Struma

Steckbrief: Struma

  • Name(n): Struma; Kropf
  • Art der Krankheit: Vergrößerung der Schilddrüse
  • Verbreitung: häufig in Jodmangelgebieten; wie auch in Deutschland
  • Erste Erwähnung der Krankheit: vor 4000 Jahren
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: häufig Jodmangel; oder einer Autoimmunerkrankung; selten eine Hormonsubstitution
  • Wie viele Erkrankte: In etwa 1/3 der deutschen leiden unter einer leichten Struma; 200 Millionen Menschen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist
  • ICD-10 Code(s): E01; e01.0; e01.1; e01.2; E04; e04.0; e04.1; e04.2; E05; e05.0; e05.1; e05.2

Die Vergrößerung der Schilddrüse

Das Auftreten einer Struma oder auch Kropfes ist kein seltenes Phänomen. Im Grunde ist die Kropfbildung schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Schon vor 4000 Jahren hat man in China, Indien und Asien erste Aufzeichnungen über diese Krankheit gefunden.

Daher hat die Behandlung der Struma schon eine lange Tradition. Anfangs wurden Struma Erkrankte mit tierischen Schilddrüsen behandelt, dies ließ erste Rückschlüsse auf den Grund der beulenartigen Vergrößerung der Schilddrüse zu.

Auch Regionale Unterschiede wurden schnell ersichtlich. So haben sich im Laufe der Zeit die verschiedensten Therapieformen zur Behandlung einer Struma fast unabhängig voneinander entwickelt.

Mittlerweile ist es selten geworden, dass die Schilddrüse die Größe eines Fußballes annimmt, doch früher war das keine Seltenheit. Die Fortgeschrittenen Präventionsmaßnahmen sorgen dafür, dass das Auftreten einer Struma immer seltener wird.

Definition Struma

Die Struma ist eine generelle Bezeichnung für die Vergrößerung der Schilddrüse. Die Vergrößerung muss nicht in jedem Fall sichtbar sein, in manchen Fällen kann man sie gerade ein Mal ertasten. In jedem Falle lässt sie sich aber mit den geeigneten Untersuchungsmethoden messen.

Diese Vergrößerung muss keine Beeinträchtigung der Hormonproduktion mit sich führen und muss für den Stoffwechselhaushalt auch erst mal keine Belastung darstellen. Eine Struma ist in erster Linie erst mal nur die Vergrößerung und Vermehrung des Umfanges der Schilddrüse. Spricht man von einer Struma, geht man nicht automatisch von einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse aus.

Die anfängliche Struma verursacht bei dem Betroffenen erst mal keinerlei Beschwerden und ist auch sonst als einfache Vergrößerung der Schilddrüse an sich unbedenklich.

Krankheiten Struma

3D-Darstellung einer gesunden Schilddrüse

Man spricht von einer Vergrößerung, wenn das Volumen der Schilddrüse die Obergrenze des Referenzbereiches überschritten hat. Der Referenzbereich ist alters- und geschlechtsspezifisch und liegt bei erwachsenden Frauen bei 18 ml und bei einem erwachsenen Mann bei 25 ml, dies sind die Oberwerte eines normalen Schilddrüsenvolumens.

Die ersten Beschwerden werden in der Regel durch die Umfangsvermehrung verursacht, welche dann zu einem Gefühl der Beklemmung führt und die Atmung erschweren kann.

Generell wird eine einfache Struma durch einen Mangel Spurenelementen wie an Jod verursacht, auch ein Mangel an Eisen und Selen können dabei beteiligt sein. Sind andere Gründe für das Entstehen der Struma verantwortlich, so gilt die Vergrößerung der Schilddrüse als eine Begleiterscheinung, wird dennoch aber als Struma bezeichnet.


Was ist eine Struma?

Die Struma, oftmals auch als Kropf bezeichnet, ist eine Vergrößerung der Schilddrüse. Selten ist sie zu Beginn gleich sichtbar. Die Vergrößerung ist am Anfang meist so leicht, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen und auch nur schwer ertasten kann. In seltenen Fällen kann sich die Schilddrüse soweit vergrößern, dass sie die Größe eines Fußballes erreicht.

Die Schilddrüse ist eine der wichtigsten Hormondrüsen des Körpers. Sie liegt direkt unterhalb des Kehlkopfes und der Luftröhre. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Hormone t3 (Trijodthyronin) und t4 (Thyroxin) zu produzieren. Diese Hormone sind für den gesamten Stoffwechsel und Kreislauf des Körpers wichtig. Ebenso produziert die Schilddrüse das Calcitonin.

Eine Struma kann man in verschiedene Kategorien einteilen:

  • Die anatomischen Lage: Eine eutope Struma liegt an der normalen Position im Hals. Das heißt, es findet durch die Struma keine Verschiebung der Lage durch die Schilddrüse statt. Eine dystope Struma bedeutet, dass die vergrößerte Schilddrüse auch zum Zungengrund verschieben kann, oder bis hinter das Brustbein bzw. die Luftröhre reichen kann.
  • Die Beschaffenheit der Struma: Ist eine Struma gleichmäßig vergrößert mit homogenem Gewebe, nennt man dies Struma diffusa. Besitz die Struma dagegen ein oder mehrere Knoten so bezeichnet man sie als Struma nodosa. Die Knoten sind potentiell in de Lage Hormone zu produzieren, diese geschieht dann unabhängig von der körpereigenen Regulierung. Je nachdem, ob die Knoten Hormone produzieren oder nicht, spricht man von warmen oder kalten Knoten. Kalte Knoten sind nicht in der Lage Hormone zu produzieren.
  • Die Funktion der Struma: Eine Vergrößerung der Schilddrüse muss nicht zwingend ihre Funktion beinträchtigen. Produziert die Schilddrüse ein normales Maß an Hormonen so bezeichnet man sie als euthyreote Struma. Lässt sich im Blut eine zu hohe Konzentration von t3/t4 nachweisen so ist es eine hyperthyrote Struma, bei zu wenig ist es eine hypothyrete Struma.

Eine weitere Einteilung ist die nach der Größe:

Für die Größeneinteilung einer Struma richtet man sich nach zwei Skalen, hier nach lässt sich die Größe in Grad 0-III oder von Stadium 0-3 einteilen. Das Spektrum geht dabei von „keine Struma“ bis hin zu „großer sichtbarer Struma“.

Klinische Einteilung der Struma-Grade (nach Hotze und Schrumm-Dräger)

  • Grad 0a : Keine Struma
  • Grad 0b : Tastbare aber nicht Sichtbare Struma
  • Grad I : Tastbare und bei zurückgebeugtem Kopf eben so sichtbare Struma
  • Grad II : Sichtbare Struma
  • Grad III: Große sichtbare Struma

Die Einteilung der Patienten in nach diesen Skalen hängt von subjektiven Faktoren bei der Untersuchung ab, ebenso wie vom Ernährungszustand und der Ausprägung der Halsmuskulatur. Daher dient die Einteilung nur als ein Richtwert.

Bei einer Vergrößerung der Schilddrüse liegt oftmals eine Fehlfunktion des selbstregulierenden Regelkreises vor. Die Ursachen dafür können aber ganz unterschiedlich sein.

Im Fall der Schilddrüse sieht der Regelkreis bei einer normalen Funktion in etwa so aus:

Die Produktion von t3 und t4 wird durch das Hormon Thyroidea-stimmulierende Hormon (tsh) reguliert. Das tsh selbst wird in der Hirnanhangdrüse bereitgestellt. Liegt eine Veränderung des t3/t4 Spiegels vor, wirkt sich das automatisch auf die Ausschüttung des tsh aus.

Die Vergrößerung der Schilddrüse kann infolge dessen eine Art Selektionsmechanismus sein, um einen zu niedrigen t3/t4 Spiegel auszugleichen. Besonders wenn infolge eines langanhaltenden Jodmangels die Produktion der Schilddrüsenhormone gedrosselt wird.

Die Vergrößerung der Schilddrüse erfolgt über die vermehrte Ausschüttung des tsh, was bewirkt, dass sich die Zellen nicht nur vermehren, sondern auch vergrößern. Dieser Vorgang bewirkt eine Kropf Bildung.


Welche Ursachen gibt es ?

Für eine Struma oder Kropf gibt es verschiedene Ursachen, am häufigsten tritt allerdings eine Struma infolge eines Jodmangels auf.

Deutschland zählt, wie auch einige andere Länder, zu den Jodmangelgebieten, was soviel heißt, dass wir hierzulande darauf angewiesen sind, unsere Nahrung mit Jod anzureichern. Unser Körper ist nicht fähig, das Spurenelement selbst herzustellen Darum treten infolge eines Jodmangels Störungen im Körper auf, wie die einer Struma. Denn die Schilddrüse ist für die Produktion von t3 und t4 auf das Spurenelement Jod angewiesen.

jod mehresfrüchte; Krankheiten Struma

Jod muss dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden

Jod kann der Körper allerdings nicht selbst herstellen, sondern ist darauf angewiesen, Jod mit der Nahrung aufzunehmen. Ist in der Nahrung nicht ausreichend Jod vorhanden, so reagiert die Schilddrüse mit einer Vergrößerung um diesen Mangel auszugleichen.

Der Grund dafür ist dass bei einem Jodmangel bestimmte Wachstumsfaktoren ausgeschüttet werden, die für eine Zellvermehrung innerhalb der Schilddrüse sorgen. Die Zellvermehrung hat die Funktion, bei länger anhaltendem Jodmangel die Hormonproduktion anzukurbeln, die über das sogenannte Thyrodiea- stimulierende Hormon (tsh) in der Hirnanhangdrüse gesteuert wird.

Auch entzündliche Prozesse können eine Strumabildung zur Folge haben. Bei einer Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis) schwillt das entzündete Gewebe an, ohne dass sich die Zellen vergrößern oder verändern. Ursachen für so eine Entzündung können Infektionen oder operative Eingriffe sein, ebenso ist auch eine autoimmune Entzündungsform der Schilddrüse möglich.

Weitere Erkrankungen, die zu einer Struma führen sind:

Hashimoto- Thyreoiditis:

Dies ist eine autoimmune Erkrankung, bei der die Zellen und die Antikörper des Immunsystems das körpereigene Gewebe der Schilddrüse angreifen. Durch diese Fehlprogrammierung des Immunsystems greifen die Abwehrkräfte ihre eigenen Strukturen an.

Das Gewebe der Schilddrüse wird dadurch immer stärker zerstört und die normale Funktion der Schilddrüse stark beeinträchtigt.

Die Bildung einer Struma infolge dieser Erkrankung ist nur das erste Erscheinungsbild, da es im weiteren Verlauf dieser Krankheit zu einer Verkleinerung der Schilddrüse kommt und sie zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt.

Morbus Basedow:

Eine weitere Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Im Zuge dieser Erkrankung werden vom Organismus Antikörper gebildet, die die tsh-Rezeptoren der Schilddrüse blockieren. Die Schilddrüse wird somit immer weiter zu einer zu einer Produktion von t3/t4 angeregt, was zu einer Überproduktion führt. Im gleichen Zug wird damit das Wachstum der Zellen und des Gewebes stimuliert.

Tumorbildung:

Die unkontrollierte Vermehrung krankhaft veränderter Zellen, die gut- und bösartige Tumore bilden, können ebenfalls für die Bildung einer Struma sorgen. Auch Metastasen, die durch andere Tumore entstehen, könne sich an der Schilddrüse festsetzen und zu einer Vergrößerung führen.

Auch ein Tumor der Hirnanhangdrüse kann zu einer vermehrten tsh-Produktion führen und somit eine Vergrößerung der Schilddrüse nach sich ziehen.

Weitere Faktoren, die zu einer Struma-Bildung führen können:

In Nahrungsmitteln und Medikamenten können Substanzen enthalten sein, die sich negativ auf den Jodhaushalt der Schilddrüse auswirken, dazugehören z.B. Thiocyanate oder Lithium. Es ist allerdings ein erheblicher Konsum dieser Stoffe nötig, um damit eine Struma zu verursachen.

In seltenen Fällen kann eine periphere Hormonresistenz an der Bildung einer Struma beteiligt sein. Bei diesem Krankheitsbild werden die Hormone daran gehindert, ihre Wirkung zu entfalten. Als Folge davon kann es zu einer vermehrt tsh-Ausschüttung kommen, um die Hormonproduktion zu steigen, was wiederum eine Struma zur Folge haben kann.


Symptome & Anzeichen

Sofern eine Struma noch nicht sichtbar ist, sind die Beschwerden nur gering. Eine geringe Vergrößerung der Schilddrüse verursacht kaum lokale Beschwerden. In dieser Phase geben alleine der Stoffwechsel und die Hormone Aufschluss über den Zustand der Schilddrüse.

Erst bei zunehmender Vergrößerung tritt ein Engegefühl im Hals auf, als ob man einen Kloß im Hals stecken hätte, auch Schluckbeschwerden, Luftnot können im weiteren Verlauf auftreten. Diese Beschwerden werden meist dadurch verursacht, dass die Struma die benachbarten Regionen beeinflusst. Die mechanische Verdrängung, durch die Vergrößerung der Schilddrüse führt dann zu den entsprechenden Symptomen.

Mögliche Symptome eine Struma sind:

  • Beschwerden beim Schlucken / Schluckstörung
  • Atemgeräusche bis hin zu pfeifenden Atemgeräuschen
  • Atemnot- durch die mechanische Einengung der Luftröhre verursacht durch die Vergrößerung der Schilddrüse
  • Entstehung einer Tracheomalazie – durch die Erweichung des Knorpels wird die Luftröhre zu weich und die Atmung wird erschwert
  • Stauung der Venen und Kompression der Hohlvene-Einflusstauung
  • Nervenlähmung des Nervus laryngeus recurrens
  • Entstehung des Horner-Syndroms- Herabhängendes oberes Augenlied und scheinbar eingesunkener Augapfel
  • Bildung eines Kropfherzens – Herz Vergrößerung durch die beeinträchtigte Blutzirkulation im Thorax
  • Ohnmachtsanfälle hervorgerufen durch die obere Einflussstauung (der Drosselvene/Halsader), die einhergehen mit einer Gesichtsschwellung (Pemberton-Zeichen), tritt meist beim Heben der Arme auf

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnostik zur Bestimmung einer Struma ist relativ umfangreich. Von der Art der Struma hängt auch der weitere Behandlungsverlauf ab. Eine leichte Vergrößerung der Schilddrüse lässt sich kaum mit bloßem Auge erkennen und auch das Abtasten liefert nicht viele Informationen in Bezug auf die Strumabildung.

Wesentlich genauer ist das die Untersuchung per Ultraschall (Sonografie). Eine Sonografie ist bei dem Verdacht auf eine Struma am besten geeignet, um die Größe der Schilddrüse zu bestimmen. Außerdem lässt sich per Ultraschall schon erkennen, ob es sich um eine homogene (Struma diffusa) Vergrößerung der Schilddrüse handelt oder ob sich Knoten (Struma nodosa) gebildet haben.

Weitere wichtige Details kann man anhand einer Blutuntersuchung und der Untersuchung des Hormonspiegels erkennen. Bei der Überprüfung des tsh-Spiegels gewinnt man einen Eindruck über die Hormonproduktion der Schilddrüse. Wird der tsh-Wert mit den Hormonen der Schilddrüse verglichen, kann man auf die Ursache einer Struma schließen.

Ist beispielsweise der tsh-Wert leicht erhöht, die Produktion der Schilddrüsenhormone dennoch gering, kann man daraus auf einen Jodmangel schließen. Ein sehr stark erhöhter tsh-Spiegel bei geringer Hormonproduktion der Schilddrüse kann dagegen auf einen Tumor hinweisen. Aus diesem Grund wird neben dem tsh- Wert auch immer das freie t3 und t4 bestimmt, ebenso wie den Wert des Calcitonins im Blut.

Diese Diagnostik ist die Grundlage für eine weitere Klassifizierung der Struma. Diesem Vorgang schließen sich dann immer weitere Untersuchungsmethoden an, um die Art der Struma besser zu bestimmen.

Behandlung Tracer; Krankheiten Struma

Szintigraphie der Schilddrüse
Shutterstock / Stefania Arca

Ergibt sich bei der Ultraschalluntersuchung der Befund, der Knotenbildung wird eine Szintigrafie hinzugezogen. Bei der Szintigrafie lässt sich die Art der Knoten bestimmen.

Besonders bei kalten Knoten muss der Verdacht auf Schilddrüsenkrebs schnell ausgeschlossen werden.

Aufgrund dessen werden kalte Knoten anschließen noch mit einer Feinadelbiopsie untersucht, bei der ein kleines Gewebestück des Knotens entnommen wird.

Eine mikroskopische Untersuchung des veränderten Gewebes liefert dann Auskunft über die Art der Zellen, die sich in dem Knoten befinden.

Bei einer weit fortgeschrittenen Struma oder einer unklaren Lage wird in manchen Fällen auch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes gemacht, um die Struma besser zu lokalisieren. Erst nach diesem Standartverfahren zur Klassifizierung der Struma, werden die Therapiemöglichkeiten erörtert und festgelegt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Weltweit gibt es Milliarden von Menschen die in sogenannten Jodmangelgebieten leben und viele leiden in diesen Gebieten unter einer Jodmangel bedingten Struma (etwa 20 Millionen Menschen). Da das Auftreten eine Struma in solchen Gebieten so häufig war, bezeichnet man das auch als eine endemische Struma. Viele von den betroffenen Menschen kommen schon mit einem angeborenen Jodmangel zur Welt.

Auch in Deutschland sind 1/3 der Erwachsenen von einer Schilddrüsenvergrößerung oder Schilddrüsenknoten betroffen. In Bezug auf verschiedene Studien konnte kein Häufigkeits-Unterschied zwischen Männern und Frauen nachgewiesen werden. Als Prävention wird seit 1919 in der Schweiz, aufgrund der jodarmen Böden, dort das Speisesalz mit Jod angereichert. Seit dem ist die Zahl der Jodmangelstruma dort deutlich gesunken.


Komplikationen bei der Krankheit

Wird eine Struma eine lange Zeit nicht behandelt, kann es zu Komplikationen kommen. Häufig führt eine länger bestehende Struma zu einer sogenannten funktionellen Autonomie. Das bedeutet, dass die Schilddrüse unabhängig vom tatsächlichen Bedarf Schilddrüsenhormone produziert.

Die veränderten Regionen der Schilddrüse, verringern ihre Hormonproduktion nicht, auch wenn genügend Schilddrüsenhormone im Körper vorhanden sind. Sie handeln als weitestgehend selbständig, eben autonom. Diese Autonomen Gebiete können sich bei längerem Bestehen einer Struma vermehren.

Es sind etwa die Hälfte der Patienten mit einem großen Kropf von so einer Autonomie betroffen.
Des Weiteren besteht die Gefahr, dass sich nach einiger Zeit ein bösartiger Tumor bilden kann. Das Risiko für Schilddrüsenkrebs liegt bei etwa 4%.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Auffällige Befunde, die auf eine Struma hinweisen könnten, ergeben sich meistens bei einem Standard Besuch beim Arzt oder im Rahmen einer anderen Untersuchung.

Krankheiten Struma

Untersuchung der Schilddrüse

So wird die Bildung einer Struma meist sehr frühzeitig erkannt, dank den standardisierten Untersuchungsmethoden. Kaum einer kommt in die Praxis, weil er befürchtet eine vergrößerte Schilddrüse zu haben.

Dennoch sollte man so schnell es geht zum Arzt gehen, wenn man befürchtet, dass sich die Schilddrüse vergrößert hat.

Das ist besonders wichtig um andere schwere Erkrankungen auszuschließen. Gerade die Schilddrüse ist sehr sensibel und eine Erkrankung kann schnell zu einer lebenslangen Beeinträchtigung führen.

In seltenen Fällen verursacht eine Struma zudem Schluckbeschwerden und Atemprobleme. Diese Symptome müssen dann auch umgehend behandelt werden.


Behandlungsmethoden & Therapie

Im Falle einer Struma gibt es in der Regel drei verschiedene Therapiewege:

  • Die medikamentöse Behandlung
  • Die operative Behandlung
  • Die nuklearmedizinische Behandlung

Medikamentöse Therapie

Bei einer Struma, die durch Jodmangel entsanden ist, wird zunächst die Gabe von Jodid Tabletten verordnet. Dadurch soll die Schilddrüse wieder ausreichend mit Jod versorgt werden. In den meisten Fällen lässt sich so die Struma oftmals um 30 bis 40 Prozent reduzieren.

Führt die alleinige Gabe von Jod nicht zum gewünschten Ziel, wird nach 6-12 Monaten zusätzlich L-Thyroxin (eine Form von t4) verabreicht. Ziel ist es so den tsh-Spiegel zu senken, was wiederum zu Verminderung der Struma beiträgt.

Es gibt Fälle, in denen die Gabe von Jodtabletten auf keinen Fall infrage kommt, wie zum Beispiel bei einer erhöhten t3 und t4-Produktion oder bei bestehenden autonomen Knoten. In solchen Fällen kann die Gabe von Jod toxische folgen in Form einer hyperthyreotischen Krise haben.

Dieser Zustand ist akut und lebensgefährlich für den Patienten. Die Gabe von Jod verursacht eine plötzliche Freisetzung von Schilddrüsenhormonen, die zu einer gefährlichen Stoffwechselleistung führen.

Operative Therapie

Eine Operation wird immer dann als sinnvoll erachtet bei einer ausgeprägten Struma nodosa, welche die Luftröhre einengt und infolgedessen die Atmung behindert.

Ebenso wird eine Operation in Erwägung gezogen, wenn ein begründeter Verdacht für ein Schilddrüsenkarzinom besteht, sowie bei der Beeinträchtigung der benachbarten Strukturen.

Hier zu zählen:

  • Eine Einengung der Luftröhre über 50%
  • Tracheomalazie
  • Einengung oder Verlagerung der Speiseröhre
  • obere Einflussstauung

Ebenfalls Indikatoren für einen operativen Eingriff sind:

  • Eine weitere Wachstumstendenz trotz medikamentöser Therapie
  • Bei kalten Knoten ohne Malignomverdacht
  • Bei dystopen Schilddrüsengewebe
  • aus kosmetischen Gründen.

Ein operativer Eingriff wird meist erst bei einer länger bestehenden Struma in Betracht gezogen. Voraussetzung ist das eine medikamentöse Behandlung keinen oder nicht den gewünschten Erfolg erzielt hat.

Bei einem operativen Eingriff ist man stets bemüht, soviel funktionsfähiges Schilddrüsengewebe wie möglich zu erhalten. Dieses restliche und funktionsfähige Gewebe übernimmt dann die zusätzliche Arbeit und der Patient kann gegebenenfalls auf eine lebenslange Hormontherapie verzichten.

Muss die Schilddrüse komplett entfernt werden, hat der Patient keine andere Wahl, als die Hormone ein Leben lang künstlich zuzuführen. Im Falle von bösartigen Tumoren muss in jedem Fall die gesamte Schilddrüse entfernt werden.

In der Regel gibt es drei operative Methoden:

  • Eine Strumaresektion: Hier wird nur ein Teil der Schilddrüse entfernt. Häufig wird diese Methode bei gutartigen Knotenstruma eingesetzt.
  • Thyreoidektomie: Das ist die vollständige Entfernung aller sichtbaren Anteile der Schilddrüse. Diese Methode wird nur bei bösartigen Tumoren (Malignom) eingesetzt.
  • Hemithyreoidektomie: Es werden nur von einem Schilddrüsenlappen die betroffenen Regionen entfernt. Voraussetzung ist eine gesunde Gegenseite.

Operative Eingriffe bergen immer Risiken. Selten kommt es vor, dass der Stimmbandnerv geschädigt wird oder eine Unterfunktion der Nebenschilddrüse auftritt. Auch besteht ein Risiko für Nachblutungen und Wundinfektionen.

Die Ursachen einer Struma werden durch den operativen Eingriff ebenfalls nicht beseitigt. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Operation fördert eine weitere Strumabildung, da der Wachstumsreiz auf das Restgewebe steigt. Daher wird als Prophylaxe eines erneuten Schilddrüsenwachstums und nach der Operation immer eine medikamentöse Therapie als Unterstützung hinzugezogen.

Radiojodtherapie

Bei erhöhtem Risiko einer Operation oder bei immer wieder auftretender Struma bietet die nuklearmedizinische Radiojodtherapie eine Alternative. Diese Therapieform setzt radioaktive Jodisotope ein, die sich im Schilddrüsengewebe anreicherten. Durch die Anreicherung der Isotope wird das Gewebe der Schilddrüse geschädigt, was zu einer Verringerung des Volumens führt. Der Erfolg dieser Therapie liegt bei einer Umfangsverkleinerung von etwa 50%.

Es ist ein wirksames Verfahren um die Schilddrüse effektiv zu verkleinern. Zudem dient sie zur Ausschaltung autonomer Areale und wird bei der Basedow-Krankheit eingesetzt. In einzelnen Fällen wird die Radiojodtherapie auch nach erfolgter Operation eingesetzt.

Ursachenbezogene Therapie

Als wichtigste Grundlage gilt es den Grund für die Strumabildung zu kennen, und dementsprechend zu behandeln.

Daher gelten für einige Ursachen besondere Therapieansätze:

  • Morbus Basedow
    Im Anfangsstadium dieser Autoimmunerkrankung kommt es in der Regel zu einer Überfunktion der Schilddrüse. Diese Überfunktion muss als Erstes unter Kontrolle gebracht werden, um eine weitere Anreicherung der Schilddrüsenhormone zu vermeiden. Dies erfolgt durch die Gabe von Medikamenten, die die Bildung der Schilddrüsenhormone hemmen (sogenannte Thyreostatika). Als weitere Therapie kann eine Radiojodtherapie eingesetzt werden, oder es erfolgt unter Umständen die teilweise Entfernung der Schilddrüse.
  • Hashimoto-Thyreoiditis
    Diese Autoimmunerkrankung kann man zwar Behandeln gilt aber dennoch derzeit als unheilbar. Ist die Krankheit soweit fortgeschritten, dass ein relevanter Teil der Schilddrüse zerstört ist, erfolgt eine Hormonsubstitution.
  • Tumorbildung
    Bei bösartigen Tumoren ist die komplette Entfernung der Schilddrüse erforderlich. Gutartige Tumore können nach erfolgreicher Entfernung noch zusätzlich mit der Radijodtherapie behandelt werden.
  • Periphere Hormonresistenz
    In einem solchen Fall erfolgt die Therapie über die Gabe von hochdosiertem L-Thyroxin.

Vorbeugung -Impfung & Prävention

Einer durch Jodmangel induzierte Struma kann durch die regelmäßige Einnahme von Jodreichen Lebensmitteln und mit Jod versetztem Speisesalz gut vorgebeugt werden.

Besonders Seefisch enthält im Vergleich zu anderen Lebensmitteln viel Jod. In 100 Gramm Schellfisch oder Seelachs sind zwischen 300 und 400 Mikrogramm Jod enthalten. Dies ist der Grund, warum die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens 1-2 Mal pro Woche Seefisch zu essen.

Jugendliche und Erwachsene benötigen nämlich 180- 200 Mikrogramm Jod pro Tag. Dieser Bedarf ist durch normale Lebensmittel in Jodmangelgebieten (z.B. Deutschland) nur schwer zu decken. Aus diesem Grund werden Lebensmittel auch häufig mit Jod angereichert.

Bestimmte Personengruppen sollten zusätzlich zur Prävention auf Jodidtabletten zurückgreifen:

  • Menschen, die bereits an einer Strumaerkrankung gelitten haben
  • Familienangehörige von Strumapatienten
  • Kinder und Jugendliche
  • Schwangere und stillende Frauen.

Besonders bei Schwangeren und Stillenden liegt der Jodbedarf bei etwa 230-260 Mikrogramm pro Tag. Daher ist gerade hier eine Jodprophylaxe wichtig, da sich dieser Bedarf kaum durch die normale Nahrung decken lässt.

Eine Jod Unterversorgung kann besonders für das Neugeborenen schwerwiegende Folgen haben. Aus diesem Grund sollten Schwangere und stillende zu einer Jodreichen Ernährung eine Joditablette mit 150-200 Mikrogramm Jod zu sich nehmen.

Zusätzlich zum Speisesalz werden auch Futtermittel für Tiere mit Jod versetzt um das Jodangebot zu erhöhen. Solche Präventionsmaßnahmen haben das Jodangebot deutlich verbessert und das auftreten und die Häufigkeit von Strumabildungen wurde deutlich reduziert.

Zur Diskussion stehen mittlerweile die häufigen Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse durch das erhöhte Jodangebot. Der Zusammenhang ist aber noch nicht bestätigt worden. Einen erhöhten Wert an Schilddrüsen-Autoimmunkörpern soll erst ab einer täglichen Menge von 500 Mikrogramm Jod auftreten.

Jodreiche Lebensmittel sind: Champignons, Bohnen, Zwiebeln, Broccoli, Spinat, Radieschen, Rettich, Spargel und Petersilie. Beachten sollte man dabei das diese Gemüse meist durch Bio- oder Kunstdünger zusätzlich mit Jod versetzt wurde.


Prognose zur Heilung

Eine leichte Struma bildet sich durch die Gabe von Jodtabletten innerhalb von 6- 12 Monaten zurück. Die Gabe Von Jodtabletten führt in solchen Fällen zur Beseitigung des Mangels und die normale Funktion der Schilddrüse kann wieder aufgenommen werden, damit wäre dann auch die Ursache einer Struma beseitigt.

Besteht die Struma dagegen schon länger oder ist stark vergrößert kann die Therapie mit Jodtabletten oft nicht ausreichend sein und der Behandlungsprozess gestaltet sich als recht langwierig. In solchen Fällen hilft oft Mals die zusätzliche Gabe von Levothyroxin, um das schrumpfen einer Struma positiv zu beeinflussen.

Generell gilt eine Struma aufgrund eines Jodmangels aber als recht gut behandelbar. Die Behandlung einer Struma aufgrund anderer Ursachen kann sich dagegen oft Mals über Jahre hinziehen.


Strumabildung in der Schwangerschaft

Bekanntermaßen besitzen Schwangere einen erhöhten Jodbedarf. Nicht umsonst gibt es zahlreiche Präparate, die zur Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft und Stillzeit dienen.

Behandlung Radiojodtherapie; Krankheiten Struma

Schwangere Frauen haben einen erhöhten Jodbedarf und erkranken daher leichter an einer Struma

Eine normale Frau besitz in etwa einen Jodbedarf von etwa 180-200 Mikrogramm. In der Schwangerschaft erhöht sich dieser Bedarf auf etwa 230 Mikrogramm und während der Stillzeit sogar noch auf 260 Mikrogramm.

In einer normalen Ernährung sind dagegen nur etwa 60-80 Mikrogramm Jod enthalten, dies ist nachweislich viel zu wenig um den Bedarf einer Schwangeren zu decken.

Leidet eine Schwangere an einem Jodmangel, kommt es etwa im letzten Drittel der Schwangerschaft zu einer Struma-Bildung. 10 % der Neugeborenen kommen dann mit einer sogenannten Struma conntata auf die Welt.

Gerade unter diesen Umständen rät der Arbeitskreis Jodmangel Schwangeren und Stillenden täglich eine Jodid-Tablette mit 100- 150 Mikrogramm als Ergänzung einzunehmen. Leider klären nicht aller Ärzte über dieses Risiko auf, es ist also umso wichtiger, dass sich Schwangere rechtzeitig darüber informieren.


Alternative Behandlungsmethoden

Zusätzlich zur klassischen Schulmedizin bieten sich noch andere Methoden zur unterstützenden Therapie an. So findet man zum Beispiel Hilfe in der traditionellen Chinesischen Medizin (tcm), der Homöopathie und der Phytotherapie. Auch der Einsatz von Schüssler-Salzen kann zur Verbesserung beitragen.

In allen Fällen wird die normale Funktionsweise der Schilddrüse unterstütz damit diese sich selbst regenerieren kann. Auch die Funktionalität und die Beschaffenheit, des Gewebes kann verbessert werden.

Krankheiten Enzephalitis Apathie; Krankheiten Struma

Die tcm kann bei einer Struma ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden

Gerade in der traditionell chinesischen Medizin haben sich, durch die ganzheitliche Betrachtungsweise des Körpers, Methoden entwickelt, um die unterschiedlichsten Strumaformen zu therapieren.

Die tcm geht von den beteiligten Leitbahnen aus, die an einer Strumabildung beteiligt sind. Danach sind an Schilddrüsenproblemen Nieren-, Leber-, Milz und Herzleitbahn und ebenso das Blut beteiligt.

Ausgehend von dieser Betrachtung werden die verschiedenen Störungen der Schilddrüsenfunktion im Körper abgeleitet und klassifiziert. Die tcm betrachtet die Bildung einer Struma immer als eine Stagnierung des sogenannten Innenschleims TAN im Halsbereich. Der Schleim TAN an sich kann dabei immer verschiedenen Ursprungs sein und damit auch verschiedene Ursachen haben.

Unter dieser Betrachtungsweise bietet sich die tcm gut als Ergänzung zur Schulmedizin an, da die ganzheitliche Betrachtungsweise mehr Möglichkeiten bietet, um den Ursprung einer Struma-Bildung zu behandeln.

Auch bei einfachen Strumen, die die hormonelle Funktion der Schilddrüse nicht beeinträchtigen kann man die von der tcm bereitgestellte Kräutermischung einnehmen.

Bei allen alternativen Behandlungsmethoden sollte man allerdings auf eine Selbstmedikation verzichten, da sie gerade im Bereich der Schilddrüse mehr schaden als nutzen anrichten kann. Es gibt ausgebildete Therapeuten, Heilpraktiker, Homöopathen, die auch mit dem behandelnden Arzt bereitwillig zusammenarbeiten und einen entsprechenden Behandlungsplan aufstellen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel gibt es viele auch welche die sich in Sachen Struma-Bildung bewährt haben, dennoch ersetzen sie keine medizinische Behandlung. Auch die Wirkung ist oftmals umstritten.

Ein wirkungsvolles Mittel soll ein Umschlag aus Leinsamen sein. Dazu werden die Leinsamen mit Wasser zu einer Paste vermischt. Diese Paste wird auf den Hals aufgetragen und soll 20-25 Minuten einwirken. Dies soll der Schwellung entgegenwirken, zusätzlich besitz es noch eine entzündungshemmende Eigenschaft.

Hals-Übungen sollen die Halsmuskeln dehnen und strecken und somit die Schwellung der Struma reduzieren.

Auch Gersten Wasser soll die Schwellung der Struma reduzieren. Das sogenannte Barley Water ist reich an Antioxidantien und pflanzlichen Nährstoffen zudem leitet es Giftstoffe aus dem Körper.

Heilkräuter & Heilpflanzen

In der Phytotherapie wird gerne das Blasentangpulver als Substitution für Jodtabletten eingesetzt. Diese Pulver gibt es gerade für diesen Bereich standardisiert und präzise dosiert. Auch Brunnenkresse hat einen positiven Einfluss auf den Jodhaushalt. Beides kann als Tee zubereitet werden oder in Kapselform verabreicht werden.

Zur Linderung von Beschwerden und zur positiven Beeinflussung der Schilddrüse bietet die Phytotherapie eine Liste aus Heilkräutern an, die sich zur Zusammenstellung eines Tees anbieten. Danach werden die Heilkräuter nach Wirkungsgebieten eingeteilt.

  • Jodhaltige Heilkräuter: Blasentang, Brunnenkresse, Isländisches Moos.
  • Beruhigend für die Schilddrüse: Wolfstrapp, Lavendel, Baldrian, Hopfen, Weinraute.
  • Herz-Kreislauf beruhigend: Herzgespann, Salbei, Galgant, Weißdorn, Mistel, Bärlauch, Melisse.
  • Gegen Schlafstörungen: Hafer, Hopfen, Maisbart, Passionsblume, Ackersalatblüte, Melisse, Baldrian.
  • Stärkt die Konstitution: Meisterwurz, Angelikawurzel, Eisenkraut, Rhapontikum.
  • Stärkung der Leber: Wermut, Beifuß, Berberis-Rinde, Schafgabe, Löwenzahnwurzel, Heiligenbasilikum, Mariendistel, Schöllkraut.
  • Zur Entgiftung / Mineralstoffreich: Brennessel, Hohlzahn, Schachtelhalm, Walnuss, Birkenblätter.
  • Bei Zysten: Klette.

Die Tee-Zusammenstellung erfolgt dabei folgendem Schema: Zwei schilddrüsenspezifische Pflanzen, ein bis zwei beruhigende bzw. anregende Pflanzen, zwei Leberpflanzen und eine Ausleitungspflanze.
Dies ergibt eine Kräutermischung nach Dorisa Schadow (Heilpraktikerin).

Zur Linderung von Beschwerden wie Gereiztheit etc. empfiehlt sich der Einsatz von Bachblüten (hier Nr. 15 Holy) oder auch im Bereich der Intoleranz und Autorität Nr. 32 vine.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können sehr wirkungsvoll bei einer Vielzahl von Beschwerden sein, es wird ihnen nachgesagt, dass sie Organfunktionen positiv beeinflussen können. Eine Erkrankung der Schilddrüse kann häufig eine Vielzahl von Beschwerden verursachen. Besonders dann, wenn die Struma sich auf den Hormonhaushalt auswirkt.

Müdigkeit, Haarausfall, Depression, Verstopfung, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme und ein Mangel an Lebensfreude können alles Symptome einer Schilddrüsenerkrankung sein. Schon eine leichte Veränderung des t3 und t4 Spiegels können ein Unbehagen auslösen.

So gibt es auch ein paar ätherische Öle, die auftretende Symptome mindern können. Man sollte aber darauf achten, dass es sich um reine ätherische Öle handelt.

  • Pfefferminze
    Pfefferminzöl ist hilfreich bei, Müdigkeit, Depressionen, Gehirn-Nebel, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme zu reduzieren, die häufig bei einer Schilddrüsenerkrankung auftreten. Pfefferminzöl ist als Hausmittel sehr beliebt und ergibt mit ein wenig Zitrone einen belebenden Tee.
  • Weihrauch
    Auch Weihrauch kann die Symptome einer Schilddrüsenerkrankung lindern und ist besonders effektiv bei Verdauungsstörungen und Verstopfungen. Besonders hilfreich ist Weihrauchöl, wenn es darum geht, den Hormonspiegel auszugleichen, Stress zu reduzieren und hilft gegen Trockene Haut und Schlafstörungen.
  • Lavendel
    Lavendel ist ein prädestiniertes ätherisches Öl um Angstzustände, Haarausfall, Stress und Schlaflosigkeit zu bekämpfen. Ein Paar Tropfen auf dem Kopfkissen sollen für einen gesunden Schlaf sorgen.
  • Myrte
    Myrte ätherisches Öl stellt das natürliche Gleichgewicht des Körpers wieder her, indem es die Funktion der Schilddrüse ausgleicht. Myrte soll so jeder Art von Ungleichgewicht entgegenwirken.
  • Zitronengras
    Zitronengras hilft gegen Entzündungen, Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen, die bei einer gestörten Schilddrüsenfunktion auftreten können. Das Öl lässt sich einfach zum Kochen verwenden, oder aber auch direkt auf die Haut aufgetragen werden. Als Badezusatz oder im Tee wirkt es auch wahre Wunder.
  • Rosmarin
    Dieses Öl ist ein wunderbares Mittel gegen Stress, Verdauungsstörungen, Gelenkschmerzen, Entzündungen, Haarausfall und andere Symptome einer Schilddrüsendisfunktion. Es kann alleine oder gemischt mit anderen ätherischen Ölen verwendet werden. Dieses Öl ist besonders bewährt bei Schilddrüsen-bedingten Haarausfall.
  • Grapefruit
    Grapefruit Öl kann Stress reduzieren, den Stoffwechsel ankurbeln sowie Depressionen verringern. Das Öl wird oft zusammen mit Kokosöl auf die Haut aufgetragen, oder ein- zwei Tropfen in heißes Wasser geben und als Tee trinken.
  • Muskatellersalbei
    Dieses Öl verfügt über eine Vielzahl von medizinisch bewährten Eigenschaften. Es hilft dem Organismus dabei zu entspannen, reduziert einen zu hohen Cortisolspiegel, verbessert die kognitiven Funktionen und reduziert Stress und Haarausfall.

Hoöopathie & Globuli

In der Homöopathie sind die häufig eingesetzten Symptom bezogenen Mittel:

Wobei es einem erfahrenen Therapeuten überlassen bleiben muss, welches Mittel in welcher Potenz eingenommen werden sollte.

Die Therapie über die Konstitutionsmittel erfolgt eng an den Laborergebnissen der Schulmedizin, so ergeben sich zum Beispiel folgende Therapievorschläge:

  • Wenn die Auto-Antikörper erhöht sind: Konstitutionsmittel + Selen (200 Mikrogramm/Tag).
  • bTSH + Auto- Antikörper erhöht: Konstitutionsmittel+ Selen ( 200 Mikrogramm) unter umständen Hormonsubstitution ( in etwa ein halbes Jahr).
  • bTSH + Auto-Antikörper erhöht und fT4 niedrig: Konstitutionsmittel+ Selen ( 200 Mikrogramm) zusätzlich Hormonsubstitution.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind immer abhängig von den Ursachen und den Symptomen. Aber gerade die Zusammenarbeit von der Schulmedizin und der Homöopathie vereinfacht eine Behandlung.

Schüssler-Salze

Im Mittelpunkt der Behandlung mit Schüssler-Salzen steht das Salz Nr. 1 Calcium fluoratum „macht Weiches hart und Hartes weich“, dieses Salz ist eindeutig der Funktionsweise der Schilddrüse zugeordnet und nimmt unter anderem Einfluss auf die verhärteten Drüsen.

Auch das Salz Nr. 8 Natrium chloratum „Zur Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes“ kommt in diesem Zusammenhang oft zum Einsatz. Allerdings sollte ein Therapeut / Arzt entscheiden, ob wirklich ein Mangel an einem dieser Salze vorliegt.

Am bedeutendsten ist aber bei einer Struma Behandlung das Schüssler-Salz Nr. 15 Kalium jodatum. Dies wird verabreicht um den Jodmangel auf der feinstofflichen Ebene auszugleichen, sodass nicht die Schilddrüse selbst tätig werden muss. Dies wirkt einer weiteren Vergrößerung der Schilddrüse entgegen und gleicht den Jodmangel aus.

Eine Schüssler- Salz Therapie bei einer vorliegenden Struma könnte so aussehen:

Liegt ein Mangel an dem Schüssler-Salz Nr.1 Calcium fluoratum vor, kann dies zu einer Gewebeverhärtung und Knotenbildung kommen. Es dauert eine Weile, bis dieses Salz seine Wirkung entfaltet, daher sollte mit einer langfristigen Einnahme gerechnet werden.

Schüssler-Salz Nr. 2 Calcium phosphoricum ist ein aufbauendes Mineralsalz, das Salz fördert die Stoffwechseltätigkeit und unterstützt die Funktionalität des Körpers.

Schüssler-Salz Nr. 4 Kalium chloratum wirkt im Drüsengewebe und kann Drüsenschwellungen und Drüsen Vergrößerungen entgegensteuern.

Es ist nicht selten, dass eine Struma von einer „inneren Anspannung“ begleitet wird. In diesem Fall kann das Schüssler-Salz Nr.7 Magnesium phosphoricum helfen.

 

Diät & Ernährung

In den meisten Fällen ist der Grund einer Struma Erkrankung ein schwerwiegender Jodmangel. Dieser Auslöser kann durch Jodreiche Nahrung ausgeglichen werden, sodass die Schilddrüse wieder ihre normale Funktion aufnehmen kann.

Eine ausgewogene Ernährung und die Verwendung von Jodsalz ist daher empfehlenswert. 1-2 Mahlzeiten mit Seefisch in der Woche reichen in der Regel aus, um eine ausreichende Jodversorgung zu sichern.


FAQ -Fragen & Antworten

Muss man nach einer Schilddrüsen Entfernung ein Leben lang Tabletten nehmen?

Ja. Nach dem Eingriff kann die Schilddrüse selbst nicht mehr genügend oder zum Teil auch gar keine Schilddrüsenhormone mehr produzieren. Um den entstehenden Mangel an Schilddrüsenhormonen auszugleichen oder besser gar nicht erst entstehen zu lassen, muss man also täglich Tabletten einnehmen.

Wie merkt man, ob die Schilddrüse vergrößert ist?

Ein Warnzeichen für eine entstehende Struma kann zum Beispiel ein plötzlich zu eng gewordener Rollkragenpullover sein, der plötzlich am Hals drückt. Auch ein Enge- oder Druckgefühl, im oder am Hals können auf eine vergrößerte Schilddrüse hindeuten. Zusätzlich kann es vorkommen, dass das Atmen oder Schlucken schwerfällt.

Bildet sich ein Kropf/ Struma von alleine wieder zurück?

Von alleine ohne jegliche Unterstützung wird sich ein Kropf nicht zurückbilden. Selbst bei einer Ausgewogenen und Jodreichen Ernährung wird er nur um ca. 30-40% zurückgehen.

Was ist eine Struma multinodosa?

Von einer Struma multinodosa spricht man, wenn sich innerhalb einer Struma mehrere Knoten gebildet haben. Häufig findet man bei langjährig erkrankten Patienten ein bis mehrere Knoten.
Das Gewebe der Schilddrüse vergrößert sich erst und wird erst im Verlauf von Jahren zu knotigem Gewebe.

Erreicht die Schilddrüse nach einer Struma wieder ihre normale Größe?

In der Regel bleibt einer Schilddrüse nach einer Struma immer leicht vergrößert und wird eher nicht wieder ihre ursprüngliche Größe erreichen. Dazu besteht noch zusätzlich ein erhöhtes Risiko, wieder an einer Struma zu erkranken.

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