aktinische Keratose

Steckbrief: aktinische Keratose

  • Name(n): aktinische Präkanzerose; solare Keratose; Licht-Keratose
  • Art der Krankheit: Hauterkrankung
  • Verbreitung: bevorzugt bei hellhäutigen Menschen ab 50 Jahren
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht definiert; seit 01.01.2015 jedoch als Berufskrankheit anerkannt
  • Behandelbar: operative Entfernung oder Alternativtherapien
  • Art des Auslösers: UV-Strahlung
  • Wieviele Erkrankte: über 10 % der Personen zwischen 60 und 70 Jahren
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): L57.0

Aktinische Keratose – Vorstufe zum Hautkrebs
Ohne Sonne gibt es kein Leben auf der Erde. Die Sonnenstrahlung ist essenziell für unseren Organismus, nicht nur zur Bildung bestimmter Vitamine. So wirkt sich Sonnenlicht positiv auf die Psyche aus. Dass jedoch ein Zuviel an Sonne negative Auswirkungen haben kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Immer mehr Menschen sind von irreparablen Hautschäden betroffen, die durch zu langen und zu intensiven Aufenthalt in der Sonne verursacht werden. Während früher hauptsächlich Personen über 50 Jahren an der aktinischen Keratose litten, nimmt auch die Zahl jüngerer Betroffener bereits ab 30 Jahren immer mehr zu. Schuld daran ist die hohe UV-Belastung. Diese steigt durch die immer dünner werdende Ozonschicht an und ist gleichzeitig für einen Anstieg der Hautkrebs-Fälle mitverantwortlich. Aber auch Nachlässigkeit in puncto Sonnenschutz ist maßgeblich beteiligt.

Definition der aktinischen Keratose

Die aktinische Keratose beschreibt eine Vorstufe zum weißen Hautkrebs. Es handelt sich also um eine sogenannte Präkanzerose. Dies definiert eine Veränderung am Körper, die zwar grundsätzlich gutartig ist, sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen bösartigen Tumor umwandeln wird.
„Aktinisch“ bedeutet übersetzt „durch Strahlen hervorgerufen“. Dies weist also darauf hin, dass bevorzugt Körperstellen betroffen sind, die viel dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Dementsprechend handelt es sich bei diesen sonnenexponierten Stellen daher oft um Hände, Unterarme, Gesicht, Kopf oder Unterschenkel. Daher auch die Bezeichnungen wie Licht-Keratose oder solare Keratose.
Das Wort „Keratose“ lässt sich aus dem Griechischen ableiten und bedeutet „Horn“. Keratosen bezeichnen Veränderungen der Oberhaut (Epidermis), die sich durch verhornte Stellen auf der Haut äußern.


Was ist die aktinische Keratose?

Bei der aktinischen Keratose sind die in der Oberhaut liegenden Hautschichten verändert bzw. geschädigt. Diese Schädigung wird durch jahrelange, intensive UV-Strahlung hervorgerufen. Man geht davon aus, dass die UV-Strahlen die Zellen in der Haut entarten lassen.

Die Haut ist in drei Schichten aufgebaut, die Oberhaut (Epidermis), die darunterliegende Lederhaut (Dermis, Corium oder Curtis) und darunter die Unterhaut (Subcutis).
Die Oberhaut wiederum wird anatomisch in fünf Schichten unterteilt. Die oberste Schicht ist die Hornschicht (stratum corneum), darunter liegen die Glanzschicht (stratum lucidum), die Körnerzellschicht (stratum granulosum), die Stachelzellschicht (stratum spinosum) und als letzte Schicht, die zellbildende Basalzellschicht (stratum basale).

Anfangs machen sich die veränderten Hautstellen äußerlich durch milimetergroße, raue Areale bemerkbar, die ertastet werden können. Die Färbung kann ins Rötliche gehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann sich der Farbton durch die verstärkte Verhornung gelblich bis bräunlich verändern.
Erheben sich diese stark über das Niveau der Haut, kann sich auch ein sogenanntes Hauthorn (cornu cutaneum) entwickeln. Darunter versteht man ein hornähnliches Gebilde, das sich ebenfalls gerne auf sonnenexponierten Körperstellen zeigt. Es handelt sich dabei um einen Tumor der gutartig, aber auch bösartig sein kann.

Die aktinische Keratose wird auch als „carcinoma in situ“ bezeichnet. Das bedeutet, dass sich die Vorstufe des weißen Hautkrebses bisher nur oberflächlich auf die Epidermis beschränkt. Dies ist insofern positiv, da sich die Läsion zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem darunterliegenden Gewebe verwachsen hat und demzufolge noch keine bösartigen Zellen in den Blutkreislauf gewandert (infiltriert) sind.
Die Gefahr einer aktinischen Präkanzerose besteht jedoch darin, dass sie sich zu einem Spinaliom, auch Plattenepithelkarzinom oder Stachelzellkrebs genannt, weiterentwickeln kann. Dabei handelt es sich um einen sehr bösartigen Tumor, der unbehandelt und bei entsprechender Größe binnen kurzer Zeit zum Tode führen kann. Man geht davon aus, dass sich 10 bis 20 % der aktinischen Präkanzerosen zu einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) entwickeln können, wenn diese unbehandelt bleiben.

Welche Ursachen gibt es?

Wie der Name schon sagt, wird die aktinische Keratose durch chronische UV-Strahlung verursacht und zeigt sich vorrangig an den sogenannten „Sonnenterrassen“ des Körpers, wie den Extremitäten und im Bereich des Kopfes. Diese Schäden entstehen nicht von heute auf morgen, sondern sind Auswirkungen massiver Einwirkung von ultravioletter Strahlung über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Ursachen können daher sein

  • heller/rothaariger Typ
  • häufige Sonnenbrände in der Kindheit
  • extremes Sonnenbaden über Jahre oder gar Jahrzehnte
  • viele Solarium-Besuche

Tatsächlich sind oft hellhäutige Typen betroffen, meist ab dem 50. Lebensjahr. Doch die Zahl jüngerer Betroffener steigt tendenziell an. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass Männer oft eine berufliche Tätigkeit ausüben bei der sie sich viel im Freien aufhalten, wie Straßenarbeiter, Bauarbeiter oder Arbeiter, die im Garten- und Landschaftsbau tätig sind. Aber auch Skilehrer, Bademeister und weitere Berufsgruppen sind oftmals betroffen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die aktinische Keratose seit dem 01. Januar 2015 als Berufskrankheit anerkannt ist.

Hier eine kurze Erläuterung, was man unter UV-Strahlung versteht
Licht kann man sich als elektromagnetische Wellen vorstellen. Diese Wellen variieren unter anderem je nach Größe, Frequenz und Wellenlänge. Das ultraviolette Licht (UV) bewegt sich im Bereich der kurzwelligen Strahlen. Man teilt die UV-Strahlen ein in
UVA-Strahlen: diese bewirken eine „direkte Pigmentierung“ der Haut. Das bedeutet, die Haut ist binnen Stunden nach dem Sonnenbaden braun gefärbt.
UVB-Strahlen: diese bewirken eine „indirekte Pigmentierung“ der Haut. Das bedeutet, dass das Sonnenbad die Bildung von Melanin (Pigmente in der Haut, die eine Bräunung der Haut bewirken) anregt. Sie sind außerdem mitverantwortlich für Hautrötungen und Sonnenbrand und veranlassen in unserem Körper die Umwandlung des Provitamins D (Vorstufe von Vitamin D) in Vitamin D, welches wichtig für den Phosphor- und Kalkstoffwechsel in Zähnen und Knochen ist.
Zusammen mit UVA-Strahlen führen die UVB-Strahlen auch zu einer verstärkten Verhornung der Haut, der sogenannten „Lichtschwiele“. Diese ist vergleichbar mit der Hornhautbildung an Körperstellen, die permanent Druck ausgesetzt sind. Der Körper reagiert mit verstärkter Verhornung, um die entsprechende Körperstelle vor dem Druck zu schützen. Ähnlich bildet der Körper also eine dickere Hornschicht an sonnenexponierten Stellen, um diese ebenfalls vor der UV-Strahlung zu schützen.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen bei der Entstehung einer aktinischen Keratose, da nicht in jedem Fall chronische Sonnenexposition für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist. Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders häufig von einer aktinischen Keratose betroffen. Dies ist zum Beispiel der Fall nach Organtransplantationen, chemotherapeutischen Behandlungen oder bei Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie Kortison oder Immunsuppressiva.


Symptome & Anzeichen

Die klinische Klassifizierung der einzelnen Stadien wird bei einer aktinischen Keratose anhand der Olsen-Grade I bis III vorgenommen.
Beim Olsen-Grad I, also dem leichtesten Grad, haben sich an den betroffenen Körperstellen bereits wenige, oft nur milimetergroße Läsionen (geschädigte Stellen) gebildet. Ähnlich wie bei einem entarteten Muttermal (Naevus) können diese unscharf begrenzt sein. Sie fühlen sich meist leicht schuppig an und können eine rötliche Färbung aufweisen. Meist sind sie besser zu ertasten, als auf der Haut sichtbar. Da die Zellen ihre Tätigkeit weiter „ausüben“ und sich weiter teilen und neu vermehren, nimmt die Verhornung an diesen Stellen mit der Zeit zu.
Beim Olsen-Grad II hat sich der Durchmesser im Laufe der Zeit vergrößert und auch die Haptik verändert sich. Die Stellen sind nun deutlich sichtbar und haben eine raue, verhornte Oberfläche. Sie sind über die Haut erhaben und die Färbung kann weiß, gelb oder braun verändert sein.
Der Olsen-Grad III ist die extremste Form der aktinischen Keratose und spiegelt sich in einer unebenen, verhärteten und oft warzenartigen Hautoberfläche wider. Hier können größere Hautflächen betroffen sein, wie zum Beispiel die Kopfhaut.

Hier nochmal eine Zusammenfassung, die die Symptome einer aktinischen Keratose kennzeichnen:

  • Hautveränderungen an Körperstellen, die oft in Kontakt mit Sonnenlicht kommen, wie etwa Ohrmuscheln, Nasenrücken, Glatzen, Unterschenkel, Hände, Dekolleté, etc.
  • unscharf begrenzte, schuppige Stellen, auch wenn diese nur eine minimale Größe haben
  • raue, über die Haut erhabene Stellen, die rötlich, gelblich, weißlich oder bräunlich erscheinen
  • unebene Hautstellen, die wie Warzen wirken und fest in der Haut verankert zu sein scheinen

Da die aktinische Keratose in ihrem Anfangsstadium oft nur leichte Rötungen zeigt, wird sie in vielen Fällen vom Betroffenen nicht wahrgenommen oder als harmlos abgetan. Wer jedoch genauer hinsieht, kann bei seinen Mitmenschen sehr oft eine sonnengeschädigte Haut erkennen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Da es sich um eine Erkrankung der Haut handelt, muss ein Hautarzt aufgesucht werden. Der Fachbegriff lautet „Dermatologe“. Dies leitet sich von dem griechischen „derma“ ab und bedeutet „Haut“. Nur er kann eine sichere Diagnose stellen. Eine frühzeitige Erkennung ist wie bei jeder Krebsart enorm wichtig, da die Heilungschancen hier am günstigsten stehen. Eine aktinische Keratose kann von dem behandelnden Hautarzt oft mit dem bloßen Auge und durch Abtasten der Haut erkannt werden. Eine Untersuchung mit einer speziellen Lupe, dem sogenannten Auflichtmikroskop, kann weitere Erkenntnisse bringen. Nach eingehender Anamnese (Erhebung relevanter Informationen durch Befragung des Patienten), stellt sich oft heraus, dass dieser über Jahre hinweg sehr nachlässig im Umgang mit Sonnenschutz war. Um die Diagnose jedoch festigen zu können, wird oft eine kleine Gewerbeprobe (Biopsie) entnommen und im Labor untersucht. Diese ist notwendig, um Hauterkrankungen auszuschließen, deren Erscheinungsbild dem einer aktinischen Keratose sehr ähneln, wie dies etwa bei Altersflecken (Lentigo solaris), Schuppenflechte (Psoriasis) oder sonstigen Ekzemen der Fall sein kann. Das für die Biopsie benötigte Gewebe kann entweder mittels einer Stanzung der Haut, Abschaben mit einer Kürette (scharfes, löffelartiges Instrument) oder Entfernung per Skalpell entnommen werden. Die betroffene Hautstelle wird vorher lokal betäubt, die Gewebeentnahme verläuft daher in der Regel schmerzlos.
Bei der Abtragung durch die Kürette bildet sich normalerweise nach 1 bis 2 Tagen eine Kruste auf der behandelten Hautstelle, wie man dies von einer oberflächlichen Abschürfung kennt.
Nach der Gewebeentnahme per Stanze oder Skalpell wird die Wunde anschließend entweder mit einem Faden oder mit einem speziellen Klebstoff verschlossen.
Erst nach Ergebnis des aus der Biopsie resultierenden Laborbefundes steht fest, inwieweit die Schädigung der Haut tatsächlich vorangeschritten ist. Das Ergebnis liegt in der Regel bereits nach wenigen Tagen vor.
Wurde eine aktinische Keratose diagnostiziert, wird der Dermatologe den Patienten über den richtigen „Umgang“ mit Sonne aufklären, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Je nach Stadium wird die Therapie angepasst.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Da die aktinische Keratose vorrangig durch chronische UV-Strahlung verursacht wird, sind vor allem Menschen die in sonnenreichen Gegenden leben, betroffen. Bei Australiern ist die Hautkrebsquote beispielsweise um einiges höher als bei Europäern. Dies ist auf die starke Sonnenstrahlung zurückzuführen, die dort ganzjährig herrscht. Oftmals ist dort sogar die Verwendung von Sonnencreme wirkungslos.
Grundsätzlich sollte man wissen, dass die Bräunungsreaktion der Haut einen Schutzmechanismus darstellt. Durch die UV-Strahlung werden die Hautzellen unter anderem zur Bildung des braunen Pigments Melanin angeregt. Der Körper versucht sich also im Rahmen seiner Möglichkeiten vor den UV-Strahlen zu schützen. Dies ist ihm oft jedoch nur bedingt möglich, da gebräunte Haut immer noch als Zeichen für besseres Aussehen, Gesundheit und Erfolg steht. Die Warnungen von Experten rücken bei so manchem „Sonnenanbeter“ leider in den Hintergrund. Es gilt aber immer der Spruch „die Haut merkt sich alles“. Damit ist gemeint, dass die Haut Schäden speichert, sei es durch Sonnenbrände oder sonstigen Verletzungen in Form von Narben.
Besonders Sonnenbrände im Kindesalter sind fatal, da die Haut in diesem Alter extrem empfindlich ist und sich kaum selbst schützen kann. Kleinkinder sollte man daher nur mit ausreichendem Schutz in die Sonne lassen.
Dass besonders oft hellhäutige Personen betroffen sind, lässt sich damit erklären, dass hellhäutige Menschen weniger von dem Pigment Melanin produzieren. Die Haut ist daher schlechter in der Lage sich gegen UV-Strahlung zu schützen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass dunkelhäutige Personen keinen Hautkrebs bekommen können.
In den vergangenen Jahren konnte eine deutliche Zunahme von Fällen verzeichnet werden, in denen eine aktinische Keratose diagnostiziert wurde. Man geht davon aus, dass etwa 15 % der Männer und 6 % der Frauen in Europa betroffen sind. Schätzungen zufolge wird etwa jeder zweite Deutsche eine aktinische Keratose entwickeln.


Komplikationen bei der Krankheit

Da es sich um eine Vorstufe zum Hautkrebs handelt, gilt, je früher die aktinische Keratose erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Bei rechtzeitiger Behandlung ist sie fast immer heilbar. Wichtige Voraussetzung ist, dass die richtige Diagnose gestellt wird. Da die aktinische Keratose anderen Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Schuppenflechte oder sonstigen Ekzemen ähnlich sieht, kann sie mit einer harmlosen Hauterscheinung verwechselt werden. Da sich die aktinische Keratose zu Beginn in Form einer schuppigen, geröteten Haut äußert, wird dies vom Betroffenen oftmals nicht wahrgenommen.
Der Übergang von der aktinischen Keratose in ein Spinaliom ist äußerlich nicht immer eindeutig erkennbar, deshalb besteht hier die große Gefahr, dass Hautkrebs nicht rechtzeitig erkannt und somit behandelt wird. Bleibt die Keratose also unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Eine Gewebeprobe bringt daher Aufschluss, in welchem Stadium die geschädigte Haustelle sich befindet.
Liegt bereits ein Spinaliom vor, besteht die Gefahr, dass sich dieses mit den tieferliegenden Gewebeschichten verwächst und die bösartigen Krebszellen in den Blutkreislauf gelangen. Diese Verteilung im Körper nennt man „Metastasierung“. Damit ist gemeint, dass auch andere Organe von den Krebszellen befallen werden können. Dadurch sinkt die Heilungschance enorm.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Leider scheuen sich viele Personen vor dem Gang zum Arzt. Erst recht, wenn es sich nur um eine kleine, gerötete Stelle im Gesicht oder am Körper handelt. Gerade bei Hauterkrankungen ist es aber schwierig eine Selbstdiagnose zu stellen oder über das Internet eine Diagnose stellen zu wollen. Die äußerlichen Merkmale verschiedener Hauterkrankungen können sich oft so ähneln, dass nur der Gang zum Spezialisten, also zum Dermatologen bleibt. Selbst Hausärzte stellen ungerne Diagnosen und überweisen den Patienten zum „Profi“. Was äußerlich nämlich harmlos wirkt, gerade im Bezug auf die Haut, kann oft eine ernsthafte Erkrankung darstellen. Daher wird der Hautarzt in der Regel eine Biopsie veranlassen, da erst unter dem Mikroskop erkennbar ist, ob die Zellen verändert sind.

Anzeichen, die den Gang zum Arzt erforderlich machen:

  • hautfarbene oder rötliche, leicht schuppende Flecken auf sonnenexponierten Stellen
  • raue, bräunliche Stellen, die sich aufgrund stärkerer Verhornung dicker anfühlen
  • Entstehung eines hornartigen Gebildes ( „Hauthorn“)

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung richtet sich zum einen nach dem Grad der Erkrankung. Die Auswahl ist aber ebenfalls abhängig davon, ob es sich nur um vereinzelte betroffene Stellen handelt oder bereits größere Flächen behandelt werden müssen. Weitere Faktoren die eine Rolle bei der Auswahl der Therapieform spielen, sind das Alter des Patienten und ob Begleiterkrankungen vorliegen. Die Entscheidung wird der behandelnde Dermatologe treffen.

Chirurgische Behandlungsformen
Bei der Entfernung mit der Kürette wird die betroffene Hautstelle abgeschabt. Häufig ist dies sogar ohne vorherige Betäubung durchführbar. Die abgeschabte Haut kann im Anschluss zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) an ein Labor geschickt werden.

Ähnlich ist es bei der Stanzung oder Entfernung durch das Skalpell. Hier kann die Gewebeprobe ebenfalls im Anschluss zur Beurteilung, ob bereits Krebs vorliegt, eingeschickt werden. Bei beiden Behandlungsformen wird die Haut vorher durch eine feine Nadel betäubt und nach der Entfernung verschlossen. Dabei entsteht eine kleine Wunde, die eventuell eine Narbe hinterlassen kann.

Bei der Kryotherapie wird die Hautstelle für ein paar Sekunden mit flüssigem Stickstoff vereist. Dies kann Blasenbildung und Schmerzen zur Folge haben. Ein Nachteil bei dieser Form der Behandlung ist, dass nicht nur geschädigtes Gewebe, sondern auch gesundes zerstört werden kann.

Das chemische Peeling wird oft bei großflächig befallenen Arealen durchgeführt, wie etwa im Gesichtsbereich. Hierzu wird eine Säure aufgetragen. Ein chemisches Peeling wird meist im Anfangsstadium einer aktinischen Keratose durchgeführt und ist nicht immer erfolgversprechend. Die Haut kann sich nach der Behandlung entzünden und ist noch sensibler gegenüber UV-Licht.

Behandlung mit Cremes oder Gelen
Der Vorteil bei der Anwendung von Cremes oder Gelen ist, dass der Patient sie zuhause anwenden kann. Narbenbildung und Schmerzen sind hier so gut wie ausgeschlossen. Jedoch dauert ein Behandlungszeitraum meist mehrere Wochen.
Als Präparate stehen hier beispielsweise Diclofenac-haltige Gele zur Verfügung und die Imiquimod-Creme.

Photodynamische Therapie (PDT)
Hier wird zunächst eine Creme aufgebracht, die einen Wirkstoff enthält, der die Haut lichtempfindlich macht. Nach einer bestimmten Einwirkzeit wird die Haut dann mit kaltem Rotlicht bestrahlt. Bei der Bestrahlung entstehen Sauerstoffverbindungen, die die bösartigen Hautzellen zerstören. Der Vorteil bei dieser Form der Behandlung ist, dass gesundes Gewebe verschont bleibt.

Jedoch ist zu beachten, dass nicht alle Therapieformen von der Krankenkasse bezahlt werden.


Vorbeugung – Maßnahmen zur Prävention

Um Hautschäden durch die Sonne vorzubeugen ist es sinnvoll zu wissen, wann die Strahlung am intensivsten ist und von welchen Faktoren dies abhängig ist:

  • Tageszeit: um die Mittagszeit ist die Strahlung am größten. Dies ist bedingt durch den Einfallwinkel der Sonne.
  • Jahreszeit und geographische Breite: In Europa ist die UV-Intensität etwa Ende Juni am stärksten. In Nordeuropa beispielsweise ist die Strahlenintensität wesentlich geringer als in Mittelafrika.
  • Höhenlage: je höher die Lage, desto intensiver die Strahlung.
  • Wetterbedingungen: bei bedecktem Himmel ist die Strahlung geringer als bei wolkenlosem Himmel
  • reflektierende Flächen: Die Intensität der Strahlen wird verstärkt, wenn diese auf Oberflächen wie zum Beispiel Wasser, Schnee oder hellen Sand treffen.

Die einfachste Variante Sonne zu meiden ist, sich im Schatten aufzuhalten. Auch im Schatten kann der Körper das notwendige Vitamin D bilden. Des Weiteren empfiehlt sich das Tragen einer Kopfbedeckung und das Tragen von dichtgewebter Kleidung, wenn man sich lange in der Sonne aufhält.
Generell besitzt die Haut, je nach Hauttyp eine gewisse Eigenschutzzeit. Diese reicht von etwa 5 Minuten (bei sehr hellhäutigen Menschen, die zu Sommersprossen neigen und oftmals rothaarig sind) bis zu etwa 40 Minuten (bei dunklen Hauttypen, die extrem schnell bräunen und dunkelhaarig sind). Die Eigenschutzzeit der Haut gibt an, wie viele Minuten man sich ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu entwickeln.
Multipliziert man die Eigenschutzzeit nun mit dem auf der Sonnencreme angegebenen Lichtschutzfaktor, erhält man die Zeit in Minuten, wie lange man sich mit Sonnencreme in der Sonne aufhalten darf. Experten raten jedoch, nicht die ganze Zeit, sondern nur etwa 60 % davon auszunutzen.

Solarium-Gänger sollten beachten, dass die Bestrahlungszeit dem Hauttyp angepasst wird. Allgemein wird jedoch empfohlen, sich nicht öfter als 50mal pro Jahr ins Solarium zu legen.


Prognose zur Heilung

Die Heilungschancen stehen gut, wenn mit einer Behandlung frühzeitig begonnen wird. Da die Entwicklung einer aktinischen Keratose meist Jahrzehnte dauert, schreitet sie nur langsam voran. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass sie sich spontan zurückbildet. In vielen Fällen tritt sie jedoch nach einer gewissen Zeit wieder auf. Dies kann auch passieren, wenn die aktinische Keratose bereits von einem Hautarzt behandelt wurde. Es gibt also keine Garantie dafür, dass sie nach ärztlicher Behandlung vollständig ausgeheilt ist und nicht mehr zurückkehrt. Umso wichtiger erscheint es daher, entsprechende Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen.
Auch die Einteilung anhand der Olsen-Grade besagt nicht, dass sich ein Spinaliom nur aus einer Läsion bilden kann, die mit dem Grad III bewertet wurde. Es kann durchaus vorkommen, dass sich schon eine Läsion des Grades I zu einem Hautkrebs entwickelt. Daher erscheint es nur umso wichtiger, dass bereits leichte Erscheinungsformen einer aktinischen Keratose dem Hautarzt vorgestellt werden.
Vereinfacht kann man sagen, dass das Risiko Hautkrebs zu entwickeln mit der Zahl der bereits vorhandenen Läsionen ansteigt.
Hat sich ein Spinaliom bereits gebildet und wird frühzeitig behandelt, stehen die Prognosen ebenfalls gut. Die Gefahr einen Rückfall zu erleiden ist jedoch hoch.
Hat ein Spionaliom bereits Metastasen im Körper gebildet, steht die Prognose auf Heilung deutlich ungünstiger.
Ebenso nimmt der Krankheitsverlauf bei immunschwachen Menschen oft eine aggressivere Form an.


Weißer und schwarzer Hautkrebs

„Weißer“ oder auch „heller Hautkrebs“ ist im Grunde ein Sammelbegriff, der die Frühformen (aktinische Keratose), den Basalzellkrebs (Basaliom) und das Spinaliom (Stachelzellkrebs, Plattenepithelkarzinom) einschließt. Der weiße Hautkrebs ist die „harmlosere“ Form des Hautkrebses, da bei frühzeitiger Behandlung nahezu immer eine Heilung möglich ist.
Das Pendant zum weißen Hautkrebs bildet der „schwarze Hautkrebs“. Dabei handelt es sich um eine sehr aggressive Form von Hautkrebs mit schlechter Heilungsprognose.

Was ist schwarzer Hautkrebs?
Der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, gehört zu den bösartigsten Tumoren der Haut. Nur eine rechtzeitige Entfernung der Frühstadien und begleitende ärztliche Therapie können dem Patienten das Leben retten.
Das Wachstum eines solchen Melanoms schreitet rasch voran und nicht immer ist die Ursache chronische UV-Strahlung.

Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
Seit Juli 2008 haben gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre Anspruch auf ein „Hautkrebs-Screening“. Dabei handelt es sich um eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen wird. Bei der Untersuchung wird der ganze Körper, einschließlich der Kopfhaut, auf Merkmale, die zur Entstehung von Hautkrebs beitragen können, abgesucht. Der Hautarzt nimmt die Untersuchung mithilfe seines geschulten Auges und einer hellen Lampe vor.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt zahlreiche Methoden eine aktinische Keratose zu behandeln. Natürlich richtet sich die Behandlungsmethode vorrangig nach der Schwere der Hauterkrankung. Im fortgeschrittenen Stadium wird man in der Regel zur Schulmedizin greifen.
Jedoch können alternative Behandlungsmethoden den Heilerfolg unterstützen, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. In der Regel werden diese von einem Heilpraktiker durchgeführt. Kritiker bezweifeln jedoch die Wirksamkeit der Alternativmedizin und sprechen von „Placebo-Effekten“.

Der Begriff „alternative Behandlungsmethode“ ist sehr breit gefächert. Hierzu zählen beispielsweise Therapien wie

  • Eigenbluttherapie: hier wird dem Patienten körpereigenes Blut entnommen, mit einem Wirkstoff aufbereitet und dem Patienten wieder eingespritzt.
  • Dunkelfeldmikroskopie: dem Patienten wird ein Tropfen Blut entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Bei dieser Untersuchung kann das „Milieu des Körpers“ überprüft werden, ob beispielsweise eine Übersäuerung vorliegt. Eine Übersäuerung wird in der Alternativmedizin für viele negative Auswirkungen im Körper mitverantwortlich gemacht.
  • Ayurveda: die Haut wird mit speziellen Ölmischungen und Massagetechniken unterstützt.
  • Traditionelle chinesische Medizin (TCM): eine über 2000 Jahre alte Heilkunst, die auf mehreren Säulen basiert, darunter Akupunktur, Ernährungslehre und Lebenspflege.

Es gibt noch weit mehr Therapieformen in der Alternativmedizin. Wissenschaftlich gesichert ist deren Wirksamkeit meist nicht. Dennoch sind sich Verfechter der Alternativmedizin einig, dass der Körper damit unterstützt werden kann und weniger belastet wird, wie dies oft in der Schulmedizin der Fall ist.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel werden zwar eine aktinische Keratose nicht heilen können, sicherlich können sie aber Linderung verschaffen.
Bei Sonnenbrand etwa haben sich folgende „Mittelchen“ bewährt:

  • Auftragen von Jogurt oder Quark auf die geröteten Stellen. Die kühlende Wirkung beider Milchprodukte ist die erste Wahl bei Sonnenbrand und verschafft schnelle Linderung. Jedoch sollte man darauf verzichten, wenn die Haut bereits Bläschen bildet. Hier besteht die Gefahr, dass die enthaltenen Milchsäurebakterien die offenen Wunden infizieren könnten. Ist die Auflage warm geworden, sollte sie erneuert werden.
  • Auflegen von Gurken- und Tomatenscheiben. Beides spendet Feuchtigkeit und ist als Notfallmaßname ideal, sollte aber ebenfalls erneuert werden, sobald es warm geworden ist.
  • Schwarzer Tee und Kamillentee können stark aufgebrüht und als getränktes Tuch aufgelegt werden. Natürlich sollte der Tee vor Auflegen des Tuchs stark heruntergekühlt worden sein, damit die kühlende Wirkung auch eintreten kann. Der Tee wirkt zusätzlich wundheilend.
  • Bei schwächeren Sonnenbränden kann ein lauwarmes Vollbad genommen werden. Als Badezusatz empfiehlt es sich, einen Becher Kefir oder 1 Liter Milch mit Honig dazuzugeben. Dies hat generell eine pflegende Wirkung auf die Haut und unterstützt sie beim Heilungsprozess.

Generell sollte man bei frischen Sonnenbränden auf das Einreiben mit fetten Salben oder Ölen verzichten, damit die „Atmung“ Haut nicht behindert wird. Gele bieten eine besser Alternative bei Sonnenbränden.
Ist der Sonnenbrand jedoch abgeklungen, kann die Haut mit Ölen gepflegt werden. Kokosöl beispielsweise ist ein „Allroundtalent“ und hilft der Haut bei ihrer Erneuerung nach einem Sonnenbrand. Weitere empfehlenswerte Öle, die mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen die Hautbarriere stärken sind Leinsamenöl, Mandelöl und Nachtkerzenöl. Insbesondere bei schuppender, juckender Haut ist Nachtkerzenöl ein besonders wertvolles Pflegeöl.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Zur Pflege und Stärkung der Hautfunktionen kann so manche Pflanze ihren Beitrag leisten. So bringen folgende Heilkräuter und Pflanzen Linderung bei Sonnenbrand:

  • Aloe vera kann auf sonnenverbrannte Haut auftragen werden. Sie ist feuchtigkeitsspendend, kühlt die Haut und wirkt wundheilend. Die Blätter können direkt von der Aloe vera-Pflanze abgezupft, aufgeschlitzt und auf die verbrannte Hautstelle aufgelegt und eingerieben werden.
  • Johanniskraut kann in Form von Johanniskrautöl auf Sonnenbrand aufgetragen werden. Das Öl wirkt pflegend, auch bei schuppiger Haut.
  • Ringelblume ist als Heilpflanze besonders beliebt. Sie ist wundheilend, entzündungshemmend und wirkt antiseptisch. Meist ist sie als Salbe erhältlich.
  • Eichenrindentinktur kann auf verbrannte Haut aufgetragen werden.
  • Sanddornöl hat generell eine pflegende Wirkung auf die Haut und kann sie bei der Heilung unterstützen.

Eine besondere Heilpflanze im Einsatz gegen aktinische Keratose ist jedoch die Garten-Wolfsmilch. Sie ist eigentlich ein Unkraut, enthält jedoch den Wirkstoff Ingenol. Dieser wird seit einigen Jahren als Therapeutikum bei aktinischer Keratose angewandt und gilt als hochwirksam.

Ätherische Öle

Ätherische Öle stellen hochwirksame Substanzen dar und können in manchen Fällen ungewollte Hautreaktionen auslösen. Ist UV-Strahlung an dieser Reaktion beteiligt, bezeichnet man diese Reaktion als „phototoxisch“. Man sollte ein ätherisches Öl grundsätzlich nie unverdünnt auf die Haut geben, sondern immer mit einem sogenannten Trägeröl mischen. Trägeröle dürfen unverdünnt und in größerer Menge auf die Haut aufgebracht werden. Dennoch sollte man beim Gang in die Sonne darauf achten, ob es bei der Benutzung des jeweiligen ätherischen Öles zu Reaktionen kommen kann.
Hier ein paar Beispiele zu ätherischen Ölen, die eine Überempfindlichkeit der Haut auslösen können:

  • Bergamottaöl erhöht die Lichtempfindlichkeit und kann in Kombination mit UV-Strahlung unschöne, braune Flecken auf der Haut hinterlassen.
  • Alle Zitrusöle, wie etwa Zitrone, Orange, Blutorange, Bitterorange, Mandarine etc.
  • Angelikawurzel

Andere Öle, wie etwa das Kokosöl oder Sesamöl enthalten von Natur aus einen sehr geringen Lichtschutfaktor. Leider ist dieser jedoch zu gering, um sich damit lange in der Sonne aufhalten zu können.
Ätherische Öle die ebenfalls einen geringen Lichtschutzfaktor enthalten, sind Eukalyptusöl und Lavendelöl. Diese können mit Ölen wie Kokos- oder Sesamöl vermengt werden und sozusagen als „kleiner Sonnenschutz“ auftragen werden. Dabei ist aber zu beachten, dass der Schutz wirklich nur sehr gering ist.

Homöopathie & Globuli

Die Homöopathie bietet einige Mittel, die sonnengeschädigter Haut Linderung verschaffen können.
Calcium carbonicum kann bei Sonnenbrand als Globuli Calcium carbonicum D6 eingenommen werden. Die Empfehlung liegt bei 3mal täglich 5 Globuli.
Auch Belladonna Globuli D12 werden bei stärkeren Sonnenbränden gerne verwendet. Die Dosierungsempfehlung liegt hier ebenfalls bei 3mal täglich 5 Globuli. Urtica urens, deren Inhaltsstoff aus der Brennnessel stammt, kann in der gleichen Dosierung bei Sonnenbrand eingenommen werden.
Bei starken Sonnenbränden kann auch auf Cantharis Globuli D12 zurückgegriffen werden. Diese soll vor Bläschenbildung schützen. Sie kann zusammen mit Apis mellifica Globuli eingenommen werden. Diese gilt als Notfall-Globuli Nr. 1.

Bei homöopathischen Mitteln sollte man immer darauf achten, diese nicht mit einem Metalllöffel zu entnehmen, da sonst die Heilwirkung verloren gehen kann. Ebenso ist der gleichzeitige Genuss von Kaffee oder koffeinhaltigen Getränken zu vermeiden.
Idealerweise werden homöopathische Tabletten oder Globuli nicht einfach zerkaut und herunter geschluckt, sondern werden auf oder unter die Zunge gelegt und zergehen langsam.

Schüssler-Salze

Es gibt einige Schüssler-Salze, die die Haut in ihrer Funktion unterstützen. Als Beispiele sollen hier genannt sein:

  • Nr. 1 Calcium Fluoratum ist im Körper in mehreren Bereichen, unter anderem aber in der Oberhaut enthalten. Es unterstützt die Haut bei Erkrankungen wie Sonnenbrand, gutartigen Tumoren, Hautrissen, Hyperkeratose (die Haut verhornt sehr schnell, wie dies bei einer aktinischen Keratose ebenfalls vorkommt), Narbenpflege und bei Vielem mehr.
  • Nr. 11 Silicea (Silizium) ist in verhältnismäßig großer Menge im Körper enthalten (etwa 1 bis 2 Gramm). Es gilt daher als sehr wichtiges Mineral und unterstützt Haut, Haare und Bindegewebe.
  • Nr. 3 Ferrum Phosphoricum ist Bestandteil aller Körperzellen. Eingesetzt wird es meist bei Entzündungen, daher auch bei stärkeren Sonnenbränden.

Alle 3 genannten Schüssler-Salze sind sogenannte Funktionsmittel und auch in Salbenform erhältlich. Die gängigste Form ist jedoch die Tablettenform. In der Regel nimmt man 3 bis 6mal täglich 1 bis 2 Tabletten ein. Wie dies bei homöopathischen Mittel oft der Fall ist, sollen auch Schüssler-Tabletten nicht zerkaut werden, sondern auf der Zunge zergehen. Möglich ist es auch, mehrere verschiedene Salze zu kombinieren.

Diät & Ernährung

Das wichtigste Lebensmittel ist Wasser. Wasser ist in allen Zellen des Körpers enthalten, der Körper besteht im Durchschnitt aus etwa 65 % Wasser. Viel zu trinken, etwa 2 bis 3 Liter täglich, beugt daher nicht nur der Faltenbildung vor. Es ist auch enorm wichtig, wenn dem Körper Feuchtigkeit durch Sonnenbrände entzogen wurde.
Um die Haut gesund zu erhalten, muss sie mit Mineralstoffen versorgt werden. So ist zum Beispiel viel Silizium in Hirse, Kartoffeln und Naturreis enthalten. Diese Lebensmittel sollten möglichst mehrmals in der Woche auf den Tisch kommen.
Im Kampf gegen die freien Radikale, die auch die Entstehung von Krebs begünstigen, sind Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe hilfreich. Diese sind vor allem in Gemüse, Obst, Nüssen, hochwertigen Pflanzenölen und Kräutern enthalten.
In grünem Gemüse, wie Brokkoli und verschiedenen Kohlarten ist das krebsvorbeugende Chlorophyll vorhanden. Der reichliche Verzehr kann die Zellen also vor Hautkrebs schützen.
Auch Gewürze, wie Curry schützen den Körper vor Umwelteinflüssen. Bei Curry handelt es sich im Grunde um eine Gewürzmischung. Zu den Hauptbestandteilen zählen Kurkuma, Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel und Bockshornklee. Ihm wird eine heilende und entzündungsvorbeugende Wirkung nachgesagt.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe helle Haut und Sommersprossen. Welchen Lichtschutzfaktor sollte ich wählen?
Dies ist natürlich von der Strahlungsintensität abhängig. So müssen zum Beispiel hellhäutige Menschen, die beispielsweise beim Skifahren der Höhenlage und der Reflektion des Schnees ausgesetzt sind, einen besonders hohen Lichtschutzfaktor wählen.
Dabei ist aber immer zu beachten, dass die Schutzdauer nur einmalig wirkt und durch wiederholtes Eincremen nicht verlängert werden kann.

Sollte ich beim Schwimmen auch Sonnenschutz auftragen?
Ja, unbedingt sogar. Durch die Reflektion durch die Wasseroberfläche läuft man schnell Gefahr einen Sonnenbrand zu entwickeln. Hier ist es ratsam, ein wasserfestes Produkt zu wählen. Idealerweise trägt man es nach dem Schwimmen erneut auf, da es beim Abtrocken durch das Badetuch stellenweise entfernt werden könnte.

Brauche ich im Winter eine Sonnencreme?
Ja, denn an sonnigen und schneereichen Tagen kann die Haut einen Sonnenbrand bekommen. Oft ist die Haut im Winter nämlich noch empfindlicher, weil es weniger sonnige Tage gibt. Hier gilt zu beachten, dass auch die Lippen und die Augen (Sonnenbrille) ausreichend geschützt werden.

Ist die aktinische Keratose vererbbar?
Der Hauttyp und die Gene werden vererbt. Da ein heller Hauttyp immer lichtempfindlich ist, kann diese Frage mit einem „Jein“ beantwortet werden. Ausschlaggebend ist nämlich, wieviel Sonne man der eigenen Haut im Laufe des Lebens zumutet.

Ist es sinnvoll, die Haut vor dem Sommerurlaub im Solarium vorzubräunen?
Experten empfehlen, komplett auf Solarium-Besuche zu verzichten. Diese steigern das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

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