Syphilis (Lues)

Steckbrief: Syphilis

  • Name(n): Syphilis; Harter Schanker; Franzosenkrankheit
  • Art der Krankheit: Sexualkrankheit (STD)
  • Verbreitung: Weltweit (Schwerpunkt Afrika)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 15. Jahrhundetr
  • Behandelbar: Meistens
  • Art des Auslösers: Bakterien (Treponema pallidum)
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 0;5% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt; Gynäkologe; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – A00-B99 – A50-A64 – A50

Syphilis – Vermeidbares Übel

SyphilisSyphilis (auch ALS Lues bezeichnet) ist eine Geschlechtskrankheit, die unter das deutsche Infektionsschutzgesetz fällt.

Ärzte, Labors und Krankenhäuser sind verpflichtet, jeden Nachweis eines Syphiliserregers bei einem Patienten ohne Angabe des Patientennamens an das zuständige Gesundheitsamt zu melden.

Lues kann unbehandelt bei chronischem Verlauf zu massiven Spätschäden führen, nichtsdestoweniger ist eine Behandlung meist sehr schnell und effektiv. Daher sollte man auf keinen Fall darauf verzichten. Es braucht zur vollständigen Heilung oftmals nicht mehr als eine einzige Dosis Penicillin – insofern diese zum richtigen Zeitpunkte verabreicht wird,

Definition Syphilis

Die Syphilis ist ein altes Leiden, das die Menschen schon seit Jahrhunderten heimsucht. Darüber hinaus ist sie eine Krankheit vieler Namen. Man kennt die Syphilis auch als Lues venerea, (harter) Schanker und französische Krankheit. Bisweilen kann man auch feststellen, dass „Tripper“ als Synonym Anwendung findet. Das ist aber ein Missverständnis. Der Tripper (Gonorrhoe) ist eine eigenständige Erkrankung, die sich lediglich einige Merkmale mit der Syphilis teilt. Es handelt sich jedoch nicht um dasselbe Gebrechen.

Des weiteren handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um eine durch Bakterien ausgelöste STD (Sexually Transmitted Disease / Sexuell übertragbare Krankheit). Nichtsdestoweniger kann der harte Schanker auch auf anderem Wege zu übertragen sein, dennoch bleibt ungeschützter Geschlechtsverkehr der weitaus häufigste Auslöser.

Gerade in der frühen Phase einer Erkrankung tritt die Krankheit meist ohne nennenswerte Symptome auf. Nach und nach bilden sich immer mehr kleine Geschwulste an den Genitalien, dem Mund oder dem Anus. Aber auch diese sind zunächst noch eher harmlos und vorallem schmerzfrei. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass diese Wucherungen bereits, gleichwohl sie nicht schmerzen, hochgradig ansteckend sind. Darum sollte direkter Hautkontakt mit anderen Personen nach Möglichkeit zu vermeiden sein.

Aber nicht jede Ansteckung führt direkt zum Ausbruch der Syphilis. Die Bakterien können teilweise über Jahrzehnte hinweg in einer Art Dormanz im Körper existieren, ohne auffälliges Verhalten zu zeigen. Darüber hinaus ist die Franzosenkrankheit besonders in ihrer frühen Phase sehr leicht zu heilen. Es bedarf oftmals nicht mehr als einer einzigen Dosis Penicillin. Dennoch sollte man dieses Übel keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, schließlich und endlich kann die Syphilis sehr gefährlich für ihren Träger sein. Bei unzureichender Behandlung endet eine Infektion mit derselben nicht selten tödlich. Dies liegt daran, da sie die inneren Organe massiv schädigt. Insbesondere das Gehirn, das Herz und die Nieren sind besonders häufig betroffen.


Was ist Syphilis?

Immer wieder hört man von der Syphilis. Sie findet Erwähnung im alltag ebenso wie in Kunst, Kultur und in Witzen. Dennoch wissen viele Leute nicht wirklich genau, worum es sich bei diesem Leiden handelt. Dies liegt unter anderem daran, dass die Syphilis in unseren Breiten glücklicherweise längst nicht mehr so verbreitet ist, wie noch vor einigen wenigen Jahrzehnten. Dennoch hat sie nur wenig ihrer Prominenz eingebüßt.

Einst war dieses hauptsächlich mittels Sexualkontakt verbreitete Leiden nicht nur sehr häufig in europa anzutreffen, sondern bestimmte mancherorts sogar das Stadtbild auf eine nicht zu unterschätzende Weise. Viele Quellen berichten von ganzen Stadtvierteln gefüllt mit Syphilitikern. Insbesondere in Hafenstädten und Marktstädten des Mittelalters und der frühen Neuzeit war es wohl nicht unüblich, dass man sehr viele Menschen sehen konnte, die an der Syphilis litten. Heutzutage gehören syphiliskranke Menschen nicht mehr zum Stadtbild und nur die allerwenigsten Personen haben überhaupt schon einmal jemanden gesehen, der diesem Leiden verfallen ist, geschweige denn selbst daran litt. Dies ist eine durch und durch positive Entwicklung. Schließlich und endlich handelt es sich bei der Syphilis nicht um eine leichte Erkrankung, sondern um ein schweres und nicht zu unterschätzendes Leiden, dass neben starken bleibenden Schäden auch den Tod des Infizierten zur Folge haben kann.

Ausgelöst wird die Syphilis durch das Bakterium „Treponema palladium“, einer Unterspezies des Palladium Bakteriums. Die gängigen Symptome einer Syphilis sind stark davon abhängig, in welcher Stufe sich das betroffenen Individuum befindet. Allgemein hin unterscheidet man bei der Syphilis drei, bzw. vier Stufen. Eine nähere Beschreibung derselben wird später im Text vorgenommen. Generell lässt sich sagen, dass sich in der ersten Stufe ein einziger Schanker einstellt. Unter einem Schanker versteht man eine feste, schmerzfreie und nicht-juckende Hautwucherung. Nichtsdestoweniger ist es durchaus möglich, dass der Schanker von weiteren und eventuell schmerzhaften offenen Stellen begleitet wird. Hierbei kommt es voll und ganz auf das Immunsystem des Erkrankten an.

Die zweite Phase äußert sich etwas distinkter. Zumeist tritt ein lokal nicht begrenzter Ausschlag auf. Dieser kann sich überall am Körper manifestieren, kommt aber zumeist an den handflächen und den Fußsohlen vor. Darüber hinaus stellen sich weitere offene Stellen und dergleichen mehr im Mund oder in der Vagina der Betroffenen ein. Überhaupt ist damit zu rechnen, dass es es zur Bildung von Geschwüren an den Schleimhäuten kommt. Die zweite Phase geht oftmals mit der latenten Syphilis einher. Hierbei handelt es sich um eine weniger scharf umrissene Abart der vorliegenden Krankheit. Sie kann bisweilen Jahre dauern und keine oder nur sehr geringfügige Symptome mit sich bringen, bis sie schließlich eines Tages in vollem Umfange ausbricht. Die dritte Phase der Syphilis ist zumeist die gravierendste. Überall am Körper bilden sich sog. „Granulome“. Hierbei handelt es sich um rundliche Wucherungen, die, ohne kanzerös zu sein, stark an Hautkrebs erinnern. Sie können, wie bereits erwähnt, überall am Körper auftreten und teilweise sogar sehr großflächig vorkommen. Des Weiteren kann es zu einer ganzen Reihe von weiteren Symptomen kommen. Insbesondere Herzprobleme und neurologische Einschränkungen sind oftmals Wegbegleiter einer Syphilis.

Aufgrund der in der letzten Phase entstehenden Granulome, ist eine fortgeschrittenere Syphilis nur sehr schwer zu verstecken. Nicht zuletzt deswegen war es und ist es sehr einfach, einen Syphilitiker zu erkennen. Das hat Vorteile und Nachteile. Sicherlich ist es als immenser Vorteil zu werten, dass man durch die visuelle Wanrnung in der Lage dazu ist, einem an der Syphilis leidenden Menschen aus dem Weg zu gehen und somit eine Ansteckung grundsätzlich verhindern. Hierbei sollte man allerdings nicht vergessen, dass Menschen, die an Syphilis leiden, einen nicht durch einen einfachen Handschlag oder eine Umarmung anstecken können. Zumeist überträgt sich dieses Leiden lediglich durch ungeschützt ausgeübte Sexualpraktiken. Es besteht lediglich dann eine Ansteckungsgefahr, wenn man selbst, aus welchen Gründen auch immer, offene Stellen am Körper aufweist und diese in direkten Kontakt mit Wundsekret eines Syphilitikers kommen. Ansonsten hat man, insofern man von sexuellen Beziehungen zu einem Erkrankten absieht, eher wenig zu befürchten.

Interessant ist vorallem der Umstand, dass die Syphilis, gleichwohl sie einigen Verhaltensmuster relativ stringent folgt, eher unspezifisch und nur schwer einzuschätzen ist. Nicht zuletzt deswegen bezeichnete man sie im 19. Jahrhundert auch bisweilen als „Possenspielerkrankheit“. Die aus ihr entstehenden Symptome können sehr unterschiedlich und nur schwer zuordbar sein, sodass oftmals der Eindruck entsteht, der Erkrankte leide an einer vollkommen anderen Erkrankung. Gerade dies macht eine korrekte Diagnose bisweilen sehr kompliziert. Was nicht selten dazu führt, dass Betroffene zunächst nicht korrekt behandelt werden (können). Ein sehr ungünstiger Umstand, wenn man bedenkt, dass die Syphilis nicht nur physische, sondern auch kognitive Veränderungen und Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann.

Wie bereits erwähnt, verbreitet sich die vorliegende Krankheit primär mittels sexuellem Kontakt mit Erkrankten. Nichtsdestotrotz kann sich dieses Leiden auch noch auf anderen Wegen verbreiten. Hierunter zählen unter anderem eine Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft oder der Geburt. Somit ist es also durchaus möglich, dass ein Kind bereits syphilitisch auf die Welt kommt. Ein Umstand, den es nach Möglichkeit zu vermeiden gelten sollte.

Die Palladium-Bakterien, die für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich zu machen sind, können darüber hinaus auch noch weitere Leiden bedingen. Diese sind unter anderem: Frambösie, Pinta sowie die endemische Syphilis, auch Beja genannt. Alle ähneln der normalen Syphilis zumindest äußerlich, verlaufen aber zumeist anders und wirken außerdem weniger schädlich auf das Gehirn der Betroffenen ein. Ein an und für sich glücklicher Umstand.

Heutzutage ist die Diagnose von Syphilis weitaus leichter als noch vor einigen Jahren. Denn, wie bereits erwähnt, kann sich das vorliegenden Leiden durch sehr viele verschiedene Symptome äußern. Das verwischt nicht nur das allgemeine Bild der Krankheit und lässt es diffus scheinen, sondern erschwert selbst sehr guten Ärzten die Arbeit in einem Maße, dass sie außer Stande sind, effektiv zu arbeiten – zumindest war dies längere Zeit so. Mit der Einführung klinischer Tests hat sich die Ausgangslage grundsätzlich geändert. Mithilfe von Bluttest oder der sogenannten Dunkelfeldmikroskopie ist es heute kein Unmögliches mehr, eine Syphilis als Krankheit zu identifizieren und anzusprechen. Darüber hinaus sollte man auch nicht vergessen, dass sich die Krankheit, zumindest äußerlich, doch oftmals sehr distinkt zeigt und darum bisweilen schon allein mittels einer Blickdiagnose zu ermitteln ist. Dennoch sollte man sich niemals nur auf eine solche verlassen, wenn zur Beurteilung des Leidens auch noch klinische Testverfahren zur Verfügung stehen. Die Syphilis ist ein ernstes und gefährliches Leiden, mit dem man nicht leichtfertig umgehen sollte!

Es gibt durchaus Maßnahmen, mit denen man sich vor einer Ansteckung mit Syphilis effektiv schützen kann. Dabei liegen die einfachsten Maßnahmen beinahe schon auf der Hand – denn, wie bei allen sexuell übertragbaren Leiden, ist es schlicht am sinnigsten für die Dauer der Krankheit auf den Akt zu verzichten. Damit tut man nicht nur sich selbst einen Gefallen, sondern auch seiner Umwelt. Schließlich und endlich sollte niemandem daran gelegen sein, andere Menschen willentlich und wissentlich mit der Syphilis zu infizieren.

Auch die schlichte Verwendung eines Präservativs, sprich eines Kondoms, kann schon sehr große Hilfe leisten, wenn es darum geht. Sich effektiv vor der Syphilis zu schützen. Aber auch Verkehr mit Kondom bietet keine 100%ige Sicher – eben sowenig wie Kondome eine 100%ige Empfängnisverhütung garantieren können. Es kann immer wieder zu Fehlleistungen des Präservativs und somit zu einer Ansteckung kommen. Sexuelle Abstinenz ist also der wohl beste Weg für Syphilitiker und solche Personen, die sexuelles Interesse an einem Syphilitiker verspüren. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung sollte man dazu hingehen, sich auch sexuell miteinander einzulassen. Alles andere wäre durchweg unverantwortlich und schlicht dumm.

Eine solche Behandlung besteht in aller Regel aus der Gabe von Antibiotika, die direkt in einen Muskel eingegeben werden. Darüber hinaus stehen aber auch noch viele weitere medikamentöse Behandlungstechniken zur Verfügung. Zu Operationen kommt es nur sehr selten. Und wenn doch, so sind selbige zumeist durchweg kosmetischer Natur und zielen darauf ab, etwaig im Rahmen einer Syphilis entstandene Entstellungen zur kaschieren oder zu retuschieren.

Dennoch kann eine Behandlung sehr unangenehmer sein. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die standardmäßig verabreichten Medikamente oftmals schwere Nebenwirkungen bedingen. Hierunter fallen unter anderem Fieberschübe, Muskelschmerzen, Koliken, Abgeschlagenheit und Verstopfungen oder Durchfälle. Man sollte sich also durchaus auf eine nicht allzu angenehme Behandlung einstellen.

Nichtsdestoweniger haben es Betroffenen heutzutage wesentlich besser als noch vor etwa 100 Jahren. Vor der Entwicklung moderner Medikamente und diagnostischer Mittel, hatten Behandlungen von Syphilis einen eher experimentellen Charakter und nahmen zum Teil recht krude Züge an. Neben Salben und Cremes aus Kräutern und Heilpflanzen, die auch heute noch Verwendung finden können, kam es unter anderem zum Einsatz giftiger Schwermetalle wie Blei. Auch versuchten einige Ärzte, die Granulome mittel glühender Metallstäbe auszubrennen und erhofften sich hierdurch Heilung für den Patienten. Bisweilen kam es sogar zur Kastrationen.

Auch sollte man niemals aus den Augen verlieren, dass es sich bei der Syphilis nicht nur um ein physisches, sondern auch um ein psychisches Leiden handelt. Denn oftmals schränkt eine Erkrankung mit Syphilis die kognitiven Fähigkeiten des Betroffenen massiv ein. Zumindest in späteren Stadien. Es kann sogar soweit kommen, dass ein erkrankter Mensch früher nicht mehr dazu in der Lage ist, seinen Alltag selbstständig zu meistern und darum permanenter Pflege bedarf. Nicht nur nimmt die Denkleistung spürbar ab, auch der allgemeine Intelligenzquotient schrumpft im Rahmen einer Syphiliserkrankung oftmals messbar ab und hinterlässt einst normal funktionierende Individuen als nicht viel mehr als entmenschlichte Hüllen. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche. Dank der modernen Schulmedizin kommt es heutzutage allerdings nur noch sehr selten zu solchen extremen Verläufen. Zumindest nicht in unseren Breitengraden.

Im Jahre 2015 waren weltweit etwa etwas über 45 Millionen Menschen mit Syphiliserregern infiziert. Hiervon sind in etwa sechs Millionen Fälle in besagtem Jahr neu dazugekommen. Des Weiteren forderte dieses Übel im selben Jahr beinahe 110.000 Tote. Das mag sich viel anhören, ist aber im Vergleich zu 1990 eine extreme Verbesserung. In jenem Jahr erlagen etwa doppelt so viele Menschen diesem Leiden.

Der Rückgang der durch Syphilis verursachten Todesopfer lässt sich wohl am besten damit begründen, dass die medizinische Versorgung allgemein besser und effektiver geworden ist. Auch das Aufkommen von Penicillin in den 1940er Jahren dürfte sein Nötiges dazu beigetragen haben. Heutzutage trifft man zumeist in der sog. „dritten Welt“ auf Syphilitiker. Diese leiden nicht selten zusätzlich noch an HIV oder bereits ausgebrochenem AIDS. Die Gründe hierfür sind vielerlei Natur und werden später im Text eingehender erläutert.

Abschließend lässt sich also bemerken, dass es sich bei Syphilis, trotz der inzwischen recht effektiven und schnell wirkenden Erkennungs- und Behandlungsmethoden, immer noch um eine Krankheit handelt, die man leichtfertig abtun sollte. Die Syphilis ist nach wie vor ein potentiell lebensbedrohliches Übel und kann darüber hinaus dafür verantwortlich sein, dass ein Betroffener nicht nur sein Aussehen, sondern auch seine Denkleistung verliert und zeitlebens ein Pflegefall bleibt. Ein Schicksal, dem man relativ einfach, wenn man sich gut und vorausschauend führt, entgehen kann.

Denn man sollte niemals vergessen, dass es sich bei der Syphilis zwar um eine Krankheit handelt, die bei uns kaum mehr vorkommt, aber die einen dennoch jederzeit und ohne jedwede Vorwarnung treffen kann. Insbesondere Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, besondere Vorsicht walten zu lassen und niemals auf die rudimentärsten Schutzmaßnahmen zu verzichten, sprich Kondome. Zwar können diese das Risiko einer Ansteckung nicht zu 100% minimieren, aber sie senken die Chance auf eine Infektion jedoch oftmals sehr deutlich.

Zusätzlich ist niemand schlecht beraten, dem man ans Herzen legt, sich vor der Wahl des Sexualpartners über dessen Gesundheit zu informieren. Gerade in der frühen Phase kann man eine Syphilis nicht sehen rein visuell erkennen. Das ändert aber leider nichts an der Tatsache, dass sie dennoch vorhanden ist. Eine Ansteckung kann somit sehr schnell eintreten, wenn man sich gegen lässt und allzu lax mit seiner Sexualität umgeht. Gerade Menschen, die regelmäßigen Kontakt zu Prostituierten pflegen laufen Gefahr, sich mit der Syphilis oder einer anderen Geschlechtskrankheit zu infizieren. Regelmäßige Arztbesuche, bei denen vorsorgliche Tests durchgeführt werden, sind darum nicht nur anzuraten, sondern auch dringend empfohlen. Besonders werdende Mütter sollten sich immer auf Syphilis testen lassen. In manchen Ländern ist dies sogar Pflicht.

Alles in allem aber muss man sich nicht mehr so sehr vor der Syphilis fürchten, wie noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert. Nichts nur hat die Prävalenz dieser Krankheit stark nachgelassen, auch die zur Verfügung stehenden Methoden der Behandlung haben sich immens stark verbessert und sorgen dafür, dass man oftmals keine allzu großen Schäden zu befürchten hat.

Welche Ursachen gibt es?

Syphilis überträgt sich durch einen bakteriellen Befall mit Treponema pallidum, einem Bakterium aus der Gruppe der Spirochäten. Die Ansteckung erfolgt beim Geschlechtsverkehr über winzige Verletzungen der Schleimhaut oder Oberhaut. Die Übertragung der Krankheitserreger kann auch während der Schwangerschaft oder Geburt von der infizierten Mutter auf das Kind erfolgen. Nach der Infektion gelangen die Bakterien auf dem Blutweg in alle Bereiche des Körpers.

Weniger häufig, aber dennoch nicht unmöglich ist es zudem, dass sich der harte Schanker durch allzu nahen direkten Hautkontakt mit einem Betroffenen überträgt. Hierfür müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. Insbesondere muss der Infizierte in direkten Kontakt mit einer Wunde oder offenen Stelle des potentiellen Opfers kommen. Dies ist selten, aber, wie gerade angeführt, nicht unmöglich. Darüber hinaus bietet der Akt des Küssens ebenso ein relativ hohes Risiko der Ansteckung. Denn gerade die Schleimhäute des Mundes sind ähnlich stark empfänglich für die auslösenden Bakterien, wie die der Vagina oder der männlichen Sexualorgane.

Unter vielen Menschen, hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Syphilis ebenso dadurch zu übertragen sei, dass man dieselbe Toilette, dieselbe Badewanne, dieselben Klamotten oder dasselbe Besteckt benutze wie ein Syphilitiker. Selbst Türklinken, Pools und Sitzmöbel gelten nicht selten als potentielle Infektionsherde. Das ist alles Unfug. Eine Infektion mittels dieser Dinge ist auf keinen Fall möglich. Zumindest konnte man in der doch beinahe mehreren Jahrhunderte andauernden Geschichte dieser Krankheit keinen einzigen Fall beobachten, in dem dies geschehen wäre.

Ein weiteres Gerücht ist dieses, dass die Syphilis, selbst wenn man sie erfolgreich heilen konnte, immer wieder auftreten kann. Das stimmt nur bedingt. Sind die Bakterien aus Körper, sind sie schlicht aus dem Körper. Von alleine bricht die Krankheit als nicht noch einmal aus. Es bedarf hierfür einer komplett neuen Ansteckung mit dem harten Schanker.

Zusammenfassende Übersicht der Ursachen

  • Infektion mit dem Bakterium „Treponema pallidum“ – Dieses Bakterium ist die der einzige bekannte Auslöser Syphilis. Zwar gibt es noch andere Bakterien aus der Familie der Palladia, aber diese lösen lediglich der Syphilis ähnliche Krankheiten aus, nicht aber eine Syphilis im klassischen Sinne. Diese Bakterien sind nicht besonders dauernd und können ohne Wirt und sehr kurz überleben. Darum muss man relativ wenig Furcht davor haben, sich mittels einer Schmierinfektion oder einer Tröpfcheninfektion anzustecken. Gänzlich auszuschließen ist dies jedoch nicht. Darum sollte man den Palladia Bakterien dieselben Vorsichtsmaßnahmen gelten lassen, wie allen anderen Bakterien gegenüber auch. Häufiges Waschen der Hände und allgemein großes Augenmerk auf Reinlichkeit legen.
  • Enger Kontakt zu Syphilitikern – Sicherlich dürfte es in unseren Breiten nur selten vorkommen, dass man einem an der Syphilis erkrankten Menschen nicht aus dem Weg gehen kann. Dieses Problem ist aber in anderen Regionen der Welt sehr weit verbreitet. Vorallem in den Ländern Zentralafrikas. Die Menschen dort leben zumeist zahlreich auf kleinstem Raum zusammen. Auch sind Infektionen mit Syphilis in diesen Regionen wesentlich häufiger als hierzulande. Die Wahrscheinlichkeit also, dass einer der zahlreichen Hausgenossen oder gar Zimmergenossen an der Syphilis leidet ist vergleichsweise hoch.Personen in dieser Situation ist anzuraten, den direkten physischen Kontakt mit dem Betroffenen auf ein Minimum zu beschränken und nach Möglichkeit gänzlich zu unterbinden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, mit dieser Person auch keine Möbel oder Besteck zu teilen. Nicht umsonst, wurden Syphilitiker in vergangenen Zeiten oftmals von der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Dies minimiert nicht nur die Gefahr einer Ansteckung, sondern sorgt auch dafür, dass es nicht zu einer Häufung von Erkrankungen kommt.
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr und geschützter Geschlechtsverkehr – Zwar ist es sehr viel sicherer, während des Aktes ein Präservativ zu benutzen, als dies zu unterlassen, aber auch die Verwendung eines Kondoms garantiert nicht, dass man zu 100% gegen eine Ansteckung mit Syphilis geschützt ist. Dennoch sollte man niemals, vorallem, wenn man das Gegenüber noch nicht allzu gut kennt, auf ein Kondom verzichten. Schließlich schützt man sich auf diese Weise nicht nur vor der Syphilis, sondern auch vor zahllosen anderen Geschlechtskrankheiten, wie HIV. Zusätzlich dazu lässt sich auf diese Art natürlich auch eine ungewollte Schwangerschaft vermeiden.
  • Küssen – Wenngleich eher selten, so ist es dennoch möglich, dass sich eine Syphilis mittel Küssen überträgt. Dieser Fall tritt dann ein, wenn die (noch) gesunde Person beispielsweise offene Stellen im Mund hat. Sollte nun der unglückliche Umstand eintreten und dder Speichel des Syphilitikers allzu stark mit Bakterien belastet sein, ist es durchaus möglich, dass sich die Krankheit auf diesem Wege überträgt. Nichtsdestotrotz sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Wahrscheinlichkeit hierfür vergleichsweise gering ist. Dennoch sollte man nach Möglichkeit davon absehen, eine an Syphilis erkrankte Person zu küssen, wenn es sich vermeiden lässt.
  • Weitere Sexualpraktiken – Alles Sexualpraktiken, die ein Eindringen des Penis in den Körper des Sexualpartners vorsehen, sind grundsätzlich dafür geeignet, die Syphilis weiterzutragen. Das heißt, dass vaginaler, analer sowie oraler Verkehr mit einem Syphilitiker zumeist dazu führen, dass sich die Krankheit überträgt. Dasselbe gilt auch für den aktiven Part während der Fellatio oder des Cunilingus oder des Anilingus. Überhaupt is tunlichst darauf zu achten, keine sexuellen Beziehungen mit einer an Syphilis erkrankten Person einzugehen, insofern dies zu vermeiden ist.
  • Häufig wechselnde Sexualpartner – Menschen, die sehr häufig ihre Sexualpartner wechseln laufen grundsätzlich weitaus höhere Gefahr, sich mit einer Sexualkrankheit anzustecken. Dies liegt oftmals auch daran, dass sie das Gegenüber, wenn überhaupt, nur sehr entfernt kennen und sich darum nicht über dessen Gesundheit im Klaren sein können. Gerade darum ist solchen personen anzuraten, immer ein Kondom zu benutzt. Zwar bietet ein solches, wie bereits erwähnt, keinen vollständigen Schutz, aber die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung wird massiv reduziert.
  • Sexueller Verkehr mit Prostituierten – Tatsächlich sind Prostituierte die am häufigsten von Syphilis betroffene Personengruppe in Europa. Insbesondere solche, die ihrer Tätigkeit im Freien nachgehen, d.h. Prostituierte vom Straßenstrich. Huren, die sich in Bordellen verdingen unterliegen oftmals sehr strikten Gesundheitsbestimmungen und müssen sich in regelmäßigen Abständen auf alle möglichen Krankheiten hin untersuchen lassen. Sollte der behandelnde ein Sexualleiden feststellen, bekommt sie eine Arbeitssperre. Theoretisch gilt dasselbe auch für Straßenprostituierte – allerdings sind diese weitaus schwieriger zu kontrollieren. Diesen Fakt nutzen sie oftmals aus und umgehen die eigentlich gesetzmäßig vorgeschrieben Untersuchungen einfach. Hierdurch steigt das Risiko einer Ansteckung ins Unermessliche an. Besonders amen, die gegen einen Aufschlag auf die Verwendung eines Präservativs verzichten, sollte man besser nicht frequentieren. Hier kann man sich beinahe komplett sicher sein, dass eine wie auch immer geartete Sexualkrankheit vorliegt, an der man sich infizieren kann. Das sollte einem diese kurze Vergnügen nicht wert sein. Es gilt also auch an dieser Stelle, seinen Verstand zu benutzen und auf die Hygiene und Sauberkeit der besuchten Prostituierten zu achten, um Schlimmerem vorzubeugen.
  • Homosexueller Geschlechtsverkehr – Homosexuelle Männer laufen in der Regel immer eine höhere Gefahr, wenn es darum geht, sich mit Geschlechtskrankheiten zu infizieren. Seit Jahren führen sie die diesbezüglichen Statistiken an. Dies liegt primär daran, dass der Umgang mit Koitus innerhalb der Schwulenszene recht lax ist und es daher wesentlich häufiger zu spontanen Sexualakten kommt, als beispielsweise bei heterosexuellen Menschen oder auch Lesben. Oftmals verzichten die beiden Sexualpartner dabei auf ein Kondom. Hierdurch erhöht sich das Risiko, wie aus den oben gemachten Anführungen bereits klar sein sollte, noch einmal um ein Vielfaches.Darum ist es sehr wichtig, sich als homosexueller Mann besonders zu schützen und bei spontanen Sexualakten dennoch ein Präservativ zu benutzen. Insbesondere dann, wenn man das Gegenüber nur wenig oder gar nicht kennt. Hierdurch schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Mitglieder der Szene.
  • Geschlechtsverkehr mit HIV-Kranken – HIV-Kranke sind besonders anfällig für eine Infektion mit Syphilis. Dies liegt ganz klar daran, das deren Immunsystem ohnehin schon sehr stark geschwächt ist und sich kaum gegen das eindringende Bakterium zur Wehr setzen kann.Gerade in den Ländern Afrikas trifft man sehr häufig auf die Kombination HIV und Syphilis. Darum sind besonders Urlauber, die in diese Regionen reisen, dazu angehalten, keine sexuellen Beziehungen mit Einheimischen einzugehen. Sollte dies nicht zu vermeiden sein, ist es unbedingt notwendig, ein Kondom zu benutzen. Selbst dann, wenn das Gegenüber scheinbar gesund ist. Oftmals werden Menschen in diesen Regionen bereits mit HIV oder Syphilis geboren und man sieht ihnen ihr Leiden äußerlich nur sehr schwer oder gar nicht an. Vorsicht ist hier besser als Nachsicht.

Symptome & Anzeichen

Bei Lues unterscheidet man vier Krankheitsstadien, die sich in ihren Symptomen sehr stark unterscheiden. Nach der Inkubationszeit von 14 bis 24 Tagen tritt an der Infektionsstelle (Penis, Vagina, Schamlippen, Mund, Anus) ein schmerzloser harter Knoten auf, der harte Schanker.

Nach ungefähr einem Monat heilt das Geschwür von selbst ab. In diesem Stadium, der primären Syphilis, sind außerdem die der Eintrittspforte benachbarten Lymphkonten geschwollen.

Im Stadium der sekundären Syphilis treten allgemeine Symptome wie Fieber, Gewichtsverlust, Schwindel, Sehverschlechterung, Kopfschmerzen sowie Gelenkschmerzen auf, außerdem krankhafte Veränderungen der Haut und Schleimhaut (Condylomata lata) und „mottenfraßförmiger“ Haarausfall.

Im Stadium der tertiären Syphilis kommt es zum Befall der inneren Organe, der Knochen und des Nervensystems. Dabei treten auch Gummen, also mit Eiter gefüllte Geschwulste auf der Haut, den Knochen sowie in Leber und Magen auf. Stadium IV, die Neurosyphilis, kann sich durch eine Hirnhautentzündung und die Zerstörung von Hirngewebe äußern und zu Demenz, Halluzinationen oder Lähmungen führen.

Manchmal kann zwischen den einzelnen Stadien jahrelang ein beschwerdefreier Zeitraum eintreten, manchmal sogar eine Spontanheilung. Symptome der angeborenen Syphilis sind Untergewicht des Neugeborenen bei vergrößerter Leber und Milz, syphilitischer Schnupfen und Parrot-Furchen (weiße Narben um den Mund), dazu die Symptome der sekundären Syphilis.

Typisch ist außerdem die Hutchinson-Trias aus Hornhautschäden (Auge), Innenohrschwerhörigkeit und tonnenförmigen Schneidezähnen.

Hierzu nochmals ein kurzer Überblick:
Primäres Stadium

  • Bildung des „Schankers“ – Eine kleine Geschwulst, an der Stelle der Infektion. Zumeist den Genitalien
  • Der Schanker entwickelt sich oft unbemerkt, da er schmerzlos ist und sich nach einiger Zeit von alleine zurückbildet

Sekundäres Stadium

  • Zunächst leichter Ausschlag, der von der Stelle der Infektion ausgeht und nach und nach den gesamten Körper befällt
  • Warzenähnliche Auswüchse an den Genitalien und dem Anus
  • Partieller Haarverlust – Insbesondere Körperhaare. Aber auch die Kopfhaare können betroffen. Hier meist kreisrunder Haarausfall. Die entstehenden kahlen Stellen werden überdies oftmals von Ausschlag oder Granulomen heimgesucht.
  • Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen sowie Krämpfe
  • Fieber
  • Trockener Hals
  • Schmerzen beim Urinieren – In selteneren Fällen kommt es überdies zu einer Bildung von Harngries. Dieser kann dafür sorgen, dass der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, Urin auszuscheiden. Es kommt zur Stauung von Harn in der Blase. Das ist nicht nur besonders Schmerzhaft, sondern auch potentiell Lebensgefährlich. Nämlich dann, wenn die Blase aufgrund von Überfüllung platzt und der Urin sich im Innern des Körpers verteilt.
  • Schwellungen der Lymphknoten

Tertiäres Stadium

Lediglich 15 bis 30 % der -unbehandelten- Fälle bilden eine tertiäre Phase der Syphilis aus. Betroffene, die sich behandeln lassen, entgehen diesem Schicksal beinahe immer.

  • Schädigungen der inneren Organe, wie Herz, Lungen, Leber, Nieren und vornehmlich dem Gehirn
  • Absterben der Nerven und Minderleistungen der Blutgefäße
  • Lähmungen
  • Verwirrtheit
  • Partieller oder totaler Verlust der Fähigkeit zu sehen oder zu hören, seltener auch zu sprechen
  • Geistige Umnachtung

Angeborene Syphilis

Steckt sich eine Frau während der Schwangerschaft mit der Syphilis an, oder ist bereits davor damit infiziert, kommt es nicht selten vor, dass sie bei der Geburt ihr eigenes Kind ebenso ansteckt.

  • Ausschlag an Händen und Armen
  • Taubheit
  • Blindheit
  • Deformationen der Knochen
  • Unförmige Nase
  • Abnormale Zähne

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose erfolgt durch mikroskopischen Nachweis der Krankheitserreger aus dem Sekret nässender Hautveränderungen. In Bluttests kann man ab etwa vier Wochen nach der Ansteckung Antikörper nachweisen. Den Antikörpertest benutzt man auch, um während einer Syphilisbehandlung den Behandlungserfolg zu kontrollieren. Im Stadium der Neurosyphilis kann die Diagnose auch durch eine Liquorpunktion erfolgen.

Diese diagnostischen Maßnahmen reichen in aller Regel vollkommen aus, um eine Syphilis korrekt zu erkennen und anzusprechen. Besonders erfahrene Ärzte oder Ärzte aus Krisenregionen sind darüber hinaus oftmals dazu imstande, die Franzosenkrankheit mittels einer einfach Blickdiagnose festzustellen. Des Weiteren kann eine Anamnese auch nicht schaden. Insbesondere wenn aus derselben hervorgeht, dass der Betroffene beispielsweise häufigen Sexualkontakt mit Prostituierten hatte, liegt die Diagnose Syphilis zuweilen nicht sehr weit.

Alles in allem sollte man also nicht mit allzu großen Problemen rechnen, wenn es darum geht, eine korrekte Diagnose zu erhalten. Vorallem die moderne Schulmedizin ist schnell und gut dazu in der Lage, eine solche bereitzustellen. Das Rätselraten vergangener Jahrhunderte ist glücklicherweise vorbei.

In einigen seltenen Fällen kann es dennoch vorkommen, dass der diagnostische Prozess etwas länger dauert und darüber hinaus sehr aufreiben ist. Dies ist vorallem bei der latenten Syphilis der Fall, die nur sehr schwierig zu ermitteln ist. Auch sei an dieser Stelle noch einmal angemerkt, dass es wichtig ist, sich regelmäßig, auch ohne tiefer gehende Verdachtsmomente, bezüglich einer Syphilis testen zu lassen. Vorallem dann, wenn man häufig wechselnde Sexualpartner hat oder im Rotlichtgewerbe tätig ist oder sonst verkehrt.

Darüber hinaus sollte man, insofern man die Diagnose Syphilis erhalten hat, auch nicht seinem Partner, bzw. seinen Sexualpartnern davon berichten, damit diese sich auch testen lassen können. Sicherlich kann dies bisweilen eher negative Auswirkungen haben, aber Ehrlichkeit ist an dieser Stelle besser und das die Scham sollte einen nicht daran hindern, einer anderen Person eventuell das Leben zu retten. Schließlich und endlich handelt es sich bei der Syphilis um eine potentiell lebensbedrohliche Erkrankung, mit der man kein Schindluder treiben sollte.

Verlauf der Krankheit
Wie bereits erwähnt, verläuft die Syphilis zumeist in drei Phasen. Wobei man zusätzlich erwähnen sollte, dass die Dritte Phase nur relativ selten auftritt und darüber hinaus auch nur dann, wenn sich der Betroffene aus welchen Gründen auch immer keiner Behandlung unterzieht.

Im Gegensatz zur allgemeinen Einschätzung gegenüber der vorliegenden Erkrankung, ist die Syphilis, gerade in ihrem frühesten Stadium, oftmals vollkommen schmerzfrei. Man bemerkt sie als Betroffener häufig noch nicht einmal. Das ist aber keineswegs erfreulich, sondern ein ernstzunehmenden Problem. Aufgrund der Tatsache, dass man die Krankheit gerade zu Beginn nicht bemerkt, kann es vorkommen, dass man eine wichtige Chance verpasst, dem Leiden direkt an der Startlinie den Garaus zu machen. Denn tatsächlich ist es möglich, den harten Schanker mit der Gabe von nur einer Dosis Penicillin vollends zu heilen. Dies ist allerdings nur dann gegeben, wenn man sich dieses Mittels möglichst früh bedienen kann. Alle späteren Phasen der Erkrankung sind ungleich schwerer zu kurieren. Dennoch ist eine effektive Behandlung auch hier glücklicherweise nicht unmöglich.

Kritisch ist die Situation dann, wenn die dritte Phase der Krankheit eintritt. Dies geschieht zwar vergleichsweise selten, ist aber dennoch kein Ding der Unmöglichkeit. Diese dritte oder tertiäre Phase geht mit einem befall der inneren Organe einher. Insbesondere das Gehirn hat sehr darunter zu leiden und ebenso die davon ausgehende Kognitiven Fähigkeiten. In der Vergangenheit sprach man oft auch vom „Syphiliskopf“. Ein berühmter Vertreter dieser geistigen Umnachtung, die durch die vorliegende Krankheit stattfindet, war wohl Friedrich Nietzsche.

Nichtsdestoweniger verläuft die Krankheit heutzutage relativ mild ab. Nicht allein, dass die Syphilis kaum noch vorkommt, sondern auch die Behandlungsmethoden sind so gut und effektiv, dass man sich als Betroffener nicht mehr allzu viele Gedanken über etwaige Folgen und Komplikationen einer Infektion machen muss. Dennoch sollte man Vorsicht walten lassen und nicht leichtfertig sein.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Verbreitung und die Häufigkeit von Syphilis hat im Laufe der letzten Jahrzehnte merklich abgenommen. Das liegt zum einen an den verbesserten zur Behandlung zur Verfügung stehenden Heilmethoden sowie an der ebenso besseren Aufklärung. Nichtsdestoweniger ist die Krankheit noch nicht ausgestorben, gleichwohl sie auf einem guten Weg dahin ist.

Zu Beginn der 2010er Jahre waren etwa 0,5% der weltweiten erwachsenen Bevölkerung mit der Syphilis infiziert. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts dagegen, war es noch über 1% der Weltbevölkerung. Hierbei lassen sich vorallem Häufungen in Entwicklungsländern feststellen. Tatsächlich treten beinahe 90% aller weltweit verortbaren Fälle von Syphilis in diesen Ländern auf.

Darüber hinaus kommt es jährlich zu etwa zwischen 500.000 und 1,5 Millionen Geburten einer syphilitischen Mutter. Zumeist enden diese in einer Totgeburt oder mit starken Deformationen für das Kind. Ebenso diese Fälle kommen am häufigsten in der dritten Welt vor. In Europa und Nordamerika sind derlei Umstände kaum mehr zu beobachten.

Am schwersten von der Syphilis heimgesucht ist die südliche Hälfte des afrikanischen Kontinents. In einigen Städten, Gemeinschaften und Stämmen, ist die vorliegende Krankheit für bis zu 20% der Todesfälle verantwortlich. Dies sind Zahlen, die nicht einmal im Europa des Mittelalters gegolten haben. Die Lage in diesen Regionen ist also besonders ernst.

Zudem tritt die Franzosenkrankheit häufiger bei Männern in Erscheinung als bei Frauen. Dies halt allerdings nicht mit der genetischen Disposition zu tun. Insbesondere Prostituierte tragen zur Verzerrung dieser Daten bei. Eine Prostituierte hat in der Regel mehrere Freier und kann darum auch mehr Personen infizieren.

Abschließen sei noch zu erwähnen, dass die Syphilis global gesehen etwa eine Todesrate von 8 bis 50% bedingt. Dies ist jedoch stark davon abhängig, wo man sich befindet. In Europa ist die Wehrscheinlicht, dieser Krankheit zu erliegen, verschwindend gering, dasselbe gilt für Nordamerika.

Diagnosedaten
Die Diagnose ist in den meisten Fällen sehr eindeutig. Ebenso sind die aus den Tests gewonnenen Daten ein kaum misszuinterpretierender Indikator für die vorliegende Krankheit. Fehlerhafte Diagnosen sind damit zwar nicht ausgeschlossen, kommen aber in aller Regel nur sehr selten vor. Das größere Problem ist tatsächlich eine rechtzeitige Erkennung durch den Patienten selbst. Es kann, wie bereits mehrfach erwähnt, sein, dass der Patient zunächst nichts von seiner Erkrankung bemerkt. Das verhindert eine frühe Erkennung des Leidens und schmälert damit die Heilungschancen.

Alles in allem aber kann man ruhig davon ausgehen, dass eine Diagnose sehr sicher, schnell und effizient zu stellen ist und es unter Bezugnahme der korrespondierenden diagnostischen Daten kaum zu fehlerhaften Diagnosen kommt. Damit sind der Patient sowie auch der Arzt zumeist auf der sicheren Seite, wenn es darum geht, die Syphilis zu erkennen und korrekt anzusprechen.


Komplikationen bei der Krankheit

Wirklich schwerwiegende Komplikationen treten in der Regel nur dann auf, wenn man als Betroffener von einer Behandlung absieht oder diese aus anderen Gründen nicht erfolgen kann. Bei einer Behandlung jedoch, kann man in aller Regel davon ausgehen, dass einem Schlimmeres erspart bleibt und man noch einmal glimpflich davonkommt.

Sollte man jedoch nicht behandelt werden, sind die Konsequenzen häufig sehr stark und teilweise lebensbedrohlich. Es kommt im Laufe der Erkrankung zu Schädigungen der inneren Organe, sodass diese nur mehr mangelhaft funktionieren können. Insbesondere Minderfunktion des Herzens, der Leber und der Nieren sind zu erwarten. Das ist nicht nur immens schmerzvoll, sondern schränkt Betroffene in ihrem Alltag dergestalt ein, dass sie faktisch nicht mehr für sich alleine zu sorgen imstande sind.

Darüber hinaus ist auch das Gehirn oft betroffen. Ist dies der Fall kann man dem Syphilitiker kaum mehr Abhilfe leisten und es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass er zu einem dauerhaften Pflegefall wird. Die kognitiven Fähigkeiten sind hierbei derart eingeschränkt, dass es für den Erkrankten schlichtweg nicht mehr möglich ist, selbst die einfachsten Aufgaben selbstständig auszuführen. Des Weiteren kommt es infolgedessen auch nicht selten zu einer verfrühten Demenz. Diese wirkt zusätzlich stark negativ auf den Patienten ein.

Zusammenfassend also kann man sagen, dass sich die meisten Komplikationen trotz einer Ansteckung vermeiden lassen, wenn man früh genug einen Arzt konsultiert. Unterlässt man dieses, aus welchen gründen auch immer, bringt man Leib und Leben von sich und anderen Personen nutzloserweise in Gefahr.

Im folgenden eine Übersicht, der sich eventuell einstellenden organischen Komplikationen:

  • Nierensteine: Nierensteine entstehen durch das Auskristallisieren von im Harn gelösten Stoffen. Die Steine können von der Größe eines Reiskorns (1-3mm) bis hin zu einigen Zentimetern reichen. Große Steine können das gesamte Nierenbecken ausfüllen und werden dann Nierenausgusssteine genannt werden. Man unterscheidet Nierensteine nach ihrer chemischen Zusammensetzung in Kalziumoxalat-Steine (75%), Magnesiumammoniumphosphat-Steine (20%) und Harnsäure-Steine (5%).Nierensteine werden oft zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt, da sie keine Symptome verursachen, solange sie nicht wandern oder den Harnabfluss behindern. In der Fachsprache werden Nierensteine Nephrolithiasis genannt Umgangssprachlich werden sie auch als Urolithiasis bezeichnet, obwohl mit diesem Begriff die Bildung von Steinen in den ableitenden Harnwegen gemeint ist. Bei ungünstiger Lage können Nierensteine die extrem starken Schmerzen einer Nierenkolik hervorrufen. Etwa 5% der deutschen Bevölkerung leidet an Nierensteinen (Nephrolithiasis), wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.
  • Sjögren Syndrom: Das Sjögren Syndrom ist eine Erkrankung des menschlichen Immunsystems, bzw. eine Autoimmunkrankheit. Sie tritt selten alleine, sondern hauptsächlich als begleitende Erkrankung auf. Nichtsdestoweniger kann sie auch unabhängig und selbstständig in Erscheinung treten.Darüber hinaus zeichnet dieses Leiden sich durch starke Trockenheit des Mundes und der Augen aus. Zumeist sind Frauen über vierzig davon betroffen. Aber auch Männer und alle anderen Altersklassen sind potentiell gefährdet. Des Weiteren werden oftmals die Wechseljahre der Frau als mögliche Ursache für das Sjögren Syndrom angeführt.
  • COPD: Abkürzung steht für „chronic obstructive pulmonary disease“; dies bedeutet chronisch-obstruktive Lungenerkrankung.
    Außer der Lunge selbst sind auch die oberen Atemwege von der Erkrankung betroffen; bei fortschreitendem Krankheitsverlauf können auch andere Organe wie das Herz geschädigt werden (Cor pulmonale).Die Krankheit ist gekennzeichnet durch teilweise reversible Verengung der Bronchien. Da COPD vor allem bei Rauchern auftritt, halten viele Betroffene die Krankheitssymptome für „normalen Raucherhusten“ und zögern den Arztbesuch hinaus.
  • Gallensteine: Unter dem Begriff Gallensteine werden im Volksmund verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die auf einer „Verklumpung“ der Gallenflüssigkeit beruhen. Beschaffenheit, Anzahl und Ursache von Gallensteinen können dabei stark variieren. Häufig werden sie direkt in der Gallenblase, seltener in den Gallengängen der Leber gebildet.In den meisten Fällen bleiben Gallensteine unbemerkt und müssen daher nicht behandelt werden. Gehen sie jedoch, wie in etwa 25 Prozent aller Fälle mit schweren Koliken und starken Schmerzen einher, müssen die Steine oder sie gesamte Gallenblase entfernt werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Einen Arzt sollte man immer dann konsultieren, wenn man bemerkt, dass mit einem selbst etwas nicht stimmt oder wenn andere einen darauf aufmerksam machen. Im Falle der vorliegenden Krankheit sollte man vornehmlich darauf achten, ob man Geschwüre oder warzenähnliche Geschwulste in der Gegend der Genitalien, des Anus oder dem Mund hat.

Insbesondere Prostituierte, Stricher oder Personen mit häufig wechselnden Sexualkontakten sollten sich in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. Dies senkt das allgemeine Risiko, mindert die Ansteckungsgefahr von Dritten und sorgt im Zweifelsfalle zudem für eine etwaige Früherkennung der Krankheit.

Zudem sollte man sich nicht durch falsche Scham von einem Arztbesuch abhalten lassen. Sicherlich ist Syphilis ein eher unangenehmes Thema, aber darüber zu schweigen und der Krankheit ihren lauf zu lassen ist umso unangenehmer. Darum ist jedem zu raten, sofort dann einen Arzt zu kontaktieren, sobald auch nur der leiseste verdacht auf eine Ansteckung besteht.

Ein Arzt ist also selbstverständlich sofort dann aufzusuchen, wenn man eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich ausmachen konnte. Die Bildung von Wucherungen und Ekzemen als Symptom ist teilweise gut behandelbar und darüber hinaus auch relativ unkompliziert und zeitnah zu diagnostizieren. Darum sollte man einen Arztbesuch auf keinen Fall unnötigerweise hinauszögern und sich sofort in Behandlung begeben, wenn es einem notwendig erscheint.

Eine frühe Erkennung ist generell sehr hilfreich und bei jedweder Erkrankung anzuraten. Aber gerade bei nur weitläufig definierten Erkrankungen wie Sodbrennen ist eine gute Früherkennung das A und O. Schließlich ist eine Behandlung hier dann am effektivsten, wenn sie beginnt, bevor die zugrundeliegenden Leiden imstande dazu waren, den Körper und den Geist dauerhaft zu schädigen. Sind beispielsweise die kognitiven Fähigkeiten erst einmal verloren, kann man sie nicht mehr wiederherstellen. Betroffene müssen in diesen Fällen lernen mit vollkommen verschlissenen Fertigkeiten zu leben, bis sie entweder das Kapital für eine permanente Pflege zusammen haben oder eine gestellt bekommen. Das ist kein leichtes Unterfangen.

Alles in allem bleibt also zu sagen, dass ein Arztbesuch grundsätzlich immer zu empfehlen ist. Dies gilt selbst dann, wenn auch nur ein leiser Verdacht auf Syphilis besteht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung erfolgt mit Penicillin. Es sind bisher keine gegen Penicillin resistenten Treponema-Bakterien bekannt. Bei einer Allergie gegen Penicillin können andere Antibiotika wie zum Beispiel Erythromycin oder Tetrazykline eingesetzt werden.

Die abgestorbenen Bakterien können durch Freisetzen von Toxinen die sogenannte „Herxheimer-Reaktion“ auslösen, die mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen verläuft. Durch Bettruhe und fiebersenkende Medikamente tritt jedoch eine rasche Besserung ein.

Bei frühzeitiger Behandlung der Lues ist die Prognose günstig. Wenn die Erkrankung jedoch erst einaml das Stadium der Neurosyphilis erreicht hat, können selbst nach einer Therapie Spätschäden wie Lähmungen und dergleichen mehr zurückbleiben.

Damit ist die schulmedizinische Behandlung der Syphilis in aller Regel keine allzu große Herausforderung geht zumeist sehr schnell und einfach von statten. Ein Grund mehr, nicht vor einem Besuch beim Arzt zurückzuscheuen und die Hilfe in Anspruch zu nehmen, derer man bedarf.

Noch vor einigen Jahrzehnten war eine Syphilis ein mehr oder weniger sicheres Todesurteil. In unseren Breitengraden ist dies inzwischen glücklicherweise nicht mehr der Fall.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Grundsätzlich ist eine Prävention gegen die Syphilis möglich. Das ist etwas, das man nicht von jeder Krankheit behaupten kann. Nichtsdestoweniger sollte man sich des Umstandes bewusst sein, dass es auch trotz der besten Vorkehrungen zur Vorbeugung zu einer Ansteckung kommen kann.

Da sich die vorliegende Krankheit primär und hauptsächlich mittels sexueller Kontakte überträgt, setzt auch hier die Prophylaxe an. Die Verwendung von Präservativen, also Kondomen, kann dabei helfen, das Risiko einer Ansteckung deutlich zu senken. Einen vollkommenen Schutz bietet diese Maßnahme aber dennoch nicht. Vorallem noch gesunde Frauen, die sexuellen Kontakt mit einem bereits syphilitischen Mann haben, können des Umstands ungeachtet, dass er ein Kondom trägt, die Erkrankung sehr leicht erhalten. Dies gilt besonders dann, wenn man neben dem Vaginalverkehr auch Analverkehr praktiziert. Ebenso eine geschützte Fellatio bietet ein erhöhtes Risiko der Ansteckung und sollte daher zu vermeiden sein.

Aufgrund der der oben genannten Faktoren sind besonders häufig homosexuelle Männer von einer Ansteckung betroffen. Dies ergibt sich aus dem Fakt, dass jene oben genannte Sexualpraktiken mit relativer Häufigkeit ausüben. Es gilt hierbei also besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Insbesondere der Kontakt mit Strichern oder Strichjungen ist zu unterlassen. Gerade dann, wenn diese Symptome einer Infektion zeigen.

Das beste Mittel zur Vorbeugung ist nach wie vor Abstinenz. Nichtsdestotrotz kann auch diese nicht komplett schützen, da selbst Küssen und enger Körperkontakt für eine etwaige Übertragung sorgen können.

Alles in allem lässt sich jedoch bemerken, dass eine Prävention nicht nur sinnvoll, sondern auch effektiv ist. Darum sollte man stets die nötigen vorbeugenden Maßnahmen ergreifen und damit das Risiko einer Ansteckung deutlich minieren. Hierdurch schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch Drittpersonen.

Abschließend kann man also zusammenfassen, dass in Bezug auf die Syphilis jeder seines eigenen Glückes Schmied – abgesehen von Personen natürlich, die bereits mit diesem Leiden auf die Welt kommen. Sie können nichts für ihr Schicksal und sind nicht in der Lage, diesem präventiv entgegenzuwirken. Wohl aber die werdende Mutter! Darum sind gerade diese dazu aufgerufen, sich vor der Entbindung auf Syphilis testen zu lassen, auch wenn davon auszugehen ist, dass sie nicht vorliegt. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Aber wie dem auch sei – wer seinen gesunden Menschenverstand gebraucht und sich in sexuellen Fragen nicht allzu maßlos verhält, der dürfte in aller Regel nicht viel zu befürchten haben. Vorallem nicht in unseren Breitengraden.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung ist grundsätzlich von dem Ort abhängig, an dem man sich befindet. In Europa, Nordamerika usw. ist die Prognose sehr gut. Im Grunde hat man dort von der Syphilis nicht allzu viel zu befürchten. Patienten in Entwicklungsländern jedoch haben hier in aller Regel weitaus größere Probleme. Eine Behandlung hier ist entweder nicht möglich, da es keine Ärzte gibt oder Betroffenen können die Medikamente nicht bezahlen.

Man sollte also, wenn man sich beispielsweise im Urlaub mit dem harten Schanker infiziert, sofort selbigen abbrechen und zurück in sein Heimatland fliegen und sich dort behandeln lassen. Dann sieht die Prognose wieder sehr gut aus.

Dennoch sollte man sich nicht bereits auf der sicheren Seite wägen, nur weil man sich zur Zeit in Europa oder in Nordamerika aufhält. Auch hier kann es vorkommen, dass die Schulmedizin nicht dazu imstande ist, einem weiterzuhelfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das vorliegende Leiden lange zeit nicht also solches zu erkennen war und sich darum mehr oder weniger ungestört ausbreiten konnte. Denn bisweilen ist es tatsächlich möglich, dass der Betroffene nichts von seinem Schicksal ahnt und die Syphilis über Jahrzehnte mit sich herumschleppt, ohne etwas davon zu wissen oder zu merken. Das ist natürlich besonders gefährlich und wohl die schlimmste Art der Erkrankung.

Aufgrund des Ausbleiben von Symptomen, bleibt auch eine entsprechende Behandlung aus und die Erreger wirken im Verborgenen fort und fort, bis es schließlich für den Erkrankten zu spät ist und man ihm nicht mehr helfen kann. Besonders diese Fälle sind es, die zu einer dauerhaften geistigen Umnachtung und dergleichen führen.

Somit ist jedermann dazu aufgefordert sich, auch ohne entsprechende Verdachtsmomente, in regelmäßigen Abständen auf Syphilis hin untersuchen zu lassen. Alles andere wäre sich selbst und seinem Umfeld gegenüber vollkommen verantwortungslos. Vorallem wenn man ein sexuell aktives Individuum ist. Man sollte nämlich nie vergessen, dass man als Träger dieses Leidens maßgeblich an dessen Fortbestand und Verbreitung beteiligt ist.


Die Syphilis und ihre Genossen

Bei der Syphilis handelt es sich um eine Krankheit, die sich nicht nur auf verschiedenste Arten und Weisen zu äußern versteht, sondern auch um eine, die viele andere Leiden magisch anzuziehen scheint. So ist man als Betroffener zumeist nicht nur mit der Syphilis gestraft, sondern auch mit vielen Begleiterkrankungen, die sich mehr oder weniger zufällig zur Syphilis dazugesellen und nur schwer auszutreiben sind. Letzteres liegt vorallem daran, dass der Körper des Betroffenen zumeist zu 100% mit der Bekämpfung der Syphilis beschäftigt ist und keinerlei Ressourcen für die Bekämpfung zusätzlicher Erkrankungen aufbringen kann.

Dies ist aber noch lange nicht alles, denn auch die Syphilis selbst hat immense negative Auswirkungen auf viele Bereiche des Lebens und vorallem des betroffenen Organismus. Es ist eine Gnade, dass die Fälle von Infektionen mit der Syphilis Dank der Entdeckung des Penicillins in den letzten 70 Jahren so massiv zurückgegangen sind. Menschen heutzutage fällt es sehr schwer zu begreifen, wie prominent die vorliegenden Krankheit selbst in unseren Breiten vor noch nicht ganz hundert Jahren einmal war. Beinahe jede Stadt verfügte über spezielle Syphilitikerhäuser, in denen Erkrankte zusammengepfercht und vom Rest der Bevölkerung ferngehalten wurde. Dies sollte dem Schutze der nicht Erkrankten dienen. Und selbst Leute, die geheilt werden konnten, sah man Zeit ihres Lebens an, dass sie dereinst an der Syphilis gelitten haben müssen. Schließlich und endlich ist diese Krankheit furchtbar und permanent entstellend. Besonders im Gesicht – einem Körperteil, den man nur sehr schwer verbergen kann.

Oftmals fielen den betroffenen, die das tertiäre Stadium der Krankheit erreicht hatten, nicht nur büschelweise die Haare aus, sondern auch ihre Nasen lösten sich auf und fielen regelrecht ab. Man konnte einen Syphilitiker also sehr oft an seiner halben Nase erkennen. Darum ist es kaum verwunderlich, dass die Prothesenmacher dieser Tage oftmals besondere Nasenplastiken für ehemals Syphiliskranke im Angebot hatten und einige Menschen sogar komplett davon leben konnten, Erkrankten, Nasenprothesen zu verkaufen und anzupassen. Aber selbst mit einer solchen Prothese war es immer noch auffällig und beinahe evident, dass man einst an der Syphilis gelitten haben müsse. Dieses Stigma konnte man nicht mehr loswerden. Insbesondere Frauen fühlten sich ob dem Verlust ihrer Nase häufig besonders entstellt und trauten sich kaum mehr am öffentlichen Leben teilzuhaben. Oftmals litten sie infolgedessen an massiven Depressionen.

Depressionen sind wie folgt zu verstehen: Depressionen sind keine Seltenheit. Beinahe jeder litt schon einmal an dieser psychologischen Störung oder kennt eine Person, die es tat. Die genauen auslösenden Prozesse, die hinter einer solchen seelischen Missstimmung stecken, sind allerdings sehr fallspezifisch und für Außenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Dies ändert jedoch nicht an dem Umstand, dass man depressiven Personen gegenüber stets helfend auftreten und sie unterstützen sollte. Denn sie sind zumeist besonders schwach und können nicht mit allzu großen Belastungen umgehen, ohne in eine noch tiefere Depression zu verfallen.

Darüber hinaus kann es jeden treffen. Niemand ist gegen dieses Leiden immun. Zwar sind Menschen mit einem starken Charakter in aller Regel seltener Opfer dieses Leiden, aber nichtsdestotrotz können auch sie dahingehend erkranken. Besonders dann, wenn sich ihre Lebensumstände spontan zum Schlechten hin ändern.

Man sollte sich jedoch nicht entmutigen lassen. Depressionen sind heutzutage gut heilbar. Es stehen der modernen Schulmedizin nicht nur viele sehr probate Medikamente zur Verfügung, sondern auch Psychotherapie und Kliniken können den Betroffenen wieder auf die richtige bahn lenken. Die genaue Art der Behandlung ist jedoch von medizinischem Fachpersonal zu entscheiden und sollte nicht durch den Laien geschehen.

Des Weiteren bleibt zu erwähnen, dass es sich bei Depressionen um ein weltweites Phänomen handelt. Der genaue evolutionäre Nutzen derselben ist dabei allerdings noch ungeklärt und verbleibt Gegenstand der Forschung. Es liegen aber bereits verschiedenste Theorien dazu vor, die von Forschern aus allen Ländern immer wieder diskutiert werden. Es bleibt also abzuwarten, welche Erkenntnisse die Zukunft über die Entstehung von Depressionen birgt.

Aber soviel dazu. Denn Depressionen sind nicht die einzigen Gebrechen, die mit der Syphilis einhergehen können. Viele weitere geistige und körperliche Leiden sind im Rahmen einer solchen Erkrankung zu beobachten. Insbesondere der rapide Verlust seiner kognitiven Fähigkeiten.

Viele Syphilitiker, die keine ausreichende Behandlung erfahren haben und somit nicht frühzeitig geheilt werden konnten, müssen damit rechnen, im Laufe der Zeit einen immensen Teil ihrer Denkleistung einzubüßen. Sie sind nicht mehr dazu in der Lage die einfachsten Tätigkeiten selbständig auszuführen und erinnern alles in allem mehr an Kinder oder schwer geistig behinderte Menschen, als an „normale“ Erwachsene. Dieser degenerative Effekt der Syphilis wird heutzutage zumeist sehr stark unterschätzt. Noch vor einigen Jahrzehnten aber handelte es sich hierbei um eine der gefürchtetsten Arten der mentalen Verwahrlosung – nicht zuletzt deswegen, weil es potentiell jeden treffen konnte.

Für diese degenerativen Prozess gibt es sogar einige sehr prominente Beispiele. Insbesondere an dieser Stelle zu nennen ist der weltberühmte deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche. Ihm wird nachgesagt, dass er gegen Ende seines Lebens an den Spätfolgen einer Syphilis litt und darum nicht mehr dazu in der Lage war, sein Leben selbstständig zu organisieren und zu meistern. Er war auf die permanente Pflege durch seine Schwester angewiesen. Dies ist aber nur eines der unzähligen Beispiele von Fällen geistiger Verwahrlosung durch Syphilis. – Diese können selbst bei einer vermeintlichen Heilung nach Jahren immer noch auftreten. Denn bisweilen ist es möglich, dass das auslösende Bakterium im dormanten Zustande im Körper des Wirts verbleibt und nach Jahren wieder ausbricht oder gar im Verborgenen und vollkommen symptomlos weiterarbeitet. Gerade letzteres ist enorm gefährlich und sollte nicht unterschätzt werden. Darum ist jeder Person, die bereits einmal in Kontakt mit der Syphilis kam dazu zu raten. In regelmäßigen Abständen bei einem Arzt vorstellig zu werden und sich dahingehend untersuchen zu lassen. Alles andere wäre sich selbst und seiner Umwelt gegenüber vollkommen verantwortungslos. Denn man sollte nicht vergessen, dass man, selbst wenn der Erreger dormant ist, trotzdem ein potentieller Ansteckungsherd sein kann.

Auch kommt es im Zusammenhang mit einer Syphiliserkrankung zu einer Form der Neurasthenie. Diese Erkrankung ist heutzutage eher unter dem Begriff Burn Out bekannt. Zwar kann eine Syphilis dieses psychologische Leiden nicht alleine auslösen, aber sie kann es stark begünstigen. Dies liegt vorallem an den degenerativen Tendenzen der Syphilis. Ein minder leistungsfähiges Gehirn ist generell weniger belastbar, ergo kommt es schneller und meist auf heftiger zu Überforderung, die wiederum die Basis des Burn Outs bildet.

Dabei hat wohl jeder den Begriff „Burn Out“ schon einmal gehört und besitzt zudem eine grobe Vorstellung darüber, worum es sich dabei handelt. Nichtsdestotrotz entziehen sich die genauen Details und Mechanismen dieser Krankheit oftmals dem Verständnis des Laien.

Es handelt sich bei der vorliegenden Erkrankung zudem um kein neues Phänomen, gleichwohl man es primär mit der modernen Leistungsgesellschaft in Verbindung bringt. Fälle von Burn Out sind bereits aus antiken Quellen bekannt. Allerdings schienen selbige vor der industriellen Revolution weitaus weniger häufiger als heutzutage. Diese Häufung geht unweigerlich auf die gestiegenen Level von Druck und Stress zurück, denen der normale Arbeitnehmer heutzutage ausgesetzt ist. Gerade der Umbau ehemaliger Industrienationen hin zu Dienstleistungsgesellschaften hat das Potential für einen Burn Out evident gesteigert. Dies liegt u.a. an der Unvorhersehbarkeit des individuellen beruflichen Werdeganges und die zu erwartenden Probleme während der Ausübung der Diensttätigkeit.

Vor dem Jahre 1974, da der Psychologe Herbert Freudenberger, die vorliegende Krankheit „zum ersten Mal“ erfasste, bezeichnete man ein ähnliches Leiden als „Neurasthenie“. Die Unterschiede in den Ausprägungen von Neurasthenie und Burn Out sind im besten Falle minimal. Dr. Freudenberger leistete dennoch Pionierarbeit, indem er dieses antiquierte Krankheitsbild in die Gegenwart übertrug und dahingehend anpasste. Hierdurch vereinfachte er Erkennung und Diagnose immens. Besonders wenn man bedenkt, dass eine Neurasthenie zuvor lediglich mittels derselben Methoden festzustellen war, denen sich um die Jahrhundertwende bereits Sigmund Freud bediente.

Wie bereits erwähnt, sind die potentiellen Auslöser dauerhafter Druck und Stress, die die Psyche des Individuums nach und nach zerfressen, bis es sich gänzlich außer Stande fühlt, den Erwartungen am Arbeitsplatz oder zuhause entsprechen zu können. Zudem spielt mangelnder Respekt für die arbeitende Person oftmals ebenso eine große Rolle, wie eine etwaige gesellschaftliche Ächtung des Berufs und damit verbundene Minderschätzung.

Glücklicherweise ist dieses Leiden mithilfe moderner therapeutischer Maßnahmen meist gut in den Griff zu bekommen.

Aber nicht nur geistige Leiden sind es, die durch eine Syphilis begünstigt werden können, auch rein physischen Leiden treten oftmals im Rahmen der Ansteckung mit der vorliegendne Krankheit auf. Ganz besonders sind hierbei diverse Organschäden anzuführen. Gerade die Lungen, die Nieren, die Leer und der Magen tragen nicht selten massive Einschränkungen davon. Diese sind teilweise so stark und gravierend, dass die Organe teilweise oder vollends dysfunktional werden. Somit besteht durch die Syphilis eine zusätzliche indirekte Lebensgefahr. Das sogenannte Multiorganversagen ist beispielsweise auch ein sehr häufig im Zusammenhang mit einer Syphilis vorkommender Todesgrund bei Betroffen.

Bisweilen bildet sich ein Pneumothorax aus. Betrachtet man die etymologische Seite der Bezeichnung genauer, stellt man fest, dass der Name Pneumothorax aus dem Griechischen entstammt, wobei „pneuma“ Luft bedeutet und „thorax“ für Brustkorb steht. Also: Luft im Brustkorb. Und genau das ist es auch, was diese Erkrankung ausmacht.

Durch Entweichen von Luft aus der Lunge ins Körperinnere, vornehmlich in den Bereich zwischen der Lunge selbst und den Rippen. Dort sitzt der sog. „Brustpalt“ auch „Pleuralhöhle“ genannt. In diesem sammelt sich die Luft und drückt von dort auf die Lunge. Des Weiteren entstehen durch diesen Druck ebenso Schäden am umliegenden Gewebe. Primärer Leidtragender ist aber nichtsdestotrotz die Lunge selbst, die unter dem Druck oftmals in sich zusammensackt, sprich kollabiert.

Dennoch sollte man bemerken, dass ein solcher Kollaps meist nur partiell stattfindet und nicht die ganze Lunge auf einmal betrifft. Darüber hinaus kann die Lunge in einigen Fällen sogar dem Druck standhalten, insofern es sich bei der entwichenen Luft um keine allzu großen mengen handelt.

Im Anschluss hieran gilt es zudem noch zu erwähnen, dass ebenfalls Luft durch äußere Wunden in den Brustkorb gelangen kann und diese dort denselben Effekt zu erzielen imstande ist, wie aus der Lunge ausgetretene Luft. Ist dieser Fall eingetreten, spricht man von einem sog. „offenen Pneumothorax“, wohingegen man bei dem vorherig genannten Beispiel von einem „geschlossen Pneumothorax“ spricht. Darüber hinaus gibt es ebenso noch den sog. „Spannungspneumothorax“, der meist besonders gefährlich ist und in aller Regel eine direkte Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen darstellt.

Auch Aneurysmen sind häufig zu beobachten. Aneurysma ist die Bezeichnung für eine sack- oder spindelartige Erweiterung eines Blutgefäßes, insbesondere an der Hauptschlagader. Zwar tritt es dort am häufigsten auf, jedoch kann sich dieses an jeder Arterie im Körper bilden und ebenfalls angeboren sein. Nicht selten entsteht ein Aneurysma auch im Kopf (Gehirn) n der Bauchschlagader sowie in manchen Fällen im Herz (Herzwand).

Die Gefäßwandveränderung wird je nach Lage differenziert betitelt. So gibt es die Bezeichnungen Aneurysma

  • verum
  • dissecans
  • spurium

Ersteres wird gleichfalls als „echtes Aneurysma“ betitelt. Dabei stellt sich die Gefäßwand als beutelartig erweitert heraus, die Blutgefäßwand ist jedoch nicht beschädigt. Bei dissecans findet sich ein Riss in der Wandschicht eines Blutgefäßes, was ein Eindringen von Blut in die Gefäßwandschichten nach sich zieht. Letzteres besitzt den Zweitnamen „falsches Aneurysma“, da es nur im weiteren Sinne zu den zuvor bezeichneten Begriffen dazu gezählt wird.

In diesem Fall weist die Gefäßwand ein Loch auf und es erfolgt beispielsweise eine Abdichtung durch das Gewebe. Dies sorgt wiederum für ein Hämatom (Bluterguss), im weiteren Verlauf baut es sich nach und nach zu Bindegewebe um.

Auch der Verdauungstrakt ist nicht vor den Auswirkungen der Syphilis gefeit und es kommt bisweilen zu ähnlichen Geschwüren im Innern des Darms, wie sie auch außerhalb desselben in der Form von Granulomen vorliegen. Insbesondere die Colitis Ulcersoa ist an dieser Stelle zu nennen. Bei der Colitis Ulcerosa handelt es sich um eine dauerhafte, sprich chronische Entzündung im Darm oder im Bereich des Darmes, die sich überdies durch chronische Reizungen desselben und der Ausbildung von Geschwüren manifestiert.

Zumeist ist die innere Schicht des Dickdarmes und / oder des Rektums betroffen. Hierdurch entstehen dem Betroffenen nicht nur die oben genannten Symptome, sondern es kann darüber hinaus auch zu weiteren negativen Begleiterscheinungen kommen. Die in aller Regel äußert unangenehm und schmerzhaft sind.

Die genauen Ursachen für dieses Leiden sind der Wissenschaft, trotz intensiver Forschung, (noch) nicht bekannt. Gleichwohl die erste Erwähnung der vorliegenden Krankheit bereits aus den 1850er Jahren stammt, waren noch keine Gründe zu ermitteln. Es ließ sich lediglich beobachten, dass die Colitis ulcerosa primär in der westlichen Hemisphäre auftritt. Dies gilt als Anhaltspunkt für weitere Forschungen.

Des Weiteren handelt es sich hierbei nicht um eine spontan auftretende Erkrankung, sondern um ein sich langsam entwickelndes Leiden, das sich meist um das zwanzigste Lebensjahr herum etabliert. Nichtsdestotrotz sorgt es gerade in den frühen Phasen meist nur für geringfügige Probleme und äußert sich erst später im Leben in seinem vollen Umfang. Aus medizinischer Sicht gilt das sechste Lebensjahrzehnt häufig als das gravierendste für die Colitis ulcerosa. Zumindest sind die meisten Betroffenen, die ärztliche Behandlung suchen, in diesem Alter.

Die Behandlung der Krankheit ist schwierig, da die Auslöser, wie bereits erwähnt, lediglich mutzumaßen sind. Das hinderte Mediziner jedoch nicht daran, recht probate Medikamente zu entwickeln, die immerhin die Symptome zu lindern imstande sind. Darüber hinaus nimmt man bisweilen auch chirurgische Eingriffe vor, insofern diese vielversprechend scheinen.

Abschließend sei noch die Erektile Dysfunktion angeführt. Dieser kann sich beinahe jeder männliche Betroffene vollkommen sicher sein. Die Erektile Dysfunktion (im Volksmund oft auch als Impotenz bezeichnet) ist eine sehr häufige Sexualstörung des Mannes, bei der es zu einer nicht ausreichenden Erektion des Gliedes kommt. Hierfür gibt es zwei Ursachen: Zum einen zeichnet sich ein reduzierter arterieller Zufluss im Penis verantwortlich. Zum anderen fließt venöses Blut zu schnell. In beiden Fällen können die Schwellkörper des Penis nicht hinlänglich mit Blut gefüllt werden. Um tatsächlich als Erektile Dysfunktion anerkannt zu werden, muss die Störung in circa 70 Prozent der Versuche sexueller Aktivität und über einen längeren Zeitraum (etwa sechs Monate) auftreten. So ist ein ausfüllendes Sexualleben mit dieser Erkrankung nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Dem ungeachtet ist Erektile Dysfunktion nicht mit Sterilität (Zeugungsunfähigkeit) gleichzusetzen. Obgleich die Möglichkeiten, den Beischlaf zu vollziehen, eingeschränkt sind, bleibt die Orgasmusfähigkeit in der Regel erhalten und es kann Ejakulat gebildet werden. Männer, die unter dieser Störung leiden, sind folglich durchaus in der Lage sich auf natürlichem Wege zu reproduzieren.

Erektile Dysfunktion ist in häufigen Fällen ein Symptom schwerwiegender Erkrankungen. Gesetzt den Fall es treten normale nächtliche oder spontane Erektionen auf, kann sie aber auch psychogenen Ursprungs sein.

Hierbei handelt es sich nur um einige der potentiell auftretenden weiteren Erkrankungen! Die tatsächliche Bandbreite ist um ein Vielfaches größer. Dieser Umstand allein sollte schon als abschreckender Faktor ausreichen und dafür sorgen, dass man sich seines gesunden Menschenverstandes bedient und die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreift, um es nach Möglichkeit nicht zu einer Ansteckung kommen zu lassen. Wer sich wider besseres Wissen und Gewissen jedoch wissentlich und willentlich in Gefahr begibt, braucht sich nicht wundern, wenn er sich früher oder später mit dieser Krankheit infiziert.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei den alternativen Heilmethoden verhält es sich ähnlich, wie bei den Hausmitteln. Es gibt durchaus Ansätze, diese sind aber eher zu ignorieren, weil sie die Krankheit nicht ausmerzen können. Und dies sollte, wie bereits erwähnt, das einzige Ziel einer Behandlung im Falle der Syphilis sein.

Personen, die eine vollständige Heilung der Franzosenkrankheit ohne die Gabe von Penicillin versprechen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht als Kurpfuscher. Darum sollte man sich mit dieser Krankheit lediglich an einen studierten Mediziner wenden und nicht an einen Heilpraktiker. Diese leisten zwar nicht zu unterschätzende Arbeit und haben nachweislich vielen Leuten bei der Heilung verschiedenster Krankheit gut geholfen, aber bei einer Syphilis können sie nichts tun. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Man kann an dieser Stelle nur die bereits schon erwähnten präventiven maßnahmen abermals anführen:

  • Sexuelle Enthaltsamkeit
  • Keinen Kontakt mit Prostituierten, Strichern usw.
  • Monogamie

Welche Hausmittel können helfen?

Ausgehend von der Tatsache, dass die Syphilis ein so altes Problem ist, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Hausmittel gegen dieses Leiden entwickelt. Die meisten sind jedoch eher nutzlos und gehören in das Reich der Quacksalberei. Überhaupt versprechen keine von ihnen Heilung. Lediglich Linderung der Symptome. Dies sollte jedoch im Falle einer Syphilis nicht an erster Stelle stehen. Darum sollte man sich höchstens unterstützend an Hausmitteln bedienen, nicht aber aber Ersatz einer schulmedizinischen Therapie.

Einige Beispiele:

  • Sexuelle Abstinenz
  • Beschränkung auf einen Sexualpartner
  • Benutzung von Präservativen
  • Bäder ins lauwarmem Salzwasser

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Buchsabum
  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Lavendel
  • Schafgarbe
  • Fenchel

Diese Kräuter sollten am besten zu einer Salbe verarbeitet werden und sind im Anschluss daran auf die betroffenen Stellen aufzutragen. Aber abermals sei man gewarnt: Diese Therapie ersetzt keine schulmedizinische Behandlung und greift das Problem nur kosmetisch an.

Um eine Salbe herzustellen, gebe man die Kräuter und Pflanzen in zerlassenes Schmalz und lasse es auskühlen und aushärten. bei bedarf ist dieser Vorgang zu wiederholen, da hierdurch die Salbe an Potenz gewinnt.

Ätherische Öle

  • Bergamotte
  • Nelke
  • Ylang Ylang
  • Anis
  • Kümmel
  • Ackerminze

Die soeben aufgeführten ätherischen Öle dienen, insofern man sie im Rahmen einer Aromatherapie anwendet, lediglich der Entspannung des Patienten und tragen nichts zur Heilung der vorliegenden Krankheit bei. Von einer äußerlichen oder innerlichen Anwendung ist zudem eher abzuraten.

Eine Aromatherapie gelingt am besten dadurch, dass man eine Duftlampe mit ätherischen Ölen und Wasser füllt, dieses mittels einer Kerze erhitzt und die Öle dadurch in die Raumluft ausströmen lässt.

Homöopathie & Globuli

  • Causticum
  • Dulcamara
  • Sulfur
  • Rhus toxicodendron
  • Arsenicum album
  • Thuja

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Bei einem geschwächten Immunsystem empfiehlt sich grundsätzlich eine stark Vitamin C reiche Ernährung. Ansonsten liegen keinerlei erprobte Formen der Diät oder Ernährung vor, die bei einer Syphilis als besonders förderlich gelten.

Trotz intensiver dahingehender Studien konnten Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen einer Syphilis-Erkrankung und den Ernährungsgewohnheiten von Betroffenen feststellen.

Nichtsdestotrotz gilt es, Übergewicht nach Möglichkeit zu vermeiden und einer gesunden Ernährung nachzugehen. Diesbezüglich kann man sich gute Ratschläge von einem Diätologen oder einem Ernährungswissenschaftler holen. Auch das Internet bietet diesbezüglich ein reiches Angebot an nützlichen Hilfestellungen.

Da mit einer Erkrankung mit Syphilis nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem einhergeht, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Wie bereits erwähnt, können Diätologen und Ernährungswissenschaftler einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist die Syphilis tödlich?

Potentiell handelt es sich hierbei um eine tödliche Krankheit. Man sollte jedoch nicht vom schlimmsten ausgehen. Gerade in unseren Breitengraden kommt es nur sehr selten zu syphilitischen Todesfällen. Die jährliche zu beobachtenden tatsächlichen Fälle lassen sich europaweit beinahe an einer Hand abzählen. Schlimmer ist es für Personen, die in Entwicklungsländern leben und keinen ausreichenden Zugang zu Medizin haben. Diese sterben weitaus häufiger an diesem Leiden. Nichtsdestotrotz sollte man sich hierzulande keine großen Sorgen über einen tödlichen Ausgang der Syphilis machen müssen.

Reichen Kondome aus, um einer Ansteckung zu entegehen?
Nein. Sicherlich senken Präservative die Chancen einer Infektion ungemein stark ab, dennoch bieten sie keinen 100%igen Schutz gegen die Franzosenkrankheit. Man sollte allerdings trotzdem nicht auf die Verwendung von Kondomen verzichten, wenn man sexuellen Kontakt zu anderen Personen aufnimmt, die man nicht allzu gut geht. Vorsorge ist besser als Nachsorge. Darüber hinaus kann man einen harten Schanker nicht immer gleich als solchen erkennen, da er durchaus auch versteckt liegen kann. Das heißt, dass grundsätzlich von jeder Person ein potentielles Ansteckungsrisiko ausgeht und man dahingehend aufpassen sollte.

Ist die Krankheit schmerzhaft?
Nicht wirklich. Die erste Phase derselben verläuft meist gänzlich symptomfrei. Das ist aber weniger gut, als es sich anhört. Hierdurch entgeht sie dem Betroffenen zumeist und er weiß nichts über die Ansteckung. Das birgt ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Wirklich schmerzhaft wird die Syphilis erst dann, wenn sie in die zweite oder gar die dritte Phase wächst. Insbesondere ein befall der Organe und des Hirns führen nicht selten zu starken Schmerzen und langzeitlichen Beeinträchtigungen. Darum sollte man die eingängliche relative Schmerzfreiheit nicht unterschätzen, sondern sie ausnutzen und sich gleich medizinische Hilfe suchen.

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