Spondylarthrose

Steckbrief: Spondylarthrose

  • Name(n): Spondylarthrose; Wirbelgelenkarthrose; Facettensyndrom; Facettengelenkarthrose
  • Art der Krankheit: Abnutzung der Wirbelgelenke
  • Verbreitung: bei fast jedem über 60
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Frühes Mittelalter
  • Behandelbar: Schmerz und Physiotherapie
  • Art des Auslösers: Verletzungen und/oder Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Wieviele Erkrankte: altersbedingt-keine genauen Zahlen bekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopädie
  • ICD-10 Code(s): M47.86

Wenn die Wirbel abnutzen

Wenn wir älter werden, beginnen die Zipperlein. Die Gelenke nutzen sich ab. Wenn Gelenke längere Zeit stark beansprucht werden, kann das in jedem Alter auftreten, ist aber mit zunehmenden Alter naturgemäß häufiger. Eine Arthrose kann jedes Gelenk betreffen, meist sind es aber Knie, Hüfte und die Wirbelsäule.

Dabei verliert der Knorpel im Gelenk seine Elastizität. Er ist rauer ALS früher. Das kommt von Verletzungen oder zu hohem Druck durch starke oder Über- oder Fehlbelastung. Wenn das Körpergewicht zu stark auf die Gelenke drückt sowie Gelenke fehl gestellt sind. Der Knorpel fängt den Druck wie ein Stoßdämpfer ab und schützt den Knochen.

Definition der Spondylarthrose

Die 24 Wirbel der Wirbelsäule sind durch Wirbelbogengelenke beweglich miteinander verbunden. Dadurch stellen sie sicher, dass die Wirbelsäule nicht ein starrer Stock ist, sondern Bewegungen vorwärts sowie rückwärts zulässt. Die Wirbelbogengelenke werden auch Zwischenwirbelgelenke, Facettengelenke sowie kleine Wirbelgelenke genannt.

Die Wirbelbogengelenke bilden gemeinsam mit den Bandscheiben (Zwischenwirbelscheiben) sowie den Wirbelsäulenbändern eine funktionelle Einheit. Veränderungen der Bandscheiben sowie den Längsbändern der Wirbelsäule kommen meist gemeinsam mit erheblichen Verschleißerscheinungen der Wirbelbogengelenke.

Der Knorpel im Gelenk, der die Stöße abfangen soll, wird von der Gelenkflüssigkeit versorgt, die in der Gelenkinnenhaut produziert wird Die Ernährungs- und Versorgungsfunktion der Gelenkflüssigkeit lässt nach mit dem Alter.

Dabei verliert der Knorpel Wasser, schrumpft und wird dünner und trockener sowie brüchiger. Wird das gelenkt weiter belastet, zeigen sich Abnutzungserscheinungen und die Oberfläche des Knorpels zeigt Einrisse, die sich vergrößern und vertiefen.

Liegen die Gelenke dann nicht genau übereinander, können sie sich beim Verschieben Abreiben auf den Gelenkflächen. Die Gelenke entzünden sich, die Gelenkkapsel schwillt an und verdickt sich. Das ist dann eine typische Spondylarthrose.

Was ist Spondylarthrose?

Reiben sich vom Knorpel feine Partikel ab, wird die Gelenkinnenhaut gereizt und entzündet sich. Die Entzündung schädigt den Knorpel weiter. Dabei kommt es in der Regel zu Beschwerden, die denen bei entzündlichem Rheuma ähneln, wobei das entzündliche Rheuma nicht diese Gelenkabnutzungen hervorruft.

Die fortschreitende Spondylarthrose verändert in der Umgebung des Gelenks das Gewebe, das seinem Funktionieren beteiligt ist. Wenn die Spondylarthrose in ihr Endstadium geht, haben die Knochen keine schützende Knorpelkappe mehr, weil das zerstörte Knorpelgewebe nicht nachgebildet wird. Statt des Knorpels liegt über die Knochen ein Narbengewebe, wodurch das Gelenk einigermaßen schmerzfrei arbeiten kann.

Die Endung „ose“ ist eine nicht entzündliche Krankheit oder eine Änderung des Zustandes. Bei der Arthrose ist das also eine Abnutzung oder ein Verschleiß. Der Gelenkknorpel wird längere Zeit chronisch geschädigt, daher spricht man von einer degenerativen Erkrankung. Bei der Endung „itis“ wird für eine Entzündung gebraucht. Oft werden Arthrose und Arthritis verwechselt, wenn auch bei der Arthrose durchaus eine Entzündung hinzukommen kann, die dann als aktivierte Arthrose bezeichnet wird.

Die degenerative Veränderungen laufen in drei Stufen ab. In der Chondrose ist der Verlust der Flüssigkeit in den Bandscheiben Weil die Bandscheiben durch Diffusion versorgt werden, sind sie nicht durchblutet. Wenn die Elastizität der Bandscheiben sinkt durch Risse und Lücken, spricht man von einer Chondrose intervertebralis.

In der zweiten Stufe, der Osteochondrose, werden die Belastungen stärker auf die Wirbelkörper, weil die Bandscheiben verschlissen sind. Nun bilden die Wirbelkörper einen Kalksaum, eine Sklerose unterhalb der Knorpelfläche.

In er eigentlichen Spondylose:bilden sich knöcherne Ausziehungen oder Anbauten, damit die reduzierte Stabilität kompensiert wird. Der Knochen und der Wirbelkörper verändern ihre Form. Diese anbauten überbrücken zwei Wirbelkörper, man spricht von einer Sponylosis deformans.


Welche Ursachen gibt es?

Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Spondylarthrose, so kann praktisch jede Erkrankung, Verletzung sowie Schädigung der Wirbelsäule eine Spondylarthrose zur Folge haben.
Häufig beginnt es mit Bandscheibenveränderungen wie Vorwölbungen oder Vorfälle sowie Funktionsstörungen der Haltebänder (Ligamente). Weitere Ursachen sind beispielhaft Missbildungen oder entzündliche Erkrankungen, Tumoren oderTraumen sowie generalisierte Skeletterkrankungen, insbesondere die Osteoporose.

Die Vielfalt möglicher Ursachen ist schwierig für eine Abgrenzung zum normalen physiologischen Alterungsverschleiß und entzündlichen Erkrankungen der Wirbelbogengelenke.

Mit zunehmendem Verschleiß ist die Wirbelsäule mechanisch instabiler, weil die Belastungen nicht mehr gleichmäßig auf die beteiligten Gelenke verteilt werden. Das Resultat sind erhebliche Fehlbelastungen der Gelenke. Die meist altersbedingt mögliche Degeneration sowie Höhenminderung der Bandscheiben (Zwischenwirbelscheiben) zwingen zu abnormen Bewegungsmustern und Verschiebungen sowie seitlichen Scher- und Drehbewegungen.

Solche falschen Bewegungsabläufe beeinflussen nicht nur unmittelbar betroffene Segmenten der Wirbelsäule, sondern zunehmend benachbarte Abschnitte. Das bezeichnet der Arzt als Gefügelockerung sowie Gefügeinstabilität der Wirbelsäule.

Der Arthroseprozess an den Wirbelbogengelenken läuft genauso ab, wie an den anderen Körpergelenken auch. Es kommt zur Verschmälerung des Gelenkspaltes und Verkalkung sowie eine Randzackenbildung in den Gelenken.
Die Spondylarthrose verschleißt die Zwischenwirbelgelenke und schadet der Mechanik des Gelenkes. Exakt sind die Ursachen nicht bekannt. Als Risikofaktoren sowie wahrscheinliche Ursachen kann man die folgenden Faktoren nennen:

  • Überlastungen und einseitige Belastungen im Beruf oder Sport
  • Schäden und Degenerationen an den Bandscheiben
  • Verformungen / Instabilitäten der Wirbelsäule
  • Skoliose
  • Hyperlordose
  • Hohlkreuz
  • Rheuma
  • Übergewicht
  • Muskelschwäche

Symptome & Anzeichen

Die Spondylarthrose kann sowohl als eigenständiges Krankheitsbild auftreten als auch Ursache anderer Beschwerden sein. Das Krankheitsbild wird als Facettensyndrom bezeichnet. Weitere, im Verlauf einer Spondylarthrose entstandenen Krankheitsbilder sind beispielhaft die Spinalkanalstenose sowie das Wurzelkompressionssyndrom. Die Symptome dieser Erkrankungen unterscheidet sich meist erheblich von einem Facettensyndrom.

Das Facettensyndrom bei der eigentlichen Spondylarthrose ist grundsätzlich jeder Bereich der Wirbelsäule gefährdet. Am häufigsten ist diese degenerative Erkrankung der Wirbelbogengelenke allerdings im Bereich der Lendenwirbelsäule, dicht gefolgt von der Halswirbelsäule. Krankheitszeichen treten als lokale Rückenschmerzen auf, die bei Belastung stärker werden und sich in Ruhe bessern.

Außer den Schmerzen sowie Muskelverspannungen sind bei degenerativen Veränderungen der Wirbelbogengelenke oft sogenannte Wirbelblockierungen die Folge das heißt, dass das Gelenk nach vielen Bewegungen nicht in seine Ruhestellung zurückkehren kann und die normale Beweglichkeit blockiert ist. Es gibt sehr vielfältige und zudem auch wenig charakteristische Beschwerden, die eine Spondylarthrose hervorruft.

Das macht eine Diagnose eines Facettensyndroms nicht so einfach und deren Abgrenzung gegenüber weiteren Erkrankungen der Wirbelsäule wie der Bandscheiben oder der Muskeln sowie der Bänder. Alle diesen Erkrankungen haben die Schmerzen gemeinsam im Vordergrund der genannten Beschwerden.

  • mehr oder weniger starke Schmerzen, die in den ganzen Rücken ausstrahlen können
  • Verminderung der Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • knöcherne Ablagerungen an den Wirbelkörpern, die als Spondylophyten bekannt sind
  • Abklemmung von Nerven mit Taubheitsgefühlen und Missempfindungen sowie Lähmungen in den Extremitäten
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Durchblutungsstörungen wegen Einengung von Blutgefäßen

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Spondylarthrose ist als Erkrankung der Wirbelsäule recht häufig.Die Arthrose der Zwischenwirbelgelenke tritt in allen Wirbelsäulensegmenten auf. Abschnitte hoher Belastung wie der Übergang der Hals- zu den Brustwirbeln sowie von den Brust- zu den Lendenwirbeln und sogar die gesamten Lendenwirbeln werden vermehrt mit Verschleißerscheinungen der Bandscheiben diagnostiziert.

Sie verlieren oft verbunden an Höhe im Bandscheibenfach. Damit zeigt die Diagnose eine Verminderung der Statik, Mechanik sowie Belastbarkeit der Wirbelsäule. So wird die Instabilität immer größer und die Facettengelenke mehr überlastet.

Die Spondylarthrose stellt unter den degenerativen und rheumatischen Erkrankungen eine der weitaus häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen dar. Leider liegen zur Häufigkeit der Wirbelgelenkarthrose bisher in der Bevölkerung keine genauen Zahlen vor. Allerdings ist eine sehr große Zahl von betroffenen Patienten vorhanden.

Ein Grund für die sehr ungenaue Schätzungen vorliegen, kommt daher, dass das Facettensyndrom als Begleit- sowie Folgeerkrankung und als Ursache etlicher anderer Krankheiten auftreten kann, die die Wirbelsäule betreffen. Etwa 45 Prozent aller rheumatischen Beschwerden können darauf zurückgeführt werden. Männer und Frauen sind übrigens fast gleich häufig betroffen.

Außerdem erhöht sich mit steigendem Alter das Risiko an der Wirbelgelenkarthrose zu erkranken. Sie ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild. In seinem Leben spürt fast jeder Mensch einen Verschleiß an seinen Gelenken. Im Röntgenbild, CT oder MRT diagnostiziert der Arzt bei den meisten Menschen bereits im vierten Lebensjahrzehnt erste Anzeichen eines Gelenkverschleiß.

Im Alter von 65 bis zu 70 Jahren verspürt sie sie fast jeder schmerzhaft. Es heißt, dass 90 % der über 60-jährigen an Spondylarthrose leiden. Die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose steigt proportional mit dem Lebensalter an. Allerdings ist es eben nicht nur ein Krankheitsbild alter Menschen.


Komplikationen bei der Krankheit

Mit der Zeit entsteht durch die degenerativen Veränderungen, die bei einer Spondylarthrose entstehen, eine Spinalstenose, eine Verengung des Wirbelkanals, wo das Rückenmark bedrängt werden kann.

Diese spinale Stenose im Nacken- sowie Rückenbereich ist eine Komplikation der Spondylarthrose. Die Hauptkomplikationen, die bei einer Spondylose auftreten, sind allerdings Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen. Dabei sind die entstehenden Schmerzen im Rücken- oder Nackenbereich normalerweise nicht besonders stark, sie können aber chronisch werden.

Manchmal kann die Spondylose gravierende neurologische Funktionsstörungen mitbringen, weil sich ein Nerv eingeklemmt hat. Das ist zum Beispiel beim Cauda-equina-Syndrom der Fall, wo im Bereich des unteren Rückens die Nerven durch eine Masse sowie Bandscheibe gequetscht werden, eine seltene Komplikation der Spondylose, die gravierende neurologische Veränderungen zur Folge haben.

Wegen der möglichen Komplikationen sowie Schäden an Wirbelsäule oder Nervensystem, sollte eine bewusste Vorbeugung gegen die Spondylarthrose definitiv wichtig sein. Vermeiden Sie vor allem die Überlastung der Wirbelsäule, reduzieren Sie ein eventuelles Übergewicht und vermeiden Sie belastende Tätigkeiten. Ergänzend ernähren Sie sich entsprechend, damit die Wirbelkörper auch bei natürlicher Alterung lange stabil bleiben.

Wenn die Reizungen nicht behandelt werden, können Schmerznerven und Nervenwurzeln mit der Spondylarthrose zur Radikulopathie führen. Sie ist besonders gefährlich, weil die Nervenwurzeln sich entzünden, die dem Rückenmark entspringen. Die Nervenwurzeln sind Nervenzellen im Rücken, wo sie in das Rückenmark gelangen.

Neben Schmerzen macht sich die Radikulopathie mit Gefühlsausfällen sowie Lähmungserscheinungen bemerkbar. Auslöser sind oft ursächlich Bandscheibenvorfälle, oder eben Veränderungen der knöchernen Wirbelsäule sowie Entzündungen.

Im schlimmsten Fall bleiben Nervenschäden, Lähmungen sowie Taubheit.
Aufgrund der Schmerzsymptomatik kommt es zu schmerzhaften Muskelverspannungen und teilweise Fehlhaltungen und Fehlbewegungen. So verstärkt sich der Schmerzkreislauf.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Selbstverständlich sollten Sie so früh wie möglich einen Arzt aufsuchen, damit Sie einen kompletten Verschleiß des Gelenks vermeiden.
Schmerzen sowie ein Gefühl der Steifigkeit länger als zwei Wochen an der Wirbelsäule, sollten der Anlass für einen sofortigen Arztbesuch sein.
Der Arzt erkundigt sich zuerst nach den aktuellen Beschwerden, der Krankengeschichte und nimmt eine körperliche Untersuchung vor; möglicherweise verordnet er eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule.

Weil die anhaltenden Gelenkbeschwerden eine ernste Angelegenheit sind, ist der Arztbesuch sehr wichtig. Von langsam fortschreitendem Gelenkverschleiß zu Erkrankungen des Immunsystems bis hin zu akuten Gelenkinfektionen gibt es etliche Ursachen. Die aktuellen Gründe stellt nur der Mediziner definitiv fest. Gehen Sie frühzeitig zum Arzt. Bei Gelenkbeschwerden als die Folge eines Unfalls oder eines Sturzes sowie einer anderen äußeren Einwirkung gehen Sie sofort zum Arzt.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Therapie bei der Spondylarthrose ist fast immer konservativ,weil kaum Möglichkeiten sind, die Ursache auszuschalten,. Konservativ heißt, dass eine Schmerz- sowie Physiotherapie meist den Vordergrund der Behandlung bilden.
Eine konservativen Therapie bedeutet:

  • Medikamente
  • Schmerzpflaster
  • Physikalische Schmerztherapie wie Stromtherapie oder Ultraschall oder Wärme
  • Wirbelgelenkinfiltrationen, Nervenblockaden, Triggerpunktinfiltrationen behandeln
  • Koagulationsbehandlung der Wirbelgelenke: Verödung der schmerzleitenden Nervenfasern der Wirbelgelenke
  • Orthopädische Bekleidung wie Mieder

Den größten schmerzmindernden Effekt haben Injektionen direkt in die kleinen Wirbelgelenke. Weitere konservative Verfahren sind Infiltrations-sowie Injektionstechniken an der Wirbelsäule. Das sind minimalinvasive therapeutische Verfahren, um akute und chronische Rückenschmerzen zu behandeln. Wenn in Abhängigkeit der Bilder der Krankheit sowie den Symptomen des Patienten nicht Bedarf für eines operativen Eingriffs besteht, sind Infiltrations- sowie Injektionstechniken zur komplikationsarmen Schmerzlinderung sinnvoll.

Die therapeutischen Maßnahmen sind bei einer Spondylarthrose in der Regel verstärkt vom Ausmaß des Verschleißes abhängig sowie den begleitenden Schmerzen. Anfänglich kommen physiotherapeutische Massagen und gymnastische Übungen zum Einsatz, um Aufbau und Stärkung der Rückenmuskulatur zu fördern.

Dann geht es weiter mit elektrotherapeutischer Stimulierung der Muskeltätigkeit und hydrotherapeutischen Maßnahmen wie Kneippsche Bäder und Entspannungsübungen. In Abhängigkeit von de Schmerzen ist zusätzlich eine medikamentöse Therapie erforderlich mit Schmerzpflastern und nicht steroidalen Antiphlogistika sowie Muskelrelaxantien.

Daneben ist eine Akupunktur nicht verkehrt, die mit weniger Nebenwirkung hat und zur Therapie der Schmerzen passt. Darüber lassen sich mit einer Kryosonde die Nerven in den Facettengelenken minimal-invasiv vereisen. Ein chirurgischer Engriff ist generell vorsichtig in Planung und erst dann sinnvoll, wenn die anderen Maßnahmen nicht mehr wirken.

Hierbei gibt es verschiedene Operationsverfahren. Beispielweise kann der Spinalkanal erweitert werden, damit keine Kompression die befindlichen Nerven belastet und Schmerzen verursacht. Eine Spondylodese mit einer Versteifung der betroffenen Wirbelsegmente ist ein weiteres praktisches Operationsverfahren bei einer Spondylarthrose.

Bei dieser Fusionsoperation verbindet man zwei oder mehr Wirbelsäulensegmente miteinander fest und stabilisiert damit die Wirbelsäule. Verschiedene Schrauben befestigen die einzelnen Wirbelkörper und die Schrauben der verschiedenen Wirbel werden miteinander verbunden. Manchmal bringt man zusätzlich einen Metallkäfig sowie körpereigene Knochen ein in die Wirbelsäule.

So wird die Wirbelsäule stabiler sowie eingeklemmte Nerven haben dann mehr Raum. In den operierten Bereichen ist die Wirbelsäule dauerhaft versteift. Deshalb führt man die Operation nur bei weit fortgeschrittener Spondylarthrose durch.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die Spondylarthrose braucht wie alle anderen Arthroseformen regelmäßige Bewegung sowie Ausgleichsportarten wie Laufen und Schwimmen zur Vorbeugung, aber ohne Überlastung. Das Übergewicht ist ein weiterer Risikofaktor für eine Spondylarthrose, ein Abnehmen ist vorprogrammiert.

Wenn Sie Ihren Körper schonen, muss eine Arthrose nicht entstehen. Wichtig ist auch eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung. Eine grundsätzliche Arthrose-Ernährung ist säurearm und basisch , um einen Knorpelabbau zu verhindern .

Oftmals werden die Gelenke der Wirbelsäule entlastet durch Bewegung und Stärkung ihrer umliegenden Muskulatur. Je besser die Facettengelenke von der Muskulatur zusammengehalten werden, umso positiver ist der Einfluss auf die Gelenke. Zusätzlich bringt Bewegung eine bessere Ernährung des Knorpels. Besonders gelenkschonende Sportarten wie Wassergymnastik und Radfahren und Schwimmen sind förderlich zur Prävention der Spondylarthrose. Zudem reduzieren Sie das eigene Körpergewicht reduziert durch ausreichende Bewegung und tragen damit auch indirekt zur Knorpelgesundheit bei.

Die Entstehung einer Spondylarthrose hat viele Ursachen. Fehlbelastungen im täglichen Leben und eine Unterentwicklung der Muskulatur in Kombination genetischer Faktoren spielen die größte Rolle. Auf jeden Fall führt ein Muskelaufbautraining bei der wirbelsäulenumspannenden Muskulatur zu einer vorbeugenden Stabilisierung der Wirbelsäule, hilft aber auch bei bestehenden Beschwerden und Schäden.

Das Training ist für drei Monate Pflicht mit einem Physiotherapeuten. Danach können Übungen an Geräten sowie selbständiges Üben mit gelegentlicher physiotherapeutischer sowie trainingstherapeutischer Kontrolle durchgeführt werden. Ergotherapeutisch ist richtiges Sitzen sowie richtiges Bewegungsverhalten im Alltag und Beruf zu prüfen und schulen.


Prognose zur Heilung

In den meisten Fällen bestehen gute Aussichten bei einer zervikalen (Hals und Nacken) und lumbalen (Lendenbereich) Spondylose. Meist verspüren Spondylose Patienten gar keine Symptome.
Im Laufe von einigen Wochen sprechen die meisten Personen in der Regel gut auf eine Behandlung an. Allerdings können die Symptome später erneut auftreten. In einem Fall von zehn entsteht ein chronischer Langzeitschmerz, der im Nacken beginnt.

Die Prognose beim Facettensyndrom sowie die Chance der Schmerzfreiheit hängt vor allem ab von den Wirbelsäulenveränderungen, die bei dem Syndrom zugrunde liegen. Meist kann man durch eine konsequente Therapie rasch eine nachhaltige Linderung des Schmerzes vermitteln. Die Schmerzlinderung sowie die Verbesserung der Lebensqualität sind die Hauptkriterien in der Therapie des Facettensyndroms.

Dabei ist vor allem wichtig der Aufbau einer stabilisierenden Muskulatur. Dazu sollte die Physiotherapie eine Anleitung bieten zur Selbsthilfe. Das Facettensyndrom kommt oft gemeinsam mit anderen Wirbelsäulenschäden und es sollte als mögliche Ursache von starken und dauerhaften Rückenschmerzen immer Rücksicht finden sowie spezifisch behandelt werden.


Das Leben mit Spondylarthrose

Jeden Tag die Schmerzmittel einwerfen ist sicher nicht das wahre. Alternativen gibt es natürlich, allerdings sind die davon abhängig, einerseits wie weit die Spondylarthrose fortgeschritten ist, andererseits wieweit die Schmerzen stören. Und dazu kommt noch das Alter. Wer noch im Beruf eingebunden ist, noch eine feste Anstellung sucht und möglicherweise noch 20 Jahre vor sich hat bis zur Rente, ist auf seine Beweglichkeit angewiesen und kann nicht dauernd Krank feiern.

Die Schmerzmittel reduzieren ist eines, die Physiotherapie zur Beweglichkeit ist ein anderes. Beides kann zur besseren Lebensqualität weiterhelfen. Dann macht nicht nur das Arbeitsleben wider mehr Spaß, auch das Familienleben ist gerettet.

Die Akkupunktur als Alternative
Eine Alternative mit wenig Nebenwirkungen ist die Akupunktur. Die Akupunktur der Wirbelsäule hat sich in der Vergangenheit als wertvolle Therapie im Bereich der Wirbelkörper bei degenerativen Prozessen erwiesen. Sie sollten hierbei einen Fachmann mit fundierter Ausbildung aufsuchen. Die falsch ausgeführte Akupunktur verschlimmert die bestehenden Rückenschmerzen und auch den Krankheitsverlauf.

Die Facettenblockade
Eine weitere Alternative wäre ein Facettenblockade, die ein Orthopäde durchführt und die so etwa zwei Jahre fast schmerzfrei hält.

Die Arthroskopie soll helfen
Es soll eine chirurgische Methode geben, Arthrose zu bessern, mittels Mikrofrakturierungen der Gelenkflächen. Es gibt leichte Blutungen im Gelenkspalt. Die Stammzellen im Blut können im Gelenkspalt zu Knorpel werden. Ob der zarte Knorpel normalen Belastungen stand hält, ist die große Frage, zumal die Arthroskopie nur bei größeren Gelenken funktionieren soll.

Der Vorteil der Ernährung
Eine vorteilhafte Nebenwirkung ist natürlich die gesunde Ernährung. Weniger Gewicht belastet die Gelenke weniger und der Körper lebt gesünder. Die Ernährungssünden machen definitiv viel Lebensqualität kaputt. Gesund leben nicht Rauchen und keinen Alkohol (oder nur wenig) sind Dinge, die als Sünden wegfallen.( die Summe aller Sünden bleibt gleich).

Alternative Behandlungsmethoden

Bei der Spondylarthrose sind die manuellen Heilverfahren die bedeutendste Behandlungsoption aus der Naturheilkunde. Besonders die Osteopathie gilt hier als geeigneter naturheilkundlicher Therapieansatz bei den moderaten Formen der Spondylarthrose. Die Osteopathie ist bis heute bei den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht im bezahlbaren Leistungskatalogs.

Mittlerweile übernehmen verschiedene gesetzlichen Krankenkassen Kosten einer Osteopathie-Behandlung freiwillig. In der Osteopathie wird nicht allein ein Wirbel behandelt, der schmerzt, sondern die gesamte, überspannte Muskulatur, die mit dem Wirbel in Verbindung steht. Solange die Muskulatur ihre Spannung behält und Zugkräfte ausübt, gibt es keine Hilfe. Daher beeinflusst der Osteopath die Spannung der Muskulatur und sucht Ursachen sowohl in der Hirn- als auch der Rückenmarkshaut und den Faszien sowie den inneren Organen und löst sie.

Zur Physiotherapie kommen bei Spondylarthrose spezielle Massagen, Elektro- und Hydrotherapie wie die Kneipp-Kur hinzu als wichtige Maßnahmen in der Therapie. Sie entspannen einerseits die Wirbelsäule, stärken andererseits die Muskeln, so dass sich Rückenschmerzen durch die Übungen ebenfalls lindern lassen.

Bisher war die Akupunktur für die Wirbelsäule eine wertvolle Therapie und half im Bereich bei degenerativen Prozessen der Wirbelkörper. Der Fachmann mit fundierter Ausbildung kann eine wertvolle Hilfe sein zur Schmerzlinderung. Falsch ausgeführt kann die Akupunktur eher schaden bei bestehenden Rückenschmerzen sowie den Krankheitsverlauf verschlimmern.

Zusätzlich zur Medikamenten-Therapie unterstützen Wärme- und. Kälteanwendungen sowie Elektrotherapie und Bäder eine Arthrosebehandlung. Mit Bewegung wird der Halte- und Bewegungsapparat kräftiger gemacht. Wenn die Arthrose zu weit fortgeschritten, kann man Schädigungen nur noch entfernen oder Gelenke versteifen.

Welche Hausmittel können helfen?

Auflagen und Wickel

Chronische Prozesse reagieren optimal auf Wärme, die akuten eher auf Kälte. Bei akuten Schmerzen und Schwellungen sind also eher kalte Topfenwickel anzuwenden.

Die chronischen Schmerzen lindert man am besten mit einem Heublumensack, er ist in der Apotheke erhältlich. Sie erhitzen ihn fünfzehn Minuten in Wasserdampf und druecken ihn vorsichtig aus und legen ihn so heiß wie möglich mit einem Wolltuch fixiert auf die betroffene Stelle auf und lassen ihn etwa 40 Minuten liegen.

Der Kohlwickel kommt auch aus der Volksmedizin, ist allerdings sehr zu empfehlen. Sie wälzen Kraut- oder Kohlblätter auf einer Flache, bis der Saft austritt. Vor der Anwendung erwärmen Sie alles über Wasserdampf erwärmen und legen den Wicken auf den Gelenkbereich. Kohlwickel verbessern auch um die Gelenke die Situation und wirken Schmerz- sowie Verspannungszuständen entgegen und zusätzlich fördern sie die Durchblutung.

Gemmotherapie gegen Arthrosen
Die Gemmotherapie ist bei uns wenig bekannt. Dabei werden Knospen der Pflanzen verwendet. Sie werden in Form von Glycerinverbindungen oder Muttertikturen verwendet und wirken als Reparaturmechanismen. Vor allem Knospen der Nadelhölzer sind hilfreich, Gelenke zu reparieren.

Das Präparat aus Tannenwipfeln hat sich vor allem bewährt und sollte abwechselnd mit Bergfichtenmazerat eingenommen werden, das von der Berg-Kiefer oder auch Latsche stammt. Es remineralisiert die Knochen und ist hilfreich bei Abnützungserscheinungen und entzündungshemmend.
Die Anwendung wird empfohlen bei vielen Arthrosen wie Hüft- , Kniegelenks-, Rückenwirbelarthrosen und rheumatoide Prozessen, sowoh entzündliche als auch degenerative Formen.
Sie nehmen morgens 10 Tropfen Tanne und abends 10 Tropfen Bergfichte ein über einen längeren Zeitraum.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Sollten Sie bei der Spondylarthrose-Therapie Heilpflanzen verwenden wollen, muss der Einsatz rechtzeitig erfolgen. Dazu ist es des Weiteren wichtig, das Bindegewebe zu entlasten und die Ausscheidungsorgane wie Niere, Darm, Leber sowie die Haut anzuregen. Eine solche Stoffwechselkur empfiehlt sich im Frühjahr.

Brennnessel (Urtica dioica)
Eine der wichtigste Pflanzen ist die Brennnessel. Sie wird bereits seit Urzeiten in der Spondylarthrose-Therapie verwendet und hemmt die Bildung von Zytokinen. Zytokinen sind Entzündungsmediatoren, deren Reduzierung deutlich schmerzlindernd wirkt. In Studien hat sich ergeben, dass Patienten, die 50 Gramm Brennnesselmus einnehmen, eine signifikante Linderung der Symptome eintrat.

Das heißt: Sie essen so oft es geht, Brennnesselspinat im Frühjahr oder greifen auf fertige Präparate zurüCK in hochdosierter Form aus der Apotheke. Der Brennnesseltee ist dagegen harntreibend. Er und regt die Harnsäureausscheidung an und hilft auch bei der Arthrose. Der regelmäßiger Einsatz der Brennnessel könnte die folgende afrikanische Pflanze schützen.

Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)
Die Pfllanze kommt aus der Kalahariwüste. Aus der großknolligen Wurzeln wird die Arznei gemacht. Sie blüht kurze Zeit im Jahr und entwickelt dann Früchte mit lange Armen und Widerhaken, daher der Name. Sie ist bereits stark bedroht und ein schonender Umgang mit Wildbeständen ist erforderlich. Die Teufelskralle ist allerdings die wirkungsvollste Heilpflanze bei Arthrose und Verschleißerscheinungen.
Sie enthält starke Bitterstoffe und dazu Phytosterine, Triterpene sowie Flavonoide.

Die Stoffe sind wissenschaftlich gut untersucht und geben der Teufelskralle ihre entzündungshemmende, antiarthrotische sowie schmerzlindernde Wirkung. Der Einsatz der Teufelskralle wird auch aus Sicht der Phytotherapie bei degenerativen Gelenkerkrankungen aller Extremitäten sowie der Wirbelsäule empfohlen. Der Tee ist recht bitter, auf dem Markt sind viele Fertigpräparate erhältlich. Patienten mit Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren sollten die Teufelskralle nicht einnehmen.

Hagebutte (Rosa canina)
Der Hagenbuttentee ist sehr gesund zum Frühstück. Angewendet werden die Hagenbutten gegen Gelenkprobleme als Pulver aus dem Fruchtfleisch. Es ist in Form fertiger Präparate in der Apotheke erhältlich. In Dänemark und Schweden waren Hagebutten bereits vor 20 Jahren als Mittel gegen Arthrosen im Einsatz und wurden dann wissenschaftlich gut untersucht. Das Fruchtfleisch enthält neben vielen Vitaminen, Carotinoiden sowie Flavonoiden auch Galaktolipide, die positiv auf die Gelenke wirken.

Das Pulver besteht aus der gesamten getrockneten Frucht mit Kernen und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es hilft, die typische Morgensteifigkeit bei Arthrose, zu bessern. In Studien zeigt sich, dass sich durch Einnahme die Hüft- sowie Kniegelenksbeweglichkeit erheblich verbessert und der Rücken beweglicher wird. Außerdem senkt das Pulver schlechte Cholesterin (LDL) und wirkt sich so positiv auf die Gefäße aus. Die Wirkung entfaltet sich vor allem in einer vier bis sechswöchigen Kur mit einer Tagesdosis von 5 g Pulver, die Sie auf eine Erhaltungsdosis reduzieren können von 2,5 g.

Schmerzlindernde Heilpflanzen
Etliche Heilpflanzen enthalten Salicin, das der Körper in Salicylsäure umwandelt und schmerzstillend wirkt. Dazu zählt die Weidenrinde, das Mädesüß, die pharmakologische Wiesenspierstaude sowie die Eschenblätter und die Pappelblätter. Weidenrinde ist in der Apotheke als Tee oder fertiges Präparate zu bekommen. Das Mädesüß ist auch zu haben als Droge für leckeren Tee. Die Eschenblätter, Pappelrinde und Weidenrinde sind in Kombination als Präparat erhältlich.

Dazu unterstützen einige Naturheilmittel wie die Teufelskralle und die Grünlippmuschel den Knorpelaufbau und sind bei bei vielen Arthrose-Formen im Einsatz. Vor allem der Teufelskralle ist bei leichten Schmerzen schmerzlindernd.

Leichte und mittelschwere Arthroseschmerzen sind mithilfe des Weidenrindenextraktes zu lindern. Die Wirkung der Weidenrinde ähnelt der von Aspirin, wobei das natürliche Mittel besser vertragen wird von vielen Patienten als das synthetische Aspirin. So ist der Weidenrindenextrakt eine wirksame Alternative. Wissenschaftler testeten in Studien die Wirkung der Dragees. Dabei verminderten sich bei den meisten Mitwirkenden die Arthroseseschmerzen, ohne störende Nebenwirkungen im der Magen-Darm-Bereich. Die positive Wirkung kam allerdings erst mit der doppelte Menge (vier statt zwei Dragees) als vom Hersteller angegeben.

Ätherische Öle

Neben der innerlichen Einnahme ist empfohlen, bei Arthrosen äußerliche Anwendungen der Heilpflanzen zu nutzen, vor allem zur vermehrten Stoffwechselförderung des Gewebes, zur Entzündungshemmung sowie zur Schmerzlinderung. Der Einsatz erfolgt entweder mittels Ölauszügen, Tinkturen oder Tees, die Sie für Umschläge sowie Wickel nutzen und anwenden.

Johanniskrautöl ist durchblutungsfördernd sowie durchwärmend und damit muskelentspannend. Sie können es einreiben sowie als angewärmte Ölkompresse anwenden. Johanniskrautöl ist auch optimal als Trägeröl für andere ätherische Öle, zum Beispiel Rosmarin oder Lavendel oder Wacholder, um das das Wirkungsspektrum zu erweitern.

Arnikatinktur ist das Allheilmittel bei Gelenkbeschwerden. Äußerlich angewendet ist sie optimal bei rheumatischen sowie neuralgischen Schmerzen, was bereits in Studien belegt ist. Arnika hilft bereits am Morgen bei Gelenksbeschwerden und dem typischen Zerschlagenheitsgefühl. Für Umschläge muss Arnikatinktur immer zehnfach verdünnt werden, weil es ansonsten zu Hautirritationen kommen kann. Fertigpräparate sind auch als Salben erhältlich. Arnika ist nicht bei Korbblütlerallergien zu verwenden

Wacholdertinktur ist vor allem durchblutungsfördernd und erwärmt und entschlackt Muskeln. Dadurch werden die Gelenke entlastet. In der Apotheke ist Wacholder lediglich als Zusatz in Mischpräparaten. Sie stellen die Tinktur aber leicht her: Ein Glas zur Hälfte füllen mit Wacholderbeeren und mit 40 % Alkohol übergießen. Nach drei Wochen Lagerung an einem warmen Ort: abfiltern und anwenden zum Einreiben.

Beinwell gibt es als Beinwellsalbe und ist in der Apotheke erhältlich. Sie hilft laut Studien vor allem bei schmerzhafter Arthrose im Kniegelenks, ist bei Problemen bei allen anderen Gelenken verwendbar.

Homöopathie & Globuli

In der Homöopathie werden die Globuli eingenommen. Sie werden hergestellt in einer Verdünnung des Ausgangsstoffes mit Wasser oder Alkohol.
Niedrigpotenzen reichen bis D12 und Hochpotenzen ab D30, die nicht von Laien verwendet werden sollten. D- und C-Potenzen haben die Größe 3: 110 bis 130 Kügelchen per Gramm Zucker.

LM-Potenzen sind in der Größe 1 hergestellt, 500 Kügelchen per Gramm Zucker. Sie haben daher Durchmesser von 0,5 bis 1,5 mm.

Für eine Schmerzlinderung in Gelenken nimmt man Bergwohlverleih (Arnica montana) mit einer Potenz von D2.

Schmerzen in Knochen, Gelenken, Sehnen und Muskeln koennen mit Giftsumac (Toxicodendron quercifolium) D2 behandelt werden.

Die Kanadische Blutwurz (Sanguinaria canadensis) D4 ist bei Arthrose in Gelenken empfehlenswert. Bittersüß (Solanum dulcamara) D2 wird gegeben, wenn in den Gelenken Entzündungen vorliegen und Schwefel (Sulfur) D2 bei Arthrose Beschwerden.

Die auch als „Glaubuli“ genannten Streukügelchen haben keine wissenschaftlich bewiesene Wirksamkeit.

Schüssler-Salze

Schüßler-Salze sind pharmakologisch nicht wirksam, sagt die Stiftung Warentest: Die Biochemie nach Schüßler ist nicht zur Behandlung von Krankheiten geeignet. Edzard Ernst, Professor der Alternativen Medizin, sagte 2007: Eine Kostenübernahme durch deutsche Krankenkassen ändere nicht, dass die Behandlung unwirksam ist. So ist die Übernahme der Kosten durch gesetzliche Krankenkassen sei ein Verstoß gegen die WANZ-Kriterien, dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen nach § 12 SGB V und somit rechtswidrig.

Die folgenden Schüßlersalze werden für den Einsatz bei Spondylarthrose genannt:

Nr. 1 Kalziumfluorid, Gebräuchliche Potenz: D 12: ist ein Mittel für die Stützgewebe, ein Salz für das Bindegewebe, Gelenke, Sehnen, Knochen, Haut. Es wirkt langsam und ist über einen langen Zeitraum einzunehmen.

Nr. 8 Kalziumfluorid (Kochsalz), D6, ist ein Bewässerungsmittel und reguliert eine Wasseraufnahme der Zellen. Es ist ein wichtiges Mineralsalz für den Flüssigkeitshaushalt.

Nr. 11 Siliziumdioxid, Kieselerde, D12, ist ein Stabilisierungs- und Nervenmittel und steht vor allem für den Aufbau des Bindegewebes. Es soll bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose helfen und lindern.


Diät & Ernährung

In vielen Studien wurde bereits gezeigt, dass gesunde Ernährung bei Gelenkbeschwerden zur Vorbeugung wichtig ist. Sie sollten den Gemüseanteil in Ihrer Nahrung erhöhen.

Arthrose und Arthritis machen sich sonst als Krankheitsbild in Knöcheln, Knien, der Hüfte und Ihrer Wirbelsäule breit. Forschungen haben bewiesen, wie Lebensmittel beitragen können, das Auftreten von Entzündungen und Verschleiß zu fördern oder zu verringern und genauso die Auswirkungen davon.

Weil nicht bei allen Arthritisformen Entzündungen eine Rolle spielen, wie zum Beispiel bei den Arthrosen, führt vor allem der damit verbundene Effekt der Gewichtsverminderung dazu, dass sich das Krankheitsbild der Arthrthose wie der Spondylarthrose verbessert.

Gesunde Fette
Omega-3-Fettsäuren unterstützen Ihre Herzfunktion. Dafür essen Sie vor allem Samen oder Nüsse. Die Gelenke unterstützen Sie durch den Verzehr von Fisch, wie:

  • Makrele
  • Sardellen
  • Thunfisch
  • dazu Walnüsse
  • Öl und
  • dunkles Blattgemüse

Essen Sie gerne Fleisch, dann achten Sie auf ein mageres Stück in der Größe von maximal einem gestapelten Kartenspiel.
Lebensmittel wie andere Meeresfrüchte sowie rotes Fleisch, führen zur mehr Produktion der körpereigenen Substanz Purin, wodurch Gicht gefördert werden kann, eine Form von Arthrose.

Vitamine und Mineralstoffe
Ihre Ernährung kombinieren Sie mit genügend Vitaminen, Mineralstoffen und Vitamin C– sowie Vitamin D-reichem Obst und Gemüse und

  • Fisch
  • Müsli und
  • zuckerfreie Säfte

Jedes Extrakilo ist ungesund

Lassen Sie Ihr Gewicht konstant. Ihr Immunsystem verkraftet die täglichen Aufgaben besser, wenn es sich nicht neu einstellen muss.
Das heißt: Eine Bandbreite von ein, zwei Kilos ist kein Problem. Es dürfen aber nicht Schwankungen von fünf oder mehr Kilos werden.
Bedenken Sie: Kohlehydratreiche Lebensmittel sind sehr zuckerhaltig und kalorienreich. Die Gewichtszunahme schwächt das Immunsystem, das grundsätzlich mehr arbeiten muss.

Somit sinkt der Schutz Ihres Körpers mit jedem weiteren Kilo. Die Verringerung Ihres Gewichts um fünf Kilo senkt das Risiko von Arthrose und Arthritis um etwa 50 Prozent.

Eine Studie ergab, dass durch eine kalorienarme Ernährung und einem damit einhergehenden Gewichtsverlust von bis zu zehn Kilo, bei Arthritis-Patienten dazu führten, dass die Schmerzen in den Knien nachgelassen haben.

Langsame Umstellung
Eine mediterrane Ernährung kann einen bis zu zwanzig Prozent geringeren CRP-Spiegel bringen, das ist der Entzündungswert im Körper. Diese Ernährung legt einen Schwerpunkt auf viel Obst sowie Gemüse und Vollkornprodukte und Samen sowie Öle und Nüsse.

Planen Sie eine längere Zeit für das Eingewöhnen in die gesunden Ernährungsmuster ein. Auch wenn Sie sich schnelle Lösungen wünschen, die nachhaltigen benötigen Zeit, Ausdauer sowie Konsequenz.

Wenn Sie mal von Ihrem Ernährungsplan abweichen, seien Sie nicht so hart zu sich. Manchmal gibt es Rückschläge und die Eingewöhnungsphase dauert länger an. Nach einigen Wochen werden Sie sich wohlfühlen mit Ihrem neuen Ernährungsplan.

Die richtige Sportart mit ärztlicher Beratung
Ihre Ernährungsumstellung können Sie durch sportliche Betätigung unterstützen, damit die Gewichtsabnahme schneller geht. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach für zu Ihrem Gesundheitszustand passende Sportarten oder Sporteinheiten.

FAQ – Fragen & Antworten

Ist Spondylarthrose gefährlich?

Die Arthrose kann zwar schmerzhaft sein, aber sie ist nicht lebensbedrohlich.

Wo kann Arthrose entstehen?
Die Arthrose kann in unserem Körper überall entstehen, wo Knorpel vorhanden ist. Schultern und Knie, Ellenbogen und Hüften, Wirbel und Finger – insgesamt hat der Mensch 143 Gelenke.

Ist Arthrose heilbar?
Nein, Knorpelschäden an Gelenken kann man nicht ganz rückgängig zu machen. Eine Arthrose ist nicht heilbar. Der verloren gegangene Knorpel kann nicht nachwachsen. Keine Behandlungsmethode macht das Gelenk wieder gesund.

Ist Arthrose behandelbar?
Durch die verschiedenen Therapien kann der Arthroseverlauf zu verlangsamt oder sogar gestoppt werden. Dabei gibt es eine unterschiedliche Auswahl an Behandlungsformen.

Wann zum Arzt?
Die chronischen und anhaltenden Gelenkbeschwerden bleiben eine ernste Angelegenheit. Für den langsam fortschreitendem Gelenkverschleiß zu Erkrankungen des Immunsystems bis hin zu akuten Gelenkinfektionen gibt es viele Ursachen geben. Die aktuellen Gründe kann der Mediziner feststellen. Sie gehen besser frühzeitig zum Arzt. Bei Gelenkbeschwerden als Folge eines Unfalls oder eines Sturzes sowie einer anderen äußeren Einwirkung sollten Sie sofort zum Arzt.

Welche Arthrose-Arten gibt es?
Jedes Gelenk kann betroffen sein, so gibt es viele Arthrosearten. Am häufigsten sind die Arthrose:

  • des Hüftgelenks (Coxarthrose)
  • des Kniegelenks (Gonarthrose)
  • der Wirbelsäule (Spondylarthrose)
  • des Schultergelenkes (Omarthrose)

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

Die Arthrose ist ein Knorpelverschhleiß. Die Arthritis ist eine Gelenkentzündung. Die Arthrose kann zu einer Arthritis werden, dann verschleißt noch mehr.

Wie läuft jede Arthrose grundsätzlich ab?
Eine Arthrose entwickelt sich immer nach dem gleichen Muster. Anfangsphase verliert der Gelenkknorpel Elastizität, Knorpelzellen sterben ab und das Knorpelgewebe wird dünner und reißt. Der Gelenkknochen verdichtet und verhärtet sich. An der Gelenkfläche bilden sich wulstartige Knochenvorsprünge an den Rändern. Die Gelenkfläche wird immer kleiner, entzündet sich und schmerzt.

Was tun bei Symptomen einer Arthrose?
Zur Sicherheit den Arzt sprechen. Folgendes können Sie selbst tun :

  • Gewicht reduzieren
  • für Bewegung sorgen
  • ausreichend Trinken
  • wenig Säure wie Cola oder Essig
  • nicht Rauchen
  • kein Alkohol
  • weniger tierische Fette und Eiweiße
  • mehr Seefisch
  • Mittelmeerkost

Kann man einer Arthrose vorbeugen?

Vorbeugen wie impfen geht bei Arthrose nicht, aber die Entwicklung kann man verlangsamen und eine weitere Verschlechterung verhindern (s. obige Liste).

Gibt es eine Vorsorge-Untersuchung?
Zu den Untersuchungen im weiteren Sinne gehört in jungen Jahren die Untersuchung auf eine angeborene Fehlstellung des Hüftgelenks und der Wirbelsäule.

Welche Bedeutung hat mein Gewicht?
Bei beginnender Arthrose ist jede Überbelastung der Wirbel zu vermeiden, sich aber viel zu bewegen. Übergewicht ist abzubauen, weil die Gelenke jedes Pfund mittragen.

Welche Bedeutung hat das Rauchen?
Durch Rauchen reduziert den Sauerstoffgehalt im Blut. Für die Knorpel ist das Gift. Stoppen Sie das Rauchen.

Warum soll das Gelenk bewegt werden?
Die Bewegung schmiert das Gelenk, dadurch wird die Gelenkschmiere (Synovialflüssigkeit) von der Gelenkinnenhaut produziert, dämpft das Gelenk und versorgt Knorpel und umliegendes Bindegewebe mit Nährstoff.

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