Sonnenallergie

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Sonnenallergie

Ursachen

Symptome

Diagnose

Therapie


SonnenallergieWas ist Sonnenallergie?

Sonnenallergie ist eine polymorphe Lichtdermatose, d.h. eine Hauterkrankung, die durch Licht ausgelöst wird.

Meist handelt es sich nicht um eine echte Allergie, sondern um eine Intoleranz gegen UV-A- und UV-B-Strahlung, die durch einen schmerzhaften Hautausschlag und Juckreiz gekennzeichnet ist.

Etwa 15% der Bevölkerung leiden an Sonnenallergie, Frauen häufiger als Männer. Auch Kinder sind zunehmend von dieser Erkrankung betroffen. Die Mallorca-Akne ist eine Sonderform der Sonnenallergie.

Einteilung & Ursachen

Die Ursachen für Sonnenallergie sind noch unbekannt. Diskutiert wird ein Ungleichgewicht zwischen Oxidantien und Antioxidantien in den Zellen der Oberhaut. Durch die UV-Strahlung entstehen in den Zellen freie Radikale, die Zellbestandteile aggressiv angreifen können.

Zur Beseitigung der freien Radikale werden Antioxidantien wie Vitamin C oder Beta-Carotin benötigt. Wenn zu wenig Antioxidantien vorhanden sind, um die Radikale zu binden, können Zellschäden und in der Folge ein juckender Hautausschlag auftreten.

Symptome

Typische Symptome sind Hautveränderungen, z.B. Rötung, Bläschen, Pappeln (Hautverdickungen), Knötchen, Plaques, nässende Hautausschläge, starker Juckreiz und Schmerzen.

Die Beschwerden treten besonders im Frühjahr an Hautstellen auf, die der Sonne ausgesetzt wurden. UV-Strahlen durchdringen Glas, daher kann man auch bei Aufenthalt in verglasten Räumen einen juckenden Hautausschlag entwickeln, ebenso im Solarium.

Diagnose

Nach der Anamnese und körperlichen Untersuchung der Haut kann der Arzt eine Photo-Provokation vornehmen. Dabei wird ein kleiner Hautbereich mit UV-Licht bestrahlt. Bei Vorliegen einer Sonnenallergie zeigen sich dann Stunden oder Tage nach der Bestrahlung die typischen Hautveränderungen.

Therapie

Die beste Behandlung besteht in der Vermeidung von UV-Strahlung, z.B. durch Verwendung von Sonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor.

Manchmal, wie bei der Mallorca-Akne, wirkt das Fett der Creme verschlechternd auf den Hautausschlag; in solchen Fällen kann ein fettfreies Gel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor helfen.

Außerdem sollte die Haut langsam an UV-Strahlung gewöhnt werden; z.B. durch kontrollierte Bestrahlung mit UV-Licht in der Arztpraxis.

Als Medikamente gegen Lichtdermatosen werden Antihistaminika und Cortisonsalbe eingesetzt. Pappelsalbe ist ein Hausmittel gegen Lichtdermatose; die Pappelsalbe enthält Bisabolol, ein natürliches Antihistamin.

Die Wirksamkeit von Calcium gegen Sonnenallergie ist medizinisch nicht nachgewiesen, jedoch berichten viele Erkrankte, dass sie durch Calciumzufuhr wieder beschwerdefrei wurden. Kalzium ist nicht nur für die Knochen und die Muskelfunktion wichtig, sondern darüber hinaus an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Der Körper soll organisch gebundenes Kalzium, z.B. aus Korallen, leichter verwerten können als anorganisches. Calciumsubstitution hat eine abdichtende Wirkung auf Zellwände, dadurch wird die Passage von Histamin durch die Zellwand erschwert und die Histaminwirkung, z.B. Juckreiz, verringert.

Gegen Lichtdermatosen werden auch Antioxidantien empfohlen, z.B. Vitamin C, Vitamin E und Beta-Carotin. Die Einnahme von Kalzium und Antioxidantien sollte ein paar Tage vor der Lichtexposition, z.B. vor dem Urlaub, beginnen und die ganze Zeit über fortgesetzt werden.

Gegen die Hautveränderungen und den Juckreiz kann auch die Bachblüten Notfallcreme helfen, die die Rescue Notfallessenzen der Bach Blütenessenzen (Rock Rose, Star of Bethlehem, Cherry Plum, Clematis und Impatiens) enthält.

Bekannte Mittel aus der Homöopathie gegen polymorphe Lichtdermatosen sind Hypericum (Johanniskraut), Calcium carbonicum, Acidum fluoricum und Lachesis; diese Mittel sollten alle in niedrigen Potenzen wie D6 oder D12 angewendet werden.

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