Divertikulitis

Steckbrief: Divertikulitis

  • Name(n): Divertikulitis; Divertikelkrankheit
  • Art der Krankheit: Entzündung der Darmschleimhaut
  • Verbreitung: Weltweit; vermehrt in westlichen Industrieländern
  • Erste Erwähnung der Krankheit:1849
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers:Entzündug durch Reizung
  • Wieviele Erkrankte: ca. 127.000 p.A. in Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Gastroenterologe
  • ICD-10 Code(s):K57

 

Die Divertikulitis im Überblick

Bei der Divertikulitis handelt es sich um eine Erkrankung des Darmes. Dabei entzünden sich Ausstülpungen die sich meist im Dickdarm bilden – die Divertikel.

Zu den möglichen Symptomen zählen Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Probleme bei der Verdauung. Unbehandelt, kann ein entzündeter Darm schwere Folgen haben. Daher sollte unmittelbar, nachdem die Symptome aufgetreten sind, ein Arzt aufgesucht werden.
Betroffene verwechseln diese Krankheit häufig mit einer bekannteren. Die Blinddarmentzündung weist ähnliche Anzeichen auf.

An Divertikulitis erkranken vorwiegend Personen aus westlichen Industrieländern. Wenig Bewegung begünstigt die Erkrankung ebenso wie ungesunde Ernährung. Mit zunehmendem Alter bilden sich leichter Divertikel, somit wird die Krankheit für ältere Menschen wahrscheinlicher.

Definition Divertikulitis

Divertikel sind Wandausstülpungen von Organen. Bilden sich diese an der Schleimhaut der Darmwand, machen sie im Normalzustand keine Probleme. Bei einer Divertikulitis entzündet sich die Schleimhaut in den Divertikeln. Das kann zu starken Beschwerden, wie Bauchschmerzen, Fieber bis hin zu einem Darmverschluss führen.

Die Divertikulose bezeichnet eine Vorstufe, bei der es vermehrt zur Bildung von Divertikeln kommt. Bei etwa einem Fünftel der Menschen, mit Divertikeln, kommt es zu einer Divertikulitis.

Meist ist bei einer Divertikulitis der Dickdarm betroffen. In 95 % aller Fälle entzünden sich Divertikel der Sigmaschlinge (Colon sigmoideum). Sie bildet den letzten Teil des Dickdarmes vor dem Rektum und formt eine markante S-Kurve.

Hansen und Stock klassifizierten drei Typen der Divertikulitis:

  • Akute unkomplizierte Divertikulitis
  • Akute komplizierte Divertikulitis und
  • Chronisch rezidivierende Divertikulitis

Bei einer Peridivertikulitis beschränkt sich die Entzündung auf die umliegenden Gebiete einzelner Divertikel. Ihr gegenüber steht die Perikolitis, bei der sich ganze Darmabschnitte entzünden.

Was ist eine Divertikulitis?

Krankheiten Divertikulitis

3D-Darstellung eines an Divertikulitis erkrankten Dickdarms
Shutterstock/Juan Gaertner

Bei Divertikeln im Darm handelt es sich meist um falsche Divertikel oder Pseudodivertikel.

Falsche Divertikel, weil sich nicht die gesamte Darmwand ausstülpt, sondern eine Schicht dieser, die Schleimhaut.

Sie stülpt sich durch Lücken der Muskulatur hindurch.

Bei einer Divertikulose bilden sich vermehrt Divertikel. Entzündet sich die Darmwand in den Divertikeln kommt es zur Divertikulitis.

Hansen und Stock erarbeiteten eine Klassifikation um die Symptome und Typen der Divertikulitis einzuordnen. Seit 2014 gibt es eine Erweiterung dieser Klassifikation.

Typ I: Bei der akuten unkomplizierten Divertikulitis kann es zu Bauchschmerzen, aufgeblähtem Bauch, Verstopfung oder Fieber kommen.Daneben treten keine größeren Beschwerden auf. Ungefähr 70 % aller Divertikulitis Diagnosen entsprechen diesem Typ. Diagnostiziert der Arzt diesen Krankheitstyp, kann er Antibiotika verschreiben.

Dass die entzündete Stelle ohne Behandlung abheilt, liegt im Bereich des Möglichen. Der Arzt hat die Aufgabe die Gefahr von Komplikationen der Krankheit, mit denen der Antibiotika Behandlung abzuwägen. Eine Operation ist bei dieser Form nicht nötig. Den Verlauf der Symptome zu beobachten, ist für Patienten ebenso wichtig, wie viel zu trinken. Verschlimmern sich die Symptome oder halten sie trotz Behandlung an, ist ein weiterer Arztbesuch erforderlich.

Typ II: Gibt es Komplikationen wie eine Perforation in der Darmwand oder einen Darmverschluss, ist von akuter komplizierter Divertikulitis die Rede. Auch Mikro- und Makroabszesse stellen eine mögliche Folge dar. Eine Operation kann erforderlich sein. Dabei entnehmen Chirurgen das betroffene Darmstück, um weitere Schäden zu vermeiden. Bei risikoreichen Komplikationen, wie einem Darmbruch, kann eine Notoperation nötig sein.

Typ III: Das Problem bei der chronisch-rezidivierenden Divertikulitis besteht darin, dass sich die entzündeten Divertikel nach dem Abklingen neu entzünden.

Typ IV: Die Divertikelblutung gilt seit 2014 als eigenständiger Typ der Krankheit. Hier kommt es häufig zu einer stationären Behandlung. Je nach Schweregrad kann hier eine Operation erforderlich sein.


Welche Ursachen gibt es?

Die Divertikulitis ist eine Entzündung der Divertikel, anders ausgedrückt, der Ausstülpungen im Darm. Allgemein reagiert der Körper auf schädliche Reize mit einer Entzündung. Diese äußern sich zum Beispiel durch Schmerz, Schwellungen und funktionale Störungen. Schädliche Reize können im Darm hauptsächlich durch den Darminhalt, den Kot, entstehen. Eine ballaststoffarme Ernährung führt zu einer Verhärtung des Kots, welcher sich in Form von Kotsteinen in Divertikeln ablagert. Anzeichen dafür ist eine Verstopfung. Diese Kotsteine oder verhärteten Ablagerungen werden vom Körper als schädlicher Reiz empfunden, was die Entzündung auslösen kann.

Zu wenig Obst, zu wenig Gemüse und zu wenig Vollkornprodukte – die Ernährung spielt bei dieser Erkrankung scheinbar eine maßgebliche Rolle.

Auch die Bildung der Divertikel wird hartem Kot in Kombination mit schwachem Bindegewebe zugeschrieben. An schwachem Bindegewebe leiden meist Menschen in fortgeschrittenem Alter. Sie sind besonders in westlichen Industrieländern, wo die Ernährung aus ballaststoffarmen Nahrungsmitteln weit verbreitet ist, gefährdet.

Die Divertikulose ist eine Vorstufe zur Divertikulitis. Zu entzündeten Divertikeln kommt es bei ungefähr einem Fünftel der Betroffenen von Divertikulose. Hier bilden sich vermehrt Divertikel. Wie die Divertikel ist die Divertikulose selbst nicht gefährlich, jedoch ist bei Betroffenen die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Divertikel entzünden.

Divertikulose ist weit verbreitet und verläuft in den meisten Fällen ohne Symptome. Sie teilt sich die offizielle Klassifizierung des icd 10 (weltweit anerkanntes Klassifikationssystem) mit der Divertikulitis. Deshalb sind in den Informationen über Neuerkrankungen und bereits erkrankte Personen die Daten beider Krankheiten addiert.

Weitere Ursachen, neben ballaststoffarmer Ernährung, die das Risiko einer Divertikulitis erhöhen sind: Mangel an Bewegung, genetische Faktoren und Übergewicht. Stress gehört ebenso zu den Risikofaktoren. Andere befinden sich in den Medikamentenschränken, so wie Kortisonpräparate oder Schmerzmittel. Deren regelmäßiger Konsum erhöht das Risiko einer Divertikulitis.


Symptome & Anzeichen

Die Divertikel bereiten in ungefähr 80 % der Fälle keine Beschwerden. Erst eine entzündete Schleimhaut bringt die Symptome mit sich und birgt die Gefahr von Komplikationen.

Krankheiten Divertikulitis

Die Anatomie des Dickdarms beim Menschen
Shutterstock/ Magic mine

Oft halten Betroffene die Divertikulitis erst für eine Blinddarmentzündung (Appendizitis), da sie bei der Divertikulitis den Schmerz zumeist im linken unteren Bereich des Bauchs wahrnehmen.

Das liegt daran, dass sich hier der Teil des Darmes befindet, welcher am häufigsten von entzündeten Divertikeln betroffen ist, die Sigmaschlinge.

Der Schmerz kann auch in anderen Regionen des Bauches oder des Unterleibes auftreten. Selbst im Rücken kann der Schmerz empfunden werden. Diese Empfindung lässt häufig nach dem Stuhlgang nach.

Ein weiteres unscheinbares Symptom sind Verdauungsstörungen. Dazu zählen starke Blähungen, Durchfall sowie Verstopfung und jede Veränderung des Stuhlverhaltens. Auffälligere Symptome sind Eiter und Schleim im Stuhl.

Vor allem Verstopfung ist ein häufig anzutreffendes Symptom, ein guter Grund anzunehmen, dass ungesunde Ernährung, wie ballaststoffarme Nahrungsmittel, zu einem erhöhten Risiko beitragen können. Außerdem steht die Verstopfung im Verdacht nicht nur Symptom, sondern auch Ursache von Entzündungen zu sein. Weil sich der Kot, speziell bei Verstopfung, in den Divertikeln sammelt.

Die Schmerzen im Bauch gehen oft mit Fieber einher. Auch dieses Symptom verleitet, die Divertikulitis mit einer Blinddarmentzündung zu verwechseln. Deswegen wird bei Divertikulitis auch von einer linksseitigen Appendizitis gesprochen.

Beim Abtasten des Bauches spüren Betroffene manchmal ein walzenförmiges Geschwulst. Dieses fühlt sich hart an und ist sehr schmerzempfindlich. Übelkeit oder Erbrechen sind ebenso Symptome, wie ein generelles Unwohlsein.

Mögliche Symptome im Überblick:

  • Bauchschmerzen
  • Schmerzen im Unterleib
  • Veränderung des Stuhls
  • Veränderung des Stuhlverhaltens
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Ertastbarer Geschwulst im Darmbereich

Sollten diese Symptome auftreten ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen, da sich das Risiko von Komplikationen, selbst bei einer schwachen Form der Divertikulitis, nur schwer abschätzen lässt.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Meist kommen Patienten mit Divertikulitis aufgrund des plötzlichen Schmerzes im linksseitigen unteren Bereich des Bauchs in die Praxis von Ärzten. Zuerst wird in einem Gespräch, der Anamnese, die Krankheitsgeschichte erläutert. Der Arzt kann aufgrund der typischen Symptome und eventuelle frühere Divertikulitis Erkrankungen auf eine Entzündung der Divertikel schließen.

Die Divertikel lassen sich, in Form eines walzenförmigen Geschwulstes, häufig durch Abtasten erfühlen. Zusätzlich zum Bauch kann der Arzt auch den After abtasten, um festzustellen, ob der Enddarm Veränderungen aufweist. Der Druck beim Abtasten des Bauches kann für Patienten mit Divertikulitis schmerzhaft sein.

Der Arzt kann die Temperatur des Patienten messen und auch die Darmgeräusche untersuchen. Blutbilder geben auch Hinweise auf Divertikulitis. Eine erhöhte Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und ein erhöhter crp-Wert zählen zu Anzeichen einer Divertikulitis. Das crp ist ein Protein, deren Vorkommen im Blut bei Entzündungen ansteigt.

Mediziner stellen das Vorhandensein von Divertikeln auch durch verschiedene Bildgebende Verfahren, wie beim Ultraschall fest. Bei CT (Computertomografie) und MRT (Magnetresonanztomografie) kann die Position des Divertikels sehr genau bestimmt werden.

Auch ein Röntgenbild des Bauches kann Aufschlüsse über die Divertikulitis bringen. Wenn ein Darmdurchbruch stattgefunden hat, erkennt der Mediziner anhand des Röntgenbildes, dass sich Luft im Bauchraum befindet. Ist dies der Fall, muss unverzüglich eine Operation erfolgen.

Abzuraten ist von einer Koloskopie, einer Darmspiegelung. Während einer Divertikulitis läuft man mit einer Koloskopie Gefahr das gereizte Darmgewebe zu verletzen. Eine Darmspiegelung sollte erst nach Abklingen der Entzündungen wieder durchgeführt werden. Während einer Koloskopie können Mediziner die Divertikel, die an und für sich keinen Schmerz auslösen, auch zufällig entdecken. Ist das der Fall, kann dies bei der Untersuchung im Rahmen der Anamnese helfen, eine Divertikulitis zu diagnostizieren.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Vor allem in westlichen Ländern sind Divertikel in der Bevölkerung weit verbreitet. Jedoch ist dieses häufige Vorkommen stark vom Alter abhängig. Personen unter 40 haben noch eher selten Divertikel, beziehungsweise eine Divertikulose ausgebildet. Die Zahl der Betroffenen steigt von 30 % bei 60-Jährigen bis auf 65 % bei 85-Jährigen. Dies wird, neben der Ernährung auch dem schwächer werdenden Bindegewebe im Alter zugeschrieben.

Die Bildung von Divertikeln und damit auch die Divertikulose sind jedoch, wie bereits erwähnt, mit keinerlei Symptomen verbunden.

Bei ungefähr einem Fünftel derer die an Divertikulose leiden, tritt eine Divertikulitis auf, welche die Beschwerden und mögliche Komplikationen mit sich bringt.

Mit der Veränderung der Nahrung, in westlichen Ländern, in den letzten hundert Jahren hat die Anzahl der Neuerkrankungen stark zugenommen. Durch zunehmende Globalisierung verbreitet sich der Ernährungsstil, wie auch der Lebensstil westlicher Industrieländer auf andere Kontinente, wie Asien und Afrika. Hier steigt die Anzahl der Betroffenen von Divertikulose an.

In der statistischen Verteilung der Krankheit lässt sich ein eindeutiger Trend erkennen. Die Häufigkeit der Krankheit nimmt mit steigendem Alter zu. Geografisch lassen sich Betroffene meist den westlichen Industrieländern zuordnen. Viele von den Erkrankten leiden an Übergewicht, Rauchen seit längerem oder geben an, regelmäßig Schmerzmittel zu sich zu nehmen. Sportler finden sich eher selten unter den Erkrankten wieder.

Fast ein Drittel der Betroffenen Patienten leiden später erneut an einer Divertikulitis. Dem kann jedoch mit der richtigen Ernährung und einer Umstellung der Lebensweise entgegengewirkt werden. Je jünger der Patient bei der ersten Divertikulitis ist, umso wahrscheinlicher ist eine spätere Operation.


Komplikationen bei der Krankheit

Treten Komplikationen auf, spricht man von akuter komplizierter Divertikulitis.

Zu den schwerwiegendsten Komplikationen zählt die Darmperforation, der Darmbruch. Die Darmperforation kann lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige Notoperation. Bei einer Darmperforation kann durch eine Beschädigung der Darmwand der Darminhalt in die Bauchöle geraten. Plötzlich auftretender Schmerz im Bauch und ein angespannter Bauch sind typische Symptome. Mediziner diagnostizieren sie mit bildgebenden Verfahren.

Krankheiten Divertikulitis

Bei einer komplizierten Divertikulitis kann es zu Bauchschmerzen, Brechreiz und Übelkeit kommen
Shutterstock/ InesBazdar

Wird die Perforation nicht unmittelbar behandelt, kann es durch den ausgetretenen Darminhalt, zur Bauchfellentzündung, der Peritonitis, kommen.

Unbehandelt verläuft sie oft tödlich. Die Peritonitis zeichnet sich durch einen typischen Druckschmerz der Bauchdecke aus. Weitere Symptome können Brechreiz und Übelkeit darstellen. Sie kann auch von Fieber begleitet sein.

Eine unbehandelte Divertikulitis führt möglicherweise zur Bildung von Abszessen. Ein Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung und auch unter dem Namen Eiterbeule und Eiterblase geläufig. Perikolische Abszesse können sich in Darmnähe bilden und Douglasabszesse entstehen in einer Bauchfellniesche, dem Douglas-Raum.

Schwillt durch die Entzündung das Darmgewebe an, führt dies zu einer Verengung im Innenraum des Darms, und somit zu einer Stenose. Wird die Verengung so stark, dass der Kot nicht passieren kann, kommt es zum Ileus – besser bekannt als Darmverschluss.

Divertikulitis kann auch zu Fisteln führen, welche den Verbindungswegen verschiedener Organe im Weg stehen können. Eine Fistel kann sich, zum Beispiel zwischen Darm und Blase entwickeln, und dadurch die Verbindung abschneiden.

In fünf Prozent der Fälle kommt es zu einer Blutung. Die Divertikelblutung ist seit 2014 als eigene Klasse der Krankheit angeführt. Patienten sollten in diesem Fall stationär behandelt werden. Häufig endet die Blutung ohne äußere Einflüsse wieder. Blutende Divertikel können auch ohne Entzündung auftreten. Bei stark blutenden Divertikeln oder wenn das Bluten nicht gestillt werden kann, ist eine Operation nötig.

Komplikationen im Überblick:

  • Die Darmperforation (der Darmbruch)
  • Die Peritonitis (die Bauchfellentzündung)
  • Abszesse
  • Fisteln
  • Divertikelblutung
  • Darmverengung (Stenose)
  • Darmverschluss (Ileus)

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Der Arzt sollte unmittelbar nach dem Auftreten der Bauchschmerzen, wenn diese andauern oder von einem weiteren Symptom begleitet werden aufgesucht werden. Eine unbehandelte Divertikulitis kann schwere Folgen haben, die neben Darmverschluss auch Abszesse und einen Darmbruch zur Folge haben können.

Verspürt man Bauchschmerzen ist die erste Anlaufstelle normalerweise der Hausarzt. Wird Divertikulitis diagnostiziert folgen, je nach Schweregrad der Entzündung, unterschiedliche Behandlungsmethoden. Nach der ersten Untersuchung kann der Hausarzt den Patienten ambulant behandeln.

Er kann ihn auch an einen Facharzt für Innere Medizin, einen Spezialisten wie dem Gastroenterologen oder ins Krankenhaus überweisen. Sind die Schmerzen intensiv, oder kommt es unmittelbar zu einer spürbaren Komplikation, kann der Patient auch direkt ins Krankenhaus kommen und wird dort in der Notaufnahme, oder Rettungsstelle, aufgenommen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Treten leichte Symptome auf, steht meist eine ambulante Behandlung an. Patienten bekommen, nach Ermessen des Arztes, Antibiotika, Schmerzmittel und eine Diätempfehlung. Diese beinhaltet viel weiche Nahrung und viel Flüssigkeit. Diese Diät entlastet den Darm. Auch krampflösende Präparate können bei der Behandlung eingesetzt werden.

In manchen Fällen reicht eine ambulante Behandlung nicht aus.

Wenn bestimmte Darmabschnitte betroffen sind, der Patient zu starke Schmerzen oder hohes Fieber hat, ist ein mehrtägiger Krankenhausbesuch nötig.

Bei einer konservativen stationären Behandlung wird der Patient künstlich ernährt, um den Darm zu schonen. Diese Nahrungskarenz kommt in Begleitung von medikamentöser Schmerzlinderung und Antibiotika zum Einsatz. Ziel dieser Behandlung ist, dass die Entzündung abklingt. Gelingt dies nicht, ist die Operation eine weitere Möglichkeit.

Eine Operation wird empfohlen, wenn mehrere Schübe der Divertikulitis auftreten oder bei Komplikationen während der Divertikulitis. Patienten unter 40 bekommen öfter den Rat eine Operation durchführen zu lassen, weil eine Wiedererkrankung wahrscheinlich ist (Rezidivrisiko). Chirurgen entfernen das betroffene Darmstück dabei operativ.

Handelt es sich bei der entzündeten Stelle um die Sigmaschlinge, sprechen Mediziner von einer Sigmaresektion. Die meisten Patienten bemerken nach einer Operation, trotz fehlendem Darmstück, keine Veränderung bei der Verdauung. Ein weicherer Stuhlgang ist möglich.

Jedoch berichten Patienten nicht selten auch von anhaltenden Schmerzen trotz der Operation. Sie fühlen, speziell bei Stress, eine angespannte Bauchdecke und Schmerzen. Nach Operationen treten manchmal auch neue Divertikel auf, welche sich entzünden könnten. Deshalb empfiehlt es sich den Lebensstil langfristig umzustellen.

Ob die Behandlung ambulant, stationär oder mittels Operation erfolgt, in jedem Fall ist es für Patienten ratsam sich bewusster zu ernähren. Regelmäßiger Sport hilft dem Körper ebenfalls. Ballaststoffreiche Nahrung und ein aktiver Lebensstil tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut. Bei vorhandener Adipositas ist auch eine Gewichtsreduktion hilfreich um das wieder Aufflammen einer Entzündung zu verhindern.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Am besten zur Vorbeugung einer Divertikulitis dient eine durchdachte Ernährung und ein bewusster Lebensstil. Impfungen gegen Divertikulitis gibt es nicht.

Vor allem Stubenhocker die sich hauptsächlich von Pizza und Burger ernähren sollten hier hellhörig werden. Regelmäßige Bewegung, Sport, vor allem Joggen und Schwimmen können im Alltag gut integriert werden. Diese wirken nicht nur präventiv für Divertikulitis, sie bringen auch Schwung ins Leben.

Oft ist es schwer die richtige Ernährung zu finden. Doch mit viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukten liegt man auch bei der Vorbeugung zur Divertikulitis goldrichtig. Weitere ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind: Hülsenfrüchte, Nüsse und Mohn.

Viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist ebenfalls von großem Nutzen. Trinken unterstützt den Körper bei der Verdauung und entlastet den Verdauungstrakt.

Einige Studien und Berichte von Patienten deuten auch auf einen Zusammenhang von Darmbeschwerden und Stress hin. Maßnahmen die den Stress reduzieren, können gegen das Auftreten von Entzündungen im Darmbereich ebenfalls Abhilfe verschaffen. Dazu können auch Behandlungsformen der Alternativmedizin wirken.


Prognose zur Heilung

Während einer bestehenden Divertikulose gilt es Achtsam zu sein, jedoch besteht noch kein Grund zur Sorge. Bilden sich Divertikel, entzünden sich diese bei ungefähr 18 % der Betroffenen. Eine Divertikulitis ist somit weit seltener als eine Divertikulose.

Bei 70 % der Divertikulitis Patienten treten keine größeren Komplikationen auf. In den meisten Fällen klingt eine Entzündung ohne Operation wieder ab. Treten Komplikationen auf, kann das schwerwiegende Folgen haben. Die Darmwand kann durch die entzündeten Divertikel beschädigt werden. Kommt es zu einem Darmbruch, muss eine Notoperation erfolgen, um eine Bauchfellentzündung zu verhindern. Außerdem können sich Fisteln und Abszesse bilden.

Das Rezidivrisiko, also die Wahrscheinlichkeit erneut daran zu erkranken, ist mit 30 % recht hoch. Auch nach einer Operation ist eine Wiedererkrankung nicht ausgeschlossen.

Bei fünf Prozent der Divertikulitis Erkrankungen kommt es zu blutenden Divertikeln. Diese Blutungen heilen in den meisten Fällen ohne Behandlung ab. Sie führen nur bei sehr starker Blutung oder, wenn die Divertikel nicht aufhören zu bluten, zu einer Operation.


Mögliche Differentialdiagnose

Neben der Tatsache, dass Betroffene Gefahr laufen die Divertikulitis für eine Blinddarmentzündung zu halten, gibt es auch medizinisch alternative Erklärungen für die auftretenden Symptome.

Morbus Crohn

Als Differenzialdiagnose kommt zum Beispiel Morbus Crohn in Frage. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung die nicht nur lokale Stellen, wie die Divertikulitis, sondern den gesamten Verdauungstrakt betreffen kann. Im Vergleich mit Divertikulitis, tritt Morbus Crohn jedoch seltener auf. Ein weiterer Unterschied ist, dass Morbus Crohn auch vermehrt im jungen Erwachsenenalter auftritt.

Colitis Ulcerosa

Colitis ulcerosa ist ähnlich wie Morbus Crohn eine chronisch entzündliche Darmerkrankung. Sie betrifft jedoch nur die Schleimhaut des Darmes. Hier sind vor allem Personen zwischen 20. und 40. Lebensjahr betroffen.

Reizdarmsyndrom

Auf das Konto des Reizdarmsyndroms gehen nahezu 50% der Besuche beim Gastroenterologen. Es kann sämtliche Symptome die auf Darmerkrankungen hinweisen nachahmen. Können diese durch die Untersuchung ausgeschlossen werden, ist das Reizdarmsyndrom ungefährlich.

kolorektales Karzinom

Der Begriff kolorektales Karzinom ist besser unter der Bezeichnung Darmkrebs bekannt. Hier ist ebenfalls häufig die Sigmaschlinge, wenn auch nicht so oft wie bei der Divertikulitis, betroffen. Für den, ohne Behandlung meist tödlich endenden, Darmkrebs gilt, je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die Neuerkrankungen in Deutschland beschränken sich im Jahr jedoch auf 0,045 % der Bevölkerung.

Andere Differentialdiagnosen

Strahlenschäden am Darm gelten als weitere Differentialdiagnose der Divertikulitis. Bei Frauen kommen auch gynäkologische Erkrankungen infrage.


Alternative Behandlungsmethoden

In die Rubrik der alternativen Behandlungsmethoden fallen eine Vielzahl verschiedener Methoden zur Behandlung von Krankheiten, die weder Medizin- noch Psychologiestudenten lernen. Bei manchen Verfechtern findet sich dabei eine regelrechte Abneigung gegen die Schulmedizin, das ist jedoch eine riskante Einstellung.

Bei Verdacht auf Divertikulitis sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, um die Symptome abzuklären, da mögliche Komplikationen sehr schwerwiegend sind.

Alternative Behandlungsmethoden können jedoch zusätzliche Abhilfe verschaffen. Folgend sind einige dieser Methoden aufgelistet.

Akupunktur und Akupressur

Sie stammen beide aus der chinesischen und japanischen Heilmedizin. Die Akupressur ist auch unter dem Begriff Shiatsu bekannt und bildet den Vorläufer zur Akupunktur. Beide Methoden gehen von einem Energiefluss im Körper aus, dem Qi. Dieser sei bei Krankheiten gestört. Durch Druck auf die richtigen Stellen kann es wieder ins Lot geraten. Sie hilft nach Auffassung ihrer Anwender gegen jede Krankheit.

Ayurveda

Ayurveda ist eine traditionelle indische Behandlungsmethode. Sie subsumiert Methoden aus den Bereichen der Massage, der Ernährung, des spirituellen Yogas und der Pflanzenheilkunde. Besondere Betonung findet die Ganzheit des Körpers der nach der Definition der Ayurveda aus Körper, Sinn, Verstand und Seele besteht. Vor allem Massagen und spirituelles Yoga kann bei der Entspannung helfen und beim Abbau von Stress. Dies wirkt manchen Nachwirkungen der Divertikulitis gut entgegen.

Hydrotherapie

Die Hydrotherapie oder Wasserheilkunde ist ein Element der Kneipp-Heilkunde. Dabei wird vor allem der Temperaturreiz des Wassers in allen Aggregatzuständen als therapeutisches Mittel eingesetzt. Am bekanntesten sind die Kneipp-Aufgüsse und das Wassertreten, bei dem Patienten durch ein kniehoch gefülltes Becken mit kaltem Wasser stapfen. Sie bringt, laut Verfechter, den Kreislauf in Schwung. Am Abend angewandt, hilft das Wassertreten beim späteren Einschlafen. Divertikulose Patienten könnten von der Entspannung profitieren.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel können vor allem bei der Prävention einer Divertikulitis dienlich sein. Beim Anwenden von Hausmitteln ist auf die empfindliche Darmwand im entzündeten Zustand Rücksicht zu nehmen.

Hausmittel gegen Verstopfung

Eines der zentralen Symptome der Divertikulitis ist die Verstopfung. Sie steht unter dem Verdacht, Mitverursacher der Divertikulitis zu sein. Tritt eine Verstopfung auf ist dies meist unangenehm für die Betroffenen, doch es gibt ein paar Tricks, die einer bestehenden Verstopfung entgegenwirken können.

Die Umstellung der Nahrung auf ballaststoffreiche Ernährung ist auf längere Sicht eine der wichtigsten Methoden eine Verstopfung zu vermeiden. Auch das Integrieren von Bewegung in den Alltag entfaltet ihre Wirkung langsam aber stetig. Doch bei bestehender Verstopfung suchen Betroffene oft schneller wirkende Hilfsmittel.

Dazu zählt der Pflaumensaft. Über Nacht werden getrocknete Pflaumen in Wasser eingelegt. Der so entstandene Saft ist am nächsten Morgen vor dem ersten Kaffee, auf nüchternen Magen zu trinken. Ein Glas Saft reicht dabei aus. Stellt sich danach keine Besserung ein, kann die Dosis am nächsten Morgen noch einmal verdoppelt werden, auf zwei Gläser. Wirkt dieses natürliche Abführmittel dann auch nicht, ist der nächste Morgen ohne Pflaumensaft zu verbringen.

Ein sicheres Mittel bei Verstopfung ist der Einlauf. Dabei leitet man Flüssigkeit über den After in den Darm. Die Folge ist, dass sich der Darm völlig entleert. Beachtet sollte werden, dass man bei einer bestehenden Entzündung den Darm leicht verletzen kann, deshalb ist ein Einlauf eher ein vorbeugendes Hilfsmittel der Divertikulitis.

Hausmittel die entzündungshemmend wirken

Die Rotulmenrinde beinhaltet Schleimstoffe die, nicht nur entzündungshemmend, sondern auch bei Verstopfung helfen sollen. Sie ist in Pulverform erhältlich, aufgegossen mit heißem Wasser lässt sich das Pulver als Tee trinken.

Auch die Kamille hat den Ruf entzündungshemmend zu wirken. An einer Tasse duftenden Kamillentee zu nippen erinnert an die eigene Kindheit, nebenbei beruhigt sie, laut dem Volksmund, die Nerven.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Kräuter gegen Entzündungen im Darm

Die bereits erwähnte Kamille zählt zu den bekanntesten Heilkräutern und wird seit vielen Jahren gegen Entzündungen eingesetzt, vor allem in Form von Kamillentee.

Der Alant ist eine aus Asien stammende Heilpflanze die schon vor längerer Zeit auch in Europa Einzug gehalten hat. Die Wurzel des Alants beinhaltet die eigentliche Heilmöglichkeit. Auch die Wurzel des Alants ist als Tee zubereitet anwendbar. Der Alant löst bei vielen Menschen allergische Reaktionen aus. Wer Alanttee als Heilmittel einsetzen will tut gut daran zuerst einen Verträglichkeitstest durchzuführen.

Holunder ist der Allrounder unter den Heilpflanzen. Ihm sagt der Volksmund verschiedenste Heilwirkungen nach, eine davon ist die, entzündungshemmend zu wirken. Der Einsatz von Holunder ist so vielfältig wie die Möglichkeiten ihn anzuwenden. Für die innere Anwendung eignet er sich am besten in Saft- oder Teeform.

Kräuter gegen Stress

Die Melisse genießt man ebenfalls als Tee. Melissentee setzen Kräuterkundige ein, um die Nerven zu beruhigen. Ihre angeblich entkrampfende Wirkung auf Magen und Darm sind ein zusätzlicher Anreiz sie bei Divertikulitis einzusetzen.

Die nächste Pflanze ist vielen aus einem anderen Zusammenhang wohl bekannt: der Hopfen. Aber nicht nur im Bier, sondern auch als Tee lässt sich diese Pflanze einnehmen. Sie wirkt beruhigend. Es gibt auch Dragees aus Hopfen zu kaufen.

Ätherische Öle

Für manche Menschen bringt der Einsatz von ätherischen Ölen Linderung. Divertikulitis Patienten berichten manchmal davon, dass sich ihre Symptome unter Stresszuständen verschlimmern.

Ätherische Öle wirken oft entspannend und können bestehenden Stress gut abbauen. Man kann sie in Apotheken und Heilläden in kleinen Fläschchen kaufen. Ein paar Tropfen in eine Schüssel mit Wasser, die über einer Kerze platziert wird versprühen sie ihren Duft im ganzen Raum. Zu achten ist auf die Dosierung es reichen wenige Tropfen aus. Sie sind auch als Massageöle erhältlich. Eine weitere Möglichkeit sie als Heilmittel einzusetzen, ist die Inhalation.

Beruhigend wirkende Ätherische Öle sind:

  • Baldrian
  • Fenchel
  • Yasmin
  • Kamille
  • Lavendel
  • Melisse
  • Mimose
  • Rose
  • Ylang-Ylang
  • Zypresse

Homöopathie & Globuli

Die besondere Rolle der Verstopfung bei der Divertikulitis wurde an anderer Stelle schon verdeutlicht. Es gibt homöopathische Mittel, die Hilfe bei Verstopfung versprechen. Homöopathische Mittel sind in Form von Tropfen, Tabletten, Pulver und Globuli zu erwerben. In jeder Form ist es die Mundschleimhaut, die den Wirkstoff aufnimmt. Bei der Einnahme sollten die Mittel so lange wie möglich in der Mundhöhle schmelzen. Man lässt sie sich auf der Zunge zergehen.

Die Tropfen beinhalten Alkohol, deshalb verwenden sie hauptsächlich Erwachsene. Sie sind sehr fein zu dosieren und für Anti-Alkoholiker nicht geeignet. Tabletten sind auch in Pulverform erhältlich. Sie eignen sich sowohl bei Kindern, als auch bei Erwachsenen. Da sie auf Milchzucker basieren sind sie für Menschen mit Lactose-Intoleranz nicht geeignet.

Bei Kindern besonders beliebt sind die Zuckerkügelchen, die Globuli. Sie sind mit dem Wirkstoff benetzt und eignen sich besonders für unterwegs.

Hilfe bei Verstopfung versprechen:

Gegen Stress werden empfohlen:

  • Aconitum
  • Kalium phosphoricum
  • Lycopodium
  • Nux vomica
  • Sepia
  • Piper methysticum
  • Acidum sulfuricum
  • Moschus

Schüssler-Salze

Die Idee, welche hinter den Schüssler-Salzen steckt, ist die, dass hinter jeder Erkrankung ein Ungleichgewicht des Mineralhaushaltes der einzelnen Zellen im menschlichen Körper besteht. Die starke Verdünnung, die Potenzierung, hat nach Schüssler den Zweck, dass die Minerale der Salze bei den Zellen ankommen. So bekommt jede Zelle jene Stoffe, die sie dringend benötigt.

Die Schüssler-Salze haben ihre Wurzeln in der Homöopathie. Wie in der Homöopathie sind sie in verschiedenen Formen erhältlich. Am gängigsten sind die Tabletten oder Pastillen, aber sie werden auch in Form von Globuli, also Zuckerkügelchen und Tropfen angeboten. Ähnlich wie bei den Homöopathie Mitteln entfaltet sich der Wirkstoff in der Mundhöhle.

Dr. Schüssler entwickelte zwölf Salze. Bei diesen handelt es sich um die Funktionsmittel. Die Schüler Schüsslers haben 15 weitere Salze als Behandlungsmethode entdeckt. Diese sind als Ergänzungsmittel bekannt.

Bei einer Divertikulitis wird die Behandlung „heiße Sieben“ empfohlen. Dabei gibt man zehn Tabletten des Schüssler-Salzes Nr. 7, Phosphorsaures Magnesia, in eine Tasse und gießt sie mit heißem Wasser auf.

Beim anschließenden Umrühren ist ein nicht-metallener Löffel zu verwenden. Die heiße Sieben kann dann in kleinen Schlucken getrunken werden. Generell eignen sich für diese Methode auch andere Salze. Vor allem Nr. 20, Kalium-Aluminium sulfuricum, kann bei Problemen mit dem Verdauungstrakt wirken.

Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt bei Divertikulitis eine zentrale Rolle. Durch die richtigen Nahrungsmittel kann eine Vorbeugung der Divertikulitis gelingen.

Krankheiten Divertikulitis

Durch eine ballaststoffreiche Ernährung können Verstopfungen vermieden werden
Shutterstock/ Karissaa

Wer es schafft seine Ernährung ballaststoffreicher zu gestalten, der liegt in der Prävention weit vorne. Ballaststoffe finden sich in Obst und Gemüse sowie in Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen. Besonders getrocknetes Obst enthält viele Ballaststoffe.

Der Körper braucht ausreichend Flüssigkeit um die Verdauung in Schwung zu halten.
Sie entlastet und unterstützt den Darm beim Verdauen.

Mit Übergewicht oder Fettleibigkeit ist man sehr gefährdet an einer Divertikulitis zu erkranken.
Sich gesund und bewusst zu ernähren und Bewegung in den Alltag zu integrieren ist der richtige Weg, um ein paar Kilos purzeln zu lassen!

Nach einer ambulant behandelten Divertikulitis ist eine Diät meist nötig, um den Darm zu schützen. Auch hier wird die Flüssigkeitszufuhr noch einmal betont. Wird die Divertikulitis stationär im Krankenhaus behandelt, ist oft eine Nahrungskarenz verordnet. Dabei wird der Körper, meist für zwei Tage lang, nur künstlich ernährt, um der entzündeten Stelle im Darm die nötige Schonung zukommen zu lassen.


FAQ – Fragen & Antworten

Woran erkenne ich den Unterschied zwischen einer Divertikulitis und einer Blinddarmentzündung?

Die Blinddarmentzündung ist begleitet von einem Schmerz im unteren Bauchbereich meistens eher rechts, die Divertikulitis ist typisch für den Schmerz in der unteren linken Bauchseite. Kann links ein walzenförmiges Geschwulst ertastet werden, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Divertikel. Jedoch sollte man in beiden Verdachtsfällen den Arzt aufsuchen, der eine eindeutigere Diagnose stellen kann.

Wodurch wird eine Divertikulose festgestellt?

Da die Divertikulose keine Symptome verursacht wird sie meistens zufällig zum Beispiel bei einer Koloskopie, einer Darmspiegelung festgestellt.

Ich habe Divertikulose, was soll ich nun beachten?

Vor allem ist die Art der Ernährung wichtig. Diese sollte, wenn möglich, ballaststoffreich sein. Viel Flüssigkeit hilft dem Körper bei der Verdauung. Auch den Symptomen der Divertikulitis sollten Sie Beachtung schenken. Treten diese ein, bleibt der Arztbesuch nicht erspart.

Was passiert bei einer Operation des Darmes aufgrund einer Divertikulitis?

Das betroffene Darmstück wird entfernt. In manchen Fällen können zwei Operationen vonnöten sein, dabei wird in der ersten das Darmstück entfernt und ein künstlicher Darmausgang angelegt. Dieser wird in der zweiten Operation wieder verschlossen.

Ich hatte schon einmal Divertikulitis, sind die Chancen es wieder zu bekommen hoch?

Die Chance, dass die Divertikulitis wieder durchbricht, liegt bei 30 %. Jedoch kann dem durch die richtigen Vorbeugemaßnahmen gut entgegengewirkt werden. Selbst eine Operation kann eine Wiedererkrankung nicht ausschließen.

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