Metabolisches Syndrom

Steckbrief: Metabolisches Syndrom

  • Name(n): Metabolisches Syndrom; Syndrom X; tödliches Quartett; Reaven-Syndrom; Insulinresistenzsyndrom
  • Art der Krankheit: Kombination verschiedener Krankheiten
  • Verbreitung: Vor allem in den westlichen Industrieländern
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Circa 1990
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Ungesunder Lebensstil
  • Wieviele Erkrankte: Unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Diätologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): Es gibt keinen spezifischen Code; da es sich um eine Kombination verschiedener Leiden handelt. Diese haben die Codes E66.0; E78.1; E78.2; I10.0; R73.0

Metabolisches Syndrom – Wenn nichts funktioniert wie es soll
Metabolisches Syndrom
Das metabolische Syndrom ist eine Ansammlung metabolischer Risikofaktoren, die in einem Individuum aufeinander treffen können. Diese metabolischen Faktoren umfassen Insulinresistenz, Hypertonie (Bluthochdruck), Cholesterinanomalien und ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnung. In den meisten Fällen sind die Betroffene übergewichtig und sogar stark adipös. Ein Zusammenhang zwischen bestimmten Stoffwechselstörungen und schweren kardiovaskulären Erkrankungen ist bereits seit mehr als 80 Jahren bekannt.

Das metabolische Syndrom gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Typ-2-Diabetes. Diese Art Diabetes erfolgt häufig, wenn Betroffene an Insulinresistenz leiden. Insulinresistenz bezieht sich auf die verminderte Fähigkeit von Zellen, auf die Wirkung von Insulin zu reagieren, um den Transport der Zuckerglucose aus dem Blut in die Muskeln und andere Gewebeteile zu fördern.

Im Grunde genommen müssen drei Kriterien erfüllt sein, um vom metabolischen Syndrom sprechen zu können: Zum einen muss übermäßiges Bauchfett vorhanden sein. Ein Taillenumfang von etwa 110 cm bei Männern und 90 cm bei Frauen sollte gegeben sein. Dies entspricht jedoch nur einem Mittelwert, der je nach Größe des Betroffenen variieren kann. Einige Ärzte nehmen den Taille-Hüft-Quotienten als Maßstab für die Ermittlung von Bauchfett. Dabei wird der Bauch stets ins Verhältnis zu Hüfte eines Menschen gesetzt. Darüber hinaus muss bei einem metabolischen Syndrom ein hoher Cholesterinwert bestehen. Blutdruck und Blutzucker sind ebenfalls erhöht.

Definition Metabolisches Syndrom?

Metabolisches Syndrom ist der Begriff, der verwendet wird, um eine Reihe von Risikofaktoren für Herzerkrankungen zu beschreiben. Dazu gehören Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel sowie Diabetes.

Der menschliche Körper verändert den größten Teil der Nahrung, die über den Tag verteilt eingenommen wird, in Glukose. Es handelt sich dabei um eine spezifische Art von Zucker. Insulin ist ein Hormon, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es wird bei der Verdauung dazu verwendet, die Glukose aufzuspalten und in alle Zellen des Körpers zu geleiten. Hernach ist die Glucose der wichtigste Energielieferant des Körpers.

Bei manchen Menschen reagiert das Körpergewebe allerdings nicht mehr auf Insulin. Ärzte bezeichnen diesen Zustand als Insulinresistenz. Infolgedessen wird der Körper zum einen immer mehr Insulin produzieren, die Glukose kann jedoch nicht mehr aufgespalten werden. Dadurch fehlt es an Energie, welche für die menschlichen Zellen lebensnotwendig ist.

Schließlich geht die Insulinresistenz in andere Gesundheitsprobleme über. Dazu gehört neben der Diabetes auch ein hoher Cholesterinspiegel sowie ein hoher Blutdruck. Diese Probleme sind letztlich maßgebliche Risikofaktoren für Herzerkrankungen.

Hat nun eine Person mehrere der genannten gesundheitlichen Probleme, dann bezeichnen Ärzte dies als metabolisches Syndrom, Syndrom X oder auch Insulinresistenzsyndrom.

In den vergangenen Jahrzehnten konnte eine Zunahme dieses Syndroms beobachtet werden. Ärzte sind sich im Wesentlichen darin einig, dass wohl ein schlechter Lebensstil sowie eine ungesunde Ernährung dazu beigetragen haben, dass immer mehr Menschen an Herzproblemen leiden.

Beim sogenannten Metabolischen Syndrom werden unterschiedliche Aspekte zusammengefasst, die in der Regel zu einer Herz-Kreislauf-Erkrankung führen. Dazu zählt Bluthochdruck ebenso wie ein gestörter Cholesterin- und Fetthaushalt, Übergewicht und ein krankhaft bedingter, zu hoher Blutzuckerspiegel aufgrund einer zu niedrigen Insulin-Wirkung. Diese Risikofaktoren können je nach persönlichem Lebensstil begünstigt werden. Zudem sind sie ebenfalls im Bereich der Entstehung von GefäßKrankheiten wichtig.

Experten Gehen davon aus, dass innerhalb von Deutschland etwa jeder vierte Mensch unter einem Metabolischen Syndrom leidet. Im Allgemeinen wird sogar davon ausgegangen, dass sich aufgrund dessen ebenfalls das Risiko verzweifacht, infolge eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes zu sterben. Des Weiteren ist die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken bei einem Betroffenen, der unter dem Metabolischen Syndrom leidet, etwa fünfmal höher. Sofern hier nicht etwas gegen die genannten Risikofaktoren unternommen wird.

Diese Erkrankung ist vor allem innerhalb der westlichen Welt ein großes Problem. Denn in diesem Bereich treten nicht nur die großen gesundheitlichen Risiken zusammen auf, sondern das Metabolische Syndrom ist hier auch die Ursache für sehr hohe Kosten in den jeweiligen Gesundheitssystemen. Bei dem Metabolischen Syndrom handelt es sich somit nicht etwa um eine eigenständige Krankheit, sondern um eine unterschiedlich ausfallende Verbindung diverser Symptome sowie Krankheiten. Eindeutig erkannt und dementsprechend behandelt werden kann das Metabolische Syndrom lediglich von einem Arzt.

Aus statistischer Sicht ist die mit dem Metabolischen Syndrom einhergehende Sterblichkeit sowie Erkrankungsrate deutlich höher als etwa die von aids. Aufgrund der Kombination von den oben genannten, insgesamt vier möglichen Erkrankungen, wird das Metabolische Syndrom innerhalb des englischen Sprachraums in vielen Fällen ebenfalls als „deadly quartet“ bezeichnet. Die deutsche Übersetzung hierfür lautet „tödliches Quartett“. Zudem kann es sein, dass das Syndrom manchmal ebenfalls als „Wohlstands-Erkrankung“ beschrieben wird. Allerdings ist es durchaus möglich, hier aktiv Abhilfe zu schaffen beziehungsweise dem Metabolischen Syndrom entgegenzuwirken.


Was ist das metabolische Syndrom?

Das metabolische Syndrom, häufig auch Syndrom X oder Insulinresistenzsyndrom genannt, ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes stehen. Viele der Risikofaktoren sind eng mit der Lebensweise sowie der Ernährung eines Menschen verknüpft.

Das metabolische Syndrom ist im Grunde genommen definiert als das Vorhandensein von drei der folgenden fünf Risikofaktoren:

Der erste Risikofaktor ist ein starkes, zentrales Übergewicht. Das bedeutet, dass sich Fett vor allem am Bauch ansammelt. Der zweite Risikofaktor ist ein hoher Gehalt an Triglycerid im Blut. Es handelt sich dabei um eine bestimmte Art von Fett, die im Prinzip dem Cholesterin sehr ähnlich ist. Eine geringe Menge an hdl-Cholesterin jedoch, das als gesundes Fett bekannt ist, gilt als dritter Risikofaktor. Es besteht folglich ein Ungleichgewicht zwischen positivem und negativen Fett im Blut. Hernach wird Fett im Gewebe eingespeichert, ohne dass es für die Verdauung oder die Energiegewinnung des Körpers benötigt wird. Es befindet sich dann nicht nur unter der Haut und bildet sichtbare Fettpölsterchen, sondern umschließt auch die inneren Organe, wodurch sich diese vergrößern und hinsichtlich ihrer Funktion eingeschränkt sein können. Als vierter und fünfter Risikofaktor werde schließlich der Bluthochdruck sowie die Insulinresistenz genannt.

Das metabolische Syndrom kann teilweise genetisch bedingt sein. Die meisten Symptome aber beziehen sich auf bestimmte Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung. Bei manchen Menschen zeigen sich im Körper Zeichen des metabolischen Syndroms während der Pubertät. Dies ist hernach auch auf die hormonellen Veränderungen in dieser Lebensphase zurückzuführen. Bei den meisten Menschen erscheint das metabolische Symptom erst im mittleren oder späteren Leben. Adipositas, insbesondere abdominale Adipositas scheint ein frühes Zeichen zu sein, dem in der Regel eine Insulinresistenz folgt.

Eine Person mit metabolischem Syndrom ist viel stärker gefährdet, Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Schlaganfall zu entwickeln. Änderungen des Lebensstils sind wirksam bei Menschen, die übergewichtig sind, erhöhte Triglyceride und hohen Blutdruck haben. Studien zeigen auch, dass das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, durch den Verlust von 5 bis 10 Prozent des Körpergewichts und die Steigerung der körperlichen Aktivität deutlich reduziert werden kann.

Es gibt Hinweise darauf, dass die Art des aufgenommenen Kohlehydrats den Insulinbedarf des Körpers beeinflussen kann. Lebensmittel, die einen niedrigen glykämischen Index haben, wie beispielsweise Vollkornprodukte, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Obst, sind hernach eine bessere Wahl als jene Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index. Zu solchen Nahrungsmitteln gehören unter anderem Weißbrot, Nudeln Kuchen und generell alle Produkte aus weißem Mehl. Nahrungsmittel mit hohem glykämischen Index benötigen mehr Insulin, um die Glukose aus dem Blut zu entfernen und halten dadurch den Blutzuckerspiegel im normalen Bereich. Dies kann Stress auf den Körper bedeuten und führt oftmals zu verschiedenen Erkrankungen.

Jüngste Studien zeigen, dass insbesondere bei Erwachsenen über 60 Jahren eine höhere Aufnahme von Vollkornprodukten dazu führt, dass sich das Risiko für das metabolische Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringert.

Um das Risiko eines metabolischen Syndroms zu reduzieren, reicht es in der Regel einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Hierzu gehört eine gesunde Ernährung, regelmäßiger Sport sowie der Verzicht auf den Konsum von Tabak und Alkohol.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bei vielen Krankheiten spielen auch bei der Entwicklung des metabolischen Syndroms die Genetik und die Umwelt beziehungsweise die individuelle Lebensführung eine wichtige Rolle.

Genetische Faktoren beeinflussen jede einzelne Komponente des Syndroms und das Syndrom selbst. Eine Familiengeschichte, die Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und frühe Herzerkrankungen umfasst, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch das metabolische Syndrom entwickelt. Hier ist jedoch noch nicht abschließend geklärt, ob in jedem Falle die Genetik verantwortlich zu machen ist. Es ist auch denkbar, dass bestimmte Handlungsweise bezüglich der Ernährung sowie der Aktivität erlernt werden, die zu einem ungesunden Lebensstil führen. Wird beispielsweise einem Kind nicht beigebracht, welche Lebensmittel gesund sind und auf welche Produkte eher verzichtet werden sollte, kann dies dazu führen, dass es sich auch als erwachsener Mensch schlecht ernährt.

Eine noch größere Rolle als genetische Faktoren spielen ohne hin die individuellen Lebensverhältnisse. Neben einer falschen Ernährung spielt dabei vor allen Dingen ein Mangel an Bewegung eine Rolle. Oftmals nehmen Menschen über den Tag verteilt mehr Kalorien zu sich, als durch körperliche Betätigung abgebaut wird. Dies führt in der Folge zu einem stetig steigenden Übergewicht. Die Muskelmasse beginnt zudem abzunehmen. Dadurch wird insgesamt weniger Energie verbrannt und der Körper beginnt Fett anzulagern.

Bei etwa 5 % der Menschen ist das metabolische Syndrom vorhanden, obwohl kein signifikantes Übergewicht besteht. Hier ist davon auszugehen, dass überwiegend genetische Faktoren zur Entstehung des Syndroms beigetragen haben. Hingegen leiden 22 % der Übergewichtigen und 60 % der als adipös angesehen Menschen an dieser Erkrankung. Erwachsene, die weiterhin zehn oder mehr Kilo pro Jahr zunehmen, erhöhen ihr Risiko, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln, um bis zu 45 %. Übergewicht ist also einer der wesentlichsten Faktoren.

Neben der Adipositas gibt es jedoch noch eine Reihe weiterer möglicher Ursachen für die Entstehung eines metabolischen Syndroms. Hierzu gehört beispielsweise der Konsum von Tabakwaren. Aber auch die Menopause und andere starke Hormonschwankungen können als negativer Einfluss begriffen werden. In den vergangenen Jahren wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass auch Stress und Schlafmangel dazu führen, dass sich Fett im Körper einlagert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Regulationsprozesse im Hirn, nicht mehr richtig funktionieren.

Im Moment können die Experten noch nicht zweifelsfrei darlegen, was hier die Ursachen und was die Wirkungsweisen beim Metabolischen Syndrom sind. Allerdings gehen die Experten im Allgemeinen davon aus, dass etwa das Übergewicht in Kombination mit vermehrtem Bauchfett ein erhöhtes Risiko darstellt, um am Metabolischen Syndrom zu erkranken. Allerdings gilt, dass sämtliche Aspekte, die bei der Erkrankung vorkommen, zusammengehören. Bei relativ vielen Betroffenen liegt zum Beispiel eine genetische Veranlagung für eine Resistenz gegen Insulin vor.

Hier kann es dann geschehen, dass die Insulin-Resistenz aufgrund einer ungesunden Lebensweise noch zusätzlich gefördert wird und so schließlich zutage tritt. Das wiederum führt zu einem beständig hohen Insulinspiegel, wodurch verstärkt ein Hungergefühl aufkommt. Durch den aufkommenden Hunger wird anschließend wieder vermehrt gegessen, sodass zu viele Kalorien zu sich genommen werden. Auf diese Weise verändert sich aber auch der Cholesterin- sowie der Blutfettstoffwechsel. Dementsprechend kommt es bei den Betroffenen innerhalb der Blutgefäße zu einer verstärkten Ablagerung von Cholesterin und Fett. Außerdem leiden die Patienten hier unter einer gestörten Ausscheidung von Salzen über die Nieren. Bluthochdruck wird zusätzlich durch große Natrium-Mengen im Körper gefördert. Der Bluthochdruck trägt einerseits zu einer Schädigung der verschiedensten Organe bei und fördert andererseits zusätzlich minimale Verletzungen an den Innenwänden der Gefäße. Beim Metabolischen Syndrom erfolgt in der Regel eine deutliche Schädigung des menschlichen Herz-Kreislauf-Systems über eine lange Zeit hinweg. Die Experten gehen davon aus, dass die genetischen Faktoren eine wichtige Rolle spielen.

Immerhin verfügt jedes einzelne Individuum in seinen genetischen Anlagen über die unterschiedlichsten Informationen, die für sämtliche Stoffwechselprozesse des Körpers notwendig sind. Hier verhält es sich so, dass die jeweiligen Informationen sich geringfügig voneinander differenzieren. Dadurch besteht für einige Menschen ein höheres Risiko, an einer Stoffwechselstörung zu erkranken, als das bei anderen der Fall ist. Obwohl für das Metabolische Syndrom die genetischen Aspekte ernst genommen werden, ist es trotzdem der Lebensstil, der zu den wichtigsten und zugleich beeinflussbaren Faktoren zählt. Neben den bereits genannten Gesichtspunkten existieren jedoch noch weitere Aspekte, die dem menschlichen Herz-Kreislauf-System gefährlich werden können. Dazu gehört zum Beispiel das Rauchen.


Symptome & Anzeichen

Es ist beängstigend, aber wahr, dass die meisten mit dem metabolischen Syndrom verbundenen Störungen symptomlos sind. Oftmals werden Risikofaktoren erst bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Lediglich die Ansammlung gefährlichen Bauchfettes kann durch den Betroffenen selbst bemerkt werden. Gerade dann, wenn der Taillenumfang sich zu vergrößern beginnt, ist dies bereits ein erstes Warnzeichen. Die anderen Faktoren werden jedoch kaum bemerkt.

Wenn ein sehr hoher Blutzuckerspiegel vorliegt, können durchaus bestimmte Anzeichen und Symptome von Diabetes wie erhöhter Durst, vermehrtes Wasserlassen, Müdigkeit und verschwommenes Sehen erlebt werden. Ein hoher Blutdruck hingegen bleibt in den meisten Fällen komplett symptomlos. Nur wenige Menschen verspüren durch ihn Kopfschmerzen, eine erhöhte Körpertemperatur sowie diverse Sehstörungen. Ein niedriger Triglyzeridspiegel sowie ein verminderter hdl-Cholesterinwert machen sich ebenfalls nicht durch ein spezifisches Symptom bemerkbar.

Die Schwierigkeit beim metabolischen Syndrom besteht folglich darin, dieses rechtzeitig zu erkennen. Gerade dann, wenn ein Betroffener kein Übergewicht hat, kann die Selbstdiagnose schwierig werden. Es gibt jedoch eine Checkliste, mit der überprüft werden kann, ob man zur Risikogruppe gehört. Hierfür müssen lediglich eine Reihe einfacher Fragen beantwortet werden: Beträgt der Bauchumfang mehr als 80 cm (Frauen) beziehungsweise 90 cm (Männer)? Werden anstelle von Vollkornprodukten vorrangig Weißmehlerzeugnisse konsumiert? Wird der Durst täglich mit zuckerhaltigen oder anderweitig gesüßten Getränken anstelle von Wasser gestillt? Steht täglich Fleisch auf dem Speiseplan? Erfolgt nur selten eine sportliche Betätigung? Ist bereits in der Vergangenheit ein erhöhter Blutdruck nachgewiesen wurden? Sind in der Familie Fälle von Diabetes bekannt?

Je mehr Fragen mit „ja“ beantwortet wurden, desto höher ist das persönliche Risiko für die Entwicklung oder das Bestehen eines metabolischen Syndroms. Ärzte raten dazu, einen Arzt aufzusuchen, wenn mindestens drei Fragen positiv beantwortet wurden. Natürlich bedeutet dies nicht sogleich, dass wirklich ein metabolisches Syndrom vorliegt. Es lohnt sich jedoch dies rechtzeitig abklären zu lassen, bevor andere gefährliche Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems oder der Arterien auftreten.

Betroffene, die unter dem Metabolischen Syndrom leiden, bemerken oftmals zu Beginn keine Anzeichen hierfür. Der Hintergrund dafür ist, dass das Syndrom selbst oftmals keine Beschwerden sowie Schmerzen verursacht. In der Regel wird es sogar zumeist aus reinem Zufall, wie etwa bei einem Schlaganfall oder auch während einer Vorsorgeuntersuchung, von einem Arzt festgestellt.

Sehr deutlich erkennbar ist hier jedoch das Übergewicht, unter dem die Betroffenen leiden. Mittlerweile konnten die Ärzte feststellen, dass Patienten, bei denen sich vor allem am Bauch das Übergewicht ansammelt, stärker gefährdet sind als die Betroffenen mit Übergewicht an Oberschenkeln sowie Hüften. Übergewicht ist sogar der wichtigste Teil dieser Erkrankung. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Übergewichts-Formen wurde von der Internationalen Diabetesgesellschaft geregelt, dass bezüglich des Metabolischen Syndroms das vorhandene Übergewicht mithilfe des Bauchumfangs beurteilt wird. In der Regel wird heutzutage aber ebenfalls der sogenannte „Body Mass Index“, kurz „BMI“, hierfür verwendet.

Normalerweise geht man dann bei Männern von höchstens 90 Zentimetern sowie bei Frauen von maximal 80 Zentimetern aus. Ab diesen Werten wird von einer sogenannten „stammbetonten Fettsucht“ gesprochen. Hierbei handelt es sich um das charakteristischste Zeichen eines Metabolischen Syndroms. Um das Syndrom jedoch diagnostiziert zu bekommen, müssen allerdings noch zumindest zwei zusätzliche Aspekte vorhanden sein. Dazu gehört neben dem gestörten Feststoffwechsel ebenfalls ein höherer, arterieller Blutdruck, niedrige hdl-Cholsterin-Werte sowie eine vorhandene Resistenz gegen Insulin beziehungsweise Diabetes mellitus Typ 2. Die genannten Anzeichen des Metabolischen Syndroms zeugen jedoch alle auf die Auswirkungen hin, die der heutige Lebensstil oftmals mit sich bringt.

Das bedeutet, dass hier in der Regel nicht nur eine falsche Ernährung, sondern ebenfalls mangelnde Bewegung die Hintergründe sind. Außerdem kann es sein, dass sich der Bluthochdruck in Form von Schwindel, ein Hitzgefühl im Bereich des Kopfes, Kopfschmerzen oder auch Nasenbluten bemerkbar macht. Ein „Muss“ ist das jedoch nicht, denn es kann durchaus sein, dass der Bluthochdruck komplett ohne Beschwerden vorkommt.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Ein Arzt wird das metabolische Syndrom basierend auf den Ergebnissen einer körperlichen Untersuchung, einer gründlichen Anamnese und eines Bluttests diagnostizieren. Es müssen schließlich mindestens drei der fünf metabolischen Risikofaktoren erfüllt sein, damit ein metabolisches Syndrom diagnostiziert werden kann.

Zu den metabolischen Risikofaktoren gehört in erster Linie ein starkes Übergewicht. Maßgeblich ist jedoch vor allem, dass viel überschüssiges Bauchfett vorhanden ist. Dieses kann einen Hinweis darauf geben, dass auch die Organe des Betroffenen von Fett umhüllt sind. Treten Fettpolster beispielsweise bei Frauen vermehrt an den Hüften und am Po auf, ist dies hingegen weniger gravierend. Aus diesem Grund wird ein Arzt sein Augenmerk verstärkt auf das Verhältnis zwischen Hüfte und Taille richten. Bei einer eher apfelförmigen Figur, bei welcher sich das Fett klar auf den Bauch konzentriert, kann bereits bei weniger stark übergewichtigen Personen ein Risiko bestehen.

Bei der körperlichen Untersuchung wird neben dem Gewicht und dem Taille-Hüft-Quotienten auch der Blutdruck des Patienten gemessen. Ein Blutdruck von 130/85 mmHg (Torr oder Millimeter-Quecksilbersäule: mit dieser Einheit wird der Druck des Blutes angegeben.) oder höher gilt als ein metabolischer Risikofaktor.

Zeigen sich in der körperlichen Untersuchung erste Risikofaktoren für ein metabolisches Syndrom, werden verschiedene Labortests vorgenommen, die weiter Aufschluss über den Fett- sowie den Zuckergehalt des Blutes geben können. So wird unter anderem der Triglyceridgehalt gemessen. Triglyceride sind eine Art von Fett im Blut. Ein Triglyceridspiegel von 150 mg / dl oder höher ist ein wesentlicher metabolischer Risikofaktor. Das gilt in gleichem Maße auch für einen niedrigen hdl-Cholesterinspiegel. hdl-Cholesterin wird manchmal auch als gutes Cholesterin. Es erfüllt verschiedene Funktionen im menschlichen Körper. In erster Linie hilft es jedoch dabei, überschüssige Ablagerungen aus den Arterien zu entfernen. Maßgeblich für das metabolische Syndrom ist der hdl-Cholesterinspiegel dann, wenn sein Wert im Blut weniger als 50 mg / dl bei Frauen und weniger als 40 mg / dl bei Männer beträgt.

Schließlich wird auch der Blutzuckerspiegel eines Menschen einbezogen. Gemessen wird dabei der sogenannte Nüchternblutzucker. Dies bedeutet lediglich, dass die Blutabnahme morgens vor der ersten Einnahme von Nahrung erfolgt. Die letzte Mahlzeit sollte zudem mehr als acht Stunden zurückliegen. Ein normaler Nüchternblutzuckerspiegel beträgt weniger als 100 mg / dL. Ein Nüchternblutzuckerspiegel zwischen 100 und 125 mg / dL gilt hingegen bereits als Vorstufe zu einem Diabetes. Bei einem Nüchternblutzuckerspiegel von 126 mg / dl oder höher gilt schließlich der Diabetes als gesetzt.

Etwa 85 % der Menschen mit Typ-2-Diabetes, also der häufigsten Form dieser Erkrankung, haben auch ein metabolisches Syndrom. Diese Menschen leiden an einem wesentlich höheren Risiko für die Entwicklung von Herzerkrankungen als die verbliebenen 15 % der Menschen, die Typ-2-Diabetes ohne ein metabolisches Syndrom haben.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Das metabolische Syndrom hat in der Vergangenheit keine besonders große Rolle gespielt. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass diese Krankheit bis 1900 überhaupt nicht existiert hat oder nur sehr selten aufgetreten ist. Es handelt sich folglich um ein Leiden, das vom Industriezeitalter geprägt ist. Inzwischen tritt das metabolische Syndrom immer häufiger auf und ist sogar schon bei kleinen Kindern und Jugendlichen zu beobachten.

Statistisch gesehen wird aktuell davon ausgegangen, dass in den westlichen Industrienationen, zu denen auch Deutschland gehört, circa 40 % der Bevölkerung ein metabolisches Syndrom hat. Dabei ist die Verteilung zwischen Männern und Frauen in etwa gleich. Jedoch zeigen sich deutliche Unterschiede hinsichtlich des Alters. Nur 16 % der Jugendlichen und Kinder bis zu einem Alter von 18 Jahren sind hiervon betroffen. Nicht in allen Fällen geht das Vorliegen von Risikofaktoren dabei auf eine schlechte Lebensführung zurück. Nicht selten sind auch hormonelle Veränderungen, beispielsweise während der Pubertät, hierfür verantwortlich. Mit zunehmenden Alter steigt schließlich die Chance, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln. So zeigt sich, dass etwa 60 % der Männer und 50 % der Frauen über 50 unter dieser Krankheit leiden. Das schließen Ärzte vor allen Dingen aus Statistiken über das Auftreten von Adipositas sowie Bluthochdruck und Diabetes.

Gänzlich anders gestaltet sich die Situation in den wirtschaftsschwachen Regionen der Erde. Hier ist ein ähnlicher Lebensstil wie beispielsweise in Deutschland nicht möglich. Es fehlt beinahe gänzlich an Fertignahrung oder versteckten Zuckern. Darüber hinaus ist die Aktivität in anderen Ländern deutlich gesteigert, da vor allem Landwirtschaft betrieben wird, die eine hohe körperliche Beteiligung voraussetzt.

Ärzte beobachten seit einigen Jahren, dass unter anderem in Japan vergleichsweise selten Fälle von metabolischen Syndrom auftreten. Als Gründe hierfür wird häufig angebracht, dass Sport ein Bestandteil des kulturellen Lebens ist und daher auch im Alter wesentlich weiter verbreitet ist als in unseren Breitengraden. Darüber hinaus wird der japanischen Küche, die vor allen Dingen auf frisch zubereitetem Gemüse basiert, ein positiver Effekt auf die Gesundheit nachgesagt.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen in Bezug auf das metabolische Syndrom liegen im Grunde genommen auf der Hand: Jeder der genannten Risikofaktoren, sei es der erhöhte Blutdruck oder der niedrige hdl-Cholesterinwert, können bereits allein die Gesundheit eines Menschen entscheidend beeinträchtigen und zu diversen Krankheiten führen. In Kombination wird das Krankheitsrisiko schließlich noch drastisch erhöht. Eine besondere Rolle spielt das Syndrom X jedoch bei der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes. Es handelt sich dabei um eine Stoffwechselerkrankung, die chronisch werden kann. Dabei besteht eine Insulinresistenz des Körpers, die dazu beiträgt, dass Zellen Insulin schlechter verarbeiten können. Eigentlich ist das Hormon dafür verantwortlich, Zuckermoleküle aufzuspalten und diese als Energielieferanten in Zelleninnere zu transportieren. Ist jedoch eine Resistenz entwickelt, produziert der Körper deutlich mehr Insulin, kann aber gleichzeitig immer weniger Zucker spalten. Dieser staut sich hernach in den Blutgefäßen an. Das wiederum kann ebenfalls gefährlich für den Körper werden.

Ohnehin sind beim metabolischen Syndrom die Blutgefäße stark angegriffen. Hierfür ist besonders der hohe Blutdruck verantwortlich. Kommt ein erhöhter Blutzuckerspiegel ob einer Insulinresistenz hinzu, kann es wesentlich leichter zur Gerinnselbildung und infolgedessen zu Schlaganfällen, Herzinfarkten und Nervenschäden kommen. Nicht selten wirkt sich der Diabetes auch auf die Augen auf. Betroffene klagen dann unter unscharfen und verschwommenen Sehen, die auf eine zuckerbedingte Netzhautschädigung zurückgehen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da sich das metabolische Syndrom aus verschiedenen Risikofaktoren zusammensetzt, kann es vielerlei Anlass geben einen Arzt aufzusuchen. In erster Linie gilt es, besonders dann, wenn starkes Übergewicht besteht, regelmäßig Routineuntersuchungen vornehmen zu lassen. Das ist vor allem für ältere Menschen von großer Bedeutung, da sie zur Hauptrisikogruppe für das metabolische Syndrom gehören. Menschen, bei denen bereits ein erhöhter Blutdruck diagnostiziert wurde, sollten diesen ebenfalls regelmäßig überprüfen lassen.

Generell gilt, dass wenn einer oder mehrere Risikofaktoren vorliegen, ist es nötig, dass ein Arzt regelmäßige Kontrollen durchführt. Einige Patienten wissen jedoch nicht, dass sie von einem Risikofaktor betroffen sind. Das gilt insbesondere für jene Betroffenen, die beispielsweise nicht unter Übergewicht leiden. Sie gehen in der Regel nicht davon aus, dass zu viel Bauchfett oder Bluthochdruck besteht. Darüber hinaus äußern sich die meisten Faktoren nicht gravierend, weshalb Betroffene nur bedingt bemerken, dass beispielsweise der Blutzuckerspiegel häufig ansteigt. Hinweise können beim metabolischen Syndrom derart abgeschwächt sein, dass sie schlicht ignoriert werden oder unbemerkt bleiben. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, regelmäßige Routineuntersuchungen wahrzunehmen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Hauptziele bei der Behandlung eines metabolischen Syndroms ist es, die zugrunde liegenden Ursache zu beseitigen, die Entwicklung von Typ-2-Diabetes zu stoppen sowie den kardiovaskulären Risikofaktoren vorzubeugen.

Wie bereits erwähnt, sind die meisten Menschen mit metabolischem Syndrom übergewichtig und führen ein recht ungesundes Leben. Eine Änderung dieses Lebensstils ist daher die bevorzugte Behandlungsmethode. Die Gewichtsreduktion erfordert in der Regel ein speziell zugeschnittenes vielschichtiges Programm, das Diät und Bewegung beinhaltet. Raucherentwöhnung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Manchmal müssen jedoch auch Medikamente eingesetzt werden oder chirurgische Eingriffe erfolgen.

Für die Gewichtsabnahme eignen sich, abhängig vom Patienten und seiner körperlichen Konstitution, eine spezielle Diät, die stets mit einem Ernährungsberater abgesprochen werden sollte, sowie ein individuelles Sportprogramm. Eine tägliche Trainingseinheit von circa fünf Minuten hat sich beispielsweise als sinnvoll ergeben. Dies ist selbstverständlich nur dann möglich, wenn keine medizinische Kontraindikation vorliegt. So ist es beispielsweise einigen Patienten ob des erhöhten Körpergewichts nicht möglich, einem regulären Sport nachzugehen. Hierfür wurden spezielle Kurse entwickelt, die auf Gelenke und die Beweglichkeit von übergewichtigen Personen abgestimmt sind. Insgesamt ist durch die sportliche Betätigung sowie eine gesunde Ernährung mit einem Absinken des Blutdrucks sowie einer Stabilisierung des Blutzuckerspiegels zu rechnen.

Diäten und Bewegung sind das Mittel erster Wahl bei der Behandlung des metabolischen Syndroms. Allerdings kann bei einigen Betroffenen die Adipositas derart weit fortgeschritten sein, dass kaum Bewegung möglich ist und eine gesunde Ernährung nur sehr langsam Erfolge zeigen würde. Dann raten Ärzte mitunter dazu, eine Magenverkleinerung vorzunehmen beziehungsweise ein Magenband einzusetzen. Hierdurch können Betroffene keine großen Portionen mehr einnehmen und verlieren dadurch automatisch an Gewicht. Begleitet wird diese operative Therapie jedoch ebenfalls mit einem speziellen Sportprogramm. Darüber hinaus gestalten sich die Eingriffe oftmals als risikoreich und sollten nur im Notfall vorgenommen werden.

Doch was geschieht, wenn die Veränderung des Lebensstils sowie eine Gewichtsabnahme nicht die gewünschte Wirkung zeigen? Hierfür wurden einige Medikamente entwickelt, welche zur Kontrolle von Cholesterinspiegel, Lipide und Bluthochdruck in Betracht gezogen werden können.

Wenn jemand bereits einen Herzinfarkt hatte, sollte sein ldl-Cholesterin, das im Gegensatz zum hdl-Cholesterin als ungesund gilt, unter 70 mg / dl reduziert werden. Eine Person, die Diabetes hat, hat ein Herzinfarktrisiko, das dem einer Person entspricht, die bereits einen solchen hatte, und sollte folglich auf die gleiche Weise behandelt werden. Für jene Menschen kommt schließlich eine sogenannte Lipidtherapie infrage. Diese sollte allerdings mit einem Arzt zuvor abgesprochen werden, da sie durchaus Risiken beinhalten kann. Darüber hinaus stehen hier verschiedene Mittel zur Verfügung. Eingesetzt werden unter anderem ldl-Hemmer.

Ein weiteres Ziel der Behandlung ist es den Blutdruck abzusenken und insgesamt unter einen Wert von maximal 130/80 festzusetzen. Auch hierfür bieten sich verschiedene Medikamente an. Einige dieser Mittel bieten weit mehr Vorteile als einfach nur den Blutdruck zu senken. Zum Beispiel wurde festgestellt, dass eine Klasse von Blutdruckmedikamenten, die als ace-Hemmer bezeichnet werden, auch die Insulinresistenz reduziert und tatsächlich die Entwicklung von Typ-2-Diabetes verhindert. Aus diesem Grund gehören diese Mittel zu den am häufigsten eingesetzten Pharmazeutika im Kampf gegen das metabolische Syndrom.

Insgesamt hat sich ergeben, dass die verabreichten Medikamente wechselseitig positive Auswirkungen haben. Reduzieren ace-Hemmer gleichzeitig die Insulinresistenz und senken den Blutdruck ab, wirken wiederum andere Mittel positiv hinsichtlich des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels. Da alle Risikofaktoren des metabolischen Syndroms eng miteinander verknüpft sind, kann es sinnvoll sein, nur einen Faktor medikamentös zu behandeln, da hierdurch auch eine Verbesserung der anderen Werte zu erwarten ist. Jedoch sollte zusätzlich zur Einnahme von Pharmazeutika auf eine gesunde Lebensführung geachtet werden. Nur hierdurch können langfristige Erfolge bei der Behandlung erzielt werden.

Wurde vom Arzt eindeutig ein Metabolisches Syndrom diagnostiziert, dann gehört zu den wichtigsten Behandlungszielen die Verringerung von Folgeschäden. Hierfür erstellt der Fachmann dann zusammen mit seinem Patienten einen persönlichen Behandlungs- sowie Diätplan. Die nicht-medikamentöse Behandlung sieht hauptsächliche eine Änderung der eigenen Lebensweise vor, wie etwa durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und mehr Sport. Hier wird jeder einzelne der vier Aspekte berücksichtigt beziehungsweise dementsprechend angepasst.

Oftmals führt diese Herangehensweise zu den besten Behandlungsergebnissen. Zu den wichtigsten Zielen beim Metabolischen Syndrom gehört eine angemessene Reduzierung des Gewichts innerhalb der ersten zwölf Monate. Insgesamt sollen während dieser Zeit in der Regel etwa zehn bis 15 Prozent des vorhandenen Körpergewichts abgenommen werden. Den Betroffenen wird empfohlen, fett- sowie kohlenhydratarm zu essen. Des Weiteren ist es ratsam, weniger Salz zu sich zu nehmen, was sich positiv auf den Bluthochdruck auswirkt. Oftmals wird hier auch zu einem regelmäßigen und vernünftig dosierten Ausdauertraining geraten. Beim Ausdauertraining verbrennt man nicht nur sehr viel Fett, sondern es werden ebenfalls die Muskelzellen empfindlicher gegenüber Insulin gemacht. Zudem bringen auch kleinere Änderungen im Alltag einen spürbar positiven Effekt mit.

So ist es zum Beispiel ebenfalls hilfreich, Treppen zu steigen, anstatt den Aufzug zu nehmen oder nicht mit dem Auto zu fahren, sondern zu Fuß zum Bäcker zu gehen. Leiden die Betroffenen jedoch schon unter einem hohen Herz-Kreislauf-Risiko beziehungsweise einem nicht mehr gut funktionierenden Stoffwechsel, dann gehört zur Behandlung des Metabolischen Syndroms ebenfalls eine Therapie mit Medikamenten. So werden zum Beispiel oftmals Statine und Fibrate vom Arzt verschrieben, da sie zu den wichtigsten Wirkstoffen bei einer Behandlung von erhöhten Blutfetten zählen. Die Wirkstoffe tragen dazu bei, dass sogenannte „schlechte ldl“ zu verringern sowie das „gute hdl“ aufzustocken.

Zudem können ATR-Blocker und ace-Hemmer verschrieben werden, damit die Wandspannung, die in den Arterien vorhanden ist, gesenkt wird. Auf diese Weise muss das Herz einen deutlichen niedrigeren Widerstand überwinden. Bei hohem Blutzucker sowie einer Resistenz gegenüber Insulin sorgen Mittel wie etwa Acarbose dafür, dass die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschüttet. Somit wird die Wirkung des Insulins an den Zellen verbessert. So ist der Körper dann auch in der Lage, den im Blut vorhandenen Zucker besser in die jeweiligen Zellen transportieren zu können.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist vergleichsweise leicht, dem metabolischen Syndrom vorzubeugen. Hierfür müssen nur wenig Richtlinien eingehalten werden, die im Alltag vergleichsweise einfach umzusetzen sind. Im Wesentlichen betrifft die Prävention die individuelle Ernährung, das tägliche Aktivitätslevel sowie das Stressniveau.

Im Bezug auf Ernährung soll lediglich gesagt sein, dass es sich lohnt, auf bekanntlich gesunde Lebensmittel zurückzugreifen. Die Prinzipien gesunder Ernährung sind inzwischen kein Geheimnis mehr: Frisches Obst und Gemüse sollten täglich konsumiert werden. Etwa einmal die Woche darf Fisch auf den Speiseplan gesetzt werden. Fettes Fleisch gilt es hingegen deutlich weniger zu konsumieren. Wer nicht auf dieses tierische Produkt verzichten möchte, sollte lieber zu magerem Rindfleisch oder Geflügel greifen, jedoch bereits verarbeitete Wurstwaren lieber vermeiden. Darüber hinaus sollte neben den kleinen, über den Tag verteilten Mahlzeiten nicht genascht werden. Insgesamt beugt regelmäßiges Essen kleinen Heißhungerattacken vor. Das gilt auch für die Verwendung von Vollkornprodukten anstelle von Weißmehlerzeugnissen. Vollkorn sättigt deutlich länger und ist daher optimal für eine bewusste Ernährung. Werden diese einfach zu befolgenden Maßgaben erfüllt, ist es relativ leicht, ein Normalgewicht zu halten.

Die meisten Menschen, die in den westlichen Industrieländern leben, bewegen sich deutlich zu wenig. Sie benutzen öffentliche Verkehrsmittel, sitzen täglich im Büro und verbringen ihre Freizeit auf der heimischen Couch. Dabei würde es bereits helfen, wenn jeder Mensch täglich etwa 10 000 Schritte ginge. Beispielsweise kann täglich nach der Arbeit gemeinsam mit Freunden oder dem Ehepartner ein Spaziergang unternommen werden. Jede weitere sportliche Aktivität ist hernach als Bonus zu verstehen.

In den vergangenen Jahren konnte von der medizinischen Forschung gut dokumentiert werden, dass sich Stress negativ auf den Metabolismus des Menschen auswirkt. Er führt unter anderem auch zu Übergewicht. Es gibt ein paar einfache Hilfsmittel, um den alltäglichen Stress so gering wie möglich zu halten. Hierzu gehört beispielsweise, dass ausreichend geschlafen wird. Dafür lohnt es sich, feste Schlafzeiten einzuhalten. Außerdem sollten über den Tag hinweg kleinere Ruhepausen erfolgen. Zwischen Arbeitseinheiten darf ausgiebig entspannt werden. Welche Hilfsmittel hierbei genutzt werden, beleibt dem persönlichen Geschmack überlassen.


Prognose zur Heilung

Im Grunde genommen ließe sich ein metabolisches Syndrom vergleichsweise einfach behandeln. Es sind lediglich eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie sportliche Betätigung notwendig, um das Gewicht zu reduzieren, den Blutdruck zu senken und generell die Gesundheit zu stärken. Allerdings verführt der Alltag in den meisten Fällen dazu, wenigstens einen der beiden Punkte zu vernachlässigen. Gerade dann, wenn das metabolische Syndrom im Alter auftritt, kann eine Heilung erschwert sein, da körperliche Aktivitäten deutlich schwerer fallen und sich Ernährungsgewohnheiten, die über Jahre hinweg praktiziert wurden, nur mühevoll ablegen lassen.

Viele Ärzte warnen davor, dass dem metabolischen Syndrom zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Hat sich noch kein Diabetes gebildet, nehmen etliche Patienten die Erkrankung nicht ernst. Darüber hinaus verlassen sich Betroffene oftmals auf Medikamente, die mit einer gesunden Lebensweise nicht nötig wären und darüber hinaus nicht den gleichen positiven Effekt erzielen können beziehungsweise wenig gegen eine weiter bestehende schlechte Lebensweise agieren können.

Insgesamt gesehen sind die Heilungschancen bei metabolischen Syndrom gut. Liegt jedoch keine Mitarbeit des Patienten vor, sind Herzattacken, Schlaganfälle und andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems geradezu unumgänglich. Insgesamt ist es ratsam, möglichst früh mit geeigneten Präventionsmaßnahmen zu beginnen, damit sich schlicht keine Risikofaktoren bilden können.


Sport bei Übergewicht

Es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sportliche Betätigungen eine günstige Präventivmaßnahme gegen das metabolische Syndrom bilden. Darüber hinaus gehört sie sie zu einem Teil der Behandlung bei diesem Leiden und trägt wesentlich zur Gewichtsreduktion bei. Allerdings kann Sport gerade für adipöse Menschen eine enorme Herausforderung darstellen. Das zum Teil enorme Körpergewicht, verhindert viele Sportarten, drückt stark auf die Gelenke, beeinflusst die Atmung und ein generelles Hindernis darstellen. Nicht selten neigen Speckrollen an den Armen und den Beinen dazu, aneinander zu reiben und die Haut wund zu scheuern. Sport wird dadurch für viele Übergewichtige geradezu zu einem “Angstgegner”, den man am liebsten gar nicht gegenübertritt. Befragungen haben gezeigt, dass adipöse Menschen zur Gewichtsreduktion lieber einen operativen Eingriff wählen würden, als durch Sport Gewicht zu verlieren.

Mit einer richtigen Beratung durch einen Facharzt oder einen Fitnesstrainer können die meisten Bedenken von übergewichtigen Menschen verworfen werden. Denn inzwischen gibt es viele Sportarten, die gerade für jene Menschen entwickelt wurden, die deutlich mehr Gewicht haben. Hierzu gehören beispielsweise verschiedene Arten von Wassergymnastik und Schwimmen. Im Wasser werden die Gelenke weniger stark belastet und der Rücken geschont. Viele Bewegungsabläufe fallen dadurch natürlich leichter. Viele Fitnessstudios bieten darüber hinaus spezielle Sportkurse für Übergewichtige an. Hier wird ebenfalls darauf geachtet, dass die Gelenke nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem ist das Training mit anderen übergewichtigen Menschen oftmals für Betroffene deutlich angenehmer und weniger peinlich.

Einige Sportarten sollten von übergewichtigen Menschen zunächst nicht betrieben werden. Dazu gehört beispielsweise das Joggen. Es handelt sich hierbei zwar um eine Sportart, die dauerhaft die Kondition trainiert und zur allgemeinen Gewichtsreduzierung beitragen kann, jedoch ergeben sich aus dem hohen Gewicht vielerlei Gefährdungen. Die Knöchel können beim Auftreten leicht umknicken oder dem Gewicht nicht mehr standhalten. Brücke und Verstauchungen sind dann vorprogrammiert. Bei stark adipösen Menschen konnte zudem festgestellt werden, dass beim schnellen Laufen die Beinvenen leicht verletzt werden kann. Es kommt dann zu unschönen Hämatomen und Schmerzen. Darüber hinaus sollte der Körper sehr langsam an das neue Aktivitätslevel herangeführt werden. Langsame Spaziergänge, die von Mal zu Mal länger werden eigenen sich beispielsweise deutlich mehr als ein schneller Dauerlauf.

Das Wichtigste beim Sport ist Durchhaltevermögen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, eine Sportgemeinschaft zu bilden oder einen Verein aufzusuchen. Dann können sich Betroffene gegenseitig unterstützen und motivieren. Immerhin sollte regelmäßig Sport getrieben werden. Bestenfalls können täglich Übungen absolviert werden, mindestens aber gilt es drei Mal wöchentlich Sport zu treiben. Ein intensiver Sporttag im Monat, der zu Muskelkater führt und komplett auspowert, bringt hingegen wenig.

Letztlich gilt, dass jede Art von Bewegung hilft. Wer einen stressigen Arbeitstag und daher nur wenig Zeit für Sport hat, der kann seine tägliche Aktivität auch dadurch steigern, indem keine Verkehrsmittel mehr genutzt werden, sondern einfache Wege zu Fuß zurückgelegt werden. Außerdem können Treppen gestiegen werden, anstatt dass der Lift oder die Rolltreppe genutzt wird. Welche Methode verwendet wird, ist prinzipiell jedem selbst überlassen. Es gilt jedoch gerade bei sehr starkem Übergewicht, dass ein Arzt einbezogen wird und vor der Aufnahme diverser Sportarten sicherheitshalber eine Untersuchung vorgenommen wird.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei der Behandlung des metabolischen Syndroms sind verschiedene alternative Anwendungen sinnvoll zur konventionellen Therapie nutzbar. So stehen beispielsweise ätherische Öle im Verdacht, die Gesundheit eines Betroffenen positiv beeinflussen zu können. Drei verschiedene ätherische Öle zur Gewichtsabnahme sind Grapefruit, Zimt und Ingwer. Grapefruit soll dabei den Körper bei der Aktivierung von Enzymen unterstützen und ihm helfen, schlechtes Körperfett abzubauen. Zimtöl hingegen soll den Blutzuckerspiegel senken und darüber hinaus den Glukose-Toleranz-Faktor regulieren. Aus diesem Grund wird Zimtöl nicht selten Diabetikern zur Anwendung empfohlen. Ingweröl reduziert Heißhunger und hilft dabei, Entzündungen im Körper zu identifizieren und zu heilen.

Als weitere alternative Behandlungsmethode ist die Reduktion des Gewichts durch Sport anzusehen. Allerdings ist es speziell beim metabolischen Syndrom wichtig, besonders das schädliche Bauchfett zu entfernen. Hierfür wurden zum einen diverse Trainingsgeräte entwickelt, die in erhöhtem Maße die Fettverbrennung eines Menschen ankurbeln sollen. Solche Geräte finden sich beispielsweise in Fitnessstudios. Aber auch bestimmte Sportarten wie Zumba greifen direkt das Bauchfett an. Eintöniges Laufen auf dem Laufband hingegen kann zur Ausschüttung des Stresshormons Cortisol führen. Dieses stimuliert den Appetit und erhöht gleichzeitig die Fettspeicherung. Für den Muskelaufbau ist Laufbandtraining daher ideal. Wer an einem metabolischen Syndrom leidet, sollte jedoch auf andere Sportarten umsteigen.

Nicht selten sind sportliche Aktivitäten durch das übermäßige Gewicht eines Betroffenen nur schwer möglich. Hier empfehlen sich auch Wassersportarten, welche die Gelenke und den Rücken schonen. Insgesamt ist es sehr empfehlenswert, sich bei der Gewichtsabnahme helfen zu lassen. Viele Fitnessstudios bieten Beratungen und Körperanalysen an. Darüber hinaus kann ein Ernährungsberater wertvolle Tipps geben, welche Sportart am besten mit einem individuellen Ernährungsplan harmoniert.

Für ein gesundes Leben und die Reduzierung diverser Faktoren eines metabolischen Syndroms ist es außerdem notwendig, dass der Konsum von Tabakwaren eingestellt wird. Die alternative Medizin hält eine große Palette an Möglichkeiten bereit, gegen eine Nikotinsucht anzugehen. Hierfür eignen sich beispielsweise verschiedene Kräuter, die das Rauchverlangen stillen sollen. Es gibt aber auch diverse Rauchentwöhnungsprogramme, wie beispielsweise die Hypnotherapie.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt eine breite Palette von Hausmitteln, die in Bezug auf ein metabolisches Syndrom sowohl zur Behandlung als auch zur Prävention genutzt werden können. Hierzu zählen unter anderem alle Hilfsmittel, die dazu beitragen können, die Ernährung eines Menschen gesund zu gestalten. Ob dies hernach der Konsum spezieller Tees und Pflanzen oder aber diverse Kräutertherapien betrifft, hängt im Grunde genommen vom individuellen Geschmack des Betroffenen selbst ab.

Hausmittel zeigen sich aber auch in weiteren Aspekten des Alltagslebens. Beispielsweise haben verschiedene Studien ermitteln können, dass die Einhaltung der Schlafhygiene dazu beitragen kann, dass sich weniger Bauchfett ansammelt. Ein gesunder Schlaf hilft insgesamt dabei, das Gewicht im Normalbereich zu halten. Ist der Schlaf hingegen gestört, droht schnell ein Übergewicht. Dabei ist es sehr einfach, regelmäßig und gesund zu schlafen. Hierfür ist es lediglich notwendig, dass zum einen das persönliche Grundschlafniveau ermittelt und eingehalten wird. Einige Menschen benötigen lediglich fünf Stunden Nachtschlaf. Andere wiederum brauchen eine achtstündige Ruhephase. In jedem Falle sollte der Schlaf aber zu festen Zeiten erfolgen. Dies hilft dem Körper entscheidend dabei, in den gesunden REM-Schlaf zu gelangen und sich entsprechend zu erholen. Darüber hinaus sollte das Schlafzimmer möglichst reizarm gestaltet und etwas kühler als die anderen Wohnräume sein. Es empfiehlt sich nicht, Arbeit mit ins Bett zu nehmen. Dies befördert Stress, der sich wiederum negativ auf den menschlichen Metabolismus auswirken kann.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Kräuter und Pflanzen sind besonders gut bei der Behandlung gegen ein metabolisches Syndrom einsetzbar. Viele Tees können dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu stabilisieren, den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck zu senken sowie die Fettverbrennung anzukurbeln. Welche Kräuter hierfür eingesetzt werden, ist im Grunde genommen dem Patienten selbst überlassen. Es kann für die Entscheidung auch ein Ernährungsberater zurate gezogen werden, der anhand des individuellen Metabolismus einen geeigneten Tee zusammenstellen und eventuelle Unverträglichkeiten berücksichtigen kann.

Die folgenden Heilpflanzen und Heilkräuter haben in der Vergangenheit besonders gut auf den Metabolismus des Menschen gewirkt:

  • Pefferminze
  • Goldrutenkraut
  • Schafgarbe
  • Birke
  • Distel
  • Löwenzahn
  • Gundermann
  • Wiesenkerbel
  • Zaungiersch
  • Knoblauchrauke

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass ätherische Öle einen positiven Effekt bei der Behandlung eines metabolischen Syndroms haben können. Sie wirken beispielsweise anregend auf den Kreislauf oder können den Appetit zügeln. Hier kann vom Betroffenen grundlegend gewählt werden, was als hilfreich empfunden wird. Nebenwirkungen sind ob der Öle so gut wie keine zu erwarten. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass keine starken Dämpfe eingeatmet werden. Dies führt unter Umständen zur Reizung der Schleimhäute. Auch bei Hautkontakt gilt es Vorsicht walten zu lassen, da einige Öle hautreizend sein können.

Zu den besonders wirksamen Ölen in Bezug auf das metabolische Syndrom gehören beispielsweise:

  • Geranium
  • Immortelle
  • Wacholder
  • Zimt
  • Minze
  • Zitrone
  • Koriander
  • Muskatellersalbei
  • Ylang Ylang

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Homöopathische Mittel sind in der Medizin aktuell durchaus umstritten. Nicht selten wird ihre generelle Wirksamkeit infrage gestellt. Im Bezug auf das metabolische Syndrom können jedoch pflanzliche Globuli durchaus eine positive Wirkung haben. Es sollte jedoch entsprechend darauf geachtet werden, dass Globuli oftmals auf Zuckerbasis hergestellt werden. Gerade wenn ein Diabetes droht, kann zusätzlicher Zucker den Krankheitsverlauf noch beschleunigen. Die Behandlung mit bestimmten Globuli muss daher zumindest mit einem erfahrenen Heilpraktiker abgesprochen werden. Darüber hinaus kann eine Behandlung vergleichsweise ohne Bedenken erfolgen.

Zu den häufig in Bezug auf das metabolische Syndrom genannten homöopathischen Mitteln gehören beispielsweise:

  • Okoubaka
  • Berberis vulgaris
  • Datisca cannabina
  • Acidum sulfuricum
  • Fucus vesiculosum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Ebenso wie homöopathische Globuli sind Schüssler Salze in der Medizin stark umstritten. Ihre Wirksamkeit konnte bislang in noch keiner unabhängigen Studie belegt werden. In Bezug auf das metabolische Syndrom gestaltet sich die Situation jedoch möglicherweise anders. Bei vielen Salzen handelt es sich um wertvolle Spurenelemente, die durchaus einen positiven Effekt auf den menschlichen Metabolismus haben können. Aus diesem Grund kann eine Behandlung mit Schüssler Salzen durchaus mit einem Arzt diskutiert werden.

Folgende Präparate kommen für die Behandlung theoretisch infrage:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Lebensmittel, die positiv wirken

Lebensmittel, die heilen, wenn es um das metabolische Syndrom und die allgemeine Förderung der Gesundheit geht, gibt es einige. Es sollte sich darauf konzentriert werden, frische, echte und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel und Getränke zu konsumieren. Zu den wichtigsten Lebensmitteln, die ein metabolisches Syndrom zurückdrängen können gehören Fisch, Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte

Fisch

Die Omega-3-Fettsäuren, die ganz besonders im Wildfisch vorhanden sind, helfen bei der Regulierung des Herzschlags, senken den Blutdruck, helfen bei der Verringerung der Bildung von Blutgerinnseln und Entzündung, die das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle bilden. Omega-3-Fettsäure-haltige Lebensmittel sind auch cholesterinsenkend. Dadurch tragen sie dazu bei, Triglyceride und das negative ldl-Cholesterin zu reduzieren. Neben Fisch gibt es noch einige weitere Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten. Hierzu gehören beispielsweise Walnüsse, Leinsamen und sehr mageres Rindfleisch.

Hülsenfrüchte

Zu den besonders köstlichen und leckeren Hülsenfrüchten gehören Kidneybohnen, Linsen, Kichererbsen, Schwarzaugenbohnen oder Limabohnen. Dadurch, dass sie reich an Ballaststoffen und Proteinen sind, dienen Hülsenfrüchte ganz ausgezeichnet dabei, den Blutzucker stabil zu halten. Darüber hinaus wirken sie sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und verhindern, dass sich Bauchfett bildet und ansetzt. Das macht die Hülsenfrucht zu einem nützlichen Helfer im Kampf gegen das metabolische Syndrom. Dies konnte bereits in diversen Studien wissenschaftlich belegt werden. Ärzte empfehlen daher, dass mehrmals die Woche verschiedene Hülsenfrüchte konsumiert werden.

Gemüse

Dunkles Blattgemüse wie Grünkohl und Spinat, Avocado, Brokkoli, Kohl und Karotten sind nur einige der vielen Optionen, wenn es um die tägliche Einnahme von Gemüse geht. Der positive Effekt von Gemüse beruht vor allen Dingen darauf, dass es entzündungshemmende Antioxidantien und Phytonährstoffe enthält. Dies wirkt sich positiv auf den menschlichen Metabolismus aus und hilft dabei, den Blutzuckerspiegel sowie den Cholesterinwert stabil zu halten.

In verschiedenen Studien hat sich gezeigt, dass vor allen Dingen der Verzehr von Avocados im Bezug auf die Vermeidung eines metabolischen Syndrom günstig ist. Schließlich enthält diese Frucht verschiedene Fette, die den positiven hdl-Cholesterinspiegel stärken. Die Avocado verfügt folglich über gute Fette. Darüber hinaus zeigt sie sich darmregulierend und verdauungsfördernd. Bei der täglichen Nahrungsaufnahme sollte jedoch die gesamte Gemüsepalette einbezogen werden. Diätologen sprechen hier vom Regenbogen-Prinzip: Rote Karotten und grüne Gurken werden genauso mit einbezogen, wie gelbe Paprika oder weißer Rettich. Auf diese Weise bleiben nicht nur die einzelnen Mahlzeiten interessant, sondern es wird dem Körper ebenso eine große Vielfalt an Vitamine und Nährstoffe zugeführt, die sich insgesamt positiv auf die Gesundheit auswirken.

Obst

Ähnlich wie bei Gemüse gibt es vergleichbar viele Varianten von Obst, die nicht nur gut schmecken, sondern auch helfen, das metabolische Syndrom abzuwehren. Es ist möglich sich für Äpfel, Bananen, Orangen, Birnen oder Pflaumen zu entscheiden, wenn ein plötzlicher Heißhunger oder die Lust auf etwas Süßes eintritt. In Maßen ist der tägliche Obstkonsum eine einfache und sinnvolle Gewohnheit, um gesund den Hunger stillen zu können. Allerdings sollte hier vorsichtig vorgegangen werden, da Obst oftmals viel Fruchtzucker enthält, der im Übermaß auch eine schädliche Wirkung haben kann. Beispielsweise gelten Trauben als sehr zuckerhaltig. Während also bei Gemüse keine Einschränkungen gelten, sollte Obst lediglich fünfmal täglich, jedoch nicht öfter konsumiert werden.

Einige Obstsorten haben sich im Bezug auf das metabolische Syndrom als besonders günstig herausgestellt. Insbesondere Granatapfel- und Granatapfelsamen tragen nachweislich zur Verbesserung dieser Krankheit bei. Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Schluss, dass der Granatapfel nicht nur nachweislich den Hunger über einen längeren Zeitraum hinweg stillen kann, sondern darüber hinaus den Cholesterinspiegel stabilisiert und entzündungshemmende Wirkung hat. Es schadet folglich nicht, wenn wöchentlich zum Beispiel frischer Granatapfelsaft getrunken wird.

Vollkornprodukte

Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Vollkornprodukte haben nicht nur nachweisliche Vorteile bezüglich der Diabetes und der Herzgesundheit, sondern tragen auch dazu bei, das Gewicht im Zaum zu halten. Daher sind Vollkornprodukte ein wichtiger Teil einer ausgewogenen und gesunden Ernährung. Sie sollten in die meisten Mahlzeiten eingebunden werden und nach Möglichkeit alle Weißmehlprodukte ersetzen. Unter anderem empfiehlt sich der Konsum von Haferflocken, Vollkornnudeln, Vollkornbrot oder Wildreis.

Weitere positive Lebensmittel

Verschiedene Studien, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden, haben gezeigt, dass Ginseng, Berberin und Bittermelone, die in der chinesischen Medizin häufig verwendet werden, starke natürliche Heilmittel sind, wenn es um das metabolische Syndrom geht. Sie helfen dabei, den Glukose- und Fettstoffwechsel zu regulieren, was sich direkt und positiv auf das Gewicht eines Betroffenen auswirken kann. Das gilt in gewissen Maße ebenso für den gewöhnlichen Basilikum. Forscher haben herausgefunden, dass Basilikumblätter auf den Blutglukose- sowie den Serumcholesterinspiegel beim Menschen einwirkt. Eine signifikante Verbesserung des Blutzuckers und eine leichte Verbesserung der Cholesterinwerte konnten in unabhängigen Studien beobachtet werden. Dies legt nahe, dass die Einnahme von Basilikum eine nützliche und sichere Methode zur Bekämpfung von Diabetes sein kann, die sich aus dem metabolischen Syndrom ergeben kann. Allerdings gilt dies lediglich für frischen Basilikum und nicht für die getrocknete Variante.

Einige Wissenschaftler empfehlen die Einnahme eines bestimmten Bakterium als Nahrungsergänzungsmittel. Es handelt sich dabei um das sogenannte Spirulina, welches sich beispielsweise in Algen und Meeresfrüchten befindet. In der asiatischen Küche sind spirulinahaltige Lebensmittel vollkommen üblich. Positiv im Bezug auf das metabolische Syndrom wirkt Spirulina ob seines hohen Gehalts an Phycocyanin. Dieser Pigmentstoff soll den Blutdruck eines Menschen deutlich senken.

Auch die sogenannte Macawurzel wird oftmals zur Behandlung eines metabolischen Syndroms empfohlen. Die erhöht den Glutathionspiegel im Körper, was nicht nur das Immunsystem und die Krankheitsresistenz verbessert, sondern auch hilft, den Cholesterinspiegel im Körper auszugleichen. Darüber hinaus verbessert sie deutlich die Glukosetoleranz, indem der Glukosespiegel im Blut gesenkt wird. Insgesamt soll sich die Macawurzel positiv auf die Herzgesundheit sowie ein Diabetesleiden auswirken und diese hernach verbessern.

Lebensmittel, die eine negative Wirkung haben

Fertig verarbeitete Lebensmittel gilt es unbedingt zu vermeiden. Besonders tiefgefrorene, bereits verpackten und gefriergetrocknete Produkte, die überall erhältlich sind, haben oftmals keine Nährstoffe und sind mit ungesunden Zusätzen und Konservierungsstoffen beladen. Hier können sich darüber hinaus versteckte Zucker finden. Das betrifft auch sogenannte Balance-Produkte, die mit gesunden Inhaltsstoffen werben. Hierbei handelt es sich eher um einen Werbetrick, da auch diese Lebensmittel Zucker, Fett und Konservierungsstoffe beinhalten.

Am gesundheitsschädlichsten hat sich bislang Fast Food gezeigt. Diese Lebensmittel sind zumeist ungesund verarbeitet und werden aus minderwertigen Lebensmitteln hergestellt. Aus diesem Grund sollte der Konsum solcher Produkte komplett eingeschränkt werden. Kinder und Jugendliche sollten nicht an dieses Essen gewöhnt werden, da oftmals suchterzeugende Zucker in Burgern oder Pommes enthalten sind. Verschiedene Studien haben zudem herausgefunden, dass Fast Food zu den Hauptauslösern des metabolischen Syndroms bei Kindern und jungen Erwachsenen gehört.

Künstliche Süßstoffe werben damit, zu einer schlanken Linie ohne Verzicht beitragen zu können. Ärzte haben jedoch festgestellt, dass sie direkt mit dem Auftreten von Diabetes und dem metabolischem Syndrom in Verbindung gebracht werden können. Einiges deutet darauf hin, dass der häufige Gebrauch von Zuckeraustauschstoffen, die Aspartam, Sucralose und Saccharin enthalten, mit einem erhöhten Risiko für übermäßige Gewichtszunahme sowie die Entwicklung von Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen in Verbindung steht. Besonders in Kaugummis und sogenannten zuckerfreien Speisen findet sich besonders viel künstlicher Süßstoff. Das gilt im Übrigen auch für Diät-Limonaden. Sie sollen eigentlich der Gesundheit sowie der Gewichtsabnahme dienen. Allerdings enthalten auch sie viele Süßstoffe, besonders viel Aspartam sowie ein Übermaß an Konservierungsstoffen. Dadurch erhöht sich durch sie noch die Gesundheitsgefahr. Studien konnten sogar belegen, dass circa 40 % der metabolischen Syndrom-Erkrankungen auf den täglichen Konsum von zuckerfreien Limonaden zurückgeht.

Neben Süßstoff ist jedoch auch der Verzehr von übermäßig viel Zucker ein Hauptgrund für die Entstehung einiger Faktoren des metabolischen Syndroms. Unter anderem erhöht Zucker den Blutzuckerspiegel und fördert eine Insulinresistenz, aus der sich oftmals Diabetes entwickelt. Dies lässt sich ebenso über kohlenhydrathhaltige Lebensmittel sagen, insofern sie auf Weißmehl beruhen. Weizennudeln, Weißbrot oder Kuchen sollten hernach vom Speiseplan gestrichen oder durch Vollkornvarianten ersetzt werden.

Transfette gelten ebenso als gesundheitsbeeinträchtigend. Sie werden in Nahrungsmitteln gefunden, die mit hydrierten Ölen und Fetten, wie Margarine, hergestellt werden. Dazu gehören Backwaren wie Kekse, Kuchen und Torten, Cracker, Zuckerguss und sogar Kaffeeweißer. All jene Produkte erhöhen das ldl-Cholesterin und den Triglyceridspiegel.

Die Beschränkung des Alkoholkonsums ist ein weiterer Schlüssel zur Bekämpfung des metabolischen Syndroms und zu einer guten Gesundheit im Allgemeinen. Zu viel Alkohol kann den Blutdruck und die Triglyceridwerte erhöhen. Alkohol enthält darüber hinaus zusätzliche Kalorien, die durchaus eine Gewichtszunahme verursachen können. Generell muss nicht komplett auf Alkohol verzichtet werden. Er sollte jedoch nur in Maßen und vergleichsweise selten genossen werden. Auf Tabakwaren sollten Betroffene hingegen komplett verzichten, da diese die Gesundheit insgesamt stark schädigen können und ebenfalls zu bestimmten Verschleißerscheinungen des Körpers, zur Erhöhung des Blutdrucks und anderen Leiden führen können.


FAQ – Fragen & Antworten

Hilft eine Fettabsaugung gegen das metabolische Syndrom?

Häufig taucht im Bezug auf die Behandlung des metabolischen Syndroms die Frage auf, ob nicht eine operative Fettabsaugung als Therapiemöglichkeit zulässig sei. Diese Frage muss jedoch klar mit „nein“ beantwortet werden. Eine Fettabsaugung verringert einerseits das sichtbare Körperfett beispielsweise am Bauch oder den Oberschenkeln. Das sichtbare Fett ist jedoch lediglich ein Symptom eines tiefer gehenden Problems. So hat sich auch im Körperinneren Fett angelagert, das oftmals die inneren Organe umschließt. Dieses Fett bleibt natürlich auch nach einer Fettabsaugung erhalten. Um es wirksam angreifen zu können, muss eine natürliche Gewichtsreduktion erfolgen, die lediglich mittels sportlicher Betätigung sowie einer gesunden Ernährung garantiert werden kann.

Wo liegt der Unterschied zwischen hdl- und ldl-Cholesterin?

Zur Beantwortung dieser Frage muss zunächst einmal geklärt werden, was generell unter Cholesterin zu verstehen ist. Es handelt sich dabei um einen Stoff, der in erster Linie zur Stabilisierung der Zellmembran dient. Darüber hinaus ist er an mehreren Prozessen der Fettspaltung und Aufnahme diverser Nährstoffe beteiligt. Allerdings handelt es sich bei Cholesterin um eine chemische Verbindung, die nur schwer vom Blut transportiert werden kann, da sie kaum wasserlöslich ist. Es ist daher notwendig, diese Substanz in eine Proteinschicht zu hüllen. Die Unterscheidung in hdl- und ldl-Cholesterin richtet sich schließlich nach der umgebenden Proteinhülle. Die ldl-Hülle sorgt dafür, dass Cholesterin abgelagert wird und sich beispielsweise an den Arterienwänden anlagert. Aus diesem Grund sprechen Mediziner hier von einem schlechten Cholesterin, da es zu verschiedenen Krankheiten beitragen kann.

Anders gestaltet sich die Situation jedoch in Bezug auf das hdl-Cholesterin. Seine Proteinhülle bewirkt im Grunde genommen das Gegenteil. Es schwemmt Cholesterin aus dem Körper heraus und löst es sogar von Gefäßwänden. Aus diesem Grund gilt ein niedriger hdl-Cholesterinspiegel als gesundheitsgefährdend und ist ein Risikofaktor, der Teil des metabolischen Syndroms ist.

Wird das metabolische Syndrom vererbt?
Aktuell streitet die Wissenschaft noch darüber, ob genetische Faktoren und Vererbung eine übergeordnete Rolle bei der Entstehung eines metabolischen Syndroms spielen. Es hat sich gezeigt, dass dieses Leiden familiär gehäuft auftritt. Es ist also durchaus möglich, dass diverse Anlagen vererbt werden, die hernach die Entstehung des Syndroms begünstigen. So kann beispielsweise die Neigung zu Bluthochdruck erblich bedingt sein. Dies bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass eine Person tatsächlich ein metabolisches Syndrom entwickelt, da hierfür stets mehrere Risikofaktoren zusammenkommen müssen. Wesentlich wahrscheinlicher ist daher, dass innerhalb einer Familie bestimmte Lebensarten durch Erziehung weitergegeben werden. Die individuelle Einstellung zum Essen, was gegessen wird und in welchem Rahmen, erlernt ein Mensch zumeist im Elternhaus. Neigen hernach die Verwandten bereits dazu, sich ungesund zu ernähren und wenig Sport zu treiben, wird ein Kind dies aller Wahrscheinlichkeit nach von seinen Eltern übernehmen. Aus diesem Grund sollten gerade jene Menschen, die selbst an einem metabolischen Syndrom leiden, unbedingt darauf achten, den eigenen Kindern eine gesündere Lebensweise zu präsentieren.

Was ist der Taille-Hüft-Quotient?
Lange Zeit wurde von der Medizin vor allem der Body-Maß-Index (BMI) dazu verwendet, festzustellen, ob eine Person übergewichtig ist. Dabei wurden nicht selten spezifische körperliche Eigenheiten wie etwa eine hohe Muskeldichte oder ein großer Busen außer Acht gelassen. Inzwischen ist bekannt, dass die Fettverteilung eine wesentlich wichtigere Rolle einnimmt, als das Fettaufkommen insgesamt. Fettpolster an Hüfte und Oberschenkel sind wesentlich weniger gesundheitsgefährdend, als Fettablagerungen am Bauch. Aus diesem Grund wird der Taille-Hüft-Quotient eingesetzt, um zu ermitteln, wie sich das Fett am Körper verteilt. Dabei wird der Bauchumfang durch den Hüftumfang geteilt. Bei einem Ergebnis unter 0,8 bei Frauen und unter 0,9 bei Männern liegt hernach kein Gesundheitsrisiko vor. Reichen die Werte jedoch über diese Werte hinaus, ist davon auszugehen, dass sich gefährliches Bauchfett angelagert hat.

Was ist ein Metabolismus?

Das Wort Metabolismus stammt ursprünglich aus dem griechischen und bedeutet im Grunde genommen lediglich soviel wie Umwandlung oder Wechsel. Die Medizin verwendet diesen Begriff dann, wenn vom menschlichen Stoffwechsel die Rede ist. Dieser beschreibt alle chemischen Prozesse, die im Körper ablaufen und der Aufnahme von Energie, der Ausscheidung von Endprodukten oder der Aufspaltung von bestimmten Substanzen dienen. Hier kann Metabolismus folglich als Synonym verstanden werden. Die Bezeichnung metabolisches Syndrom bedeutet hernach lediglich, ein bestimmtes, auf den bekannten Risikofaktoren basierendes, den menschlichen Stoffwechsel betreffendes Syndrom.

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