Lepra

Steckbrief: Lepra

  • Name(n): Lepra; Aussatz
  • Art der Krankheit: Infektiöse Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit (Primär Afrika und Asien; in Europa; Nordamerika und Australien weitestgehend ausgerottet)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Frühe Antike
  • Behandelbar: Zum Teil
  • Art des Auslösers: Mycobacterium leprae
  • Wieviele Erkrankte: Zwischen 150.000 und 1 Million
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Epidemologe; Hautarzt; Notarzt

Lepra – Eine ausgerottete Krankheit?
Die Lepra, die gemeinhin auch als „Aussatz“ bezeichnet wird, ist eine chronisch auftretende infektiöse Erkrankung, die durch Spezielle Bakterien ausgelöst wird. Genauer gesagt durch Mykobakterien.

Obgleich das vorliegende Leiden die Menschheit bereits seit frühester Zeit heimsucht, wusste man lange nicht, was genau hinter der Lepra steckt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts konnte diese Erkrankung genauer von einem norwegischen Mediziner bestimmt werden.

Einst war die Lepra eine sehr weit verbreitete Erkrankung. Es gab kaum Gegenden, in denen es keine Populationen betroffener Individuen gab. Selbst vor Königen und Kaisern machte dieses Leiden nicht halt. Heutzutage jedoch gilt die Lepra, zumindest in unseren breiten als so gut wie ausgerottet. Lediglich in einigen Regionen Afrikas und Asiens kann man sie noch antreffen.

Definition Lepra

Lepra, im Volksmund auch als Aussatz bezeichnet, ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Um genauer zu sein durch das Bakterium: Mycobacterium leprae oder Mycobacterium lepromatosis.

Normalerweise verläuft eine Infektion mit diesem Bakterium sehr schleppend. Es kann durchaus bis zu 20 Jahren dauern, bis die Krankheit tatsächlich ausbricht. Während dieser Zeit merkt der Betroffene oftmals nichts von seiner Infektion. Selbst dann, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, kommt es nur sehr langsam zu einer Entwicklung verschiedener typischer Symptome. Diese betroffen vorallem die Haut und die Augen des Erkrankten. Nicht zuletzt daraus entsteht oftmals der Eindruck, dass Betroffenen die Körperteile abfielen. Sicherlich handelt es sich hierbei um einen Irrglauben – dieser beruht jedoch auf einem Funken Wahrheit. Denn tatsächlich faulen dem Erkrankten im laufe der Zeit und mit Voranschreiten der Lepra die betroffenen Körperteile ab.

Heutzutage ist die Lepra glücklicherweise heilbar. Wenngleich die durch diese Erkrankung entstandenen Schäden rückwirkend natürlich nicht mehr zu beheben sind. Wenngleich manchmal einige kosmetische Einbußen mit Hilfe der Schönheitschirurgie wieder zu richten sind. Darauf sollte man sich allerdings besser nicht verlassen. Eine solche Therapie dauert mindestens ein Jahr. Die Erfolgschancen sind recht gut. Nichtsdestotrotz ist die Therapie vergleichsweise teuer und aufwendig, weshalb viele Menschen sich diese medizinische Maßnahme schlicht nicht leisten können. Dies liegt nicht zuletzt an dem Umstande, dass es zumeist die Armen der Armen sind, die von der Lepra heimgesucht werden.

Eine Ansteckungsgefahr besteht kaum – zumindest nicht in unseren Breiten. Denn in der sogenannten ersten Welt gilt die Lepra inzwischen als vollkommen oder zumindest als in großen Teilen ausgerottet. Das ist ein sehr glücklicher Umstand. Denn vor noch nicht allzu vielen Jahren war die Lepra in vielen Städten und Gemeinden Europas ein alltägliches Bild. „Aussätzige“ lebten meist fern der Gesellschaft und mussten ihren Lebensunterhalt mit Bettelei und Diebstahl bestreiten. Diese Zeiten sind jedoch vorbei.

Als Europäer muss man sich also keinerlei Sorgen machen, mit der Lepra tatsächlich in Berührung zu kommen. Selbst dann nicht, wenn man als Tourist in gefährdeten Gebieten unterwegs war.


Was ist Lepra?

Lepra - Aussatz

Lepra, auch Aussatz genannt, ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit. Diese kann sowohl Haut, Schleimhäute als auch Nervenzellen betreffen.

Das Mycobacterium leprae ruft eine Lepra-Erkrankung hervor. Nach wie vor glauben viele Menschen, Lepra sei hochansteckend. Dies ist aber nicht der Fall: Die Ansteckung erfolgt grundsätzlich durch eine Tröpfcheninfektion, wobei Lepra deutlich weniger infektiös als beispielsweise Grippe ist.

In biblischen Zeiten galt Lepra als „Geißel der Menschheit“. Eine Folge der Krankheit kann die Gefühllosigkeit von Gliedmaßen sein. Dann kommen nicht nur Verletzungen, sondern auch Lähmungen und Verstümmelungen vor. Gerade das Bild verstümmelter beziehungsweise behinderter Menschen aufgrund einer Lepra-Erkrankung hat dazu beigetragen, dass Aussatz derartig gefürchtet wurde und noch immer wird.

Die Ausgrenzung Erkrankter ist nach wie vor gang und gäbe. Das Risiko sich mit Lepra zu infizieren, ist heute in Entwicklungsländern und in den Tropen gegeben – und zwar stets, wenn schlechte hygienische Bedingungen herrschen. Derzeit treten die meisten Fälle von Lepra in Indien auf. In Deutschland ist Lepra ausgerottet; die vereinzelten Fälle, die vorkommen, sind üblicherweise auf Besuche der Betroffenen in Risikogebieten zurückzuführen. Weltweit beträgt die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr weniger als 300.000 Fälle. Erstaunlicherweise ist nach wie vor noch nicht gänzlich geklärt, wie die Entstehung von Lepra abläuft. Tatsächlich können Menschen Träger des Erregers Mycobacterium leprae sein, ohne an Lepra zu erkranken. Durchschnittlich bricht Lepra nur bei jedem zwanzigsten Infizierten auf.

Nicht selten kommt es vor, dass erste Symptome der Erkrankung unbemerkt auftreten, aber ganz von selbst auch wieder verschwinden. Sofern die Lepra sich weiterentwickelt, kann es zu unterschiedlichen Ausprägungen kommen: lepromatöse Lepra (multibazilläre Lepra), tuberkuloide Lepra (paucibazilläre Lepra) oder Borderline-Lepra. Die lepromatöse Lepra ist als schwerste Erkrankungsform zu charakterisieren. Die tuberkuloide Lepra verläuft vergleichsweise mild. Sämtliche Varianten der Erkrankung, die zwischen diesen beiden Lepraformen anzusiedeln sind, werden als Borderline-Lepra bezeichnet. Der Einsatz von Antibiotika ermöglicht heute die erfolgreiche Behandlung Leprakranker.

Welche Ursachen gibt es?

Nicht zuletzt die Tatsache, dass nur etwa fünf Prozent der Personen, die den Erreger von Lepra in sich tragen, überhaupt an Lepra erkranken, gibt noch immer Rätsel auf. Ungeklärt ist zudem der eigentliche Ursprung des Lepra-Erregers Mycobacterium leprae. 1873 gelang dem norwegischen Arzt und Zoologen Gerhard Armauer Hansen die Entdeckung des Erregers der Lepra. Es handelt sich bei dieser speziellen Bakterienart um stäbchenförmige Bakterien, die 1-5 Mikrometer lang und 0,2-0,8 Mikrometer dick sind. Sie sind nicht nur säurefest, sondern insgesamt recht unempfindlich gegenüber allen äußeren Einflüssen.

Nach wie vor ist es nicht gelungen, Mycobacterium leprae in Nährmedien oder in Zellkulturen zu züchten, um es besser erforschen zu können. Abgesehen vom Menschen können unter anderem immungeschwächte Mäuse, Ratten und Gürteltiere das Bakterium in sich tragen.

In entsprechenden Tierversuchen wurden und werden Antibiotika und Impfstoffe gegen Lepra entwickelt. Vorwiegend überträgt sich Lepra durch Tröpfcheninfektionen von Mensch zu Mensch. Je schlechter es um die Ernährung und die Hygiene bestellt ist, umso bessere Chancen haben die Lepra-Erreger. Da das Mycobacterium leprae als nicht sehr ansteckend eingestuft wird, ist ein längerer und recht enger Körperkontakt zwischen einem Leprakranken und einem Gesunden Voraussetzung für eine Infektion.

Ob ein Mensch anfällig ist für Lepra oder nicht, hängt zum einen vom körpereigenen Immunsystem ab. Zum anderen Gehen Mediziner davon aus, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Wer als Tourist in eine Region reist, in der Lepra vorkommt, riskiert normalerweise nur dann eine Infektion, wenn er längere Zeit engen Kontakt mit Leprakranken pflegt.

Die Inkubationszeit umfasst im Fall von Lepra sehr unterschiedliche Zeiträume: Bei einigen Betroffenen treten die ersten Symptome nach etwa neun Monaten auf, bei anderen aber erst nach rund 20 Jahren. Begründen lässt sich die lange Inkubationszeit vor allem mit der sehr langsamen Wachstumsrate des Erregers Mycobacterium leprae: Es teilt sich nämlich lediglich alle 13 Tage.


Symptome & Anzeichen

Wie bereits erwähnt, sind zwar viele Menschen Träger des Erregers, aber die Krankheit bricht dennoch nicht aus. Prinzipiell gilt, dass die meisten Menschen  kaum anfällig sind für diese infektiöse Erkrankung. Im Durchschnitt bricht  Lepra bei jedem zwanzigsten Träger des Erregers binnen zwei bis vier Jahren nach Ansteckung aus. Obgleich die Symptome dieser Erkrankung recht unterschiedlich sein können, zeigen sich häufig deutliche Zeichen im Gesicht.

Abhängig von der Hautfarbe treten zunächst rötliche oder helle Hautflecken  (Lepra indeterminata) auf, die sich taub anfühlen. Da derartige Veränderungen der Haut auch in Zusammenhang mit anderen Krankheiten stehen können, werden sie oftmals falsch gedeutet. Beispielsweise wird das Vorliegen einer Schuppenflechte oder einer Wurmerkrankung vermutet. Zu den frühen Symptomen einer Lepra-Erkrankung zählen aber auch Taubheitsempfinden im Bereich der Finger und/oder Füße sowie angeschwollene Nervenstränge. Wie das vollständige Krankheitsbild aussieht, ist vor allem von der jeweiligen Reaktion des Immunsystems auf die Erreger abhängig.

Kann sich bei mangelnder Immunabwehr eine lepromatöse Lepra (gleichzeitig die ansteckendste Form) entwickeln, vermehren sich die verursachenden Bakterien nahezu ungehemmt: Die Dichte kann pro Gramm Gewebe bis zu eine Milliarde Bakterien betragen – was auch die Bezeichnung multibazilläre Lepra erklärt. Abgesehen von Hautveränderungen entwickeln sich knotige Leprome und es sterben Nervenzellen ab. Letzteres birgt eine erhebliche Verletzungsgefahr. Ebenfalls möglich ist der Verlust der Augenbrauen. Die fortgeschrittene lepromatöse Lepra bewirkt Muskelschwund und Lähmungen. Ist eine Antwort des Immunsystems vorhanden, kann sich eine tuberkuloide Lepra entwickeln. Diese geht ebenfalls mit fleckenartigen Hautverfärbungen und Lähmungserscheinungen einher.

Allerdings bewirkt die Immunabwehr, dass sich die Bakterien nicht so stark vermehren können. Zum Teil heilt eine tuberkuloide Lepra sogar von selbst aus. Die sogenannte Borderline-Lepra ähnelt der tuberkuloiden Lepra hinsichtlich der Hautveränderungen und des Nervenbefalls. Ist das Immunsystem intakt, verläuft die Erkrankung bakterienärmer, also tuberkuloid. Bei einem gestörten Immunsystem jedoch können sich die Bakterien stark vermehren, und es entwickelt sich die lepromatöse Form.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diagnose ist zumeist nicht allzu kompliziert zu stellen. Zwar sind einige klinische tests erforderlich, um den etwaigen Verdacht zu bestätigen, alles in allem aber deuten bereits die Lebensumstände des potentiell betroffenen Individuums klar darauf hin, ob die Chance auf eine Infektion mit der Lepra besteht. Eine Ansteckung mit den dazu verantwortlichen Bakterien setzt nämlich voraus, dass der Erkrankte über einen längeren Zeitraum hinweg sehr dichtem Kontakt zu einem bereits Erkrankten hatte. Ist dies nicht der Fall, ist eine Erkrankung mit Lepra beinahe immer bereits im Vorhinein auszuschließen.

Sollte der etwaig Betroffene jedoch in die potentiell gefährdete Personengruppe fallen, so stehen dem behandelnden Arzt einige Mittel zur Verfügung, mit deren Hilfe den Zustand seines Patienten konkret einzuschätzen imstande ist.

Allerdings ist abermals anzumerken, dass diese in aller Regel nicht notwendig sind. Zumeist reicht einem erfahrenen Arzt eine reine Blickdiagnose aus, um die Krankheit als das was sie ist ansprechen zu können. Nur in sehr selten Fällen sind klinische Tests tatsächlich vonnöten. Jedoch ist davon auszugehen, dass Mediziner, die in gebieten tätig sind, in denen die Lepra noch eine höhere Prävalenz hat, als in unseren Breitengraden, wissen, womit sie es zu tun haben, wenn ein Patient die Schwelle zu ihrer Praxis betritt. Dies liegt nicht zuletzt an den doch sehr distinktiven Merkmalen, die die Lepra mit sich bringt. Kaum eine andere Erkrankung weist Symptome auf, die mit der vorliegenden zu vergleichen wären. Das macht die ganze Sache für den behandelnden Arzt bedeutend einfacher.

Abschließend lässt sich also bemerken, dass eine Diagnose, trotz der immensen Schwere der vorliegenden Erkrankung, in aller Regel sehr einfach zu stellen ist und bisweilen eine Blickdiagnose schon vollkommen ausreicht, um die Krankheit als das ansprechen zu können, was sie tatsächlich ist. Dies ist insbesondere in späteren Stadien der Krankheit zu beobachten. Das mag kein besonderer Trost für Betroffene sein, dennoch ist es gut zu wissen, dass immerhin die Diagnose nicht allzu viel von einem abfordert, wie es bei anderen Erkrankungen teilweise der Fall sein kann.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es ist relativ schwierig, eine allgemeine gültige Aussage über die Häufigkeit von Lepra zu treffen. Es liegen zwar Daten vor, diese sind aber sehr irreführend und bieten nur lokale und sehr stark eingeschränkte Überblicke. In Deutschland ist davon auszugehen, dass mehr oder weniger niemand mit Lepra in Berührung kommt – weder aktiv noch passiv. Dasselbe gilt für die gesamte erste Welt. In diesen Breiten gilt das Leiden als mehr oder weniger ausgerottet. Dennoch spielen die persönliche Hygiene und der soziale Stand, wie bereits schon mehrfach erwähnt, durchaus eine Rolle. Darum lassen sich beispielsweise auch gesonderten Häufungen in den ärmeren Schichten der Bevölkerung beobachten – so zumindest in Ländern mit mangelnder Krankenversorgung. Dennoch ist die Lepra ist kein Unterschichtenphänomen, wie es oftmals dargestellt wird!

Überhaupt ist an dieser Stelle abermals zu erwähnen, dass lepröse Erkrankungen in Europa keine allzu große Rolle mehr spielen. Denn schließlich gilt diese Krankheit in unseren Breiten bekannterweise als so gut wie ausgerottet. Damit ist sie im Vergleich zu den vorhergegangenen Jahrzehnten sehr selten geworden. Große Ausbrüche von Lepra in Deutschland, die beinahe schon einen epidemischen Charakter hatten, sind seit dem 18. und 19. Jahrhundert nicht mehr beobachtet worden. Letztmalig konnten geringfügige Wellen von Lepra kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges beobachtet werden. Statistiken aus dieser Zeit liegen zwar keine vor, rekonstruktiv allerdings lässt sich estimieren, dass nur deutlich unter einem Prozent der Bevölkerung davon betroffen war.

Überhaupt ist der Rückgang der Häufigkeit bei uns auch damit zu erklären, dass die Lebensverhältnisse in den Städten nicht mehr so beengt sind, wie im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Je enger man zusammen wohnt, desto schwieriger ist es, sich aus dem Wege zu gehen. Das bedeutet kurzum, dass eine betroffene Person sehr viel leichter andere Personen infizieren kann, als in Häusern, in denen jedes Familienmitglied sein eigenes Zimmer hat usw.

Gerade aus diesem Grunde litten früher so viel mehr Menschen an Lepra als heutzutage. Menschen wohnten dicht an dicht. Bauernfamilien auf dem Land und Handwerkerfamilien in den Städten lebten mit zehn Kindern und mehr zusammen, bewohnten aber nur Häuser oder Hütten mit einem oder zwei Räumen. Oftmals teilten sich darüber hinaus viele Personen ein Bett. Dies alles sind Faktoren, die einen Übertragung von Lepra befördern. Nicht zuletzt darum, finden sich auch heute noch wesentlich mehr Fälle von Lepra in jenen Ländern, in denen die Wohnverhältnisse nach wie vor eher beengt sind. Gerade in den Ländern Afrikas, Süd-Ost-Asiens und Südamerikas ist dies nicht selten der Fall. Die Länder der sogenannten ersten Welt dagegen, haben kaum mehr mit Läusen zu kämpfen. Dennoch handelt es sich bei der Lepra nicht um ein gänzlich historisches Problem. Immer noch erkranken Menschen an dieser schrecklichen Krankheit, auch in unseren Tagen. Nur nicht mehr allzu häufig in unseren Breiten. Dennoch sollte man hier keine Augenwischerei betreiben. Bräche das medizinische Netz über Europa zusammen, dauerte es nicht allzu lange, bis auch in unseren Breiten wieder vermehrt Fälle von Lepra auftreten würden.

Da besonders arme Familien sehr beengt leben müssen, hat Lepra heutzutage immer noch das Stigma, dass sie nur bei sehr armen Menschen auftreten würde. Das ist falsch. Wie man aus den oben gemachten Beispielen entnehmen kann, ist es lediglich eine Platzfrage und eine Frage der medizinischen Grundversorgung und mehr nicht.

Die teils doch recht schnelle Verbreitung von Lepra in Obdachlosenheimen und Armenhäusern liegt daran, dass die die Insassen dort ebenfalls auf sehr engem Raum sehr viel Zeit miteinander verbringen. Ist also ein Insasse betroffenen, verbreiten sich die Erreger oftmals sehr rapide und bereits nach kürzester Zeit sind alle oder ein Großteil Opfer dieser Bakterien geworden. Gerade darum ist es sehr notwendig, Lepra früh zu erkennen und nach Möglichkeit zu verhindern, dass diese sich ausbreiten. Aus diesem Grunde sind gerade Betreuer und Aufsichtspersonal dazu aufgerufen, auf Warnsignale zu achten, die darauf hindeuten könnten, dass ein Insasse betroffen ist. Schuppende Haut und dergleichen mehr sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sofort untersuchen sowie die anderen Insassen davon in Kenntnis setzen, damit diese den etwaig Betroffenen meiden können.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind, wie bereits angemerkt, zumeist sehr eindeutig. Insbesondere dann, wenn diese von einem Arzt ermittelt wurden. Zwar ist im Falle des Befalls mit Lepra auch eine Blickdiagnose möglich, diese bietet aber natürlich keine 100%ige Sicherheit.

Ansonsten sind die aus einer Diagnose gewonnen Daten in aller Regel sehr eindeutig. Darüber hinaus kommt der Umstand hinzu, dass nicht allzu viele klinischen Tests notwendig sind. Das verkürzt den Zeitraum zwischen Stellen der Diagnose und Beginn der Behandlung natürlich enorm. Davon profitiert jeder. Darüber hinaus ist an dieser Stelle abermals zu erwähnen, dass es bei der Lepra glücklicherweise nur sehr selten zu fehlerhaften Diagnose kommen kann. Lepra ist ein sehr spezielles medizinisches Phänomen, das nicht mit vielen anderen ähnlichen Krankheiten verwechselt werden kann. Ein Umstand, der eine Diagnose eventuell erschweren könnte, ist das Stadium der Entwicklung der Erkrankung. Gerade in sehr frühen Stadien der Krankheit kann es mitunter sehr schwer sein, diese korrekt einzuschätzen. Bisweilen teilt sich die Lepra Symptome mit einige Hautkrankheiten. Jedoch nur zu Beginn.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass die aus einer Diagnose gewonnen Daten sehr eindeutig sind, wenig Raum für Spekulationen lassen und also sehr rasch zu einer korrekten Ansprache des vorliegenden Problems führen. Das vermindert zwar die Gravitude des vorliegenden Leidens nicht, sorgt allerdings aber dafür, dass man sehr viel schneller auf eine maßgeschneiderte Behandlung hoffen kann, als bei anderen Erkrankungen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die zu erwartenden Komplikationen bei einer Infektion mit Lepra sind vergleichsweise immens. Nichtsdestotrotz sollte man sich über einige Dinge im Klaren sein. Es kommt es immer, wie man es eventuell wohl auch annehmen könnte, zu starken, entstellenden und gravierenden Langzeitschäden. Zumeist ist es der Fall, dass man als Betroffener oder als Angehöriger eines Betroffenen mit anderen Problemen als nur die Krankheit konfrontiert wird. Hierzu zählen jedoch keine physischen Leiden, sondern vielmehr psychische.

Denn wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem vorlügenden Leiden um ein solches, das besonders auch gesellschaftlich stark stigmatisiert ist. Das heißt nichts anderes, als dass Betroffene mit massiven Vorteilen zu kämpfen haben. Oftmals werden Betroffene selbst oder die Eltern betroffener Kinder in eine sehr unangenehme Ecke gedrängt. Man unterstellt diesen Personen mangelnde Reinlichkeit, Armut und eine allgemein schlechte Lebensführung. Das ist zwar vollkommener Unsinn, aber dadurch lässt sich ein vorurteilsbelandener Mob nur sehr selten bremsen. Dennoch sei an dieser Stelle anzumerken, dass diese Vorurteile in unserer Lebenswirklichkeit kaum mehr vorkommen. Ebenso wenig, wie die Krankheit selbst noch vorkommt.

Personen, die über eine sehr schwache psychische Konstitution verfügen verfallen darum nicht selten in nicht zu unterschätzend tiefe Depressionen. Bei einer Depression handelt es sich um ein psychologisches Leiden. Die genauen Ursachen hierfür können vielerlei Natur sein und sind kaum zu verallgemeinern. Es lässt sich jedoch mit relativer Sicherheit behaupten, dass Depressionen, gleichwohl auch dies nicht gänzlich auszuschließen ist, nur äußerst selten vollkommen unabhängig von einem fassbaren Grund auftreten. Zumeist liegen diesem Leiden schwerwiegende traumatische Erfahrungen zugrunde. Aber auch weniger starke negative Geschehnisse können eine Depression verursachen. Hier kommt es sehr stark auf die jeweilige allgemeine seelische Verfassung und Härte des Individuums an. Manche Personen stecken selbst immens traumatische Erfahrung spielend weg, wohingegen andere bereits an nichtigen Geringfügigkeiten zerbrechen.

Überhaupt und generell handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um ein sehr fallspezifisches Leiden, dass sich nur sehr schwer bis gar nicht in vorgegebene Muster zwängen lässt. Darum sollte man dies am besten auch erst gar nicht versuchen und Allgemeinplätze und hohle Phrasen vermeiden – insbesondere im direkten Umgang mit Betroffenen. Diese kennen derlei Phrasen bereits und reagieren nicht selten ablehnend oder gar ungehalten darauf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gut gemeint sind oder nicht.

Auch ist es wichtig, sich bereits in der Frühphase der Erkrankung um einen Therapieplatz zu bemühen. Eine psychotherapeutische Langzeitbetreuung ist oftmals der einzige probate Weg, mit dem vorliegenden Leiden umgehen zu lernen. Die Kombination aus Gesprächstherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten ist die am häufigsten zum Einsatz kommende Art der Behandlung in Bezug auf eine Depression. Aber auch ohne die Gabe von Antidepressiva, die teil schwere Nebenwirkungen haben können, ist es möglich, therapeutische Erfolge zu erzielen.

Alles in allem ist es also aufgrund der doch sehr individuellen Ausprägungen dieses Leidens kaum möglich, es in allgemeiner Form zu definieren. Man kann grundsätzlich von einer seelischen Missstimmung sprechen, die verschiedenste Formen und Ausprägungen annehmen kann. Sie kann sehr moderat verlaufen, aber auch extrem. Ein Freitod als finale Konsequenz ist nicht auszuschließen. Auch aus der Depression hervorgehende organische Leiden können entstehen, wenn diese nicht korrekt und zeitnahe behandelt wird.

Auch sollte man nicht außer Acht lassen, dass man, als Betroffener damit rechnen muss, dauerhafte und vorallem schwerwiegende Schaden davonzutragen. Diese sind zu zumeist sehr stark entstellend und machen es für die Umwelt sichtbar, dass man entweder an Syphilis leidet oder zumindest litt. Ein sehr unangenehmer Nebeneffekt, der aber in unseren Breiten, wie die Erkrankung selbst, kaum noch zu beobachten ist.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte einen Arzt sofort dann konsultieren, wenn man denkt, dass man selbst oder der eigene Nachwuchs an Lepra leiden könnte. An dieser Stelle durch allzu langes Zögern Zeit verstreichen zu lassen ist schlichtweg dumm. Je früher ein Mediziner die Infektion mit Lepra bestätigen kann, desto früher kann eine Behandlung einsetzen und desto früher ist es also möglich, dem Leiden Herr zu werden, Auf diese Art und Weise kann man nicht einer weiteren Verbreitung entgegenwirken, sondern auch dafür sorgen, dass man nicht Opfer etwaiger Vorurteile wird.

Man sollte allerdings damit rechnen, dass man als Betroffener sofort auf eine Isolierstation gebracht wird. Zwar sind Fälle von Lepra hierzulande äußerst selten, dennoch gibt es in vielen großen Kliniken immer noch mehr oder weniger speziell darauf ausgelegte Krankenzimmer. Diese Quarantäne dient dem Schutze der restlichen Bevölkerung und hilft einem darüber hinaus dabei, sich in einem geordenten Umfeld erholen zu können.

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an Lepra leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Eltern, deren Kinder besagte Symptome aufweisen. Je früher eine Infektion erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits einmal mit dieser Erkrankung zu tun hatte – sei es nun als tatsächlicher erkranktes Individuum oder als Person, die einem erkrankten Individuum nahestand. Es handelt sich bei diesem Leiden um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, gerade deswegen ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders anfällig für Erkrankungen dieser Art sein können. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Abschließend allerdings ist noch einmal anzumerken, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine derart selten in unseren Breiten vorkommende Erkrankung handelt, dass selbst ein gutgemeinter Gang zum Arzt zumeist glücklicherweise nicht dazu führen wird, dass man die Diagnose Lepra erhält. Ein erfreulicher Umstand. Darum ist auch eine überhöhte Sorge darum wenig profitabel.

Behandlungsmethoden & Therapie

Maßgeblich für die Art der Behandlung ist die jeweilige Erregermenge. Üblicherweise erfolgt der Einsatz mehrerer Antibiotika. Liegt tuberkuloide Lepra vor, werden häufig die beiden Wirkstoffe Rifampicin und Dapson kombiniert. Sofern es sich um lepromatöse Lepra handelt, wird zusätzlich noch Clofazimin verordnet. Als recht wirksam ist auch das Sulfonpräparat DDS (Diaminodiphenylsulfon) einzustufen, das schon seit dem Jahr 1941 verfügbar ist. Diaminodiphenylsulfon ist in jedem Stadium der Krankheit so einzusetzen, dass eine Weiterentwicklung der Lepra gestoppt wird.

Leider gibt es aber inzwischen Lepraformen, die DDS gegenüber resistent sind. Gemäß Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll jegliche Lepra-Therapie etwa sechs Monate umfassen, wenn eine erregerarme Lepra (paucibazilläre Lepra) gegeben ist. Eine erregerreiche Lepra (muktibazilläre Lepra) erfordert eine etwa zwei Jahre andauernde Therapie. Es kann jedoch einzelne Fälle geben, die sogar einer noch längeren Behandlung bedürfen. Möglicherweise kommen dann auch Ersatzmedikamente, sogenannte Reserve-Leprostatika, zum Einsatz. Tatsächlich ist es nicht ungewöhnlich, dass die vollständige Ausheilung einer Lepra-Erkrankung einer mehrjährigen Therapie bedarf.

Sobald die erste Behandlung mit Antibiotika abgeschlossen ist, gelten an Lepra Erkrankte als nicht mehr ansteckend. Grundsätzlich sollte eine Lepra ausschließlich in auf die Behandlung von Leprakranken spezialisierten Einrichtungen stattfinden. Denn in nahezu jedem dritten Fall kommt es zu Reaktionen des Immunsystems, die schnellstmöglich behandelt werden müssen. Es handelt sich um plötzlich auftretende Entzündungsreaktionen, die eine bleibende Schädigung der Nerven bewirken könnten. In solchen Fällen wird mit sogenannten Glukokortikoiden therapiert, die einen stark entzündungshemmenden Effekt haben.

Beispiele für derartige Präparate sind Prednisolon und Thalidomid. Abgesehen von gut wirksamen Antibiotika ist eine unterstützende Bewegungstherapie zu empfehlen: Schließlich gilt es, Lähmungserscheinungen zu verhindern. Körperliche Schäden, die die Lepra bereits verursacht hat, können gegebenenfalls durch Operationen gelindert werden. Als Beispiel für operative Eingriffe ist der Lidschluss zu nennen, der sich zum Teil wiederherstellen lässt. Wichtig sind zudem ästhetische Eingriffe, die dazu dienen, dass der ehemals Leprakranke gesellschaftlich wieder akzeptiert wird.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Diese Hinweise können dabei helfen, der Lepra mehr oder weniger effektiv vorzubeugen:

  • Kontakt mit Betroffenen vermeiden – Es dürfte jedem klar sein, dass es sehr sinnig ist, den Umgang mit Infizierten zu vermeiden, wenn man nicht auch selbst Opfer einer Erkranung werden will. Dies gilt in ganz besonderem Maße für die Lepra. Denn es handelt sich bei diesem Leiden um eine nur sehr schwach ansteckende Erkrankung. Wer sich dennoch damit infiziert, hat sich dies zumeist sich selbst zuzuschreiben. Mangelnde Hygiene, allzu enger Kontakt mit bereits erkrankten und eine schlechte allgemeine Gesundheit sind oftmals das Dreigespann, das zu einer Ansteckung führt.
  • Häufiges Waschen der Bettwäsche und Kleidung – Es ist empfehlenswert, die Bettwäsche und die Kleidung bei Betroffenen bis zu zwei Mal wöchentlich zu wechseln. Darüber hinaus sollte man extrem stark kontaminierte Textielien am besten verbrennen. Auf keinen aber sollte man diese achtlos wegschmeißen! Auf diese Art und Weise können die Erreger ein größeres Publikum erreichen und das sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
  • Keine Kleidung betroffener Personen auftragen oder mit diesen allzu engen Körperkontakt pflegen
  • Keinen sexuellen Kontakt zu Betroffenen

Um also vorbeugend gegen einen Befall mit Lepra einzuwirken, kann es als grundsätzlich förderliche anzusehen sein, wenn man Orte meidet, die besonders eng, bevölkert oder beides sind. Hierunter fallen insbesondere Armenhäuser und Jugendherbergen, Obdachlosenheime, aber auch Büros und Kneipen sind nicht ausgenommen. Darüber hinaus empfiehlt sich das häufige Waschen von Textilien und Co.. Insbesondere dann, wenn die Kleidung kontaminiert ist. Mit diesem Problem dürften Privatpersonen in unseren Breiten allerdings nicht mehr konfrontiert sein. Dieser Rat gilt für Menschen der dritten Welt oder für Ärzte und Pfleger, die sich primär mit leprösen Patienten befassen. Diese sollte allerdings bereits ausreichend über die notwendigen hygienischen Maßnahmen aufgeklärt sein.

Ansonsten ist die regelmäßige gründliche Reinigung und / oder Waschung des Körpers anzuraten, da diese das Risiko einer Ansteckung minimiert. Aber auch an dieser Stelle gilt abermals, dass es sich hierbei um eine Maßnahme handelt, die in unseren Breiten vollkommen obsolet ist. Die wenigstens Menschen Europas, Nordamerikas oder Australien hatten schon einmal direkten Kontakt mit einem leprösen Menschen, geschweige denn, dass sie jemals auch nur einen gesehen hätten.

Es gibt darüber hinaus einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Infektion mit Lepra somit so gering wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einer Infektion mit Lepra profund vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Keinen direkten Kontakt zu Betroffenen (besonders keinen sexuellen Kontakt)

Man sollte also stets bedenken, dass eine Infektion mit Lepra jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmender Vorsicht des Individuums immens ab und darüber hinaus auch mit dem Wohnort. Niemand in Europa muss sich wirklich allzu große Gedanken darüber machen, dass er Opfer dieser hierzulande komplett ausgerotteten Seuche werden können. Selbst Touristen in Afrika und Asien laufen so gut wie keine Gefahr, sich mit diesem Leiden zu infizieren. Schließlich und endlich wollen die Betreiber keine Umsatzeinbußen provozieren und vermeiden es darum, die Touristen erkrankten Individuen auszusetzen.

Da auch schon bereits Kinder betroffenen sein können, ist es darüber hinaus ratsam, diese nicht allzu steril aufwachsen zu lassen. Der Trend dazu, alles möglichst antibakteriell zu halten ist für das Immunsystem ein Graus. Denn gerade Kinder, die in einer mehr oder weniger sterilen Umgebung aufwachsen, verfügen zumeist nicht über ausreichende Abwehrkräfte. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, da sie niemals in Berührung mit vielen Erregern gekommen sind. Hierdurch verlauf viele Krankheiten, die imgrunde sehr leicht sind, sehr schwer und bereiten den Kindern unnötige Unannehmlichkeiten. Darum sind Eltern generell dazu aufgerufen, ihre Kinder nicht in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Hierdurch hilft man niemandem weiter. Es ist sehr förderlich, den eigenen Nachwuchs einfach mal im Dreck oder auf dem Boden spielen zu lassen.

Auf diese Art und Weise lassen sich nicht nur sehr viele Allergien vermeiden, sondern es lassen sich auch starke Immunsysteme erzeugen, die später hilfreich dabei sein können, gegenüber sehr vielen Krankheiten vorzubeugen.

Darüber hinaus könnte man es als Präventivmaßnahme interpretieren, wenn man sich selbst oder seinen Nachwuchs von Betroffenen fernhält, solange diese sich noch in der akuten Phase der Krankheit befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in direktem Kontakt mit diesen Menschen oftmals extrem hoch und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Etwas gesunder Menschenverstand ist also durchaus angebracht.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist sehr durchwachsen. In den meisten der Fälle ist ein Befall mit Lebra kaum noch zu behandeln und verschwindet trotz ausreichender Behandlung nie wieder komplett. Allerdings kommt es hier natürlich sehr stark darauf an, in welchem Maße der Erkrankte betroffen ist. Bei besonders schweren Fällen ist es zumeist kaum möglich eine dauerhafte und vorallem nachhaltige Hilfe zu leisten.

Weniger gut sieht die Prognose für Personen aus, die sehr beengt leben. Diese sollten sofort einen Arzt aufsuchen und Hilfe in Anspruch nehmen. Nicht zuletzt deswegen, weil sie besonders ihre Mitmenschen in Gefahr bringen. Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden. Wobei an dieser Stelle abermals erwähnen muss, dass Ansteckungen mit Lepra in unseren Breiten geradezu unmöglich sind. Sicherlich ist es nicht auszuschließen, aber alles in allem sollte man sich dahingehend keine allzu großen Gedanken machen.

Besonders empfindliche Menschen jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle einer Infektion sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden. Allerdings gilt auch hier, dass selbst zuvor recht gesunde Personen eine Erkrankung mit Lepra nicht leicht wegstecken können. Es handelt sich nicht zu unrecht um eine der gefürchtetsten Krankheiten weltweit.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Lepra allgemein hin eher maßig sind. Es kommt in den meisten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe keinem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen. Dennoch sollte man auch hier den Umstand nicht außer Acht lassen, dass es sich, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, bei der Lepra um eine eine komplett ausgerottete Krankheit handelt. Zumindest in den Gebieten der Erde, die über ein gutes Gesundheitsnetz verfügen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer Jahre lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen, alles in allem handelt es sich um ein chronisches Leiden. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in den Alltag nicht überstürzt. Denn gerade das ist wichtig. Viele Menschen nehmen nicht genügend Zeit, um von ihrem Leiden zu genesen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen. Darüber hinaus kommt es nicht selten vor, dass an lepra erkrankte Individuen in Quarantäne gesteckt werden. Somit können sie ihre Krankenstatt ohnehin nicht vor der Zeit verlassen. Somit dürfte dies kein allzu großes Problem darstellen.

Wenn sich der besten Behandlung zum Trotz gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose alles in allem immer noch unverändert aus. Man sollte niemals vergessen, dass es sich bei der Lepra um eine relativ schlecht einzuordnende Erkrankung handelt.. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Insbesondere allzu stark betroffene Hautpartien müssen oftmals gezielt behandelt werden. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also ist eine Prognose im besten Falle durchwachsen. Aber selbst bei einer fachgerechten und effektiven Behandlung sollte man nicht davon ausgehen, dass man jemals wieder ganz gesund werden wird. Die Lepra hinterlässt ihre Spuren zumeist dauerhaft.


Leprakolonien

Heute sind sie kaum noch verbreitet und überwiegend mit gruseligen Geschichten und dunklen Mythen belegt – die Leprakolonien. Dabei erfüllten sie einst durchaus einen sinnvollen Zweck.

Bereits in der Antike war bekannt, dass Lepra eine äußerst ansteckende und zudem gefährliche Krankheit ist. Wie genau eine Ansteckung jedoch erfolgt, das war den Ärzten zu dieser Zeit ein Rätsel. Aus diesem Grund galt es, die Betroffenen möglichst vom Rest der Bevölkerung fernzuhalten. Hierfür wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Hierzu gehörte beispielsweise, dass am Aussehen eines Betroffenen bereits deutlich zu erkennen sein musste, dass dieser an Lepra leidet. Überlieferungen zufolge sollten sich Erkrankte unter anderem ihren Bart nicht stutzen, damit für die Bevölkerung die Krankheit bereits am äußeren Erscheinungsbild sichtbar wurde. Wer an Aussatz litt, so die altertümliche Bezeichnung für die meisten Hauterkrankungen in der damaligen Zeit, dem wurde oftmals auch eine sogenannte Leprarätsche angebracht. Es handelte sich dabei um ein dünnes Brett, das an Armen oder Beinen befestigt wurde. An seiner Oberseite befand sich ein kleines Instrument, die Rätsche (auch Ratsche, Schnurre oder Rappel genannt), welches bei Bewegung einen lauten klappernden Ton von sich gab und so die Mitmenschen warnen sollte. Wer also mit der Leprarätsche gesichtet oder gehört wurde, dem gingen die Menschen aus dem Weg. Einem Leprakranken wurde hernach nicht die Hand gegeben, er durfte keine Lebensmittel kaufen und sich zum Teil nicht im Inneren von Städten bewegen. Hiervon leitet sich im Übrigen die Redewendung, jemanden wie einen Aussätzigen behandeln“ ab.

Die Leprarätsche führte dazu, dass Betroffene vollständig von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden und ihnen zum Teil keine Hilfe mehr geleistet wurde. Dennoch blieb die Ansteckungsrate hoch. Etwa im 11. Jahrhundert änderte sich daraufhin der Umgang mit Leprakranken. Es galt nunmehr die Krankheit zu heilen und dadurch eine Ansteckung zu vermeiden. Zur Behandlung wurden verschiedene Leprakrankenhäuser errichtet. Hier wurden ausschließlich Betroffene dieser Krankheit behandelt. Selbstverständlich glichen jene Hospitäler in keiner Weise den heutigen Krankenhäusern. Es herrschten schreckliche hygienische Zustände und es gab überdies kein geschultes Pflegepersonal. Vielmehr galten jene Einrichtungen als Hospiz, in denen die Lepraerkrankten zusammengesperrt wurden, bis ihr Tod eintrat.

Schnell entwickelten sich aus den anfänglichen Krankeneinrichtungen abgeschottete Lebensräume, in denen lediglich Leprakranke zu finden waren. Zum einen befanden sich die Leprahospize in abgelegenen Gegenden, die nach Möglichkeit entfernt vom Kern einer Stadt, beispielsweise in Wäldern oder an Seitenstraßen, lagen. Andere Menschen verschlug es kaum in die Nähe eines solchen Hospiz. Zum anderen war es den Kranken teilweise nicht gestattet, die Einrichtungen zu verlassen oder hier Besuch zu empfangen. Es wurden folglich alle Maßnahmen ergriffen, um die Lepra von der Bevölkerung abzuschotten. Dies bedeutete selbstverständlich auch, dass sich das komplette Alltagsleben eines Erkrankten in den Lepraeinrichtungen abspielen musste. So gab es neben dem eigentlichen Krankenhaus mit seinen Schlafgemächern und den Behandlungszimmern eine eigene Kirche oder Kapelle, in welchen Kranke ihre Religion ausüben konnten. Auch ein spezieller Friedhof, auf welchen ausschließlich Leprakranke beerdigt wurde, gehörte in der Regel zu einem solchen Hospiz. Sie stellten die ersten Leprakolonien dar.

Im Zuge der Kolonialisierung verbreitete sich die Lepra, die vermutlich aus Ostafrika stammt, auch auf andere Gebiete der Welt. So wurde sie zum Beispiel nach Süd- und Nordamerika sowie in den asiatischen Raum getragen. Dies führte dazu, dass auch hier verschiedene Ressorts errichtet wurden, in welchen Leprakranke zusammengetrieben wurden. Behandlungen fanden hier jedoch kaum statt. Anstelle dessen wurden bestimmte Inseln oder unwegsame, kaum zu verlassende Orte gewählt, an denen die Kranken schlichtweg ausgesetzt wurden. In vollkommener Abgeschiedenheit wurden die Kranken hier ihrem Schicksal überlassen. Ärzte, Pflegepersonal oder Medikamente gab es häufig nicht. Ebenso war die Ernährung der Patienten nicht sichergestellt. Diese Zustände hielten zum Teil bis in die 1950er Jahre an. Dies trifft vor allen Dingen auf jene Kolonien zu, die sich im pazifischen Raum befunden haben.

Bekannt ist, dass die meisten Menschen, bei denen eine Lepra diagnostiziert wurde, des Nachts aus ihren Häusern verschleppt oder direkt von einer sogenannten Lepraschau aus verhaftet wurden. Hernach brachte man sie in Booten zu den Leprainseln. Da die Besatzung der Schiffe aus Angst, keine der Kolonien betreten wollten, warf man die Kranken häufig einfach vor der Küste ins Wasser. Sie mussten schließlich an Land schwimmen. Dort fanden sie zumeist nicht einmal eine Unterkunft vor. Es wird berichtet, dass etliche Patienten in Höhlen oder in Erdlöchern leben mussten. Auch konnte nicht immer erwartet werden, dass die Patienten einander freundlich gesinnt waren. So kam es hin und wieder zu Überfällen und Gewalttaten in den Kolonien.

Dieses Vorgehen entsetzt heute besonders deswegen, weil die Ansteckung von Lepra geradezu überschätzt wurde. Ein solches Vorgehen war in keinster Weise notwendig. Darüber hinaus sorgte der schlechte Umgang mit den Patienten dafür, dass viele Kranke sterben mussten. Lepra an sich ist nur in den seltensten Fällen tödlich. Allerdings begünstigt sie durch die Beeinträchtigung des Immunsystems, dass Betroffene anfälliger für weitere Krankheiten sind. Mangelernährung und ein ungünstiges Klima sowie schlechte hygienische Zustände auf den Leprainseln bewirkten schließlich, dass die meisten Kranken an Lungenentzündung oder bakteriellen Infekten verstarben. Wissenschaftler haben errechnet, dass die Mehrzahl der Menschen, die in solchen Leprakolonien ausgesetzt wurden, unabhängig vom Stadium ihrer Erkrankung, im Laufe von zwei Jahren verstarben.

Dass sich am hier beschriebenen Vorgehen etwas änderte, lag vor allen Dingen an den Kirchen. Sich der Kranken anzunehmen, unabhängig von den Gefahren einer Ansteckung, war insbesondere der katholischen Kirche ein Anliegen. Aus diesem Grund sind einige Fälle bekannt, in welchen Missionare Leprainseln aufsuchten, um sich dort um die Kranken zu kümmern. Zudem gab es die sogenannten Leprosorien, in welchen überwiegend Nonnen für das Wohl der Erkrankten zuständig waren. Hierdurch änderte sich die Situation der Kranken jedoch nur marginal. Während in Europa die Aufklärung über Lepra bereits weit fortgeschritten war und die meisten Leprakrankenhäuser bereits der Vergangenheit angehörten, galt die Isolationspflicht in anderen Teilen der Welt noch bis zum Ende des 20. Jahrhundert. Selbstverständlich wurden aber in jüngerer Zeit in den Leprakolonien moderne Krankenhäuser mit einer funktionierenden medizinischen Versorgung errichtet.

Heute gibt es keine tatsächlichen Leprakolonien mehr. Inzwischen ist die Krankheit gut heilbar. Darüber hinaus wissen Mediziner, dass eine Isolation im Grunde genommen überflüssig ist, da die Ansteckungsgefahr bei dieser Krankheit wesentlich geringer ist, als früher angenommen wurde. Dennoch leben immernoch Menschen in ehemaligen Leprakolonien. Dies trifft vor allen Dingen auf die Leprainseln zu, auf welchen Patienten den Großteil ihres Lebens verbrachten und auch heute, nach der Aufhebung der Isolationspflicht, nicht mehr wegzuziehen gedenken.

Obgleich der Umgang mit Leprakranken selbstverständlich kaum im Sinne der modernen Medizin war, konnte durch die Errichtung von Leprahospizen und Leprakolonien einiges im Bereich der Medizin erreicht werden. Die tuberkuloide sowie die lepromatöse Lepra bewirken, dass die Nerven des Erkrankten zum Teil zerstört und Gliedmaßen großflächig zerstört werden. In den Leprakolonien wurde hernach nach Möglichkeiten gesucht, Funktionsbeeinträchtigungen durch Amputationen und Verlust bestimmter Körperteile auszugleichen. In eigenen Schuhmacherwerkstätten und Schreinereien bauten Patienten verschiedene Prothesen. Hierdurch wurden Grundlagen für den heutigen Prothesenbau gelegt. Gerade dadurch, dass Gewebeschädigungen sehr unterschiedlich sein können und Schuhe oder Beinprothesen speziell für einzelne Patienten angefertigt wurden, konnte auf diesem Bereich der Orthopädie viel erreicht werden.

Dank der spezialisierten Leprakliniken, welche sich vor allem in den letzten Jahren der Leprakolonien bildeten, ist diese Erkrankung insgesamt sehr gut erforscht. Nicht nur wurden geeignete Medikamente entwickelt, die heute eine Heilung der Lepra ermöglichen. Auch auf dem Gebiet der chirurgischen Nervenrekosntruktion konnten entscheidende Fortschritte gemacht werden, da diese Eingriffe neben Amputationen zu den häufigsten in den Leprakrankenhäusern gehörten.

Wesentliche Neuerungen wurden durch die Arbeit in Leprakolonien auch in der Physiotherapie erreicht. Gerade Patienten einer multibakteriellen Lepra, deren Nervenschäden großflächig waren und die mit gravierenden Lähmungserscheinungen zu kämpfen hatten, benötigten spezielle Hilfe, um den Alltag in Isolation überleben zu können. Ärzte, welche in den Leprakrankenhäusern wirkten, aber auch Nonnen und andere Helfer entwickelten daraufhin Übungen, mit denen Hände, Arme und Beine individuell trainiert wurden. Dadurch gelang es einigen Patienten verschiedene Funktionsfähigkeiten trotz Nervenschädigungen zurückzugewinnen.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Leprakolonien ihren Schrecken vor allem dadurch erhielten, dass der Umgang mit den Kranken nicht den heutigen Maßstäben entsprach. Ihren Ursprung hatte die Idee der Isolation von Kranken dadurch, dass nicht bekannt war, wie eine Ansteckung funktioniert. Und gerade im Mittelalter galt die optische Erscheinung der Leprakranken als Signal, dass es sich hierbei um Personen handelt, die einen insgesamt schlechten Lebensstil pflegten und geradezu von Gott hierfür bestraft wurden. Obgleich sich die Gesellschaft ebenso wie die Medizin entscheidend weiterentwickelten, blieb das negative Bild der Lepra weiterhin erhalten. Zudem wurde erst sehr spät entdeckt, wie Lepra tatsächlich übertragen wird. Einst galt sie als hochansteckend. Heute ist bekannt, dass die Infektionen einen sehr engen Kontakt zu Betroffenen erfordert. Und selbst hierbei bleibt das Infektionsrisiko sehr gering. Früher bewirkten vielmehr ein schwaches Immunsystem sowie eine schlechte Hygiene, dass sich die Erreger vergleichsweise gut ausbreiten konnten.

Auch heute noch existiert ein eher negatives Bild der Lepra. Dabei spielt sie lediglich in Entwicklungsländern eine Rolle, in welchen keine genügende medizinische Versorgung gewährleistet wird. Hier finden sich noch spezielle Versorgungszentren für Betroffene, die jedoch mit einer Leprakolonie nicht mehr viel gemein haben. In jenen Regionen der Welt, die über eine stabile Gesundheitsvorsorge verfügen, ist die Behandlung von Lepra mit Antibiotika leicht möglich. Dass Lepra dennoch als ein Schreckgespenst unter den Infektionskrankheiten im Bild der Gesellschaft besteht, liegt wohl vor allen Dingen daran, dass dies in Filmen und Büchern dergestalt vermittelt wird.


Alternative Behandlungsmethoden

Eine ganze Reihe alternativer Therapien stehen zur Verfügung, um die Symptome der Lepra zu lindern. Diese beinhalten unter anderem spezielle Diäten, Cremen, Salben, Nahrungsergänzungsmittel uvm. Nichtsdestoweniger konnte man bis jetzt keine dieser alternativen Ansätze nachweisen, dass er tatsächlich effektiv sei. Dennoch schwören viele Betroffene und viele Schulmediziner auf diese Behandlungen und empfehlen sie gerne weiter.

Diese sind unter anderem:

  • Aloe Vera – Es kann sehr hilfreich sein, wenn man sich mit frischer Aloe Vera einreibt oder Aloe Vera-Produkte zur Hilfe nimmt.
  • Fischöl – Omega3-Fettsäuren, wie sie in Fischöl enthalten sind, dienen nachweislich dazu, Entzündungen zu hemmen und einzuschränken. Dies kann in Bezug auf eine Lepra stark nutzbringend sein. Man sollte jedoch nicht mehr als 3 Gramm täglich einnehmen, da es sonst zu negativen Effekten kommen könnte.
  • Knabberfische – Hierbei handelt es sich um kleine Fische, die die abgestorbenen Hautzellen von Patienten abfressen. Dies kann in Einzelfällen eine große Linderung verschaffen. Diese Art der Therapie ist allerdings nur sehr selten aufzufinden, da sie mit einem großen Aufwand verbunden ist.
  • Wasserkuren und Schwämmkuren
  • Massagen
  • Aromatherapien
  • Ganzheitliche Ansätze
  • Homöopathische Therpaien
  • Diäten
  • Traditionelle chinesische Medizin (tcm)
  • Alkoholentzug
  • Abnehmklinik
  • Rauchentwöhnung
  • Fischöl
  • Lichttherapie

Welche Hausmittel können helfen?

Gleichwohl auch noch so probate Hausmittel eine Lepra nicht heilen können, sind sie doch oftmals nicht zu vernachlässigen und versprechen große Abhilfe. Hierzu eine Übersicht der ggf. zu ergreifenden Maßnahmen:

  • Tägliches Baden – Wer täglich badet, hilft seinem Körper dabei, überschüssige Hautzellen auf sanfte Art zu entfernen. Dazu ist es überdies möglich, den Bad diverse Stoffe zuzusetzen, die einen weiteren positiven Effekt auf die Haut haben können. Hierzu zählen Meersalz, Schlamm und bestimmte Absude. Dennoch sollte man beachten, maximal 15 bis 20 Minuten im Wasser zu verleiben und selbiges nicht allzu heiß einlaufen zu lassen. Eine lauwarme Temperatur ist am förderlichsten für die Gesundheit.
  • Verwendung von Feuchtigkeitscremes – Wie bereits erwähnt, können Feuchtigkeitscremes sehr große Hilfen dahingehend sein, der Austrocknung der Haut vorzubeugen. Daher bietet sich die regelmäßige Anwendung solcher Produkte stets an. Vorallem aber, wenn das Wetter kälter wird. Denn gerade kaltes Wetter sorgt nicht selten für eine zusätzliche Austrocknung der Haut. Dazu gilt hier der alte Merksatz: je dicker die Creme, desto größer die Hilfe.
  • Auslöser vermeiden – Es sollte im Interesse jedes Betroffenen liegen, die Auslöser, die zu weiteren Schädigungen der ohnehin schon immens belasteten Haut führen können, nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu gehören vorallem der Konsum von Alkohol und das Rauchen von Tabakprodukten. Das umschließt Zigaretten, Zigarren, Pfeifen, Zigarillos und Wasserpfeifen gleichermaßen. Des Weiteren kann es auch sehr wichtig sein, individuelle und persönlichen Auslöser, die das eigene Hautbild massiv verschlechtern, zu identifizieren und aus seinem Leben zu verbannen. Personen, denen dies gelingt reduzieren ihre Beschwerden und die Dauer sowie die Frequenz ihrer Hautprobleme oft immens stark. Eventuell kann es hilfreich sein, sich fachmännische Unterstützung bei der Festlegung der Auslöser zu suchen. Manche Therapeuten bieten diesbezügliche Beratungen an.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Eiche
  • Lavendel
  • Neem
  • Salbei
  • Schafgarbe
  • Teebaum

Alle der soeben erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Pille einzunehmen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur als wenig beeinflussend auf die Wirkung zu betrachten. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle der Lepra an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Ylan Ylan
  • Eiche
  • Lavendel
  • Eukalyptus
  • Majoran
  • Anis

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Lepra jedoch sollte man lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Berberis aquifolium
  • Cardiospermum
  • Graphites
  • Hydrocotyle asiatica
  • Ichthyolum
  • Kalium chloratum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Bei durch Lepra geschwächter Haut empfiehlt sich grundsätzlich eine stark Vitamin C reiche Ernährung. Ansonsten liegen keinerlei erprobte Formen der Diät oder Ernährung vor, die bei einer Lepra als besonders förderlich gelten. Trotz intensiver dahingehender Studien konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer Lepra und den Ernährungsgewohnheiten von Betroffenen feststellen.

Nichtsdestotrotz gilt es, Übergewicht nach Möglichkeit zu vermeiden und einer gesunden Ernährung nachzugehen. Diesbezüglich kann man sich gute Ratschläge von einem Diätologen oder einem Ernährungswissenschaftler holen. Auch das Internet bietet diesbezüglich ein reiches Angebot an nützlichen Hilfestellungen.

Da mit einer Erkrankung an Lepra nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem einhergeht, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Muss man in Europa Angst vor einer Ansteckung mit Lepra haben?

Nein! Glücklicherweise nicht. In Europa und allen anderen Regionen der Erde, die über eine gute medizinische Infrastruktur verfügen, muss man nicht fürchten, an diesem Leiden zu erkranken. Dennoch ist es nicht komplett ausgerottet und könnte einen rein theoretisch treffen. Die Chancen hierauf sind allerdings immens gering.

Fallen einem bei der Lepra wirklich Körperteile ab?
Viele Menschen verbinden mit der Lepra auch den Verlust von Körperteilen. Sicherlich ist diese Anschauung der Erkrankung etwas überspitzt, aber auch nicht falsch. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass von jetzt auf gleich ganze Gliedmaßen herabfallen, aber es kommt im Laufe der Infektion durchaus zum Verlust von Teilen des Gewebes. Das wiederum kann den Eindruck erwecken, als seien einem ganze Körperteile „abgefallen“ – gleichwohl es sich hierbei um einen sehr langsam von statten gehenden Prozess handelt.

Wo kommt es heute noch zu Infektionen mit Lepra?
Die Lepra ist heutzutage mehr oder weniger ein Phänomen, das auf die ärmsten Regionen der Erde beschränkt ist. Weitab von jeglichen touristisch erschlossenen Gebieten. Darum müssen auch Urlauber sich keine Sorgen machen, wenn sie beispielsweise eine Rundreise durch Afrika oder Asien antreten. Die meisten Regionen, in denen die Lepra nach wie vor noch ein Problem darstellt, sind keine besonders häufig frequentierten Orte.

Insbesondere im mittleren Afrika und einigen Gebieten Südasiens trifft man hin und an noch lepröse Menschen an. Aber selbst dort gehen die Zahlen seit Jahren zurück. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass die Lepra als solche immer seltener wird – und das ortsunabhängig. Dennoch wird es noch einige Jahre dauern, bis sie komplett von unserem Planeten verschwunden sein wird.

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