Hiatushernie

Steckbrief: Hiatushernie

  • Name(n): Hiatushernie; Zwerchfellbruch
  • Art der Krankheit: Innere Hernie
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Altertum (ab 1555 v.Chr.)
  • Behandelbar: Behandlung der Symptome
  • Art des Auslösers: Ursachen nicht vollständig geklärt
  • Wieviele Erkrankte: etwa 60% aller Menschen ab 60 Jahren
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Allgemeinchirurg; Gastroenterologe; Lungenspezialist (Pulmologe)
  • ICD-10 Code(s): K44.

Der Zwerchfellbruch

Die meisten Krankheiten machen sich direkt durch ein oder mehrere Symptome negativ bemerkbar und lassen sich dementsprechend diagnostizieren und therapieren.

Darüber hinaus gibt es jedoch eine ganze Reihe an Krankheiten, welche zwar ausbrechen, für den Patienten jedoch unter Umständen keine Nachteile mit sich bringen und zum Teil gar nicht entdeckt werden.

Auch bei der sogenannten Hiatushernie handelt es sich um eine Erkrankung, welche in vielen Fällen keine Probleme verursacht und bei Betroffenen daher unentdeckt bleibt.

Definition Hiatushernie

Umgangssprachlich wird die Hiatushernie auch ALS Zwerchfellbruch bezeichnet und gehört in die Klasse der Zwerchfellhernien. In diesem Fall dringen Teile des Magens in den Brustraum ein, hier ist eine Lücke im Zwerchfell dafür verantwortlich.

Die Hiatushernie ist eine spezielle Form der Hernie. Eine Hernie ist ein Bruch, insbesondere der Bruch im Bereich der Eingeweide. Treten diese Eingeweide in einer krankhaften Ausstülpung des äußeren Bauchfells aus, handelt es sich um eine Hernie.

Ist die Bauchdecke oder die innere Begrenzung der Bauchhöhle lückenhaft, kann sich eine solche Hernie ausbilden. Neben der Hiatushernie sind Leistenhernien oder Schenkelhernien die bekanntesten Formen.

Was ist Hiatushernie?

Alle Formen einer Hernie beruhen darauf, dass in den tragenden Schichten der Bauchdecke oder in der Begrenzung der Bauchhöhle nach innen hin eine Lücke entstanden ist. Solche Lücken sind ganz häufig ohne Nachteile für den Patienten, sind diese jedoch vergrößert, kann dies zu Problemen führen. Durch eine solche Lücke können Eingeweide oder Teile der Organe nach außen treten und so eine krankhafte Ausstülpung verursachen. Solche Bruchlücken können in der Bauchdecke auftreten, ebenso in der Leistenbeuge oder im Beckenboden. Im Falle der Hiatushernie ist diese Lücke im Bereich der Zwerchfells zu finden, sodass eine Hiatushernie auch als Zwerchfellbruch bezeichnet wird.

Im speziellen Fall des Zwerchfellbruchs kommt es zu einem Durchbruch des Magens in besagter Bruchlücke. Teile des Magens treten durch diese Lücke, wobei diese in dem Bereich zu finden ist, wo die Speiseröhre in den Bauchraum (Hiatus oesophageus) eintritt. Wenn Teile des oberen Magens in den Brustraum eingetreten sind, dann kann das Zwerchfell die Speiseröhre nicht mehr gänzlich verschließen. In der Folge fließt Magensäure zurüCK, hier spricht man von Reflux (Rückfluss). Typische Symptome für einen solchen Reflux sind Sodbrennen oder Aufstoßen. Diese Form der Hiatushernie (axiale Hiatushernie) stellt die häufigste Form dar und tritt in 90 bis 95 % aller Fälle ein.

Generell bleiben Hiatushernien meist unentdeckt, da sie keine Probleme und Beschwerden beim Patienten verursachen. Unter Umständen kann aber bei schwerwiegenden Symptomen eine spezielle Behandlung notwendig werden, in besonders schweren Fällen auch eine chirurgische Operation mit dem Ziel die Bruchlücke zu verkleinern und den Magen in die richtige Position zu bringen.


Welche Ursachen gibt es?

Ähnlich wie bei einem Bauchwandbruch entsteht eine Hiatushernie dadurch, dass sich eine im Körper ganz normale Lücke durch bestimmte Umstände vergrößert. Solche Spalten und Lücken sind generell notwendig, damit anatomisch wichtige Strukturen durch den Körper gelangen. Im Falle der Hiatushernie muss man jedoch sagen, dass die Medizin die Ursachen noch nicht grundlegend und vollständig geklärt hat.

In erster Linie beruht beim Zwerchfellbruch die Annahme, dass durch bestimmte Dinge Druck auf den Bauch ausgeübt wird. Wird das Zwerchfell als großer kuppelförmiger Muskel beschädigt bzw. verliert er an Haltbarkeit, dann kann eine Hiatushernie auftreten. Gründe für die Ermüdung oder andere Schwächungen des Muskelgewebes rund um die Öffnung der Speiseröhre zum Magen können sowohl direkte Verletzungen des Zwerchfells sein, aber auch anatomische Ursachen wie zum Beispiel einen zu großen Hiatus haben.

Darüber hinaus können andere Ursachen wie ein zu starker Druck auf das Zwerchfell durch Übergewicht oder Verstopfung zu einer Hiatushernie führen. Bei starkem Husten kann ein solcher Druck ebenso ausgeübt werden, wie auch bei starkem Erbrechen oder einer zu starken Anstrengung beim Stuhlgang. Das Heben von schweren Gegenständen kann eine weitere Ursache darstellen, zumal auch Schwangerschaften ein erhöhtes Risiko für die Hiatushernie mitbringen können.

Generell spielt das Bindegewebe eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer Hiatushernie. Da eine solche Schwäche meist mit fortgeschrittenem Alter entstehen, geht die Medizin davon aus, dass der natürliche Verschleiß des Bindegewebes eine Rolle spielt. Der Prozess der Alterung des Bindegewebes ist dabei ganz individuell zu betrachten, dieser kann je nach Veranlagung von Mensch zu Mensch stark variieren. Personen die unter einer Bindegewebsschwäche leiden, sind einem höheren Risiko ausgesetzt einen Zwerchfellbruch zu bekommen.

Die wichtigsten Ursachen einer Hiatushernie

  • erhöhter Druck auf das Zwerchfell
  • Übergewicht
  • Verstopfungen bzw. zu große Anstrengung beim Stuhlgang
  • starker Husten
  • starkes Erbrechen
  • Schwangerschaften
  • Heben von schweren Gegenständen
  • Verschleiß des Bindegewebes

Symptome & Anzeichen

Grundlegend kann man davon ausgehen, dass bei den meisten Hiatushernien keine Symptome auftreten und der Patient ohne Einschränkungen leben kann. Der Zwerchfellbruch wird häufig nur durch eine zufällige Untersuchung entdeckt, dies kann zum Beispiel bei einer Magenspiegelung oder bei Röntgenaufnahmen von Bauch und Brust der Fall sein.

Da sich die Hiatushernie in zwei Formen unterscheiden lässt, hängt die Art der Symptome auch davon ab, unter welcher dieser Formen der Patient leidet. Bei jeder dieser Arten der Hiatushernie sind unterschiedliche Strukturen beteiligt, dementsprechend können die Beschwerden unterschiedlicher Natur sein.

Axiale Gleithernie

Die axiale Hernie ist die häufigste Form der Hernien, der auch Gleitbruch genannte Zwerchfellbruch wird dabei nur ein sehr geringer Krankheitswert beigemessen. Menschen die an einer solchen axialen Gleithernie erkranken, merken dies in der Regel erst gar nicht. Typische Symptome für einen solchen Zwergfellbruch können auch auf ganz andere Ursachen zurückgeführt werden und treten zum Beispiel auch bei der Refluxkrankheit auf.

  • Sodbrennen
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Aufstoßen
  • Wiederaufstoßen von Essensresten ohne Erbrechen

Paraösophageale Hernie

Diese Form der Hernie kann in unterschiedlichen Stadien verlaufen und je nach Fortschritt der Krankheit verschiedene Symptome auslösen.

  • Asymptomatisches StadiumIn diesem Stadium verursacht die paraösophageale Hernie keine Beschwerden beim Patienten.
  • Unkompliziertes StadiumWie bei der axialen Hernie ist auch hier Aufstoßen ein typisches Symptom, wobei gerade nach dem Essen ein drückendes Gefühl in der Herzgegend als weiteres Anzeichen hinzukommen kann.
  • Stadium mit KomplikationenDie paraösophageale Hernie kann im weiteren Verlauf zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Solche Komplikationen können Blutungen, Einklemmungen, ein Magengeschwür (Ulcus) oder auch ein Magenwanddurchbruch (perforation) sein. Symptome die auf solche Komplikationen hindeuten können sind Magenschmerzen, Schmerzen im Oberbauch und in der Brust, aber auch Hautblässe, Herzklopfen und Schwäche im Falle einer chronischen Blutarmut. Akute Blutungen sind im Stadium mit Komplikationen ebenso möglich, lebensbedrohlich ist die paraösophageale Hernie aber nur in sehr seltenen Fällen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

In nur wenigen Fällen wird eine Hiatushernie direkt diagnostiziert bzw. erkannt. Hinsichtlich der Symptome ist der Zwerchfellbruch meist nicht direkt erkennbar, von außen nicht sichtbar und er verursacht in den meisten Fällen selbst keine Beschwerden. Die Entdeckung einer Hiatushernie ist daher in vielen Fällen eher zufällig Natur und geht einher mit verschiedenen Untersuchungen. In der Regel kommen bei der Diagnose des Zwerchfellbruchs zwei Verfahren zum Zug:

  • RöntgenBeim Röntgen bzw. dem Röntgenbreischluck kommt es zu einer Untersuchung im Bereich des Oberbauches. Dem Patienten wird ein Kontrastmittel verabreicht. Damit dieses ausreichend sichtbar ist und sich auch im oberen Magenbereich verteilen kann, findet die Untersuchung mit nach unten gerichteten Kopf und angespannter Bauchmuskulatur statt.
  • EndoskopieDer Zwerchfellbruch lässt sich mit mit Hilfe einer Magenspiegelung, der sogenannten Endoskopie diagnostizieren. Die direkte Betrachtung von Speiseröhre, Zwölffingerdarm und Magen kann dank einem flexiblen Rohr mit Kamera erfolgen, dieses wird durch den Mund eingeführt. Damit es möglichst angenehm für den Patienten bleibt, kommt in den meisten Fällen ein wirksames Beruhigungsmittel zum Einsatz.

Meistens kommen Patienten mit Beschwerden im Oberbauch oder Sodbrennen zum Arzt. Um den Gründen für diese Beschwerden auf den Grund zu Gehen, veranlasst der Arzt typischerweise oben genannte Untersuchungen. Auch wenn es beim Patienten zu Schmerzen in der Brust kommt, er unter Kurzatmigkeit leidet, Schluckbeschwerden hat oder Herzklopfen, können dies Symptome für eine Hiatushernie sein und anschließend zur Diagnose des Zwerchfellbruchs führen.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es in der Regel zu keinen Beschwerden, in Ausnahmefällen ist jedoch eine Operation notwendig. Nach einem solchen Eingriff kann es in seltenen Fällen zu Schluckbeschwerden kommen, die Beschwerden gehen jedoch nach der OP vollständig zurück.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Bei der Hiatushernie handelt es sich um eine Form der inneren Hernien, welche in der Regel keine Beschwerden bei betroffenen Menschen verursacht. Da die Entdeckung eines Zwerchfellbruchs in der Mehrzahl der Fälle daher eher zufällig stattfindet und bei einem großen Anteil der Menschen mit Hiatushernie diese gar nicht diagnostiziert wird, ist eine Aussage zur Häufigkeit nur schwer zu treffen.

Ohne Zweifel ist die Hiatushernie jedoch die häufigste Form der inneren Hernie. Betroffen von solchen Brüchen sind vor allem ältere Personen und die Wahrscheinlichkeit einen Zwerchfellbruch zu bekommen steigt mit fortschreitendem Alter. Zudem gibt es bestimmte Risikofaktoren wie Übergewicht, welche natürliche Lücken verschlimmern und so einem Zwerchfellbruch entgegen kommen können.

Die Medizin geht darüber hinaus davon aus, dass Männer stärker betroffen sind als Frauen, häufiger an einer Hiatushernie erkranken. Bei Personen ab dem 50. Lebensjahr liegt das Verhältnis von Mann und Frau bei 2:1.


Komplikationen bei der Krankheit

Auch wenn der Zwerchfellbruch in den meisten Fällen mit keinerlei oder nur geringfügigen Schmerzen einhergeht, ist ein ungünstiger Verlauf nicht ausgeschlossen. Treten Komplikationen auf, kann dies für den Patienten schwerwiegende Folgen haben. Generell kann man hier eine Unterscheidung in axiale Gleithernie und paraösophageale Hernie vornehmen.

Bei der axialen Gleithernie kommt es zu einem Rückfluss der Magensäure, welche auch verantwortlich für das häufige Symptom des Sodbrennens ist. Durch diesen Rückfluss kann es zu Komplikationen in Form von Geschwüren kommen. Diese Geschwüre bilden sich an der Schleimhaut der Speiseröhre aus und können in seltenen Fällen Blutungen verursachen. Auch beim Schlafen kann es zu Komplikationen im Falle des Gleitbruches kommen. Liegt ein betroffener Patient horizontal, dann kann durch diese Lage der Mageninhalt die Speiseröhre hinauf fließen. Dies führt zur sogenannten Aspiration, dem Einatmen von Mageninhalt. Auch Heiserkeit und eine Verstärkung von Asthma sind hier anschließende Beschwerden.

Vor allem die paraösophageale Hernie kann bei schwerem Verlauf eine Reihe an gefährlichen Komplikationen mit sich bringen. Wenn sich der Magen im Brustraum verdreht kann Nahrung zum Beispiel nicht mehr weitertransportiert werden, da die Lücke im Zwerchfell generell schon eng ist. In einem solchen Fall spricht man von einer Passagestörung mit möglichen Schluckbeschwerden oder einem Erbrechen am Morgen. Darüber hinaus sind es Veränderungen an der Schleimhaut, sogenannte Erosionen, ebenso wie Geschwüre welche zu starken Komplikationen führen können. Geschwüre durch einen eingeklemmten Magen führen in vielen Fällen zu Blutungen, welche unbemerkt zu einer chronischen Blutarmut führen. Massive Blutungen in Magen und Darm sind jedoch sofort zu behandeln, in besonders akuten Fällen kommt es zur Perforation, einem Durchbruch der Magenwand. Aggressiver Mageninhalt stellt dann eine Gefahr für andere Organe dar, sodass ein Durchbruch sofort operativ behandelt werden muss.

Wenn Teile des Magens im Verlauf einer Hiatushernie derart eingeklemmt sind, dass das Gewebe nicht mehr richtig durchblutet wird, spricht der Mediziner von einer Inkarzeration. Der Patient merkt eine solche Einklemmung in der Regel durch Schmerzen in der Brust. Wird dies nicht sofort operiert, dann stirbt das Gewebe ab und ein Durchbruch ist die Folge.

Mögliche Komplikationen im Verlaufe einer Hiatushernie in der Übersicht

  • Veränderungen der Schleimhaut
  • Geschwüre bilden sich häufig einhergehend mit Blutungen
  • Passagestörung mit Schluckbeschwerden und morgendlichem Erbrechen
  • unbemerkte Geschwüre und Blutungen können zu chronischen Blutarmut führen
  • direkte Magen-Darm-Blutung durch Geschwüre
  • Geschwüre können zum Durchbruch der Magenwand führen
  • Eingeklemmtes Gewebe einhergehend mit akutem Brustschmerz

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Hiatushernie ist eine Krankheit die der Betroffene in der Regel gar nicht merkt. Ist dies der Fall und es treten keine Symptome auf, dann ist auch ein Arztbesuch nicht notwendig. Sind die Symptome und Beschwerden jedoch über einen längeren Zeitraum aufgetreten, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Gleiches gilt für akute Beschwerden, welche auf einen Zwerchfellbruch hindeuten könnten.

In der Regel ist es zunächst der Hausarzt der aufgesucht wird bei einfachen Beschwerden wie dem Sodbrennen. Dieser führt eine Anamnese durch um die Ursachen der Beschwerden herauszufinden. Steht ein Verdacht auf eine Hiatushernie im Raum, dann ist eine Überweisung an den Facharzt für Gastroenterologie (Innere Medizin) oder einen Lungenspezialisten (Pulmologe) der richtige Schritt. Im weiteren Verlauf und bei einer notwendigen Operation ist der zuständige Arzt der Chirurg aus der inneren Medizin.


Behandlungsmethoden & Therapie

Wird ein Zwerchfellbruch zufällig entdeckt, löst aber gleichzeitig keinerlei Beschwerden beim Patienten aus, dann ist eine weitere Behandlung nicht notwendig. In vielen Fällen sind es jedoch die Symptome einer Hiatushernie, welche eine Behandlung notwendig machen. Eine solche Therapie kann in Form von Medikamenten oder Operationen erfolgen.

Bevor Patienten jedoch medikamentös behandelt werden oder sich gar einer Operation unterziehen müssen, ist auch eine Änderung des Lebensstils zur Linderung von Symptomen möglich. Eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Alkohol kann dabei ebenso helfen, wie eine Verteilung kleiner Mahlzeiten über den ganzen Tag. Treten Symptome auf, dann ist eine erhöhte Schlafposition des Kopfes ratsam und nach dem Essen liegende Positionen vermeiden. Auch eine Reduzierung von Übergewicht und Entspannungsmethoden zur Stressreduzierung sind hier denkbare Therapieansätze.

Medikamente die im Falle einer Hiatushernie zum Einsatz kommen sind in erster Linie dafür da eine Linderung der Symptome zu erzielen. Dies können Medikamente zur Neutralisierung der Magensäure sein (Antazida), ebenso wie Medikamente die die Säureproduktion einschränken (H-2-Rezeptor-Blocker) sollen. Ist eine Beschädigung des Gewebes ein Symptom des Zwerchfellbruches, dann kommen Medikamente zur Heilung des Gewebes zum Einsatz.

Wenn Medikamente nicht helfen gegen die Symptome, dann kann eine Operation unter Umständen helfen. Gerade wenn es sich um eine gastroösophageale Hiatushernie handelt, dann wird eine OP empfohlen. Diese soll verhindern dass ein chronischer Reflux eine Beschädigung der Speiseröhre nach sich zieht, welche in besonders schlimmen Fällen zu Speiseröhrenkrebs führen kann.

Therapieverlauf

  1. Ohne Therapie wenn keine Beschwerden vorliegen.
  2. Änderung des Lebensstils zur Linderung der Symptome.
  3. Medikamente zur Linderung der Symptome.
  4. Operation von akuten Fällen und wenn Medikamente nicht helfen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die Entstehung einer Hiatushernie ist nicht unmittelbar erkennbar, von außen ist der Zwerchfellbruch nicht sichtbar. Da ein solcher Bruch durch zu schweres Heben entstehen kann, sollte dieses generell unterlassen werden. Im Falle einer Hiatushernie in Folge einer OP, sind selbstredend keine Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

Die meisten Fälle der Hiatushernie beruhen jedoch auf eine angeborene Störung in der Entwicklung der betroffenen Menschen. Diese macht sich in der Regel in fortgeschrittenem Alter bemerkbar. Ein besonderer Risikofaktor stellt Übergewicht dar, mit entsprechenden Maßnahmen und einer gesunden Ernährung kann diesem vorgebeugt werden. Zudem ist auch viel Bewegung und Sport generell eine geeignete Maßnahme einem Zwerchfellbruch vorzubeugen. Durch sportliche Betätigung wird die Muskulatur im Bereich des Bauches und des rumpfes gestärkt, sodass diese ihre natürliche Stützfunktion stärken können.


Prognose zur Heilung

In den meisten Fällen ist die Prognose einer Hiatushernie absolut positiv zu sehen. In rund 80 bis 90 Prozent der Fälle handelt es sich um eine harmlose Gleithernie, welche frei von Beschwerden ist. Treten unterschiedliche Symptome wie Sodbrennen, Magenschmerzen oder Schluckbeschwerden lassen sich gut mit Medikamenten behandeln. Mit vorbeugenden Maßnahmen und einem gesunden Lebensstil ist die Prognose umso besser.

Selbst bei notwendigen Operationen im Verlauf eines Zwerchfellbruchs sind es rund 90 Prozent der Patienten die beschwerdefrei weiterleben können. In sehr seltenen Fällen kann ein Zwerchfellbruch bei Neugeborenen auftreten. In einem solchen Fall besteht die Hiatushernie bereits vor der Geburt und die Prognose hängt stark davon ab, inwieweit das Lungenvolumen des Babys eingeschränkt ist. In schweren Fällen eines solchen Zwerchfellbruches bei Neugeborenen, stirbt rund jedes zweite Kind an einer solchen Störung.

Die Zwerchfellbruch-OP

Ist eine medikamentöse Behandlung der Hiatushernie nicht ausreichend und sind die Symptome außergewöhnlich stark, dann ist eine Operation notwendig. Selbst wenn ein Zwerchfellbruch festgestellt wurde und bislang keine Symptome aufgetreten sind, kann unter Umständen eine OP notwendig sein. Gerade schwerwiegende Symptome wie ein eingeschränkter Speisebreitransport, ein verdrehter Magen oder ein eingeklemmter Teil des Magens sollten schnellstmöglich operiert werden.

Bei der Operation verlagert der Chirurg den in die Brusthöhle verlagerten Zwerchfellbruch wieder in die Bauchhöhle zurück. Anschließend ist es notwendig die Lücke einzuengen und per Hiatoplastik eine Stabilisierung der Bruchlücke zu erreichen. Im weiteren Verlauf ist es notwendig den Magenfundus an die linke Unterseite des Zwerchfells zu nähen. Damit der Magen nicht wieder verdrehen kann, wird ein Teil davon an einer Stelle des Zwerchfells (Gastropexie) oder an der vorderen Bauchdecke befestigt.

Eine Operation im Falle eines Zwerchfellbruchs kann auch ausschließlich das Ziel haben, die Refluxkrankheit und den Rückfluss der Magensäure zu heilen. In einem solchen Fall wird der Magenfundus um die Speiseröhre geschlungen und die entstandene Manschette vernäht. Diese sogenannte Fundoplicatio nach Nissen sorgt dafür, dass der Magensaft kaum noch nach oben fließen kann.


Alternative Behandlungsmethoden

Den Zwerchfellbruch zu behandeln ist generell nicht möglich mit Hilfe von Medizin oder alternativen Behandlungsmethoden. Die damit verbundenen Symptome jedoch lassen sich auch mit alternativer Medizin gut behandeln und lindern. Mögliche alternative Behandlungsmethoden werden nachfolgend genauer vorgestellt.

  • Traditionelle Chinesische MedizinIm Bereich der traditionellen chinesischen Medizin gibt es eine ganze Reihe an Behandlungsmethoden die bei einer Hiatushernie in Fragen kommen. Bei Problemen mit der Atmung zum Beispiel sind spezielle Atemtechniken eine gute Wahl zur Linderung. Eine professionelle Bioenergie-Massage kann hier aber ebenso hilfreich sein, wie ein durch die Ernährung positiv beeinflusster Heilungsprozess.
  • AyurvedaAuch die traditionelle indische Heilmethode Ayurveda hat einige Ansatzpunkte zur Heilung bzw. Linderung von Beschwerden im Zusammenhang mit einem Zwerchfellbruch im Angebot. Diese Methoden zielen dabei in erster Linie auf einen gesunden Lebensstil und die Vermeidung von Lebensmitteln und Substanzen welche den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre ab. Aber auch generelle körperstärkende Maßnahmen und Maßnahmen die einen erhöhten Druck im Bauchbereich verhindern gehören in den Bereich der alternativen Behandlung im Ayurveda.
  • AkupunkturDie Akupunktur des Magen-Meridians kann eine Vielzahl an Beschwerden im Körper lindern. Dazu zählen zum Beispiel auch Aufstoßen, Sodbrennen oder andere Magenbeschwerden. Alle diese Symptome können auf eine Hiatushernie zurückführen, sodass die Akupunktur hier ein hilfreiches Mittel sein kann.
  • MassagenDie meisten Symptome einer Hiatushernie lassen sich durch Entspannung und Massage positiv beeinflussen. Durch die Massage wird das Bindegewebe in die Richtung des Lymphflusses gerollt und das Säuredepot im Körper entschlackt. In Kombination mit einer sanften Bauchmassage kann einer Übersäuerung und damit auch Sodbrennen entgegen gewirkt werden.
  • YogaBeschwerden die durch eine Hiatushernie verursacht werden lassen sich auch durch Yoga erfolgreich lindern. Gerade Posen die dabei helfen die Bauchmuskeln und das Zwerchfell zu stärken können eine gute Behandlungsalternative sein.

Welche Hausmittel können helfen?

Vor allem das Sodbrennen als häufigstes Symptom einer Hiatushernie lässt sich mit einer ganzen Reihe an Hausmitteln erfolgreich bekämpfen oder zumindest lindern. Nachfolgend finden Sie eine Reihe an Hausmitteln die im Falle eines Zwerchfellbruchs hilfreich sein können.

  • TrinkenBei leichtem Sodbrennen kann eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken hilfreich sein. So helfen milde Kräutertees oder stilles Wasser dabei die Magensäure von der Speiseröhre zurück in den Magen zu spülen, zumal sie dort zudem ein wenig verdünnt wird. Getränke mit Kohlensäure, Fruchtsäfte, schwarzer Tee oder Kaffee hingegen wird nicht empfohlen, durch enthaltenen Säuren bzw. Koffein wird der Magen zusätzlich gereizt.
  • KartoffelnKartoffeln enthalten Stärke, diese kann überschüssige Magensäure binden und damit Symptome einer Hiatushernie lindern. Entweder in Form von Püree oder als Saft aus rohen Kartoffeln werden Beschwerden am besten reduziert.
  • KaugummiDas Kauen eines Kaugummis führt zu vermehrter Produktion von Speichels. Dieser ist in der Lage die Magensäure abzupuffern und zudem wird so die Selbstreinigung der Speiseröhre angeregt.
  • Hochgelagerte SchlafpositionDurch die richtige Position beim Schlafen lässt sich ein Zwerchfellbruch samt Symptome positiv beeinflussen. Wenn der Oberkörper etwas höher gelagert ist, dann kann die Magensäure nicht so leicht in die Speiseröhre fließen. Ein verstellbarer Lattenrost ist hier zu empfehlen, oder einfach ein zusätzliches Kopfkissen.
  • SelbstmassageEine Selbstmassage des oberen Bauchbereich ist wohltuend bei Symptomen einer Hiatushernie, zumal eine solche Massage die Muskulatur am Bauch stärkt und dabei einem Zwerchfellbruch vorbeugen kann.
  • KleidungAuch die richtige Wahl der Kleidung kann ein geeignetes Hausmittel bei Magenbeschwerden und einer Hiatushernie sein. So können zu enge Hosen oder Gürtel einen verstärkten Druck auf den Magen ausüben und so das Sodbrennen verstärken. Menschen die weite und lockere Kleidung tragen beugen dem Reflux von Magensäure vor.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Bestimmte Heilkräuter und Pflanzen wirken entzündungshemmend und beruhigend auf die Verdauungsorgane und die Magenschleimhaut, helfen damit auch bei Sodbrennen und anderen Beschwerden die mit einer Hiatushernie einhergehen. Diese Heilkräuter sollten zudem schleimbildend und säureregulierend sein. So können zum Beispiel Kamille, Anis, Fenchel, Kümmel, Ingwer oder auch Süßholzwurzel in diesen Fällen hilfreich sein. Die Einnahme kann wahlweise als Tee, aber auch in Form von Tabletten, Tropfen oder in pflanzlichen Extrakten erfolgen.

Darüber hinaus stellt auch die Rotulme eine wirksame Heilpflanze bei Schmerzen die durch einen Zwerchfellbruch entstanden sind dar. Die Ulme ist entzündungshemmend und besitzt eine beruhigende Wirkung, sie verringert die Bildung von Magensäure und lindert damit auch Sodbrennen. Aloe Vera als Klassiker der natürlichen Heilpflanzen hilft ebenso den Darm zu beruhigen und Schmerzen im Bauch zu lindern.

Übersicht hilfreicher Pflanzen bei Symptomen eines Zwerchfellbruchs

  • Kamille
  • Anis
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Ingwer
  • Süßholzwurzel
  • Engelwurz
  • Eibisch
  • Aloe Vera
  • Rotulme
  • Zimt

Ätherische Öle

Ätherische Öle können den gesamten Blutkreislauf des Menschen beeinflussen. Die Aufnahme erfolgt ganz einfach bei Hautkontakt oder durch Einatmen in Blutkreislauf und Gewebe. Innerhalb von Arzneimitteln gelangen ätherische Öle direkt über den Magen-Darm-Trakt in den Körper. Bei Beschwerden im Magenbereich helfen einige ätherische Öle, sie wirken zum Teil krampflösend und wirken gegen Blähungen. Gerade die Öle aus Pflanzen wie Fenchel, Kümmel und Anis sind hier zu empfehlen und sind aufgrund ihrer Wirkstoffe bei einer Hiatushernie die richtige Wahl. Die Aufnahme ist in diesem Fall am einfachsten über frisch gebrühten Tee möglich.

Homöopathie & Globuli

Homöopathische Mittel können bei der Behandlung von Beschwerden die einhergehen mit einer Hiatushernie sehr sinnvoll sein, wobei bei der Behandlung der Symptome in erster Linie eine Verbesserung des Transits des Patienten im Mittelpunkt steht. Welche Mittel dies sind und wie diese anzuwenden sind, wird in der folgenden Übersicht erläutert.

  • Nux vomica C5Dient in erster Linie der Verbesserung des Transport von Nahrung im Körper. Die Einnahme sollte in je einer Dosis vor der Mahlzeit.
  • Nux vomica C10Das Nux vomica C10 hat die gleichen Ziele wie C5, wird jedoch zu je einer Dosis nach dem Essen eingenommen.
  • Ipecacuanha D12Der Saft aus der Brechwurzel kann in Form von Globuli oder Tropfen verabreicht werden. Er hilft bei vielen Arten von Beschwerden, so auch bei Übelkeit und Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt. Die Einnahme erfolgt nach Bedarfsfall und vorzugsweise aufgelöst in Wasser.
  • Argentum nitricum D6/D12Die klassische Dosierung von Argentum nitricum liegt bei zwei bis drei Globuli bei jeder Einnahme, wobei D6 öfter eingenommen wird als D12. Dieses homöopathische Mittel hilft gegen häufiges Aufstoßen und Schmerzen in der Magengegend.
  • Kalium carbonicum D6Die Hauptanwendungsgebiete von Kalium carbonicum umfassen auch den Bereich der Magenbeschwerden. Daher ist dieser homöopathische Wirkstoff eine geeignete Wahl bei Beschwerden rund um den Zwerchfellbruch. Zur sofortigen Hilfe bei solchen Beschwerden wird das Mittel stündlich mit fünf Globulie D6 eingenommen bis eine Verbesserung der Symptome eingetreten ist.

Schüssler-Salze

Eine Reihe an Schüssler-Salzen kommen bei der Behandlung einer Hiatushernie in Frage. Welche dies sind und wie diese anzuwenden sind, erläutert die folgende Übersicht.

  • Nr. 1 Calcium fluoratumDas Calciumfluorid wird typischerweise in der Potenz D12 verabreicht. Es kommt im Körper im Zahnschmelz, in den Knochen, in der Oberhaut und den Sehnen vor. Als Salz des Bindegewebes hat es auch im Bereich der Hiatushernie einen positiven Effekt.
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricumDieses Schüsslersalz kommt vor allem zur Stärkung des Immunsystems und bei Entzündungen zum Einsatz. Auch bei einem Zwerchfellbruch kann das in allen Zellen des Körpers natürliche Eisenphosphat sehr Wirkung erzielen.
  • Nr. 5 Kalium phosphoricumKaliumphosphat kommt natürlicherweise in den Nerven, im Gehirn, den Muskeln und der Blutflüssigkeit im Körper vor. Gerade als Salbe kann es Geschwüren die mit einer Hiatushernie einhergehen genutzt werden.
  • Nr. 8 Natrium chloratumNatriumchlorid oder auch Kochsalz kommt im menschlichen Körper an verschiedenen Stellen vor. Auch im Magen kommt dieses natürlicherweise vor. Die Zugabe des Schüssler-Salzes Nr. 8 kann vor allem auch bei verschiedenen Beschwerden rund um den Magen einen positiven Effekt erzielen.
  • Nr. 9 Natrium phosphoricumEin grundlegendes Problem bei einer Hiatushernie stellt in vielen Fällen verstärktes Sodbrennen dar. Das Schüssler-Salz Nr. 9 kann dabei helfen, Gesundheitsprobleme die durch zu viel Säure im Körper entstanden sind zu lindern.

Die Einnahme der Schüssler-Salze erfolgt in der Regel drei- bis sechsmal täglich, wobei hier jeweils eine bis zwei Tabletten eingenommen werden. Werden mehrere Salze parallel eingenommen, dann reicht eine Tablette je Schüssler-Salz. Bei besonders akuten Fällen kann maximal einen Tag lang auch eine erhöhte Dosis von bis zu 100 Tabletten eingenommen werden.

Diät & Ernährung

Bei der Entstehung eines Zwerchfellbruchs spielt das Thema Ernährung eine wichtige Rolle. Durch einen generell gesunden Lebensstil ist das Risiko einer Hiatushernie geringer als bei ungesunder Ernährung. Gerade Übergewicht stellt einen Risikofaktor dar, welcher oftmals zu einer solchen Erkrankung führen kann. So helfen alle Arten von Diäten die eine langfristige Gewichtsabnahme zum Ziel haben. In Kombination mit ausreichend sportlicher Betätigung wird zudem das Bindegewebe gestärkt und die Muskulatur rund um den Bauch profitiert ebenso davon.

Ernährungstipps zur Vorbeugung und Linderung von Symptomen einer Hiatushernie:

  • Abnehmen bei Übergewicht durch Diäten und Sport
  • Auf Mahlzeiten am späten Abend sollten generell verzichtet werden
  • Verteilung auf mehrere kleine Mahlzeiten am Tag
  • Fettarme Ernährung
  • Vermeidung von säureprovozierenden Speisen und Getränken wie Süßigkeiten, Kaffee und Alkohol

FAQ – Fragen & Antworten

Welche Anzeichen können auf einen Zwerchfellbruch hindeuten?

Die meisten Brüche des Zwerchfells sind nur sehr klein und gehen mit keinerlei Symptomen bei betroffenen Personen einher. Dennoch können bestimmte Anzeichen für eine Hiatushernie auftreten. Am häufigsten tritt hier Sodbrennen in Erscheinung, ist dies besonders unangenehm und dauerhaft, kann dies ein Zeichen für einen Zwerchfellbruch sein. Auch Brennen in der Brust nach deftigen Mahlzeiten, Schluckauf oder Aufstoßen können klassische Symptome eines Zwerchfellbruches sein.

Wann muss eine Hiatushernie operiert werden?

In den meisten Fällen muss ein Zwerchfellbruch nicht operiert werden, zumal er von vielen Patienten aufgrund mangelnden Symptomen für lange Zeit gar nicht erkannt wird. Verlagern sich jedoch Organe im Bauch, führt dies zu unangenehmen Symptomen, gerade wenn der Magen durch den Riss im Zwerchfell eingeklemmt wird. Starkes Sodbrennen und Schwierigkeiten bei der Verdauung sind die Folge. Durch das Sodbrennen kann es zu Entzündungen der Speiseröhre kommen und auch steigt so das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Hilft eine konservative Therapie durch Medikamente der Schulmedizin, durch einen optimierten Lebensstil oder Alternative Medizin nicht, ist eine Operation notwendig. Auch in akuten Fällen die mit Blutungen oder anderen Problemen einhergehen ist eine Operation unausweichlich.

Geht eine Hiatushernie von selbst zurück?

Generell ist der Zwerchfellbruch nicht heilbar und geht daher auch nicht von selbst zurück. Auch kann mit Hilfe einer konservativen Therapie keine Besserung auf den Bruch an sich erzielt werden. Von alleine zurückbilden kann sich eine Lücke im Zwerchfell nicht, unter Umständen lässt sich diese bei Beschwerden jedoch operativ verschließen. Die Symptome wie Sodbrennen zum Beispiel lassen sich jedoch gut behandeln, sodass diese bei einer Nahrungsumstellung durchaus auch von alleine zurückgehen können.

Darf man mit einer Hiatushernie weiterhin Sport treiben?

Nach einem Zwerchfellbruch weiter Sport treiben ist prinzipiell möglich, jedoch hängt eine weitere Ausführung davon ab, um welchen Sport es sich handelt. Sportarten die keinen Druck auf den Bauchraum ausüben, können weiterhin problemlos ausgeführt werden. Fahrradfahren, Schwimmen oder Joggen sind passende Beispiele. Sind die Beschwerden durch die Hiatushernie nur gering und nur gelegentliches Sodbrennen als Symptom tritt auf, dann ist auch leichtes Bauchmuskeltraining denkbar. Eine starke Beanspruchung der Bauchmuskulatur sollte bei diagnostiziertem Zwerchfellbruch jedoch gemieden werden, ebenso ein Training bei dem schwere Gewichte angehoben werden müssen. Auch Kontaktsportarten mit einem erhöhten Risiko von Aufprallen und Zusammenstößen im Bereich des Bauches sollten nicht mehr ausgeübt werden.

Kann ein Husten einen Zwerchfellbruch verursachen?

Ein einfacher Husten wie ihn jeder einmal im Laufe des Jahres hat kann keine Hiatushernie hervorrufen. Handelt es sich jedoch um einen schmerzhaften Reizhusten mit krampfartigen Anfällen, dann kann dieser durch Viren ausgelöste Husten jedoch dafür verantwortlich sein, dass sich der Druck auf den Bauch erhöht und somit auch ein Bruch des Zwerchfells auftreten kann.

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