Vitamin B12-Mangel

Steckbrief: Vitamin B12-Mangel

  • Name(n): Vitamin B12-Mangel; Hypocobalaminämie
  • Art der Krankheit: Mangel an sonstigen näher bezeichneten Vitaminen des Vitamin-B-Komplexes nach ICD-10
  • Verbreitung: je nach Schätzung 5-10% der Bevölkerung
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1920 im Tierversuch
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Unterversorgung mit Nährstoffen
  • Wieviele Erkrankte: je nach Schätzung 4-8 Millionen (Deutschland)
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner
  • ICD-10 Code(s): E53.8

Gefährliche Problematik des B12-Mangels

Den menschlichen Organismus ausreichend mit allen Nährstoffen zu versorgen, das sollte das Ziel einer ausgewogenen Ernährung sein.

Dazu reichen nicht die klassischen Makronährstoffe von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Auch Mineralien und Vitamine sind für den menschlichen Körper von essentieller Bedeutung, darunter Vitamin B12.

Der Mangel an Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, wird in der heutigen Gesellschaft immer präsenter. Nicht zuletzt hängt damit das Aufkommen der veganen Lebensweise zusammen. Hierbei werden in aller Regel keine Lebensmittel aufgenommen, die ausreichende Mengen an Vitamin B12 enthalten.

Allerdings ist der Mangel nicht nur eine Krankheit, die Veganer betrifft, sondern je nach Ernährungsweise jeden Menschen betreffen kann und daher für jeden Menschen relevant ist.

Definition des Vitamin B12-Mangels

Unter einem Mangel an Vitamin B12 wird die Nährstoffunterversorgung mit diesem Vitamin verstanden. Das bedeutet, dass das menschliche Blut den Normbereich des Vitaminspiegels unterschreitet. Dieser liegt bei 120-180pmol/l.

Unterschieden wird zwischen einem Mangel an Vitamin B12 im Blutserum und dem sogenannten aktiven Vitamin B12, welches in der Blutbahn vorhanden ist. Es besteht aus dem eigentlichen Vitamin und seinem Transportprotein.

Der Mangel an diesem weist auf einen Vitamin B12-Mangel insgesamt hin und stellt somit ein Symptom für die Krankheit dar. Daher wird es oftmals ALS eine Diagnosemöglichkeit verwendet.

Was ist der Vitamin B12-Mangel?

Allgemein ist ein Vitamin-Mangel immer durch eine Nährstoffunterversorgung hervorgerufen. Hervorgerufen werden kann der Mangel also durch eine unausgewogene Ernährung, obwohl es sich dabei nicht um die einzige Ursache handelt. Die Auswirkungen lassen sich in all dem spüren, wofür das Vitamin eigentlich verantwortlich ist. So ist die Funktion vor allem essentiell für das Nervensystem, die Blutbildung sowie die Schleimhäute von Magen-Darm-Trakt. Da es vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden.

Oftmals wird die Häufigkeit eines Vitamin B12-Mangels unterschätzt. Allerdings entwickelt nicht jeder Mensch mit einem Mangel die spezifischen Symptome, sondern kann auch beschwerdefrei bleiben. Der menschliche Körper ist nicht darauf angewiesen, täglich Vitamin B12 zu konsumieren, sondern hat einen Speicher im Blutserum. Dieser lässt sich nicht aus der vorhandenen Menge von aktivem Vitamin B12 ablesen.

Insofern muss eine wie auch immer bedingte Unterversorgung von Vitamin B12 nicht immer zu einem Mangel führen. Zunächst einmal muss der Speicher aufgebraucht werden und die notwendige Tageszufuhr nicht regelmäßig aufgenommen werden. Dann handelt es sich um eine Vitaminunterversorgung, der jedoch nicht sofort ein Mangel folgen muss. Allerdings sorgt dies für ein gewisses Risiko, langfristig einen Vitamin B12-Mangel zu erleiden mit dem gesundheitliche Einschränkungen einher gehen.

Darüber hinaus sind bestimmte Risikogruppen für einen Vitamin-Mangel festzustellen, die sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzt. Dafür relevant sind das Alter, das Geschlecht, die Ernährungsweise sowie weitere gesundheitliche Faktoren. Besonders häufig sind Frauen, ältere Menschen sowie Vegetarier oder Veganer.

Eine einfache Herstellung von Vitamin B12 durch den eigenen Körper ist nicht anzuregen. Das komplex aufgebaute Molekül muss zwingend von außerhalb, idealerweise über die Nahrung, aufgenommen werden.

Welche Ursachen gibt es?

Ein Vitamin B12-Mangel wird in erster Linie dadurch ausgelöst, dass der menschliche Körper nicht oder in nicht ausreichenden Mengen Vitamin B12 zu sich nimmt. Dies kann verschiedene Gründe haben.

  • Ernährungsbedingter Mangel
  • Störungen der Aufnahme
  • Darmerkrankungen
  • Störungen der Verwertung

Ernährungsbedingter Mangel

Durch eine unausgewogene Ernährung mit wenig Vitamin B12 kann es passieren, dass langfristig zu geringe Mengen dieses Vitamins aufgenommen werden. Dementsprechend kann der Körper weder inaktives Vitamin B12 einlagern, noch die aktive Form, auch Coenzym B12 genannt, in den biologischen Prozessen nutzen und es kommt zu Mangelerscheinungen.

Oftmals werden weder Lebensmittel mit genügend Vitamin B12 gegessen oder Ersatzprodukte konsumiert, um einen potentiellen Mangel zu verhüten.

Störungen der Aufnahme

Verschiedene Krankheiten oder Medikamente können die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung verhindern.

Zum Einen zählt dazu das Fehlen des sogenannten intrinischen Faktors, der für die Aufnahme des Vitamin B12 aus der Nahrung notwendig ist. Dieses Protein wird durch die Belegzellen des Magens gebildet und bindet das Vitamin. Nur durch diese Bindung kann der Dünndarm Vitamin B12 überhaupt aufnehmen. Verursacht wird das Fehlen oder die Mangelproduktion dieses Faktor entweder durch Mutationen auf dem Gen, das nötig ist, um das Protein aus der Aminosäuresequenz herauszubilden, oder durch verschiedene Krankheiten.

Die Ursache kann darüber hinaus in einer Gastritis des Typs A liegen. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Hierbei werden die Belegzellen des Magens angegriffen, sodass auch hier kein bis weniger intrinischer Faktor mehr gebildet werden kann und sich ein Vitamin B12-Mangel einstellt. Eine Gastrektomie stellt außerdem eine mögliche Ursache da.

Längerfristige Einmahne von Medikamente, die die Produktion der Magensäure hemmen wie Pantoprazol als ein Beispiel für Protonenpumpemhemmer oder H2-Rezeptor-Antagonisten, kann einen Mangel begünstigen. Dabei handelt es sich um Arzneimittel, die im Bereich der Magenprobleme eingesetzt werden. Durch die Abwesenheit von Säuren im Magen und einer Steigerung des pH-Wertes kann die Nahrung nicht mehr so weit zersetzt werden, dass Vitamin B12 überhaupt aufgenommen werden kann.

Das Medikament Metformin und Lachgas stören den Stoffwechsel des Vitamins im menschlichen Körper.
Metformin wird dabei eingesetzt, um Diabetes mellitus zu behandeln. Lachgas hingegen wird zu Beruhigung als auch zur Narkose eingesetzt. Darüber hinaus erfreut es sich innerhalb der Drogenszene größerer Beliebtheit, weswegen Konsumenten sich unbedingt mit den Gefahren auseinandersetzen sollten. Ein Vitamin B12-Mangel ist nur eine von vielen möglichen Folgen.

Als Folge einer Operation und einer Betäubung kann darüber hinaus ein großer Teil des im Körper vorhandenen Vitamins mit dem Gas reagieren.

Darmerkrankungen

Während der Magen in seiner Funktion gestört sein kann, das Vitamin B12 überhaupt in eine verdauliche Form zu bringen, besteht auch die Möglichkeit, dass der Dünndarm selbst nicht in der Lage ist, das Vitamin aufzunehmen.

Als eine radikale Variante kann eine Darmresktion vorliegen. Ein erkrankter Darmabschnitt, beispielsweise aufgrund der Krankheit Morbus Crohn oder eines Tumors, ist dabei entfernt worden. Dabei kann es sich um den Abschnitt handeln, der hauptsächlich für die Aufnahme von Vitamin B12 verantwortlich war.

Morbus Crohn selbst mit seiner Wirkung als Entzündung erschwert insgesamt die Aufnahme von Nährstoffen und somit auch die von Vitamin B12.

Verschiedene Arten von Tumoren im Darm greifen weiterhin dessen Fähigkeit zur Absorption von Nährstoffen an, sowohl direkt als auch indirekt. So sorgt beispielsweise das Zollinger-Ellison-Syndrom, das als Folge eines Tumor entsteht, für eine Produktion von Hormonen, die sich auf die Belegzellen des Magens auswirken. Dabei werden diese zwar zu einer erhöhten Aktivität angeregt, diese geht allerdings nicht zugunsten einer möglichen Aufnahme von Vitamin B12.

Generell sind Schädigungen des Darms, wie auch immer diese geartet sind, kontraproduktiv für die Verdauung. So kann sich auch eine Glutenunverträglichkeit negativ auf die Aufnahme von Vitamin B12 auswirken.

Verschiedene Bandwürmer, die sich im menschlichen Darm einnisten können, haben selbst ein Bedürfnis nach Vitamin B12. Somit kann ein erhöhter Bedarf vorliegen. Mit diesem erhöhten Bedarf muss also mehr über die Nahrung aufgenommen werden, was oftmals nicht der Fall ist.

Störungen der Verwertung

In manchen Fällen kommt eine Verwertungsstörung des Vitamins vor. Dabei kann der Spiegel zwar hoch sein, allerdings ist der menschliche Körper nicht oder nur zum Teil in der Lage, den Nährstoff in seinem Sinne zu verwerten.

Symptome und Anzeichen

Ein Vitamin B12-Mangel zeigt sich zunächst eher unspezifisch und geht mit Beschwerden einher, die auch auf andere Krankheiten und Mangelerscheinungen zutreffen. Beispielsweise kann statt eines Vitamin B12-Mangels zunächst ein Eisenmangel vermutet werden, da die Symptome sich teilweise überschneiden.

Als Symptome sind jedoch möglich:

Aufgrund der unspezifischen Symptome ist es wichtig, einen Mangel ärztlich abzuklären. Insbesondere als Teil einer Risikogruppe kann ein Vitamin B12-Mangel wahrscheinlicher sein. Da das Vitamin im Körper besonders im Nervensystem eine Rolle spielt, können hier ohne eine Behandlung irreversible Schäden auftreten, wenn die Krankheit unbehandelt bleibt. Daher sollte beim Auftreten mehrerer unspezifischer Symptome, die die Tendenz haben, sich zu verschlimmern, ein Arzt aufgesucht werden. Der Mangel kann dann mit entsprechenden Mitteln behandelt werden.

Als Teil einer Risikogruppe kann es allerdings schon vorher sinnvoll sein, Vitamin B12-Präparate zu sich zu nehmen, um die Gefahr einer Unterversorgung zu verringern.

Je nach Schwere des Mangels treten die Symptome unterschiedlich und unterschiedlich stark auf. So sind Depressionen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Blutanämie, Lähmungen sowie eine funikuläre Myelose kennzeichnend für einen schweren Mangel und sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Die allgemeinen Symptome eines leichten Mangels sind dabei nicht so gravierend. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Stimmungsschwankungen oder eine allgemeine Schwäche.

Ein Mangel an diesem wichtigen Vitamin beschränkt sich auf sämtliche Bereiche, in denen der Nährstoff wirkt. Dabei können unzählige Schäden in diesen Bereichen auftreten.

Dabei handelt es sich um folgende Bereiche:

  • Nervensystem
  • Synthese von Hormonen und Neurotransmittern
  • Energiestoffwechsel, insbesondere in den Mitochondrien
  • Zellteilung
  • Blutbildung
  • Entgiftung

Wenn eine sogenannte perniziöse Anämie vorliegt und diese nicht behandelt wird, kann im schlimmsten Fall der Tod als mögliche Folge eintreten. Daher ist ein Mangel an Vitamin B12 ernst zu nehmen und sollte als schwerer Mangel möglichst schnell behandelt werden.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Aufgrund der eher unspezifischen Symptome wird oftmals ein Vitamin B12-Mangel nicht konkret bemerkt, sondern andere Krankheiten verdächtigt und behandelt. Eine Diagnose des Mangels ist außerdem nicht nur an den auftretenden Symptomen festzumachen. Daher existieren verschiedene Tests.

  • Holo-TC-Test
  • Serumstest
  • Urintest
  • Liquor cerebrospinalis-Untersuchung

Holo-TC-Test

Dabei handelt es sich um einen Bluttest, der die Konzentration des biologisch verfügbaren, also aktiven Vitamin B12 im Blut misst. Somit wird nicht das gesamte Vitamin im Körper gemessen, sondern das, welches im Körper wirklich aktiv und in den Stoffwechsel eingebunden ist. Der Test zählt als einer der frühsten und genausten Marker für einen sich einstellenden Mangel des Vitamins. Somit stellt er bereits im Anfangsstadium eine Diagnosemöglichkeit dar.

Ist der gemessene Wert kleiner als 35 pmol/l, so liegt eindeutig ein Vitamin B12-Mangel vor. Schwankt der Wert zwischen 35 und 50 pmol/l, so kann dies auf das Absinken des Vitaminspiegels hindeuten und zumindest eine Unterversorgung darstellen.

An diesem Punkt kann ein wirklicher Vitaminmangel durch eine entsprechende Behandlung verhindert werden.

Obwohl der Test als Diagnosemittel gut geeignet ist, übernehmen einige Krankenkassen die Kosten nicht. Diese belaufen sich in der Regel auf etwa 30 Euro.

Serumstest

Das Blutserum kann auf verschiedene Stoffe getestet werden, die mit einem Mangel an Vitamin B12 in Verbindung stehen. Wenn ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt, dann sind häufig die Serumskonzentrationen von Homocystein und Methylmalonsäure erhöht.

Diese beiden Tests alleine sind allerdings nicht unbedingt aussagekräftig für einen Vitaminmangel, denn es können auch andere Ursachen vorliegen. So erhöht sich beispielsweise der Methylmalonsäurespiegel im Alter, ohne, dass zwingend ein Mangel an Vitamin B12 vorliegt. Daher wird dieser Test entweder zur Absicherung angewandt oder um die körpereigenen Vitaminspeicher zu überprüfen.

Urintest

Anders als die beiden vorherigen Tests ist für den Urintest keine Abnahme von Blut notwendig. Darüber hinaus kann dieser Test auch zuhause durchgeführt werden. Hierbei wird die Konzentration der Methylmalonsäure gemessen. Um allerdings Verzerrungen durch den Wasseranteil im Urin zu verringern, wird die Säurekonzentration im Verhältnis zum Kreatininwert betrachtet.

Wird dabei ein Spiegel von mehr als 2mg Methylmalonsäure pro Gramm Kreatinin festgestellt, so kann man von einem Vitamin B12-Mangel ausgehen. Allerdings kann dieser Test ähnlich wie der Serumstest nicht alleine eine Aussage zum Mangel treffen, da durchaus weitere Krankheiten und Faktoren existieren, die einen höheren Wert begünstigen. Im Idealfall ist an diesem Punkt eine Abklärung mit einem Arzt, um einen Vitaminmangel oder eine andere Erkrankung festzustellen.

Liquor cerebrospinalis-Untersuchung

In seltenen Fällen kann bei der Untersuchung des Nervensystems eine Liquor cerebrospinalis-Untersuchung durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um die Untersuchung des umgangssprachlich sogenannten Nervenwassers. Da dieser Test aufwändiger und risikoreicher ist als eine Analyse von Blut oder Urin, wird er lediglich herangezogen, wenn diese nicht schlüssig ist. Eine weitere Möglichkeit der Anwendung ist bei der Untersuchung von Nervenschäden, die eventuell auf einen Mangel an Vitamin B12 zurückgeführt werden können. Insofern wird die Konzentration des Vitamins in diesem Bereich überprüft.

Erste Mangelerscheinungen zeigen sich in der Regel erst, wenn die Vitamin B12-Speicher des Körpers aufgebraucht sind und das eigentliche aktive Vitamin B12 nicht mehr gebildet werden kann. Dabei treten zunächst leichte Symptome auf, die unspezifisch sind. Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit, Immunschwäche, Magenverstimmungen, dabei denken die wenigsten Menschen an einen Vitaminmangel.

Im weiteren Verlauf wird die Krankheit gefährlicher und so kann es zu einer lebensbedrohlichen perniziösen Anämie, irreversiblen Nervenschäden, Lähmungen oder einen Myelose kommen. Unbehandelt kann ein Vitamin B12-Mangel daher zum Tod führen. Allerdings speichert der menschliche Körper so große Mengen an Vitamin B12, dass es manchmal bis zu Jahren dauern kann, bis die Vorräte überhaupt aufgebraucht sind. Der Eintritt der Symptome und die Verschlimmerung sind in der Regel so gravierend, dass Menschen sich früher oder später zum Arzt begeben (sollten).

Häufigkeit und Diagnosedaten

Ein Vitamin B12-Mangel ist weiter verbreitet als gedacht und des Öfteren unentdeckt. So legen verschiedene Studien nahe, dass bis zu 20% der Bevölkerung einen zu niedrigen Serumswert aufweisen, allerdings nicht zwingend Symptome erleiden. Die Ursache liegt darin, dass der B12-Mangel so schwach ausgeprägt ist, dass er schlicht keine Symptome entwickelt. Dies macht ihn allerdings nicht weniger gefährlich und sollte daher beobachtet und mit entsprechenden Präparaten behandelt werden. Dabei können unterschiedliche Risikogruppen betrachtet werden.

Während junge Menschen nach Messungen zu etwa 5-7% von einem solchen Vitaminmangel betroffen sind, ist die Gruppe der über 65-jährigen stärker betroffen.

Hier schwankt die Gruppe der Betroffenen zwischen 10-30%. Als Ursache liegt hier meistens die schwindende Fähigkeit des älteren Magens vor, der nicht mehr in der Lage ist, Vitamin B12 in für den Dünndarm verdauliche Formen umzuwandeln.

Vegetarier und Veganer, die selten oder gar nicht tierische Lebensmittel zu sich nehmen, haben ein hohes Risiko, einen Mangel zu erleiden und können sogar präventiv Präparate einnehmen, die die Versorgung mit Vitamin B12 sicherstellen.

Schwangere und Stillende müssen aufgrund der Versorgung ihres Kindes mit Vitamin B12 mehr einnehmen und haben daher ein höheres Risiko für einen Mangel.

In seltenen Fällen kann es auch passieren, dass eine gewisse Art der Vitamin B12-„Resistenz“ herrscht. Hierbei ist der Serumswert hoch genug, ähnlich wie die Zufuhr, allerdings treten die Symptome eines Mangels auf. Dies muss zu einer Besserung ärztlich abgeklärt werden.

Aus diesen verschiedenen Faktoren lassen sich bestimmte Risikogruppen ableiten, die besonders auf ihre Vitamin B12-Zufuhr achten sollten:

Komplikationen bei Vitamin B12-Mangel

Als die zwei gravierendsten Komplikationen mit einem Mangel an Vitamin B12 gelten die perniziöse Anämie sowie unter Umständen irreversiblen Nervenschäden, insbesondere die funikuläre Myelose. Sie können als schwerste Begleiterscheinungen eines Mangels auftreten.

Die perniziöse Anämie, die darüber hinaus Morbus Biermer genannt wird, ist eine Form der Blutarmut. Darunter versteht man eine zu geringe Konzentration an Hämoglobin im menschlichen Blut. Bei Hämoglobin handelt es sich um den Teil des Blutes, der Sauerstoff transportiert. Daher kann in solch einem Fall das Blut nicht mehr genügend Sauerstoff für die Funktion aller Organe bereitstellen. Im schlimmsten Fall und sofern es nicht behandelt wird, kann dies sogar zum Tod führen.

Die üblichen Begleiterscheinungen einer Anämie sind auf eine geringere Sauerstoffzufuhr zurückzuführen. Es kommt also insgesamt zu einer Schwäche des Körpers. Diese Schwäche verstärkt sich bei sportlichen Aktivitäten. Da der menschliche Organismus die geringere Sauerstoffzufuhr ausgleichen möchte, steigt die Herzfrequenz an, um die Organe in einem ausreichenden Maße zu versorgen. Blässe und eine Neigung zur Ohnmacht treten stärker auf. In einigen Fällen kann sich auch eine Gelbsucht bilden.

Ähnlich gefährlich und einschränkend kann auch die funikuläre Myelose werden. Diese Erkrankung ist vergleichbar mit der multiplen Sklerose, allerdings ist sie weitaus besser zu therapieren, da ihr ein Vitaminmangel zugrunde liegt. Es handelt sich um eine sogenannte demyelinisierende Erkrankung. Die Markscheiden, die um die Axone der Nervenzellen liegen, werden dabei nach und nach geschädigt. Dies führt insgesamt zu einer Schädigung des Nervensystems mit unterschiedlich schweren Folgen.

Zunächst treten in der Regel Ausfälle der Motorik, Sensibilitätsstörungen und Taubheitsgefühle ein. Im weiteren Verlauf treten Lähmungen auf, was bis zu einer Querschnittslähmung reichen kann. Solche Veränderungen sind meistens irreversibel, weswegen ein schon frühes Einschreiten essentiell ist. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Symptome sich vollständig zurüCK entwickeln, andernfalls wird das Voranschreiten der Erkrankung gestoppt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Symptome eines Vitamin B12-Mangels sind zunächst noch unspezifisch, sodass diese Erkrankung in den früheren Stadien schwer zu erkennen ist. Wenn man zu den Risikogruppen gehört, ist es sicherlich angebracht, bei einem Hausarztbesuch die Problematik mit Vitamin B12 anzusprechen, um den Patienten individuell zu behandeln und eine mögliche Vitaminunterversorgung abzuklären.

Sollten die ersten konkreteren Symptome oder gar erste Nervenschäden zu beobachten sein, ist dringend ein Besuch beim Hausarzt oder Neurologen anzuraten.

Eine allgemeine Schwäche und Niedergeschlagenheit wie sie unter einem Nährstoffmangel auftritt sollte allerdings Grund genug bestehen, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären. Diese kann nicht nur in einem Vitaminmangel liegen, sondern auch andere, vielfältige Gründe haben, die medizinisch behandelt werden müssen.

Behandlungsmethoden und Therapie

Es handelt sich um eine Vitaminunterversorgung. Also wird dem Körper genügend Vitamin B12 zur Verfügung gestellt, um sich wieder erholen zu können. Ziel ist es nicht nur, dem Tagesbedarf an Vitamin B12 zu entsprechen, sondern darüber hinaus die körpereigenen Speicher wieder aufzufüllen. Dafür ist nicht nur eine Ernährung mit ausreichend Vitamin B12 notwendig. Für diesen Schritt existiert eine Vielzahl an Präparaten mit Vitamin B12. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Vitamintabletten oder weitere oral einzunehmende Medikamente. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, das Vitamin über Injektionen zu sich zu nehmen. Sogar mit dem Vitamin angereicherte Zahnpasta existiert.

Die verschiedenen Präparate gibt es in unterschiedlich hohen Konzentrationen. Je nach Mangel wird also eine unterschiedliche Menge Vitamin B12 als Wirkstoff eingesetzt. Während leichte Mangelerscheinungen also mit einer Menge von 300-500 µg behandelt werden, was etwa dem 100-fachen Tagesbedarf entspricht, sind bei starken Mangelerscheinungen bereits Präparate mit 1000-3000 µg nötig. Teilweise wird die Dosis für den Beginn der Therapie auch höher gesetzt, damit die Speicher eine Möglichkeit haben, sich möglichst schnell wieder aufzufüllen. Insbesondere 5000 µg eignen sich für die Anfangstherapie mit einem schweren Mangel.

Je nach Ursache für den Mangel ist außerdem eine höhere Dosis zu wählen. Sollte eine Problematik des intrinsischen Faktors vorliegen, sorgt eine hohe Dosis für eine stärkere Aufnahme des Nährstoffs. Damit wird die nicht vorhandene Fähigkeit zur Aufnahme über die Nahrung des Organismus ausgeglichen. Darüber hinaus wird bei Aufnahmestörungen oftmals auf Injektionen zurückgegriffen.

Die Präparate selbst sind auch mit verschiedenen Formen von Vitamin B12 angereichert. Dabei sind die vier Formen Cyanocobalamin, Hydroxocobalamin, Adenosylcobalamin und Methylcobalamin am häufigsten, wobei Cyanocobalmin als synthetisches Vitamin B12 bekannt ist und daher nicht so gut vom menschlichen Körper verwertet werden kann. Als ideal gilt eine Mischung der übrigen drei Moleküle wie sie zumeist in der Nahrung vorliegt.

Vorbeugung & Prävention

Eine ausgewogene Ernährung gehört zu den besten Präventionsmaßnahmen eines Vitaminmangels. Dies gilt nicht nur für das Vitamin B12, sondern sämtliche Nährstoffe, die der menschliche Körper in seiner Funktion benötigt. In Bezug auf dieses Vitamin ist es unverzichtbar, mindestens die empfohlene Tagesdosis aufzunehmen. Diese liegt bei drei µg. Allerdings ist es auch möglich, diese Dosis in Form eines Präparates pro Woche in ausreichender Menge für sieben Tage zu sich zu nehmen. Schließlich führt dies zu einer Auffüllung der Vitaminspeicher. Daher ist eine tägliche Aufnahme des Vitamins nicht zwingend notwendig, sollte allerdings über die Nahrung angestrebt werden.

Besonders große Mengen sind in tierischen Produkten enthalten. So ist Kalbsleber mit 60 µg pro 100 Gramm ideal, um den Vorrat an Vitamin B12 aufzufüllen. Lebensmittel wie Schweineleber, –Niere, Hühnerleber und diverse Fischsorten führen die Liste an besonders vitaminreichen Produkten an.

Aber auch 100 Gramm Käse können mit durchschnittlich drei µg pro 100 Gramm den Tagesbedarf decken. Gemüse enthält in aller Regel nicht genügend Mengen an Vitamin B12, um den Tagesbedarf auch nur annähernd zu decken. Daher sollten Veganer und je nach Ernährungsweise auch Vegetarier auf leichte Präparate zurückgreifen, um ihren Vitaminbedarf zu decken. Nur dadurch können sie Mangelerscheinungen vorbeugen.

Prognose zur Heilung

Da es sich beim Vitamin B12-Mangel um einen Nährstoffmangel handelt, ist eine Heilung so gut wie sicher. Dabei muss der Mangel allerdings überhaupt als solcher erkannt werden. Sobald dies geschehen ist, lässt sich der Vitaminspeicher über bestimmte Präparate wieder auffüllen und die Erkrankung somit eindämmen.

Allerdings können aufgetretene Symptome vorhanden bleiben. Insbesondere irreversible Nervenschäden wie Lähmungen, die durch eine funikuläre Myelose hervorgerufen wurden, können auch nach Behandlung bestehen bleiben. Die Wiederherstellung der Nährstoffversorgung sorgt jedoch dafür, dass die Symptome nicht schlimmer werden können. Weitere Schäden, die während einer Unterversorgung auftreten, werden damit meistens behandelt und verschwinden während der Behandlung. Insofern besteht eine sehr gute Prognose zur Heilung, sobald der Vitaminmangel erkannt ist.

Eine weitere Ursache eines Vitamin B12-Mangels kann in bestimmten Erkrankungen liegen. Dabei kann die Prognose zur Heilung allerdings anders aussehen. Hier lässt sich nicht generalisieren, wie leicht die zugrunde liegende Krankheit zu heilen ist. Der Vitaminmangel jedoch lässt sich vergleichsweise einfach beseitigen.

Herkunft von Vitamin B12

Um zu verstehen, weshalb Vitamin B12 in welchen Lebensmitteln vorhanden ist, ist die natürliche Herstellung des Nährstoffes essentiell. Die meisten Lebewesen sind nicht in der Lage, das Vitamin selbst herzustellen. Im Gegensatz zu Menschen, weiteren Tieren und Pflanzen sind Mikroorganismen wie Bakterien für die Produktion zuständig.

Diese kommen einerseits im Darm von Pflanzenfressern in Form einer Symbiose vor, andererseits leben sie im Boden. Insbesondere das Element Cobalt spielt bei der Herstellung des Vitamins eine Rolle, sodass Böden und Gräser damit angereichert sein sollten, damit die Tiere zum einen selbst genügend Vitamin B12 aufnehmen können. Zum anderen sind Lebewesen, die sich von diesen Tieren ernähren, auch auf das Vitamin angewiesen. Somit wird in der Tierhaltung das Element oftmals dem Futter zugesetzt, um eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu gewährleisten.

Zwar bildet der Mensch als Allesfresser in einer ähnlichen Symbiose mit Bakterien Vitamin B12. Jedoch findet dieser Schritt im Dickdarm statt. Somit ist dieses Vitamin nicht mehr oder nur in geringen Mengen verwertbar, weswegen es weiterhin über die Nahrung aufgenommen werden muss.
Über Böden kann außerdem Vitamin B12 hergestellt werden. Somit kann über Verunreinigungen das Vitamin auch über Gemüse gewonnen werden. Da die Böden allerdings zunehmend weniger Mikroorganismen aufweisen und die entsprechenden pflanzlichen Lebensmittel stark gereinigt werden, ist diese Methode nicht ertragreich genug, um den Tagesbedarf zu erreichen.

Alternative Behandlungsformen

Ein Vitamin B12-Mangel ist eine einfache Mangelerscheinung und medizinisch nicht komplex. Somit existieren nicht viele alternative Behandlungsformen. Diese können je nach Symptom auf die jeweilige Erkrankung angewendet werden. Allerdings sind die verschiedenen Symptome eines Mangels so vielfältig und unpräzise, dass es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten für diese gibt. Die eigentliche Ursache, der Vitamin B12-Mangel, wird dadurch allerdings nicht geheilt.

Das bedeutet keineswegs, dass alternative Behandlungsformen nicht helfen können. So sind sie besonders hilfreich im Zuge der Symptombehandlung. Eine potentielle Nährstoffunterversorgung wird dadurch neben der eigentlichen Heilung erträglicher gestaltet. Damit sind weniger Probleme im Alltag verbunden und vereinfachen diesen. Die Symptome des Vitaminmangels können nämlich im alltäglichen Leben problematisch werden.

Allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen und diverse Entzündungen, die einfach nur störend sind, können so angegangen werden und die Zeit der Heilung positiv gestalten. Aufgrund der Vielzahl der Probleme, die mit einem Mangel an Vitamin B12 einher gehen, existieren auch viele alternativmedizinische Möglichkeiten, diesen entgegenzuwirken.

Zum Einsatz kommen dabei einfache Hausmittel, die problemlos jeder mit ein paar Tipps anwenden kann. Aber auch Homöopathie, ätherische Öle als auch Schüssler-Salze können eingesetzt werden, um die Vielfalt an unspezifischen Symptomen zu behandeln. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten und sehr vieles kann helfen, dieser Zeit der Behandlung ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Zusammengefasst sind folgende Einsatzgebiete möglich:

  • Einfache Hausmittel
  • Homöopathie
  • Ätherische Öle
  • Schüssler-Salze
  • Heilkräuter
  • Diät

Welche Hausmittel können helfen?

Wenige Hausmittel können hier in Betracht gezogen werden, wenn die Krankheit geheilt und nicht nur gelindert werden soll. Dazu zählen Lebensmittel. Dabei besteht die Option, zur Optimierung einer Therapie mit Vitamin B12-Präparaten entsprechende Nahrung zu sich zu nehmen oder aber auch zur Prävention eines eigentlichen Mangels.

Diese Lebensmittel müssen eine ausreichende Menge an Vitamin B12 enthalten, um mindestens den Tagesbedarf zu decken. Somit muss täglich eine höhere Menge als drei μg eingenommen werden, um zumindest Prävention und die Behebung eines minimalen Mangels zu betreiben. Dies kann durch den Konsum von tierischer Leber geschehen. Diese Form der Therapie sollte mit einem Arzt abgesprochen werden, falls ein schwerer Mangel als vermutet vorliegt. Als ergänzende Behandlungsmöglichkeit bietet sich diese Therapieform durchaus an.

Zur Linderung der Symptome eignet sich das „Hausmittel“ Ruhe als Reaktion auf die allgemeine Schwäche. Der Körper ist zu dieser Zeit sowieso nicht zu einer allzu großen Leistungsfähigkeit in der Lage. Insbesondere die Muskelschwäche kann körperliche Aktivitäten einschränken. Hier sollte eine Schonung eintreten und keine zusätzliche Belastung. Sport kann die Symptome verschlimmern, weswegen auch hier Entspannung ideal wäre.

Gegen Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit sind verschiedene Hausmittel wirksam und können die Beschwerden lindern. So kann eine insgesamt positive Atmosphäre dazu beitragen. Allerdings sind bestimmte Lebensmittel als Energiespender bekannt. Darunter zählt Obst, beispielsweise sind Äpfel hier vielseitig einsetzbar. Ob pur, als Saft gemischt mit anderen Obst- und Gemüsesorten, gebacken oder gekocht, die Möglichkeiten scheinen schier unbegrenzt und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Insgesamt bedeutet ein Vitaminmangel, dass in dieser Zeit noch besser als sonst auf das eigene, gesundheitliche Wohlergehen geachtet werden sollte.

Zusammengefasst können folgende Hausmittel helfen:

  • Verschiedene Lebensmittel
  • Ruhe und Entspannung

Heilkräuter und Heilpflanzen

Da Kräuter und Pflanzen kein bis nur sehr geringe Mengen an Vitamin B12 enthalten, ist ein Konsum dieser nicht unbedingt zielführend. Daher können diese Mittel lediglich zur Linderung der Symptome verwendet werden. Handelt es sich beispielsweise um Kopfschmerzen, so können Heilkräuter und Heilpflanzen herangezogen werden. Dazu kann beispielsweise Baldrian verwendet werden. Aber auch der Echten Mädesüß sowie dem Waldmeister wird eine Wirkung gegen Kopfschmerzen nachgesagt, sodass hiermit eine Verbesserung eintreten kann. Die Kräuter können beispielsweise als Tee oder Aromastoff verwendet werden.

Als Heilpflanze gewinnt Ingwer immer stärker an Bedeutung und kann daher auch vielseitig zur Behandlung der Symptome eines Vitamin B12-Mangels eingesetzt werden. Zum einen wird es dazu verwendet, Magen- und Verdauungsprobleme zu lindern und weist daher eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trank auf. Zum anderen wirken die Stoffe im Ingwer als entzündungshemmend. Der große Vorteil an Ingwer besteht in der Vielseitigkeit der Anwendung. Sowohl im Tee als auch im Smoothie lässt sich das Superfood einsetzen. Selbst als Gewürz und Öl ist es bekannt, sodass es leicht in die alltägliche Ernährung als Heilpflanze integriert werden kann.

Zusammengefasst können folgende Mittel helfen:

  • Baldrian
  • Echte Mädesüß
  • Waldmeister
  • Ingwer

Ätherische Öle

Auch hier ist nur eine Linderung der Symptome möglich statt einer Heilung der eigentlichen Krankheit und der Nährstoffunterversorgng. Stresszustände und Kopfschmerzen können mit Lavendelöl behandelt werden. Zur Entspannung von Muskeln und Nerven sowie Linderung von Schmerzen kann Pfefferminzöl beitragen. Beide Öle sind in Kombination anwendbar und haben miteinander keine negativen Wechselwirkungen. Daher können diese Öle die Symptome eines Vitamin B12-Mangels lindern.

Die Möglichkeiten der Anwendung gehen über eine Massage bis hin zu Dampfbädern oder direkter Inhalation. An dieser Stelle ist fast alles erlaubt, was für Entspannung sorgt. Dies fördert den Körper und kann damit zur Linderung beitragen. Die allgemeine Entspannung begünstigt die Heilung eines Vitamin B12-Mangels und stärkt das Immunsystem.

Zusammengefasst können folgende Öle helfen:

  • Lavendelöl
  • Pfefferminzöl

Homöopathie und Globuli

Inzwischen existieren Globuli mit Vitamin B12. Als homöopathisches Mittel liegt also auch hier eine Anwendung nahe, um den Mangel wirklich an der Ursache zu bekämpfen. Eingesetzt werden diese im Bereich von Verspannungen und Kopfschmerzen, also einem Teil der Symptome, die bereits für einen Vitamin B12-Mangel sprechen.

Darüber hinaus existiert aber noch eine weitere Möglichkeit, die mit den Grundsätzen der Homöopathie vereinbar ist. So existieren verschiedene Zahngels mit Vitamin B12 mit natürlichen Wirkstoffkomplexen für eine homöopathische Dentalhygiene. Diese wird einfach wie normale Zahnpasta verwendet. Diese Möglichkeit kann auch als Prävention verwendet werden.

Als Mittel gegen die vielen verschiedenen Symptome hält die Homöopathie die verschiedensten Globuli bereit. Die ideale Behandlung kann ein Heilpraktiker oder ähnlich ausgebildeter Mediziner zusammenstellen. Diese sind in der Lage, das Gesamtbild der Krankheit zu erfassen und damit optimal nach homöopathischen Grundsätzen zu behandeln. Als Begleittherapie eines Vitamin B12-Mangels ist daher ein Besuch dort eine Möglichkeit, insbesondere, da Heilpraktiker in der Regel ein besonderes Augenmerk auf die körpereigene Vitaminversorgung haben.

Zusammengefasst können folgende Mittel im Bereich der Homöopathie helfen:

  • Vitamin B12-Globuli
  • Besuch beim Heilpraktiker
  • Vitamin B12-Zahngel

Schüssler-Salze

Auch hier können nur die Symptome behandelt werden. Als Begleittherapie zur Gabe von Vitamin B12 sind Schüssler-Salze gegen eine auftretende Anämie anwendbar. So werden im Normalfall etwa 6 Tabletten täglich genommen. Je nach Schwere des Mangels und der Symptome sind Abweichungen möglich.

Anwendbar sind Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum, 8 Natrium chloratum, 13 Kalium arsenicosum, 17 Manganum sulfuricum, 21 Zincum chloratum und 27 Kalium bichromicum. Die Potenzierungen der ersten drei Salze sind dabei für gewöhnlich D6, für die letzten drei D12. Je nach eigenem Wohlbefinden können maximal drei Salze auch kombiniert werden, genauso kann auch nur eines genommen werden. Dabei kann auch Rücksprache mit einem entsprechenden Mediziner gehalten werden.

Darüber hinaus können Schüssler-Salze das menschliche Nervensystem stärken. Dabei sind alle Salze, die Verbindungen mit Phosphor enthalten, relevant. Die Behandlung muss sich dabei über einen längeren Zeitraum erstrecken, um die bestmögliche Wirkung entfalten zu können. Auch hier ist die Kombination mehrerer Salze möglich.

Zusammengefasst können folgende Salze helfen:

Diät und Ernährung

Ein Vitamin B12-Mangel wird maßgeblich durch eine Unterversorgung mit diesem Vitamin ausgelöst. Daher ist es wichtig, eine ausgewogene Ernährung anzustreben, um eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu gewährleisten. Einem Mangel jedoch vollständig durch die Ernährungsweise entgegenzuwirken, ist aufgrund der Mengen, die eingenommen werden müssen, nicht empfehlenswert. Lediglich als Therapie eines minimalen Mangels wäre dies eine Überlegung. Daher ist eine Vitamin B12-reiche Ernährung als Prävention und Unterstützung zur eigentlichen Therapie mit Vitaminpräparten geeignet.

An dieser Stelle ist es besonders wichtig, dass das Vitamin B12, welches Nori-Algen enthalten, vom Körper nicht aufgenommen und daher nicht verwertet werden kann. Daher ist dieses insbesondere für Veganer keine ausreichende Quelle für Vitamin B12.

Liegt eine Einstufung in eine Risikogruppe vor, ist eine Vitamin B12-reiche Ernährung besonders wichtig, weswegen darauf geachtet werden sollte. Im Zweifelsfall kann schon zur Prävention mit Präparaten ergänzt werden. Diese sind in einer Vielfall an Produkten zu erhalten, sodass sie einfach in den alltäglichen Ernährungsplan integriert werden können. In Kombination mit anderen Vitaminen und Mineralien kann die allgemeine gesundheitliche Verfassung verbessert werden.

Zusammengefasst können folgende Mittel helfen:

  • Vitamin B12-reiche Ernährung
  • Vitamin B12-Präparate

FAQ – Fragen und Antworten

Wie genau kann ich einen Vitamin B12-Mangel im Anfangsstadium feststellen?

Die unspezifischen Symptome machen eine Feststellung eines Mangels ohne einen medizinischen Bluttest schwierig. Daher sollte ein möglicher Mangel insbesondere als Teil einer Risikogruppe ärztlich abgeklärt werden.

Wie hoch sollten Vitaminpräparate dosiert sein?

Als Faustregel gilt: Je geringer der Mangel, je ausgewogener die Ernährung und je gesünder der Darm, umso niedriger muss das Vitamin dosiert sein.

Kann man Vitamin B12 überdosieren?

Vitamin B12 ist wasserlöslich, kann also problemlos vom Körper ausgeschieden werden. Daher ist es nicht zu überdosieren.

Kann man Präparate nehmen, bevor ein Mangel festgestellt wird?

Ja, da Vitamin B12 quasi nicht überdosiert werden kann, stellt dies kein Problem dar. Allerdings sollte eine Einnahme im Idealfall ärztlich abgeklärt werden.

Sollte in der Schwangerschaft zusätzliches Vitamin B12 eingenommen werden?

In der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der Bedarf an Vitamin B12 erhöht. Daher ist eine zusätzliche Einnahme sinnvoll.

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