Refluxösophagitis

Steckbrief: Refluxösophagitis

  • Name(n): Refluxösophagitis; Speiseröhrenentzündung; Refluxkrankheit
  • Art der Krankheit: Krankheit des Verdauungstraktes
  • Verbreitung: großteils in Industrieländern
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Funktionsstörungen; vorangegangene Erkrankungen
  • Wieviele Erkrankte: 10 % der Industriestaaten-Bevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist; Gastroenterologe
  • ICD-10 Code(s): K21

Erst Rückfluss, dann Entzündung

Wer freut sich nicht über große Festmähler? Gemeinsam Zeit verbringen, gemeinsam schlemmen – gibt es denn etwas schöneres? Wäre da nur nicht der Tag danach! Viele Menschen erleiden nach großen Portionen, die sie noch am Abend zu sich genommen haben, unangenehme Beschwerden. Dazu gehören häufiges Aufstoßen, Sodbrennen oder ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein.

 

Manche leiden auch unter Reizhusten oder gar Asthma. Auch Lungenentzündungen sind möglich. Was das ist, das uns diese schwerwiegenden Symptome bereitet, erfahren Sie in diesem Artikel. Nur eines sei vorausgeschickt: Die Speiseröhre ist nicht für ein saures Milieu, wie es im Magen herrscht, ausgestattet!

 

Definition Refluxösophagitis

 

Reflux-Ösophagitis bezeichnet eine Entzündung der Speiseröhre, die durch einen Reflux verursacht wurde. Reflux heißt zu Deutsch Rückfluss.

Im Falle einer Ösophagitis ist der Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre gemeint. Eine solche Ösophagitis wird deshalb auch immer im unteren Bereich der Speiseröhre lokalisiert. Refluxösophagitis gilt ALS peptische Entzündung.

Das bedeutet, dass eben diese Entzündung durch den Verdauungsprozess entstanden ist. Genau genommen hat sie sich durch den Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre gebildet. Der Reflux zwischen Magen und Speiseröhre ist durch eine Insuffizienz des Kardiaverschlusses möglich.

Mit Insuffizienz ist generell ein Defizit bzw. die dürftige Leistung eines Organs, in diesem Falle des Kardiaverschlusses, gemeint. Der Kadiaverschluss, welcher im Falle eines gastroösophaginalen Reflux nicht mehr richtig schließt, heißt auf Deutsch großer Magenmund.

Was ist Refluxösophagitis?

 

Die urteilsfähigen Kennzeichen einer unkomplizierten gastroösophagealen Reflux-Ösophagitis sind

 

  • Aufstoßen von Säure ohne Übelkeit,
  • Sodbrennen,
  • Brennen im Bereich des Brustbeins,
  • Brennen im Rachenbereich und
  • Schmerzen beim Schlucken.

Andere sehr häufige Symptome sind Schmerzen im Oberbauch, Schmerzen im Bereich des Brustbeines, Engegefühle an eben dieser Stelle, Aufstoßen von Luft, Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen. Diese Symptome gelten allerdings nicht als Beweisgrundlage für eine erste Diagnose.

 

Grund für die Reflux-Ösophagitis ist häufig eine Hiatushernie. Hernien sind Ausstülpungen von Organen in Bereiche des Körpers, von denen sie normalerweise abgetrennt sind. Hiatus heißt einfach nur Spalt und bezeichnet in diesem Fall den Spalt im Zwerchfell, durch welchen die Speiseröhre in den Magen übergeht. Genauer wird die Hiatushernie im folgenden Kapitel betrachtet. Unter Umständen kann die Refluxösophagitis auch eine Folge eines operativen Eingriffes sein.

 

Die besagte Krankheit wird in die folgenden vier Schweregrade unterteilt.

 

  • Grad 1: nicht verbundene Erosion mit und ohne fibrinoidem Zelltod
  • Grad 2: verbundene Funktionsstörung der äußersten Hautschicht in der Speiseröhre
  • Grad 3: kreisförmiger Verlust der obersten Hautschicht durch Erosion und Geschwüre
  • Grad 4: durch Verdauung verursachte, narbige Einengung der Speiseröhre, nebensächliches Geschwür oft in Verbindung mit Zylinderzellersatz

Die Erosion, welche in jedem Grad der Krankheit in verschiedener Ausprägung auftritt, verläuft wie folgend. Das Epithel, also die oberste Schicht der Schleimhaut verändert sich so, dass sie nicht mehr die Funktion einer Schleimhaut ausführen kann. Da die weiter unten liegenden Hautschichten nicht verletzt werden, blutet die Wunde nicht. Sie kann allerdings nässen. Durch die Erosion geht zwar die Schleimhaut verloren, aber es entstehen noch keine Narben. Diese entstehen erst bei der Abheilung von Geschwüren, die ab dem dritten Grad der Krankheit in Erscheinung treten. Ein Geschwür stellt im Unterschied zur Erosion bereits einen tiefliegenden Defekt der Substanz dar.

 


Welche Ursachen gibt es?

 

Eine der häufigsten Ursachen für eine Refluxerkrankung ist ein erschlaffter Magenmund. Dieser Schließmuskel sollte im Normalfall die Speiseröhre vom Magen abtrennen um eben den gefürchteten Rückfluss von sauerer Flüssigkeit zu verhindern. Wenn dies allerdings nur unzureichend der Fall ist, fehlt der körpereigene Schutz gegen den Rückfluss und es wird häufig eine Operation notwendig.

 

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Krankheit ist der Ernährung zuzuschreiben. Denn Koffein, Nikotin, sowie Stress und Anspannung regen den Magen zu vermehrter Produktion von Magensäure an. Dies ist natürlich noch einmal negativ in der Auswirkung auf die Gesundheit des Betroffenen. Alkohol birgt ein anderes Problem in sich. Er lähmt nämlich den Schließmuskel, der abgesehen vom Schlucken die Verbindung zwischen den beiden Organen unbedingt geschlossen halten sollte. Fette oder süße Speisen reizen die Schleimhaut der Speiseröhre noch zusätzlich.

 

Eine Hiatushernie ist eine häufige vorausgehende Erkrankung der Refluxkrankheit. Hierbei handelt es sich um ein Problem mit dem Zwerchfell. Der große Muskel, welcher die Lunge vom Bauchraum abtrennt, weist drei Öffnungen auf. Eine Öffnung dient dem Durchgang der Speiseröhre, eine der größten Arterie des Körpers, der Aorta und die dritte Öffnung ist für die Hohlvene da. Nun sind diese Bereiche gleichzeitig die Schwachstellen des Muskels.

 

Weiters spielt der His-Winkel oft eine Rolle bei der Entstehung von Rückflüssen in die Speiseröhre. Dieser Winkel gibt an, wie der Magenmund zum obersten Punkt des Verdauungsorgans steht. Normalerweise liegt dieser Winkel bei 50 bis 60 Grad. Ist er allerdings noch größer, so wird die Schließöffnung immer weiter ins Senkrechte gedehnt und überdehnt im schlechtesten Fall ebenso wie bei einer Hiatushernie.

 

  • Alkohol
  • Koffein
  • Nikotin
  • fette Speisen
  • Kardiaverschluss-Insuffizienz
  • süße Speisen
  • Anspannung
  • Hiatushernie
  • Stress
  • vergrößerter His-Winkel

Symptome & Anzeichen

 

Typischerweise treten die Symptome bei dieser Erkrankung vor allem bei bestimmten Bewegungen oder Körperhaltungen auf. Beispielsweise können liegen oder bücken recht schmerzhaft für den Erkrankten sein. Außerdem treten die Beschwerden großteils nach Einnahme bestimmter Nahrungsmittel, sowie Genussmittel auf.

 

Sodbrennen, Aufstoßen von Wasser oder Magensaft und Schmerzen hinter dem Brustbein, sind einige der typischen Symptome für die Refluxerkrankung. Durch den unzureichenden Verschluss des Magenmundes gelangt sauerer Magensaft bei Menschen, die an Reflux leiden, leicht in die Speiseröhre.

 

Weil die Schleimhaut in der Speiseröhre allerdings nicht dafür ausgestattet ist diesem pH-Wert ausgesetzt zu sein, verursacht der Kontakt der Speiseröhre mit Magensäure einen brennenden Schmerz. Dies wird als Sodbrennen gekannt, unter dem so viele Menschen in den Industrieländern leiden.

 

Der Rückfluss der Magensäure wird durch die Schwerkraft in waagrechter Körperlage begünstigt, was die liegende Position für Reflux-Patienten äußerst schmerzhaft werden lässt. Sodbrennen spüren die meisten Betroffenen an einem brennenden Druckgefühl hinter dem Brustbein. Alkohol, Nikotin, große Mahlzeiten, Kaffee und Stress sind häufige Auslöser für Sodbrennen.

 

Erkrankte leiden zudem öfter an einen seifigen oder salzigen Geschmack im Mund nachdem sie gegessen haben. Allein durch diese Symptome kann man einen Reflux meist schwierig von einer Erkrankung des Herzens unterscheiden. Personen mit diesen Problemen sollten also unbedingt abklären lassen, ob sie einen Herzinfarkt erlitten haben, oder vielleicht doch unter Reflux oder gar bereits einer entzündeten Speiseröhre leiden.

 

Durch den stetigen Rückfluss wird die Schleimhaut der Speiseröhre immer wieder aufs Neue gereizt. An dieser Stelle ist das Epithel nun gefundenes Fressen für allerhand Keime, während ebenfalls Speisereste leichter hängen bleiben können, um die Schleimhaut erneut zu reizen. Daraus resultieren Schmerzen beim Schlucken, welche dieses erschweren. Auch das ist ein typisches Kennzeichen für Reflux.

 

Patienten berichten häufig von „einem Kloß im Hals“, während andere Betroffene ständig das Gefühl von einem trockenen Hals haben. In diesem Fall ist vermehrtes Trinken zwar nicht schädlich, hilft aber auch nicht um das Symptom zu beenden.

 

Durch Keime, Bakterien und Nahrungsreste, welche sich auf der erkrankten Speiseröhren-Schleimhaut festsetzen und teilweise vermehren, kommt es zu unangenehmen Gerüchen, welche häufig als Mundgeruch wahrgenommen werden. Denn die Erreger produzieren Substanzen, die für den Menschen als üble Gerüche eingestuft sind, welche anschließende über die Speiseröhre nach oben, gemeinsam mit dem Atem, entweichen.

 

Zahnschmelz gilt als die härteste aller Substanzen, die im menschlichen Körper vertreten sind. Allerdings wird dieser durch Säuren geschädigt und das gilt auch für die Magensäure. Stößt ein Reflux-Patient also öfters sauer auf, kann dies den Zahnschmelz bleibend schädigen. Zuerst wird das Ergebnis am Zahnhals bemerkt. Erst dann greift es langsam auf den gesamten Zahn über. Durch die Schädigung des Zahnschmelzes kann sich der Zahn nicht mehr selbst gegen schädliche Einflüsse von außen wehren. Dadurch wird er deutlich anfälliger für Karies.

 

Nachts, während dem Schlaf kann es passieren, dass Magensäure bis in die Luftröhre gelangt. Dies kann zu nächtlichem Reizhusten und Heiserkeit führen. Außerdem kann der Kehlkopf durch die Säure gereizt werden. Dadurch ist die Gefahr einer Kehlkopfentzündung allgegenwärtig.

 

  • Auswurf von Nahrung, Wasser und Schleim
  • Sporadisches Aufstoßen
  • zeitweiliges Sodbrennen
  • Aufstoßen von Luft und Magensaft
  • Druckschmerz hinter dem Brustbein
  • Schluckbeschwerden
  • Husten
  • Mundgeruch
  • Schädigung des Zahnschmelzes
  • Schädigung der Atemwege

Diagnose & Krankheitsverlauf

 

Nach einem Arztgespräch, in welchem die Symptome aufgezählt wurden, wird der Arzt zuerst eine Erkrankung des Herzens ausschließen wollen. Dazu hört er den Brustkorb mit einem Stethoskop ab. Wahrscheinlich wird sich der untersuchende Arzt einen Blick in Mund- und Rachenraum nicht verwehren lassen. Auf diese Weise wird er versuchen eine Pilzinfektion auszuschließen, welche von den Symptomen her leicht mit einer Refluxerkrankung verwechselbar gewesen wäre. Um ganz sicher zu gehen muss allerdings zu anderen Untersuchungsmethoden gegriffen werden.

 

Durch bildgebende Verfahren (z.B. Röntgen) und endoskopische Untersuchungen (z.B. Speiseröhrenspiegelung oder Magenspiegelung) werden die Defekte im Epithel festgestellt. Dadurch wird es möglich den Patienten einem der vier Grade zuzuordnen. Hierzu muss die Epithelgrenze ermittelt werden. Der Begriff Epithelgrenze bezeichnet die Abgrenzung zwischen der speziellen Hautschicht in der Speiseröhre und der drüsig beschaffenen Magenschleimhaut.

 

Bei einem ungesunden Ausbleiben der nötigen Abdichtung zwischen der Speiseröhre und dem Magen, gelangt saurer Mageninhalt in Kontakt mit der empfindsamen Schleimhaut der Speiseröhre. Genau an der Epithelgrenze spielen sich die krankhaften Prozesse ab, welche anschließend die Symptome auslösen. Aus diesem Grund wird die Epithelgrenze durch endoskopische Untersuchungen lokalisiert und begutachtet, sowie eingeschätzt.

 

Die Ösophagoskopie, sowie die Gastroskopie zählen zu den endoskopischen Untersuchungen. Dabei verwendet der Diagnostiker entweder ein starres Rohr, in welches mithilfe von einem Spiegel Licht aus dem Raum reflektiert wird. Mit diesem kann er sehen, was sich am Ende des Rohres befindet. Oder es kommt heute bereits in den meisten Fällen ein flexibles Endoskop zum Einsatz, welches über Glasfasern das Licht aus dem Raum direkt bis ans andere Ende des Gerätes transportiert. Auf einem Bildschirm wird angezeigt, wie das zu betrachtende Hohlorgan aussieht.

 

Die Langzeit-pH-Messung der Speiseröhre gilt als die sicherste Methode um die Refluxerkrankung zu diagnostizieren. Dabei wird mittels einer Sonde 24 Stunden lang der pH-Wert der Speiseröhre beobachtet. Das winzige Gerät wird über die Nase bis an den richtigen Ort innerhalb der Speiseröhre eingeführt. Anschließend kann ein Röntgenbild gemacht werden um sich zu vergewissern, dass die Sonde richtig sitzt.

 

Sollte beim Einführen allerdings ein starker Würgereflex auftreten, kann eine lokale Betäubung von Nöten sein. Säurehemmende Medikamente sollten vor dieser Untersuchung mindestens 72 Stunden lang nicht eingenommen werden! Denn sonst könnten die Ergebnisse verfälscht werden. Während den 24 Stunden wird nun ständig der pH-Wert beobachtet.

 

Der Patient hat an diesem Tag eine Art Tagebuch zu führen. Jede Mahlzeit und ein großer Teil der Aktivitäten sollten dokumentiert werden. Nach der Untersuchung versuchen die Diagnostiker mit den gemessenen Daten und den Notizen des Patienten ein Ergebnis auszuwerten. Ist in mehr als acht Prozent der gemessenen Zeit ein Wert unter vier gemessen worden, gilt die Refluxösophagitis als diagnostiziert.

 

Aus der Entzündung der Speiseröhre kann sich als weitere Folge das Barrett-Syndrom bilden. Hier handelt es sich um die Verwandlung der Schleimhaut der Speiseröhre in das Zylinderepithel, welches man im Magen finden kann. Diese Umwandlung passiert im vierten Grad der Krankheit und findet nur in der magennahen unteren Speiseröhre statt.

 

Es handelt sich bei dem Zylinderzellersatz um einen sogenannten Endobrachyösophagus. Das bedeutet, dass die die innere Schleimhaut des unteren Segments der Speiseröhre durch Magenschleimhaut ausgekleidet wird. Die Magenschleimhaut wächst also quasi die Speiseröhre nach oben. Außerdem sind Geschwüre vorhanden.

 

  • Anamnese
  • Abhören des Herzens
  • Betrachtung des Mund- und Rachenraumes
  • Rötgenkontrastuntersuchung
  • Ösophagoskopie
  • Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Langzeit-pH-Messung
  • gegebenenfalls Biopsie
  • gegebenenfalls Ösophagusmanometrie

Häufigkeit & Diagnosedaten

 

  • 70 % der über 70-jährigen leiden an einer axialen Gleithernie.
  • 20 % der westlichen Bevölkerung leiden unter Reflux.
  • Häufiger sind unter den Betroffenen Frauen zu finden.
  • Die Wahrscheinlichkeit Reflux Symptome zu erleiden, steigt äquivalent mit steigendem Alter.
  • Mindestens 30 % der Asthmatiker leiden zusätzlich an Reflux.
  • Unter Babys und Kleinkindern ist Reflux nur selten anzutreffen.
  • 90 % der Betroffenen von Refluxleiden, haben außerdem einen Zwerchfelldurchbruch des Magenfundus.
  • Eben so vielen kann durch Medikamente geholfen werden.
  • Die Hälfte aller Patienten, die die Medikamente absetzen, erleiden auch die Symptome wieder.
  • Von den an Reflux erkrankten, erleiden 10 % eine Ösophagitis.
  • Bei den Patienten einer Refluxösophagitis entwickelt sich bei weiteren 10 % das Barrett-Syndrom.
  • Wiederum 10 % davon entarten zu einem bösartigen Adenokarzinom.
  • Jeder tausendste Reflux-Patient erleidet also bösartigen Speiseröhrenkrebs.
  • Barett-Syndrome, die mehr als drei Zentimeter Länge aufweisen sind dabei deutlich häufiger von der Entartung betroffen.
  • Sodbrennen ist eines der häufigsten Magen-Darm-Symptome in den Industriestaaten.
  • Jeder zehnte Betroffene des Barrett-Syndroms erkrankt darauf folgend an Speiseröhrenkrebs.

Komplikationen bei der Krankheit

 

Gelangt im Schlaf unbewusst immer wieder ein wenig Magensäure in die Lunge, so werden neben der Speiseröhre ebenfalls die Luftröhre oder gar die Bronchien vom sauren Magensaft geschädigt. Die Reizungen in der Lunge stellen einen wunderbaren Nährboden für Bakterien dar, die eine ernstzunehmende Lungenentzündung auslösen können.

 

Ist die Schleimhaut der Speiseröhre bereits geschädigt, so kann es im kaputten Bereich zu chronischen Blutungen führen. Dieser stetige Blutverlust kann mit der Zeit Blutarmut (Anämie) verursachen. Ansonsten kann außerdem der Zahnschmelz durch den aufgestoßenen Magensaft kaputt gehen. Denn die Säure schädigt den Zahnschmelz, wie es sonst nichts zusammenbringt. Dadurch sollten Betroffene wirklich regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt abhalten.

 

Infolge einer weit fortgeschrittenen Speiseröhrenentzündung und eines Barett-Syndroms kann es durch die Narbenbildung der Geschwüre zu einer Verengung der Speiseröhre (Stenosierung) kommen. Außerdem ist bei diesem Krankheitsverlauf die Gefahr auf bösartige Tumore auf der erkrankten Stelle gegeben.

 

Diese Tumore zeichnet nicht nur ihre Bösartigkeit aus, sondern auch, dass sie aus Drüsengewebe hervorgehen. Sie werden Adenokarzinome genannt und können ohne Behandlung zum Tod führen. Aus dieser Gefahr heraus, sind Erkrankte eines Barett-Syndroms dazu angehalten regelmäßige Speiseröhren- und Magenspiegelungen zur Kontrolle durchzuführen.

 

Noch nicht ausreichend erforscht, ist der Zusammenhang von bronchialem Asthma und der Refluxkrankheit. Fakt ist, dass überdurchschnittlich viele Asthmapatienten außerdem an Reflux leiden. Ein möglicher Ablauf wäre allerdings, dass der rückfließende Magensaft in die Lunge gelangt und dort die Bronchien schädigt, wodurch Asthma begünstigt wird. Ein anderer etwaiger Verlauf könnte die Reizung des zehnten Hirnnerven durch die Magensäure sein. Denn dieser Nerv ist dafür verantwortlich die Bronchien zusammenzuziehen, was im Falle von Asthma zu stark und zu oft geschieht.

 

  • Blutungen
  • Geschwüre
  • narbige Stenosierung
  • Adenokarzinom
  • Anämie
  • Lungenentzündung
  • Asthma
  • Erosion des Zahnschmelzes

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Als Fastregel gilt, dass man einen Arzt aufsuchen sollte, wenn die im Kapitel „Symptome & Anzeichen“ beschriebenen Kennzeichen über mehrere Wochen auftreten. Leidet man unter diesen Beschwerden mindestens zwei Mal pro Woche über einen längeren Zeitraum, so gilt der Sachverhalt als bedenklich genug um jedenfalls einen Facharzt aufzusuchen. Des weiteren kann ein Arztbesuch bereits früher notwendig werden, wenn man enorm starke Probleme beim Schlucken erleidet oder beginnt Blut aufzustoßen.

 

Außerdem sollte man bei gut ausgeprägtem Brennen hinter dem Brustbein unbedingt abklären lassen, was sich hinter dem schmerzenden Gefühl verbirgt. Es kann nämlich auch ein lebensbedrohlicher Herzinfarkt dahinter stecken. Dieser sollte auf jeden Fall diagnostisch ausgeschlossen werden.

 

Eine Zielgruppe, die überhaupt schneller einen Arzt aufsuchen sollte, sind Schwangere. Sie sollten nicht beginnen sich selbst zu therapieren, sondern jede Medikamenteneinnahme mit einem Fachmann absprechen.

 

  • Aufstoßen von Blut
  • Brennen hinter dem Brustbein
  • starke Schluckbeschwerden

Behandlungsmethoden & Therapie

 

Die konservative (nicht oparative) Behandlung der Entzündung besteht zu großen Teilen aus Diäten und Änderungen des Lebensstils. Das alleine kann bereits große Auswirkungen haben. Auf Eiweiße und Fette wird größtenteils verzichtet. Außerdem sollte man weder Alkohol, noch Kohlensäure, noch Nikotin zu sich nehmen. Scheitern die konservativen Maßnahmen, wird allerdings auf operative Möglichkeiten zurückgegriffen.

 

Allerdings sind noch viele weitere unkomplizierten Möglichkeiten vorhanden, um dem Reflux entgegenzuwirken. So sollten Betroffene etwa keine zu engen Hosen oder Röcke mit zu engem Bund tragen, welche den bereits vorhandenen Druck auf den Bauchraum erhöhen würden. Durch Aktivität und Gewichtsabnahme kann der Druck noch weiter verringert werden.

 

Schlafen können Erkrankte mit leicht erhöhtem Oberkörper, um sich die Schwerkraft zunutze zu machen. Ebenfalls die Linksseitenlage beim Schlafen soll gegen die Beschwerden hilfreich sein. Wenn sich der Patient schlafen legt, sollte außerdem keine Nahrung mehr im Magen sein, die die Produktion von Magensäure noch extra anregen könnte, bevor sich der Kranke hinlegt.

 

Am besten ist zu der Zeit die zuletzt zu sich genommene Mahlzeit bereits im Dünndarm und belastet die Beziehung zwischen Magen und Speiseröhre nicht noch zusätzlich. Überhaupt sollten Betroffene über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich nehmen und nie viel auf einmal. Was sie essen, sollte fett- und kohlehydratarm sein.

 

Medikamente sind außerdem mögliche Mittel um die Symptome loszuwerden. Dabei werden aber die Ursachen nicht bekämpft, sondern bloß die Beschwerden unterdrückt. Beispielsweise gibt es Antazida. Sie bewirken eine Reduktion der Magensäure. Protonenpumpenhemmer werden am häufigsten verwendet und helfen einer hohen Prozentzahl an Patienten. Sie werden zuerst recht hoch dosiert und später langsam reduziert. Ganz absetzten kann sie nur die Hälfte aller Patienten wieder.

 

Der Wirkstoff Domperidon sorgt für ein besseres Abließen der Magensäure Richtung Dünndarm. Es bewirkt also einen raschen Fluss der Verdauung nach unten um möglichst wenig Raum zum Aufstoßen zu geben.

 

Eine der operativen Möglichkeiten ist der sogenannte Fundoplicatio, was übersetzt so viel wie „Faltung des Bodens“ bedeutet. Hier geht es um den Magenfundus. Dieser ist der kuppelförmige und nach oben gewölbte Teil des Magens, der neben der Speiseröhre sitzt. Dieser Magenfundus wird bei der Operation manschettenartig um das unterste StüCK der Speiseröhre gelegt.

 

Man sagt auch um die juxakardiale Speiseröhre, was so viel heißt, wie die Speiseröhre nahe dem Magenmund. Durch diese Maßnahme wird der oberste Magenabschnitt recht eng. Außerdem entsteht ein spitzer Winkel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Die entstandene Manschette dient der Stabilisation des Magenmundes. Diese Operation bekämpft die Hiatushernie, falls diese die Ursache für das Leiden ist. Außerdem wird ein durchlässiger Magenmund auf diese Weise behandelt.

 

  • Antazida
  • fettarme Kost
  • Histamin-H2-Rezeptor-Antagonisten
  • kohlehydratarme Kost
  • Verzicht auf Alkohol
  • Verzicht auf Nikotin
  • Fundoplicatio nach Nissen
  • Schlaf bei erhöhtem Oberkörper
  • Vermeidung von engen Hosen
  • Körperliche Aktivität
  • Schlaf in Linksseitenlage
  • Vermeidung von Übergewicht
  • kleine Mahlzeiten

Vorbeugung & Prävention

 

Da häufig nicht bekannt ist, wodurch die der Reflux verursacht wurde, durch den die Refluxösophagitis entstand, ist nicht so einfach ein Rezept für die Prävention aufzustellen. Ein gesunder Lebensstil kann aber natürlich unterstützend mitwirken, um einen Ausbruch der Krankheit zu verzögern. Dadurch können sogar die Symptome während der Krankheit großteils gelindert werden.

 

Dieser Lebensstil beinhaltet wenig bis kein Nikotin. Ebenso sollte mit Alkohol umgegangen werden. Übergewicht ist unbedingt zu vermeiden. Genauso sind große und üppige Mahlzeiten kurz vor dem Schlafen Gehen keine gute Idee. Lieber sollte öfter am Tag und jeweils weniger gegessen werden.

 

Denn im Zuge der Verdauung wird Magensäure vermehrt, die dann in die Speiseröhre gelangen kann. Isst man allerdings weniger, so wird auch weniger Magensaft auf einmal produziert. Es geht bei diesen Maßnahmen großteils darum den Magen nie übervoll zu haben, sondern ihn immer nur ein wenig zu füllen.

 

Überdies sollte Stress unbedingt vermieden werden. Führt der Betroffene ein recht stressbelastetes Leben, so sollte er sich Gedanken darüber machen, wie der Stress zu reduzieren wäre. Außerdem sollten keine oder zumindest nur sehr wenige Medikamente eingenommen werden, die den Magen belasten. Muss einmal wirklich ein magenschädliches Medikament geschluckt werden, so ist es ratsam, viel Wasser nachzutrinken.

 

Selbst wenn man die Entzündung der Speiseröhre durch Rückfluss von Magensaft verhindern konnte oder durch eine Umstellung des Lebensstils die Symptome vielleicht sogar gänzlich loswerden konnte, geht es weiterhin darum einem Rückfall vorzubeugen. Dies kann nur durch die weitere Einhaltung der bereits erwähnten Maßnahmen erreicht werden. Ist der Magenmund einmal erschlafft, so kann man nur durch eine konstante Umstellung des Lebensstils symptomfrei bleiben. Die einzige andere Möglichkeit wäre eine Operation.

 

  • Einschränkung des Alkoholkonsums
  • Einschränkung des Nikotinkonsums
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Einschränkung von magenschädlichen Medikamenten
  • Stressreduktion
  • Vermeidung von üppigen Mahlzeiten am Abend

Prognose zur Heilung

 

Refluxösophagitis verläuft meistens chronisch. Das bedeutet, dass die Entzündung sehr lange ausdauert, oder ständig wieder auftreten kann. Die Behandlung beziehungsweise die Anpassung des Lebensstils an die Krankheit wird in vielen Fällen dauerhaft sein. Eine Heilung wird in der Regel nicht erwartet, da der Schließmuskel betroffen ist und man eigentlich mehr die Symptome behandelt um Folgeschäden zu vermeiden. Eine ursächliche Behandlung wäre nur in Form einer Operation möglich, welche den Schließmuskel unterstützt. Dadurch kann man unter Umständen vielleicht sogar gänzliche Heilung erfahren.

 


Hiatushernie

 

Manchmal passiert es, dass ein Teil des Magens aus dem Bauchraum durch die Öffnung der Speiseröhre im Zwerchfell in den Brustkorb durchbricht. Problematisch wird dieser Fehler häufig durch eine Refluxerkrankung. Denn durch den Bruch wird der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen häufig so gedehnt, dass er nicht mehr komplett schließt oder beginnt zu erschlaffen. Diese Problematik nennt man Hiatushernie

 

Man unterscheidet drei Hernien des Magenfundus:

 

  • Axiale Gleithernie
  • Paraösophageale Hernie
  • Mischform

Bei der einfachen axialen Gleithernie schiebt sich der Magenmund mitsamt einem Teil des direkt anschließenden Magens durch die Öffnung im Zwerchfell nach oben in den Brustraum. Die Paraösophageale Hernie dagegen stellt bloß einen Durchbruchs des Magens an sich dar. Das heißt, dass die Speiseröhre wie gehabt durch die Zwerchfellöffnung in den darunterliegenden Magen führt. Aber der weiter oben liegende Magenfundus schiebt sich in diesem Fall am Magenmund und der Speiseröhre vorbei aus dem Bauchraum hinaus. Die Mischform beinhaltet beides. Der Magen schiebt sich einerseits am Magenmund und der Speiseröhre vorbei. Gleichzeitig wird allerdings auch der Schließmuskel und der direkt anschließende Magen in den Raum oberhalb des Zwerchfells verlagert.

 


Alternative Behandlungsmethoden

 

Bei häufigem Sodbrennen sollte generell immer ein Mediziner zu Rate gezogen werden. Allerdings können auch die Naturheilkunde und Alternativmedizin ihren Teil zur Gesundheit beitragen. Besonders als Ergänzung zur Schulmedizin sind alternative Maßnahmen besonders sinnvoll im Kampf gegen den Reflux.

 

Zuerst sollte der Betroffene nach der Diagnosestellung seinen Lebensstil kritisch hinterfragen und überlegen, wo überall Risikofaktoren in seinem Alltag vorhanden sind, die es bedeuten könnte abzubauen. So wird der Patient beispielsweise hoffentlich zu Rauchen aufhören und seinen Alkoholkonsum maßgeblich beschränken. Menschen, die es gewohnt sind, beim Essen zu schlingen, werden lernen die Nahrungsaufnahme langsamer zu gestalten.

 

Ebenso kann eine Ernährungsumstellung von Nöten sein. Aber auch im Umgang mit Stress wird der Betroffene einiges lernen müssen. Denn psychische Belastungen können häufig ein Auslöser sein. Übergewicht sollte unbedingt abgebaut werden, was zunehmende Bewegung begünstigt.

 

Eventuell beginnt der Betroffene mit einer neuen Sportart, oder eignet sich verschiedenste Entspannungstechniken an. Einige Möglichkeiten wären:

 

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Bullrich-Salz
  • feucht-warme Wickel
  • Wärmeflasche
  • rohe Kartoffeln
  • warme Milch

Es gibt Gruppierungen, die auf Bullrich-Salz zur Bekämpfung von Sodbrennen schwören. Es besteht aus reinem Natriumhydrogenkarbonat, einer Base. Durch die Einnahme soll die Magensäure neutralisiert werden, was zuerst auch stimmt. Allerdings sollte davon unbedingt abgeraten werden. Bullrich-Salz treibt nämlich durch die Relativierung der Säure die erneute Produktion nämlich erst so richtig an. Denn der Magen muss sauer sein und bleiben, dafür ist er gemacht und weiters ist dieser niedrige pH-Wert für die Verdauungsprozesse, für die der Magen zuständig ist, notwendig.

 

Feucht-warme Wickel und Wärmeflaschen sind übliche Hausmittel, um Bauchschmerzen aller Art zu lindern. So verhält es sich auch mit Symptomen wie Sodbrennen. In krassen Akutfällen kann aber auch ein Glas warme Milch (eventuell verdünnt) helfen. Ansonsten sind rohe Kartoffeln als wahre Wundermittel in diesem Bereich bekannt.

 

Sie können einfach so gegessen werden oder im entsafteten Zustand getrunken werden. Kartoffelsaft kann man aber auch bereits fertig im Reformhaus kaufen. Die rohe Kartoffel ist nämlich ausgesprochen basisch und neutralisiert dadurch die Magensäure, die die Speiseröhre schädigt.

 

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Fenchel
  • Kamille
  • Melisse
  • Baldrian
  • Brennnessel
  • Wegerich
  • Aloe-Vera-Gel
  • Malve
  • Süßholz

Kamille gilt als entzündungshemmend. Weiters wird, in diesem Fall, von ihr verlangt, die Produktion der Magensäure gering zu halten. Aus diesem Grund empfehlen alternative Mediziner eine Kamillentee-Rollkur. Dabei werden jeweils zwischen den einzelnen Schritten einige Schkuck Kamillentee getrunken. Nach den ersten Schlucken legt sich der zu behandelnde fünf Minuten lang auf den Rücken. Nach den nächsten Schlucken legt er sich auf eine Seite, wieder für fünf Minuten. Anschließend wird nach dem Trinken der nächsten Schluck die Bauchlage und die zweite Seitenlage hinzugefügt. Nach etwa zwanzig Minuten ist die Rollkur beendet. Es wurde auf diese Weise die Magenschleimhaut auf jeder Seite mit dem entzündungshemmenden Getränk benetzt.

 

Weitere Möglichkeiten seine Beschwerden zu lindern, sind Melisse, Fenchel, Brennnessel und Wegerich. Außerdem können Baldriantropfen eingenommen werden. Aber auch als Tee ist Baldrian erhältlich. Ansonsten sind Süßholz, Malve und das Gel der Aloe-Vera Möglichkeiten dem Reflux natürlich entgegenzuwirken.

 

Ätherische Öle

 

  • Fenchel
  • Ingwer
  • Majoran

Die ätherischen Öle von Fenchel, Ingwer und Majoran haben entzündungshemmende Wirkungen und fördern die Verdauung, wodurch der Magen möglichst leer gehalten werden kann. Sie verringern den Rückfluss von Magensaft und können sogar Übelkeit wirksam in die Schranken weisen.

 

Homöopathie & Globuli

 

  • Acidum sulfuricum
  • Nux vomica
  • Robinia Pseudacicia
  • Capsicum

Das homöopathische Mittel Robinia Pseudacia kommt bei starkem Druck auf den Magen, brennenden Schmerzen und saurem Aufstoßen in der Nacht zum Einsatz. Die bessere Wahl bei zusätzlicher Übelkeit, Frösteln und Erbrechen mit gleichzeitiger Abneigung gegen Kaffee, sowie kühle Getränke ist das Mittel Acidum sulfuricum. Ansonsten können ebenso Nux vomic oder Capsicum gegen Refluxbeschwerden hilfreich sein.

 

Schüssler-Salze

 

Das Salz Nummer neun kann gegen die aufgestoßene Säure genommen werden. Vor allem gegen die brennenden Schmerzen ist eher das Salz Nummer 2 hilfreich. Die genaue Dosierung sollte mit einem Heilpraktiker besprochen werden, der sicherlich gerne Auskunft darüber gibt.

 

Diät & Ernährung

 

Mit einer Nahrungsumstellung kann bei Ösophagitis beinahe am meisten erreicht werden. Außerdem hat gesunder Ernährung weiters keine negativen Nebenwirkungen. Generell geht es dabei darum, die Säure im Magen nicht auf die Spitze zu treiben und außerdem allzu große Mengen an Magensaft zu vermeiden.

 

Basische Lebensmittel dienen diesem Zweck am besten. Dazu gehören einige Gemüse- und Obstarten, aber bei weitem nicht alle. Kartoffeln, Kohlrabi und Karotten, sowie Erdbeeren, Pflaumen und Kiwis eignen sich wunderbar. Dagegen sollte man beispielsweise auf Zitrusfrüchte verzichten.

 

Gemüse, sowie Fisch sollten möglichst schonend zubereitet werden. Dünsten erweist sich hier meist als beste Alternative. Außerdem sollten möglichst viele Ballaststoffe in der Nahrung vorhanden sein. Meeresfrüchte und helles Fleisch, schonend und fettarm zubereitet, können außerdem passende Möglichkeiten sein, den Speiseplan etwas zu erweitern.

 

Refluxpatienten können ruhig viel Eiweiß zu sich nehmen. Besonders Sauermilchprodukte, wie Joghurt, Topfen und Kefir eignen sich gut um die Speiseröhre zu schonen und den Magen nicht übermäßig zu belasten.

 


FAQ – Fragen & Antworten

Wer ist häufig von Reflux betroffen?

Reflux ist eine Erkrankung, die häufig in Industriestaaten auftritt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Außerdem sind unter Asthmatikern drei Mal so viele Refluxpatienten zu finden wie in anderen Vergleichsgruppen.

Zu welchem Arzt sollte ich gehen?

Generell sollte man beim Auftreten der ersten Symptome erst einmal dem Hausarzt einen Besuch abstatten. Möglicherweise wird man von diesem direkt an einen Internisten überwiesen. Ansonsten kann man sich bei einem solchen Facharzt einen Termin ausmachen.

Kostet mich die Behandlung etwas?

In der Regel ist die Behandlung für der Patienten kostenlos, da die Krankenkasse die Leistungen des Arztes vergütet. Aber bei rezeptfreien Medikamenten und Mitteln aus dem Bereich der Naturheilkunde hat man trotzdem mit dem vollen Preis zu rechnen. Denn diese Dinge übernimmt die Krankenkassa nicht.

Wie geht es nach meiner Behandlung weiter?

Nach einer medikamentösen Behandlung, welche dazu führte, dass die Symptome zu erst gelindert wurde und schließlich abklangen, werden die meisten Patienten gewohnheitsmäßig die Tabletten wieder absetzen. Aber Achtung, bei Refluxerkrankungen ist dies häufig nicht möglich. Klarerweise sollte ein Absetzen in Erwägung gezogen und unter Umständen sogar ausprobiert werden. Allerdings ist bei der Hälfte aller Patienten dadurch wieder mit auftretenden Beschwerden zu rechnen. In diesen Fällen verläuft die Krankheit chronisch und zieht eine Langzeitbehandlung und eventuell eine Operation nach sich.

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