Bauchfellentzündung

Steckbrief: Bauchfellentzündung

  • Name(n): Entzündung des Bauchfells; Peritonitis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1812
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: organische; anorganische Faktoren
  • Wieviele Erkrankte: auf 100.000 Personen kommen etwa 100 Erkrankte
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Allgemeinmediziner; Internist; Pädiater; Gastroenterologe; Chirurg
  • ICD-10 Code(s): K65.- Peritonitis; K65.0 Akute Peritonitis; K65-8 Sonstige Peritonitis; K65.9 Nicht näher bezeichnete Peritonitis *

Medizinisch brisant

Die Bauchfellentzündung oder die Bauchhöhlenentzündung hat das Potenzial, lebensbedrohlich zu sein, wenn nicht rechtzeitig medizinische Hilfe kommt.

Eine Peritonitis, wie die lateinische Formulierung für Bauchfellentzündung lautet, kann grundsätzlich in allen Altersstufen auftreten. Nicht selten tragen sogar schon Kleinkinder eine Bauchfellentzündung davon.

Eine über Jahrzehnte hinweg gemachte medizinische Erfahrung hat gezeigt, dass die Peritonitis nicht von allen entsteht. Häufig ist sie die Folge einer anderen akuten oder chronischen Vorerkrankung, die sich im Körper manifestiert hat. Noch etwa zwei Jahrhunderten verlief eine jede Bauchfellentzündung immer letal beziehungsweise tödlich.

Obwohl die Medizin von heute äußerst fortschrittlich ist, hat die Bauchfellentzündung ihren Schrecken noch nicht ganz verloren. Darüber hinaus ist diese innere Erkrankung für die Betroffenen extrem unangenehm.

Definition Bauchfellentzündung

Zusammen mit der Peritonelakrzinose gehört die Peritonitis zu den bedeutendsten Krankheiten des Bauchfells.

Die Bauchfellentzündung oder Peritonitis (die Endung -itis bezeichnet in der Medizin immer einen entzündlichen Vorgang) ist vom betroffenen Organ, dem Bauchfell, abgeleitet. Dabei bezieht sich die Peritonitis direkt auf die innere Schicht des Bauchfells. Das heißt, dass sie unmittelbar an diesem Organ lokalisiert und örtlich von den umliegenden Organen abgegrenzt ist.

Je nachdem, welche Merkmale eine Bauchhöhlenentzündung oder eine Peritonitis hat, werden in der Medizin unterschiedliche Unterteilungen vorgenommen. So können die Bauchfellentzündungen nach ihren Auslösern, nach ihrem Erscheinungsbild oder nach ihrer weiteren Position klassifiziert werden.

Darüber hinaus zählt die Peritonitis zu einer gefürchteten gesundheitlichen Komplikation, die nach einem operativen Eingriff aufkeimen kann. Besonders lebensgefährlich ist die akute Variante der Peritonitis.

Die Peritonitis ist keine eigenständige Krankheit. Sie steht immer mit einem anderen Krankheitsbild in Zusammenhang.

Folgende Bauchfellentzündungen sind in Abhängigkeit von der Beschaffenheit ihres Sekrets typisch:

  • eitrige Bauchfellentzündung
  • diffuse Bauchfellentzündung
  • gallige Bauchfellentzündung
  • karzinomatöse Bauchfellentzündung
  • fibrinöse Bauchfellentzündung
  • kotige Bauchfellentzündung
  • hämorrhagische Bauchfellentzündung

Des Weiteren müssen die Patientinnen und Patienten wegen einer:

  • einer lokalisierten Bauchfellentzündung
  • einer generalisierten Bauchfellentzündung
  • einer spontan bakteriellen Bauchfellentzündung

oder wegen

  • einer akuten Bauchfellentzündung
  • einer chronischen Bauchfellentzündung

oder wegen

  • einer primären Bauchfellentzündung
  • einer sekundären Bauchfellentzündung

in stationäre ärztliche Behandlung.

Bauchfellentzündung und CAPD

Nicht zu vergessen ist eine Sonderform der Bauchfellentzündung, die CAPD. Durch einen bleibenden Funktionsverlust der Niere müssen sich Patienten einer regelmäßigen Blutwäsche unterziehen, um Stoffwechselendprodukte aus dem Organismus zu entfernen. Bei diesen Dialysepatienten kann individuell eine Bauchfelldialys eingeplant werden. Während dieser Maßnahme erfolgt die Entgiftung nicht über die Blutgefäße der Arme, sondern über die Bauchhöhle.

Diese Prozedur heißt CAPD-Dialyseverfahren (continuosly ambulatory peritoneal dialysis). Ein Nachteil dieser modernen Blutwäsche ist, dass sich als Komplikation eine Entzündung des Bauchfells einstellen kann.

Anatomie (Bau, Struktur) des Bauchfells und Peritonitis

Das doppelwandige, aus zwei Medien aufgebaute Bauchfell überzieht den Raum unterhalb der Lunge bis zum Darm. Es verfügt bei einem erwachsenen Menschen über eine Fläche von ungefähr zweieinhalb Quadratmetern.

Das Peritoneum oder Bauchfell aus zwei Schichten ist eine mit Schleim überzogene (serös), sehr kräftige Haut aus einem einschichtigen Plattenepithel, die sich durch den gesamten Bauchraum zieht. Das Bauchfell ist eine Art Hülle für die Eingeweideorgane, die sich unterhalb des Diaphragmas (Zwerchfell) bis zum Beginn des kleinen Beckens hin ausdehnt. Im Bauchfell sind die Lymphgefäße, die Blutgefäße des Bauches sowie die inneren Organe eingebettet.

Außerdem umschließt das Peritoneum den Magen und die Milz sowie die Leber, einen großen Bereich des Intestinum tenue (Dünndarm) und des Intestinum crassum (Dickdarm). Innere weibliche Geschlechtsorgane wie die Eileiter und die Eierstöcke liegen ebenfalls innerhalb des Bauchfells. An dieser Stelle werden die Beziehungen zwischen gynäkologischen und nachgeburtlichen Erkrankungen und einer Peritonitis deutlich.

Die Anatomie des Bauchfells basiert auf mehreren Schichten, was für das Verständnis der Symptome (Anzeichen, Merkmale, Beschwerden einer Krankheit) wichtig ist. Die nach innen zeigende Seite des Peritoneums oder das parietale Peritoneum (Peritoneum parietale) wird von einem sogenannten viszeralen Bauchfell (Peritoneum viscerale) überdeckt.

Das Peritoneum parietale weist eine Eigentümlichkeit auf, denn es wird von sensiblen (Empfindungsnerven, empfindsam) Nerven durchdrungen. Daraus resultiert die Schmerzhaftigkeit des Bauchfells.

Bezüglich des Peritoneums sind spezielle Lagebezeichnungen relevant, die auch für die Krankheitsbeschreibung der Bauchfellentzündung interessant sind:

  • Intraperitoneal – im Bauchfell
  • retroperitoneal – hinter dem Bauchfell
  • subperitoneal, infra
    peritoneal – unter dem Bauchfell

Zahlreiche Organe werden durch eine Bauchfellentzündung in Mitleidenschaft gezogen, wenn sie sich in den Nähe des Peritoneums befinden. Dieser ungünstige Prozess ist in Kenntnis der morphologischen (Morphologie ist die Lehre von der Gestalt oder der Beschaffenheit eines Organs oder von Organsystemen) Umgebung des Bauchfells durchaus nachvollziehbar.

Zur einfacheren Nachvollziehbarkeit der medizinischen Sachverhalte anbei eine kurze Lageübersicht:

Intraperitoneal

  • ein Abschnitt des Duodenums (Zwölffingerdarm)
  • das Jejunum (Dünndarm, Leerdarm)
  • das Ileum (Dünndarm, Leerdarm)
  • der Wurmfortsatz des Blinddarms (Appendix)
  • das Caecum (Blinddarm)
  • das Colon transversum (quer verlaufender Grimmdarm)
  • das Colon sigmoideum (Grimmdarm)
  • der Schwanz des Pankreas (Bauchspeichelsdrüse)
  • bei Frauen die Eierstöcke (Adnexen) und die Eileiter (Tuben)

Retroperitoneal

  • Teile des Zwölffingerdarms (Duodenum)
  • Colon ascendens (aufsteigender Grimmdarm)
  • Colon descendens (absteigender Grimmdarm)
  • mittlerer Mastdarm (mittleres Intestinum)
  • Niere (Ren)
  • Arteria renalis (Nierenarterie)
  • Bauchspeicheldrüse (Pankreas) Hauptkorpus
  • Nebennieren (Glandula adrenalis)
  • proximal verlaufende Harnleiter (vorderer Harnleiter)
  • Gebärmutter (Uterus)
  • Vena cava inferior (untere Hohlvene)
  • Aorta
  • Keimdrüsengefäße (Gonaden)

Subperitoneal oder Infraperitoneal

  • unterer Mastdarm (unteres Intestinum)
  • Harnblase
  • distaler Harnleiter (hinterer Harnleiter)

Die Aufgabe des Bauchfells ist es, die peritoneale Flüssigkeit (etwa 50 Milliliter) aufzunehmen (absorbieren) und abzugeben (sezernieren), um eine reibungsfreie Lage der Eingeweidesegmente zu gewährleisten. Die Gefahr von mechanischen Verletzungen des Bauchfells ist bei chirurgischen Maßnahmen des Unter- und des Oberbauches relativ groß.

Neben der normalen Peritonitis kennen die Mediziner eine scheinbare Bauchfellentzündung, die als Pseudoperitonitis (pseudo steht für falsch) bekannt ist. Sie ist oftmals eine krankhafte Begleiterscheinung einer akut auftretenden intermittierenden Porphyrie, einer sogenannten Addison-Krise oder des diabetischen Komas.

Die akute intermittierende Porphyrie ist eine angeborene Unregelmäßigkeit der Herstellung des Häm-Anteils vom Hämoglobin (roter Blutfarbstoff). Kennzeichnend für diesen zeitweilig und mit Unterbrechungen zutage tretenden Enzymdefekt ist die erhöhte Ausscheidung des Stoffwechsel-Zwischenprodukts Porphyrin.

Das diabetische Koma (hyperglykämisches Koma) entsteht durch eine absolute Unterversorgung mit Insulin, sodass es zu einer massiven Entgleisung des Stoffwechsels durch eine extreme Überzuckerung kommt. Dieser Vorgang führt zu einer vorübergehenden oder zu einer anhaltenden Bewusstlosigkeit.

Die Addison-Krise ist ein lebensbedrohlicher Zustand im Rahmen des Morbus Addison (Morbus heißt Krankheit, Leiden). Eine Addison-Krise geht mit dem kompletten Verlust der Funktionsfähigkeit der Nebennieren einher.

Bei einer Bauchfellentzündung laufen die charakteristischen Vorgänge einer Entzündung ab. Die Patientinnen und Patienten fühlen sich sehr krank und leiden unter mehreren starken Beschwerden.

Was ist eine Bauchfellentzündung?

Eine als medizinische Peritonitis deklarierte Entzündung des Bauchfells betrifft in der Regel sowohl das Peritoneum parietale als auch das Peritoneum viscerale. Beide Bauchfellhäute sind durch eine Infektion angegriffen, sodass sich eine Entzündung manifestiert hat. Diese löst Symptome wie ein Anschwellen des Bauchfells, eine Überwärmung und eine nicht sichtbare Rötung sowie eine Schmerzhaftigkeit aus. Diese Schmerzen können durch die Nerven wahrgenommen werden, die das Peritoneum parietale innervieren.

Liegt eine akute Peritonitis vor, dann sprechen die Mediziner von einem typischen Leit- oder Hauptsymptom, das sich als akutes Abdomen darstellt. In Abhängigkeit von der Ausprägung der Peritonitis kann diese Erkrankung unbehandelt eine ernsthafte Bedrohung des Lebens mit sich bringen. Nicht ausgeschlossen sind ein Schock (lebensbedrohlicher Zusammenbruch des Kreislaufs) und eine Sepsis (Blutvergiftung).

Eine Bauchfellentzündung ist im üblichen Sinn nicht ansteckend. Lediglich bei der Eröffnung des Bauchraumes zur Behandlung der Peritonitis schützen sich die Chirurgen vor dem unmittelbaren Kontakt mit krankmachenden Erregern. In Abhängigkeit von der Lokalität der Entzündung können die Beschwerden voneinander abweichen. Der Zustand der Patienten verschlechtert sich bei einer fehlenden oder einer nicht ausreichenden Behandlung sehr schnell.

In der Medizin gilt eine Peritonitis unabhängig von deren Kausalität in jedem Fall als lebensgefährliche Erkrankung, die unbedingt und ausnahmslos abgeklärt und therapiert werden muss.

Der eigentliche Ablauf der Entzündung an diesem Organ basiert auf einer Reaktion auf den Auslöser. Das Peritoneum bildet dazu übermäßig viel Flüssigkeit, die leicht serös ist und Fibrin enthält. Infolge dessen können die Bauchorgane, die relativ nah aneinander liegen, untereinander verkleben. Dann hat sich eine lokale, auf ein bestimmtes Areal beschränkte Bauchfellentzündung entwickelt.

Dieser Eingrenzungsprozess ist im eigentlichen Sinn ein Schutz, um das weitere Verbreiten der Entzündung einzudämmen. Funktioniert dieser Mechanismus nicht, wandern die Keime oder keimhaltige Substanzen in die gesamte Bauchhöhle. Es kommt zu einer generalisierten (den gesamten Organismus betreffend), diffusen (nicht deutlich, unregelmäßig, ohne klare Grenze) Bauchfellentzündung.

Eine weitere Problematik bei einer Bauchfellentzündung sind die Spätfolgen, die viele Patientinnen und Patienten davontragen. Dabei beziehen sich die Ärzte insbesondere auf Langzeitfolgen, die sich durch die Schädigung umliegender Organe oder Organsysteme ergeben.

Wenn sich eine Bauchfellentzündung eingestellt hat, dann kann diese von ihrer Zeitdauer her variieren. Zwischen Peritonitis und Dauer gibt es in diesem Bezug proportionale Verläufe. Genau gesagt, bestimmt der Verlauf der Bauchfellentzündung darüber, ob ein Erkrankter schnell gesund wird, oder ob sich Folgeerkrankungen einstellen.

Nicht selten verlängert sich die Heilung, weil sich Rezidive (Rückfälle) entwickeln. Die Bauchfellentzündung ist bekannt wegen ihrer hohen Rezidivneigung.

Welche Ursachen gibt es?

Die Auslöser für eine Bauchfellentzündung sind gegenwärtig weitgehend erforscht, sodass diesbezüglich kaum Unklarheiten zu befürchten sind.

Bauchfellentzündungen, die ohne eine zuvor überstandene Krankheit, eine aktuelle Erkrankung, eine Verletzung oder eine Keiminfektion hervorgerufen werden, sind eine Ausnahme in der medizinischen Praxis. Diese primären Bauchfellentzündungen werden kommen durch mikrobielle Keime zustande, die im Bauchraum oder am Bauchfell nachgewiesen werden könnten. Die Wege, die die Erreger bis an diese Orte nehmen, sind variabel.

Übliche Vertreter der mikrobiellen Entzündungsauslöser sind:

  • Streptokokken
  • Staphylokokken
  • Escherichia coli
  • Enterokokken
  • Bacteroides
  • Coli commune
  • Mycobacterium tuberculosis

Primäre Bauchfellentzündungen sind meist aus einer Belastung des Blutes heraus zu verzeichnen oder sie basieren auf entzündlichen Organleiden des Beckens. Diese kommen überwiegend bei weiblichen Erkrankten vor. Die primären Bauchhöhlenentzündungen sind eine klassische Erscheinung bei Patenten und Patientinnen, deren körpereigenes Immunsystem schwach ist. Vor allen Dingen Kinder leiden darunter.

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen des Bauches liegen die Ursachen einer Peritonitis fast ausschließlich in Vorerkrankungen und in Schädigungen anderer Organe. Die auslösenden Faktoren für eine Bauchfellentzündung sind somit überaus vielgestaltig.

Durch Irritationen an den Geweben der anderen Organe ist damit zu rechnen, dass bakterielle oder virale Keime oder Pilze aus dem Verdauungstrakt geschleust werden. Diese wandern bis zum Bauchfell und bedingen dort eine Entzündung. Das bedeutet, dass auf natürlichem Wege eine systemische und eine örtliche Antwort auf einen ävon außen oder von innen einwirkenden Reiz gegeben wird.

Im Ergebnis kommt es zu einer Beeinträchtigung gesunder funktionaler Abläufe. Der Körper versucht mit einer Entzündung, einen oder mehrere schädigende Einflüsse zu beheben. Gleichzeitig sollen die besten Bedingungen für die Reparaturprozesse geschaffen werden. Auf diese Weise wird eine Heilung des Gewebes mit dessen Zurückführung auf den intakten Ausgangszustand eingeleitet.

Entzündungen gelten daher als normale immunologische Vorgänge, die einen Schutz der Unversehrtheit darstellen.
In den meisten Fällen ist eine Bauchfellentzündung auf eine Infektion oder eine Entzündung zurückzuführen, die von einem anderen Organ im Bauch ausgeht. Weniger häufig entsteht eine Peritonitis aufgrund von Tumoren oder Verletzungen.

Die Auslöser einer Bauchfellentzündung können aber auch in anderen Teilen des Körpers lokalisiert sein wie bei einer Blutvergiftung, die von einem Abszess ausgeht. Dann wird die daraus hervorgegangene Bauchfellentzündung der sekundären Peritonitis zugeordnet.

Ursachen für eine sekundäre Bauchfellentzündung:

  • Durchbruch eines Geschwürs im Magen
  • Perforation beziehungsweise Reißen eines Darmgeschwürs mit
  • Entstehung eines Lochs oder eines Lecks
  • Darmischämie (Störungen der Durchblutung des Darms)
  • Platzen der Gallenblase
  • mechanischer paralytischer (gelähmt) Ileus
  • Riss der Leber (Leberruptur) mit Einblutungen in die Bauchhöhle
  • Durchbruch des Blinddarms (Appendixperforation)
  • Entzündung des Blinddarms (Appendizitis)
  • Divertikulitis (Entzündungsherde an den Darmdivertikeln)
    Ausstülpungen in den Wandungen des Darmes, die als Divertikel kategorisiert werden, können sich unter bestimmten Umständen entzünden. Schwellen diese an und halten die Divertikel dem inneren Druck nicht mehr Stand, können diese platzen. Dann läuft der gesamte Divertikelinhalt (meist Bakterien oder Viren) in den Bauchraum, sodass das Bauchfell damit direkt in Kontakt kommt. Es bildet sich eine Infektion, die sich als Peritonitis zeigt.
  • Morbus Crohn
    Die Crohn-Erkrankung nimmt immer einen chronischen entzündlichen Verlauf, bei dem der Darm betroffen ist. Entzündete Zonen des Darmes, die mit krankmachenden Erregern angefüllt sind, können sich öffnen. Die Keime gelangen so in die Bauchhöhle und lösen eine Peritonitis aus.
  • eingedrungene Fremdkörper
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
    In der Bauchspeicheldrüsen legen bakterielle oder virale Entzündungsherde vor, die nach dem Austreten zum Bauchfell wandern können.
  • Leberzirrhose
    Die Leberzirrhose (Schrumpfleber mit Funktionsverlust) wird durch die Ansammlung von Wasser im Bauchraum begleitet. Diese Anomalie wird Bauchwassersucht oder Aszites genannt. Flüssige Medien im Körper unterliegen immer einer Infektionsgefährdung, denn Mikroorganismen fühlen sich in einem feuchten, warmen Milieu wohl. Durch die idealen Voraussetzungen können sich die Keime vermehren und sich problemlos barrierefrei in der Bauchhöhle ausbreiten. Sie stellen daher eine unmittelbare Infektionsquelle für das Bauchfell dar.
  • schwere Traumata (Verletzungen) der Magenwand oder der Darmwand durch mechanische Einwirkungen
    In diesen Fällen wird der Bauchraum gewaltsam eröffnet, sodass krankmachende Mikroorganismen von außen in die Bauchhöhle eingeschleust werden können. Sie sind die Ursache für eine Bauchfellentzündung.
  • Durchwanderungsperitonitis
  • Harnwegsentzündung
  • Durchbrüche von Abszessen
  • Vereiterungen der Lymphknoten
  • Entzündungen in den Beckenorganen des Bauchraumes
  • Blutvergiftung (Sepsis)
    Eine Sepsis ist durch das übermäßige Vorhandensein von Bakterien im Blutkreislauf gekennzeichnet. Über das Blut infizieren diese Keime die Bauchhöhle und das Peritoneum. Je größer die Konzentration an bakteriellen Krankheitskeimen im Blut ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der freie Bauchraum und das Peritoneum besiedelt werden (hämatogene Peritonitis).
  • Entzündung der Galle (Cholecystitis)
  • Eileiterentzündung (Adnexitis)
  • Tumoren im Bauchraum
  • Krebs des Bauchfells (Peritonealkarzinom)
  • Fremdkörper
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Entzündung der Rachenmandeln
  • Einklemmungen von inneren Organen des Bauchraumes
  • Bruch (Hernie)
  • entzündlicher Defekt der Darmschleimhaut (Ulkus)

Nicht nur Blut ist bei einer Bauchfellentzündung als infektiöses Material für eine Keimverschleppung zu beachten. Auch organische Substanzen wie Gallensaft, Mageninhalt, Nahrungsbrei aus dem Darm, Harn aus der Blase oder Sekret aus dem Pankreas, die als Körpersäfte definiert werden sowie anorganische Röntgenkontrastmittel reizen das Gewebe des Bauchfells. Diese Stoffe zeichnen sich meist durch einen niedrigen pH-Wert aus, der aufgrund seines hohen Säuregehaltes das Peritoneum chemisch angreifen kann.

Gerade die zum Verdauungstrakt gehörigen Eingeweideorgane sind stark mit Bakterien besiedelt, sodass das Risiko einer Peritonitis immer im Vordergrund stehen muss.

Weitere kausale Zusammenhänge sind zwischen sekundärer Peritonitis und Zustände nach chirurgischen Maßnahmen und nach speziellen Behandlungen, wie:

  • Peritonealdialyse oder Bauchfelldialyse
  • Undichtigkeiten in den chirurgischen Nähten an Bauchorganen
  • Verschleppung von Entzündungskeimen während einer Operation aus dem Darm in den Bauchraum
  • Verletzung von Bauchorganen durch therapeutische Verfahren (Endoskopie beziehungsweise Spiegelung des Magens und des Darms, Röntgen)

zu beobachten.

Entzündet sich bei Neugeborenen der Nabel, ist die Komplikation einer Peritonitis durchaus gegeben.

Bei Entzündungsherden am Wurmfortsatz bei einer Appendizitis oder eines benachbarten Eingeweideorgans lassen sich bakterielle Erreger ebenfalls meist nicht zurückhalten. Sie treten aus dem umschließenden Gewebe aus und tragen zu einer sogenannten Durchwanderungsperitonitis bei.

Die Durchwanderungsperitonitis

Der Darm ist besiedelt mit verschiedenen Bakterienarten, die zu einer physiologischen Darmflora einfach dazugehören. Bereits der kurze Kontakt des Bauchfells mit Bakterien aus der Darmwand genügt, um eine Peritonitis auszulösen. Ist der Darm erkrankt oder geschädigt oder befindet sich in einem Entzündungsstadium, dann ergibt sich daraus eine Durchlässigkeit der Darmwand für Mikroorganismen, die in der Bauchhöhle nicht vorliegen dürfen.

In der Medizin wird eine Kategorisierung der Peritonitis in Anlehnung an den Zugangsweg von Krankheitserregern vorgenommen:

  • primäre Bauchfellentzündung – meist bei Kindern, ohne Vorerkrankung, Ursache ist eine spontan bakterielle Bauchfellentzündung
  • sekundäre Bauchfellentzündung – nach einer Operation oder nach einem Durchbruch gelangen Bakterien zum Peritoneum
  • tertiäre Bauchfellentzündung – durch Therapieresistenz, durch schwere Nebenerkrankungen oder durch eine Immunsuppression
  • quartäre Bauchfellentzündung – infolge einer Schädigung durch eine ärztliche Therapie

Therapieresistenz = Unempfindlichkeit oder Widerstandsfähigkeit gegen eine Behandlungsmaßnahme
Immunsupression = künstliche Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr

Symptome und Anzeichen

Die individuellen Beschwerden einer Bauchfellentzündung sind jeweils auf deren Art zurückzuführen. So bestehen Abweichungen bezüglich der Symptome bei primären und bei sekundären sowie bei akuten und bei chronischen Bauchfellentzündungen. Der Schweregrad einer Peritonitis spielt ebenfalls eine zentrale Rolle.

Schon am äußeren Auftreten kann den Patienten angesehen werden, dass eine Erkrankung der Bauchhöhle vorliegt. Die Betroffen zeigen bei einer lokalen Bauchfellentzündung folgende allgemeinen Beschwerden:

Handelt es sich um eine diffuse Peritonitis, äußert sich diese folgendermaßen:

  • Übelkeit, Brechreiz
  • Erbrechen
  • Schmerzen über den kompletten Bauch verteilt
  • harte Bauchdecke (Abwehrspannung)
  • durch Schmerz bedingte Schonhaltung (seitliche Lage, Beine sind angezogen, Rücken ist gekrümmt
  • hohes Fieber mit Schüttelforst
  • Unruhe, Benommenheit
  • Übelkeit mit Erbrechen
  • schnelle Atmung
  • Bauch ist gebläht
  • kalter Schweiß
  • Puls ist erhöht (Tachykardie), mehr als 100 Schläge in der Minute
  • Durchfall oder Verstopfung oder Stuhlverhalt (kein Stuhlabgang) und Windverhalt
  • Dehydratation (Austrocknung, erkennbar an den trockenen Schleimhäuten des Mundes)
  • Anzeichen eines Septischen Schocks mit Abfall des Blutdrucks, kaltem Schweiß und rasendem Puls
  • akutes Abdomen
  • verminderte Ausscheidung von Urin
  • Nierenversagen (Niereninsuffizienz)

Das Krankheitsgefühl ist bei einer diffusen Bauchfellentzündung stark ausgeprägt. Aufgrund des heftigen Verlaufs und des intensives Bauchschmerzes sowie des sich minütlich verschlechternden Allgemeinzustandes ist der Notarzt unbedingt hinzuzuziehen.

Die Schmerzen sind für den Arzt das wichtigste Anzeichen einer Peritonitis. Sie sind zum Einen von dumpfer, kolikartiger Qualität und können zum Zweiten bereits durch ein einfaches Berühren sehr zunehmen. Diese Erscheinung wird in medizinischen Fachkreisen Peritonismus genannt.

Des Weiteren treten Beschwerden auf, die einer bestehenden Grunderkrankung zuzurechnen sind:

  • Erbrechen von Blut bei Magengeschwür
  • Erbrechen von Kot (Stenose oder Verschluss des Dickdarms)
  • dauerhafte Schmerzen im linken Oberbauch (Pankreatitis)
  • längere Schmerzhaftigkeit des linken Unterbauchs (Divertikulitis)

Bei der Begutachtung der Patienten müssen die Ärzte unbedingt altersbedingte Unterschiede bei den Symptomen beachten. Insbesondere bei älteren Menschen kann das Verhärten der Bauchdecke fehlen, weil die Bauchmuskulatur aufgrund der altersbedingten Verkümmerung (Atrophie) nicht mehr in so hohem Maße kontrahieren kann.

Bei Neugeborenen, Kleinkindern und Jugendlichen sind die Beschwerden bei einer Peritonitis ebenfalls altersgerecht zu betrachten. Hierbei sind insbesondere die Eltern und das nähere soziale Umfeld gefordert, um rasch zu reagieren.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Ehe der Arzt in der Praxis oder beim vereinbarten Hausbesuch im Normalfall zu speziellen Untersuchungen kommt, wird er ein Gespräch zur Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Begutachtung vornehmen. Die Anamnese beinhaltet unter anderem den gegenwärtigen gesundheitlichen Zustand einschließlich der aktuell vorliegenden Symptome.

Darüber hinaus bezieht sich die Erhebung der Anamnese auf ganz bestimmte Fragestellungen:

  • Wann begannen die Bauchschmerzen?
  • Wo sind die Bauchschmerzen am schlimmsten?
  • Wie stark sind die Bauchschmerzen?
  • Sind die Schmerzen von Übelkeit und Erbrechen begleitet?
  • Welche Beschwerden sind noch vorhanden?
  • Gibt es eine Allergie?
  • Leiden die Patienten unter weiteren inneren Erkrankungen?
  • Gab es kürzlich therapeutische Eingriffe an inneren Organen?
  • Wurde vor kurzem eine Operation am Verdauungstrakt durchgeführt?
  • Welche Medikamente werden eingenommen?

Daran schließt sich eine körperliche (physische) Untersuchung beziehungsweise eine Inspektion an:

  • Abtasten (Palpation) des Ober- und des Unterbauchs um die Abwehrspannung einzuordnen
  • Abhören (Auskultation) zur Feststellung von Darmgeräuschen um eine Darmlähmung auszuschließen
  • Untersuchung des Enddarms (Rektum), um Stuhlverhalt, Blutungen oder eine Geschwulst zu erkennen
  • Anschauen der Mundschleimhäute und der Zunge, um einem Flüssigkeitsmangel zu diagnostizieren
  • Messung von Blutdruck, Puls und Herztönen
  • Abhören der Lunge
  • Abklopfen des Bauches zur Feststellung der Schmerzempfindlichkeit

Nach der Auswertung der entsprechenden Resultate kann der Arzt bereits eine erste Diagnose stellen. Um diese jedoch eindeutig zuzuordnen und eine frühzeitige Behandlung einzuplanen, muss bei einem Verdacht auf eine Bauchfellentzündung unbedingt eine weitere Untersuchungsreihe anberaumt werden. Für eine präzise und möglichst zügige Differentialdiagnostik (Abgrenzung einer Erkrankung gegenüber einer anderen mit ähnlichen Symptomen) greifen die Mediziner nunmehr auf technische diagnostische Hilfsmittel zurück.

Ultraschall des Bauches (Abdomensonografie)

Mit diesem medizinisch-technischen Verfahren, das für die Patienten völlig schmerzfrei ist, können die Ärzte Ansammlungen von Flüssigkeit (Ödeme) oder eine Aszites im Bauch sehen. Diese Depots bilden sich zum Beispiel nach Verletzungen des Magens oder des Darms durch Blutungen oder zwischen der rechten Niere und der Leber (Hepar).

Mit der Sonografie lassen sich außerdem Abszesse, Darmschlingen und andere entzündete Gewebe erfassen.

Untersuchung des Bauches (Abdomen) mit dem Röntgenverfahren

Im Falle einer Peritonitis ergeben sich auf den Röntgenbildern deutliche Differenzen zu einem gesunden Zustand. Dieser ist dadurch charakterisiert, dass der Bauchraum luftleer ist. Durch ein Röntgen können die Mediziner nachvollziehen, ob sich in der Bauchhöhle Luft befindet. Das ist ein Hinweis auf Verletzungen des Magens oder des Darms. Liegt eine Darmlähmung vor, weisen die Darmschlingen eine stark geblähte, vergrößerte Beschaffenheit auf. Genauso wie stehende Flüssigkeiten können in den Hohlorganen Lufteinschlüsse visuell aufgezeichnet werden. Die Patienten bleiben während des Röntgens in stehender Position oder sie nehmen die linke Seitenlage ein.

Laboruntersuchungen

Äußerst aufschlussreich sind im Zusammenhang mit einer Bauchfellentzündung die klinisch-chemischen und die hämatologischen (Hämatologie ist die Lehre vom Blut) Laborparameter.

Für die klinisch-chemischen Screenings wird Serum benötigt, das aus venösem Blut gewonnen wird. An das Labor werden danach Anforderungen gestellt, die sowohl organspezifische Werte als auch allgemeine oder Standardparameter umfassen:

Für die hämatologischen Screenings wird Kapillarblut genutzt:

  • Blutsenkungsreaktion oder BSR zur Erkennung einer Entzündung
  • C-reaktives Protein oder CRP (deutet auf eine Entzündung hin)
  • Leukozyten (weiße Blutzellen) sind stark erhöht (Leukozytose), weil sie ihrer Schutzfunktion wegen einer Entzündung nachkommen
  • Hämatokrit gibt Ausschluss über den Anteil der Erythrozyten (rote Blutzellen) am Gesamtblutvolumen, bei einer Peritonitis ist der Hämatokrit extrem hoch
  • Gerinnungsfaktoren (Anzahl der Thrombozyten oder Blutplättchen, Quicktest, PTT-Test oder Testung der Partiellen Thromboplastinzeit) um unklare Blutungen festzustellen und um eine Verbrauchskoagulopathie auszuschließen

Die Differentialdiagnostik beinhaltet außerdem:

Computertomografie

Diese Untersuchung ist relevant, um klare und Schlüssige Aufnahmen unter verschlechterten Schallbedingungen zu erhalten.

Angiografie und Explorative Laparoskopie

Diese diagnostischen Technologien sind indiziert, wenn die Annahme eine Mesenterialinfarkts besteht und wenn bislang noch keine aussagefähige Krankheitsbestimmung realisierbar war. Ergänzt werden diese Verfahren durch eine Eröffnung des Abdomens oder durch eine Punktion des Bauches zur Entnahme von Flüssigkeit.

Mit einer Punktion (Durchstechen der Bauchdecke mit einer Punktions- oder Hohlnadel unter örtlicher Betäubung) kann Bauchwasser entnommen werden, das im Labor untersucht wird. Für die Diagnostik der primären Peritonitis ist die Bauchpunktion das erste Mittel der Wahl.

Dieser gesamte Ablauf wird während eines lebensbedrohlichen Notfalls zu einem großen Teil übersprungen, denn dann ist ein zügiges Handeln obligatorisch. Bei einem medizinischen Notfall achtet der Arzt au den Zustand des Patienten und auf erste Schockanzeichen. Dann wird der Patient sofort stationär eingewiesen.

Der Verlauf einer lokalen Bauchfellentzündung kann so beschrieben werden, dass sich nur ein einzelnes Areal des Bauchraums und meist nur die innere Hülle der Peritoneums entzündet. Im Laufe dieses Ereignisses kapselt sich der Entzündungsbereich ab, indem einzelne Anteile des Bauchfells und in der Nachbarschaft angrenzende Darmschlingen miteinander verbacken.

Eine diffuse Bauchfellentzündung nimmt demgegenüber die komplette Bauchhöhle ein, sodass die Erreger auch auf andere Organe übergreifen können. Dann ist das Kreislaufsystem involviert und die Bakterien und deren Stoffwechselendprodukte (Endotoxine) wandern durch den ganzen Körper. Eine Blutvergiftung ist die Folge, wenn das Immunsystem mit dieser Invasion überfordert ist.

Die Blutgefäße können durch die Einwirkungen der Keime und der Gifte geschädigt werden, sodass sich daraus eine Durchlässigkeit der Gefäßwände ergibt. Blut und Flüssigkeit kann austreten und in der Bauchhöhle versacken, was eine optimale Umgebung für die Besiedlung mit Krankheitskeimen ist.

Eine Bauchfellentzündung kündigt sich mit relativ harmlosen Beschwerden wie Übelkeit, Appetitverlust, Abgeschlagenheit und Unwohlsein an. Nach einiger Zeit leiden die Erkrankten unter schmerzhaften Auffälligkeiten, die sich vor allen Dingen auf den Oberbauch konzentrieren. Der Bauch wird hart und angespannt. Wird auf die Bauchdecke ein Druck ausgeübt, sind die Schmerzen fast unerträglich.

In der darauffolgenden Zeit kann sich die Körpertemperatur so stark erhöhen, dass das Fieber auf über 39 °C ansteigt. Schüttelfrost, Erbrechen und eine erschwerte Atmung sowie Beschwerden des Kreislaufsystems kommen hinzu. Wird bis zu diesem Zeitpunkt nicht gehandelt, entwickeln die Erkrankten ein akutes Abdomen und ein Schock, was eine lebensbedrohliche Situation darstellt.

Eine Peritonitis kann binnen kurzer Zeit von einer lokalen zu einer diffusen Bauchfellentzündung werden. Leider versterben nach wie vor noch Patienten aller Altersklassen an einer Peritonitis.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass der Krankheitsverlauf einer Bauchfellentzündung durch variierende Risikoaspekten beeinflusst wird. Negativ gehen insbesondere dann Peritonitiden vor sich, wenn:

  • Patienten ein hohes Alter haben
  • eine intensivmedizinische Therapie notwendig ist
  • eine Leberzirrhose vorliegt
  • der Kreatininwert der Niere hoch ist
  • der Bilirubinwert hoch ist
  • sich eine Funktionsstörung des Gehirns entfaltet hat
  • sich der Infekt nicht zurückbildet
  • eine Bakteriämie (Verschleppung von Bakterien ins Blut) vorhanden ist
  • ein Leberschaden und eine Bauchwassersucht hinzukommt

Häufigkeit und Diagnosedaten

Die Häufigkeit der Bauchfellentzündung lag im Jahr 2012 bei etwa 9500 Erkrankungen, die krankenhauspflichtig waren. Nicht alle Behandelten überlebten die Krankheit, denn es kam fast 600 Todesfällen.

Die Sterblichkeit bei der Bauchfellentzündung beträgt mittlerweile 50 Prozent. Das bedeutet, dass die Hälfte der Erkrankten, die mit einer Peritonitis zur Behandlung kommen, diese Krankheit nicht überleben. Vor allen Dingen Risikopatienten, die aufgrund ihres Alters und bestimmter körperlicher Gegebenheiten nicht mehr so widerstandsfähig sind, können wegen der extremen physischen Belastung nicht geheilt werden.

Seit dem Jahr 2000 nahm die Erkrankungshäufigkeit an Peritonitis bis zum Jahr 2015 stark zu. Waren es 2000 noch etwas mehr als 7.100 Patienten, so stieg deren Zahl 2015 auf fast 10.500 Erkrankte, die sich einer stationären Therapie in einem Krankenhaus unterziehen mussten.

Die akute Peritonitis war im Jahr 2012 bei etwa 9.500 Personen diagnostiziert. In dieser Zahl sind ungefähr 570 Todesfälle enthalten, wie aus Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Bei 30 Prozent der Patienten nimmt die Bauchfellentzündung einen tödlichen Ausgang, weil eine Sepsis, eine Lähmung des Darmes oder ein Abszess hinzukommt.

Interessant ist die statistische Verteilung der Peritonitis nach deren Ursache. Sekundäre Peritonitiden stammten zu einem Großteil mit 59 Prozent aus dem Colon. In diesem Zusammenhang handelte es sich hauptsächlich um eine Perforation im Bereich des Rektums und des Sigmas oder an weiteren Darmzonen.

Nur bei 14 Prozent der Bauchfellentzündungen war der Ausgang der Erkrankung im Magen, in der Galle oder im Zwölffingerdarm (Duodenum) lokalisiert. Bei nur 13 Prozent konnte der Auslöser für die Bauchfellentzündung nicht nachvollzogen werden. Abszesse an unterschiedlichen Positionen sowie Karzinome der Harnblase und Krebsgeschwüre der Gebärmutter (2 Prozent) waren die Ursache für 12 Prozent der Peritonitiden.

Hinsichtlich der Verweildauer und der Therapiezeit ergeben sich folgende Ergebnisse:

  • Verweildauer im Krankenhaus – Mittelwert von 53 Tagen
  • Verweildauer auf einer Intensivstation – Mittelwert 35 Tage

Sechs bis acht Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung erkrankt im Laufe des Lebens einmal eine Bauchfellentzündung, die einen akuten Verlauf nimmt. Auf 100.000 Einwohner verteilen sich 100 Krankheitsfälle. Ist eine Bauchfellentzündung mit zusätzlichen Komplikationen verbunden, dann bewegt sich die Sterblichkeit (Mortalität) zwischen 6 bis 14 Prozent.

Komplikationen bei der Krankheit

Unter Beachtung der möglichen Komplikationen gehört die Peritonitis zu einer Erkrankung, die als überaus bedrohlich eingeschätzt werden muss. Grundsätzlich ist eine Bauchfellentzündung als schwerwiegend anzunehmen. Die Ernsthaftigkeit dieser Erkrankung ist angesichts der lebensbedrohlichen Ausmaße durch Atemstillstand, einen Schock oder ein versagen der Nieren nachvollziehbar.

Die Komplikationen resultieren aus der Schädigung umliegender Organe wie dem Magen, der Leber, der Milz, dem Darm und der Bauchspeicheldrüse durch entzündungsbedingte Verklebungen von Geweben. Diese unnatürlichen Fixierungen basieren auf sogenannten Fibrinbelägen, die sich auf den Darmschlingen und dem Bauchfell ablagern.

Darüber hinaus können sich Mängel an der Darmwand sowie anormale Verwachsungen des Darmes herausbilden. Nicht zu vergessen sind massive gesundheitliche Komplikationen durch Störungen der Wundheilung sowie durch erneute Infektionen der Bauchhöhle.

Weitere Komplikationen von primärer und sekundärer Peritonitis sind:

  • Nachblutungen
  • chronische Schmerzzustände
  • Narben
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Narbenbrüche
  • Abszesse an anderen Eingeweideorganen
  • Abszesse in der Bauchhöhle
  • entzündliche Reaktionen des Darmes mit einer Darmstenose (Darmverschluss oder Ileus)
  • Störungen der Darmpassage mit Darmlähmung
  • Rezidive (Rückfälle) von Darmverschlüsse binnen vier Jahren
  • Multiorganversagen (gleichzeitiger Funktionsverlust mehrerer lebenswichtiger Organe)
  • Blutvergiftung
  • hepatische Enzephalopathie (Leberversagen mit irreversibler Hirnschädigung)
  • Insuffizienz des Gehirns (Hirnfunktion geht verloren), weil die Leber nicht mehr arbeitet
  • hepatorenales Syndrom (fortschreitendes beziehungsweise progredientes Nierenversagen)
  • gangränöser Darm mit dem Absterben von Darmgewebe (Nekrose)
  • lebensgefährliches Absinken des Blutdruckes

Die Komplikationen einer Bauchfellentzündung lassen sich reduzieren, wenn sich die Patientinnen und Patienten rechtzeitig zum Arzt begeben. Dann verbessert sich die Prognose auf Heilung erheblich.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zeigen sich bei den Patienten nach und nach die angegebenen Symptome und nehmen diese an Intensität zu, dann muss ein Arzt konsultiert werden. Das kann zunächst der Hausarzt oder ein Allgemeinmediziner sein. Dieser überweist seine Patienten entweder sofort in eine Klinik oder zur weiteren Abklärung zu einem Facharzt wie einem Internisten, einem Chirurgen, einem Gastroenterologen oder einem Kinderarzt.

Treten Beschwerden auf, die auf ein akutes Abdomen mit Anstieg der Körpertemperatur, Bauchschmerzen, gespanntem Bauch und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf hindeuten, muss der Notarzt geholt werden.

Bei einer Bauchfellentzündung ist ein zeitnahes Reagieren unter Umständen lebensrettend. Auch eine Selbsthilfe kann nur die Heilungsaussichten eher verschlechtern. Aufgrund der quälenden Symptome ist es für die Erkrankten kaum möglich, längere Zeit ohne eine ärztliche Konsultation auszukommen. Da sich das Befinden der Betroffen besorgniserregend verschlimmert, suchen diese meist von selbst den Arzt auf.

Bei Menschen, die sich nicht aus verschiedenen gesundheitlichen Behinderungen nicht selbst äußern können, ist eine gute Beobachtung die Voraussetzung dafür, dass eine Bauchfellentzündung erkannt werden kann. Das ist beispielsweise bei Personen mit einer geistigen Behinderung, bei Kindern und bei Senioren mit einer demenziellen Erkrankung vordergründig. Dann ist es wichtig, nicht eigenmächtig eine Diagnose zu stellen, sondern einen Mediziner zum Hausbesuch zu bitten.

Behandlungsmethoden und Therapie

Welche Konzepte für die Behandlung einer Bauchfellentzündung genutzt werden, richtet sich nach der Konstitution des Patienten, nach der Art der Bauchfellentzündung und nach dem Verursacher. Unterschiede werden vorrangig zwischen einer akuten und einer chronischen sowie zwischen einer primären und einer sekundären sowie bei einer diffusen Peritonitis gemacht.

  • Therapeutische Maßnahmen bei einer primären Entzündung des Bauchfells

Die Behandlung einer Peritonitis umfasst mehrere Therapiestufen, an deren erster Stelle die konservativen Methoden stehen.

Konservative Vorgehensweise bei der primären Entzündung des Peritoneums

Medikamente

Da sich eine primäre beziehungsweise eine spontan bakterielle Peritonitis immer aus einer bakteriellen Aussaat heraus entwickelt, ist die Verabreichung von antibiotischen Arzneimitteln ein zentrales konservatives Behandlungsinstrument.

Eine spontan bakterielle Peritonitis ist eine Spezialform der primären Bauchfellentzündung. Sie ist mit einer Bauchwassersucht verbunden, die therapierefraktär verursacht wird. Das bedeutet, das sich eine Aszites durch das fehlende Ansprechen der Peritonitis auf eine Behandlung ausgebildet hat.

Bei der Wahl der Antibiosen bezieht sich der Arzt auf Gesichtspunkte, die beispielsweise eine aktuelle Begleiterkrankung oder eine Vorerkrankung betreffen. Litt der Patient schon früher unter einer behandlungsbedürftigen Peritonitis, dann werden ebenfalls anderen Antibiotika verordnet, als bei einer Ersterkrankung.

Weil es sich bei einer primären Peritonitis nicht permanent um ein und denselben bakteriellen Keim handelt und viele Mikroorganismen schon ein Resistenzverhalten (Widerstandsfähigkeit, Unempfindlichkeit gegenüber Antibiotika) müssen verschiedene antibiotische Arzneimittel verwendet werden. Die Arzneimittel werden mindestens über zwei Wochen gegeben. Das kann oral (über den Mund) oder intravenös (in die Armvene) mit einer Infusion erfolgen.

Antibiotika werden zudem nach dem jeweiligen Erreger ermittelt. Dieser wird festgestellt, indem von Körperflüssigkeiten eine mikrobiologische Kultur angelegt wird. Diese Laboruntersuchung trägt dazu bei, den vorliegenden Erreger genau zu identifizieren, um das Antibiotikum festzulegen.

Typische Medikamente sind je nach Bakterienstamm:

  • bei Streptokokken: Penicillin G
  • bei anaeroben (unter Sauerstoffabschluss lebende Bakterien): Metronidazol
  • Escherichia coli: Kombination aus Acylaminopenicillin und Betalaktamaseinhibitor
  • bei nicht bekannten Bakterienarten: Cephalosporine der dritten Generation, Fluorchinolone der dritten Generation, Breitspektrumantibiotika
  • zur Stabilisierung von Unregelmäßigkeiten des Kreislaufs: Katecholamine wie Noradrenalin, Dopamin

in genau geregelten Dosierungen.

Überwachung auf der Intensivstation

Im Zentrum steht die Kontrolle lebenswichtiger Körperfunktionen wie Puls und Blutdruck sowie der Körpertemperatur, der Ein- und Ausfuhr von Flüssigkeit und die Messung des zentralen Venendrucks.

Nach der Stabilisierung der Peristaltik (Bewegung des Darmes) und des Herz-Kreislaufsystems müssen die Patienten Schmerzmedikamente und Antibiotika verabreicht bekommen.

Eine Dialyse kann zusätzlich durchgeführt werden, um ein Nierenversagen zu vermeiden und die die Blut verteilten Krankheitserreger zu entfernen. Kann im klinisch-chemischen Labor eine Überhöhung der Konzentration von Kreatinin im Urin nachgewiesen werden, deutet das auf eine Störung der Funktion der Nieren hin.

Ersatz von Elektrolyten, Plasma und Flüssigkeit

Da sich durch eine spontan bakterielle Peritonitis eine bedenkliche Verschiebung des Elektrolyt- und des Flüssigkeitshaushaltes ergeben kann, ist es unumgänglich, den betroffenen Patienten ausreichend kolloidale oder kristalline Infusionen anzulegen, um einer lebensgefährlichen Entgleisung dieses Systems vorzubeugen. Des Weiteren muss erreicht werden, dass eine möglicherweise manifestierte Azidose (Übersäuerung des Blutes) durch die Zufuhr von Natriumbikarbonat-Elektrolytlösung ausgeglichen wird.

Zusätzlicher therapeutischer Aufwand

  • Verabreichung von Sauerstoff bei schwerer Unterversorgung mit Sauerstoff (Hypoxie) über Intubation und künstliche Beatmung
  • Schmerzbehandlung
  • bei umfangreichen Ödemen und Anurie Hämofiltration
  • Vorbeugung gegen einen Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thromboseprophylaxe)
  • Vorbeugung gegen die Entstehung eines Ulkus (Geschwür)
  • medikamentöse Kreislaufstabilisierung
  • Ablassen von Bauchwasser aus der Bauchhöhle über eine Hohlnadel mit einem Schlauch

Invasive operative Behandlung

Chirurgische Eingriffe bei einer primären Peritonitis ähneln den operativen Verfahren der sekundären Bauchfellentzündung.

  • Therapeutische Maßnahmen bei einer sekundären Bauchfellentzündung

Operative Vorgehensweise

Sekundäre Bauchfellentzündungen müssen ausnahmslos chirurgisch therapiert werden. Dazu stehen dem Operateur mehrere Lösungen zur Verfügung. Zunächst wird der krankmachende Auslöser für eine sekundäre Bauchfellentzündung ausgeschaltet. Zusätzlich dazu werden die Patientinnen und Patienten intensiv medizinisch betreut und mit Antibiotika und Flüssigkeitsersatz versorgt.

Chirurgisch sind folgende Behandlungsetappen zu meistern:

– Suche nach den entzündeten Organen
Sanierung (Heilung) des abdominellen Infektionsherdes durch:

  • Appendektomie (Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm) bei Appendizitis
  • Cholezystektomie (Entnahme der Gallenblase) bei Cholezystitis (Entzündung der Gallenblase)
  • Sigmaresektion (Entfernen einzelner Abschnitte des Dickdarms bei perforierter (durchgebrochener) Divertikulitis
  • Ulkusresektion (Entfernung des Geschwürs) und Übernähung bei geplatztem Magengeschwür
  • Einlegen einer Drainage bei einem Abszess
  • Lavage (Spülung) des betroffenen Bauchbereiches
  • Entfernung von infiziertem, beschädigtem und abgestorbenem Gewebe (Débridement)
  • Drainageeinlagen zur Ableitung von Bauchwasser nach außen
  • wiederholte operative Revision zur Überprüfung und zur Erweiterung einer vorangegangenen Operation

Eine operative Revision ist die günstigste Alternative gegenüber einer normalen Op, wenn das zuvor erzielte Resultat nicht ausreichend und nicht zufriedenstellend war. Die Second-look-Operation („Zweiter Blick Operation“) wird ebenfalls genutzt, um die innere Wundheilung und die Verhältnisse im Bauch abzuklären. Indiziert ist eine Revsionsoperation bei einer Peritonitis vor allen Dingen bei Befunden, die sehr weiträumig und ausgedehnt sind.

Als Ergänzung zu den chirurgischen Tätigkeiten

Eine Operation reicht in der Regel nicht aus, um eine sekundäre Bauchfellentzündung wunschgemäß auszuheilen. Deshalb setzen die Ärzte bei den Patienten auf den Intensivstationen auf die Zufuhr von Flüssigkeit, die Antibiosebehandlung, die Schmerzbekämpfung und spezielle Behandlungen.

  • Therapeutische Maßnahmen bei einer septischen Entzündung des Bauchfells

Eine bakterielle Kontamination ist der Grund für eine septische Peritonitis, die mit einer hohen Sterblichkeit und einem komplizierten klinischen Verlauf einhergeht. Die Therapie einer septischen Bauchfellentzündung muss daher rasch und gezielt vorgenommen werden.

Bekämpfung des septischen Schocks

  • Legen eines Zugangs zur Vene (Venenkatheter)
  • Gabe von Infusionslösungen (meist Ringerlösung)
  • Verabreichung blutverdünnender Arzneistoffe (Antikoagulantien)
  • Untersuchung von Herz und Kreislauf (Herzfrequenz, Farbe der Schleimhäute, arterieller Blutdruck, zentraler Venendruck)
  • Messung des partiellen Sauerstoffdrucks im Blut und der Sauerstoffsättigung
  • kreislauferhaltende Behandlungen

Infusionsbehandlung

Eine Behandlung mit einer Infusion, bei der eine flüssige Substanz über ein Blutgefäß oder über ein natürliches Hohlorgan wie den Magen ablaufen kann, wird die Besserung eines Erkrankungszustandes gewährleistet. Die Infusionstherapie ist ein obligates Mittel in verschiedenen Situationen wie einem Schockzustand, bei einer chronischen oder akuten Erkrankung, bei der ein Patient selbst außerstande ist, oral Flüssigkeit oder Nahrung aufzunehmen.

Infusionen, die auch bei einer septischen Bauchfellentzündung zur Debatte stehen:

  • Isotonische (0,9 prozentige) Kochsalzlösung
  • Voll-Elektrolytlösungen
  • Glukoseinfusionslösungen
  • osmotherapeutische Lösungen zur Infusion (gesteuerte Abgabe über den osmotischen Druck in den Zellen)
  • Kolloid-Infusionslösungen mit Proteinen (Eiweiße) und Kohlenhydraten (Zucker)

Die Zielstellung der Behandlung einer septischen Peritonitis ist es, einem Kreislaufversagen oder einem Schock zuvorzukommen und die Vitalfunktionen sicherzustellen.

Vorbeugung und Prävention

Echte vorbeugende Unternehmungen gegen eine Peritonitis sind in der Praxis nicht wirklich realisierbar. Es existieren keine unmittelbaren Maßnahmen, um einer Bauchfellentzündung entgegenzuwirken. Allerdings können die Patienten und die Mediziner auf deren Entwicklung und deren Ablauf einen Einfluss nehmen.

Die Begründung liegt darin, dass der Ursprung einer eine spezielle Basiserkrankung oder eine Verletzung sein kann. Außerdem geht es dabei nicht nur um eine spezifische Grundkrankheit, sondern um eine Fülle an pathologischen (Pathologie ist die Lehre von den Krankheiten) Auffälligkeiten, denen niemand vorbeugen kann.

Aus diesen Fakten heraus ergibt sich die Tatsache, dass eine rechtzeitige Diagnostik der Erkrankung in Angriff genommen wird, um möglichst keine kostbare Zeit zu verlieren. Empfohlen wird daher das Aufsuchen des Arztes immer dann, wenn sich unklare Schmerzen des Bauches eingestellt haben, die einfach nicht besser werden wollen.

Eine wirkungsvolle Prophylaxe gegen eine Bauchhöhlenentzündung ist nicht umsetzbar.

Im Gegensatz dazu sind präventive Verhaltensweisen bei einer Bauchfelldialyse sinnvoll, damit es hierbei nicht zu einer Bauchhöhlenentzündung kommt:

  • Hände gut waschen und desinfizieren
  • Katheter nur mit gründlich gereinigten Händen berühren
  • Tragen eines Nase-Mund-Schutzes
  • Katheteraustrittsstelle täglich mit antibiotischer Salbe pflegen
  • eventuelle bakterielle Kontaminationen dem Arzt mitteilen
  • sterile Dialyse vorschriftsmäßig benutzen

Auf diese Weise kann eine Infektion des Bauchfells während einer Bauchfelldialyse vermieden werden.

Prognose zur Heilung

Aussichten auf Heilung gibt es bei einer Peritonitis durchaus, aber nicht in jedem Fall sind diese gesichert. Jeder Bauchfellentzündung kann eine andere Prognose zugeschrieben werden, zumal diese vom auslösenden Faktor, von einer vorausgegangenen Grunderkrankung und von deren Therapieergebnis abhängt. Gerade bei sekundären Peritonitiden ist die Vorerkrankung ausschlaggebend für die Genesung.

Wie bei jeder Krankheit, so kann auch bei einer Bauchfellentzündung die Heilungsaussicht besser oder schlechter ausfallen. Die Chancen lassen sich allerdings beeinflussen, in dem die Behandlung frühzeitig und mit den richtigen Maßnahmen eingeleitet wird. So können beispielsweise Antibiotika mit einem hohen Heilungseffekt dazu beitragen, dass eine Peritonitis schnell wieder abklingt. Außerdem macht es eine wohl dosierte Medikamentenabgabe möglich, teilweise auf strapaziöse chirurgische Techniken zu verzichten.

Abweichungen in puncto Prognose gibt es bei der lokalen und bei der diffusen Bauchfellentzündung. Hat die diffuse Peritonitis den gesamten Organismus in Mitleidenschaft gezogen, dann können die Mediziner trotz Ausschöpfung aller Mittel und Wege nicht garantieren, dass Patienten daran versterben. Die Anzahl an Todesfällen bei einer diffusen Bauchfellentzündung ist nicht unerheblich.

Einigkeit herrscht darüber, dass eine Bauchfellentzündung eine äußerst ernste Krankheit ist. Zwischen 30 und 56 Prozent der Betroffenen versterben trotz bester medizinischer Leistungen daran. Leiden Patienten unter schweren Defekten an lebenswichtigen Organen wie der Leber und der Niere, sinkt die Überlebenschance rapide ab. Bei einer galligen Bauchfellentzündung wird die Sterblichkeit mit etwa 70 Prozent angegeben.

Leider ist bei einer Peritonitis nicht nur die Letalitätsrate, sondern ebenso die Rezidivrate recht hoch. Das hat damit zu tun, dass Patienten, die eine primäre Bauchfellentzündung überstanden haben, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit im späteren Verlauf ihres Lebens wieder daran erkranken. Dann nehmen natürlich die Komplikationen und Risiken zu und die Heilungsaussichten ab, weil die Widerstandsfähigkeit des Körpers mit fortschreitendem Altern nachlässt.

Bauchfellentzündungen in einer noch frühen Phase werden durch gute Genesungsaussichten begleitet. Schreitet die Peritonitis jedoch fort, sinkt in demselben Maß die Hoffnung auf Heilung oder auf eine baldige Gesundung. Auch die Ursachen sind bei einer Einschätzung der Prognose der Peritonitis nicht zu unterschätzen.

Statistische Zahlen weisen aus, dass sich insbesondere bei Personen mit einem schwachen Immunsystem und Senioren eine schlechte Heilung anbahnt. Leiden diese Menschen schon länger als zwei Tage vor Einsetzen der Behandlung unter den klassischen Beschwerden, tendieren die Einschätzungen hinsichtlich der Genesung eher zum schlechten.

Kinder mit einer primären Bauchfellentzündung lassen sich mit Antibiotika wiederum gut heilen. Eine begleitende Erkrankung der Leber kann bei Erwachsenen die Prognostik allerdings massiv einschränken.

Abszess = Gewebekapsel, die mit Eiter gefüllt ist
irreversibel = nicht rückgängig zu machen
Syndrom = Komplex aus einer Vielzahl an einzelnen Symptomen
Intubation = Einbringen eines Tubus in die Nase oder den Mund, um eine künstliche Beatmung zu gewährleisten
demenziell = eine durch den Verlust des Gedächtnisses und eine Reduzierung der Orientierungsfähigkeit begleitete Erkrankung
Anurie = Ausscheidung von Harn liegt unter 100 Millilitern täglich
Osmose = Austausch von flüssigen oder kolloiden Substanzen durch eine halbdurchlässige Membran in Richtung schwache Konzentration zu starker Konzentration zum Stoffausgleich
Hämofiltration = Dialyse zur maschinell gestützten Ausscheidung von harnpflichtigen Substanzen aus dem Blut
isotonisch = osmotischer Wert hat die gleiche Spannung (Druck) wie das menschliche Blute

Obwohl die Peritonitis die Folge einer Peritonealdialyse sein kann, tritt sie viel seltener auf, wenn die neuesten Technologien und Selbstbehandlungstechniken angewendet werden, die bei der anfänglichen Einweisung vermittelt werden.
Bei der Durchführung der Peritonealdialyse kann man die Risiken einer Peritonitis reduzieren, indem diese Empfehlungen befolgt werden:

Die Operation bei einer Peritonitis

Eine Bauchfellentzündung ist in fast jedem Fall ein medizinischer Anlass, um Menschen operativ zu versorgen. Sowohl bei diffusen als auch die lokal eingegrenzten Entzündungsverläufen ist eine Operation oftmals nicht zu umgehen. Sie ist bei einer örtlichen Peritonitis der einzige Weg, um den Erregern Einhalt zu gebieten und deren weiteres Auswandern in die Bauchhöhle zu verhindern. Nur so kann zudem eine Abszessbildung vermieden werden.

Mit einer Operation halten die Chirurgen eine Verbreitung der bakteriellen Krankheitskeime im gesamten Organismus auf. Obwohl es gegenwärtige eine Vielzahl an pharmakologischen Substanzen in Form von Antibiotika gibt, die gegen Bakterien bei einer Peritonitis begründet sind, bauen die Bakterien häufig Unempfindlichkeiten auf. Mit einer Operation sind die Mediziner sichererer, als sich auf möglicherweise therapieresistente Mikroorganismen zu verlassen.

Der Ablauf unter Vollnarkose eingeleiteten Operation beinhaltet zuerst den Einschnitt der Bauchdecke und danach das maschinelle Absaugen des darin gesammelten Eiters. So wird der Bauchraum zunächst frei, sodass der Ausgangspunkt der Peritonitis gesichtet werden kann.

Zeigt es sich, dass ein Leck oder ein Durchbruch eines Organs schuld an der Bauchhöhlenentzündung ist, wird diese Öffnung sorgfältig mit einer Naht geschlossen. Erweitert wird eine Operation teilweise noch durch eine aufwendige Spülung des kompletten Bauchraums mit keimtötenden Flüssigkeiten, denen ein Antibiotikum zugesetzt wird.

Bevor die Wunde wieder geschlossen wird, statten die Operateure die Bauchhöhle mit sogenannten Drainagen aus. Das sind Schläuche, die aus der partiell offenen Wunde herausschauen. Sie haben die Aufgabe, im Bauch verbliebenes Wundsekret sowie Körperflüssigkeit und Eiter abzuleiten. Eine Drainage ist jedoch nicht bei jeder Peritonitisoperation verpflichtend.

Operationen wegen einer Bauchfellentzündung können ein differentes Ausmaß annehmen. Sie können sehr weiträumig sein, wenn neben einem entzündeten Bauchorgan noch abgestorbene Gewebe, Eiter und Fibrin großflächig ausgeräumt werden müssen. In der Praxis bleibt es manchmal nicht aus, dass zur gängigen Operation eine Erweiterung hinzukommt.

Dafür verwenden die Mediziner ein vorläufig auf der Wunde verbleibendes Abdeckmedium oder sie setzen nur provisorische Nähte. Das unterstützt ein Abfließen von Wundwasser. Schläuche mit einem relativ großen Querschnitt (Lumen) übernehmen das Ausleiten von Exsudat (durch Entzündungen produzierte Absonderungen), das nach ausgiebigen Gewebeverletzungen im Bauchraum verbleiben würde. Aus insgesamt vier Bauchhöhlenquadranten werden die Drainagen herausgeführt.

Nach wenigen Tagen geschieht der zweite chirurgische Eingriff als Relaparotomie, falls aus ärztlicher Sicht die Notwendigkeit besteht. Die Patienten unterliegen nach überstandener Operation der Beobachtung auf der Intensivstation, um alle Vitalfunktionen aufrecht zu erhalten. Komplikationen und lebensbedrohliche Risiken werden somit weitgehend ausgeschlossen.

Besonders komplex ist eine Operation bei einer Peritonitis dann, wenn ein künstlicher Darmausgang zur Frage steht. Das Enterostoma stellt eine Art Sicherheitselement dar, falls es zu einer vermehrten Gasbildung im Darm kommt. Das Gas übt einen Druck aus, sodass Darminhalt in die Bauchöhle fließt. Diese Gefahr wird durch einen künstlichen Darmausgang eingedämmt. Ist die Entzündung abgeklungen und ausgeheilt, wird der vorübergehende künstliche Darmausgang wieder zurückverlegt.

Alternative Behandlungsmethoden

Krankheiten auf natürliche Art und Weise zu heilen und deren Beschwerdebilder zu lindern, ist die Aufgabe der Schulmedizin und der alternativen Behandlungsmethoden, die in der Naturheilung angesiedelt sind. Verschiedene alternative Heilvarianten sind sogar wissenschaftlich unterlegt. Daher zahlen auch immer mehr Krankenkassen diese Alternativen.

  • Asiatische Heilmethoden
  • Entspannungstherapien
  • Schüssler-Salze
  • Homöopathie – ganzheitliche Heilung
  • Phytotherapie – Verwendung von Pflanzen als heilende Substanzen
  • Eigenbluttherapie – Förderung der immunologischen Reaktionen zur Intensivierung der Abwehrkräfte
  • Ätherische Öle
  • Anwendung von Weihrauch bei Divertikulitis
  • Colon-Hydro-Therapie
  • Schwedenkräuter
  • Ayurveda

Die Colon-Hydro-Therapie dient dazu, den Darm von festliegendem Stuhl zu befreien. Dieses sanfte naturheilkundliche Verfahren wird unter anderem bei einer Divertikulose und bei einer Verstopfung empfohlen.

Bei einer chronischen und einer akuten Peritonitis wird die Boerhavia diffusa oder die Raktapunarnava-Pflanze zur Entwässerung und als Schutz für die Leber angeboten. Die Boerhavie wird regulär als Mischung mit getrocknetem Ingwerpulver eingenommen. Darüber hinaus verfügen die ayurvedischen Heilkundigen über ein Wissen, mit dem sie ausleitende Methoden und spezielle Diäten zum Wohle der Patienten mit einer Entzündung des Bauchfells ausführen können.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Bettruhe
  • kleiner Einlauf (eine Tasse warmes Wasser zur Entlastung des Darms)
  • kalte Umschläge auf den Unterleib
  • nasse Wadenwickel gegen Fieber
  • vorübergehend keine Nahrung aufnehmen
  • Absude aus Heilpflanzen trinken
  • Auflegen von Heilerde, als Kapseln oder mit Wasser vermischt aufnehmen gegen die Bauchschmerzen und gegen Durchfall
  • Wickel aus Quark gegen Überwärmung und Schwellung
  • Kohlwickel gegen Schmerzen und gegen eine Entzündung

Im Zusammenhang mit diversen innerlich heilsamen pflanzlichen Mitteln gibt es eine Anregung für eine geeignete Rezeptur:

40 Gramm Bibernelle
40 Gramm Stechpalme
20 Gramm Odermenning
40 Gramm Schlüsselblume

Alle vier Zutaten werden mit 54 prozentigem Branntwein über zwei Wochen hinweg in der Wärme angesetzt, um die heilenden Extrakte zu entziehen. Danach werden die Pflanzenteile entnommen und ausgepresst. Der Kräutergeist kann von Erwachsenen (täglich sechs mal dreißig Tropfen) und von Kindern (täglich sechs mal fünfzehn Tropfen) eingenommen werden.

Einzelne anfängliche Symptome einer Peritonitis lassen sich mit folgenden Hausmitteln beheben:

  • Gegen Blähungen hilft ein Esslöffel Kamillenblüten und je 35 Gramm Anissamen und Fenchelsamen, mit heißem Wasser aufgießen, etwa 10 Minuten ziehen lassen und trinken.
  • Gegen Schmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Brechreiz und Blähungen hilft ein Tee aus einem Teelöffel Oreganokraut, mit 250 Milliliter heißem Wasser überbrühen und nach fünf Minuten trinken.
  • Gegen Entzündungen helfen Gewürze wie Majoran, Kurkuma, Kümmel und Majoran in Speisen.
  • Gegen Krämpfe, Schmerzen und Blähungen helfen feucht-warme Wickel auf dem Bauch.
  • Gegen massive Bauchschmerzen hilft eine entspannende Lagerung. Dazu werden die Knie des Patienten in Rückenlage auf ein Kissen gelegt, sodass sich die Bauchmuskeln etwas lockern können.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Bei einer Bauchhöhlenentzündung sind Symptome vorhanden, die äußerst heftig und quälend werden können. Wer es nicht mit schulmedizinischen Pharmakologica versuchen möchte, kann die Kräfte der Heilpflanzen ausnutzen, um vorübergehend eine Linderung zu erzielen. Letztendlich kommen die Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht umhin, sich an einen Schulmediziner zu wenden, wenn sich die Beschwerden wiederholen und sich deren Intensität verstärkt.

In der Pflanzenheilkunde haben sich über Jahrhunderte hinweg beispielsweise bei Durchfällen Mittel mit Schöllkraut, der Minze oder dem Blutwurz bewährt. Diese pflanzlichen Wirkstoffe lindern ebenfalls Bauchkrämpfe und Unwohlsein mit Brechreiz. Einer Verstopfung kann mit der regelmäßigen Einnahme von indischem Flohsamen erfolgreich begegnet werden. Um die Konsistenz des Stuhles zu normalisieren, empfiehlt sich die Einnahme von Kapseln mit Trockenhefe.

Schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken pflanzliche Substanzen der:

Einheimische oder tropische Pflanzenextrakte können innerlich als Heiltees oder als Kapseln oder äußerlich als Badezusätze, als Einreibungen und als Grundlage für die Herstellung von Wickeln verwendet werden.

Neben Kamille, Anis und Fenchel gegen Verstopfungen und Durchfälle eignet sich der Bärlapp ebenso als unterstützende Therapie einer Peritonitis. In Bärlapp sind Inhaltsstoffe wie Pollenin, Stärke sowie Einfachzucker und ätherische Öl enthalten. Bärlapp ist ein sinnvolles komplementär-medizinisches pflanzliches Heilmittel, das kurzzeitig verschiedene, für eine Peritonitis typische Anzeichen bekämpfen kann. Das sind Krämpfe des Bauches, Ödeme, Blähungen und Verstopfungen, Ödeme, Harnverhalt,
Stuhlverstopfung und Kaltschweiß.

Ätherische Öle

 

  • Cajeputöl (schweißtreibend, antimikrobiell, antiseptisch, antiphlogistisch beziehungsweise entzündungshemmend)
  • Eukalyptusöl (spasmolytisch beziehungsweise krampflösend, blutreinigend, harntreibend), fördert die Wundheilung
  • Fichtenöl (harntreibend, stärkt die Immunabwehr, schmerzlindernd, antibakteriell)
  • Kampferöl (fiebersenkend, harntreibend, herzstärkend, antiseptisch, blutdrucksteigernd)
  • Rosmarinöl (antibakteriell, antiseptisch, blutdrucksteigernd, beruhigend, schmerzhemmend, gegen Brechreiz und Übelkeit beziehungsweise antimimetisch)
  • Wacholderöl (blutreinigend, harntreibend, schmerzlösend, stärkend, krampflösend, antiseptisch)
  • Zypressenöl (antiseptisch, adstringierend, entzündungshemmend, antiinfektiös, schmerzdämpfend)
  • Minzöl (herzstärkend, abwehrstärkend, antiseptisch, eiterentziehend, entzündungshemmend, durchblutungsfördernd)
  • Kiefernöl (schmerzstillend, antibakteriell, blutreinigend)

Die einheimischen und ausländischen ätherischen Öle lassen sich auf vielfältige Art und Weise behandlungstechnisch verwenden. Üblich sind die herkömmlichen öligen Flüssigkeiten als Zutaten zu Speisen, als Duftöle zum Einatmen und als Einreibungen der Haut. Darüber hinaus bieten ätherische Öle günstige Voraussetzungen, um als Salben, Badezusätze, heilende Tees oder zum Räuchern genutzt zu werden.

Beinahe die gesamte Palette an ätherischen Ölen aus Duft- und Heilpflanzen haben mehr oder weniger starke entzündungshemmende Effekte. Das geschieht durch deren Wirkung auf die als Entzündungsmediatoren oder Entzündungsvermittler angesehenen körpereigenen Stoffe wie Histamin, Leukotriene und Prostaglandine. Auf der Basis des Counterirritant-Effektes tritt eine Reduzierung von Schmerzen ein. Schulmedizinische pharmakologische Substanzen können durch die gegen Brechreiz und Übelkeit einsetzbaren ätherischen Öle ersetzen.

Homöopathie und Globuli

Als Komplementärtherapie ist es ratsam, bei festen oder flüssigen homöopathischen Substanzen nicht mehrere Mittel zusammen zu verwenden. Bevor das Mittel aufgenommen wird, ist es wichtig, die Mundschleimhaut von Nikotin, Alkohol sowie Speiseresten und Getränken zu befreien. Beim Verabreichen von Tropfen sollten keine Metalllöffel benutzt werden, um die Wirksamkeit der Stoffe nicht negativ zu beeinflussen.

  • Cantharis vesicatoria (bei Entzündungen mit brennenden Schmerzen an inneren Organen)
  • Aconit D3 gegen Schmerzen im Bauch
  • Belladonna D4 gegen Schmerzen
  • Atropinum sulfuricum D6 bis D4 gegen Schmerzen
  • Bryonia alba D3, D30 gegen die Bildung eines Exsudats und gegen Fieber
  • Mercurius corros D5 gegen Erbrechen
  • Ipecaccuanha D4, D12 bei Kaltschweißigkeit
  • Veratrum helleborus albus D4 bei schnellem Verfall der Körperkräfte und gegen Schwäche
  • Arsenicum album D6 bis D4 gegen kalte Hände und Füße
  • Antimonum crundum D6, D30 gegen Beschwerden im Verdauungstrakt
  • Agentum nitricum D12 gegen Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen und Unruhe
  • Chamomilla D6 oder D4 gegen Spannungen des Bauchdecke, Blähungskoliken, Erbrechen und Durchfall
  • Carbo vegetabilis D6, D12, C30 oder C200 gegen Infektionen und Blähungen, Schwächezustände und Blähungskoliken
  • Colozynthis D12 gegen krampfartige abdominale Schmerzen, Blähungen
  • Lycopodium gegen allgemeines Unwohlsein und Übelkeit
  • Pulsatilla pratensis D4 gegen Übelkeit, Blähungen und Durchfall

Als Faustregel für die Einnahme gilt folgende Dosierung:

  • Globuli: dreimal täglich fünf Globuli
  • Tropfen: dreimal täglich fünf bis zwanzig Tropfen
  • Tabletten: täglich eine Tablette

In der Homöopathie zählt die Peritonitis zu einer Erkrankung des Bindegewebes. Abrotanum, das aus aus der Eberraute erzeugt wird, ist alternativ zu schulmedizinischen Arzneimitteln bei Krankheiten einsetzbar, die im Magen-Darm-Trakt und im Bauch angesiedelt sind. Abrotanum kann verabreicht werden, wenn sich bei Patienten Symptome wie Gesichtsblässe, ein aufgeblähter Bauch und eingefallene Augen zeigen.

Des Weiteren empfehlen Heilpraktiker die Aufnahme von Drosera Globuli, wenn sich leichte Beschwerden manifestieren, die auf eine Peritonitis hinweisen. Drosera Globuli wirken in Potenzen ab D30 und in LM krampflösend, entzündungshemmend und antibakteriell.

Bei einem Verdacht auf eine Peritonitis ist die Selbstbehandlung mit alternativen Heilmethoden und mit homöopathischen Mitteln keine Behandlung, die mit der notfall-ärztlichen oder intensiv medizinischen Therapie vergleichbar wäre. Wegen der hohen gesundheitlichen Risiken muss bei einer Bauchfellentzündung immer ein Schulmediziner konsultiert werden.

Schüssler-Salze

Je nachdem, welches Stadium ein entzündlicher Vorgang erreicht hat, können unterschiedliche Schüssler-Salze empfohlen werden. Leiden die Patienten beispielsweise unter den in der ersten Phase auftretenden Schmerzen und einem Anschwellen des Bauches sowie unter einer minimal erhöhten Körpertemperatur, dann ist das Schüssler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum sinnvoll.

Ist das zweite Stadium erreicht, das mit Schmerzen, Übelsein und Erbrechen verbunden ist, dann empfehlen Homöopathiker das Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium sulfuricum. Ist keine Besserung des Gesundheitszustandes zu verzeichnen, sollte jetzt auf jeden Fall ein Schulmediziner um Rat gefragt werden. Verstärken sich die Schmerzen und steigt das Fieber, ist eine Arztkonsultationen ebenfalls unentbehrlich.

  • Schüssler-Salz Kalium chloratum Nr. 4 Dosierung D6
  • Schüssler-Salz Magnesium phosphoricum Nr. 7 10 Tabletten in heißem Wasser lösen und trinken
  • Schüssler-Salz Natrium phosphoricum Nr. 9 für das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper
  • Schüssler-Salz Calcium fluoratum Nr. 1 zur Stabilisierung der Zellmembranen
  • Schüssler-Salz Ferrum phosphoricum Nr. 3 bei beginnenden Beschwerden in Wasser zergehen lassen und alle Minuten einen Schluck trinken
  • Schüssler-Salz Kalium phosphoricum Nr. 5 zur Stärkung der immunologischen Abwehrfunktion nachmittags einnehmen
  • Schüssler-Salz Kalium Sulfuricum Nr. 6 lindert die Entzündung und regt die Entgiftung an, in den frühen Abendstunden einnehmen
  • Schüssler-Salz Silicea Nr. 11 fördert das Ausschwemmen von Eiter bei Abszessen
  • Schüssler-Salz Natrium muriaticum Nr. 8 gegen kalte Füße und Hände
  • Schüssler-Salz Natrium Sulfuricum Nr. 10 gegen Ödeme und Verstopfung
  • Schüssler-Salz Calcium sulfuricum Nr. 11 gegen chronische Abszesse und Entzündungen, als morgendliches Mittel einzunehmen

Das Schüssler-Salz Silicea darf bei einer anfänglichen Bauchfellentzündung nur in Kombination mit dem Schüssler-Salz Natrium phosphoricum eingenommen werden, um eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden. Die Einnahme sollte am besten morgens erfolgen.
Einzelne Schüssler-Salze sind lang wirkende Produkte. Diese sollten sich auch nur langsam im Mund auflösen.

Diät und Ernährung

Sollte es sich um eine akute Peritonitis handeln, raten die Mediziner, das Essen und das Trinken zunächst einzustellen, um den Verdauungstrakt nicht unnötig zu belasten. Auf diese Weise können außerdem die Risiko auf ein Perforieren von Magen oder Darm eingedämmt werden. In der Regel ist es so, dass der Körper der Patienten in einem solchen Zustand aufgrund der massiven Appetitlosigkeit schon von selbst die Nahrungs- und die Getränkezufuhr verweigert.

Die Begründung liegt in dem Unwohlsein und in dem starken Brechreiz. Hat sich der Magen seines Inhaltes entledigt, kann es sein, dass das Erbrechen etwas abnimmt. Gelangt wider Nahrung in den Magen, fördert das ein Erbrechen. Das ist wie eine natürliche Abwehr zu verstehen.

Mit einem Brechen ist meist ein enormer Druck auf die Eingeweideorgane verbunden, wodurch sich die Situation des Patienten noch weiter verschlechtern kann. Wird eine operative Behandlung eingeleitet, ist es wegen den möglichen Komplikationen eines chirurgischen Eingriffs immer vorteilhafter, wenn kein Nahrungsbrei im Verdauungssystem enthalten ist.

In einzelnen Fällen entscheiden sich die Ärzte bei einer Bauchfellentzündung vor einer chirurgischen Maßnahme und danach für eine parenterale Ernährung über eine Magensonde, ohne den Darm zu beanspruchen. Darüber hinaus wird die Art der Nahrungszufuhr danach bestimmt, welche Art und welche Ausmaße der Peritonitis zu beobachten sind.

Wurde eine Operation abgeschlossen und hat sich der Patient etwas erholt, dann kann langsam auf eine normale Kost oder eine leichte Diät umgestellt werden. Diese sollte so gestaltet werden, dass sowohl der Magen als auch der Darm und andere an der Verdauung beteiligte innere Organe nicht strapaziert und überlastet werden. Begonnen wird meist mit einem langsamen Aufbau der Kost, die sich zuerst auf kalorienreiche Suppen, Tees, Haferschleim und Zwieback beschränkt.

Schonkost ist angesagt

Hinter dem Begriff Schonkost verbirgt sich eine Nahrungszusammenstellung, die für Kranke optimal ist. Schonkost zeichnet sich durch eine leichte Verdaulichkeit aus. Heute basiert die Schonkost lediglich auf gebundenen Gemüse- oder Fleischsuppen und auf Haferschleim sowie etwas Obst für die Versorgung mit Ballaststoffen und Vitaminen. Lebensmittel, die wie fettreiche Zutaten und blähende Produkte eine intensive Verdauungsarbeit benötigen, werden weggelassen.

Leichte Vollkost während der Genesungszeit

Die Genesungskost ist einer vollwertigen Ernährungsweise gleichzusetzen.

Sie begründet sich auf folgende Bestandteile der Nahrung:

  • Ballaststoffe gegen Verstopfung und zur Anregung der natürlichen Darmtätigkeit
  • Kohlenhydrate als Energieschub, damit die Patienten wieder zu Kräften kommen
  • Proteine (Eiweiße) für den Aufbau der Muskulatur
  • Mineralstoffe um einen Mangel auszugleichen
  • Vitamine um das Immunsystem zu verbessern
  • gesunde Fette für die Gewährleistung der Nervenfunktionen

Außen vor sind blähende Nahrungsmittel sowie Erzeugnisse, die zu einer allergischen Reaktion oder zu einer Verstopfung führen könnten. Schließlich ist es ebenfalls wichtig, die Kost in mehrere Portionen (mindestens sechs) über den Tag zu verabreichen. Die Gericht werden fast ausschließlich gedünstet, gekocht, fettarm gebacken oder gegrillt sowie gedämpft.

Folgende Lebensmittel sind für Patienten und Patientinnen mit einer Peritonitis ineffizient:

  • starke süße, scharfe oder salzige Gewürzzutaten
  • Senf
  • Paprika
  • Meerrettich
  • Pfeffer
  • Gurken, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte
  • Zwiebeln, Knoblauch, Rettich, Radieschen
  • Kartoffeln
  • Sauerteigerzeugnisse
  • Fertiggerichte
  • roh genossenes Steinobst und Kernobst
  • fettreiche Gerichte und Backwaren

Diese Nahrungsmittel fördern eventuell noch ruhende Beschwerden und verzögern den Heilungsprozess bei akuten und bei chronischen Bauchfellentzündungen.
Ideal sind demgegenüber salzreduzierte Schleimsuppen, Milch, ausgewählte Gemüsesorten, mageres Geflügelfleisch oder Fisch sowie Öl und zerkleinerte Obstsorten, die allerdings gegart werden.

FAQ – Fragen und Antworten

Was ist ein akutes Abdomen?

Hinter der Begriffskombination akutes Abdomen versteckt sich ein Komplex von Krankheitsanzeichen. Deshalb ist der plötzliche Bauch, wie die entsprechend deutsche Formulierung lautet, keine selbstständige Erkrankung. Die Merkmale eines akuten Abdomens werden von den Medizinern als sogenannte vorläufige Alarmdiagnose deklariert.

Kennzeichnend für dieses Entität sind der extreme Schmerz im Bauchbereich (abdomineller Schmerz) sowie die lebensbedrohlichen Ausmaße der Beschwerden. Kausal verantwortlich für ein akutes Abdomen sind mehrere intraabdominelle (im Bauchraum) oder extraabdominelle (außerhalb des Bauches) stattfindende Krankheitserscheinungen dieser Körperregion.

Hervorgerufen werden kann das akute Abdomen unter anderem durch:

  • Gallenwegserkrankungen
  • gynäkologische Krankheiten
  • Verschluss des Darmes
  • Bauchfellentzündung
  • anormale Eröffnung (Perforation) eines Bauchorgans in Einheit mit einer Peritonitis
  • Myokardinfarkt

Ein akutes Abdomen äußert sich durch einen nachlassenden Allgemeinzustand durch anfallartige, massive Bauchschmerzen, Erbrechen, eine hohe Abwehrspannung des Bauches und Anzeichen von Lähmungen. Des Weiteren kann sich ein Schock einstellen. Im Vordergrund steht bei einem akuten Abdomen eine umfassende Differenzialdiagnostik, an die sich eine unverzügliche Behandlung anschließt.

Was hat es mit der Bauchfellentzündung bei Säuglingen und bei Kindern auf sich?

Kinder erkranken an einer Peritonitis vorwiegend durch eine vorausgegangene Appendizitis. Blinddarmentzündungen passieren nicht selten im Alter zwischen sechs und zehn Jahren. Die primäre Bauchfellentzündung ereilt mit lediglich einem Prozent Kinder, die mit einer Immunschwäche zu kämpfen haben. Gleichfalls eine Ausnahme unter den Bauchfellentzündungen ist die durch Pneumokokken bedingte primäre Peritonitis, die überwiegend bei kleinen Patientinnen im Alter von drei bis zehn Jahren erkannt wird.

Pneumokokken löse eigentlich Lungenentzündungen (Pneumonie) aus. Sie können aber auch ohne diese Erkrankung zu einer Peritonitis führen. Die Begründung ist ein Verschleppen der Pneumokokken aus den Geschlechtsorganen in den Darmbereich. Von dort aus wandern die Pneumokokken über das Blut in das Bauchfell.

Gründe, warum Babys an einer Peritonitis erkranken können, sind vorangegangene Krankheiten. Ein typisches Beispiel dafür ist die Nekrotisierende Enterokolitis. Enterokokken greifen die Darmwand an, sodass diese wegen der aufkeimenden Entzündung nur schlecht durchblutet wird. Eine Minderdurchblutung von Darmgewebe begünstigt eine Zellschädigung, woraus sich im fortschreitenden Verlauf eine Nekrose (Absterben) der Darmwand entwickelt.

Darm und Bauchfell liegen eng beieinander, sodass sich schnell eine Peritonitis einstellt. Ein weiterer medizinischer Grund für eine Neugeborenenperitonitis ist ein Volvulus (Verdrehung im Darm), der fast immer mit einem Mekoniumilieus (Darmverschluss) verbunden ist.

Bei Neugeborenen und Erwachsenen sind die Beschwerden einer Peritonitis fast gleich:

  • Abwehrspannung der Bauchdecke
  • Blähbauch, harte Bauchdecke
  • Fieber, Blässe, eingefallene Augen
  • Übelkeit mit vermehrtem Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Unruhe, Schlappheit
  • Nahrungsverweigerung
  • Durchfall

Was ist eine Verbrauchskoagulopathie?

Die Verbrauchskoagulopathie steht in in enger Verbindung mit einer Bauchfellentzündung, denn sie stellt eine schwierige Problematik und eine nicht allzu seltene Komplikation dar. Das Wort setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Dabei ist die Koagulopathie entscheidend, denn sie beschreibt genau den Vorgang, der eigentlich stattfindet.

Eine Koagulopathie ist verantwortlich für die Blutgerinnung. Blutgerinnung ist die Koagulation. Krankhafte Veränderungen der Blutgerinnung sind die Koagulopathien (Die Endung pathie steht für Leiden, Krankheit.).

den im Blutplasma gelösten Thrombozyten (Blutplättchen) und den Gerinnungsfaktoren charakterisiert. Schwere Krankheitsbilder wie eine Bauchfellentzündung ziehen vielfach eine solche Verbrauchskoagulopathie nach sich. Die Patienten leiden dabei unter einer Blutungsneigung, die mit einer nicht gewährleisteten Gerinnung verbunden ist. Das heißt, dass die Patienten verbluten könnten.

Verantwortlich für eine Verbrauchskoagulopathie bei einer Bauchfellentzündung ist die anormale Durchlässigkeit der Blutgefäße. Gerinnungsfaktoren und Thrombozyten können durch die Gefäßwände austreten und somit dem Gerinnungskreislauf verloren gehen. Die Folge dieses Vorgangs und einem Multiorganversagen ist ein schwerer Schock, der tödlich ausgehen kann.

Was sind Abdominalschmerzen?

Im umgangssprachlichen Sprachjargon werden abdominale Schmerzen als Bauchschmerzen oder als Bauchweh bezeichnet. Darüber hinaus können sie im Abdomenbereich an differenten Positionen vorkommen. Obwohl sich die Abdominalschmerzen eigentlich nur auf den Bauch beziehen, werden diese unterschiedlich beschrieben. Sie sind oftmals unscharf und nicht genau lokalisierbar.

In der Medizin behandeln die Ärzte meist:

  • kolikartige, schneidende, brennende, stechende, krampfartige oder dumpfe Abdominalschmerzen
  • akut auftretende, lang anhaltende, wiederkehrende Abdominalschmerzen
  • Unterbauchschmerzen oder Oberbauchschmerzen

Gerade Kinder leiden oft unter Bauchschmerzen, die sich über acht Wochen hinweg ziehen, die mindestens zweimal wöchentlich auftreten und die keine organische oder biochemische pathologische Grundlage haben. Als klassische Ursachen können meist Beschwerden im Oberbauch (funktionelle Dyspepsie), somatische Ursachen und die abdominale Migräne festgehalten werden. Bei Erwachsenen sind die krankhaften Auslöser wesentlich vielseitiger, wobei die Bauchfellentzündung eine Sonderrolle einnimmt.

Der Oberbauchschmerz wird regulär oberhalb des Nabels diagnostiziert. Der Unterbauchschmerz konzentriert sich auf die Region, die unter dem Bauchnabel liegt.

Das akute Abdomen ist nicht nur ein Abdominalschmerz, sondern es wird durch ein Abwehrspannung der Bauchdecke und einen eingeschränkten Allgemeinzustand erweitert.

Was ist Bilirubin?

Weisen die Ärzte bei einer Verdachtsdiagnose auf eine Bauchhöhlenentzündung diverse Laboruntersuchungen an, legen sie häufig einen großen Wert auf verschiedene Parameter. Ein Wert von hoher Aussagekraft ist hierbei das Bilirubin, auch Gallenfarbstoff genannte.

Gallenfarbstoff deshalb, weil diese Substanz der Gallenflüssigkeit ihre eigenwillige bräunlich-gelbliche Farbe verleiht. Das Bilirubin ist Teil verschiedener Körperflüssigkeiten, wobei über die Galle die höchste Konzentration ausgeschieden wird. Darüber hinaus ist das Bilirubin verantwortlich für die Eigenfarbe des Urins und des Blutplasmas. Derartige Untersuchungsmedien (Urin, Serum) eignen sich daher besonders gut für den Nachweis des Bilirubins.

Die Entstehung des Bilirubins ist diversen Abbauvorängen und Umbauprozessen im Organismus zuzuordnen. Es stammt ursprünglich aus der Verstoffwechselung des Häm vom Hämoglobin.

Hämoglobin setzt sich aus einem Eisenanteil und einem Eiweißanteil (runde Eiweißkörper beziehungsweise Globuline) zusammen. Geht ein Erythrozyt (rotes Blutkörperchen zugrunde, wird Hämoglobin frei. Dieses zerfällt in seine physiologischen (funktionalen) Komponenten, wobei das Häm bis zum Bilirubin aufgespalten wird.

Das Bilirubin im Serum und im Urin ist beispielsweise über den normalen Grenzwert hinaus vorhanden, wenn diese Substanz durch entzündliche Abläufe der Leber (Hepatitis) nicht ausgeschieden werden kann.

Pathologische Auslöser wie:

  • Verletzungen der Gallenwege
  • Rückstau des Bilirubins durch eine Verlegung der Gallenwege (Cholelithiasis) Ikterus Gelbfärbung der Haut und der Schleimhäute
  • Funktionsstörungen der Niere und des Darmes
  • Bauchfellentzündung mit Aszites

können hohe Bilirubinkonzentrationen (über 1,2 Milligramm pro Deziliter) bedingen.

*ICD-10 Codes

Untergruppen an ICD-10 Codes bei der Peritonitis

T81.8 Peritonitis aseptisch
000-007 Peritonitis bei oder nach Abort
K35.- Peritonitis bei oder nach einer Appendizitis
P78.0-P78.1 Peritonitis beim Neugeborenen
K57.- Peritonitis bei oder nach einer Divertikulose des Darmes
E85.0 Peritonitis benigne, paroxysmal
T81.6 Peritonitis durch chemische Substanzen
T81.6 Peritonitis durch Talkum oder sonstige fremde Substanzen
E85.0 Peritonitis periodisch, familiär
085 Peritonitis puerperal
N73.3-N73.5 Peritonitis weibliches Becken

K65 Akute Peritonitis umfasst:

Peritonitis mit Abszess im Mesenterium
Peritonitis mit Abszess im Omentum
Peritonitis mit Abszess pelveaoabdominal
Peritonitis mit Abszess im Peritoneum
Peritonitis mit Abszess retrozäkal
Peritonitis mit Abszess subdiapragmatisch
Peritonitis mit Abszess subhepatisch
Peritonitis mit Abszess subphrenisch
akute Peritonitis: diffus
akute Peritonitis: eitrig
akute Peritonitis: männliches Becken
akute Peritonitis: subphrenisch

K65.8 Sonstige Peritonitis umfasst:

chronisch-proliferative Peritonitis
gallige Peritonitis
Peritonitis durch Urin
mesenteriale Peritonitis: Fettgewebsnekrose
mesenteriale Peritonitis: Saponifikation

akut = plötzlich, abrupt, unerwartet
chronisch = schleichend, lang anhaltend. wiederkehrend
proliferativ = wuchernd, wachsend
aseptisch = keimfrei
Abort = Fehlgeburt
Appendizitis = Blinddarmentzündung
Divertikulose = Bildung von Ausstülpungen in der Wand des Darmes
benigne = gutartige
maligne = bösartige
Nekrose = Absterben von Gewebe, Gewebstod
Saponifikation = Verseifung
retrozäkal = hinter dem Blinddarm befindlich
paroxysmal = anfallartig
puerperal = auf das Wochenbett bezogen
subdiapragmatisch = unter dem Zwerchfell
subhepatisch = unter der Leber
subphrenisch = unter der Niere

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