Wann zum Arzt, Behandlung & Therapie

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt sollte ist im Falle der Nikotinabhängigkeit tatsächlich eher etwas deplatziert. Sicherlich ist eine Abhängigkeit, bzw. eine Sucht eine ernstzunehmende Erkrankung und man kann und sollte dahingehend nach Hilfe Ausschau halten, aber ein Arzt im Allgemeinen oder der Hausarzt im Speziellen ist dabei nicht unbedingt die richtige Anlaufstelle. Außer natürlich, wenn man ernsthaft erkrankt ist. Diese Ausführung jedoch galt lediglich unter der Prämisse einer Sucht nach Rauchwerk, die noch nicht zu weiteren Erkrankungen geführt hat.

Lässt sich also keine direkt rauchbedingte Krankheit feststellen, kann einem ein Arzt zumeist nicht wirklich helfen. Selbst dann nicht, wenn man mit dem Rauchen aufhören will. Hierzu bedarf es zuvörderst dem Willen, dass man mit seinem Laster bricht. Hat man diesen, dann ist es kaum mehr vonnöten, dass man deswegen einen Mediziner konsultiert. Dann hört man nämlich einfach auf. Hört sich überspitzt an, trifft den Nagel aber auf den Kopf.

Ansonsten sollte man regelmäßig einen Mediziner aufsuchen und den selben auch davon unterrichten, dass man Raucher ist. Das erleichtert im zweifel die Diagnose um einiges und erspart dem Arzt sowie dem Patienten bisweilen sehr viel Zeit. Darüber hinaus kann es sinnig sein, wenn man sich gezielt und auf Nachfrage auf die Funktion der Lunge testen lässt und ob diese überhaupt noch in ausreichendem Maße gegeben ist. Dazu bedient sich der behandelnde Arzt zumeist der sog. „Peak Flow“- Methode. Der Patient pustet in eine spezielle Maschine und diese misst darauf hin den durch die entströmende Luft erzeugten Druck und darüber hinaus auch noch die Inhaltsstoffe des Atems. Sind die hieraus resultierenden Werte zu niedrig, kann es notwendig sein, dass der Arzt weitere Tests einleitet.

Alles in allem besteht für Raucher, die sich wohlfühlen, kein erhöhter Bedarf, einen Arzt aufzusuchen, insofern man sie mit einem Nicht-Raucher vergleicht.


Behandlung & Therapie

Raucher, die mit dem Rauchen Schluss machen wollen, können Nikotinersatzprodukte als Unterstützung verwenden, also Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi und Nikotin-Nasenspray.

Die Nikotinersatzprodukte verhindern das Auftreten von Nikotin Entzugserscheinungen. Außerdem gibt es die Anti-Raucher-Pille, d.h. Medikamente, die entweder Bupropion oder Vareniclin enthalten. Die Anti-Raucher-Pille verringert das Verlangen zu Rauchen und verringert auch die Entzugserscheinungen. Allerdings kann die Anti-Raucher-Pille selbst Nebenwirkungen hervorrufen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Bupropion wurde ursprünglich gegen Depressionen eingesetzt.

Weitere Therapiemethoden sind psychotherapeutische Methoden wie die Verhaltenstherapie, bei der die Motivation gesteigert wird, mit dem Rauchen aufzuhören und Situationen analysiert werden, in denen man zur Zigarette greift. Bei der Aversionstherapie soll man soviel rauchen, bis einem davon übel wird, damit das Rauchen mit negativen Gefühlen verknüpft wird.

Gegen Rauchen wird auch häufig Hypnose mit unterschiedlichem Erfolg eingesetzt; dabei soll Nichtrauchen mit positiven Gefühlen verknüpft werden. Viele Raucher versuchen auch mit Akupunktur zum Nichtraucher zu werden. Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Alle diese Methoden sind aber mehr oder weniger nutzlos. Tatsächlich ist nach wie vor der beste Weg mit dem Rauchen aufzuhören, ein kalter Entzug. Mit Sicherheit hört man diesen Ratschlag selten und viele raten gar davon ab und behaupten, dass dieses Vorhaben so gut wie nie gelingt. Das sind alles schreiende Lügen. Das einzige Problem, dass ein kalter Entzug mit sich bringt, ist die Tatsache, dass niemand daran etwas verdient. Also weder die Produzenten von Nikotinprodukten, noch die Ärzte oder Kurkliniken.

Wer wirklich mit dem Rauchen aufhören will, muss sich lediglich den Willen aneignen es auch wirklich durchziehen zu wollen. Verwaschene und halbseidene Versuche enden mit und ohne „Wundermittel“ in der Tonne und führen zu weiter keinem Erfolg. Ein eiserner Willen, Durchhaltevermögen und die Einsicht, wie schlecht Rauchen für den Organismus ist, reichen hierbei mehr als aus. Nicht von Werbung und Co. blenden lassen – einfach aufhören.

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