Raucherbein

Steckbrief: Raucherbein

  • Name(n): Periphere arterielle Verschlusskrankheiten; Arteriosklerose; Raucherbein; Schaufensterkrankheit
  • Art der Krankheit: Periphere Gefäßkrankheit
  • Verbreitung: meist bei starken Rauchern; vorwiegend Männer und Frauen im fortgeschrittenen Alter
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt
  • Behandelbar: Digitale Subtraktionsangiographie
  • Art des Auslösers: Arteriosklerose
  • Wieviele Erkrankte: vier ein Halb Millionen Menschen in Deutschland (Angaben der Gesellschaft für Angiologie); 10% der Männer über 55 Jahre; Frauenanteil in den letzten Jahren steigend
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gefäßchirurg
  • ICD-10 Code(s): 173.9

Die Schaufensterkrankheit

Wenn die Schmerzen bereits nach kurzem Gehen so stark sind und der Betroffene davon stehen bleiben muss, wird von einem Raucherbein oder der Schaufensterkrankheit gesprochen. Auf Grund der umgangssprachlichen Bezeichnung Schaufensterkrankheit wird diese schwere Durchblutungsstörung der Beine meist erst ALS harmlose Raucherkrankheit angesehen. Die Hintergründe sind jedoch schwerwiegend und können starke Schmerzen oder gar Amputationen zur Folge haben.

Das Rauchen ist der wohl wichtigste Risikofaktor für die periphere arterielle Verschlusskrankheit. Diese Krankheit ist weit verbreitet und nur eine weitere Folge von übermäßigem Nikotinkonsum. Die meisten Raucher sind sich der schweren Folgen nur selten bewusst.

Definition von Raucherbein

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, umgangssprachlich Raucherbein, bezeichnet eine Störung der arteriellen Durchblutung. Diese Krankheit gehört zu den chronischen GefäßKrankheiten im Bereich der Arterien. Der Fachausdruck „periphere arterielle Verschlusskrankheit“ (Abk. pAVK) ist eine genaue Beschreibung der Krankheit. „Peripher“ bezeichnet Arme und Beine, die zusammen die Umgebung des Körperrumpfs, die Peripherie bilden. „Arteriell“ bedeutet, dass die betroffenen Blutgefäße vom Herz kommen und das Gewebe im gesunden Körper mit sauerstoffreichem Blut versorgen. „Verschluss“ bezeichnet die langsam wirkende Undurchlässigkeit der Blutgefäße. Diese entsteht durch Verschluss (Okklusion) oder durch Einengung (Stenose) der versorgenden Arterien.

Fälschlicherweise wird die periphere arterielle Verschlusskrankheit oftmals als eine arterielle Verschlusskrankheit (AVK) bezeichnet. Diese Bezeichnung ist nicht korrekt da zu den AVK zentrale Krankheiten, wie Schlaganfall, Nierenarterienstenosen und ähnliche zählen. Die Krankheit Raucherbein wurde jedoch nach der genauen Lokalisation benannt. Die Beschwerden reichen von mittleren Beinschmerzen bis hin zu starken Schmerzen mit Einschränkungen der Gehstrecke.

Was ist ein Raucherbein?

Raucherbein bezeichnet eine periphere arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten, wie Becken- und Beinarterien. Der Name Raucherbein stammt von der Tatsache, dass diese die zweithäufigste Krankheit unter Rauchern ist. Der zweitbekannte umgangssprachliche Name „Schaufensterkrankheit“ stammt von dem aus Scham hervorgehenden Stehenbleiben vor Schaufenstern. Die Betroffenen können nicht länger laufen und müssen sich im Stehen ausruhen und die Beine etwas entspannen. Um der Krankheit kein Aufsehen zu gewähren, stellen sie sich vor Gebäude, Schaufenster oder Grünflächen. Zudem sind die Patienten, die mit diesen Folgen der Krankheit belastet sind, größtenteils an ihr Haus gefesselt.

Beim Raucherbein entstehen in den Arterien Plaques, die aus Ablagerungen von Kalk und Fett bestehen. Die Gefäßwand wird starrer und dicker, wodurch die Gefäßöffnungen sich verengen. Daraus folgt eine Durchblutungsstörung und die Krankheit Raucherbein. Für die Starre der Gefäßwand sind oft abgelagerte Blutfette verantwortlich, die die Gefäße unflexibel machen und die Dehnbarkeit senken. Die Krankheit findet sich oft in Kombination mit einer Zuckerkrankheit, erhöhten Cholesterin- und Blutfettwerte sowie dem Bluthochdruck. Die Krankheit betrifft dreimal so viele Raucher wie Nichtraucher. Neben Rauchern sind auch Diabetiker und Menschen mit einer Fettstoffwechselstörung anfällig für die Krankheit.

In 50 Prozent aller Fälle sind die Oberschenkelarterien betroffen und in 30 Prozent zusätzlich die Arterien im Becken. Die Unterarmschenkelarterien sind nur in 15 Prozent aller Fälle betroffen. Die restlichen 5 Prozent der Fälle betreffen den Oberarm und die Hand. Die Beschwerden sind in manchen Fällen so gering, dass Betroffene die Krankheit nicht einmal bemerken. Ebenso können die Beschwerden jedoch auch so stark sein, dass eine Amputation der betroffenen Stelle in Erwägung gezogen werden muss. In diesen Fällen hat die Krankheit zur Zerstörung des Gewebes geführt. Die Zahl der Bein- und Fußamputationen in Deutschland, die diese Gewebezerstörung als Grund haben, liegt bei 30.000 im Jahr. Die Zahl der Erkrankten hat in den letzten Jahren stetig zugenommen und die Tendenz ist steigend.


Welche Ursachen gibt es?

Eine Arteriosklerose, mit den damit verbundenen arteriellen Verengungen, ist mit etwa 85 Prozent die Hauptursache für ein Raucherbein. Diese Ablagerungen betreffen meist mehrere Arterien des Körpers, wie auch die Herzkranzgefäße und Halsarterien. An besonders stark betroffenen Stellen fließt zu wenig Blut durch das Gewebe und kann somit auch nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe transportieren.

Die Risikofaktoren für eine solche Arteriosklerose sind das Rauchen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck. Einige Inhaltsstoffe einer Zigarette fördern diese Art der Verkalkung in den Arterien, vor allem in der Region der Beine. Aber auch zu hohe LDL-Cholesterin Werte können ein Risikofaktor sein. Bereits in den Erbanlagen ist in manchen Fällen eine Neigung zur Krankheit erkennbar. Besonders bei Menschen die über 50 Jahre ALT sind steigt das Risiko, an einer Arteriosklerose zu erkranken. Vor allem die Einlagerung von Fetten, die durch überschüssige Säure im Körper entstehen, begünstigt eine Arteriosklerose. Diese bilden Schaumzellen, welche Gewebeveränderungen an der Gefäßwand verursachen.

GefäßEntzündungen (Arteriitis) können auch eine Ursache für Periphere arterielle Verschlusskrankheiten sein. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des rheumatischen Formengreises.

Eine weitere mögliche Ursache für Periphere arterielle Verschlusskrankheiten ist das Entrapment-Snydrom. Dies bezeichnet eine Durchblutungsstörung im Unterschenkel, welche durch eine Schädigung der Kniekehlenarterie hervorgerufen wird. Diese Ursache entsteht durch Variationen im Verlauf der Gefäße oder der Muskelansätze. Bei hohen Belastungen kommt es zu Abquetschungen, die zu einer Schädigung an der Arterienwand führen. Diese Schädigungen führen letztendlich zu Durchblutungsstörungen durch Gefäßverschlüsse.

Zusammenfassung der Ursachen für Raucherbein

  • Arteriosklerose
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Übergewicht ( Adipositas)
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • erhöhter Blutcholesterinwert (erhöhtes LDL-Cholesterin, erniedrigtes HDL-Cholesterin = Hyperlipoproteinämie)
  • familiäre Herzkreislauferkrankungen
  • erhöhte Blutwettwerte (Hypertriglyceridämie)
  • Gefäßentzündungen
  • Entrapment-Syndrome

Symptome & Anzeichen

Diese heimtückische Krankheit warnt die Betroffenen nicht lange vor. Sie breitet sich langsam aus und hat am Ende sehr schlimme Folgen.

Durch eine periphere arterielle Verschlusskrankheit werden verschiedene Regionen des Körpers aufgrund von Verschlüssen nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dadurch entstehen Taubheitsgefühle, Schmerzen, Schwächegefühle oder eine blasse Haut. Wenn die Betroffenen von diesen Symptomen sprechen, sind die Arterien meistens bereits zu 90 Prozent verkalkt. Aus diesem Grund nehmen Betroffene die Anzeichen unterschiedlich wahr. Oftmals bemerken diese nichts von der Krankheit und dem Leiden. Bis sie die ersten Anzeichen wahrnehmen, ist es meistens zu spät und die Schmerzen verhindern bereits ein einfaches Gehen.

Der Köper kann die Mangelversorgung von Sauerstoff und Nährstoffen einige Zeit lang ausgleichen. Der Strömungswiderstand hinter der Verengung kann der Körper selbstständig verringern und damit das Gewebe animieren, den Sauerstoff besser aufzunehmen. Es werden neue Kreisläufe angelegt, um auch nachfolgende Gefäße noch versorgen zu können. Durch diese Maßnahme des eigenen Körpers treten die Beschwerden erst auf, wenn der Durchmesser des jeweiligen Gefäßes sich bereits um mehr als 75 Prozent verringert hat. Ab diesem Punkt spürt der Betroffene die Krankheit. Bei Sportlern und bei körperlicher Anstrengung ist die Verengung der Gefäße schon ab 30 Prozent spürbar. Die Schmerzen hängen immer von Ort und Grad der Engstelle ab. Bei einer Verengung im Oberschenkel wird der Schmerz im Unterschenkel spürbar und bei einer Verengung im Beckenbereich entwickelt sich der Schmerz im Oberschenkel.

Symptome in den verschiedenen Stadien

Stadium 1

Im ersten Stadium ist bereits eine Engstelle nachweisbar, der Betroffene hat jedoch noch keinerlei Schmerzen oder Beeinträchtigungen.

Stadium 2 a

Im zweiten Stadium treten bereits die ersten typischen Belastungsschmerzen beim Gehen auf. Diese Belastungsschmerzen werden oftmals als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Die Schmerzen treten bei einer Gehstrecke von über ca. 200 Metern auf.

Stadium 2 b

Im weiteren Stadium beginnen die Schmerzen bereits ab einer Gehstrecke von bis ca. 200 Metern.

Stadium 3
Im dritten Stadium haben die Betroffenen bereits im Ruhezustand des Beines starke Schmerzen. Alltägliche Belastungen, wie kurze Gehstrecken, sind von diesem Zeitpunkt an nicht mehr ohne anhaltenden Schmerz möglich. Hier treten erste Gebeschäden auf.

Stadium 4

Im letzten Stadium zeigen sich erstmals auch optisch Veränderungen am Gewebe aufgrund des Sauerstoffmangels. Geschwüre entwickeln sich an den betroffenen Stellen. Schließlich stirbt das Gewebe ab und beginnt zu faulen, wobei sich das Gewebe infizieren kann. Das abgestorbene Gewebe nimmt nun eine schwarze Farbe an.

Typische Symptome

  • starke Verhornung der Fußsohlen
  • marmorierte, blasse Haut
  • sehr Trockene Haut an Beinen und Füßen
  • Verlust der Beinbehaarung
  • schlechte Heilung kleiner Wunden
  • sehr langsam wachsende Fußnägel
  • blasse Haut, wenn die Beine hoch gelagert werden
  • rote Haut, wenn die Beine tief gelagert werden

Alarmsymptome

  • Lähmung
  • rasender Schmerz im Bein
  • Kältegefühl
  • Fuß hat spürbaren keinen Puls mehr
  • Blässe des betroffenen Beins oder Fußes

Diagnose & Krankheitsverlauf

Bei einem ersten Verdacht auf die Krankheit ist ein Besuch beim Hausarzt ausreichend. Dieser erfasst die Krankengeschichte und trägt alle Fakten zusammen. Allgemeine Fragen über eventuelle Schmerzen, das Rauchverhalten oder Cholesterinwerte werden im Anamnesegespräch des Arztes bereits geklärt. Durch diese Befragung des Patienten und eine kurze Untersuchung wird meist die erste Diagnose gestellt.

Hiernach folgen weitere Untersuchungen, wie beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung, die sehr hilfreich für die Planung der Therapie bei einer höhergradigen arteriellen Verschlusskrankheit ist. Beide Fuß Pulse werden vom Arzt gemessen und ausgewertet. Dem Patienten wird dies in der Regel gut erklärt, sodass er die Pulsmessung regelmäßig zu Hause selbst durchführen kann. Um den Fortschritt der Gefäßverengungen ermitteln zu können, wird bei einem ersten Verdacht die typische Basisuntersuchung, eine sogenannte Dopplerdruckmessung durchgeführt. Der Arzt kann mit dieser speziellen Untersuchung den Knöchel-Arm-Index bestimmen. Bei dieser Berechnung wird der Blutdruck von der Unterschenkelarterie durch den Blutdruck der Oberarmarterie geteilt, um die Differenz und damit Antworten zu erhalten. Meist führt bereits der Hausarzt diese Untersuchung durch, da sie sehr schnell und sicher Aufschluss darüber liefert, ob und wie schlimm eine Person bereits betroffen ist.

Bei plötzlichen unerträglichen Beinschmerzen wird dieser Schritt meist überschritten, da das Stadium bereits sehr fortgeschritten ist und der Patient schnellstens notärztliche Hilfe benötigt. Des Weiteren werden Pulse an den Beinen, an den Armen, an der Bauchschlagader und am Hals abgetastet. Das Abhören von typischen Strömungsgeräuschen über den Gefäßen, welche durch Turbulenzen an der Engstelle entstehen, zählt auch zu den klassischen Untersuchungen. Bei einer weiteren Untersuchung, der Ratschow-Lagerungsprobe werden ca. 30 Sprunggelenksbewegungen vollführt und die Zeit bis zum Erreichen der Venenfüllung gemessen.

Viele Ärzte vertrauen auf die klassischen und kostengünstigen Varianten wie Ultraschalluntersuchungen und Sonografien, da diese zur heutigen Zeit exakte Ergebnisse liefern können. Oftmals werden jedoch auch teure Untersuchungen wie eine Kernspintomographie durchgeführt. Bei dieser Behandlung wird ein Kontrastmittel gespritzt und mittels künstlich erzeugter Magnetfelder werden detaillierte Schnittbilder geliefert. Eine weitere Möglichkeit der Untersuchung und gleichzeitig Therapie ist die digitale Subtraktionsangiographie. Mithilfe eines Kontrastmittels wird hier eine Röntgenaufnahme der Gefäße gemacht und mithilfe eines Katheters werden bereits erste Verengungen erweitert.

Die Krankheit verläuft erst schleichend und gegen Ende sehr schnell. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit wird generell in vier einzelne Stadien unterteilt.
Im ersten Stadium entwickeln sich bereits geringe Engstellen. Der Befund der Krankheit ist meist Zufall, da der Betroffene noch keine Beschwerden hat.

Im zweiten Stadium leidet der Betroffene bereits unter Schmerzen in Waden, Gesäß oder Oberschenkeln. Längere Strecken können nicht mehr schmerzfrei absolviert werden.

Das dritte Stadium beginnt mit starken Schmerzen in den Füßen und Zehen. Diese Schmerzen bleiben dann sogar im Ruhezustand bestehen und werden im liegenden Zustand schlimmer.

Das vierte Stadium zeigt sich durch sehr geschädigtes Gewebe. Geschwüre bilden sich und eine Amputation kann notwendig werden.

Verschiedene Arten der Diagnostik

  • Abtasten der Pulse an den Beinen, an den Armen, an der Bauchschlagader und am Hals
  • Abhören von Strömungsgeräuschen über den Gefäßen
  • Ratschow-Lagerungsprobe
  • Dopplerdruckmessung an Knöchel und Arm
  • Messung der transkutanen Sauerstoffpartialdruckes
  • Laufbandergometrie zur Objektivierung der tatsächlichen Gehstrecke
  • Magnetresonanztomographie (MRT oder Kernspintomographie
  • digitale Subtraktionsangiographie
  • Computertomographie

Häufigkeit & Diagnosedaten

Nach Angaben der Gesellschaft für Angiologie sind in Deutschland bereits 4,5 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit Raucherbein erkrankt. Leider sucht nicht einmal die Hälfte der über 65-Jährigen einen Arzt auf, da diese andere übliche altersbedingte Krankheiten hinter den Symptomen vermuten.

Ungefähr 3 Prozent der über 60-Jährigen leider an der symptomatischen peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Dies bedeutet, sie weisen erste Symptome und Beschwerden auf. Am häufigsten tritt diese Krankheit bei Rauchern auf, was schon der Name verrät. Aber auch viele Nichtraucher leider an dieser Krankheit.

>Über 5 Prozent der über 70-Jährigen ist mit der Krankheit belastet. Die Häufigkeit der Krankheit steigt mit zunehmendem Alter. Männer sind dabei 4-mal so oft wie Frauen betroffen. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Hessen weisen am wenigsten Betroffene auf. Danach folgen die Bundesländer Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben hier schon einige Krankheitsfälle mehr zu verschreiben. Das Saarland hat eine größere Bevölkerung, die von dieser Krankheit betroffen ist. Schleswig-Holstein, Brandenburg und Thüringen folgen danach. Die Bundeshauptstadt Berlin hat mit Abstand die meisten Bürger mit dieser Krankheit zu vermerken.

Die betroffenen Stellen sind in 50 Prozent der Fälle die Oberschenkelarterien und in 30 Prozent die Arterien im Becken. In nur 15 Prozent aller Fälle sind auch die Unterarmschenkelarterien von der Krankheit betroffen. Die übrigen 5 Prozent der Fälle betreffen Hand- und Oberarmarterien sowie die Fußarterien. Die Zahl der Bein-und Fußamputationen in Deutschland liegt bei 30.000 Fällen. Die fortgeschrittene Gewebezerstörung und damit zusammenhängende Fäulnis im Endstadium ist der Grund für diese operativen Eingriffe.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie bei jeder Krankheit können auch bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit Komplikationen auftreten. Die Verengungen der Gefäße können sich auf das Gehirn und das Herz, die zentralen Organe des Körpers, auswirken. Schlaganfälle und Herzinfarkte sind hier mögliche Folgen. Diese können in schweren Fällen bis hin zum Tod führen. Laut Schätzungen sterben mehr als 75 Prozent aller Erkrankten an diesen Folgen.

Wenn Betroffene mit der Krankheit Diabetes mellitus belastet sind oder an einer Nervenschädigung an dieser Krankheit leiden, bemerken sie die Symptome oftmals nicht. Die gestörte Schmerzwahrnehmung lässt den Betroffenen keine Beschwerden haben und somit selbst bei einem fortgeschrittenen Raucherbein die Krankheit nicht spüren. Aus diesem Grund wird die periphere arterielle Verschlusskrankheit bei solchen Patienten meist erst in einem besonders späten Stadium diagnostiziert.

Für Betroffene besonders gefährlich wird ein akuter Verschluss eines arteriellen Gefäßes. Ein losgerissenes Fragment eines arteriosklerotischen Plaques oder ein Blutgerinnsel (Thrombus) könnten in einer Engstelle der Gefäße hängen bleiben und dies verursachen. Ab diesem Zeitpunkt spürt der Betroffene enorme Schmerzen im Bein, die nicht mehr nachlassen. Die weiteren Folgen sind eine völlige Lähmung der betroffenen Körperstelle bis zu einem Kältegefühl und einer blassen Haut. Der Arzt kann schließlich keinen Puls in der Kniekehle oder am inneren Sprunggelenk mehr feststellen.

Zusammenfassung der Komplikationen

  • Herzinfarkt oder Schlaganfall in Folge der Krankheit
  • späte Feststellung durch gestörte Schmerzwahrnehmung auf Grund anderer Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Nervenschädigungen
  • losgerissene Fragmente eines arteriosklerotischen Plaques oder Blutgerinnsel (Thrombus) führen zu zusätzlichen Verstopfungen der Engstellen und enden mit einem akuten Verschluss

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Generell sollte beim Auftreten der klassischen Symptome ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann dann den Schweregrad und die weitere Behandlung bestimmen.

Potenzschwierigkeiten sind ebenfalls ein Anzeichen der Krankheit und müssen nicht unbedingt altersbedingt sein. Daher auch in solchen Fällen lieber den Arzt aufsuchen um abzuklären, woher die Probleme stammen.

Sobald der Hausarzt eine erste Diagnose gestellt hat, ist der Gefäßchirurg der weitere Ansprechpartner. Der Hausarzt überweist dann meisten direkt an den Spezialisten.
Im Notfallzustand, wenn die betroffenen Extremitäten erblassen und stark schmerzen, sollte dringendst und schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden. Oftmals ist es sogar ratsam, sich direkt an ein Krankenhaus zu wenden. Meistens ist bei diesem Zustand bereits kein Puls mehr zu spüren.


Behandlungsmethoden & Therapie

Es gibt unterschiedlichste Methoden ein Raucherbein zu behandeln und mehrere Möglichkeiten der Therapien. Dem Raucherbein soll mit verschiedenen Therapien entgegengewirkt werden, um Herzinfarkte, Schlaganfälle und Amputationen zu verhindern. In manchen Fällen wird bereits nach dem ersten Eingriff die Durchblutung bereits verbessert. Mit einem Ballonkatheter werden die Gefäße gedehnt und mit kleinen Gefäßstützen, einem Stent, stabilisiert. Besonders häufig wird diese Methode an der Hirnschlagader und am Herz verwendet.

An Medikamenten werden Hemmstoffe der Thrombozytenaggregation wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Clopidogrel eingesetzt, welche die Fließfähigkeit des Blutes verbessern. Auch Statine, zum Senken der Cholesterinwerte und vasoaktive Substanzen wie Naftidrofuryl und Prostaglandine finden hier Verwendung. Durch Gefäßaufdehnungen (perkutane transluminale Angioplastie PTA) mit Einlage eines Stents kann die Krankheit interventionell behandelt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist die Sympathikolyse, welche zur Verbesserung der Durchblutung verwendet wird. An operativen Möglichkeiten gibt es bei dieser Krankheit weitaus mehr. Bei Aortenverschlüssen wird ein Bypass gelegt. Bei Verschlüssen in der Strombahn der Arterien im Oberschenkel und Abgang der tiefen Oberschenkelarterien wird die Behandlung Profundaplastik eingesetzt. Ein Interponat soll zur Überbrückung von Gewebedefekten dienen, um diese in den Funktionen zu rekonstruieren.

Wenn alle diese Behandlungen und Therapien nicht mehr anschlagen und das Stadium zu weit fortgeschritten ist, bleibt nur noch die Möglichkeit einer Amputation. Hier wird der betroffene Körperteil operativ entfernt und so dem Betroffenen weitere Schmerzen erspart.

Therapie durch Medikamente

  • Statine
  • Hemmstoffe der Thrombozytenaggregation wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Clopidogrel
  • vasoaktive Substanzen wie Naftidrofuryl und Prostaglandine

Interventionelle Maßnahmen

  • Gefäßaufdehnungen
  • Sympathikolyse

Operative Eingriffe

  • Bypass
  • Profundaplastik
  • Interponat
  • Thrombendarteriektomie
  • Sympathektomie

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Jeder kann etwas tun, um einem Raucherbein vorzubeugen. Mit einer ausgeglichenen Ernährung, die aus viel Obst und Gemüse, dafür aus wenig tierischen Fetten besteht, lassen sich die Blutgefäße gesund halten. Sehr wichtig ist, dass auf den Konsum von Zigaretten verzichtet werden sollte. Ein Stressabbau kann auch sehr wichtig zur Vorbeugung und zur Erhaltung der Gesundheit sein.

Der Blutzucker, Blutdruck und die Werte des Blutfettes sollten regelmäßig kontrolliert und beobachtet werden. Ärzte können hierbei erste Aufschlüsse geben und wissen, worauf genau zu achten ist. Regelmäßige Bewegung durch Ausdauersport wie Joggen, Nordic Walking oder Radfahren, sind für das allgemeine Wohlbefinden sehr wichtig und beugen ein Raucherbein ebenfalls vor. Ein neuer Selbsttest bietet Unsicheren erste Gewissheiten, ob sie für die Krankheit empfänglich sind oder beruhigt sein können. Dabei werden neun einfache Fragen selbst beantwortet und aus den Antworten entsteht ein Profil. Dieses daraus entstandene Profil macht es möglich, das persönliche Risiko feststellen zu können.


Prognose zur Heilung

Die Betroffenen haben generell sehr großen Einfluss auf die Linderung der Beschwerden sowie auf die Heilung der Krankheit. Wichtig ist, dass der Patient bereit ist, die auslösenden Faktoren abzuschalten. Hierzu gehört beispielsweise das Rauchen aufzuhören, oder die Ernährung dauerhaft umzustellen. Dies ist der wichtigste Schritt, den der Betroffene gehen muss. Sollte er es nicht alleine schaffen, stehen ihm Institutionen zur Verfügung die Therapien anbieten, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Besonders sollte darauf geachtet werden, keine gesättigten Fettsäuren zu sich zu nehmen. Diese sind vorwiegend in Pommes, Chips und Fertigprodukten zu finden. Nur auf diese Weise lässt sich die Krankheit zumindest stoppen, sodass sie sich nicht weiter ausbreiten kann. Sollte der Betroffene sich auf alle Umstellungen, die zur Genesung, dienen einlassen, besteht eine gute Chance zur Linderung der Beschwerden.

Auch eine vollständige Heilung ist mithilfe medizinischer Eingriffe und Medikamenten möglich. Der Facharzt ermittelt die bestmögliche Therapie und Behandlung, um der Krankheit so effektiv wie möglich entgegen zu wirken.


Sichtweise in der Gesellschaft

Krankheiten werden innerhalb der Gesellschaft ganz unterschiedlich betrachtet. Manche Menschen werden aufgrund dieser gemieden, andere ernten Mitleid. Personen, die an einem Raucherbein leiden, schämen sich oft sehr dafür, da ein Raucherbein für übermäßigen Nikotinkonsum, schlechte Ernährung und wenig Bewegung steht.

Sie versuchen die Krankheit zu vertuschen, woraus auch der umgangssprachliche Begriff „Schaufensterkrankheit“ entstanden ist. Die Betroffenen können vor Schmerzen nicht mehr gehen und müssen stehen bleiben. Um nicht Krank zu wirken, stellen sie sich vor Schaufenster oder Dekorationen und tun so, als wollten sie diese lediglich betrachten.

Die Gesellschaft sieht das Raucherbein als eher abstoßend an und vermutet einen schlechten Lebensstil. Sehr viele Vorurteile formen dieses Bild der Sichtweise. Nur wenige verstehen, dass es auch andere Gründe für diese Erkrankung geben kann, und zeigen Verständnis. Wie mit allen Krankheiten ist es auch mit dieser schwierig umzugehen. Jeder Betroffene muss für sich selbst den Mut haben und festlegen, wie er mit Konfrontationen umgehen kann.


Alternative Behandlungsmethoden

Neben der medizinischen Methode gibt es auch alternative Behandlungsmethoden. Heutzutage gibt es immer mehr dieser modernen und doch sehr klassischen Methoden zur Linderung der Krankheit.

Alternative Behandlungsmethoden im Überblick

  • Akkupunktur
  • Akupressur
  • Fitnesskurse
  • Stetiges Gehen und Ausdauersport

Eine Akkupunktur oder aber eine Akupressur können die Durchblutung anregen und auf diese Weise helfen. Bei einer stärkeren Durchblutung besteht die Möglichkeit, dass sich kleine Partikel von Ablagerungen selbst lösen und der Körper diese ausscheidet.

Auch Massagen an betroffenen Stellen können die Durchblutung anregen und den Blutfluss so verbessern. Professionelle Masseure beherrschen spezielle Techniken, um in diesen Fällen zu helfen. Dies ist eine sehr angenehme Behandlungsmethode, die mit wenig bis keinen Schmerzen verbunden ist.

Spezielle Trainer und Fitnessstudios bieten Kurse für Menschen mit verschiedensten Krankheiten. Auch für solche wie das Raucherbein. Hier wird speziell die Durchblutung an der betroffenen Körperstelle angeregt und so die Genesung unterstützt. Durch Hypnosen kann das Verlangen nach einer Zigarette gestillt werden. Dies ist eine sehr gute Methode um mit dem Rauchen aufzuhören, wenn es der Körper nicht von alleine schafft.

Auch das einfache Gehen zählt zu den wichtigsten Behandlungsmethoden. Diese Methode ist sehr gesund und kann von jedem überall durchgeführt werden. Stetiges Gehen verbessert die Durchblutung und regt den gesamten Blutkreislauf an. Sehr schmerzhaft kann das Gehen in späteren Stadien sein, wird jedoch trotzdem vom Arzt empfohlen und sollte auch beherzigt werden. Wer mit dem Gehen zurechtkommt, kann immer weiter Richtung Ausdauersport gehen und so den Weg in ein gesundes Leben finden.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt sehr viele Hausmittel, die bei den unterschiedlichsten Krankheiten helfen können.

Helfende Hausmittel im Überblick

  • Bewegung
  • Knoblauch
  • Frisches Obst und Gemüse
  • Wechselduschen oder wechselnde Fußbäder
  • Omega-3-Fettsäuren

Das wohl einfachste Mittel ist Bewegung. Durch regelmäßige Bewegung wird die Durchblutung angekurbelt, der Blutfluss verbessert und die Arterien wieder durchströmt. Einfaches Gehen reicht bei den meisten Betroffenen für die Anfänge schon und erzielt bereits eine sehr hohe Wirkung. Ein Spaziergang im Wald oder der morgendliche Weg in den Gemüseladen sollte jeden Tag eingeplant werden.

Knoblauch fördert die Durchblutung ebenfalls und kann in sehr viele Speisen eingekocht werden. Das Essen wird würzig, was zusätzlich den Stoffwechsel ankurbelt.

Frisches Obst und Gemüse, hilft in jedem Fall dem Körper auch sehr. Dieses sollte in den Speiseplan eingeplant werden und bei jeder Mahlzeit zu finden sein. Selbst das FrühstüCK ist mit einem zusätzlichen Apfel aufgebessert und ein guter Start in den Tag.

Wechselduschen oder wechselnde Fußbäder sind auch ein sehr beliebtes Hausmittel. Dazu benötigt es ein Gefäß mit warmem und eines mit kaltem Wasser. Die Füße werden nun abwechselnd in beide Wasserbehälter eingetaucht und verweilen dort kurz. Dies reizt die Durchblutung und kurbelt zusätzlich den Stoffwechsel an, was sehr gut für die Fettverbrennung ist.

Omega-3-Fettsäuren senken die Blutfettwerte und können in sehr vielen Speisen verarbeitet werden. Es wird empfohlen täglich 1,5 Liter zu trinken, um das Blut ausreichend flüssig zu halten. Die Vitamine B6, B12 und Folsäuren reinigen den Körper und die Arterien.

Durch ständiges kurzes Stehen auf den Zehenspitzen verbessert sich die Durchblutung und wirkt nachweisbar bei Patienten, die unter einem Raucherbein leiden. In einer Studie konnten 70 Prozent der Erkrankten im zweiten Stadium durch diese Technik beschwerdefrei weiterleben.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Unterschiedlichste Kräuter und Pflanzen helfen bei der Heilung von sehr vielen Krankheiten. Unter anderen auch bei der Heilung des Raucherbeines. Die wohl wichtigste Aufgabe einer Betroffenen ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Hierbei werden die Patienten von verschiedenen Heilkräutern unterstützt.

Heilkräuter und Heilpflanzen in der Übersicht

  • Kalmus
  • Süßholz
  • Heidelbeere
  • Spitzwegerich
  • Birke
  • Ehrenpreis
  • Löwenzahn
  • Zimt

Kalmus, Süßholz und Heidelbeere eignet sich hervorragend, um die Lust nach einer Zigarette zu erlöschen. Spitzwegerich ist auch eine sehr beliebte Heilpflanze, welche an vielen Wegesrändern wächst und wunderbar in einem frischen Salat verarbeitet werden kann.

Auch Äpfel unterstützen die Minderung des Verlangens nach einer Zigarette.
Brennnessel ist ein wildes Kraut mit sehr vielen medizinischen Eigenschaften. Tees wirken entwässernd und helfen so bei Übergewicht. Fettablagerungen und Wasserablagerungen können so entfernt werden und die Durchblutung verbessern.

Birke, Ehrenpreis sind ebenfalls Heilkräuter, die sehr positive Eigenschaften besitzen. Löwenzahn ist sehr oft in Gärten oder wilden Wiesen zu finden und eignet sich ebenso gut für einen frischen Salat. Das Kraut hilft dem Körper beim Verlust von überschüssigem Gewicht. Auch Zimt ist vor allem in der Advents- und in der Weihnachtszeit sehr beliebt und ebenso wirksam.

Ätherische Öle

Ätherische Öle in der Übersicht

  • Minze
  • Rosmarin
  • Zwiebeln
  • Zitrone

Mit ätherischen Ölen ist es möglich gegen das Übergewicht, einer möglichen Ursache des Raucherbeines vorzugehen. Hierzu eignen sich besonders Öle, die aus Minze oder Rosmarin hergestellt sind.

Auch ätherische Öle aus Zwiebel können hier helfen. Öle, die aus Zitrone gefertigt wurden, haben ebenfalls sehr gute Eigenschaften gegen ein Übergewicht. Es besteht bei jedem dieser Öle die Möglichkeit, es selbst herzustellen. Anleitungen und Rezepte sind in Fachlektüren oder im Internet zu finden. Somit beschleunigt man die eigene Gesundheit und kann aktiv etwas tun. Sobald das Übergewicht unter Kontrolle ist und nicht mehr, sondern weniger wird, besteht eine gute Chance den Körper zu reinigen und zu therapieren. Alle gennannten Öle werden auf die Haut aufgetragen und entfalten auf diese Weise ihre Wirkung.

Homöopathie & Globuli

Homöopathie wird in der Bekämpfung von Krankheiten sehr gerne eingesetzt. Globulis sind hier besonders in der heutigen Zeit sehr beliebt.

Homöopathie und Globuli in der Übersicht

  • Allium sativum
  • Nux vomica D12
  • Ginkgo-Präparate
  • Monopräparate wie B.Benicur, Kwai forte, Julphar
  • Crotalus horridus D12

Das Globuli Präparat Caladium seguinum in der Potenz D12 unterstützt den Körper bei dem Vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören.

Das Allium sativum aus Knoblauch kommt vorwiegend bei sämtlichen Durchblutungsstörungen der Arterien und Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) zum Einsatz. Hier wird speziell gegen das Raucherbein vorgegangen und dieses behandelt. Das Globuli Präparat Nux vomica in der Potenz D12 hilft ebenfalls ein Rauchverlangen zu unterdrücken und hilft so vollständig mit dem Rauchen aufzuhören. Von diesen Globulis werden je nach gewünschter Wirkung mehrmals täglich fünf Stück eingenommen.

Ginkgo-Präparate aus der Apotheke sind sehr gut durchblutungsfördernde Mittel. Es besteht aber auch die Möglichkeit zu handelsüblichen Knoblauch Kapseln aus der Drogerie zu greifen und diese als Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen.

Monopräparate wie B.Benicur, Kwai forte, Julphar sind in den meisten Apotheken erhältlich. Eine mutige wirksame homöopathische Methode ist das Mittel Crotalus horridus (Schlangengift). Dieses potenzierte Gift der Klapperschlange in Form von Globoli Potenz D12 wird täglich drei Mal eingenommen, bis eine Besserung zu spüren ist.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze erzielen bei vielen Krankheiten eine gute Wirkung. Bei einem Raucherbein kann man folgende Schüssler Salze anwenden:

Homöopathie und Globuli in der Übersicht

Ferrum phosphoricum Nr. 3

Das Schüssler Salz Ferrum phosphoricum Nr. 3 ist das Salz, welches das Immunsystem stärkt.

Kalium chloratum Nr. 4
Mit dem Schüssler Salz Kalium chloratum Nr. 4 wird die Funktion der Nerven und der Muskeln gestärkt und unterstützt. Es ist das Salz der Schleimhäute.

Kalium sulfuricum Nr. 6
Das Schüssler Salz Kalium sulfuricum Nr. 6 ist das Salz der Entgiftung und reinigt den Körper von innen. Dies eignet sich sehr gut um gegen Ablagerungen die durch den Zigarettenrauch zugeführt wurden vorzugehen. Auch andere Ablagerungen können damit entfernt werden.

Natrium sulfuricum Nr. 10
Mit dem Schüssler Salz Natrium sulfuricum Nr. 10 werden abgestoßene Ablagerungen besser und schneller ausgeschieden. Der Körper wird somit gereinigt. Es ist das Salz der Ausscheidung. Es wird oft auch als biochemisches Ausleitungsmittel bezeichnet. Alle Ausscheidungsorgane profitieren von dieser Wirkung. Zusätzlich wird dem Körper geholfen, überschüssiges Wasser auszuscheiden.>

Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt in sehr vielen Krankheitsbildern eine große Rolle. Unser Körper besteht und arbeitet mit dem, was wir ihm zuführen. So ist es auch bei dem Raucherbein. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig.

Diät und Ernährung in der Übersicht

  • Obst und Gemüse
  • Ungesättigte Fettsäuren
  • Basische Lebensmittel

Auf dem Speiseplan sollten viel Obst und Gemüse stehen, dafür wenige tierische Fette. Gesättigte Fettsäuren sollten vermieden werden und durch ungesättigte ersetzt werden. Säurehaltige Lebensmittel haben den Nachteil, Fettzellen zu bilden und im Körper abzusetzen. Dadurch wird auch der Fettgehalt im Blut ungesund erhöht.

Eine Ernährung mit sehr vielen basischen Produkten, wie Obst, Gemüse, Samen, Lupinen, Mandeln und vielen mehr, ist wichtig und sehr gesund für den ganzen Körper. Eine spezielle Diät zur Bekämpfung des Raucherbeines gibt es nicht. Jedoch ist es möglich, sich an Diäten die eine basische Lebensform unterstützen zu halten. Auf diese Weise wird auch einem möglichen Übergewicht entgegengewirkt. Dies ist auch ein Grund, der oft zu der Krankheit führt. Jeder sollte sich einen passenden Ernährungsplan zusammenstellen oder von einem Ernährungsberater zusammenstellen lassen. Dann jedoch auch nur das essen, was vorgesehen ist und zur Linderung der Krankheit beiträgt. Ein „Schummeln“ hilft hier niemandem, am wenigsten dem Betroffenen.


FAQ – Fragen & Antworten

Bekommen alle Raucher zwangsläufig ein Raucherbein?

Ein Raucherbein hat sehr viele Ursachen und ist nicht immer nur dem Rauchen zuzuschreiben. Das Rauchen ist ein Hauptgrund für die Krankheit, jedoch bekommen nicht alle Raucher ein Raucherbein. Nichtraucher können aufgrund anderer Ursachen von der Krankheit genauso betroffen sein.

Werden die Behandlungen von der Krankenkasse übernommen?

Ob die Krankenkassen Therapien oder Behandlungen übernehmen, muss jeder Patient mit der jeweiligen Krankenkasse klären. Es gibt Krankenkassen, die diese Behandlungen übernehmen und welche die es ausschließen. Die Ursache der Erkrankung kann hier auch ausschlaggebend sein.

Wie lange dauert eine Heilung dieser Krankheit?

Der Heilungsprozess verläuft bei jedem Betroffenen anders. Der eigene Körper, die Vorgeschichte, das bereits erreichte Stadium und die Umstellung der ungesunden Gewohnheiten sind hier ausschlaggebend. Pauschalisiert werden kann so etwas nicht. Der jeweilige Arzt kann dies meist nur ungewiss sagen, insofern überhaupt eine Chance auf Heilung besteht.

Wie lange muss man rauchen um ein Raucherbein zu bekommen?

Bei jedem Zigarettenzug werden Giftstoffe in den Körper gegeben und meist nicht wieder ausgeschieden. Diese lagern sich in der Blutbahn, in den Arterien und im Gewebe ab und verschmutzen den Körper. Wie lange dies der Körper aushält, hängt von individuellen Faktoren ab.

Muss man sich zwangsläufig gesund ernähren?

Eine gesunde Ernährung ist kein Kriterium für eine Behandlung oder Therapie. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, wie viel ihm der eigene Körper und die eigene Gesundheit wert sind. Die Genesung wird durch eine gesunde Ernährung sehr positiv beeinflusst.

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