Pfeiffersches Drüsenfieber

Steckbrief: Pfeiffersches Drüsenfieber

Steckbrief: Pfeiffersches Drüsenfieber

  • Name(n): Pfeiffersches Drüsenfieber; Kusskrankheit; Mononukleose
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Spätes 19. jahrhundert
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Viren
  • Wieviele Erkrankte: 95% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – a00-b99 – b25-b34 – B27

Pfeiffersches Drüsenfieber – Wenn Küssen krank macht
Als Pfeiffersches Drüsenfieber oder infektiöse Mononukleose bezeichnet man eine Virusinfektion, die vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt und das lymphatische Gewebe (Lymphknoten, Rachenmandeln, Milz) befällt.

Rund 95% der Europäer erkranken bis zum Alter von 30 Jahren an der infektiösen Mononukleose. Die Erkrankung verläuft häufig symptomlos.

Bei Erkrankung an Pfeifferschem Drüsenfieber während einer Schwangerschaft besteht keine Gefahr für Mutter und Kind.

Definition Pfeifferschises Drüsenfieber

Infektiöse Mononukleose, auch bekannt als Drüsenfieber, ist eine Infektion, die normalerweise durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird. Die meisten Menschen werden vom diesem Virus als Kinder infiziert, wobei die Krankheit dann nur wenige oder keine Symptome hervorruft. Bei jungen Erwachsenen führt die Krankheit dagegen oft zu Fieber, Halsschmerzen, vergrößerten Lymphknoten im Nacken und Müdigkeit. Die meisten Menschen werden in zwei bis vier Wochen wieder gesund. Die resultierende Müdigkeit kann jedoch Monate andauern. Die Leber oder die Milz können ebenfalls anschwellen und in weniger als einem Prozent der Fälle kann es zu einer Milzruptur kommen.

Während es normalerweise durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), auch bekannt als humanes Herpesvirus 4, das zur Herpes-Virus-Familie gehört, verursacht wird, können auch einige andere Viren die Krankheit verursachen. Es wird hauptsächlich durch Speichel verbreitet, kann aber seltener auch durch Samenflüssigkeit oder Blut verbreitet werden. Die Ausbreitung kann durch Gegenstände wie Trinkgläser oder Zahnbürsten erfolgen. Diejenigen, die infiziert sind, können die Krankheit Wochen vor der Entwicklung der Symptome verbreiten. Drüsenfieber wird primär aufgrund der Symptome diagnostiziert und kann durch Bluttests auf spezifische Antikörper bestätigt werden. Ein weiterer typischer Befund sind erhöhte Blutlymphozyten, von denen mehr als 10% atypisch sind. Der Monospot-Test wird wegen der schlechten Genauigkeit nicht für den allgemeinen Gebrauch empfohlen.

Es gibt keinen Impfstoff für EBV. Vorbeugen geschieht, indem man persönliche Gegenstände nicht mit infizierten Personen teilt oder sich küsst. Drüsenfieber wird im Allgemeinen von alleine besser. Zu den Empfehlungen gehören das Trinken von ausreichend Flüssigkeit, das Ausruhen und die Einnahme von Schmerzmitteln wie Paracetamol (Acetaminophen) und Ibuprofen.

Am häufigsten betrifft Drüsenfieber Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in der entwickelten Welt. In den Entwicklungsländern sind die Menschen häufiger in der frühen Kindheit infiziert, wenn die Symptome weniger stark sind. Bei denen zwischen 16 und 20 ist es ursächlich für etwa 8% der Halsschmerzen weltweit. Etwa 45 von 100.000 Menschen entwickeln jedes Jahr in der EU infektiöses Drüsenfieber. Fast 95% der Menschen haben eine EBV-Infektion gehabt, als sie Kinder oder Jugendliche waren. Die Krankheit tritt zu allen Zeiten des Jahres gleich stark auf. Mononukleose wurde erstmals in den 1920er Jahren beschrieben und ist umgangssprachlich als die „Kuss-Krankheit“ bekannt


Was ist Pfeiffersches Drüsenfieber?

Die infektiöse Mononukleose, auch als Pfeiffersches Drüsenfieber, Kusskrankheit oder im anglophonen Raum auch schlicht als Mono bekannt, ist eine sehr weit verbreitete viral ausgelöste Erkrankung, die sich primär im Bereich des Halses etabliert. Übertragbar ist diese Krankheit unter anderem durch Speichel. Aus diesem Umstand heraus ergab sich auch die Landläufige Bezeichnung der „Kusskrankheit“. Nichtsdestoweniger gibt es natürlich auch noch andere Wege der Übertragung und Ansteckung. Durch Husten oder Niesen bereits betroffener Personen sind Tröpfcheninfektionen genau so häufig Grund für eine Ansteckung, wie der gerade erwähnte freiwillige Austausch von Speichel und somit Erregern. Zudem ist auch eine Schmierinfektion nicht vollends auszuschließen. Insbesondere kann eine solche dann auftreten, wenn man sich mit einem erkrankten Menschen ein Glas, das Besteck oder andere Utensilien zur Nahrungsaufnahme oder zur Flüssigkeitszufuhr teilt. Gleichwohl ist das Pfeiffersche Drüsenfieber lange nicht so ansteckend, wie andere Infektionskrankheiten, beispielsweise die Grippe und Co.

Interessanterweise spielt das Alter bei der Ansteckung und dem Ausbruch der vorliegenden Krankheit eine nicht zu unterschätzende Rolle. So bricht das Pfeiffersche Drüsenfieber primär in jüngeren Menschen aus. Hierunter zählen sowohl Jugendlich, Kinder, als auch junge Erwachsene bis zu ihren 30. Lebensjahr. Hierbei sind die zu erwartenden Symptome in Kindern häufig so schwach ausgeprägt, dass man die Krankheit nicht einmal erkennt und daher unbehandelt lässt. Hierdurch entsteht dem Betroffenen in aller Regel kein Nachteil.

Nichtsdestotrotz sollte man das Pfeiffersche Drüsenfieber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es mag keine grundsätzlich fatal verlaufende Erkrankung sein, aber dennoch ist es eine ernste Angelegenheit. Darum ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren und sich an dessen Ratschläge zu halten sowie die verschriebenen Medikamente den Empfehlungen entsprechend einzunehmen. Hiermit hilft man nicht nur sich, sondern schützt auch andere vor einer Ansteckung. Daran sollte jedem Kranken gelegen sein.

Die Krankheit hält in aller Regel ca. 10 bis 14 Tage an.

Welche Ursachen gibt es?

Pfeiffersches Drüsenfieber kann durch das Epstein-Barr-Virus (EBV), ein dna-Virus aus der Familie der Herpes-Viren, verursacht sein. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit erkrankten Personen, besonders der Speichel ist in diesen Fällen, wie bereits erwähnt, sehr ansteckend. Häufig erfolgt die Ansteckung bei Mund-zu-Mund-Kontakt, daher stammt auch der Name „Kusskrankheit“. Noch Wochen nach Verschwinden der Krankheitssymptome kann von dem Infizierten eine Ansteckungsgefahr ausgehen.

Interessanterweise lassen sich keinerlei Fälle von Mononukleose für die Zeit vor den 1880er Jahren nachweisen. Man geht daher in der Forschung und in der Medizingeschichte davon aus, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine relativ neue Krankheit handelt. Zunächst schien sie in Russland ausgebrochen zu sein. So berichtete ein russischer Kinderarzt erstmals im Jahre 1885 von dieser damals neuen Erkrankung. Mangels einer bereits existierenden Bezeichnung, nannte er die Mononukleose zunächst „idiopathische Denitis“. Etwa zur selben Zeit bemerkte auch ein deutscher Kinderarzt eine Häufung dieser für ihn unbekannten Krankheit. Bei selbigem handelte es sich um Emil Pfeiffer, auf den bis heute der Name, Pfeiffersches Drüsenfieber, zurückgeht. Die heute im medizinischen Fachjargon übliche Bezeichnung „Mononukleose“ konnte sich erst in den frühen 1920er Jahren etablieren.

Dennoch waren die genauen Ursachen für diese Krankheit lange Zeit eher unklar. Erst im Jahre 1964 gelang es den Medizinern, Michael Anthony Epstein und Yvonne Barr, das nach ihnen benannte Epstein-Barr-Virus als einen häufigen Auslöser zu identifizieren. Tatsächlich lassen sich etwa 90% aller Fälle von Pfeifferschem Drüsenfieber auf dieses Virus zurückführen. Nichtsdestoweniger können dem Leiden natürlich auch noch weitere Gründe zugrunde liegen. Allerdings sind diese Gründe oder Ursachen weitaus seltener anzutreffen.

Kurzübersicht der etwaigen Ursachen

  • Tröpfcheninfektion – D.h. eine Ansteckung mittels der Aufnahme der Erreger, durch das unbedeckte Niesen oder Husten einer anderen Person.
  • Schmierinfektion – Berührt eine infizierte Person Gegenstände, bleiben auf diesen oftmals Rückstände des Erregers zurück, die auf eine gesunde Person übergehen können, wenn diese die besagten Gegenstände ebenso berührt. Dies ist im Falle des Pfeifferschen Drüsenfiebers besonders häufig in Bezug auf Besteck, Geschirr und Trinkgefäße der Fall.
  • Küssen – Der beim Küssen unweigerlich stattfindende Austausch von Speichel führt, insofern einer der beiden Partizipanten bereits infiziert ist, oftmals zu einer Ansteckung des anderen.
  • Urin, Stuhl und Blut – Nicht nur Speichel, sondern auch Urin, Stuhl und Blut können die verantwortlichen Erreger enthalten. Darum sollte man auch den Kontakt mit diesen Substanzen nach Möglichkeitn vermeiden.
  • Humanes Cytomegalievirus – Auch dieser Virus kann im Zweifelsfalle die Kusskrankheit auslösen. Tut dies aber wesentlich seltener als das bereits erwähnte Epstein-Barr-Virus.

Symptome & Anzeichen

Befindet sich der Erkrankte noch in seiner vorpubertären Lebensphase, so äußert sich das Pfeiffersche Drüsenfieber zumeist nur mit harmlosen, einer Grippe ähnlichen Symptomen, insofern es sich übrehaupt äußert. Denn auch auch ein vollkommen symptomfreier Verlauf ist möglich. Hierbei gilt als Faustregel: Je jünger der Infizierte, desto schwächer die Symptome. Sicherlich gibt es auch hierbei Ausnahmen, aber diese sind sehr gering und fallen daher weder statistisch noch medizinisch großartig ins Gewicht.

Sollten dennoch wider Erwarten Symptome auftreten, involvieren diese in aller Regel eine Pharyngitis (Halsentzündung), die nicht selten mit einer Tonsillitis (Mandelentzündung) einhergeht. Dies ist aber, wie bereits erwähnt, eher selten der Fall.
Jugendliche und junge Erwachsene
Während der Zeit der Adoleszenz manifestiert sich das Pfeiffersche Drüsenfieber oftmals mit drei distinkten Symptomen. Diese sind:

  1. Fieber: Hält bis zu 14 Tagen vor und verläuft in aller Regel eher mild
  2. Halsschmerzen: Wirken zunächst sehr stark ein, klingen aber nach etwa drei Tagen bis hin zu einer Woche wieder ab
  3. Geschwollene Drüsen: Zumeist sind die sog. Halslymphknoten hiervon betroffen. Die Schwellung an sich ist nur moderat schmerzhaft, aber aufgrund der Dauer und des Ortes sehr unangenehm für Betroffene

Zudem sollte man einige andere Symptome nicht unerwähnt lassen. Besonders eine dauerhaft anwährende und beinahe bleierne Müdigkeit ist ein Anzeichen für das Pfeiffersche Drüsenfieber. Aber auch Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind im Bezug auf diese Krankheit nicht allzu selten. Darüber hinaus sollte man sich stets der Tatsache bewusst sein, dass die gerade erwähnte Müdigkeit, sowie das aus der Krankheit ebenso resultierende allgemeine Unwohlsein häufig weit über einen Monat hinaus andauern. In der Regel sollte man sogar mit einem Fortbestehen dieser Symptome für etwa 3 Monate rechnen.

Des Weiteren sind auch Entzündungen der Mandeln im Verlauf einer Mononukleose nicht auszuschließen. Hierbei kommt es jedoch darauf an, inwieweit das Immunsystem des Betroffenen bereits geschwächt ist oder nicht. Sollte eine massive Schwächung vorliegen, ist es jedoch nicht selten der Fall, dass zusätzlich zur der etwaigen Tonsillitis noch ein sog. „Enanthem“ entsteht. Hierbei handelt es sich um einen Ausschlag im Inneren des Mundes, vornehmlich an der Munddecke. Dennoch bleibt zu erwähnen, dass dieses Symptom oder diese Folgekrankheit nur sehr selten auftritt. Kaum 5% der Betroffenen leiden daran.

Man kann an der Häufung der Symptome bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Vergleich zu Kleinkindern und später auch noch älteren Erwachsenen sehen, dass diese die am stärksten gefährdete Gruppe darstellen. Zumindest was die allgemeine Symptomatik angeht. Die Gründe hierfür sind (noch) unbekannt.

Ältere Erwachsene
Ältere Erwachsene, genauer gesagt solche, die das 30. Lebensjahr bereits erreicht haben, infizieren sich im Gegensatz zu jüngeren Erwachsenen und Jugendlichen nur sehr selten mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber. Sollte dies dennoch der Fall sein, verläuft die Krankheit bei nämlichen nicht selten ähnlich symptomfrei wie bei Kleinkindern und Säuglingen. Dennoch kann es in einigen schwerwiegenderen Fällen durchaus zu starken Komplikationen kommen. Hierbei entstehen häufig Nierenschäden, Leberschäden oder es stellt sich eine Gelbsucht (Ikterus) ein.

Darum sollte man auch im fortgeschrittenen Alter nicht mit der Kusskrankheit spaßen und im Zweifelsfalle sofort einen Arzt konsultieren. Dieses Vorgehen bietet sich zudem auch darum an, da die durch die Erkrankung ausgelöste dauerhafte Müdigkeit bei Personen höheren Alters oftmals sehr lange anhält und damit zu einem stark einschränkenden Faktor im Alltag und im Beruf werden kann.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Symptome der infektiösen Mononukleose können denen einer Angina oder von Scharlach ähneln. Mit Hilfe von Bluttests ist jedoch zumeist eine eindeutigere Diagnose möglich. Typischerweise ist bei dem Pfeifferschen Drüsenfieber im Blutbild die Anzahl der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) sehr stark erhöht mit 60 – 80% Lymphozyten und Monozyten. Die Lymphozyten sind ein wichtiger Bestandteil der Immunabwehr. Außerdem kann man in Bluttests Antikörper gegen das Virus nachweisen. Antikörper gegen EBNA (Epstein-Barr-Virus-spezifisches-nukleares-Antigen) sind ab sechs Wochen nach Krankheitsbeginn im Bluttest nachweisbar und beweisen somit eine kürzlich abgelaufene Infektion mit demselben Virus.

Bisweilen erübrigt sich die Anwendung eines Bluttests jedoch, da die Krankheit von erfahrenen Ärzten bereits mittels Abtasten und einer Blickdiagnose zu erkennen ist. Besonders der Erfühlen der geschwollenen Drüsen in Kombination mit der aus der Anamnese (Patientengespräch) erhobenen Daten, lenken den behandelnden Arzt in die richtige Richtung. Dennoch sollte man eine Diagnose nicht überstürzen. Aufgrund der Ähnlichkeit der Mononukleose zu anderen Erkrankungen des Halses und der Drüsen sind fehlerhafte Diagnose nicht grundsätzlich auszuschließen. Darum ist es nicht immer empfehlenswert, sich auf seine Erfahrungen zu verlassen und doch klinische Tests anzuberaumen.

Je nachdem wie weit die Krankheit den Körper des Betroffenen schon schädigen konnte, erweitern sich die potentiell nützlichen Tests. Insbesondere bildgebende Verfahren sind dann brauchbar, wenn davon auszugehen ist, dass eine krankhafte Vergrößerung der Nieren oder der Leber stattgefunden haben könnte. In diesen Fällen bieten sich auch weitere und genauere Analysen des Blutes an. Nichtsdestotrotz sollte man davon ausgehen, dass eine Diagnose schnell gestellt ist und darüber hinaus auch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht daneben liegt. Die diagnostischen Mittel der modernen Schulmedizin lassen aufgrund des sich stetig erweiternden Wissensschatzes immer weniger Raum für fehlerhafte Diagnosen. Hiervon profitieren Patient und Arzt gleichermaßen.

Man sollte sich also über die Güte und Genauigkeit der Diagnose in aller Regel keine Sorgen machen müssen.

Krankheitsverlauf
Man kann wohl behaupten, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber in den meisten Fällen sehr harmlos und mit nur wenigen oder sogar gar keinen Symptomen aufwartet. Das ist natürlich zunächst eine erfreuliche Nachricht. Dennoch sollte man auch mit diesem Wissen im Hinterkopfe nicht vernachlässigen zu bedenken, dass einige der im Verlauf der Krankheit auftretenden Symptome und Komplikationen sehr drastisch sein können. Sicherlich besteht durch diese Erkrankung keine akute Lebensgefahr für den Betroffenen, aber das macht dieses Übel noch nicht zu etwas, das man leichtfertig abtun sollte.

Für gewöhnlich beginnt das Pfeiffersche Drüsenfieber mit der Ansteckung. In selteneren Fällen können auch chronische Erkrankungen vorliegen, die immer wieder in unregelmäßigen Abständen ausbrechen. Die Inkubationszeit für neuerliche Ansteckungen beträgt zwischen ein paar Tagen und mehreren Monaten. Das ist ungewöhnlich lange für eine Krankheit dieses Aufbaus. Hierbei gilt zusätzlich zu bedenken, dass die Inkubationszeit bei Kindern und Jugendlichen häufig wesentlich kürzer ist, als bei Erwachsenen.

Die ersten Symptome sind von denen einer gewöhnlichen Grippe kaum bis gar nicht zu unterscheiden. Es kommt zu Ausbrüchen leichten oder mittelschweren Fiebers, Husten und Niesen sowie der bereits mehrfach angeführten bleiernen Müdigkeit. Eine sich darüber hinaus einstellende Tonsillitis (Mandelentzündung) ist ebenso eine mögliche Station des Krankheitsverlaufs. Zudem kommen noch allgemeinere Symptome wie Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen und viele mehr.

Außerdem gilt es zu erwähnen, dass selbst nachdem die Krankheit vollends abgeklungen ist, das Virus zumeist im Körper des Wirtes verbleibt. Das heißt im Klartext, dass der ehemals Erkrankte das Virus in seiner dormanten, bz. Schlafenden Form für den Rest seines Lebens ins sich trägt. Hierdurch kann es dazu kommen, dass es jederzeit wieder ausbrechen kann, insofern die Lage dafür günstig ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Immunsystems der betreffenden Person aufgrund anderer Umstände geschwächt ist. Dennoch kommt dies nicht allzu oft vor.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Mononukleose ist eine der am häufigsten vorkommenden Krankheiten weltweit. Schätzungen und statistische Erhebungen gehen davon aus, dass sage und schreibe 95% der gesamten Weltbevölkerung Opfer dieser Krankheit waren. Das heißt kurzum, dass faktisch die gesamte Weltbevölkerung vor Erreichen des des 30. Lebensjahres an dieser Krankheit litt. Dabei muss der Verlauf nicht immer tragisch oder drastisch gewesen sein, wie man den oben angeführten Punkten entnehmen kann. Durch den oftmals recht harmlosen Ausdruck der Krankheit, bekommen viele Betroffene selbst oder die Eltern von betroffenen Kindern nichts von ihrem Leiden mit. Das macht das Pfeiffersche Drüsenfieber nicht nur zu einer der häufigsten Erkrankungen weltweit, sondern auch zu einer der am mildesten verlaufenden.

Es lassen sich darüber hinaus ebenso keinerlei lokale oder örtliche Häufungen nachweisen. Zumindest nicht, wenn man die Dunkelziffer mit einbezieht. Hält man sich strikt und alleinig an die aus statistischen Erhebungen hervorgehenden Daten, so zeigen diesen, dass Europa und Nordamerika besondere Häufungen aufweisen. Dies ist aber ein Trugschluss. Menschen aus Entwicklungsländern leiden ebenso oft an der Mononukleose. Sie lassen sich nur weniger oft dahingehend ärztlich behandeln oder die ärztliche Behandlung findet statt, fließt aber nicht in die statistischen Datensätze der WHO (Weltgesundheitsorganisation) mit ein. Darum ist allgemein davon auszugehen, dass das vorliegende Leiden weltweit gleichermaßen stark auftritt und keine lokalen oder klimatischen Präferenzen zeigt.

Auch Neuansteckungen lassen sich aufgrund der doch recht langen Inkubationszeit und der darüber hinaus ähnlichen Symptomatik zu anderen Erkrankungen des Halses nicht immer klar als solche definieren. Durch diesen Umstand fällt es ebenso schwer, die tatsächliche Häufigkeit der Kusskrankheit zu ermitteln. Nichtsdestotrotz fährt man mit der groben Angabe von 95% schon sehr gut und liegt damit wahrscheinlich sehr richtig. Eine genauere statistische Erfassung ist jedoch mit der Verbesserung der internationalen Zugsamenarbeit der Medizin zu erwarten, sodass man in Zukunft wahrscheinlich noch genauere Aussagen treffen kann.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind stets und steig mit größter Sorgfalt auszuwerten, das ist auch beim Pfeifferschen Drüsenfieber nicht anders. Ansonsten sind die diagnostischen Methoden relativ genau. Und eine gezielte Anwendung derselben sorgt überdies dafür, dass man fehlerhafte Diagnosen oder sog. Differentialdiagnosen bereits im Vorfeld auszuschließen imstande ist.

Etwaige Differentialdiagnosen können sein:

Des Weiteren sind die Diagnosedaten im Falle der Mononukleose deshalb besonders wichtig, da hieraus etwaige Folgeerkrankungen abzuleiten sind. Diese können im Zweifel oftmals wesentlich schwerwiegender sein, als die dazu führende Krankheit selbst. Deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit und von höchster Priorität, dass die aus einer Diagnose gewonnenen Daten dementsprechend auszuwerten sind und man nicht nur nach Anzeichen des Pfeifferschen Drüsenfiebers sucht, sondern auch nach den etwaig daraus resultierenden Leiden wie Gelbsucht und Hepatitis.

Ein solches Vorgehen kann dem Patienten sehr viel Leid und Schmerzen ersparen. Darüber hinaus erleichtert sich durch dieses Verhalten auch die Arbeit des Arztes, da nämlicher aufgrund des frühen Erkennens nicht unter allzu großem Zeitdruck steht und die Behandlung sorgfältiger planen und abwägen kann.

Alles in allem allerdings ist es in der Regel für einen halbwegs erfahrenen Arzt nicht schwer, die erhobenen Diagnosedaten in Einklang mit der korrespondierenden Krankheit, in diesem Falle das Pfeiffersche Drüsenfieber, zu bringen. Dessen sollte man sich als Patient stets bewusst sein, um potentielle Zweifel und Ängste a priori ablegen zu können.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie bereits erwähnt, ist es nicht selten der Fall, dass die Komplikationen, die durch das Pfeiffersche Drüsenfieber auftreten können, weitaus schwerwiegender sind, als die Krankheit selbst. Die am häufigsten auftretende Komplikationen sind hierbei:
Krankhafte Vergrößerung der Nieren
Die Mononukleose kann durchaus als primärer Grund für die krankhafte Vergrößerung der Nieren verantwortlich zu machen sein. Dehnt sich die vergrößerte Niere zu stark aus, kann es passieren, dass ihre Außenhaut der zu starken Belastung nicht mehr standhalten kann und das Organ reißt. Also ein Nierenriss stattfindet. Ein solcher äußert sich zumeist durch einen sehr plötzlichen und sehr intensiven Schmerz im Bereich der Nieren, sprich im oberen Teil des Abdomen.

Sollte dieser Fall auftreten und man ist darüber hinaus bereits mit Pfeifferschem Drüsenfieber diagnostiziert, sollte man keine Zeit verlieren und postwendend einen Krankenwagen bestellen. Ein Nierenriss ist lebensbedrohlich. Es kommt bei einem solchen auf die Minute an. Darum nicht zögern und sofort den Notruf verständigen. Dies gilt auch für Drittpersonen, die eine Person mit einem Nierenriss beobachten.
Probleme mit der Leber
Zusätzlich zu den nicht unwahrscheinlichen Nierenschäden kann es auch zu Beeinträchtigungen der Leber kommen. Hierzu gehören bspw.:

  • Hepatitis – Eine zunächst eher milde Form der Leberentzündung ist im Rahmen des Pfeifferschen Drüsenfiebers keine seltene Beobachtung. Lässt man diese jedoch nicht ausreichend behandeln, so kann es durchaus passieren, dass sich das Leiden verschlimmert und es somit zu einer lebensbedrohlichen oder dauerhaft schädlichen Situation kommt.
  • Ikterus (Gelbsucht) – Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine von der Leber ausgehende Krankheit, die sich darin äußert, dass die Haut und die Augen des Betroffenen sich gelb färben. Das kann sehr unangenehm sein.

Weitere Komplikationen

Danit aber noch nicht genug. Eine Mononukleose kann darüber hinaus aich noch weitere teils schwerwiegende Komplikationen auslösen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Anämie (Blutarmut) – Die Konzentration der roten Blutkörperchen nimmt stark ab und es kommt daraufhin zu einer körperweiten Unterversorgung mit Sauerstoff und anderen lebenswichtigen Wirkstoffen.
  • Thrombozytopenie – Ein Mangel an Thrombozythen (Blutplättchen) im Blut des Betroffenen. Diese sind unter anderem für den Prozess der Gerinnung des Blutes verantwortlich und damit lebensnotwendig.
  • Allgemeine Herzprobleme – Besonders häufig treten Herzrhythmusstörungen oder eine Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) auf. Beide Leiden sind im zweifel lebensbedrohlicher Natur.
  • Geschwollen Lymphdrüsen – Durch diese kann die Atmung des Betroffenen stark eingeschränkt sein. Im Zweifel ist eine künstliche Beatmung notwendig.
  • Pneumonie (Lungenentzündung) – Auch eine Lungenentzündung kann sich aufgrund der vorliegenden Krankheit einstellen.
  • Augenprobleme – In sehr seltenen Fällen kann es ebenso zu Problemen an den Augen kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Sollte man eines oder mehrere der im Laufe des Textes erwähnten Symptome aufweisen, empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen. Besonders Eltern von betroffenen Kindern sollten in diesem Falle nicht zögern und direkt zum zuständigen Kinderarzt gehen.

Sollte man an einer der sehr seltenen chronischen Formen dieser Krankheit leiden, so ist nicht mit jeden Ausbruch ein Arztbesuch erforderlich. Es kann ausreichend sein, wenn man sich eine Woche Ruhe gönnt, sich gut ernährt und rezeptfreie Medikamente oder Hausmittel nutzt. Hilft alles dieses nicht, sollte man dennoch einen Arzt zu Rate ziehen, um schlimmeres zu vermeiden.

Bei besonders schwerwiegenden Fällen einer bereits diagnostizierten Krankheit kann es darüber hinaus zu Rissen in der Niere kommen. Ist dies der Fall ist sofort ein Krankenwagen zu verständigen. Ein solcher Vorfall bedarf einer notärztlichen Betreuung und zieht nicht selten einen operativen Eingriff nach sich. Darum sollte man hier keinesfalls zögern.

Es gilt also, dass man einen Arzt konsultieren sollte, wenn:

  • sich die Symptome nicht nach etwa sieben Tagen von alleine bessern
  • Kleinstkinder oder Säuglinge betroffen sind
  • man seltsame und / oder ungewohnte Schmerzen in der Gegend der Nieren oder der Leber verspürt
  • eine Gelbsucht ausbricht
  • man Einschränkungen des Sehvermögens beobachten kann

Behandlungsmethoden & Therapie

In unkomplizierten Fällen heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen aus. Die Behandlung besteht in reichlich Flüssigkeitszufuhr, Bettruhe und fiebersenkenden Medikamenten. Auch Wadenwickel können gegen Fieber eingesetzt werden. Aus der Homöopathie sind vor allem zwei Mittel gegen infektiöse Mononukleose bekannt; diese sind Kalium chloratum und Kalium phosphoricum. Bei allgemeiner Schwäche sollte Kalium phosphoricum in D6 angewendet werden. Gegen Fieber stehen zahlreiche homöopathische Mittel zur Auswahl, z.B. Aconitum napellus, Belladonna oder Ferrum phosphoricum.

Wenn man selbst homöopathische Mittel auswählt, sollte die Mittelbeschreibung genau gelesen und mit der eigenen Situation verglichen werden. Antivirale Medikamente können bei immungeschwächten Personen oder bei auftretenden Komplikationen, wie Perikarditis oder Enzephalitis, einzusetzen sein. Falls eine zusätzliche Infektion des geschwächten Patienten mit Bakterien erfolgt, wird die Sekundärinfektion mit Antibiotika behandelt. Pfeiffersches Drüsenfieber befällt das Immunsystem. Mit hohen Dosen von Vitamin C und Zink kann das Immunsystem gestärkt werden, ebenso mit Echinaceae-Präparaten. Gegen Müdigkeit und Energiemangel können überdies Produkte mit Ginseng oder Guarana helfen.

In sehr seltenen Fällen ist darüber hinaus eine Operation unabdingbar. Und zwar dann, wenn durch das Pfeiffersche Drüsenfieber ein Riss der Nieren verursacht wurde. Es handelt sich hierbei um ein sehr ernstzunehmendes akutes Leiden, das man nicht leichtfertig abtun sollte. In den meisten Fällen bemerkt ein Betroffener, dass etwas nicht mit ihm stimmt. Ein scharfer und stechender Schmerz stellt sich in der Gegend der Nieren ein, der zudem oftmals in Begleitung einer starken Rötung oder eines Hämatoms auftritt.

Ist dies der Fall sollte man unter keinen Umständen zögern und sofort einen Krankenwagen bzw. den ärztlichen Notdienst verständigen. Es geht bei einem Nierenriss manchmal nur um Minuten. In aller Regel erfolgt sofort nach Einlieferung des Patienten ins Krankenhaus eine Not-Operation. Diese ist unablässig für das Überleben des Betroffenen und daher auch unter die etwaigen Methoden der Behandlung zu zählen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Vorbeugung gegen das Pfeiffersche Drüsenfieber ist möglich, aber schwer. Es gilt hierbei einige Faktoren zu beachten. Zum einen senkt sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem korrespondierenden Erreger, zumeist das Epstein-Barr-Virus (EBV), insofern man dafür Sorge trägt, dass das eigene Immunsystem und also die Abwehrkräfte stets und stetig sehr gut funktionieren. Hierzu dienen einem eine gesunde Ernährung, effektiver Stressabbau, ausreichend Bewegung und Sonnenlicht uvm. Zum anderen lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung senken, indem man den direkten Kontakt mit Infizierten meidet und es ebenso unterlässt, Dinge zu berühren, die zuvor von besagten Infizierten berührt worden sind.

Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Gerade am Arbeitsplatz, in der Schule oder beim Einkaufen lässt es sich nur schwer überwachen, wer was wann angefasst hat. Hierdurch kann jedes Objekt ein potentieller Überträger für die Krankheit sein. Deswegen ist es darüber hinaus sinnvoll sich zu schützen, indem man sich ausreichend oft die Hände wäscht bzw. desinfiziert. Auch sollte man mit nämlichen, gleichwohl wie gut sie gereinigt sind oder nicht, niemals direkt in seinen Mund, seine Augen, seine Ohren oder seine Nase fassen. Durch diese Stellen gelangen Viren und Bakterien besonders leicht in den Organismus. Man sollte diese Stellen daher lediglich mit einem sauberen Taschentuch oder ähnlichem berühren.

Es kann darüber hinaus förderlich sein, wenn man vor körperlichen Interaktionen mit anderen Personen abklärt, ob dieselbe vielleicht an einer Mononukleose leidet. Sicherlich ist Pfeiffersche Drüsenfieber keine sexuell übertragbare Erkrankung, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieses Leiden nicht umsonst auch als „Kusskrankheit“ bekannt ist. Des Weiteren können spezielle sexuelle Praktiken trotzdem zu einer Ansteckung beitragen und sind somit im Rahmen einer Prävention zu unterlassen. Hierzu gehören unter anderem Koprophilie, Koprophagie sowie diverse andere Praktiken.

Impfstoffe sind bisher keine bekannt. Dies kann sich aber jederzeit ändern, darum sollte man auf dem Laufenden bleiben.


Prognose zur Heilung

Die Prognose sieht in aller Regel sehr gut aus. Beinahe alle Fälle des Pfeifferschen Drüsenfiebers enden mit einer vollständigen Heilung des Betroffenen und bedingen darüber hinaus keinerlei weiterführende Nebenerkrankungen, wie die, die vorhergehend bereits Erwähnung fanden.

In harten Zahlen ausgedrückt, bedeutet das, dass nur etwa 5% der Betroffenen mit schlimmen Effekten auf ihre allgemeine Gesundheit zu rechnen haben. Die restlichen 95% überstehen die Infektion zwar nicht schmerzfrei, aber dafür ohne weitere Komplikationen oder Einschränkungen.

Sobald die akuten Symptome der Infektion abgeklungen sind, verschwinden diese ganz, ohne jemals wieder an die Oberfläche zu treten. Dennoch ändert dies nichts an dem Umstand, dass der betroffene ehemalige Patient den Virus Zeit seines Lebens in sich trägt. Letzter verbleibt also dormant (schlafend) im Organismus des zuvor befallenen Menschen. Dieser könnte theoretisch jederzeit wieder ausbrechen, insbesondere dann, wenn das Immunsystem des Trägers durch äußere oder innere Umstände geschwächt ist. Dies passiert aber nur sehr selten. Es ist tatsächlich sogar wahrscheinlicher, dass man sich abermals erneut mit beispielsweise dem EBV infiziert und daraus eine erneute Mononukleose entsteht, als dass die bereits im Körper vorhandene noch einmal ausbricht. Die Mechanismen hinter diesem Verhalten der Erreger geben der Wissenschaft und der Forschung noch immer Rätsel auf.

Interessant ist überdies der Umstand zu betrachten, dass ein neuerlicher Ausbruch des schlafenden Virus in aller Regel vollends ohne jedwede Symptome auftritt. Das heißt kurzum, dass man zwar an der Krankheit leidet, aber nichts davon mitbekommt. Lediglich gezielte Blutuntersuchungen können sie dann nachweisen. Auch dieser Umstand gibt der Wissenschaft noch Rätsel auf, die es in naher Zukunft zu lüften gilt. Zudem sollte man noch anführen, dass während einer solchen symptomfreien Phase der Erkrankung der Virus aber dennoch auf andere Personen übergehen kann. Das heißt also, dass man trotz fehlender Symptomatik ansteckend ist. Hier gilt es darum Vorsicht an den Tag zu legen.


Was ist das Eppstein-Barr Virus?

Das Epstein-Barr-Virus (EBV), auch humanes Herpesvirus 4 (HHV-4) genannt, ist einer von acht bekannten humanen Herpesvirus-Typen in der Herpes-Familie und gehört zu den häufigsten Viren beim Menschen.

Es ist am besten bekannt als Ursache für infektiöse Mononukleose (Drüsenfieber). Es ist auch mit bestimmten Formen von Krebs, wie Hodgkin-Lymphom, Burkitt-Lymphom, Magenkrebs, Nasopharynxkarzinom und mit dem humanen Immundefizienzvirus (hiv) assoziierten Zuständen, wie Haarleukoplakie und Lymphomen des zentralen Nervensystems, verbunden. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Infektion mit EBV mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Autoimmunerkrankungen einhergeht, insbesondere Dermatomyositis, systemischer Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis, Sjögren-Syndrom und Multiple Sklerose. Es wird angenommen, dass etwa 200.000 Krebsfälle pro Jahr auf EBV zurückzuführen sind. Die Infektion mit EBV erfolgt durch die orale Übertragung von Speichel und / oder Genitalsekreten.

Die meisten Menschen werden mit EBV infiziert und erhalten eine adaptive Immunität. In der EU weisen etwa die Hälfte aller fünfjährigen Kinder und etwa 90 Prozent der Erwachsenen Anzeichen für eine frühere Infektion auf. Säuglinge werden anfällig für EBV, sobald der mütterliche Antikörperschutz verschwindet. Viele Kinder infizieren sich mit EBV und diese Infektionen verursachen meist keine Symptome oder sind von den anderen milden, kurzen Erkrankungen der Kindheit nicht zu unterscheiden. In der EU und anderen entwickelten Ländern werden viele Menschen in ihrer Kindheit nicht mit EBV infiziert. Wenn eine Infektion mit EBV während der Adoleszenz auftritt, verursacht sie zu 35 bis 50 Prozent der Zeit eine infektiöse Mononukleose.

EBV infiziert B-Zellen des Immunsystems und der Epithelzellen. Sobald die anfängliche lytische Infektion des EBV unter Kontrolle gebracht ist, bleibt die EBV-Latenz in den individuellen B-Zellen für den Rest des Lebens des Individuums bestehen


Alternative Behandlungsmethoden

In Bezug auf das Pfeiffersches Drüsenfieber gibt es so einige Hausmittel, die Hilfe für Betroffene versprechen. Sie ähneln dabei sehr stark den Hausmitteln, die auch ihm Rahmen der Behandlung von grippalen Infekten und Entzündungen des Halses zum Einsatz kommen.

Obwohl sie durchaus durch große Wirksamkeit bestechen können, ist es möglich, dass sie auch bisweilen nur wenig nutzbringend oder gar schädlich für den Anwender sind. Letzteres ist insbesondere dann der Fall, wenn es zu allergischen Reaktion oder unsachgemäßer Anwendung kommt.

Typische alternative Behandlungen sind unter anderem:

  • Gurgeln
  • Inhalation von Dampf
  • Gesunde Ernährung
  • Pflanzliche Präparate
  • Honigkuren
  • Aromatherapien
  • Spezielle Massagen des Halsbereiches
  • Gezieltes Wärmen (Kompressen, Dinkelkissen, Kirschkernkissen, Rotlicht usw.)
  • Genuss von speziellen Tees

Welche Hausmittel können helfen?

  • Verstärke Aufnahme von Flüssigkeit – Jede Flüssgkeit, die den Körper hydriert, ist willkommen. Hierzu zählen klares Wasser, Früchtetee, Kräutertee sowie einige Sorten von Saft. Die vermehrte Aufnahme von Flüssigkeiten hilft dabei, das Fieber zu kontrollieren und befördert darüber hinaus die Heilung.
  • Gurgeln mit Salzwasser – Es kann sich anbieten, dass man bei allzu starken Beschwerden im Rachen oder der Kehle, mit Salzwasser zu gurgeln. Hierfür gebe man etwa einen gestrichenen Esslöffel Salz in ein großes mit lauwarmem Wasser gefülltes Glas und verühre es darin, bis es sich ganz aufgelöst hat. Dann gurgle man mit dem Wasser, schlucke es jedoch auf keinen Fall herunter, sondern spucke es wieder aus. Das ist wichtig, um einer etwaigenÜbelkeit aus dem Weg zu gehen. Diese Behandlung wirkt antibakteriell und hilft oftmals merklich dabei, den Hals zu beruhigen.
  • Honig – Auch Honig kann dabei helfen, die Beschwerden im hals zu lindern. Hierfür nehme man einen Löffel Honig in den Mund und lasse ihn darinnen langsam zergehen und den Hals hinab laufen. Insbesondere der Manuka-Honig ist für diese Art der Behandlung gut geeignet.
  • Halswickel – Aber nicht nur die innere, auch die äußere Behandlung kann von Vorteil sein. Im Falle des Pfeifferschen Drüsenfiebers im Speziellen die Halswickel. Hierzu befeuchte man ein weiches Tuch und gebe darüber hinaus Quark, Heilerde, Salz oder sonstiges mit ein und wickle es um den Hals und lasse es einwirken. Diese einfach Methode wirkt manchmal wahre Wunder.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Angelika
  • Arnika
  • Eibisch
  • Eisenkraut
  • Holunder
  • Huflatich
  • Kamille
  • Salbei
  • Thymian

Alle der soeben genannten Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. Pille einzunehmen. Des Weiteren kann man häufig bereits vorproduzierte Präparate beim Heilpraktiker des Vertrauens erstehen und spart sich damit die mühevolle Selbstproduktion. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können. Diese erschweren die vorliegende Erkrankung sonst nur zusätzlich und stehen einer effektiven Heilung im Wege.

Ätherische Öle

  • Angelika
  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Gernaie
  • Ingwer
  • Lavendel
  • Salbei
  • Teebaum
  • Thymian
  • Zitrone

Zumeist sind ätherische Öle für die Anwendung im Rahmen einer Aromatherapie angedacht. Dies heißt, dass selbige in eine Duftschale mit etwas Wasser zu geben und mittels einer Wärmequelle, meistens einer Kerze, aus dieser Schale in die Raumluft verdampfen zu lassen sind. Hierdurch entfalten die ätherischen Öle ihre größtes Potential.

Nichtsdestotrotz ist es auch möglich, dass man manche ätherischen Öle äußerlich oder sogar innerlich benutzt. Hierzu sollte man sich aber im Vorfeld genauestens informieren, da einige der ätherischen Öle bei Hautkontakt oder bei oraler Einnahme giftig wirken können.

Aber auch hier gilt der Vorsatz, dass man vor einer Behandlung mit ätherischen Ölen einen Arzt konsultieren sollte, um potentiellen allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen zu können. Diese sind gerade bei ätherischen Ölen besonders stark.

Über Dosierung und Bereiche der Anwendung die einzelnen ätherischen Öle betreffend informieren der Händler sowie der Heilpraktiker sicherlich gerne.

Homöopathie & Globuli

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

  • Nr. 1 Calcium fluoratum: Calcium fluoratum sorgt dafür, dass sich Rachen und Hals merklich entspannen. Hierdurch kommt es zu einer Erleichterung des Atmens und zu einer generellen Verbesserung des Wohlbefindens. Darum wird die Einnahme dieses Mittels von vielen Heilpraktikern empfohlen.
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum: Wie Calcium fluoratum so dient auch Calcium phosphoricum dazu, die Atmung zu erleichtern. Da es sich beim pfeifferschen Drüsenfieber um eine Krankheit handelt, die besonders die Atemwege betrifft, ist diese Art der Heilung und Linderung besonders willkommen. Allerdings sollte man darauf achten, dass man dieses spezielle Mittel nicht überdosiert, da dies sonst nicht selten zu Nasenbluten führt.
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum: Ferrum phosphoricum dient dazu, die Blutbildung anzuregen. Hierdurch verringert sich die allgemeine Müdigkeit, die im Rahmen von pfeifferschen Drüsenfieber entsteht, darüber hinaus setzt auch eine Stärkung des Immunsystems ein. Auch hierbei handelt es sich um einen willkommenen Nebeneffekt, der eine etwaige Linderung der Symptome nach sich ziehen kann.
  • Nr. 4 Kalium chloratum
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum: Magnesium phosphoricum hilft einem dabei, die oft überstrapazierten Muskeln im Zwerchfell zu entspannen. Vorallem dann, wenn das vorliegende Leiden mit Husten einhergeht, ist diese Art der Linderung sehr willkommen.
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum: Natrium sulfuricum trägt dazu bei, das Blut etwas zu verdünnen und somit den Fluss desselben zu erleichtern. Darum sollte es allerdings nicht in Verbindung mit anderen blutverdünnenden Mitteln eingenommen werden, wie beispielsweise Aspirin.
  • Nr. 22 Calcium carbonicum Hahnemanni: Calcium carbonicum ist besonders für die Heilung von Knochen geeignet und somit augenscheinlich eher erst einmal nicht für fibröse Erkrankungen, wie das pfeiffersche Drüsenfieber, sinnvoll. Dem ist aber nicht so. Da es auch die allgemeine Gesundheit befördert, ist eine Hilfe auch bei dem vorliegenden Leiden nicht von der Hand zu weisen. Dennoch sollte man auch hier aufpassen, da Calcium carbonicum in allzu großen Dosen zu extremen Nasenbluten führen kann. Bei sachgemäßer Anwendung aber, dürfte man davon verschont bleiben.

Trotz all der augenscheinlichen Vorteile bleibt es anzumerken, dass die Wirkung von Schüssler Salzen, obschon diese immer populärer werden, medizinisch nicht bestätigt werden kann. Somit sollte man auf jeden Fall davon absehen, eine Krankheit, welche auch immer dies sei, alleine mit diesen Mitteln zu behandeln. Eine schulmedizinische Therapie ist absolut notwendig und kann nicht ausgesetzt werden.

Ansonsten ist die Dosierung der verschiedenen sehr Mittel stark davon abhängig, was einem der zuständige Heilpraktiker empfiehlt und wie gut man die Mittel verträgt. Denn wie bereits erwähnt, können einige Mittel zu Nasenbluten führen. Weitere Nebenwirkungen allerdings sind nicht zu erwarten.

Diät & Ernährung

Da beim Pfeifferschen Drüsenfieber sehr oft ein geschwächtes Immunsystem eine große Rolle beim Ausbruch der Krankheit spielt, bietet es sich an, dasselbe bereits a priori zu stärken. Dies istunter anderem über die Ernährung möchlich. Hierzu gibt es einige Kniffe, derer man sich bedienen kann:

Empfohlene Lebensmittel

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Nicht zu empfehlende Lebensmittel

  • Fleisch und Wurst
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Raffinierter Zucker
  • Junk Food
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Bakcwaren aus weißem Mehl

Ein Ernährungswissenschaftler kann einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man seine ernährung langfristig umstellen will. wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Macht einen diese Krankheit wirklich ein halbes Jahr lang müde?

In der Bevölkerung ist der Glaube tief verwurzelt, dass das Pfeiffersche Drüsenfieber einen für ein halbes Jahr extrem müde machen kann und leider ist das nur kaum übertrieben. Ein halbes jahr ist wohl etwas großzügig angesetzt, nichtsdestoweniger sollte man davon ausgehen, dass man bis zu drei Monaten unter einer außergewöhnlich starken Müdigkeit leidet. Dieser ist mit viel frischer Luft und ausreichender Bewegung jedoch gut beizukommen.

Übertragt sich Pfeiffersches Drüsenfieber wirklich durchs Küssen?
Ja, Küsse sind tatsächlich eine nicht seltene Art der Übertragung bei dieser Krankheit. Dennoch sollte man bedenken, dass es noch viele weitere Arten gibt sich anzustecken, die über das Küssen hinausgehen. Daher ist ausreichende Hygiene das A und O.

Ist die Mononukleose gefährlich?
Jede Krankheit birgt gewisse Risiken, so auch die vorliegende. Dennoch sollte man stets im Hinterkopfe behalten, dass die Mononukleose in mehr als 95% der Fälle sehr mild und oder symptomfrei verläuft. Sie gehört damit zu den eher harmlosen Erkrankungen. Nichtsdestotrotz kann es immer wieder zu massiven Nebenerscheinungen kommen. Daher sollte man dieses leiden trotz seines milden Rufs nicht auf die leichte Schulter nehmen und adäquate Hilfe suchen.

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