Hepatitis E

Steckbrief: Hepatitis E

  • Name(n): Hepatitis E
  • Art der Krankheit: Viruserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1980
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Hepatitis-E-Virus (HEV)
  • Wieviele Erkrankte: 20 Millionen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Gastroenterologe
  • ICD-10 Code(s): B17.2

Die häufig symptomfreie Leberentzündung

Hepatitis A, B, C, D sind Viruserkrankungen, die der Allgemeinheit bekannt sind und heutzutage teilweise (Typ A, B und D) mithilfe von Impfungen prophylaktisch behandelt werden können. Die Leberentzündung, die durch den Hepatitis E Virus ausgelöst wird hingegen ist vergleichsweise unbekannt. Die Erkrankung tritt vor allem im asiatischen und afrikanischen Raum auf. Doch es ist auch möglich sich in deutschen Gefilden mit dem Virus anzustecken.

Das tückische hierbei ist, dass die Erkrankung häufig symptomfrei bleibt. Sollten Beschwerden auftreten, sind diese häufig so gering ausgeprägt, dass eine Erkrankung nicht in Frage kommt. Allgemeine Anzeichen einer Erkrankung sind Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Schwächegefühl und die für eine Lebererkrankung typische Gelbfärbung der Haut und Augen.

Wie die Krankheit verläuft, was die Ursachen sind und wie sie behandelt werden kann, werden wir im folgenden klären.

Definition Hepatitis E

Der Name Hepatitis leitet sich aus dem Griechischen ab. Er setzt sich zusammen aus den Wörtern für Leber (hépar, hépatos) und Entzündung (-itis). Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung, die zur Entzündung der Leber des Erkrankten führt. Ausgelöst wird die Infektion durch das Hepatitis E Virus (HEV).

Die Inkubationszeit ist mit 15 bis 64 Tagen relativ lang und unbestimmt. Das heißt, dass möglicherweise zwei Monate ab Infektion vergehen können, bis die ersten Symptome auftreten.

Jede Erkrankung mit Hepatitis E unterliegt nach dem deutschen Infektionsgesetz einer Meldepflicht. Hierbei ist der behandelnde Arzt dazu verpflichtet die Infektion namentlich zu melden.

Diese Pflicht besteht dann, wenn er bereits einen Verdacht auf eine Hepatitis Infektion hat, diese nachgewiesen wurde oder ein bereits verstorbener Patient an der Hepatitis erkrankt war.

Weltweit infizieren sich nach wissenschaftlichen Schätzungen etwa 20 Millionen Menschen pro Jahr mit dem Hepatitis E Virus. Die Zahl der Erkrankungen in Deutschland steigt jährlich. Lag sie im Jahr 2010 noch bei 202 Erkrankten, erhielten im Jahr 2016 1983 Personen die Diagnose Hepatitis E.


Was ist Hepatitis E?

Bei Hepatitis E handelt es sich um eine Unterform der Gruppe der virusbedingten Leberentzündungen. Betroffen sind von dieser Erkrankung vor allem Personen im Alter zwischen 15 und 40 Jahren. Bei Hepatitis E ist zu beachten, dass es keine bekannten chronischen Formen der Erkrankung gibt. Es ist lediglich eine akute Form bekannt. Die erkrankten Personen verspüren meist nur leichte Beschwerden. Die Symptome sind nicht nur leicht, sondern klingen in den meisten Fällen auch bereits nach circa sechs Wochen wieder ab. Allerdings gibt es auch Einzelfälle der Erkrankung, bei denen es zu tödlichen Krankheitsverläufen kommen kann. Vor allem schwangere Frauen laufen Gefahr an einem akuten und häufig tödlichen Leberversagen zu sterben.

Vergleicht man Hepatitis E mit den anderen Arten der virusbedingten Leberentzündung, zeigen sich viele Parallelen zur Hepatitis A. Die Hepatitis E wurde sogar bis zum Jahre 1980 ALS Hepatitis A diagnostiziert und erst dann als eigenständige Erkrankung klassifiziert. Dies geschah bei der genaueren Untersuchung einer mutmaßlichen Hepatitis A Epidemie in Indien durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Hierbei entdeckten die Wissenschaftler, dass es sich bei der Ursache nicht um den Virustyp A, sondern um einen neuen Virustyp (HEV) handelte.

Die weltweite Verbreitung ist relativ gering und beschränkt sich vor allem auf den südöstlichen und zentralen Teil Asiens, den mittleren Osten, Zentral- und Südamerika und Afrika. Einige Epidemien, die in diesen Gebieten in den letzten Jahren auftraten, waren fast immer auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei HEV um einen Calcivirus handelt. Das bedeutet, dass die Infizierten Personen den Virus über ihren Stuhl ausstoßen. Folglich bildet das mit Fäkalien verunreinigte Wasser die Ursache vieler Hepatitis E Epidemien.


Welche Ursachen gibt es?

 

  • Verzehr verunreinigter Lebensmittel
  • Trinken von kontaminiertem Wasser
  • Verzehr von rohem, kontaminiertem Fleisch (vor allem Schwein und Wild)
  • Übertragung über Spenderorgan

Eine Leberentzündung des Typs E wird durch eine Infektion mit dem Virus HEV ausgelöst. Die Möglichkeiten der Infektion sind hierbei vielfältig.

Beispielsweise kann der Verzehr kontaminierter Nahrung ursächlich sein. Doch auch mit Fäkalien verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel kommen als Auslöser in Frage. Ersteres ist vor allem in tropischen Gebieten die häufigste Ursache für eine Infektion mit dem Hepatitis E Virus.

Im Gegensatz zu ärmeren, tropischen Gefilden der Erde, kommt in Industrieländern nicht primär eine Infektion über verunreinigtes Wasser in Betracht. Hier sind vor allem der Verzehr von rohem oder nicht vollständig gegartem Fleisch als Ursache relevant. Hierbei gelangt der Virus, der zuvor das Tier befallen hatte, über die Nahrungsaufnahme in den menschlichen Körper und befällt diesen als neuen Wirt. Vor allem beim Verzehr von Schafen, Schweinen, Hirschen oder Rehen sollte auf das ausreichende Garen geachtet werden.

Neben der Nahrungsaufnahme kommt eine Infektion als Folge einer Organtransplantation in Betracht. Entgegen vieler Mutmaßungen ist eine Übertragung über Geschlechtsverkehr höchstwahrscheinlich nicht möglich. Eine Ausnahme kann hierbei lediglich der Analverkehr bilden, da eine Schmierinfektion möglich ist.

Bei genauerer Betrachtung handelt es sich bei dem HEV um ein sogenanntes Virus des Typs RNA, der in vier verschiedene Typen (Genotypen) unterteilt werden kann. Hierbei sind die Nummer eins und zwei der Genotypen vor allem in Asien und Afrika zu finden. Die Genotypen eins und zwei werden über verunreinigtes Trinkwasser übertragen. Die Typen drei und vier hingegen treten überwiegend in Tieren auf und finden ihren Weg vor allem durch den Verzehr von Schweinefleisch in den menschlichen Körper.

Da die infizierte Person während einer akuten Erkrankung mit Hepatitis E den HEV ausscheidet, ist in seltenen Fällen eine Infektion bei Kontakt mit dem Stuhl möglich.


Symptome & Anzeichen

 

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Druck im oberen Bauchbereich
  • Fieber
  • Dunkelfärbung des Urins
  • Heller, lehmfarbener Stuhl
  • gelbliche Färbung von Haut und Augen

Die Infektion mit dem Hepatitis E Virus entwickelt sich schrittweise. Hierbei teilen Ärzte die einzelnen Stadien der Krankheit in zwei Phasen ein.

Zu Beginn spüren die Infizierten häufig ein Schmerzgefühl im Bereich des rechten Rippenbogens. Dies kann man darauf zurückführen, dass die Leber aufgrund der Entzündung stark vergrößert wird und auf direkte Umgebung, in Form der Rippen, drückt. Neben diesem Symptom treten häufig allgemeine Beschwerden auf die denen einer typischen Grippe ähneln. Hinzu kommen Schmerzen der Gelenke, Müdigkeit und ein Zustand der permanenten Übelkeit. Letzterer sorgt ebenso dafür, dass der Erkrankte keinen Appetit auf Nikotin, alkoholhaltige Getränke oder fettige Speisen mehr verspürt. Weitere Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Durchfall können zusätzlich auftreten. Es ist nicht selten der Fall, dass in diesem ersten Stadium der Erkrankung ein juckender Ausschlag auf der Haut des Erkrankten auftritt.

Die zweite Phase der Krankheit äußert sich dann durch stärkere Symptome, die vor allem auch optisch sichtbar werden. Eine Gelbfärbung der Haut und der Augen und ein dunkler Urin sind auffällige Symptome. Doch auch eine Hellfärbung des Stuhls ist häufig zu beobachten. Ausnahmsweise kann es zu einer Vergrößerung der Milz und der Lymphknoten kommen. Die Folge ist ein starker Schmerz im Bereich des linken Rippenbogens.

Allgemein ähneln die Symptome der Hepatitis E Infektion denen einer Hepatitis A Infektion sehr stark. Allerdings sind sie im Vergleich zum Typ A relativ leicht ausgeprägt.

Zu beachten ist bei allen genannten Symptomen, dass die meisten von ihnen erst relativ spät auftreten können. Aus diesem Grund ist bei ersten Anzeichen möglichst schnell ein Arzt aufzusuchen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Der behandelnde Arzt wird typischerweise zunächst eine Anamnese des Patienten durchführen. Hierbei erfragt er beim Patienten welche Beschwerden dieser hat und vor allem auch, ob er sich eventuell kurz zuvor im Ausland befunden hat. Da die Symptome bei einer Hepatitis E häufig relativ leicht ausfallen, ist sie relativ schwer zu erkennen. Der Internist wird hierbei vor allem Ausschau nach Schmerzen im Oberbauch, Grippebeschwerden oder eine Gelbsucht halten.

Vor allem die Entscheidung zwischen Hepatitis E und Hepatitis A fällt schwer. Schließlich sind die Symptome nahezu deckungsgleich. Doch auch das Epstein Barr Virus oder eine Grippe könnte eventuell die Beschwerden des Patienten erklären.

Aus diesem Grund genügt für eine möglichst genaue Diagnostik kein bloßes Abtasten des Patienten aus. Der behandelnde Arzt muss spezifische Bluttests durchführen, um Gewissheit über das Vorliegen von Hepatitis E zu erlangen. Hierfür wird im Blut nach Antikörpern (Anti HEV lgM und Anti HEV lgG) gesucht, die versuchen den Hepatitis E Virus im Körper des Patienten zu bekämpfen. Neben einer Blutuntersuchung, kann auch zum Beginn der Erkrankung anhand einer Stuhlprobe ermittelt werden, ob der Patient vom HEV befallen ist. Hierfür wird im Rahmen der sogenannten Polymerase Kettenreaktion (PCR) der Stuhl auf den Virus geprüft.

Sollte der behandelnde Arzt anhand der durchgeführten Tests eine Erkrankung mit Hepatitis E festgestellt haben, ist er nach dem deutschen Infektionsgesetz dazu verpflichtet die Erkrankung so schnell wie möglich zu melden.

Hepatitis E hat durch seine relativ lang andauernde Inkubationszeit von bis zu zwei Monaten einen sehr langen Krankheitsverlauf. Schließlich dauert es eine gewisse Zeit bis die ersten Symptome auftreten. Wie bereits gesagt wurde, ähneln die Beschwerden denen, der Hepatitis A. Allerdings können die Beschwerden bei einer Leberentzündung des Typs E um einiges leichter ausfallen. Allerdings liegt die Rate der Sterblichkeit bei etwa 0,4 – 5%. Vor allem in der Schwangerschaft befindliche Patienten, sollten darauf achten, nicht das Risiko einer Erkrankung einzugehen. Schließlich liegt hier die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Krankheitsverlaufs bei etwa 20%. Eine chronische Verlaufsform von Hepatitis E ist nur möglich, wenn eine Organtransplantation durchgeführt wurde. Schlimmstenfalls kann es hierbei zu einer Leberzirrhose kommen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Leberentzündung des Typs E ist im Norden Afrikas und dem vorderen Asien (vor allem im Sudan und Irak) die zweithäufigste Art von Hepatitis. Insgesamt ist zu sagen, dass die Zahl der Infizierten in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Dies ist vor allem auf verunreinigtes Trinkwasser zurückzuführen. Vor allem Überschwemmungen in tropischen Gebieten können Nährboden für eine Hepatitis E Epidemie sein. Derzeit gibt es weltweit etwa 20 Millionen Fälle pro Jahr.

Auch in Deutschland stieg die Zahl der Erkrankten. Im Jahr 2016 gab es 1983 Fälle in Deutschland. Hierbei wurden die meisten Leberentzündungen des Typs E in den vergangenen Jahrzehnten nicht durch heimische Virusstämme herbeigeführt. Dies hat sich in den letzten Jahren geändert. Inzwischen hat sich im Gebiet Mitteleuropas ein eigener Hepatitis E Virus gebildet. Dieser befällt vor allem Tiere, die dem Menschen als Nahrung dienen. Beim Verzehr, vor allem von rohem Schweinefleisch, befällt der HEV dann den Menschen als neuen Wirt.


Komplikationen bei der Krankheit

Glücklicherweise bleiben ernstere Komplikationen bei der Mehrzahl der mit Hepatitis E Erkrankten aus. Bei Menschen mit einem stabilen Immunsystem heilt sie nach einigen Wochen von allein aus und bleibt fast immer ohne irgendwelche anschließenden Schäden. Um dennoch Komplikationen vorzubeugen ist es wichtig, dass der Patient eine Ruhepause einlegt, in der er auf körperliche Anstrengung verzichtet. Auch wenn die Beschwerden abgeklungen sind, ist die Leber nach wie vor geschwächt. Aus diesem Grund gilt es für den Patienten auch Monate nach der Erkrankung auf fettiges Essen und alkoholische Getränke zu verzichten.

Sollten dennoch Komplikationen auftreten, sind diese bei einer Hepatitis E Erkrankung sehr schwer. In diesen Fällen spricht man auch von einer fulminanten Hepatitis. In einem solchen Fall kann es zu einem akuten Versagen der Leber, einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, einer Herzmuskelentzündung und einer Lungenentzündung kommen. Dies kann tödliche Folgen haben. Vor allem Schwangere Frauen und Personen, die bereits unter einer chronischen Lebererkrankung leiden, sind gefährdet an einer fulminanten Hepatitis zu erkranken. Bei schwangeren Frauen, die an einer Hepatitis E erkrankt sind, entwickeln sogar rund 1/5 aller Erkrankten eine fulminante Hepatitis. Sollte die angehende Mutter die Leberentzündung überleben, besteht trotzdem das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Selbstverständlich stellt sich die Frage wann der Betroffene einen Arzt konsultieren sollte. Sollten Sie Rippenschmerzen oder Schmerzen im oberen Bauchbereich haben, ist es stets ratsam diese Beschwerden von einem Arzt abklären zu lassen. Kommen zu diesen Symptomen noch eine Dunkelfärbung des Urins oder gar eine Gelbfärbung von Haut und Augen hinzu, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, da dies auf eine Erkrankung der Leber hindeutet. Auch die Färbung des Stuhls ist zu beobachten. Sollte dieser hell werden und die Farbe von Lehm annehmen deutet dies auch auf ein Leiden der Leber hin.

Der betroffene Patient sollte zunächst zu seinem Hausarzt gehen. Dieser wird nach der Interpretation der Symptome dafür sorgen, dass der Erkrankte zu einem Internisten mit Spezialisierung auf Gastroenterologie überwiesen wird.

Da bei den meisten Erkrankten ein solides Immunsystem gegeben ist, bekommen diese von der Erkrankung oftmals nichts mit. Bemerken allerdings Risikopatienten, die ein schwaches Immunsystem haben, schwanger sind oder bereits eine chronische Lebererkrankung haben eines der oben genannten Symptome an sich, sollten sie schleunigst einen Arzt aufsuchen, da die Komplikationen tödliche Folgen haben könnten.

Auch Reisende, die eine gewisse Zeit in Zentralamerika, dem mittleren Osten, Südostasien oder Afrika verbrachten und einige Wochen später Symptome bei sich bemerken, die für eine Leberentzündung sprechen, sollten diese einen Arzt aufsuchen. Schließlich besteht stets die Gefahr, dass mit einem Aufenthalt in einem Risikogebiet eine Infektion einhergeht.


Behandlungsmethoden & Therapie

Da die Hepatitis E im Normalfall von alleine abheilt, ist eine Therapie normalerweise nicht notwendig. Es genügt, wenn der Patient seine Leber schont und sich selbst etwas Ruhe gönnt.

Bei schwereren Fällen muss der Arzt mit gewissen Mitteln für eine passende Behandlung sorgen. Die Ursache einer Leberentzündung zu bekämpfen ist nicht möglich. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Viruserkrankung. Das Einzige, was dem Patienten übrig bleibt ist es zu warten bis der Virus durch die Selbstheilungskräfte des Körpers vernichtet wurde. Aus diesem Grund zeigt die Behandlung der Ärzte in aller erster Linie darauf ab die Beschwerden des Patienten zu lindern, damit der Organismus seine Kräfte beibehält.

Hierbei gilt es in aller erster Linie dem Patienten zu verbieten Alkohol zu trinken oder fettes Essen zu sich nehmen. Dies wäre während der Phase der Erkrankung pures Gift für die Leber. Des weiteren ist es wichtig den Körper durch Bettruhe und wenig Stress zu schonen. Sollte der Patient die Schmerzen nicht aushalten können, ist auf Schmerzmittel zurückzugreifen, um es erträglicher zu machen.

Sollte bei dem Patienten eine fulminante Hepatitis oder eine chronische Hepatitis E vorliegen greift der Arzt zu den Wirkstoffen Interferon Alpha oder Ribavirin. Erkrankte, die bereits eine Autoimmunerkrankung haben, werden in der Regel mit Immunsuppressiva behandelt. Da diese die Bildung von Antikörpern im menschlichen Organismus drosseln, wird die Dosis im Falle der Erkrankung mit Hepatitis E heruntergesetzt. Dadurch wird die Bildung von Antikörpern wieder angekurbelt, damit der Körper den Virus bekämpfen kann.

Sollte es im Rahmen einer fulminanten Leberentzündung zu einer Leberzirrhose kommen, ist eine Lebertransplantation häufig unvermeidbar.

Auch der Patient selbst kann dafür sorgen eine schnellstmögliche Heilung herbeizuführen. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur Alkohol und fettes Essen zu einer Schädigung der Leber führen. Auch Medikamente können die Leber schädigen. Beispielsweise auf Schmerzmittel wie Paracetamol, Antibiotika oder Krebs– und Rheumamittel sollte verzichtet werden. Auch hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille für die Frau können die bereits geschwächte Leber weiter schädigen.

Sollte während einer Hepatitis E Erkrankung eine andere Krankheit hinzukommen, die die Einnahme von Medikamenten erfordert, sollte aus diesem Grund stets mit dem Arzt geklärt werden, ob die Medikamente die Leber schädigen könnten.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Vor allem in den Industrieländern ist die beste Prävention der Verzehr von durchgegartem Fleisch. Betroffen sind hierbei vor allem Wild und Schweinefleisch. Um einen ausreichenden Garvorgang zu gewährleisten, sollte das Fleisch mindestens für 20 Minuten bei über 70 Grad gegart werden. Hierdurch wird gewährleistet, dass mögliche Keime und vor allem der HEV abgetötet werden. Dies ist besonders wichtig für Frauen, die sich in der Schwangerschaft befinden.

Doch auch außerhalb deutscher Gefilde gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, um eine Infektion zu umgehen. Allgemein ist zu empfehlen sich von möglichen Quellen einer Infektion fern zu halten. Insbesondere der Verzehr von Obst und Gemüse, welches ungeschält oder mit nicht abgekochtem Wasser gewaschen worden ist, sollte tunlichst unterlassen werden. Auch hier gilt die Regel Fleisch oder Fisch ausreichend lang zu garen, um auch hier mögliche Viren abzutöten. Vorsicht ist vor allem bei Straßenständen geboten. Verzichten Sie, wenn möglich, darauf an solchen Imbissständen Fleisch oder Fisch zu verzehren. Achten Sie des weiteren unbedingt darauf Trinkwasser lediglich aus versiegelten Flaschen zu trinken. Schließlich könnte das Leitungswasser mit Fäkalien, die als Überträger des HEV gelten können, verunreinigt sein. Es ist daran zu denken, dass es hierbei nicht nur um Leitungswasser unmittelbar aus dem Wasserhahn geht. Auch Eiswürfel können, geschmolzen im Getränk, den HEV in den menschlichen Organismus bringen. Auf diese ist unbedingt zu verzichten. Egal ob Trinkwasser aus dem Hahn oder Wasser, das zu Eiswürfeln verarbeitet werden soll. Kochen Sie in Risikogebieten stets das Wasser ab, um eine Kontamination auszuschließen.
Ein Impfstoff gegen Hepatitis E ist in Deutschland noch nicht verfügbar. Global betrachtet ist China das einzige Land, das einen Impfstoff gegen Hepatitis E nutzt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit bis ein weltweiter Impfschutz zur Vorbeugung von Hepatitis E verfügbar ist.

Es ist festzuhalten, dass es einige Verhaltensweisen gibt, die zu beachten sind, um eine Infektion mit dem Hepatitis E Virus vorzubeugen. Allerdings sollte man sich auch vor Augen führen, dass ein hundertprozentiger Schutz nicht gewährleistet werden kann.


Prognose zur Heilung

Die Prognosen bei einer Erkrankung mit Hepatitis E sind im Vergleich zu den anderen Typen der Leberentzündung positiv. Dies liegt daran, dass der Übergang in einen Zustand der chronischen Leberentzündung im Gegensatz zu anderen Typen nicht möglich ist. Folglich kann es bei einer Erkrankung mit Hepatitis nicht zu einer Leberzirrhose kommen. Auch die Beschwerden sind relativ schwach, sodass ein Leiden des Patienten typischerweise nicht vorliegt. In 98% der Krankheitsfälle kommt es dazu, dass die Leberentzündung von allein abheilt. Damit sind die Heilungschancen außerordentlich hoch. Auch Folgeschäden der Krankheit sind außerordentlich selten.

Verläuft die Krankheit ausnahmsweise schwer, kann sie in eine fulminante Hepatitis umschlagen und den Patienten in eine Leberzirrhose führen. Eine Organtransplantation kann die Folge sein. Problematisch ist dies vor allem bei Patienten, die bereits an einer chronischen Lebererkrankung leiden, und schwangeren Frauen. Bei diesen Personengruppen kann es bis hin zum Tod führen. Schwangere Frauen, die im letzten Drittel der Zeit der Schwangerschaft an Hepatitis E erkranken, haben ein Risiko von 20 Prozent an der Leberentzündung zu sterben. Sollte das nicht eintreten, bestehen noch andere Risiken. Beispielsweise ist auch eine Früh- oder Fehlgeburt möglich.


Unterschiede zu anderen Hepatitis Typen

Derzeit sind weltweit fünf verschiedene Typen einer Leberentzündung bekannt. Doch wie unterscheiden sich die einzelnen Typen untereinander? Weisen sie gar Ähnlichkeiten zueinander auf?

Hepatitis A

Die Symptome einer Hepatitis A ähneln denen einer Hepatitis E sehr. Eine Ansteckung mit einer Leberentzündung des Typs A geht fokal-oral von statten. Das bedeutet im speziellen, dass die Infektion im Rahmen einer Schmierinfektion stattfindet. Die Inkubationszeit bei Typ A Hepatitis fällt ziemlich unterschiedlich aus. Sie kann von 2 bis zu 7 Wochen reichen. Ein schwerer Verlauf ist bei der Hepatitis A eher unwahrscheinlich. Bei weniger als zwei Prozent der Fälle kann es zu einem schwerwiegenden Verlauf kommen. Auch ein chronischer Verlauf der Erkrankung ist nicht möglich. Im Gegensatz zu Hepatitis E ist eine Vorsorge durch eine Impfung möglich.

Hepatitis B

Eine Ansteckung mit einer Leberentzündung des Typs B ist durch Geschlechtsverkehr, Speichel, Kontakt mit Blut oder Blutprodukten und durch eine Geburt möglich. Bei letzterer übertragt die Mutter die Hepatitis B auf ihr Kind. Die Inkubationszeit ist relativ unbestimmt und mit abstammt die längste unter den Typen der Leberentzündungen. Es können sechs Wochen bis sieben Monate zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome vergehen. Die Gefahr eines schweren Verlaufs ist geringer als bei der Hepatitis A. Lediglich bei 0,1 bis 0,5 % der Erkrankten kommt es zu einem schweren Verlauf der Krankheit. Die Hepatitis B kann einen chronischen Verlauf nehmen. Hierbei liegt die Wahrscheinlichkeit des Eintritts in einen chronischen Zustand der Leberentzündung des Typs B bei Erwachsenen bei etwa 5-10 % und bei Neugeborenen bei 90 %. Eine Vorbeugung mithilfe einer Impfung ist auch bei Hepatitis B möglich.

Hepatitis C

Wie auch die Hepatitis des Typs B, kann die Hepatitis C über Geschlechtsverkehr, Blut und durch Geburt übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt sechs bis 10 Wochen. Ein schwerer Verlauf der Krankheit ist äußerst selten und kommt so gut wie nie vor. Allerdings besteht eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 85 %, dass die Krankheit in einen chronischen Zustand umschlägt. Leider ist eine Vorbeugung durch eine Impfdosis bei Hepatitis C noch nicht möglich.

Hepatitis D

Die Leberentzündung vom Typ D kann durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, Blutprodukte und die Geburt übertragen werden. Zwischen Ansteckung und ersten Symptomen können hierbei fünf bis zehn Wochen vergehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein schwerer Verlauf der Leberentzündung stattfindet, ist davon abhängig, ob eine Konfektion oder gar eine Superinfektion vorliegt. Erstere bedeutet, dass der Infizierte sich gleichzeitig mit Hepatitis B infiziert hat und weitere heißt, dass der Betroffene bereits an Hepatitis B erkrankt war und sich zusätzlich dazu mit Hepatitis D angesteckt hat. Bei einer Konfektion verlaufen ein bis zwei Prozent der Fälle schwer. Eine Superinfektion hingegen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden Krankheitsverlaufs auf bis zu 50 %. Liegt eine Superinfektion vor, besteht außerdem eine 70 bis 90 prozentige Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Krankheit in eine chronische Erkrankung. Eine Impfung, die Hepatitis B vorbeugt, schützt auch vor einer Infektion mit Hepatitis D.


Alternative Behandlungsmethoden

Es stellt sich die Frage, ob es alternative Methoden der Behandlung einer Hepatitis E gibt. Beliebt sind die alternativen Behandlungsmethoden vor allem, weil sie normalerweise keine belastenden Nebenwirkungen für den Patienten bedeuten. Das alles beherrschende Ziel ist, die Selbstheilungskräfte des Patienten wiederherzustellen, damit der Organismus den Virus bekämpfen kann. Während der Therapie ist eine ausrechende Versorgung des Patienten mit allen wichtigen Vitaminenund Spurenelementen erforderlich, um das Immunsystem bestmöglich zu stärken. Es gibt zusätzlich zu den allgemeinen Stärkungen der menschlichen Abwehrkräfte noch drei weitere Behandlungsmethoden, die gerne parallel dazu angewendet werden.

Behandlung mit Ozon-Eigenblut

Zum einen kann der Patient mit einer sogenannten Ozon-Eigenblut Methode behandelt werden.
Hierbei wird dem Patienten etwas Eigenblut entnommen, welches mit Ozon versetzt wird. Anschließend wieder es dem Erkrankten wieder zurüCK in den Organismus reinfundiert. Da hierbei eine Art „Blutwäsche“ stattfindet, hat die Behandlung positive Auswirkungen auf den Organismus. Die roten Blutkörperchen verbessern ihre Eigenschaften Sauerstoff binden zu können. Hieraus folgt die Verbesserung der Durchblutung aus die daraus resultierende Stärkung des Immunsystems. Außerdem werden hierdurch antioxidative Prozesse des Körpers gestärkt.

Behandlung mit Shiatsu

Bei Shiatsu, welches ins Deutsche übersetzt „Fingerdruck“ bedeutet, handelt es sich um eine aus Japan stammende Körpertherapie. Sie basiert auf der traditionellen Massage „Tuina“, die in China entwickelt wurde. Shiatsu setzt sich aus verschiedensten einzelnen japanischen Behandlungsmethoden, die eine energetische Körperarbeit mit manuellen Anwendungen in Form einer Massage kombinieren, zusammen. Entgegen weiterverbreiteter Meinungen handelt es sich bei Shiatsu nicht nur um Massagen mit den Händen. Der Masseur nutzt zur Berührung des Patienten seinen kompletten Körper. Hierbei macht der Masseur sich primär sein eigenes Körpergewicht zunutze. Durch Einsatz des ganzen Körpers wird eine Verbindung zwischen dem Therapeuten und dem Patienten hergestellt. Dadurch sollen Blockaden der Körperenergie gelöst und die körpereigene Kraft in Form des „Qi“ beim Patienten gestärkt werden.

Behandlung mit traditioneller chinesischer Medizin

Die traditionelle Medizin setzt bei Leberbeschwerden nicht auf Medikamente, sondern, ähnlich wie das Shiatsu, auf die Stärkung der Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus durch manuelle Behandlung. Die soll die Leber dann von Grund auf stärken.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Verzicht auf Alkohol
  • Gesunde, fettarme Ernährung
  • Verzicht auf Medikamente (wenn möglich)
  • Immunstärkung durch Sport
  • Bettruhe
  • Feuchtwarme Auflagen

Spezielle Hausmittel gibt es bei einer Erkrankung mit Hepatitis E nicht. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass leberstärkende Maßnahmen durchgeführt werden sollten. Hierbei gilt in aller erster Linie, dass der Patient unbedingt auf das Trinken von Alkohol verzichten sollte. Schließlich bedeutet dieser für Leber eine schwächende Wirkung, da ein Entgiftungsprozess in selbiger von statten gehen muss, wenn Alkohol konsumiert wird. Des weiteren ist der Verzehr von fettigen Nahrungsmitteln zu unterlassen. Bestenfalls sollte eine leberschonende Diät eingehalten werden, die auf fettarme Lebensmittel und viel Obst und Gemüse setzt. Besonders wichtig ist der Ersatz tierischer Fette durch pflanzliche Fette. Auch hochwertiges Eiweiß und Fisch sollten auf dem Speiseplan stehen.

Zur Vorbeugung einer Hepatitis E ist Sport stets von Vorteil, da dieser das Immunsystem stärkt. Während einer Leberentzündung hingegen sollten Sie lieber Ihren Körper schonen.

Neben den Nahrungsmitteln und Getränken ist auch auf die Einnahme von Medikamenten zu achten. Vor allem starke Schmerzmittel können die Leber stark schädigen. Ist es möglich auf die Medikamente zu verzichten, sollte dies tunlichst eingehalten werden.

Wie bei Magenbeschwerden, hilft es auch bei Schmerzen im Leberbereich dieser Stelle Wärme zuzuführen. Mithilfe eines feuchtwarmen Tuchs gelangt die Wärme möglichst schnell und direkt in den Bereich der Leber. Die Durchblutung wird stark angeregt und dadurch der Stoffwechsel der Leber unterstützt. Bestenfalls nutzen Sie einen Heublumensack, lassen ihn über dampfendem Wasser feucht werden und legen ihn anschließend auf die betroffene Stelle. Vor dem Auflegen sollte aber unbedingt die Temperatur überprüft werden. Schließlich sind zu heiße Auflagen kontraproduktiv, da sie nicht angenehm sind und zu Verbrennungen führen können.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Mariendistelsamen
  • Artischockenblätter
  • Sojaphospholipide

Einige Naturheilkundler schwören auf die Wirksamkeit von Mariendistelsamen. Ursprünglich war die Mariendistel lediglich in Südeuropa zu finden. Inzwischen ist die Pflanze allerdings auch gelegentlich in deutschen Breitengraden zu finden. Die auffälligen, weißen Punkte auf den grünen Blättern in Kombination mit den lilafarbenen Blüten machen die Pflanze optisch sehr auffällig. Die Wirksamkeit der Mariendistel gegen Leberschäden ist seit langer Zeit bekannt. Dies wurde vor einigen Jahren im Rahmen einer klinischen Studie nachgewiesen. Die Symptome werden gelindert, verzögert und gehen teilweise sogar zurück. Vor allem die Tatsache, dass keinerlei Nebenwirkungen auftreten, ist als positiver Nebeneffekt anzusehen. In Form einer Kur werden die Samen zwei Wochen pro Monat eingenommen.

Die Artischocke ist ein wirklicher Alleskönner. Nicht nur die Stärkung des Herz Kreislauf Systems, sondern auch die verdauungsfördernde Wirkung auf den Organismus ist inzwischen bekannt geworden. Hierbei kommt der Artischocke eine entgiftende Wirkung zu, die die Leber schonend unterstützt. Die Funktion der Leber wird angeregt. Eine Einnahme kann in Form von Kapseln oder Tee stattfinden. Bei einer Leberentzündung wird bestenfalls ein Tee aus Artischockenblättern konsumiert. Hierfür wird empfohlen die Blätter mit 80-90 Grad heißem Wasser zu übergießen und diesen Tee täglich einmal zu konsumieren.

In der Industrie wird Sojalezithin vor allem dafür genutzt Fett zu lösen. Diese Eigenschaften machte sich auch die Medizin zunutze. In diversen Studien wurde herausgefunden, dass eine Einnahme sich positiv auf die Leber auswirkt. Die Entgiftung und die Lösung des Fetts von fettreichen Lebensmitteln werden stark unterstützt und die Leber dadurch geschont. Sojalezithin wird in Form von Präparaten konsumiert. Hierbei sollte die Dosierung mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Ätherische Öle

 

  • Öl der Edeltanne
  • Öl der Fichte

Das Einreiben ätherischer Öle kann bei Leberbeschwerden helfen. In aller erster Linie sorgen die Öle für eine Linderung der Beschwerden wie Schmerzen in der Lebergegend. Bestenfalls versetzt man das dampfende Wasser mit dessen Hilfe man eine wärmende Auflage bereitet (siehe oben) mit ein paar Tropfen ätherischer Öle und legt die Auflage anschließend auf. Hierbei greift der Patient bestenfalls zu Ölen der Edeltanne oder der Fichte.

Homöopathie & Globuli

 

  • Schöllkraut
  • Chinarindenbaum
  • Magnesiumcarbonat
  • Magnesiumchlorid

Schöllkraut ist ein häufig genutztes Mittel im Kampf gegen Magen Darm Beschwerden. Doch auch bei Lebererkrankungen ist es möglich die Schmerzen zu lindern. Schöllkraut sorgt dafür Stechen im Bereich der Leber zu lindern.

Chinarindenbaum wird genutzt, wenn der Patient häufig mit Blähungen und Aufstoßen zu kämpfen hat. Doch auch eine Unterstützung der Leberaktivität wird dem Chinarindenbaum mittlerweile beigemessen.

Viele Patienten sprechen bei Leberbeschwerden von Schmerzen an der rechten Schulter. Die Schmerzen, die aus einer zu großen Leberbelastung resultieren werden durch durch Magnesiumcarbonat gelindert.

Magnesiumchlorid regt erwiesenermaßen die Lebertätigkeit an. Dadurch wird die Übelkeit, die mit einer harten und vergrößerten Leber einhergeht, stark gelindert.

Schüssler-Salze

 

Viele Ärzte raten dem Erkrankten dazu Natriumsulfat als Schüssler-Salz zu sich zu nehmen. Vor allem wenn die Leber des Patienten sehr berührungsempfindlich ist sollen die Salze helfen. Doch auch ein Stechen, welches viele Erkrankte beim Einatmen verspüren wird gelindert und damit erträglicher für den Patienten. Das Lösen von Schmerzen sorgt dafür, dass der Patient sich nicht verkrampft und die Leber damit entspannt wird. Auch der Durchfall, der bei vielen Patienten entsteht wird durch die Salze gelindert und wieder fester. Auch die Entgiftungsfunktion der Leber wird unterstützt und angeregt. Schließlich werden überflüssige Giftstoffe vom Natriumsulfat gebunden und ausgeschieden

Diät & Ernährung

 

Eine spezielle Diät erfordert eine Leberentzündung des Typs E nicht. Der Arzt wird dem Erkrankten eine gesunde Ernährung ans Herz legen. Vor allem abwechslungsreiches, fettarmes Essen ist äußerst wichtig. Am besten ist es, wenn der Patient viel Obst, Gemüse und Meeresfrüchte zu sich nimmt.

Doch auch ein Verzicht auf bestimmte Genussmittel ist sehr wichtig. Der Erkrankte sollte keinesfalls auch nur einen Tropfen Alkohol zu sich nehmen. Die Entgiftung des Körpers von kleinsten Mengen von Alkohol, schädigt die ohnehin geschwächte Leber noch weiter. Doch auch auf das Rauchen sollte unbedingt verzichtet werden. Das Nikotin schädigt die Leber ebenfalls.

Zusätzlich zu der gesunden Ernährung, können Nahrungsergänzungsmittel helfen. Diese versorgen den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, die dafür sorgen das Immunsystem und damit einhergehend die Selbstheilungskräfte des menschlichen Organismus zu stärken. Bei Lebererkrankten ist häufig ein außerordentlich niedriger Spiegel an Mineralstoffen (Zink, Selen) festzustellen. Doch auch Vitamine, die für das Lösen von Fett zuständig sind (Vitamin A, D, E, K), sind von höchster Wichtigkeit für die Genesung eines Patienten mit Leberentzündung.

Es ist sehr wichtig, dass jede Änderung der Ernährung mit dem Arzt abgesprochen wird. Vor allem die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte zunächst mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.


FAQ – Fragen & Antworten

 

Woran erkenne ich, dass ich Hepatitis E habe?

Viele Symptome gleichen denen einer Grippe oder einer normalen Magen Darm Erkrankung. Allerdings gibt es Symptome, die eindeutig auf eine Lebererkrankung hinweisen. Vor allem bei starken Leberschmerzen sollte dringend ein Arzt konsultiert werden. Spätestens wenn eine Gelbfärbung der Haut oder der Augen einsetzt, sollte gehandelt werden und so schnell wie möglich ein Arzt aufgesucht werden. Insbesondere bei schwangeren Frauen oder Personen mit einem schwachen Immunsystem ist dies außerordentlich wichtig.

Wie schütze ich mich vor Hepatitis E?

Im Gegensatz zu anderen Formen der Leberentzündung ist eine Ansteckung durch Geschlechtsverkehr nicht möglich. Allerdings gibt es trotzdem einige Verhaltensweisen, die bei Einhaltung, das Risiko einer Infektion deutlich senken können. Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass Fleisch stets durchgegart genossen werden sollte. Dies ist vor allem bei Schweinefleisch und Fleisch von Wildtieren der Fall. Schließlich ist der HEV häufig in diesen Tieren zu finden. Sollten Sie einen Urlaub in einem Risikogebiet planen, gibt es einiges zu beachten. Trinken Sie keinesfalls Wasser aus dem Hahn, welches nicht abgekocht wurde. Bestenfalls sollte lediglich Wasser aus geschlossenes, abgepackten Behältern getrunken werden. Zu beachten ist außerdem, dass auch Eiswürfel häufig aus dem Leitungswasser hergestellt werden. Bestellen Sie Getränke also stets ohne Eiswürfel.

Wie gut sind meine Heilungschancen, wenn ich an Hepatitis E erkranke?

Die Wahrscheinlichkeit von der Hepatitis E geheilt zu werden, ist außerordentlich hoch. Die Mehrzahl der Erkrankten bemerkt nicht einmal, dass sie eine Leberentzündung haben. Des weiteren ist auch ein Eintritt in eine chronische Leberentzündung nicht möglich. Bei schwangeren Frauen besteht ein höheres Risiko. Erkranken diese im letzten Dritter der Schwangerschaft, besteht eine Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Todes von 20 %.

Wieso kann ich mich nicht gegen Hepatitis E impfen lassen?

Ein Impfstoff ist in Deutschland nicht verfügbar und eine Impfung damit nicht möglich. Allgemein ist zu sagen, dass global gesehen lediglich China eine Impfung zur Vorbeugung von Hepatitis E nutzt. Doch auch in China ist dieser Impfstoff erst seit 2012 verfügbar. In Deutschland wird der Impfstoff in naher Zukunft mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch eingeführt werden. Doch zunächst müssen noch diverse Tests durchgeführt werden, um eine restlose Sicherheit über die positive Wirksamkeit zu haben.

In welchen Gebieten muss ich Angst vor einer Infektion haben?

Die Leberentzündung des Typs E kommt vor allem in Zentralamerika, Südostasien, mittleren Osten und Afrika vor. Hält man sich allerdings an die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, muss man auch in gefährdeten Gebieten keine Angst vor einer Infektion mit Hepatitis E haben. Also kochen sie stets Wasser ab bevor Sie es trinken und essen Sie bestenfalls kein Essen von unhygienischen Straßenimbissen.

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