Asperger Syndrom

Asperger-Syndrom

Asperger-SyndromInnerhalb des breiten Spektrums der Entwicklungsstörung Autismus ist das Asperger-Syndrom (auch Asperger-Autismus genannt) nur eine von mehreren verschiedenen Arten, die angeboren, nicht heilbar und nach neuesten Erkenntnissen vermutlich auf Störungen im Hirn zurückzuführen ist.

Die ersten Anzeichen sind etwa ab dem dritten Lebensjahr zu erkennen und betreffen mit Mehrheit Kinder männlichen Geschlechts. Trotz der aus dieser Erkrankung resultierenden Einschränkungen, wird das Asperger-Syndrom als eine relativ milde Abart des Autismus beschrieben. Als kleines Trostpflaster, sind die Entwicklung der Sprache und die Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt

Steckbrief: Asperger-Syndrom

  • Name(n): Asperger-Syndrom
  • Art der Krankheit: Psychische Störung
  • Verbreitung: Weltweit (Schwerpunkt Europa und Nordamerika)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1920er Jahre
  • Behandelbar: Nur symptomal
  • Art des Auslösers: Unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Kinderarzt; Psychologe; Psychiater
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – F00-F99 – F80-F89 – F84.5

Was ist das Asperger-Syndrom?

In ihrer Tätigkeit als Kinderpsychiaterin stellte Grunja Sucharewa das Syndrom unter dem Begriff „schizoide Psychopathie“ zum ersten Mal im Jahr 1926 dar. Durch den Namensgeber Hans Asperger wurde die Krankheit im Jahr 1944 unter dem Begriff „autistische Psychopathie“ beschrieben. Der Kinderarzt Asperger war an der Wiener Universitätsklinik tätig und beschrieb anhand des ungewöhnlichen Verhaltens von vier Buben in seiner Doktorarbeit die Symptome des Syndroms. Über die Verbreitung des Asperger-Syndroms sind nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen vorhanden. Zusätzlich sind aufgrund der vielen unterschiedlichen Diagnoseansätze starke Schwankungen in den Häufigkeitsstatistiken feststellbar. Durch die Auffälligkeiten im allgemeinen Verhalten ist ein normaler Umgang mit nicht betroffenen Mitmenschen mit vielen Schwierigkeiten verbunden bzw. kaum bis gar nicht möglich.

Vorsichtigen Schätzungen zufolge sollen aber von 10.000 schulpflichtigen Kindern zwei bis 3,3 Symptome vom Asperger-Syndrom aufweisen. Im Vergleich der Geschlechter liegt das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen bei 8:1. Was die Diagnostik betrifft, stehen mehre Ansätze zur Verfügung. Durch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) wurde das Asperger-Syndrom im Jahr 1991 als Krankheit klassifiziert und in den Diagnosekatalog ICE aufgenommen. Zusätzlich sind im Handbuch der American Psychiatric Association weitere und genau beschriebene Diagnosemöglichkeiten in Bezug auf das Asperger-Syndrom aufgelistet. Obwohl erwachsenen Menschen ebenfalls betroffen sein können, ist diese Krankheit in der Erwachsenenpsychiatrie erst seit kurzer Zeit ein Thema. Exakte und aufschlussreiche Untersuchungen über die Häufigkeit wurden bislang aber nicht durchgeführt.

Welche Ursachen führen zum Asperger-Syndrom?

Als unter den sogenannten „jungen Krankheiten“ eingestuft, steckt die Forschung nach Ursachen für das Asperger-Syndrom grundsätzlich noch in den Kinderschuhen. Alle bisher publizierte Diagnosen sind als Vermutungen zu bewerten, die durch weitere Untersuchungen erst bestätigt werden müssen. Auf alle Fälle sollen aber mehrere Faktoren für die Entwicklung des Syndroms zusammenspielen.

Mit bis zu zehn beteiligen speziellen Erbanalgen bzw. eine Reihe von genetischen Erkrankungen (z. B. Williams-Syndrom) spielen nach dem heutigen Stand der Wissenschaft die Genetik und Stoffwechselstörungen dabei wichtige Rollen. Im unmittelbaren Zusammenhang als Ursachen für Asperger werden oft auch Schwangerschaftsinfektionen (perinatale Belastung) bzw. biochemische und neurologische Fehlfunktionen, wie Unregelmäßigkeiten im EKG und ein abnormaler Aufbau von gewissen Regionen im Gehirn genannt.

Als Erklärung für diese neuropsychologischen Erscheinungsbilder werden Funktionsstörungen in der Amygdala und im präfrontalen Cortex herangezogen. Im Gehirn stehen zusätzlich das Testosteron und der Mandelkern im Hirn im Mittelpunkt. Einerseits beeinträchtigen Fehlfunktionen im Kern die emotionale Bewertung und andererseits verändert Testosteron die Chemie im Gehirn. In dieselbe Richtung weisen auch Forschungsergebnisse über Störungen im Temporal- und Frontallappen. Von Bedeutung sind im selben Bereich die Spiegelneuronen, die beim Beobachten von Tätigkeiten anderer Personen aktiv werden, bei Asperger-Patienten möglicherweise aber nicht angeregt werden.

Gefahr Arbeitsplatz

In einer umfangreichen Pilotstudie wollen Wissenschaftler in den USA Beweise für einen Zusammenhang zwischen den Berufen der Eltern und dem Asperger-Syndrom gefunden haben. Mit anderen Worten sind viele Arbeitsplätze schädlichen Stoffen ausgesetzt, die Asperger begünstigen können. Keine wissenschaftlich begründete Bestätigung findet hingegen die vielfach verbreitete These, dass die Eltern durch mangelnde Liebe zum erkrankten Kind und durch die angewandte Erziehung für die Entwicklung des Asperger-Syndroms verantwortlich sind. Auch traumatische Ereignisse können als Auslöser definitiv ausgeschlossen werden. Ebenso sind Theorien über Impfstoffe als Verursacher unbelegt. In Erwägung gezogen werden aber ein gestörtes X-Chromosom und eine Schilddrüsenunterfunktion.

Durch das Vorhandensein von psychisch kranken Menschen im unmittelbaren Umfeld der Betroffenen zielen mutmaßliche und nicht bewiesene Ursachen für ein Asperger-Syndrom auf die Verwandtschaft ab. Weitere Risiken verbergen sich in monogenen Erkrankungen. Dazu zählen die Tuberöse Hirnsklerose, das Smith-Lemli-Opitz-Syndrom und die Neurofibromatose. Denkbare und in Erforschung befindliche Ursachen werden ferner in Autismusstörungen (z. B. Prader-Willi-Syndrom, Velo-Kardio-Faziale Syndrom) und in der Chromosomen-Duplikation vermutet.

Symptome & Anzeichen

Zum Ausdruck kommt diese Krankheit durch ein stereotypes Verhalten, Schwierigkeiten in der Kommunikation und durch ein sehr eingeschränktes soziales Verhalten. Beim diesem Syndrom ist es nicht möglich, die Blicke, Gestik und Mimik von anderen Menschen zu deuten bzw. selbst weiterzugeben. Durch diese Einschränkungen erscheint das Kommunikations- und Kontaktauftreten der Erkrankten als tollpatschig und sonderbar. Dessen ungeachtet kann das Asperger-Syndrom auch mit Stärken einhergehen, die besonders als hohe Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung beobachtet werden können.

Ein Erkennungszeichen für das Asperger-Syndrom ist in der Motorik zu finden. Typisch dafür sind ungelenkige und steife Bewegungsabläufe, Ungeschicklichkeit und Störungen in der Koordination der Motorik, die vor allem bei Angst- und Erregungszuständen bemerkbar sind. Im sozialen Verhalten wirkt sich Asperger durch eine fehlende oder nur flüchtige Aufnahme von Blickkontakten aus. Zudem sind das Einfühlungsvermögen und das Verständnis für die zwischenmenschliche Gefühlswelt nur mangelhaft ausgeprägt. Die Folgen daraus sind eine soziale Isolation, Hänseleien und Mobbing durch gesunde Gleichaltrige und eine Ausgrenzung. Hinsichtlich der Sprache stechen an Asperger erkrankte Kinder durch einen grammatisch hochentwickelten Sprachstil hervor. Laut Hans Asperger verfügen solche Kinder über eine pedantische und erwachsenenähnliche Ausdrucksweise, die ihrem Alter absolut nicht entspricht.

Symptomatisch sind auch Tempowechsel in der Sprachgeschwindigkeit, eine unpassende Lautstärke, eine monotone Tonlage und kein merkbarer Unterschied zwischen ernsthaften und lustigen Bemerkungen. Signifikant sind hoch ausgeprägte und intensiv praktizierte Interessen für spezielle Themenbereiche oder Tätigkeiten, wie Mathematik, Astronomie, Informatik, Physik, Musik, Sammelleidenschaft etc. Weitere charakteristische Symptom sind Schadenfreude, Wutausfälle bei Kritik oder bei gestellten Anforderungen bzw. Aufgaben, die für das Kind nicht routinemäßig (Ritualverhalten) sind und nicht in den gewohnten Tagesablauf passen. Leider kann sich das Asperger Krankheitsbild durch gewisse Ereignisse (z. B. Pubertät, Tod eines Elternteiles, Geburt von Geschwistern etc.) um eintretende Zusatzerkrankungen und Störungen zusätzlich erweitern. In vielen Fällen sind das Zwangssymptome, Angst und Depressionen, Schlafstörungen und Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivitätsstörungen (ADHS).

Diagnose & Krankheitsverlauf

Asperger-SyndromFür gewöhnlich überprüft der zuständige Kinderarzt den nachwuchs im Rahmen der Routineuntersuchungen auf etwaige Rückstände der Entwicklung. Sollte der Arzt solche feststellen, verweist er die Familie zumeist an einen dafür zuständigen Spezialisten. Hierunter zählt man in aller Regel Kinderpsychologen. Aufgrund der Tatsache jedoch, dass das Asperger-Syndrom sich von Fall zu Fall sehr unterschiedlich zeigt , kann es schwierig sein, eine gute und exakte diagnose zu stellen – selbst für einen Spezialisten. Es gibt darüber hinaus keine speziellen klinischen Tests, die Aufschluss darüber geben könnten, ob ein Kind betroffen ist oder nicht. Stattdessen kommen folgende diagnostische Methoden zum Einsatz:

Diagnostische Mittel

  • Beobachtung des Kindes und Rücksprache mit den Eltern über die sozialen Fähigkeiten desselben und wie es sich in letzter Zeit entwickelt oder verändert hat
  • Versuche dahingehend festzustellen, welchem Alter die sprachlichen und motorischen Fähigkeiten des Kindes entsprechen. Hierzu dienen Worterkennungspiele und bspw. Puzzles
  • Zwangweises Aussetzen des Kindes in Situationen, die soziale Interaktion erfordern und Beobachtung des hieraus erfolgenden Verhaltens
  • Zweit- und Drittmeinungen holen behandelnde Ärzte bei vermutetem Autismus nicht selten ein
  • Genetische Analysen sind vorzunehmen, um ausschließen zu können, dass dem Verhalten eine genetische Fehlbildung zugrunde liegt

Indikatoren für das Asperger-Syndrom sind häufig schon recht früh in der Entwicklung des Kindes nachzuweisen. Genauer gesagt sind sie zumeist bereits dann zu beobachten, wenn das Kind anfängt zu sprechen oder zumindest anfangen sollte zu sprechen. Es ist bereits dann schon zu bemerken, dass keine Kommunikation in dem Maße stattfindet, wie sie stattfinden sollte. Dieser Umstand hat jedoch zwei Seiten. Natürlich ist es bedauerlich, dass die Sprachentwicklung des Kindes grundsätzlich verzögert und / oder eingeschränkt ist. Nichtsdestoweniger lässt das Erkennen nämlicher Einschränkung es zu, dass man das Kind dahingehend frühzeitig fördern und unterstützen kann. Dieser glückliche Umstand ermöglicht es, dass der Betroffene trotz seiner Behinderung in der Lage ist, ein angemessenes und damit relativ normales Niveau der Kommunikationsfähigkeit zu erreichen.

Krankheitsverlauf

Es ist vergleichsweise kompliziert Behauptungen über den zu erwartenden Verlauf des Asperger-Syndroms aufzustellen, das hängt zum Teil damit zusammen, dass die Krankheit, wie bereits erwähnt, sehr fallspezifisch auftritt und nur selten vorhersehbaren Richtungen folgt. Zwar gibt es einige Symptomatiken, die bei dem Großteil der betroffenen festzustellen sind, aber alles in allem sollte man nicht davon ausgehen, dass ein Verlauf dem anderen allzu stark ähnelt.

Bereits Kleinkinder zeigen schon frühe Symptome, wenn sie an der Erkrankung leiden. Zum ersten Male im vollen Umfang zu beobachten ist die Krankheit, wenn der Betroffene die Fähigkeit zu des Sprechens erlernt oder eben nicht. Dahingehend lässt sich sagen, dass man als Arzt und / oder Elternteil erstmals zwischen dem vollendeten ersten und dritten Lebensjahr des Kindes in der Lage ist, eine etwaig vorliegende Erkrankung mit dem Asperger-Syndrom festzustellen.

Häufig beginnt eine solches Leiden nicht schleichend, es beginnt bereits im vollen Umfang. Das heißt, dass schon erkrankte Kleinkinder die typischen Anzeichen des Asperger-Syndroms in sich und an sich haben. Sie suchen weder Kontakt zu Altergesnossen oder anderen Personen, noch sprechen sie, wenn es nicht unweigerlich vonnöten ist und beschäftigen sich mit größter Vorliebe mit sich selbst. Dieses Verhalten zeigt mit einem Voranschreiten der Zeit meist keine Verschlechterung, aber auch keine Verbesserung. Es bleibt in beinahe allen Fällen gleichbleibend intensiv im direkten Vergleich zur initialen Stärke desselben.

Mit dem Erreichen des Erwachsenenalters kann sich die vorliegende Erkrankung, je nach Intensität der Ausprägung und der individuellen Form, mehr oder weniger stark im Alltag niederschlagen. Eine standardisierte Existenz ist ein betroffener nur selten in der Lage zu führen, nichtsdestotrotz sind einige Asperger-Patienten gut in die Gesellschaft integriert und können dieser in gewissem Umfange zur Verfügung stehen. Besonders schwere Fälle jedoch bleiben ein Leben lang pflegebedürftig und sind darüber hinaus meist nicht in der Lage, einer Beschäftigung nachzugehen.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die zur Verfügung stehenden Schätzungen über die Prävalenz des Auftretens und der Häufigkeit des Asperger-Syndroms variieren teilweise sehr stark voneinander. Man geht davon aus, dass zwischen 0,03 und 4,84 Kinder von 1000 betroffen sind. Allein hieraus ist schon klar zu entnehmen, dass die statistischen Erhebung in Bezug auf das Asperger-Syndrom im besten Fall als grob zu bezeichnen sind und darum auch keine besonders genauen Daten liefern können.

Darüber hinaus ist es bisweilen sehr schwer, das Asperger-Syndrom vom Autismus zu unterscheiden. Die hierdurch häufig auftretenden fehlerhaften Diagnosen dürften das Bild zur Häufigkeit des Weiteren ebenso relativ stark verzerren. Aber nicht nur Autismus erschwert das Erheben genauerer Daten. Auch andere psychische Störungen weißen oftmals sehr ähnliche Ausprägungen auf, wie das Asperger-Syndrom und darum ebenso Grund für eine Fehldiagnose sein. Zusätzlich dazu treten darüber hinaus nochmals weitere psychische Störungen in direktem Zusammenhand mit dem Asperger-Syndrom auf. Hierzu zählen unter anderem Depressionen, Angstneurosen und antisoziales Verhalten. Ein weiterer Umstand, der die exakte Bestimmung der Häufigkeit verzerrt.

Zudem sind Störungen wie das Tourette Syndrom, eine bipolare Störung, Ordnungswahn und Epilepsie ebenso häufige Begleiterscheinungen des vorliegenden Syndroms. Alles in allem ist es also nicht leicht möglich, allgemeine und vorallem korrekte Aussagen über die Häufigkeit dieser Krankheit zu tätigen. Das einzige Faktum, dass sich relativ klar feststellen lässt ist, dass es sich bei den Betroffenen zumeist um Vertreter des männlichen Geschlechts handelt. Zwar können auch Mädchen und Frauen hieran erkranken, aber dies kommt statistisch gesehen äußert selten vor. Die Gründe hierfür sind jedoch noch unbekannt und bieten Anlass zu weitergehenden Studien und weitergehender Forschung.

Diagnosedaten

Es ist, wie bereits erwähnt, in aller Regel sehr schwierig und kompliziert, eine zufriedenstellende und vorallem korrekte Diagnose zu stellen. Dies lässt sich vorallem auf den Umstand zurückführen, dass die an den Tag gelegten Symptome in aller Regel nicht sonderlich krankheitsspezifisch sind und somit nur wenig Aussagekraft besitzen. Auch das Fehlen eines Verfahrens zur klinischen Testung der potentiell Betroffenen erschwert das Stellen einer Diagnose immens. Hinzu kommt des Weiteren der Umstand, dass im Bereich der Kinderpsychologie oftmals Überlappungen der allgemeinen Symptome unter den Krankheiten auftreten. Hierdurch fällt es den behandelnden Ärzten nicht selten sehr schwer, eine Störung von einer anderen zu unterscheiden und klar zu definieren, an welchem Leiden das zu untersuchende Kind genau leidet. Psychische Erkrankungen, die dem Asperger-Syndrom sehr ähnlich sind, sind unter anderem diese:

  • Autismus
  • Angelman Syndrom
  • Aphasie
  • Schizoide Persönlichkeitsstörung
  • Rett Syndrom
  • Urbach-Wiethe-Syndrom
  • Diverse Zwangsneurosen
  • Mutismus
  • ADHS

Um dennoch in der Lage zu zu sein, die korrekte Diagnose zu erstellen, gibt es einige Kriterien, die zu erfüllen sind, bevor man davon ausgehen können sollte, dass es sich bei dem Patienten tatsächlich um einen Asperger-Erkrankten handelt.

Diagnostische Kriterien des Sozialverhaltens

Um sicher davon ausgehen zu können, dass das zu untersuchende Kind tatsächlich am Asperger-Syndrom leidet, sollte es folgende Probleme aufweisen:

  • Unfähigkeit, das Prinzip von „Nehmen und Geben“ zu verstehen und umzusetzen – Hiermit ist gemeint, dass Betroffene oftmals gar nicht oder nur sehr eingeschränkt dazu in der Lage sind, sich beispielsweise an einem normalen Gespräch zu beteiligen, das aus dem Geben und dem Erhalten von Informationen besteht. Sie reden entweder alleine oder gar nicht. Eine reale Kommunikation findet mit Asperger-Patienten kaum statt. Dasselbe gilt für alle sozialen Interaktionen, die es notwendig machen, dass zwei involvierte Parteien aufeinander reagieren, in welcher Form dies auch immer sein mag.
  • Nonverbale Kommunikation kann weder angewandt noch verstanden werden – Besonders schwer tun sich Erkrankte zumeist mit der Deutung und der Benutzung nonverbaler Formen der Kommunikation. Gesten, Mimik und Gesichtsausdrücke lösen keinerlei Emotionen in ihnen aus und sie können sie weder einordnen, kategorisieren noch erfolgreich und zur Situation passend nachahmen. Darum wirken Asperger-Patienten nicht selten „steinern“, was ihre Mimik und Gestik angeht.
  • das Aufbauen und Unterhalten von Beziehungen ist nicht möglich – das Konzept zwischenmenschlicher Bindungen in freundschaftlicher, familiärer, geschäftlicher oder amouröser Hinsicht ist Erkrankten sehr fremd und sie sind in aller Regel nicht imstande dazu nachzuvollziehen, wie sie funktionieren oder wozu sie gut wären. Nicht zuletzt darum ziehen Betroffenen oftmals die Einsamkeit vor und bleiben am liebsten für sich allein.

Diagnostische Kriterien der Motorik und des Verhaltens

Um sicher davon ausgehen zu können, dass das zu untersuchende Kind tatsächlich am Asperger-Syndrom leidet, sollte es mindestens zwei der folgenden Probleme aufweisen:

  • Seltsame und / oder repetitive Bewegungsmuster – Bewegungen werden immer wieder wiederholt, z.B. klatschen, schnipsen, wackeln, wiegen, sich drehen und in extremen Fällen auch den Kopf gegen andere Objekte schlagen. Selbiges gilt für sprachliche Äußerungen. Betroffene wiederholen sich oftmals ständig und laufend. Ebenso wirken die Bewegungen im Allgemeinen eher ungelenk und mechanisch.
  • Unwilligkeit Routinen aufzugeben oder eingefahrene Verhaltensmuster zu ändern – Erkrankte reagieren selbst bei kleinsten Veränderungen ihrer täglichen Routine mit überproportionalem Stress, der sich teilweise auch in Gewalt ausweiten kann. Beispielsweise ist es notwendig, dass alles immer auf die gleiche Art und Weise geschieht: Es ist stets derselbe Weg einzuschlagen, stets dasselbe Geschirr zu benutzen, stets dieselbe Musik zu hören usw. Unterbricht man diese Routine kommt es bisweilen zu regelrechten Tobsuchtsanfällen seitens des Kindes.
  • Das Hauptaugenmerk an Objekten liegt oftmals auf kleinen (und unwichtigen) Details – Oftmals sind Patienten von Einzelheiten und Details eines Objekts sehr angetan, begreifen aber das große Ganze nicht. Beispielsweise können die Propeller eines Spielzugflugzeugs den betroffenen für Stunden fesseln, wohingegen das Flugzeug selbst für selbige vollkommen uninteressant ist
  • Besonders starke Empfindlichkeit einzelner Sinne gepaart mit Unterempfindlichkeit anderer – Der betroffene zeigt häufig eine stark erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, lauten Geräuschen und direkten Berührungen auf, scheint aber in Bezug auf akuten Schmerz keinerlei Empfindungen zu haben

Komplikationen bei der Krankheit

Die potentiell auftretenden Komplikationen, die im Rahmen des Asperger-Syndroms auftreten können, sind ebenso mannigfaltig, wie die Arten, auf denen sich dieses Leiden ausdrückt selbst. Es ist durchaus möglich, dass etwaige Komplikationen derart schwer zu bemerken sind, dass weder Erkrankte noch deren Dunstkreis davon etwas mitbekommen. Dann kann ebenso auch das komplette Gegenteil vorliegen und sie treten derart ausgeprägt und häufig auf, dass Betroffene außer Stande sind, sich normal durch den Alltag zu bewegen. Darüber hinaus erschwert sich durch diesen Umstand auch die Interaktion mit anderen Menschen immens.

Es keine Seltenheit, dass Asperger-Patienten nicht in der Lage dazu sind, einer geregelten Beschäftigung nachzugehen, für sich selbst zu sorgen oder ihr Überleben mittels eigener Anstrengungen abzusichern. Ist dieser Fall eingetreten, bedürfen besagte Personen einer dauerhaften Pflege und Sorge. Das ist sowohl für die Familie als auch für das restliche Umfeld eine Belastung. Des Weiteren erhöhen sich aufgrund dieses Umstands auch die Betreuungskosten, sodass die Eltern erkrankter Personen selten die rechte Balance zwischen Sorge, Lohn und wirtschaftlichen Aspekten finden.

Zudem kommt es hin und an auch zu Selbstverletzungen der Patienten. Obgleich jene in der Regel nicht beabsichtigt sind, sondern infolge der vorliegenden Störung selbst geschehen, sind sie dennoch nicht zu unterschätzen. Asperger-Patienten neigen dazu Körperteile mit starker Wucht wiederholt gegen feste Dinge zu schlagen. Sie selbst verspüren dabei keine nennenswerten Wehen, nichtsdestotrotz bilden sich oftmals Hämatome oder offene Wunden und es kann auch zu Brüchen kommen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Jedes Neugeborene entwickelt sich nach der Geburt unterschiedlich schnell. Darum kann es manchmal der Fall sein, dass einige Babys sich etwas langsamer oder schneller entwickeln als ihre Altersgenossen. Nichtsdestoweniger zeigen Kinder, die am Asperger-Syndrom leiden, nicht selten eine besondere Verlangsamung ihrer Entwicklung. Diese tritt besonders deutlich bereits im ersten Jahr zutage. Sollten daher Vermutungen der Eltern vorliegen, dass der Nachwuchs ggf. am Asperger-Syndrom leidet, so sollten selbige keinesfalls zögern und einen Mediziner konsultieren.

Da man mit Kleinkindern allerdings ohnehin vergleichsweise oft Ärzte aufsucht, ist ein gesonderter Termin zumeist nicht nötig. Es genügt wenn man seine Bedenken die geistige Entwicklung des Nachwuchses betreffend bei einer routinemäßigen Untersuchung anspricht.

Des Weiteren gilt beim Asperger-Syndrom, wie bei jeder anderen Erkrankung auch: Je früher desto besser. Eine rechtzeitige Diagnose, bedeutet für Kinder und Eltern eine zeitige Therapie. Denn insbesondere bei Erkrankungen der Psyche kann eine rechtzeitige und maßgeschneiderte Therapie das Zünglein an der Waage sein und dem Betroffenen das spätere Leben stark vereinfachen.

Behandlung & Therapie

Asperger-SyndromGenerell muss nicht jede Diagnose für ein vorliegendes Asperger-Syndrom gleich als Krankheit eingestuft und somit auch nicht behandelt werden. Ganz abgesehen davon, dass es auch noch keine wirksamen Therapiemöglichkeiten gibt. Zugleich ist durch das Fehlen von Verlaufsstudien auch keine Langzeitprognose möglich. Trotzdem ist Asperger als eine stabil bleibende Krankheit einzustufen. Auch die Symptome können sich mit der Zeit verringern. Im Rahmen eines umfassenden und genau abgestimmten Behandlungskonzepts wird die Therapie bei manchen Patienten (z. B. Zwangssymptomen, Störungen in der Aufmerksamkeit) durch entsprechende Medikamente unterstützt. Glaubt man einigen Fachleuten bzw. Forschern, brauchen manche Betroffene nicht einmal eine psychologische/ärztliche Hilfe.

Der Großteil ist indes aber auf fremde Hilfe angewiesen. Ob Asperger behandelt werden soll, oder nicht, hängt von der Intensität der Symptome und vom Leidensdruck ab und sollte auf die Bedürfnisse des an Asperger leidenden Patienten abgestimmt sein. Zu Therapiebeginn ist es unerlässlich, dass die Eltern und das Kind gemeinsam mögliche Lösungsansätze erarbeiten. Der Fokus ist in dieser Phase eindeutig daraufhin ausgerichtet, dass sich alle Beteiligten mit der Behandlung identifizieren und sich dabei nicht unwohl fühlen. Vor allem die Eltern müssen über Symptomatik Bescheid wissen und das Verhalten des Kindes akzeptieren.

Im Grunde ist eine Behandlung multimodal aufgebaut und setzt sich daher aus mehreren Säulen zusammen. Dazu gehören spezialtherapeutische (Musik-, Bewegungs-, Kunst- und Ergotherapie, Logopädie), psychotherapeutisch und heil-/pädagogische Therapieanwendungen. Wichtig in der Behandlung ist, dass mit den Familienmitgliedern, Kindergarten- und Schulkinder bzw. Bezugspersonen das soziale Umfeld in der Therapie integriert ist. Eine Möglichkeit ist es, den Erkrankten bei all ihren Tätigkeiten im Alltag zu helfen und mit dem Endziel, die sozialen Verhaltensregeln begreifbar zu machen, ihre Sozialkompetenz zu verbessern. Hier konnten durch ein intensives Gruppentraining bereits einige Behandlungserfolge erzielt werden. Für das Berufsleben gilt der Grundsatz, dass sozialintensive Berufe vermieden werden sollten. Abhängig von den individuellen Fähigkeiten lassen sich aber dennoch geeignete Arbeitsplätze finden.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt leider keine Präventivmaßnahmen. Dennoch ist das Asperger-Syndrom durchaus symptomal behandelbar. Allerdings lediglich dahingehend, dass betroffene Kinder ihre sozialen und ihre sprachlichen Fertigkeiten ausbauen. Hierdurch erleichtert sich zwar einiges, aber eine klassische Prävention ist das sicherlich nicht.

Prognose zur Heilung

Es gibt keine „Heilung“ für Asperger. Nichtsdestoweniger kommt es bisweilen vor, dass sich Kinder mehr oder weniger von selbst kurieren oder vielmehr nicht mehr als krank einzustufen sind. Dies kann infolge einer psychologischen Behandlung oder ganz von alleine geschehen. Die Gründe für einen solchen Wegfall der Symptome sind jedoch nicht erforscht und geben immer wieder Anlass zum Staunen.

Dennoch sollte man sich keine Illusionen machen. Diese Fälle treten nur mit äußerster Seltenheit auf. Zumeist sind Betroffene Zeit ihres Lebens auf Pflege angewiesen.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt keine effektiven oder probaten Hausmittel, die selbst im Ansatz Hilfe versprächen. Man kann sich allerdings gute Anregungen vom behandelnden Arzt holen, inwieweit man mit seinem durch das Asperger-Syndrom belasetes Kind umgehen sollte, um es nicht in seinem Verhalten zu bestärken ohne es dabei jedoch allzu sehr vor den Kopf zu stoßen.

Solcherlei Ratschläge sind aber allein fallspezifisch auszugeben und sind nicht allgemein zu äußern.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Da das Asperger-Syndrom nicht heilbar ist, probieren viele Eltern alternative Therapieansätze aus. Diese mögen erfolgreich sein oder nicht, dennoch gibt es kaum verwertbare Daten über die meisten Formen der alternativen Behandlungen für Asperger-Kranke. Darum ist nicht auszuschließen, dass manche dieser Ansätze unfreiwilligermaßen negative Verhaltensweisen befördern könnten. Darüber hinaus sind einige dieser Methoden auch nicht ohne Vorsicht zu genießen. Man sollte sich daher im Vorfeld gut informieren und immer Rücksprache mit dem Arzt halten.

Beispiele guter und probater alternativer Therapien sind:

  • Kreativ-Therapien: Hierzu zählen musikalische oder künstlerische Ersatztherapien, wie beispielsweise intuitives Malen. Hauptaugenmerk solcher Behandlungen liegt darauf, die Hypersensibilität des Kindes gegenüber von Geräuschen und Berührungen zu senken.
  • Akupunktur: Diese findet meist Anwendung, wenn es darum geht, die allgemeinen Symptome des Asperger-Syndroms zu lindern. Einige schwören darauf, andere lehnen Akupunktur bei der vorliegenden Erkrankung als wirkungslos ab.
  • Wahrnehmungstherapie: Diese Art von Therapien können vielerlei Ausprägungen sein. Dennoch zielen alle mehr oder weniger stark darauf ab, die allgemeine Wahrnehmung des Betroffenen zu schärfen. Hierbei gilt es, ihm beizubringen zuzuhören und Gefühle und Emotionen in anderen Menschen zu erkennen und zu deuten. Diese Art der Behandlung gilt meist als besonders effektiv und selbst Ärzte und Psychologen empfehlen sie oft.

Behandlungen

Hier eine allgemeine Kurzübersicht von alternativen Behandlungen, die beim Apserger-Syndrom anwendbar sind:

  • Intuitives Malen
  • Tiertherapien (Delphintherapie, Reittherapie usw.)
  • Sensitivitätstherapie
  • Kuren (Mutter-Kind-Kur)
  • Akupunktur
  • Besprechen
  • Hypnose
  • Massage
  • Coaching
  • Persönlichkeitsübungen
  • Logopädische Übungen
  • Kreatives Schreiben
  • Instrument erlernen
  • Konzentrationsübungen
  • Verbesserung der sozialen Tauglichkeit

Heilkräuter & Heilpflanzen

Die genannten Heilpflanzen versprechen natürlich keine vollständige Heilung. Nichtsdestoweniger können sie im Rahmen einer über die Schulmedizin herausreichenden Behandlung Einsatz finden. Es bietet sich an, selbige als Aufguss oder Tee einzunehmen, hierdurch beruhigt man Geschädigte zusehends. Das kann insbesondere dann hilfreich sein, wenn der Betroffene besonders aufgedreht ist. Aber auch als fertige Präparate sind diese Pflanzen erhältlich. Hierzu wendet man sich am besten an den Heilpraktiker des Vertrauens.

Es gilt jedoch vor jeder Anwendung mit dem zuständigen Mediziner zu klären, ob es sinnvoll oder potentill schädliche ist. Insbesondere in Hinsicht auf etwaige Allergien.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Angelika
  • Borneol
  • Kamille
  • Zimt
  • Zirbelkiefer
  • Fichte

Die gerade erwähnten ätherischen Öle sind im Falle des Asperger-Syndroms lediglich in Form einer Aromatherapie anzuwenden. Die äußere sowie die innere Anwendung empfehlen sich hier nicht. Dies liegt zum einen an der Beschaffenheit der Öle und zum anderen an den oftmals nicht vorhersehbaren Effekten derselben auf den kindlichen Organismus.

Es gilt also auch hier, Vorsicht walten zu lassen und vor einer Anwendung einen Arzt zu konsultieren.


Homöopathie

  • Gadolinit
  • Gallium carbonicum
  • Panthera tigris tigris
  • Naja siamensis
  • Haematopota pluvialis
  • Ranunculus flammula

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


Diät & Ernährung

Es gibt keine Diäten oder Ernährungsweisen, die nachgewiesenermaßen bei der Heilung und / oder Behandlung des Asperger-Syndroms hilfreich wären.


Alternative Behandlungen

Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

FAQ – Fragen & Antworten

Kann man das Asperger-Syndrom heilen?
– Nein, es gibt bisher keine Möglichkeit, diese psychische Störung gänzlich zu kurieren. Nichtsdestoweniger kann man Betroffenen einiges an Hilfe an die Hand geben. Besonders Häufig helfen gezielte Sprachtherapien und Therapien zur Stärkung der sozialen Fähigkeiten den Erkrankten dabei zu lernen, wie sie sich auch ohne oder nur mit minimaler Hilfe im Alltag zurecht finden können. Zumeist schlagen solche Therapien gut an. Lediglich bei besonders schweren und gravierenden Fällen sind solche Ansätze fruchtlos.

Ist das Asperger-Syndrom erblich?
– Hierüber streiten die Gelehrten noch. Sicherlich lassen sich einige erbliche Faktoren nicht abstreiten oder sind zumindest sehr wahrscheinlich, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es für eine klares Ja oder ein klares Nein schlicht an Beweisen und aussagekräftigem Material mangelt. Dennoch lassen sich oftmals familiäre Häufungen beobachten, die ein möglicher Indikator dafür anzunehmen sind, dass es sich bei der vorliegenden Krankheit durchaus um ein erbliches Leiden handelt.

Brauchen Betroffene ein Leben lang Pflege und Betreuung?
– Pauschal ist diese Frage mit „Ja“ zu beantworten. Hierbei gilt es aber einige Umstände und Faktoren zu beachten. Darunter insbesondere, wie stark die vorliegende Erkrankung ausgeprägt ist und inwieweit etwaige Therapien Erfolge erzielen konnten. Sicherlich ist es illusorisch anzunehmen, dass Asperger-Patienten einmal ein eigenständiges Leben führen können, zumindest in der Majorität der Fälle, aber gleichsam ist es durchaus im Rahmen des Wahrscheinlichen, dass die benötigte Pflege sehr gering ausfällt und sich familiär oder in einer bestimmten Einrichtung ohne weitere Probleme bewerkstelligen lässt.

Bilder

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (28 Stimmen, Durchschnitt: 4,81 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise