Mandelentzündung (Tonsillitis)

Definition Mandelentzündung / Tonsillitis

MandelentzündungBei einer Mandelentzündung, im Fachjargon auch als Tonsilitis bezeichnet, handelt es sich um eine Entzündung der sog. Tonsillen (Mandeln). Selbige befinden sich im hinteren Rachenraum.

Es handelt sich bei der vorliegenden Krankheit um ein weltweit vorkommendes und seit frühesten Zeiten bekanntes Phänomen. Die Auslöser sind in den meisten Fällen Viren, seltener auch Bakterien. Einer solchen Erkrankung ist mithilfe der Schulmedizin, sowie mithilfe der alternativen Medizin gut zuleibe zu rücken. Hierbei kommen sowohl medikamentöse als auch operative Therapien zum Einsatz.

Steckbrief: Mandelentzündung

  • Name(n): Mandelentzündung; Angina Tonsillitis
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien oder Viren
  • Wieviele Erkrankte: Nicht festellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt; Kinderarzt

Was ist eine Mandelentzündung?

MandelentzündungEine Mandelentzündung oder Tonsillitis zeichnet sich erfahrungsgemäß durch gut sichtbare, geschwollene oder gerötete und entzündete Gaumenmandeln aus. Damit stellt sie eine Entzündung der Mandeln sowie Rachenraum dar.

Eine Mandelentzündung ist ein Symptom, das im Rahmen einer Angina Tonsillaris oder einer Tonsillitis Acuta auftreten kann. Allerdings kann es sich bei einer Mandelentzündung ebenso um ein Symptom diverser anderer Krankheiten handeln. Ebenso ist es möglich, gleichwohl bedeutend seltener, dass die Tonsillitis alleinstehend auftritt. Hierfür sind meist besonders starker Virenbefall sowie ein geschwächtes Immunsystem verantwortlich zu machen.

Einteilung

Die akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta) ist meist eine bakteriell verursachte, plötzlich einsetzende Entzündung der Gaumenmandeln. Eine chronische Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) ist dagegen durch eine andauernde bakterielle Entzündung der Gaumenmandeln gekennzeichnet.

Sie verursacht in der Regel wenige oder keine Beschwerden. Die akute Mandelentzündung tritt vor allem bei Kindern und jungen Erwachsenen auf.

Am ehesten erkennt man eine Mandelentzündung also an den geschwollenen Mandeln selbst, an einer kratzigen Kehle, an Schluckbeschwerden sowie an ebenso geschwollenen Lymphknoten. Insbesondere Kinder erkranken mit relativer Häufigkeit an diesem Leiden. Dies ist zum einen auf die generell schwächere Immunabwehr des heranwachsenden Körpers zurückzuführen und zum anderen auf das stärkere Ausgesetztsein von verursachenden Viren oder Bakterien im Kindergarten oder in der Schule.

Da die passende Behandlung einer Mandelentzündung stark vom vorliegenden Fall abhängig ist, ist es von größter Wichtigkeit, dass man eine möglichst zeitnahe und genaue Diagnose von einem Arzt stellen lässt. Hierzu empfiehlt es sich, dass man sofort einen Mediziner aufsucht, nachdem sich selbst geringfügigste Symptome gezeigt haben. Insbesondere sind Eltern angehalten, ihre Kinder in solchen Fällen ohne Verzögerungen zum Arzt zu schicken.

Noch vor einigen wenigen Jahren war es Gang und Gäbe, die Mandeln im Falle einer Entzündung einfach herauszuschneiden. Von diesem Vorgehen ist man weitestgehend abgekommen. Heute nutzt man nurmehr die operative Methode, insofern eine chronische (bakterielle) Tonsillitis vorliegt oder die Entzündung nicht auf gängige medikamentöse Therapien anspricht.

Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass eine Mandelentzündung in aller Regel ein bis drei Tage nach der Ansteckung ausbricht und beinahe während des gesamten Verlaufs hochgradig anstecken ist. Bei einer Gabe von Antibiotika jedoch, verliert sich die Gefahr der Ansteckung bereits nach einem Tag.


Welche Ursachen führen zu einer Mandelentzündung?

Eine Mandelentzündung, die in der Regel bei einer Angina Tonsillaris auftritt, wird häufig durch Bakterien verursacht.

Dazu gehören unter anderem:

In seltenen Fällen entsteht die Mandelentzündung durch Viren. Leider sind Kinder und Jugendliche häufiger betroffen als Erwachsene. Hier sind speziell die Mandeln für die Bildung eines starken Immunsystems verantwortlich. Sind die Abwehrkräfte bereits angeschlagen oder geschwächt, ist das Risiko für eine Mandelentzündung außerordentlich hoch.

Sollte eine Mandelentzündung gehäuft auftreten, kann diese rasch chronisch werden. Die Entzündung entwickelt sich dann nicht normal zurück, da die Bakterien vermehrt tote Zellen an den Schleimhäuten ablagern. Mitunter ist es dann sinnvoll, die Mandeln entfernen zu lassen. Folgende Krankheiten können eine Mandelentzündung hervorrufen:

  • Angina Tonsillaris
  • Scharlach
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Diphterie
  • Chronische Mandelentzündung

Die Frage nach den allgemeinen Ursachen, die der Krankheit zugrunde liegen ist, ist aber im Falle der Mandelentzündung nicht von alleiniger Bedeutung. Es gilt hier ebenso zu fragen: „Warum gerade die Mandeln?“ – Tatsächlich sind die Mandeln oder Tonsillen als erste Linie der Verteidigung gegen oral eindringende Viren und Bakterien anzusehen. Sozusagen als verlängerter Arm des Immunsystems. Zumindest gilt dieser Umstand für die Dauer der Kindheit und der Jugend. Danach allerdings lässt die Schutzfunktion der Mandeln nach, weshalb es auch nicht allzu tragisch ist, wenn sich die Entfernung derselben nicht mehr verhindern lässt.

Darüber hinaus kommen, wie bereits erwähnt, Mandelentzündungen bei Erwachsenen vergleichsweise selten bis gar nicht vor. Auch dieser Umstand lässt sich auf die mit dem alter abnehmende Funktion derselben zurückführen. Insgesamt lässt das Risiko zu erkranken also mit zunehmendem Alter stark nach. Darum könnte auch das Alter der Betroffenen oder Gefährdeten als möglich Ursache anzusehen sein. Dennoch kann eine Tonsillitis auch Erwachsene treffen, gleichwohl viel seltener als Kinder und Jugendliche und zumeist nicht in derselben Stärke und Intensität.

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