Stirnhöhlenentzündung

Steckbrief: Stirnhöhlenentzündung

  • Name(n): Stirnhöhlenentzündung; lat. Sinusitis frontalis
  • Art der Krankheit: Entzündung der Stirnhöhle
  • Verbreitung: unbekannt
  • Erste Erwähnung der Krankheit:
  • Behandelbar: Ja; z. B. mit Antibiotika; Schüssler Salze; Heilkräuter; durch Operation u. a.
  • Art des Auslösers: bei nicht chronischer Sinusitis frontalis 20 – 30 % durch Bakterien; 70 -80 %durch Viren;
  • Wie viele Erkrankte: Etwa elf Prozent leiden an chronischer Sinusitis
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hals-Nasen-OhrenArzt; (HNO-Arzt)
  • ICD-10 Code(s): J01.1 bei akuter Sinusitis frontalis; J32.1 bei chronischer Sinusitis frontalis

Unangenehme Stirnhöhlenentzündung

Wer kennt das nicht? Die Nase ist verstopft, man fühlt sich schlapp und abgeschlagen und zusätzlich plagen einen starke und stechende Kopfschmerzen. Das Druckgefühl im Gesicht und in der Stirn wird immer unerträglicher und jede Bewegung des Kopfes schmerzt.

Sie leiden bei diesen Erkältungs- und Abgeschlagenheitssymptomen vermutlich an einer Stirnhöhlenentzündung die am besten umgehend behandelt werden sollte.

Definition Stirnhöhlenentzündung

Eine Stirnhöhlenentzündung ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen, die durch Viren oder Bakterien hervorgerufen wird. Die Stirnhöhlen (Sinus frontalis) sind ein Teil der Nasennebenhöhlen (Sinus paranasales). Sie sind ein mit Schleimhaut ausgekleideter Hohlraum im Stirnbein (Os frontale) und mit dem mittleren Nasengang (Sinusgang) der Nasenhöhle sowie der Siebbeinzellen verbunden. Die Stirnhöhen bestehen aus zwei Bereichen, die durch eine dünne Scheidewand (Septum sinuum frontalium) voneinander getrennt sind.


Was ist eine Stirnhöhlenentzündung?

Die Stirnhöhlen sind, wie alle Nasennebenhöhlen mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese Schleimhaut ist durch die ständige Produktion von dünnflüssigem Sekret immer leicht befeuchtet. Sobald Krankheitserreger oder Fremdkörper in die Stirnhöhlen eindringen, sorgen Flimmerhärchen dafür, dass die Schleimhaut mit den Krankheitserregern abtransportiert wird.

Viren und Bakterien befallen bei einer akuten Stirnhöhlenentzündung zunächst die Schleimhaut der Nasenhaupthöhlen und entzünden diese. Anschließend gelangen die Erreger von dort in die Nasennebenhöhlen, so dass auch diese Schleimhaut infiziert wird.

Durch die Infektion schwillt die Schleimhaut stark an und produziert einen eitrigen und zähflüssigen Schleim.
Kann die Schleimhaut infolge einer anschließenden Verstopfung der Verbindungsgänge (Ostien) nicht mehr abfließen, so verbleiben das produzierte Sekret sowie die Krankheitserreger im Inneren der Stirnhöhlen.

Durch die hohe Ansammlung von entzündetem festsitzendem und zähflüssigem Schleim entsteht die unangenehme, oft mit starken Kopfschmerzen und Druck verbundene Stirnhöhlenentzündung.

Man unterscheidet bei der Sinusitis frontalis zwischen einer akuten und einer chronischen Entzündung. Während bei einer Stirnhöhlenentzündung mit maximaler 2-wöchiger Dauer von einer akuten Stirnhöhlenentzündung gesprochen wird, so handelt es sich bei einer Erkrankung von mehr als 2 Wochen um eine chronische Sinusitis frontalis.

Die Entzündung der Stirnhöhle tritt häufig in Kombination mit anderen Nasennebenhöhlenentzündungen auf, sie ist jedoch auch isoliert möglich. Häufiger als die Stirnhöhlen sind jedoch die Kieferhöhlen sowie die Siebbeinzellen von Entzündungen der Nasennebenhöhlen betroffen.

Welche Ursachen gibt es?

Meist geht einer akuten Stirnhöhlenentzündung ein harmloser Schnupfen voraus. Erst wenn durch eine starke Schwellung der Schleimhäute in der Nase der Sekretabfluss aus der Stirnhöhle nicht mehr abfließen kann, ist die Gefahr einer Stirnhöhlenentzündung gegeben. Hauptsächlich werden Nasennebenhöhlenentzündungen durch Viren verursacht, nur etwa 20 bis 30 Prozent sind auf Bakterien zurückzuführen.

Ein geschwächtes Immunsystem
Ein geschwächtes Immunsystem kann Ursache für eine Stirnhöhlenentzündung sein. Das Immunsystem ist dazu da, Krankheitserreger durch Abwehrzellen auf Abstand zu halten. Eine zu schwache Immunabwehr führt zu einer erhöhten Infektionsanfälligkeit, so das Bakterien und Viren den Körper leichter angreifen können. Typische Infektionskrankheiten wie eine Erkältung verbunden mit Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen sind dann nicht selten.

Allergische Reaktionen
Auch Allergien können durchaus verantwortlich für eine Sinusitis frontalis sein. Bei einer Allergie reagiert das menschliche Immunsystem übersteigert auf bestimmte Stoffe. Die Überempfindlichkeit gegen Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben oder anderem kann dies zu einem allergischen Schnupfen führen. Innerhalb weniger Minuten nach Einatmen der Substanz kommt es zu einer Schwellung der Nasenschleimhaut, zu einer gesteigerten Produktion von Nasenschleim und anschließend zu einer Verstopfung der Nasengänge.

Badesinusitis
Ebenfalls kann eine eitrige Nasennebenhöhlenentzündung durch Erreger aus dem Wasser als sogenannte Badesinusitis auftreten. Beim Baden dringen die Krankheitskeime in die Nase ein, so dass die Nasenschleimhaut anschwillt und ebenfalls vermehrt Nasenschleim produziert wird.

Barosinusitis
Gleichfalls kann eine Entzündung einer oder mehrerer Nasennebenhöhlen durch eine Barosinusitis entstehen. Dieses sogenannte Barotrauma tritt häufig nach dem Fliegen oder aber auch nach dem Tauchen durch die hohen Druckschwankungen auf.

Erkrankte Zahnwurzel
Die Möglichkeit an einer Nasennebenhöhlenentzündung zu erkranken ist ebenfalls bei einer erkrankten Zahnwurzel (z. B. Wurzelspitzeneiterung), oder einer Zahnentfernung gegeben, wenn eine Verbindung zwischen dem Hohlraum der Kieferhöhle und dem Mundraum (sog. Fistel) besteht, sodass Keime eindringen können.

Anatomische Besonderheiten
Eine verkrümmte Nasenscheidewand ist eine der häufigsten Ursachen für eine deutlich eingeschränkte Nasenatmung. Die Scheidewand, die aus Knorpel, Knochen und aus zwei darüber liegenden Schleimhäuten besteht, ist bei manchen Menschen so verbogen, dass nur sehr wenig Luft durch die Nase strömen kann. Dies hat meist zur Folge, dass Betroffene oft durch den Mund statt durch die Nase atmen, so dass die Gefahr für Infektionen stark ansteigt und langwierige Nebenhöhlenentzündungen mit sich bringen.

Mögliche Ursachen im Überblick

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Allergische Reaktionen
  • Badesinusitis
  • Barosinusitis
  • Erkrankte Zahnwurzel oder Zahnentfernung
  • Anatomische Besonderheiten

Symptome und Anzeichen

Meist beginnt eine akute Stirnhöhlenentzündung mit einem harmlosen Schnupfen, wobei anfangs Krankheitserreger durch die Nase eindringen und eine Entzündung der Nasenschleimhaut auslösen. Die Schleimhaut schwillt an und bildet, um die Keime aus der Nase zu spülen ein Sekret, welches je nach Menge der Keime nicht mehr aus der Nase als gewöhnlicher Schnupfen abfließen kann.

Dies hat zur Folge, dass die Schleimhaut die engen Verbindungsgänge (Ostien) zwischen der Nasenhaupthöhle und der Stirnhöhle verschließt. Durch das Verschließen der Ostien staut sich das Sekret in der Stirnhöhle. Die Krankheitserreger können nicht mehr mit dem Sekret abfließen, so dass sich im Laufe der Zeit auch die Schleimhaut der Stirnhöhlen entzündet und eine Stirnhöhlenentzündung zur Folge hat.

Durch das Verbreiten der Krankheitserreger und des Sekrets bildet sich in der Stirnhöhle Eiter, so dass Betroffene oft unter starken Schmerzen im Stirn- Wangen- und Augenbereich leiden. Ebenfalls wird die Muskulatur des Kaumechanismus in Mitleidenschaft gezogen, so dass auch beim Kauen vermehrt Schmerzen auftreten. Typische Symptome einer Sinusitis frontalis äußern sich auch in einem Abgeschlagenheitsgefühl sowie Schwindel.

Üblich sind ebenfalls auch Erkältungssymptome wie Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und Husten. Auch findet eine deutliche Verstärkung des Druckgefühls auf der Stirn statt, wenn sich die Betroffenen nach vorne beugen. Handelt es sich um eine Infektion mit Bakterien, so erkennt man die typischen Symptome auch am eitrigen Nasenausfluss.

Symptome und Anzeichen im Überblick

  • Starke Schmerzen im Stirnbereich bis hin zu den Augen
  • Schmerzen während des Kauens
  • Krankheitsgefühl wie Schwindel und Abgeschlagenheit
  • Erkältungssymptome wie Halsschmerzen, Ohrenschmerzen und Husten
  • Geruchs- und Geschmackssinn sind vermindert
  • Druckgefühl in der Stirn, deutliche Verstärkung des Druckgefühl beim Vornüberbeugen des Betroffenen
  • Bei Infektion mit Bakterien, eitriger Nasenausfluss

Diagnose und Krankheitsverlauf

Der Hals-Nasen-OhrenArzt tastet, nachdem er von seinem Patienten Informationen über die Beschwerden erfahren hat, den betroffenen Bereich im Gesicht und der Stirn ab. Wenn sich die Schmerzen bei leichtem Druck sowie Klopfen verstärken und auch beim Vorbeugen des Oberkörpers starke Beschwerden auftreten, können diese Anzeichen dem Arzt bereits erste Hinweise für eine Sinusitis frontalis geben.

Nach der äußerlichen Untersuchung betrachtet der Arzt noch die Mundhöhle sowie den Rachen, wobei hierbei ein deutliches Indiz für eine akute bakterielle Nebenhöhlenentzündung ein eitriger Schleimfluss an der Rachenwand darstellt. Unter Umständen können Symptome bei einer chronischen Stirnhöhlenentzündung nicht immer sofort festgestellt werden, so dass in solchen Fällen dringend eine Abklärung durch spezielle Untersuchungsverfahren erfolgen sollte.

Allergietest

Manche Menschen leiden unter Hausstaubmilben oder Schimmelpilzen, die eine chronische Nebenhöhlenentzündung auslösen können.

Bei häufig wiederkehrender oder chronischer Sinusitis ist es von daher sinnvoll, einen Allergietest, den sogenannten Prick-Test vornehmen zu lassen. Diesen Test nimmt entweder ein Hautarzt oder ein Allergologe vor, indem verschiedene vermutete allergieauslösende Lösungen auf die Haut der Unterarminnenseite des Patienten getropft werden. Anschließend pikt der Arzt mit einer Prick-Nadel oder Prick-Lanzette die Testtropfen in die Haut ein, so dass sie unter die Haut gelangen können. Nach 15 bis 20 Minuten wird das Testergebnis ausgewertet. Aus dem Durchmesser der Quaddeln und Rötungen lässt sich die Stärke der allergischen Reaktion bestimmen.

Endoskopische Untersuchung (Nasenspiegelung)

Mit Hilfe eines dünnen optischen Instruments kann der Hals-Nasen-Ohren-Arzt die Nasenräume betrachten und so die geschwollenen und geröteten Schleimhäute beurteilen. Auch kann er bei der endoskopischen Untersuchung angestautes und eitriges Sekret, Tumore, Nasenscheidewandverkrümmungen, Schleimhautwucherungen sowie Nasenpolypen erkennen. Bei der Diagnose einer Stirnhöhlenentzündung kann der Arzt eine Probe des Nasensekrets entnehmen, um die vorhandenen Erreger darin zu identifizieren und um geeignete Behandlungsmethoden zu wählen.

Blutuntersuchung

Um die Ausbreitung bakterielle Infektionen näher bestimmen zu können werden oft auch Blutuntersuchungen durchgeführt. Hierzu eignet sich vor allem die CRP Untersuchung. CRP (C-reaktives Protein) ist ein Eiweißstoff, das in der Leber gebildet wird. Dessen Spiegel im Blut steigt, sobald Entzündungen, Infektionen oder auch Gewebeschäden im Körper vorliegen. Je höher der CRP-Spiegel, umso schwerer ist die zugrunde liegende Krankheit.

Bildgebende Untersuchungen

Bei sehr schweren, unklaren oder chronischen Verläufen sind bildgebende Verfahren wie z. B: eine Computertomografie (CT), die Ultraschalluntersuchung, eine Magnetresonanztomografie oder Röntgenuntersuchung nötig, um vor allem Aufschluss über die Sekretmengen der Nasennebenhöhlen sowie anatomische Besonderheiten zu erhalten.

Zusätzliche Untersuchungsmethoden im Überblick

  • Allergietest
  • Endoskopische Untersuchung (Nasenspiegelung)
  • Blutuntersuchung
  • Bildgebende Untersuchungen

Häufigkeit und Diagnosedaten

Ein internationales Forscherteam der Universität Amsterdam hat herausgefunden, dass immer mehr Menschen an einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen leiden. Sie haben ermittelt, dass ungefähr 11 Prozent der europäischen Bevölkerung darunter leiden, in Duisburg fand man sogar eine Quote von 14,1 Prozent, was vermutlich auf die dortigen hohen Schadstoffbelastungen zurückzuführen sind.


Komplikationen bei der Krankheit

Viele Menschen unterschätzen die Krankheit Sinusitis und ignorieren oft vorhandene Beschwerden. Sie wissen nicht, dass eine Entzündung der Nebenhöhlen sobald sie chronisch wird, möglichst früh behandelt werden sollte. Unbehandelt kann eine Stirnhöhlenentzündung eine Hirnhautentzündung und andere schwere Komplikationen hervorrufen.

Hauptursächlich für eine chronische Sinusitis sind vor allem Bakterien mit dem Namen Staphylococcus aureus. Das Besondere an ihnen: Sie können den menschlichen Körper täuschen indem sie ein spezielles Enterotoxin produzieren, was vom menschlichen Organismus Antikörper gegen Würmer und Pilze bilden lässt, nicht aber Antikörper gegen die Bakterien Staphylococcus aureus. Unser Körper produziert Unmengen an Immunglobulin E (IgE), welches zu Reaktionen führt, die normalerweise bei Allergien der Atemwege auftreten. Dies hat zur Folge, dass die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen stark anschwellen, die Nasenlöcher verstopfen und ein starkes Druckgefühl im Stirn- und Wangenbereich entsteht.

Unbehandelt steigt das Risiko, dass die Betroffenen häufiger an Asthma erkranken. Ebenso können die Entzündungen der Nasennebenhöhlen andere Gewebeteile infizieren wie z. B. die Augenhöhlen (Orbitalphlegmone) oder schlimmstenfalls das Gehirn. Sind die Entzündungen soweit fortgeschritten, dass sich bereits Wucherungen, die sogenannten Polypen gebildet haben, bleibt zu Behandlung nur noch die Möglichkeit einer Operation.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Symptome von Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen wie Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind unangenehm jedoch meistens harmlos. Klingen die Symptomat jedoch innerhalb von ein bis zwei Wochen nicht ab, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ist eine Erkältung, mit hohem Fieber und starken Kopfschmerzen verbunden, sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Bei einer Erkrankung von Kleinkindern sowie Säuglingen sollte unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen werden. Ebenfalls sollte man sich ärztliche Hilfe suchen, wenn sich die Symptome nach einer Verbesserung wieder verschlechtern. Auch gilt dies bei häufig wiederkehrenden Beschwerden, da die Vermutung einer chronischen Erkrankung vermuten lässt.

Behandlungsmethoden und Therapie

Kortison

Durch kortisonhaltige Nasensprays können die Schleimhäute in den Nebenhöhlen abschwellen und die Beschwerden lindern. Kortison in Nasensprays haben weniger Nebenwirkungen als Kortison in Tablettenform, da sie nur örtlich eingesetzt werden und nicht in den gesamten Körperkreislauf gelangen.

Antibiotika

Da der Großteil der Stirnhöhlenentzündung durch Viren ausgelöst wird. ist der Einsatz von Antibiotika nicht sinnvoll, da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken. Bei schweren bakteriellen Nebenhöhlenentzündungen ist die schnelle Anwendung von Antibiotika jedoch unerlässlich und kann vor weiteren ernsten Folgen wie die einer Gehirnhautentzündung schützen.

NasenspüLungen und Inhalationen

Zusätzlich zu den Medikamenten können Nasensprays und Inhalationen mit Kochsalzlösungen helfen, Sekrete zu lösen und die Schwellungen der Schleimhäute zu mildern.

Schmerzmittel

Um Schmerzen wie beispielsweise Kopfschmerzen während eines Infektes zu lindern, können bestimmte Medikamente wie z. B. Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen eingenommen werden.

Therapien im Überblick

  • Kortison
  • Antibiotika
  • Nasenspülungen und Inhalationen
  • Schmerzmittel

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht dann, wenn die Schleimhäute anschwellen und das Sekret aus den Nasennebenhöhlen nicht abfließen kann., so dass sich dort vermehrt Bakterien ansammeln können. Es ist von daher wichtig, dass die Schleimhäute wieder abschwellen damit das Sekret aus der Nase wieder abfließen kann.

Hierbei sollten abschwellende Nasentropfen mit gleichzeitiger Anwendung von Kochsalzlösungen zwecks Durchspülung verwendet werden. Da Nasensprays jedoch abhängig machen und die Schleimhäute austrocknen sollte man spätestens nach einer Woche auf Nasensprays verzichten und nur noch mit natürlichen Spülungen bei Wasser und Salz bleiben. Auch kann man sich als vorbeugende Maßnahme gegen Schnupfen und somit gegen das Anschwellen der Schleimhäute durch eine Grippe-Impfung schützen.

Prognose zur Heilung

Wie auch bei anderen Formen der Nasennebenhöhlenentzündung werden bei der Behandlung einer Stirnhöhlenentzündung abschwellende und schleimlösende Medikamente und gegebenenfalls Antibiotika eingesetzt. Normalerweise führen diese Maßnahmen bei vielen Patienten zum Erfolg, so dass die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen abklingen.

Wichtig ist vor allem eine schnelle Anwendung der Nasensprays und Medikamente, damit die Krankheitserreger möglichst rasch aus dem Körper gespült werden können. Leider sind sich viele Menschen über die Gefahren nicht bewusst, sie ignorieren den Schnupfen und unternehmen nichts dagegen. Als mögliche Folge können sich Bakterien vermehrt einnisten und Wucherungen in Form von Polypen bilden. Bei Polypen ist dann eine medikamentöse Anwendung nicht mehr möglich, so dass eine Operation erforderlich wird.

Bei manchen Stirnhöhlenentzündungen reichen ebenfalls die konservativen Behandlungsmethoden nicht aus, so dass die Stirnhöhlen in Höhe der Augen mit einem Bohrer (Beck-Bohrung) geöffnet werden muss, damit der Eiter und das Sekret abfließen und mit Antibiotika durchgespült werden kann. Die Heilungschancen sind um so höher, je früher die Betroffenen beim Anschwellen der Schleimhaut sowie bei der vermehrten Bildung von Sekreten in den Nasenhöhlen etwas unternehmen. Oft wird durch schnelles Handeln eine wiederkehrende oder gar chronische Sinusitis vermieden.


Sinusitis bei Kindern unter 8 Jahren

Bei Säuglingen sind die Nasennebenhöhlen noch nicht völlig ausgebildet, so dass nach der Geburt nur die Siebbeinzellen und die Kieferhöhlen vorhanden sind. Erst im Laufe der Kindheit entwickeln sich auch die Keilbeinhöhlen und die Stirnhöhlen. Von daher tritt bei Kindern eine Stirnhöhlenentzündung meistens nicht vor dem achten Lebensjahr auf. Die Symptome sind dabei ähnlich wie bei Erwachsenen. Schnupfen, Halsschmerzen und Schmerzen im Bereich der Augen sowie der Schläfen sind üblich. Ebenfalls tritt sehr häufig Reizhusten auf, der durch den im Rachenraum befindlichen und ständig neu bildenden Schleim ausgelöst wird. Auch Fieber sowie Schmerzen beim Bücken sind Warnzeichen für eine Sinusitis frontalis.

Alternative Behandlungsmethoden

Akupressur-Therapie

Um den freien Abfluss aus den Nebenhöhlen wieder zu verbessern eignen sich auch die Akupressur-Therapie. Bei dieser Methode werden die betroffenen Stellen wie z. B. Augenbrauen, Jochbein und Kiefergelenk durch Drücken sowie Massieren behandelt. Der Akupresseur massiert auf und über dem Kiefergelenk und übt Druck auf die schmerzenden Stellen aus. Bei starken Schmerzen wird nur leicht und über einen kurzen Zeitraum gedrückt sowie massiert, während bei weniger empfindlichen Stellen intensiver und über einen längeren Zeitraum gedrückt und massiert wird.

Welche Hausmittel können helfen?

Viel Trinken

Wichtig bei einer Stirnhöhlenentzündung ist das vermehrte Trinken von z. B. stillem Wasser, Tee, heiße Zitrone, so dass das Nasensekret sich verflüssigen kann.

Hühnerbrühe

Durch das Gefühl der Abgeschlagenheit während einer Stirnhöhlenentzündung ist das Trinken von Hühnerbrühe zu empfehlen, da sie das Immunsystem stärkt und Kraft gibt.

Frische Luft

Viel frische Luft und ausreichend viel Schlaf sind bei einer Stirnhöhlenentzündung wichtig, damit der Körper sich besser erholen kann. Ein Nasenspray mit Meersalz vor dem Schlaf hilft auf natürliche Weise und verhindert das Austrocknen der Nasenschleimhaut.

Kartoffelkompresse

Ein wirksames Hausmittel gegen eine Stirnhöhlenentzündung ist zudem die Kartoffelkompresse, denn sie wirkt schleimlösend und lindert vor allem auch den Druckschmerz. Hierbei werden 2 bis 3 Kartoffeln gekocht und zerstampft und in einem Baumwolltuch warm an die betroffenen Stellen wie z. B: Nase, Wangen und Stirn gelegt, bis der Kartoffelbrei abgekühlt ist.

Hausmittel im Überblick

  • Viel Trinken
  • Hühnerbrühe
  • Frische Luft
  • Kartoffelkompresse

Heilkräuter und Heilpflanzen

Die Fichte

Bei Nasennebenhöhlenentzündungen eignet sich ebenfalls der weitverbreitete Nadelbaum, die Fichte. Ihre ätherischen Öle wirken u. a. antibakteriell und schleimlösend. Mit den jungen Triebspitzen sowie den Nadeln können Tees oder Aufgüsse zubereitet werden.

Die Kamille

Ebenso zählt die Kamille zu den beliebtesten Heilpflanzen in Europa. Sie wirkt u. a. schmerzlindernd, krampflösend, blutreinigend und entzündungshemmend sowie antibakteriell.
Die Kamille wird als Tinktur oder als Tee zubereitet.

Der Eukalyptus

Die bekannteste Heilpflanze Australiens, der Eukalyptus eignet sich besonders gut bei Schnupfen sowie der daraus entstehenden Nasenhöhlenentzündungen. Die im Eukalyptus enthaltenen ätherischen Öle werden zum Inhalieren, als Einreibemittel oder für Bäder genutzt.

Der Meerrettich

Das der Meerrettich gegen Schmerzen sowie Infektionskrankheiten umfangreiche Heilwirkungen hat, wissen die wenigsten Menschen. Vor allem die Dämpfe der Senföle, die im Meerrettich vorhanden sind helfen, den Schleim in den Nasennebenhöhlen zu lösen. Meerrettich wird am besten gerieben und direkt oder unter Speisen gemischt. verzehrt.

Der Salbei

Der im Mittelmeerraum heimische aber auch bei uns gut gedeihende Salbei gehört zu den Heilpflanzen mit vielfältigen Heilwirkungen, so dass man sie fast als Allheilmittel bezeichnen kann. Die Blätter als Tee zubereitet, wirken u. a. Antibakteriell, krampflösend sowie entzündungshemmend

Der Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine Gewürzpflanze, er ist vor allem eine bedeutende Heilpflanze im Bereich Erkältungskrankheiten und Desinfektion, vor allem Erkrankungen der Atmungsorgane. Er wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, pilztötend, schmerzstillend sowie desinfizierend. Thymian bekämpft durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden.

Heilkräuter und Heilpflanzen im Überblick

  • Die Fichte
  • Die Kamille
  • Der Eukalyptus
  • Der Meerrettich
  • Der Salbei
  • Der Thymian

Ätherische Öle

Eukalyptusöl (Eukalyptus globulus)
Das Eukalyptusöl eignet sich wegen seiner Intensität besonders bei Erkältungskrankheiten zur Erleichterung des Atmens und fördert die Sauerstoffversorgung. Das Eukalyptusöl ist eines der stärksten antiseptischen Mittel, welches auf Grund dessen vor allem gegen Krankheitserreger hilft. Es löst Krämpfe und Verscleimungen und reinigt das Blut. Das Eukalyptusöl wird entweder inhaliert oder als Balsam auf die Brust aufgetragen. Der Eukalyptus wirkt vor allem gegen die Erreger Staphylococcus aureus, Streptokokken sowie Pneumokokken, fördert den Auswurf, hemmt den Pilzwachstum und hilft gegen Viren.

Myrtenöl (Myrtus communis)

Das Myrtenöl ist dafür bekannt, dass es den Körper reinigt, Entzündungen hemmt, entkrampft, Schleim löst sowie antibakteriell wirkt. Myrte kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden. Bei einer Stirnhöhleneiterung helfen dreimal täglich zwei bis vier Tropfen mit einem Teelöffel Honig in einer Tasse mit Tee. Bei der äußeren Anwendung kann Myrtenöl mit 2 EL Basisöl gemischt werden und der Brust- sowie der Rückbereich eingerieben werden. Auch eignet sich Myrte zur Anwendung als Kopfdampfbad zur Inhalation.

Niaouli (Melaleuka viridiflora gaertner)

Das Niaouliöl wird in der Aromatherapie auf Grund seiner antiseptischen Wirkung gerne gegen Bronchitis, Schnupfen und bei verstopfter Nase angewandt. Es schützt vor Erkältungen, chronischen Nebenhöhlenentzündungen und wirkt im Mund- und Rachenraum entzündungshemmend. Bei der inneren Anwendung gibt man zweimal täglich zwei Tropfen Niaouliöl mit einem Teelöffel Honig vermischt in eine Tasse Tee oder oder lauwarmes Wasser. Die Inhalation eignet sich vor allem bei Nebenhöhlenentzündungen und Schnupfen. Hier gibt man 3 Tropfen Niaouliöl, 2 Tropfen Teebaumöl sowie 1 Liter heißes Wasser in eine Schüssel oder in ein Inhaliergerät und atmet die Dämpfe ungefähr 5 Minuten ein.

Cajeput (Melaleuca leucadendra)

Auch das Cajeputöl wirkt stark entzündungshemmend und lindert Entzündungen, hemmt das Wachstum von Pilzen und Viren, betäubt Schmerzen und löst Verschleimungen. Bei der inneren Anwendung gibt man dreimal täglich bis zu fünf Tropfen Cajeputöl in ein Glas mit Kräutertee. Bei der äußeren Anwendung gibt es die Möglichkeit der Inhalation. Hierbei werden 10 bis 15 Tropfen in kochendes Wasser gegeben und mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten inhaliert. Dadurch wird festsitzender Schleim gelöst und krampfartige Hustenanfälle vermieden werden. Ebenfalls wird das Cajeputöl gerne mit Heilerde oder in Öl gelöst und zum Einreiben oder als Brust- sowie Halswickel verwendet.

Ätherische Öle im Überblick

  • Eukalyptus (Eukalyptus globulus)
  • Myrtenöln (Myrtus communis)
  • Niaouli (Melaleuka viridiflora gaertner)
  • Cajeput (Melaleuca leucadendra)

Homöopathie und Globuli

Viele Menschen wünschen sich eine sanfte Heilungsmethode wenn sie erkrankt sind. Mit Hilfe der homöopathischen Mittel werden im menschlichen Körper Reize ausgelöst, die die Selbstheilungskräfte aktivieren und dem Körper helfen, gesund zu werden.

Die Homöopathie wird oft als Behandlungsmethode für viele alltägliche Krankheiten eingesetzt, da sie Arm an Nebenwirkungen ist. Es gibt eine Vielzahl an homöopathischen Wirkstoffen, die bei Nasennebenhöhlenentzündungen, insbesondere auch bei Stirnhöhlenentzündungen höchst effektive Wirkungen zeigen, indem sie die Symptome nicht nur lindern, sondern auch zu einer Heilung führen können.

Kalium bichromicum D 6 bis D 12

Das homöopathische Mittel Kalium bichromicum, auch umgangssprachlich als Kaliumbichromat bekannt, wird vor allem bei Nasennebenhöhlenentzündungen und Erkältungen angewendet. Es hilft vor allem, zähen Schleim ausfließen zu lassen, Kopfschmerzen zu lindern und hilft selbst bei chronischen Entzündungen der oberen Luftwege

Kalium sulfuricum

Das Kalium sulfuricum, auch als Kaliumsulfat bekannt gilt vor allem als Schleimhautmittel bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Rachen- Kehlkopf- als auch bei Mittelohrentzündungen.
Bei Schnupfen wird mit drei Gaben D 12 behandelt, bei festsitzendem Sekret empfiehlt sich eine Gabe von fünfmal täglich. Akute Kopfschmerzen werden mit drei bis fünf in Wasser gelöste Globuli D6 behandelt.

Hepar sulfuris calcareum

Das homöopathische Präparat Hepar sulfuris calcareum, welches unter dem umgangssprachlichen Begriff Kalkschwefelleber bekannt ist, wird vor allem bei eitrigen Entzündungen, z. B: Ohrenentzündungen, Bronchitis oder Nasennebenhöhlenentzündungen angewandt. Verabreicht werden meisten Gaben in der Potenz D 12 oder D 6. Normalerweise reichen einmalig 5 Globuli um zu erfahren, ob das Präparat hilft, anschließend werden täglich 3 mal 5 weitere Gaben eingenommen, bis eine deutliche Besserung der Symptome eintritt. Bei Abklingen der Symptome, sollte Hepar sulfuruis calcareum auch zeitnah wieder abgesetzt werden.

Cinnabaris (roter Zinnober)

Cinnabaris, auch als deutsche Bezeichnung Rotes Quecksilbersulfid oder Zinnober genannt, ist eine Verbindung aus Schwefel und Quecksilber. Das homöopathische Mittel nutzt vor allem bei Hals-Nasen-OhrenKrankheiten zur Schleimlösung, insbesondere bei Kieferhöhlen- Nasennebenhöhlen- als auch bei Stirnhöhlenentzündungen. Ebenfalls hilft es bei Schnupfen, Augenentzündungen, eitrigen Rachenmandeln (Angina tonsillaris) und auch gegen Kopfschmerzen sowie Nasenbluten. Bei Entzündungen der Luftwege im Akutfall werden mit morgens und abends je 5 Globuli Cinnabaris D 12 behandelt. Beim Abklingen der Symptome werden täglich einmalige Gaben von D 30 eingenommen.

Hydrastis canadensis (Kanadischer Gelbwurz)

Eine homöopathische Therapie mit Hydrastis canadensis, welches auch unter den Namen Kanadischer Gelbwurz, Kanadische Orangenwurzel oder Goldsiegelwurz bekannt ist, konzentriert sich bei der Behandlung hauptsächlich auf die Bereiche Körperdrüsen und Schleimhäute. Es wirkt bei eitrigen Absonderungen sowie bei jeglichen Arten von Schnupfen. Hydrastis wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet. Bei der äußerlichen Anwendung wird ein Gemisch mit Glycerin und der Urtinktur verwendet, innerlich werden die Potenzen D 1 bis D 4 eingenommen.

Luffa

Das homöopathische Mittel Luffa, auch als Kürbisschwämmchen oder Luffaschwamm bezeichnet, hilft auf unterschiedliche Weise. Es wirkt sowohl bei verstopfter Nase als auch bei trockenen Nasenschleimhäuten. D 2 und D 4 fördert z. B. die Bildung von Nasensekret, mit D 6 und höher wird der Nasenfluss reguliert und über D 12 vermindert sich der Fluss aus der Nase. Die Darreichungsform von Luffa liegt bei einer Tablette oder dreimal 5 Globuli täglich. Entsprechend den Symptomen wird zwischen den Potenzen D 4, D 6 und D 12 gewechselt.

Homöopathische Mittel im Überblick:

Schüssler-Salze

Bevor schwere Geschütze wie Antibiotika aufgefahren werden, ist es manchmal ratsam, zu überlegen, ob nicht auch andere Mittel wie z. B. Schüssler Salze bei einer bestehenden Krankheit helfen können.  Bei einer Stirnhöhlenentzündung können sowohl Schüssler Salze für die innere Anwendung in Tablettenform als auch Schüssler Salben oder Schüssler Gel für die äußere Anwendung genutzt werden.

Schüssler Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D12

Calcium fluoratum D12 sorgt für ein elastisches und dehnbares Bindegewebe und ist darüber hinaus ein sehr hilfreiches Mittel bei chronischen Entzündungen. Es hat ein aufhellende und anregende Wirkung auf die Gemütsverfassung, was gerade bei Erkältungskrankheiten einen besonders positiven Effekt ausübt.

Schüssler Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12

Durch die Einnahme von Ferrum phosphoricum D 6 werden die Abwehrkräfte durch das vorhandene Eisen in Verbindung mit Sauerstoff unterstützt. Besonders gut ist das Salz bereits zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten geeignet. Es wirkt als Entzündungs- und auch als Schmerzmittel. In akuten Fällen sollten alle 15 Minuten 2 Tabletten bzw. 3 x täglich 5 Tabletten gelutscht werden.

Schüssler Salz Nr. 4 Kalium chloratum

Kalium chloratum D 6 hilft vor allem, bei Nasennebenhöhlenentzündungen den zähflüssigen Schleim, der bei dieser Erkrankung typisch ist, zu lösen. Hierzu werden 3 x täglich 5 Tabletten langsam im Mund zergehen gelassen.

Schüssler Salz Nr. 6 Kalium sulfuricum D6

Das Schüssler Salz lässt sich besonders gut als Gel oder Salbe bei Nebenhöhlenentzündungen verwenden, indem die betroffenen Gesichtspartien wie z. B. Wangen, unter den Augen sowie Stirn mit der Salbe oder dem Gel eingerieben werden. Ebenfalls ist die Anwendung als Nasengel sehr wirkungsvoll, um Schleimhautschwellungen zu reduzieren. Auch sind Tabletten gerade im späten Stadium einer Entzündung, bei der es bereits zu eitrigen Absonderungen gekommen ist und chronisch zu werden droht, sehr effektiv. Abhängig vom Krankheitsbild werden 5 bis 10 Tabletten täglich der Potenz D & empfohlen

Schüssler Salz Schüssler Salz Nr. 11 Silicea

Silicea hilft vor allem bei der Regeneration und Straffung von Geweben und wirkt sich positiv auf den Stoffwechselprozess aus. Es beschleunigt den Eiterungsprozess so dass Eiter schneller abfließen und der Heilprozess frühzeitig einsetzen kann. Silicea gehört zu den langsam wirkenden Salzen, weshalb es kontinuierlich über mehrere Wochen und Monaten eingenommen werden sollte. Täglich werden drei bis fünf Tabletten empfohlen.

Die Schüssler Salze im Überblick

Diät und Ernährung

Menschen, die an einer Stirnhöhlenentzündung erkrankt sind wird eine bewusste gesunde und vitaminreiche Kost sowie eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr empfohlen. Stilles Wasser eignet sich besonders als Getränk, aber auch Tees wie z. B. Kräutertees (Kamille, Pfefferminz, Hagebutte u. v. a.) sind gut geeignet. Bei der Nahrung sollten vor allem Enzyme, die als Beschleuniger in vielen Stoffwechselprozessen wirken, aufgenommen werden. Sie wirken antibakteriell sowie antiviral und sind vor allem in den Obstsorten Ananas, Papaya und Mango in großen Mengen enthalten.

Wichtig ist vor allem, dass auf kohlehydratreiche Kost in Form von Zucker sowie auf besonders fetthaltige Nahrungsmittel während dieser Erkrankung verzichtet wird. Ebenfalls sollten Milchprodukte wie z. B. Joghurt, Eis, Milch und Käse vermieden werden, da sie zu vermehrter Schleimproduktion führen. Sehr zu empfehlen sind dagegen Vollkornprodukte, Bohnen, leicht gekochtes Gemüse, Linsen, Suppen und kaltgepresste Öle.

Um die Schleimproduktion abzubauen sollte man die Speisen und Suppen mit gemahlenem Paprika, scharfem Rettich und Knoblauch würzen. Sehr zu empfehlen ist auch der scharfe Rettich aus Japan, (Paste aus Wasabi). Sie kann mit dem Essen verzehrt werden und sorgt für eine schnelle Reinigung der Nasenwege. Viele Menschen leiden an einer chronischen Sinusitis. Oft können die Symptome durch eine gesunde Ernährungsumstellung und durch natürliche Heilpflanzen behandelt werden.


FAQ – Fragen und Antworten

Wie kann es bei einer verkrümmten Nasenscheidewand zu einer Stirnhöhlenentzündung kommen?

Durch die verengte Nasenscheidewand atmen viele Betroffene die Luft mit dem Mund ein, so dass Viren Halsinfekte auslösen können. Gelangen Viren in die Nasenschleimhaut, schwillt diese stark an. Bakterien können auf Grund des Anschwellens der Schleimhaut sowie der Verengung der Nasenscheidewand nicht mehr abfließen, so dass eine Stirnhöhlenentzündung entstehen kann.

Wie erkennt man eine Stirnhöhlenentzündung?

Meist beginnt eine Stirnhöhlenentzündung mit einem leichten Schnupfen. Anschließend schwillt die Nasenschleimhaut an, so dass die Nase verstopft ist. Verspürt man einen starken Druck auf der Stirn, den Wangen oder auch im Bereich der Augen, so sind dies erste Anzeichen. Leidet man unter starken Kopfschmerzen, fühlt sich abgeschlagen und müde und kommt möglicherweise noch Fieber hinzu, dann spricht dies für eine eventuelle Stirnhöhlenentzündung. Gewissheit für eine Sinusitis frontalis kann jedoch nur ein HNO-Arzt geben.

Wie werden Schleimhautwucherungen (Polypen) herausoperiert?

Schleimhautwucherungen bzw. Polypen werden mit der sogenannten funktionellen endoskopischen Nasennebenhöhlenoperation (FESS) durchgeführt. Mit Hilfe kleinster Instrumente, die durch einen Schlauch (Endoskop) in die Nasennebenhöhlen eingeführt werden, können die Engstellen erweitert
und Polypen entfernt werden.

Kann es bei einer Stirnhöhlenentzündung zu Komplikationen kommen?

Wird eine eitrige Stirnhöhlenentzündung nicht fachgerecht behandelt, können sich die Krankheitserreger auf andere Bereiche des Kopfes weiter ausbreiten. Sowohl leichte Entzündungen der Knochenhaut als auch schwere Entzündungen der umliegenden Knochengewebe sowie des Stirnbeins auftreten. In einigen Fällen ist es möglich, dass die Krankheitserreger auf die Augenhöhlen, die Gehirnhaut (Meningitis) oder aber auch auf das Gehirn (Enzephalitis) übergreift. Die Warnzeichen für die Gehirnbereiche sind Lichtempfindlichkeit, starke Müdigkeit sowie starke Kopfschmerzen.

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