Rhizarthrose

Steckbrief: Rhizarthrose

  • Name(n): Rhizarthrose
  • Art der Krankheit: degenerative Gelenkerkrankung
  • Verbreitung: 15% der Personen ab 30 Jahren leiden darunter
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt
  • Behandelbar: mit konservativen Therapien und operativen Verfahren
  • Art des Auslösers: Knochenbrüche Alertungsprozesse und Gelenkerkrankungen wie Rheuma
  • Wieviele Erkrankte: es kommt familiär gehäuft vor und Frauen sind stärker betroffen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: einen Orthopäden einen Rheumatologen oder einen Neurologen
  • ICD-10 Code(s): M18.0 M18.1 M18.2 M18.3 M18.4 M18.5 und M18.9

Wenn der Daumen streikt

Die Rhizarthrose setzt sich aus den griechischen Wörtern rhiza und arthron zusammen. Rhiza bedeutet Wurzel und arthron bedeutet Gelenk ins Deutsche übersetzt. Die Rhizarthrose bedeutet, dass ein Sattelgelenk unter Arthrose leidet.

Das unterste Daumengelenk ist das einzige Sattelgelenk im menschlichen Skelett. Das Sattelgelenk ist einzigartig, der Daumen kann auf und ab bewegt werden und zur Seite.

Der Gelenkknorpel verhindert, dass die Gelenke aufeinanderreiben. Der Gelenkknorpel bezieht den Knochen und wird zusätzlich von Gelenkschmiere geschützt. Hier beginnen die Probleme bei der Rhizarthrose.

 

Definition Rhizarthrose:

 

Bei der Rhizarthrose handelt es sich um eine Form der Arthrose, welche ausschließlich das Daumensattelgelenk betrifft.

Frauen sind von der Rhizarthrose zehnmal häufiger betroffen ALS Männer. Erstaunlicherweise ist es so, dass Menschen die Schwerarbeit leisten weniger daran erkranken, als Menschen mit mittlerer Belastung der Hände.

In der Regel sind beide Daumen gleichzeitig betroffen, nur in Ausnahmefällen kommt die Rhizarthrose nur am Daumen der rechten oder der linken Hand vor. Für eine erfolgreiche Behandlung der Rhizarthose ist ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung wichtig.

Vergleicht man die Rhizarthrose mit anderen Gelenken, die an Arthrose erkranken können, wie dem Knie, der Hüfte oder dem Sprunggelenk tritt sie selten auf.

 

Was ist eine Rhizarthrose?

 

Die Rhizarthrose ist Arthrose am Daumensattelgelenk. Eine Form der Arthrose von der zehn Mal so viel Frauen, wie Männer betroffen sind. Menschen die ihre Hände mittelstark belasten sind stärker von der Rhizarthrose betroffen als Schwerarbeiter. Es ist eine Ausnahme, wenn nur ein Daumen von einer Hand betroffen ist. In der Regel sind beide Hände, also beide Daumen gleichzeitig betroffen.

Andere Gelenke, wie das Sprunggelenk, das Knie oder die Hüfte sind wesentlich häufiger von Arthrose betroffen als das Sattelgelenk des Daumens. Alle Gelenke der Hand können an Arthrose erkranken, das Daumensattelgelenk ist am häufigsten von Arthrose betroffen. Die Hand ist ein erstaunliches Werkzeug. 27 Knochen mit Muskeln und Co ermöglichen ihr, die komplexen Aufgaben zu erfüllen. Damit findet man ein Viertel der menschlichen Knochen in den Händen.

 

Die Rhizarthrose ist eine Verschleißerkrankung. Der Verschleiß kann unterschiedliche Ursachen haben, wie beispielsweise eine zu starke Beanspruchung bei der Arbeit oder im Sport. Die Rhizarthrose kommt nicht von jetzt auf gleich, sie schleicht langsam heran.

Die zu starke Beanspruchung schädigt den Knorpel. Dadurch kommt es zur Einlagerung von Flüssigkeit, was an einer Schwellung zu erkennen ist und zudem schmerzhaft ist. Im weiteren Verlauf kommt es zu Entzündungen. Die Entzündungen schädigen die Bänder und die Gelenkkapsel. Das Gelenk des Daumens beginnt sein Aussehen zu verändern. Es sollte ein Facharzt aufgesucht werden, damit festgestellt werden kann, ob diese Symptome von einer Rhizarthrose ausgelöst werden oder ob es eine andere Ursache gibt.

 

Typische Anzeichen einer Rhizarthrose im Anfangsstadium sind Schmerzen beim Greifen oder Drehbewegungen mit Krafteinsatz, beispielsweise eine volle Wasserflasche anheben oder das Aufschrauben einer bisher ungenutzten Flasche. Auch das Aufschließen einer Türe kann schwierig werden. Der Patient bekommt das Gefühl, sein Daumen ist wackelig und nicht mehr stabil.

Ein weiteres Anzeichen ist, dass der Daumen nicht mehr mittig zum Daumensattelgelenk steht. Trotz aller Beschwerden, die Beweglichkeit des Daumens ist in der Regel nicht negativ beeinflusst. Da viele Betroffene weiblich sind und ab 50 Jahre ALT, steht die Vermutung im Raum, dass auch eine hormonell begründete Erschlaffung des Bandapparats um das Sattelgelenk zur Rhizarthrose führen kann. Im Verlauf der Krankheit wird die Koordination der Hand schlechter und die Kraft weniger. Am Ende ist die Hand nicht mehr belastbar.

 

Welche Ursachen gibt es?

 

Die Probleme bei der Rhizarthrose entstehen, weil die Schmierfunktion der Gelenkflüssigkeit beeinträchtigt ist. Die Beeinträchtigung kann mehrere Ursachen haben. Vorübergehende körperliche Anstrengungen können sind nicht immer zu vermeiden, beispielsweise bei einem Umzug. Die daraus entstehenden Beschwerden sollten nach kurzer Zeit abgeklungen sein.

Dabei haben es bewegliche und trainierte Menschen leichter als Menschen. Die keinen Spaß am Sport haben. Überbelastung kann zur Rhizarthrose führen. Die Überbelastung kann verschiedene Ursachen haben. Eine sich wiederholende Bewegung, wie das über den Scanner ziehen beim Kassieren, kann zu einer Überlastung führen. Schwere körperliche Arbeit und Leistungssport können ebenfalls Ursache für eine Überlastung sein. Übergewicht und eine Fehlstellung von Gliedmaßen können zu einer Überbelastung führen, allerdings sind hier eher andere Gelenke betroffen, beispielsweise können X-Beine zu einer Überbelastung der Knie führen.

Besonders im beruflichen Bereich ist es unmöglich, Überbelastungen zu vermeiden. Hier ist es wichtig, alle Arbeitsschutzmaßnahmen zu beachten. Rauchen schadet den Gelenken ebenfalls. Das Rauchen nicht gesund ist, ist bekannt. Rauchen fördert PsoriasisArthritis, was eine Entzündung der Gelenke im Rahmen einer Schuppenflechte ist.

 

Verletzungen des Knochens können eine Rhizarthrose auslösen. Bricht der Knochen, kann dies je nach Position des Bruches zu einer Verletzung des Knorpels kommen. Wächst der Knochen dann nicht richtig zusammen, bleibt der Knorpel uneben und die Rhizarthrose nimmt ihren Lauf. Erbliche Faktoren können eine Ursache sein, hierzu zählen die Fehlstellungen von Gelenken oder Erbkrankheiten wie die Gicht. Da sich die Rhizarthrose oft mit den Wechseljahren bemerkbar macht, spielen auch hormonelle Veränderungen eine Rolle. Gelenkerkrankungen, die zu entzündlichen Prozessen führen, leiten oft eine Rhizarthrose ein. Mit zunehmenden Alter treten natürliche Verschleißerscheinungen auf, die ebenfalls zur Rhizarthrose führen können.

 

  • Überbelastung
  • Rauchen
  • Verletzungen, wie Knochenbrüche
  • erbliche Faktoren, wie Fehlstellungen
  • Hormonelle Veränderungen, wie die Wechseljahre
  • Gelenkerkrankungen, wie Gicht oder Rheuma
  • Alterungsprozesse

Symptome und Anzeichen

 

Die Rhizarthrose äußert sich durch Schmerzen. Wenn etwas mit dem Daumen und Zeigefinger gegriffen wird, entstehen Schmerzen an der Streckenseite über das Sattelgelenk des Daumens, beispielsweise beim Anheben einer schweren Getränkeflasche. Drehbewegungen lösen ebenfalls Schmerzen aus, beispielsweise beim Öffnen eines Schraubverschlusses.

Die Schmerzen treten bei vielen Handgriffen im Alltag auf. Eine typische Bewegung, die Schmerzen auslöst bei der Rhizarthrose, ist das schließen eines Schlosses mit einem Schlüssel. Viele Betroffene empfinden ihren Daumen als wackelig und unstabil. Die Rhizarthrose ist eine Erkrankung, die sich langsam einschleicht. Sie sollte auf jeden Fall behandelt werden, denn im letzten Stadium kommen die Schmerzen auch, wenn der Daumen nicht bewegt wird und in der Nacht.

 

Warnzeichen sind, dass das Gelenk schmerzt, die Beweglichkeit schwindet und die Haut ist gerötet. Es kann vorkommen, dass das Daumensattelgelenk morgens nach dem Aufstehen nicht beweglich ist. Das Symptom nennt man Morgensteifigkeit. Es kann bis zu einer Stunde dauern, bis der Daumen wieder beweglich ist.

 

Der Verschleiß der Gelenke beginnt ab dem 30. Lebensjahr. In diesem Anfangsstadium fällt es noch nicht auf. Mit 60 Jahren leidet jeder Fünfte unter Arthrose. Mit steigendem Alter nimmt die Anzahl der betroffenen Personen zu. Das Alter ist nicht der einzige Faktor. Auch das Geschlecht, die Belastung der Gelenke, erbliche Faktoren, Verletzungen und andere Risiken können zu Arthrose führen. Bei der Rhizarthrose sind Frauen am häufigsten betroffen und das in einem Alter um das 40. Lebensjahr. Genauso kommt Rhizarthrose oft mehrfach in einer Familie vor.

 

Arthrose verrät sich durch stechende und bohrende Schmerzen im betroffenen Gelenk. Oft ist nicht nur ein Gelenk betroffen. Patienten, die unter Hüftarthrose leiden haben oft zusätzlich Schmerzen im Knie. Da Arthrose entsteht, wenn die Gelenkflächen beschädigt werden, gibt es oft ein knirschendes Geräusch. Bei Arthrose kommt es gerne zu Bewegungseinschränkungen im betroffenen Gelenk. Morgens ist das Gelenk steif und schmerzt, bis es ein paar Mal bewegt wurde. Arthrose geht mit Entzündungen einher, daher ist das Gelenk oft warm, geschwollen und gerötet.

 

  • Schmerzen beim Greifen
  • Schmerzen bei Drehbewegungen
  • wackeliger und instabiler Daumen
  • Morgensteifigkeit
  • Anlaufschmerz
  • stechender und bohrender Schmerz
  • warmes, geschwollens oder rotes Gelenk
  • bereits erkrankte Familienmitglieder

Diagnose und Krankheitsverlauf

 

Beginnen die Beschwerden, sucht man einen Arzt auf. Zuständig für schmerzende Gelenke ist ein Orthopäde. Man wird dem Arzt erzählen, dass das Greifen schwerfällt und Schmerzen bereitet. Dass der Daumen sich wackelig anfühlt, vielleicht geschwollen ist. Nun muss der Arzt abklären, was die Ursache für die Beschwerden ist. Da Arthrose nur eine mögliche Erkrankung ist, versucht der Arzt nun, Erkrankungen auszuschließen und die beste Behandlungsmethode zu empfehlen. Alles beginnt mit der gerade erwähnten Befragung. Dabei wird gefragt werden, ob das Problem bei anderen Familienmitgliedern vorkommt.

 

Der Harnsäurestoffwechsel wird untersucht, da er Auskunft darüber gibt, ob eine Gicht vorliegt. Dann wird der Arzt den Daumen abtasten. Dabei kann er Verknöcherungen und die Bildung von Osteophyten erkennen. Eine Subluxation ist die Fehlstellung des Gelenkes, kann der Arzt optisch erkennen. Speziell für das Daumensattelgelenk gibt es den Grind-Test. Für den Grind-Test wird die Hand fixiert und das Daumengelenk bewegt. Kann der Arzt nun Knirschgeräusche vernehmen, ist eine Rhizarthrose wahrscheinlich. Die Diagnose wird anschließend mit einem Röntgenbild bestätigt.

 

  • Gischt und andere Stoffwechselerkrankungen ausschließen
  • Grind-Test gibt Knirschgeräusche
  • Fehlstellung des Daumensattelgelenks
  • tastbare Osteophyten (Knochenanbauten im Gelenk
  • Kraftverlust zur Störungen von Drehbewegungen
  • familiär gehäuftes Auftreten innerhalb der Familie
  • Verschlechterung der Adduktionsbewegung des Daumens
  • Röntgendiagnose: Verschmälerung des Gelenkspaltes

klinische Stadien

Alles beginnt im ersten Stadium mit einer leichten Fehlstellung, und Flüssigkeit, die sich aufgrund einer Entzündung der Gelenksinnhaut einlagert. Im zweiten Stadium kommen Osteophyten, welche bis zu zwei Millimeter groß sind und ein verschmälerter Gelenkspalt hinzu. Werden die Osteophyten größer und treten Zysten und eine Sklerose unterhalb des Gelenkes auf, sind wir in dem dritten Stadium. In diesem Stadium verschwinden der Gelenkspalt und die Fehlstellung im Gelenk ist gut erkennbar. Im vierten und letzten Stadium ist das Gelenk des Daumensattels zerstört und die sklerotischen Umbauvorgänge sind deutlich sichtbar.

 

  • Stadium I: leichte Fehlstellung, Entzündungen, Flüssigkeitseinlagerung
  • Stadium II: schmalerer Gelenkspalt und bis zu 2 mm große Osteophyten
  • Stadium III: Sklerose und Zysten unterhalb des Gelenkes, Osteophyten mehr als 2 mm, Gelenkspalt ist weg, Gelenkfehlstellung gut erkennbar
  • Stadium IV: Daumensattelgelenk ist zerstört, unübersehbare sklerotische
  • Umbauvorgänge

Häufigkeit und Diagnosedaten

 

Leider gibt es keine genauen Daten zu Patienten mit Rhizarthrose. Es ist aber bekannt, dass 15 Prozent aller Personen ab einem Alter von 30 Jahren Zeichen von Abnützung am Sattelgelenk des Daumens. In Deutschland gab es Ende 2015 in etwa 82 Millionen Einwohner. Gut 60 Prozent der deutschen Bevölkerung waren zu dem Zeitpunkt 25 Jahre alt oder älter. Damit kann man errechnen, dass 49,2 Prozent der Bevölkerung erste Abnutzungserscheinungen an der Daumenbasis haben. Da in der Regel Frauen zehn Mal häufiger betroffen sind, also auf einen Mann der an Rhizarthrose leidet kommen 10 Frauen, die mit dieser Erkrankung zu kämpfen haben. So kann man die Anzahl der Betroffenen grob abschätzen. Genaue Zahlen könnte man nur über Krankenkassen bekommen.

 

Genauso werden keine Diagnosedaten veröffentlicht. Aber die Prognose sieht bei der Rhizarthrose ähnlich aus. Hier gibt es natürlich Unterschiede in der schwere der Erkrankung und wie gut der Patient auf die Behandlung anspricht. Bei der Rhizarthrose handelt es sich um eine Erkrankung, die durch Verschleiß verursacht wurde. Verschleiß kann man nicht mehr rückgängig machen. Das Hauptziel der Behandlung liegt darin einen weiteren Verschleiß zu vermeiden und das Fortschreiten der Rhizarthrose so weit wie möglich zu verlangsamen. Die Behandlung ist gut möglich. Bei einer erfolgreichen Behandlung kann der Patient sich über eine beschwerdefreie Zeit freuen. Je nach Stadium der Rhizarthrose und nach Anspruch des Patienten, gibt es verschiedene operative Behandlungsmethoden, die optimale Ergebnisse für einen langen Zeitraum erzielen. So findet sich für jeden Patienten die optimale Lösung, mit der er gut mit seiner Rhizarthose klar kommt.

 

Komplikationen bei der Krankheit

 

Bei der Rhizarthrose selber kommt es nicht zu Komplikationen, sondern bei der Behandlung der Krankheit kann es zu Schwierigkeiten kommen. Bei der Radiosynoviorthese wird radioaktives Material in das Sattelgelenk des Daumens gespritzt. Dadurch soll die Rhizarthrose gestoppt und sogar verbessert werden. Bei der Radiosynoviorthese kann es zu Komplikationen kommen, wie Verklebungen bis hin zur Einsteifung des Daumensattelgelenkes, Infektionen und das Absterben von Gewebe. Es gibt operative Behandlungsmethoden, hier kann es zu Infekten kommen oder die Wundheilung wird gestört. Es kann Problem mit der Narbe geben, entweder sie verheilt schlecht oder es kommt zu Narbenwucherung. Im schlimmsten Fall bleiben Funktionsstörungen des Daumensattelgelenkes zurüCK. Dann muss nochmals operiert werden. Eine ebenfalls beliebte Behandlungsmethode ist das Spritzen von Schmerzmitteln und oder Kortison. Die Spritze könnte einen Nerv treffen.

 

Das gespritzte Medikament kann das umliegende Gewebe oder die Muskeln schädigen. In weit fortgeschrittenen Fällen gibt es sogar die Möglichkeit ein neues Gelenk einzusetzen oder das kaputte Gelenk mit eigenem Material des Patienten rekonstruiert. Dabei kann es zu den üblichen Operationsrisiken, wie Wundheilung usw. kommen. Die Narkose ansich beihaltet ein gewisses Risiko und im schlechtesten Fall, wird die Hand nach der OP dick und ist vorübergehend komplett eingeschränkt.

 

  • Verklebung des Gewebes nach der Radiosynoviorthese
  • abgestorbenes Gewebe nach der Radiosynoviorthese
  • Infekte nach einer OP
  • Wundheilungsstörungen nach einer Operation
  • wuchernde Narben
  • Gelenkversteifung nach der Radiosynoviorthese oder nach der Operation
  • allergische Reaktion auf das Medikament der Spritze
  • das gespritzte Medikament schädigt das Gewebe oder den Muskel
  • die Spritze verletzt einen Nerv
  • das Narkoserisiko
  • als Folge einer OP kann die ganze Hand geschwollen und eingeschränkt sein

Lassen Sie sich nicht von den möglichen Komplikationen abschrecken. Sie sollten auf jeden Fall mit den Beschwerden der Rhizarthrose zu einem Orthopäden gehen. Die Erkrankung sollte behandelt werden, damit der Verlauf sich verlangsamt und Sie noch lange gut damit leben können. Ohne eine Behandlung wird es schnell schlechter werden. Mit dem Wissen um die Komplikationen können Sie aber besser abschätzen, welche Behandlungsmethode für Sie optimal ist.

 

Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Wenn bei der Rhizarthrose bemerkbare Beschwerden auftreten, wie ein instabiler Daumen, Schmerzen oder Morgensteifigkeit sollte man einen Arzt aufsuchen. Bei der Rhizarthrose handelt es sich um Krankheit, die durch Verschleiß entsteht. Je früher die Diagnose Rhizarthrose gestellt wird, je schneller kann man die Behandlung einleiten und umso besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung.

 

Die Frage, welcher Arzt aufzusuchen ist, ist gut. Wenn man es nicht genau weiß, ist immer der Hausarzt ein guter Ansprechpartner. Er kann sich ein vorläufiges Urteil bilden und seine Patienten anschließend zum passenden Facharzt überweisen. Bei der Rhizarthrose ist ein Gelenk betroffen, das ist eindeutig das Fachgebiet eines Orthopäden.

 

Behandlungsmethoden und Therapie

 

Die Therapie bei Rhizarthrose erfolg in der Regel zu beginn erst konservativ und eventuell später operativ. Das Ziel der konservativen Therapie ist es die Entzündung im Gelenk zu bekämpfen, damit die Schmerzen zu lindern und ein Fortschreiten der Rhizarthrose zu verhindern.

Zu der konservativen Therapie gehören folgende Maßnahmen: schonen des Gelenkes, kühlen des Gelenkes, Spritzen mit entzündungshemmenden Medikamenten. Neben den entzündungshemmenden Medikamenten kann Hyaluronsäure gespritzt werden, welche die Gleitfähigkeit des Gelenkes verbessert. Das Schonen kann beispielsweise mit einer Handgelenksschiene durchgeführt werden. Dabei sind alle anderen Finger beweglich, aber der Daumen ist ruhiggestellt.

Wer sich mehr für Naturheilkunde begeistert kann die Blutegeltherapie probieren. Blutegel geben beim Saugen entzündungshemmende Wirkstoffe ab, was sich positiv auf das betroffene Gelenk auswirken kann.

 

  • schonen bis hin zu ruhigstellen des Daumens
  • Kühlen des Gelenkes
  • Entzündungshemmende Medikamente ins Gelenk spritzen
  • die Einnahme entzündungshemmender Medikamente
  • Hyaluronsäure ins Gelenk spritzen

Die Operationen zur Behandlung von Rhizarthrose sind genauso vielfältig wie die konservativen Therapien. Die OP-Techniken werden dabei in unterschiedliche Techniken unterteilt. Die Sattelgelenkarthroseplastik, bei der einer der beiden defekten Knochen entfernt wird. Eine Nervendurchtrennung kann die Schmerzen mindern oder im besten Fall komplett beseitigen. Es kann ein „neuer“ Knochen, wie ein neues Hüftgelenk eingesetzt werden. Die Operation nennt man dann Endoprothese. Nach einer Operation kann der Patient in der Regel die Finger bewegen und der Daumen ist ruhig gestellt.

Zuerst liegt der Schwerpunkt darauf, dass die operierte Hand nicht anschwillt und die Schmerzen minimiert werden. Dafür gibt es Tabletten gegen Schmerzen und eventuell auch gegen Entzündungen, die Hand wird hochgelagert und gekühlt. Etwa sechs Wochen lang, ab der Operation ist die behandelte Hand beeinträchtigt. Danach kann es langsam wieder mit der Belastung losgehen. Sinnvoll ist hier eine Unterstützung der operierten Hand mit Krankengymnastik.

 

  • Arthroplastik
  • Nervendurchtrennung
  • Endoprothesen

Vorbeugung – Impfung und Prävention

 

Eine Impfung gibt es leider in dem Bereich nicht. Man kann vorsorgen, in dem man bei der Arbeit alle Schutzmaßnahmen einhält. Ansonsten kann man alles für das Daumensattelgelenk tun, was anderen Knochen ebenfalls guttut. Grünes Gemüse enthält Vitamin K, Vitamin D ist gut, damit der Körper Kalzium und Phosphor gut aufnehmen kann.

Vitamin D findet man in großen Mengen bei Fisch, wie Hering, Makrele oder Lachs, also in Seefischen. Mineralwasser ist ebenfalls ein guter Kalziumlieferant, aber hier sollte man darauf achten, dass der Natriumgehalt nicht über 50 Milligramm liegt.

Wer ausreichend Kalzium aufnimmt, sollte auf genügend Vitamin C achten, der das verbessert die Kalziumaufnahme. Vorsichtig sollte man sein bei dem Genuss von Alkohol, fetten Speisen, Kochsalz, Oxalsäure enthalten in Schokolade, Rhabarber oder rote Beete, Ballaststoffe oder Lebensmittel mit hohem Phosphorgehalt, wie Schmelzkäse, Wurst und viele Fertiggerichte.

All diese Lebensmittel entziehen dem Körper Kalzium. Normalerweise ist Bewegung gut für Knochen, aber das Daumensattelgelenk ist von Natur aus in 25 Prozent der Bewegungen eingebunden. Zusätzliche Bewegung wäre da eher kontraproduktiv.

 

Prognose zur Heilung

 

Bei der Rhizarthrose handelt es sich um eine Verschleißerkrankung. Da es aktuell keine Möglichkeit gibt, die verschlissenen Teile nachwachsen zu lassen, ist eine komplette Heilung nicht möglich. Wenn die ersten Beschwerden auftreten, ist der Verschleiß bereits fortgeschritten. Bei dem Behandlungserfolg gilt, je eher die Rhizarthrose entdeckt wird, je besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlung.

Die Behandlung fängt konservativ an. Hier wird der Daumen ruhig gestellt. Am Anfang der Rhizarthrose kann eine Ruhepause dazu dienen, dass die verschlissenen Teile erholen und mit ein wenig Glück sogar regenerieren. Ist die Rhizarthrose weiter fortgeschritten, kommt es zu Schmerzen und Entzündungen. Um die Entzündungen zu bekämpfen reicht die Ruhigstellung oft nicht mehr aus.

 

Dann muss zusätzlich mit Medizin gearbeitet werden, welche die Entzündung bekämpft. Geht die Entzündung, mindert sich meist ebenfalls der Schmerz. Oder es gibt ein zusätzliches Medikament gegen den Schmerz oder ein Kombipräparat gegen beides. Die Medizin kann als Tablette eingenommen werden oder direkt in das betroffene Daumengelenk gespritzt werden. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Spritze Nebenwirkungen haben kann, wie Unverträglichkeiten oder Gewebeschäden.

 

Zusammengefasst: Es gibt viele Methoden, welche die Rhizarthrose mildern, aber nicht komplett besiegen. Es ist aber durchaus möglich, dass der Verlauf der Krankheit über Jahre extrem verlangsamt wird.

 

Neues Gelenk, neuer Daumen?

 

Jeder kennt heutzutage jemanden, der ein neues Gelenk hat. In den meisten Fällen geht es dabei um die Hüfte oder das Knie. Wie kann es sein, dass so viele Menschen davon betroffen sind? Ist doch eigentlich in unserer modernen Gesellschaft erstaunlich. In manchen Fällen soll es genetisch bedingt sein. Oft ist es Überlastung entstanden, durch Sport oder Arbeit.

Ein Aspekt, welchem noch nicht genug Beachtung geschenkt wird, ist die Ernährung. Wenn aber das Kind in den Brunnen gefallen ist, um es einmal böse auszudrücken, gibt es die moderne Medizin, die uns Gott sei Dank helfen kann. Erst gibt es eine konservative Behandlung, irgendwann reicht diese nicht mehr und es kommt zur Operation. Es gibt unterschiedliche Operationsmethoden, wie bereits im Text ausgeführt. Eine mögliche Operationsmethode ist, das Daumensattelgelenk durch eine Prothese zu ersetzen.

 

Natürlich kann es bei jeder Operation zu Nebenwirkungen kommen. Ob es jetzt als Vorteil oder Nachteil zu sehen ist, muss jeder selber für sich entscheiden. Ein künstliches Gelenk ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Die meisten Patienten kommen sehr gut mit ihren künstlichen Gelenken klar, egal ob es sich um den Daumen, die Hüfte, das Knie oder ein anders Gelenk handelt. Der Patient muss sich darüber klar sein, dass es eben ein künstliches Gelenk ist und er ein wenig behutsam herangehen muss.

Neben dem Gelenk gibt es Gymnastik und mit der Zeit fällt es kaum noch auf, dass das Gelenk ein Ersatzteil ist. Eventuell dürfen einige Bewegungen nicht mehr ausgeführt werden. Dies ist allerdings ganz individuell und hier ist die Wahl eines guten Arztes, dem man Vertrauen schenken kann wichtig. Vor allem sollte der Patient sich vor der Operation überlegen, was er nach der Operation auf jeden Fall noch machen will.

 

Alternative Behandlungsmethoden

 

Es gibt viele alternative Behandlungsmethoden, dabei ist nicht jede Alternative für jeden Patienten sinnvoll. Nicht alle Alternativen sind wissenschaftlich belegt. Der Arzt sollte zusammen mit dem Patienten abklären, welche Alternative eine Möglichkeit wäre. Hier einige Beispiele der alternativen Behandlungsmethoden mit einer allgemeinen Erklärung. Der genaue Effekt bei der Behandlung der Rhizarthrose wird im weiteren Textverlauf erläutert.

Traditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin wird mit TCM abgekürzt. Es ist eine Heilkunst, die seit mehr als 2000 Jahren praktiziert wird. Wie der Name vermuten lässt, stammt die TCM aus dem ostasiatischen Raum. Neben China, wurde TCM auch in Japan, Korea und Vietnam praktiziert. Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Formen der TCM. In China fällt bei der traditionellen chinesischen Medizin, das Wort traditionell weg. Es wird in der Regel in China nicht verwendet.

 

Die Kampo-Medizin ist die wohl bekannteste Form der TCM. Kampo ist aus der traditionellen chinesischen Medizin entstanden. Der Name Kampo kommt aus dem Japanischen. Es ist eine Form der Pflanzenheilkunde. Die Bezeichnung Kampo sollte dazu dienen, die traditionelle Medizin von der neu ins Land kommende westlichen Medizin abgrenzen. In Japan dürfen nur approbierte Ärzte Kampo anwenden.

Akupunktur

Der Begriff Akupunktur setzt sich aus den lateinischen Wörtern Nadel (acus) und das Stechen (punctio) zusammen. Die Akupunktur gehört zur traditionellen chinesischen Medizin. Bei der Akupunktur werden spezielle Nadeln an bestimmten Stellen in den Körper gestochen. Die Akupunktur bezieht sich auf das Qi. Das Qi ist die Lebensenergie des Körpers. Das Qi verläuft auf bestimmten Bahnen. Wird das Qi in seinem Fluss gestört, entstehen Krankheiten. Der Einstich der Nadel am entsprechenden Punkt, soll das Qi wieder fließen lassen und damit die Krankheit beheben.

Den gleichen Effekt kann man mit Akupressur und mit der Moxibustion erzielen. Bei der Akupressur wird mit stumpfen Druck gearbeitet und bei der Moxibustion mit Wärme. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirkung, viele Fachleute gehen von einem Placeboeffekt aus, aber viele Patienten schwören darauf und haben Erfolge damit erzielt.

Ayurveda

Auch bei Ayverda handelt es sich um eine traditionelle Medizin, diesmal aus dem indischen Raum, aber auch Nepal, Sri Lanka und dem asiatischen Raum wird Ayuveda praktiziert. In unseren Breiten gilt Ayurveda im Rahmen der Wellness verwendet. Ayurveda ist eine traditionelle Alternative Medizin, in der es nicht um einzelne Maßnahmen geht, sondern es ist ein ganzheitliches Konzept. Mit der klassischen Naturwissenschaft hat Ayuverda wenige Schnittmengen, trotzdem wird Ayurveda seit Jahrhunderten erfolgreich praktiziert.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Eine Heilpflanze nennt man auch Arzneipflanze oder Drogenpflanze. Eine Heilpflanze besitzt Wirkstoffe, die Krankheiten verbessern kann und dadurch zur Heilung herangezogen werden kann. Die Anwendungsformen sind vielfältig, so können Tees, Kosmetika, Badezusätze oder Phytopharmaka produziert werden. Handelt es sich um eine krautige Heilpflanze, wird die Heilpflanze auch Heilkraut genannt. Eine Heilpflanze kann gleichzeitig eine Giftpflanze sein.

ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht entzündlich und flüchtige Stoffgemische. Es werden verschiedene organische Stoffe gemischt, die ineinander löslich sind, wie Ester, Terpene, Alkohole oder Ketone. Es gibt verschiedene Wege an ätherische Öle zu gelangen. Es gibt natürliche Quellen oder es wird synthetisch hergestellt. Die natürlichen Quellen sind in der Regel Pflanzen. Hier werden ätherische Öle durch Wasserdampfdestillation, Auspressen oder Extraktion von Pflanzen oder Teile der Pflanzen. Pflanzen haben die ätherischen Öle, weil sie die ätherischen Öle nutzen, um damit Schädlinge fernzuhalten oder für sie nützliche Insekten anzulocken.

Homöopathie und Globuli

Bei der Homöopathie handelt es sich um eine alternative Form der medizinischen Behandlung. Entstanden ist sie 1796 nach einer Veröffentlichung von Samuel Hahnemann, einem deutschen Arzt. Hahnemann war der Meinung, dass Krankheiten darauf hindeuten, dass das Lebensprinzip krankhaft verstimmt ist. Hahnemann war der Meinung, das Ähnliches von Ähnlichem geheilt wird.

Ein homöopathisches Heilmittel wird danach ausgewählt, dass es im unverdünnten Zustand die gleichen Symptome hervorruft, wie die Krankheit des Patienten. Nach diesem Prinzip entstand eine große Auswahl an Medikamenten. Da viele Substanzen giftig sind, wurden die Verdünnungen eingeführt. Die auf die Weise entstandenen Flüssigkeiten werden mit Milchzucker verrieben.

Die mit der Flüssigkeit angereicherten Milchzuckerkügelchen nennt man Globuli. Auch hier fehlt die wissenschaftliche Anerkennung. Oft werden Erfolge dem Placeboeffekt zugeschrieben. Wer ein Tier hat, hat vielleicht die Erfahrung gemacht, dass Globuli bei Tieren helfen, wo man es nicht auf Placebo schieben kann.

Schüßler-Salze

Eine weitere Alternative zur Schulmedizin findet sich in den Schüßler-Salzen. Bei Schüßler-Salzen wird mit Mineralsalzen in homöopathischen Dosierungen gearbeitet. Entwickelt wurde das System von einem Arzt. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821 – 1898). Die Grundlage ist die Idee, dass Krankheiten entstehen, weil der Mineralhaushalt des Körpers gestört ist. Durch die Gabe entsprechender Mineralien soll die Heilung stattfinden. Der Nachweis zu den Schüßler-Salzen fehlt bisher.

Diät und Ernährung

Es gibt einen Spruch: „Du bist, was Du isst.“ Der Spruch trägt viel Wahrheit in sich. Sucht man einwenig im Internet wird man auf viele Menschen stoßen, die eine besondere Ernährungsform haben und erzählen, wie sich ihre Gesundheit gebessert hat, seit dem sie ihre Ernährung umgestellt haben. Leider ist es schwierig, die richtige Ernährung zu finden, da es viele unterschiedliche Meinungen gibt. Nur ein Beispiel, das Thema Milch. Der eine Fachmann sagt, Milch ist gut für die Knochen, der andere Fachmann sagt, dass Milch zu viel Kalzium hat und somit schlecht für die Knochen ist. Wen glaubt man da? Dazu kommen noch andere Aspekte, die Einfluss auf die Ernährung nehmen können, wie der Tierschutz oder die globalen Auswirkungen.

 

Welche Hausmittel können helfen?

Apfelessig

Apfelessig hilft dabei, dass der pH-Wert im Körper im Gleichgewicht ist, denn er hat Basen bildende Eigenschaften und wirkt zusätzliche entzündungshemmend. Neben diesen positiven Eigenschaften lindert Apfelessig die Schmerzen und verringert die Steifheit der Hände, was die Beweglichkeit automatisch verbessert.

 

Die Anwendung von Apfelessig ist kinderleicht, einfach einen Esslöffel Apfelessig in ein Glas mit warmen Wasser geben. Damit es schmeckt, darf gerne Honig hinzugefügt werden. Wird die Mischung täglich getrunken, nehmen die Entzündungsvorgänge im Körper ab. Es braucht dazu nur einmal täglich getrunken werden.

 

Apfelessig kann zusätzlich äußerlich angewendet werden. Für die äußerliche Anwendung eine Tasse warmen Apfelessig mit ¼ bis ½ Teelöffel Cayennepfeffer anreichern und das Gelenk 15 Minuten darin baden. Anschließend das Gelenk gründlich abspülen. Die äußerliche Anwendung kann ebenfalls einmal täglich durchgeführt werden.

Bittersalzbad

Ein Bittersalzbad ist eine tolle Sache, denn man muss dafür bequem in der Badewanne mit warmen Wasser liegen. Aber von vorne. Eine Folge der Arthrose sind demineralisierte Knochen, denn die Demineralisierung führt zu schmerzenden Knochen. Auch Verspannungen und Verkürzungen der Muskeln bereiten Schmerzen. Die Nerven schmerzen können in einer Demineralisierung begründet sein.

Bittersalz punktet mit einem hohen Magnesiumgehalt. Gibt man zwei Tassen Bittersalz in eine Badewanne mit warmen Wasser, kann man darin 20 Minuten baden und dem Körper die Gelegenheit geben, das fehlende Magnesium über die Haut aufzunehmen. Nur wenn der Körper über ausreichend Magnesium verfügt, kann er die Signale der Muskeln und Nerven perfekt weiterleiten. Gebadet werden kann dreimal wöchentlich.

Honig und Zimt

Honig und Zimt ist nicht nur geschmacklich interessant. Gemischt wird ein Esslöffel Honig mit einem Teelöffel gemahlenen Zimt. Die Mischung wird dann jeden Morgen auf nüchternen Magen gelutscht. Die Einnahme kann über Wochen erfolgen. Durch die Mischung entspannen sich die Muskeln in den Händen. Entzündliche Stoffe werden schneller abtransportiert, was dafür sorgt, dass die Schmerzen gelindert werden.

Olivenöl

Olivenöl punktet mit der Verbindung Oleocanthal. Oleocanthal verhindert die Produktion der pro-inflammatorischen COX-1- und COX-2-Enzyme. Dadurch werden entzündliche Prozesse gemindert, Schwellungen werden verringert und damit Schmerzen gemindert. Die Wirkung ist perfekt bei Arthrose. Dazu kann das Olivenöl verzehrt werden oder die Muskeln werden damit massiert.

 

Wickel mit Heilerde, Senfkompresse aus Senfmehl und kühlende Quarkauflagen, sind bei Arthrose genauso beliebt und hilfreich wie Kohlwickel.

 

Heilkräuter und Heilpflanzen

Ingwer

Ingwer hat eine entzündungshemmende Wirkung und bietet antioxidative Eigenschaften. Damit kann Ingwer entzündete Gelenke bei der Heilungen unterstützen. Dadurch kann Ingwer hervorragend gegen Arthrose eingesetzt werden. Ingwer kann als Tee getrunken werden. Einfach Ingwer reiben. Einen Teelöffel frisch geriebenen Ingwer in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Den Tee dann zehn Minuten ziehen lassen und nach individuellem Geschmack mit Honig würzen. Zwei bis drei Mal täglich trinken und das so lange, bis der Schmerz weniger wird. Zusätzlich kann Ingweröl zur Massage der schmerzenden Muskeln eingesetzt werden.

Kurkuma

Kurkuma punktet mit antiseptischer, antioxidativer und antibakterieller Wirkung. In ein Glas Mandelmilch einen Teelöffel Kurkuma geben und eventuell mit Honig süßen. Jeden Tag einmal trinken, bis die Schmerzen besser werden.

Knoblauch

Die Schwefelverbindungen des Knoblauches reduzieren die entzündlichen Vorgänge in den Gelenken und mindern die Schmerzen. Zudem kann Knoblauch noch das antirheumatisch wirkende Selen bieten. Die Anwendung ist leicht. Jeden Morgen bis zu drei Knoblauchzehen zerquetschen und mit einem Glas warmen Zitronenwasser einnehmen. Man kann genauso zwei Knoblauchzehen hacken und in zwei Esslöffel Senföl anbraten. Ist das Gemisch auf eine angenehme Wärme abgekühlt, das schmerzende Gelenk damit massieren. Die Massage kann zweimal täglich durchgeführt werden.

Arnikablüten

Umschläge mit Arnikablüten sind genauso wirksam, wie eine Creme mit Arnikablüten-Tinktur für die Masssage.

Retterspitzumschläge

Retterspitzumschläge werden mit einer Kräutertinktur aus Zitronensäure, Arnika und Rosmarin hergestellt.

Gerstengras

Gerstengras reinigt den Körper von innen und hat eine extrem entzündungshemmende Wirkung. Das im Gerstengras enthaltene Chlorophyll wirkt gegen Entzündungen, schützt vor freien Radikalen und fördert die Aufnahme und das Ausführen der Giftstoffe. Zudem liefert das Gerstengras Enzyme, welche die Verdauung verbessern. Gerstengras verbessert die Blutwerte, indem es den Cholesterinspiegel senkt und die Blutzuckerwerte verbessert. Außerdem reinigt es die Haut. Die Anwendung ist kinderleicht, zwei bis drei Mal täglich trinkt man ein Glas Wasser, in dem ein gehäufter Teelöffel Gerstengraspulver aufgelöst wurde.

Roher Kakao

Die Pflanze mit der weltweit höchsten pflanzlichen Magnesiumquelle ist roher Kakao. Der Körper benötigt Magnesium, um die Muskeln zu entspannen, und versorgt die Muskeln mit Energie. Magnesium wirkt gegen Schwellungen und lindert Gelenkschmerzen. Ein Teelöffel rohe Kakaonibs liefern ausreichend Energie und Magnesium. Der Geschmack gleicht dem Geschmack von Zartbitterschokolade und die kleinen Kakaostückchen lassen sich gut handhaben.

 

Ätherische Öle

 

Es gibt einige ätherische Öle, die hilfreich sind, wenn man unter chronischen Entzündungen leidet.

Ätherisches Weihrauchöl

Seit mehreren tausend Jahren ist Weihrauch ein beliebtes Heilmittel im Ayurveda. Gewonnen wird das Öl aus dem Harz des Weihrauchbaumes. Die entzündungshemmende Wirkung wurde sogar 2011 in einer Metastudie belegt. Eine Metastudie wertet mehrere vorhandene Studien aus. Ätherisches Weihrauchöl ist so mild, dass es direkt auf die Haut aufgetragen werden kann und dabei pflegend wirkt.

Ätherisches Copiabaöl

Den Copiaba-Baum findet man in den Regenwäldern des Amazonases. Die Einheimischen schätzen seine heilende Wirkung seit je her. Es gab eine kleine Studie, in welcher Copiabaöl sogar schulmedizinische Medikamente, wie Diclofenac übertrumpfen konnte. Beta-Carophyllen ist ein Inhaltsstoff, der mehr als die Hälfte ausmacht. Beta-Carophylle ist extrem entzündungshemmend und gleichzeitig so mild, dass das Öl in hoher Konzentration auf die Haut aufgetragen werden kann und dabei pflegend für die Haut wirkt.

Ätherisches blaues Kamillenöl

Eins der bekanntesten ätherischen Öle ist das Öl gewonnen aus der deutschen Kamille. Die herrliche blaue Farbe kommt vom Chamazulen, welches mehr als 60 Prozent der Inhaltsstoffe aus macht. Auch Chamazulen kann mit einer entzündungshemmenden Wirkung punkten. Eine Studie im Jahr 2013 zeigte, dass Kamille zusammen mit Myrrhe und Aktivkohle bei Colitis Ukcerosa, einer chronischen Dickdarmentzündung genauso gut wirkte, wie das übliche schulmedizinische Medikament. Neben dem Chamazulen gibt es viele Antioxidantien im blauen Kamillenöl, welche ebenfalls entzündungshemmend wirken.

Ätherisches Immortellenöl

Aus dem Mittelmeerraum kommt die Immorelle, welche auch als italienische Strohblume bekannt ist. Viele wissenschaftliche Studien bestätigten ihre entzündungshemmende Wirkung. Ein guter Grund, das Immortellenöl in Mischungen mit ätherischem Öl zu verwenden, die entzündungshemmend wirken sollen.

Ätherisches Gewürznelkenöl

Die Gewürznelke stammt vom Gewürznelkenbaum, der aus den Philippinen stammt. Das Gewürznelkenöl beinhaltet extrem viel antioxidatives Potential und kann damit Entzündungen bereits am Entstehen hindern. In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, das Eugenol entzündungshemmend wirkt. Eugenol ist ein Inhaltsstoff, der mit mehr als 70 Prozent im Gewürznelkenöl vertreten ist.

Ätherische Ol-Mischung gegen Entzündungen.

Aus den vorgestellten ätherischen Ölen, kann man eine wirkungsvolle Mischung zusammenstellen. Die Mischung trägt man täglich auf die Innenseite der Unterarme auf, da die Haut dort dünn ist und die Mischung gut aufgenommen werden kann. Ist die Entzündung chronisch, gibt man die Mischung zusätzlich auf die Fußsohlen.

 

  • Geben Sie alle Zutaten zusammen in eine Glasflasche:
  • jeweils 12 Tropfen ätherisches Weihrauch- und Copaibaöl
  • 10 Tropfen ätherisches blaues Kamillenöl
  • jeweils 5 Tropfen Immortellen- und Gewürznelkenöl
  • jeweils 30 ml Oliven- und Kokosöl
  • und 40 ml Johanniskrautöl.

Johanniskraut ist auch als Rotöl bekannt. Aufpassen muss man bei der Anwendung nur mit der Sonne, da Johanniskraut die Sonnenempfindlichkeit der Haut erhöht.

 

Homöopathie und Globuli

 

Auch in der Homöopathie gibt es unterschiedliche Mittel, die bei der Arthrose Verbesserungen bewirken können.

Acidum Formicicum:

Die deutsche Bezeichnung ist: Ameisensäure. Die Waldameise produziert in ihren Hinterleibsdrüsen ein Mittel, welches die Ameise zur Verteidigung einsetzt. Die stechend riechende Säure ist farblos und findet sich ebenfalls in Bienenhonig. Beim Menschen erzeugt die Säure auf der Haut und an den Schleimhäuten Reizungen. Um die Säure zu gewinnen, müssen Ameisen ausgepresst werden. Eingesetzt wird das Mittel unter anderem bei chronischen Entzündungen und Schmerzen der Gelenke ausgelöst durch Fehlstellungen oder Überlastungen.

Acidum Sulfuricum

Die deutsche Bezeichnung ist Schwefelsäure. Schwefelsäure ist eine ölige, farblose Flüssigkeit. Schwefelsäure ist mit Vorsicht zu genießen. Sie führt zu schweren Verätzungen und für Pflanzen und Tiere ist es toxisch. Es wird unter anderem bei Arthritis angewendet.

Aranin

Es ist eins der selten verwendeten Mittel. Es wird unter anderem eingesetzt, um Muskelschmerzen zu behandeln. Patienten, denen mit Aranin benötigen, sind oft zitternd, unruhig und hastig. Aranin ist auch als schwarze Nachtspinne bekannt.

Aristolochia

Die deutsche Bezeichnung ist Osterluzei. Es wird aus der Krautpflanze Aristolochia Clematis gewonnen, die in Süddeutschland und im südlichen Europa wächst. Der Name Aristolochia bedeutet im Deutschen: „Gut zum Gebären“. Es lindert Wechseljahresbeschwerden und wirkt entzündungshemmend.

Calcium sulfuricum

Die deutsche Bezeichnung ist Calciumsulfat und Kalziumsulfat. Die Homöopathie verwendet nur reines und natürliches Calciumsulfat. Es wird unter anderem zur Behandlung von Arthritis und Arthrose eingesetzt.

Formica Rufa

Das Präparat wird hergestellt aus der roten Waldameise und enthält somit alle Bestandteile der Ameise inklusive der Ameisensäure. Das Mittel wird erfolgreich zur Linderung von Gischt und Rheuma eingesetzt.

Harpagophythum

Ebenfalls als Teufelskralle bekannt, wird gerne zu Linderung von Gelenkbeschwerden eingesetzt, die durch Entzündungsprozesse ausgelöst wurden.
Gegen: Gelenkbeschwerden durch Entzündungsprozesse.

Wie werden Globulis eingenommen?

Die nötige Potenz der Globulis ergibt sich aus den Symptomen. Es gilt die Regel, je heftiger die Beschwerden sind, umso häufiger wird das Mittel eingenommen. Die Symptome verraten wieder, wie oft das Medikament eingenommen werden soll.

 

  • Richtlinie zur Einnahme:
  • Bis zur Potenz D6/C6: dreimal täglich eine Gabe
  • Bis zur Potenz D15/C15: zweimal täglich eine Gabe- die Potenz C30: einmal wöchentlich eine Gabe
  • Die LM-Potenzen: dreimal wöchentlich eine Gabe
  • Hohe Potenzen, ab D200/C200 (Ausnahme: LM-Potenzen) sollte man erst dann wiederholt anwenden, wenn die Wirkung der zuletzt eingenommenen Gabe vorbei ist, was vier bis acht Wochen dauern kann.
  • Sollte sich zwischen den Gaben Veränderungen ergeben, verdoppeln Sie die Zeiträume zwischen weiteren Gaben.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, wieder gesund zu sein, nehmen Sie trotzdem weitere zwei Tage lang die halbe empfohlene Dosis ein.

Schüssler-Salze

 

Schüßler-Salze, die bei Arthrose hauptsächlich verwendet werden:

Schüßler-Salz Nr.1 – Calcium fluoratum D12

Der deutsche Name ist Kalziumfluorid Fluorkalzium. Es ist ein Fluorit, Flussspat. Die chemische Verbindung ist CaF2. Im Körper findet man es im Zahnschmelz, in den Hautzellen, in elastischen Fasern und den Knochen. Die Hauptanwendung ist das Knochenmittel.

Schüßler-Salz Nr. 11Silicea

Der deutsche Name ist Siliziumdioxid, Kieselerde. Es ist ein Quarz. Die chemische Verbindung ist SiO2. Im Körper findet man es in den Haaren, dem Bindegewebe, den Nägeln und der Haut. Die Anwendung unter anderem für den Aufbau der Knochen, Nerven und Muskeln.

Schüßler-Salz Nr.9 – Natrium phos.

Der deutsche Name ist Natriumphosphat. Es kommt in der Natur nicht vor. Die chemische Verbindung Na2HPO4 12H2O. Im Körper findet man es in Nerven- und Muskelzellen, in Gehirnzellen, in Gewebsflüssigkeit und im Blut. Es wird hauptsächlich als Entsäuerungsmittel verwendet.

Schüßler-Salz Nr.8 – Natrium chloratum

Der deutsche Name ist Natriumchlorid, Kochsalz. Es ist ein Steinsalz. Die chemische Verbindung ist NaCl. Im Körper findet man es in extrazellularen Flüssigkeiten. Es reguliert die Wasseraufnahme der Zellen.

Schüßler-Salz Nr. 7Magnesium phosphoricum

Der deutsche Name ist phosphorsaures Magnesium. Es ist Phosphorrößlerit. Die chemische Verbindung ist MgHPO4 7H2O. Im Körper findet man es im Gehirn, den Muskeln, dem Rückenmark, den Nervenzellen, den Knochen, den Zähnen und dem Blut. Es wird hauptsächlich als Drüsen-, Knochen- und Krampfmittel eingesetzt.

 

  • Die Anwendung der Schüßler-Salze:
  • Von jeder Schüßler Nr. 3x täglich 2 Tabl. im Munde zergehen lassen
  • Alternativ:
  • Tagesmenge sämtlicher Tabl. in einem Liter heißem Wasser (Warmhaltekanne) auflösen und trinken.

Diät und Ernährung

 

Über die passende Ernährung bei Arthrose scheiden sich die Geister. Einige sind für den Genuss von Milch, andere dagegen. Das Essen von Schweinefleisch soll bei Arthrose ebenfalls nicht gut sein. Sicher ist man aber, dass eine Ernährung mit magnesiumhaltigen Lebensmitteln eine Arthrose positiv beeinflusst. Zu den Lebensmitteln mit viel Magnesium gehören Kürbiskerne, Bananen, roher Kakao, Mandeln oder Avocados. Heilfasten kann sich ebenfalls positiv auswirken, es sollte aber vorab mit dem Arzt besprochen werden. Ist der Patient übergewichtig, ist eine Reduzierung des Gewichtes auf jeden Fall sinnvoll.

 

FAQ – Fragen und Antworten

Ist Arthrose gefährlich?

Die Arthrose ist schmerzhaft, aber sie bedroht das Leben nicht.

Wo kann Arthrose entstehen?

Damit Arthrose entstehen kann, benötigt es Knorpel. Knorpel findet sich überall da, wo Gelenke sind. Der Mensch hat 143 Gelenke, wie die Knie, die Hüften, die Ellenbogen, die Schultern, die Wirbel oder die Finger.

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

Bei der Arthrose handelt es sich um einen Verschleiß am Knorpel. Bei der Arthritis handelt es sich um eine Entzündung im Gelenk. Beide Krankheiten arbeiten zusammen. Erst kommt die Arthrose und löst eine Arthritis aus, wobei die Arthritis dann wieder die Arthrose verschlimmert.

Wie läuft jede Arthrose grundsätzlich ab?

Egal, welches Gelenk von der Arthrose betroffen ist, der Ablauf ist immer gleich. Der Gelenkknorpel verliert Elastizität. Der Knorpel baut sich ab und bekommt Risse. Der Knochen wird am Gelenk härter, weil er sich verdichtet. Es entstehen Knochenvorsprünge, welche die Gelenkfläche verkleinern und Schmerzen verursachen.

Die Kategorien von Knorpelschäden:

Es gibt vier Schadensgrade bei den Knorpelschäden:

 

  • Knorpelschäden I. Grades:
  • Die Knorpeloberfläche wird weich, ist aber noch nicht geschädigt.
  • Knorpelschäden II. Grades:
  • Die Oberfläche des Knorpels ist aufgeraut und es gibt leichte Schäden.
  • Knorpelschäden III. Grades:
  • Die Knorpelfläche ist geschädigt Typ Kratertyp, es gibt bereits Brüche im Knorpel
  • Knorpelschäden IV. Grades:
  • Knorpelzerstörung mit freiliegendem Knochen. Das Gelenk ist schwer geschädigt.
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