Mandelentzündung (Tonsillitis)

Steckbrief: Mandelentzündung (Tonsillitis)

  • Name(n): Mandelentzündung; Tonsillitis
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Bakterien oder Viren
  • Wieviele Erkrankte: Nicht festellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt; Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): J03; J03.1; J03.8; J03.9; J35.0

Mandelentzündung – Nicht nur für Kinder

MandelentzündungBei einer Mandelentzündung, im Fachjargon auch als Tonsilitis bezeichnet, handelt es sich um eine Entzündung der sog. Tonsillen (Mandeln). Selbige befinden sich im hinteren Rachenraum.

Es handelt sich bei der vorliegenden Krankheit um ein weltweit vorkommendes und seit frühesten Zeiten bekanntes Phänomen. Die Auslöser sind in den meisten Fällen Viren, seltener auch Bakterien. Einer solchen Erkrankung ist mithilfe der Schulmedizin, sowie mithilfe der alternativen Medizin gut zuleibe zu rücken. Hierbei kommen sowohl medikamentöse als auch operative Therapien zum Einsatz. Der Trend geht allerdings in den letzten Jahren immer weiter von operativen Eingriffen weg. Zumeist bedient man sich konservativer Methoden, sprich Medikamenten.

Auch denkt man häufig, dass lediglich Kinder und Jugendliche an diesem Leiden erkranken können . Das ist grundsätzlich falsch. Zwar liegt die Wahrscheinlichkeit als Erwachsener eine Tonsillitis auszubilden aufgrund verschiedener Faktoren verschwindend gering, aber dennoch besteht eine potentielle dahingehende Chance. Dennoch kann man alles in allem damit rechnen, dass man nach Beendigung der Pubertät diesem Leiden wohl nicht mehr verfällt.

Alles in allem aber handelt es sich bei der Tonsillitis um eine eher milde Krankheit, die man zwar nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, aber die dennoch auch keinen Grund zur Panik darstellt.

Definition: Mandelentzündung

Eine Mandelentzündung oder Tonsillitis zeichnet sich erfahrungsgemäß durch gut sichtbare, geschwollene oder gerötete und entzündete Gaumenmandeln aus. Damit stellt sie eine Entzündung der Mandeln sowie Rachenraum dar. Eine Mandelentzündung ist ein Symptom, das im Rahmen einer Angina Tonsillaris oder einer Tonsillitis Acuta auftreten kann. Allerdings kann es sich bei einer Mandelentzündung ebenso um ein Symptom diverser anderer Krankheiten handeln. Ebenso ist es möglich, gleichwohl bedeutend seltener, dass die Tonsillitis alleinstehend auftritt. Hierfür sind meist besonders starker Virenbefall sowie ein geschwächtes Immunsystem verantwortlich zu machen.

Am ehesten erkennt man eine Mandelentzündung also an den geschwollenen Mandeln selbst, an einer kratzigen Kehle, an Schluckbeschwerden sowie an ebenso geschwollenen Lymphknoten. Insbesondere Kinder erkranken mit relativer Häufigkeit an diesem Leiden. Dies ist zum einen auf die generell schwächere Immunabwehr des heranwachsenden Körpers zurückzuführen und zum anderen auf das stärkere Ausgesetztsein von verursachenden Viren oder Bakterien im Kindergarten oder in der Schule.

Da die passende Behandlung einer Mandelentzündung stark vom vorliegenden Fall abhängig ist, ist es von größter Wichtigkeit, dass man eine möglichst zeitnahe und genaue Diagnose von einem Arzt stellen lässt. Hierzu empfiehlt es sich, dass man sofort einen Mediziner aufsucht, nachdem sich selbst geringfügigste Symptome gezeigt haben. Insbesondere sind Eltern angehalten, ihre Kinder in solchen Fällen ohne Verzögerungen zum Arzt zu schicken.

Noch vor einigen wenigen Jahren war es Gang und Gäbe, die Mandeln im Falle einer Entzündung einfach herauszuschneiden. Von diesem Vorgehen ist man weitestgehend abgekommen. Heute nutzt man nurmehr die operative Methode, insofern eine chronische (bakterielle) Tonsillitis vorliegt oder die Entzündung nicht auf gängige medikamentöse Therapien anspricht.

Darüber hinaus ist es erwähnenswert, dass eine Mandelentzündung in aller Regel ein bis drei Tage nach der Ansteckung ausbricht und beinahe während des gesamten Verlaufs hochgradig anstecken ist. Bei einer Gabe von Antibiotika jedoch, verliert sich die Gefahr der Ansteckung bereits nach einem Tag.


Was ist eine Tonsillitis?

Unter einer Mandelentzündung, die man im Fachjargon meist als Tonsillitis bezeichnet, versteht man, wie es bereits im Namen der deutschen Bezeichnung steckt, eine Entzündung der Mandeln, sprich der Tonsillen. Besagte Entzündung beginnt zumeist sehr schnell, das heißt, dass bereits wenige Stunden nach der initialen Infektion damit zu rechnen ist, dass sich die Mandeln und der umliegende Rachenraum entzünden. Kurzum bedeutet das für potentielle Betroffene, dass man morgens noch vollkommen gesund sein kann, während man abends bereits schon an einer voll ausgeprägten Tonsillitis leidet. Dieses extrem schnelle Ausbrechen des Leidens erschwert es Patienten oftmals, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Des Weiteren handelt es sich bei einer Tonsillitis um einen Untertyp der Pharyngitis, also einer Entzündung des Rachens, bzw. der Rachenschleimhaut. Darum sind die allgemeinen Symptome, die im Rahmen einer Mandelentzündung auftreten denen einer gängigen Halsentzündung auch sehr ähnlich und lassen sich kaum davon unterscheiden. Lediglich einige spezielle die Mandeln betreffende Eigenheiten sind festzustellen. Allegemeine Symptome sind etwa ein gereizter und schmerzender Rachen, bzw. Hals, Fieber (teils sehr hoch), Anschwellen der Mandeln, Beschwerden beim Schlucken, Anschwellen der Lymphknoten und schlechter Atem. In besonders gravierenden Fällen ist es überdies möglich, dass es zu einem sog. Peritonsillarabszess kommt. Bei einem solchen handelt es sich um einen Abszess im Bereich der Mandeln. Dieser kann sehr schmerzhaft sein und bedarf in beinahe jedem Falle immer einer ärztlichen Behandlung.

In den meisten Fällen wird eine Mandelentzündung durch virale Infektionen ausgelöst. Nur etwa zwischen 5 und 25% aller Fälle sind auf Bakterien zurückzuführen. Sollte letzterer Fall eintreten sind beinahe immer die Streptokokken des Typs A involviert, diese bezeichnet man darum bisweilen auch als „Strep Hals“. In sehr seltenen Fällen lässt sich der Ausbruch der Krankheit auf andere Bakterienzurückführen, nämlich auf Neisseria gonorrhoeae, Corynebacterium diphtheriae oder Haemophilus influenzae. Des Weiteren gilt es zu bemerken, dass sich diese Krankheit am häufigsten durch die Luft übertragt. Zur Feststellung des auslösenden Virus und / oder Bakteriums stehen verschiedene Mittel zur Verfügung. Diese umfassen ebenso das Anfertigen von Abstrichen, sowie neuere und auf Schnelligkeit ausgelegte Testmethoden.

Die Behandlung zielt immer darauf auf, die Symptome zu lindern, die möglicherweise entstehenden Komplikationen bereits im Keim zu ersticken sowie dafür zu sorgen, die Krankheit so schnell und so unkompliziert als irgend möglich zu heilen. Hierzu stehen dem behandelnden Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bereits ohne Rezept erhältliche Schmerzmittel können dabei helfen, das sich einstellende Leid merklich zu lindern und dem Patienten damit einen angenehmeren Heilungsprozess zu garantieren. Zu diesen Schmerzmitteln gehören unter anderem Paracetamol und Ibuprofen.

Sollte eine eine Infektion mit Streptokokken des Typs A als Auslöser vorliegen, so ist die orale Gabe von antibiotischem Penicillin in den meisten Fällen die gängige Vorgehensweise, um dem Leiden Herr zu werden. Da aber immer mehr Menschen allergische Reaktionen auf Penicillin zeigen, gibt es auch nicht Ausweichmöglichkeiten, unter anderem: Cephalosporine und Makrolaktone. Diese haben einen grundsätzlich ähnlichen Effekt.

Bei einer chronischen Entzündung der Mandeln, wie sie zumeist bei Kindern auftritt kann es mittelfristig hilfreich sein, dieselben operativ zu entfernen. Diese Methode galt lange Zeit als probatestes Mittel der Behandlung und die Operation fand deshalb sehr häufig Anwendung. Heutzutage jedoch rät man grundsätzlich eher davon ab. Zwar kann das komplette Entfernen der Tonsillen in besonders schweren Fällen tatsächlich das einzige Mittel sein, dass eine angemessene Heilung garantiert, nichtsdestotrotz aber steht man dem leichtfertigen Entfernen der Rachenmandeln heutzutage eher kritisch gegenüber. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Mandelentzündungen mit zunehmendem Alter, aufgrund der der relativen Obsoleszenz der Mandeln nach Ende der Pubertät, stark abnehmen und somit kaum noch ein Problem darstellen. Es gilt hierbei allerdings sich einen fundierten fachlichen Rat einzuholen und von Einzelfall zu Einzelfall eine neue Entscheidung zu treffen. Ein generelles Rezept gibt es im Falle der Mandelentzündung nicht.

Rund 7,5% der Weltbevölkerung haben mit einem Leiden des Rachens oder des Halses zu kämpfen und circa 2% müssen einen Arzt aufgrund einer Tonsillitis aufsuchen. Hierbei gilt zusätzlich zu erwähnen, dass das vorliegende Leiden am häufigsten bei Kindern im Schulalter auftritt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Ansteckungsgefahr in der Schule, sprich im Klassenverband, besonders hoch ist. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass auch die Jahreszeit eine Rolle zu spielen scheint. So sind besonders der Herbst und der Winter gefüllt mit Fällen von Tonsillitis.

Etwa 40% aller Betroffenen erholen sich im Rahmen einer klassischen Schonfrist wieder – und dies sowohl mit als auch ohne Medikamente. Besagte Schonfrist kann zwischen drei Tagen und einer Woche dauern. In besonders schweren Fällen auch länger. Bei einer medikamentösen Behandlung ist davon auszugehen, dass die Krankheit nur minimal, sprich um Stunden, zu verkürzen ist. Darum sollte man auf jeden Fall darüber nachdenken, ob es das einem wert ist. Schließlich stellen Medikamente immer eine Belastung für den Organismus dar, die man nicht leichtfertig hinnehmen sollte.

Welche Ursachen gibt es?

Eine Mandelentzündung, die in der Regel bei einer Angina Tonsillaris auftritt, wird häufig durch Bakterien verursacht.

Dazu gehören unter anderem:

  • Streptokokken
  • Pneumokokken
  • Haemophilus Influenza
  • Staphylokokken

In seltenen Fällen entsteht die Mandelentzündung durch Viren. Leider sind Kinder und Jugendliche häufiger betroffen als Erwachsene. Hier sind speziell die Mandeln für die Bildung eines starken Immunsystems verantwortlich. Sind die Abwehrkräfte bereits angeschlagen oder geschwächt, ist das Risiko für eine Mandelentzündung außerordentlich hoch.

Sollte eine Mandelentzündung gehäuft auftreten, kann diese rasch chronisch werden. Die Entzündung entwickelt sich dann nicht normal zurück, da die Bakterien vermehrt tote Zellen an den Schleimhäuten ablagern. Mitunter ist es dann sinnvoll, die Mandeln entfernen zu lassen. Folgende Krankheiten können eine Mandelentzündung hervorrufen:

  • Angina Tonsillaris
  • Scharlach
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Diphterie
  • Chronische Mandelentzündung

Die Frage nach den allgemeinen Ursachen, die der Krankheit zugrunde liegen ist, ist aber im Falle der Mandelentzündung nicht von alleiniger Bedeutung. Es gilt hier ebenso zu fragen: „Warum gerade die Mandeln?“ – Tatsächlich sind die Mandeln oder Tonsillen als erste Linie der Verteidigung gegen oral eindringende Viren und Bakterien anzusehen. Sozusagen als verlängerter Arm des Immunsystems. Zumindest gilt dieser Umstand für die Dauer der Kindheit und der Jugend. Danach allerdings lässt die Schutzfunktion der Mandeln nach, weshalb es auch nicht allzu tragisch ist, wenn sich die Entfernung derselben nicht mehr verhindern lässt.

Darüber hinaus kommen, wie bereits erwähnt, Mandelentzündungen bei Erwachsenen vergleichsweise selten bis gar nicht vor. Auch dieser Umstand lässt sich auf die mit dem alter abnehmende Funktion derselben zurückführen. Insgesamt lässt das Risiko zu erkranken also mit zunehmendem Alter stark nach. Darum könnte auch das Alter der Betroffenen oder Gefährdeten als möglich Ursache anzusehen sein. Dennoch kann eine Tonsillitis auch Erwachsene treffen, gleichwohl viel seltener als Kinder und Jugendliche und zumeist nicht in derselben Stärke und Intensität.

Zusammenfassend also lässt sich erwähnen, dass einer Tonsillitis zumeist entweder eine bakterielle oder virale Infektion zugrunde liegt, wobei die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs des Leidens sehr stark vom jeweiligen Alter des betroffenen Individuums abhängig ist. Zwar gibt es grundsätzlich kein Alter, das einen gegen eine Mandelentzündung immun machen könnte, dennoch tendiert die Chance darauf, nach Abschluss der Pubertät an einer Mandelentzündung zu erkranken, eher gegen null. Dennoch sollte man sich aufgrund dessen nicht dazu verleiten lassen zu glauben, man sei gänzlich unangreifbar. Sollte man typische Symptome verspüren, so ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Dies gilt grundsätzlich für alle Altersklassen. Beispielsweise laufen gerade Eltern, die Kinder pflegen, die an einer Mandelentzündung leiden, sehr große Gefahr, sich ebenfalls anzustecken. Dabei muss eine Infektion mit den Viren nicht unbedingt immer zu einer Tonsillitis führen, sondern kann auch anderen Leiden des Halses oder des Rachens hervorrufen. Gesunder Menschenverstand und Vorsicht sind darum geboten.


Symptome & Anzeichen

Bei den Symptomen, die eine Mandelentzündung auslösen kann, gilt es klar zwischen typischen und seltenen zu unterscheiden. Unterlässt der behandelnde Arzt selbige Unterscheidung, so ist es durchaus möglich, dass es infolgedessen zu einer fehlerhaften Diagnose kommt. Dies gilt es natürlich zu vermeiden. darüber hinaus können sich die Symptome auch altersabhängig diversifizieren, kurzum heißt dass, das Kinder und Jugendliche von Erwachsenen abweichende Symptomatiken aufweisen.

Hierzu eine Übersicht:
Typische Symptome

  • Halsschmerzen
  • Gerötete und geschwollene Tonsillen (Mandeln)
  • Schluckbeschwerden oder Unfähigkeit zu schlucken
  • Erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kälteempfindungen oder Schüttelfrost
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Weiße, eitrige oder mit Eiter gefüllte Bläschen auf den Mandeln
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzen in den Ohren oder in den Schultern
  • Unfreiwilliger Verlust von Gewicht
  • Schmerzbedingte Schlafbeschwerden

Seltenere Symptome

  • Übelkeit
  • Schläfrigkeit
  • Schmerzen im Bereich des Magens oder des Abdomens
  • Erbrechen
  • Pelzig belegte Zunge
  • Halitosis (Mundgeruch)
  • Heiserkeit, Veränderungen in der Stimmlage
  • Trismus (Maulsperre, Kieferklemme)
  • Appetitlosigkeit
  • Angst davor zu ersticken (Hierbei handelt es sich aber eher um eine psychische Symptomatik)

Darüber hinaus kommt es im Verlauf einer Mandelentzündung nicht selten zur Bildung der sogenannten „Tonsillensteine“ (Tonsillolithe). Hierbei handelt es sich um eine verhärtete Ablagerung zusammengesetzt aus abgestorben Hautzellen, Bakterien und Speiseresten. Nicht selten sind selbige für stärksten Mundgeruch verantwortlich und sollten deshalb tunlichst zu entfernen. Selbige sind aber auch mit relativer Leichtigkeit vom Betroffenen selbst zu entfernen. Hierzu sind nämliche mit einem schmalen, länglichen Gegenstand, bspw. dem Stiel der Zahnbürste, sanft von der Schleimhaut zu stoßen und daraufhin auszuspucken. Ähnliche Effekte lassen sich darüber hinaus auch durch die Anwendung eines Holzspatel oder eines Wattestäbchens erreichen. Wer sich ein solches Vorgehen jedoch nicht selbst zutraut sollte schleunigst einen Arzt aufsuchen, um dem sozialen Stigma, das von Mundgeruch ausgeht, zu entgehen.

Alles in allem also sind die Symptome zwar nicht immer typisch, aber dennoch zumeist eindeutig zuzuordnen. Hierdurch kann es aber dennoch bisweilen zu Verwechslungen kommen. Insbesondere dann, wenn man von einem Arztbesuch absieht. Dies geschieht besonders dann häufig, wenn eine mehr oder weniger gehäuft auftretende, sprich eine chronische Entzündung vorliegt. Diese kann, muss aber nicht immer einer Tonsillitis entsprechen. Darum kann es vorkommen, dass besonders chronische Patienten eine gewöhnliche Halsentzündung für eine Mandelentzündung nehmen und darum nicht optimal darauf reagieren. Alles in allem aber sollte man anmerken, dass die gängigen Hausmittel gegen Mandelleiden ebenso gegen alle anderen Halsbeschwerden helfen, darum ist nicht allzu viel verloren, wenn man sich dieser bedient.

Zudem sind besonders Eltern von kleineren Kindern dazu aufgerufen, ihren Nachwuchs regelmäßig auf etwaig vorliegenden Symptome hin zu untersuchen. Stellt man eine Tonsillitis bereits im Anfangsstadium fest, so ist es ohne Weiteres möglich, den Verlauf derselben durch gezieltes Entgegenwirken merklich abzuschwächen. Dies sollte im Interesse der Eltern als auch der Kinder liegen.

Dennoch sollte man sich als Elternteil eines betroffenen Kindes sowie als Betroffener selbst immer vor Augen halten, dass es sich um eine relativ kurz andauernde Krankheit handelt. Selten muss man länger als eine Woche mit einer Tonsillitis kämpfen. Darum ist es nicht ratsam, gleich und überstürzt alle Geschütze aufzufahren und überproportional zu reagieren. Manchmal ist es schlicht am einfachsten, wenn man der Krankheit und somit den Symptomen ihren Lauf lässt und sich etwas zusammenreißt und nichts überinterpretiert.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Liegt ein Verdacht auf eine Mandelentzündung vor, diagnostiziert der Mediziner zumeist prompt anhand der typischen oben genannten Beschwerden und Symptome. Um eine akute Mandelentzündung zu bewerten, schaut der Arzt zunächst in den Mund des Patienten.

Sind die Gaumenmandeln gerötet sowie geschwollen und haben eine eiterbelegte Oberfläche, ist von einer akuten Mandelentzündung auszugehen. Darüber hinaus tastet der Arzt den Hals ab. Führt das zu Schmerzen im Bereich der geschwollenen Lymphknoten, ist das ein weiterer Hinweis auf eine mögliche Entzündung der Mandeln. Oftmals sind zusätzlich die Gaumenbögen gerötet und die Zunge ist darüber hinaus auch noch belegt.

Neben der Blickdiagnose kann unter Umständen eine Blutuntersuchung erforderlich sein. Ferner ist der Rachenabstrich eine weitere Maßnahme, um möglichst genau zu diagnostizieren. Er kommt bei Verdacht auf eine chronische Mandelentzündung zum Einsatz und sorgt für die Bestimmung des verantwortlichen Erregers.

Eine akute Mandelentzündung hat durchaus eine gute Prognose. Bei entsprechender Therapie heilt sie in etwa ein bis zwei Wochen aus, ohne Komplikationen zu verursachen. Eine chronische Mandelentzündung hingegen bleibt bestehen. Die Beschwerden verbessern sich, wenn man die Gaumenmandeln entfernt.

Hierzu eine bildliche Darstellung entzündeter sowie gesunder Mandeln im direkten Vergleich zueinander:
Mandelentzündung darstellung

Hierzu eine kurze Übersicht über das ärztliche Vorgehen bei einer Mandelentzündung:

  • Lichtgestützte Untersuchung des Rachens, der Ohren und der Nase
  • Untersuchung ob ggf. eine zusätzliche Scharlach-Erkrankung (Scarlatina) vorliegt
  • Abtasten nach geschwollenen Lymphknoten im Bereich des Halses
  • Abhören der Atemgeräusche mittels eines Stethoskops
  • Untersuchung einer etwaigen Vergrößerung der Niere(n) – Dies kann ebenso ein Symptom einer Tonsillitis sein
  • Abstrich aus dem Halsbereich – Dieser gibt, wie bereits erwähnt, wichtige Auskünfte über die genauen Erreger, die für die Krankheit verantwortlich zu machen sind und helfen somit, die richtige Form der Therapie zu eruieren
  • Großes Blutbild – Auch dieses kann dabei behilflich sein, die genauen Ursachen und Auslöser der vorliegenden Krankheit zu determinieren.

Krankheitsverlauf

In der Regel verläuft eine Tonsillitis nicht tödlich oder stellt ein allzu großes Risiko für den Betroffenen dar. Nichtsdestoweniger ist diese Krankheit sehr schmerzhaft und unangenehm und verursacht für die Dauer ihres Bestehens großes Leid bei den Betroffenen, das von Schlafdeprivation (Schlafmangel) bis hin zu allgemeinem Unwohlsein alles beinhalten kann.

Dennoch sollte man nicht vom schlimmsten ausgehen. Eine Mandelentzündung ist in den meisten Fällen nach einigen Wochen ausgestanden und vollkommen abgeheilt. Gleichwohl ist es bisweilen möglich, dass die Stimme des Genesenen noch einige Zeit länger braucht, um sich zu erholen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Infektion nur mittels eines chirurgischen Eingriffes Abhilfe zu leisten war. Aber auch in diesen Fällen ist mit keinen nennenswerten Komplikationen zu rechnen und der Verlauf bleibt zumeist typisch.

Eine unbehandelte Tonsillitis hingegen kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Hierzu gehören teilweiser oder vollständiger Stimmverlust, sowie chronische Schluckbeschwerden und Nierenschäden. Es kommt aber in unseren Breiten so gut wie niemals dazu, dass eine Mandelentzündung vollkommen unbehandelt bleibt. Darum sind auch die gerade erwähnten Szenarien nur überaus selten anzutreffen.

Alles in allem also sollte man sicherlich einen Arzt konsultieren, insbesondere dann, wenn als Elternteil der eigene Nachwuchs betroffen ist. Dennoch gilt es, die Sache nicht zu übertreiben und ruhig zu bleiben. Eine Tonsillitis ist kein Weltuntergang und auch in aller Regel kein Grund für größere Besorgnis. Dennoch sollte man das vorliegende Leiden nicht auf die leichte Schulter nehmen – es gilt an dieser Stelle, einen gesunden Mittelweg zu finden. Auch die übertriebene Gabe von Medikamenten kann des Verlauf der Krankheit nur sehr wenig beeinflussen. Tatsächlich handelt es sich oftmals nur um wenige Stunden, um die man die Erkrankung abkürzt. Es ist darum nicht immer grundsätzlich ratsam, wegen einer Mandelentzündung, die nicht chronischer Natur ist, gleich die komplette Bandbreite potentieller Medikamente einzusetzen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Eine akute Mandelentzündung ist hoch ansteckend. Sie überträgt sich teils sehr plötzlich und unvorhersehbar durch die sog. Tröpfcheninfektion (ergo durch Husten und / oder Niesen). Bei Menschen, die sich angesteckt haben, beträgt die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen Ansteckung mit dem Erreger und dem Ausbruch der daraus resultierenden Krankheit, zwei bis vier Tage. In seltenen Fällen reicht dem Erreger aber auch schon ein Tag aus.

Ein sofortiger Arztbesuch ist daher unumgänglich. Erst ungefähr 24 Stunden nach einer Behandlung mit Antibiotika besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Aufgrund der relativen Häufigkeit, die durch die hohe Ansteckungsgefahr zustande kommt, sind Gruppeneinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen zu meiden.

Des Weiteren sind, wie bereits erwähnt, primär Kinder und Jugendliche betroffen, wohingegen es erwachsene Personen nur sehr selten erwischt. Eine exakte statistische Zahl ist kaum bis gar nicht zu erheben, dies liegt zum einen an der Häufigkeit der Krankheit und zum anderen daran, dass die Behandlung nicht in allen Fällen schulmedizinischer Natur sein muss und somit nur schwerlich im Rahmen einer Studie zu erfassen ist. Alternativmedizinisch behandelte Krankheiten fallen zumeist bei solchen statistischen Erhebung hinten ab. Das verzerrt das Bild immens stark.

Des Weiteren lässt sich auch keine lokale Häufung dieses Phänomens nachweisen. Die Tonsillitis kommt weltweit etwa in gleichwertig großen Verteilungen vor. Allerdings sollte man zusätzlich erwähnen, dass sie in kälteren Gebieten grundsätzlich häufiger anzutreffen ist, als in wärmeren. Ähnlich geht es jedoch mit allen Erkrankungen des Halses vor sich. Grob zusammengefasst lässt sich jedoch durchaus bemerken, dass es etwa 70 bis 90 Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens Opfer einer Mandelentzündung sind. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei aber um eher einmalige Phänomene. Eine chronische Tonsillitis stellt sich dagegen nur eher selten ein.

Alles in allem muss also jeder Mensch im Laufe seines Lebens, gleichwohl wo er nun leben mag, damit rechnen, dass er früher oder später an einer Tonsillitis erkrankt.

Diagnosedaten

Wie bereits erwähnt, ist die korrekte und gewissenhafte Auswertung der aus der Diagnose gewonnenen Daten von äußerster Wichtigkeit, um fehlerhaften Diagnosen und somit ebenso fehlerhaften Behandlungen vorzubeugen. Glücklicherweise ist es recht selten, dass man selbige Daten falsch interpretiert und somit ebenso selten, dass es zu Fehldiagnosen kommt.

In seltenen Fällen ist es möglich, dass eine Mandelentzündung nicht also solche erkennbar ist, da sämtliche gezeigte Symptome in eine andere Richtung deuten. Früher sprach man in einem solchen Fall von einer „atypischen Tonsillitis“. Durch solche können Arzt und Patient leicht in Verwirrung geraten und darum falsche Schlüsse ziehen, die ggf. zu einer falsch konzipierten Therapie führen können. Ansonsten sind Diagnosen in aller Regel sehr eindeutig und schnell gestellt, wodurch sich eine schnelle und zielgerichtete Behandlung ermöglicht.

Die Auswertung der aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind bei der Planung der Behandlung von Erkrankungen mit Diabetes enorm wichtig. Sie geben nicht nur unverzichtbare Hinweise auf den Ursprung der Erkrankung, sondern liefern dem zuständigen Mediziner darüber hinaus Erkenntnisse, anhand derer er seine Therapie auszurichten imstande ist. Dies erfordert einen gewissenhaften Umgang mit den genommenen Proben, sowohl seitens des Arztes, als auch der Laboranten. Auch sollte nämliche gesondert darauf achten, inwieweit möglicherweise ein Übergewicht, bzw. eine mangelhafte Ernährung vorliegen.

Im Grunde ist es sehr leicht, eine Mandelentzündung festzustellen. Die sich zeigenden Symptome sind oftmals relativ spezifisch und lassen sich auf nicht viele andere Erkrankungen ummünzen. Insbesondere das Vorhandensein geschwollener Mandeln gilt einem als Indikator für das Vorliegen dieses Leidens. Darum ist es nicht nur für das betroffene Individuum selbst, sondern auch für den behandelnden Arzt relativ problemlos möglich, die vorliegenden Krankheit zu diagnostizieren – dennoch sollte man im Rahmen einer Diagnose nicht auf klinische Tests verzichten.

Zumeist zieht sich der Prozess der Diagnosestellung nicht sehr lange hin und allzu viele Tests sind auch nicht erforderlich, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen. Dieser Umstand ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass es sich, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, bei einer Tonsillitis um eine Erkrankung handelt, die von anderen Erkrankungen vergleichsweise einfach abzugrenzen ist. Dennoch kann es sehr empfehlenswert sein, bei Unsicherheiten nachzufragen und den Arzt auch gezielt auf die Possibilitäten anzusprechen, ob es sich bei dem vorliegenden Leiden nicht doch um eine Mandelentzündung handeln könnte.

Alles in allem aber ist auch bei der Diagnose dieser Krankheit auf die moderne Schulmedizin Verlass. Dasselbe gilt natürlich auch für die gewissenhafte Auswertung der diagnostischen Daten. Die heutigen wissenschaftlichen Methoden sind nicht nur sehr genau, sondern auch sehr effektiv und sorgen damit in aller Regel dafür, dass die Krankheit schnell zu erkennen und also ebenso schnell und zielgerichtet in Angriff zu nehmen ist. Man tut also gut daran, sich in diesem Falle der modernen Schulmedizin zuzuwenden, wenn man auf Nummer sicher gehen will – sicherlich sind auch ganzheitliche Verfahren zwecks einer Behandlung angemessene Arten der Behandlung, nicht aber zu diagnostischen Zwecken. Diese Diagnose sollte man, wie in beinahe allen Fällen, besser einem studierten Mediziner überlassen.


Komplikationen bei der Krankheit

Im Normalfall heilt eine behandelte Mandelentzündung kurzerhand wieder aus. Bleibt die Krankheit jedoch unentdeckt oder verschleppt sie sich, steigt das Risiko, dass die Mandelentzündung immer wieder aufkeimt und somit chronisch wird.

Herdinfektionen: Sind die Mandeln chronisch entzündet, stellen sie einen anhaltenden Infektionsherd im Körper dar. Dadurch können sie der Ausgangspunkt für zahlreiche schwerwiegende Folgeerkrankungen sein.

Wenn sich die Streptokokken im Körper ausbreiten, führt das unter Umständen zu folgenden Komplikationen:

  • Rheumatisches Fieber
  • Nierenentzündung
  • Herzentzündung
  • Gelenkentzündung

Dadurch können ebenfalls bleibende Schäden an betroffenen Organen entstehen, beispielsweise ein Herzklappenfehler. Diese Komplikationen sind zu verhindern, indem man den Entzündungsherd operativ entfernt.

Eine weitere Komplikation ist die Abszess-Bildung. Wenn sich die Entzündung in das umliegende Gewebe ausbreitet und sich dort eine Eiteransammlung bildet, spicht man von einem Peritonsillar-Abszess. Hierbei kommt es einige Tage nach der akuten Mandelentzündung zu einem neuen Fieberanstieg mit einseitigen Schluckbeschwerden. Stiche im Ohr und eine behinderte Mundöffnung kommen ebenso häufig dazu. Der Abszess ragt zumeist sichtbar in die Mundhöhle hinein. Darüber hinaus ist das Gaumenzäpfchen geschwollen und zur Seite gewölbt.

Im schlimmsten Fall kommt es hierdurch zu einer lebensgefährlichen Sepsis. Diese bezeichnet man auch als Blutvergiftung. Die Bakterien verteilen sich über verschiedene Wege im ganzen Körper. Eine Sepsis ist sofort intensiv-medizinisch zu betreuen oder man läuft größte Gefahr, dass sie tödlich für den Betroffenen endet.

Alles in allem also sei noch einmal zusammenfassend erwähnt, dass die zu erwartenden Komplikationen eher geringfügiger Natur sind und man kaum fürchten muss, von seiner Tonsillitis Langzeitschäden davonzutragen – gleichwohl diese durchaus auftreten können. Des Weiteren ist damit zu rechnen, dass man als Erkrankter zunächst hochgradig ansteckend ist. Darum kann es sehr nützlich sein, sich von anderen Menschen fernzuhalten, solange das Leiden anwährt. Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, ihre erkrankten Kindern von nicht erkrankten Kindern fernzuhalten, bis diese nicht mehr ansteckend sind. Alles andere wäre seinem eigenen Nachwuchs und dem Nachwuchs anderer Leute gegenüber hochgradig verantwortungslos.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Betroffene den Verdacht auf eine akute Mandelentzündung haben, sollten sie möglichst schnell einen Arzt kontaktieren. Dieser kann direkt begutachten, ob es sich um eine akute oder chronische Mandelentzündung handelt. Nur so kann der Mediziner eine geeignete Therapie festlegen, sodass die Entzündung einen guten Verlauf nimmt.

Bei Kindern ist besonders auf folgende Punkte zu achten:

  • Eine rauhe und entzündete Kehle sowie Halsschmerzen, die nicht nach 24 bis 48 Stundne nicht von alleine verschwinden
  • Schluckbeschwerden oder Unfähigkeit zu schlucken
  • Schwächung des Körpers oder des Geistes, Schläfrigkeit und / oder Verwirrung

Darüber hinaus sollte man bei folgenden Symptomen sofort und ohne zu zögern einen Krankenwagen verständigen:

  • Beschwerden bei der Atmung
  • Absolute Unfähigkeit Nahrung oder Flüssigkeit aufzunehmen
  • Sabbern oder erhöhter und unkontrollierter Speichelfluss

Darüber hinaus sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, wenn man vermutet, dass man an einer Mandelentzündung leiden könnte oder eines oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist. Dasselbe gilt für Eltern, deren Kinder besagte Symptome aufweisen. Je früher eine Tonsillitis erkannt wird, desto besser ist sie in den Griff zu bekommen und desto weniger Folgeschäden sind zu erwarten.

Nicht zuletzt deswegen bietet es sich an, auch schon kleinsten Verdachtsmomenten nachzugehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Auch sollte man es nicht vernachlässigen regelmäßig zum Arzt zu gehen, nachdem man bereits eine chronische Tonsillitis festgestellt hat. Es handelt sich bei diesem Leiden zwar nicht um eine sehr behandlungsintensive Krankheit, aber dennoch ist es förderlich, wenn man sich bemüht, ihr Herr zu werden und sie nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig verdächtige Verhaltensmuster ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Gerade weil Kleinkinder besonders häufig an einer Mandelentzündung leiden. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer Mandelentzündung hängt vom Verlauf der Beschwerden ab. Sind Menschen von einer akuten Mandelentzündung betroffen, erhalten sie vom Arzt zunächst schmerz- und fiebersenkende Medikamente. Die effektivsten Wirkstoffe sind Paracetamol und Ibuprofen.

Zudem sollten Betroffene bei einer Mandelentzündung Nahrungsmittel zu sich nehmen, die weich und nicht stark gewürzt sind. Kalte Getränke und Eis hingegen lindern die Schluckbeschwerden. Für Patienten ist es ratsam, möglichst viel zu trinken und dabei auf Fruchtsäfte zu verzichten. Die Säure reizt die Mandeln zusätzlich. Wenn Leidende Rauchen, sollten sie während der Mandelentzündung davon absehen, da es die Symptome verschlechtert.

Ist die Mandelentzündung akut oder tritt gehäuft auf, verordnet der Arzt ein Antibiotikum – meistens Penicillin. Durch das Antibiotikum wird der Heilungsverlauf beschleunigt.

Allerdings wird nicht verhindert, dass sich die Beschwerden verschlimmern. Es kann sogar sein, dass sich die eitrige Mandelentzündung zu einer Eiteransammlung weiter entwickelt.

Wenn eine eitrige Mandelentzündung nicht rechtzeitig mit einer geeigneten Therapie behandelt wird oder das Antibiotikum nicht wirkt, kann eine Eiteransammlung entstehen. Wird das Antibiotikum frühzeitig eingenommen, bilden sich selten Folgeerkrankungen an Herz oder Nieren.

Klassischerweise gehen viele Menschen noch immer davon aus, dass das Allheilmittel gegen eine Mandelentzündung sei, dieselben einfach herauszuoperieren. Dem ist allerdings nach neuestem Erkenntnisstand nicht so. Noch vor einigen wenigen Jahren war man deutlich unbefangener was dieses Thema anging und der behandelnde Arzt riet in beinahe 90% der Fälle dazu, die Tonsillen schlicht operativ zu entfernen. Heutzutage versucht man, dem Leiden eher auf konservative Art und Weise, sprich mittels Medikamente, Herr zu werden. Die Gründe hierfür sind vielerlei. Der wichtigste wohl wird der sein, dass eine Operation, gleichwohl wie routinemäßig und geringfügig sie scheinen mag, immer eine immense Belastung für den Organismus darstellt, insbesondere wenn es sich bei dem Erkrankten um ein Kind handelt.

Nichtsdestotrotz findet das Mittel der operativen Entfernung der Mandeln auch heutzutage immer noch Einsatz. Besonders dann, wenn es sich um ein chronisches Leiden handelt, das in besonders hoher Frequenz auftritt. Man sollte also von dem klassischen Bild einer Operation und danach zu Heilungszwecken eingesetzter Eiskrem abkommen. Dieses Behandlungsmuster gehört der Vergangenheit an.

Zusammenfassend lässt sich also bemerken, dass man heutzutage primär versucht, eine Mandelentzündung medikamentös zu richten, wenn überhaupt. Denn oftmals ist selbst die Gabe von Medikamenten nicht notwendig, da sie nur einen geringfügigen Einfluss auf den Heilungsprozess zu leisten imstande sind und somit eine unnötige Belastung für den Körper und den Organismus des Betroffenen darstellen. Dennoch ist hierbei natürlich immer auf die Meinung des Arztes zu achten und man sollte jeden Fall individuell beurteilen lassen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Mandelentzündung somit so gering wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einer Mandelentzündung vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Nikotinverzicht

Man sollte also stets bedenken, dass eine Mandelentzündung jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Dennoch sinkt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung mit zunehmendem Alter stark ab.

Da hauptsächlich Kinder betroffenen sind, ist es darüber hinaus ratsam, diese nicht allzu steril aufwachsen zu lassen. Der Trend dazu, alles möglichst antibakteriell zu halten ist für das Immunsystem ein Graus. Denn gerade Kinder, die in einer mehr oder weniger sterilen Umgebung aufwachsen, verfügen zumeist nicht über ausreichende Abwehrkräfte. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, da sie niemals in Berührung mit vielen Erregern gekommen sind. Hierdurch verlauf viele Krankheiten, die imgrunde sehr leicht sind, sehr schwer und bereiten den Kindern unnötige Unannehmlichkeiten. Darum sind Eltern generell dazu aufgerufen, ihre Kinder nicht in einer allzu sterilen Umgebung aufwachsen zu lassen. Hierdurch hilft man niemandem weiter. Es ist sehr förderlich, den eigenen Nachwuchs einfach mal im Dreck oder auf dem Boden spielen zu lassen.

Auf diese Art und Weise lassen sich nicht nur sehr viele Allergien vermeiden, sondern es lassen sich auch starke Immunsysteme erzeugen, die später hilfreich dabei sein können, gegenüber sehr vielen Krankheiten vorzubeugen. Darunter fällt auch die Tonsillitis, sprich die Mandelentzündung.

Darüber hinaus könnte man es als Präventivmaßnahme interpretieren, wenn man sich selbst oder seinen Nachwuchs von Betroffenen fernhält, solange diese sich noch in der akuten Phase der Krankheit befinden. Die Ansteckungsgefahr ist in direktem Kontakt mit diesen Menschen oftmals extrem hoch und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Etwas gesunder Menschenverstand ist also durchaus angebracht.


Prognose zur Heilung

Die Prognosen für Mandelentzündungen sind allgemein hin sehr gut. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von etwa von einer bis drei Woche lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in die Schule nicht überstürzt. Denn gerade das ist wichtig. Viele Menschen nehmen nicht genügend Zeit, um von ihrem Leiden zu genesen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen. Nicht zuletzt deswegen ist jedem zu raten, die Krankheit komplett auszukurieren und nicht überstürzt in den Alltag zurückzukehren.

Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle aufgerufen. Sicherlich mag die Gefahr bestehen, dass die Kinder einiges an Lehrstoff in der Schule versäumen, dieser kann aber nachgeholt werden. Die Gesundheit des Kindes sollte hier klar an erster Stelle stehen. Zudem ist es auch andern Kindern und somit anderen Eltern gegenüber unverantwortlich, den eigenen Nachwuchs zu früh in den Kindergarten oder in die Schule zurückzubringen. Man sollte nämlich stets bedenken, dass Betroffene hochgradig ansteckend sein können. Somit setzt man die anderen Kinder des Klassenverbands der Gefahr aus, ebenfalls an einer Tonsillitis zu erkranken. Ein Risiko, dass niemand in Kauf nehmen sollte.

Selbst wenn sich die oben bereits erwähnten Abszesse oder Tonsillensteine bilden, sieht die Prognose noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Insbesondere die Tonsillensteine müssen oftmals einzeln entfernt werden. Nichts selten bedient man sich hierbei der Hilfe eines Zahnarztes. Aber auch Allgemeinmediziner können sich dieser Aufgabe annehmen. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen, selbst bei einer hochfrequenten chronischen Tonsillitis kann einem sehr schnell und effektiv geholfen werden. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Die Tonsillitis und ihre Begleiter

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der Tonsillitis, sprich bei der Mandelentzündung, um ein eher mild verlaufendes Leiden. Man muss sich also nicht allzu viele Gedanken machen, wenn man selbst oder der Nachwuchs an dieser Krankheit leidet. Dennoch kann es geschehen, dass sich im Rahmen des vorliegenden Leidens gewisse Nebenerscheinungen einstellen, die einen weitaus größeren negativen Einfluss auf den Organismus haben können, als die Krankheit selbst. Diese zeigen sich allerdings zumeist nur in sehr starken Fällen oder bei einer chronischen Unterversorgung des Krankheit. Nicht zuletzt darum ist es immer ratsam, einen Mediziner zu rate zu ziehen, um diesen Nebenerscheinungen zu entgehen. Diese können unter anderem sein:

  • Blutvergiftung (Spepsis): In Deutschland sind jährlich mehr als 150.000 Menschen von einer Blutvergiftung (Sepsis) betroffen. Nahezu bei der Hälfte der Patienten hat diese den Tod zur Folge. Verursacher sind Krankheitserreger oder auch deren Giftstoffe, welche in den Blutkreislauf gelangen konnten. Sind Organe davon befallen, werden diese vom körpereigenen Organismus bekämpft, d.h. das Immunsystem schaltet sich ein. Dies bringt beispielsweise Blässe, Fieber, eine vermehrte Produktion von weißen Blutkörperchen sowie eine gesteigerte Atmung und Herzfrequenz mit sich. Dass im Körper eines jeden Menschen Bakterien, Pilze und Viren vorhanden sein können, ist allgemein bekannt.In der Regel schafft es das Abwehrsystem von Haut und Darm ganz allein, diese nicht zur Gefahr werden zu lassen. Anders sieht es bei einem Angriff der Erreger sowie deren Gifte aus. Sie attackieren den Körper und machen den Versuch, ins Blutsystem einzudringen. Sodann bemüht sich unser Immunsystem die Angreifer zu lokalisieren. Ist es nicht stark genug, können diese in wichtige Organe gelangen. Im schlimmsten Fall gehen sie ins Blut über.

    Der Befall von Erregern löst eine Entzündungsreaktion aus. Die weißen Blutkörperchen machen sich auf dem Weg zum betroffenen Ort. Gleichzeitig erfolgt eine Freisetzung von Botenstoffen (Zytokine), welche die Steuerung der Verteidigung übernehmen und für die Aktivierung weiterer Abwehrzellen sorgen. Leider besteht dabei die Möglichkeit, dass nicht nur die Krankheitserreger angegriffen werden. So kann eine Schädigung der Zellen sowie Störung des Blutkreislaufes im Gewebe eintreten, ein Sauerstoffmangel entstehen und sogar Flüssigkeit austreten. Fällt der Blutdruck dabei ab, verstärkt das Herz seine Pumpleistung, um wieder mehr Blut in den Körper zu leiten. In diesem Fall vermindert sich die Durchblutung der weiteren Organe und ein Zusammenbrechen der Sauerstoff- sowie Nährstoff-Versorgung ist die Folge.

    Die Bekämpfung einer Blutvergiftung bezieht sich am Ende nicht nur auf die Krankheitserreger, sondern insbesondere gegen die Zeit. Zu spät erkannte oder unbehandelte Sepsen führen in vielen Fällen zum Tode.

  • Kieferschäden (Craniomandibuläre Dysfunktion): Ganz vereinfacht ausgedrückt, handelt es bei diesem Gebrechen um eine Fehlstellung des Kiefergelenkes oder eine signifikante Schwächung der Kiefermuskulatur. Dabei muss die Craniomandibuläre Dysfunktion nicht zwingend von Schmerzen begleitet sein und ist nicht zuletzt darum bisweilen schwer oder gar nicht festzustellen.Darüber hinaus versteht man unter der vorliegenden Erkrankung weniger eine einzelne Krankheit, als vielmehr einen Sammelbegriff. Die Ursachen einer solchen Dysfunktion können nämlich vielerlei Natur sein und nicht als aus einem einzigen Befund entspringend zu betrachten. Das erschwert nicht nur die Diagnose, sondern auch die entsprechende Behandlung. Dementsprechend sind auch die Heilungschance eher durchwachsen, wenngleich eine vollständige Heilung durchaus im Rahmen des Möglichen liegt.

    Darüber hinaus handelt es sich bei etwaig auftretenden Symptomen zumeist um eher temporäre Phänomene und sie lassen häufig auch ohne Eingreifen durch einen dafür zuständigen Mediziner nach. Bei chronischen Verläufen sollte man dennoch den Gang zum Arzt nicht scheuen oder das Leiden bei einer Routineuntersuchung zur Sprache bringen, selbst wenn es kurrent nicht in Erscheinung tritt.

    Früher bezeichnete man die Craniomandibuläre Dysfunktion auch als sog. „Costen Syndrom“. Dieser Habitus gilt jedoch als veraltet, da das Costen Syndrom per Definition nur einen geringen Teil der etwaigen Anzeichen und Ausprägungen der Craniomandibuläre Dysfunktion abdeckte. Daher bedient man sich heute der anderen Bezeichnung.

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Wenn der Hals kratzt und schmerzt, ist das sehr unangenehm und störend. Oft handelt es sich um eine Kehlkopfentzündung, die aufgrund einer Virusinfektion entsteht.Der Kehlkopf ist täglich im Einsatz, da er wichtig für das Sprechen und die Lautbildung ist. Dementsprechend wird er strapaziert und ist so anfällig für das Eindringen von Viren. Besonders im Herbst und Winter bei kühlem, nassem Wetter, wenn Erkältungen und Grippeviren Hochkonjunktur haben, bekommen viele Menschen eine Kehlkopfentzündung.

    Üblicherweise ist eine Laryngitis, so der medizinische Fachausdruck, innerhalb weniger Tage folgenlos überstanden. Nur in schweren Ausnahmefällen kann es durch ein Anschwellen des Kehlkopfs zu Atemnot kommen.

    Üblicherweise schmerzen bei einer Kehlkopfentzündung die Stimmbänder, die entzündet und angeschwollen sind.

    Kehlkopfentzündungen können sowohl akut als auch chronisch auftreten. In jedem Fall kann man die Ursachen dieser Erkrankung meist nicht behandeln, sondern nur die Symptome lindern. Glücklicherweise zählt Laryngitis zu den „harmloseren“ Erkrankungen, die in den allermeisten Fällen keinerlei Folgeschäden haben und sich gut behandeln lassen. Manche Kehlkopfentzündung wird chronisch aufgrund organischer Probleme wie dem Rückfluss von Magensäure in den Rachen und die Speiseröhre, wodurch der Rachenraum konstant gereizt wird. Diese Entzündung nennt man refluxbedingte Laryngitis.

    Bei Kindern äußert sich eine Kehlkopfentzündung oft als bellender Husten, dem sogenannten Pseudo-Krupp. Da Kinder durch Hustenanfälle schnell panisch reagieren, kann es bei ihnen zu Atemnot kommen. In diesem Fall sollte man sie beruhigen und sie an die frische Luft bringen, wo sie sich normalerweise schnell erholen.

    Eine Laryngitis äußert sich in diversen Symptomen, die sich gut behandeln lassen. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Kehldeckelentzündung kommen, die wesentlich gravierender ist als eine Laryngitis.

  • Nierenbeckenentzündung: Die akute Nierenbeckenentzündung bezeichnet eine Entzündung des Nierenbeckens und des Nierengewebes, die im akuten Stadium meist durch das Kolibakterium ausgelöst wird. Obwohl das Kolibakterium eigentlich ein harmloser Bestandteil der Darmflora ist, kann es im Harnsystem zu schmerzhaften Entzündungen führen. Folgen sind im Bereich der Nieren plötzlich auftretendes Fieber und Schüttelfrost, Flankenschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen. Blut im Urin gilt dabei als mögliche Begleiterscheinung.Neben dem akuten Verlauf ist auch die chronische, nichtbakterielle Nierenbeckenentzündung bekannt, die im Erscheinungsbild deutlich diffuser ist. So stehen symptomatisch Kopfschmerz, dumpfe Rückenschmerzen oder eine ungewollte Gewichtsabnahme im Vordergrund. Phasenweise können allerdings auch die Symptome einer akuten Nierenbeckenentzündung auftreten, die durch eine bakterielle Neuinfektion ausgelöst werden. Insgesamt hat die chronische Nierenbeckenentzündung dadurch ein erhöhtes Gefahrenpotenzial, da sie durch den schleichenden Prozess zu einer Schädigung des Nierengewebes führt, das schlimmstenfalls in einem Nierenversagen endet. Diagnostisch auffällig sind narbige, verkleinerte Nieren mit Funktionseinschränkungen. Als weitere Komplikation die Verbreitung des Erregers in den gesamten Organismus, die über das Eindringen in den Blutkreislauf stattfindet, ist bei einer chronischen Nierenbeckenentzündung möglich.

Alternative Behandlungsmethoden

Einige alternative Verfahren brachten zudem ebenso gute Ergebnisse zustande:

  • Ausgiebige Ruhe: Jede Erkrankung erhöht den Stresspegel im Betroffenen. Gerade während einer Schwächung durch eine Krankheit jedoch, profitiert der Körper am meisten davon, wenn man ihm und sich einfach mal eine Auszeit gönnt. Hierdurch beschleunigt sich nicht nur der Prozess der Heilung selbst, auch die Kräfte zur Selbstheilung des Körpers gewinnen an Stärke und somit an Durchschlagskraft. Davon profitiert jeder Erkrankte. Es ist also wichtig darauf zu achten, dass man ausreichend Schlaf bekommt. Mindestens sieben bis neun Stunden pro Nacht und mehrere kurze Schlummer über den Tag verteilt. Auch sportliche Aktivitäten sind einzuschränken oder besser noch ganz zu unterlassen. Jede Art von Stress sowie jede Art von belastung entzieht dem Körper Energie, die er braucht, um sich selbst zu heilen.
  • Ganzheitliche Heilverfahren: Hierzu gehören zum einen die bereits genannten Hausmittel, zum anderen aber auch Behandlungen aus der traditionellen chinesischen Medizin (tcm), dem aus Indien stammenden Ayurveda sowie ergänzende Therapien aus der europäischen Heilpraktik.
  • Stärkung des Immunsystems: Eine Mandelentzündung ist nicht selten ein Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem, daher sind Übungen und Verfahren, die versuchen nämliches zu stärken jedem wärmstens ans Herz zu legen. Darunter fallen nicht nur an einer Mandelentzündung erkrankte, sondern alle Menschen. Ein gutes Immunsystem bedeutet allgemein weniger Krankheiten und wer ist schon gerne Krank.

Typische alternative Behandlungen können unter anderem sein:

  • Gurgeln
  • Inhalation von Dampf
  • Saunieren
  • Gesunde Ernährung
  • Pflanzliche Präparate
  • Honigkuren
  • Liegekuren
  • Aromatherapien
  • Spezielle Massagen des Halsbereiches
  • Gezieltes Wärmen (Kompressen, Dinkelkissen, Kirschkernkissen, Rotlicht usw.)
  • Besprechen
  • Handauflegen
  • Genuss von speziellen Tees
  • Kuraufenthalt in Nähe vom Meer

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel sollten in dem Fall nur zur Begleitung der schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden. Wickel sind dabei äußerst effektiv und rasch einsetzbar. Als Zusatz lässt sich Quark, Salz, Heilerde oder Zitronen verwenden. Für das Innentuch ist ein weiches Tuch aus Baumwolle empfehlenswert. Darüber hinaus werden ein weiteres Baumwolltuch und ein Woll- oder Seidentuch benötigt. Bei jedem Wickel sollte die dünnste Seite auf die Haut gelegt werden – Wirbelsäule bitte aussparen.

  • Ein Wickel mit Salz wirkt entzündungshemmend. Betroffene können selbst entscheiden, ob sie lieber kaltes oder warmes Wasser verwenden. Empfohlen sind etwa 30 g Himalaya-Salz oder Meersalz auf einem Liter Wasser. Darin wird ein Küchentuch getränkt, das für eine halbe Stunde auf den Hals gelegt wird. Im Anschluss ist es vorteilhaft, den Hals mit einem trockenen Tuch zu schützen.
  • Altbewährt ist ebenfalls das Gurgeln. Dabei gibt es zahlreiche Gurgellösungen, die den Mund-Rachenbereich desinfizieren. Auch, wenn es nicht jeder mag, Gurgeln ist ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Mandelentzündungen. Am bekanntesten ist das Gurgeln mit Salbei. Es ist ein uraltes Hausmittel aber immer noch effektiv. Zum Kochen wird ein Salbeitee aus frischen oder getrockneten Salbeiblättern verwendet. Der Tee sollte ein wenig abkühlen, bevor man damit gurgelt.
  • Gute Erfolge erzielen Betroffene auch mit einer Gurgellösung aus Himalaya-Salz oder Meersalz. Das Salz sollte mit 100 ml lauwarmem Wasser vermischt werden und kann mehrmals täglich gegurgelt werden. Der Salzgeschmack ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings verfügt Salz über eine ganz besondere Heilwirkung.
  • Betroffene, die Salz absolut nicht mögen, können es gerne mit Teebaumöl probieren. Dafür werden drei Tropfen davon ins lauwarme Wasser gegeben. Dieser Geschmack ist ebenso etwas befremdlich, jedoch zeigt das Gurgeln mit Teebaumöl eine durchaus überzeugende Wirkung.
  • Ein weiteres alt bewährtes Hausmittel ist Myrrhe. Eine Myrrhetinktur leistet positive Dienste bei Halsschmerzen, Mandelentzündungen oder Aphten. Hierfür werden fünf Tropfen auf ein Glas Wasser zum Gurgeln verwendet.
  • Apfelessig – das Allround-Hausmittel unterstützt ebenso bei einer Mandelentzündung. In Kombination mit Honig ist er zum Gurgeln bestens geeignet. Für die Anwendung wird ein Esslöffel Apfelessig mit einem Teelöffel Honig in einem Glas lauwarmem Wasser vermischt. Der Honig reduziert den bissigen Essiggeschmack und hat zudem eine heilende Wirkung.
  • Gleichermaßen ist Aloe vera nützlich bei einer Mandelentzündung. Insbesondere die Blätter des Aloe vera Strauches enthalten viele gesundheitsfördernde Stoffe. Zu den wichtigsten gehört das Polysaccharid Acemannan. Es stärkt das Immunsystem und bekämpft Viren, Parasiten und Bakterien. Aloe vera Saft verfügt über eine gelartige Substanz, die sich schützend auf die Schleimhäute legt. Wenn Betroffene erste Anzeichen einer Mandelentzündung bemerken, sollten sie stündlich mit Aloe vera Saft gurgeln. So lässt sich die Ausbreitung einer Entzündung verhindern.
  • Nennenswert ist der Manuka Honig. Hierbei handelt es sich um einen ganz speziellen Honig mit dem bedeutungsvollen Wirkstoff Methylglyoxal. Dieser kommt 100 Mal konzentrierter vor als in einem herkömmlichen Honig. Dieser Stoff ist vor allem maßgeblich für eine antibakterielle Wirkung, die von dem Honig ausgeht. Für Patienten ist es empfehlenswert, sich drei Mal täglich einen Teelöffel des Honigs im Mund zergehen zu lassen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Angelika
  • Arnika
  • Eibisch
  • Eisenkraut
  • Holunder
  • Huflatich
  • Kamille
  • Salbei
  • Thymian

Alle der hier aufgezählten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. Pille einzunehmen. Dabei haben die Darreichungsformen zumeist nur geringfügige Auswirkungen auf die Wirkung. Auch eine Salbe ist aus den genannten Kräutern und Pflanzen herzustellen. Hierzu gebe man selbige in zerlassenes Schmalz und lasse es auskühlen und aushärten. Insofern man eine kräftigere und feine Salbe wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man häufig bereits vorproduzierte Produkte bei dem Heilpraktiker der Wahl und des Vertrauens erstehen und spart sich damit die Arbeit der mühevollen Selbstproduktion. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur. Jedoch sollte man hier auf Seriosität achten, denn grade im Internet tummeln sich viele Quacksalber und schwarze Schafe, die nur auf einen schnellen Profit aus sind.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können. Diese erschweren eine Tonsillitis sonst nur zusätzlich und stehen einer probaten Heilung im Wege.

Ätherische Öle

  • Angelika
  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Gernaie
  • Ingwer
  • Lavendel
  • Salbei
  • Teebaum
  • Thymian
  • Zitrone

Grundsätzlich sind ätherische Öle für eine Anwendung im Rahmen einer sog. „Aromatherapie“ konzipiert. Das bedeutet, dass man selbige in eine Duftschale mit etwas Wasser gibt, wobei die Zugabe von Wasser optional ist, und sie mittels einer Wärmequelle, vornehmlich einer Kerze, aus dieser Schale in die Raumluft verdampfen lässt. Hierdurch entfalten die ätherischen Öle ihre Wirkung am besten und sind für den Patienten am hilfreichsten.

Nichtsdestotrotz ist es auch möglich, dass man manche ätherischen Öle auch äußerlich oder innerlich anwendet. Hierzu sollte man sich aber im Vorfeld genauestens informieren, da einige der ätherischen Öle bei Hautkontakt oder bei oraler Einnahme giftig wirken können. Teebaumöl zum Beispiel, ebenso wie Lavendel, wirken stark antibakteriell und sind sogar zum Gurgeln benutzbar. Dennoch sollte man strikt darauf achten, dass man die Gurgelflüssigkeit nicht herunterschluckt, sondern komplett ausspuckt und danach gut mit klarem Wasser den Mund ausspült.

Aber auch hier gilt der Vorsatz, dass man vor einer Behandlung mit ätherischen Ölen einen Arzt konsultieren sollte, um potentiellen allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen zu können. Diese sind gerade bei ätherischen Ölen besonders stark und bergen daher ein tendenziell hohes Risiko ungewollte Nebeneffekte auslösen zu können.

Über Dosierung und Bereiche der Anwendung die einzelnen ätherischen Öle betreffend informieren der Händler sowie der Heilpraktiker sicherlich gerne.

Homöopathie & Globuli

  • Apis
  • Argentum nitricum
  • Belladonna
  • Hepar sulfuris
  • Lachesis
  • Lac caninum
  • Lycopodium
  • Mercurius solubilis
  • Phytolacca

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Da einer Mandelentzündung nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem zugrunde liegt, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann man auch als Erwachsener noch eine Mandelentzündung bekommen?

Ja, kann man. Zwar ist es zugegebenermaßen seltener, aber es kommt dennoch vor. Insbesondere chronische Mandelentzündungen sind bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern. Man sollte sich dadurch aber nicht entmutigen lassen, denn auch Erwachsenen ist schnell und effektiv bei einer Mandelentzündung zu helfen, gleichwohl es bei diesen öfter zu Operationen kommt als bei Kindern.

Sollte man also an chronischen oder zumindest sehr häufig auftretenden Halsschmerzen leiden, so ist es mitunter empfehlenswert, diesbezüglich einen Mediziner zu konsultieren, da es sich durchaus um eine chronische Tonsillitis handeln könnte.

Was sollte ich während einer Tonsillitis essen und was nicht?
Während einer Infektion der Mandeln, ist der Hals sehr stark belastet. Hierdurch fällt das Schlucken häufig äußerst schwer und kann darüber hinaus auch noch starke Schmerzen verursachen. Darum bieten sich vorallem flüssige oder sehr weiche Speisen wie Suppe, Brei, Haferschleim und Kompott aus Früchten an. Auch Smoothies sind während der Zeit der Erkrankung ein guter Energielieferant. Des Weiteren sollte man aber lieber auf das berühmte Eis verzichten, dass in Filmen gerne während einer Tonsillitis gereicht wird. Die Kälte gaukelt dem Körper nur eine Linderung der Schmerzen vor, verschlimmert die Situation in Wirklichkeit aber nicht selten. Darauf sollte man insbesondere dann achten, wenn man erkrankte Kinder betreut.

Wie kann ich mich schützen, wenn ich mich in einer Risikozone befinde?
Lehrer, Kindergärtner, Tagesmütter, Ärzte und Pfleger laufen konstant Gefahr, sich mit den für den Ausbruch einer Mandelentzündung notwendigen Keimen zu infizieren. Darum sollte man stets auf äußerste Sauberkeit und Hygiene achten, zudem ist auch davon abzuraten, betroffenen Personen zu nahe zu kommen. Das Tragen eines Mundschutzes kann in besonders schwerwiegenden Situationen ebenfalls eine kleine Hilfe bieten.

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