Aneurysma

Steckbrief: Aneurysma

  • Namen: Aneurysma; Arterienerweiterung; Arterienaussackung
  • Art der Krankheit: Gefäßerkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Bereits im Papyrus Ebers (ca. 1550 v.Chr.)
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist; Neurochirurg
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – I00-I99 – I70-I79 – I71

Aneurysma
AneurysmaUnter einem Aneurysma versteht man eine abnormale Ausbeulung oder Ballonisierung der Wand eines Blutgefäßes. Dieses kann anschwellen und schließlich reißen (Gefäßruptur), was wiederum zu teils starken inneren Blutungen führen kann. Diese enden nicht selten mit dem Tod des Betroffenen.

Nichtsdestotrotz sorgen die meisten Aneurysmen für keinerlei Symptome, sondern existieren, ohne dabei auffällig zu sein. Dies führt nicht selten dazu, dass Personen nichts von ihre Erkrankung ahnen, selbst dann nicht, wenn es sich um vergleichsweise große Aneurysmen handelt. Eine Behandlung ist nicht immer möglich, ebenso ist es schwierig effektiv vorzubeugen. Lediglich das Vermeiden einiger Risikofaktoren kann hierzu dienen. Darunter fällt unter anderem mit dem Rauchen aufzuhören.

Definition Aneurysma?

Aneurysmen gehören zu jenen Erkrankungen, die die Menschen seit Anbeginn der Zeit beschäftigen. Bereits im Papyrus Ebers (circa 1550 v. u. Z.) finden sich detallierte Schilderungen dieses Leidens. Es handelt sich dabei um eine Schädigung der Gefäßwand von Arterien, insbesondere den großen Schlagadern. Durch diese Beschädigung, sei sie nun mechanisch oder aufgrund einer Erkrankung beziehungsweise angeborenen Gewebsschwäche entstanden, bildet sich eine kleine Tasche. In dieser sammelt sich mehr und mehr Blut. Hernach schwillt nicht nur die Tasche oder Aussackung an, sondern das Gewebe wird zusätzlich immer mehr beschädigt. Hinzu kommt, dass die Wand der Arterie durch das zusätzlich einströmende Blut immer stärker gedehnt wird. Unter ungünstigen Umständen kann schließlich die Gefäßwand nachgeben und einreißen. Dies bezeichnen Mediziner als Gefäßruptur. Wenn sie eintritt, stellt das für den Menschen einen lebensbedrohlichen Zustand dar, da Blut nicht an die entsprechenden Organe weiter geliefert wird, sondern unkontrolliert in das umliegende Gewebe ausströmt. Es kommt so unter anderem zu Blutungen in den Subachachnoidalraum (Hirnblutung), Einblutungen in das Becken oder den Brustkorb.

Die Krux dieser Erkrankung besteht vor allen Dingen darin, dass Betroffene nichts von der Existenz eines Aneurysmas spüren, unabhängig davon, ob es sich um ein Mikroaneurysma mit einer Größe von einem Millimeter oder eine riesige, zehn Zentimeter umfassende Aterienerweiterung handelt. Im schlimmsten Falle wird die Existenz dieses Gefäßwandschadens erst durch eine Ruptur deutlich, wobei dann unter Umständen jede Hilfe zu spät kommt.

Die Medizin kennt drei verschiedene Arten von Aneurysmen: das echte (A. Verum) Aneurysma, das Pseudoaneurysma sowie die durch Wanddissektion hervorgerufene Erweiterung (Aneurysma dessecans). Der Unterschied dieser drei Typen liegt darin, welche Bereiche einer Arterie betroffen sind. Eine normale Schlagader ist ein Hohlorgan, dessen Wand aus drei Schichten besteht, nämlich der innen liegenden Tunica intima, der Tunica media sowie der Tunica externa, also der Außenhaut der Arterie. Beim echten Aneurysma sind alle drei Schichten gleichermaßen betroffen und ausgeweitet. Dadurch ist eine relativ gleichmäßige Aussackung zu erkennen. Beim Pseudoaneurysma hingegen wurden die beiden innen liegenden Hautschichten zerstört, dadurch sammelt sich Blut zwischen der Tunica media und der Tunica externa, welche wiederum ähnlich einem Ballon mit zunehmendem Bluteinfluss immer mehr aufgeblasen wird. Das Aneurysma dessecans hingegen stellt eine Schwäche des äußeren Gewebes dar. Hier ist also lediglich die Außenhaut des Gefäßes verdickt.

Zu den besonders häufig auftretenden gehören das Aortenaneurysma (Aneurysma der Hauptschlagader) sowie das zerebrale Aneurysma. Letzteres ist stellt die Medizin vor eine besondere Herausforderung, da unter Umständen Bereiche des Hirns betroffen sind, die operativ nicht zugänglich sind. Darüber hinaus sind hier, abhängig von der Größe der Gefäßausdehnung, unterschiedlichste Symptome möglich, da auf die empfindlichen Hirnnerven leicht Druck ausgeübt werden kann. Kleinste Wölbungen können also bereits gravierende Folgen haben.


Was ist ein Aneurysma?

Aneurysma ist die Bezeichnung für eine sack- oder spindelartige Erweiterung eines Blutgefäßes, insbesondere an der Hauptschlagader. Zwar tritt es dort am häufigsten auf, jedoch kann sich dieses auch an jeder Arterie im Körper bilden und ebenfalls angeboren sein. Nicht selten entsteht ein Aneurysma auch im Kopf (Gehirn), an der Bauchschlagader, den Knien sowie in manchen Fällen im Herz (Herzwand).

Die Gefäßwandveränderung wird je nach spezifischer Ausprägung differenziert betitelt. So gibt es die Bezeichnungen:

  • Aneurysma verum
  • Aneurysma dissecans
  • Aneurysma spurium (auch Pseudoaneurysma oder Aneurysma falsum)

Ersteres wird gleichfalls als „echtes Aneurysma“ betitelt. Dabei stellt sich die Gefäßwand als gleichmäßig beutelartig erweitert heraus, die Blutgefäßwand ist jedoch nicht beschädigt. Bei dissecans findet sich ein Riss in der innen liegenden Gefäßwand, der Tunica intima eines Blutgefäßes, was ein Eindringen von Blut in die angrenzenden Gefäßwandschichten nach sich zieht. Die letzte Ausprägungsart des Aneurysmas besitzt den Zweitnamen „falsches Aneurysma“, da es nur im weiteren Sinne zu den zuvor bezeichneten Begriffen dazu gezählt wird. Hier sind die beiden innen liegenden Gefäßwände gerissen, wodurch sich Blut unter der äußeren Gefäßwand sammelt. In diesem Fall weist die Gefäßwand also ein Loch auf und es erfolgt beispielsweise eine Abdichtung durch das Gewebe. Dies sorgt wiederum für ein Hämatom (Bluterguss), im weiteren Verlauf baut es sich nach und nach zu Bindegewebe um.

Aber was ist eigentlich die Aufgabe von Arterien? Sie dienen dem Transport des sauerstoffreichen Blutes (Farbe Hell- bis Knallrot) vom Herz durch den Körper. Im Gegensatz dazu sind für die Rückführung vom sauerstoffarmen Blut (Farbe Dunkelrot) die Venen zuständig. Schaut man sich ein Bild des Gefäßnetzes eines Menschen an, ähnelt dieses sehr mit einem Baum. Die kleinsten Gefäße – auch Kapillaren oder Haargefäße genannt – erinnern an die äußersten Zweige.

Diese befinden sich an etwas größeren Blutgefäßen (Arteriolen), welche wiederum von den „Hauptästen, die von dem „Stamm“ (der Aorta) abzweigen, ausgehen. Durch all diese winzigen Wege pumpt das Herz Schlag für Schlag den Sauerstoff in das Gewebe und die Zellen. Arterien sind aufgrund des vorherrschenden hohen Blutdrucks stärker belastet als Venen. Erstere besitzen deshalb eine weitaus kräftigere Gefäßwand als letztere. Besteht jedoch eine Schwachstelle im weitläufigen Netz, kann dies zu einem Aneurysma führen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen eines Aneurysmas sind im Wesentlichen davon abhängig, welcher Aneurysmentyp vorliegt.

Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines echten Aneurysmas zählt die Hypertonie (Bluthochdruck). Man kann sich das in etwa so vorstellen, dass jeder Herzschlag eine Blutwelle durch den Körper befördert. Diese gleitet in der Regel locker durch Arterien und Venen. Leidet man unter zu hohem Blutdruck, fällt diese wesentlich kräftiger aus und belastet dadurch die Gefäßwände. Oftmals entsteht dadurch eine Schwachstelle, welche der Entwicklung eines Aneurysmas den Weg ebnet.

Ein erhöhtes Risiko besteht ebenfalls für Menschen, bei welchen eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) festgestellt wurde. Diese sorgt für den Verlust der Elastizität aufgrund der vermehrten Ablagerungen an den Gefäßwänden, wodurch diese ihre notwendige Fähigkeit der Abfederung verlieren. Aufgrund der Tatsache, dass Tabakkonsum sowohl einen erhöhten Blutdruck, als auch eine Arteriosklerose begünstigen kann, gehört das Rauchen zu den indirekten Risiken.

Im Zusammenhang mit der Entstehung eines Aneurysmas sollen gleichfalls auch die Erbanlagen stehen. Hierzu zählen einige Erbkrankheiten wie beispielsweise das Ehlers-Danlos- sowie das Marfan-Syndrom. In diesen wird ein erhöhtes – wenn auch seltenes – Risiko für ein Aneurysma gesehen. Aber auch wenn keiner der vorgenannten Faktoren vorliegen, sollten typische Symptome dieser Erkrankung durchaus ernst genommen werden, denn letztendlich kann diese einen jeden Menschen treffen.

Ab und an kommt es auch vor, dass eine bakterielle Infektion die Entstehung von Aneurysma hervorruft. Diese kann für eine Entzündung in der Gefäßwand verantwortlich sein, möglicherweise zu einer Schädigung derselben führen, hernach bildet sich ein Aneurysma. Es lässt sich folglich festhalten, dass alles, was die Elastizität der Gefäßwand beeinträchtigt, beziehungsweise die Arterienwände dauerhaft stark belastet, im Prinzip zu einem Aneurysma führen kann.

Hingegen hat ein falsches Aneurysma eher mechanische Ursachen. Darunter fallen alle akuten Verletzungen der Gefäßwand, welche als häufigste Ursache für eine derartige Erkrankung bekannt sind. Eine solche Beschädigung kann beispielsweise bei einer Herzkatheteruntersuchung unabsichtlich entstehen. Dabei muss ein dünner Schlauch seinen Weg über die Arterie im Bein bis hin zum Herzen nehmen. So flexibel dieser auch ist und mit noch so viel Vorsicht er durchgeschoben wird, lässt sich das Risiko einer Gefäßwandverletzung nicht zu 100 Prozent ausschließen. Möglich sind jedoch auch Verletzungen des Kopfes. Diese müssen nicht einmal dramatisch sein. Es reicht unter Umständen ein Schlag vor den Kopf, um ein Gefäß verletzen zu können. Selbstverständlich trägt aber auch hier der allgemeine Zustand einer Arterie zur Bildung eines Aneurysmas bei. Eine Kopfverletzung wird folglich eher zum Riss der inneren Gefäßwände führen, wenn diese bereits angeschlagen sind.

Ein Aneurysma dissecans entsteht, wie im Namen bereits deutlich wird, zumeist ob einer Aortendissektion, also dem Einreißen der innersten Gefäßwandschicht (Tunica intima). Es muss von diesem Typ jedoch nicht nur die Aorta betroffen sein. Auch jede andere Aterie kann diese Art des Aneurysmas bilden. Sie entsteht swohl aufgrund mechanischer Reizung, als auch ob verschiedener gefäßbeeinträchtigender Faktoren, die genauso ein normales Aneurysma begünstigen können.

Im Folgenden wird noch einmal ein kurzer Überblick über die ursächlichen Faktoren eines Aneurysmas gegeben:

  • Alter (vorallem Personen ab dem 50 lebensjahr gelten als gefährdet)
  • Rauchen
  • Hoher Blutdruck
  • Arteriosklerose (Verhärtung der Arterien)
  • Missbrauch von Rauschgiften (insbesondere Kokain)
  • Allgemeine Verletzungen
  • Missbrauch von Alkohol
  • Diverse Erkrankungen des Blutes
  • Geringe Östrogenwerte nach der Menopause
  • Verletzungen

Symptome & Anzeichen

In vielen Fällen gibt sich ein kleines Aneurysma überhaupt nicht zu erkennen, sein Vorhandensein löst meist keinerlei Beschwerden aus. Daher wird es häufig nur bei zufälligen Untersuchungen in dessen Bereich entdeckt. Je nach Platzierung und Größe treten dann unterschiedliche Symptome auf:
Im Folgenden sind die gängigsten Aneurysmentypen hinsichtlich ihrer Lage und der entsprechenden Symptome aufgeführt:

  • Bauchaortenaneurysma: Dieses Aneurysma äußert sich unter Umstämden durch Schmerzen im Unterbauch mit möglicher Ausstrahlung in den unteren Teil des Rückens sowie in die Beine.
  • Aortenaneurysma im Brustbereich: Hier kann es bei entsprechender Größe des Aneurysmas zu Druck auf den Kehlkopf oder die Luftröhre kommen. Dies äußert sich hernach in Antemnot, Heiserkeit, Husten, krankhaften Atemgeräuschen, Schluckproblemen sowie ganz allgemeinen Schmerzen in der Brust.
  • Aneurysma Poplitea: Wenn die Beinarterien betroffen sind, führt dies unter Umständen zu Kälte- und Taubheitsgefühlen, Kribbeln sowie Schmerzen in der Wade.
  • Zerebrales Aneurysma: Hier sind die Symptome wohl am vielfältigsten. Abhängig davon, welche spezielle Arterie betroffen ist, kann es zu Koordinations- und Sprachstörung beziehungsweise der Beeinträchtigung der Sinneswahrnehmungen kommen. Darüber hinaus sind Kopfschmerzen möglich.

Ein Bauchaortenaneurysma bleibt oftmals sehr lange unentdeckt. Beginnen die Schmerzen, sind diese meist dauerhaft und stechend. Sie können auch von Verdauungsproblemen begleitet werden, was aber selten vorkommt. Kommt das Bauchaortenaneurysma zum Platzen oder Reißen, äußert sich dies in einem schlagartig auftretenden sehr starken Schmerzgefühl. Der Blutdruck sinkt stark und schnell durch den Blutverlust ab, ein Kreislaufschock folgt.

Bei extrem starken inneren Blutungen besteht die Möglichkeit der Todesfolge. Ein Aortenaneurysma im Brustbereich kann sich neben den oben genannten Symptomen ebenfalls durch wiederholt auftretende Entzündungen der Atemwege (z.B. der Lunge) bemerkbar machen. Dies kommt vor, wenn sie durch ein Aneurysma stark eingeengt werden. Ein Aneurysma der Kniekehlenarterie äußert sich nicht immer in Beschwerden. Die Gefahr hierbei ist jedoch, dass es sich stetig vergrößert und daher in der Folge ein Blutgerinnsel bilden kann. Ist dies der Fall, kommen erst die unter 3. aufgeführten Symptome zum Vorschein. Manchmal kommt es vor, dass der Thrombus vom Blut weitertransportiert wird, bis dieser hängenbleibt und dadurch ein Gefäß verschließt. In der Fachwelt wird ein derartiger Gefäßverschluss als Embolie bezeichnet. Verschiedene Wissenschaftler und Ärzte legen die Vermutung dar, dass eine erbliche Veranlagung bei der Entstehung des Aneurysmas möglicherweise eine Rolle spielen kann. Sollte dieses Problem bereits in der eigenen Familie aufgetaucht sein, empfiehlt es sich unbedingt, vermehrt auf ein Erscheinen von diesbezüglichen Symptomen zu achten.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Sollten sich plötzliche und starke Blutungen einhergehend mit starkem Kopfschmerz einstellen, kann dies möglicherweise auf ein Aneurysma zurückzuführen sein. Darum ist es in einem solchen Fällen unabdingbar, dass klinische Tests zum Zwecke einer Diagnose durchzuführen sind.

Die hierfür zur Diagnose zur Verfügung stehenden klinischen Tests sind unter anderem eine Computertomographie (CT), Eine Untersuchung der Hirnflüssigkeit, ein MRT (Magnetresonanztomograohie) sowie eine Angiographie.

Unter einem CT versteht man eine Art spezialisiertes Röntgen. Zumeist wird dieser Test als erstes durchgeführt, wenn ein Patient mit einem verdacht auf ein Aneurysma ins Krankenhaus kommt. Das CT produziert sehr feine Schichtaufnahme des Gehirns, anhand derer man klar determinieren kann, ob eine Blutung vorliegt oder nicht. Bisweilen ist es darüber hinaus notwendig, dass man dem zu Behandelnden ein Kontrastmittel verabreicht, um den Fluss des Blutes besser zu verdeutlichen. Hierdurch entstehen dem Patienten jedoch in der Regel keinerlei zusätzliche Unannehmlichkeiten.

Es kann darüber hinaus auch ein Liquor-cerebrospinalis-Test zum Einsatz kommen. Bei dem sogenannten „Liquor cerebrospinalis“ handelt es sich um die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit. Bei speziellen Formen des Aneurysmas kann es vorkommen, dass sich Blut oder Blutpartikel in dieser Flüssigkeit ansammeln. Ist dies der Fall, kann es schwer sein, das mittels eines CTs zu beweisen. Daher ist es unumgänglich, dass man zwecks einer Diagnose etwas dieser Flüssigkeit entnimmt und sie auf Rückstände von Blut untersucht. Zur Gewinnung der Flüssigkeit bedient man sich einer Lumbarpunktion. Hierbei handelt es sich um eine Technik, bei der man eine Nadel direkt in das Rückenmark einführt und dort eine Probe entnimmt.

Das MRT stellt eine sehr häufig angewendete Methode in der Diagnostik eines Aneurysmas dar. Bei dieser Methode bedient man sich magnetischer Wellen, die in Paarung mit Radiowellen dazu in der Lage sind, sehr feine und detaillierte Bilder vom Inneren des Körpers zu erzeugen. Diese Bilder sind darüber hinaus sowohl in 2D als auch 3D herzustellen, was eine Diagnose im Zweifel sehr stark erleichtern kann. Aufgrund des gerade erwähnten Detailreichtums ist es möglich, etwaig geplatzte Arterien zu entdecken und somit für die auftretenden Symptome verantwortlich zu machen, also die Diagnose „Aneurysma“ stellen zu können.

Bei einer Angiographie handelt es sich um eine Sichtbarmachung der Blutgefäße des Patienten. Bei der zerebralen Angiographie wiederum handelt es sich speziell um die Sichtbarmachung der Blutgefäße im Gehirn der zu behandelnden Person. Zur Durchführung dieser Untersuchung bedarf es jedoch eines relativ komplizierten Vorgehens. Zunächst muss der behandelnde Arzt einen flexiblen Tubus, bzw. einen Katheter in eine große Arterie einführen. Hierzu benutzt man zumeist eine solche in der Leistengegend. Der Mediziner schiebt besagten Katheter dann am Herzen vorbei Richtung Gehirn. Hierbei sondern der flexible Tubus ein spezielles Färbemittel, dass es erleichtert, die Gefäße im Rahmen eines bildgebenden Verfahrens darzustellen.

Aufgrund der relativen Kompliziertheit und Schwere dieses diagnostischen Mittels kommt es nur sehr selten zum Einsatz und dient mehr als die Ultima Ratio der Diagnose, anstatt als allzu gängiges Mittel. Nichtsdestoweniger sind die hieraus gewonnenen Ergebnisse zumeist sehr aufschlussreich.

Wurde ein Aneurysma eindeutig identifiziert, ist zwingend Handlungsbedarf gegebene. Der Verlauf der Krankheit ist mitunter sehr kurz. Aneurysmen sind mitunter sofort tödlich. Hierbei kommt es allerdings sehr stark auf die Größe desselben an. Nichtsdestoweniger kann man durchaus davon ausgehen, dass einem Betroffenen im Zweifelsfalle nur einige wenige Sekunden bleiben, so zumindest in sehr extremen Fällen. Bei milderen Verläufen kann man den Patienten oftmals noch gut behandeln. Hierfür stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung. In den meisten Fällen ist jedoch eine Operation nötig, da sich die medikamentöse Therapie als wenig zuverlässig erwiesen hat.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es ist aufgrund der teilweise schweren Erkennbarkeit der Erkrankung nur vergleichsweise kompliziert möglich, genaue statistische Daten zu erheben. Darum schwanken die Daten zur Prävalenz der Krankheit unter anderem sehr stark. Allgemein geht man davon aus, dass zwischen 0,4 und 3,6 der Weltbevölkerung an einem Aneurysma leiden. Hierbei gilt jedoch zu erwähnen, dass die vermutete Häufigkeit bei Risikogruppen wesentlich höher liegen könnte. Hier kann man von bis zu 6% ausgehen. Da Betroffene häufig keine Beschwerden ob ihres Aneurysmas haben, sind circa 10 % der Befunde reine Zufallsentdeckungen bei anderen Untersuchungen.

Das Geschlecht scheint darüber hinaus auch ein determinierender Faktor dahingehend zu sein wie häufig ein Aneurysma entsteht. So konnte man in den letzten Jahren beobachten, dass Frauen im Durchschnitt häufiger betroffen sind als Männer. Insbesondere gilt dies für Frauen zwischen dem 35. und 60 Lebensjahr. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass auch Männer imstande sind, Aneurysmen auszubilden, ebenso wie Kinder. Gleichwohl sind selbige bei Kindern vergleichsweise selten. Man geht davon aus, dass maximal 5% aller Erkrankten Kinder sind. Die restlichen 95% sind achtzehn Jahre oder älter. Tatsächlich scheint das Alter überhaupt eine übergeordnete Rolle zu spielen, wenn es um Aneurysmen geht. So treten dieselben vornehmlich bei Personen auf, die das 50. Lebensjahr erreicht haben. Tragischerweise jedoch gehen der Entwicklung einer solchen Erkrankung zumeist keine Warnsignale voraus. Hierdurch erschwert sich die Diagnose und die etwaig daraus resultierende Behandlung natürlich immens.

Alles in allem kann man also sagen, dass ein Aneurysma zwar jeden treffen kann, die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch stark von den Faktoren Alter, Geschlecht und Umwelt abhängt. Denn circa 80 % der Aneurysmen entstehen aufgrund einer degenerativen Erkrankung, welche die Gefäßwände der Arterien in Mitleidenschaft zieht. Nach der Entstehung der Ausweitung wächst die Chance, dass es zur Ruptur kommt mit jedem Jahr um ungefähr zwei Prozent. Es gibt jedoch keine aussagekräftigen Daten darüber, wieviele Patienten sich im frühen oder späten Stadium einer Erkrankung befinden, da Ärzte häufig keine Aussage darüber tätigen können, wie lange ein Aneurysma bei Entdeckung bereits besteht. Denn anhand der Größe einer Aussackung können keine Rückschlüsse auf ihre Dauer gezogen werden. Mikroaneurysmen können beispielsweise dauerhaft klein bleiben, das Gewebe aber dennoch beständig schädigen.

Darüber hinaus sollte man ebenso anmerken, dass es keine örtliche Häufungen dieses Leidens gibt oder man zumindest nicht imstande war, solche zu beobachten. Man kann also durchaus behaupten, dass das vorliegende Gebrechen weltweit gleich häufig vorkommt und kein spezielles Volk stärker betroffen ist als ein anderes.

Die aus einer Diagnose hervorgehenden Daten sind von äußerster Wichtigkeit für den Patienten sowie für den Arzt. Beide profitieren gleichermaßen davon, wenn die Daten übersichtlich und gut verwertbar sind und ausfallen. Da gerade bei der Diagnose von Aneurysmen primär bildgebende Verfahren zum Einsatz kommen, ist es sicherlich nicht schlecht, wenn der behandelnde Arzt über ein gutes Auge verfügt. Erfahrung ist hier das absolute A und O. Gerade jungen Ärzten fällt es bisweilen etwas schwer, dahingehende Aufnahmen korrekt auszuwerten. Deswegen ist es nicht selten der Fall, dass sie einen älteren und / oder erfahreneren Arzt um Hilfe bitten. Dies ist jedoch seitens des Patienten nicht als Unfähigkeit misszuinterpretieren. Es handelt sich hierbei lediglich um einen natürlichen Lernprozess des Arztes.

Ansonsten kann die Stellung einer Diagnose im Falle des Aneurysmas bisweilen etwas kompliziert sein. Nicht jedes bildgebende Verfahren ist dazu in der Lage, ein solches korrekt anzuzeigen. Dadurch sind meist mehrere Tests nötig, um Gewissheit über die vorliegende Erkrankung erlangen zu können. Das macht den diagnostischen Prozess oftmals sehr langwierig und anstrengend für den Patienten sowie den zuständigen Mediziner. Es gilt an dieser Stelle jedoch Durchhaltevermögen zu zeigen. Schließlich ist es besser, sich einige Zeit lang zu quälen und dann schlussendlich Gewissheit zu erlangen, als nach nur einem Test bereits aufzugeben und dafür ewig in der Schwebe zu darüber zu hängen, ob man nun erkrankt ist oder nicht.

Besonders die mittels einer Angiographie erhobenen Daten sind in der Regel sehr aussagekräftig. Dennoch ist dieses diagnostische Mittel oftmals unverhältnismäßig aggressiv und kommt darum nur selten zum Einsatz. Die Prozedur an sich ist sehr unangenehm und erfordert viel Geschick seitens des Arztes.

Alles in allem also sind die zur Verfügung stehenden Diagnosedaten nicht immer einfach zu interpretieren. Dennoch sollte es erfahrenen Ärzten gelingen, anhand besagter Daten eine gute, fundierte und solide Diagnose zu stellen.


Komplikationen bei der Krankheit

Je nach Art des vorliegenden Aneurysmas können die etwaig zu erwartenden Komplikationen teilweise horrender Natur sein. Dies hängt aber, wie bereits mehrfach erwähnt, sehr stark davon ab, mit welcher Ausprägung man zu tun hat. Es ist tatsächliche keine Seltenheit, dass weder die Patienten selbst noch die Ärzte bemerken, dass ein Aneurysma vorliegt. Dennoch sollte man den Umstand nicht aus den Augen verlieren, dass es ebenso gut möglich ist, dass ein Aneurysma plötzlich aufplatzt und es zu massiven inneren Blutungen kommt, die mit dem Tode des Opfers enden. Generell ist davon auszugehen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ruptur mit jedem Jahr um ungefähr 2 % steigt.

In dieser Hinsicht ist die vorliegende Krankheit sehr ambivalent und vielseitig. Es ist darum vergleichsweise schwer, Aussagen über die potentiellen Komplikationen zu treffen, die möglicherweise im Laufe dieser Erkrankung entstehen könnten oder auch nicht. Allgemeine Warnungen jedoch sollten stets und stetig zu beachten sein.

Darüber hinaus sollte man nicht außer Acht lassen, dass ein Aneurysma, je nachdem wo es sitzt, im korrespondierenden Areal massive Schäden anrichten kann. Selbst bei einer frühen Erkennung und einer damit einhergehenden Behandlung desselben kann es vorkommen, dass Langzeitschäden entstehen oder zurückbleiben. Insbesondere Aneurysmen im Gehirn sorgen nicht selten für dauerhafte Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten des Betroffenen. Ist beispielsweise die Arteria carotis interna von einem Aneurysma betroffen, kann dies unter Umständen den Sehnerv sowie den Muskel des Auges beeinträchtigen. Betroffene leiden dann unter einer Lähmung des Auges sowie sehr starken, langanhaltenden Kopfschmerzen. Besonders wenn der Druck über einen längeren Zeitraum hinweg bestehen bleibt, kann auch nach Entfernung des Aneurysmas der Nerv dauerhaft geschädigt bleiben.

Alles in Allem also beleibt lediglich festzustellen, dass das zu erwartende Spektrum etwaiger Komplikationen und Konsequenzen, die sich direkt oder indirekt mit einem Aneurysma in Verbindung bringen lassen, überaus ambivalent und facettenreich ist. Dies gilt überdies für jedwede Art, mit der sich ein Aneurysma zu äußern in der Lage ist.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Gang zum Arzt ist grundsätzlich immer dann empfehlenswert, wenn man negative oder auch symptomfreie Veränderungen an sich selbst, seinem Körper oder seinen Sinnen feststellt. Oftmals mag nichts allzu Gravierendes dahinter stecken, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht, wenn es um die eigene Gesundheit geht.

Von besonderer Dringlichkeit ist jedoch dann zu sprechen, wenn es zu plötzlichen und sehr starken Schmerzen kommt. Besonders extremer und spontaner Kopfschmerz sollte hierbei als ein Warnsignal für jedermann gelten. Bisweilen ist es auch notwendig, einen Rettungswagen zu alarmieren. Es kommt bei einem aufgeplatzten Aneurysma nicht selten auf die Sekunde an. Besonders Personen, die bereits wissen, dass sie unter einem Aneurysma leiden, sollten nicht zimperlich sein, wenn es darum geht einen Arzt zu kontaktieren.

Dennoch sollte man sich nicht allzu viele Sorgen machen. Wenn man nicht zu einer Risikogruppe gehört, stehen die Chancen relativ gut, dass man nicht an einem Aneurysma leidet. Immerhin sind nur etwa 3-6 % der Bevölkerung von diesem Leiden betroffen. Fürchtet man jedoch das Gegenteil, kann man sich auf Nachfrage sicherlich dahingehend untersuchen lassen, um auch noch die letzten Zweifel auszuräumen. Darüber hinaus sollte man stets darauf achten, alle direkt vom zuständigen Mediziner angeordneten Vorsorgetermine sowie Nachsorgetermine wahrzunehmen und sich gegebenenfalls ebenso Spezialisten zuzuwenden, wenn dies nötig ist. Beherzigt man diese Regeln, sollte das Aneurysma gut im Zaum zu halten oder entsprechend früh zu erkennen sein. Hierdurch reduziert sich das Risiko für den Patienten erheblich.

Darüber hinaus sollten stets alle Kopfverletzungen von einem Arzt abgeklärt werden. Auch, wenn man eventuell einen Sturz als nicht schlimm empfindet, kann dieser dennoch zu einer Beschädigung der Arterien geführt haben. Hierdurch entsteht möglicherweise ein sogenanntes Pseudoaneurysma im Hirn. Dadurch, dass es beständig wächst, ist schnell ein hoher Druck auf die umliegenden Nervenzellen ausgeübt, was schließlich zu dauerhaften Schäden führen kann. Ein Arzt kann hier möglicherweise frühzeitig eingreifen und somit Schlimmeres verhindern.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wird von einem Arzt das Vorhandensein eines Aneurysmas festgestellt, werden – je nach Größe desselben – unterschiedliche Therapie-Verfahren angewendet. Geht es zum Beispiel um ein Bauchaortenaneurysma von einem Durchmesser unter vier Zentimeter wird oftmals erst abgewartet. Immerhin ist es möglich, dass das gebildete Aneurysma keine weiteren Schäden verursacht und sich darüber hinaus auch nicht vergrößert. Regelmäßige Kontrollen in Form von Ultraschall, die jährlich stattfinden, verstehen sich dabei natürlich von selbst. Liegt die Größe darüber, erfolgen häufigere Untersuchungen, bestenfalls im Abstand von einem halben Jahr.

In zahlreichen Fällen ergeben jene Beobachtungen ein Fortschreiten der Erkrankung. Hier ist letztlich ein sofortiges Eingreifen unumgänglich. Dies gilt umso mehr, wenn empfindliche Bereiche wie das Hirn oder die Atmungsorgane in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Regel ist dann eine Operation notwendig. Bei dieser wird der betroffene Abschnitt einer Arterie entfernt. Zur Stabilisierung des Blutgefäßes kommt dann eine Prothese oder auch ein Stent (Metallröhrchen) zum Einsatz. Diese Methode wird überwiegend bei Aneurysmen der Körperarterien angewendet

Eine Operation ist ebenfalls im Kopf durchführbar. Hierfür stehen zwei Verfahren zur Verfügung. Zum einen das sogenannte Clipping, bei welchem die Gefäßaussackung mit einem Clip verschlossen wird. Zum anderen das Coiling, wobei anstatt des Clips ein Coil (Platinspirale) für den Verschluss herangezogen wird.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung eines Aneurysmas besteht durch eine Bypass-Operation. Hierfür wird von einer Stelle des Körpers ein gesundes Stück eines Blutgefäßes entnommen und als „Umgehungsstraße“ transplantiert. Eine jede Verfahrensweise hat das Ziel, die Gefäßaussackung am Reißen zu hindern. Dies gelingt am besten durch eine umfangreiche Stabilisierung der Gefäßwand.

Insbesondere für Risikopatienten ist es unabdinglich, nicht erst ein Aneurysma abzuwarten, sondern bereits zuvor etwaige Ursachen zu therapieren. Bei einem erhöhten Blutdruck zum Beispiel wird ein Arzt blutdrucksenkende Medikamente wie ACE-Hemmer oder Beta-Blocker verschreiben. Gleichzeitig können eine veränderte Lebensweise sowie Umstellung der Ernährung hilfreich sein. Ebenso besitzt das Verhindern einer Gefäßverkalkung größte Wichtigkeit, die ein relativ großes Risiko in Bezug auf Aneurysma darstellt. Dazu beitragen können die Vermeidung von Übergewicht,eine ausgewogene und fettarme Ernährung,sportliche Aktivität,regelmäßige Bewegung an der frischen Luft sowie,eine Beendigung des Nikotinkonsums.

Dies gilt selbstverständlich nicht ausschließlich für Risikopatienten, sondern gleichfalls für alle Menschen, welche sich vor jedweden Krankheiten schützen möchten.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist de facto unmöglich, gegen ein Aneurysma vorzubeugen. Dies liegt daran, dass es relativ spontan entstehen und darüber hinaus einen jeden ohne Ausnahmen betreffen kann. Nichtsdestotrotz gibt es einige Risikofaktoren, die die Entstehung eines solches begünstigen können. Vermeidet man diese jedoch gezielt, minimiert man damit auch gleichzeitig das Risiko, diesem Leiden zu verfallen. Dazu im Folgenden eine Aufzählungen derselben:

Zunächst einmal soll gesagt sein, dass vor allem Menschen ab dem 50. Lebensjahr zu den Risikopatienten gehören. Für sie ist es besonders wichtig alle Faktoren für die Bildung eines Aneurysmas zu berücksichtigen. Dazu gehört der, in den vergangenen Jahren immer häufiger diagnostizierte, Bluthochdruck. Durch diesen werden die Gefäße der Arterien stark in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund gilt es, möglichst einen normalen Blutdruck zu halten. Dies kann unter anderem durch eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und entsprechender Ernährung erreicht werden. Ebenso gilt es übermäßigen Stress zu vermeiden. Das gilt selbstverständlich auch für alle Substanzen, die sich negativ auf die Gefäßwände auswirken können. Rauchen, Alkoholmissbrauch sowie Drogenkonsum (insbesondere Koks) sind längst als Auslöser diverser Gefäßerkrankungen bekannt.

Ist eine bestimmte Erkrankung dafür bekannt, dass sie die Entstehung eines Aneurysmas begünstigen, ist selbstverständlich die Behandlung dieser Krankheiten ein probates präventives Mittel. Da bevorzugt Frauen in der Menopause ein Aneurysma ob des Mangels an Östrogen bilden, raten Ärzte überwiegend dazu, den Übergang in die Wechseljahre möglichst kontrolliert zu gestalten. Hierfür ist beispielsweise eine Hormonersatztherapie angeraten.


Prognose zur Heilung

Die Prognose in Bezug auf Aneurysmen ist durchaus gemischt. Manchen Personen ist relativ gut und effizient zu helfen, während andere Personen diesem Leiden einfach erliegen. Es kommt hier sehr stark auf den korrespondierenden Fall an. Allgemeine Aussagen sind damit eher schwer zu treffen. Ein Fallbeispiel wäre jedoch, dass etwa 15% aller Fälle von Gehirn-Aneurysmen bereits auf dem Weg ins Krankenhaus versterben, während anderen Fälle eine weitaus bessere Chance auf Überleben und Heilung aufweisen. Im Falle der vorliegenden Krankheit beleibt also nur zu sagen, dass der Betroffene und sein Umfeld mit allem rechnen sollten. Dies bezieht ebenso das Versterben des Opfers mit ein.

In den Fällen, in welchen ein Aneurysma sehr frühzeitig entdeckt wird, stehen die Heilungschancen abhängig von der jeweiligen Lage der Ausweitung, relativ gut. Eine Ausnahme bilden dabei jedoch Aneurysmen des Hirns, die derart ungünstig liegen, dass keines der möglichen Entfernungsverfahren angewendet werden kann.


Aneurysmen durch Wechseljahre

Das Klimakterium, auch Wechseljahre oder Menopause genannt, bezeichnet eine komplette hormonelle Umstellung, die sich bei Frauen in der Regel ab ungefähr dem 45. Lebensjahr vollzieht. Selbstverständlich kann es aber auch wesentlich später, manchmal jedoch auch einige Jahre früher auftreten. Unter anderem sinkt während dieser Zeit der Östrogenspiegel deutlich ab, wodurch sich ein neues Gleichgewicht zwischen Testosteron und Östrogen ergibt. Das kann für Frauen oftmals gravierende Folgen haben, die sich stark auf die Gesundheit auswirken können. Bekannt ist beispielsweise, dass nach der Menopause häufig Osteoporose diagnostiziert wird. Weniger bekannt ist hingegen, dass sie sich ebenso für die Bildung von Aneurysmen bei Frauen verantwortlich zeichnen kann. Genauer gesagt, begünstigen sie die Entstehung eines zerebralen, also Hirnaneurysmas.

Als Ursache hierfür, kann genannt werden, dass sich die veränderte Hormonkonzentration deutlich im Blutfluss bemerkbar macht. Frauen spüren die oftmals als Hitzewallung oder aber starkes Frieren mit Schüttelfrost. Der Blutdruck ist während dieser Zeit oftmals unkontrolliert, fällt folglich schnell ab oder steigt übermäßig an, ohne dass es eine von außen ersichtliche Indikation hierfür gibt. Das belastet selbstverständlich die Gefäße enorm. Darüber hinaus ändert sich während der Menopause oftmals die normale Biochemie einer Frau. Typische biochemische Prozesse wie die Zellteilung und Wundregenerierung verlaufen dann langsamer oder fehlerhaft. Abgesehen hiervon ist es möglich, dass sich an den Gefäßwänden Ablagerungen bilden, die nicht abgetragen werden können und schließlich zur Ausweitung der Gefäße führt. Damit wären bereits die allgemein bekannten Ursachen für die Bildung eines Aneurysmas gegeben.

Verschiedene Studien konnten herausstellen, dass die Wahrscheinlichkeit ein Aneurysma zu bilden, deutlich absinkt, wenn eine Frau erst sehr spät in die Wechseljahre eintritt. Andersherum stellt dann ein besonders frühzeitiges Klimakterium eine Erhöhung der Gefahren dar. In Zahlen gesprochen ist die Chance ein Aneurysma zu entwickeln um etwa 26 % erhöht, wenn die Menopause schon vor dem 40. Lebensjahr auftritt und um 21% geringer, wenn sie nach dem 55 Geburtstag einsetzt.

Die Gefahren der Wechseljahre gänzlich zu beseitigen ist bisher noch nicht möglich. Allerdings können sie durch die sogenannte Hormonersatztherapie in vielen Fällen abgemildert werden. Hierfür verordnen Ärzte diverse hormonelle Medikamente, die beispielsweise das Östrogen ersetzen sollen, welches stetig weniger gebildet wird. Hierdurch wird der Prozess der Wechseljahre kontrolliert und verlangsamt. In einigen Fällen verhält sich der weibliche Hormonspiegel jedoch nicht sehr statisch. Hier kommt es zum plötzlichen Anstieg der Östrogenbildung, dem wiederum ein akuter Abfall folgt. Hier kann sich die Einnahme von Ersatzpräparaten auch als ungünstig erweisen. Es muss also zwingend eine genaue Untersuchung und Beobachtung durch den Arzt vor dem Beginn einer Hormontherapie erfolgen. Dabei sollten überdies die möglichen Komplikationen besprochen und Risiken gegeneinander abgewogen werden.

Letztlich kann es helfen, wenn Frauen bereits frühzeitig in ihrem Leben damit beginnen den Ursachen eines Aneurysmas gezielt entgegenzuwirken. Beispielsweise sollte auf ein Normalgewicht, ausreichend Ernährung sowie regelmäßige Bewegung geachtet werden. Und besonders Frauen sollten nicht rauchen. Denn Nikotin und andere Inhaltsstoffe von Zigaretten treten oftmals in ein ungünstiges Wechselverhältnis mit diversen Hormonen. Hierdurch ist wiederum eine erhöhte Gefahr begründet, weshalb Frauen eher ein Aneurysma bilden, als dies bei Männern der Fall ist.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmitteln verhält es sich im Falle des Aneurysmas ähnlich, wie bei den Hausmitteln. Sie sind mehr oder weniger ineffektiv, wenn es darum geht, die Krankheit selbst zu bekämpfen. Dennoch gibt es auch hier einige Ansätze, die recht gut dafür sorgen können, etwas Abhilfe zu leisten. Beispielsweise kann das regelmäßige Yogatraining genutzt werden, um Stress abzubauen und dementsprechend den Blutdruck zu normalisieren. Ähnliches ist jedoch auch mittels Akupunktur oder Massagen möglich.

Zu den empfehlenswerten alternativen Behandlungsmethoden gehören unter anderem:

  • Akkupressieren
  • Bewegungstherapie
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Massagen
  • Yoga, Meditation, autogenes Training
  • Akupunktur
  • Aromatherapie

Welche Hausmittel können helfen?

Da es sich bei Aneurysmen um ein innerliches Problem handelt und Hausmittel meist nur äußerlich Anwendung finden können, ist die Effektivität derselben in dem vorliegenden Fall stark limitiert und darüber hinaus auch aus medizinischer Sicht eher ineffektiv. Wenngleich viele Hausmittel bei anderen Krankheiten merkliche Abhilfe zu leisten imstande sind, so sollte man sich im Falle eines Aneurysmas keine allzu große Hoffnung machen.

Dennoch gibt es einige Mittel, die dabei helfen können das allgemeine Risiko zu senken, indem sie beispielsweise Stress minimieren oder sich anderweitig positiv auf den Blutdruck auswirken. Hierzu gehören unter anderem:

  • Rauchen aufgeben – Jede gerauchte Zigarette, Zigarre, Pfeife, Wasserpfeife usw. erhöht das Risiko eines Aneurysmas
  • Auf Koffein verzichten
  • Gesunde Ernährung
  • Entspannung
  • Ruhe gönnen
  • gesunde Ernährung und mäßige sportliche Aktivität

Heilkräuter & Heilpflanzen

Was bereits für die Hausmittel Gültigkeit hat, trifft ebenso auf die verschiedenen Heilpflanzen und Heilkräuter zu: Sie können präventiv durchaus einige positive Effekte erzielen. Zur tatsächlichen Behandlung eines Aneurysmas sind sie jedoch nicht geeignet. Hierfür kommt ausschließlich die konventionelle medizinische Therapie beziehungsweise eine Operation infrage.

  • Elder
  • Brennessel
  • Löwenzahn
  • Zitrone
  • Sarsaparilla
  • Ysop

Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können, besonders in Zusammenhang mit einer Aromatherapie einen durchaus positiven Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden eines Menschen haben. Gerade im Bezug auf den Blutdruck, der durch Stress erhöht ist, erweisen sie sich als besonders günstig. Daher gibt es etliche Öle, die zur Prävention eines Aneurysmas infrage kommen. Als Beispiel hierfür können die folgenden genannt werden:

  • Basilikum
  • Salbei
  • Wacholder
  • Lavendel
  • Pfefferminz
  • Rosmarin

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle eines Aneurysmas sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Es kommt hin und wieder vor, dass diverse Heilpraktiker oder im Internet vertretene Gruppen eine Heilung dank homöopathischer Mittel versprechen. Dies muss allerdings entschieden zurückgewiesen werden. Es gibt keine Studie, die belegt, dass Globuli gegen ein Aneurysma wirksam sind. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie ebenso wie konventionelle Medikamente keine zuverlässige Wirkweise garantieren können. Man sollte sich bei der Behandlung eines Aneurysmas folglich nicht auf diese Mittel verlassen und die Therapie mit einem Arzt absprechen. Ob hernach noch homöopathische Mittel zu Unterstützung eingenommen werden, sollte ebenfalls abgeklärt werden. Infrage kommen hierfür unter anderem:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Bei Schüssler Salzen verhält es sich ebenso wie bei homöopathischen Mitteln. Sie sollten einerseits nicht ohne Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Zum anderen ist durch sie keine wirksame Behandlung eines Aneurysmas möglich. Vielmehr können sie unter Umständen begleitend oder präventiv eingenommen werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Theoretisch gibt es keine spezielle Diät oder Ernährungsweise, die bei einem vorliegenden Aneurysma angeraten wäre. Es lohnt sich allerdings dennoch auf die individuellen Ernährungsgewohnheiten und die konsumierten Lebensmittel Rücksicht zu nehmen. Dies gilt gerade auch im Bereich der Prävention von Gefäßveränderungen.

Bluthochdruck und ein übermäßiges Körpergewicht spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung eines echten Aneurysmas. Sie begünstigen zudem diverse Erkrankungen, die sich ebenso negativ auf die Arterien auswirken können. Daher ist eine Lebensweise, die jene Faktoren vermeidet für alle Menschen zu empfehlen. In erster Linie sollten selbstverständlich alle ungesunden Konsumgüter verzichtet werden. Tabakrauch und übermäßiger Alkoholkonsum sind dabei an erster Stelle zu nennen. Jedoch kann sich auch das Kaffeetrinken ungünstig auswirken. Koffeinhaltige Getränken gilt es folglich nicht allzu regelmäßig und nur moderat zu konsumieren.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Ernährung eines Menschen möglichst gesund ist. Besonders jedoch für die Gesunderhaltung der Gefäße eignen sich eisenhaltige Nahrungsmittel wie beispielsweise grüne Bohnen, Spinat oder Hülsenfrüchte. Als empfehlenswert für einen stabilen Blutdruck gelten darüber hinaus Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind. Exemplarisch seien an dieser Stelle Kakao, Kiwis oder Granatapfel genannt.

Insgesamt gilt, dass sich eine gesunde Ernährung sehr positiv im Bezug auf die Prävention eines Aneurysmas auswirken kann. Bei einer bereits entstandenen Gefäßerweiterung kann sie zudem dazu beitragen, dass sich diese nicht noch weiter verschlimmert.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist ein operativer Eingriff unabwendbar?

Ja und nein. Es kommt hierbei sehr stark auf die vorliegende Art des Aneurysmas sowie dessen Ausprägung und die potentiell davon ausgehende Gefahr an. Es liegt am behandelnden Arzt, diese Faktoren zu überschauen und in ein rechtes Licht zu rücken, woraufhin selbiger entscheiden kann, welches Vorgehen das beste ist. Allgemeine Aussagen hierzu lassen sich allerdings nicht treffen, da die Notwendigkeit einer Operation immer fallspezifisch zu verstehen ist.

Weise ich ein erhöhtes Risiko auf, ein Aneurysma auszubilden?

Das kommt sowohl auf die Lebensumstände als auch auf weitere Faktoren an. Eine 70 Jahre alte Kettenraucherin mit Bluthochdruck weist beispielsweise ein wesentlich höheres Risiko auf, als ein eine gleichaltrige Frau, die weder raucht noch trinkt und sich zudem gezielt und regelmäßig körperlich ertüchtigt. Zur genaueren Determination des eigenen Risikos gilt es folgende Faktoren zur berücksichtigen:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Raucher / Trinker
  • Sportlichkeit
  • Gesunde Ernährung
  • Bluthochdruck

Gehen Schlaganfälle immer auf ein Aneurysma zurück?

Nicht immer. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ein seltener Grund wären. Tatsächlich kann man Aneurysmen und Schlaganfälle sehr oft miteinander in Zusammenhang bringen. Es liegen jedoch auch häufig andere Ursachen für einen Schlaganfall vor. Als Beispiel kann hier unter anderem ein gelöstes Gerinnsel genannt werden. Unter Umständen können aber auch mehrere Faktoren für einen Schlaganfall verantwortlich sein, zu denen auch das Aneurysma zählt.

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