Impotenz

Steckbrief: Impotenz

  • Name(n): Impotenz; Impotentia coeundi/generandi/gestandi/satisfactionis/concupiscentia
  • Art der Krankheit: sexuelle Störung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Mittelalter
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse körperliche oder psychische Störungen
  • Wieviele Erkrankte: Unklar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Sexualmediziner; Psychotherapeut
  • ICD-10 Code(s): f52.2

Impotenz
Impotenz
Der Begriff Impotenz wird in erster Linie vom Volksmund als Bezeichnung für sexuelles Unvermögen des Mannes verwendet. Im medizinischen Sinne werden eine Reihe sexueller Störungen hiermit zusammengefasst, die darauf hinauslaufen, dass der Penis nicht funktional arbeitet. Die Art der Störung kann dabei stark variieren. So existiert die erektile Dysfunktion, die komplette Sterilität, also Zeugungsunfähigkeit, der fehlende sexuelle Trieb oder die Orgasmusstörung. In den meisten Fällen lassen sich sexuelle Funktionsstörungen auf organische Ursachen zurückführen. Zumeist betrifft dies das Herz-Kreislauf-System, den Blutdruck oder den männlichen Hormonhaushalt. Es gibt allerdings auch psychische Störungen, die eine Impotenz hervorrufen können.

Nicht selten wird der Begriff Impotenz auch dazu verwendet, einen Mann zu demütigen oder seine sexuelle Leistungsfähigkeit abzuwerten. Vorzeitiger Samenerguss, das einmalige Ausbleiben einer Erektion und ähnliche Vorfälle sind medizinisch jedoch nicht als Impotenz kategorisiert. Zumeist muss eine physisch relevante Ursache vorliegen beziehungsweise müssen sexuelle Funktionsstörungen über einen längeren Zeitraum hinweg vorliegen. Beispielsweise spricht man von erektiler Dysfunktion, also der Unfähigkeit eine Erektion zu erzeugen oder zu halten, erst dann, wenn in 70 % der Versuche im Zeitraum von einem halben Jahr keine ausreichende Steifheit des Penis zustande kommt. Anejakulation, die ebenfalls zur Impotenz gehört, setzt ein dauerhaftes Ausbleiben des Samenerguss voraus und gilt als medizinisch bestätigte Sterilität des Mannes.

Ob eine Form der Impotenz heilbar ist, hängt in erster Linie von der jeweiligen Ursache ab. In der Regel lässt sich eine früh entdeckte Ursache leichter behandeln, als eine fortgeschrittene Erkrankung.

Definition Impotenz?

Impotenz stellt lediglich den Oberbegriff für eine Reihe von Störungen der sexuellen Leistungsfähigkeit des Mannes dar. Zu den wesentlichen Unterarten gehören die Impotentia generandi, die Impotentia coeundi, die Impotentia satisfactionis, die Impotentia concupiscentia sowie die Impotentia ejaculandi. Hin und wieder wird auch die Impotentia gestandi hinzugezählt. Es handelt sich hierbei jedoch um die sogenannte Infertilität, also die medizinisch bedingte Unfähigkeit der Frau ein Kind auszutragen. Inzwischen wird der Begriff jedoch nicht mehr verwendet und stattdessen die exakte Ursache für eine Fehlgeburt angegeben.

Die Impotentia generandi bezeichnet die Sterilität des Mannes, also die Zeugungsunfähigkeit oder Unfruchtbarkeit. Zumeist gestaltet sie sich als Beeinträchtigung der Samenqualität. Die Gründe hierfür können verschieden sein. Neben Krankheiten wie Hodenkrebs, Mumps oder Varicocele testis können auch Mangelernährung, Fehlernährung, Drogenmissbrauch oder eine Behandlung gegen Krebs die Spermien derart schädigen, dass keine Befruchtung durch sie mehr möglich ist.

Die Impotentia coeundi betrifft im Wesentlichen nicht das Sperma, sondern die physische Möglichkeit, dieses zu bewegen und zu transportieren. Aus diesem Grund fallen die erektile Dysfunktion sowie die mangelnde Fähigkeit den Sexualakt zu vollziehen unter diese Form der Impotenz.

Bei der Impotentia satisfactionis (Anorgasmie) handelt es sich um eine sexuelle Dysfunktion, bei welcher der Akt an sich noch vollzogen werden kann und unter Umständen sogar ein Samenerguss erfolgt, ein Orgasmus jedoch ausbleibt und der Akt als solcher nicht befriedigend erlebt wird. Dies beeinträchtigt hernach die sexuelle Appetenz des Mannes grundlegend. Dies betrifft ebenso die Impotentia concupiscentia, welche durch das Fehlen jeglicher sexueller Lust sowie des Sexualdrangs gekenntzeichnet ist.

Schließlich zählt auch die Impotentia ejaculandi zu den Formen von Impotenz. Diese Störung wird auch als Anejakulation bezeichnet. Im Gegensatz zum sogenannten Ejaculatio retarda, also dem verzögerten Samenerguss, fehlt hier die Möglichkeit, dass Samen aus dem Penis heraustransportiert werden kann. Anejakulation ist zumeist die Folge schwerer neurologischer Störungen beziehungsweise Rückenmarksverletzungen.

Im weitesten Sinne zählen darüber hinaus auch Aspermie sowie die retrograde Ejakulation zur Impotenz.


Was ist Impotenz?

Was bedeutet eigentlich der Begriff Potenz? Ganz allgemein wird damit die Fähigkeit des Mannes bezeichnet, den Geschlechtsverkehr auszuüben. Impotenz ist daher das Unvermögen diesen auszuführen. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig. Zum einen ist es möglich, dass ob einer erektilen Dysfunktion keine Erektion mehr erreicht werden kann, zum anderen sind aber auch Einschränkungen wie ein vorzeitiger Samenerguss diesem Leiden zuzurechnen. Insgesamt gehört die Impotenz zu den sogenannten Potenzstörungen, die auch eine verzögerte Ejakulation und eine Anorgasmie umfassen. Impotenz ist allerdings nicht mit Zeugungsunfähigkeit gleichzusetzen. Die Anlagen für eine Zeugung, beispielsweise die Samenbildung, können hier durchaus noch erhalten sein. Lediglich der Vollzug des Geschlechtsaktes ist nicht mehr möglich.

Da Impotenz zu den Tabuthemen gehört und gleichzeitig eine der größten Ängste junger Männer darstellt, existiert viel Irrglauben über das, was tatsächlich als Impotenz bezeichnet werden kann. Lustlosigkeit während stressiger Situationen, eine einmalige Unfähigkeit zur Erektion oder ein vorzeitiger Samenerguss eines Teenagers gehören nicht dazu. Maßgeblich für die Einordnung ist, dass das Problem über einen längeren Zeitraum hinweg besteht und die Mehrzahl der Koitusversuche betrifft, ohne dass hierfür eine offensichtliche einschränkende Gesamtsituation verantwortlich gemacht werden kann.

Die Ursachen einer Impotenz können vergleichsweise vielfältig sein. Es ist durchaus möglich, dass bestimmte Krankheiten diese zur Folge haben können. Aber auch psychische Faktoren spielen eine enorme Rolle. So ist Impotenz häufig an starken psychischen Druck und Unsicherheit verbunden. In den meisten Fällen lässt sich ein Wechselspiel aus physischen und psychischen Komponenten feststellen. Abhängig von der Schwere dieser Faktoren ist die Impotenz hernach behandelbar.

Die Impotenz oder auch Erektile Dysfunktion ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Betroffen sind hauptsächlich ältere Männer so ab dem 40. Lebensjahr. Dabei entsteht ein Unvermögen eine ausreichende Erektion des männlichen Gliedes zu erreichen und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Eine einmalige oder kurzfristige Erektionsstörung zählt noch nicht dazu. Auslöser für eine Impotenz können vielfältig sein. Neben Krankheiten wie Zuckerkrankheit und Bluthochdruck spielen Suchtmittel, die über einen längeren Zeitraum eingenommen wurden eine bedeutende Rolle. Zu ihnen gehören Drogen, Rauchen und Alkoholmissbrauch. Auch Unfälle mit Verletzungen der Schwellkörper im Penis zählen zu möglichen Ursachen. Operative Eingriffe an Prostata oder Mastdarm können zu Impotenz führen, auch bestimmte Medikamente wie Betablocker sind manchmal beteiligt. Ferner führen der Faktor Stress und psychische Einflüsse sowie ein sehr geringer Gehalt an Testosteron im Körper manchmal zu Impotenz. Auch eine Frigidität bei der Erziehung durch die Eltern kann dazu führen oder zumindest beitragen.

Symptome für eine erektile Dysfunktion ist die Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen oder eine Erektion nur kurz aufrechterhalten zu können. Eine Folge ist natürlich die Zeugungsunfähigkeit, da ja kein Geschlechtsverkehr mit einer Ejakulation möglich ist. Bei einer Untersuchung durch den Arzt werden neben der Krankheitsgeschichte des Patienten auch die von ihm eingenommenen Medikamente erfragt und seine Lebensgewohnheiten bezüglich Ernährung und Suchtverhalten hinterfragt. Ferner wird neben den Blutwerten incl. der Hormonwerte auch das Körpergewicht ermittelt und mögliche psychische Probleme angesprochen. Eine Ultraschalluntersuchung wird folgen.

Wenn organische Schäden auszuschließen sind, kann der Arzt PDE-5-Hemmer beispielsweise Viagra verschreiben, die u. a. die Blutgefäße erweitern und dadurch den Blutfluss verstärken. Bleibt eine gewünschte dauerhafte Erektion weiter aus, kann der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Dazu zählen Erektionsmessungen im Schlaf, Untersuchungen der Schwellkörper usw. Im Vorfeld einer möglichen Impotenz sollte jeder Mann auf eine ausgewogene Ernährung achten und sein Körpergewicht im Normalbereich halten. Zu fette Speisen und Alkohol führen oft in höherem Alter zur Zuckerkrankheit und Verkalkungen der Blutgefäße. Sportliche Betätigungen sind in vernünftigen Bahnen für alle Menschen gesundheitsfördernd. Auf Drogen und Rauchen sowie übermäßigen Alkoholkonsum sollte man verzichten. Hat eine Impotenz bereits eingesetzt, ist dringend ein Arztbesuch anzuraten und keine Selbsthilfe durch Pillen aus dem Internet angeraten. Schließlich könnte auch ein organischer Schaden vorhanden sein. Hilfe durch einen Arzt ist in vielen Fällen möglich.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für Impotenz können vielfältig sein. Oftmals findet sich sogar eine Kombination aus verschiedenen Erkrankungen und psychischen Störungen. Generell gilt jedoch, dass eine Impotenz oftmals behandelbar ist.

Zu den häufigsten Gründen für die Unfähigkeit zum Geschlechtsverkehr gehören alle Erkrankungen der Gefäße. Immerhin benötigt der Penis eine ausreichende Durchblutung, damit es überhaupt zur Erektion kommen kann. Gefäßerkrankungen sorgen unter Umständen dafür, dass nicht genügend Blut in den Penis geleitet wird oder das Blut zu schnell abtransportiert wird, wodurch die Erektion nicht gehalten werden kann. Eine übliche Krankheit diesbezüglich ist die sogenannte Arteriosklerose. Hierbei setzen sich Fette, die Plaques genannt werden, an der Innenwand der Arterien ab und sorgen dadurch für eine starke Verengung der Blutgefäße. Ist bei starken Ablagerungen eine Arterie um die Hälfte verengt, gelangt ergo nur noch die Hälfte des Blutes in das entsprechende Organ. Möglich ist aber auch eine Thrombose, bei der oftmals in den Venen ein Blutgerinnsel den Blutfluss blockiert. Die Gefäße können jedoch auch durch systemische Erkrankungen wie etwa Diabetes mellitus geschädigt sein. Das gilt ebenso für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ein hoher Blutdruck und eine Herzschwäche gelten als bekannte Auslöser einer Impotenz.

Sind nicht die Gefäße sowie ein gestörter Blutfluss ursächlich für Impotenz, so kann auch eine Schädigung der Nerven verantwortlich sein. Gerade Tumore drücken unter Umständen auf wichtige Nervenstränge und verhindern dadurch eine Erektion. Aber auch gravierende Verletzungen des Nervensystems, beispielsweise eine Schädigung des Rückenmarks, sind ausschlaggebend dafür, dass ein Patient unter Impotenz leidet. So findet sich diese Krankheit vermehrt bei Menschen mit einer Querschnittslähmung. Ebenso führen degenerative Erkrankungen, unter anderem multiple Sklerose, zu einer langfristigen Verletzung der Nerven. Unter Umständen wirkt sich dies auch auf die Potenz aus.

In selteneren Fällen sind Leber– und Nierenerkrankungen die Ursache einer Impotenz. Eine besondere Bedeutung kommt diesen Organen auch zu, da sie an der Hormonbildung beteiligt sind. Auch andere Hormondrüsen, etwa die Hoden, können erkrankt sein und zur Impotenz beitragen. Generell gilt, dass Impotenz sehr wahrscheinlich wird, wenn eine Hormondrüse keine ausreichende Produktion mehr ausführt, sei es ob einer Verletzung, einer Krankheit oder einer Mangelerscheinung. Beeinflusst werden diese Drüsen oftmals auch durch verschiedene Substanzen. Aus diesem Grund gehören auch Drogenmissbrauch, der Konsum von Steroiden sowie anderer Hormonpräparate und die Einnahme von Psychopharmaka zu den möglichen Ursachen für Impotenz. Selbst der regelmäßige Gebrauch von Alkohol sowie Rauchen schränken die Potenz bisweilen stark ein.

Auf welcher Basis psychische Leiden die Potenz beeinflussen, ist von der Wissenschaft noch nicht in allen Bereichen geklärt. Oftmals sind die Ausgangspunkte hierfür sehr komplex. Nicht selten gestaltet sich zudem die Impotenz als Wechselspiel: Eine gestörte Potenz baut Ängste und Druck auf, die wiederum zur Impotenz führen können. Es ist durchaus auch möglich, dass psychische Leiden, die zunächst nicht in Verbindung mit dem Geschlechtstrieb stehen, eine Impotenz hervorrufen können. Generell kann durch jeden persönlichen Störfaktor, also Geldsorgen, berufliche Probleme, Disharmonien in der Partnerschaft oder die Krankheit eines Freundes, die Sexualität und ihr Gelingen negativ beeinflussen.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Impotenz lassen sich im Grunde genommen kurz und bündig zusammenfassen: Dem Mann ist ob verschiedener Störungen kein normaler Geschlechtsverkehr mehr möglich. Das bedeutet, dass aus verschiedenen Gründen und in variablem Grad, die Leistungsfähigkeit, beziehungsweise die Funktionstüchtigkeit des Penis eingeschränkt wird. In der Regel bedeutet dies, dass keine ausreichende Erektion erreicht werden kann. Dass bedeutet jedoch nicht nur, dass der Penis gar nicht mehr steif wird. Einige Männer beklagen auch eine Erektion, die nicht hart genug ist, damit der Penis in den Partner eingeführt werden kann. Es kann sogar vorkommen, dass lediglich der Schaft hart wird, die Spitze des Penis, also die Eichel, jedoch weich bleibt und beim Penetrationsversuch abknickt. Auch hier besteht eine erektile Dysfunktion. In anderen Fällen wiederum, kann durchaus eine harte Erektion zustande kommen. Diese sinkt jedoch schnell wieder ab und bleibt nicht solange bestehen, bis der Geschlechtsakt vollzogen werden kann. Maßgeblich für alle Arten der unzureichenden Erektion ist, dass der Mann durchaus Lust zum Geschlechtsverkehr verspürt, dieser jedoch nicht ausgeübt werden kann.

Eine weitere Möglichkeit der Impotenz besteht darin, dass der Penis hart wird, jedoch sogleich der Samenerguss erfolgt, wodurch ein Entspannungsprozess einsetzt, in dem keine weitere Erektion möglich ist. Hier spricht die Medizin von einem vorzeitigen Samenerguss. Die meisten Männer sind hiervon zu Beginn der Pubertät betroffen oder kennen das Problem vereinzelt. Es kommt jedoch bei einigen Männern dazu, dass der vorzeitige Samenerguss dauerhaft ist. Die Ausübung des Geschlechtsverkehrs ist hernach nicht möglich.

Sowohl die erektile Dysfunktion, als auch der vorzeitige Samenerguss sind durchaus Erlebnisse, die gesunde Männer mit ausreichender Potenz zeitweilig erleben können. Abhängig sind sie von Faktoren wie Alltagsstress, der Partnerschaft oder dem individuellen Empfinden. Aus diesem Grund gilt auch eine zeitweilige Lustlosigkeit oder Erektionsprobleme während stressiger Lebensphasen nicht zwangsläufig als Impotenz. Als Krankheit wird von der Medizin in der Regel erkannt, was über einen längeren Zeitraum hinweg besteht. Impotenz betrifft folglich sexuelle Störungen erst, wenn diese in mehr als 70 % der Versuche und in einem Zeitraum von über einem halben Jahr auftreten. Anders gestaltet sich die Situation selbstverständlich dann, wenn Schmerzen ursächlich für mangelnde sexuelle Leistungsfähigkeit sind. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Im Folgenden sind die üblichen Symptome einer Impotenz noch einmal zusammengefasst. Abhängig von einer ursächlichen Erkrankung können noch zusätzliche Symptome derselben, etwa Bluthochdruck, Kreislaufstörungen, Brustschmerzen oder Atemprobleme hinzutreten.

  • keine ausreichende Erektion
  • Samenerguss vor der Penetration
  • nicht ausreichende Härte des Penis
  • Schmerzen
  • Unvermögen den Sexualakt auszuführen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zunächst einmal stellt der Schritt, einen Arzt zu kontaktieren bei Betroffenen von Impotenz eine große Hürde dar. Nach wie vor handelt es sich um ein Tabuthema, dass in der Gesellschaft eher belächelt oder gar nicht thematisiert wird. Da ist es nachvollziehbar, dass Scham und Angst eine Öffnung vor dem Arzt zunächst verhindern. Hier sei allerdings darauf verwiesen, dass eine schnelle Diagnose und eine entsprechende Behandlung das Problem oftmals lösen können. Darüber hinaus kommt es durchaus vor, dass Impotenz als Symptom einer anderen, ernsthafteren Erkrankung auftritt. Der Arztbesuch sollte ergo nicht gescheut werden. Abgesehen hiervon ist der behandelnde Arzt stets zur Verschwiegenheit verpflichtet. Das bedeutet, dass persönliche Informationen, die während der Behandlung preisgegeben werden, nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen. Einem Vertrauensverhältnis zum Arzt steht daher nichts im Wege.

Die Behandlung beim Arzt beginnt in der Regel mit einer umfangreichen Anamnese. Hierbei fragt der Arzt verschiedene Informationen ab, die im weiteren Sinne als Erklärung für Impotenz infrage kommen. So sind beispielsweise die persönliche Lebenssituation, die aktuelle Partnerschaft genauso wie eventuell vorliegende Erkrankungen oder vergangene Krankheiten relevant. Außerdem gilt es, dem Arzt die betreffenden Symptome möglichst detailliert zu beschreiben, damit dieser sich ein genaues Bild von der Art des Leidens machen kann.

Im Anschluss an die Anamnese findet eine körperliche Untersuchung statt. Dafür wird die allgemeine Kondition des Patienten überprüft. Der Arzt versucht dadurch herauszufinden, ob es Anzeichen dafür gibt, dass eine Erkrankung die Blutzufuhr zum Penis beeinträchtigt. Zu diesem Zweck wird hernach auch der Penis untersucht. Es ist durchaus auch möglich, dass eine Degeneration des Penisgewebes oder kleine Verletzungen, die leicht zu beheben sind, eine Impotenz hervorrufen. Ein Beispiel hierfür ist die Phimose, die durch eine Verengung der Vorhaut dafür sorgt, dass keine schmerzfreie Erektion zustande kommt und dadurch möglicherweise auch die sexuelle Lust eingeschränkt ist. In der Regel kommt dies bei erwachsenen Männern jedoch nicht vor. Hier untersucht der Arzt im Anschluss an eine körperliche Begutachtung vor allem den Zustand der Gefäße. Hierfür können verschiedene Geräte verwendet werden. Üblich ist die Untersuchung mit der Doppler-Sonografie. Unter Umständen ist jedoch auch eine Angiografie notwendig. Zeigen sich hierbei keine maßgeblichen Erkrankungen kann auch ein Labortest durchgeführt werden, um mögliche hormonelle Probleme auszuschließen. Darüber hinaus ist eine neurologische Untersuchung möglich, die sich auf den Zustand der Nervenbahnen konzentriert.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Nach wie vor ist es vergleichsweise schwierig, genaue statistische Angaben in Bezug auf die Impotenz zu machen. Dieses Leiden gehört auch in er heutigen Gesellschaft noch zu den Tabuthemen, über die in der Gesellschaft nicht offen gesprochen wird und die mit Scham behaftet sind. Nicht selten trauen sich Betroffene keinen Arzt aufzusuchen und weihen nicht einmal enge Vertraute in ihr Problem ein. Auf diesen Grund arbeiten Mediziner überwiegen mit Schätzungen bezüglich dieses Themas. Naheliegend ist beispielsweise, dass die Mehrheit der Männer irgendwann im Leben einmal von diesem Problem betroffen ist. Gerade weil eine Vielzahl an Erkrankungen auslösend sein kann, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich Impotenz an die Fallzahlen dieser Krankheiten anschließt. Beispielsweise wird angenommen, dass etwa 70 % der Männer im Alter ab 65 Jahren impotent wird, da sich hier Arterienverkalkung und Diabetes mellitus häufig finden lassen. Darüber hinaus setzt im Alter eine zunehmende Schwächung des Gewebes ein und die Hormone beginnen zu schwanken. Eine Abnahme der Sexualhormone ist besonders wahrscheinlich. Jüngere Männer sind aller Wahrscheinlichkeit nach vor allem in den Industrieländern betroffen, da hier Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Arteriosklerose besonders häufig sind und diese auch Impotenz als Symptom haben können. Inwieweit diese Angaben jedoch tatsächlich stimmen, kann nicht bescheinigt werden.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen, die sich aus einer Impotenz ergeben, liegen vor allem im Bereich der Psyche. Viele Männer knüpfen ihr Selbstwertgefühl maßgeblich auf die eigene sexuelle Leistungsfähigkeit. Nur wer potent ist und die Partnerin beziehungsweise den Partner befriedigen kann gilt hernach als “echter” Mann. Impotenz kann den Betroffenen also in den Grundfesten erschüttern und dadurch Stress sowie einen enormen Druck auslösen. In den meisten Fällen gestaltet sich die Situation für den betroffenen Patienten deutlich schwieriger als für den Partner. Dennoch führt Impotenz nicht selten zu Depressionen und zerstört gleichzeitig Partnerschaften. Ärzte empfehlen aus diesem Grund, auch neben der Behandlung organischer Ursachen der Krankheit, eine entsprechende Psychotherapie oder eine Behandlung bei einem Sexualtherapeuten. Hier lernen Betroffene mit ihrem Problem umzugehen, gewinnen neues Selbstvertrauen und lernen verschiedene Arten der Sexualität kennen, die mögliche Defizite ausgleichen können. Zudem ist es möglich, den Partner in solche Therapien einzubinden, damit auch dieser einen adäquaten Umgang mit der Impotenz erlernen kann.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Viele Männer empfinden Probleme mit der Potenz als Angriff auf die eigene Persönlichkeit. Sie definieren sich über sexuelles Leistungsvermögen und sehen in der Impotenz einen Grund, sich selbst als Mann infrage zu stellen. Aus diesem Grund meiden sie es, über eventuelle Probleme zu sprechen. Dadurch kommt es nicht selten zu psychischen Problemen, die unter Umständen das Problem noch verschärfen können. Angst und Scham verhindern dann, dass ein Arzt kontaktiert wird. An dieser Stelle sei jedoch verstärkt darauf hingewiesen, dass Impotenz dringend behandelt werden sollte. Nicht nur stellt die Einschränkung der sexuellen Leistungsfähigkeit ein normales psychisches Leiden dar, es hat sich außerdem gezeigt, dass nicht selten gravierende körperliche Erkrankungen zugrunde liegen. Sind beispielsweise schwere Arterienverengungen, Thrombosen oder Nervenschäden ursächlich für eine Impotenz, werden diese unter Umständen zu spät entdeckt, insofern kein Arzt herangezogen wird. Eine Behandlung gestaltet sich hernach als deutlich schwieriger und ist unter Umständen gar nicht mehr möglich.

Grundlegen lässt sich festhalten, dass ein Besuch beim Arzt deutlich weniger dramatisch ist, als die Folgen einer möglichen Ursprungserkrankung. Auch wenn ein Mediziner sich nach den sexuellen Gewohnheiten und anderen persönlichen Informationen erkundigt, liegt kein Grund vor, sich unwohl zu fühlen oder zu schämen. Ein Arzt wird in aller Regel individuelle Vorlieben oder Techniken nicht bewerten oder verurteilen, sondern diese von einem rein medizinischen Standpunkt aus in die Diagnose und die Behandlung einbeziehen. Darüber hinaus darf er persönliche Angaben nicht an Dritte weitergeben. Auch die eigene Partnerin oder der Partner dürfen nicht über preisgegebene Informationen in Kenntnis gesetzt werden, obgleich es oftmals lohnend ist, den Partner in die Behandlung zu integrieren.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass eine Behandlung angestrebt werden sollte, sobald sich die Impotenz bemerkbar macht, also ein Mann über einige Monate hinweg in den überwiegenden Fällen der Versuche sexuellen Kontakts, diesen nicht ausführen kann.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer Impotenz richtet sich selbstverständlich danach, welche Krankheit ursächlich für das Leiden ist. Hiernach entscheidet sich auch, welcher Facharzt die Behandlung übernimmt. Infrage kommen beispielsweise Urologe, Endokrinologe, Angiologe, Neurologe oder ein Psychotherapeut. Es ist aus diesem Grund ratsam, zur Erstuntersuchung den Hausarzt aufzusuchen, da dieser bereits eine Überweisung an den richtigen Facharzt ausstellen kann.

Liegen die Ursachen einer Impotenz im Bereich der Gefäßstörungen, gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die zur Behandlung getroffen werden können. Möglich ist etwa eine Umstellung der Lebensverhältnisse, die dafür sorgen, dass kein weiteres Plaques in den Arterien angelagert wird und sich die Gefäße erweitern, wodurch der Blutstrom verbessert werden kann. Zum Teil ist ein Verschluss jedoch bereits sehr weit fortgeschritten. Dann können womöglich Medikamente verabreicht werden. Blutdrucksenker und Medikamente gegen Diabetes mellitus sind eine übliche Wahl. Es ist jedoch auch möglich, dass eine Schwellkörperinjektionstherapie notwendig ist. Bei dieser Methode bekommt der Patient diverse Substanzen, beispielsweise Prostaglandin, die er bei Bedarf selbstständig in den Penis injiziert, damit die Gefäße entsprechen erweitert werden beziehungsweise der Blutfluss angeregt wird. Maßgeblich ist bei diesem Verfahren, dass der Patient entsprechend aufgeklärt und in die Handhabung der Injektionen eingewiesen wird. Da dennoch einige Risiken hierbei bestehen, sollte zudem eine regelmäßige Kontrolluntersuchung durchgeführt werden.

Nicht immer ist eine medikamentöse Therapie erfolgsverprechend. Liegt ein enger Verschluss der Venen oder Arterien vor, sind organische Schäden, beispielsweise eine verengte Vorhaut oder eine Peniskrümmung, ursächlich oder hat ein Nervenschaden negativen Einfluss auf die Potenz, empfiehlt sich ein operativer Eingriff. Durch einen solchen lässt sich in der Regel eine beeinflussende organische Störung dauerhaft beheben. Ausschlaggebend ist dafür selbstverständlich, dass frühzeitig eingegriffen wird.

Für körperliche Defizite, die eine Impotenz bewirken, gibt es auch einige mechanische Hilfsmittel, die die Potenz und die Erektionsfähigkeit stärken können. Als Beispiele seien der Penisring sowie die Vakuumpumpe genannt. Gerade dann, wenn Blut zu schnell aus dem Penis abläuft und hernach keine Erektion gehalten werden kann, eignet sich der Penisring dazu, Blut über einen längeren Zeitraum hinweg im Schwellkörper zu stauen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Ring nach dem Geschlechtsverkehr leicht abgenommen und die Stauung aufgehoben werden kann. Ein gusseiserner Metallring oder Schließmechanismus sollte beispielsweise nicht verwendet werden. Empfehlenswert sind hingegen Ringe aus elastischem Material wie Gummi oder Silikon. Liegt der Grund für eine Impotenz hingegen im unzureichenden Zufluss, hilft die Vakuumpumpe dabei, schneller Blut in den Schwellkörper zu saugen. Dies geschieht mittels Unterdruck. Sowohl Penisring als auch Vakuumpumpe helfen dabei, für circa 30 Minuten eine ausreichende Steifheit des Penis zu schaffen, die für einen durchschnittlichen Geschlechtsverkehr mehr als ausreichend ist.

Oftmals schwieriger als eine Behandlung organischer Schäden ist jene, die auf psychischen Ursachen fußt. Hier ist in der Regel eine ausgefeilte Psychotherapie notwendig, in der die speziellen Ursachen genau analysiert und einzeln behandelt werden. Am erfolgsversprechendsten sind aktuell sogenannte Sexualtherapien, die nicht selten auch die Partnerin in die Behandlung integrieren. Probleme in der Partnerschaft können hier genauso besprochen werden wie der richtige Umgang mit Stress oder Drucksituationen. Zusätzlich wird darauf abgezielt, dass Selbstbewusstsein des Betroffenen zu stärken, damit dieser sich von einem möglichen Leistungsgedanken befreien kann und einen lockeren Umgang mit Sexualität lernt.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Viele Männer leiden gerade im Alter unter Impotenz. Es wird sogar davon ausgegangen, dass die Mehrheit irgendwann im Leben hiervon betroffen sein wird, ohne dass der Prozess aufgehalten werden kann. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Zum einen wird der Hormonspiegel sich im Laufe des Lebens stark verändern. Im Alter produzieren die meisten Menschen, Männer und Frauen, deutlich weniger Sexualhormon, als in den jüngeren Jahren. Bei Frauen wird die Hormonproduktion klar während der Wechseljahre umgestellt. Dass auch Männer einen solchen Prozess erleben, wird kaum dokumentiert. Hier vollzieht sich die Entwicklung zum Teil deutlich schleichender. Bemerkbar ist dies lediglich daran, dass die sexuelle Leistungsfähigkeit immer mehr abnimmt. Tatsächlich verhindern lässt sich dies nicht. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie eine Impotenz in jungen Jahren verhindert und im Alter hinausgezögert werden kann. Selbstverständlich lässt sich nicht jede körperliche Ursache mit einer Prävention vermeiden. Eine Phimose beispielsweise besteht in der Regel von Geburt an und kann lediglich durch einen operativen Eingriff aufgelöst werden.

Organische Leiden, etwa Arterienverkalkung oder Bluthochdruck, lassen sich vergleichsweise leicht umgehen. Maßgeblich hierfür ist eine gesunde Lebensführung. Zu dieser gehören einige wenige Punkte: Die Ernährung sollte ausgewogen, gesund und abwechslungsreich sein. Hingegen ist es notwendig, schädliche Produkte zu vermeiden. Das bedeutet, dass Alkohol nur in geringen Maßen konsumiert werden darf. Sinnvoller ist es sogar, gänzlich auf diesen zu verzichten. Das gilt auch für Rauchwaren. Tabak ist eine der häufigsten Ursachen für viele Krankheiten. Sein Konsum fördert zudem die Schädigung des Durchblutungssystems des Körpers und kann hernach auch in einer Impotenz münden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, eine vollkommene Tabakabstinenz anzustreben. Neben der richtigen Ernährung spielt außerdem die körperliche Betätigung eine Rolle. Sport ist in doppelter Hinsicht zur Vermeidung von Impotenz sinnvoll. Zum einen werden hierdurch die Muskeln, die Gefäße und die Nerven gestärkt, wodurch körperlichen Krankheiten vorgebeugt wird. Zum anderen stärkt Sport nachweislich das Selbstbewusstsein und fördert eine positive Selbstwahrnehmung. Das hat einen entscheidenden Einfluss auf die sexuelle Leistungsfähigkeit.


Prognose zur Heilung

Ob eine Impotenz erfolgreich behandelt werden kann, richtet sich in erster Linie nach den zugrundeliegenden Erkrankung. Hierbei sei gesagt, dass körperliche Probleme in der Regel leichter zu behandeln sind als psychische Leiden. Generell gilt, dass eine Behandlung erfolgreicher ist, je früher sie beginnt und je leichter die Ursprungserkrankung ist. Gerade bei einer Verkalkung der Arterien kann im Anfangsstadium eine Umstellung der Lebensgewohnheiten dazu führen, dass die Impotenz von allein wieder abklingt, ohne dass Medikamente oder eine Operation notwendig werden. Auf der anderen Seite kann mit der modernen Medizin viel dafür getan werden, dass Krankheiten, die Impotenz auslösen geheilt oder zumindest therapiert werden können. Aus diesem Grund stehen die Chancen für eine Heilung vergleichsweise gut. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, trotz Impotenz ein relativ normales Sexualleben zu führen. Medikamente die auf Sildenafil basieren, können beispielsweise über eine bestehende Impotenz hinwegtäuschen, indem sie Defizite rein biologisch auflösen. Es sei allerdings darauf hingewiesen, dass wohl die Mehrheit der Männer im Alter eine Impotenz entwickeln wird. Ebenso wie das Altern lässt sich dieser Prozess kaum stoppen.


Penis und Sexualität

Der Penis des Menschen hat im Grunde genommen zwei verschiedene Funktionen: Er dient zum Urinieren und zur Fortpflanzung. Letztere beeinflusst er dadurch, dass er in erigiertem Zustand in die Vagina eingeführt wird, um dort den, in den Hoden produzierten Samen zu platzieren, der hernach zur Eizelle wandert und eine Befruchtung ermöglicht. In der heutigen Zeit wird der Beischlaf jedoch nicht nur zum Zwecke der Fortpflanzung ausgeübt. Sexualität nimmt daher einen großen Raum im Leben eines Menschen ein und wird bereits in der Jugend und während der ersten Partnerschaften vergleichsweise offen ausgelebt. Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass auch dem Penis deutlich mehr Interesse zukommt und sexuelle Fragen hierzu öffentlicher diskutiert werden. Allerdings halten sich nach wie vor einige Mythen bezüglich dieses Geschlechtsorgans, die überwiegend noch aus der Zeit stammen, in welcher Geschlechtsverkehr tabuisiert wurde.

Gleichsam als urbane Legende kann man die Vorstellung werten, dass der Penis hinsichtlich seiner Länge für Frauen von Interesse wäre. Die meisten Leute wissen inzwischen, dass die Länge des Gliedes eher irrelevant für den Vollzug des Aktes ist. Zum einen benötigt man nur wenige Zentimeter dieses Organs, um in die Vagina eindringen zu können und hernach die Fortpflanzung zu gewährleisten. Zum anderen befinden sich die Lustzentren der Frau vor allem außerhalb oder im ersten Drittel der Scheide. Es gibt also keinen Grund, weshalb ein längerer Penis besser zur sexuellen Stimulation der Frau genutzt werden kann, als ein kürzerer Penis. Maßgeblich ist vielmehr, dass eine ausreichende Festigkeit der Erektion erreicht werden kann. Darüber hinaus ist das Innere der Vagina vergleichsweise kurz und erstreckt sich selbst im erregten Zustand nicht weit über 20 Zentimeter. So kann es vorkommen, dass bereits ein Penis von 18 cm Länge Schmerzen bei der Penetration verursacht.

Dass nun die Länge keinen Einfluss auf ein erfülltes Sexualleben hat, ist hinreichend bekannt. Viele Menschen glauben allerdings, dass der Umfang eine Rolle spielen würde, obgleich diese Vorstellung mindestens ebenso irreführend ist. Aus diesem Grund sei an dieser Stelle deutlich darauf hingewiesen: Die Dicke des Penis ist eher irrelevant – sowohl für die Fortpflanzung als auch für die sexuelle Befriedigung. In aller Regel ist die Vagina im ersten Drittel von einer dichten Muskelschicht umgeben, die eine Enge bewirkt, welche vergleichsweise groß ist. So ist es möglich, dass bereits ein Finger spürbar ist und theoretisch ausreicht, um einen Orgasmus herbeizuführen, insofern es der Frau überhaupt möglich ist einen vaginalen Orgasmus zu bekommen. An dieser Stelle sei nochmal bemerkt, dass vielen Frauen, die vaginale Reibung ohnehin nicht ausreicht und sie zusätzliche Stimulation der Klitoris wünschen. Zudem kann ein dicker Penis auch zu Rissen und Schmerzen am eher engen Scheideneingang bewirken und dadurch die sexuelle Lust eher eingrenzen.

Ungeachtet davon, dass die Maße eines Penis für den Geschlechtsverkehr und das Vergnügen der Frau keine Rolle spielen, sind viele Männer nach wie vor hierauf fixiert. So kann es leicht vorkommen, dass eine starke Unzufriedenheit entsteht, die durchaus großen Druck auf einen Mann ausüben kann. Der Penis wird dann als zu kurz oder zu dünn empfunden und es wird vermutet, dass ein Sexualpartner hieran keinen Spaß finden wird. Unter Umständen weiten sich die Ängste so weit aus, dass hernach der Druck eine Erektion verhindert und eine Impotenz entsteht. Hier kann dann lediglich eine Psychotherapie helfen.

Ein Mittel, Impotenz vorzubeugen, die psychisch bedingt ist, ist auch die breite Aufklärung darüber, dass Sexualität viele Spielarten hat und der Penis zumindest beim Lustgewinn eine untergeordnete Rolle spielt. Ein Geschlechtspartner kann beispielsweise auch oral, mit den Fingern oder mit diversen Sexspielzeugen stimuliert werden. Darüber hinaus ist ein zufriedenstellender Akt in jedem Falle gewährleistet, wenn aufeinander Rücksicht genommen wird und Vorlieben oder Abneigungen diskutiert werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Für die Behandlung einer Impotenz sind nicht zwangsläufig Medikamente oder ein chirurgischer Eingriff notwendig. Oftmals hilft es bereits eine Umstellung negativer Lebensgewohnheiten auf gesündere Verfahren vorzunehmen. So ist es ratsam, den Stress im Alltag auf ein Minimum zu reduzieren. Nicht jedem Menschen gelingt dies auf Anhieb oder ohne fremde Hilfe. Gerade wenn Menschen einem besonders druckbelasteten Job nachgehen und sich nicht ausreichend über das Thema Entspannung informiert haben, kann Stress zum Dauerzustand werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, verschiedene alternative Angebote zur Stressreduktion wahrzunehmen, die sanft mit diesem Thema vertraut machen und einen selbstständigen Umgang mit Drucksituationen lehren. Gesprächstherapien und Verhaltenstherapien eignen sich hierfür ebenso wie Kunsttherapien oder Yoga. Es sind aber auch Kurse zum autogenen Training und zu Meditation möglich. Für welche Maßnahme man sich entscheidet, hängt vor allem von der individuellen Einstellung ab. Ein Mann sollte für die Art der Therapie auch empfänglich sein und diese nicht bereits im Vorhinein ablehnen. Neben den genannten Therapiearten gibt es aber auch spezielle Gruppen, die sich ausschließlich dem Thema Impotenz widmen. Hierzu zählen auch Selbsthilfeforen und Männergruppen. Diese finden sich in den meisten größeren Städten sowie im Internet. In ihnen ist ein offener Austausch zwischen Betroffenen möglich. Unter Umständen kann das zu einem Abbau der Scham und zur Steigerung des Selbstwertgefühls beitragen, die in vielen Fällen eine Impotenz zusätzlich belasten.

Ist die Impotenz nicht durch seelische Prozesse hervorgerufen, sondern basiert allein auf einem organischen Leiden, kommen Betroffene um eine konventionelle medizinische Betreuung oftmals nicht umhin. Für sie gibt es allerdings einige alternative Ansätze, etwa die Behandlung mit Kräutern oder Ölen sowie spezielle Sportangebote und mechanische Hilfsmittel, die die Behandlung unterstützen können. Welche Mittel infrage kommen, kann mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Impotenz beruht nicht immer auf einem schweren organischen Defizit. Oftmals sind nur leichte Erkrankungen ausschlaggebend oder psychische Ursachen stören das sexuelle Empfinden und Leistungsvermögen der Betroffenen. Besonders in diesen Fällen können Hausmittel eine gute Unterstützung der konventionellen Therapie sein beziehungsweise stellen selbst die Behandlung dar. Infrage kommen hierfür in erster Linie alle Maßnahmen, die dabei helfen psychischen Druck und Stress abzubauen. Dieser entsteht bei jedem Menschen im Alltag. Allerdings weiß nicht jeder, wie ein entsprechender Ausgleich zu schaffen ist. Hierfür sind jedoch nur einige wenige Maßnahmen notwendig. Zu diesen gehört vor allem die Einhaltung bestimmter Ruhephasen. Schlaf ist die bekannteste Ruhepause, die der Körper benötigt, um neue Energie zu schöpfen. Ist der Schlaf unruhig, zu kurz oder zu unregelmäßig, wirkt sich dies oft negativ auf die Gesundheit und auch auf das Sexualleben aus. Mediziner geben daher den Rat, dass eine gewisse Schlafhygiene eingehalten wird. Im Bett nicht zu essen, zu arbeiten oder fernzusehen, eine feste Schlafenszeit festzulegen und im Schlafzimmer Ruhe zu haben, gehört dazu. Funktioniert die Schlafruhe, fällt es Betroffenen oftmals auch leichter, Ruhezeiten am Tag festzulegen und diese entsprechend einzuhalten. Bewegung an der frischen Luft, eine gesunde Ernährung und besonders sportliche Betätigung helfen zusätzlich dabei, den Körper zu stärken und vom Alltagsstress abzulenken.

Ein wesentliches Mittel bei Impotenz ist, eine funktionierende Partnerschaft zu führen, in der weder sexueller Leistungsdruck noch Frustration Raum haben. Hierfür sind Gespräche mit dem Partner am wichtigsten. Es kann unter Umständen auch hilfreich sein, eine Paartherapie zu absolvieren, damit eine offene Kommunikation untereinander gelernt wird.

  • Penisring
  • Penispumpe
  • Entspannungsübungen
  • Gespräche mit dem Partner
  • ausreichend Schlaf
  • sportliche Aktivität

Heilkräuter & Heilpflanzen

Bereits seit dem Ursprung der Menschheit werden Kräuter und Pflanzen zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. In Form von Salben, Tees, Tinkturen oder direkt oral eingenommen, geben sie viele medizinisch relevante Wirkstoffe an den Körper weiter, die hernach zur Heilung verschiedener Krankheiten notwendig sind. Aus diesem Grund stellt die Kräuterheilkunde auch heute noch einen wichtigen Bereich der Medizin dar.

Im Bezug auf Impotenz gibt es besonders viele Pflanzen, die sich positiv auswirken können. Sie werden dabei nicht nur als Therapie, sondern auch vorbeugend angewendet. Das betrifft beispielsweise das potenzsteigernde Ginko, aber auch den entzündungshemmenden und antibakteriellen Knoblauch. Welche Kräuter bei der jeweiligen speziellen Ausprägung der Impotenz angeraten sind, kann mit dem behandelnden Arzt oder einem Heilpraktiker abgesprochen werden. Im Folgenden finden sich bereits einige Heilkräuter, die besonders oft eingesetzt werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

In den vergangenen Jahren ist der Einsatz ätherischer Öle in der Behandlung verschiedener Krankheiten immer beliebter geworden. Die meisten Therapiemöglichkeiten wurden dabei bereits in der Antike entdeckt und haben sich als durchaus wirkungsvoll herausgestellt. Grundlage hierfür ist, dass die Öle eine konzentrierte Variante pflanzlicher Wirkstoffe enthalten, die an sich bereits gesundheitsfördernd sein können. Generell sind ätherische Öle also auch bei der Impotenz anwendbar. Es sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass diese auch verträglich sind. Einige Menschen reagieren leicht allergisch auf die Wirkstoffkonzentration. Die verschiedenen Aromen, beispielsweise von Citrus oder Ingwer, können außerdem die Schleimhäute und Augen reizen und sollten deshalb sehr sparsam dosiert werden. Insgesamt empfiehlt sich daher, eine Behandlung mit dem Arzt abzusprechen.

Im Folgenden finden sich die ätherischen Öle, die bei einer Behandlung gegen Impotenz eingesetzt werden können:

  • Zimt
  • Ylang-Ylang
  • Ingwer
  • Kiefernadel
  • Cananga
  • Sandelholz
  • Jasmin
  • Tuberose
  • Citrus

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Nach wie vor herrscht bei vielen Menschen noch Unklarheit darüber, was homöopathische Mittel überhaupt sind und wie sie funktionieren. Oftmals werden sie als Alternative zu herkömmlichen Medikamenten beworben, ohne dass auf genaue Inhaltsstoffe eingegangen wird. Dass sich beispielsweise hinter dem Namen Belladonna die Tollkirsche und hinter Acidum phosphoricum schlicht Phosphorsäure verbirgt, ist hernach nicht jedem klar. Dabei liegt das Geheimnis der Homöopathie lediglich darin, altbekannte, zum Teil auch in der konventionellen Medizin eingesetzte, Wirkstoffe stark zu verdünnen. Ob dann tatsächlich noch ein Einfluss auf den Körper erzielt werden kann, wird von Medizinern zum Teil bestritten, insofern es sich um eine sehr starke Verminderung des Wirkstoffanteils handelt. Insgesamt gilt natürlich, dass Pflanzenwirkstoffe kaum aus der Medizin wegzudenken sind und bei richtiger Dosierung und Verwendung positive Effekte erzielen können. Es ist jedoch zu überlegen, ob Pflanzenpräparate nicht lieber direkt eingenommen werden, ohne dass eine Verdünnung stattfindet. Darüber hinaus sind teilweise nicht nur Medikamente, sondern operative Eingriffe notwendig. In solchen Fällen können homöopathische Globuli nicht angewendet werden.

Zur Behandlung der Impotenz werden homöopathische Mittel überwiegend unterstützend herangezogen. Einige Präparate, etwa Panax Ginseng, basieren zudem auf Wirkstoffen, die vorbeugend eingenommen werden können. Gegen eine Verwendung dieser Mittel spricht in erster Linie nichts. Allerdings sollte von einer alleinigen Behandlung ohne ärztliche Kontrolle mit Homöopathie abgesehen werden. Im Folgenden findet sich dennoch ein Überblick über jene Substanzen, mit denen Impotenz behandelt werden kann:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze basieren auf der Annahme, dass ein Mangel an Mineralien den Elektrolythaushalt des Körpers negativ beeinflussen und hernach diverse Krankheiten entstehen. Mit der Einnahme des mangelnden Stoffes solle sonach auch die Krankheit behandelt werden. Es hat sich allerdings inzwischen gezeigt, dass durchaus Erkrankungen an einen Stoffmangel geknüpft sind, der Ausgleich allein jedoch noch keine Heilung hervorbringen muss. Beispielsweise kann ein Gefäßverschluss nicht zwangsläufig mit Zufuhr eines Mineralstoffs aufgelöst werden. Aus diesem Grund sind Schüssler Salze nur selten ein adäquater Ersatz für eine medizinische Behandlung. Generell gilt aus diesem Grund, zunächst einen Arzt zu kontaktieren und mit diesem eine Therapie abzusprechen. Schüssler Salze sollten dann lediglich als Ergänzung eingenommen werden, insofern keine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten besteht. Zum Teil haben die Salze auch eine Auswirkung auf den Hormonstoffwechsel. Dieser spielt bei Impotenz eine maßgebliche Rolle. Es ist somit möglich, dass eine organische Erkrankung mit Schüssler Salzen therapiert wird, jedoch der Hormonspiegel negativ beeinflusst wird. Eine angemessene Beratung zu den einzelnen Salzen ist folglich unabdingbar.

Im Folgenden findet sich eine Übersicht über jene Salze, die zur Ergänzung einer Impotenzbehandlung herangezogen werden können.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Verschiedene Studien haben ergeben, dass gerade Männer besonders anfällig für eine ungesunde Ernährung sind. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen verhindern noch heute nicht ganz abgebaute Rollenklischees, dass Männer aus der Küche ferngehalten werden. Viele junge Männer können daher, wenn sie das Elternhaus verlassen, nicht kochen und sind auf Fertigprodukte angewiesen. Zum Teil besteht nicht einmal ein Bewusstsein dafür, dass diese ungesund sind und was als Marker einer ungesunden Ernährung gilt. Zum anderen sind Männer nach wie vor stark in die Berufswelt eingebunden. Ein stressiger Job verhindert hernach, ebenso wie bei vielen Frauen, dass Ernährung bewusst praktiziert wird. Dabei stellt dieser Bereich einen wesentlichen Faktor bei der Vermeidung von Alterserkrankungen und Zivilisationskrankheiten dar. Gerade auf die Potenz kann die richtige Ernährung einen entscheidenden Einfluss ausüben.

Zunächst sei gesagt: Die Nahrung des Menschen sollte nach Möglichkeit abwechslungsreich sein. Dass viel frischen Obst und Gemüse sowie wenig Fett und Zucker konsumiert werden sollte, ist den meisten Menschen bewusst. Es reicht allerdings nicht aus, täglich ein bis zwei Äpfel zu verspeisen und darüber hinaus keine frischen Lebensmittel zu verwenden. Auch dieses Verhalten würde Mangelerscheinungen hervorrufen, obgleich ein Apfel viele Spurenelemente und Vitamine enthält. Einem Mangel beugt man allerdings nur vor, wenn täglich variiert wird. Dann ist zum teil sogar zweitrangig, welche Lebensmittel gegessen werden. Als Faustregel gilt jedoch, dass einmal wöchentlich Fisch und nicht mehr als zweimal Fleisch verzehrt wird. Außerdem haben Vollkornprodukte, da sie reich an Ballaststoffen sind und deutlich sättigender wirken als Weißmehlprodukte, einen gesundheitsfördernden Effekt.

Gerade für Männer gilt, dass gesättigte Fettsäuren nur in sehr geringen Maßen eingenommen werden sollte. Einige Studien konnten inzwischen einen Zusammenhang zwischen der Abnahme männlicher Sexualhormone und fettreicher Ernährung feststellen. Gerade nach einem Umstieg von tierischen, gesättigten Fettsäuren auf gesunde ungesättigte Fettsäuren, wie beispielsweise Omega-3, konnte bei Männern ein Absinken des Östrogenspiegels im Blut festgestellt werden. Ein Zusammenhang zwischen Fett und Impotenz kann daher nicht ausgeschlossen werden und gilt als sehr wahrscheinlich.

Darüber hinaus gilt selbstverständlich, dass alle Produkte, die zu Zivilisationskrankheiten führen können, etwa Alkohol, Tabak, Zucker oder Koffein, aus dem Speiseplan gestrichen werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Wird jeder Mann im Alter impotent?

Die statistischen Angaben bezüglich der Impotenz im Alter variieren stark. Der Grund hierfür ist, dass sich einige Männer nicht trauen, sich mit diesem Problem an einen Arzt zu wenden. Andere Männer wiederum verlieren, ausgelöst durch eine Hormonumstellung, mit zunehmendem Alter ihren Geschlechtstrieb, haben hiermit allerdings kein Problem und suchen ergo keine medizinische Hilfe. Ärzte schätzen jedoch, dass mehr als 70 % der Männer im Alter unter Potenzproblemen leiden. Wie stark diese ausgeprägt sind und ob eine tatsächliche Impotenz vorliegt, lässt sich jedoch konkret nicht sagen. Zudem ist es möglich, mit einer gesunden Lebensführung das Einsetzen der Potenzprobleme zu verschieben. Darüber hinaus gibt es durchaus Männer, die nie unter Impotenz leiden. Womöglich spielen hier auch genetische Faktoren eine Rolle.

Hilft Viagra gegen Impotenz?

Viagra ist ein Medikament, das auf dem Wirkstoff Sildenafil basiert und ursprünglich zur Behandlung von Herzkrankheiten hergestellt wurde. Er wirkt vor allem dadurch, dass verschiedene Enzyme im Körper aktiviert werden, die maßgeblich zur Erektionsfähigkeit beitragen. Aus diesem Grund gilt Sildenafil als wichtiges Medikament zur Behandlung von erektiler Dysfunktion und ist dahingehend auch zur Therapie einer Impotenz, gerade im fortgeschrittenen Alter, einsetzbar. Es lassen sich hiermit jedoch nicht alle Arten der Impotenz behandeln. Gerade wenn Nervenschäden, psychische Probleme oder Fehlbildungen ursächlich sind, kann Viagra kaum positive Effekte erzielen.

Führt zu viel Masturbation zu Impotenz?

Viele Jahre lang galt Masturbation, gerade in religiösen Gesellschaften, als verwerflich, unangemessen und sündenbehaftet. Die Medizin dieser Gesellschaften versuchte nicht selten diese Vorstellungen zusätzlich wissenschaftlich zu untermauern. Aus diesem Grund entstand der Fehlglaube, Masturbation sei ungesund, führe zu Rücken– und Haltungsschäden oder auch Impotenz. Inzwischen ist jedoch klar, dass Masturbation in der Regel keine negative Auswirkung hat. Sie führt sogar zu einer Stärkung der Potenz. Hiervon ausgenommen sind lediglich einige wenige Spezialfälle. Wird Masturbation beispielsweise dauerhaft als Ersatz für Geschlechtsverkehr angesehen und verhindert diesen sogar, wie es bei der Masturbationssucht oder Pornosucht der Fall ist, mündet sie unter Umständen in Impotenz und bedarf einer Behandlung. Wird das Reiben des Penis falsch ausgeführt, können außerdem Verletzungen entstehen, die den Penis nachhaltig schädigen. Zu starke Reibung oder zu fester Druck und ein Reißen an der Peniswurzel bergen daher auch die Gefahr, dass der Schwellkörper beschädigt wird und der Betroffene hernach nicht mehr uneingeschränkt den Geschlechtsakt ausführen kann. Solche Techniken gilt es daher zu vermeiden. Darüber hinaus ist Masturbation für die meisten Menschen allerdings ungefährlich.

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