverlauf

Bei Hautpilz muss, gleich wie bei anderen Pilzerkrankungen, eine genaue Diagnose erfolgen, um eine passende Therapie zu veranlassen. Hierbei wird eine mikroskopische Untersuchung veranlasst. Im Zuge dieser Untersuchung kann festgestellt werden, ob der Patient tatsächlich unter einer Pilzinfektion leidet. Wurde die Pilzinfektion festgestellt, wird im Anschluss eine Kultur angelegt. Hierdurch kann genau bestimmt werden, um welche Art von Erreger es sich bei der Hautpilzerkrankung handelt.

Besteht Verdacht auf eine Hautpilzerkrankung, kann die Diagnose noch vor der Laboruntersuchung anhand der typischen Symptome sowie Hautveränderungen gestellt werden. Da sowohl Haut wie Haare von den Pilzen befallen sein können, wird entweder eine Probe von der Haut oder von den Haaren entnommen, welche im Labor untersucht werden. Noch bevor eine Diagnose durch Laboruntersuchungen erfolgt, zeigen die typischen Symptome bereits die Krankheit auf. Diese Symptome können letztendlich die Laboruntersuchung veranlassen.

Neben der Diagnose im Labor kann ebenfalls die sogenannte Wood-Lampe verwendet werden. Diese sendet UV-Licht, welche von bestimmten Wellenlängen stammen, aus. Beruht die Pilzinfektion auf Dermatophyten, leuchten die Proben in einem abgedunkelten Raum gelbgrün. Bei Einzelfällen kann zugleich eine Biopsie bzw. Gewebeentnahme durchgeführt werden. Die Gewebeproben werden ebenso eingehend im Labor untersucht. Zugleich können sie für weiterführende Diagnoseverfahren verwendet werden.

Anhand dieser Fakten ist der Arzt in der Lage, eine wirksam greifende Therapie durchzuführen. Die Diagnose dauert allerdings zwei bis drei Wochen. Um die Kultur anzulegen, werden Schuppen von der Haut bzw. vom Nagel abgenommen. Diese Schuppen werden schließlich auf eine Platte aufgetragen, auf welcher sie bearbeitet werden. Nach Ablauf der Zeitdauer kann die Pilzkultur mikroskopisch untersucht werden.

Vor allem die Diagnostik bei Dermatophytosen zeigt sich schwer. Um beim Vorliegen von Dermatophytosen eine genaue Diagnose zu erhalten, wird häufig eine Mischung aus mehreren Untersuchungen angewandt. Vor allem die molekulare Diagnostik wird bei Dermatophytosen bzw. Hautpilz häufig angewandt. Die Diagnose sieht die Verwendung der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vor. Dabei können die Erreger der Dermatomykosen lokalisiert werden. Bereits nach wenigen Stunden können die Erreger ausfindig gemacht werden, sodass schnell eine passende Therapie erfolgen kann.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Hautpilz ist eine relativ weit verbreitete Hautkrankheit. Zahlreiche Personen jeden Alters können von der Pilzinfektion betroffen sein. Jedoch zeigen ältere Menschen ein deutlich höheres Risiko, an der Pilzinfektion zu erkranken, als jüngere. Hierbei sind rund 50 Prozent der Patienten im fortgeschrittenen Alter. Generell leiden zwischen drei und fünf Prozent der Bevölkerung mindestens einmal in ihrem Leben unter Haut- und Nagelpilz. Bezüglich Betroffene wird der Hautpilz meist nicht unterteilt, sodass auch Nagelpilz unter die Diagnosedaten fallen.

Gewisse Umgebungen zeigen ein deutlich stärkeres Infektionsrisiko mitsamt Betroffenenrate als andere. Vor allem warme und schwüle Orte bieten einen optimalen Nährboden für Pilze jeglicher Art. Dies sind unter anderem Schwimm- und Freibäder, öffentliche Toiletten und Sportanlagen. Personen, welche an diesen Orten ohne Schuhe bzw. Fußbekleidung herumlaufen, besitzen ein deutlich höheres Risiko, an Fußpilz zu erkranken.

Die Gefahr, an Haut- bzw. Fuß- und Nagelpilz zu erkranken, steigt gleichfalls mit der jeweiligen Jahreszeit an. Vor allem im Sommer können sich die Pilze durch die optimalen klimatischen Bedingungen gut vermehren. Schwitzt beispielsweise eine Person an den Füßen stark und kann der Schweiß nicht austreten, können sich die Pilze in den Zehenzwischenräumen ansammeln und dort vermehren. Ebenfalls verleitet der barfüßige Besuch von Schwimmanlagen Pilze, sich an den Füßen oder anderen Körperstellen abzulagern.

Bezüglich Verbreitung der Pilzarten kann gleichfalls ein deutlicher Unterschied bezüglich Häufigkeit festgestellt werden. Ungefähr 80 Prozent aller Haut- und Nagelpilzerkrankungen beruhen auf den Kontakt mit Dermatophyten. Vor allem Trichophyten lösen in 70 Prozent der Hautpilzinfektionen in Mitteleuropa die Krankheit aus. Hingegen werden Mikrosporen und Epidermophyten nur in geringen Fällen von Hautpilz in Mitteleuropa nachgewiesen.


Komplikationen bei der Krankheit

Bei einer Hautpilzerkrankung können vor allem Komplikationen bezüglich des alltäglichen Lebens auftreten. Da sich der Hautpilz durch juckende, gerötete und schuppige Hautstellen bemerkbar macht, neigen viele Betroffene zu einem vermehrten Kratzen an der betroffenen Stelle. Hierbei wird jedoch wenig Linderung verschafft. Das Kratzen verursacht feine, kleine Verletzungen auf der Hautoberfläche. Durch diese können die Pilze in die tieferliegenden Hautschichten eindringen und sich dort unbemerkt vermehren. Folglich entstehen Entzündungen unter der Haut, welche häufig in eitrigen Ansammlungen oder Abszessen enden.

Ebenfalls sorgt das Kratzen dafür, dass sich der Pilz unbemerkt verbreiten kann. Wird die pilzbefallene Stelle gekratzt, haftet der Pilz an den Nägeln und Fingerkuppen. Wäscht sich der Betroffene nach dem Kratzen nicht ordnungsgemäß die Hände, bleiben die Pilze an den Fingern erhalten. Bei einer Berührung einer anderen Körperstelle kann sich der Pilz nun unbemerkt ausbreiten, ohne dass die Hautstelle in der Nähe der befallenen Hautstelle sein muss.

Zudem schadet der Hautpilz den Haaren an der befallenen Stelle. Typisch für Hautpilz sind brüchige Haare. Da die Haare bzw. die Haarwurzel bei einer Pilzinfektion angegriffen werden, können die Haare letztendlich leicht herausgezogen werden. Viele Patienten leiden anschließend unter kahlen Stellen an der Infektionsstelle, wobei das Nachwachsen der Haare meist nach der erfolgreichen Behandlung geschehen kann.

Wird der Hautpilz nicht diagnostiziert bzw. ausreichend behandelt, leiden nicht nur die Haut und der Betroffene unter der Infektion. Unwissende Personen können sich über direkten Körperkontakt oder den Kontakt von kontaminierten Objekten mit der Pilzinfektion anstecken. Deshalb sollte bei Verdacht auf eine Hautpilzerkrankung möglichst schnell ein Arzt aufgesucht werden, um nicht nur das eigene körperliche Wohlbefinden wiederherzustellen, sondern ebenfalls um Ansteckungen bestmöglich zu vermeidne.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Liegt der Verdacht auf eine Hautpilzerkrankung vor, sollte der Arztbesuch nicht lange hinausgeschoben werden. Hierbei dient der Hausarzt in vielen Fällen als erster Ansprechpartner. Ebenfalls können Patienten sofort zum Hautarzt gehen, falls sie nicht vom Hausarzt zu diesem verwiesen werden. Liegt ein schwierigerer Fall vor, kann ebenso eine Überweisung zu einem Pilzambulatorium erfolgen. Dort kann eine exakte Diagnose erstellt werden.

Bei einer Hautpilzerkrankung ist es wichtig, dass die Diagnose schnell erfolgt und somit zeitig eine Behandlung erfolgen kann. Je schneller die Therapie erfolgt, desto besser und schneller fallen die Heilungschancen aus. Wird hingegen bei ersten typischen Symptomen für eine Hautpilzerkrankung abgewartet oder eine Selbstbehandlung versucht, können sich Symptome wie Krankheit deutlich verschlechtern. Obwohl der Hautpilz bei Patienten mit intaktem Immunsystem in manchen Fällen ohne Therapie abheilen können, besteht dennoch die Gefahr, dass der Hautpilz chronisch wird. Ebenfalls besitzt der Hautpilz ein sehr hohes Ansteckrisiko, sodass sich andere Menschen leicht mit der Krankheit anstecken können. oder der Pilz sich auf andere Hautpartien am eigenen Körper ausweiten kann.

Behandlungsmethoden & Therapie

Standardmäßig erfolgt die Behandlung von Hautpilz zunächst lokal. Die in der Therapie verwendeten Lösungen und Cremes werden hierbei immer auf die betroffene Hautstelle aufgetragen. Typisch für diese Lösungen und Cremes ist ihr Inhalt, da sie stets Antimykotika beinhalten. Antimykotika sind Wirkstoffe gegen Pilzerkrankungen, welche gegen eine Vielzahl an Pilzen verwendet werden können. Da nicht jedes Antimykotikum jede Pilzart beseitigen kann, muss im Zuge der Therapie eine Bestimmung der Pilzart erfolgen. Anhand der Fakten können die therapierenden Lösungen und Cremes individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Bei sämtlichen Pilzerkrankungen, somit ebenfalls bei Hautpilz, werden stets Antimykotika eingesetzt. Unter anderem sind dies Terbinafin, Clotrimazol, Naftifin, Benzosäure, Econazol, Tioconazol und Ciclopirox.

Liegt ein harmloser Fall von Hautpilz vor, erfolgt die Therapie immer mittels Cremes und anderen Lösungen. Antimykotika in Form von einer Spritze, Infusion oder systematischen Therapie werden nur verwendet, wenn die lokale, äußerliche Behandlung nicht anspricht. Ebenfalls kommen diese drei Therapieformen zum Einsatz, wenn der Hautpilz nicht mehr nur die oberste Hautschicht betrifft, sondern bereits in tiefere Schichten vorgedrungen ist. Besteht Gefahr, dass die Pilze sich ins Blut ausbreiten und somit eine systemische Mykose entsteht, können diese Therapien ebenso eingesetzt werden.

Antimykotika sind in zahlreichen verschiedenen Formen erhältlich. Neben Cremes werden häufig Puder, Sprays und Kapseln verwendet. Bei allen Präparaten muss eine exakte Diagnose erfolgen, da jedes Mittel eine andere Wirksamkeit besitzt. Manche Präparate sehen eine äußerliche Anwendung vor, andere wiederum werden geschluckt.

Neben Antimykotika existiert eine Reihe an pflanzlichen Wirkstoffen. Beispielsweise zeigt Lavendelöl in der Behandlung von Hautpilz eine gute Wirksamkeit. Dennoch liegt die Wirksamkeit der pflanzlichen Stoffe unter jenen der Antimykotika, weshalb sie nicht zur primären Bekämpfung von Hautpilz, sondern erst nach einer Absprache mit dem behandelnden Arzt verwendet werden sollten.

Obwohl Hautpilz in Ausnahmefällen von alleine abheilen kann, ist dies nicht der Regelfall. Nur durch die Behandlung mit Antimykotika kann das Wachstum des Pilzes eingedämmt bzw. verhindert werden. Ebenfalls töten die Antimykotika den Pilz ab, sodass die Krankheit nicht chronisch werden kann. Bei einer Abheilung ohne dementsprechende Mittel besteht zugleich das Risiko eines chronischen Hautpilzes.

Der Großteil der Haut- und Nagelpilzerkrankungen bessert sich bei dementsprechender Behandlung binnen weniger Tage. Dennoch ist die Behandlungsdauer bei Hautpilz vom Schweregrad der Erkrankung abhängig, sodass die Behandlung mindestens für acht Wochen durchgeführt werden muss. Manche Behandlungen werden sogar für die Dauer von einem Jahr festgesetzt. Die langwierige Behandlung sorgt dafür, dass der oberflächlich erscheinende Hautpilz effektiv bekämpft und zugleich auch der Pilz, welcher sich in den tiefer liegenden Hautschichten befinden, ebenfalls erkannt und abgetötet wird.

Die Dauer der Behandlung von Hautpilz hängt zudem vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Da oberflächlicher Hautpilz relativ früh diagnostiziert werden kann, besitzt er eine deutlich schnellere Heilchance. Hierbei können die ersten Symptome schon nach wenigen Stunden deutlich gelindert werden. Ist der Hautpilz in tiefere Hautschichten eingedrungen, erfolgt eine Diagnose häufig erst sehr spät, sodass die Therapie deutlich länger andauert. Zugleich besteht die Chance bei einem tief eingedrungen Hautpilz, dass dauerhafter Haarverlust an der dementsprechenden Stelle auftritt.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Hautpilz zählt zu den Krankheiten, welche sich nicht über Impfungen vermeiden. Um das Risiko, an Hautpilz zu erkranken, dennoch zu minimieren, sollte die eigene körperliche Hygiene stimmen. Während im eigenen Zuhause die hygienischen Verhältnisse leicht geregelt werden können, sollten an öffentlichen Orten, vor allem in Hotels mit Teppichböden, öffentlichen Toiletten, Schwimmbädern und Sportanlagen, besondere Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, um das Infektionsrisiko zu senken.

Unter anderem sollten an diesen Orten nur mit Schuhen oder Badeschuhen betreten werden, um eine Infektion mit Fußpilz zu vermeiden. Ebenfalls sollten keine fremden Schuhe verwendet werden, da diese bereits den Pilz aufweisen können. Besitzt ein Mensch gefährdete Hautfalten, wie diese unter anderem bei Übergewicht auftreten, sollten diese nach Berührung mit Schweiß und Nässe gut getrocknet werden. Prophylaktisch kann auch ein pilzbekämpfendes Mittel angewendet werden. Ebenfalls sollte der direkte körperliche Kontakt mit Betroffenen, welche unter Hautpilz vermieden werden. Hierbei fällt auch die gemeinsame Verwendung von Haarbürsten, Handtüchern und anderen Materialien, welche mit der Haut des Betroffenen in Kontakt kommen.

Während Badeschuhe im Schwimmbad oder in der Sauna vor Fußpilz schützen, kann jedoch Hautpilz an anderen Hautstellen auftreten, welcher durch Nässe verursacht wird. Aus diesem Grund sollte nach dem Duschen oder Schwimmen unbedingt darauf geachtet werden, sämtliche Körperstellen nicht feucht zu lassen, sondern gut abzutrocknen. Hierbei gilt auch der Bereich der Zehen als gefährdet, sodass dieser gleichfalls gut von Nässe befreit werden muss.

Liegt Fußpilz oder das Risiko zu ihm vor, können bei Bedarf Schuhe wie Socken zusätzlich desinfiziert werden. Hierbei helfen spezielle Desinfektionsmittel aus dem Drogeriemarkt, der Apotheke oder einem Schuhfachgeschäft. Außerdem können Gegenstände, welche im Kontakt mit Tieren standen, zusätzlich mit pilzabtötenden Desinfektionssprays gereinigt werden.

Um die Krankheit nicht auf die eigenen Kinder bzw. Säuglinge zu übertragen, sollten die Eltern eine gute Hygiene aufweisen. Vor allem ein Hautpilzbefall der Mundschleimhäute bleibt häufig unbemerkt, sodass bei ersten Anzeichen dringend reagiert werden muss. Gleichzeitig sollte die Verwendung von gemeinsamen Besteck, etwa beim Füttern mit dem Löffel, unterlassen werden, da hier der Pilz bzw. der Erreger leicht übertragen werden kann.


Prognose zur Heilung

Generell besitzt Hautpilz eine gute Heilungsaussicht, wobei diese abhängig von dem Ausmaß der Erkrankung, der rechtzeitigen Diagnose sowie dem Vordringen in die Haut ist. Dennoch lässt sich Hautpilz nahezu immer heilen, falls die Krankheit nicht chronisch geworden ist. Eine vollständige Heilung mittels lokaler Behandlung durch passende Antimykotika ist bei Betroffenen mit intaktem Immunsystem nahezu immer möglich. Handelt es sich um eine schwach ausgeprägte Infektion oder beschränkt sich der Pilz nur eine kleine Hautstelle, erhöht dies die Heilungschancen wesentlich.

Die Dauer der lokalen Behandlung kann jedoch selbst bei einer kleinen Haut- bzw. Infektionsstelle nicht klar definiert werden. In manchen Fällen fällt die Behandlung sehr langwierig aus. Obwohl die Symptome schon nach kurzer Zeit abklingen können, darf die Behandlung nicht sofort beendet werden, da ein Rückfall droht. Aus diesem Grund sollte eine Hautpilzbehandlung selbst bei nicht mehr sichtbaren Symptomen für mindestens drei Wochen durchgeführt werden. Hierdurch wird garantiert, dass sogar besonders hartnäckige Erreger vollständig beseitigt und dadurch ein Rückfall verhindert wird.

Manche Hautpilzerkrankungen können sogar nach ein bis zwei Monaten mit dauerhafter lokaler Behandlung noch existent sein. Ebenfalls sind eine massive Verschlechterung oder ein Nichtanschlagen der Behandlung möglich. Tritt dieser Fall ein, sollte die gestellte Diagnose unbedingt ein weiteres Mal überprüft werden, da der Erreger möglicherweise falsch diagnostiziert und dementsprechend ein falsches Antimykotikum verwendet wurde. Durch einen Abstrich oder eine Biopsie wird der Erreger erneut festgestellt und gegebenenfalls eine systematische Behandlung veranlasst, welche bessere Heilungschancen verspricht.

Generell besitzt die systematische Behandlung deutlich bessere Heilungschancen als die lokale Therapie mit Cremes und Lösungen. Dennoch kann auch bei einer systematischen Behandlung nicht genau gesagt werden, wie lange die Therapie durchgeführt werden muss. Bezüglich Heilungschance spielt die Intensität des Pilzbefalls, das gewählte Medikament, die Dosierung des Antimykotikums sowie die Abwehrfähigkeit des Körpers eine wesentliche Rolle.


Arten von Hautpilz

Hautpilz besitzt zahlreiche Formen, sodass die Erkrankung über kein einheitliches Krankheitsbild verfügt. Unter dem Begriff Hautpilz werden zahlreiche Krankheiten zusammengetragen, deren Auslöser ein Pilz ist. Die Stelle der Infektion sowie der Auslöser des Erregers helfen hierbei bei der Unterscheidung der verschiedenen Hautpilzarten.

Fußpilz bzw. Tinea pedis ist die häufigste Hautpilzinfektion. Die Krankheit wird durch Dermatophyten ausgelöst und betrifft vorwiegend die Haut der Zehenzwischenräume. Fußpilz kann jedoch ebenfalls an anderen Stellen des Fußes auftreten. Kopfpilz bzw. Tinea capitis wird ebenso durch Dermatophyten hervorgerufen. Die Pilzinfektion tritt hauptsächlich am behaarten Kopf auf.

Wird die Leistenregion von einem Hautpilz befallen, leiden Betroffene unter Leistenpilz oder Tinea inguinalis. Das Pilzwachstum wird durch das feuchte und warme Klima im Leistenraum deutlich begünstigt. Der Pilzbefall wird auch häufig durch Dermatophyten verursacht. Typisch für Leistenpilz sind fleckförmige Rötungen, welche auf der Innenseite des Oberschenkels auftreten und sich von dort aus verbreiten. Befälle von Geschlechtsorganen und Gesäß sind ebenfalls möglich.

Beharrte Körperstellen, selbst jene mit feinen Haaren, können von einer Pilzinfektion der behaarten Haut betroffen sein. Die Infektion, welche durch Dermatophyten verursacht wird, trägt verschiedene Namen. Die Pilzinfektion der behaarten Gesichtshaut heißt Tinea faciei, Gliedmaßen und Rumpf hingegen sind von Tinea Corporis befallen. Bei einer Pilzinfektion von behaarten Hautstellen ist die Infektion nicht oberflächlich, da die Erreger in den Haarfollikel und sowie den umgebenden Haarbalg eindringen. Die einzelnen Herde sind gerötet und leicht schuppig. Wird die Krankheit nicht behandelt, können sich die einzelnen Herde sogar zusammenschließen.

Bei Handpilz bzw. Tinea manuum befallen Dermatophyten die Hände. Dabei geschieht der Pilzbefall nicht immer primär, da die Pilze häufig von Nagel- oder Fußpilz stammen. Typische Anzeichen für Handpilz sind kleine Bläschen, welche sich zu schuppigen Herden entwickeln können. Dabei können die Schuppen sogar den gesamten Handteller bedecken, welche eine starke Bewegungs- und Gebrauchseinschränkungen herbeiführen.

Sind die Schleimhäute und Hautfalten von Pilzen befallen, liegt ein Fall von Kutane Candidiasis vor. Hierbei tritt eine Infektion mit Hefepilzen, welche der Gattung Candida angehören, auf. Der Pilzbefall wird durch die ständige Reibung sowie das feuchtwarme Klima der Regionen begünstigt.

Eine harmlose, zugleich weltweit verbreitete Pilzinfektion der Haut ist die Kleienpilzflechte bzw. Pityriasis versicolor. Die Krankheit wird durch den Hefepilz Malassezia furfur hervorgerufen, wobei bei diesem ein übermäßiges Wachstum auftritt. Der Pilz gehört jedoch zur normalen Hautflora jedes Menschen. Malassezia furfur sorgt ebenso für eine Erkrankung an einem seborrhoischen Ekzem.


Alternative Behandlungsmethoden

Hautpilz gilt als eine Krankheit mit unbedingten Behandlungsbedarf, da sich die Pilzinfektion auf weitere Körperstellen ausweiten kann. Hierbei muss jedoch nicht zwingendermaßen eine Behandlung mit Antimykotika erfolgen. Soll der Hautpilz alternativ behandelt werden, spielt der Gesamtzustand des Patienten eine wichtige Rolle. Ist der Mensch gesund und weist keine direkte Schwächung seines Immunsystems auf, kann eine alternative Behandlung erfolgen. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten die alternativen Behandlungsmethoden nur unterstützend und nach Absprache mit dem behandelnden Arzt angewandt werden.

Die alternativen Behandlungsmethoden, welche die Verwendung von naturheilkundlichen Heilmitteln vorsehen, stärken bei der Anwendung die körpereigene Abwehr. Zugleich sind sie in der Lage, die Säureschutzfunktion der Haut zu stabilisieren. Die Behandlung des Hautpilzes geschieht somit nebensächlich.

  • immunstärkende Substanzen – Echinacin, Vitamin C, Zinkorotat
  • Symbioselenkung des Darms – Symbioflor 1 und 2
  • Ätherische Öle – Lavendelöl, Thymianöl, Myrrhe
  • Lavendelmilch
  • Myrrhentinktur
  • frischer Knoblauchextrakt – Knoblauchzehen, Knoblauchsaft
  • homöopathische Behandlung

Als alternative Behandlungsmethoden eignen sich unter anderem immunstärkende Substanzen. Unter anderem ist dies Echinacin, welches als Tropfen und Tabletten erhältlich ist. Das Mittel wird, gleich wie eine Standardbehandlung von Hautpilz, über mehrere Monate hindurch eingenommen. Die Kombination mit Vitamin C und Zinkorotat zeigt ebenfalls gute Heilungsaussichten.

Kehren die Hauterscheinungen immer wieder, kann eine Symbioselenkung des Darms erfolgen. Dies ist mit Symbioflor 1 und 2 möglich. Die Symbioselenkung des Darms muss ebenso über mehrere Monate hindurch durchgeführt werden. Durch die Behandlung wird die körpereigene Abwehr maßgeblich stabilisiert, sodass der Pilzbefall auf lange Sicht keine Chance mehr besitzt.

Während diese Behandlungsmethoden den Pilzbefall von innen heraus bekämpft, existieren einige pflanzliche Mittel für die äußerliche Bekämpfung von Hautpilz. Ätherische Öle wie Lavendelöl, Thymianöl und Myrrhe können das Wachstum des Candida-Pilzes eindämmen. Thymian- und Lavendelöl sind zudem in der Lage, andere Dermatophyten und Hefepilze zu bekämpfen. Liegt ein Nagel- oder Fußpilz vor, empfiehlt sich die Verwendung von Teebaumöl.

Bei einem großflächigen Pilzbefall an Rücken und Bauch können Bäder mit Lavendelöl und -milch durchgeführt werden. Ebenso zeigt die punktuelle Einreibung mit einer Myrrhentinktur gute Heilungserfolge. Hartnäckige Stellen können hingegen mit Knoblauchfrischeextrakt eingerieben werden. Alternativ eignet sich Knoblauch-Pflanzensaft, falls keine frisch geschälten Knoblauchzehen verfügbar sind.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Medizinscher Alkohol / Hautdesinfektionsmittel
  • Essig -Apfelsessig
  • Babypuder
  • Natron und Backpulver
  • Frischeextrakt aus Knoblauch – frische Knoblauchzehen, Knoblauch-Pflanzensaft

Gegen Hautpilz helfen eine Vielzahl an Hausmittel effektiv. Medizinischer Alkohol wie Desinfektionslösungen tröten die Pilzsporen ab, sodass sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann. Zugleich wird die Haut aber trockener und rissiger, sodass die Therapie mit Alkohol nur für geraume Zeit angewandt werden sollte. Vor der Anwendung anderer Hausmittel sollte zudem Hausdesinfektionsmittel auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Zugleich können mit dem Alkohol ebenfalls andere Oberflächen und Textilien, welche möglicherweise mit dem Hautpilz kontaminiert sind, gereinigt werden.

Essig, insbesondere Apfelessig, besitzt eine abtötende Wirkung gegenüber Pilzsporen und ist zugleich hautfreundlich. Im gleichen Zug lindert Apfelessig deutlich den Juckreiz und wirkt auf die betroffene Stelle kühlend. Apfelessig kann hierbei als Tinktur oder Bad verwendet werden. Die Konzentration des Apfelessigs darf jedoch nicht zu hoch sein, da die Haut sonst austrocknet.

Apfelessig wird auf ein fusselfreies Tuch aufgetragen, welches auf die befallene Stelle für gerieben wird. Der Essig darf nun mindestens zehn Minuten trocknen und einwirken. Werden noch andere Mittel zur Behandlung verwendet, muss der Essig mit kühlen Wasser abgewaschen und die Haut im Anschluss getrocknet werden. Die Anwendung darf zweimal täglich angewandt werden. Bei einem Vollbad hingegen wird ein Liter Apfelessig in warmes Wasser gegeben. Bei einem Teilbad wird die benötigte Menge berechnet. Nach 15 bis 30 Minuten tritt eine deutliche Linderung der Symptome auf.

Obwohl Babypuder nur bedingt zu den Hausmitteln zählt, kann es vorbeugend und behandelnd gegenüber Hautpilz eingesetzt werden, da das Puder die Feuchtigkeit der Haut aufnimmt. Vor allem sehr feuchte Bereiche wie die Zehenzwischenräume, Achseln und Falten von Genitalbereich und Oberschenkeln können mit dem Pulver ausreichend bedeckt werden.

Natron und Backpulver wirken in gleichen Zügen effektiv gegen Hautpilz. Natron ist allerdings wesentlich hautfreundlicher als Natron. Beide Mittel entziehen den Pilzsporen ihre Grundlage zur Verbreitung, da sie eine äußerst positive Wirkung auf den Haut-pH-Wert besitzen. Lokal begrenzte Pilzbefälle können zudem mit Natronpaste behandelt werden. Hierbei wird das Natron, ein bis zwei Teelöffel des Pulvers, mit ein paar Tropfen Wasser vermengt. Die dickliche Paste wird auf die befallene Stelle aufgetragen und darf dort für zehn bis fünfzehn Minuten einwirken. Anschließend wird die Paste mit lauwarmen oder kühlem Wasser wieder entfernt. Die Behandlung sollte maximal alle zwei Tage geschehen und zudem nicht allzu lange durchgeführt werden.

Hartnäckige Stellen können mit Frischeextrakt aus Knoblauch effektiv geheilt werden. Die befallenen Stellen werden dabei mehrmals täglich mit frisch geschälten Knoblauchzehen eingerieben. Der Extrakt trocknet anschließend auf der Haut. Alternativ bietet sich die Verwendung von Knoblauch-Pflanzensaft an.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Lavendel
  • Teebaum
  • Thymian
  • Eiche
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Neem
  • Aloe Vera/
  • Myrrhe

Bei der alternativen Behandlung von Hautpilz können eine Vielzahl an verschiedenen Heilkräutern verwendet werden. Der Großteil der Kräuter wird in Form von Tinkturen oder Ölen auf die aufgetragen oder eingenommen, sodass eine äußerliche wie innerliche Pilzbehandlung stattfinden kann. Kleine, lokale Stellen lassen sich leicht mit den Tinkturen und Ölen behandeln, sodass sie eine gute Ergänzung zu einer schulmedizinischen Behandlung sind.

Bei einem Befall von Hautpartien eignet sich vor allem die Anwendung von Ölen aus Thymian, Lavendel und Myrrhe. Die Öle werden auf die Hautstellen aufgetragen, sodass sie die Pilzsporen abtöten. Hierdurch kann der Pilz sich nicht ausdehnen, sodass der Hautpilz von alleine abheilt. Zugleich sorgen die Öle dafür, dass die Haut, anders als bei gewissen Hausmitteln, nicht austrocknet.

Aloe Vera besitzt den großen Vorteil, dass sie nicht nur den Juckreiz lindern, sondern gleichzeitig die Keime bekämpft und die Haut pflegt. Aloe Vera kann in Form von Saft oder fertigem Gel angewandt werden. Ebenfalls kann ein Aloe Vera Blatt aufgeschnitten und die betroffene Stelle mit dem frischen Blattinneren eingerieben werden. Die Anwendung mit Aloe Vera kann zweimal täglich durchgeführt werden. Die Kombination mit einer antimykotischen Salbe bietet sich hier hervorragend an. Um das eigene Immunsystem zu starken, kann eine Aloe Vera Kur durchgeführt werden, bei welcher der Aloe Vera Saft getrunken und der Hautpilz ebenfalls von innen bekämpft wird.

Ätherische Öle

 

  • Myrrheöl
  • Thymianöl
  • Lavendelöl
  • Teebaumöl

Bei der Bekämpfung von Hautpilz durch ätherische Öle empfiehlt sich die Verwendung von Lavendel-, Thymian- und Myrrheöl. Liegt ein Befall von Candida-Pilzen vor, sollte Myrrheöl verwendet werden. Dieses bekämpft den Pilz effektiv und verhindert ein Wachstum der Pilzstämme. Besonders Lavendel besitzt schon in geringen Konzentrationen die Fähigkeit, unterschiedliche Faden- und Hefepilz effizient abzutöten.

Bei einem Befall anderer Hautpilzarten oder Dermatophyten sollte hingegen Lavendelöl oder Thymianöl zum Einsatz kommen. Beide Ölvarianten zeigen sich äußerst wirksam gegenüber Hefepilzen und Dermatophyten. Die Öle werden bei einem Pilzbefall auf die betroffene Stelle aufgetragen, sodass sie im Anschluss einwirken können.

Liegt hingegen ein großflächiger Befall eines Hefepilzes oder Dermatophyten auf Bauch oder Rücken vor, helfen Bäder mit Lavendelöl und – milch hervorragend. Das Öl bzw. die Milch wird ins Badewasser gegeben. Erfolgt eine Einreibung mit einer Myrrhentinktur, geschieht dies hingegen immer punktuell. Dabei darf die Tinktur nicht pur, sondern verdünnt aufgetragen werden.

Teebaumöl wird bei einem Standardfall von Hautpilz, in welchem die Haut von dem Pilz befallen ist, nicht angewandt. Das Öl besitzt jedoch eine hohe Wirksamkeit bei Fuß- und Nagelpilz. Bei der Verwendung von Teebaumöl werden die betroffenen Stellen ausreichend bedeckt, sodass das Öl gut einziehen und wirken kann.

Homöopathie & Globuli

 

Bei einer Hautpilzerkrankung sollte stets eine konstitutionelle, homöopathische Behandlung stattfinden, welche von einem klassisch arbeitenden Homöopathen durchgeführt wird. Die Behandlung mit Globuli stärkt dabei den gesamten Organismus, sodass der Körper verstärkt gegen den Pilzbefall vorgehen kann.

Bei Haut- und Nagelpilz bietet sich vor allem die Verwendung der Globuli Borax, Kalium chloratum und Kalium phosphoricum an. Die Mittel bekämpfen verschiedene Pilzarten gut, sodass die Wahl des richtigen Mittels vorwiegend durch den vorherrschenden Pilz bestimmt wird. Bezüglich Potenz können die Mittel mit den Potenzen D12 und D6 eingenommen werden. Manche Ausführungen der Globuli wirken zugleich in besonderen niedrigen Potenzen, sodass ebenfalls Potenzen zwischen D1 und D4 gute Wirksamkeit beweisen.

Die niedrigen Potenzen können dreimal täglich eingenommen werden Bei Tropfen genügt eine Dosis von fünf bis zwanzig Tropfen pro Mittel und Einsatz. In Tablettenform ist pro Verwendung eine Tablette empfehlenswert. Bei Globuli hingegen wirken bereits fünf Globuli pro Benutzung, um den Hautpilz effektiv abzutöten.

Schüssler-Salze

 

Die Behandlung von Hautpilz kann durch die Verwendung von Schüssler-Salzen wesentlich unterstützt werden. Eine Vielzahl an Schüssler-Salzen besitzt eine effektive Wirksamkeit gegenüber unterschiedlichen Pilzsorten. Hierbei kommen das Schüssler-Salz Nr. 3 Ferrum Phosporicum, Nr. 4 Kalium Chloratum, Nr.5 Kalium Phophoricum, Nr. 21 Zincum chloratum, Nr. 22 Calcium carbonicum sowie Nr. 24 Arsenum jodatum zum Einsatz.

Die Salze besitzen getrennt voneinander jeweils eigene Wirksamkeiten gegenüber Hautpilz, sodass sie einzeln eingenommen werden können. Zugleich können alle passenden Salze kombiniert werden, wobei maximal drei Salze gleichzeitig verwendet werden können. Bei der Auswahl und Anwendung einzelner Salze besteht die Möglichkeit, die eigene Vorliebe geltend zu machen.

Die infrage kommenden Schüssler-Salze werden in Tablettenform mehrmals täglich eingenommen. Bei einer normalen Dosierung werden drei- bis sechsmal Täglich eine bis drei Tabletten eingenommen. Die Gesamtanzahl an Tabletten beschränkt sich dabei auf alle verwendeten Salze. Bei einer Hochdosierung kann alle ein bis zehn Minuten eine Tablette verwendet werden. Werden die Schüssler-Salze bei Kindern mit Hautpilz angewendet, hängt die Dosierung vom Alter und der Körpergröße des Kindes ab. Im Regelfall sollen hier ebenfalls drei- bis sechsmal täglich eingenommen werden. Die Dosierung begrenzt sich pro Einnahme auf eine halbe bis maximal zwei Tabletten. Die Tabletten werden stets einzeln eingenommen und anschließend im Mund zergehen gelassen.

Diät & Ernährung

 

  • Kein Zucker, süßes Obst und Gemüse – Bananen, Dosen- und Trockenobst, Kürbis, Honig, Laktose, Fruktose usw.
  • kein Alkohol
  • keine Kuhmilchprodukte – Käse, Buttermilch, Molke, Rahm usw.
  • keine raffinierten Kohlenhydrate – Weißmehl, weiße Nudeln, weißer Reis, Kekse, Kuchen usw.
  • keine Hefe und hefehaltigen Lebensmittel – Sojasauce, Pilze, helles Brot, Pizza, Weißweinessig usw.
  • Vollkornprodukte – Vollkornreis, Quinoa, Hirse, Buchweizen usw.
  • Kokosöl
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • Granatapfel
  • Algen
  • Oreganoöl

Bei einer Hautpilzbehandlung existieren nicht nur Lebensmittel, welche den Heilungsprozess unterstützen, sondern ebenfalls jene, welche die Heilung deutlich langwieriger gestalten. Zwangsweise muss die eigene Ernährung für eine bestimmte Zeit umgestellt werden, damit der Hautpilz gut abklingen kann.

Hautpilzpatienten dürfen zunächst keinen Zucker zu sich nehmen. Dies schließt Honig, Laktose, Fruktose, Sirup, Agavendicksaft und andere Zuckersorten mit ein, da Hefepilze direkte Zucker-Junkies sind. Auch süße Frucht- und Gemüsesorten sollten zeitweise vom Speiseplan verschwinden, da vor allem Candida-Pilze den Zucker als Nährstoff verwenden. Unter zuckerhaltige Obstsorten fallen Birnen, Süßkartoffeln, Dosen- und Trockenobst, Kürbis und Bananen.

Obwohl medizinsicher Alkohol als Hausmittel gegen Hautpilz verwendet werden kann, ist während einer Anti-Pilz-Diät jegliche Art von Alkohol tabu. Da Alkohol wie Wein, Bier und Schnaps in Zucker umgewandelt wird, können sich die Pilze an ihm stärken. Raffinierte Kohlenhydrate in Form von verarbeitetem Getreide, zum Beispiel Weißmehl, weiße Nudeln, Kekse, Kuchen und weißer Reis, stärken ebenso die Pilzinfektion.

Bezüglich Milchprodukten sollte vor allem auf Kuhmilch und ihre verarbeitete Form verzichtet werden. Dazu zählen Käse, Rahm, Molke und Buttermilch. Alternativ bieten sich Ziegenmilch- und Schafmilchprodukte an, da diese, im Gegensatz zur Kuhmilch, keine Überproduktion von Schleim sowie allergische Reaktionen verursachen. Ebenfalls fördern hefehaltige Lebensmittel wie Pilze, Sojasauce und Weißweinessig das Wachstum der Erregerpilze. Auch helles Brot, Fladenbrot, Pizza, helles Sauerteigbrot usw. sollte nicht verzerrt werden.

Das Wachstum von Pilzen wird hingegen von glutenfreien Vollkornprodukten eingedämmt. Vollkornreis, Quinoa, Hirse oder Buchweizen sind nur wenige dieser Produkte, welche bei der Bekämpfung von Hautpilz helfen. Bezüglich Öle bietet sich die Verwendung von Olivenöl an. Das Öl fördert die Regeneration der erkrankten Haut. Das Öl wird dabei nicht gegessen, sondern in die betroffene Stelle einmassiert. Eine Kombination mit ätherischen Ölen zeigt noch stärkere Behandlungseffekte. Am neuen, temporären Speiseplan sollten ebenfalls Kokosöl, Knoblauch, Granatäpfel, Oreganoöl und Algen stehen. Ihre enthaltenen Wirkstoffe zeigen vor allem gegenüber dem Candida-Pilz eine abtötende Wirkung.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist Hautpilz tödlich?

Obwohl Hautpilz sich zu einer chronischen Krankheit entwickeln kann, ist die Pilzinfektion nicht tödlich. Patienten, vor allem jene ohne passende Therapie, können allerdings wochen- bzw. monatelang unter der Krankheit leiden, da die Pilze sich unbehandelt schnell verbreiten können. Wird die Behandlung zudem abgebrochen, bevor der Pilz aus dem Organismus entfernt wurde, kann die Krankheit wieder auftreten.

Wie wichtig ist die richtige Diagnose bei Hautpilz?

Anhand der richtigen Diagnose durch einen Facharzt kann der Erregerpilz erkannt und eine passende Therapie mitsamt anschlagender Antimykotika veranlasst werden. Wird der Hautpilz nur mit Hausmitteln und ohne fachärztliche Diagnose behandelt, kann der Erreger die Behandlung überstehen, da die Pilzsorte sich nicht mit den verwendeten Mitteln beseitigen lässt. Zudem wirken nicht alle Antimykotika gegen alle Pilzsorten, sodass selbst der Einsatz von antimykotischen Mitteln nicht immer zielführend ist.

Helfen Hausmittel tatsächlich bei Hautpilz?

Manche Hausmittel, vorwiegend ätherische Öle und bestimmte Heilkräuter, können als wesentliche Unterstützung bei Hautpilz eingesetzt werden. Die Mittel dämmen nicht nur den Pilzbefall oberflächlich ein und töten hierbei die Pilzsporen ab, sondern können in manchen Fällen auch eingenommen werden. Hierdurch entsteht eine äußerliche wie innerliche Abwehr des Erregers. Dennoch sollten bei einer Hautpilztherapie nicht nur Hausmittel und homöopathische Mittel eingesetzt werden, da Gefahr besteht, dass der Pilz nicht vollkommen abgetötet wird und sich die Krankheit chronisch entwickelt.

Besteht Gefahr, dass der Hautpilz in tiefere Hautschichten eindringt?

Wird der Hautpilz rechtzeitig erkannt, handelt es sich meist um einen oberflächlichen Fall. Dabei befindet sich der Erregerpilz nur in der obersten Hautschicht. Erfolgt jedoch keine Behandlung des Hautpilzes oder kratzt der Betroffene die befallenen Hautstellen auf, kann der Erreger in die tieferen Hautschichten vordringen. In seltenen Fällen gelangt der Pilz sogar in den Blutkreislauf und kann Schäden an den Organen vorrichten. Zudem lässt sich ein Hautpilz in den tieferen Hautschichten deutlich schlechter behandeln als ein oberflächlicher Pilzbefall.

Wie lange dauert durchschnittlich eine Hautpilztherapie?

Die Dauer einer Hautpilztherapie hängt immer vom Gesundheitszustand des Patienten, Ausbreitung des Pilzes sowie verwendeten Mitteln ab. Durchschnittlich dauert eine Therapie mit oberflächlichen Hautpilz drei Wochen, damit sichergestellt werden kann, dass auch tiefer liegende Pilze abgetötet werden. Hat sich der Hautpilz ausgebreitet oder ist er in tiefere Hautschichten vorgedrungen, kann die Behandlung auch mehrere Wochen bis Monate andauern.

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