Spondylose

Steckbrief: Spondylose

  • Name(n): Spondylose; Spondylosis deformans
  • Art der Krankheit: degenerative Wirbelsäulenerkrankung
  • Verbreitung: weltweit; vorrangig Industrienationen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: ab 1900
  • Behandelbar: Ja – Heilung selten
  • Art des Auslösers: degenerative Veränderungen Bandscheibe
  • Wieviele Erkrankte: über 90 Prozent der Menschen über 65 Jahre
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäde; Physiotherapeut; Osteopath
  • ICD-10 Code(s): M47.- Spondylose

Spondylose – wenn die Bandschreibe krankt …
Die Bezeichnung Spondylose ist ein Überbegriff von mehreren degenerativen Beschwerden rund um die Wirbelsäule, die durch einen Verschleiß bzw. Veränderungen in der Wirbelsäule verursacht werden. Ein häufige Ursache sind z. B. Veränderungen an den Bandscheiben. Diese Rückenproblematik gehört in den Industrieländern mit zu den am meist verbreiteten Volkskrankheiten und die überwiegende Mehrheit der Menschen im Alter haben in irgendeiner Art und Weise mindestens einmal in Ihren Leben unter Rückenproblemen zu leiden bzw. weisen eine dauerhafte Problematik im Rückenbereich auf.

Dies hat verschiedene Ursachen. Die Medizin hat aber nach derzeitigem Wissensstand ein paar sehr gute Therapien und Behandlungsmöglichkeiten entwickelt um eine Heilung zu gewährleisten oder wenigstens den Betroffenen ein StüCK Lebensqualität wieder zu geben bzw. so lange wie möglich zu erhalten.

Definition Spondylose

Spondylose oder Spondylosis deformans ist ein übergeordneter Sammelbegriff für alle auftretenden Beschwerden rund um die menschliche Wirbelsäule, die degenerativ verlaufen. Ob sie Beschwerden wie z. B. Schmerzen oder einer verminderte Beweglichkeit verursachen ist für ein Vorliegen der Erkrankung nicht entscheidend. Es gibt eine Vielzahl von Betroffenen, die an einer Spondylose erkranken und keinerlei Beschwerden aufweisen. Von einer Spondylose spricht man bei allen auftretenden Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule, die sich im Laufe der Zeit verschlechtern („degenerativ“).

Die Erkrankung kann schnell oder langsam voranschreiten bzw. auch idealerweise zum Stillstand gebracht werden, je nachdem wie gut die Behandlung anschlägt, wie das Alter des Betroffenen ist und wie der gewohnte bzw. geänderte Lebensstils ist. Häufig liegt eine Problematik bzw. Schrumpfung der Bandscheiben vor, die die Wirbelsäule aus der Balance bringen und zu Veränderungen im Knochenbereich führen kann. Eine Spondylose braucht nicht unbedingt behandelt werden, sofern der Betroffene keine allzu schweren Einschränkungen und Schmerzen aufweist. Eine vorbeugende Behandlung um spätere Beschwerden zu vermeiden bzw. hinaus zu zögern, kann aber von Vorteil sein. Hat der Betroffene Probleme, sollte auch eine geeignete konservative Behandlung durch einen Mediziner erfolgen.


Was ist Spondylose?

Spondylose oder Spondylosis deformans ist ein zusammenfassender Oberbegriff für eine Reihe von degenerativen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule. Häufig betrifft dies eine große Mehrheit der älteren Bevölkerung in den modernen Industrienationen. Ein häufig auftretendes Problem ist z. B. das die Bandscheiben dehydrieren und sich verkleinern. Der Betroffene bewegt sich im Alltag und auf Grund der Schrumpfung der Bandscheiben, entstehen nun Reibungen und Fehlstellungen an den Knochenkörpern der Wirbelsäule und so können sogenannte Knochensporne und andere Beschwerden rund um das Thema Osteoarthritis entstehen. Dies kann zu Weilen sehr schmerzhaft sein und den Betroffenen in der Beweglichkeit stark einschränken. Meist verschlimmert sich die Erkrankung im Lauf des Lebens der Betroffenen. Auf Grund der starken Verbreitung in den modernen Zivilisationen wird eine Zusammenhang mit der Lebensweise und auch eine genetische Komponente nicht ausgeschlossen.

Legt man ALS Prämisse einer Spondylose ein Nachweis auf einer Röntgenaufnahme zu Grunde, so haben über 90 Prozent der Menschen über 65 Jahre in einer gewissen Art und Weise eine vorhandene Spondylose. Auf Grund der Beobachtung, dass Spondylosen auch sehr stark innerhalb einer Familie auftreten können, wird ebenfalls das Vorhandensein einer vererbaren Komponente vermutet. Bei vielen Betroffenen verursacht die Spondylose zeit ihres Lebens keinerlei Einschränkungen und Probleme, so dass diese nicht behandelt werden muss. Viele Betroffene wissen ohne eine stattfindende Untersuchung durch ein bildgebendes Verfahren (z. B. Röntgenuntersuchung) lange nichts von ihrer Erkrankung bzw. überhaupt nicht. Denn ein gewisser Verschleiß im Laufe des Lebens ist auch ganz natürlich.

Treten aber Probleme wie z. B. Schmerzen oder Einschränkungen in der Beweglichkeit ein, sollte eine Behandlung durch einen erfahrenen Mediziner erfolgend. Gerade wenn die Betroffenen noch relativ jung sind, sollte eine Behandlung frühzeitig eingeleitet werden, damit der Betroffene so lange wie möglich eine gute Lebensqualität hat und ohne Einschränkungen seinen Alltag bewältigen kann. In der Regel ist eine interdisziplinäre und gemeinsame Therapie durch verschiedene und erfahrene Experten wie Ärzte, Physiotherapeuten und alternative Fachleute (z. B. Heilpraktiker) als besonders vielversprechend gezeigt, sprich wenn nicht nur die Sponylose als gesonderte Einzelerkrankung behandelt wird, sondern der ganze Mensch im Fokus steht.

Welche Ursachen gibt es?

Meist ist am Anfang des Lebens der gesamte Körper bzw. Knochenapparat noch in Balance und Intakt, so das alle körperlichen Aktivitäten optimal ausgeführt werden können. Auf Grund eines natürlichen Verschleißprozesses, Inaktivität und der Führung eines modernen und häufig ungesunden Lebensstils und deren Folgen sowie eine wohl genetische Komponente kommt es im Laufe des Lebens der Betroffenen zu verschiedenen und degenerativen Veränderungen am Skelettapparat und insbesondere an der Wirbelsäule selbst.

Belastungen und Folgen können z. B. sein Übergewicht, Fehlbelastungen durch falsches Heben oder fehlende Bewegung im Alltag bzw. schwache Muskulatur auf Grund eines inaktiven Lebensstils. Die Bandscheiben dehydrieren und schrumpfen, so dass deren Pufferung von Stößen und Bewegungen häufig nicht mehr ausreicht und als Folge die einzelnen Knochenkörper aneinander reiben und stoßen können. Dies führt im Laufe der Zeit zu Veränderungen am Knochen und führt zu mehr oder minder starken Schmerzen.
Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr beginnt bei den meisten Menschen eine Dehydrierung bzw. Schrumpfung der Bandscheiben. Häufig kommt es dann auch zu einer Beschädigung der Bandscheiben, was oft zu einer Nervenreizung führen kann.

Häufig kommt es auf Grund fehlgeleiteter „Reparaturversuche“ des Körpers zu vermehrten Knochenwuchs, was ebenfalls zu einer weiteren Schwächung der Bandschreiben führen kann. Diese sogenannten Knochensporne können die Beweglichkeit der Wirbelsäule und damit die Beweglichkeit des Betroffenen im Alltag stark einschränken und Schmerzen verursachen. Des Weiteren können auch die Bänder, die zwischen den Wirbeln liegen im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses steifer werden. Dies wird ebenfalls als ein sehr häufiges Zeichen einer vorliegenden Spondylose gewertet und hat ebenfalls mitunter eine sehr starke Bewegungseinschränkung der Betroffenen zur Folge.

Die häufigsten Ursachen sind also:

  • Natürlicher Verschleiß auf Grund des natürlichen Alterungsprozesses
  • Fehlende Bewegung im Alltag
  • Zu schwache Muskulatur
  • Übergewicht
  • Fehlbelastungen im Alltag z. B. Falsches Anheben schwerer Sachen

Symptome & Anzeichen

Die Ausprägung und Wahrnehmung der Symptome können bei den Betroffenen unterschiedlich ausfallen. Es gibt zum einen Betroffenen, die im Laufe ihres Lebens keinerlei Einschränkungen und Schmerzen aufweisen und häufig auch keine Kenntnis haben, dass Sie unter der Erkrankung leiden. Zum anderen gibt es Betroffene die vor allem im Alter unter kleineren Beschwerden leiden, die aber von der Ausprägung her die Lebensqualität kaum oder gar nicht einschränken und häufig wünschen die Betroffenen auch keine Behandlung.

Dann gibt es wiederum Betroffene die unter starken Einschränkungen leiden und häufig auch in noch recht jungen Jahren. Bei diesen Betroffenen gilt es schnell eine passende Therapie durchführen zu lassen um den degenerativen Prozess der Wirbelsäulenerkrankung zu verlangsamen und idealerweise zu stoppen und die Beschwerden zu verbessern. Die Spondylosis deformans kann viele unterschiedliche Symptome und Ausprägungen hervorrufen und diese können auch von der Intensität her, bei jedem Betroffenen anders ausfallen.

Es können sowohl Nackenschmerzen als auch Rückenschmerzen in Teilbereichen oder im gesamten Rücken auftreten. Auf Grund der Einschränkungen der Nerven oder der Durchblutung kann der Betroffene auch ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Rückenbereich wahrnehmen. Das kann soweit führen dass der Betroffene sogar Schmerzen in den Gliedmaßen spürt, häufig sind z. B. die Oberschenkel betroffen. Es gibt mitunter sogar häufig Fälle, die im Rückenbereich keinerlei Schmerzen aber als Symptom ein „Ziehen“ oder Schmerzen in den Gliedmaßen (Arme, Beine) spüren. Weitere Symptome können Lähmungserscheinungen, Muskelverspannungen oder allgemeine Bewegungseinschränkungen sein. Kommt es zu Verspannungen im oberen Körperbereich z. B. Schulter- und Nackenmuskulatur kann der Betroffene auch über Kopfschmerzen klagen.

Auftretende Symptome können also sein:

  • Bewegungseinschränkungen
  • Rückenschmerzen, insbesondere Lendenwirbelsäule
  • Nackenschmerzen
  • Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat
  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühle
  • Lähmungserscheinungen
  • Muskelverspannungen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Am Anfang des Diagnoseprozesses steht ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese) an. Meist führt dies in der Regel der Allgemeinmediziner, da dieser von Betroffenen häufig als erstes aufgesucht wird. Der Mediziner wird auf Grund der mitgeteilten Beschwerden und Symptome dann eine erste körperliche Untersuchung durchführen. Er wird den Patienten bitten bestimmte Bewegungen auszuführen und damit versuchen die vorhandene Beweglichkeit des Bewegungsapparates, insbesondere der Wirbelsäule zu testen. Des Weiteren wird er versuchen mit seinen Händen durch bestimmte Griffe, Muskelverspannungen und Auffälligkeiten im Rückenbereich zu ertasten und die Schmerzgrenze des jeweiligen Betroffenen auszuloten. Der Arzt untersucht auch die vorhandene Muskelstärke und Reflexe zu prüfen.

In der Regel erfolgen nun zur weiteren Diagnosestellung eine Untersuchung mit einem bildgebenden Verfahren wie z. B. eine Röntgenuntersuchung oder eine Untersuchung in einem Computertomografen (CT). An Hand der gemachten Aufnahmen können die Mediziner, Verschiebungen, Knochensporne oder andere Veränderungen im gesamten Wirbelsäulenbereich feststellen. Meist liefern Aufnahmen aus dem CT detailliertere Aufnahmen aus verschiedenen Blickwinkeln und so lassen sich hier meist schon recht kleine Veränderungen und Schädigungen gut erkennen.

Eine Untersuchung in einem Magnetresonanztomografen (MRT) kann auch Veränderungen im weichen Gewebe wie z. B. in den Bändern aufzeigen und hier Bereiche offen legen, in denen es beispielsweise zu Nervenschäden gekommen ist bzw. kommen kann. Meist sieht man an den betroffenen Stellen, das die Nerven regelrecht gepresst werden durch die entstanden Fehlstellungen und Knochenfortsätze.

Speziell die aktuelle Aktivität und Funktionalität der Nerven kann mit einem sogenannten Elektromyogramm untersucht werden. Bei der Röntgenuntersuchung kann man zur Hilfe eine Flüssigkeit in die Wirbelsäule injizieren, die bessere und deutlichere Bilder liefert (Myelogramm). Sind diese Untersuchungen erfolgt und weisen die typischen Veränderungen auf sowie klagt der Betroffene über ein oder mehrere typisch auftretende Symptome, kann der Arzt die Diagnose Spondylose relativ sicher zu stellen.
Der Ablauf der Erkrankung hat ihren Ursprung in degenerativen Veränderungen (Dehydrierung, Schrumpfung) der Bandscheiben.

Auf Grund der zunehmenden Instabilität kommt es zu Verschiebungen der Wirbelkörper. Es entstehen in der Folge Fehlstellungen der Bandscheiben und Wirbelkörper und durch die Ausführung von alltäglichen Aktivitäten in Bewegung entstehen im Laufe der Zeit sogenannte Spondylophyten, d. h. Randzackenbildungen an den Wirbelkörpern. Diese Spondylphyten können mit der Zeit an Größe zunehmen. Da die Bänder der Wirbelsäule ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden kann es dazu führen, dass sich ein bzw. mehrere Wirbelsegmente innerhalb der Wirbelsäule knöchern (Ankylose) verbinden. Bei diesen Grad der Erkrankung ist die Beweglichkeit stark eingeschränkt und die Mehrheit der Betroffenen klagt über Rückenschmerzen.

Bei der Spondylose bzw. der Spondylosis deformans liegt eine degenerative Veränderung (z. B. Erhebungen, Zackungen bzw. Randwülste) der Wirbelkörper und Intervertebraltäume vor. Konkret der Zustand der Bandscheiben wird nicht als klinisches Symptom gezählt, aber man geht als Ursache der Erkrankung von einer degenerativen Veränderung der Bandscheiben aus.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Spondylose bzw. degenerative Rückenerkrankungen sind die Volkskrankheit Nummer eins in den modernen Industrienationen. Legt man als maßgebliche Prämisse einen Nachweis von Veränderungen an der Wirbelsäule, sichtbar gemacht durch ein bildgebendes Verfahren wie z. B. einer Röntgenaufnahme oder eines Magnetresonanztomografen, der schon kleinste Veränderungen sichtbar machen kann, zu Grunde, dann weisen über 90 Prozent aller Menschen über 65 Jahre eine mehr oder minder stark ausgeprägte Spondylose oder eine andere Rückenerkrankung auf. Häufig betroffen sind Menschen im fortgeschrittenen Alter, meist ab der zweiten Lebenshälfte.

Aber auch Menschen mit besonderen Risikofaktoren wie z. B. genetische Faktoren, dauerhaft schwerer körperlicher Arbeit und Übergewicht können betroffen sein und das auch schon in einem relativ jungen Alter. Da die Erkrankung schleichend daher kommen kann und langsam fortschreitet, merken die Betroffenen häufig viele Jahre lang nichts von der Spondylose. Gerade wenn keinerlei typischen Symptome wie z. B. Schmerzen oder vermehrte Unbeweglichkeit vorliegen. Spondylosen treten häufiger bei Menschen auf, die körperlich schwere Arbeiten verrichten oder unter größeren oder wiederholten Verletzungen oder Traumata leiden. Somit weisen z. B. auch Leistungssportler und Personen mit einem Verkehrsunfall eine höhere Erkrankungsrate als die Durchschnittsbevölkerung auf.

Es wird auch beobachtet dass vor dem 45. Lebensjahr häufiger Männer erkranken (wohl auf Grund der meist schweren körperlichen Berufe), nach dem 45. Lebensjahr erkranken häufiger Frauen. Übergewichtige aber auch sehr untergewichtige Menschen sind häufiger betroffen als Menschen, die ein normal oder leicht erhöhtes Körpergewicht aufweisen. Bei der Vererbung ist zu beobachten, dass Personen, die enge Verwandte mit Arthrose, angeborenen Gelenkfehlern, Wirbelsäulenfehlstellungen oder Fehlausrichtungen der Beine haben, häufiger eine Spondylose entwickeln. Bei der Erkrankungsrate der Frauen ist noch hinzuzufügen, dass Frauen häufiger jenseits der Wechseljahre erkranken.


Komplikationen bei der Krankheit

Da die Wirbelsäule ein zentraler und wichtiger Bestandteil des Körpers ist kann es häufig zu weiteren Erkrankungen kommen. Erkrankt man an Spondylose auf Grund einer Dehydrierung und Schädigung der Bandschreiben und der durchlaufenden Nervenstränge, sind Betroffene auch anfälliger für die sogenannte Osteochondrose. Die Osteochondrose ist ebenfalls auf einen Verschleiß der Bandscheiben zurückzuführen. Die Bandschreiben schrumpfen und somit schrumpft auch die gesamte Körperlänge der Menschen. Ältere Menschen sind häufiger ein paar Zentimeter kleiner als in ihren jungen Jahren.

Des Weiteren kann durch die Schrumpfung der Bandschreiben die gesamte Wirbelsäule instabil werden und es können im gesamten Skelett weitere Dysbalancen und Beschwerden auftreten. Häufig betrifft dass die unteren Extremitäten wie Oberschenkel, Knie und Füße. Aber auch die Schultern und der Nacken bilden häufig Auffälligkeiten wie Verspannungen und Schmerzen. Verspüren Betroffene Schulter- und Nackenverspannungen, neigen diese auch häufiger zu Kopfschmerzen. Es kann als Folge bzw. Komplikation auch zu einer peripheren Neuropathie kommen.

Weitere Komplikationen sind eine sogenannte Spinalstenose, eine Myelopathie sowie unbestimmte Rückenschmerzen im gesamten Wirbelsäulenbereich. Eine periphere Neuropathie bezeichnet eine Schädigung der Nervenstränge des peripheren Nervensystems. Symptome sind häufig Schwäche in den Extremitäten, Taubheit, Parästhesien, Muskelschwäche oder allgemeine Schmerzen. Häufig klagen z. B. Betroffene, die an Spondylose erkrankt sind darüber das ihre Arme und Beine kribbeln und sich taub anfühlen. Bei dem Auftreten einer Spinalstenose verengt sich der Hohlraum der Wirbelsäule im Bereich des Rückenmarks. Mögliche auftretende Symptome können sein Beinschmerz, Beinschwäche und Beintaubheit. Diese Symptome können sowohl im Sitzen als auch im Stehen auftreten.

Von Myelopathie spricht man bei jeglicher Art von Erkrankung, die sich auf das Rückenmark auswirkt. Treten Schmerzen auf, versuchen Betroffene häufig durch Vermeidungs- und Entlastungshaltungen den Rücken zu schonen. In der Folge belasten Sie andere Körperpartien vermehrt. So kann es dazu führen, dass als Komplikation bei einer Spondylose auch zu weiteren Veränderungen und Beschwerden am gesamten Skelettbereich kommen kann. Häufiger sind z. B. dadurch auch Schädigungen und Beschwerden im Hüftbereich festzustellen.


Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Sollte man wiederholt Schmerzen im Rücken oder eine eingeschränkte Beweglichkeit feststellen, sollte man zeitnah einen Termin bei einem erfahrenen Arzt vereinbaren. Da es sich um eine degenerative Erkrankung handelt ist es wichtig diese idealerweise schon im Frühstadium zu diagnostizieren um zügig einen geeigneten Behandlungsplan aufzustellen und im Idealfall die Erkrankung frühzeitig zu stoppen.

Je länger die Schmerzen vermieden werden können und je länger die Beweglichkeit der Wirbelsäule erhalten werden kann, desto länger kann der Betroffene sein (fast) uneingeschränktes und gewohntes Leben durchführen. Gelingt es noch etwaige Risiken und Beschleuniger der Erkrankung zu vermindern (z. b. Veränderung der schweren Arbeit, Gewichtsreduktion) desto besser ist das für den Krankheitsverlauf. Sollte man ein oder mehrere der Risikofaktoren aufweisen, sollte man lebenslang achtsam auf die Signale des Körpers bzw. der Wirbelsäule hören und bei Unstimmigkeiten sowie Unsicherheiten umgehend einen Mediziner konsultieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die passende Behandlung von Spondylose ist in der Regel abhängig von dem Grad der Schwere der Erkrankung, dem Alter des Patienten und den vorhandenen Beschwerden und Einschränkungen. In der Regel ist eine vollständige Heilung der Erkrankung nicht möglich. Wohl kann aber der Krankheitsverlauf verlangsamt und idealerweise gestoppt werden. Ziel ist eine weitestgehende Wiederherstellung der Beweglichkeit, das Minimieren der Schmerzen und die Minimierung der sonstigen Einschränkungen und Beschwerden im Alltag um eine größtmögliche und langanhaltende Wiederherstellung der Lebensqualität des Betroffenen zu erreichen. Ein weiteres wichtiges Ziel der Therapie ist weitere Schäden, insbesondere an der Wirbelsäule zu begrenzen bzw. idealerweise zu vermeiden.

Da viele Patienten häufig unter starken Schmerzen leiden bis hin zu regelrechten “Rückenkrämpfen“ kann der Arzt hier mit verschiedenen schmerzstillenden Medikamenten arbeiten. Reichen diese bei extremen Schmerzen nicht mehr aus, kann der Mediziner sogenannte Muskelrelaxanzien verordnen. Diese wird er vor allem bei vorkommenden Krämpfen im Wirbelsäulenbereich anwenden. Bei manchen Betroffenen hat sich auch der Einsatz von Medikamenten bewährt, die ursprünglich zur Behandlung von Epilepsie entwickelt wurden. Es gibt auch die Möglichkeit eine Injektion (mit Prednison) in die betroffenen Stellen zu geben um zu Schmerzen zu lindern. Der Arzt wird je nach Intensität und Art der Schmerzen eine passende Behandlung der Schmerzen vornehmen.

In der Regel wird der Betroffene auch die Hilfe eines Physiotherapeuten in Anspruch nehmen sollen. Ein erfahrener Physiotherapeut führt mit dem Betroffenen passende Übungen durch und zeigt ihm ebenfalls geeignete Übungen, die er zu Hause durchführen kann um einen maximalen Erfolg der Behandlung z gewährleisten. Idealerweise erreicht die Behandlung beim Physiotherapeuten eine maximale Rückgewinnung der Muskelkraft und der Beweglichkeit sowie ein Rückgang der damit verbundenen Schmerzen.

Reichen die Behandlung mit Medikamenten sowie eine Therapie beim Physiotherapeuten nicht bzw. nicht mehr aus, kann auch über einen chirurgischen Eingriff (Operation) nachgedacht werden. Hier sorgt ein Chirurg mit einem Eingriff dafür, dass die Bandscheiben und Nerven wieder genug Platz haben und Reibungen und Berührungen mit den Knochen weitestgehend verhindert bzw. minimiert werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da die Diagnose Spondylose in der Regel weitestgehend auf Grund der natürlichen Abnutzung und des natürlichen Alterungsprozesses des einzelnen Individuums ist, ist eine hundertprozentige Vorbeugung oder Prävention in der Regel nicht möglich. Auf Grund der Art und Weise der Erkrankung ist es auch nach heutigen medizinischen Standpunkten nicht möglich eine Impfung dafür zu entwickeln bzw. gibt es aktuell keinen möglichen Impfstoff. Der einzelne Betroffene kann aber durch gezieltes Muskeltraining, Sport, anatomisch korrekt ausgeführte Bewegungen (z. B. beim Heben schwerer Sachen) und durch die Führung eines gesunden Lebensstils (z. B. gesunde Ernährung, viel Bewegung im Alltag, kein Übergewicht, kein Rauchen) einen wichtigen Beitrag leisten, seinen Rücken und seinen ganzen Körper gesund zu erhalten. Auch sollten bei Auftreten von ein bzw. mehreren Risikofaktoren regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen bei einem geeigneten Arzt in Anspruch genommen werden.

Unterstützend können noch geeignete Sportarten wirken, die Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und geistige Entspannung fördern z. B. Tai Chi oder Schwimmen. Verrichten Menschen z. B. dauerhaft schwere berufsbedingte Arbeiten, ist eine Schulung z. B. über anatomisch korrektes Heben und Tragen, das eventuelle Tragen von schützenden Arbeitsmitteln und die Vorbeugung durch in der Freizeit stattfindende Rückenkurse bzw. Rückenschulen durchaus sinnvoll und haben eine gute vorbeugende Funktion.


Prognose zur Heilung

Da die Spondylose zu den degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen gehört, ist eine vollständige Heilung der Erkrankung im Regelfall nicht möglich. Sehr wohl kann aber durch eine rechtzeitige Diagnosestellung idealerweise im Frühstadium der Erkrankung sowie die schnelle Einleitung einer passgenauen und individuellen Therapie, die Erkrankung gestoppt werden und eine Verschlimmerung der Erkrankung relativ lange hinaus gezögert werden. Viele Betroffene leiden Zeit Ihres Lebens gar nicht oder kaum unter bemerkbaren Symptomen. Auch verspüren viele Betroffene keinerlei oder kaum Einschränkungen im Alltag und können meist gut damit leben.

Begleitend zu einer konservativen und passgenauen Therapie kann der Betroffene selbst durch einen gesunden Lebensstil (Bewegung, Gewichtsreduktion, anatomisch korrekte Bewegungen im Alltag, Kein Nikotin, wenig oder keinen Alkohol, gesunde Ernährung) viel dazu beitragen, dass er so lange wie möglich den Verlauf der Erkrankung stoppt bzw. verlangsamt und im Alltag die Symptome und Einschränkungen so lange wie möglich minimiert. Zusammengefasst ist eine Heilung der Erkrankung in der Regel nicht möglich, Betroffene können aber mit einer geeigneten und langfristig durchgeführten Therapie relativ lange und unbeschwert leben.


Die Bandscheiben gesund erhalten

Da die Spondylose ihren Ursprung in der Schädigung und Dehydrierung der Bandschreiben haben soll, ist es wichtig die Bandscheiben durch geeignete Maßnahmen gesund zu erhalten. So kann einer eventuellen Erkrankung gut vorgebeugt werden. Nach heutigem Wissensstand geht man davon aus, dass vor allem rückenfreundliche Bewegungen im Alltag von Vorteil sind. Man sollte so viel wie möglich Bewegung und Aktivität in seinen Alltag einbauen (Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto, Spiele statt Fernsehen).

An sich ist jede Art von Bewegung von Vorteil. Wer z. B. keinen Sport nachgehen möchte, kann versuchen jeden Tag einen Spaziergang an der frischen Luft zu unternehmen. Auch ein spezielles Muskeltraining an geeigneten rückenfreundlichen Geräten baut schützende Muskulatur um den Rücken auf und schützt diesen so bei Fehlbelastungen. Forschungen haben festgestellt, dass häufig ein starker Muskel allein schon ausreicht, die Bandschreiben und die Nervenstränge zu schützen. Auch sollte die Stütz- und Schutzfunktion eines starken und straffen Bindegewebes nicht unterschätzt werden.

Auch gibt es viele Anbieter (z. B. Physiotherapiepraxen, ausgebildete Fitnesstrainer) die präventive Rückenschulen bzw. Rückenkurse anbieten. Hier erfolgen häufig eine gezielte Muskelstärkung und das Erlernen von anatomisch korrekt ausgeführten Bewegungen. Ein gesunder Lebensstil und eine positive Einstellung zum Leben tragen ebenso einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Bandscheiben bzw. der gesamten Wirbelsäule bei.


Alternative Behandlungsmethoden

Ein guter Ansatzpunkt zur Behandlung der auftretenden Schmerzen ist der Einsatz von Akupunktur aus der traditionellen chinesischen Therapie. Hier gilt es am besten einen erfahrenen Akupunkteur aufzusuchen. Ebenso können spezielle Gymnastikübungen sowie eine gesunde Ernährung, vor allem im Sinne einer Gewichtsreduktion, unterstützend zur konservativen Behandlung eingesetzt werden. Bei der Behandlung des degenerativen Rückenleidens und zur Unterstützung des gesamten Organismus können auch sogenannte Heilbäder eingesetzt werden. Ebenso gibt es eine Reihe von Heilkräutern, homöopathische Mittel wie z. B. Globuli und ätherische Öle die zur Verbesserung der Symptome z. B. Schmerzlinderung eingesetzt werden können. Gegen auftretende Muskelverspannungen hilft vor allem Wärme sehr gut. Hierzu kann man in der Apotheke sogenannte Wärmepflaster käuflich erwerben oder man nimmt z. B. Körnerkissen mit natürlichen Füllstoffen zu Hilfe.

Auch Massagen können den Betroffenen helfen. Diese können durch einen erfahrenen Masseur durchgeführt werden, es gibt aber auch einige spezielle Geräte zur Selbstmassage auf dem Markt. Unterstützend zu Minderung der Begleitsymptome und zur Stärkung des inneren Gleichgewichts kann man auch über den Einsatz von Schüssler Salzen oder Bachblüten-Therapie nachdenken. Es gibt auch eine Reihe von sogenannten Nahrungsergänzungsmitteln, die angewendet meist in Pulverform, einen positiven Einfluss auf den Erhalt von z. B. Knorpelgewebe haben sollen.

Viele Entspannungstechniken erhalten zum einen die Beweglichkeit des Skelettapparates und wirken sich gleichzeitig positiv auf die Psyche aus. Auch haben sich sogenannte Fangopackungen oder Hot Stone Massagen bewährt, da diese Naturstoffe Wärme sehr lange speichern können und gut gegen auftretende Muskelverspannungen wirken können. Auch entspannende Ayurvedakuren können Seele und Rückenmuskulatur entspannen und entkrampfen.

Geeignete Behandlungsmöglichkeiten

  • Akupunktur
  • Spezielle Gymnastik
  • Gesunde Ernährung
  • Heilbäder
  • Wärmepflaster
  • Wärmekissen
  • Entspannungstechniken
  • Bachblüten-Therapie
  • Natürliche Nahrungsergänzungsmittel
  • Fangopackungen
  • Ayurvedakuren

Welche Hausmittel können helfen?

Ein Einsatz von Hausmitteln direkt für die Bekämpfung der Erkrankung gibt es nach aktuellem Wissensstand nicht. Sehr wohl gibt es aber eine Reihe von geeigneten Hausmitteln um begleitende Symptome zu vermindern oder diese im Idealfall gänzlich zu beseitigen. Zur Muskelentspannung und zur Linderung von Schmerzen kann sehr gut mit Wärme in Form von Heilbädern und Wärmekissen gearbeitet werden. Insbesondere kann man deren Wirkung durch die Hinzugabe von durchblutungsfördernden Mitteln wie z. B. Rosmarin oder Heublume noch verstärken. Da diese Heilbäder mit sehr warmem Wasser durchgeführt werden sollte man die Badedauer auf ungefähr 10 -15 Minuten beschränken, um etwaige Kreislaufprobleme zu vermeiden. Neigen Betroffen sehr zu Kreislaufproblemen sollte die Wassertemperatur entsprechend niedriger angesetzt werden oder auf Heilbäder verzichtet werden.

Bei dem Einsatz von Wärmekissen mit Naturfüllung greift man am besten auf kleinkörnige und ölhaltige Füllen (z. B. Rapssamen oder Traubenkernen) mit Kräuterzusätzen (z. B. Lavendel) zurück. Diese halten auf Grund ihres Ölgehalts die Wärme besonders lange und schmiegen sich durch die kleine Textur gut an die jeweiligen Körperkonturen an sowie verstärken die eingesetzten Heilkräuter die heilende Wirkung und entspannen. Sehr wohltuend um Verspannungen der Muskulatur zu lösen sind Massagen mit angewärmten Ölen. Diese verwenden oft Physiotherapeuten werden aber auch häufig im Rahmen einer Ayurvedakur eingesetzt. Ein sehr gutes Mittel gegen Rückenschmerzen und um weiteren Verschleiß zu verringern ist Schwimmen gehen, vor allem Rückenschwimmen. Das Wasser verleiht Auftrieb und entlastet und massiert den Rücken gleichzeitig. Wichtig ist aber das Schwimmen korrekt auszuführen.

Auch eine wärmende Packung mit Heilerde oder Fango entspannt schmerzende Verkrampfungen und lindert Verspannungen. Betroffenen soll häufig auch eine selbst durchgeführte Einreibung mit verschiedenen natürlichen Mitteln wie z. b. Johanniskrautöl oder Bienengift eine spürbare Linderung verschaffen. Diese sollen schmerzlindernd wirken und man kann diese in einer gut geführten Apotheke käuflich erwerben. Auch die Einnahme von Nachtkerzenöl soll sich positiv bei Symptomen auswirken. Man kann auch eine Bestrahlung mit Rotlicht durchführen. Hierzu kann man spezielle Rotlichtlampen im Fachmarkt erwerben.

Mögliche Hausmittel

  • Wärmekissen mit Naturfüllung
  • Heilbäder mit Heublume, Rosmarin
  • Massagen
  • Schwimmen
  • Heilerde
  • Fango
  • Einreibungen mit Bienengift und Johanniskrautöl
  • Nachtkerzenöl
  • Rotlicht

Heilkräuter & Heilpflanzen

Auch hier gilt – wie bei jeden Selbsteinsatz – die Einnahmen oder Anwendungen der gewünschten Substanz vorher mit den behandelnden Ärzten zu besprechen um den Therapieerfolg nicht zu gefährden und vor allem Wechselwirkungen mit z. B. eingesetzten Medikamenten zu vermeiden. Für die Schmerzlinderung hat sich bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen vor allem die Einnahme von Teufelskralle bewährt. Diese soll eine ausgesprochen gute Schmerzlinderung herbeiführen können. Zur Unterstützung von z. B. Knorpeln oder der Bandscheiben kann man Hagebuttenpulver einnehmen. Dies soll dabei helfen die vorhanden Substanzen zu erhalten. Am besten man nimmt hierzu reines ökologisches Hagebuttenpulver.

Um die Muskeln zu entspannen und die Durchblutung zu fördern kann man z. b. auf Rosmarin zurückgreifen. Dieses kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden, da Rosmarin ein beliebtes Küchenkraut ist und vor allem bei Fleisch– und Kartoffelgerichten zum Einsatz kommt. Es gibt bei Rückenleiden aber noch eine ganze Reihe anderer Kräuter, die gut gegen auftretende Symptome wie z. B. Verkrampfungen, Schmerzen oder Bandscheibenschäden helfen. Gute Erfahrungen hat man mit den unten aufgelisteten Pflanzen bzw. Kräutern gemacht.

Mögliche Heilkräuter und Heilpflanzen

  • Teufelskralle
  • Hagebutte
  • Rosmarin
  • Arnika
  • Gänsefingerkraut
  • Kamille
  • Efeu
  • Holuder
  • Königskerze
  • Johanniskraut
  • Wachholder
  • Lavendel
  • Weide
  • Sternanis
  • Mädesüss

Ätherische Öle

Es gibt eine Reihe von ätherischen Ölen, die bei verschiedenen typisch auftretenden Symptomen gut wirken können. Bei Rückenschmerzen hilft eine Mischung aus: Lavendel, Rosmarin, Eukalyptus, Pfefferminze (jeweils zwischen 5- 15 Tropfen) dazu 60 ml Mandelöl. Mit dieser Mischung kann man den Rücken massieren und so zur Schmerzlinderung beitragen.

Um die Rückenmuskulatur zu lockern und Verkrampfungen vorzubeugen nimmt man am besten 60 ml Kokosöl und mischt dazu jeweils 5 Tropfen von: Fichte, Lorbeer, Niaouli, Lavendel und Schwarzpfeffer. Diese Mischung ebenfalls in den Rücken einmassieren. Am besten man reibt sich abends damit ein, nimmt davor ein entspannendes Bad und lässt die Mischung über Nacht wirken. Als geeigneten Badezusatz kann man z. B. Rosmarin oder Salbei nehmen. Möchte man seiner Wirbelsäule direkt etwas Gutes tun nimmt man am besten 20 ml Johanniskrautöl und mischt dieses mit jeweils 2 Tropfen ätherisches Öl von Zimt, Zedernholz und Thymian und streicht dieses vorsichtig auf die Wirbelsäule.

Geeignete ätherische Öle

  • Lavendel
  • Rosmarin
  • Eukalyptus
  • Pfefferminze
  • Fichte
  • Lorbeer
  • Niaouli
  • Lavendel
  • Schwarzpfeffer
  • Salbei
  • Zimt
  • Zedernholz
  • Thymian

Homöopathie & Globuli

Ein Mittel das gut gegen auftretende Symptome bei Spondylose eingenommen werden kann ist Fabiana imbricata. Nimmt man es als Globuli ein sollte man ungefähr jeweils fünf Globuli dreimal am Tag zu sich nehmen. Da aber in der Homöopathie immer der ganze Mensch behandelt wird, sollte man – wie vor jeder alternativen Behandlung – einen erfahrenen Heilpraktiker oder anderen Experten zu Rate ziehen. Es gibt auch eine Reihe von anderen Mitteln die erfolgreich bei Rückenschmerzen sein kann. Bei eher akut auftretenden Schmerzen, vor allem im Lendenbereich und die gegebenenfalls bis ins Steißbein oder Oberschenkel ausstrahlen, kann man Castor Equi D6 geben, in der Regel dreimal täglich je fünf Globuli.

Sind es eher chronische Schmerzen und liegt eine Entzündung vor eignet sich das Mittel Aesculus Hippocatanum D6 in der Dosis dreimal täglich jeweils fünf Globuli. Bei Schmerzen, die sich den Bandschreiben zuordnen lassen und bei Übersteifheit der Wirbelsäule durch eine Überanstrengung (z. B. Sport) eignet sich Rhus Toxicodendron D12. Hier wird häufig eine Dosis von zweimal jeweils fünf Globuli-Kügelchen innerhalb von drei Stunden verordnet. Sind die Schmerzen chronischer Natur und werden durch eine Abnutzung der Bandscheiben hervorgerufen sowie liegen starke krampfartige Schmerzen vor eignet sich als Mittelgabe Paloondo D6, häufig in der Dosis dreimal tägich je fünf Globuli.

Geeignete Mittel

  • Fabiana imbricate
  • Castor Equi D6
  • Aesculus Hippocatanum D6
  • Toxicodendron D12
  • Paloondo D6

Schüssler-Salze

Bei der Gabe von Schüssler Salzen möchte man vor allem die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, damit diese die Zellen im Rücken stärken kann und Schäden an der Wirbelsäule und vor allem der Bandschreiben schneller und besser zu regenerieren. Auch soll mit der Gabe der Salze Nervenreizungen und Verkrampfungen gelindert werden. Meist nimmt man die Salze 3-6 mal täglich jeweils eine Tablette. Man kann ein Salz nehmen aber auch bis zu maximal drei verschiedenen Salzen täglich. Am besten man bespricht die Dosierung mit einem erfahrenen Heilpraktiker.

Wichtig ist, die Tabletten einzeln einzunehmen und diese langsam unter der Zunge zergehen zu lassen. Bei starken und akuten Beschwerden kann man diese Tabletten auch für eine kurze Dauer höher dosieren, meist nimmt man hier alle 10 Minuten eine Tablette bis eine Besserung eintritt. Diese höheren Dosierungen sollten aber in jedem Fall ebenfalls mit dem behandelten Arzt bzw. Heilpraktiker vorab besprochen werden. Im Laufe der Geschichte der Schüssler Salze haben sich drei als besonders hilfreich bei allen Arten von Rückenerkrankungen bewährt:

Geeignete Salze

Diät & Ernährung

Die schlechte Nachricht vorweg: allein durch eine gesunde Ernährung lässt sich eine Erkrankung nicht verhindern. Aber die gute Nachricht ist, dass eine Vitamin– und kalziumreiche Ernährung einen wichtigen Beitrag zur Gewichtsreduktion und zur Knochenstärke beitragen kann und somit die Krankheit häufig spürbar verbessert werden kann. Denn Übergewicht und geschwächte Knochen können die Spondylose begünstigen. Das benötigte Kalzium holt sich der Körper aus der Nahrung sprich aus dem Darm wandert das extrahierte Kalzium durch die Zellwände, in den Blutkreislauf und wandert hier bis in die Knochenstrukturen.

Damit besonders viel Kalzium aufgenommen werden kann gibt es wichtige Unterstützer und Förderer: Vitamin D (hilft Kalzium aus dem Darm aufzunehmen), Vitamin A (Knochenwachstum), Vitamin C (Bildung von Kollagen im Binde- und Stützgewebe) sowie Vitamin K (Bildet Eiweiße, die in der Knochensubstanz vorkommen). Dazu ist es wichtig knochenschädigende Lebensmittel weitestgehend zu vermeiden: Alkohol, Schlechte Fette, Zucker. Es gibt aber auch eine Reihe von Lebensmittel, die sich als besonders geeignet erwiesen haben im Kampfe gegen eine Rückenerkrankung und deren Symptome. Nachfolgend eine kurze Aufstellung der besten Lebensmittel.

Unterstützende Nahrungsmittel

  • (Wild-)Lachs
  • Hering
  • Austern
  • Eier
  • Champignons
  • Milchprodukte
  • Parmesan
  • Leinsamen
  • Sesam
  • Sojabohnen
  • Brokkoli
  • Grünkohl
  • Sanddorn
  • Leber
  • Möhren
  • (Schwarze) Johannisbeeren
  • Stilles Mineralwasser

FAQ – Fragen & Antworten

Meine Eltern litten an Spondylose bin ich auch gefährdet?

Laut aktuellen Studien gibt es wohl eine genetische Disposition. Dies muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass jeder innerhalb der Familie erkrankt. Häufig sind es eher die gemeinsam auftretenden Risikofaktoren wie z. B. Übergewicht und Bewegungsmangel, die eine Erkrankung auslösen. Aber auch hier bedeutet eine Erkrankung der Eltern an Spondylose nicht, dass die Nachkommen ebenfalls erkranken.

Welches sind die rückenfreundlichsten Sportarten?
Geht man davon aus, dass alle Sportarten anatomisch korrekt ausgeführt werden, dann eignen sich insbesondere Schwimmen, Radfahren, Nordic Walking, Rückentraining und spezielles Rückenmuskeltraining zur Stärkung der Wirbelsäule.

Ich bin ein Sportmuffel, gibt es andere Alternativen für mich?
Wer keinen Sport ausüben kann bzw. möchte sollte versuchen so viel Aktivität und Bewegung wie möglich in seinem Alltag einzubauen. Man könnte versuchen Einkäufe und Erledigungen zu Fuß durchzuführen. Anstatt Aufzug oder Rolltreppe lieber die Treppen zu benutzen. Oder als Freizeitaktivität etwas Aktives auszuwählen(Gesellschaftsspiele, Gartenarbeit) als etwas Passives wie z. b. Fernsehen.

Bei welcher Häufigkeit von auftretenden Rückenschmerzen sollte man zum Arzt?
Hierzu lässt sich nur schwer eine allgemein gültige Regel aufstellen. Grundsätzlich sollte man zum Arzt wenn man sich unsicher ist und einen Verdacht hat. Ebenso sollte man einen Arzt aufsuchen wenn man starke Schmerzen oder Einschränkungen hat. Auch wenn aus unerklärlichen Gründen mehrmals innerhalb weniger Monate Rückenbeschwerden auftreten sollte man zeitnah einen Mediziner aufsuchen, da die Erkrankung gerade im Frühstadium recht gut behandelbar ist.

Hat man bei Spondylose immer Einschränkungen wie z. B. Schmerzen?
Nein. Es gibt viele Betroffen, die ein Leben lang keinerlei Symptome verspüren. Viele wissen nicht einmal von ihrer Erkrankung wenn sie nicht zufällig gefunden und diagnostiziert wird.

Was sind die effektivsten vorbeugenden Maßnahmen?
Am effektivsten sind ein normales Körpergewicht und eine Stärkung der Knochen durch einen gesunden Lebensstil wie z. B. viel Bewegung und eine vitamin- und kalziumreiche Ernährung und gezieltes Muskeltraining.

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