Hypertrophie

Steckbrief: Hypertrophie

  • Name(n): Hypertrophie
  • Art der Krankheit: Erkrankung von Geweben
  • Verbreitung: sehr unterschiedlich
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Ab 1800
  • Behandelbar: Verschiedene Therapien je nach Art
  • Art des Auslösers: noch nicht vollständig geklärt und sehr unterschiedlich
  • Wieviele Erkrankte: fünfstelliger Bereich pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner Radiologen Onkologen Kardiologen Gynäkologen
  • ICD-10 Code(s): verschieden N28.8 Hypertrophie Niere oder N85.2 Hypertrophie Uterus

Volumenzunahmen von Geweben und Organen

Eine Hypertrophie bezeichnet eine Veränderung bzw. Zunahme von Geweben im Körper. Diese können äußerlich sichtbar auftreten z. B. Veränderungen an der Haut, aber auch unsichtbar und schleichend innere Organe verändern und vergrößern, während die Betroffenen äußerlich völlig gesund aussehen. Dies ist meist die gefährlichere Variante, das sie oftmals später entdeckt und behandelt wird sofern keine Beschwerden auftreten.

Die klassische Hypertrophie wird durch einen stimulierenden Auslöser verursacht auf Grund dessen das betroffene Gewebe sich vergrößert und häufig eine neue oder vermehrte Funktion erledigt. Entfällt der Auslöser wieder bildet sich das Gewebe in den meisten Fällen wieder vollständig zurüCK. Es gibt sowohl gesunde bzw. vom Körper gewollte Hypertrophien, ALS auch kranke Hypertrophien, die durch krankhafte Auslöser verursacht werden und Beschwerden verursachen.

Definition Hypertrophie

Eine Hypertrophie bedeutet übersetzt so viel wie etwas Übernehmen, Hochfahren und etwas aufzunehmen. Das heißt es gibt im Vorfeld einen stimulierenden Auslöser in dessen Folge ein Organ oder eine anderes Gewebe eine Funktion übernimmt und auf Grund der vermehrten Arbeitsleistung, seinen Gewebeanteil vergrößert. Das Gewebe oder das Organ vergrößern ihr ursprüngliches Volumen um der neuen Funktion gerecht zu werden.

Oft geschieht dies aus dem Grund, da vorher ein verwandtes Gebilde im Körper seine Funktionen nicht mehr oder nicht mehr vollständig erfüllen kann und das vergrößerte Organ nun versucht dies zu kompensieren, indem es diese Aufgaben im Körper nun übernimmt. Bei einer Hypertrophie nimmt aber lediglich die Leistung der Zellen zu. Hierdurch entsteht letztendlich die Volumenvergrößerung des Gewebes.

Die Anzahl der vorhandenen Zellen verändert sich hingegen nicht.

Stellt ein Mediziner eine Zunahme der Zellenanzahl fest, so spricht man von einer eigenständigen Erkrankung, der sogenannten Hyperglasie. Beide Erkrankungen können zu gleich in einem oder mehreren Organen oder Geweben vorliegen. Nicht alle Hypertrophien müssen von krankhafter Natur sein. Es gibt durchaus auch gesunde Hypertrophien. Dies wären z. B. die Volumenzunahme der weiblichen Brust um einen Säugling während der Stillzeit zu ernähren, oder eine Volumenzunahme des Herzmuskels und andere Muskeln bei gezielten Kraftraining. Bei kranken Hypertrophien liegt in der Regel ein behandlungsbedürftiger Auslöser vor.

Ein häufig auftretender Fall ist z. B. wenn eine Niere erkrankt und ihre Leistung vermindert, vergrößert sich die gesunde Niere und übernimmt deren Aufgaben. Bei einer Hyperglasie gilt es die neu entstandenen Zellen auf einen bösartigen Charakter (z. B. Krebs) zu untersuchen und zu beobachten. Eine Hypertrophie ist in der Regel reversibel, d. h. beseitigt man den Auslöser der Vergrößerung, schrumpft auch das vergrößerte Gewebe wieder auf seine ursprüngliche Größe zurück.

Was ist eine Hypertrophie?

Wenn man sich die Übersetzung der Krankheitsbezeichnung einmal näher ansieht, dann beschreibt diese den Krankheitstypus schon recht gut. Die erste Silbe „hyper“ bedeutet so viel wie „Über“ oder „mehr“ (z. B. Hypertonie = Blutdruck). Die zweite Silbe „trophein“ bedeutet übersetzt „aufnehmen“ oder „ernähren“. Bei der Hypertrophie nimmt also ein Gewebe etwas auf bzw. vergrößert sein Volumen. Dies kann eine physiologische und gesunde Ausprägung sein. Die Veränderung kann aber auch krankhafter Natur sein und bedarf dann einer umgehenden und umfassenden Behandlung.

Bei einer sogenannten Hyperglasie reagiert der Körper auf eine bestimmte einsetzte Veränderung der Anforderungen an seine Aufgaben oder es können auch andere krankhafte Bedingungen eintreten, welches zu einem vermehrten Wachstum der Zellen anregen. Es gibt aber auch einen Sonderfall, dass trotz der Diagnose Hyperglasie, anstatt einer Gewebevolumenvergrößerung tatsächlich eine Gewebereduzierung eintreten kann. Dies ist aber nicht der Regelfall und hierzu müssen bestimmte Umstände eintreten, damit dies passiert.

Die Erkrankung hat aber in der Regel keinen degenerativen Hintergrund, d. h. wird die Ursache der Hyperglasie beseitigt, schrumpft das Volumen des betroffenen Gewebes wieder in den Ursprungszustand zurück. Das betroffene Gewebe kann auch als Organ im Ganzen betroffen sein, d. h. dass das betroffene Organ sich vergrößert als Folge einer Hyperglasie. Eine Hyperglasie ist nicht gleichzusetzen mit einer Hypertrophie, d. h. in den vergrößerten Organen und Geweben können sogar beide Erkrankungen gleichzeitig auftreten. Der wichtigste Unterschied ist, dass sich bei einer Hyperglasie immer die Anzahl der Zellen erhöht. Bei einer Hypertrophie findet lediglich eine Volumenvergrößerung der Gewebe statt ohne dass sich die Anzahl der Zellen erhöht. Eine Hypertrophie entsteht durch eine vermehrte Syntheseleistung der vorhandenen Zellen und nicht durch eine sogenannte vermehrte Zellteilung.

Für die Behandlung der Erkrankung bedeutet dies, dass wenn der stimulierende Auslöser der Hypertrophie beseitigt wird, sich die Erkrankung auch vollständig zurück bilden kann. Liegt anstatt einer Gewebezunahme, das genaue Gegenteil, also eine Gewebeabnahme vor bzw. nimmt die Größe des Organs ab in Folge einer Zellverkleinerung, dann spricht man von einer sogenannten Hypotrophie.


Welche Ursachen gibt es?

Als Auslöser für eine Hypertrophie sind verschiedene Ursachen bekannt. Zum einen können Veränderungen im Hormonhaushalt die Gewebevergrößerungen auslösen. Zum anderen können verschiedene erhöhte Belastungen des gesamten Körpers oder auch bestimmter einzelner Organe eine Erkrankung hervorrufen. Häufig vermindert das betroffene Organ oder Gewebe auf Grund der neuen Belastung seine ursprüngliche Leistungsfähigkeit. Solche eine gesteigerte Leistungsanforderung an die Physis kann z. B. auch durch Krafttraining hervorgerufen werden. Auf Grund der erhöhten körperlichen Ansprüche vergrößert sich die Muskelmasse und das Volumen des Herzens, man spricht häufig von einem Sportherz.

Auch wenn Mütter nach der Geburt ihre Säuglinge stillen tritt eine Vergrößerung der weiblichen Brust ein. Vor der Geburt findet ebenfalls auf Grund hormoneller Veränderungen eine Vergrößerung der weiblichen Brust statt um die Grundlagen für das Stillen zu legen. Auch die Gebärmutter vergrößert ihr Volumen im Laufe der Schwangerschaft beträchtlich und bildet sich nach der Geburt wieder langsam bis auf die ursprüngliche Größe zurück.

Problematisch werden solche Veränderungen wenn sie krankhafter Natur sind und z. B. an Organen auftreten und dort negative Auswirkungen auf den Organismus haben. Häufig leiden Menschen z. B. unter einer vergrößerten Leber. Je nach Art der Hypertrophie können viele weitere Ursachen der Grund für die Entstehung sein. Zum Beispiel kann eine Muskelhypertrophie auch durch andere Faktoren entstehen, als durch eine vermehrte sportliche Aktivität. Ist eine Niere in Folge einer aufsteigenden Harnwegsinfektion oder einer Nierenbeckenentzündung längerfristig oder dauerhaft geschwächt und vermindert ihre Leistung, beginnt häufig die andere Niere ihr Volumen zu vergrößern und übernimmt die Aufgaben. Selbst bei einer Infektion der Blase können Erreger entlang der Harnröhre bis in die Nieren oder weiter wandern. Infektionen können noch viele weitere Hypertrophien auslösen. Hypertrophien der Nasenmuscheln können durch Heuschnupfen, allergischen Entzündungen oder dem zu häufigen Gebrauch von Nasensprays ausgelöst werden.

Weitere Auslöser für eine Muskelhypertrophie:

  • Anabolische Steroide
  • Cornelia –de-Lange-Syndrom
  • Hypohtyreose
  • Myhre-Syndrom
  • Angeborene Lipodyhstrophie nach Berardinelli-Seip
  • Dermatomyositis
  • Angeborene Myopathie
  • Becker-Muskeldystrophie
  • Duchenne-Muskeldystrophie
  • Myotonische Dystrophie

Allein an Hand des Beispiels Muskelhypertrophie und deren vielfältiger Ursachen kann man die Ursachenvielfalt verdeutlichen.

Symptome & Anzeichen

Ein Symptom oder Anzeichen was bei nahezu jeder Hypertrophie auftritt ist eine Volumenzunahme bzw. Vergrößerung von Organen oder Geweben. Meist geschieht dies in Folge einer Leistungsminderung eines Organs oder Gewebes auf Grund eines pathogenen Auslösers. Die Anzeichen und auftretenden Symptome hängen aber stark von der Art und Lage der eintretenden Hypertrophie ab. Tritt eine Hypertrophie rund um das Herz auf kann man häufig eine Erhöhung des Herzschlags oder des Pulses auch in Ruhephasen sowie eine Erhöhung des Blutdrucks allgemein feststellen. Häufig kann man auch sogenanntes Herzrasen beobachten. Tritt eine Hypertrophie der Prostata auf, klagen Betroffene über einen häufigen Harndrang und über teils große Schmerzen beim Wasserlassen. Sind die Nieren mitbetroffen, treten mitunter Schmerzen im Nierenbereich auf, was häufig auch mit Schmerzen im unteren Rücken (Ischias) verwechselt wird. Tritt in Folge einer Hypertrophie z. B. Bluthochdruck ein ist den Betroffen häufig schwindelig unabhängig von der Wetterlage.

Liegt eine Vergrößerung nahe den Körperaußengrenzen vor, kann man mitunter die Veränderungen ertasten oder sogar sehen. Hauthypertrophien sind ebenso meist gut sichtbar und verursachen beim Betroffenen Bewegungsbeeinträchtigungen, Infektionen und Ekzeme häufig in den entstehenden Hautfalten. Oft kann man auch in der sich vergrößernden Region Schmerzen wahrnehmen oder Dehnungsstreifen erkennen. Gerade bei der Brustzunahme während und nach der Schwangerschaft (Stillzeit des Säuglings) klagen die Mütter über Schmerzen und Spannungsgefühle.

Je nachdem welche Art von Hypertrophie vorliegt kann es ganz verschiedene Beeinträchtigungen geben, u. a. können die Sinne beeinträchtig sein z. B. treten Störungen beim Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken auf. Tritt z. B. eine bösartige Veränderung der Zellen ein, können auch Tumoren an anderen Stellen entstehen und Betroffene können unter Gewichtsverlust leiden. Tritt eine Hypertrophie im Magenbereich auf, klagen Betroffene häufig über Erbrechen, Durchfall und Gewichtsverlust. Auch können in der Folge Probleme im Darmbereich entstehen.

Bei Herzhypertrophien ist häufig das Auftreten von gelegentlicher Atemnot, Brustenge oder Herzrythmusstörungen zu beobachten. Liegt eine Hypertrophie der Nasenmuscheln vor bekommen Betroffene häufig schlecht Luft, neigen zu vermehrten Infekten der Nasennebenhöhlen und können nachts das Schnarchen anfangen.

Mögliche Anzeichen und Symptome

  • Erhöhter Herzschlag/Puls
  • Bluthochdruck
  • Infektionen
  • Schmerzen
  • Vermehrter schmerzhafter Harndrang
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Spannungsgefühle
  • Brustenge
  • Sinnesstörungen z. B. Sehstörungen
  • Gewichtsverlust
  • Schnarchen
  • Atemprobleme

Diagnose & Krankheitsverlauf

Von einer sogenannten Hypertrophie spricht man wenn an einem Organ oder einem anderen Gewebe eine Zunahme oder Mehrbildung entsteht und sich das ursprüngliche Gewebe bzw. Organ nun im Volumen vergrößert. Tritt eine Leistungsminderung an einem betroffenen Organ ein, entsteht eine sogenannte Hyperglasie. Die Funktion des betroffenen Organs wird von einem anderen Organ, Gewebe o. ä. kompensiert und übernommen und eine Hypertrophie entsteht. Zum Beispiel kommt es in der Praxis häufig vor das auf Grund eines vorliegenden Herzfehlers, sich als Folge die Herzklappen vergrößern. Ist zum Bespiel eine Niere von der Funktionsminderung betroffen übernimmt das verbleibende Ausscheidungsorgan die Funktionen und als Folge dessen vergrößert es sich.

Dann gibt es wiederum den Sonderfall einer sogenannten Pseudohypertrophie. Hier setzen sich Wucherungen an den einzelnen Organen fest. Diese vergrößern zwar das Volumen des Organs, tragen aber nicht zur Steigerung der Leistung des Organs bei. Häufig kann man die Wucherungen auch sehen oder diese ertasten, wenn sie nahe der Körperoberfläche sind.

Um die Ausmaße der Wucherungen zu überblicken gibt es verschiedene Diagnosemöglichkeiten und Untersuchungsmethoden, je nachdem wo sich auch die Wucherungen im Organismus genau befinden und welche Organe oder Gewebearten betroffen sind. Sind die Wucherungen sichtbar und fühlbar, kann der Mediziner diese durch eingehendes Ertasten grob lokalisieren und das Ausmaß abschätzen. Ein sehr wichtiges Diagnosemittel sind die sogenannten bildgebenden Verfahren. Mit der Durchführung einer Röntgenbestrahlung oder eines Ultraschalls können die Veränderungen grob sichtbar gemacht werden. Detailliertere Aufnahmen liefern Untersuchungen in einem Magnetresonanztomografen (MRT) oder in einem Computertomografen (CT). Hier erhält man eine detaillierte Ansicht und kann die Ausmaße der Veränderungen im Organismus besonders deutlich erkennen. Auch durch eine sogenannte Endoskopie kann die Diagnose Hypertrophie gestellt werden.

Es gibt ebenso verschiedene Arten von Hypertrophie. Es gibt zum einen eine sogenannte korrelative Hypertrophie (endokrine Hypertrophie). Diese wird durch eine vermehrte Produktion von endogenen Hormonen oder durch eine Überzufuhr von exogenen Hormonen ausgelöst. Dies tritt meist in der weiblichen Brust, Gebärmutter und Prostata auf.
Die Arbeitshypertrophie bzw. Aktivitätshypertrophie ist häufig die natürliche Anpassung des Körpers an eine funktionelle körperliche Mehrbelastung. Dies wären z. B. die Zunahme der Gebärmutter im Voranschreiten einer Schwangerschaft und das Muskelwachstum bzw. das Sportherz bei entsprechendem Muskeltraining.

Hingegen ist die kompensatorische Hypertrophie eine krankhafte Anpassung der Organe und Geweben, indessen sie die Funktionen für geschwächte Organe oder Geweben übernehmen. Hier wachsen das Organ und das Gewebevolumen um einen vorher entstandenen Defekt auszugleichen. Dies kommt häufig bei einem sogenannten Herzklappenfehler oder bei dem Verlust einer Niere vor.

Allgemein kann eine Operation und Entfernung des vergrößerten Gewebes manchmal von Vorteil sein und wird häufig z. b. bei dem Vorliegen einer Hypertrophie der Haut oder der Nasenmuscheln eingesetzt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Hier muss man unterscheiden zwischen gesunden und krankhaften Hypertrophien. Gesunde Hypertrophien betreffen in der Regel wohl den Großteil aller Menschen. Der Großteil der Menschen hat zum einen seine Muskeln schon einmal trainiert und in Folge dessen ein Muskelwachstum erzeugt. Bei Frauen die ein oder mehrere Schwangerschaften durchlebt haben, liegt in der Regel immer eine Hypertrophie der Gebärmutter und der Brüste vor und hier gibt es nur einzelne Ausnahmen, bei denen es aus bestimmten pathogenen Gründen nicht geschieht. Hierbei handelt es sich aber um eine gesunde Hypertrophie, die sich in der Regel nach der Schwangerschaft und/oder nach der Stillzeit selbständig zurück entwickeln.

Zwischen den Jahren 2010 bis 2015 sind z. B. in absoluten Zahlen jährlich zwischen 7.000 und 8.000 Menschen an einer Hypertrophie der Nasenmuscheln oder in fast derselben Anzahl an einer Hypertrophie der Knochen. Sterbefälle waren in diesen Jahren auf Grund dieser Erkrankungen keine zu verzeichnen. Bei den Fällen einer Hypertrophie der Brustdrüsen verzeichnete man in den 2010 – 2015 ungefähr zwischen 7.500 bis 8.600 Fälle bezogen auf die Gesamtbevölkerung Deutschlands. Hingegen kommt einer Speicheldrüsenhypertrophie eher seltener vor. Hier lag in dem statistischen Zeitraum von 2010- 2015 die Untergrenze bei 27 Fällen jährlich und der Höchstbefall bei 48.

Eine Hypertrophie des Uterus trat zwischen 2010 und 2015 zwischen 431 und 663 im Jahr auf. Eine Zungenpapillenhypertrophie kam dagegen nur in der Stärke von 15 – 28 Fällen pro Jahr und in dem oben genannten Zeitraum vor. Eine Hypertrophie des Corpus adiposum (Hoffa-Kastert-Syndrom) ist dagegen wieder relativ häufiger vertreten und zwar zwischen 429 und 517 Neuerkrankungen im Jahr.

Bei den Hypertrophien der Vulva, des Uterus und der Brust war der Frauenanteil naturgemäß eher markant hoch. Bei den anderen Arten der Hypertrophie überwiegen die männlichen Fallzahlen etwas. Die Statistiken weißen für diese Arten von Hypertrophien und in dem Zeitraum von 2010 – 2015 allesamt eine geringe Sterbequote auf. Summiert man alle einzelnen Diagnosedaten auf und fasst die Erkrankung unter den allgemeinen Sammelbegriff Hypertrophie zusammen, ergibt das eine jährliche Neuerkrankungsrate im höheren fünfstelligen Bereich.


Komplikationen bei der Krankheit

Genauso vielfältig wie die Ursachen bei den Arten einer Hypertrophie sein können, sind auch eine Reihe von möglichen Komplikationen und Folgeerkrankungen möglich. Zu den betroffenen Körperregionen kann man sagen dass jedes Organ und jedes Gewebe betroffen sein kann, es aber meist eine Verbindung bezüglich der Reihenfolge der körperlichen Prozesse gibt bzw. es Gemeinsamkeiten bezüglich der zu erfüllenden Aufgaben gibt. D. h. tritt auf Grund einer pathogenen Mehrbelastung bei einer Niere eine Minderleistung ein, entwickelt sich die Hypertrophie in der Regel in der anderen Niere. Diese vergrößert ihr Volumen und übernimmt die Leistungen der erkrankten Niere. In der Regel wird nun nicht z. B. in der Prostata eine Hypertrophie entstehen.

Häufig ist nicht die Hypertrophie das größte Problem, sondern die Gefahr dass sich daraus mögliche Folgen ableiten können. So kann man bei einer Herzhypertrophie einen Schlaganfall erleiden oder es kann der sogenannte plötzliche Herztod eintreten. Liegt z. B. eine Prostatahypertrophie vor, drückt die Prostata häufig den Harnleiter ab. Dies verursacht häufiges und schmerzhaftes Urinieren. Auch kann durch den ungenügenden Durchfluss des Harnweges, der u. a. für die Entsorgung von Abfallprodukten und Krankheitserreger zuständig ist, die Gefahr von Nierenerkrankungen und Infektionen steigen.

Wucherungen innerhalb der Gebärmutter sind auf bösartige Entartungen zu untersuchen und können zu Komplikationen bei einem erneuten Kinderwunsch führen.
Generell sollten das Gewebe jeder Hypertrophie auf bösartigen Charakter (Krebs) untersucht werden insbesondere wenn gleichzeitig eine Hyperglasie vorliegt, das sich hier durch vermehrte Zellteilung, neue Zellen bilden.

Bei einer Nierenhypertrophie gilt es die gesunde Niere weitestgehend zu unterstützen und zu entlasten und die kranke Niere zu fördern, damit Patienten als mögliche schwere Folge regelmäßige Blutwäschen (Dialysen) verhindern können.
Ein häufiges Symptom gerade bei Herzhypertrophie ist die Entstehung oder Verschlechterung des Blutdruckes bzw. Bluthochdrucks. Dieser kann in der Folge ebenfalls z. b. einen Hirninfarkt (Schlaganfall) auslösen.

Auswahl möglicher Folgen

  • Bluthochdruck
  • Schlaganfall
  • Plötzlicher Herztod
  • Komplikationen Kinderwunsch
  • Infektionen
  • Häufiger und schmerzhafter Harndrang
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Krebs

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte zu einem Arzt gehen wenn man den Verdacht auf eine Hypertrophie oder Hyperglasie hat. Spätestens wenn man die Volumenzunahme eines Gewebes oder Organs ertasten oder gar sehen kann sollte man unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Denn Gewebeentartungen oder –vermehrungen können auch auf andere ernstzunehmende Erkrankungen wie z. B. Krebs hindeuten. Man sollte einen Mediziner aufsuchen wenn man Unregelmäßigkeiten wahrnimmt z. B. einen erhöhten Herzschlag auch im Ruhezustand oder wenn einem häufig Schwindelig ist. Dies deutet z. B. auf einen zu hohen Blutdruck hin.

Aber auch andere Unregelmäßigkeiten die mehrmals innerhalb weniger Wochen auftreten und einem Sorgen bereiten sollten von einem Mediziner begutachtet werden. Auch gesunde Hypertrophien z. b. während und nach einer Schwangerschaft sollten beobachtet werden ob diese sich vollständig zurückbilden. Es sollte immer ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese) bei einem Allgemeinmediziner erfolgen, der dann bei Bedarf weiter Untersuchungen bei in Frage kommenden Fachleuten vorschlagen kann.


Behandlungsmethoden & Therapie

Bei der Therapie und Behandlung einer Hypertrophie gibt es ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Entscheidend ist das Ausmaß, die genaue Lage bzw. Position der Veränderungen sowie die Art der Gewebezellen. Eine Hypertrophie im Herz, muss anders behandelt werden als Wucherungen an einem Knochen. Häufig setzt man spezielle Medikamente ein, welches das Volumenwachstum reduzieren und eine langsame Rückbildung der Vergrößerungen in Gang setzen soll. Gute Erfolge in der Behandlung einer Hypertrophie hat die Gabe von Hormonen erzielt sowie Bestrahlungen im Rahmen einer Chemotherapie.

Unter gewissen Umständen kann auch die Verabreichung von gewöhnlichen Antibiotika zur Heilung einer Hypertrophie eingesetzt werden. Antibiotika wird z. b. bei der Behandlung einer gutartigen Wucherung bzw. Geschwulst an der Prostata eingesetzt, genauer gesagt im Rahmen einer vorliegenden Prostatahypertrophie. Liegt z. B. eine Speicheldrüsenhypertrophie bei dem Betroffenen vor kann der Mediziner dem Betroffenen künstlich hergestellten Speichel in Kombination mit bestimmten Arzneimitteln verordnen um die Erkrankung erfolgreich zu behandeln. Bei einer Volumenzunahme an der Haut können operativ kosmetische Eingriffe erfolgen um die überschüssigen Hautwucherungen zu entfernen.

Liegt zum Bespiel ein Herzklappenfehler vor, kann dies operativ beseitigt werden. Ist der Herzklappenfehler und das vergrößerte Herz weniger stark ausgeprägt kann auch (zeitweise9 eine medikamentöse Therapie erfolgen. Häufig verschreiben Mediziner Calciumantagonisten und Betablocker die regulierend auf Blutdruck und den vermehrten Herzschlag einwirken sollen. Es gibt auch noch weitere Medikamente wie z. b. Verapamil oder ACE-Hemmer die helfend eingesetzt werden können.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die schlechte Nachricht ist, dass man einer Hypertrophie oder Hyperglasie nicht vollständig vorbeugen kann, da sie häufig durch eine Erkrankung ausgelöst wird. Auch einen Impfstoff gibt es auf Grund der Art der Erkrankung derzeit nicht. Da diese Gewebezunahmen auch bösartiger Natur sein können, ist es sinnvoll die regelmäßig stattfindenden Vorsorgeuntersuchungen hinsichtlich einer Krebsvorsorge wahrzunehmen. Hierzu gehören auch besonders die angebotenen Krebsvorsorgeuntersuchungen beim Facharzt z. B. eine Mammografie im Rahmen einer Brustkrebsvorsorge.

Wenn im Organismus Entzündungsprozesse auftreten, insbesondere über einen längeren Zeitraum ist es sinnvoll diese behandeln zu lassen um die Entstehung dieser Erkrankung zu verhindern. Im Rahmen einer natürlichen und gewollten Volumenzunahme von Gewebe sollte nicht eingegriffen werden. Man sollte aber beobachten ob sich diese Gewebe nach ihrer Funktionserfüllung wieder zurückbilden oder ob gegebenenfalls Komplikationen oder Unregelmäßigkeiten auftreten.

Gesunde Hyperglasien sind Übergewicht (Ausnahme: extremes Übergewicht), eine Volumenvergrößerung der weiblichen Brust während der Schwangerschaft und insbesondere während der Stillzeit des Säuglings und eine Zunahme des Herzens und der Muskeln bei entsprechenden sportlichen Training, insbesondere Krafttraining. Diese gesunden Hypertrophien reguliert der Körper in der Regel wieder selbstständig zurück. Ein gesunder Lebensstil hat aber einen sehr großen Einfluss auf eine mögliche Erkrankung. Dazu gehören ein aktiver Lebensstil mit viel Bewegung bzw. Sport, eine gesunde Ernährung, Vermeidung von Stress und die Vermeidung bzw. starke Reduzierung von schädlichen Genussmitteln wie z. B. Alkohol oder Nikotin.


Prognose zur Heilung

Auch hier sollte man zwischen gesunden Hypertrophien unterscheiden und solchen, die durch krankhafte Auslöser hervorgerufen werden. Die gesunden Gewebezunahmen wie z. B. die Brust- und Gebärmutterzunahmen während der Schwangerschaft und der darauf folgenden Stillzeit des Säuglings bilden sich danach meist selbstständig und vollständig zurück. Ebenso das Sportherz und die Muskeln bilden sich zurück sobald das Pensum des Krafttrainings zurück geschraubt bzw. ausgesetzt wird. Viele Hypertrophien die pathogene Auslöser haben können ebenfalls vollständig geheilt werden sobald der stimulierende Auslöser beseitigt worden ist.

Es gibt aber auch schwerwiegendere Fälle, die bleibende Schäden oder Folgeerkrankungen nach sich ziehen können. Zum Beispiel kann es bei einer sogenannten Linksherzhypertrophie als Folge zu Schlaganfall, Herzinsuffizienz oder dem plötzlich eintretenden Herztod kommen. Liegt zum Beispiel eine bösartige Entartung der Zellen vor muss eine Chemotherapie durchgeführt werden. Hier können die Heilungschancen individuell sehr unterschiedlich sein. Allgemein kommt es bei der Prognose der Heilung sehr auf die Art und Lage der Gewebevergrößerung an und ob bereits Folgeerkrankungen eingetreten sind oder z. B. eine gleichzeitige Hyperglasie vorliegt.

Aus diesem Grund ist eine gewisse Vorbeugung durch die Führung eines gesunden Lebensstils sehr wichtig um die Erkrankung im Vorfeld möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen. Ist der Betroffene erkrankt ist eine umgehende und umfassende Behandlung unbedingt erforderlich. Die Behandlungsdauer kann wenige Wochen oder sogar über viele Monate gehen.

Prävention durch einen gesunden Lebensstils

Da man einer Hypertrophie nicht unbedingt vorbeugen kann, ist es wichtig dass man allgemein einen gesunden Lebensstil führt. Das heißt nicht dass man sein komplettes Leben umkrempeln oder sich dogmatisch ohne Ausnahme an die gesunden Regeln halten muss. Studien haben aber gezeigt dass die Führung eines gesunden Lebensstils eine enorme Auswirkung auf den Gesundheits- bzw. Krankheitsstand der Menschen hat. Wichtig ist das man die Umstellung gerade am Anfang mit etwas Disziplin durchhält und langfristig die Veränderungen so durchführt das man den Veränderungen positiv gegenüber steht. D. h. kann man sich mit bestimmten Empfehlungen (bestimmte Lebensmittel, Sportarten usw.) so gar nicht anfreunden ist es wichtig Dinge zu finden, die einen ähnlichen Effekt haben und denen man positiv gegenüber steht.

An sich ist regelmäßiger Sport vor allem an der frischen Luft zu empfehlen und zwar sowohl Ausdauer als auch Krafttraining. Wichtig ist ebenfalls weitestgehend oder am besten völlig auf schädliche Genussmittel wie z. B. Alkohol oder Zigaretten zu verzichten. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst und gesunden Fetten ist einer Ernährung mit vielen Fertigprodukten und Süßigkeiten vorzuziehen. Die Vermeidung von Stress bzw. die Beseitigung von Stress z. B. durch eine Entspannungstechnik (z. B. Yoga, Tai Chi) sowie eine positive Grundeinstellung zum Leben wird ebenfalls als wichtiger Punkt innerhalb eines gesunden Lebensstils angesehen. Bei dem Auftreten einer Prostatahypertrophie sollte ebenfalls auf Kaffeekonsum verzichtet werden.


Alternative Behandlungsmethoden

Wichtig ist vor allem das man alternative Behandlungsmethoden nicht in Selbstbehandlung durchführt sondern jede Art von Anwendung mit seinen behandelnden Medizinern und gegebenenfalls weiteren Experten wie z. B. erfahrenen Heilpraktikern bespricht. Anwendungen von Entspannungstechniken um vorhandenen Stress abzubauen können sich auf eine Heilung positiv auswirken. Als Entspannungstechnik kommen viele Methoden in Frage. Man kann verschiedene Arten von Yoga ausprobieren, Qi Gong, Tai Chi, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Autogenes Training oder Phantasiereisen.

Bei manchen Hypertrophien hat die Durchführung von Massagen z. B. Ayurvedamassagen zumindest einen schmerzmindernden und durchblutungsfördernde Wirkung.
Eine Bewegungstherapie oder den Einbau allgemein von mehr Bewegung im Alltag hilft bei der Heilung z. B. von einer Prostatahypertrophie. Um gestörte Sinnesorgane wie Augen oder Ohren zu trainieren kann man Augengymnastik oder bestimmte Hörtrainings absolvieren. Für die Reinigung der Atemwege, der Nasennebenhöhlen und um die Atmung etwas zu erleichtern helfen sogenannte Dampfbäder für das Gesicht. Um die Augen zu behandeln gibt es spezielle Helfer in der Apotheke für die Durchführung z. B. von Augenbädern zu kaufen. Bei einer Prostatahypertrophie tut leichte Bewegung oder eine leichte Sportart gut z. B. Spazieren gehen. Es gibt auch eine ganze Reihe von Hausmitteln, Heilkräutern und Heilpflanzen, sowie ätherische Öle und Schüssler Salze die bei einer Reihe von Hypertrophien eingesetzt werden können.

Gute Erfolge erzielt man auch mit einer gesunden Ernährung mit viel frischen Obst und Gemüse. Man kann es bei gewissen Arten auch mit Lebensmitteln probieren, die eine antibakterielle oder entzündungshemmende Wirkungsweise entfalten. Hierzu gibt es aber noch kaum Erfahrungen. Bei der Hypertrophie eines Muskels können unter Umständen gezielt durchgeführte Dehnungen und Übungen durch einen erfahrenen Physiotherapeuten zumindest kurzfristig etwas Linderung verschaffen. Um die Durchblutung zu fördern und die Lymphe anzuregen könnte man bei einer Lipohypertrophie ebenfalls das sogenannte Wassertreten durchführen. Die Aromatherapie kann unterstützend zum Entspannen eingesetzt werden.

Mögliche alternative Behandlungsmethoden

  • Entspannungstechniken
  • Ayurvedakuren
  • Massagen
  • Wärmekissen mit Naturfüllung
  • Bewegung
  • Spezielle Gymnastik
  • Augentraining
  • Aromatherapie
  • Wassertreten

Welche Hausmittel können helfen?

Liegen z. B. Hauthypertrophien vor können hautstraffende Wechselduschen mit anschließender Massage mit hautstraffenden Ölen als wirksam erweisen. Diese liefern häufig aber nur einen kosmetischen Effekt. Bei Prostatahypertrophie soll der Einsatz von Blütenpollen hilfreich sein sowie körperliche Bewegung an der frischen Luft. Möchte man die Brust nach der Stillzeit beim Abbau unterstützen sollen Tees aus Salbei oder Pfefferminze unterstützend wirken. Möchte man die Gebärmutter bei der Volumenreduzierung unterstützen kann man sich mehrmals am Tag mit dem Bauch auf eine Unterlage legen. Das Gewicht des Körpers drückt so auf die Gebärmutter und unterstützt somit rein bezüglich des zu tragenden Körpergewichts.

Möchte man Hautwucherungen bei der Volumenreduzierung unterstützen helfen Massagen am besten mit hautstraffenden Hautölen und –cremes. Um einen zu hohen Blutdruck zu regulieren kann man sogenannte Schwedenkräuter einsetzen, Propolis oder die Jonen-Salbe. Auch das tägliche Trinken von Kombucha soll blutdrucksenkend wirken. Auch soll eine Behandlung von Sehstörungen mit der Jonen-Salbe und dem regelmäßigen Trinken von Kombucha helfen.

Das Schnarchen kann man mit Hilfe einer Schiene oder einer Maske etwas eindämmen. Bei einer Lipohypertrophie kann man an den betroffenen Stellen eine sogenannte Lymphdrainage durchführen sowie versuchen sein Gewicht mit gesunder Ernährung etwas zu reduzieren. Um die Lymphflüssigkeit im Fluss zu halten und dem Gefühl der schweren Beine entgegen zu wirken und um das Gewebe gleichzeitig mit dem vorherrschenden Wasserdruck zu „massieren“ eignet sich auch Aquafitness für die Behandlung einer Lipohypertrophie.

Um die Symptome Durchfall und Erbrechen bei einer Magenhypertrophie zu lindern bzw. damit sich die Muskeln des Magen etwas entspannen können, kann ein Wärmekissen mit Naturfüllung und am besten einem Kräuterzusatz (z. B. Lavendel) oder auch eine warme Wärmflasche auf den Bauch gelegt werden. Diese Wärmetherapie wirkt aber nur gegen die Symptome und um den Schmerz etwas zu lindern. Ebenso kann auch eine Rotlichtlampe zur Muskelentkrampfung und Schmerzlinderung eingesetzt werden. Um die Durchblutung zu fördern und die Lymphe anzuregen könnte man bei einer Lipohypertrophie ebenfalls ein Körperpeeling mit Kaffeesatz durchführen.

Geeignete Hausmittel

  • Wechselduschen
  • Blütenpollen
  • Propolis
  • Jonen-Salbe
  • Kombucha
  • Schwedenkräuter

Heilkräuter & Heilpflanzen

Auch hier muss man für jede Art von Hypertrophie Unterscheidungen treffen. Bei der Behandlung von Prostatahypertrophien haben sich pflanzliche Präparate mit heilenden Wirkstoffen aus dem (Arznei-) Kürbis oder Sägepalme als wirksam erwiesen. Bei einer Hypertrophie rund um die Prostata helfen auch Taubnessel, kleinblütiges Weidenröschen, Goldrute, Feigenkaktus, Brennnessel, Mönchspfeffer, Sabal, Pappel oder Waldrebe. Zur Hautrückbildung und –straffung eignen sich Efeu, Gundermann und Schöllkraut am besten in Form einer aufgetragenen Kräutersalbe oder –tinktur.

Um seinen Blutdruck etwas zu vermindern gibt es eine ganze Reihe von möglichen Heilkräutern u. a. Bockshornklee, Bohnen, Brennnessel, Buchweizen, Linde, Nachtkerze, Passionsblume oder Schafgarbe. Bei Augenbeschwerden kann der Einsatz von Augentrost, Schöllkraut oder Habichtskraut eine heilsame Wirkung haben.

Um dem Gefühl der schweren Beine bei einer Lipohypertrophie entgegen zu wirken und um die Durchblutung zu steigern könnte man ebenso durchblutungsfördernde Cremes und Öle regelmäßig in die Haut einmassieren. Durchblutungsfördern wirken z. B. Rosmarin, Heublume oder Wachholder. Man sollte die Einsätze der Naturmittel mit einem erfahrenen Kräuterkundler und einem behandelnden Mediziner genauer besprechen, das sich manche Heilkräuter und Heilpflanzen nur zu äußeren Anwendung eignen und manche auch innerlich angewendet werden dürfen und da auch anders wirken.

Geeignete Heilpflanzen

  • Kürbis
  • Sägepalme
  • Taubnessel
  • Kleinblütiges Weidenröschen
  • Goldrute
  • Feigenkaktus
  • Brennnessel
  • Mönchspfeffer
  • Sabal
  • Pappel
  • Waldrebe
  • Bockshornklee
  • Bohnen
  • Brennnessel
  • Buchweizen
  • Linde
  • Nachtkerze
  • Passionsblume
  • Schafgarbe
  • Augentrost
  • Schöllkraut
  • Habichtskraut
  • Rosmarin

Ätherische Öle

Hier ist ebenfalls eine genaue Unterscheidung der vorliegenden Hypertrophie nötig. Bei einer Prostatahypertrophie wirken z. B. ätherische Öle aus Benzoe oder Sandelholz. Hautstraffend sollen ätherische Öle von Orange, Rosmarin, Zypresse und Zimt wirken. Möchte man seinen Blutdruck mit ätherischen Ölen etwas reduzieren eignen sich hier besonders gut Lavendel, Knoblauch, Majoran, Zitrone und Ylang-Ylang.

Um die Nasennebenhöhlen zu öffnen und bei der Abheilung zu unterstützen, hilft ein Dampfbad mit einigen Tropfen Teebaumöl oder Kamille im Wasser. Um den Stressabbau und das Entspannen zu unterstützen kann man mit Hilfe einer Duftlampe entspannende Düfte wie z. B. Lavendel oder Melisse versprühen. Um eine Lymphdrainage gezielt zu unterstützen kann man dem Massageöl oder –creme ein paar Tropfen Cistrose hinzufügen. Dies soll anregend auf den Lymphflüssigkeit wirken.

Geeignete ätherische Öle:

  • Benzoe
  • Sandelholz
  • Orange
  • Rosmarin
  • Zypresse
  • Zimt
  • Lavendel
  • Knoblauch
  • Majoran
  • Zitrone
  • Ylang-Ylang
  • Teebaumöl
  • Kamille
  • Melisse
  • Cistrose

Homöopathie & Globuli

Auch hier gibt es für jede Hypertrophie verschiedene Hilfsmittel. Am besten man bespricht den Einsatz mit einem erfahrenen Mediziner ab. Als geeignetes Mittel kommen z. B. Barium carbonicum, Barium jodatum, Digitalis, Chimaphila umbellata, Sabal serrulatum, Kalium phosphoricum, Ferrum picrinicum oder Kalium chloratum. Gegen Symptome wie Schwächegefühle, Stress und Kurzatmigkeit kann man Crataegus (Weißdorn) einnehmen. Es können auch andere Mittel empfohlen werden bei Bluthochdruck je nachdem welche Symptome der Betroffene aufweist z. B. Aurum metallicum, Barium carbonicum oder Plumbum metallicum. Von der Dosierung her wird häufig dreimal täglich 3-5 Kügelchen empfohlen.

Im individuellen Fall können auch andere Dosierungen empfohlen werden. Um die Lymphdranage zu unterstützen kann man auch dreimal täglich fünf Kügelchen vom dem Mittel Lycopodium clavatum C5 einnehmen. Als sehr hilfreich hat sich auch Gingko biloba erwiesen. Um den ganzen Organismus zur Drainage anzuregen kann man auch den Blasentang Fucus vesiculosus einnehmen. Als unterstützend hat sich ebenfalls die Substanz Natrium sulfuricum C9 erwiesen, die dreimal täglich zu jeweils 5 Globuli eingenommen werden kann.

Geeignete homöopathische Mittel:

  • Barium carbonicum
  • Barium jodatum
  • Digitalis
  • Chimaphila umbellata
  • Sabal serrulatum
  • Kalium phosphoricum
  • Ferrum picrinicum
  • Kalium chloratum
  • Crataegus
  • Aurum metallicum
  • Barium carbonicum
  • Plumbum metallicum
  • Lycopodium clavatum C5
  • Gingko biloba
  • Fucus vesiculosus
  • Natrium sulfuricum C9

Schüssler-Salze

Einige der Schüssler Salze könne zur Unterstützung und Linderung der auftretenden Symptome bei verschiedenen Hypertrophien verwendet werden. Vor allem bei der Behandlung von Prostatahypertrophie haben sich verschiedene Salz gut bewährt. Zur Dosierung sind einige allgemeine Empfehlungen zu beachten. Man kann mehrere Salze zur gleichen Zeit einnehmen, sollte aber nur bis zu drei Salzen gleichzeitig einnehmen. Dosiert man die Salze einzeln kann man insgesamt über den Tag verteilt mehr als drei Salze zu sich nehmen.

In der Regel nimmt man von jedem Salz 3 bis 6 pro Tag ungefähr 1 bis 3 Tabletten. Bei Kindern muss entsprechend niedriger dosiert werden. Man sollte jede Tablette einzeln einnehmen und unter der Zunge eingeklemmt, diese langsam im Mund zergehen lassen. In der Regel werden die Schüssler Salze nur zur inneren Anwendung eingesetzt, es gibt aber auch Ausnahmen.

Speziell für die Prostatahypertrophie sind folgende Salze geeignet :

Um die Haut, das Bindegewebe und die Knochen zu stärken kann man folgende Salze einnehmen: Morgens die Nummer 1: Calcium fluoratum, Mittags dann Nummer 2: Calcium phosphoricum und abends Nummer 11: Silicea. Diese Kur sollte man nicht länger als vier Wochen durchführen.

Diät & Ernährung

Die Ernährung ist ebenfalls zu unterscheiden. Liegen Hypertrophien rund um das Thema Mund, Rachen, Magen, Darum und Prostata vor, sollte vor allem eine fettarme Ernährung erfolgen mit viel Obst und Gemüse. Bei den Fetten sollten pflanzliche Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren Mais, bevorzugt werden. Des Weiteren haben Probiotika und Präbiotika eine sehr gute Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt im Allgemeinen und unterstützen im Darm die gesunden Bakterien. Um einen Effekt zu erzielen muss man aber zumindest bei der Probiotika diese täglich zuführen. Diese Bakterien sind in Naturjoghurt enthalten, es gibt aber auch bereits Kuren in der Apotheke zu erwerben.

Auch kann man versuchen verschiedene Symptome oder Auswirkungen gezielt mit dem Konsumieren bestimmter Nahrungsmittel zu beeinflussen. So soll sich auf die Senkung des Blutdrucks z. B. positiv auswirken: Zwiebeln, Stevia (Zuckerersatzstoff), Sellerie, Petersilie, Schnittlauch, Quitte, Buchweizen, Bockshornklee und Brennnessel auswirken. Häufig gibt es im Handel schon z. B. Käse oder Brotgewürz mit Bockshornklee oder Brennnesselsuppe zu kaufen. Auch der regelmäßige Verzehr von Kürbis soll sich positiv auf eine Prostatahypertrophie auswirken. Um den Blutdruck etwas zu senken kann man folgende Lebensmittel verzehren: Bärlauch, Knoblauch, Grüner Tee, Rote Beete und Sojabohnen.

Allgemein kann man sagen dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischen und natürlichen Lebensmittel von Vorteil sind.

Mögliche Lebensmittel

  • Obst (z. B. Quitte)
  • Gemüse (z. B. Mais, Sellerie, Zwiebel, rote Bete)
  • Kräuter (Schnittlauch, Petersilien)
  • Grüner Tee
  • Probiotika
  • Präbiotika
  • Buchweizen

FAQ – Fragen & Antworten

Gibt es ein genetisches Risiko?

Hierzu liegen aktuell wenige Erkenntnisse vor. Es kommt zumindest in manchen Familien die Erkrankung etwas häufiger vor.

Besteht ein Unterschied zwischen Hypertrophie und Hyperglasie?
Bei beiden Erkrankungen vergrößert sich das Volumen des betroffenen Gewebes bzw. Organs. Bei einer Hypertrophie bleibt aber die Anzahl der Zellen gleich und lediglich die vorhandenen Zellen nehmen an Volumen zu. Bei einer Hyperglasie entsteht eine vermehrte Zellteilung und die Anzahl der Zellen steigt.

Kann eine gesunde Hypertrophie krankhaft werden?
Auch dies kann in seltenen Fällen passieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, seine Körper bei der Rückbildung genau zu beobachten und bei Unregelmäßigkeiten einen Arzt aufzusuchen. Im Nachgang einer Geburt ist es besonders wichtig die regelmäßig stattfindenden Nachsorgeuntersuchungen der Ärzte und Hebammen in Anspruch zu nehmen.

Gibt es eine allgemein gültige Therapie?
Auf Grund der starken Unterschiede zwischen den einzelnen Hypertrophien, gibt es für jede Hypertrophie eine eigene Vorgehensweise und Behandlungsmöglichkeiten.

Welches ist der aktuell beste Schutz vor einer Erkrankung?
Hierzu lässt sich nur schwer eine allgemeingültige Aussage treffen. Wichtig ist aber regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen bei den Ärzten wahrzunehmen und bei Auffälligkeiten umgehend einen Mediziner aufzusuchen. Die Führung eines gesunden Lebensstils kann ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten.

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