Ambivalenz

Steckbrief: Ambivalenz

  • Name(n): Ambivalenz
  • Art der Krankheit: Hauptursache von psychischen Erkrankungen
  • Verbreitung: Psychisch instabile Personen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1910 durch Psychologen Paul Eugen Bleuler
  • Behandelbar: Therapie; Medikamente
  • Art des Auslösers: Stress; Instabilität
  • Wieviele Erkrankte: 1:3
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Psychologen; Psychotherapeut
  • ICD-10 Code(s): keine

Nur ein Symptom für Schizophrenie?

Kaum jemand ahnt, dass Ambivalenz ein Symptom für Schizophrenie sein kann. Dabei zeigt sich ein widersprüchliches Verhalten, aber diese Ambivalenz verdeutlicht sich auch in widersprüchlichen Gedanken, Gefühlen und Bewertungen.

Diese Widersprüche können zeitgleich oder in Kombination auftreten und führen für die Betroffenen, die psychisch instabil sind, zu inneren Konflikten und in weiterer Folge auch zu möglichen psychischen Erkrankungen.

Stress und psychische Instabilität sind Auslöser für die Ambivalenz, die viele Menschen normal in sich tragen. Oftmals kommen solche Ambivalenzen in der Partnerschaft zum Vorschein.


Definition Ambivalenz

Der Begriff Ambivalenz kommt aus dem Bereich der Psychologie. Abgeleitet vom lateinischen Wort „ambo“ – beide – und „valere“ – gelten – beschreibt ein paralleles Vorhandensein von Gedanken, Gefühlen und Wünschen, die durch ihren Widerspruch zu inneren Spannungen führen können.

Das Adjektiv ambivalent beschreibt ebenfalls eine Mehrdeutigkeit, Vielfältigkeit, Doppelwertigkeit.

Bereits im Jahre 1910 wurde der Begriff der Ambivalenz zum ersten Mal von dem Psychologen Paul Eugen Bleuler anlässlich eines Vortrags verwendet.

Dieser sieht in der Ambivalenz eines von mehreren Hauptsymptomen für die Schizophrenie. Hassliebe lässt sich mit dem Begriff Ambivalenz verknüpfen, denn auch hier gibt es mit dem „Sowohl-ALS-auch“ Bereitstellungen und Einstellungen, die diese gegensätzlichen Wertungen verbinden.

Was ist die Ambivalenz?

Viele Menschen sind von der Diagnose Ambivalenz betroffen, denn im Alltag wird sie an Zuständen der Ungereimtheit festgemacht. Ein Mensch, der ein ambivalentes Verhalten zeigt, verhält sich demnach also uneins, widersprüchlich. Gerade in der Psychologie ist die Ambivalenz deshalb ein wichtiges Indiz bei psychischen Erkrankungen wie der Schizophrenie oder einer Unterform, dem Autismus. Bleuler geht davon aus, dass die Ambivalenz eine Hauptursache von psychischen Erkrankungen ist.

Der Psychologie resultiert, dass es mehrere Formen von Ambivalenz gibt. Der unvereinbare Moment bei Patienten entsteht durch das gleichzeitige Auftreten von gegensätzlichen Gefühlszuständen und Gedanken. Auf der einen Seite gibt es die affektive Ambivalenz, bei der die Gegensätzlichkeit von Gefühlen im Vordergrund steht. Durch das gegensätzliche Nebeneinander von Wünschen und Bedürfnissen kommt es zu einer sogenannten Ambitendenz.

Die intellektuelle Ambivalenz beschreibt ein zeitgleiches Auftreten widersprüchlicher Gedanken, die letztendlich den Patienten in Konflikte treiben. Diese Kombinationen der Ambivalenzen, die auch gleichzeitig auftreten können, werden auch bei Personen, die an Schizophrenie oder Autismus erkrankt sind, festgestellt.

Das Auftreten von Ambivalenz, bei der gegensätzliche Gefühle wie zum Beispiel Hass und Liebe gleichzeitig bestehen, kann bei einer Person, der man sich gefühlsmäßig verbunden fühlt, auftreten. Generell ist die Existenz von widersprüchlichen Gefühlen, die gleichzeitig empfunden werden, ein normales Phänomen, die auf das Verhalten von Menschen, die psychisch stabil sind, keinen negativen Einfluss haben. Hat ein Mensch aber psychische Störungen, kann er diese gegensätzlichen Gefühle nicht abschwächen und benötigt die Hilfe einer Therapie, um einen solchen inneren Konflikt zu überwinden.

Ambivalente Gefühle kennen Sozialpädagogen und Sozialarbeiter auch im Umfeld von betreuenden Personen, wie die Mutter eines Kindes mit schweren Behinderungen zum Beispiel empfindet durch ihre ständige Überforderung. Der Ablöseprozess von Jugendlichen aus dem bislang behütenden Elternhaus ist ebenfalls von einer gewissen Ambivalenz begleitet.


Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für eine psychische Ambivalenz können vielfältig sein. Die Triebsteuerung bei Kindern ist charakteristisch, während sie bei Erwachsenen im Grundsatz betrachtet pathologisch bedingt ist, durch eine psychische Erkrankung begründet bzw. begleitet. Die Gleichzeitigkeit von widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken wie bei einer Ambivalenz ist laut Bleuler ein auslösender Moment einer Schizophrenie.

Es besteht laut dem Psychologen Bleuler eine ambivalente Gegensätzlichkeit von Gefühlen, die er als affektive Ambivalenzen bezeichnet. Dieses gleichzeitige Auftreten von gegensätzlichen Gedanken führen dann im Verlauf zu Konflikten in den Betroffenen und diese zu einer Spaltung der Persönlichkeit. So betrachtet bedingen sich die Ambivalenz und schizophrene Tendenzen gegenseitig.

Viele Psychoanalytiker halten die Ambivalenz für ein typisch menschliches Verhalten, sehen sie also nicht zwangsläufig als ein pathologisches Merkmal. Hier spielen physiologische Vorgänge in Körper, Geist und Gemüt mit. Zu berücksichtigen ist eine Ambivalenz von Thanatos und Libido, die viele menschliche Regungen charakterisieren. Liebe und Trieb zur Destruktion sind bei Libido und Thanatos dann gleichzeitig vorhanden.

Nochmals grob zusammengefasst ist das entscheidende Merkmal einer Ambivalenz das Auftreten von inneren Konflikten, die nicht selbständig bewältigt werden können und von psychisch instabilen Personen generell kaum ohne therapeutische Hilfe zu bewältigen sind.

Zusammenfassung der verschiedenen Formen der Ambivalenz:

  • Affektive Ambivalenz – Nebeneinander von widersprüchlichen Gefühlen
  • Voluntäre Ambivalenz (Ambitendenz) – Nebeneinander von widersprüchlichen Wünschen
  • Intellektuelle Ambivalenz – Nebeneinander von widersprüchlichen Beurteilungen

Ursachen und Folgen der Ambivalenz:

  • Typisch menschliches Verhalten, nicht explizit pathologisches Merkmal laut Psychoanalytiker
  • Bei Kindern charakteristisch bedingte Triebsteuerung
  • Bei Erwachsenen pathologisch bzw. durch psychische Erkrankung bedingt
  • Ambivalente Gefühle möglicher Auslöser für Schizophrenie
  • Ambivalenz führt bei psychisch kranken Personen zu inneren Konflikten und Persönlichkeitsspaltung

Symptome & Anzeichen

Die Symptome oder Anzeichen von Ambivalenz sind aufgrund widersprüchlicher Gefühle, Gedanken und Bewertungen zu erkennen. Ein Mensch mit Ambivalenz verhält sich widersprüchlich, wirkt uneinig und es scheint, als wäre nicht im Einklang mit sich selbst. Eine starke Ambivalenz kann in bestimmten Situationen eine psychische Beeinträchtigung nach sich ziehen. In der Folge können Dysbalancen der Psyche auftreten, die eine Therapie erforderlich machen. Generell ist es so, dass nicht jede Ungereimtheit, jede Widersprüchlichkeit des eigenen Verhaltens eine Ambivalenz darstellen, die mit einer Therapie behandelt werden muss.

Allerdings könnte eine psychische Erkrankung eine mögliche Ursache, ein Auslöser sein, sofern diese Widersprüchlichkeiten gleichzeitig auftreten und verstärkt erfolgen. Dieses gleichzeitige Auftreten von konträren Gefühlen, Willensvorstellungen und Regungen müssen sich nicht zwangsläufig in einem Phänomen wie der Hassliebe zeigen. Es kann auch bei einem Leben zwischen Auflehnung und Gehorsam Ambivalenz die eigentliche Ursache sein. Insbesondere, wenn das Verhalten im gefühlsbedingten Verhalten bei bestimmten Personen auftritt, könnte Ambivalenz vorliegen. Der von Freud beschriebene Ödipuskomplex ist ein extremes Beispiel für Ambivalenz.

Die Schwelle für die Ambivalenz ist bei zwei verschiedenen Personen unterschiedlich, also auch die Fähigkeit zur Toleranz von Ambivalenz. Wenn jemand der Ambivalenz gegenüber toleranter ist, wirkt er wesentlich positiv angepasster in seiner Persönlichkeit und kann auch mit menschlich natürlichen Ambivalenzen viel besser umgehen. Haben Personen eine niedrige Toleranz für Ambivalenz ist das Risiko an einer psychischen Erkrankungen zu erkranken deutlich höher.

Anzeichen und Symptome einer Ambivalenz:

  • Auftreten von widersprüchlichen Gefühlen, Gedanken und Bewertungen
  • Psychische Beeinträchtigung in bestimmten Situationen
  • Dysbalancen der Seele, die therapiebedürftig sind
  • Niedrigere Ambivalenz-Toleranz

Diagnose & Krankheitsverlauf

Durch eine Messung der Ambivalenz-Toleranz erhalten Psychotherapeuten und Psychologen Hinweise auf die Ausprägung einer Ambivalenz. Es gilt abzuschätzen, wie hoch das Risiko für eine psychische Erkrankung ist. Die Diagnostik hat eine wichtige Rolle, um abzuklären, wie fähig Personen sind, in physiologischer Weise mit ambivalenten Wünsche und Gefühlsregungen umzugehen. Fehlt diese Kompetenz, mit gleichzeitig auftretenden Wünschen, Gefühlen und Bewertungen angemessen umzugehen und diese zu bewältigen, kann das psychische Krankheiten wie zum Beispiel Schizophrenie zur Folge haben.

Betroffene Personen müssen lernen, mit widersprüchlichen Gefühlen und Gedanken umgehen zu können, da die Schwierigkeiten damit zu inneren Konflikten führen, die zu einem gefährlichen Teufelskreis führen können.

Während vor einer Ambivalenz der Gedanke an Selbstmord noch nicht greifbar ist, gibt es im Stadium 2 einer Ambivalenz keine Distanzierung zu Gedanken in diese Richtung. Die betroffene Person ist nicht mehr fähig, sich selbst zu steuern. Auch gedanklich liegt der Fokus bei etwaigen Suizidhandlungen. Es kann zu einer Phase des Appells kommen, die sich durch die Ankündigung eines geplanten Selbstmordversuchs oder durch eine Kontaktaufnahme zum Hausarzt oder anderen Vertrauenspersonen abzeichnet.

Laut Studien werden bis zu 75 Prozent der Suizidhandlungen durch indirekte oder direkte Anzeichen angekündigt. Hier können nur sehr aufmerksame Beobachter die Wahrzeichen wie eine ungewöhnliche Ruhe oder spontane Reisepläne sowie ein Testament richtig deuten.

Die Ambivalenz zeigt sich auch in einer Partnerschaft, denn ob diese eingegangen werden soll oder nicht, hängt von diversen Instrumenten ab. So spielen die Bindungspräsentation an die Mutter oder eine schlechte eigene Qualität der Partnerschaft ebenso eine Rolle wie Neurotizismus oder Schüchternheit.

Ein wichtiger Aspekt bei der Ambivalenz ist die Beziehung zu der jeweiligen Person. Ein Kind ist auf seine Bezugsperson angewiesen und entwickelt über die Befriedigung der Bedürfnisse über diese Person, meist die Eltern, eine ausgeprägte Bindung an Gefühlen, die durch Ambivalenz gekennzeichnet wird. Positiv geprägt werden diese Gefühle durch die Triebbefriedigung. Umgekehrt kommt es jedoch leicht zu Hassgefühlen, wenn diese Befriedigung versagt wird.

Die frühen Erfahrungen prägen jeden Mensch für das weitere Leben, das sich in einem besonderen Wunsch – etwa von allen geliebt zu werden – zeigt. Konfliktreiche Beziehungen zu den ersten Bezugspersonen spiegeln sich später bei den eigenen Kindern, Kollegen oder dem Partner. Man kann also sagen, dass solch frühkindliche Konflikte sehr wohl Einfluss auf alle Lebens- und Erlebnisbereiche haben. So sind die Berufs- und Partnerwahl, aber auch die Wahl von Beruf und Hobbies oder Vorlieben und Gewohnheiten davon betroffen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Psychische Erkrankungen, Ambivalenz oder Schizophrenie nehmen zu. Es gibt unterschiedliche Zahlen bezüglich der Häufigkeit und verschiedenste Diagnosedaten. Studien gehen davon aus, dass ungefähr 33,3 Prozent der Bundesbürger von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Durch die Vielzahl an Diagnosestellungen und Kombinationen ist es schwierig, konkrete Zahlen zu nennen.

Da die Ambivalenz als Symptom für eine psychische Erkrankung betrachtet wird, gibt es auch speziell zur Häufigkeit der Ambivalenz keine gesicherten Daten. Es heißt, dass jeder 20. Deutsche gesund ist. Umgelegt auf Europa sollen über 160 Millionen Europäer an einer psychischen Krankheit leiden. Allein ein Drittel wird gemäß einer Studie entsprechend behandelt. Die Ursachen liegen in der schlechten Versorgung Betroffener und veralteten Methoden in der Therapie und der Diagnostik. Es ist noch immer ein großes Tabu-Thema, anderen gegenüber einzugestehen, dass man eine psychische Erkrankung hat. Die Stigmatisierung ist groß und erschwert die notwendige Behandlung Betroffener.

Unter die Bezeichnung psychische Erkrankungen fallen neben Schizophrenie die verschiedensten Formen von Demenz und Alzheimer, affektive Störungen wie Depressionen, bipolare Störungen oder Manien, während unter neurotischen oder Belastungsstörungen Zwangsstörungen wie Agoraphobie, Zwangs- und Angststörungen u.v.m. fallen. Weiters werden Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen angeführt wie Kleptomanie, Borderline, Transsexualismus oder Fetischismus. Allein diese kurze Auflistung zeigt, wie schwierig Abgrenzungen, genauere Daten und eine glaubhaft, wissenschaftlich bestätigte Häufigkeit sind.

Der Code IDC-10 umfasst also eine Reihe von psychischen Erkrankungen, die jede für sich teils sehr unterschiedliche Symptome oder Kombinationen aufweisen, was eine Diagnose selbst für geschulte, erfahrene Psychologen oder Therapeuten schwierig machen. Das Feld ist sehr groß. Hier ist anzuführen, dass die Ambivalenz als solches oftmals als ein Symptom für eine schwere psychische Erkrankung wie die der Schizophrenie erwähnt wird.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Ambivalenz ist eine rein psychische Erkrankung und bedingt somit großteils auch nur das Auftreten von psychischen Komplikationen. Durch den Druck und Stress, dem die betroffene Person oftmals ausgesetzt ist durch die Unfähigkeit sich zu entscheiden, kann es zu Schweißausbrüchen und Panikattacken kommen. Da diese Komplikationen der Ambivalenz auch mitten in der Nacht passieren können, durch schlechte Träume oder ähnliches, ist es für Betroffene oft schwierig, die Realität einzuschätzen.

So führt Ambivalenz vielfach zu Depressionen und psychischen Problemen. Das beeinflusst manchmal auch die Beziehung zu der eigenen Familie oder dem Partner. Dabei kann die betroffene Person die Lebenslust verlieren, empfindet öfter mal Aggressionen und eine gewisse Unzufriedenheit. In vielen Fällen ist die Ambivalenz ein Anzeichen für eine mögliche Schizophrenie. Diese erfordert unbedingt eine Abklärung durch einen qualifizierten Psychologen und eine sinnvolle Therapie. Es kann bei einer Behandlung mehrere Monate dauern, bis sich ein Erfolg einstellt. Es gibt allerdings bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen keine Garantie auf Heilung. Wie die Ambivalenz bzw. die Erkrankung selbst weiter verläuft, hängt von der Schwere der Ambivalenz ab und weiters vom psychischen sowie dem physischen Zustand des Betroffenen.

Sind die inneren Spannungen sehr hoch, kann eine Ambivalenz zu Gedanken an Selbstmord bis hin zum tatsächlichen Suizid führen. Zur Beruhigung der Patienten ist eine Behandlung, die zusätzlich von Medikamenten gestützt ist, sinnvoll. Bestehen Tendenzen einer Ambivalenz, ist der Alltag für viele Betroffene mit deutlich mehr Stress verbunden.

Komplikationen bei einer Ambivalenz:

  • Zunahme von Stress und Druck
  • Schweißausbrüche
  • Panikattacken
  • Unruhiger Schlaf
  • Probleme nachts die Realität zu erkennen
  • Depressionen
  • Psychische Probleme
  • Verminderte Lebensfreude
  • Probleme in sozialen Beziehungen
  • Aggressionen
  • Allgemeine Unzufriedenheit
  • Selbstmordgedanken

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage, ab welchem Zeitpunkt die Behandlung durch einen Arzt abgeklärt werden sollte, ist abhängig davon, wie stark sich die Ambivalenz im Alltag verdeutlicht. Wenn es im Alltag keine außergewöhnlichen Einschränkungen gibt und der Betroffene durch sein Verhalten keinerlei mögliche Gefahr für sich selbst oder sein Umfeld ist, sollte der Bedarf einer Behandlung nicht zwangsläufig akut sein. In vielen Fällen wird eine Behandlung sogar durch das familiäre Umfeld wie Eltern, Geschwister oder Partner in die Wege geleitet.

Viele Betroffene haben Probleme, sich die Krankheit einzugestehen und handlungsfähig zu bleiben. Ist die Ambivalenz sehr ausgeprägt und wird vom Betroffenen bzw. seinem Umfeld als sehr belastend erlebt oder zeichnet sich eine Tendenz zu einer psychischen Erkrankung ab, ist die Einweisung in eine Klinik sinnvoll. Dort wird dann über Formen der Behandlung weiter entschieden.

Bei Symptomen wie Panikattacken, großem Stress oder chronischen Schweißausbrüchen ist eine Behandlung, ein Besuch bei einem Arzt, empfehlenswert. Auch wenn man als Betroffener Schwierigkeiten hat, Traum und Realität zu unterschieden, sollte man nicht zögern, sich in ärztliche Behandlung zu begeben. Bei verminderter Lebensfreude oder grundlos aggressivem Verhalten könnte ein Arztbesuch auch sinnvoll sein. Sonst könnte es mitunter ohne jegliche Behandlung zu psychischen oder gefährlichen Komplikationen kommen. Bei Selbstmordgedanken oder einem Selbstmordversuch ist ein Arztbesuch dringend empfohlen, eventuell auch die Einweisung in eine Klinik.

Neben dem Hausarzt ist eine direkte Konsultation eines Facharztes wie einem Psychologen oder Psychotherapeuten ratsam. Diese sind kompetent und erkennen Warnzeichen, sind sensibel genug, um Betroffenen den Ernst der Lage zu verdeutlichen und Hilfe anzubieten, um aus dieser ohnehin belastenden Situation herauszukommen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Durch die pathologische Ambivalenz kommt es zu verschiedenen Erkrankungen der Psyche. Ausschlaggebend sind dabei die ursächlichen Therapien der jeweiligen Erkrankungen. Bei vielen Erkrankungen der Psyche ließe sich eine Verschlechterung vorbeugen, wenn die erkrankten bzw. betroffenen Personen lernen, auf unterschiedliche Weise und mit geeigneten Maßnahmen mit den widersprüchlichen Gefühlen, Bewertungen und Gedanken – bedingt durch die Ambivalenz – umzugehen. Vorausgesetzt, die niedrige Ambivalenz-Toleranz ist eine Ursache für psychische Erkrankungen, könnten im Umkehrschluss geeignete Strategien für den Umgang mit den verschiedenen Ambivalenzen Ursachen von psychischen Erkrankungen auslösen.

In unserer Gesellschaft ist durch die tägliche Überbelastung auch die Seele oftmals überfordert. Das erklärt, warum sich viele Menschen einer Psychotherapie unterziehen, um in einer psychotherapeutischen Behandlung zum Beispiel auch den gesunden Umgang mit der Ambivalenz zu lernen.

Bei einer solchen Therapie geht es darum, diese scheinbar konträren Wünsche und Gefühle so zusammenzubringen, um die störenden Ambivalenzen abzuschwächen. Dazu sind auch moderne Therapieansätze wie eine kognitive Verhaltenstherapie unterstützend. Diese Therapieform setzt auf kurzfristige Erfolge und fokussiert sich auf negative Gedankengänge, aber auch Glaubenssätze und entsprechende Verhaltensweisen. Ziel sind positive Gedanken und eine optimistische Haltung zu erreichen.

Im Fokus jeglicher Therapie steht das Erlernen des „gesunden“ Umgangs mit Ambivalenzen. Entstand eine bereits bestehende psychische Erkrankung durch Ambivalenz oder eine niedrige Ambivalenz-Toleranz hervorgerufen worden, wird die erforderliche Behandlung auf die bestehende Erkrankung abgestimmt. Diese Behandlung kann dann durch geeignete Therapien, aber auch durch Medikamente, die auf die aktuellen Symptome abgestimmt sind, erfolgen. Um einen Papageno-Effekt zu vermeiden, sollte man die unterschiedliche Problematik Betroffener insbesondere in Medien als konstruktive Lösung präsentieren. Reißerische Meldungen mit hoher Emotionalität bewirken eher einen Nachahmungseffekt bei Suiziden.

Weitere therapeutische Maßnahmen sind neben der Psychotherapie auch Psychopharmakotherapie, wenn die Diagnose einer psychischen Erkrankung wie Schizophrenie, Depression oder anderen physisch bedingten Krankheiten gesichert ist.

Die Therapie bei Ambivalenz ist nicht einfach, da viele Patienten in Bezug auf ihr Therapieziel sich eher in einem Konflikt der Annäherungsvermeidung befinden. Die Therapie scheint mit großem Aufwand verbunden sein, ohne eine Garantie auf Erfolg zu gewährleisten. Das ist mit Angst verbunden.

Behandlungsmethoden und Therapien bei Ambivalenz:

  • Strategien zum Umgang mit Ambivalenzen
  • Vermeidung von Stress und Überlastung
  • Psychotherapeutische Maßnahmen
  • Kognitive Verhaltenstherapie
  • Behandlung inklusive medikamentöse Behandlung, falls erforderlich

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist hilfreich, sich rechtzeitig nach einem geeigneten Psychotherapeuten umzusehen und sich mit dem Thema Ambivalenz auseinanderzusetzen. Um einer psychischen Erkrankung, die aufgrund einer gesteigerten Ambivalenz entstehen kann, vorzubeugen, stehen mehrere Möglichkeiten offen. Am besten bieten sich Strategien an, die Lösungen und Wege aufzeigen, wie man mit der Ambivalenz und den damit verbundenen widersprüchlichen Gefühlen, Gedanken und Bewertungen besser umgeht, ohne Schaden zu nehmen oder in innere Konflikte zu geraten.

Eine Psychotherapie kann hier helfen, sich gegen die Krankheit, ergo Ambivalenz, besser abzugrenzen und psychisch stabiler zu werden. So ist man gegen die ambivalenten Gefühlsregungen besser geschützt und reagiert nicht unnötig stärker darauf. Alle Maßnahmen, die für eine möglichst umfassende und große Stabilität sorgen, sind in Zusammenhang mit einer möglichen Prävention einer Ambivalenz förderlich. Persönlichkeitsbildende Aktivitäten, ein geregeltes Privat- und Berufsleben und stabile Beziehungen fördern das Wohlbefinden zusätzlich und bieten ein stabiles Umfeld, um die Gefahr an einer psychischen Erkrankung zu leiden, zu mindern.

Alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Massagen, Schüssler-Salze, Heilkräuter– und Pflanzen sowie Kuren können bei einer leichten Ambivalenz hilfreich sein. Angewandt werden sollte jedes Angebot jedoch erst nach einer entsprechenden Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.


Prognose zur Heilung

Eine Prognose zur Heilung von Ambivalenz oder einer Linderung zu dieser zu stellen ist selbst für Fachleute schwierig. Zu vielfältig sind die Symptome und Erscheinungsbilder, die bei psychischen Erkrankungen zu einer Ambivalenz führen. Eine optimal angepasste Psychotherapie verschafft Erleichterung und hilft Betroffenen, mit dem Krankheitsbild und den damit verbundenen Begleiterscheinungen leichter umzugehen.

Eine Psychotherapie hilft, das eigene Verhalten zu reflektieren und sich über die widersprüchlichen Gefühle, Gedanken und Bewertungen, die mit der Ambivalenz einhergehen, klarer zu werden. Wichtige Ereignisse werden bearbeitet, während der Therapeut mit den Betroffenen gemeinsam Strategien und Verhaltensmaßnahmen erarbeitet, um der Ambivalenz entgegenzuwirken. Ebenso hilfreich kann eine offene Gesprächstherapie sein oder Hypnosetechniken.

Eine weitere Maßnahme zur Linderung der Ambivalenz ist die Verabreichung von Medikamenten. Obwohl eine Heilung in dem Sinne nicht immer möglich ist, erreichen entsprechende Therapien und Behandlungen doch eine spürbare Verbesserung der persönlichen Lebensqualität. So sollte man sich den verschiedensten Behandlungswegen gegenüber offen zeigen und probieren, welche Maßnahmen für den Betroffenen selbst als angenehm und sinnvoll empfunden werden, bevor sie bereits im Vorfeld ausgeschlagen werden.

Teufelskreis für Betroffene und Angehörige

Ambivalenz ist eine Gratwanderung für Betroffene und deren Umfeld. Dieses ständige Für und Wider in Bezug auf Gefühle, aber auch in Gedanken und Überlegungen über Beruf, Personen etc. macht das Leben mit dieser Diagnose nicht einfacher.

Gerade die emotionalen Ambivalenzen fordern auch dem Partner einiges an Verständnis und Mutmache ab. Liebe und Hass liegen in kritischen Situationen ohnehin sehr nah. Umso schwieriger werden solche speziellen Augenblicke, wenn jemand durch sein ambivalentes Verhalten den Konflikt zusätzlich erschwert.

Ambivalent bedeutet nicht mutwillig, spontanDas geschieht in keinster Weise durch böswilliges Verhalten. Ganz im Gegenteil. Für viele Betroffene ist dieses ambivalente Entscheiden wie ein I-Tüpfelchen auf der ohnehin schwierigen Basis. Schon im Kindesalter lernen Kinder, dass es gut ist seine engsten Familienmitglieder auch mal hassen zu dürfen. Bei einem stabilen Umfeld ist das förderlich für die weitere gesunde Entwicklung des Kindes. Es muss nicht alles gut finden, wenn es das in diesem Augenblick nicht so empfindet. Erleben Kinder in diesem Alter jedoch Ambivalenz schwieriger, kann das später zu Problemen führen.

Die Fremd- und Eigenwahrnehmung profitieren von dieser positiven Lebensweise. Die Welt als ambivalent zu erleben, hilft diese Ambivalenzen kennenzulernen und mit ihnen klarzukommen. Wem diese wertvolle Erfahrung fehlt, verabsäumt es Kinder für die Zukunft zu stärken und selbständige Menschen aus ihnen zu machen.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Medizin ist kein Allheilmittel gegen psychische Erkrankungen und Ambivalenz, aber die Vielzahl an alternativen Behandlungsmethoden gibt Betroffenen eine Hilfestellung, die Bewältigung ihres Alltags etwas zu erleichtern. Akupunktur und Massagen verschaffen Erleichterung, denn sie entspannen und ermöglichen es, den in Zusammenhang mit Ambivalenz auftretendem Stress und dem Empfinden großer Belastungen zu reduzieren.

Akupunktur und die chinesische Medizin wirken direkt auf das vegetative Nervensystem und auch auf den Energiefluss des Körpers. So können Beschwerden relativ unmittelbar aufgelöst werden. Bei psychischen Erkrankungen empfiehlt sich eine Kombination von Akupunktur und einer zusätzlichen Psychotherapie.

AkupunkturDie gezielte Bearbeitung von Punkten, die sich auf die Stressoren beziehen, können Erleichterung für Betroffene erzielen und damit den Stressfaktor deutlich senken. Durch die Ausschüttung von Neurotransmittern und Hormonen wird die Chemie des Hirn positiv beeinflusst.

Massagen – wohltuende Auszeiten aus dem oftmals belastenden AlltagJegliche Art von Körperkontakt tut allein schon gut. Die Kombination mit einer professionellen Massage und bestimmten Techniken der Massagekunst verschaffen den Betroffenen Entspannung. Diese wirkt sich auch anschließend auf den Alltag aus, denn Verkrampfungen und Verspannungen führen zusätzlich zu einem verstärkten Unwohlsein der Person. Unterstützend sind Zusätze wie Kokos-, Sonnenblumen- oder Sesamöl, die einen beruhigenden Effekt bei der Massage gewährleisten.

TCM – mit aktiver Mithilfe gute Erfolge zu erzielenTCM, Traditionelle Chinesische Medizin, umfasst mehrere Möglichkeiten der Behandlung und auch hier gibt es diverse Angebote, die das Allgemeinbefinden positiv beeinflussen können. Wie bei jeder alternativen Behandlungsmethode ist der Patient selbst gefordert, aktiv mitzuarbeiten. Das heißt, er ist angehalten, sich offen zu verhalten und den Erfolg einer spezifischen Behandlung abzuwarten und nicht von Anfang an in Frage zu stellen.

Der soziale Druck durch unsere Gesellschaft ist übrigens ein Faktor, warum psychische Erkrankungen zunehmen. Die Schulmedizin erzielt oft nicht den erhofften Effekt. Ist die Erkrankung nicht akut, zeigen Hausmittel und Heilpflanzen auf natürlicher Basis eine schonende Behandlung, die oftmals von Erfolg gekrönt ist bzw. zumindest Erleichterung verschafft.

Generell sollte jedoch auch der Einsatz von alternativen Heilmitteln, ob Schüssler-Salze, Globuli, Kuren oder anderes – erst nach einer Absprache mit dem behandelnden Psychologen oder Facharzt erfolgen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel im engeren Sinn helfen nicht, die Ambivalenz zu heilen. Linderung verschaffen viele Mittel, aber Betroffene sollten hier aus einer Vielzahl von Tipps das wählen, das ihnen persönlich gut tut. Während es für den einen sehr entspannend sein kann, kalte Umschläge aufzulegen oder der Kraft der Heilkräuter zu vertrauen, schwören andere wieder auf Schüssler Salze oder ätherische Öle. Nachfolgend gibt es einige Hausmittel, die man am besten selbst ausprobiert und für sich herausfindet, ob sie einem gut tun.

BewegungIn einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, heißt ein bekanntes Sprichwort. So ist Sport nicht nur eine wundersame Waffe gegen Unwohlsein, sondern verschafft dem Körper auch Endorphine, die positive Gedanken schüren und Glücksgefühle bescheren. Optimal sind drei Sporteinheiten wöchentlich von mindestens 20 Minuten. Dabei ist es unerheblich, ob man schwimmen geht, gemütlich spaziert oder Fahrrad fährt. Für zusätzliche Entspannung sorgen Sportarten wie Pilates und Yoga.

MeditationEntspannung ist gerade für Patienten mit Ambivalenz sehr wichtig. Es gibt eine Vielzahl an Entspannungstechniken wie Achtsamkeitstraining, Meditation oder anderen Methoden. Mobile Geräte ausschalten und an einem ruhigen Ort auf den Atem konzentrieren, hilft eine depressive Phase zu bewältigen. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit wirkt sich eine Meditation auf die Lebensqualität generell aus und erleichtert den Umgang mit der Ambivalenz. Die Meditation arbeitet mit Musik, Worten und bildhaften Vorstellungen, um positive Bilder zu gestalten.

Gesunde ErnährungNahrungsmittel mit Folsäure und Omega-3-Fettsäuren sind ideal bei Stimmungsschwankungen. Für den Aufbau der wichtigen Neurotransmitter wie Serotonin oder Adrenalin ist Vitamin B12 sehr wichtig. Lebensmittel wie Käse, Truthahn, Paprika, Spinat oder Fisch sind reich an dem wichtigen Vitamin B12.

Magnesium reguliert die biochemischen Körperfunktionen und findet sich insbesondere in Spinat, Bananen, Blattgemüse, Mandeln und Cashewnüssen. Kürbiskerne enthalten L-Tryptophan, das blutdrucksenkend und beruhigend wirkt. Äpfel enthalten wichtige Phosphorsäure, Kalium, Vitamin C und eine Ruhe von B-Vitaminen, die Schädigungen von Nerven vermeiden.

Zielsetzung gegen KonzentrationsmangelDepressive Phasen machen antriebslos und träge. Schon kleinere Aufgaben über den Tag verteilt erleichtern die depressive Phase und verschaffen ein gutes Gefühl.

Aktiv werden!Neues Interesse an alten Hobbys, Museen besichtigen, ein gutes Buch lesen oder die Lieblingsmusik hören sind alles Aktivitäten, die die Ausschüttung von Dopamin fördern. Auch das senkt Depressionen.

Ausreichend SchlafEin geregeltes Leben mit entsprechend ausreichendem Schlaf fördert die Schlafqualität.

Licht und Sonne fördert das WohlbefindenUm das wichtige Vitamin D zu produzieren, sind Aufenthalte von mindestens 15 Minuten täglich an der frischen Luft, der Sonne wichtig. Im Winter sind Lichttherapie-Lampen hilflos. Natürliches Sonnenlicht führt zu chemischen Veränderungen im Gehirn. So wird die Laune verbessert und depressive Anzeichen gemildert.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Um die Ambivalenz einer betroffenen Person mit milden Heilkräutern und Heilpflanzen aus der alternativen Medizin zu unterstützen, bieten sich Fertigpräparate aus dem Handel an. Baldrian ist ideal bei Schlafstörungen und ist ein klassisches Mittel gegen Nervosität oder bei geringfügigen Problemen mit dem Herz. Ein weiteres bewährtes Heilkraut bei psychischen Erkrankungen ist das Johanniskraut, das bereits in der Antike im Einsatz war. Als Tee, Tinktur oder Öl ist Johanniskraut sehr vielseitig anwendbar.

Eher gegen eine Winterdepression, aber durchaus einen Versuch wert sind Heilkräuter wie Rosmarin oder Zitronenmelisse. Rosmarin macht munter und fördert die Gelassenheit, die Ausgeglichenheit. Der klassische Stimmungsaufheller ist als Öl oder in Form getrockneter Nadeln für die Teezubereitung in einem gut sortierten Reformhaus erhältlich.

Die Blätter von der Zitronenmelisse kann man übrigens mit verschiedensten Wildkräutern zu einem wohlschmeckenden Salat anrichten. Für einen Tee werden die getrockneten Blätter verwendet. Auch diese haben einen positiven Einfluss auf die Stimmung.

Hilfreiche Heilkräuter & Heilpflanzen:

  • Baldrian
  • Johanniskraut
  • Zitronenmelisse
  • Rosmarin

Ätherische Öle

Düfte heilen – vielleicht nicht ganz, aber sie haben eine durchaus nicht zu unterschätzende Wirkung. So gelten insbesondere Zitronenmelisse oder Rosmarin als besonders wohltuend und stimmungsaufhellend. Die Zitronenmelisse mit ihren wichtigen ätherischen Ölen entspannt und wirkt beruhigend. Außerdem hat es einen positiven Einfluss auf Stress, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen.

Bei Depressionen oder Ambivalenz, die ja psychische Erkrankungen bedingt, helfen die ätherischen Öle Angstgefühle zu reduzieren und Stress zu vermindern. Damit bessert sich das allgemeine Wohlbefinden Betroffener. Ätherische Öle werden direkt über die Nase verarbeitet, wo im limbischen System Emotionen ausgelöst werden. Um diese positive Energie mit Gefühlen wie Begeisterung oder Freude zu erreichen, sind ätherische Öle wirklich Gold wert. Sie wecken durch ihre persönlich wichtigen Düfte verschüttet gedachte Erinnerungen.

Basilikum sorgt für gute Stimmung, während Bergamotte Stress und Angst reduziert. Lavendel wirkt bei Angstzuständen positiv und sorgt für erholsamen Schlaf. Rosmarin wird eine antidepressive Wirkung als ätherisches Öl nachgesagt. Auch der Duft von Orange reduziert Angstgefühle, während Ylang Ylang den Blutdruck senkt und den Atem beruhigt. Muskatellersalbei beruhigt bei Panikattacken und wirkt zudem antidepressiv.

Empfohlene ätherische Öle:

  • Zitronenmelisse
  • Rosmarin
  • Basilikum
  • Bergamotte
  • Lavendel
  • Orange
  • Ylang Ylang
  • Muskatellersalbei

Homöopathie & Globuli

Homöopathie und Globuli können bei der Behandlung einer Ambivalenz ebenfalls unterstützend dazu beitragen, Stress und ein allgemeines Unwohlsein zu mildern. Der Bärlapp ist ideal für Menschen, die von Eile getrieben sind und mehrere Wahrnehmungen gleichzeitig verarbeiten müssen. Die innere Rastlosigkeit und Ungeduld stehen dabei im Vordergrund. Natrium chloratum, verdünntes Kochsalz, hilft erlittene Verletzungen zu überwinden. Auch bei der Ambivalenz geht es schließlich darum, Betroffene wieder ins Leben zu bringen. Hierbei kann Natrium Chloratum unterstützend wirken.

Nux Vomica, Brechnuss, ist ideal bei Schwächezuständen, Schlafstörungen sowie bei Herz-Kreislaufbeschwerden. Lycopodium, Keulenbärlapp, hilft bei akuten Erkrankungen, aber auch bei psychischen Beschwerden. Im Akutzustand wird die Einnahme von Lycopdium D6 mehrmals am Tag empfohlen. Am besten lässt man die Globuli unter der Zunge zergehen.

Bei einer manischen Depression oder einem Wechsel von Angst, Euphorie und Verzweiflung ist Cimicifuga in der D12 Potenz empfohlen. Die Dosierung liegt bei fünf Globuli, die drei Mal täglich eingenommen werden.

Blauer Eisenhut, auch unter der Bezeichnung Mönchshut bekannt, ist bei Schockzuständen ideal. Die Dosierung liegt bei einer Schlaflosigkeit bei einer Einnahme von fünf Globuli C15 vor dem Schlafengehen. Blauer Eisenhut bewährt sich bei akuten Unruhezuständen, Panikattacken oder Platzangst.

Hilfreiche Globuli:

  • Bärlapp
  • Natrium Chloratum – verdünntes Kochsalz
  • Nux Vomica – Brechnuss
  • Lycopodium – Keulenbärlapp
  • Cimicifuga
  • Blauer Eisenhut

Schüssler-Salze

Die Kraft der 12 Schüssler-Salze bewährt sich auch bei psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit Ambivalenz. Sie bekämpfen diverse Krankheiten, indem sie den Mineralhaushalt des Körpers ausgleichen. Schüssler-Salze bewähren sich insbesondere gegen Depressionen oder seelische Probleme, wie sie bei einer Ambivalenz präsent sind.

Hervorzuheben ist hier das Schüsslersalz Kaliumphosphat, Nr. 5, das sich als wichtiges Nervenmittel entpuppt. Es wirkt auf das vegetative und das autonome Nervensystem und versorgt die Zellen mit Energie. Das Schüssler-Salz wirkt rasch, aber dennoch sollte es langfristig zur Einnahme verwendet werden. Am besten sollte man es am frühen Abend oder am späten Nachmittag einnehmen. Neben der innerlichen Anwendung ist es außerdem praktisch als Salbe.

Das Schüssler Salz Nr. 6Kalium sulfuricum – bringt Sonne ins Leben und wirkt gegen Gefühle wie Hass, Eifersucht oder Niedergeschlagenheit.

Nr. 8 – Natrium Muriaticum bewährt sich auch bei Depressionen sowie geistigen Störungen oder Beeinträchtigung des Gemütszustands. Zu beachten gilt hier jedoch, dass dieses einzige Schüssler Salz anfangs die Beschwerden verschlimmern kann. In Kombination mit anderen Lebenssalzen ist die begleitende Wirkung, die als unangenehm empfunden werden kann, allerdings geringfügiger.

Empfohlene Schüssler-Salze:

  • Schüssler Salz Kaliumphosphat Nr. 5
  • Schüssler Salz Kalium Sulfuricum Nr. 6
  • Schüssler Salz Natrium Muriaticum Nr. 8

Diät & Ernährung

Die Ernährung und der persönliche Lebensstil haben einen großen Einfluss auf das Befinden einer Person. Studien haben einen Zusammenhang zwischen einer Ernährung, die Arm an Kohlenhydraten ist, und eine gesteigerte Zunahme von Depressionen herausgefunden. So liegt der Schluss nahe, dass eine ausgewogene Ernährung mit vielen Kohlehydraten gerade für Personen mit der Gefahr an einer psychischen Erkrankung zu leiden, empfehlenswert ist. Bei weniger Kohlehydraten in der Ernährung zeichnen sich verstärkt Symptome wie Angst, Verwirrung oder Depressionen ab. So sind Gemüse und Obst, aber auch Fisch und Produkte aus Vollkorn wichtig.

Zusätzlich sollte man in seinem Speiseplan auch Fleisch und Milchprodukte einplanen, um sich ausgewogen und gesund zu ernähren. Die Psyche benötigt eine Vielzahl von Mineralstoffen und Vitaminen. Bei einer Ambivalenz ist die kohlenhydratreichere Ernährung noch viel wichtiger. Moderate Bewegung und eine Umstellung der Ernährung sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. So entfalten sie in Kombination mit anderen Therapien eine erfolgversprechende Behandlung der Ambivalenz und damit Erleichterung für den Betroffenen.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie viel Ambivalenz ist gesund?Das lässt sich aus dem Kontext heraus schwer beantworten. Es ist wichtig, die Ambivalenz von einem Facharzt untersuchen und abklären zu lassen. Ein gewisses ambivalentes Verhalten kennt jeder. Die Frage ist eher: Wie viel Ambivalenz ist normal?

Wie geht man Ambivalenz in der engsten Umgebung um? Wichtig ist ein Verständnis für die Situation und Unterstützung. Das mag manchmal eine Herausforderung sein, aber die Betroffenen sind zu nah involviert. Sie erkennen viele potentielle Gefahren oder Probleme nicht, die mitunter einer psychischen Behandlung bedürfen.

Was hilft bei Ambivalenz? Erste Hilfe sollte von einem erfahrenen Psychologen oder Therapeuten kommen. Dieser kann dann mit dem Patient gemeinsam über weitere Schritte wie eine Psychotherapie in Form einer kognitiven Verhaltenstherapie oder unterstützenden Medikamenten entscheiden. Ein verständnisvolles Umfeld ist sicher hilfreich in dieser Situation.

Gibt es eine spezielle Diät für Ambivalenz?Empfehlenswert ist eine ausgewogene Ernährung. Für die Ambivalenz ist es sinnvoll, Kohlenhydrate verstärkt in den Speiseplan einzubauen, da diese die Psyche positiv beeinflussen.

Warum ist es so schwierig, Ambivalenz richtig zu behandeln? Wie bei allen psychischen Erkrankungen ist die aktive Mithilfe des Betroffenen erforderlich. Es genügt daher nicht, Maßnahmen zu setzen, die von den Patienten nicht befolgt werden. Gerade jemand mit Ambivalenz reagiert mit einem deutlich größeren Angstgefühl, auch der Angst vor Misserfolg.

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