Madenwürmer

Steckbrief: Madenwürmer

  • Name(n): Madenwürmer; Nematoden
  • Art der Krankheit: ansteckende Wurmerkrankung; Helminthiasis; Oxyuriais
  • Verbreitung: weltweit; hauptsächlich in Asien und in Europa
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 7800 v. Chr.
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Infektion mit Madenwürmern
  • Wieviele Erkrankte: weltweit etwa 500 Millionen Patienten
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner; Facharzt für Innere Medizin; Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): B80

Madenwürmer sind hartnäckige Parasiten

Sowohl Tiere als auch Menschen können unter Umständen durch Madenwürmer Krank werden. Diese winzigen Lebewesen pflanzen sich auf Kosten eines Wirtstieres oder Wirtsmenschen fort. Madenwürmer lösen variierende Beschwerdebilder aus, die einen unterschiedlichen Verlauf nehmen können.

Die Symptome beziehungsweise Krankheitszeichen sind jedoch nicht allzu charakteristisch, sondern eher allgemeiner Art. Angesichts dieser Tatsache kann es teilweise recht umständlich und mit viel Geduld verbunden sein, krankmachende Madenwürmer zu diagnostizieren.

Ein Befall mit Madenwürmern ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Die von Madenwürmern ausgehenden Symptome führen allerdings zu einer massiven Beeinträchtigung der Gesundheit und des Wohlbefindens.

Definition Madenwürmer

Madenwürmer sind ansteckende (infektiös) Lebewesen. Diese Wurmart gehör zu den Darmparasiten und fühlt sich mittlerweile ausgehend von Regionen mit einem tropischen Klima auch in Europa heimisch. Schon früher und auch aktuell sind die Madenwürmer ein echtes Problem in zahlreichen Einrichtungen, in denen vor allen Dingen viele Kinder ihre Zeit gemeinsam verleben.

Die leicht übertragbaren und damit äußerst infektiösen (ansteckend) Nematoden werden insbesondere nach Ende der sommerlichen Urlaubszeit in großem Ausmaß immer wieder erneut von wiederkehrenden Reisenden eingeschleppt, die einen Aufenthalt in tropischen Ländern hinter sich gebracht haben. Viele Touristen infizieren sich zudem mit Madenwürmern in Regionen an, in denen die typischen hygienischen Verhältnisse stark zu wünschen übrig lassen.

Der Übertragungmechanismus der Madenwürmer geht sehr einfach und rasch vor sich. Der Überbegriff Darmparasit umfasst die Protozoen wie die Amöben sowie die Geißel- und die Wimpertierchen und die Helminthen oder Oxyuren. Hoch infektiöse Helminthen sind von ihrem Körperbau und ihrer Physiologie Würmer.

Weitere wurmartige Eingeweideparasiten sind neben den Madenwürmern:

  • die Saugwürmer
  • die Fadenwürmer
  • die Bandwürmer

Parasitäre Madenwürmer können bei Kindern und bei Erwachsenen zu finden sein. Die Madenwürmer beziehungsweise die sogenannten Enterobius vermicularis bevorzugen vor allen Dingen Kleinkinder und Frauen. Die von den Schmarotzern erzeugte Oxyuriasis, die unter anderem mit Helminthiasis oder Enterobiasis benannt wird, ist häufig bei etwa einem Drittel aller Kindern zwischen dem vierten und elften Lebensjahr vorhanden.

Die Bezeichnung der Krankheit Oxyuriasis stammt vom Begriff Oxyuren für die Larven der Madenwürmer ab. Eine Infektion kann nicht selten zufällige geschehen, weil die Oxyuren eigentlich jeden Wirt akzeptieren.

Was ist ein Madenwurm?

Krankheiten Madenwürmer

Realistische 3D-Illustration eines Madenwurms
Shutterstock/ 3drenderings

Der Madenwurm wird im umgangssprachlichen Jargon auch als Pfriemenschwanzwurm, als Aftermade oder als Springwurm deklariert. Wenngleich der Madenwurm ab und an bei Tieren vorkommt, ist sein bevorzugter Wirt der Mensch. Nur in Ausnahmefällen gehen Madenwürmer auf Insekten wie Kakerlaken und auf Säugetiere wie Affen über.

Da sich der Madenwurm hauptsächlich im Verdauungstrakt manifestiert, wird zu den Eingeweideparasiten gezählt. Mitnichten ist der Madenwurm aufgrund seiner weiten Verbreitung ein krankmachender Parasit, der beim Menschen vorrangig ist.

Die Anatomie (Bau) des Schmarotzers ist ein wurmartig. Die Ausmaße des weiblichen Madenwurmes betragen maximal 13 Millimeter.

Die männlichen Madenwürmer werden kleiner (nur zwei bis sechs Millimeter lang).
Der Durchmesser des länglich geformten Körpers beträgt in etwa die Hälfte eines Millimeters. Der weibliche Madenwurm kann vom männlichen Tier durch sein spitz zulaufendes Hinterteil unterschieden werden.

Der Madenwurm ist eine nicht invasiv lebende Eingeweidewurmart. Das heißt, der Madenwurm schädigt oder verletzt keine inneren Organe und wird nicht über den Blutkreislauf im Organismus verteilt, sodass er ziemlich unauffällig bleibt. Die Madenwürmer sind erstaunlich unempfindlich gegen die aggressive Magensäure. Sie wandern daher ungehindert weiter bis in den Dickdarm.

Charakteristisch für den Madenwurm ist die sogenannte Cuticula. Dabei handelt es sich um eine blasige Erweiterung am vorderen Teil des Körpers. Die Färbung des Madenwurms ist durchsichtig und weiß.
Die Fortpflanzung des Madenwurms beinhaltet nicht nur einen Lebenszyklus. Aus den am After abgelegten Eiern der Madenwurmweibchen bilden sich Larven heraus, die drei Stadien durchlaufen.

Die Wurmeier des Madenwurms sind meist nur unter dem Mikroskop zu erkennen. Die Madenwurmeier erreichen nur eine maximale Größe von 60 Mikrometern. Die Eier erscheinen an einer Seite leicht flach geformt. Sind jedoch viele Eier ausgeschieden worden, lassen sich die Wurmeier sogar mit dem bloßen Auge auf dem Kot ausmachen.

Im Darm treffen die Madenwürmer auf optimale Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen. Ihre hauptsächliche Nahrungsquelle ist der im Darm durch Kontraktion fließende, nährstoffreiche Brei. Nach etwa anderthalb Monaten, die sie im Darm zubringen, legen sie die Eier ausschließlich in der Schleimhaut des Rektums ab. Nach diesem Prozess sterben die weiblichen Madenwürmer.

Ihre Körper winden sie sich sehr agil. Gemeinsam mit der weißlichen Färbung werden die Madenwürmer ohne Schwierigkeiten daher visuell leicht wahrgenommen. Die relativ auffälligen Würmer bewegen sich mit peitschenähnlichen Schlägen fort.

Der Madenwurm kann bis zu 10.000 Eier erzeugen. Der Ablageprozess läuft überwiegend in der Nacht in den von den Weibchen vorgebohrten Schleimhautvertiefungen des Afters ab. Die Eier überleben ungefähr drei Wochen bis zu einem Monat. Die Voraussetzung für diesen Effekt ist die äußerst unempfindliche Hülle, die die Eier vor schädigenden äußeren Einflüssen bewahrt. Der gesamte Entwicklungszyklus der Madenwürmer vollzieht sich über etwa 30 bis 40 Tage.

Welche Ursachen gibt es?

Der als Menschenwurm oder Menschenparasit bezeichnete Madenwurm löst zu Beginn der Infektion keine schweren gesundheitlichen Auffälligkeiten aus.

Der Madenwurm gelangt zu seinem Endwirt:

  • durch die unmittelbare Berührung von Trägern eines Madenwurms und nicht infizierten Personen
  • durch das Anfassen von Ausscheidungen (Stuhl)
  • durch den Kontakt mit Wäsche oder Spielzeug, in denen die Eier liegen
  • durch den Verzehr von rohem oder nicht ausreichend durchgegartem Fleisch oder Fisch
  • durch Inhalation der über den Mund und die Atemwege der Eier über die Luft- und die Speiseröhre beim Ausschütteln von Wäsche
  • durch geschlechtlichen Verkehr (Anal- und Oralverkehr)
  • durch die Aufnahme von unsauberen Waldfrüchten
  • über mit den aus der Züchtung von Nutztieren stammenden Fäkalien als Düngemittel für Obst und Gemüse
  • durch unzureichende Hygiene

Der letzte Punkt vollzieht sich beinahe wie ein Kreislauf. Werden mit Madenwürmern belastete Flüssigdünger oder menschliche Fäkalien auf den Feldern, Wiesen und Äckern ausgebreitet, um deren Fruchtbarkeit zu optimieren, bleiben die widerstandsfähigen Wurmeier an den Pflanzen haften und gelangen somit wieder in die Nahrungskette des Menschen.

Grundlegend für den Befall und die Übertragung dieses Schmarotzers ist die Eiablage durch die weiblichen Würmer im Analbereich. Das Weibchen bringt die Eier in die zuvor mit dem Hinterleib geschaffenen Vertiefungen in den Schließmuskel ein. Das Resultat dieses Prozesses sind die für Madenwürmer typischen Beschwerden.

Werden die mit dem Madenwurm infizierten Bereiche mit den Fingern berührt, dann bleiben die Eier an der Haut oder unter den Fingernägeln kleben. Da die unscheinbaren Eier nicht ohne Vergrößerungsvorrichtung sichtbar sind, werden sie leicht wieder über den Mund (oral) aufgenommen und gelangen durch Verschlucken wieder in den Magen-Darmtrakt.Dann sprechen die Mediziner und Mikrobiologen von einer oralen Reinfektion.

Eine optimale Zone für eine Reinfektion ist die Toilette, falls die Hände nach der Benutzung nicht gründlich gewaschen oder desinfiziert werden. Gleichfalls prädestiniert für eine Parasitenübertragung sind Türklinken, kontaminiertes Geschirr oder sanitäre Anlagen.

Nachgewiesen wurde zudem eine gewisse Infektionsgefährdung durch die in der Luft befindlichen Eier (Staubeier). Einzelne, in diesem Stadium sehr bewegliche Larven schlüpfen unmittelbar am Schließmuskel aus und kehren in den Mastdarm zurück. Auch diese Erscheinung ist eine klassische Reinfektion.

Symptome und Anzeichen

Durch den Madenwurm bedingte Krankheitsbilder sind eher schleichend und bleiben zunächst über einen langen Zeitraum hinweg unbemerkt. Eine echte Gesundheitsschädigung richtet der zu Beginn als eher unbedenklich eingestufte Madenwurm nicht an.

Das ist die Ursache dafür, dass der Madenwurm oftmals nur durch einen Zufall bemerkt wird. Das hat damit zu tun, dass die Nematoden den Wirt selbst nicht schädigen würden. Es kommt zu einem Phänomen, das aus dem englischen Sprachgebrauch übernommen, zu Deutsch als Kommensale oder „Fressgemeinschaft, Tischgenosse“ definiert wird.

Folgende gesundheitlichen Anzeichen sind charakteristisch für einen Befall mit Madenwürmern:

  • anhaltender Juckreiz im Bereich des Afters oder Pruritus ani (hauptsächlich in der Nacht und in den Morgenstunden)
  • Schlafstörungen, Unruhe
  • Nervosität, Hautblässe
  • leichtes Fieber
  • dunkle Augenringe
  • wiederholt Kopfschmerzen
  • häufige Erkältungen
  • übler Mundgeruch
  • allergische Hautanomalien
  • mehr oder weniger starke Reduzierung des allgemein Befindens
  • Rhagaden, Ekzem oder Abszess am Rektum
  • auffälliger Scheidenausfluss bei Frauen
  • Konzentrationsdefizite
  • Bettnässen (Enuresis)
  • Durchfall (Diarrhö)
  • Appetitlosigkeit
  • Wunden in der Analgegend durch massives Kratzen (Exkoriationen)
  • Bauchschmerzen, Bauchkrämpfe und/oder massive Blähungen
  • Blutungen aus dem Rektum (rektale Blutungen)
  • Verlust von Körpergewicht und Mattigkeit
  • Entzündung der Scheide und der Schamlippen (Vulvovaginitis)
  • seltener kommt es zu einem Befall der Harnblase
  • starker Juckreiz der Genitale (Pruritus vulvae)

Diese Symptome können gleichzeitig, in unterschiedlichen Kombinationen und nacheinander beobachtet werden.

Vor allen Dingen die Kinder leiden sehr stark unter einem Madenwurmbefall. Die Körper sind noch nicht so unempfindlich wie bei erwachsenen Menschen, sodass sich bald entsprechende krankhafte (pathologisch) Auffälligkeiten und eine Auszehrung einstellen.

Ausgehend von seiner Position an der Innenwand des Darmes können sich an den Anhaftungen minimale Entzündungsherde und Irritationen (Verletzungen, Läsionen) an der Darmschleimhaut ausprägen. Diese unangenehmen Auffälligkeiten sind für bakterielle Keime angreifbar, die sich vorwiegend im Dünndarm sowie im Dickarm aufhalten. Eine wichtige Konstellation für eine Zweitinfektion oder Sekundärinfektion und einen Schleimhautabszess sind geschaffen.

  • Ein Ekzem ist eine als Juckflechte definierte Hautirritation, die zu den entzündlichen Erkrankungen der Haut gezählt wird. Die entzündlichen Prozesse stellen sich als Rötungen, Bläschen und eine zunehmende Schmerzintensität dar.
  • Eine Rhagade ist eine feiner Hautriss durch eine Verminderung der Elastizität der Haut und durch mechanische Verursacher.
  • Ein Abszess ist ein nicht natürlich angelegter Hohlraum. In diesem Refugium manifestieren sich unterschiedlich große Eiteransammlungen.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Erkennung oder Feststellung (Diagnose) einer Oxyuriasis (Madenwurminfektion) beruht vorrangig auf labortechnischen Untersuchungen. Als adäquates Untersuchungsmaterial wird unter anderem Kot oder Stuhl benötigt.

Krankheiten Madenwürmer

Eine Mikroskopaufnahme von Madenwürmern einer Kotprobe
Shutterstock/Jarun Ontakrai

Nach einer labortechnischen Aufbereitung des Stuhls erfolgt ein mikroskopischer Nachweis durch das Anfertigen eine Präparates auf einem Glasobjektträger. Diese Methodik gilt jedoch als nicht allzu zuverlässig. Dieser Nachteil ist damit zu erklären, dass die häufigen falsch-negativen Testresultate zu Verwirrung führen könnten.

Etwas eindeutiger ist eine Blutuntersuchung. Diesbezüglich wird ein spezieller Objektträgerausstrich angefertigt, bei dem die einzelnen Blutzellen mit einer bestimmten Färbetechnik angefärbt werden.

Bei der Betrachtung unter dem Mikroskop treten vermehrt eosinophile Granulozyten im peripheren (arterielles Blut oder Kapillarblut) Blut auf.

Eine derartige Anomalie beziehungsweise ein Überschuss dieser weißen Blutzellen wird als Eosinophilie deklariert. Das über die Maßen gesteigerte Vorkommen der eosinophilen Granulozyten kommt unter anderem bei einem Befall mit Helminthen vor.

Eine weitere labormedizinische Untersuchung bei Verdacht auf Madenwürmer ist die Bestimmung des Gesamt-IgE.

Unter IgE verstehen die Mediziner eine bestimmte Unterart körpereigener Antikörper, die im Blutplasma normalerweise nicht vorhanden sind. Können diese Immunglobuline (runde Eiweißkörper) im Blutplasma nachgewiesen werden, deutet das auf das Vorhandenseins eines störenden Antigens, in diesem Falle die Wurmeier, hin.

Die Immunglobuline sind ein zentraler Bestandteil der Abwehr unseres Organismus. Krankmachende Antigene sind körperfremde Stoffe. Gelangen diese in den Organismus ein, werden sie von den Immunglobulinen aufgelöst. Dazu schüttet der Körper vermehrt diese Abwehreiweiße aus.

Bereitstellung des Probematerials

Zur parasitologischen Testung in ein klinisch-chemisches Labor werden kleine Stuhlmengen abgegeben, die über mehrere Tage (mindestens drei Tage) hinweg zu sammeln sind.

Weitere diagnostische Maßnahmen sind:

  • Anfertigen eines zu mikroskopierenden Präparates

Um das Rektum wird ein Klebestreifen oder ein Tesafilm angebracht, am dem die Wurmeier haften. Der durchsichtige Streifen wird auf einem Glasobjektträger „abgeklatscht“ beziehungsweise abgenommen. Dieses als Abklatschprobe benannte Untersuchungsmedium wird mikroskopiert. Ist das Untersuchungsergebnis negativ (keine Wurmeier zu sehen), dann sollte auf jeden Fall eine Wiederholung des Prozedere anberaumt werden, um sicher zu gehen.

Auch das sogenannte Klebepräparat soll an drei aufeinander folgenden Daten erstellt werden.
Am günstigsten ist die Abnahme der Probe morgens nach dem Schlafen und nach der Eiablage. Zu diesem Zeitpunkt hat die Eiablage gerade in den Nachtstunden stattgefunden. Dann sind die meisten Wurmeier am After konzentriert. Die Untersuchungsvariante der Abklatschmethode ist wesentlich verlässlicher und einfacher durchführbar, als die Begutachtung einer individuell gesammelten Stuhlprobe. Sie ist zudem ideal für eine Diagnostik und für die Überwachung der Therapie.

  • Begutachtung von Bettwäsche, Slips oder Schlafhosen auf abgestorbene Madenwürmer

Diese diagnostischen Tätigkeiten obliegen hauptsächlich den betroffenen Familien sowie den Erziehern und den Sozialbetreuern in den Kindereinrichtungen.

  • bildgebende Verfahren

Heute ist es bereits üblich, die Besiedlung des Darmes mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder dem CT (Computertomografie) zu diagnostizieren.

Madenwürmer – Überlebenskünstler

Die Eier der Madenwürmer können im und außerhalb des Körpers überleben. Herrscht in Zimmern eine hohe Luftfeuchtigkeit etwa um die 70 Prozent, dann halten die Eier ihre ansteckende Eigenschaft bis zu fast sechs Wochen bei. Neugierige Kleinstkinder, die viel auf dem Erdboden herumkrabbeln, nehmen die Eier überwiegend durch den am Boden befindlichen Hausstaub auf.

Grundsätzlich können sich die Eier des Madenwurms in allen Räumlichkeiten ausbreiten. Der Grad der Verbreitung der Wurmeier steigt proportional zur Dauer der Erkrankung eines Familienmitglieds und zur Anzahl der im Haushalt lebenden Personen an.

Typischer Verlauf

Die Eier des Madenwurms sind über den beschrieben Infektionsweg durch den Mund, den Ösophagus beziehungsweise die Speiseröhre, den Magen (Gaster) und durch die Schleimhaut des Dickdarms (Intestinum crassum) gelangt. Nach dem abgeschlossenen Begattungsprozess (Kopulation) durch die männlichen Würmer legen die weiblichen Madenwürmer die Eier in der Afterregion ab. Direkt nach wenigen Stunden wiesen die Eier ansteckende (infektiös) Eigenschaften auf.

Ist ein Mensch ein Träger des Madenwurms, wird er zu den Dauerausscheidern gerechnet. Damit geht eine anhaltende Ansteckungsbereitschaft einher.

Zunächst tritt ein Juckreiz in der Aftergegend und bei Mädchen oder Frauen zusätzlich in den Genitalen auf. In der Nacht, in den vorhergehenden späten Abendstunden oder morgens ist diese Erscheinung sehr quälend. Das Einbohren von Eiablagelöchern mit der Schwanzspitze der weiblichen Madenwürmer ruft einen leicht brennenden Schmerz hervor. Die Betroffenen können nicht schlafen und sind daher permanent müde und abgeschlagen.

Schreitet die Infektion unbehandelt fort, dann sind schwerwiegende Erkrankungen nicht selten.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Infektionen der Vagina und der Schamlippen
  • Entzündungen der Harnwege
  • Beschwerden der Gebärmutter
  • Auffälligkeiten am Blinddarm

Im Gegensatz dazu zeigen einzelne Patienten gar keine oder nur sehr unauffällige gesundheitliche Anzeichen. Der perianale (nach dem After) Juckreiz lässt nach zirka sechs bis sieben Tagen nach. Er taucht allerdings mit dem neuen Entwicklungszyklus der Madenwürmer wieder auf.

Bei extremem Befall können ernsthafte Komplikationen und eine massive Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes durch chronische Durchfälle, Schmerzen und Krämpfe im Bauch sowie eine Mangelversorgung des Körpers mit Nährstoffen.

Die Inkubationszeit bei einem Madenwurmbefall im Dünndarm beträgt ungefähr sieben bis dreißig Tage. Inkubationszeit ist die Zeitspanne, die zwischen der Ansteckung oder dem Infektionsvorgang und dem Ausbruch einer Erkrankung liegt.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Mediziner konstatieren, dass mindestens die Hälfte der in Deutschland lebenden Bevölkerung schon einmal eine Madenwurminfektion hatte. Auch weltweit erleiden mindestens 50 Prozent der Menschen irgendwann eine Oxyuriasis.

In industriell unterentwickelten Ländern mit einem tropischen Klima verbreitet sich der Madenwurm fast explosiv. Schuld daran sind unter anderem die schlechten hygienischen Bedingungen und Lebensverhältnisse. Diese enorme Verbreitungshäufigkeit ist ebenfalls deshalb zu verzeichnen, weil der Mensch der Hauptwirt des Madenwurm ist.

In jedem Jahr infizieren sich weltweit etwa 500 Millionen Menschen aller Altersgruppen und Geschlechter mit dem Madenwurm. Schätzungen Die Verteilung der Erkrankung auf verschiedene Regionen ist jedoch variabel. Eindeutige statistische Daten liegen derzeit allerdings nicht vor.

Im weltweiten Vergleich sind die parasitären Erkrankungen durch den Madenwurm in Europa eher selten. Von einer parasitären, schleichenden Oxyuriasis können Kinder in jedem Lebensalter betroffen sein.

Schätzungsweise leiden ungefähr 40 Prozent aller Kinder ab dem neunten bis zum zwölften Geburtstag unter einem Darmparasiten wie dem Madenwurm.

Der Madenwurm richtet sich beim Menschen nicht nach geschlechtsspezifischen Merkmalen. Er kann sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern manifestieren. Viel größer ist allerdings die Prävalenz unter Kindergartenkindern, unter jungen Schulkindern und unter Kindern, die sich in einer Tagesstätte aufhalten. Das Vorkommen von Madenwürmern in Familien mit mehr als drei Kindern ist gleichermaßen höher, obwohl die hygienischen Zustände einwandfrei sind.

Ein Anstieg an Madenwurmerkrankungen ist zudem durch die zunehmende Migration zu verzeichnen. Immer dann, wenn viele Menschen auf einem engen Raum zusammen wohnen, nehmen die Infektionsraten an Madenwürmern zu.

Die Problematik beim Madenwurm besteht darin, dass nicht alle Betroffenen zum Arzt gehen und eher still leiden und das Problem verheimlichen, weil sie sich schämen. Deshalb werden nicht alle Infektionsfälle erfasst. Darüber hinaus ist die Oxyuriasis keine meldepflichtige Erkrankung, wodurch präzise, allumfassende statistische Daten fehlen. Es wird daher angenommen, dass die Dunkelziffer der Madenwurminfektion in Deutschland überaus hoch ist.

Komplikationen bei der Krankheit

Auch bei sehr intensiver Invasion der Nematoden kommt es trotzdem äußerst selten zu entzündlichen Reaktionen im Schleimhautgewebe der Darmwand oder im Bauchfell. Erfahrungsgemäß können derartige anormale Prozesse in Ausnahmefällen durch eine Blinddarmentzündung (Appendizitis) oder einen perforierten (geplatzt, gerissen) Darm zum Ausdruck kommen. Wird in diesen Situationen keine rechtzeitige medizinische Hilfe eingeholt, besteht nicht selten eine drohende Lebensgefahr für den Patienten.

In selten Fällen können die Würmer über die Vagina bis in den Retroperitonalraum (hinter der Bauchhöhle befindliche Organsysteme, Retroperitoneum) wandern. An dieser Stelle lokalisiert, lösen sie eine Entzündung des Eileiters (Endometritis) oder eine Entzündung der Eierstöcke (Salpingitis) aus. Eine zufällige Entdeckung der Madenwürmer in diesen Organen beruht oftmals auf einer gynäkologischen Untersuchung der Frau oder auf einer Spiegelung des Dickdarms bei Männern und Frauen.

Frauen und Mädchen leiden oft unter entzündlichen Erscheinungen der Vagina, der Vulva und der Gebärmutter (Uterus). Diese äußern sich meist in unklaren Zwischenblutungen.

Die Belastung der Psyche (Seele und Geist) und die Scham bei Patientinnen und Patienten mit einer Madenwurminfektion ist groß. Ein erhebliches Problem bei einem Madenwurmbefall ist die hohe Rückfallrate. Diese wird durch die sogenannte anal-orale Autoansteckung und die Infektionsrisiken durch andere Haushaltsmitglieder forciert.

Die Würmer erzeugen einerseits Ekel und kommen andererseits ständig wieder. Darüber hinaus kann ein mehrfaches nächtliches Urinieren, ein kindliches Bettnässen oder sogar eine Inkontinenz (Fähigkeit des kontrollierten Abgangs von Urin geht verloren) beobachtet werden.

Weitere Komplikationen sind:

  • Geschwüre des Dickdarms
  • Anämie (zu wenig roter Blutfarbstoff, Blutarmut)
  • Gewichtsabnahme
  • Entzündungen der Gallenblase (Cholezystitis)

Wann zum Arzt gehen?

Die Erwachsenen selbst oder die Kinder sollten einer Abklärung bei einem Facharzt unterzogen werden, wenn:

  • die genannten Symptome nach einer geraumen zeit nach wie vor nicht abklingen oder wieder erscheinen
  • milchig-weiße Würmer am After oder Kot zu sehen sind
  • Reste von abgestorbenen Nematoden in der Bettstatt oder in der Unterwäsche sind
  • der Juckreiz nicht aufhört
  • Komplikationen auftreten
  • das Kind auffällig ist

Schon beim Auftreten der ersten Beschwerden oder Unregelmäßigkeiten ist es empfehlenswert, einen Hausarzt beziehungsweise einen Allgemeinmediziner, einen Kinderarzt (Facharzt für Pädiatrie) oder einen Internisten zu befragen. Je länger die Schmarotzer im Dickdarm erhalten bleiben und sich vermehren, desto heftiger sind die Beschwerdebilder und abgesehen von den Komplikationen, die belastenden Folgeschäden.

Behandlungsmethoden und Therapie

Die Beseitigung von Madenwürmern ist gegenwärtig nicht allzu kompliziert und auch für Kinder erträglich. Das ist hochwirksamen Medikamenten zu verdanken, die den Übertragungskreislauf verlässlich unterbrechen und den Stoffwechsel der Madenwürmer schädigen, wodurch sie abgetötet werden. Des Weiteren sorgen die Arzneistoffe dafür, dass die weiblichen Madenwürmer keine Eier mehr erzeugen und ablegen können. Derartige Produkte sind als rezeptpflichtige und frei verkäufliche Wurmmittel bekannt.

Ein Nachteil der Wurmmittel ist, dass die Wurmeier resistent (unempfindlich) gegen pharmakologische Substanzen sind. Deshalb muss die konservative medikamentöse Therapie mit der konsequenten Umsetzung wirkungsvoller hygienischer Maßnahmen kombiniert werden. Neben diversen schulmedizinischen Therapieformen mit chemischen Arzneistoffen hat sich in der Gegenwart ebenfalls die biologische Behandlung durchgesetzt.

Diese fundamentiert hauptsächlich auf nachfolgenden Arzneimmiteln:

  • Regenaplexmittel Nr. 116 a und Nr. 116 b
  • Vermizym für Kinder und für erwachsene Patienten

Alternativ dazu gibt es die pharmakologische Behandlung mit nicht rezeptpflichtigen Arzneistoffen wie:

  • Pantelmintabletten
  • Combantrin – Kautabletten
  • Pyrvinium
  • Niclosamid

Diese wird durch vom Arzt zu rezeptierende Arzneimittel wie:

  • Pyrantel
  • Albendazop
  • Mebendazol
  • Ivermectin

erweitert.

Solche Anthelminthika wirken multifunktional. Moderne Anthelminthika töten die Wurmeier im Darm und sie hemmen die Abgabe von Zytokinen. Außerdem bekämpfen sie bestehende Entzündungen. Außerdem rufen sie eine Beeinträchtigung der Funktion der Nerven und der Muskulatur der Parasiten hervor. Ausgewählte Medikamente schädigen nur ausgewachsene Madenwürmer. Ein Nachteil ist, dass die Larven und die Wurmeier teilweise verschont werden.

Die Rückfallgefahr (Rezidiv) ist bei diesen Wirkstoffen sehr wahrscheinlich. Die angezeigte Therapie sollte zudem nicht nur auf die infizierten Patienten, sondern gleichfalls auf alle Mitglieder der Familie ausgeweitet werden. Festgelegte Regeln für die Hygiene müssen über mindestens sechs Wochen gewährleistet werden.

Zytokine sind spezielle Eiweiße (Proteine), die für das Wachstum und den unterschiedlichen Aufbau von Zellen verantwortlich sind. Sinnvoll ist vor allen Dingen eine gezielte und ausgewogene Kombinationstherapie, deren Wirksamkeit regelmäßig nachgeprüft werden muss.

Hinweis: Schwangere können nicht jedes Anthelminthika einnehmen. Eine weitere Kontraindikation beziehungsweise Gegenanzeige ist die Stillphase.

Bei zahlreichen Medikamenten wird die tägliche Dosis nach dem Körpergewicht bemessen. Diese Maßnahme ist insbesondere bei Kindern und Kleinkindern zu beachten.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Vorbeugende Methoden gegen eine Infektion mit Madenwürmern sind mit einfachen Mitteln durchsetzbar. Diverse Fakten sollten allerdings konsequent in den Alltag eingebaut werden. Gerade die noch recht kleinen und unvernünftigen Kinder bedürfen in dieser Hinsicht einer entsprechenden Kontrolle und Erziehung. Der wichtigste Schritte gegen eine Madenwurmerkrankung ist die lückenlose Rundum-Hygiene.

Diese beinhaltet:

  • gründliches Waschen der Hände nach dem Aufsuchen der Toilette und nach dem Wechseln der Babywindeln
  • mindestens 30 Sekunden lang Händewaschen einhalten
  • vor und nach Kontakt mit Risikopersonen intensiv die Hände waschen oder desinfizieren
  • möglichst nicht den Mund mit den Händen berühren
  • kurze und saubere Fingernägel
  • nicht auf den Fingernägeln kauen
  • täglicher Austausch der Unterwäsche
  • Leibwäsche und Flachwäsche nach Möglichkeit kochen oder bei mindestens 60° C waschen
  • unterschiedliche Handtücher für jedes Familienmitglied verwenden
  • Bettwäsche, Decken und andere Wohntextilien in Räumen nur wenig ausschütteln
  • auf intensive Helligkeit in Innenbereichen achten
  • duschen anstatt Wannenbäder
  • häufiges Erneuern der Bettwäsche
  • regelmäßiges Entwurmen von Katzen und Hunden (insbesondere Freigänger bei Katzen) Speisen gut abkochen und abspülen

Nicht nur äußere, sondern gleichfalls innere Faktoren können auf die Prophylaxe gegen Madenwürmer Einfluss nehmen. Erwähnenswert ist in diesem Bezug eine Umstellung der Nahrungszusammenstellung. Ratsam sind ballaststoffreiche und weniger zuckerhaltige Lebensmittel, denn die Nematoden ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten. Ungünstig sind unzureichend gewaschene Obst– und Gemüsezutaten sowie nicht oder nicht ausreichend durchgegarte Fleisch– und Wurstprodukte.

Besondere Vorsicht sollte beim Baden in natürlichen Gewässern (Verseuchungsgefahr) walten. Diese können ohne Weiteres mit Madenwürmern belastet sein. Das Essen von Beerenobst, die von bodennahen Pflanzen stammen, sollte nach Möglichkeit unterlassen werden. Ansonsten ist ein gründliches Abspülen mit reichlich Wasser angebracht.

Bedenklich ist die Aufnahme von rohen, unbehandelten Fischspezialitäten (Sushi) und anderen Meeresfrüchten sowie von rohem Fleisch (Tartar, rohes Hack).

Gegenstände, die gut zugängliche Überträgermedien für Madenwürmer sind:

  • Handtücher, Unterwäsche, Schlafanzüge und Bettlaken
  • Badezimmermöbel, Armaturen und sanitäre Anlagen
  • Speisen, Küchentresen, Essbesteck und Geschirr
  • Sandkästen
  • Kinderspielzeug
  • Mobiliar in öffentlichen Einrichtungen

Prognose zur Heilung

Die Aussichten auf eine Genesung von einer Madenwurmerkrankung sind als gut einzuschätzen, sollten alle ärztlichen Vorgaben eingehalten werden. Die zu befürchtenden Langzeitfolgen können eingeschränkt werden, wenn eine baldige Behandlung gewährleistet wird. Dasselbe trifft auf krankhafte, potenziell lebensbedrohliche Verläufe zu.

Die Heilungschancen bei Madenwürmern sind nur dann als eher ungünstig einzustufen, wenn die Besiedlung sehr extrem ist uns spät erkannt wurde. Oftmals müssen dann die befallenen Organe wieder saniert werden. In diesen Fällen ist eine Heilung auch nicht sofort möglich, sondern es dauert recht lang, bis die Beschwerden vergehen.

Menschen, die durch eine andere ernsthafte Erkrankung bereits körperlich geschwächt waren und dann eine Infektion mit Madenwürmern davontragen, leiden unter den langwierigen Heilungsprozessen zusätzlich. Dieses Kriterium gilt auch für Kinder, deren natürliches Immunsystem noch nicht so kräftig ist. Dann ist eine große Portion an Geduld grundlegend. Nervig sind vor allen Dingen die Einschränkungen in Bezug auf die Zusammenstellung der Speisen und den Verzicht auf Süßigkeiten.

Kinder weisen eine hohe Rückfallrate auf, weil die Kontamination in den Schulen, Kindergärten und Horten sowie in sozialen Einrichtungen wie Tagesstätten und Freizeitzentren nach wie vor nicht einschätzbar ist.

Unvermeidbare, enge Kontakte zwischen gesunden und infizierten Kindern sind an diesen Stellen unvermeidbar.

Daraus ergibt sich ein sogenannter Ping-Pong-Effekt, der die Aussichten auf eine Heilung bis zu einem bestimmen Entwicklungsstadium und einer gewissen Reife der Kinder verschlechtert. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssten die von Madenwürmern geplagten Kleinen ständig überwacht werden.

Erwachsene haben genügend Verständnis und Einsicht, um sich nach den Behandlungsvorgaben zu richten. Die Prognose ist somit um ein Vielfaches besser.

Welche Risikogruppen gibt es?

Eine Infektion mit Madenwürmern wird am häufigsten bei Kindern in einem Alter von vier bis neun Jahren beobachtet. Während dieser Zeit sind die kleinen Patienten in Kindergarten, Tagesstätten und Grundschulen in gemeinschaftlichen Gruppen aufgefangen. Außerdem ist das Bewusstsein für Hygiene in diesem Alter noch nicht ausgeprägt.

Eine weitere Risikogruppe sind die Eltern und die in unmittelbarem Kontakt mit den Kindern stehenden Angehörigen. Diese sind in der Regel älter als 25 Jahre. Ein Madenwurmbefall kann unter Umständen ganze Familien, Kinderheime und Wohngemeinschaften betreffen.

Alternative Behandlungsmethoden

Sowohl für die Vorbeugung als auch für die Therapie gegen Madenwürmer bei Kindern und bei Erwachsenen werden mehrere traditionell verwurzelte Vorgehensweisen beschrieben. Diese Methoden sind sanfter und schonender, haben keine oder nur unerhebliche Nebenwirkungen und sind daher unter Garantie gut verträglich. Nicht selten sind diese Maßnahmen kostengünstig und leicht anwendbar.

Viele praktische Hinweise gibt es zu folgenden alternativen Behandlungen:

  • Einläufe und Klistiere
  • gesunde Ernährungsweise
  • Heilpflanzen
  • Homöopathie
  • Schüssler-Salze
  • Aderlass
  • Bachblütentherapie

Welche Hausmittel können helfen?

Extrakte aus tropischen Pflanzen können gegen Madenwürmer genutzt werden. Die Schale der Grapefruit ist reich an Inhaltsstoffen, die Nematoden nicht vertragen können. Die innerliche Einnahme basiert auf wenigen Tropfen eines konzentrierten Grapefruitsaftes in etwas Wasser. Weitere heilsame Naturheilanwendungen sind das Abführen der Würmer durch Johanniskrautöl und den rohen Saft der Heidelbeere.

Eine enorme Wirksamkeit gegen Madenwürmer zeigt fein zerdrückter Knoblauch. Diese Masse wird danach in einer Tasse Milch aufgelöst. Das wurmtreibende Getränk muss danach unbedingt etwa 12 Stunden ziehen. Über einen Mindestzeitraum von drei bis vier Wochen getrunken (am besten morgens nüchtern), beseitigt diese Mixtur die Madenwürmer. Zur geschmacklichen Abrundung kann etwas Honig zugegeben werden.

Zweckdienlich gegen Madenwürmer ist weiterhin:

  • das lange Kauen von frischen Papayakernen und Kürbiskernen
  • das Essen von frischer Ananas, Papaya und Möhren
  • das Würzen mit Schwarzkümmelöl oder die Zufuhr von ölhaltigen Kapseln
  • das Trinken von Weißkohlsaft aus dem Reformhaus (morgens, nüchtern einnehmen)
  • das Trinken von Thymiantee
  • ein Teelöffel täglich von Kokosöl
  • das Essen von viel frischen, rohen Zwiebeln und Knoblauch

Eine äußerliche Anwendung ist das Betupfen der Analregion mit einer entzündungshemmenden, antibakteriell wirkenden, kolloidalen Silberlösung. Das Silber wirkt abtötend auf die Madenwürmer. Ergänzend zu dieser Anwendung kann ein Klistier mit einem Knoblauchsud oder ein Einlauf mit Salzwasser Linderung verschaffen. Ätherische Öle verschiedenster pflanzlicher Quellen eignen sich zur Behandlung von Madenwürmern gleichermaßen.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Darmparasiten verschwinden, wenn bestimmte pflanzliche Wirkstoffe im Darm vorkommen. Pflanzen und Kräuter, die diesen Effekt zeigen, sind sogenannte Wurm abführende Heilpflanzen.

Die nachfolgende kleine Übersicht stellt die Vielfalt dieser Pflanzen dar:

  • Wurzeln der Rhabarberpflanze (getrocknet, gemahlen, in Pulverform)
  • Teezubereitung aus der Eberraute und aus dem gemeinen Beifuß
  • Estragontee
  • heilsame Extrakte aus dem Heiligenkraut und aus der Weißen Lupine
  • reichhaltiger Sud aus Tüpfeljohanniskraut
  • Zwiebelsud oder Ingwerextrakt
  • heilsamer Sud aus Tüpfelfarn und den Schalen der Walnuss
  • Portulakaufguss
  • zerstoßene Orangenkerne, Wacholderbeeren und Zitronenkerne
  • lindernde Enzian-Aufgüsse und Strandbeifuß- Aufgüsse

Nelken, Kurkuma und Wermut sind gleichfalls zu empfehlen. Nicht alle Zutaten sind unbedenklich geeignet für Kinder, für Schwangere und für Mütter in der Stillzeit. Um Madenwürmer und deren Eier endgültig im Dickdarm abzutöten, kann ein Sud aus Weinrautensamen oder Koriandersamen nützlich sein. Heilkräuter haben den einzigartigen Vorzug, dass sie mannigfaltig verarbeitet werden können. Sie sind eine echte Bereicherung des Speisezettels und einer Madenwurmbehandlung, wenn sie als Gewürzzutaten in Salate, als Teerohstoffe, als Garnitur oder als Aufgüsse serviert werden.

Durch das Überbrühen mit heißem Wasser und das anschließende Ziehen lassen, werden heilsame Inhaltsstoffe am besten entzogen. Sie sind in diesen Getränken in einer extrem hohen Konzentration enthalten. Im frischen Zustand gehen die wertvollen Inhaltsstoffe zwar nicht verloren, aber die Mengen, die getrunken werden müssten, um den Madenwürmern zu schaden, wären überaus groß.

Schon vor Jahrhunderten wurde der Rainfarn als Heilkraut für eine Wurmkur gegen Madenwürmer gesammelt und verarbeitet. Rainfarn sollte jedoch nur von versierten Kräuterexperten gepflückt werden, weil diese Pflanze auch bedenkliche Giftstoffe enthält. Trotz der erstaunlichen Wirkung werden Rainfarnexrakte heute nur noch selten angeboten. Allerdings genügen schon geringste Mengen, um einen Effekt zu erzielen.

Alternativ zu diesen Heilpflanzen sind spezielle pflanzliche Arzneistoffe mit mehreren Pflanzenzutaten zu empfehlen. In Reformhäusern, Drogerien und Apotheken können Wurmkuren erworben werden, in denen mehr als zehn antiparasitäre (gegen Parasiten) und antibakterielle (gegen Bakterien) Wirkstoffe enthalten sind. Die Einnahme dieser Produkte kann zyklisch oder anhaltend erfolgen, bis die Darmwürmer abgestorben sind.

Hochwertige zyklische Mehr-Phasen-Erzeugnisse haben die positive Eigenschaft, dass damit nicht nur die adulten Madenwürmer, sondern ebenso die Larven und die Eier in ihren jeweiligen Entwicklungsstufen bekämpft werden können.

Je schneller die Darmwürmer ausgeschieden werden, desto rascher kann eine natürliche Sanierung des Dickdarms und eine schonende Regeneration geschädigten Gewebes in der Afterregion von innen heraus umgesetzt werden.

Bei der Verwendung natürlicher Heilkräuter muss darauf geachtet werden, dass diese ordentlich gewaschen werden, da es sich meist um bodennahe Pflanzen handelt.

Ätherische Öle

Wurmtreibend sind hochwertige ätherische Öle aus dem Johannisbeerkraut, aus Oregano, aus der Nelke und aus der Karotte. Die ätherischen Ölen werden meist tropfenweise zu einem zubereiteten Saft oder einem Tee hinzu gegeben. Ein sehr wirkstoffreiches, kräftiges, intensives Öl ist das sogenannten Davanaöl. Gewonnen wird dieses ätherische Öl aus der Davana. Das Davanaöl bekämpft Darmparasiten ganz energisch.

Ätherische Öle wie Oregano- oder Davanaöl können bei der Bekämpfung von Madenwürmern helfen
Shutterstock/Antonova Ganna

Ein weiteres, extrem effizientes ätherisches Öl gegen Madenwürmer ist das Oreganoöl. Die Applikation (Verabreichung, Darreichung) Oreganoöls geschieht über den Mund, indem direkt ungefähr vier bis fünf Tropfen auf nüchternen Magen geschluckt werden.

Zusätzlich dazu werden probiotische Nahrungsmittel empfohlen, um eine Normalisierung der Darmflora zu erreichen. Dann lassen vor allen Dingen die unangenehmen Blähungen und die quälenden Durchfälle nach.

Prinzipiell sind ätherische Öle allein wegen ihres Geruches eine natürliche Abwehr gegen Madenwürmer. Während der Nahrungsverdauung werden die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle nochmals aufgespalten.

Verschiedene chemische Verbindungen entstehen, die den Madenwürmer eine Vermehrung unmöglich machen.

Eine überzeugende Zusatzwirkung von ätherischen Ölen ist deren beruhigende, Entzündungen hemmende und krampflösende Reaktion. Durch Madenwürmer bedingte Schlaflosigkeit und Unruhe kann durch das Einreiben der Haut mit ätherischen Ölen behoben werden. Die Wirkstoffe werden über die Atemluft aufgenommen und können somit ihre Effekte entfalten.

Ätherische Öle werden allein schon wegen der starken Medikamente, die eine immense Belastung insbesondere für den kindlichen Organismus sind, gern als Kombinationspräparate angewendet. Das heißt, dass die Grundsymptome und das Vorhandensein von Eingeweidewürmern mit künstlichen, synthetisch hergestellten Pharmazeutika bekämpft werden. Hinzugenommen werden die ätherischen Öle, die zu einem besseren Allgemeinzustand und zu mehr Wohlbefinden beitragen. Auf diese Weise lässt sich die anstrengende Wurmbehandlung leichter ertragen.

Die ätherischen Öle werden zudem fast ausnahmslos gut vertragen. Ätherische Öle werden in der Regel immer verdünnt eingenommen. Es gibt allerdings spezifische Ausnahmen. Für Allergiker ist es wichtig, sich vor der Verwendung eines ätherischen Öls einer kompetenten Beratung zu unterziehen. Dasselbe ist Patienten mit einer Epilepsie und einer gleichzeitigen homöopathischen Therapie anderer Art anzuraten. Schwangere sollten sich ebenfalls mit einen Facharzt abstimmen.

Die gängigen Applikationsformen der ätherischen Öle sind:

  • Duftöle
  • Räucheröle
  • Inhalationen
  • Badezusätze
  • Massagen
  • Einreibungen
  • orale Aufnahme als Speisezutat
Hinweis: Patienten sollten beim Kauf der ätherischen Öle auf eine hohe Qualität achten und biologisch erzeugte Artikel bevorzugen.

Homöopathie und Globuli

Homöopathische Mittel sind in der alternativen Heilkunst stark verwurzelt. Madenwürmer im Magen-Darm-System reagieren empfindlich auf variierende homöopathische Substanzen. Verordnet werden diese von den Heilpraktikern und Homöopathen nach den individuellen Beschwerden.

Dieser Sachverhalt sieht folgendermaßen aus:

  • Wurmbefall mt Sehstörungen und Auffälligkeiten des Herzens – Spigelia
  • Juckreiz am After, unangenehme Leibkrämpfe, Appetitverlust – Marum verum und Cina
  • Krämpfe des Bauches – Cituca virosa und Teucrium marum
  • Nervosität, Unruhe – Cina
  • weitere Mittel sind im Einzelfall Atremisa cina und Silicea, homöopathische Substanzen wie Sulfur und Abrotanum
  • Spigelia sowie Sabadilla

Die Liste der homöopathischen Substanzen umfasst spezielle Globuli und Potenzen.

  • Cina D4 – empfohlene Einnahme dreimal täglich
  • Teucreum marum verum D6 – empfohlene Einnahme dreimal täglich
  • Cuprum oxydatum nigrum D4 – empfohlene Einnahme dreimal täglich

Vorrangig für Kinder ist die homöopathische Therapie eine adäquate Lösung. Sie reagieren häufig empfindlich auf übliche pharmakologische Erzeugnisse und vertragen diese schlecht.

In Deutschland noch nicht allzu geläufig sind homöopathische Anwendungen wie Cina. Die Inhaltsstoffe der Zitwerblüte vertragen die Madenwürmer nicht. Cina Globuli sind in der Lage, den Juckreiz in der Analgegend zu unterdrücken und gegen Übelkeit und Erbrechen vorzugehen. Menschen, deren Körpergewicht wegen eines Magenwurmbefalls stark abgesunken ist und die Krämpfe und Blähungen oder ständig Heißhunger haben, sollten sich auf Cina-Globuli konzentrieren.

Prinzipiell ist Cina-Globuli ausnahmslos für jedes Lebensalter zu empfehlen. Sind Kinder durch eine Wurminfektion unruhig, gereizt und nervös, hilft die bewährte Cina-Globuli ausgezeichnet. Cina-Globuli kann als Unterstützung einer Therapie und als Nachsorgesubstanz genutzt werden.

Angewendet wird Cina-Globuli wie alle anderen homöopathischen Mittel gegen Madenwurmbefall in höheren Potenzierungen. Diese beginnen meist mit D30 und werden durch Q- oder LM-Potenzen bei Bedarf erweitert. Deshalb sollte diese Therapie nur von einem erfahrenen, fachkundigen Homöopathen oder einer Hebamme begleitet werden. Die Konsultation eines Gynäkologen oder eines Heilpraktikers kann gleichfalls nahegelegt werden. Bei Kindern kann eine pädiatrischer Facharzt um Rat gefragt werden.

Ist eine Selbstbehandlung gegen Madenwürmer erwünscht, dann sollten die niedrigeren Potenzierungen von D6 bis D12 nicht überschritten werden. Dabei gilt, nicht mehrere Mittel gleichzeitig einnehmen und die Aufnahme abbrechen, wenn sich eine Verschlimmerung der Beschwerden über mehr als zwei bis vier Tage einstellt.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze und Bachblüten sind gegen Helminthosen allgemein bewährt.

Besonders effizient sind für diesen Zweck:

Diesbezüglich soll an dieser Stelle auf die Bachblütentherapie eingegangen werden. Die Bachblüten Zubereitung Nr. 4 oder centaury und die Bachblüten Zubereitung Nr. 10 oder Crab Apple entgiften den Organismus, dämmen den Juckreiz durch die Eiablage der Madenwürmer ein und fördern die Selbstreinigung des Körpers. In welchem Umfang diese Stoffe für Kinder geeignet sind, sollte auf jeden Fall mit dem versierten Heilpraktiker besprochen werden.

Die Schüssler-Salze beruhen in ihrer Gesamtheit auf niedrigen D6 bis D12 Potenzierungen. Gegen die invasiven Madenwürmer werden biochemische Substanzen aus der Natur genutzt, die als Tabletten, als Triturationen oder Verreibungen, als Verdünnungen oder Dilutionen oder Globuli bekannt sind. Zur Linderung von äußerlichen Beschwerden, die durch Nematoden hervorgerufen werden, können beispielsweise auch die hautverträglichen Salben oder die Lotionen aus Schüssler-Salzen am After aufgetragen werden. Sie beheben den Juckreiz und lassen die Betroffenen zur Ruhe kommen.

Im Gegensatz zu einer schulmedizinischen Wurmkur sind bei Anwendung der Schüssler-Salze weder Kontraindikationen noch Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen zu beobachten. Für Kinder, für stillende Mütter und für Schwangere sowie für Zöliakiekranke und Diabetiker sind diese Produkte daher unbedenklich.

Das heißt, dass diese Patienten nicht warten müssen, bis sie körperlich in der Lage sind, derartige Arzneimittel einzunehmen. An dieser Stelle soll hervorgehoben werden, dass es bei Schüssler-Salzen keine Erstverschlimmerung der Symptome gibt. Das hat damit zu tun, dass alle biochemischen Erzeugnisse niedrig potenziert werden.

Die richtige orale Darreichungsform der Schüssler-Salze ist das langsame Auflösen auf der Zunge, sodass eine komplette Aufnahme aller Wirkstoffe erzielt werden kann.

Diät und Ernährung

Die diätetisch ausgerichtete Ernährungszusammenstellung und ein widerstandsfähiges Immunsystem spielen eine entscheidende Rolle bei der Infektion und bei der Prognose einer Wurminfektion. Ist eine schulmedizinisch oder eine alternativmedizinisch begründete Wurmkur angesetzt, dann sollte etwa 24 Stunden vor Beginn keine Nahrung in Form von Schweinefleisch mehr aufgenommen werden.

Genussmittel wie Bohnenkaffee, diverse Süßigkeiten, Zucker, sehr stärkehaltige Produkte und schwarzer Tee unterstützen das Wachstum der Madenwürmer.

Bei Madenwürmern sollte ferner auf folgende Lebensmittel verzichtet werden:

  • Getreide, Kuchen, Brot
  • Lebensmittel mit viel Stärke
  • Bananen, Milch und laktosehaltige Joghurts

Unterstützend für eine Anti-Madenwurm-Diät ist die mehrtägige Einnahme von fermentierten Nahrungsmitteln. Neben Sauerkraut und Apfelessig stabilisiert Kombucha die Darmflora. Ist ein Madenwurmbefall diagnostiziert wurden, ist es unumgänglich, den Konsum von alkoholischen Getränken zu reduzieren oder am besten ganz zu vermeiden. Alkohol wird im Darm biochemisch aufgespalten, sodass wieder Zuckermoleküle frei werden.

Der Nahrungsbrei im Dickdarm des Menschen ist durch die enthaltene Glukose sehr nährstoffreich und hat somit viel Energie. Das hilft dem Madenwurm, seine Art zu erhalten und sich weiterhin unentwegt fortzupflanzen. Wird die Nahrungsgrundlage entzogen, kann der Parasit ausgehungert werden. Eine an Kohlenhydraten Arme diätische Ernährung ist deshalb eine effiziente Begleitung für eine medikamentöse Wurmkur.

Milchprodukte sind ebenfalls reich an Laktose. In der Kuhmilch enthaltene Laktose ist ein Zucker, den wiederum die Madenwürmer benötigen. Alternativ zu Milcherzeugnissen können bei einer Wurmbehandlung probiotische Nahrungsmittel auf pflanzlicher Basis in den Speiseplan integriert werden. Gesunde probiotische Lebensmittel sind reich an lebenden Mikroorganismen.

FAQ – Fragen und Antworten

Warum lösen Madenwürmer eigentlich eine Appendizitis aus?

Die Madenwürmer können unter bestimmten Bedingungen die Dickdarmwand verlassen. Sie treten dann in den Bauchraum ein und manifestieren sich im Wurmfortsatz des Appendix (Blinddarm). Dort finden sie ein ähnliches Milieu wie im Darm vor. Sie können sich ungehindert und unbegrenzt ausbreiten. Die auftretenden Beschwerdebilder ähneln denen einer echten Blinddarmentzündung extrem.

Können Babys schon Madenwürmer haben?

Leider sind Babys im Krabbelalter nicht vor Nematoden gefeit. Die Kleinen weinen und quengeln bei einem Befall viel, sind äußerst unruhig und schlafen schlecht. Die Eltern erkennen einen Befall zudem an einer entzündlichen Veränderung der Analgegend, wobei die Kinder ständig den Versuch unternehmen, mit den Händchen zu kratzen.

Deutlich sind Anzeichen wie ein verringerter Appetit und ein schlechtes Essverhalten sowie Kratzer am Po, ein auffälliger Rückgang des Körpergewichts oder die Kinder nehmen nicht zu. Die Babys erbrechen ihre Mahlzeit oft und haben unentwegt Bauchschmerzen. Das Bäuchlein kann zudem aufgebläht sein. Daraus können erhebliche Verzögerungen der Entwicklung resultieren.

Wie schützt man sich auf Reisen vor Madenwürmern?

Immer wieder werden Madenwürmer durch Reisende eingeschleppt. Eine vorbeugende Schutzimpfung zur Immunisierung von Menschen gegen Madenwürmer gibt es bislang nicht. Um sich vor einer Nematodenerkrankung durch Madenwürmer zu schützen, ist es unumgänglich, sowohl die Nahrung als auch die Hände sorgfältig mit reichlich Wasser abzuwaschen. Darüber hinaus sollte benötigtes Trinkwasser möglichst abgekocht werden. Ansonsten gelten die üblichen Hygienerichtlinien, die auch zu Hause eingehalten werden sollten.

Kann man in der Schwangerschaft eine Oxyuriasis behandeln?

In Anbetracht der Fülle an Anthelminthika sollte es realisierbar, Wurmerkrankungen mit dem Madenwurm bei Schwangeren ausreichend behandeln zu können. Grenzen gibt es lediglich in Hinsicht auf die Schädigung des ungeborenen Kindes durch dieses oder jenes Arzneimittel.

Nicht alle Medikamente dieser Sparte lassen eine risikofreie Therapie der schwangeren Frauen zu. Ein solcher Einwand trifft ebenfalls auf die unterschiedlichen Hausmittel zu.

Eine Schwangere muss nicht um jeden Preis einer anstrengenden Wurmkur gegen Madenwürmer ausgesetzt werden, zumal diese Parasiten keine unmittelbare Gesundheitsgefährdung für die werdende Mutter und das Neugeborene darstellen.

Nach einer entsprechenden Rücksprache mit einem medizinischen Spezialisten können Schwangere beispielsweise gegen Madenwürmer das Pyrviniumembonat oder das Niclosamid einnehmen.

Welche unangenehmen Symptome sind Madenwürmern noch zuzuordnen?

Unspezifische Anzeichen von Madenwürmern, die sich seit der Infektion im Darm festgesetzt haben, sind ein Völlegefühl und einem Erkältungsinfekt ähnelnde Anzeichen mit Husten, Schmerzen in den Gelenken und in der Muskulatur. Die Patienten setzen in der Regel einen übel riechenden Stuhl und vehement Winde ab. Sie fühlen sich permanent schläfrig (chronische Müdigkeit) und entwickeln ein Reizdarmsyndrom. Chronisch bedeutet langanhaltend, wiederkehrend und dauerhaft.

Das Reizdarmsyndrom, das sich durch eine Fülle an Symptomen ausdrückt, kann sich durch schleimigen Stuhl, abwechselnde Verstopfungen (Obstipation) oder Durchfälle gekennzeichnet sein.

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