Fibrose

Steckbrief: Fibrose

  • Namen: Fibrose/ Sklerose
  • Art der Krankheit: keine eigenständige Krankheit sondern ein Symptom an Gewebe und Organen
  • Verbreitung: lediglich Schätzungswerte bekannt
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1753 durch den neapolitanischen Arzt C. Curzio
  • Behandelbar: ja symptomspezifisch jedoch nicht gänzlich heilbar
  • Art des Auslösers: diverse Ursachen (z.B. Alterungsprozess/ ungesunde Lebensweise/ Medikamente/ Krankheiten)
  • Wie viele Erkrankte: deutschlandweit geschätzt 10.000 Menschen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist
  • ICD-10 Codes: K70.1 / K70.2 / K70.3 / K70.4 / K70.9 (Verschiedene Formen der alkoholischen Leberfibrose) K74.0 / K74.1 / K74.2 / K74.3 / K74.4 / K74.5 / K74.6 (Verschiedene Formen der Lebersklerose)

Fibrose (Sklerose)- Schäden an Gewebe und Organen
Manch ein Leidtragender erkrankt im voranschreitenden Alter, ein anderer begünstigt den Ausbruch einer Fibrose durch eine ungesunde Lebensweise, beispielsweise durch starken Alkoholkonsum. Frauen sind dabei um ein Vielfaches häufiger betroffen. Die Folgen der überhöhten Kollagenbildung im Gewebe, auch Fibrose bzw. Sklerose genannt, beeinträchtigen den Patienten maßgeblich und sind unbehandelt sogar lebensbedrohlich. In welcher Symptomatik sich die Krankheit äußert, wie und an welchen Organen sie entsteht und welche Behandlungsmethoden in Frage kommen, erläutert der folgende Artikel.


Fibrose (Sklerose) Definition

Die medizinische Bezeichnung „Fibrose“ leitet sich von dem griechischen Ausdruck „fibra“ ab, was zu Deutsch „Faser“ bedeutet. Gemeint ist eine Überproduktion von Kollagenfasern im Gewebe und Organen. Dies hat zur Folge, dass die entsprechenden Körperpartien verhärten und funktionsunfähig werden. Daher auch der Begriff „Sklerose“, der- ebenfalls aus dem Griechischen stammend- „Verhärtung“ bedeutet. Jedes Organ kann an einer Fibrose erkranken, wobei die Fehlbildung im eigentlichen Sinne keine Krankheit darstellt, sondern eher als Folgeerscheinung einer grundlegenden Erkrankung in Erscheinung tritt.


Was ist eine Fibrose (Sklerose)?

Bei einer Fibrose sind Körperteile oder auch Organe durch eine Verhärtung maßgeblich in ihrer Funktion beziehungsweise Beweglichkeit eingeschränkt. Dieses Phänomen liegt einer Stoffwechselstörung zugrunde, deren genaue Ursache wissenschaftlich bisher nicht geklärt werden konnte. Bekannt sind jedoch die Umstände, die eine Sklerose hervorrufen. Grund für die Einschränkung der Gewebs- und Organelastizität ist eine zu hohe Kollagenablagerung an der betroffenen Stelle.

Kollagen ist eine eigentlich lebenswichtige Substanz im Gewebe, die aus Eiweißen gebildet wird, und eine stützende Funktion besitzt. Als Hauptbestandteil des Bindegewebes erhält Kollagen ein straffes Hautbild und hält die inneren Organe an ihrer Position. Es besitzt deshalb eine fast statische, kaum dehnbare Beschaffenheit. Üblicherweise wird Kollagen von ebenfalls am Stoffwechsel beteiligten Enzymen in normaler Quantität gebildet. Bei einer krankhaften Fibrose geschieht diese Produktion jedoch übermäßig, sodass sich der Stoff im Gewebe einlagert und die Anpassung an die Körperbewegung verhindert. Besonders folgenschwer ist der Ausbruch einer Sklerose an den Organen, wobei

betroffen sein können.

Eine Fibrose tritt nicht als eigenständige Krankheit in Erscheinung, sondern ist stets die Folge einer vorangegangenen Grunderkrankung. Dabei kann es sich auch um ein Suchtverhalten handeln.

Welche Ursachen gibt es?

Eine Fibrose kann durch viele unterschiedliche Faktoren entstehen. Allen gemein ist die erhöhte Aktivität der Lysinhydroxilase, eines Enzyms, welches für die Kollagenbildung verantwortlich ist. Warum der Körper mit der Überproduktion des Stoffes reagiert, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt.

Ausgelöst wird eine Sklerose durch eine Schädigung der Gewebestruktur durch

  • chronische Entzündungen des Gewebes
  • starken Alkoholkonsum
  • Durchblutungsstörungen
  • Alterungsprozess
  • Medikamente
  • Strahlenbelastung
  • Viren oder Bakterien

Entzündungen als Auslöser
Die typischen Symptome einer Entzündung der Haut sind allgemein bekannt. Schwellungen, Hitze und Rötung. Jedoch kann eine Entzündung auch die inneren Organe bestreffen und somit unsichtbar sein. Gleichwohl löst die Schädigung des Gewebes aber auch an dieser Stelle Schmerzen aus. Aber was passiert genau bei einer Entzündung und was hat sie mit einer Sklerose zu tun?

Eine innere Entzündung der Organe wird häufig durch Giftstoffe, Gase oder Bakterien ausgelöst, die das Gewebe reizen oder verletzen. Folglich kommt es zu Blutungen, die durch Makrophagen, sogenannte Fresszellen, gestoppt werden. Aufgrund der primären Schädigung oder infolge der Reaktion stirbt das verletzte Gewebe ab und muss neu gebildet werden. Genau wie bei einer Wunde auf der Haut bilden sich Vernarbungen.

Von einer chronischen Entzündung, wie sie bei der Multiplen Sklerose vorliegt, ist die Rede, wenn die Schädigung nicht verheilen kann. Verantwortlich dafür können eine anhaltende Reizung oder eine Autoimmunkrankheit sein. Bei letzterer Möglichkeit ist die Heilungsreaktion der Makrophagenzellen über so stark, dass sie sich in ihrer Aufgabe gegenseitig behindern, auf das gesunde Gewebe übergreifen und auch dieses zerstören.

Alkoholkonsum und Medikamente als Auslöser
Dass Alkohol dem Körper schadet, ist allgemein bekannt. Vor allem belastet das Nervengift jedoch die Leber, die die Substanz abbaut. Da sie für diesen Prozess eine geraume Weile benötigt, bildet sich bei massivem Alkoholgenuss auf Dauer eine Fettleber, die zu einer Hepatitis oder Leberzirrhose ausartet. Überdies kann auch die Niere durch Austrocknung Schaden nehmen.

Doch auch vermeidlich gesundheitsfördernde Medikamente können dem Gewebe schaden. Auch hier müssen enthaltene Giftstoffe von der Leber abgebaut werden. Darüber hinaus existieren viele Arzneimittel, die mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit von 10-30% nach Anwendung eine Lungenfibrose auslösen.

Durchblutungsstörungen als Auslöser
Eine Durchblutungsstörung im Zusammenhang mit einer Fibrose wird auch als Arterioskelose bezeichnet. Kleine Verletzungen der Blutbahnen rufen eine ähnliche Abwehrreaktion wie bereits bei der Entzündung beschrieben aus. Blutfette, -zellen sowie Bindegewebe versuchen den winzigen Riss zu schließen. Aber auch Kalk ist an der Regeneration beteiligt, lagert sich in dem Blutgefäß ab und verengt somit den Durchmesser. Des Weiteren verlieren die Adern durch die Vernarbung an Elastizität.

Lebensalter als Auslöser
Mit zunehmendem Alter verliert das Bindegewebe an Stabilität, da die Zellerneuerung verlangsamt wird. Blutgefäße werden durch Verschleiß verletzungsanfälliger und regenerieren nicht mehr so schnell. Außerdem nimmt die oben beschriebene Verkalkung auf natürliche Weise zu. Dies hat zur Folge, dass die Sauerstoffversorgung der Organe durch die verringerte Zahl der rotierenden roten Blutkörperchen nachlässt. Durch fehlendes Kollagen entfällt die Stützfunktion des Bindegewebes zunehmend, wodurch sich die Organe sogar leicht absenken können. Ist die tragende Stütze des Bindegewebes nicht mehr vorhanden, hat dies Auswirkungen auf die Elastizität. Ein bekanntes Beispiel für eine Starre durch den natürlichen Alterungsprozess ist die Altersweitsichtigkeit, die durch die Verhärtung der Augenlinse hervorgerufen wird.


Symptome und Anzeichen

Je nachdem welches Organ von der Fibrose betroffen ist, lässt sich diese an bestimmten Symptomen erkennen. Ausschlaggebend ist immer eine Vernarbung der Gewebestruktur.

Fibrose der Haut
Ist die Hut von einer Sklerose betroffen, wird ihre Struktur wulstig und dick. Durch Zusammenschrumpfen verliert sie an Dehnbarkeit. Vor allem zeigt sich diese Erscheinung an Händen und Fingern. Das Zugreifen fällt Patienten oft schwer, da die Gliedmaßen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind. Weiterhin resultieren Gelenkentzündungen aus einer Hautfibrose.

Fibrose der Niere
Die Niere spielt eine große Rolle bei der Versorgung des Organismus mit Nährstoffen und Sauerstoff. Deshalb wirkt sich eine Sklerose an diesem Organ maßgeblich auf die Leistungsfähigkeit des Körpers aus. Zudem begünstigt der Befall der Niere einen erhöhten Blutdruck.

Fibrose des Herzens
Aufgrund der Vernarbung wird die Funktion des Herzens eingeschränkt, sodass sich der Pulsschlag verlangsamt. Folglich nimmt die Leistungsfähigkeit durch den Sauerstoffmangel ab.

Fibrose des Magen-Darm-Trakts
Durch die Versteifung der Speiseröhre leidet der Betroffene an Schluckbeschwerden. Darüber hinaus kann der gesamte Magen-Darm-Trakt zum Erliegen kommen. Verdauungsbeschwerden sind daher ein ernst zu nehmendes Anzeichen.

Fibrose der Leber
Die Symptome einer Leberfibrose bleiben lange Zeit unentdeckt. Sie beginnt mit unnatürlich starken Blutungen und einer Aszites, sprich einer Wasseransammlung im Bauch. Durch eine mangelnde Entgiftung des Körpers ist die Gehirnfunktion eingeschränkt, hinzu kommt ein hoher Blutdruck. Meist leidet der Patient bei diesen Anzeichen bereits an einer Leberzirrhose, die sich aus einer zunächst auftretenden Fettleber bildet. Jene äußert sich in folgenden Merkmalen:

  • Leistungsabfall
  • Völlegefühl
  • Druckgefühl im Bauch auf Höhe der Leber

Im fortgeschrittenen Stadium weiten sich die Symptome auf folgende Beschwerden aus:

  • Unverträglichkeit gegenüber fettigem Essen und Alkohol
  • generelle Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Durchfall
  • starkes Schwitzen
  • Kälteempfinden
  • Gelbsucht (Verfärbung der Augen und Haut)
  • heller Stuhl, dunkler Urin
  • Juckreiz am ganzen Körper
  • auffällige Vergrößerung der Venen, insbesondere am Bauch
  • Wassereinlagerungen
  • auffällig rote Lippen, violette Zunge

Fibrose der Lunge
Eine Lungenfibrose beginnt mit der Bildung kleiner Wasserbläschen in der Lunge, die sich später zu Lungenödemen entwickeln. Diese machen sich durch rasselnde Geräusche bei der Atmung bemerkbar. Im weiteren Verlauf leidet der Betroffene unter Atemnot und trockenem Reizhusten. Zunächst tritt die Kurzatmigkeit lediglich unter Belastung auf, erschwert das Luft holen mit der Zeit aber auch im Ruhezustand. Versucht der Patient bewusst tief einzuatmen, kommt es zu Aussetzern. Durch den eingeschränkten Sauerstofftransport kommt es zur Blaufärbung der Schleimhäute und der Haut. Zunächst tritt diese an den Lippen auf. Zudem verändern sich auch die Finger. Die Nägel werden deutlich dunkler und verwölben sich, während die Finger anschwellen. Der erhöhte Druck in der Lunge führt zu einer Vergrößerung des Herzens.

Eine zystische Lungenfibrose hat erblichen Ursprung und deutet sich bereits im Kindesalter durch häufige Durchfälle und Bauchschmerzen an. Kleinkinder leiden schon früh an Untergewicht. Fortan erleiden sie immer wieder Lungenentzündungen.


Diagnose und Krankheitsverlauf

Aufgrund der vielen Körperstellen, an denen sich eine Fibrose bilden kann, sind die Anzeichen sehr unterschiedlich. Demzufolge werden sie häufig falsch gedeutet, etwa mit Rheuma in Verbindung gebracht. Umso ratsamer ist es, sich bei den ersten ungeklärten Symptomen gleich an einen Facharzt zu wenden. Die Krankheit gehört zum Zuständigkeitsbereich eines Internisten.

Zunächst führt dieser eine ausführliche Anamnese des Patienten durch, um Aufschluss über mögliche Vorerkrankungen zu gewinnen. Der mündlichen Befragung folgt eine körperliche Untersuchung, bei der die Beweglichkeit der Gliedmaßen sowie die Funktion der Lunge überprüft werden. Durch Abtasten des Oberbauches kann bereits die Erkrankung der Leber festgestellt werden. Klarheit gibt letztendlich eine Ultraschalluntersuchung.

Je nach Körperpartie, an der die Beschwerden auftreten, werden unterschiedliche Methoden zur Diagnosestellung angewendet. Eine Fibrose der Haut lässt sich am einfachsten mithilfe einer Gewebeprobe, die unter dem Mikroskop analysiert wird, diagnostizieren. Im forstgeschrittenen Stadium einer Sklerose kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz. Um die Lunge zu untersuchen, eignet sich zum Beispiel die Computertomographie (CT) oder eine Röntgenaufnahme.

Die Früherkennung einer Fibrose hat hohe Relevanz, da sie einen folgenschweren Ausbruch der Krankheit verhindern kann. Mit der richtigen Behandlung ist der Patient in seinem alltäglichen Leben oft nur leicht beeinträchtigt. Andernfalls können schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Für den Verlauf und die Einschränkung die der Betroffene aufgrund der Fibrose erfährt, ist das erkrankte Organ ausschlaggebend. Man unterscheidet deshalb zwischen zwei verschiedenen Arten einer Sklerose.

Die zirkumskripte Sklerodemie
Bei dieser Art leidet der Betroffene lediglich an Einschränkungen wie beispielsweise Unbeweglichkeit der Finger. Jedoch hat diese Form der Sklerose keinen tödlichen Verlauf.

Die systemische Sklerodemie
Eine systemische Sklerodemie hat weitaus gravierendere Folgen. Je nach Lokalisierung und Symptomen ist diese Form noch einmal in vier Subtypen unterteilt.

  1. die limitierte oder auch lokalisierte systemische Sklerodemie betrifft nur die Extremitäten wie Hände und Füße sowie das Kinn und die Ohren
  2. die diffuse systemische Sklerodemie befällt den ganzen Körper und breitet sich gefährlich schnell, oft innerhalb eines Jahres, aus
  3. bei der sine Sklerodemie setzt sich das überschüssige Kollagen nur an den Organen ab. Äußere Symptome bleiben aus
  4. das Sharp Syndrom verbindet mehrere Krankheitsbilder. In diesem Fall leidet der Betroffene auch unter Symptomen von Rheuma oder Athritis

Häufigkeit und Diagnosedaten

Eine Sklerose besitzt chronischen Charakter und wurde 1753 bei einem 17-Jährigen Mädchen von einem neapolitanischen Arzt erstmals festgestellt. Zunächst ging man davon aus, dass es sich lediglich um eine Hautveränderung handle, bis 1847 auch der Befall der inneren Organe in Erwägung gezogen wurde.

Medizinische Studien zur Behandlung liegen noch in geringer Anzahl vor. Erst 1984 begann man im Zuge der Gründung einer Selbsthilfegruppe, Forschungen anzustellen. Zwar unterscheidet sich der Krankheitsverlauf von Patient zu Patient, dennoch hat eine Fibrose nicht selten tödliche Folgen. Warum nur ist die Krankheit trotzdem so unbekannt?

Sogar Allgemeinmediziner stellen bei den Anzeichen einer Fibrose aus Unwissenheit manchmal eine Fehldiagnose, da es sich um eine sogenannte Orphan disease handelt. Dieser Begriff bezeichnet Krankheiten, die äußerst selten vorkommen. Als Richtwert gilt eine Anzahl von fünf Betroffenen von 10.000 Personen.

Eine Fibrose Erkrankung betrifft zu 45% die Nieren oder den Magen-Darm-Trakt. In 40% der Fälle zeigen sich die Beschwerden an der Lunge. Auch die Finger und Hände mit 30-60% sowie das Herz mit 30-50% weisen eine relativ hohe Statistik auf.

Aufgrund der verschiedenen Symptome liegen zur Feststellung der Häufigkeit lediglich Schätzungswerte vor. Man geht davon aus, dass etwa 10.000 Menschen deutschlandweit unter einer Sklerose leiden. Dabei handelt es sich wie gesagt um einen Mittelwert, die gemutmaßte Spanne beträgt 3.000 bis 16.000 Menschen. Von 100.000 Personen erkranken durchschnittlich ein oder zwei pro Jahr, sodass sich ein Zuwachs von rund 1.600 Menschen jährlich ergibt.

Belegt ist hingegen, dass Frauen anfälliger für eine Fibrose sind. Sie erkranken viermal häufiger als Männer. Hauptsächlich treten die Gewebeveränderungen im Alter von 30-50 Jahren auf. Handelt es sich um eine erbliche Sklerose, zeigen auch schon Babys erste Anzeichen.


Komplikationen bei der Krankheit

Während sich eine zirkumskripte Sklerose lediglich negativ auf die Lebensqualität des Patienten auswirkt, hat eine systemische Sklerose in unbehandelter Form tödliche Folgen. Allerdings ist das Ausmaß von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sodass sich keine eindeutige Voraussage treffen lässt. Erheblich ist vor allem die Körperpartie, die von der Fibrose betroffen ist.

Komplikationen an den Händen
Schon im frühen Stadium nimmt die Unbeweglichkeit der Finger zu und erschwert somit das Zugreifen. Betroffene leiden vor allem unter starken Schmerzen, die durch entzündete Gelenke hervorgerufen werden. Die Beschwerden sind rheumatischen Symptomen sehr ähnlich und treten auch im Ruhezustand auf. Morgens sind die Gelenke oft steif, Bewegung bedeutet Mühe und Qual. Zudem wandert das Kalzium aus den Knochen zur entzündeten Stelle, sodass es verstärkt zu Frakturen kommt. Der Kalzium Verlust ist äußerlich an der Weißfärbung der Gliedmaßen zu erkennen. Doch nicht nur Hände beziehungsweise Finger sind anfällig für eine Fibrose. Die Gesichtshaut kann ebenfalls ihre Elastizität einbüßen und zu einer Gesichtsstarre führen.

Komplikationen an der Lunge
Eine eingeschränkte Belastbarkeit durch Kurzatmigkeit ist zwar undankbar, wohl aber noch die harmloseste Folge einer Lungenfibrose. Bei einer fortgeschrittenen Sklerose vergrößert sich das Herz, es kommt immer wieder zu Atemaussetzern. Im schlimmsten Fall können sich die Lungenflügel nicht mehr ausdehnen, sodass ein Atemstillstand eintritt, der automatisch den Tod bedeutet.

Komplikationen an der Niere
Folgenschwer ist auch der Befall der Niere, da sie an zahlreichen Prozessen des Organismus beteiligt ist. Ist ihre Funktion behindert, kommt es unter anderem zu einer Mangelversorgung der anderen Organe, während der Blutdruck steigt. Bleibt die Fibrose unbehandelt, trocknet die Niere aus. Als Folge tritt ein Organversagen, gleichsam mit dem Tod, ein.

Komplikationen am Magen-Darm-Trakt
Die Erkrankung der Verdauungsorgane zieht erhebliche Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme als Konsequenz mit sich. Verliert die Speiseröhre an Elastizität treten Schluckbeschwerden auf. Bricht die Fibrose am Magenausgang, an dem die Speiseröhre endet, auf, leidet der Patient häufig unter Sodbrennen, da sich der Muskel nicht richtig schließt und somit ständig Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Eine eingeschränkte Magenaktivität führt zu Durchfall oder Verstopfungen. Der Befall des Darmtrakts hat zur Folge, dass lebenswichtige Nährstoffe nicht mehr aus dem Magenbrei gefiltert werden. Der Körper leidet an einer Unterversorgung. Erkenntlich wird dies unter anderem an einem rasanten Gewichtsverlust des Patienten.

Komplikationen an der Leber
Eine Fibrose der Leber kann dank einer Früherkennung gestoppt werden. Andernfalls entwickelt sich die Sklerose zu einer Fettleber und weiterhin zu einer Hepatitis oder einer Leberzirrhose, die das Endstadium der Organkrankheit beschreibt. Es kommt zu Wassereinlagerungen im Bauchraum, auch als Aszites bezeichnet, Bluthochdruck und verstärkten Blutungen. Um die Leber bildet sich ein wulstiger Gürtel während nach und nach auch das gesunde Gewebe vollständig abstirbt. Das Entgiftungsorgan verkleinert sich und führt seine Aufgabe, den Körper von Schadstoffen zu reinigen, nicht mehr ausreichend aus. Die fehlende Reinigung des Organismus hat negative Auswirkungen auf die Gehirnfunktion. Schwindel und Verwirrtheit treten häufig auf, des Öfteren erleidet der Betroffene Ohnmachtsanfälle. Typisch für eine Leberzirrhose ist das Coma hepatitcum, bei dem der Patient nicht mehr fähig ist, auf äußere Reize zu reagieren, also in einen komaähnlichen Zustand verfällt. In den meisten Fällen hat ein Coma hepaticum tödliche Konsequenzen.

Weitere Komplikationen
An jeder Stelle, an der eine Gewebeveränderung entsteht, wird dieses durch die Kollagenablagerung unelastisch und schränkt die Funktion des jeweiligen Organs ein. Somit können zum Beispiel auch Tränendrüsen betroffen sein und die Augen oder die Mundschleimhäute austrocknen. Nicht nur bei einer Fibrose am Herzen zeigt sich ein deutlicher Leistungsabfall sowie erhebliche Probleme, den Alltag zu bewältigen. Im schlimmsten Fall, nämlich dann, wenn eine Sklerose nicht behandelt wird, versagen die Organe und der Patient stirbt an den Folgen.
Leider kann auch eine medikamentöse Behandlung einen weiteren Ausbruch der Krankheit hervorrufen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da ein tödlicher Verlauf der Krankheit nicht selten ist, ist eine Früherkennung umso entscheidender. Häufig weisen die Symptome jedoch nicht eindeutig auf eine Sklerose hin. Ein ernst zu nehmendes Anzeichen sind Schmerzen sowie Hautveränderungen an den Fingern. Zudem färben sich diese weiß und der Patient empfindet eine veränderte Temperaturwahrnehmung. Spätestens bei diesen Beschwerden wird die Abklärung eines Arztes unabdingbar.

Tückisch ist die Form der sind Sklerodemie, bei der nur die inneren Organe in Mitleidenschaft gezogen werden, und sich somit keine äußeren Erkennungsmerkmale bilden. Aber auch die anderen Krankheitstypen werden aufgrund ihrer Seltenheit häufig fehldiagnostiziert und mit Durchblutungsstörungen oder Rheuma verwechselt.

Deswegen sollte man sich bei Verdacht auf eine Fibrose sofort an einen Facharzt wenden. Welcher Mediziner explizit in Frage kommt, richtet sich nach dem Organ, an dem die Beschwerden auftreten. So kann ein Kardiologe bei einer Herzfibrose oder ein Hepatologe bei einer Leberfibrose die richtige Anlaufstelle sein. Wer sich unsicher ist, sollte in jedem Fall einen Internisten aufsuchen.

Wird eine Fibrose rechtzeitig erkannt, kann eine Verschlimmerung mit einer gezielten Therapie verhindert werden.

Behandlungsmethoden und Therapie

Die Therapie einer Fibrose ist abhängig von dem betroffenen Organ und erfolgt deshalb von Patient zu Patient individuell. Da es sich nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um eine Folge einer Grunderkrankung handelt, zielt die Behandlungsmethode darauf ab, den Auslöser zu beseitigen.

Haben äußere Einflüsse wie Alkoholkonsum oder giftige Stoffe die Fibrose hervorgerufen, müssen diese in Zukunft vermieden werden.

Liegt eine Entzündung vor, kommen in der Regel Medikamente zum Einsatz. Da eine Sklerose durch eine Überproduktion von Kollagen entsteht, werden das Immunsystem und die Enzymaktivität durch Korkosteriode oder Immunsuppressiva gehemmt. Für die einzelnen Organe empfiehlt sich zudem die Verabreichung folgender Medikamente:

  • für die Lunge: Cyclaphosphamid, Iloprost, Phosphodiesterase-Hemmer, künstliche Sauerstoffzufuhr
  • für die Haut: D-Penicillamin, MTX. Azathiopron
  • für das Herz: Kortisonpräparate, Immunsuppressiva
  • für die Muskeln: Kortisonpräparate
  • für den Magen: Protonenpumpenhemmer, Prokinetika
  • für die Nieren: Bluthochdruck senkende Medikamente, Immunsuppressiva

Um dem Patienten ein möglichst schmerzfreies Leben zu ermöglichen werden auch die Symptome behandelt. Lymphdrainagen sollen die Durchblutung fördern und die Dehnbarkeit der Organe zu einem gewissen Grad wieder herstellen. Auch Ödeme können anhand dieses Verfahrens gemindert werden.

Sind die Organe allerdings maßgeblich beschädigt, was vor allem im Endstadium einer Fibrose der Fall ist, hilft meist nur noch, diese operativ zu entfernen oder sie durch eine Transplantation zu ersetzen. Letzteres bereitet jedoch Schwierigkeiten, weil zunächst ein passendes Spenderorgan gefunden werden muss und darüber hinaus keine Garantie besteht, dass es vom Körper angenommen wird.


Vorbeugung- Impfung und Prävention

Grundsätzlich ist ein gesunder Lebensstil das A und O, um den Ausbruch einer Krankheit wie einer Fibrose vorzubeugen. Ein intaktes Immunsystem hat hierbei hohe Relevanz. Deshalb sollte man sich gesund und ausgewogen ernähren, regelmäßig Sport an der frischen Luft treiben und mit diesen Maßnahmen sein Normalgewicht halten.

Alkohol sollte nur in Maßen genossen werden, um die Leber zu schonen. Ratsam ist zudem die Impfung gegen Hepatitis B, um sich vor einer Leberzirrhose zu schützen.

Werden giftige Gase als Auslöser einer Sklerose verantwortlich gemacht, müssen Orte, an denen diese entstehen fortan zwangsläufig gemieden werden. Gegebenenfalls ist sogar ein Wechsle des Arbeitsplatzes notwendig. Andernfalls verringert sich die Lungenfunktion mit der Zeit immer mehr, sodass eine akute Kurzatmigkeit körperliche Tätigkeit verhindert. Selbstverständlich schadet auch Rauchen dem Atmungsorgan. Häufig unterschätzt wird überdies, dass sich der Genuss von Nikotin ebenfalls negativ auf die Gesundheit des Hautbilds auswirkt.

Superoxis-Dismutase (SOD) ist ein körpereigenes Enzym, welches freie Radikale bekämpft und auf diese Weise maßgeblich zum Schutz der Gewebezellen beiträgt. Das ultraviolette Licht der Sonne, kann das Enzym jedoch abtöten. Deshalb ist es wichtig, sich bei direkter Sonneneinstrahlung ausreichend zu schützen. Das gilt sowohl für die Haut als auch für die Augen, in denen SOD ebenfalls vorkommt. Selbstverständlich gefährdet auch der regelmäßige Gang ins Solarium die Gesundheit des Gewebes und sollte daher reduziert oder besser ganz eingeschränkt werden.

Manchmal kann man äußere Einflüsse jedoch nicht völlig verhindern. Da spätere Komplikationen in Folge einer Fibrose aber dank einer frühzeitigen Diagnose verhindert werden können, kann man auch im Akutfall noch vorbeugen, indem man sich so schnell wie möglich in ärztliche Behandlung begibt.


Prognose zur Heilung

Hat sich eine Fibrose erst einmal gebildet, kann der Schaden nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die Vernarbungen des Gewebes bilden sich nicht mehr zurück. Je nachdem wie weit die Krankheit fortgeschritten ist, hilft es oftmals nur noch, das beschädigte Organ zu entfernen, um den Befall der gesunden Zellen zu verhindern. Ist das Organ jedoch lebenswichtig, muss stattdessen ein Spenderorgan eingesetzt werden. So kann ein Mensch zum Beispiel mit einer Niere, jedoch nicht ohne Lunge leben.

Bei frühzeitiger Diagnose ist es dank moderner Forschung sogar denkbar, dem Betroffenen ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Therapien, die zur Linderung der Symptome führen. Stück für Stück kann mit Übung die Beweglichkeit der Gelenke zumindest teilweise zurück gewonnen werden. Wassereinlagerungen oder Bluthochdruck werden medikamentös behandelt. Selbst eine Leberzirrhose, die eine Komplikation einer Leberfibrose darstellt, bildet sich im Frühstadium mit der richtigen Behandlung zurück und bleibt folgenlos. Insgesamt lässt sich die Verschlimmerung der Beschwerden also sehr gut hinauszögern. In besonderen Fällen, stoppt der Organismus die übermäßige Kollagenbildung auch plötzlich von allein. Der Grund dafür ist bisher unbekannt.

Voraussetzung ist selbstverständlich, dass die Grunderkrankung behoben wird, sodass zum Beispiel eine Alkoholvergiftung strikte Abstinenz verlangt. Wenn aber die Fibrose unentdeckt bleibt oder der Patient die Therapie verweigert, hat der Krankheitsverlauf in der Regel tödliche Folgen. Was sich zunächst einmal sehr gravierend anhört, trifft aber nur auf die wenigsten Menschen zu. Die schlimmen Schäden des beschriebenen Krankheitsbildes kommen nur in den seltensten Fällen vor.


Das Raynaud-Syndrom

Unter dem Raynaud-Syndrom versteht man Empfindungsbeschwerden in den Händen und Füßen. Benannt wurde das Phänomen nach seinem Entdecker, dem französischen Arzt Maurice Raynaud. Genau wie einer Fibrose sind auch hier Frauen 4-5 Mal häufiger betroffen als Männer.

Symptome
Die Merkmale eines Raynaud-Syndroms ähneln denen einer Fibrose der Haut. Sie treten jedoch lediglich an den Händen und Füßen auf. Die Finger und Zehen reagieren stak auf Kälte, fühlen sich selbst ebenfalls kalt an und sind blass, da sie nicht vollständig durchblutet werden. Zum Teil sind sie regelrecht weißverfärbt. Häufig begleitet ein Taubheitsgefühl die äußeren Symptome. Zudem leidet der Patient nicht selten unter starken Schmerzen. Weil das Blut nicht bis in die Fingerspitzen fließt, verheilen Wunden an dieser Stelle nur sehr langsam. Die Blässe wandelt sich in eine bläuliche Färbung, wie sie auch bei einer Erfrierung auftritt. Fließt das Blut nach etwa einer halben Stunde zurück in die Finger, röten sich diese und beginnen, zu brennen.
Halten die Krämpfe über einen längeren Zeitraum an, spricht man von Spasmen. Bei diesem Phänomen bilden sich Nekrosen, aufgrund der mangelnden Durchblutung, die das Gewebe allmählich absterben lassen.

Ursachen des Raynaud-Syndroms
Grund für den stockenden Blutfluss sind Gefäßkrämpfe. Die Adern ziehen sich bei einem Raynaud Anfall plötzlich zusammen und verringern somit ihren Durchmesser. Genau wie die Fibrose handelt es sich auch hierbei um kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um eine Folgeerscheinung, der eine Grunderkrankung vorausgeht.
Angesichts der Ursachen unterscheidet man zwei Arten des Raynaud-Syndroms.

  1. bei dem primären Raynaud-Syndrom kann kein spezifischer Auslöser festgestellt werden
  2. das sekundäre Raynaud-Syndrom entsteht durch Durchblutungsstörungen, bestimmte Medikamente, psychische Belastung und auch Gewebekrankheiten wie zum Beispiel der Sklerodemie

Folglich ist das Raynaud-Syndrom ebenfalls ein Erkennungsmerkmal einer Fibrose.

Spezifische Symptome des sekundären Raynaud-Syndroms
Bei der sekundären Form der Erkrankung können meist Kälte Agglutinine in den betroffenen Gliedmaßen nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um Antikörper, welche bei Kälteeinfluss verklumpen und eine Entzündung hervorrufen. Folglich treten Schäden an den Gefäßen auf.
Weiterhin typisch für das sekundäre Raynaud-Syndrom sind Knochenschmerzen sowie eine vorausgegangene Nierenentzündung. Fast immer ist das Gewebe bereits geschädigt. Dazu führen unter anderem Drogenkonsum oder die Einnahme verschiedener Medikamente. Obgleich Frauen häufiger erkranken, ist der Nachweis des sekundären Typs wahrscheinlich, wenn Männer über 30 Jahren unter den Beschwerden leiden. Typischer Weise machen sich die Symptome oft nur an einer Körperseite bemerkbar.

Anzeichen für eine Sklerodemie als Ursache
Wird das Raynaud-Syndrom durch eine Sklerodemie ausgelöst, weisen spezifische Anzeichen auf die Krankheit als Ursache hin. Muskelschwäche und eine rasche Gewichtabnahme sind zwar nicht eindeutig, gelten jedoch als Hinweis. Häufig geht ebenfalls das Karpaltunnelsyndrom mit einer Sklerodemie einher. Hierbei wird der Medianus-Nerv, welcher durch einen Engpass im Handgelenk verläuft nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Blut versorgt und nimmt somit auf Dauer Schaden.
Ein sehr eindeutiges Symptom ist dagegen, dass sich neben den Beschwerden an Fingern und Zehen auch die Gesichtshaut verändert. Eine maskenähnliche Gesichtsstarre macht sich bemerkbar, die Haut verdickt sich.

Feststellung und Therapie
Gewissheit, dass es sich wirklich um das Raynaud-Syndrom handelt geben die Kapillarmiskroskopie, sprich eine Gewebeprobe, die unter dem Mikroskop untersucht wird, sowie bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen und Computertomographie.
Manchmal werden die typischen Kälte Agglutinine auch mittels eines Kälteprovokationstests nachgewiesen, bei dem die Hand mit Kälte konfrontiert wird. Allerdings gilt dieser Nachweis als umstritten und nicht verlässlich.

Da die betroffenen Gliedmaßen besonders anfällig für Kälte sind, sollte man bei einem Raynaud-Syndrom darauf achten, sie stets mit Handschuhen oder dicken Socken warm zu halten. Zudem sollten keine kalten Getränke oder metallgriffe angefasst werden, da diese eine akute Raynaud-Attacke auslösen können. Außerdem wird der Arzt dazu raten, mit dem Rauchen aufzuhören und gegebenenfalls eine Diät verordnen. Auch Medikamente dienen dazu, die Symptome zu lindern. Hierfür kommen zum Beispiel ASS oder Cholesterinsenker zum Einsatz. Eine Amputation der Finger muss nur in sehr seltenen Fällen erfolgen.


Alternative Behandlungsmethoden

Mittlerweile gelingt es Medizinern dank moderner Forschung, die Symptome einer Fibrose mit gezielten Medikamenten zu lindern und dem Betroffenen das Leben mit der Krankheit so angenehm wie möglich zu machen. Dazu werden häufig Medikamente verabreicht, welche jedoch nicht immer nebenwirkungsfrei bleiben.

Eine Cortisontherapie begünstigt zum Beispiel sehr die Entstehung einer Osteoporose und auch eine Chemotherapie kann andere Teile des Organismus in Mitleidenschaft ziehen. Im Allgemeinen bedeutet die Gabe von Medikamenten stets eine Belastung für die Leber und die Nieren, die die Schadstoffe wieder aus dem Körper filtern müssen.

Die alternative Medizin hat dagegen keine Nebenwirkungen und erfreut sich, obgleich ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist, immer größerer Beliebtheit. Für fast jedes Krankheitsbild besteht auch die Möglichkeit, die Beschwerden mit pflanzlichen Mitteln zu bekämpfen- so auch für die Fibrose. Zur Behandlung der Gewebevernarbungen haben sich folgende alternative Heilmethoden bewährt:

  • Ernährungsumstellung, um Gefäßablagerungen zu vermeiden, den Körper zu entgiften und ihn von Schadstoffen zu befreien
  • Krankengymnastik, Ergo-, sowie Physiotherapie, um die Beweglichkeit der Gelenke wieder herzustellen
  • Wärmetherapien, um die Blutzirkulation anzuregen
  • Drainagen, um die Nierenfunktion zu unterstützen
  • pflanzliche Präparate für die Entgiftung des Körpers
  • Massagen, um die Blutzirkulation anzuregen
  • Salben und Cremes, um die Haut geschmeidig zu halten

Genau wie die medikamentöse Behandlung zielt auch die alternative Medizin darauf ab, die auslösende Grunderkrankung ein zu dämmen und die gesunde Gewebestruktur aufrecht zu erhalten. Um letzteres zu gewährleisten, besitzt der Körper von Natur aus drei wichtige Enzyme, die sich jedoch mit zunehmendem Alter oder durch schädliche äußere Einflüsse abbauen. Es handelt sich um die Enzyme Superoxid-Dismutase (SOD), Glutathion und Katalase (CAT). Mit homöopathischen Mitteln gelingt es, dem Verlust dieser drei Abwehrmechanismen vorzubeugen.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • warme Kleidung
  • spezifische Mittel je nach Art des Infekts

Eine Fibrose entsteht nicht selten durch Durchblutungsstörungen und entzündliche Infekte. Deshalb sollte man sich mit Hausmitteln gezielt vor Krankheiten schützen und das Immunsystem stärken. Wichtig ist hierbei vor allem, dass insbesondere Hände, Füße und Gesicht mit entsprechender Kleidung warmgehalten werden. Dies gewährleistet überdies die Aufrechterhaltung einer intakten Durchblutung. Bei einer Lungenentzündung gilt es beispielsweise, die Symptome so schnell wie möglich abklingen zu lassen, indem man sich schont und spezifische Mittel aus der Hausapotheke anwendet.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Alternativ zur Schulmedizin zeigen auch zahlreiche Heilpflanzen Wirkung bei einer Fibrose, so zum Beispiel:

  • Tripahala
  • Bitter Melone
  • Neen
  • Amalaki
  • Boswellia
  • Tulsi
  • Kurkuma

Triphala, Bitter Melone und Neen
Ist die Sklerose durch einen viralen Infekt entstanden, empfehlt sich die Gabe von Triphala, Bitter Melone und Neen. Zusätzlich bekämpfen diese Extrakte nicht nur Vorerkrankungen, sondern wirken auch noch probiotisch. Aus diesem Grund sind besonders Bitter Melone und Neen ratsam, wenn zuvor eine Cortisontherapie durchgeführt wurde. Die enthaltenen Stoffe helfen, die geschädigte Darmflora wieder aufzubauen.

Amalaki
Ebenfalls entzündungslindernd wirkt die Heilpflanze Amalaki. Dies ist vor allem auf ihren hohen Vitamin C Gehalt zurück zu führen. Darüber hinaus liefert sie den Wirkstoff Querectin, welcher besonders antibakteriell ist. Vorzugsweise ist auch Rutosid in hohen Mengen enthalten, ein Inhaltstoff, der die Bioverfügbarkeit der pflanzlichen Arznei erhöht. Amalaki ist als Trockenextrakt in Kapselform erhältlich.

Shallaki Weihrauch aus der Boswellia
Wer Cortison auf jeden Fall umgehen möchte, sollte auf Shallaki Weihrauch zurückgreifen, der aus der Heilpflanze Boswellia gewonnen wird. Auch Gokshura stellt eine viel versprechende Alternative dar.

Tulsi
Um die Bildung beziehungsweise Instandhaltung der bereits erwähnten körpereigenen Enzyme Katalase, Gltathion und SOD zu fördern und auf diese Weise das Bindegewebe zu stärken, empfehlen Homöopathen die Einnahme der Heilpflanze Tulsi. Ihre Inhaltsstoffe regen die Enzymaktivität an.

Kurkuma
Besonderes Augenmerk gilt jedoch der indischen Kurkuma Pflanze, die in hiesigen Breiten eher als Gewürz bekannt ist. Kurkuma besitzt eine antibakterielle und gleichsam entgiftende Wirkung. Die gelbe Wurzel befreit nicht nur die Atemwege, sondern verbessert auch die Elastizität der Blutgefäße. Bei einer Studie zeigte sie verblüffende Wirksamkeit bei Fibrosepatienten, aber auch gegen die Beschwerden einer Arthrose soll die Heilpflanze helfen. Zumindest wenn die Lungensklerose durch das Einatmen giftiger Substanzen wie Gasen oder auch Zigarettenrauch verursacht wurde, ist sie äußerst effektiv. Leider hat Kurkuma nur eine sehr geringe Bioverfügbarkeit, die jedoch mit der gleichzeitigen Einnahme von Piperin, das in schwarzem Pfeffer vorkommt, eingenommen wird.

Ätherische Öle

 

  • es eignen sich alle ätherischen Öle

Zwar haben ätherische Öle keinen direkten Einfluss auf den Krankheitsverlauf einer Fibrose, zur Linderung der Symptome sind sie aber dennoch sehr sinnvoll. Ihr kräftiges Aroma befreit die Atemwege und wirkt entspannend. Dies hinsichtlich der Prävention einer Sklerose sehr wichtig, da Stress das Immunsystem schwächt und den Ausbruch der Krankheit somit begünstigt. Des Weiteren besitzen vor allem Thymian, Zimt und Zitronengras eine antibakterielle Wirkung. Bei Hautkrankheiten sollten Bäder mit Zugabe ätherischer Öle jedoch vermieden werden.

Homöopathie und Globuli

 

  • Antinmonium Arsenicosum

Behandlungsmaßnahmen wie zum Beispiel eine Chemotherapie bei einer Fibrose schwächen den Organismus und das Immunsystem. Homöopathische Mittel können im Anschluss helfen, dieses auf natürliche Weise wieder zu stärken.
Vor allem bei Atemnot, wie sie häufig bei einer Lungensklerose auftritt, gibt es Hilfe aus der Homöopathie. Antimonium Arsenicosum lassen die Luftnot nicht verschwinden, lindern sie jedoch ein wenig. Dafür sollte eine Dosierung von drei Globuli in der Potenz C7 eingenommen werden. Die genaue Dosierung über einen längeren Zeitraum ist abhängig von der Besserung des Zustands. Gegebenenfalls kann der Einnahmerhythmus gestreckt werden.

Schüßler-Salze

Hauptsächlich können homöopathische Mittel wie Globuli aber auch Schüßler Salze zur Linderung der Lungenfibrose beitragen.

Kalium chloratum, Natrium chloratum, Calcium flouratum
Insbesondere wenn die Sklerose in chronischer Form auftritt, erleiden Betroffene weitaus weniger Symptome, wenn sie auf die Heilkraft der Natur setzen. Bei Mukoviszidose, einer besonderen Form der Lungenfibrose, empfehlen sich die Schüßler-Salze Kalium chloratum, Natrium chloratum sowie Calcium flouratum. Ersteres bekämpft die chronische Entzündung, während die anderen beiden Salze die Schleimhäute befeuchten.

Silicea
Nehmen die Symptome ein schlimmeres Ausmaß an, sollte man zusätzlich Silicea einnehmen, welches die Lunge stärkt und vor Infektanfälligkeit schützt.

Diät und Ernährung

Auch die Ernährung spielt eine erhebliche Rolle, um eine Fibrose zu bekämpfen. Folgendes sollte dabei beachtet werden:

  • Transfette meiden
  • wenig Arachidonsäure
  • gesunde Öle mit gesättigten Fettsäuren
  • selenhaltige Lebensmittel
  • Kalzium

Transfette und Arachidonsäure
Hin und wieder empfiehlt sich daher eine Fastenkur, bei der nur vegetarische oder gar vegane Lebensmittel verzehrt werden. Grund dafür ist die schädliche Wirkung von sogenannten Transfettem, welche vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch vorkommen. Genau wie Eiweiße tierischer Herkunft begünstigen sie Ablagerungen in den Gefäßen.
Zudem sollte die Kost möglichst arachidonsäurefrei sein. Arachidonsäure wird allein mit der normalen Mischkost, die ein Mensch für gewöhnlich verzehrt, in zu hohen Mengen aufgenommen und steckt hauptsächlich in Lebensmitteln wie

  • Fleisch
  • Fisch
  • Erdnüssen, sowie Erdnussöl
  • und Sojaprodukten

Übermäßiger Zuckerkonsum fördert die Aufnahme der Arachidonsäure zusätzlich. Besser ist es daher, zum Süßen der Speisen die pflanzliche Alternative Stevia u verwenden.
Positiv sind dagegen ungesättigte Fettsäuren, die in hoher Konzentration in Schwarzkümmel-, Lein- und Sesamöl vorkommen. Sie verdrängen die schädliche Arachidonsäure. Zudem besitzt Schwarzkümmelöl Inhaltsstoffe, die sich als effektiv gegen die Begleiterscheinungen einer Fibrose zeigen. Zum Beispiel trägt es zur Abschwellung von Ödemen bei. Allerdings ist darauf zu achten, dass das Schwarzkümmelöl Bioqualität besitzt und nicht gestreckt oder gefiltert wurde.

Das Spurenelement Selen
Auch selenhaltige Lebensmittel sollten in hohen Mengen konsumiert werden. Zusammen mit dem Enzym Glutathion macht es Schadstoffe wasserlöslich, sodass diese von der Niere besser aus dem Blut gefiltert werden können. Um die Nieren zu schützen empfiehlt sich übrigens eine salz- und eiweißarme Ernährung.

Ist dagegen die Leber betroffen, sind Eiweiße essentiell. Zudem sollten viele Vitamine und Ballaststoffe in den Speiseplan integriert werden. Auch eine ausreichende Trinkmenge ist unerlässlich.

Kalzium gegen Folgeerscheinungen
Da sich aufgrund der Bestrahlung im Zuge einer Fibrosebehandlung eine Osteoporose bilden kann, sollte regelmäßig Joghurt gegessen werden. Er ist ein guter Kalziumlieferant, der die Knochendichte stärkt. Zudem besitzt er eine probiotische Wirkung, die die Darmflora nach einer Cortisonbehandlung wieder aufbaut.

Weitere Maßnahmen

Bei einer Hautfibrose bringen fetthaltige Salben Linderung, wenn sich durch Durchblutungsstörungen bereits Risse in den Fingern bilden.
Ist die Niere betroffen, regen Drainagen die Flüssigkeitszirkulation des Körpers an.
Aber auch Massagen stärken das Bindegewebe. Hierbei hat Sesamöl auch in der äußeren Anwendung eine effektive Wirkung.
Um Stress abzubauen und somit Infekten vorzubeugen, hilft es, regelmäßig Yogaübungen zu praktizieren.


FAQ- Fragen und Antworten

Kann ich eine Fibrose weiter vererben?
Manche Krankheitsformen einer Fibrose, zum Beispiel die Muskoviszidose können tatsächlich genetisch bedingt auftreten.

Endet eine Fibrose immer tödlich?
Nein, bei den meisten Menschen, die an einer Fibrose erkranken zeigen sich anfangs nur Symptome, die keine lebensgefährlichen Folgen haben. Werden diese gezielt behandelt, kann der Patient fast beschwerdefrei mit seiner Erkrankung leben.

Seitdem ich die Diagnose Fibrose bekommen habe, leide ich an Depressionen. Wo bekomme ich Hilfe?
Mittlerweile haben sich trotz der Seltenheit der Gewebekrankheit Selbsthilfegruppen gebildet, in denen man sich austauschen kann und seelischen Beistand erhält. Zudem wird das Krankheitsbild in den letzten Jahren umfassend erforscht, um neue Therapien zu entwickeln.

Sieht man mir meine Fibrose äußerlich an?
Nur bei einer Fibrose der Haut zeigen sich auch äußerliche Merkmale. Vor allem die Finger und das Gesicht weisen auf die Krankheit hin. Sind die Organe Betroffen, kann ein Unwissender rein optisch nicht auf die Krankheit schließen.

Muss ich meinen Beruf aufgeben, weil ich an Fibrose erkrankt bin?
Wer medikamentös eingestellt ist und somit nur geringfügig unter den Symptomen leidet, kann seinen Beruf weiterhin ausüben. Anders ist es, wenn sich die Fibrose durch Umstände am Arbeitsplatz gebildet hat. Wer also bei der Arbeit mit giftigen Dämpfen oder Schadstoffen in Berührung kommt, darf seinen Beruf nicht länger ausüben, um die Symptome nicht zu verschlimmern.

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