Kieferhöhlenentzündung

Steckbrief: Kieferhöhlenentzündung

  • Name(n): Kieferhöhlenentzündung; Sinusitis maxillaris
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Tröpfcheninfektion
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Viren; Bakterien; Allergien; Pilze; Verletzungen
  • Wieviele Erkrankte: mittelhäufig: ein oder mehrere Male pro großem Kindergarten oder Schule
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: HNO-Arzt
  • ICD-10 Code(s): J01; J32

Schmerzen unter den Wangen

Endlich vergeht der Schnupfen wieder, aber es folgt kein Aufatmen. Im Gegenteil ist das nun folgende Leiden mindestens genauso schlimm wie das vorangegangene.

Die Kieferhöhlenentzündung schmerzt und man fühlt sich noch schlapper als zuvor. Man kann sich nicht mehr schmerzfrei vorbeugen und selbst im Liegen spürt man einen unangenehmen Druck auf den Wangen.

Spätestens jetzt sollte man dem Facharzt für Hals, Nasen- und Ohrenangelegenheiten nun wirklich einen Besuch abstatten.

Der folgende Artikel liefert wissenswerte Information über Hintergründe und Strategien mit der Nebenhöhlenentzündung fertig zu werden.

 

Definition Kieferhöhlenentzündung

 

Die Kieferhöhlenentzündung wird auch Sinusitis maxillaris genannt. Sinusitis bedeutet, dass ein Sinus irgendwo im Körper entzündet ist. Sinus sind im Allgemeinen Vertiefungen oder Höhlen im Körper.

Beispielsweise die Nasennebenhöhlen sind solche Sinus. Die Kieferhöhlen sind wiederum bestimmte Nasennebenhöhlen und zwar die größten, die wir haben. Sie befinden sich im Oberkieferknochen und grenzen sowohl an den Gaumen, sowie das Oberkiefer. Kieferhöhlen haben die Form umgedrehter Pyramiden.

 

Die Nebenhöhlen sind von der Nase aus zugänglich. Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen sind miteinander verbunden. In beiden Hohlräumen befindet sich Luft. Sie sind mit Schleimhaut überzogen. Sind die Nebenhöhlen entzündet, geht dies meist mit Eiterung einher. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Entzündungen akuter und chronischer Art.

 

Was ist eine Kieferhöhlenentzündung?

 

Als chronisch wird eine Kieferhöhlenentzündung im Allgemeinen ab einer anhaltenden Dauer von zwei bis drei Monaten bezeichnet. Ein anderer Fall, der die Kieferhöhlenentzündung als chronisch definiert, betrifft die Häufigkeit. Bei mindestens vier Krankheitsphasen pro Jahr spricht man ebenfalls von einer chronischen Entzündung. Meistens folgt eine solche einer harmlosen Verkühlung der oberen Atemwege. Manchmal können aber auch andere Auslöser Schuld an diesem Leiden tragen.

 

Kieferhöhlenentzündungen passieren nicht von selbst. Im Normalfall müssen davor schon Dinge geschehen, die es im weiteren Verlauf erst zur Entzündung der Kieferhöhlen kommen lassen. Kinder mit vergrößerten Rachenmandeln sind beispielsweise generell eine Risikogruppe. Dadurch kann es in bestimmten Fällen notwendig werden die Mandeln operativ zu entfernen.

 

Chronischer Schnupfen hält ebenfalls die jederzeitige Gefahr einer Nebenhöhlenentzündung aufrecht, genauso wie Muskoviszidose. Angeborene Engstellen in der Nase oder eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, die wiederum solche Engstellen verursacht, begünstigen Kieferhöhlenentzündungen ebenso. Die Nasenscheidewand kann beispielsweise durch einen Nasenbruch erst im Erwachsenenalter zu einer Fehlstellung gelangen.

 

Besuche im Schwimmbad und besonders häufiges und langes Tauchen stellt einen Risikofaktor dar an der beschriebenen Krankheit zu erkranken. Denn in Schwimmbädern befinden sich häufig Erreger, die eine solche Entzündung auslösen können. Der Druckunterschied beim Tauchen und beim Fliegen kann außerdem zu einer Kieferhöhlenentzündung führen.

 

Nasenpolypen, Infektionen im Bereich des Oberkiefers oder Allergien sind ebenfalls nicht förderlich für gesunde Nebenhöhlen. Aber auch durch Infektionen, die von bestimmten Pilzen verursacht werden, kann es zu unerwarteten Entzündungen kommen. Manche Menschen, die besonders empfindlich auf Schmerzmittel reagieren, sind, genauso wie Aidskranke, außergewöhnlich anfällig für Kieferhöhlenentzündungen.

 

Die Kieferhöhlen sind, wie bereits weiter oben beschrieben, mit Schleimhaut ausgekleidet. Diese Schleimhaut bildet regelmäßig ein schleimiges Sekret, das normalerweise problemlos über die Nasenhöhle abtransportiert wird. Zur Zeit einer Nasennebenhöhlenentzündung funktioniert dieser Abtransport häufig nicht mehr.

 


Welche Ursachen gibt es?

 

Meist wird eine Kieferhöhlenentzündung von Viren verursacht. Ging aber der Entzündung der Nebenhöhlen bereits eine geschwollene Nase voraus, dann kann es leicht sein, dass ebenfalls Bakterien an der Krankheit beteiligt sind. Denn meist geht der Nebenhöhlenentzündung bereits eine Erkältung voraus, welche sich in den Nasenhöhlen selbst abspielt. Durch die erste Infektion schwellen die Schleimhäute im Nasenraum häufig an und entzünden sich. Dadurch haben Bakterien ein leichtes Spiel.

 

Manchmal können allerdings auch Pilze oder Allergien an der Erkrankung schuld sein. Ein Besuch im Schwimmbad kann dazu führen, dass Erreger aus dem Badewasser in die Nase gelangen und eine Nebenhöhlenentzündung verursachen. Tauchen kann auch aus einem anderen Grund eine Gefahr darstellen, und zwar wegen dem Druckausgleich. Dieser ist ebenso beim Fliegen vorhanden und begünstigt eine Nebenhöhlenentzündung ebenso.

 

Seltener kommt es zu dem Ausbruch der Entzündung auf Grund von Verletzungen im Oberkieferbereich. Entweder ist hier bereits an den Spitzen der Zahnwurzeln eine Entzündung vorhanden, welche sich lediglich ausbreitet, oder die Schleimhaut der Kieferhöhle wurde durch das Ziehen eines Zahns verletzt. Selbst bei Knochenbrüchen im Gesicht kann es durchaus passieren, dass dadurch die Schleimhäute verletzt werden und sich in Folge dessen entzünden.

 

Ansteckend ist die Kieferhöhlenentzündung lediglich, wenn sie direkt durch bestimmte Erreger ausgelöst wurde und nicht die Folge einer vorigen Erkrankung ist. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass jede Person, welche mit den Erregern einer anderen Person in Verbindung kommt, ebenfalls krank wird. Denn das kommt sehr stark auf das Immunsystem und verschiedene Risikofaktoren der Person an.

 

  • Allergien
  • Viren
  • Bakterien
  • Haemophilus influenzae
  • Pneumokokken
  • A-Streptokokken
  • Pilze
  • Zahnextraktionen am Oberkiefer
  • Zahnwurzelspitzenentzündungen
  • Fraktur des mittleren Gesichtsschädels

Symptome & Anzeichen

 

Das erste Anzeichen, an dem der Betroffene die Kieferhöhlenentzündung in der Regel erkennt, ist der dumpfe bis pochende Schmerz im Wangenbereich, direkt neben der Nase. Kann sich der Kranke nun auch nicht mehr vorbeugen oder hüpfen ohne einer Verschlimmerung der Schmerzen so wird häufig bereits die Laiendiagnose gestellt. Es handelt sich um eine Kieferhöhlenentzündung!

 

Allerdings muss der Schmerzbereich nicht derart lokal bleiben. Häufig strahlen die Schmerzen in Kopf und Oberkieferzähne aus. Man fühlt sich abgeschlagen und vor allem Kinder empfinden starke Müdigkeit und verhalten sind ausgesprochen reizbar. Erhöhte Temperatur bis hin zu Fieber sind ebenfalls möglich. Eitriges Sekret kann durch die Nase abgesondert werden, denn in der Nebenhöhle bildet sich laufend Eiter.

 

Selbst die Unterlieder können durch die Entzündung anschwellen. Bei chronischen Kieferhöhlenentzündungen kann es zu Schnarchen und Mundgeruch kommen. Manche Sinneswahrnehmungen gehen häufig verloren, wenn die Kieferhöhlen belegt sind. Zuerst ist der Geruchssinn betroffen und dadurch wird ebenfalls der Geschmackssinn verhindert.

 

Schnupfen ist zwar ein Symptom, welches meist der Kieferhöhlenentzündung vorausgeht, kann aber auch währenddessen wieder auftreten und eine Begleiterscheinung sein. Die Augen können zu tränen anfangen und sogar Husten kann durch das in den Rachen Fließen des Eitersekrets auftreten. Besonders bei Kinder schwellen die Lymphknoten recht stark an.

 

Ein weiteres Anzeichen ist die verhinderte Nasenatmung, wodurch der Betroffene ständig durch den Mund atmen muss. Das erweist sich beim Essen als hinderlich und beim Schlafen sogar als gefährlich. Denn der Patient merkt im Schlaf nicht, wenn er einige Sekunden lang keine Luft bekommt.

 

  • Druckgefühl
  • Schmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • eitriges Nasensekret
  • Kopfschmerzen
  • erhöhte Temperatur
  • Schnarchen
  • Unterlidschwellung
  • Ageusie
  • Fieber
  • Mundgeruch
  • Husten
  • Schnupfen
  • Tränende Augen
  • Behinderung der Nasenatmung
  • Geruchsstörungen
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Schwellung der Lymphknoten

Diagnose & Krankheitsverlauf

 

In der Regel werden im diagnostischen Verfahren erst einmal die Symptome zu Rate gezogen. Sie werden durch den Patienten dem Arzt berichtet, welcher zuerst eine Vermutung aufstellt, bevor Untersuchungen folgen.

 

Als nächstes werden einfache Untersuchungen durchgeführt, für die der Arzt keine Instrumente braucht. Er klopft leicht auf die Wangen. Nachdem er die Areale der Kieferhöhlen abgeklopft hat, setzt er an den vorderen Backenzähnen fort. Dies alles verursacht beim Patienten den wohlbekannten Schmerz oder verschlimmert diesen gar.

 

Der HNO-Arzt wird sich anschließend seinem Endoskop widmen und sich die Innenräume der Nase auf diese Weise ansehen. Mithilfe dieses Verfahrens kann er feststellen, ob sich an bestimmten Stellen in der Nasenhöhle oder dem Rachen Eiter gebildet hat. Im Falle einer Kieferhöhlenentzündung sind die eitrigen Stellen häufig an der hinteren Rachenwand, sowie im mittleren Nasengang zu finden.

 

Unter Umständen wird im Zuge der endoskopischen Untersuchung ein Abstrich entnommen. Auf diese Weise ist der Arzt in der Lage den genauen Erreger festzustellen, und eine bestmögliche Medikation sicherzustellen. Außerdem kann der Abstrich dazu dienen, festzustellen, ob die Erreger womöglich gegen bestimmte Antibiotika immun sind.

 

Mithilfe von Röntgenbildern können Verschattungen der Kieferhöhlen sicher festgestellt werden. Ebenso kommen Computertomographien oder Ultraschalluntersuchungen zum Einsatz um die Beläge der Kieferhöhlen bildlich darzustellen. Dabei stellt die Computertomographie die genaueste Möglichkeit dar. Man kann durch die dabei entstehenden Schnittbilder sehen, wo und wie weit sich die Entzündung bereits ausgedehnt hat, ob die Schleimhäute geschwollen sind und wo sich Sekret aufgestaut hat. Auch chronische Erkrankungen kann man mit der CT diagnostizieren. Vor allem bei Schwangeren werden allerdings lieber Untersuchungen mittels Ultraschall durchgeführt.

 

Schlussendlich kann durch eine Blutuntersuchung oder einen Allergietest die genaue Ursache des Leidens ermittelt werden, falls dies hilfreich wäre.

 

  • Anamnese
  • Klopfuntersuchungen
  • Tastuntersuchungen
  • Endoskopie
  • Abstrich-Entnehmung
  • Röntgen
  • Computertomographie
  • Ultraschall
  • Blutuntersuchung
  • Allergietest

Häufigkeit & Diagnosedaten

 

  • Bei Erwachsenen ist die Kieferhöhlenentzündung die häufigste Nebenhöhlenentzündung.
  • Bei chronischen Entzündungen der Nebenhöhlen, sind meistens die Kieferhöhlen betroffen.
  • Etwa zwei Drittel aller Kieferhöhlenentzündungen verschwinden auch ohne Behandlung durch Medikamente wieder von selbst.

Komplikationen bei der Krankheit

 

Die Kieferhöhle grenzt an andere Sinus im Kopfbereich an. Die Trennwände der einzelnen Sinus sind oft sehr dünn. So grenzt beispielsweise die Augenhöhle an die Kieferhöhle. Ist nun die Schleimhaut der Kieferhöhle im besagten Grenzgebiet entzündet, so kann es irgendwann bei stetiger Verschlimmerung zum Durchbruch der Trennwand kommen. Auf diese Weise gelangt die Entzündung in die Augenhöhle, was zu schweren Augenschäden führen kann. Im extremsten Fall erblindet der Patient sogar gänzlich.

 

Das gleiche Prozedere ist ebenfalls im Grenzgebiet zum Hirn möglich und kann zu lebensbedrohlichen Hirnhautentzündungen führen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Nebenhöhle grenzt diese an das Oberkiefer. In diesem Bereich findet eine Wechselwirkug zwischen Kieferhöhle und Zahnwurzeln statt, sodass Entzündungen sich über diesen Weg verbreiten können.

 

Ist die Nasenatmung durch die Schwellung behindert, kann es dazu kommen, dass der Patient im Schlaf auf die Mundatmung umstellt. Fließt außerdem Sekret in den Rachen, kommt es oft vor, dass es dadurch zu schnarchenden Geräuschen bei jedem Atemzug kommt. Durch die Mundatmung trocknet die Rachenschleimhaut zunehmend aus. Durch die trocken Schleimhäute wird die Nebenhöhlenentzündung negativ beeinflusst, während durch das mühsame Atmen die notwendige Erholung im Schlaf ausbleibt.

 

Durch chronische Nebenhöhlenentzündungen zwar selten, aber doch möglich, ist die Bildung von Mukozelen. Diese bezeichnen Schleimansammlungen in Hohlräumen, wie etwa der Kieferhöhle. Diese Ansammlungen entstehen, wenn das Abfließen des Schleims über längere Zeit nicht möglich ist. Das Sekret staut sich an und es können sich in Folge dessen Zysten bilden. Die nächste Folge dieser unangenehmen Komplikation äußert sich im Abbau der knöchernen Abgrenzungen der Nebenhöhle. Die Mukozele kann sich Richtung Nase oder Augenhöhle ausbreiten und dort weiteren Schaden anrichten.

 

Das sinubronchale Syndrom ist eine weitere mögliche Komplikation. Dabei verlagert sich die Nebenhöhlenentzündung in die unteren Atemwege und kann dort eine akute Bronchitis auslösen.

 

  • Erblindung
  • Hirnhautentzündung
  • Zahnwurzelentzündung
  • Austrocknen der Rachenschleimhaut
  • Mukozele
  • Sinubronchales Syndrom

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Nach einer Woche ohne Besserung der Symptome sollte man spätestens einen Facharzt aufsuchen. Außerdem ist es ratsam am nächsten Tag zum Arzt zu gehen, wenn man unter Dauerschmerzen leidet. Werden die Symptome nach langsamem abklingen plötzlich wieder schlimmer und treten zusätzlich Kopfschmerzen auf, kann dies ebenfalls ein Hinweis darauf sein, dass spätestens am nächsten Tag ein Arzt aufgesucht werden sollte.

 

Sollten die Augen oder das Unterlid deutlich anschwellen, sollte man außerdem noch am selben Tag einen Arzt aufsuchen. Vor allem bei Kindern und immunschwachen Menschen sind diese Hinweise unbedingt zu beachten. Bekommt ein Kind Kopfschmerzen und beginnt es gleichzeitig seltsam zu reagieren, etwa ausgesprochen lichtempfindlich, schläfrig oder reizbar, dann sollte man sich sogar auf der Stelle aufmachen. Ärzte müssen in der Regel Notfälle einschieben. Diese Möglichkeit sollte in dringenden Fällen auf jeden Fall in Anspruch genommen werden.

 


Behandlungsmethoden & Therapie

 

Im Normalfall werden Kieferhöhlenentzündungen durch Nasensprays, sowie entzündungshemmende Mittel behandelt. Es sind zahlreiche pflanzliche Präparate, neben all den synthetischen Mitteln, vorhanden. Je nach Vorliebe des Arztes wird er vermehrt pflanzliche oder eher synthetische Medikamente verordnen.

 

Gegen Allergien wird in der Regel Kortison verschrieben, während es für Ursachen durch den Pilz Aspergillus eigene Antipilzmittel gibt. Kieferhöhlenentzündungen, die durch Verletzungen oder Entzündungen der Zähne im Oberkiefer verursacht werden, müssen vom Zahnarzt behandelt werden. Die Behandlung hängt in diesem Fall von der genauen Ursache ab.

 

  • Kortison
  • Fluticason
  • Nasenspray
  • Entzündungshemmer
  • Diclofenac
  • Ibuprofen
  • Myrtol
  • Cineol
  • Antipilzmittel
  • Antibiotika
  • Operative Eingriffe

Antibiotika

Ebenso hängt sehr stark vom Arzt ab, wie schnell zu Antibiotika zurückgegriffen wird. Denn von einer vorsorglichen Behandlung mit diesen bakterienbekämpfenden Medikamenten oder erst deren Verwendung auf Grund von nachgewiesenen bakteriellen Erregern, ist die Bandbreite sehr weit gefächert. Besser ist natürlich ein vorsichtiger Umgang mit Antibiotika, um zu verhindern, dass die Bakterien resistent gegen die Medikamente werden.

 

Im Falle einer Kieferhöhlenentzündung werden Antibiotika häufig bei hohem Fieber und eitrigen Entzündungen gegeben. Ebenso werden bei Befürchtung auf Komplikationen lieber Antibiotika verschrieben, als das Risiko der Komplikation einzugehen. Ansonsten werden diese Medikamente häufig nach einer Woche anderweitiger Behandlung gegeben, sofern die anderen Mittel bei mindestens fünftägiger Anwendung zu keiner Besserung geführt haben. Bei immunschwachen Menschen werden generell schneller Antibiotika verschieben, als bei anderen Zielgruppen.

Operation

Sind die Ursachen anatomisch bedingt, so ist in bestimmten Fällen wohl doch ein operativer Eingriff anzuraten. Gibt es nämlich eine Engstelle in der Nasenhöhle, womöglich durch eine schräg geneigte Nasenscheidewand, so besteht ständig ein Risikofaktor an einer Kieferhöhlenentzündung zu erkranken. Bei Patienten, denen häufig eine solche Erkrankung widerfährt, sollten anatomische Risikofaktoren jedenfalls abgeklärt werden.

 

Kieferhöhlenpolypen machen außerdem eine Operation notwendig, bei welcher die Kieferhöhlen mit einer Antibiotika Lösung ausgespült werden. Dieser Weg wird ebenfalls bei schlimmen Komplikationen, oder chronischer, nie enden wollender Kieferhöhlenentzündung gewählt.

 


Vorbeugung & Prävention

 

Spezielle Nasenduschen können als Vorbeugung von Kieferhöhlenentzündung nützlich sein. Man verwendet sie am besten bereits, wenn der Schnupfen anfängt. Mit der Nasendusche können Krankheitserreger, Schleim und verhärtete Sekrete aus der Nasenhöhle gespült werden. Diese Bestandteile wären allein mit einem Taschentuch häufig nicht aus der Nasenhöhle zu bekommen, würden sich dort vermehren, die Nase weiter verstopfen und eine Kieferhöhlenentzündung begünstigen. Besser ist es, die Erreger und den Schleim sofort aus der Nase zu spülen und es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

 

Auf ganz einfache Weise sind Nasenspülungen auch selbst herstellbar. Dazu mischt man abgekochtes Wasser mit einer Messerspitze voll Meersalz. Die beiden Zutaten werden gut durchmischt. Danach nimmt man ein bisschen davon in die eine Hand oder auf einen großen Löffel. Ein Nasenloch wird zugehalten, während man das Salz-Wasser-Gemisch mit dem anderen Nasenloch hochzieht.

 

Der Mund muss währenddessen offen bleiben. Denn ansonsten könnte man sich gehörig verschlucken. Die Salzlösung wird nämlich durch das Hochziehen bei offenem Mund in die Mundhöhle befördert. Nach diesem Prozedere wird die Salzlösung ausgespuckt. Das gleiche Schauspiel wiederholt sich anschließend am zweiten Nasenloch.

 


Prognose zur Heilung

 

Normalerweise klingt eine Kieferhöhlenentzündung innerhalb von zwei Wochen von alleine wieder ab. Ein Grund, warum das oft doch nicht so reibungslos geschieht, kann eine zusätzliche Infektion mit Bakterien sein. Denn Bakterien müssen häufig durch Antibiotika bekämpft werden. Ist dies der Fall, ist die Chance auf Heilung bei passender Behandlung bei fast 100 %. Sofern keine richtig unguten Komplikationen auftreten, kann man auf jeden Fall von vollständiger Heilung ausgehen.

 

Selbst bei chronischen Formen ist noch nicht alles verloren. Meist muss man sich lediglich als hartnäckiger in der Behandlung als die Keime in der Schädigung erweisen. Treten doch Komplikationen auf, ist im schlimmsten Fall ein Krankenhausaufenthalt nötig, wo konstante und wirkungsvolle Therapiemethoden zum Einsatz kommen. Nur, wenn selbst die Komplikationen deutlich zu spät erkannt werden (was fast nicht möglich ist) oder ignoriert werden, kann eine Kieferhöhlenentzündung wirklich gefährlich werden und schlussendlich unter Umständen sogar zum Tod führen.

 

Vorsicht bei Nasensprays

 

Wird ein herkömmlicher Schnupfen übermäßig mit Nasensprays behandelt, fällt es Erregern leichter, ebenfalls in den Nebenhöhlen eine Entzündung zu verursachen. Die Verwendung von Nasensprays kann aus diesem Grund zwar hilfreich sein, sollte aber auf jeden Fall mit Vorsicht genossen werden. Höchstens eine Woche lang dürfen Nasensprays durchgehend verwendet werden und die Höchstdosis darf keinesfalls überschritten werden.

 

Durch ihre Verwendung schwellen die Nasenschleimhäute flott ab und ermöglichen auf diese Weise erneut die freie Nasenatmung. Allerdings kann man in kurzer Zeit abhängig von diesen Hilfsmitteln werden. Die Schleimhaut wird unfähig, sich von selbst gegen äußere Einflüsse zu wehren, verkümmert und stirbt im Extremfall sogar ab.

 

Und doch dürfen nicht alle erhältlichen Nasensprays in einen Topf geworfen werden. Solche mit Meersalz oder dem Wirkstoff Dexpanthenol weisen keinen Suchtfaktor auf und gelten weitgehend als ungefährlich. Auch vor Nasensprays mit Zitrus- und Sesamöl braucht man sich nicht zu fürchten. Sie lösen den Schleim ohne der Schleimhaut langfristig zu schaden. Im Gegenteil sorgen solche Sprays oft sogar dafür, dass der Betroffene von dem dem Austrocknen der Schleimhäute verschont bleibt.

 

Vorsorge mit Taschentüchern

 

Beim Putzen der Nase sei ebenfalls Vorsicht geboten. Denn durch das starke Ausatmen baut sich ein Druck auf, der die Erreger erst in die Nebenhöhlen und dann bis weiter ins Ohr transportieren kann. Aus diesem Grund sollte immer ein Nasenloch zugehalten werden. Auf diese Weise befördert man das Sekret ins Taschentuch und nicht unkontrolliert in die Gegenrichtung.

 

Bei länger andauerndem Schnupfen sei Wert auf die Qualität der Taschentücher hoch gehalten. Durch das viele Reiben der empfindsamen Hautstellen rund um die Nase, werden diese häufig gerötet und beginnen ebenfalls zu schmerzen. Deshalb sollten von Anfang an in weiser Voraussicht wirklich nur Taschentücher und nicht etwa Küchenrollen oder Klopapier verwendet werden um der verschnupften Nase Abhilfe zu verschaffen.

 

Denn selbst bei ausschließlicher Verwendung guter Taschentücher wird die Haut rund um die Nase nach einiger Zeit Reizungen und Rötungen aufweisen. Wenn es so weit ist, sollten unbedingt Wund- oder Heilsalben angewandt werden, welche der gereizten Nase helfen sich wieder zu regenerieren. Dexpanthenol ist der Wirkstoff, der in guten Salben verwendet wird.

 

Durch häufige Zufuhr von Wasser wird das Nasensekret flüssig gehalten. Am besten werden für die Flüssigkeitszunahme warmes Wasser, Tee oder verdünnter Fruchtsaft getrunken. Dadurch bleibt es möglich, dass Krankheitserreger abtransportiert werden. Außerdem wird auf diese Weise die Nasenschleimhaut feucht gehalten. Empfohlen werden täglich zwei Liter Wasser zu sich zu nehmen. So wird das Austrocknen der Nasenschleimhaut verhindert.

 


Alternative Behandlungsmethoden

 

Nicht nur die Schulmedizin, sondern ebenso die alternative Schiene der Behandlungsmethoden hat einiges gegen Kieferhöhlenentzündung zu bieten. Vor allem für recht häufige Infektionskrankheiten sind unzählige Mittelchen aus haushaltsüblichen Zutaten, ätherischen Ölen oder Heilpflanzen zu finden. Die Kieferhöhlenentzündung ist eine dieser häufigen Krankheiten. So kann man beispielsweise das Öl der Bitterorange nutzen um die Nase zu reinigen. Was man früher nur mit Taschentüchern oder Nasenduschen konnte, kann man eben auch mit anderen Mitteln.

Ayurveda

  • Dampfbad
  • Ghee
  • Öl mit Kalmus
  • Kompressen

Praktiker der indischen Heilkunst Ayurveda empfehlen öfters am Tag mildes Ghee oder warmes Kalmusöl mit der Nase bis zu den Nebenhöhlen hochzuziehen. Diese Methode soll der Abschwellung dienen und dazu führen, dass das Sekret gut abfließen kann. Dampfbäder mit Minzöl sind ebenfalls Teil des Programms. In der Lösung aus Minzöl und Wasser kann nach dem Inhalieren eine Kompresse eingetaucht werden. Diese wird dem Patienten auf den Nacken gelegt. Einige Zeit kann nun auf diese Weise entspannt werden.

 

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Erhöhte Kopflage
  • Luftfeuchtigkeit
  • Massage
  • Infrarotbestrahlung
  • Leinsamenpackung

Die Schmerzen im Gesicht können bei Kieferhöhlenentzündungen einfach mit sanften Druckmassagen behandelt werden. Die Massage verläuft dabei jeweils von der Mitte des Gesichtes zu den Schläfen. Der erste Weg führt über die Augenbrauen zu diesen. Danach massiert man über die Wangenknochen zu den Schläfen und schließlich beginnt man beim Kinn und lässt die Massage über die Kieferknochen zu den Schläfen hin wandern. Man kann für die Massage auch verdünntes Lavendelöl verwenden.

 

Natürlich liegen Patienten, die an einer Kieferhöhlenentzündung leiden, häufig im Bett. Und das ist auch wichtig und gut so! Man sollte allerdings trotzdem darauf achten, dass der Kopf ein wenig erhöht gelagert bleibt. Denn was bei einer Kieferhöhlenentzündung von großer Wichtigkeit ist, ist dass der Schleim, welcher sich angesammelt hat, abfließen kann. Am einfachsten gelingt dies ohne viel Aufwand, wenn man dabei die Schwerkraft nicht aus den Augen verliert.

 

Hohe Luftfeuchtigkeit ist außerdem sehr gut für Menschen, die an Kieferhöhlenentzündung erkrankt sind. Denn sie verhindert das Austrocknen der Nasenschleimhäute. Luftfeuchtigkeit in entsprechender Höhe kann durch Luftbefeuchter oder häufiges Lüften sichergestellt werden. Außerdem ist es für den Kranken hilfreich einfach nasse Wäsche in seinem Schlafraum zum Trocknen aufzuhängen. Denn auch diese Maßnahme steigert die Luftfeuchtigkeit.

 

Zigarettenrauch ist äußerst kontraproduktiv für erkrankte Schleimhäute, da diese durch den Rauch erneut gereizt werden. Das bedeutet, dass auf keinen Fall in der direkten Umgebung des Erkrankten geraucht werden sollte. Ist der Betroffene selbst Raucher, sollte er schleunigst damit aufhören sollte, zumindest für die Zeit seiner Krankheit.

 

Entzündungshemmend wirkt sich die Bestrahlung mittels einer Infrarotlampe aus. Die Bestrahlung sollte im Abstand von 20 Zentimetern zur Haut mehrmals täglich für zehn Minuten durchgeführt werden. Danach sollte man für eine halbe Stunde nicht nach draußen gehen. Natürlich sollte der Patient stets auf seinen Körper hören und Infrarot nur dann verwenden, wenn er dadurch eine Besserung verspürt.

 

Schließlich helfen außerdem häufig heiße Leinsamenpackungen. Dabei werden fünf Teelöffel Leinsamen mit zwei Tassen Wasser gekocht, bis sie weich sind. Anschließend füllt man die Masse in Leinensäckchen. Sobald die Temperatur der Masse im Gesicht ertragbare Maße angenommen hat, legt man die Packung auf die Wangen. Täglich werden mehrere solcher zubereiteter Packungen auf einer oder beiden Wangen angewandt.

 

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Kamille
  • Schlüsselblumen
  • Thymian
  • Kapland-Pelagonie
  • Lavendel

Schlüsselblumen enthalten in ihren Wurzeln den Wirkstoff, den es braucht, um das Sekret in der Nase zu verflüssigen. Meist wird die Wurzel der Schlüsselblume in Form von Tees angewandt. Dabei wird von der pulverisierten Wurzel ein Teelöffel voll in eine Tasse kaltes Wasser gegeben. Es kann aber auch das Pulver mit Wasser übergossen werden. Dieses Gemisch wird folgend aufgekocht und fünf Minuten ziehen gelassen. Anschließend wird der Tee abgeseiht und kann getrunken werden. Je nach Geschmack kann man den Tee eventuell mit Honig süßen. Dieser Tee wird alle zwei Stunden getrunken.

 

Bei der Kapland-Pelagonie wird ebenfalls die Wurzel verwendet. Sie hilft gegen schädliche Mikroorganismen und stärkt das Immunsystem. Man nimmt diese Heilpflanze in Form von Tropfen ein und kann sie überhaupt gegen alle Atemwegserkrankungen einnehmen. Denn eine körpereigene Abwehr braucht man gegen alle Infektionskrankheiten.

 

Thymian hemmt Keime, Kamille hemmt Entzündungen. Lavendel fördert die Durchblutung. Diese drei Heilkräuter können mit heißem Wasser übergossen werden und eignen sich als Lösung zum Inhalieren.

 

Ätherische Öle

 

  • Kamillenöl
  • Myrte
  • Thymianöl
  • Eukalyptusöl
  • Kiefernadelöl
  • Lavendelöl
  • Minzöl
  • Teebaumöl

Myrtenöl stellt sich als äußerst wirksam gegen Kieferhöhlenentzündung heraus. Durch seine Anwendung wird die Entzündung gehemmt. Man kann das Öl in Form von Kapseln einnehmen, die man in der Apotheke kaufen kann. Die Öle von Thymian, Kamille, Lavendel, Kiefernadel, Eukalyptus, Minze und Teebaum eigenen sich besonders zum Inhalieren bei Nebenhöhlenentzündungen. Bei Kleinkindern muss man allerdings aufpassen, wenn es um die Anwendung von ätherischen Ölen geht. Denn man darf sie erst bei Kindern über zwei Jahren verwenden. Aber auch bei älteren Kindern sollte man sich unbedingt von Arzt und Apotheker seines Vertrauens beraten lassen.

 

Homöopathie & Globuli

 

Kalium bichromicum wird bei akuten Entzündungen verschrieben. Der Schmerz bei solchen Patienten ist gut auf einen gewissen Punkt lokalisierbar. Der Schleim ist äußerst zäh und dickflüssig. An der frischen Luft geht es Patienten, die dieses Medikament bekommen sollten, besser als drinnen.

 

Luffa soll gegen eitrige Entzündungen bei fließender Nase helfen. Außerdem wird es bei Kopfschmerzen auf der Stirn, trockenem Mund und Halsbrennen eingesetzt. Bei Schüttelfrost und Schweißausbrüchen, welche wechselweise in Erscheinung treten, Kopfschmerzen und Schleim in grün-gelb wird Mercurius vivus empfohlen.

 

Schüssler-Salze

 

Die Behandlung mit Schüssler Salzen unterscheidet sich, je nach dem, ob es sich um eine akute oder eine chronische Kieferhöhlenentzündung handelt. Im akuten Fall eignen sich das Salz Nummer drei und das Salz für Schleimhäute Nummer sechs. Diese sollten abwechselnd und stündlich gelutscht werden. Jeweils liegt die Dosis bei drei Tabletten auf einmal.

 

Am Abend sollten zusätzlich je fünf Tabletten der Nummer neun und der Nummer zehn gelutscht werden. Das Salz Nummer neun ist ein Basenmittel, während es sich bei der Nummer zehn um Tabletten handelt, die die Ausleitung unterstützen sollen. Das Basenmittel wird als Unterstützung für den Stoffwechsel eingenommen.

 

Chronische Kieferhöhlenentzündungen werden durch andere Schüssler Salze bekämpft. So nimmt man das Salz Nummer sechs, wenn man bereits chronischen Ausfluss gelblichen Sekrets hat. Davon sind täglich fünfzehn Tabletten über den Tag verteilt einzunehmen. Gegen chronische Entzündungen sind die Salze Nummer elf und Nummer zwölf wirksam. Man nehme abends jeweils zehn Tabletten und löse sie in heißem Wasser auf. Dieses Getränk ist vor dem Schlafen gehen langsam zu trinken.

 

Man kann mit Schüssler Salzen selbst Mineralsalz-Nasentropfen herstellen. Dafür verwendet man jeweils fünf Tabletten der Nummern drei, vier, neun und zwölf. Diese löst man in 150 ml abgekochten Wasser auf und lässt die Lösung zwei Stunden ziehen. Durch einen Kaffee Filter werden de Tropfen anschließend in ein sauberes Glas geleert. Mit einer Pipette kann man nun zwei bis zehn Tropfen richtig dosiert in die Nase träufeln. Dies sollte mindestens drei Mal täglich geschehen.

 

Diät & Ernährung

Kurkuma gegen Nebenhöhlenentzündung

Kurkuma ist ein wesentlicher Teil der Gewürzmischung Curry. Der Curry wird durch die gelbe Farbe des Kurkuma gefärbt. Kurkuma ist allgemein in vielen Bereichen sehr gut für den Körper. Auch für die Nebenhöhlen stellt er eine gesunde Möglichkeit dar, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

 

Man gebe einen halben Teelöffel voll Kurkuma in ein Glas mit warmen Wasser. Nach dem Umrühren, kann diese Lösung gegurgelt werden. Dies sollte mehrmals täglich wiederholt werden. Mn kann sich auf ähnliche Art und Weise allerdings genauso auch Kurkumatee zubereiten. Das Gewürz wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und antiviral.

 


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert eine Kieferhöhlenentzündung?

Eine akute Kieferhöhlenentzündung sollte sich innerhalb einiger Tage verbessern, sobald mit der Behandlung begonnen wird. Die komplette Ausheilung darf allerdings bis zu zwei Wochen dauern, ohne irgendetwas befürchten zu müssen. Erst wenn die Krankheit länger andauert und sich immer noch nicht bessert, gerät sie in die Gefahr chronisch zu werden. Wird Antibiotika eingenommen, so wird die zweite Untersuchung fünf bis sieben Tage nach Beginn der Einnahme angesetzt. Davor ist es nicht bedenklich, wenn der Gesundheitszustand noch nicht gänzlich wieder hergestellt ist.

Warum ist meine Kieferhöhlenentzündung nur einseitig?

Auf Grund verschiedener Ursachen sind auch die Verläufe der Krankheit nicht gleich. Tritt die Kieferhöhlenentzündung durch eine dentale Ursache auf, so betrifft sie in der Regel nur die Seite, wo der Zahn oder die Zahnwurzel stehen, welche die Auslöser waren. Bei Kindern sollte die Möglichkeit eines Fremdkörpers in einer der beiden Kieferhöhlen ausgeschlossen werden. Ansonsten kann ein Tumor immer wieder Kieferhöhlenentzündungen auf einer Seite verursachen.

Darf ich mit meiner Kieferhöhlenentzündung in den Urlaub fliegen?

Generell kann man nicht sagen, dass wegen einer Kieferhöhlenentzündung auf Flüge verzichtet werden muss. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass es durch den Druckunterschied zu einer recht starken Verschlechterung der Symptome kommen kann. Schmerzen können schlimmer werden und diese Druckbelastung stellt ein gewisses Risiko dar, dem man sich aussetzt, wenn man mit dieser Krankheit dennoch fliegt.

 

Denn der Heilung wird mit dem Flug gegebenenfalls dennoch entgegengewirkt. Dadurch steigt das Risiko auf eine chronische Entzündung. Sollte man sich allerdings trotzdem entscheiden zu fliegen, so sollte direkt vor dem Flug ein Nasenspray angewandt werden. Während des Fluges kann in regelmäßigen Abständen ein Druckausgleich durchgeführt werden, um Linderung der Symptome zu erreichen.

In welchen Fällen sind Antibiotika einzunehmen?

Antibiotika wird ausschließlich bei bakteriell verursachten Infektionen eingenommen! Die Einnahme in jeglichen anderen Fällen ist zwecklos und schadet dem Körper, sowie dem Immunsystem sogar. Denn handelt es sich bei dem Erreger um Viren oder gar Pilze, so wird das Antibiotikum nichts gegen die ursächlichen Probleme ausrichten können. Trotzdem wird es aber die nützlichen Bakterien in unserer Darmflora abtöten, mit denen wir nicht grundlos in einer Symbiose leben.

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