Stenose

Steckbrief: Stenose

  • Name(n): Stenose; Verengung
  • Art der Krankheit: Erkrankung von Hohlorgangen
  • Verbreitung: weltweit; vorrangig in modernen Industrieländern
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1898
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: multiple innere und äußere Einflussfaktoren
  • Wieviele Erkrankte: 291.680
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Allgemeinmediziner; Herzspezialist oder Kardiologe; Gastroenterologe; Internist; Nephrologe; Kinderarzt; Orthopäde; Neonatologe; Kinderchirurg; Kinderradiologe;
  • ICD-10 Code(s): i60-i69 Zerebrovaskuläre Krankheiten; m40-m54 Krankheiten der Wirbelsäule und des Beckens; m45-m49 Spondylopathien; j95-j99 Sonstige Krankheiten der Atemwege nach medizinischen Maßnahmen; i20-i25 Ischämische Herzkrankheiten; j30-j39 Sonstige Krankheiten der oberen Atemwege*;

Kann lebensbedrohlich werden

Pathologische

(Pathos bedeutet Leiden, Krankheit) Vorgänge, die unter Umständen zu einer Verengung von normalerweise komplett durchgängigen Hohlräumen führen, können ohne Weiteres schwere Erkrankungen verursachen.

Nicht immer verläuft eine Stenose oder eine Verengung so, dass diese sofort bemerkt wird. Erfahrungsgemäß entstehen Stenosen eher schleichend und ohne sofortige klare Anzeichen. Darüber hinaus können Verengungen fast überall dort im Körper vorhanden sein, wo leere Organe angelegt wurden.

Definition einer Stenose

Eine Stenose oder eine Stenosis ist eine Verengung, die sich in Hohlorganen sowie in Blutgefäßen manifestieren kann. Unabhängig davon, um welche Beschaffenheit der Stenose es sich handelt, wird in der Medizin in jedem Fall erst einmal von einer Verengung beziehungsweise einer Raumreduzierung gesprochen.

Je nachdem, in welchem Organ oder Organteil die Stenose platziert ist, wird die Lokalisation durch die entsprechende Benennung näher bezeichnet.

Mehrheitlich kommen Stenosen in röhrenartigen Hohlräumen vor, die einen nicht allzu großen Querschnitt haben.

Sind die ursächlichen Faktoren für eine Stenose sehr ungünstig und schreitet dieser Prozess ungehindert voran, kann es passieren, dass aus der Stenose eine Striktur wird. Die Striktur ist eine Steigerung der Stenose, was sich in einer massiven Einengung zeigt.

Aufgrund der Vielfalt an Organen, die als röhrenformige Hohlkörper aufgebaut sind, können sich die Stenosen weiträumig entfalten.

In der Medizin werden daher verschiedene Varianten von Stenosen beachtet:

  • Hohlorganstenosen
  • Verengungen von Körperöffnungen
  • Stenosen der Atmungsorgane
  • Stenosen des Verdauungssystems
  • Stenosen der Ausscheidungsorgane
  • Stenosen der Geschlechtsorgane
  • Stenosen in Sinnesorganen
  • Wirbelkanalstenosen
  • Herzklappenstenosen
  • Gefäßstenosen

Sowohl die Beschwerden (Symptome) und die Erkennung einer Stenose (Diagnostik) als auch die Behandlung (Therapie), der Verlauf einer Stenose und deren Prognose (Heilungsaussicht) hängen von mehreren Kriterien ab. Nennenswert sind hierbei das Ausmaß, die Lokalisation und die Art der Stenose sowie das jeweils betroffene Organteil.

Verengungen folgen während ihres Wachstum verschiedenen biochemischen Gesetzmäßigkeiten. Daraus resultieren wiederum diffizile morphologische Strukturen, die typisch für diesen oder jenen Vertreter sind. Nach einer histologischen (geweblich) Begutachtung kann meist eine Klassifizierung der Verengungen vorgenommen werden. Das ist wiederum eine Voraussetzung für eine rezidivfreie (Rezidiv heißt Rückfall), nachhaltige Therapie.

Was ist eine Stenose?

Mit der Formulierung „Stenose“ sind vorwiegend die in den kleinen und großen Blutgefäßen ausgebildeten Verengungen gemeint. Über einen unterschiedlichen Zeitraum hinweg entwickeln sich gleichfalls Ablagerungen in Hohlräumen, die deren Volumen eindämmen. Außerdem sind Stenosen nicht selten für einen vollständigen Verschluss dieser Areale verantwortlich.

Für eine Beurteilung der Stenose legen die Mediziner oftmals ein besonderes Augenmerk auf die Blutversorgung der umliegenden Gewebe. Diese Betrachtungsweise lässt Rückschlüsse auf das Stadium einer Verengung zu. Der Grad einer Verengung ist mit den bereits angegebenen Gesichtspunkten bedeutsam für die weitere Behandlung und für den Erfolg der therapeutischen Maßnahmen. Nach dem Grad einer Stenose richtet sich gleichfalls die zeitliche Planung einer Behandlung.

Befinden sich in einem oder in mehreren Blutgefäßen Verengungen, bedeutet das unter Umständen ein hohes gesundheitliches Risiko. Um eine etwaige Abschätzung des Ausmaßes vornehmen zu können, arbeiten die Mediziner nach einer speziellen Klassifizierung der Gefäßstenosen.

Für die Unterteilung von Stenosen in Grade wird der nicht durchblutete Querschnitt des Gefäßes betrachtet. Aussagefähig ist hierbei vor allen Dingen die Feststellung des sogenannten Längsdurchmessers. Anhand dieses Parameters wird von der American Heart Association folgende Gradeinteilung von Stenosen in Blutgefäßen zugrunde gelegt:

Grad 0

  • Stenose nimmt weniger als 25 Prozent des Gefäßes ein
  • Wände des Blutgefäßes sind unregelmäßig strukturiert
  • leichte Verengung
  • Blutversorgung wird nicht eingeschränkt

Grad I

  • Stenose nimmt zwischen 15 und 50 Prozent des Gefäßes ein
  • Verengung bewegt sich unter dem kritischen Bereich
  • Stenose ist geringgradig

Grad II

  • Stenose nimmt zwischen 50 bis 75 Prozent des Gefäßes ein
  • Störungen der Durchblutungen liegen vor, sind aber noch nicht kritisch
  • mittelgradige Verengung

Grad III

  • Stenose nimmt zwischen 75 bis 90 Prozent des Gefäßes ein
  • Verengung liegt oberhalb des kritischen Grenzbereiches
  • Herzinfarkt durch Gefäßverschluss kann entstehen
  • hochgradige Stenose

Grad IV

  • Stenose nimmt 100 Prozent des Gefäßes ein
  • Gefäßverschluss ist komplett
  • schwerste Form der Verengung

Die Graduierung der AHA ist jedoch nur eine empfohlene Klassifizierung. Neben dieser gibt es noch weitere Unterteilungen, die weltweit eine gewisse Vereinheitlichen nach sich ziehen.

Mit den Prozentangaben werden die nicht mehr von Blut durchflossenen Hohlräume beziehungsweise Lumen beschrieben. Bei einer Stenose von 50 Prozent, was dem Grad II entspricht, ist der Gefäßquerschnitt streckenweise nur noch halb so groß wie im Normalfall. Es gelangt nur die die Hälfte des vom Herzen gepumpten Blutes durch das Gefäß. In der Medizin sind Stenosen, die sich in dieser Art und Weise ausgedehnt haben, als signifikante Gründe bekannt, eine rasche Behandlung herbeizuführen.

Stenosen weisen variierende morphologische Eigenschaften auf. Dazu gehören deren Formgebung, die Ausdehnung beziehungsweise die Länge, die Erreichbarkeit und die Lage innerhalb des Blutgefäßes. Im Zusammenhang mit der Größe der Stenosen sprechen die Ärzte von kurzstreckigen, längerstreckigen und langstreckigen Verengungen.

Natürlich sind Stenosen nicht nur in den Blutgefäßen anzutreffen. Auch in einer Fülle anderer Organe, die über ein Lumen verfügen, können sich Verengungen zeigen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Auslöser für eine Stenose sind überaus vielschichtig. Sie werden wiederum von zahlreichen Risikofaktoren bestimmt. Damit es zu einer Einengung kommt, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Darüber hinaus sind es meist nicht einzelne Verursacher, sondern häufig ein Komplex aus mehreren ungünstigen, die zusammentreffen. Außerdem muss einer Stenose ein gewisser Zeitraum vorausgegangen sein, denn sie breitet sich nicht nur über einen Tag hinweg aus.

Relevant sind nachstehende Aspekte:

  • Arteriosklerose (Ablagerungen von Plaque und Entzündungen an den Innenwänden der Gefäße)
  • Spaltungen der Gefäßaußenwand
  • unregelmäßiger Blutstrom
  • Einatmen oder Aspirieren von Fremdkörpern
  • Steckenbleiben von Festkörpern in der Speiseröhre
  • Thrombose (Reduzierung des Blutflusses durch ein Blutgerinnsel)
  • angeborene Defekte oder Fehlbildungen
  • Autoimmunerkrankung (übermäßiges Wachstum von Bindegewebe in den Blutgefäßen, in der Speiseröhre oder in den Bronchien)
  • Krebserkrankungen oder Tumoren
  • Dissektion in Gefäßwände
  • Vaskulitis
  • Fehlbelastungen von Knochen und Knorpel (Entstehung von Spondylophyten)
  • mechanische Einwirkungen (Abklemmen von Organabschnitten, Verengung durch Konkremente)

Diesen Gesichtspunkten liegen wiederum andere Auslöser zugrunde, die von den Patienten beeinflusst oder nicht beeinflusst werden können. Das kann unter anderem eine ungesunde Lebensweise, zu wenig Bewegung oder ein zu hoher Stresspegel oder eine erbliche Veranlagung oder eine Verletzung sein.

Betreffen die Stenosen einzelne Organe, die anatomisch nur als solche vorliegen, dann können die ursächlichen Antriebe ganz spezifischer Herkunft sein. Hierbei kommen beispielsweise Narbengewebe sowie Verdickungen von Geweben oder entartete Verwachsungen komplexer Organareale in Betracht. Eine Bildung dieser Auffälligkeiten wird unter anderem durch permanent ablaufende entzündliche Prozesse unterstützt.

Nennenswert sind in diesem Zusammenhang außerdem indirekte Ursachen wie:

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • hohes Alter
  • Hyperlipidämie
  • Hypercholesterinämie
  • Fettsucht (Adipositas)
  • Nikotinkonsum

Weitere spezielle Ursachen für eine Verengung sind Überempfindlichkeiten von Organen. Ein klassischer Vertreter dafür ist die Hyperreagibilität der Bronchien, die eine Verengung der Luftwege nach sich zieht.

Symptome und Anzeichen

Die Beschwerden oder Krankheitsmerkmale von Stenosen oder Strikturen sind im Laufe der Zeit und ab einem fortgeschrittenen Stadium durchaus empfindlich. Im Gegensatz dazu verursachen einige Stenosen schon zu Beginn und akut (plötzlich, explosionsartig, unerwartet) Symptome, die eine Notfallbehandlung erfordern. Des Weiteren können die Anzeichen für eine Verengung schleichend und ohne großartige gesundheitliche Auffälligkeiten charakterisiert sein. Andere Stenosen lösen nur eine geringe Symptomatik aus; andere Verengungen werden sofort lebensgefährlich.

Patienten und Patientinnen, die eine Stenose haben, werden diese Anomalie früher oder später mit Sicherheit wahrnehmen. Je frühzeitiger das geschieht, desto besser sind die Aussichten auf Genesung.

Die Beschwerdebilder einer Stenose hängen von deren Lokalisation und deren Ausprägung sowie von der Bedeutung des Organs für die reibungslose Funktion des Organismus ab.

Stenosen der Blutgefäße

  • Arteriosklerose (Ablagerungen von Plaque und Entzündungen an den Innenwänden der Gefäße)
  • Einatmen oder Aspirieren von Fremdkörpern
  • Steckenbleiben von Festkörpern in der Speiseröhre
  • Thrombose (Reduzierung des Blutflusses durch ein Blutgerinnsel)
  • angeborene Defekte oder Fehlbildungen
  • Autoimmunerkrankung (übermäßiges Wachstum von Bindegewebe in den Blutgefäßen, in der Speiseröhre oder in den Bronchien)
  • Krebserkrankungen oder Tumoren
  • Dissektion in Gefäßwänden
  • Vaskulitis
  • Sturzattacken
  • Sehen von Doppelbildern

Stenose des Spinalkanals

  • feinmotorische Störungen
  • Störungen des normalen Gangbildes
  • Lähmungen
  • Krämpfe
  • nervale Störungen
  • Schmerzen mit Ausstrahlung in die Extremitäten, den Rücken und den Kopf
  • Einschränkungen der Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • Fehlbelastungen von Knochen und Knorpel (Entstehung von Spondylophyten)

Stenose in den Hirngefäßen

  • Lähmungen
  • Sehstörungen
  • Hörstörungen
  • halbseitige Sehstörungen
  • Drehschwindel
  • Streckkrämpfe
  • Störungen der Empfindungen (gestörte Sensomotorik)
  • Sprachstörungen

Stenose der Atemwege

  • Husten
  • massive Schmerzen
  • Fieber
  • erhöhte Speichelabsonderung (Sputum)
  • Ansammlung von Flüssigkeit in den Schleimhäuten (Ödem)
  • Atembeschwerden
  • Atemnot
  • Infektion der Lunge (Lungenentzündung oder Pneumonie)

Stenose des Gebärmutterhalskanals (Zervikale Stenose)

  • Unfruchtbarkeit
  • Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö)
  • schmerzhafte Regelblutung (Dysmenorrhö)
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen
  • Ansammlung von Blut im Uterus (Gebärmutter)
  • Schwellungen

Stenosen des Darms

  • Erliegen oder Beeinträchtigungen des Stoffwechsels und der Verarbeitung der Verdauungsmasse
  • Verstopfung (Obstipation)
  • Durchfall (Diarrhö)
  • Magenschmerzen
  • Blähungen
  • Erbrechen von Nahrungsbrei
  • Erbrechen von Stuhlgang
  • Darmkrämpfe (Darmkolik)
  • Perforation des Darmes

Stenose der Gallengänge oder Gallenwege

  • Ikterus (Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten)
  • dunkelgelber Urin
  • hell gefärbter Stuhl
  • Pruritus
  • Oberbrauchschmerzen
  • mechanische Einwirkungen (Abklemmen von Organabschnitten, Verengung durch Konkremente)
  • Gallenkolik
  • Fieber
  • Übelkeit und Erbrechen

Diese ausgewählten Darstellungen beziehen sich nur auf einige der wichtigsten Organe und deren Symptome, wenn Stenosen deren Physiologie beeinträchtigen. Erkennbar ist, dass die Beschwerden partiell äußerst kennzeichnend und unverwechselbar sind. Je unspezifischer die Organe jedoch sind (beispielsweise Blutgefäße), desto allgemeiner und unklarer sind die Anzeichen auf eine Stenose. Ein solcher Aspekt kann die Diagnostik erschweren.

Lumen ist der Durchmesser, das Fassungsvermögen, der Querschnitt oder die lichte Weite eines raumfordenden Organs.
Konkremente sind feste Substanzen wie Gallensteine oder Nierensteine.
Spondylozyten sind Anbauten an Knochen insbesondere an Wirbelkörpern oder an den Rändern der Wirbelgelenke.
Zyanose ist eine Blaufärbung der Haut und der Schleimhäute bei Unterversorgung mit Sauerstoff.
Synkope ist eine vorübergehende Ohnmacht durch eine mangelhafte Blutversorgung des Gehirns, bei der die Patienten das Bewusstsein verlieren.
Pruritus ist ein Juckreiz der Haut und/oder der Schleimhäute.
Hyperlipidämie ist eine vermehrte Konzentration von Lipiden oder Fetten im Blut.
Hypercholesterinämie ist ein erhöhter Cholesterinspiegel (nachteiliges Cholesterin) im Blut.
Diabetes mellitus ist die Zuckerkrankheit.
Eine Insuffizienz ist eine Funktionsschwäche oder eine Abnahme der Leistungsfähigkeit.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Feststellung einer Verengung in einem Blutgefäß oder in einem anderen Hohlraum des Körpers bedarf großer Sorgfalt. Die Patientinnen und Patienten können bis zu einem bestimmten Grade an der Erkennung der Stenose mitwirken, indem sie eine genaue Krankengeschichte (Anamnese) vortragen. Hilfreich für den Facharzt oder den Allgemeinmediziner ist es zudem, wenn die Patienten all Angaben so genau wie möglich wiedergeben.

Von medizinischer Seite her spielen die Verdachtsmomente eines erfahrenen Arztes eine zentrale Rolle, wenn es um die Lokalisation einer Stenose geht. Handelt es sich um eindeutige Krankheitszeichen, dann sind die Behandler sofort in der Lage, die zugehörigen diagnostischen Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Sind die Symptome verwaschen und ermöglichen diese keine klaren Rückschlüsse, kann die Diagnose eine Suche sein. Stenosen bedürfen in der Praxis oftmals eine Differentialdiagnostik, um diese Anomalien von anderen Krankheiten zu trennen und eine Abgrenzung vorzunehmen.

Die richtige Diagnostik bei einer Verengung ist ein ganz wesentliches Fundament für eine sinnvolle, effektive und zielgerichtete Behandlung mit einem möglichst guten Ausgang.

Die Feststellung einer Stenose oder einer Striktur basiert auf:

Anamnese

Befragung des Patienten zur Sammlung von Risikofaktoren und zum Ausschluss von ähnlichen Begleiterkrankungen und überstandenen Vorerkrankungen. Vervollständigt wird die Krankheitsgeschichte durch die Erfassung von Auffälligkeiten wie:

  • Lähmungen an Gliedmaßen
  • Störungen des Sprechens
  • Drehschwindel
  • plötzlichen Stürzen
  • Bewusstseinsstörungen
  • nervalen Ausfällen
  • rheumatischen Beschwerden
  • Schmerzen

Untersuchung des Körpers

  • Anschauen, Abtasten (Palpation) und Abhören (Auskultation)
  • Verfolgen der Strömungsgeräusche des Blutes durch Verwendung des Stethoskops
  • Untersuchen von Darmgeräuschen mit dem Stethoskop
  • Messung von Blutdruck, Puls
  • Bestimmung des Körpergewichts und des BMI
  • Testen der Sinne

Apparative Untersuchungen

  • Prüfung der Lungenfunktion und der Herztätigkeit
  • bildgebende Verfahren wie Röntgen, Utraschall (Dopplersonografie), Magnetresonanztomografie, Computertomografie
  • Röntgen-Kontrastuntersuchung
  • Endoskopie (Bronchoskopie, Gastroskopie)
  • Untersuchung der Blutgefäße (Angioskopie)

Labordiagnostische Untersuchungen

  • Erstellen eines kleinen oder großen Blutbildes
  • klinisch-chemische Parameter feststellen
  • Urinstatus
  • Überprüfen der Gerinnungsfaktoren Gerinnungsproteine C und S, Fibrinogen und Antithrombin II sowie Anzahl der Thrombozyten
  • serologische Tests
  • histologische (Gewebe) Untersuchungen
  • immunologische Untersuchungen

Humangenetische diagnostische Verfahren

Häufigkeit und Diagnosedaten

Einen erstaunlichen Anteil an den Stenosen der Sinnesorgane nahmen im Jahr 2015 die Verengungen der Tränenwege mit 5.690 und die erworbenen Stenosen des äußeren Gehörganges mit 1.400 Erkrankten ein. Im Zusammenhang mit den Stenosen des Herzens und des Blutgefäßsystems wurden 2015 laut aktueller Statistiken etwa 42.000 Patienten mit einer Stenose der Aortenklappen und knapp 17.000 Personen mit einer Aortenklappenstenose in Begleitung einer Insuffizienz stationär behandelt.

Entsprechend aussagefähiger Leitlinien von 2016 ist die Carotisstenose bei 0,3 Prozent der unter 50 Jahre alten Männern ein typisches Krankheitsbild geworden. Ab einem Lebensalter über 80 steigt die Gefährdung bei knapp 8 Prozent der Männer an einer Carotisstenose an. Frauen entwickeln diese Erkrankung zu etwa 5 Prozent meist erst ab einem Lebensalter von 80.

Eine weiteres problematisches Krankheitsfeld ist der Hirninfarkt, der durch eine nicht näher bezeichnete Stenose oder einen Verschluss der arteriellen zerebralen Blutgefäße i63.5 verursacht wurde. Etwa 47.100 Patientinnen und Patienten mussten den schweren Symptomen einer derartigen Stenose in Krankenhäusern oder Kliniken therapiert werden.

Dasselbe trifft auf eine Verengung zu, die die als Verschluss präzerebraler Arterien ohne resultierenden Hirninfarkt I65 bezeichnet wird. Ungefähr 30.000 Patienten mussten sich durch diese Störung einer intensiven Behandlung unterziehen.

Auf den vordersten Plätzen bei den Verengungen der Blutgefäßen liegt ebenfalls die Stenose oder der Verschluss der Aorta carotis. Von dieser pathologischen Anomalie waren 2015 etwa 29.000 Patientinnen und Patienten betroffen, die sich auf Anraten der ambulanten Ärzte in eine stationäre Einrichtungen begaben.

Besorgniserregend sind die statistischen Zahlen, die sich in Verbindung mit einer Spinalkanalstenose m48.0, einer eher orthopädischen Erkrankung, ergeben haben. Fast 99.000 Personen zeigten solche Beschwerdebilder, dass eine Aufnahme auf einer Station unumgänglich wurde.

In den zweistelligen und dreistelligen Bereichen bewegen sich die Diagnosedaten der der ICD10-Q42 mit den verschiedenartigsten angeborenen Stenosen an weiteren Körperorganen. Fast 800 Menschen litten 2016 unter einer angeborenen Stenose der Mitralklappe q23.2 und einer angeborenen hypertrophischen Pylorusstenose.

Nicht zu unterschätzen sind hinsichtlich der Häufigkeit des Auftretens die Trachealstenosen, bei denen die Luftröhre verengt ist. In Deutschland werden von 100.000 Einwohner etwa 1,2 Erkrankungsfälle jährlich wegen einer Trachealstenose in die Kliniken aufgenommen. Diese Erkrankung kann angeboren oder erworben sein. Insbesondere nach einer länger anhaltenden Intubation nimmt die Anzahl von Trachealstenosen als Spätkomplikationen zu.

Ungefähr 20 Prozent aller Patienten mit einer Stenose in einem hirnversorgenden Blutgefäß erleiden einen Schlaganfall durch eine Engstellung der sogenannten extrakraniellen Karotiden. Im Umkehrschluss kann gesagt werden, dass in jedem Jahr in deutschen Kliniken und Krankenhäusern sowie in Herzzentren ungefähr 200.000 Schlaganfälle versorgt werden.

Komplikationen bei der Stenose

Stenosen selbst können eine Komplikation unterschiedlichster Krankheitsbilder sein. Stenosen können ebenfalls aus therapeutischen Maßnahmen wie der künstlichen Beatmung über einen Tubus heraus provoziert worden sein. Im Gegensatz dazu stellen sich durch Stenosen wiederum gesundheitliche Risiken ein, die unmittelbar von einer Verengung oder einem Verschluss ausgehen.

Verständlicherweise sind die Komplikationen einer Stenose in jedem Fall abhängig von speziellen Faktoren. Das sind beispielsweise:

  • Art der Stenose
  • Lokalisation
  • Ausdehnung der Stenose
  • befallenes Organ
  • Folgeschäden
  • Konstitution und Lebensalter der Patienten
  • bestehende Begleiterkrankungen oder Vorerkrankungen

Unter Umständen sind die Komplikationen einer Stenose so schwerwiegend, dass Patienten sogar als Notfall in eine Klinik eingeliefert werden müssen. Das andere Extrem ist wiederum eher ein symptomfreier, unproblematischer Verlauf, der sich zumindest bis zu einem gewissen Krankheitsstadium abzeichnet.

Medizinische Probleme bei einer Stenose können sein:

  • Anstieg der Blutdrucks (Hypertonie)
  • Harnstau
  • Atembeschwerden bis hin zur Luftnot
  • Koliken durch Stau von Flüssigkeiten oder festen körpereigenen Stoffen mit Reizung des umgebenden Gewebes
  • Störungen des Blutflusses mit unregelmäßiger der fehlender Blutversorgung
  • Absterben von Gewebe
  • Schlaganfall
  • Funktionsausfall der Nieren, Nierenversagen
  • Absterben von Darmgewebe, Darmverschluss
  • Herzschwäche (Versagen der Funktion der rechten Herzkammer)
  • nicht umkehrbare (irreversibel) Nervenschäden
  • Lähmungen
  • Eindrücken, Abdrücken oder Quetschen von geweblichen Strukturen (Kompressionssyndrom)
  • Mesenterialinfarkt (plötzliche Striktur von Eingeweideblutgefäßen)
  • Entzündungsprozesse an Eingeweideorganen (beispielsweise lebensbedrohliche Bauchfellentzündung)
  • Ruptur (Reißen) von Gewebe an Eingeweideorganen durch den immensen Druckanstieg
  • Entgleisung des Stoffwechsels (Metabolische Alkalose oder Azidose) Dehydratation
  • Exsikkose
  • unnatürliche Dilatationen von Hohlorganen durch die Verengung
  • Entstehung von Aneurismen
  • Ausprägung von Divertikeln beispielsweise in der Harnblase durch eine Harnröhrenstenose
  • Kreislaufkollaps

Diese Komplikationen wurden nicht nach allen vorkommenden Stenosetypen klassifiziert. Diese Aufstellung erhebt somit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lediglich die wichtigsten und die am häufigsten vorkommenden gesundheitlichen Schwierigkeiten durch eine Stenose sind erfasst worden.

Schlaganfall (Apoplex, Apoplexie oder Insult) ist eine abrupte Unterbrechung der Durchblutung des Gehirns beziehungsweise ein Gehirnschlag.
Pylorus ist der Mageneingang oder der Magenpförtner.
Intubation künstliche Zufuhr von Sauerstoff über einen Tubus (Hohlsonde).
Karotiden sind Schlagadern zur Blutversorgung des Kopfes.
Extrakraniell bedeutet außerhalb des Schädels.
Dehydratation ist die Verringerung von Flüssigkeit im Organismus.
Exsikkose ist die Austrocknung eines Körpers durch eine zu geringe Konzentration an Körperwasser.
Ein Aneurisma ist eine sogenannte Aussackung an einem Blutgefäß zur eine Überdehnung der Gefäßwände durch eine Verengung des Lumens.
Kachexie ist der Zustand einer hochgradigen Abmagerung.
Eine Dilatation ist eine Erweiterung.
Ein Divertikel ist eine Ausstülpung, die sich bei einer Verengung im Hohlorgan manifestieren kann.

Die Risiken und Komplikationen einer Stenose sollten nicht unterschätzt werden. Die betroffenen Organe und die Blutgefäße werden durch eine Verengung derartig beansprucht, dass der Körper selbst eine Entlastung herbeiführen will. Daraus resultieren entsprechende anatomische Ausbildungen wie Dilatationen, Divertikel und Aneurismen.
Obwohl zunächst Abhilfe geschaffen wurde, bedeuten diese Strukturen, die eigentlich krankhaft sind, eine Gefährdung für die Gesundheit und das Leben.

Indirekt kommt es durch die Beeinflussung umliegender Gewebe- und Organbereiche zu einer Reduzierung der Durchblutung, zu mechanischen Irritationen aufgrund von Druck und Reibung sowie durch ein selbstständiges Eröffnen. Gerade bei Aneurismen kann dieser Vorgang mit einem Verbluten einhergehen.

Bei einer Divertikulitis (Entzündung der Divertikel) sind eitrige Abszesse und Fisteln als Folgeerscheinung nicht selten.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Patienten und Patientinnen mit einer Stenose sind am besten beim Arzt aufgehoben, wenn sich erste Symptome einstellen. Sind diese Beschwerden unklarer Herkunft und tauchen diese in Zeitabständen immer wieder und intensiver aus, dann sollte keine Zeit verloren werden. Vor allen Dingen dann, wenn die Anzeichen auf eine Verengung der Blutgefäße hinweist, muss ein Facharzt zu Rate gezogen werden.

Bei vielen Arten von Stenosen sind die Beschwerden teilweise so quälend und schmerzhaft, dass die Betroffenen nicht erst lange überlegen und sich ärztliche Hilfe holen sollten. Zumindest geht es um eine professionelle Abklärung der jeweiligen Symptomatik.

Die Prognose für den Ausgang der Erkrankung Stenose kann durch einen zeitnahen und baldigen Gang zum Facharzt maßgeblich verbessert werden. Wer zu lange wartet und die teilweise heftigen Symptome ignoriert, könnte unter Umständen mit seinem Leben spielen.

Schon bei geringen Beschwerdebildern, die Unsicherheit erzeugen, kann ein Arzt eine passende Diagnostik einleiten. Darauf fundamentiert eine Behandlung, die mit relativ einfachen Mitteln und Methoden zu einer Beschwerdefreiheit oder sogar zu einer Heilung führen kann.

Bevor der Körper zu massiven Reaktionen gezwungen ist, die teilweise nur stationär therapierbar sind, gibt es zahlreiche Hinweise, die auf eine Verengung deuten. Das kann bei einer Darmstenose beispielsweise ein veränderter Stuhl oder bei einer Gallengangsstenose die Gelbfärbung der Haut sein. Bei solch offensichtlichen Beschwerdebildern muss ein Arzt konsultiert werden.

Diese Empfehlung gilt nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder, die oftmals unter einer bislang noch nicht erkannten, angeborenen Stenose leiden können.

Behandlung und Therapie

In altbekannter Weise soll an dieser Stelle angezeigt werden, dass nur auf einige ausgewählte Behandlungsmethoden eingegangen werden kann. Der Grund liegt darin, dass sich Stenosen in unterschiedlichen Organen befinden können und differenzierende Beschwerden auslösen.

Danach richten sich die Mediziner bei der Entscheidung für eine Therapie, die den diagnostischen Resultaten und den individuellen Zustand des Patienten angemessen sein muss. Zahlreiche behandlungsrelevante Vorgehensweise ähneln sich.

Hervorgehoben werden hierbei die hauptsächlichsten Behandlungen für:

  • Blutgefäßstenosen
  • Spinalkanalstenose
  • Ösophagusstenose
  • Darmstenose

Die grobe Unterteilung bei einer Stenosetherapie schließt die medikamentösen und die konservativen Konzepte ein. In diesem Rahmen kann eine Notfalbehandlung als dritte und eine Operation als vierte Variante nicht ausgeschlossen werden.

Blutgefäßstenosen in Gefäßen, die für das Gehirn zuständig sind (unter anderem Stenose der Aorta carotis)

Eine Carotisstenose kann die Arteria carotis communis oder die Halsschlagader, die Arteria carotis externe oder äußere Arterie, die Arteria carotis interna oder Kopfschlagader und/oder die Arteriae vertebrales oder die Wirbelarterie betreffen.

Konservativ wird gegen eine Carotisstenose eine pharmakologische Behandlung mit Thrombozytenaggregationshemmern eingeleitet. Die konsequente Einnahme dieser Pharmazeutika wirkt gegen eine Zusammenballen von Thrombozyten zur Vorbeugung einer Gerinnselbildung und gegen eine Embolie im Gehirn.

Nicht immer greifen die Medikamente in ausreichendem Umfang. Bei Stenosen in den Blutgefäßen, durch die das Gehirn seine Blutversorgung erhält, sind interventionelle Therapien mit dem Einlegen eines Stents eine sinnvolle Ergänzung, wenn neurologische Beschwerden hinzukommen.

Zuvor versuchen die Mediziner in vielen Fällen, die arteriosklerotischen Ablagerungen mit verschiedenen Ausschältechniken (Desobliteraion) operativ zu beseitigen.

Die Herstellung der Schmerzfreiheit durch eine örtliche Betäubung wird bei einem operativen Eingriff an einer Verengung der hinteren und der vorderen Aorta carotis oder Halsschlagader gewählt. Eine Vollnarkose ist bei einer Stenose innerhalb der Hirnarterie notwendig. Durch das Einbringen eines Stents in Kombination mit einer Nachdehnung des verschmälerten Arterienbereichs ist wieder vollkommene Durchflussfreiheit gegeben, sodass sich die Symptome entschieden verbessern.

Die Spinalkanalstenose und ihre therapeutischen Lösungen

Neben der konservativen Behandlung bietet es sich bei einer Spinalkanalstenose an, bei einer gewissen Therapieresistenz und einem bestimmten Erkrankungsstadium eine Operation und eine Schmerzbehandlung in Erwägung zu ziehen. Die Schmerztherapie kann in Einzelfällen bereits vor der Operation liegen.

Ohne operativen Eingriff sind folgende konservative Maßnahmen zweckdienlich:

  • manuelle Physiotherapie
  • physikalische Therapie
  • Krankengymnastik
  • Wämeanwendungen
  • Stromanwendungen
  • Bäder

Des Weiteren ist die Medikamentenabgabe indiziert. Die Ärzte nutzen dazu eine Leitlinie, die als Drei-Stufen-Schema der WHO (Weltgesundheitsorganisation) bezeichnet wird:

  • leichte Schmerzintensität: Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Voltaren, Paracetamol
  • mittlere Schmerzintensität: schwach opiodhaltige Arzneimittel
  • starke Schmerzintensität: konzentrierte Opioide

Ergänzt werden diese Arzneistoffe durch:

  • Magenschutz (Protonenpumpenhemmer)
  • Schmerzmittel (Analgetika)
  • einzelne Psychopharmaka (Antidepressiva)
  • Muskelentspannungsmedikamente (Muskelrelaxantien)
  • entzündungshemmende Medikamente (Kortison

Dafür nehmen die Erkrankten eine Vielzahl an ungünstigen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Kauf, die meist eine zusätzliche Einnahme weiterer Arzneistoffe beispielsweise gegen Verstopfung (oft bei Morphin), gegen Übelkeit oder gegen niedrigen Blutdruck wirken sollen.

Wenig belastende, minimal-invasive Operationen einer Spinalkanalstenose gelten als letzter Weg der Therapiemöglichkeiten. Minimal-invasive chirurgische Verfahren werden mit kleinsten oder sehr geringen Verletzungen der Weichteile und der Haut umgesetzt.

Hervorzuheben sind fortschrittliche Operationstechniken wie:

  • die Dekompressions-Lamninektomie
  • die Fensterungstechnik

mit sehr günstigen Heilungsaussichten.

Therapeutische Ansätze bei einer Ösophagussstenose

Begonnen wird die Ösophagusbehandlung bei einer Stenose medikamentös mit einem Antibiotikum. Angebracht ist diese konservative Vorgehensweise deshalb, weil eine bakterielle Entzündung in der Speiseröhre zu einer Schwellung geführt hat. Diese geht mit der Heilung des bakteriellen Infekts zurück.

Im Ösophagus können durch entartete Gewebswucherungen oder durch Tumoren Stenosen oder sogar Strikturen hervorgerufen werden. Die Patientinnen und Patienten werden einer Therapie unterzogen, die sich nach der lokalen Positionierung und der Ausbreitung des Ösophagusverengung richtet. Des Weiteren bestimmen die histologischen Befunde nach einer mikroskopischen Begutachtung der Gewebeart und die Invasion von eventuellen Tochtergeschwülsten bei Speiseröhrenkrebs ab.

Praktiziert werden folgende Therapien:

  • örtliche Bestrahlung eines Tumors oder eines Karzinoms
  • Dehnung der Speiseröhre oder Bougierung mit medizinischen Instrumenten
  • Verabreichung von Sondennahrung über eine perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG-Sonde, Magensonde)
  • Resektion anormaler Abschnitte der Speiseröhre inklusive der Stenose
  • minimal-invasive Entnahme von Fremdkörpern

Um eine Dehnung der Speiseröhre zu realisieren, wird ein elastische Hilfsmittel eingeführt, in das Luft eingeblasen wird. Das einem Ballon ähnliche Instrument weitet die Speiseröhre soweit, dass Nahrung wieder ungehindert hindurch gelangen kann.

Darmstenose und deren Therapiemaßnahmen

Bei einer Darmstenose wissen die Mediziner, dass sie zunächst eine Behandlung der auslösenden Grunderkrankung einräumen müssen. Zeigen die Patientinnen und Patienten spezielle Symptome an, dann können die Ärzte über eine Vielzahl an Medikamenten für eine konservative Behebung verfügen. Im Mittelpunkt stehen die abführenden Mittel (Laxantien). Diese regen die Abgabe von Stuhl an, sodass der Darm entleert werden kann.

Je länger Kot im Darm gestaut wird, desto mehr Flüssigkeit entziehen die Darmzotten, sodass der Stuhl immer fester wird. Bedeutet die Darmentleerung für die Patienten eine übermäßige Belastung, dann kann dieser Vorgang durch Einläufe oder ein begrenztes Dehnen des Anus abgebaut werden. Ist die Stenose im Darm so umfangreich, dass sich kein zufriedenstellender Erfolg erzielen lässt, müssen weitere Medikamente eingenommen werden.

Dazu gehören die Wirkstoffe aus den Gruppen der Parasympathikomimetika und der Sympathikolytika. Die Aufgabe der pharmakologischen Substanzen ist es, auf die Nerven einzuwirken, die für eine Darmlähmung verantwortlich sind. Dieser Effekt tritt durch die Aufhebung der Tätigkeit des Sympathikus ein.

Hat sich durch eine Stenose im Darm ein Darmverschluss (Ileus) entwickelt, muss immer operativ dagegen vorgegangen werden. Eine partielle chirurgische Entfernung (Darmteilresektion) kann dabei nicht immer vermieden werden.

Informationen über die Behandlung von Stenosen machen deutlich, dass die Bandbreite an entsprechenden Therapieprozessen äußerst umfangreich ist. Die moderne Medizin hat fast für jede Organverengung eine akzeptable Lösung anzubieten, die die Aussichten auf Behebung der gesundheitlichen Störungen deutlich günstig gestaltet.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Ob Stenosen oder Strikturen vorgebeugt werden kann, ist nicht immer klar und eindeutig zu beantworten. Viele innere Auslöser, die in der genetischen Information oder in einer Bereitschaft liegen, derartige Pathologien zu entwickeln, machen eine präventive Gegenmaßnahme überflüssig.

Wird jedoch beachtet, dass die Gesundheit und die Vitalität des Organismus durch ein enormes Spektrum an äußeren Einflüssen in diese oder in jene Richtung gelenkt werden kann, ist eine aktive Vorbeugung gegen eine Stenose durchaus vorstellbar. Dass sich diese Annahme in der Realität bestätigt, ist kann anhand der Arteriosklerose verdeutlicht werden.

Die arteriosklerotischen Plaques an den Innenwänden der Blutgefäße sind die Antwort auf eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise, fehlende oder mangelhafte körperliche Aktivitäten und der Konsum von Tabak.

Wird Übergewicht abgebaut, eine Reduzierung „schlechter“ Fette und Kohlenhydrate in der Nahrungszusammenstellung und mehr Bewegung in den Alltag eingebaut, haben Stenosen durch kalkhaltige Substanzen in den Blutgefäßen und im oder am Herzen keine Chance mehr.

Berücksichtigen die Patientinnen und Patienten, dass sie eine Stenose im Wirbelkanal durch das Unterlassen von dauerhaften Fehlhaltungen, mehr ausgleichende körperliche Betätigung und eine ausgewogene Ernährung vermeiden können, dann führen sie eine Prävention durch.

Jede Verengung hat ihre Risikofaktoren, die eine Genese begünstigen. Das kann das Alter, eine Vorerkrankung oder ein nicht vorteilhafter Lebensstil mit viel Stress und Hektik sein. Unterbleiben diese negativen Elemente und legen die Menschen mehr Wert auf einen harmonischen Alltag sowie auf die Gesunderhaltung ihres Körpers, dann können Stenosen ausgeschlossen werden.

Prognose zur Heilung

Die Aussichten auf eine vollständige Genesung bei einer Stenose liegt in den Händen der Kunst der Mediziner, in der rechtzeitigen Vorstellung beim Arzt und in der treffenden Diagnostik. Darüber hinaus sind die Heilungschancen optimal, wenn die Stenose weniger weit fortgeschritten ist und wenn es sich nicht um eine progrendiente Verengung handelt.

Es gibt aber auch Erkrankungen wie den akuten Mesenterialinfarkt, bei dem die die prognostischen Aspekte trotz aufwendiger therapeutischer Tätigkeiten eher schlecht ist. Kommen die Patienten natürlich zeitig zum Arzt und setzt die Behandlung schnell ein, dann ist diese Aussage natürlich relativ. Die Prognosen sind daher individuell immer unterschiedlich und können positiv oder negativ sein. Davon können die Betroffenen mit einer Stenose ausgehen.

Erfahrungsgemäß haben Verengungen der Halsschlagader eine hoffnungsvolle Prognose. In Anbetracht der allgemein geringen Sterblichkeit bei Stenosen ist auch hierbei die Überlebenschance gestiegen. Dank verschiedener Nachsorgeprogramme führen Menschen sogar mit überstandenen schweren Stenosen ein erfülltes und anspruchsvolles Leben.

Diese Voraussichten treffen auch auf diese Stenosen zu:

  • Stenosen in Blutgefäßen
  • Stenosen an den Herzklappen
  • Stenose in der Speiseröhre (Ösophagusstenose)
  • Stenose der Lymphgefäße
  • Stenose an Mageneingang (Pylorusstenose)
  • Stenose der Luftröhre (Trachealstenose)
  • Stenose des Harnleiters (Ureterverengung)
  • Stenose des Darmes
  • Ringbandstenose (Verdickung der Beugesehnen eines Fingers)
  • Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals)
  • Stenose der Gallengänge

Die Einschätzungen für eine Heilung fallen bei diesen Stenosen ganz differenziert aus, weil jeder Patient eine andere persönliche körperliche Verfassung hat. Mittels bedarfsgerechter Behandlungsmethoden, die fast auf jede Situation zugeschnitten sind, lassen sich auch die operativen Prozeduren relativ gut überstehen, was einer Heilung natürlich zuträglich ist. Rezidive sind zudem eher selten, wenn durch die Patienten selbst entsprechende Vorkehrungen (gesunde Lebensweise, ärztliche Kontrolluntersuchungen) getroffen werden.

Bypass und Stenose

Im Zusammenhang mit einer Stenose kann auch von einem Bypass gesprochen werden. Der Bypass ist insbesondere dort von Vorteil, wo Stenosen ein Blutgefäß massiv verengt haben. Dann tritt der Zustand ein, dass die Gefäße in ihrem Querschnitt derart reduziert sind, dass die Blutversorgung erheblich eingeschränkt ist.

Der Begriff Bypass wird mit Umgehung übersetzt. Schlussfolgern lässt sich daraus, dass mit einem solchen medizinischen Verfahren künstliche Überbrückung an einem Gefäß geschaffen werden kann. In der Bypasschirurgie werden verschiedene Indikationen beachtet, ehe es zu einem solchen operativen Verfahren kommt.

Die Basis für einen Bypass ist der Befund, der die Angiografie ergeben hat. Gängig sind Bypässe bei:

  • Stenosen der Koronargefäße des Herzens
  • Stenosen des Hauptstammes der linken Kornararterie
  • hochgradige Stenosen an anderen wichtigen Gefäßen
  • Stenosen durch Arteriosklerose
  • Angina pectoris durch eine Stenose des Herzmuskels (Brustenge, Herzschmerzen)

Ein Bypass kann nur dann gelegt werden, wenn die Blutgefäße einen Mindesdurchmesser von mehr als einem Millimeter aufweisen. Darüber hinaus muss ein nahes lebendes Versorgungsgebiet vorhanden sein und es muss einen genügenden Blutabfluss in dieses Areal geben. Irrtümlicherweise wird angenommen, dass ein Bypass eine Art körperfremdes Implantat ist. Dem ist jedoch nicht so. Um einen Bypass zu gewinnen, nehmen die Chirurgen körpereigene Gewebe, die überwiegend aus der Beinvene stammen und verpflanzen diese an den stenosierten Ort.

Diese Gewebeteile werden als Bypassgefäße deklariert. Die ausreichende Menge an Bypassmaterial gibt die Vena saphena magna ausgehend vom inneren Knöchel des Fußes bis hin zum Oberschenkel her. Um einen langfristigen Erfolg zu erzielen, ist die Arteria mmaria interna obligat. Sie entspringt der Innenwand des Brustkorbs unmittelbar am Brustbein bis zum Zwerchfell. Beide Venen sind den Koronargefäßen des Herzens vom Aufbau sehr ähnlich und überaus belastbar.

Alternativ dazu verwenden die Herzchirurgen bei einer Koronarstenose ebenfalls einen Teil der Arteria radialis aus dem Unteram. Diese operative Technologie hat den Namen Revaskularisation (Wiederherstellung der Durchblutungsfunktion eines Blutgefäßes).

Alternative Behandlungsmethoden

Die Alternativmedizin inkludiert eine Fülle an Heilmethoden, die vor allen Dingen dann greifen, wenn Ärzte, die die klassische Schulmedizin praktizieren, zunächst nicht in der Lage sind, eine klare Diagnose zu stellen. Typisch für die alternativen Behandlungsmethoden ist, dass sie zahlreiche traditionelle und aus der Volksheilkunde überlieferte Verfahren umfassen. Die Absicht, die dahintersteckt, ist eine sanfte und den Organismus weitgehend schonende Linderung der Beschwerden durch das Beleben der körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Alternative Therapien sind darauf ausgerichtet, einen an die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten des Patienten angeglichenen Genesungsprozess in Ganz zu setzen. Dieser Aspekt bestätigt sich auch in Hinsicht auf Stenosen.

Erreicht wird dieses Vorhaben durch folgende Wege:

Da die Stenosen in der Regel mit Schmerzen verbunden sind, die immer als Signal für einen krankhaften Ablauf im Organismus wahrgenommen werden sollten, können sich die Patientinnen und Patienten eine vorübergehende Schmerzfreiheit verschaffen, indem sie alternative Behandlungsmethoden nutzen. Das erspart jedoch nicht die Konsultation eines Facharztes, bringt jedoch eine zeitweilige Verbesserung der Lebensqualität.

Alternative Schmerzbehandlungen, die viele Elemente der alternativen Behandlungsmethoden aufgegriffen haben, sind:

  • Biofeedback
  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung
  • Hypnose
  • Mesotherapie (Akupunktur, Reflexzonenbehandlung, Neuraltherapie mit homöopathischen Medikamenten)
  • Chiropraktik
  • Osteopathie
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation
  • Wassertreten
  • Kneippsche Güsse

Einige dieser Techniken helfen unter anderem auch gegen Lähmungserscheinungen und neurologische Störungen sowie gegen eine Mangeldurchblutung und gegen Übelkeit sowie Erbrechen und Koliken. Ob sich damit eine Stenose komplett beseitigen lässt, kann allerdings nicht eindeutig behauptet werden.

Als begleitende und unterstützende Mittel sind alternative Behandlungen ohne Weiteres empfehlenswert. Gerade Kinder und Jugendliche können kurzzeitig von den Konzepten mit ihren fehlenden oder nur leichten Nebenwirkungen profitieren.

Welche Hausmittel können helfen?

Im Rahmen der Volksheilkunde existieren gegen Stenosen in den unterschiedlichsten Organen und deren speziellen Beschwerdebilder mannigfaltige Mittel und Methoden, die auf traditionellen Grundlagen beruhen. Insbesondere, wenn es um die Vermeidung von Stenosen im Verdauungskanal und in den Blutgefäßen geht, können sich die Interessenten verschiedene Vorgehensweisen aussuchen.

Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumständen zu einer Arteriosklerose neigen, die oftmals eine Stenose in den Blutgefäßen nach sich ziehen kann, sollten sich auf Hausmittel konzentrieren, die vorbeugend und therapeutisch sinnvoll gegen Arterienverkalkung in den Beinen, im Herz, im Gehirn und vor allen Dingen in den Nieren beitragen.

Ein weiteres Leiden, das vielen Patienten und Patientinnen zu schaffen macht, ist eine Stenose im Wirbelsäulenkanal. Vor allen Dingen die Schmerzen machen den Betroffenen zu schaffen und ihnen das Leben schwer. Neben Wärmekompressen und Kälteumschlagen werden bewährte Hausmittel wie Baldriantee, Weidenrindentee, Tee aus der Hagebutte und Einreibungen aus einem Baldrianextrakt empfohlen.

Gegen schmerzhafte Beschwerden bei einer Spinalkanalstenose:

  • Saft der Kartoffel
  • Saft aus Sellerie
  • Saft aus Roter Beete
  • viel Wasser trinken, um die Ablagerungen einer Stenose herauszuspülen
  • Sellerietee
  • Holundertee
  • roher Knoblauch mit Milch gemischt
  • Vitamin B
  • frischer geriebener Meerrettich als Umschlag
  • heiße und kalte Umschläge im Wechsel auflegen hilft gegen die Schmerzen

Treten im Laufe der Zeit leichte bis mittelschwere Durchblutungsstörungen auf, raten Hausmittelexperten zu Massagen und zu Cremes mit Latschenkieferöl sowie zu Einreibungen mit Minze und Kampfer. So lassen sich die Beschwerden durch Stenosen auf ganz natürliche Weise lindern

Unangenehm sind vor allen Dingen die Sensibilitätsstörungen wie das taub werden der Hände oder der Beine, ein Kribbeln oder ein Brennen in den Extremitäten. Gegen diese nervalen Anomalien ist es günstig, feuchtwarme Kompressen aufzulegen oder die entsprechenden Bereiche zu kühlen.

Wärme begünstigt die Entspannung der Nerven, sodass die Empfindungsstörungen bald nachlassen. Ideal sind Körnerkissen, Fangopackungen mit Moor sowie das Abduschen mit einem warmem Wasserstrahl. Gegen arteriosklerotische Ablagerungen in Blutgefäßen, die eine Stenose fördern, kann eine Zitronenkur mit Knoblauch (Sud herstellen, abseien, davon täglich nüchtern fünf Zentiliter aufnehmen über 20 Tage hinweg) durchgeführt werden.

Gegen Durchblutungsstörungen bei einer Gefäßstenose helfen weiterhin:

  • Gelber Steinklee als Tee, als Einreibung oder Umschlag oder als ätherisches Öl
  • Tee aus Waldmeister
  • Tee aus Kräutermischungen mit Ringelblumen, Stiefmütterchenkraut und Gänseblümchen
  • Salzsocken (Socken werden in eine Meersalzlösung getaucht und ausgewrungen, Salzsocken in ein Handtuch wickeln, eine halbe Stunde lang tragen)
  • Bad (Temperatur nicht höher als 37 °C) in kohlensäurehaltigem Wasser

Gegen Blähungen durch Darmstenosen:

  • Würzen von Speisen mit Kümmel
  • Kümmeltee trinken
  • Rohkost am späten Abend vermeiden
  • keine Zwiebeln, Kohlsorten, Hülsenfrüchte, mineralische Getränke und warme Backwaren
  • Wärme in Form von Körnerkissen, heißen Wickeln oder eine Wärmflasche
  • Rollkur (im Liegen abwechselnd von einer Seite auf die andere Körperseite drehen)
  • frischer Saft der Artischocke trinken
  • regelmäßig Ingwertee trinken
  • Speisen mit frischem Ingwer würzen

Patienten, die durch eine Stenose unter starken und anhaltenden Blähungen leiden, können in bequemer Rückenlage eine Bauch-Massage vornehmen. Die Hände streichen dabei immer im Uhrzeigersinn um den Nabel herum. Dabei wird mit kleinen, kreisenden Bewegungen begonnen, die immer größer werden.

Gegen einen Blähbauch wirken ebenfalls die Einnahme von Aktivkohle, Gewürzanis als Tee, eine Darmreinigung mit einem kräuterhaltigen Darmreinigungsmittel, eine Darmkur mit medizinischer Hefe und das Trinken von warmem Fencheltee.
Gegen Verstopfung und Durchfälle helfen unreife Bananen sowie Bitterschokolade.

Gegen Krämpfe und Koliken durch eine Darmstenose, Harnwegsstenose oder eine Gallengangsstenose:

  • frische Petersilie kauen
  • Petersilientee trinken
  • auf nüchternen Magen heißes Wasser zu sich nehmen
  • feuchte Wärme
  • Kompressen aus Katzenbart

Damit es nicht zu Stenosen in den Gallenwegen durch Gallensteine kommt, sollten regelmäßig neutralisierende Substanzen aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um vorwiegend solche Getränke und Zutaten, die über einen sauren pH-Wert verfügen.

  • Apfelessig (2 EL Apfelessig naturtrüb mit Akazienhonig kombinieren und mit stillem Mineralwasser mischen)
  • frisch gepressten Zitronensaft mit warmem Wasser mischen (etwa eine Tasse voll) und morgens nüchtern trinken (über mehrere Wochen hinweg)
  • ein Aufguss aus getrockneter Löwenzahnwurzel mit Honig süßen, nach Belieben zweimal oder dreimal täglich trinken
  • Flohsamenschalen in einer Tasse warmem Wasser auflösen und zweimal bis dreimal täglich trinken

Ein Tee aus den gemahlenen Samen der Mariendistel fördert die Funktion der Leber und spült die Gallensteine aus der Gallenblase. Durch das Silymarin in der Mariendistel wird die Produktion des Gallensaftes begünstigt, was zu einer schwächeren Konzentration beiträgt.

Die Flohsamen haben den Vorteil, dass sie eine Senkung der Cholesteringehaltes im Blut bewirken. Sie binden außerdem das Gallencholesterin, sodass keine weiteren Gallensteine entstehen können.

Wer regelmäßig Gemüsesäfte aus Rote Beet, Grüner Gurke und Karotten trinkt, unterstützt die Reinigung der Leber und stärkt die Gallenblase. Durch frischen Gurkensaft kommt es zu einem höheren Wassergehalt in der Leber, sodass Substanzen des Gallensaftes besser ausgespült werden können.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Heilkräuter und Heilpflanzen aus der einheimischen, der Traditionellen Chinseischen Medizin und aus den Rezepturen des indischen Ayurveda lindern viele Beschweren durch eine Stenose und sind zudem prophylaktisch sinnvoll.

  • gegen Schmerzen mit ausstrahlendem Charakter hilft eine Tee aus Echter Kamille
  • phytotherapeutische Beseitigung von Harnsteinen ist mit Echtem Labkraut und Wurzeln der Löwenzahns möglich
  • Förderung der Ausschwemmung von Steinpartikeln wird mit Birkenblättern, Brennnesselkraut, Blättern der Beerentraube erreicht

Gegen Störungen der Hautdurchblutung durch Verengungen der Blutgefäße sind äußerliche angewendete Einreibungen aus:

  • Gundelrebenkraut
  • Knoblauch
  • Habichtskraut
  • Fenchel
  • Latschenkiefersalbe
  • Rosskastaniensalbe

zweckmäßig.

Patienten und Patientinnen, die wegen einer Trachealstenose zeitweilig unter Atembeschwerden leiden, können sich mit verschiedenen Heilpflanzen über einen kurzen Zeitraum entlasten.

Empfohlen werden von den Heilpraktikern und den Homöopathen diesbezüglich unter anderem:

  • Eisenkraut
  • Meerrettich
  • Salbei
  • Thymian
  • Eukalyptus
  • Wallwurz
  • Huflattich
  • Weißdorn
  • Wegerich

Kommt es zu Übelkeit und/oder Brechreiz, sind verschiedene Bachblüten und Kräuterkomplexe günstig:

  • Crab apple
  • Wild Rose
  • Willow
  • Gentian
  • Scleranthus
  • Walnuss
  • Beifuß
  • Wermut
  • Lavendel
  • Pfefferminze
  • Ingwer
  • Artischocke

Die einheimischen Heilkräuter und Heilpflanzen bereichern nicht nur den Speisezettel. Sie enthalten medizinische Wirkstoffe wie Flavonoide, Ätherische Öle, Gerbstoffe, Phytosterole, Saponine, Schleimstoffe und Bitterstoffe, die bei Krankheiten eine Fülle an Leiden beheben helfen. Diese Substanzen können in allen Pflanzenteilen oder konzentriert in den Blättern, den Stengeln, den Wurzeln oder den Stielen vorkommen.

Bei der Verwendung der Heilkräuter und Heilpflanzen sollte auf möglichst schonende Zubereitungsarten geachtet werden, damit diese wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden,

Beschwerden im Zusammenhang mit einer Stenose werden ebenfalls im Rahmen ayurvedischer Prinzipien behandelt. Dazu dient eine kleine Auswahl an indischen Heilpflanzen:

  • Gotu Kola
  • Asiatische Moringa
  • Sushni
  • Brahmi
  • Sambung Nyawa
  • Murdannia
  • Kutki
  • Tusli
  • Bittermelone
  • Indischer Jasmin
  • Pita Bhringaraj

Die meisten Heilkräuter sind zwar indische Gewächse, werden aber durchaus auch in Deutschland vertrieben. Patienten, die gern auf Ayurveda zurückgreifen möchten, haben somit die Gelegenheit, sich die unterschiedlichsten indischen Gewächse entweder als Saatgut oder als fertige Pflanzen nach traditionellen Rezepturen zuzubereiten. Einige Pflanzen werden direkt als Grundlage für natürliche Medikamente, andere in der Küche verwendet.

Ätherische Öle

Es gibt fast keine Erkrankung, die ohne entzündliche Herde oder Infektionen vonstatten geht. Durch diese Reaktionen können sich Stenosen oder komplette Strikturen herausbilden. Um bereits frühzeitig oder bei einem sich bestätigenden Verdachtsmoment einem Fortschreiten diese pathologischen Vorgänge begegnen zu können, sind ätherische Öle aus der Naturheilkunde grundsätzlich sinnvoll und ausgezeichnet verträglich.

Während der Gewinnung der ätherischen Öle werden aus den ausgewählten Pflanzen alle Inhaltsstoffe in konzentrierter Form entnommen. Als Ergebnis liegen hochwirksame innerlich und äußerlich einsetzbare Stoffe vor, die vor allen Dingen entzündungshemmend sind.

Dazu gehören:

  • Weihrauchöl
  • Copaibaöl
  • blaues Kamillenöl
  • Immortellenöl
  • Gewürznelkenöl
  • Johanniskrautöl
  • Kokosöl
  • Olivenöl
  • Mischungen aus verschiedenen ätherischen Ölen

Öl aus Gelbem Steinklee hilft bei Durchblutungsstörungen.
Schwarzkümmelöl und Borretschöl hilft gegen kurzzeitige Atembeschwerden.

Homöopathie und Globuli

Die Homöopathie basiert auf unterschiedlichen Grundstoffen, Urtinkturen und einer großen Auswahl an Arzneien. Das Fundament der Homöopathie ist ein spezielles Prinzip, das als Ähnlichkeitsregel seinen festen Bestand hat. Um Heilungen zu beschleunigen, werden durch einen konzentrierten Wirkstoffgehalt gekennzeichnete Urtinkturen zu Potenzierungen aufbereitet.

Gegen Durchfälle werden verschrieben:

  • Arsenicum album D6
  • Chamomilla C2
  • Argentum nitricum C6
  • Nux vomica D12
  • Vervartum album D6
  • Okoubaka D6
  • Pulsatilla D12
  • Colocynthis D12

Diese homöopathischen Arzneimittel werden meist als Globuli beziehungsweise kleine Kügelchen in variierenden Stärken oder Dosierung (niedrige oder hohe Potenzierungen) verschrieben. Übliche Potenzen bewegen sich in der zehnfachen und der hundertfachen Verdünnungsstufe. Tiefpotenzen sind unter anderem alle Arzneimittel der Rubriken D6 oder C6. Mittlere Potenzierungen sind beispielsweise D12-Substanzen und Hochpotenzen liegen im Bereich der D30 oder C30 sowie der Q- oder der LM-Konzentrationen.

  • Blähungen durch eine Darmstenose lassen sich mit Sulfur D12 drei mal fünf Globuli jeweils viertelstündlich einzunehmen, zunächst beheben.
  • Ein Nierenstau durch eine Stenose kann bis zum Arztbesuch mit Berberis vulgaris D6 drei mal fünf Globuli am Tag gelindert werden.
  • Lycopodium ist ein homöopathischer Wirkstoff, der sich bei Harnsteinen empfiehlt.
  • Eine Urtinktur aus Gelbem Steinklee kann gegen Mangeldurchblutung und gegen Störungen des Abflusses von Lymphflüssigkeit durch Lymphgefäßstenose über einen bestimmten Zeitraum eine Besserung der Beschwerden mit sich bringen

Kurzzeitig gegen Atemnot wirken folgende homöopathische Mittel als Tropfen oder als Globuli:

  • Drosera rotundifolia
  • Ipecacuanha
  • Arsenicum album
  • Acetonim napellus
  • Antimonum tartaricum (Stenose der Atemwege durch Bronchialsekret)
  • Carbi vegetabilis
  • Sambucus niger (bei Erstickungsgefühl durch eine Engstellung in der Luftröhre)
  • Carbi vegetabilis D4
  • Spongia D3
  • Acidum hydrocyanicum D4

Die Potenzierungen werden bei Kindern und bei Erwachsenen bedarfsgerecht festgelegt.

Ein Zustand der Atemnot mit Gefahr der Luftnot (Dyspnoe) ist ein Grund, unverzüglich einen Notarzt zu bestellen.

Gegen Übelkeit und Erbrechen wirken folgende homöopathische Substanzen:

  • Nux vomica D8
  • Arsenicum album D12
  • Pulsatilla D6
  • Belladonna D30
  • Cuprum metallicum D12
  • China D12
  • Cocculus D6

Gegen Koliken können:

  • Belladonna D30
  • Bryona alba D12
  • Cantharis vesicatoria D6
  • Chamomilla D15
  • China offichinalis D8
  • Colocynthis D16
  • Staphisaga D8
  • Lycopodium D6
  • Magnesium phopshoricum D6

aufgenommen werden.

Schüssler-Salze

Stenosen in abführenden Harnwegen werden oftmals durch feste Konkremente erzeugt. Diverse Naturheilmittel können einen solchen Zustand beeinflussen. Natrium phosphoricum Schüssler-Salz Nr. 9 dient beispielsweise der Förderung des Abbaus von Harnsäure in Harnstoff sowie zur Vorbeugung der Entstehung von Harnsteinen. Lithium chloratum Schüssler-Salz Nr. 7 ist wegen seiner Begünstigung der Ausscheidung von Harnsäure und Harnstoff bekannt.

Gegen Störungen der Durchblutung durch eine Blutgefäßstenose:

Gegen Einschränkungen der Atmung durch eine Trachealstenose:

Gegen anhaltendes Erbrechen und Übelkeit:

Bei den Potenzierungen ist es so, dass ein Schüssler-Salz stärker ist, desto größer die Verdünnung wird. Diese gehen von sogenannten Regelpotenzen aus, die beispielsweise bei nicht wasserlöslichen Substanzen gewählt werden. Wasserlösliche Salze werden in jedem Fall mindestens als Potenz D6 verabreicht.

Diät und Ernährung

Bereits mit der Ernährungsweise entscheiden Menschen darüber, ob sie in ihrem Leben eine Stenose erleiden oder nicht. Das riesige Angebot an Nahrungsmitteln macht ohne Weiteres eine Verköstigung möglich, bei der keine Erkrankung dieser Art zum Ausbruch kommen muss. Nicht immer ist eine komplette Umstellung des Speiseplans nötig. Manchmal genügen schon wohl überlegte Veränderungen, die ein Stenoserisiko senken können.

  • Verzicht auf Milchprodukte, kalziumhaltige Nahrungsmittel bei Verdacht auf Stenosen durch Steine
  • Verzicht auf purinreiche Lebensmittel wie Innereien, Muskelfleisch, Blutwurst und Leberwurst bei Verdacht auf Harnsäuresteine
  • Verzicht auf oxalsäurehaltige Nahrungsmittel wie Spinat, Erdnüsse, Schokolade und Rhabarber bei Verdacht auf Stenosen durch Oxalatsteine

Aufnahme von Vitamin B-haltigen Nahrungsmitteln bei Verdacht auf eine Spinalkanalstenose

  • Brunnenkresse, Erbsen und Spinat
  • Leber, Petersilien, Sauerkraut
  • Vollkornbrot, brauner Reis
  • Hülsenfrüchte, Nüsse und weiße Bohnen
  • Schweinefleisch und Rindfleisch
  • Bananen

Bevorzugte Aufnahme von gesunden Lebensmitteln bei Verdacht auf eine Carotisstenose:

  • Gerichte aus der mediterranen Küche
  • fettarme Milch, Käse, Quark und Joghurt
  • fettarmes Geflügel- und Kalbfleisch
  • immer mit Olivenöl anrichten
  • geräucherter, gegarter oder frischer Fisch
  • Vollkornprodukte
  • reichlich Gemüse und Obst

Vorbeugend gegen eine Stenose durch Arteriosklerose sind folgende Lebensmittel:

  • Avocado mit Kalium und Vitamin E
  • Knoblauch (unterstützt die Elastizität der Blutgefäße)
  • süße Mandeln (reich an ungesättigten Fettsäuren)
  • Brokkoli (viel Vitamin K und Sulforaphan gegen arteriosklerotische Beläge)
  • Wassermelone (reich an Aminosäure und L-Citrullin zur Senkung hohen Blutdrucks, Weitung der Arterien, reduziert Bauchfett)
  • Olivenöl, Leinöl (kalt gepresst, enthält viele Antioxidantien, reich an einfach ungesättigten Fettsäuren)

Zeichnet es sich diagnostisch ab, dass eine Carotisstenose vorliegt, dann kann eine durchdachte Ernährungsweise die Risiken eindämmen.

Das heißt:

  • Pampelmusen halten eine Arteriosklerose auf
  • Grüner Tee wirkt gegen Thromben und für eine elastische Arterienwand
  • Kichererbsen beschleunigen die Ausscheidung von Cholesterin
  • Äpfel wie Granny Smith und Red Delicious sind reich an Procyanidinen
  • Spinat beugt durch Vitamin E und D einer Arterienstenose vor
  • Olivenöl verhindert Ablagerungen in den Blutgefäßen
  • Wildlachs und Zuchtlachs beugen Blutgerinnseln und Arteriosklerose vor
  • gegarte Tomaten mit Lycopin sind Antioxidantien
  • Mangold ist entzündungshemmend, auch für Blutgefäße
  • Rotkohl, Blumenkohl, Rosenkohl und Grünkohl tragen zur Neutralisierung freier Radikale bei
  • Beeren, Pflaumen, Kirschen und viele tropische Obstsorten enthalten Antioxidanzien wie Flavonoide
  • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Naturreis senken Blutfette

Bei Durchblutungsstörungen durch bereits vorliegende Stenosen innerhalb der Blutgefäße ist folgende Ernährungszusammenstellung ratsam:

  • ballaststoffreiche Kost, Rohkost
  • reichlich Gemüse und Obst
  • viel Fisch in allen Varianten
  • Bohnenkaffee nur in Maßen
  • Verzicht auf Eier, Butter, fettige Wurst und Fleisch

Passende Getränke bei Stenosen:

  • Kräutertees
  • Apfelsaft
  • Traubensaft
  • Früchtetees
  • Mineralwasser mit wenig Hydrogenkarbonat
  • zuckerarme Limonaden
  • Reduzierung von Kaffee, Cola und Schwarzem Tee sowie Alkoho

Für Stenosen im Darm sollten sich die Patientinnen und Patienten auf ballaststoffreiche, zellulosereiche, stärke Arme und faserreiche Lebensmittel konzentrieren. Um ein reibungsloses Passieren von Stenosen zu begünstigen, sind feinkörnige, klein geschnittene und am besten frische Zubereitungsarten ideal. Nicht blähendes Obst, Müsli, Nüsse und Gemüse sollten auf dem Speiseplan keinesfalls fehlen.

FAQ – Fragen und Antworten

Was ist eine Ballondilatation?

Neben dem Legen eines Bypasses ist eine Ballondilatation ebenfalls eine bewährte chirurgische Methode, um Engstellungen in den Blutgefäßen aufzuheben.

Die Ballondilatation ist ein Vorgang, bei dem die Herz- oder Gefäßspezialisten einen stenosierten beziehungsweise verengten Abschnitt eines Blutgefäßes ausmachen und diesen künstlich erweitern. Die Ballondilatation ist ein flexibles Verfahren, das ebenfalls in anderen Hohlorganen mit einer Stenose zum Einsatz kommen kann. In diese Bereiche wird nach Eröffnung des Organs ein Ballonkatheter eingeführt. Die Lokalisation des Ballonkatheters wird per Monitor genau überwacht.

Dazu wird dem zu operierenden Patienten ein Kontrastmittel verabreicht, das die Sichtbarkeit der entsprechenden Blutgefäße in einer Röntgenaufnahme maximiert. Nach dem Platzieren an der Stenose ist der Ballon noch schmal, weil er noch nicht entfaltet wurde. Durch das Aufblasen unter einer teilweise hohen Druckintensität nimmt der Ballon an Volumen zu. Er drückt etwa eine Minute lang einmal oder mehrfach gegen die Wand des Blutgefäßes und gegen die Stenosen.

Nach diesem meist ambulanten Eingriff ist eine medikamentöse Anschlusstherapie zweckdienlich, damit die bearbeitete Stelle offen bleibt. Eine Ballondilatation hat den Vorteil, dass sich das Gefäß über eine lange Zeit nicht wieder verschließen wird.

Die Ballondilatation kann unter Umständen zu einem Nachgeben der Gefäßwände führen. Verursacht wird dieser Effekt nicht durch den Ballondruck, sondern eher durch die fehlende Elastizität der Wände des Blutgefäßes. Die Ballondilatation ist eines der üblichen Angiolastien oder perkutanen transluminalen Angioplastien, die sich bei Blutgefäßstenosen mittlerweile durchgesetzt haben.

Ballondilatationen werden angewendet bei:

  • Aortenisthmusstenose
  • Carotisstenose
  • Nierenarterienstenose
  • Stenose der Oberschenkelarterien
  • Stenose der Beckenarterien (Periphere arterielle Verschlusskrankheit)
  • Stenose der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit)

Die Prognose nach einer Behandlung mit der Ballondilatation ist gut.

Was ist ein Stent?

Ein Stent ist ein medizinisches Hilfsmittel, das im Rahmen der Stentangioplastik verwendet wird. Stents werden während einer Stentimplantation an den Herzkranzgefäßen oder an der Aorta eingesetzt.

Der Zweck des Stents ist es, dem geschädigten Gefäß eine neue Stütze und einen Schutz zu verleihen. Ein Stent kann dann unumgänglich sein, wenn ein Blutgefäß beispielsweise nach während einer Ballondilatation gerissen ist. Dann stellt der Stent praktisch eine neue Gefäß-Ersatzwand dar.

Für die industriemäßige Herstellung eines Stents oder einer Endoprothese werden mikroskopisch feine Drahtgeflechte aus einem rostfreien, nicht abstoßungsgefährdeten Material genutzt. Der Stent sitzt auf dem Ballon auf. Der Ballon muss nach der Dilatation entnommen werden, wenn dieser entleert wurde. Der Stent wird danach gleich im Gefäß abgesetzt. Um diese Tätigkeiten in einem Schritt ausführen zu können, werden die Ballonkatheter zusammengefaltet und mit vormontiertem Stent angeboten.

Zum Einheilen des Stents und um Abstoßungsreaktionen gegen das Implantat zu vermeiden, nehmen die Patientinnen und Patienten wirksame Medikamente ein. Diese beugen zudem einem Ansetzen von Blutgerinnseln vor. Stents werden nicht nur in Blutgefäße, sondern gleichfalls bei Stenosen in der Luftröhre, in der Speiseröhre oder in den Gallenwegen eingelegt, um diese offen zu halten und um diese zu stabilisieren.

Ein Stent ist indiziert, wenn:

  • Stenosen durch Tumoren
  • Strikturen durch Narbengewebe
  • eine Aufweichung der knorpeligen Luftröhrenringe
  • Dehnungen der Luftröhre
  • eine erneute Eröffnung eines verschlossenen Hohlorgans

behoben werden müssen.

Welche Stenosen kommen bei Kindern vor?

Kurz nach Geburt können bei Kindern Verengungen in mannigfaltigen Organen beobachtet werden. Diese Stenosen sind hauptsächlich angeboren.

Die Erkennung und die Behandlung sowie die Nachsorge stellt eine enorme Herausforderung an die kleinen Patientinnen und Patienten, an deren Angehörige und an die Mediziner. Deutschlandweit haben sich mittlerweile anerkannte Spezialzentren etabliert, die ein umfangreiches Leistungsangebot an medizinischen Maßnahmen bereit halten.

Klassische Vertreter der kindlichen Stenosen sind:

  • Laryngotracheale Stenosen (Übergang von Kehlkopf zur Luftröhre)
  • sekundäre Stenosen der Harnwege
  • Naseneingangsstenose
  • Trachealstenose
  • Stenosen des Zwölffingerdarms
  • Stenosen des Dünndarms
  • Stenosen des Dickdarms
  • Stenose der rechten Herzklappe (Pulmonalstenose)
  • Stenose der Aortenklappe
  • Subglottische Stenosen (beispielsweise Verengung des Ringknorpels)

Larynx ist der Kehlkopf. Trachea ist die Luftröhre. Die Mehrheit dieser Stenosen ist kongenital (angeboren) und kann daher bereits im frühen Kleinkindalter behoben werden. Zeigen die Kinder beispielsweise Probleme mit dem Essen und dem Anreichen der Nahrung, dann können Stenosen durchaus als organische Auslöser in Betracht kommen. Vielmals sind die Stenosen auch als Fehlbildungen einzuordnen.

Was ist arteriosklerotische Plaque?

Hinter der Begriffskombination arteriosklerotische Plaque oder Gefäßplaque verbergen sich fleckförmige entzündliche Herde, die sich deutlich an einem Blutgefäß abzeichnen. Im Mikroskop während einer histologischen Ansicht sind die Plaques als Folge einer Arteriosklerose auszumachen. Bevor es zu arteriosklerotischen Veränderungen kommt, läuft ein überaus komplexer Prozess an den Gefäßwänden ab, der im Endeffekt zu einer Vasokonstriktion (Verengung, Stenose eines Gefäßes) führt.

In der Klinik sind die gelbe, cholesterinhaltige und weiche Plaque sowie die mit Bindegewebe durchsetzte fibröse und harte, weiß gefärbte Plaque von Bedeutung. Atherosklerotische Beläge sind dort zu finden, wo sich Gefäßsegmente verzweigen oder eine Krümmung aufweisen. In diesen Zonen verwirbelt das Blut. Außerdem sind an diesen Positionen Scherkräfte zu beobachten, die eine starke Beanspruchung der Wände darstellen.

Plaque ist gleichbedeutend mit Fleck oder Platte. Die Grundlage für Plaque in den Blutgefäßen sind Beläge, die aus mehreren Substanzen, insbesondere Kalk und weiteren Stoffen bestehen:

  • Cholesterinkristalle
  • Blutfette (Lipoproteine)
  • Bindegewebe (Fibrose)
  • Thrombin (Enzym der Blutgerinnsel)
  • Calciumcarbonat
  • Schaumzellen
  • Calciumphoshat

Atherosklerotische Ablagerungen bauen sich im Laufe der Zeit zu Stenosen auf, die den Durchfluss des Blutes erschweren können. Interessehalber sollen an dieser Stelle noch die unterschiedlichen Formen von Stenosen aufgezeigt werden, deren Ursache arteriosklerotische Plaques sind:

  • konzentrische Stenosen aus Plaque
  • exzentrische Stenosen
  • ulzerierte Stenosen
  • ulzerierte, unter einem Thrombus liegende Stenosen aus Plaque
  • ulzerierte Plaques mit Einblutungen

Welche Unterscheidungsmerkmale zwischen Stenose, Embolie und Thrombose gibt es?

Eine Thrombose bildet sich durch das fehlende Auflösen eines Blutgerinnsels, das im schlechtesten Fall durch Kreislauf wandert und sich an einer beschädigten Stelle in einem Blutgefäß festsetzt. Geschieht das, dann wird von einem Embolus gesprochen. Normalerweise bleibt eine Thrombose immer an ihrem Entstehungsort haften.

Eine Stenose als verengender Faktor in Blutgefäßen und in weiteren röhrenartigen Hohlräumen ergibt sich vorrangig aus einer Arteriosklerose, einer Gewebeveränderungen oder aus dem Steckenbleiben eines Fremdkörpers heraus. Die Folge einer Stenose ist eine Minderdurchblutung. Verschließt sich das Blutgefäß durch eine Stenose ganz, droht ein Infarkt.

Eine Embolie ist ein partieller oder vollkommener Verschluss oder eine Einengung in einem Blutgefäß durch Luftblasen, Fetttropfen, Fruchtwasser, Gewebeteile, Parasiten, Tumorzellen oder ein Blutgerinnsel. Im Gegensatz zu einer Thrombose entsteht eine Embolie nicht dort, wo der Embolus ursprünglich gebildet wurde. Bei einer Thrombose und einer Embolie werden die stenosierenden Stoffe meist eingeschwemmt.

*ICD-10 Untercodes

Stenosen können in Blutgefäßen auftreten.

Unter ICD10 GM 2017 i00-i99 i60-i69 fallen:

165.- Verschluss und Stenose präzerebraler Arterien ohne resultierenden Hirninfarkt
i65.0 Verschluss und Stenose der Aorta vertebralis
i65.1 Verschluss und Stenose der Aorta basiliaris
i65.2 Verschluss und Stenose der Aorta carotis
i65.3 Verschluss und Stenose mehrerer beidseitiger präzerebraler Arterien
i65.8 Verschluss und Stenose sonstiger präzerebraler Arterien
i65.9 Verschluss und Stenose einer nicht näher bezeichneten präzerebralen Arterie

I66.- Verschluss und Stenose zerebraler Arterien ohne resultierenden Hirninfarkt
i66.0 Verschluss und Stenose der Arteria cerebri media
i66.1 Verschluss und Stenose der Arteria cerebri anterior
i66.2 Verschluss und Stenose der Arteria cerebri posterior
i66.3 Verschluss und Stenose der Arteria cerebelli
i66.4 Verschluss und Stenose mehrerer und beidseitiger zerebraler Arterien
i66.8 Verschluss und Stenose sonstiger zerebraler Arterien
i66.9 Verschluss und Stenose einer nicht näher bezeichneten zerebralen Arterie

I63.- Hirninfarkt
i63.0 Hirninfarkt durch Thrombose präzerebraler Arterien
i63.1 Hirninfarkt durch Embolie präzerebraler Arterien
i63.2 Hirninfarkt durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose präzerebraler Arterien
i63.3 Hirninfarkt durch Thrombose zerebraler Arterien
i63.4 Hirninfarkt durch Embolie zerebraler Arterien
i63.5 Hirninfarkt durch durch nicht näher bezeichneten Verschluss oder Stenose zerebraler Arterien
i63.6 Hirninfarkt durch Thrombose der Hirnvenen, nichteitrig
i63.8 Sonstiger Hirninfarkt
i63.9 Hirninfarkt nicht näher bezeichnet

Stenosen können in knöchernen Hohlräumen auftreten.
Unter ICD10 GM 2017 m00-m99 m40-m54 Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens und
m45-m49 Spondylopathien fallen:

M48.- Sonstige Spondylopathien
M48.00 Spinal (kanal) stenose Mehrfachlokalisationen der Wirbelsäule
M48.01 Spinal (kanal) stenose Okzipito-Atlanto-Axialbereich
M48.02 Spinal(kanal) stenose Zervikalbereich
M48.03 Spinal (kanal) stenose Zervikothrakalbereich
M48.04 Spinal (kanal) stenose Thorakalbereich
M48.05 Spinal (kanal) stenose Thorakolumbalbereich
M48.06 Spinal (kanal) stenose Lumbalbereich
M48.07 Spinal (kanal) stenose Lumbosakralbereich
M48.08 Spinal (kanal) stenose Sakral- und Sakrokokzygealbereich
M48.09 Spinal (kanal) stenose Nicht näher bezeichnete Lokalisation

Stenosen können in den Atemwegen auftreten.
Unter ICD10 GM 2017 j00-j99 j95-j99 fallen:

j95.5 Subglottische Stenose nach medizinischen Maßnahmen
j95.81 Stenose der Trachea nach medizinischen Maßnahmen
q32.1 Stenose der Trachea angeboren
j39.80 Stenose der Trachea erworben
a52.7 Stenose der Trachea syphilitisch
a16.4 Stenose der Trachea tuberkulös
j39.80 Stenose der Trachea ohne nähere Angaben

Stenosen können in Gängen, im Becken, im Darm und in den Harn- oder Geschlechtsorganen auftreten.

Stenose des Canaliculus lacrimaris
Stenose des Ductus lacrimalis
Stenose des Ductus nasolacrimalis
Stenose des Punctum lacrimale
h04.5 Ductus nasolacrimalis
o33.1 Beckenverengung ohne näherer Angabe als Ursache für ein Missverhältnis bei der Geburt
o33.2 Verengung im Beckeneingang als Ursache für ein Missverhältnis
o33.3 Verengung im Beckenausgang als Ursache für ein Missverhältnis und Verengung der Beckenmitte als Ursache für ein Missverhältnis
N47 Verengung der Vorhaut
k56.6 Enterostenose, Darmstenose, Dickdarmstenose, Dünndarmstenose, Ileumstenose, Intestinalstenose, Jejunumstenose, Kolonstenose, Sigmastenose
q64.3 Angeborene Urethrastenose, Angeborene Stenose des Meatus urinarius, Kongenitale Harnblasenhalsstenose, Stenose des Ostium urethrae
k83.1 Stenose Gallengang ohne Gallenstein
h61.3 Stenose äußerer Ohrkanal, erworben

Stenosen können im Herzen auftreten.
Unter ICD10 GM 2017 i00-i99 fallen:

i25.1 Atherosklerotische Herzkrankheit mit Koronar- (Arterien) Stenose
i25.10 Ohne hämodynamisch wirksame Stenosen
i25.14 Stenose des linken Hauptstammes
i25.15 Mit stenosierten Bypass-Gefäßen
i25.16 Mit stenosierten Stents
i35.0 oder i06.0 Aortenklappenstenose

Weitere Stenosen des Herz-Kreislaufsystem werden unter folgenden ICD10-Codierungen erfasst:

q25.1 Verengung des Aortenisthmus
q21.3 Pulmonalstenose
q24.3 Verengung des Truncus pulmonalis
i05.0 oder i34.2 Mitralklappenverengung

Anatomische Begriffe

Aorta carotis = eine Halsschlagader
Aorta vertebralis = Wirbelarterie
Aorta basiliaris = für das Gehirn zuständige Schlagader
zerebral = auf das Gehirn bezogen
präzerebral = vor dem Gehirn liegend
Arteria cerebri media = mittlere Gehirnschlagader
Arteria cerebri anterior = vordere Gehirnschlagader
Arteria cerebri posterior = hintere Gehirnschlagader
Arteria cerebelli = Hirnarterie
Thrombose = Blutpfropf aus einem Blutgerinnsel, der sich in einem Blutgefäß festgesetzt hat
Embolie = Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen festen, flüssigen oder gasförmigen Embolus
Spinalkanal = Wirbelsäulenkanal, durch den sich das Rückenmark zieht
Okzipito-Atlanto-Axialbereich = auf der Achse Hinterhaupt-Kopfgelenk
Zervikalbereich = Halswirbelsäule
Zervikothorakalbereich = zwischen Halswirbelsäule und Thorax (Brustkorb)
Thorakalbereich = zum Brustkorb gehörig
Thorakolumbalbereich = zwischen Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule
Lumbalbereich = zur Lendenregion gehörig
Lumbosakralbereich = Übergang von Ledenwirbelsäule und Kreuzbein
Sakral- und Sakrokokzygealbereich = auf das Kreuzbein und auf das Sakrokokzygealgelenk bezogen
subglottisch = unter der Stimmritze
Trachea = Luftröhre
Ductus = Gang
nasolacrimal = auf die Nase bezogen
Canaliculus lacrimaris = Tränenkanal
Ductus lacrimalis = Tränengang
Punctum lacrimale = Tränenpünktchen
Urethra = Harnröhre
Meatus urinarius = Harnröhrengang
Kongenitale Harnblasenhalsstenose = angeborene Harnröhrenverengung
Ostium urethrae = Harnröhrenmündung
Aortenisthmus = Einengung des Lumens im Isthmus aortae (Übergang zwischen Aorta und Aortenbogen)
pulmonal = auf die Lunge bezogen
Truncus pulmonalis = Lungenstamm
Enterostenose = Verengung des Darms
Ileum = Krummdarm, Hüftdarm
Intestinalstenose = Stenose des Darms
Jejunum = Leerdarm
Kolon = Grimmdarm
Sigma = Dickdarmabschnitt
atherosklerotisch = arteriosklerotisch, verhärtete Ablagerungen in den Blutgefäßen
Koronararterien = Arterien, die das Herz umgeben
hämodynamisch = auf die Blutflusseigenschaften in Schlagadern, Arterien, Venen, Arteriolen, Venolen und Kapillaren bezogen
Ösophagus = Speiseröhre
Mitralklappen = Herzklappe zwischen linker Herzkammer und linkem Herzvorhof

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (96 Stimmen, Durchschnitt: 4,93 von 5)
Loading...
Top