Hirnblutungen

Steckbrief: Hirnblutung

  • Name(n): Hirnblutung; intrakranielle Blutung
  • Art der Krankheit: Einblutung ins Gehirn
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse (z.B. Trauma)
  • Wieviele Erkrankte: Unklar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Neurologe; Notfallmediziner
  • ICD-10 Code(s): I60; I61; I62; s06.2-s06.6; s06.8

Hirnblutung – Ein Todesurteil?
Hirnblutungen
Die Hirnblutung wird in der Medizin auch als intrakrenielle Blutung bezeichnet. Sie verweist darauf, dass eine arterielle beziehungsweise venöse Blutung vorliegt, die von den Gefäßen des Hirns ausgeht und sich innerhalb des Schädels ausbreitet.

Theoretisch kann das Gehirn an jeder Stelle beginnen zu bluten. Allerdings hat sich gezeigt, dass einige Hirnregionen besonders anfällig für Verletzungen sind. Hierzu gehören unter anderem die Zwischenbereiche zwischen den Hirnhäuten. Aber auch direkte intrazerebrale Blutungen sind möglich. Dabei tritt Blut direkt aus dem Hirngewebe aus.

Hervorgerufen wird eine Hirnblutung in den meisten Fällen druch ein Trauma, also eine Verletzung am Schädel, die das Hirn einschließt. Aber auch jede Art von Gefäßschädigung kann ursächlich sein. Das gilt ebenso für Gerinnungsstörungen. In einigen Fällen zeichnet sich ein Hirntumor oder Gerinnsel verantwortlich. Generell gilt, dass jede Art der Hirnschädigung hernach eine Hirnblutung zur Folge haben kann.

Auch dann, wenn eine Einblutung ins Hirn vergleichsweise gering ist, können sich daraus gravierende Komplikationen ergeben. Immerhin besteht das menschlichen Hirn aus einem dichten Nervengeflecht. So kann austretendes Blut, dass schließlich nicht über den Schädelknochen austreten kann, Druck ausüben und Hirngewebe beschädigen.

Definition Hirnblutung?

Eine intrakranielle Blutung ist eine Art von Blutungen, die innerhalb des Schädels auftritt. Die Symptome umfassen plötzlich einsetzendes Kribbeln, Schwäche, Taubheitsgefühl, Lähmungen, starke Kopfschmerzen, Schluckbeschwerden oder Sehschwierigkeiten, Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination, Schwierigkeiten beim Verständnis, Sprechen, Lesen oder Schreiben und eine Veränderung des Bewusstseinsgrades oder der Wachheit, die durch Benommenheit gekennzeichnet ist. Lethargie, Schläfrigkeit oder Koma können ebenso auftreten. Jede Art von Blutung im Schädel oder Gehirn ist ein medizinischer Notfall. Es ist wichtig, die Person sofort in eine Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses zu bringen, um die Ursache der Blutung festzustellen und mit der medizinischen Behandlung beginnen zu können.

Blutungen um oder im Gehirn selbst werden als Hirnblutung (oder intrazerebrale Blutung) bezeichnet. Blutungen, die durch ein Blutgefäß im Gehirn verursacht werden, das ausgelaufen ist oder gerissen ist, werden als hämorrhagischer Schlaganfall bezeichnet. Jedoch werden alle Blutungen im Schädel werden als intrakranielle Blutung bezeichnet. Blutungen, die innerhalb des Schädels oder des Gehirns auftreten, treten im Allgemeinen plötzlich auf, entweder von äußeren oder inneren Ursachen beeinflusst, nur aber sehr selten ohne augenscheinlichen Grund. Eine Blutung kann schnell zu Hirnschäden führen und lebensbedrohlich sein.

Da das Gehirn keinen Sauerstoff speichern kann, stützt es sich auf eine Reihe von Blutgefäßen, um ihm Sauerstoff und Nährstoffe zu liefern. Wenn eine Blutung auftritt, ist der Sauerstoff nicht mehr in der Lage, das Gehirngewebe zu erreichen, das durch das zerstörte oder beschädigte gefäß normalerweise versorgt werden würde. Eine Ansammlung von Blut aus einer intrakraniellen Blutung oder Hirnblutung übt überdies auch Druck auf das Gehirn aus und entzieht diesem zusätzlich Sauerstoff. Wenn eine Blutung oder ein Schlaganfall den Blutfluss um oder innerhalb des Gehirns unterbricht und es ihm für mehr als drei oder vier Minuten den Sauerstoff entzieht, beginnnen die Gehirnzellen abzusterben. Die betroffenen Nervenzellen und die damit verbundenen Funktionen werden ebenfalls beschädigt.

Ein aus einer Hirnblutung resultierender Schlaganfall ist zumeist die Hauptursache für spätere Behinderungen und die fünfthäufigste Todesursache in der EU. Eine intrakranielle Blutung löst etwa 10% aller Schlaganfälle in der EU aus. Intrakranielle Blutungen können Menschen jeden Alters treffen,bedürfen jedoch einer Ursache, das heißt, dass sie nicht idiopathisch auftreten. Obwohl Hirnblutungen und hämorrhagische Schlaganfälle am häufigsten bei älteren Erwachsenen auftreten, können sie auch bei Kindern auftreten, hier spricht man dann von einem sogenannten pädiatrischen Schlaganfall.


Was ist eine Hirnblutung?

Eine Hirnblutung ist eine Art von Schlaganfall. Sie wird von einer Arterie im Gehirn verursacht, die platzt und örtliche Blutungen im umgebenden Gewebe verursacht. Diese Blutung tötet Gehirnzellen ab. Gehirnblutungen werden auch Hirnblutungen, intrakranielle Blutungen oder intrazerebrale Blutungen genannt. Sie gehen etwa mit 13% der Schlaganfälle einher. Wenn eine aus einem Trauma resultierende Blutung das Gehirngewebe reizt, verursacht es Schwellungen, die wiederum zu einer Minderversorgung führen können. Dieses Phänomen ist als Hirnödem bekannt. Das Blut sammelt sich zu einer Masse, die dann wiederum Hämatom genannt wird. Diese Geschehnisse erhöhen den Druck auf nahe gelegenes Gehirngewebe, dies reduziert dann den vitalen Blutfluss und tötet Gehirnzellen ab. Blutungen können innerhalb des Gehirns, zwischen dem Gehirn und den Membranen, die es umgeben, zwischen den einzelnen Schichten der Hirnhaut oder zwischen dem Schädel und der Hülle des Gehirns auftreten.

Die Symptome einer Hirnblutung können variieren. Sie hängen vom Ort der Blutung, der Schwere der Blutung und der Menge des betroffenen Gewebes ab. Symptome können sich plötzlich oder im Laufe der Zeit entwickeln. Sie können sich zunehmend verschlechtern oder plötzlich auftreten. Wenn man Symptome aufweist, die darauf hindeuten, dass man eine Gehirnblutung haben könnte, sollte man auf keinen Fall zögern und sofort einen Krankenwagen rufen. Hier kommt es auf die Sekunde an.

Sobald man einen Arzt aufsucht, kann er aufgrund der Symptome bestimmen, welcher Teil des Gehirns betroffen ist. Ärzte können eine Vielzahl von bildgebenden Tests durchführen, wie z. B. einen CT-Scan, der innere Blutungen oder Blutansammlungen aufdecken kann oder aber ein MRT. Eine neurologische Untersuchung oder Augenuntersuchung, die eine Schwellung des Sehnervs zeigen kann, kann ebenfalls durchgeführt werden. Eine Lumbalpunktion wird normalerweise nicht durchgeführt, da sie gefährlich sein und die Situation verschlimmern kann. Die Behandlung von Blutungen im Gehirn hängt von der Lage, der Ursache und dem Ausmaß der Blutung ab. Eine Operation kann erforderlich sein, um Schwellungen zu reduzieren und Blutungen zu verhindern. Bestimmte Medikamente können auch verschrieben werden, um die Situation zu verbessern. Dazu gehören Schmerzmittel, Kortikosteroide oder Diuretika zur Verringerung der Schwellung und Antikonvulsiva zur Kontrolle der Anfälle.

Wie gut ein Patient auf eine Hirnblutung reagiert, hängt von der Größe der Blutung und dem Ausmaß der Schwellung ab. Einige Patienten erholen sich vollständig. Mögliche Komplikationen sind ein Schlaganfall, der Verlust der Gehirnfunktion oder Nebenwirkungen von Medikamenten oder Behandlungen. Der Tod ist ebenso möglich und kann trotz sofortiger medizinischer Behandlung schnell eintreten. Blutungen im Gehirn gehören zu den gefährlichsten Erkrankungen, die plötzlich auftreten und lebensgefährlich sein können.

Man unterscheidet drei verschiedene Hirnblutungen je nachdem, wo im Schädel sie auftreten. Blutungen im Hirnschädel werden als intrakraniell bezeichnet. Treten sie im Gehirn auf, sind es intrazerebrale Blutungen, und außerhalb des Gehirns ist der medizinische Fachbegriff extrazerebrale Blutung. Als Hirnblutung im engeren Sinn gilt allerdings nur die intrazerebrale Blutung. Bei einer intrazerebralen Hirnblutung platzen Hirngefäße, das Blut läuft in das Hirngewebe, und es kann zu einem Schlaganfall kommen. Fünf bis neun Prozent aller Schlaganfälle entstehen durch eine Subarachnoidalblutung, wenn zwischen den beiden Hirnhäuten Blutungen auftreten. Bei Schädelbrüchen durch Gewalteinwirkung oder einem Unfall kommt es auf zu einer Epiduralblutung, wenn sich Blut zwischen dem Schädelknochen und der äußersten Hirnhaut ansammelt.

Außerdem kann eine Subduralblutung auftreten. Diese entsteht, wenn Blutgefäße aufgrund eines Traumas reißen und sich Blut zwischen der harten Hirnhaut und der Spinngewebshaut ansammelt. Eine Subduralblutung kann sich sowohl akut und sehr schnell entwickeln als auch chronisch werden und sich nur langsam aufbauen. Bei jeder Hirnblutung steigt der Druck im Gehirn auf das Nervengewebe, Zellen und bestimmte Hirnpartien werden dadurch geschädigt. Es kann zu Ausfällen einzelner Hirnregionen und teilweise irreversiblen Folgen kommen. In jedem Fall muss ein Patient sofort ins Krankenhaus und dort umfassend behandelt werden, um Folgeschäden und eventuell sogar einen tödlichen Ausgang zu vermeiden. Eine neurochirurgische Behandlung ist in den allermeisten Fällen unumgänglich. In Deutschland erkranken 10-12 von 100000 Menschen jährlich an einer Hirnblutung.

Welche Ursachen gibt es?

Die mit Abstand häufigste Ursache für eine intrakranielle Blutung ist das Trauma des Schädels. Zumeist entsteht ein solches nach schweren Verletzungen durch einen Unfall, wie beispielsweise einen Sturz oder einen Verkehrsunfall. Es kann jedoch vorkommen, dass auch leichte Traumata schwere Folgen haben können. Ein Schlag auf den Schädel reicht hierbei unter Umständen bereits aus. Generell gehören Traumata zu den Schäden, die das Hirn massiv beeinträchtigen können und nicht selten zum Tod des Betroffenen führen.

Es gibt darüber hinaus auch eine Reihe von spontanen Ursachen, die nicht an einen Unfall oder ein sonstiges schweres Schädeltrauma geknüpft sind. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle treten Hirnschäden beispielsweise infolge von Bluthochdruck auf. Dieser sorgt im Laufe des menschlichen Lebens dafür, dass sich die Gefäße schneller abnutzen. Gerade dann, wenn die Innenwände dem permanenten Druck nicht mehr standhalten, sich ausdehnen und verdünnen, kann das Gewebe reißen und Blut ins Hirngewebe austreten. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der erhöhte Blutfluss zu schneller wachsenden Ablagerungen an den inneren Artrienwänden führt. Solche Plaques genannten Fett- und Lipidansammlungen verhärten mit der Zeit und tragen massiv zur Gerinnselbildung bei. Diese können hernach aufplatzen und ebenfalls eine Hirnblutung hervorrufen.

Starke Hirnschäden treten auch infolge von Drogenkonsum auf. Gerade jene Substanzen, die auf den Sympatikus einwirken, etwa Kokain, Heroin oder Phenylalanin, bewirken, dass sich Gefäße umformen und der Blutfluss verändert wird. Dann treten unter Umständen neu angelegt Gefäßverzweigungen und Gewebeverdickungen im Hirn auf, die Blutungen hervorrufen können. Nicht immer ist hierfür ein Konsum starker illegaler Substanzen notwendig. Ähnliches konnte auch bei Menschen mit Alkoholsucht festgestellt werden. Betroffen sind zudem Raucher. Zum einen beruht dies auf einer Veränderungen des Blutdrucks und entsprechend des Blutflusses im Hirn, zum anderen neigen Raucher zu Arterienverkalkung und Arterienverengung. Ein Blutgerinnsel ist auch bei diesen Menschen folglich nicht selten anzutreffen.

Dazu noch einmal eine kurze Übersicht:

  • Schädel Hirn Trauma, beispielsweise nach einem Autounfall, einem Sturz oder einem anderen Unfall
  • Hoher Blutdruck, der ein Blutgefäß im Kopf zum Platzen oder Reißen gebracht hat
  • Eine Blockierte Arterie, sprich eine Thrombose, die zunächst für einen Blutstau und später für eine Beschädigung der Betroffenen Arterie sorgt
  • Exzessiver Drogenkonsum, hierzu zählen auch Nikotin und Alkohol
  • Schwangerschaft
  • Unterversorgung mit Sauerstoff
  • Fehlbildungen von Arterien im Kopfbereich

Die meisten Hirnblutungen entstehen bei Menschen, die unter Bluthochdruck leiden. Da ein hoher Blutdruck lange keine Beschwerden verursacht, wissen viele gar nicht, dass ihr Blutdruck zu hoch ist. Dementsprechend Gehen sie nicht zum Arzt, und der Blutdruck wird nicht behandelt. Ein zu hoher Blutdruck führt dazu, dass Blutgefäße sozusagen überdehnt werden und geschädigt sind. Sie sind so anfällig für spontane Risse – eine Hirnblutung kann entstehen.

Auch Arterienverkalkung und Fehlbildungen der Gefäße, sogenannte Aneurysmen, können Hirnblutungen auslösen, genauso wie brüchige Gefäße, an denen sich Amyloide, Eiweiße mit gefährlichen Veränderungen ablagern. Sie begünstigen ein Reißen der Gefäße und somit eine Hirnblutung. Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, sind ebenfalls gefährdeter, eine Hirnblutung zu bekommen, und auch Menschen, die an der Bluterkrankheit leiden, an einem Hirntumor oder an Leukämie, kann eine Hirnblutung leichter treffen als andere.

Neben diesen Vorerkrankungen spielen auch Faktoren eine Rolle, die man dem Körper bewusst selbst zuführt. Dazu zählt vor allem das Rauchen, das zu Gefäßverengungen und Schädigungen der Gefäße führen kann. Drogen mit aufputschender Wirkung wie Amphetamine und Kokain können Hirnblutungen auslösen, und auch wer zum legalen Rauschmittel Alkohol greift und exzessiv und regelmäßig trinkt, ist gefährdet.

Wer Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte hat, erhöht sein Risiko einer Hirnblutung ebenfalls. Auch durch Stürze, Schläge und andere Gewalteinwirkungen auf den Kopf können Gefäße platzen. Viele Radfahrer, die ohne Helm fahren und stürzen, tragen Schädelbrüche davon, die zu Hirnblutungen führen können, und auch bei Ski- und Snowboardfahrern kommen Schädelverletzungen mit Hirnblutungen öfter vor, wenn sie ohne Helm auf der Piste stürzen.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Hirnblutung hängen selbstverständlich ganz wesentlich davon ab, in welchem Hirnareal Blut ausgetreten ist. Generell lassen sich Gemeinsamkeiten der Symptome hinsichtlich Einblutungen in Kleinhirn und den Hirnstamm sowie in den vorderen Hirnteilen, dem Großhirn, feststellen.

Bei nahezu allen Einblutungen ins Gehirn zeigen sich ähnliche frühe Symptome. Kopfschmerzen, leichte Koordinationsstörungen und Schwindelgefühle sind beispielsweise häufig. Die meisten Patienten beklagen zudem, dass sie sich nur noch eingeschränkt im Raum bewegen können, da das Gleichgewicht leicht beeinträchtigt ist. Nicht selten zeigt sich darüber hinaus Erbrechen und eine starke Übelkeit. Darüber hinaus fühlen sich Betroffene zumeist sehr müde und körperlich geschwächt. Sogar eine leichte Verwirrtheit ist möglich.

Ist überwiegend das Kleinhirn, beziehungsweise der Hirnstamm, betroffen, setzt bei den meisten Patienten zunächst nur ein Schwindelgefühl ein. Hernach treten jedoch erste motorische Einschränkungen auf. Üblich ist beispielsweise eine Ataxie, bei welcher die Koordination der Muskeln nicht mehr gewährleistet werden kann. Das betrfft schließlich auch jene Muskelgruppen, die am Sprachapparat beteiligt sind. Die Medizin spricht dann von einer Dysartherie. Unter Umständen ist es dem Patienten dabei gar nicht mehr möglich, Laute korrekt zu formen.

Neben den, zum Teil sehr gravierenden Koordinationsstörungen, zeigen sich bei einer Einblutung ins Kleinhirn vor allem neurologische Ausfälle, die die Sinneswahrnehmung beeinträchtigen. So kann beispielsweise der Nervus abducens beschädigt werden, was eine sogenannte Abduzensparese nach sich zieht. Hierbei bewirkt die Schädigung eine komplette Lähmung des Augennervs, wodurch der Augenmuskel nicht mehr gesteuert werden kann. In den meisten Fällen äußert sich dieses Symptom dadurch, dass die Augäpfel nach außen gedreht sind. Aber auch weitere Okulomotorikstörungen sind möglich. Ist dies der Fall, können Mediziner in der Regel einen Rückschluss darauf ziehen, dass neben dem Kleinhirn bereits der Hirnstamm von der Einblutung in Mitleidenschaft gezogen wird.

Tritt eine Blutung im Großhirn auf oder beschädigt der intrakranielle Druck gerade diesen Bereich, kann mit verschiedenen Lähmungserscheinungen gerechnet werden. Halbseitige Lähmungen werden hierbei am häufigsten festgestellt. Betroffen ist hernach stets die Gegenseite der Blutungsregion. Liegt also eine Hirnblutung in die rechte Gehirnhälfte vor, kann die linke Körperseite gelähmt sein.

Nicht selten kommt es bei Hirnblutungen zur Schädigung der linken dominanten Hemisphäre des Hirns, die diverse Sprachstörungen verursacht. Hierbei lassen sich am häufigsten Wortfindungsschwierigkeiten, Vergessen grammatischer Regeln und Störungen der Satzbildung feststellen.

Insgesamt gesehen reichen die Symptome einer Hirnblutung von motorischen, sprachlichen und sensorischen bis hin zu kognitiven Ausfällen. Mitunter stellen sich auch gravierende, spontane Persönlichkeitsveränderungen ein. Aber auch ein kompletter Bewusstseinsverlust ist möglich. Da sowohl einer als auch mehrere Hirnbereiche betroffen sein können, setzen bei Betroffenen mitunter mehrere Symptome gleichzeitig ein.

Hierzu eine Übersicht:

  • Plötzliche starke Kopfschmerzen
  • Einschränkungen der motorischen Fähigkeiten
  • Verschlechterung der Sehleistung
  • Sprachstörungen und Wortfindungsstörungen
  • Lähmungen und Koma
  • Verlust des Gleichgewichts und der Balance
  • Schwäche, Müdigkeit und Ohnmacht

Oft lässt sich nicht eindeutig diagnostizieren, ob eine Hirnblutung oder ein Gefäßverschluss einen Schlaganfall oder ähnliche Beschwerden ausgelöst haben, da die Symptome sehr ähnlich sind. Auch kommt es darauf an, welche Hirnregion wie stark von einer Hirnblutung betroffen ist. Dementsprechend treten unterschiedliche Symptome auf. Man sollte auf jeden Fall einen Notarzt rufen, wenn Personen plötzlich sehr starke Kopfschmerzen haben, die ohne ersichtlichen Grund auftreten. Übelkeit und ein akutes Schwächegefühl sind ebenfalls Alarmzeichen für eine mögliche Hirnblutung.

Vor allem bei Lähmungserscheinungen nur auf einer Körperseite oder eines Armes/Beines und im Gesicht sollte man den Betroffenen sofort ins Krankenhaus bringen. Auch Schwindelgefühle und ein unsicherer Gang mit Bewegungsstörungen können Anzeichen einer Hirnblutung sein. Schluckprobleme und ein plötzliches Unvermögen, deutlich zu Sprechen oder überhaupt sprechen zu können, sind ebenfalls typische Symptome einer Hirnblutung, genauso wie Sehstörungen, bei denen Doppelbilder auftreten und Patienten plötzlich nur noch verschwommen sehen oder ein eingeschränktes Gesichtsfeld haben.

Krampfanfälle bis zu Epilepsie und Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit können ebenfalls bei einer Hirnblutung. Manche Betroffene wirken plötzlich verwirrt, reden unzusammenhängend und ändern unvermittelt ihre Gefühlslage beispielsweise von fröhlich zu traurig oder wütend. Oft treten Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen unmittelbar nach der Einblutung im Gehirn auf, während neurologische Auffälligkeiten wie Sehstörungen und Unsicherheit beim Laufen erst nach einigen Minuten oder sogar Stunden sichtbar werden. Diese Entwicklung wird als zweizeitiger Verlauf bezeichnet: akute Folgen, die sofort sichtbar sind, und spätere Folgen nach einer gewissen Zeit, in der die Betroffenen oft relativ wenig oder gar nichts bemerken.

Es gibt auch chronische Hirnblutungen, bei denen Symptome erst nach Wochen oder Monaten auftreten und oft nicht gleich als Hirnblutung erkannt werden. Vor allem, wenn ältere Menschen betroffen sind, verwechseln Patienten, Angehörige und oft auch Ärzte Symptome wie Bewusstseinseintrübungen, Verwirrtheit und Schläfrigkeit mit beginnender Demenz. Sollten aber ständige Kopfschmerzen, Schwindel und Lähmungen auftreten, ist es unbedingt notwendig, ein CT oder MRT vom Schädel zu machen, um eine Hirnblutung ausschließen bzw. feststellen zu können.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer Hirnblutung wird in aller Regel direkt im Krankenhaus gestellt. Die meisten Patienten suchen ob der plötzlichen und sehr einschneidenden Symptome ein notfallmedizinisches Hilfezentrum auf oder werden direkt von der Notfallambulanz eingeliefert. Dort ist eine schnelle Diagnose zu erwarten, da gerade bei Hirnverletzungen gilt, dass langes Warten und eine späte Behandlung zunehmend Hirngewebe zerstören kann. Während andere Organe durchaus über gewisse Selbstheilungsmechanismen verfügen und sogar nach Teilresektionen noch funktionstüchtig sind, kann eine Schädigung des Hirns oft irreversibel sein. Damit es nicht so weit kommt, hat die Notfallmedizin den sogenannten FAST-Test eingeführt, der die auf Hirnblutung verweisenden Symptome sofort überprüfen kann.

FAST steht für die Beriffe Face (Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprechen) und Time (Zeit). Face verweist auf eine kurze Überprüfung der Muskelarbeit. Dazu muss der Patient lächeln und seine Zähne zeigen. Sind die Mundwinkel dabei nicht symetrisch angehoben, liegt sehr wahrscheinlich eine beginnende Lähmung vor. Darüber hinaus ist dem behandelnden Arzt hieran bereits ein Hinweis gegeben, welche Gesichtshälfe betroffen ist. Lässt sich beispielsweise der linke Mundwinkel nicht richtig anheben, besteht sehr wahrscheinlich eine Blutung in der rechten Hirnhälfte.

Der Begriff Arms ist ein Merkwort, dass den Arzt daran erinnert, die Motorik des Muskelstärke abzuprüfen. Der Patient muss hierbei mit geschlossenen Augen beide Arme heben. Die Handflächen sind dabei nach oben gewendet. Insgesamt reicht es aus, wenn dieser Vorgang etwa fünf Sekunden überprüft wird. Patienten mit Einblutungen können in der Regel einen Arm nicht heben oder sind nicht in der Lage der geforderten Aufgabe nachzukommen, da sie die Bewegung nicht koordinieren können. Für eine gesunde Person stellt diese Aufgabe hingegen selbst in einem geschwächten Zustand kein Problem dar.

Speech prüft vor allem, welche kognitiven und sprachmotorischen Aufgaben der Patient noch lösen kann. Hierfür soll der Patient einen einfachen Satz sprechen. In der Regel wird dieser vorgegeben. Einerseits kann dadurch geklärt werden, ob eine Lautbildung noch möglich ist, andererseits kann dies Aussagen über die direkte Merkfähigkeit des Patienten geben.

Der Begriff Time ist im Grunde genommen kein Diagnosemittel, sondern ein wichtiger Hinweis an den Arzt selbst: Es gilt keine Zeit zu verlieren. Direkt im Anschluss an die kurze Überprüfung müssen geeignete Behandlungsmaßnahmen getroffen werden. Sobald ein Merkmal einer Einblutung vorliegt, wird ein Chirurg beziehungsweise ein Neurologe in die Behandlung einbezogen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Intrakranielle Blutungen treten vergleichsweise häufig auf und stellen den Hauptgrung jeder Art erworbener (im Gegensatz zu angeborener) Behinderung dar. Darüber hinaus sind sie die dritthäufigste Ursache für den Tod eines Menschen. Der Grund hierfür liegt vor allem darin, dass Einblutungen nach einer Vielzahl von Unfällen oder Krankheiten und Unregelmäßigkeiten des Körpers auftreten können und nur zum Teil schnell genug behandelt werden können. Bei einer späten Diagnose tritt ein Hirnschlag ein, an dem bereits circa 15 % der Patienten sterben. Das bedeutet, dass nur 80 % der Menschen einen einmaligen Hirnschlag überleben kann. Jeder weitere Schlag erhöht hernach auch die Mortalitätsrate. Auch dann, wenn schwere Blutungen behandelt werden und beispielsweise eine Operation gut überstanden ist, sinkt das Risiko für weitere Hirnschläge kaum ab. Die Gefahr weiterer Blutungen ist stark erhöht und daher rechnen Ärzte mit einer Überlebensrate im Folgemonat von weniger als 60 %.

Das Alter spielt bei Einblutungen ins Hirn theoretisch keine Rolle, da oftmals Unfälle und starke Traumata für deren Entstehen verantwortlich sind. Blutungen infolge von Krankheiten oder Gefäßleiden sind überwiegend bei älteren Menschen azutreffen. Das Risiko steigt hierbei sogar erst ab dem 80. Lebensjahr. Personen unter 40 Jahren sind hingegen kaum betroffen. Insgesamt betreffen Hirnschläge dabei sowohl Frauen, als auch Männer etwa gleich häufig.

Interessant ist in Zusammenhang mit Hirnblutungen nicht nur die Mortalitätsrate, sondern ebenso die Heilungschancen. Diese sind vergleichsweise gering, da sich das Hirn nur mäßig regenerieren kann und Schädigungen oftmals permanent sind. Nur circa ein Viertel der Betroffenen kann im Jahr nach der Behandlung ein Leben mit entsprechender Therapie den vollen Umfang der Leistungsfähigkeit wiedergewinnen. Bei anderen Patienten ist entweder eine deutlich verlangsamte Heilung festzustellen oder, wie in den meisten Fällen, bleiben Behinderungen bestehen. Abhängig ist dies selbstverständlich von der Art der Blutung. Je großflächiger und gravierender diese ist und je höher der daraus resultierende Hirndruck, desto wahrscheinlicher wird eine permanente Hirnschädigung.


Komplikationen bei der Krankheit

Es gibt zahlreiche Komplikationen, die bei einer Hirnblutung auftreten können. Diese können entweder bleibender oder aber temporärer Natur sein. Das bedeutet, dass, sollte man die Hirnblutung überhaupt überleben, es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu Komplikationen und / oder bleibenden Schäden kommt. Darauf muss man sich einstellen. Diese können entweder harmlos oder aber sehr gravierend sein. Sie reichen von leichter, kurz andauernder Taubheit der Glieder, bis hin zu massiven geistigen Behinderungen.

Ist das betroffene Individuum aufgrund der Hirnblutung in ein Koma gefallen, kommt es nicht selten zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Das hat wiederum zur Folge, dass die Gehirnzellen nach und nach absterben. Das Absterben der Gehirnzellen hat massiven negativen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten haben. Menschen, die zu lange nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden, leiden oftmals den Rest ihres Lebens unter den daraus resultierenden Komplikationen. Teilweise kann es sogar vorkommen, dass sie auf permanente Pflege angewiesen sind.

Überhaupt ist diese Minderversorgung die Ursache der meisten Komplikationen. Oftmals tritt auch ein Verlust der Sprechfähigkeit ein, ein Verlust der Mobilität oder der Kontrolle der Körperteile. Auch Blindheit und Taubheit können sich einstellen. Zudem ist mit einem Zustand anhaltender geistiger Umnachtung zu rechnen.

Je nach Schwere der auftretenden Blutungen gestalten sich auch die zu erwartenden Komplikationen, dennoch bleibt zu erwähnen, dass die Schwere der Blutung nicht immer auch gleichbedeutend mit der Schwere der zurückbleibenden Behinderung ist. Hier gibt es individuell andersartige Fälle, in denen beispielsweise nur eine leichte Blutung stattgefunden hat, diese aber dennoch immense Komplikationen bedingen kann. Bisweilen ist aber auch das Gegenteil der Fall: Eine Starke Blutung verursacht beinahe keine bleibenden Schäden. Beides ist selten, kann aber vorkommen.

Auch das Alter der Person, die an Hirnblutungen leidet spielt keine wirkliche Rolle, wenn es zur Entstehung von Komplikationen kommt. Sogar ein betroffene Kind kann Schäden davontragen, die zu gravierenden Einschränkungen führen. Diese sind dann oftmals den Rest ihres Lebens auf Pflege angewiesen. Das stellt ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Vorallem für die die Eltern. Diese sind plötzlich nicht mehr nur Eltern, sondern gleichzeitig auch Pfleger. Das ist oftmals ein großer Schock und nicht jeder kommt damit zurecht. Darum entscheiden sich einige Personen, ihre Kinder in spezielle Einrichtungen zu geben und sie dort betreuen zu lassen.

Alles in allem also bleibt zu sagen, dass es zu einer Vielzahl von Komplikationen im Zusammenhang mit einer Hirnblutung kommen kann. Diese sind entweder schwer oder leicht, aber beinahe immer vorhanden. Nur in den seltensten aller Fälle, hat ein Individuum so viel Glück, dass es gänzlich ungeschoren davonkommt. Darum sollte man sich an dieser Stelle, auch als Angehöriger, keinen falschen Hoffnungen hingeben und der Wahrheit ins Auge sehen: Das Leben wird nach einer Hirnblutung nie mehr so sein wie es einmal war. Dennoch sollte man auch den Teufel nicht gleich an die Wand malen. Bisweilen können weiterführende Maßnahmen wie Physiotherapie und dergleichen mehr dabei helfen, die Einbußen wieder etwas zu revidieren und dafür sorgen, dass der Betroffene zumindest einige seiner motorischen oder kognitiven Fähigkeiten wiedererlangt. Damit ist oftmals schon sehr viel gewonnen und ein großes Stück Lebensqualität konnte wieder hergestellt werden.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da es sich bei einer Hirnblutung um ein zumeist sehr akutes Leiden handelt, das einer sofortigen Behandlung bedarf, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, sollte man auf keinen Fall zögern und sofort einen Notarzt verständigen, wenn man Symptome an sich oder einer dritten Person bemerkt, die auch nur grob auf das Vorhandensein einer Hirnblutung hinweisen. Bei dieser Erkrankung kommt es, mehr noch als bei anderen Leiden, auf jede Sekunde an. Darum ist jedes Zögern, jedes Wanken mit einem enormen Risiko für den Patienten verbunden. Je früher eine fachgerechte Behandlung erfolgt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Langzeitschäden mild sind oder gar nicht auftreten. Lässt man sich jedoch zu viel Zeit, so ist auf jeden Fall damit zu rechnen, dass das betroffene Individuum massive gesundheitliche Einbußen, trotz einer eventuellen Heilung, in Kauf nehmen muss.

Leider gibt es nur sehr wenig, was man in Bezug auf erste Hilfe unternehmen könnte, wenn es zu einer Hirnblutung kommt. Man sollte versuchen, die betroffene Person zu beruhigen, bis der Notarzt eintrifft. Denn Stress und Spannung führen zu erhöhtem Blutdruck, dieser kann wiederum dafür sorgen, dass die Blutung im Gehirn noch schneller von statten geht, also ohnehin schon der Fall. Das gilt es natürlich zu vermeiden. Man kann versuchen, den Kopf des Patienten etwas zu kühlen, sollte es hierbei jedoch nicht übertreiben. Ein kalter Lappen genügt, es ist nicht notwendig oder empfehlenswert, eine Eispackung zu verwenden.

Alles in allem also sollte man so schnell es nur irgend möglich ist, einen Arzt konsultieren, am besten aber einen Notarzt kommen lassen. Nur selten hat man genug Zeit, den potentiell Betroffenen selbst ins Krankenhaus zu bringen. Der Krankenwagen ist darum in aller Regel die bessere Variante.

Da eine Hirnblutung sehr oft nach einem Schädeltrauma auftritt, sollte man auch leichte Kopfverletzungen nicht unterschätzen und lieber untersuchen lassen. Lieber einmal zu viel beim Arzt gewesen, als einmal zu wenig. Denn gerade der leichte Formen der Hirnblutung bemerkt man oftmals erst zu spät, wenn es kaum mehr möglich ist, adäquate Hilfe zu leisten.

Behandlungsmethoden & Therapie

Für alle Hirnblutungen gilt: Der Betroffene muss umgehend ins Krankenhaus und neurologisch untersucht werden. Je nachdem, welche Hirnregion betroffen ist und welche Blutung auftritt, behandelt man Patienten unterschiedlich. Zunächst wird ein CT vom Kopf gemacht, um festzustellen, ob eine Hirnblutung vorliegt, wodurch sie ausgelöst wurde und wo im Schädel sie zu finden ist. Danach gehen die Ärzte unterschiedlich vor.

Bei einer Hirnblutung durch ein Aneurysma kann man es entweder mit einem Clip im Gehirn abklemmen oder mit kleinen Spiralen, sogenannten Coils, auskleiden. Beide Möglichkeiten müssen operativ durchgeführt werden. Durch Bluthochdruck ausgelöste Hirnblutungen werden behandelt, indem man den Druck im Gehirn durch eine Operation senkt. Außerdem wird versucht, den zu hohen Blutdruck mit Medikamenten in den Griff zu bekommen. Auch bei Hirnblutungen durch ein Schädel-Hirn-Trauma aufgrund einer Verletzung muss operativ eingegriffen werden, um den Druck im Schädel zu senken. Es kann sonst zum Absterben von Gehirnzellen und somit zu starken Schäden und sogar zum Tod des Patienten kommen. Eine Hirnblutung ist immer eine langwierige und sehr gefährliche Erkrankung. In jedem Fall ist es absolut notwendig, ins Krankenhaus zu gehen und sich mittels CT und oft auch MRT untersuchen zu lassen. Operative Eingriffe sind ebenfalls meist notwendig. Wird schnell gehandelt, kann man in vielen Fällen Folgeschäden vermeiden. Dennoch zählt eine Hirnblutung zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen und darf auf keinen Fall verschleppt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Leider gibt es keine Maßnahmen, die dazu dienen könnten, einer Hirnblutung effektiv vorzubeugen. Dies liegt nicht zuletzt an dem Umstand, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um ein solches handelt, das zumeist aus einem Unfall resultiert. Und Unfälle lassen sich leider nur selten voraussehen.

Das einzige, was man unternehmen könnte, um zumindest einige der Risikofaktoren etwas abzuschwächen wäre es, den Konsum von Alkohol und Nikotin zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass man ein gesundes Gewicht hat. Auch stressigen Situation sollte man nach Möglichkeit aus dem Wege gehen. Wer sich an diese Maßregeln hält, kann zwar nicht verhindern, dass es zu einer Hirnblutung kommt, das Risiko einer solchen ist jedoch deutlich niedriger.


Prognose zur Heilung

Die Prognose bei einer Hirnblutung ist nicht zu verallgemeinern. Dies liegt daran, dass jeden Hirnblutung anders ist. Zwar folgen sie in der Regel ähnlichen Mustern, aber die Details sind oftmals verschieden. Vorallem aber dann, wenn es sich nicht um eine spontan auftretende Blutung im Gehirn handelt, sondern um eine solche, die durch einen Unfall ausgelöst wurde. Die Art des auslösenden Traumas ist in diesem Falle ausschlaggebend für die Prognose.

Man sollte sich allerdings keinen falschen Hoffnungen hingeben, die Prognose ist im Großen und Ganzen nicht allzu gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nach einer Hirnblutung zu bleibenden Schäden kommt, ist relativ groß. Diese Schäden müssen nicht unbedingt besonders gravierend sein, können sie aber. Das Spektrum reicht von leichten Zuckungen oder neurologischen Unpässlichkeiten bis hin zu massiven Lähmungen oder vollkommener geistiger Verrohung.

Viele Menschen, die eine sehr starke Hirnblutung überlebt haben, sind danach nicht mehr dazu in der Lage, alleine zu leben. Sie sind fortan für die den Rest ihrer Tage auf Pflege angewiesen. Einige Angehörige entscheiden sich darum dafür, dass betroffene Individuum in eine Pflegeeinrichtung zu geben. Eine Hirnblutung ist schließlich und allem einem Schlaganfall in sehr vielen Teilen sehr ähnlich, somit sind auch die daraus resultierenden Langzeitfolgen sehr ähnlich. Lähmungen und dergleichen mehr sind darum keine Seltenheit.

Dennoch sollte man den Teufel nicht an die Wand malen, einigen Betroffenen kann beispielsweise durch eine gezielte Physiotherapie gut geholfen werden, einige der verloren geglaubten Fähigkeiten wiederzuerlangen. Auch kann es in Einzelfällen helfen, einen Logopäden aufzusuchen und wieder zu lernen zu sprechen. Allerdings ist dies nicht in allen Fällen möglich. Man muss sich hier also vom behandelnden Arzt beraten lassen.

Abschießend lässt sich also zusammenfassen, dass es zwar eine gute Prognose für einige Betroffene geben kann, man jedoch im Großen und Ganzen damit rechnen sollte, dass man nicht ohne bleibende Schäden davonkommt. Allein die Schwere derselben ist sehr variabel und von der Art sowie der Stärke und dem Auslöser der Hirnblutung abhängig.


Verschiedene Arten der Hirnblutung

Hirnblutung ist nicht gleich Hirnblutung. Es gibt viele verschiedene Arten, wie sich dieses Leiden zeigen kann. Die Details und Unterschiede sind dem medizinischen Laien jedoch oftmals unbekannt und schleierhaft. Nicht zuletzt deswegen ist es sehr wichtig, an dieser Stelle seinen teil zur Volksaufklärung zu leisten. Denn je mehr man weiß, desto besser kann man eine Krankheit verstehen und desto einfacher ist es auch, einer Person in einer Gefahrenlage akkurat und vorallem mit den passenden Maßnahmen zu helfen. Darum im folgenden eine Zusammenfassung der verschiedenen Arten von Hirnblutungen.

Intrazerebrale Blutung
Eine intrazerebrale Blutung ist eine Art von intrakraniellen Blutungen, die innerhalb des Hirngewebes oder der Ventrikel auftritt. Die Symptome können Kopfschmerzen, einseitige Schwäche, Erbrechen, Krampfanfälle, vermindertes Bewusstseinsniveau und Nackensteifigkeit umfassen. Oft werden die Symptome mit der Zeit schlimmer. Fieber ist ebenfalls üblich. In vielen Fällen tritt die Blutung sowohl im Hirngewebe als auch in den Ventrikeln auf.

Ursachen sind Hirntraumata, Aneurysmen, arteriovenöse Fehlbildungen und Hirntumore. Die größten Risikofaktoren für spontane Blutungen sind Bluthochdruck und Amyloidose. Andere Risikofaktoren sind Alkoholismus, niedriger Cholesterinspiegel, Blutverdünner und Kokain. Die Diagnose erfolgt typischerweise durch einen CT-Scan. Andere Leiden, die ähnlich sind, sind der ischämische Schlaganfall.

Die Behandlung sollte typischerweise auf einer Intensivstation durchgeführt werden. Richtlinien empfehlen, den Blutdruck auf einen systolischen Wert von weniger als 140 mmHg zu senken. Blutverdünner sollten wenn möglich reversiert werden und der Blutzucker sollte im normalen Bereich bleiben. Eine Operation, bei der ein ventrikulärer Drain eingesetzt wird, kann zur Behandlung des Hydrocephalus eingesetzt werden, Corticosteroide sollten jedoch nicht verwendet werden. Eine Operation zur Entfernung des Blutes ist in bestimmten Fällen nützlich.

Eine Gehirnblutung betrifft etwa 0,025% der Menschen pro Jahr. Es tritt häufiger bei Männern und älteren Menschen auf. Etwa 44% der Betroffenen sterben innerhalb eines Monats. Ein Etwa 20% der Betroffenen überleben ohne Langzeitschäden.

Menschen mit intrazerebralen Blutungen weisen Symptome auf, die die Funktionen hemmen, die von der durch die Blutung geschädigten Gehirnregion gesteuert werden. Andere Symptome sind solche, die einen Anstieg des intrakraniellen Drucks bedingen. Intrazerebrale Blutungen werden aufgrund der Ähnlichkeit der Symptome und Zeichen häufig als Subarachnoidalblutungen fehldiagnostiziert. Ein starker Kopfschmerz gefolgt von Erbrechen ist eines der häufigsten Symptome einer intrazerebralen Blutung. Ein weiteres häufiges Symptom ist, dass ein Patient kollabieren kann. Manche Menschen können anhaltende Blutungen aus dem Ohr erleiden. Einige Patienten können auch in ein Koma fallen, bevor die Blutung überhaupt bemerkt wird.

Intrazerebrale Blutungen sind die zweithäufigste Ursache für einen Schlaganfall und machen 10% der Krankenhauseinweisungen wegen eines Schlaganfalls in der EU aus. Hoher Blutdruck erhöht das Risiko von spontanen intrazerebralen Blutungen um das Zwei- bis Sechsfache. Bei Erwachsenen ist es häufiger als bei Kindern. Intraparenchymale Blutungen sind in der Regel auf ein durchdringendes Schädeltrauma zurückzuführen, können aber auch auf eine Depression der Schädelfrakturen zurückzuführen sein. Beschleunigungs-Verzögerungs-Trauma, Ruptur eines Aneurysmas oder arteriovenöse Malformation und Blutungen innerhalb eines Tumors sind weitere Ursachen. Amyloid-Angiopathie ist eine nicht seltene Ursache für intrazerebrale Blutungen bei Patienten über 55 Jahre. Ein sehr geringer Anteil ist auf eine zerebrale Venensinus-Thrombose zurückzuführen.

Sowohl die Computertomographie als auch die Magnetresonanz haben sich bei der Diagnose von intrakraniellen Gefäßmissbildungen als wirksam erwiesen. Eine intraparenchymale Blutung kann auf CT-Scans erkannt werden, da Blut heller als anderes Gewebe erscheint und von der inneren Materie des Schädels durch Gehirngewebe getrennt wird. Das Gewebe, das eine Blutung umgibt, ist aufgrund des Ödems oft weniger dicht als der Rest des Gehirns und zeigt sich daher im CT-Scan dunkler

Das Risiko eines Todes durch eine intraparenchymale Blutung bei einer traumatischen Hirnverletzung ist besonders hoch, wenn die Verletzung im Hirnstamm auftritt. Intraparenchymale Blutungen innerhalb der Medulla oblongata sind fast immer tödlich, weil sie den N. Cranialis und den Nervus vagus schädigen, der eine wichtige Rolle in der Blutzirkulation und Atmung spielt. Diese Art der Blutung kann auch im Kortex oder in subkortikalen Bereichen auftreten, gewöhnlich im Frontallappen oder im Temporallappen, wenn er aufgrund einer Kopfverletzung auftritt, und manchmal auch im Kleinhirn.

Bei einer spontanen Hirnblutung, beträgt die Sterblichkeitsrate (Mortalität) 30 Tage nach dem Einsetzen 34 bis 50%, dennoch aber tritt die Hälfte der Todesfälle in den ersten 2 Tagen auf. Diese Art der Hirnblutung ist für 20% aller Fälle von zerebrovaskulären Erkrankungen in der EU verantwortlich, direkt hinter zerebraler Thrombose (40%) und zerebraler Embolie (30%).

Epidurales Hämatom
Man spricht von einem epiduralen Hämatom, wenn eine Blutung zwischen den zähen äußeren Membranen auftritt, die das Gehirn umgeben. Tritt ein solches Hämatom, beispielsweise nach einem Unfall auf, kommt es zunächst zu einer Bewusstlosigkeit, dann zu einer kurzen Wiedererlangung des Bewusstseins und dann wieder zu Bewusstlosigkeit. Andere Symptome können Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Erbrechen und die Unfähigkeit sein, Teile des Körpers zu bewegen. Zu den längerfristigen Komplikationen können Schlaganfälle gehören.

Die Ursache ist typischerweise eine Kopfverletzung, die zu einem Bruch des Schläfenbeins und zu Blutungen aus der mittleren Meningea führt. Gelegentlich kann es auch als Folge einer Blutungsstörung oder Blutgefäßfehlbildung auftreten. Die Diagnose wird typischerweise mittels eines CT oder MRT gestellt. Wenn dieses Leiden in der Wirbelsäule auftritt, wird es als spinales Epiduralhämatom bezeichnet. Die Behandlung erfolgt in der Regel durch eine Notperationm bei der Schädel aufgebohrt und somit Druck abgelassen wird. Ohne Behandlung stellt sich typischerweise der Tod ein. Das Leiden tritt bei ein bis vier Prozent der Kopfverletzungen auf. Typischerweise tritt es bei jungen Erwachsenen auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Epidurale Hämatome können während einer zunächst noch klaren Phase unmittelbar nach dem Trauma selbst oder aber einer Verzögerung auftreten. Nachdem sich Blut, aufgrund des epiduralen Hämatoms, anzusammeln beginnt, werden Gehirn und umgebende Weichteile zusammengedrückt. Ist dieser Fall eingetreten, spiegelt sich dies oftmals durch ein Anschwellen der Pupille wieder, die sehr starr und aufgebläht wirkt.

Andere Symptome umfassen eine Schwäche der Extremitäten auf der gegenüberliegenden Seite der Läsion selbst. Das am meisten gefürchtete Ereignis ist die sogenannte Tonsillar-Herniation, die zu einem Atemstillstand führen kann, da auch die medullären Strukturen beeinträchtigt sind. Im Falle eines epiduralen Hämatoms in der hinteren Schädelgrube ist die Herniation tonsillär und verursacht ein oftmals tödliches Dreiergespann von Symptomen: Hypertonie, Bradykardie und unregelmäßige Atmung.

Epidurale Blutungen sind schnell, weil sie in der Regel direkt aus Arterien gespeist werden. Sie können noch sechs bis acht Stunden nach der Verletzung wachsen, bis sie ihre maximale Größe erreicht haben. Wenn sich das Hämatom ausdehnt, streift es die Dura von der Innenseite des Schädels ab und verursacht intensive Kopfschmerzen. Epidurale Blutungen können groß werden und den intrakraniellen Druck erhöhen, wodurch sich das Gehirn verschiebt, die Blutversorgung verliert oder gegen den Schädel gedrückt wird. Größere Hämatome verursachen mehr Schaden. Epidurale Blutungen können den Hirnstamm schnell ausdehnen und komprimieren, was zu Bewusstlosigkeit, abnormaler Haltung und abnormalen Pupillenreaktionen auf Licht führt.

Die häufigste Ursache für intrakranielle epidurale Hämatome sind Traumata, sprich Unfälle, obwohl auch spontane Blutungen auftreten können. Blutungen resultieren für gewöhnlich jedoch aus Beschleunigungstraumata und Verlangsamungstraumata. Ein epidurales Hämatom entsteht gewöhnlich durch einen Krafteinwtikung auf die Seite des Kopfes. Die Region des Schädels, die über der mittleren Meningea liegt, ist relativ schwach und anfällig für Verletzungen. Somit treten nur 20 bis 30% der epiduralen Hämatome außerhalb der Region des Schläfenbeins auf. Das Gehirn kann auch durch Protuberanzen an der Innenseite des Schädels verletzt werden, wenn es an ihnen vorbeischrammt. Ein epidurales Hämatom befindet sich normalerweise auf der gleichen Seite des Gehirns, die durch den Schlag betroffen war. Nur selten kommt es hier zu örtlichen Verschiebungen.

Auf Bildern, die durch CT-Scans und MRTs erzeugt werden, erscheinen epidurale Hämatome in der Regel konvex, da ihre Expansion an den Schädelnähten stoppt. Daher dehnen sie sich nach innen zum Gehirn und nicht entlang der Innenseite des Schädels aus, wie es beim subduralen Hämatom der Fall ist. Die linsenartige Form des Hämatoms bewirkt, dass auch die Blutungen selbst „linsenförmig“ erscheinen.

Epiduralhämatome können in Kombination mit subduralen Hämatomen auftreten oder beide können alleine auftreten. CT-Scans zeigen subdurale oder epidurale Hämatome bei 20% aller bewusstlosen Patienten. Beim Epiduralhämatom können Patienten das Bewusstsein wiedererlangen und während eines sogenannten luziden Intervalls völlig normal erscheinen, nur um dann plötzlich und schnell wieder in eine Bewusstlosigkeit abzusteigen. Das luzide Intervall, das vom Ausmaß der Verletzung abhängt, ist ein Schlüssel zur Diagnose von Epiduralblutungen. Wenn der Patient nicht mit einem schnellen chirurgischen Eingriff behandelt wird, ist der Tod oftmals unvermeidbar.

Subdurales Hämatom
Ein subdurales Hämatom ist eine Art von Hämatom, das normalerweise mit einer traumatischen Hirnverletzung einhergeht. Blut sammelt sich hierbei zwischen der inneren Schicht der Dura Mater und der Arachnoidea. Die subduralen Blutungen, die normalerweise durch Risse in Brückenvenen entstehen, die den Subduralraum durchqueren, können eine Erhöhung des intrakraniellen Drucks verursachen, was wiederum zu einer Kompression und / oder Schädigung des empfindlichen Hirngewebes führen kann. Subdurale Hämatome sind oft akut lebensbedrohlich. Chronische subdurale Hämatome haben jedoch eine bessere Prognose, wenn sie richtig behandelt werden.

Im Gegensatz dazu werden epidurale Hämatome normalerweise durch Risse in den Arterien verursacht, was zu einer Ansammlung von Blut zwischen der Dura mater und dem Schädel selbst führt. Die Subarachnoidalblutung, die dritte Art von Hirnblutungen, blutet in den Subarachnoidalraum, den Bereich zwischen der Arachnoidea und dem das Gehirn umgebenden Gewebe.

Subdurale Hämatome werden in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit ihres Auftretens in akute, subakute und chronische Varianten unterteilt. Akute Subduralhämatome, die auf ein Trauma zurückzuführen sind, sind die tödlichste aller Kopfverletzungen und haben eine hohe Mortalitätsrate, wenn sie nicht schnell mit einer chirurgischen Dekompression behandelt werden.

Akute Blutungen entwickeln sich oft nach schweren Aufprallverletzungen und werden bei größeren Hämatomen zunehmend schwerer. Sie sind am schwersten, wenn sie mit zerebralen Kontusionen verbunden sind. Obwohl eine solche subdurale Blutung viel schneller ist als eine chronische subdurale Blutung, ist sie normalerweise venös und daher langsamer als die typischerweise arterielle Blutung einer epiduralen Blutung. Akute subdurale Blutungen haben eine hohe Mortalitätsrate, die sogar höher ist als bei epiduralen Hämatomen und diffusen Hirnverletzungen, da die Kraft, die sie verursacht, auch andere schwere Verletzungen verursacht. Die Sterblichkeitsrate bei einem akutem Subduralhämatom liegt bei 60 bis 80%.

Chronische subdurale Blutungen entwickeln sich über einen Zeitraum von Tagen bis Wochen, oft nach einem leichten Schädeltrauma. Kleine chronische Subduralhämatome, die weniger als einen Zentimeter breit sind, weisen wesentlich bessere Behandlungsergebnisse auf als akute subdurale Blutungen.

Subduralhämatome werden meistens durch Kopfverletzungen verursacht. Subduralhämatome, die aufgrund einer Kopfverletzung entstehen, werden als traumatisch bezeichnet. Subdurale Blutungen können auch beim sogenannten Schütteltrauma beobachtet werden, bei dem ähnliche Scherkräfte retinale Blutungen verursachen können. Ein Subduralhämatom wird auch häufig bei älteren Menschen und bei Alkoholikern beobachtet, die Anzeichen für Hirnatrophie haben. Zerebralatrophie erhöht die Länge der Brückenvenen zwischen den beiden meningealen Schichten und erhöht damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass Scherkräfte einen Riss verursachen. Es ist auch häufiger bei Patienten mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern wie Warfarin und Aspirin zu beobachteten, als bei solchen, die keine derartigen Medikamente einnehmen. Patienten, die diese Medikamente einnehmen, können nach einem relativ kleinen traumatischen Ereignis bereits ein Subduralhämatom entwickeln. Eine weitere Ursache kann eine Verringerung des Zerebrospinalflüssigkeitsdrucks sein, die wiederum einen niedrigen Druck im Subarachnoidalraum erzeugen kann.

Die Behandlung eines subduralen Hämatoms hängt von seiner Größe und Wachstumsrate ab. Einige kleine subdurale Hämatome können durch sorgfältige Überwachung behandelt werden, bis der Körper sich selbst heilt. Andere kleine subdurale Hämatome können durch Einsetzen eines temporären kleinen Katheters durch ein Loch, das durch den Schädel gebohrt wurde und durch Absaugen des Hämatoms behandelt werden. Dieses Verfahren kann am Krankenbett durchgeführt werden und erfordert also weder eine Narkose, noch eine Operation im klassischen Sinne. Große oder symptomatische Hämatome erfordern eine Kraniotomie, sprich die chirurgische Öffnung des Schädels. Ein Chirurg öffnet dann die Dura, entfernt das Blutgerinnsel durch Absaugen oder Spülen und identifiziert und kontrolliert Blutungsstellen. Postoperative Komplikationen sind ein erhöhter intrakranieller Druck, Hirnödem, neue oder wiederkehrende Blutungen, Infektionen und Krampfanfälle.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt keine alternativen Heilmethoden, die bei einer Hirnblutung sinnig wären. Man sollte auch auch auf keinen Fall vergessen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine oftmals tödliche verlaufende Krankheit handelt, die einer sofortigen Heilung bedarf.

Lediglich Maßnahmen, die im Nachhinein getroffen werden, können durchaus alternative Ansätze verfolgen. Allerdings kommt es hier sehr stark auf die Art der Hirnblutung an, die vorangegangen ist. Nicht jede alternative Methode kann als sicher erachtet werden. Darum ist es auf jeden Fall notwendig, sich mit seinem behandelnden Arzt kurzzuschließen.

Zu den alternativen Maßnahmen, die getroffen werden können, gehören unter anderem Wassertherapien, Massagen, Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin und Kuren.

Welche Hausmittel können helfen?

Bei den Hausmitteln verhält es sich genau so wie mit den alternativ medizinischen Maßnahmen. Sie ersetzen in keinem Fall eine schulmedizinische Behandlung und sollten lediglich nach einer bereits erfolgten Behandlung im Krankenhaus durchgeführt werden.

Es ist besonders empfehlenswert, sich Ruhe und Entspannung zu gönnen. Darum sind alle Maßnahmen, die solch einen Zustand befördern zu empfehlen und sollten unternommen werden. Was genau einen entspannt und was nicht, liegt oftmals im Auge das Betrachters. Auch sollte man vor einer Anwendung Rücksprache mit dem behandelnden Arzt führen, um sicherzustellen, dass das Hausmitteln nicht zu negativen Komplikationen führt und die schulmedizinische Behandlung somit behindert.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Schafgabe
  • Blutwurz
  • Lärche
  • Ehrenpreis
  • Eiche
  • Klee
  • Lotos
  • Kreuzdorn
  • Schachtelhalm
  • Weinblätter

Heilkräuter und Heilpflanzen können viel bewirken. Sie sind seit Jahrtausenden im Einsatz und erfreuen nach wie vor größter Beliebtheit. Auch medizinisch konnte die Wirkung von Heilpflanzen bestätigt werden, anders als bei vielen anderen ganzheitlichen Methoden. Dennoch sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass es sich bei einer Hirnblutung um ein Leiden handelt, das sofortige notfallmedizinische Maßnahmen erfordert. Werden diese nicht vorgenommen, so endet eine Hirnblutung nicht selten tödlich. Darum sollte die hier angeführten Kräuter und Pflanzen lediglich zur Nachbehandlung angewandt werden.

Diese sind in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu kann man entweder frische oder getrocknete Pflanzen mit heißem Wasser überbrühen oder diese darin kochen. Der hieraus entstehende Tee oder Absud ist dann einfach zu trinken. Auch Salben und Cremes können hergestellt werden. Des Weiteren kann man einige Pflanzen auch direkt kauen oder essen. Hier sollte man jedoch zuerst Rücksprache mit seinem Hausarzt halten, um etwaige Allergien und ähnliches bereits vorab zu vermeiden. Alles in allem können Heilkräuter eine Hirnblutung zwar nicht heilen, aber sie können dafür sorgen, dass sich der Patient besser und gesünder fühlt und das kann sehr viel wert sein.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

  • Cistrose
  • Balsamico
  • Mandarine
  • Campher
  • Mistel
  • Brennnessel
  • Zitrone

Ätherische Öle können bei vielen Erkrankungen und leiden weiterhelfen und dafür sorgen, dass ein erkranktes Individuum sich besser entspannt und zur Ruhe kommt. Dennoch sollte man die Wirksamkeit ätherischer Öle nicht überbewerten vorallem aber nicht im vorliegenden Falle. Bei einer Hirnblutung handelt es sich um ein lebensbedrohliches Leiden, das sofort medizinisch versorgt werden muss. Eine Behandlung mittels ätherischer Öle, sollte lediglich im Rahmen einer Nachbehandlung erfolgen, nicht aber in einer Akutsituation.

Ätherische Öle können bisweilen äußerlich, sehr selten auch auch innerlich angewendet werden. In aller Regel jedoch sollte man ätherische Öle lediglich in Form einer Aromatherapie anwenden. Hierzu bedarf es einer Duftlampe, etwas Wasser und einer Wärmequelle, oftmals in Form eines Teelichts. Die durch diesen Prozess freigesetzten Düfte können nachgewiesenermaßen dabei helfen, die Entspannung zu fördern und Patienten zu beruhigen.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

  • Hypericum
  • Symphytum
  • Bryonia
  • Ledum
  • Ruta

Die hier genannten homöopathischen Mittel werden im Allgemeinen dann gereicht, wenn man leicht blutet oder es lange dauert, bist eine Blutung aufhört. Dennoch sollte man auf keinen Fall vergessen, dass homöopathische Mittel bei einer akuten Hirnblutung keine ausreichende Form der Therapie darstellen. Derartige Mittel sollten lediglich zur Unterstützung eingenommen werden. Sie ersetzen keine klassische Behandlung und schon gar keine Notfalloperation oder ähnliches.

Auch sollte man nicht vergessen, dass sich schulmedizinisch keine Wirkung homöopathischer Mittel nachweisen lässt. Das bedeutet kurzum, dass ein tatsächlicher medizinischer Nutzen derartiger Präparate nicht stichhaltig zu beweisen ist. Folglich ist die zu erwartende Heilwirkung, so sie denn auftritt, dem Placebo Effekt beizusprechen, nicht aber den Inhaltsstoffen der einzelnen Präperate.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze basieren auf der Annahme, dass der Mensch nur gesund sein kann, wenn er über einen ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt verfügt. Sowohl eine Überproduktion eines bestimmten Stoffes, als auch ein Mangel würden hernach diverse Krankheiten auslösen. Die Einnahme der entsprechenden Stoffe könnte somit zur Heilung von Krankheiten beitragen. So einfach dieses Konzept klingt, so wenig wirkungsvoll wird es in der Medizin sein. Diese hat bereits wissenschaftlich herausgestellt, dass der menschliche Körper deutlich komplexer funktioniert und Krankheiten nicht allein mit Mineralien geheilt werden können. Gerade bei der Hirnblutung gibt es im Grunde genommen keinen wirksamen Ersatz für eine Behandlung in der Notfallambulanz. Da diese vergleichsweise schnell erfolgen muss, bevor großflächige und permanente Schäden am Hirn entstehen, empfiehlt es sich nicht, diverse Symptome der Hirnblutung zunächst daheim mit Schüssler Salzen zu behandeln. Diese können, insofern dies mit dem behandelnden Arzt abgesprochen ist, erst in der Nachsorge eine Rolle spielen. Hierfür bieten sich unter anderem folgende Salze an:

  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum: Dieses Salz wird vor allen Dingen bei Schmerzen empfohlen. Gerade bei Kopfschmerz und Klopfgefühlen sowie erhöhtem Augeninnendruck kann es wirkungsvoll sein.
  • Nr. 14 Kalium bromatum: Kaliumbromid soll das Nervensystem des Menschen stärken. Natürlich kann es nicht zur Nervenneubildung eingesetzt werden, jedoch Entzündungen im Hirn vorbeugen.
  • Nr. 19 Cuprum arsenicum: Das Salz Nr. 19 wird überwiegend zur Behandlung neuronaler Krankheiten eingesetzt. Es hat sich nach Meinung vieler Heilpraktiker unter anderem zur Behandlung von Schlaganfällen und Epilepsie bewährt.
  • Nr. 22 Calcium carbonicum: Kalziumkarbonat kommt naturgemäß in den Knochen des menschlichen Körpers vor. Es hat eine stoffwechselfördernde Wikrkung und eignet sich daher als Aufbaumedikament nach einer Hirnblutung.
  • Nr. 25 Aurum chloratum natronatum: Nicht selten sind nach einem Hirnschlag die sogenannten Körperrhythmen gestört. Hier soll das Schüssler Salz Nr. 25 wirksam eingreifen und regulierend wirken.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Ernährung bei Hirnblutungen eine ausschlaggebende Rolle spielt. Dennoch sollte man auf keinen Fall vergessen, dass einer der Hauptgründe für eine Hirnblutung zu hoher Blutdruck sein kann. Zu hoher Blutdruck kann viele Gründe haben, einer davon ist unter anderem die falsche Ernährung, somit kann die Ernährung sekundär doch für die Entstehung einer Hirnblutung verantwortlich sein. Man sollte die Rolle aber dennoch nicht überbewerten. Gleichzeitig sollte man aber dennoch auch nicht vergessen, dass man, wenn man sich ungesund ernährt, vermutlich generell eine Tendenz erhöhter Anfälligkeit gegenüber allen möglichen Krankheiten aufweist.

Allzu allgemeinen Tipps für eine richtige Ernährung sollte man jedoch nicht nachgehen. Hier ist es wesentlich wichtiger, sich individuell beraten zu lassen und die Ernährungsweise zu finden, die für einen als Individuum am besten geeignet sind. Hier kann einem ein Ernährungstraber am besten helfen. Sicherlich kann auch der Hausarzt einige wertvolle Tipps beisteuern, aber ein Ernährungstraber hat mehr Zeit und eine bessere Einsicht. Damit ist es aber noch nicht getan. Man muss sich auch strikt an den neuen Ernährungsplan halten. Viele Menschen denken, es wäre genug, wenn man sich grob an einen solchen Plan hält, das ist aber falsch. Jedes Abweichen kann dazu führen, dass sich das Risiko einer erneuten Hirnblutung abermals erhöht.

Auch sollte der Konsum von Alkohol auf jeden Fall vermieden werden. Jede Art der alkoholischen Intoxikation, gleichwohl wie stark oder in welcher Frequenz sie stattfindet, ist ein potentieller Auslöser für eine erneute Hirnblutung. Dasselbe gilt auch für den Konsum für Rauchwaren. Darum ist es nicht nur empfehlenswert, sondern auch zwingend notwendig, seinen Alkoholkonsum nicht nur zu reduzieren, sondern komplett einzustellen.

Des Weiteren sollte man rotes Fleisch meiden, viel Gemüse, Obst und Fisch essen. Auch der Konsum von raffiniertem Zucker ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Fett ist nicht unbedingt gefährlich, sollte jedoch nicht in übertriebenen Mengen konsumiert werden, von frittierten Speisen sollte man grundsätzlich fernbleiben.

Alles in allem also spielt die Ernährung nur eine untergeordnete Rolle, sollte aber dennoch nicht vernachlässigt werden. Nicht zuletzt deswegen, weil eine gesunde Ernährung auch dazu beiträgt, dass es erst gar nicht zur Ausprägung vieler Krankheiten kommt.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist eine Hirnblutung immer tödlich?

Glücklicherweise nicht. Dennoch sollte man sich hier auch nichts vormachen. Eine Hirnblutung ist eine gefährlich Sache. Sie kann sehr schnell sehr gravierende Folgen verursachen. Der Tod ist eine davon. Es kommt allerdings immer sehr stark auf die Art der Hirnblutung an. Manche sind schwächer als andere und lassen sich relativ gut behandeln und verursachen auch keine nennenswerten Spätfolgen. Davon sollte man aber nicht ausgehen.

Der Tod lässt sich oftmals nur dann vermeiden, wenn man sofort medizinische Hilfe in Anspruch nimmt. Darum ist es notwendig, dass man auch als Drittperson ein Auge darauf hat, wenn sich eine andere Person seltsam verhält. Zeigt sie darüber hinaus weitere Symptome, dann ist es absolut notwendig, einen Notarzt zu verständigen. Auf diese Weise könnte man das Leben einer anderen Person retten.

Mit welchen Langzeitschäden ist zu rechnen?
Auf diese Frage lässt sich leider keine pauschal gültige Aussage treffen, dennoch ist damit zu rechnen, dass einem Opfer von Hirnblutungen, zumindest, wenn diese nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt wurden, einige Langzeitkomplikation entstehen können. Diese können recht leicht sein, aber auch immense Ausmaße annehmen, die nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern auch dafür sorgen, dass das betroffene Individuum lebenslang auf ständige Pflege angewiesen ist.

Besonders häufig kommt es zu Wortfindungsstörungen, Sprachstörungen, partiellen Lähmungen, Problemen mit dem Gehörsinn, Geruchssinn oder dem Sehsinn. Auch kann es zu einer dauerhaften Verwirrtheit oder geistigen Umnachtung kommen, darüber hinaus können sich auch eine Vielzahl weiterer kognitiver Einschränkungen einstellen.

Krankengymnastik kann in manchen Fällen dabei helfen, einige seiner verlorenen motorischen Fähigkeiten wiederzuerlangen oder zumindest zu verbessern. Die meisten Langzeitfolgen sind jedoch irreversibel.

Wen betreffen Hirnblutungen?
Hirnblutungen treten nicht nur bei älteren Menschen auf, wie oftmals angenommen wird. Eine Hirnblutung kann aber Menschen jeden Alters treffen. Selbst kleine Kinder können Opfer dieses Leidens werden. Dies ist zwar vergleichsweise selten, jedoch nicht auszuschließen. Darum ist es für Eltern wichtig, auch auf etwaige Symptome einer Hirnblutung bei ihrem Nachwuchs zu achten, insbesondere dann, wenn dieser übergewichtig ist. In diesen Fällen steigt das Risiko immens stark an.

Somit lässt sich kurz zusammenfassen, dass eine Hirnblutung jederzeit jeden betreffen kann. Darum lohnt es sich, immer auf der Hut zu sein.

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